253468-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Bürgerantrag: Maßnahmen im Umfeld des geplanten ZOB in Bezug auf die Obdachlosen- und Drogenszene
Kerndaten
- Nummer
- 253468-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 19.08.2025
- Letzte Änderung
- 30.10.2026
Orte
- Rathausgasse Hauptort
- Markt
- Am Hof
- Am Neutor
- Poppelsdorf
- Südstadt
- Bonn
Beratungsfolge
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 253468-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 33 Bürgerdienste Dezernat: Dez. I Bürgerantrag: Maßnahmen im Umfeld des geplanten ZOB in Bezug auf die Obdachlosen- und Drogenszene Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 03.09.2025 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Für die Stadtverwaltung spielt die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie das Sicherheitsgefühl des Einzelnen eine zentrale Rolle. Durch regelmäßige Präsenzstreifen des kommunalen Ordnungsdienstes in Zusammenarbeit mit der Polizei, präventive Maßnahmen und gezielte Kontrollen soll das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gestärkt werden. Dies ist auch im Leitziel des Konzeptes für Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit festgehalten, an dessen konkreter Umsetzung die Stadtverwaltung bereits arbeitet. Die Mitarbeitenden der Wache GABI befinden sich täglich im Bereich des Busbahnhofes, um die dortige Drogen- und Alkoholikerszene zu kontrollieren, Ordnungswidrigkeiten zu ahnden und das Sicherheitsgefühl des Einzelnen zu stärken. Die Stadt Bonn arbeitet zudem gemeinsam mit Trägern der Suchthilfe, dem Ordnungsamt und der Polizei an Maßnahmen, um sowohl die Situation vor Ort zu verbessern als auch betroffenen Menschen angemessene Hilfen anzubieten. Dazu gehört u.a.: aufsuchende Sozialarbeit, verstärkte Präsenz vor Ort, niederschwellige Hilfeangebote und strukturierte Aufenthaltsalternativen. Ein zentraler Akteur ist der VFG, der mit seinen verschiedenen Angeboten niederschwellige Hilfen leistet. Dazu gehören: - das Kontaktcafe, Ambulante Pflege mit Kleiderkammer (ein Ort für suchtkranke oder wohnungslose Menschen mit Möglichkeit zur Beratung, Ruhe, Körperpflege, Wäsche und einer warmen Mahlzeit) - Aufsuchende Sozialarbeit (Streetwork und mobile Hilfen in Bahnhofsnähe zur Vermittlung in weiterführende Hilfen)Seite 1 von 3 Seite 2 - Substitutionsambulanz (Betreuung von Opiatabhängigen im Rahmen ärztlich begleiteter Substitution) - Tagesstrukturierende Angebote wie der Bonner Feger - Drogentherapeutische Ambulanz mit Drogenkonsumraum - Medizinische Ambulanz Ziel dieser Maßnahmen ist es, Hilfe, statt Verdrängung zu bieten und den öffentlichen Raum gleichzeitig für alle sicherer und lebenswerter zu gestalten. Eine Umsiedelung der Anlaufstellen in andere Stadtteile ist keine geeignete Option, da die damit verbundenen Probleme nicht gelöst, sondern lediglich verlagert würden und auch der intensive Kontakt zu der Szene nicht möglich wäre. Damit wäre den Bewohner*innen von Poppelsdorf, Südstadt und Innenstadt geholfen, aber es wären ähnliche Beschwerden von Anwohnenden der neuen Standorte der Einrichtungen zu erwarten. Zudem würde eine Verlagerung von Angeboten in andere Stadtteile zwangsläufig dazu führen, dass die Hilfsangebote nicht mehr angenommen werden. Für die Wirksamkeit der Angebote ist es daher unerlässlich, dass diese sich dort etablieren, wo die Betroffenen sich aufhalten. Damit der Busbahnhof wie auch die nähere Umgebung von allen Bürger*innen genutzt werden kann, ohne sich unsicher zu fühlen, wurde dort die ohnehin hohe Präsenz von Polizei, Ordnungsamt und den Streetworkern der Wohnungslosen- und Suchtkrankenhilfe noch weiter verstärkt. Im Jahr 2023 wurde der „Szenebereich“ am Busbahnhof nach Umbau für die Szene wieder geöffnet, da die Zerstreuung bzw. Umsiedlung der Szene zu mehr Belästigungen und Unmut in der Bürgerschaft geführt hat. Aufgrund der geltenden Freizügigkeit kann den Menschen ihr Aufenthaltsort nicht vorgeschrieben werden. Die Haltestelle Markt wird nicht dauerhaft entfallen. Es liegt jedoch ein politischer Auftrag vor, dass zukünftig die Linienleistung an der Haltestelle reduziert werden soll, um den Abschnitt Rathausgasse – Am Hof – Am Neutor vom Busverkehr zu entlasten und dort im Rahmen der Umgestaltung zu Uni trifft City die Aufenthaltsqualität für den Rad- und Fußverkehr zu steigern. Lediglich während der Baumaßnahme zu Uni trifft City kann die Haltestelle Markt nicht angefahren werden, da die Rathausgasse für den Durchgangsverkehr gesperrt werden muss. Entsprechende Umleitungsrouten für die Busverkehre werden im Zuge der weiteren Planungen zu Uni trifft City entwickelt und berücksichtigt. Beschlussvorschlag für den Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger: Der Bürgerantrag wird abgelehnt, der Antragstellende wird entsprechend den Ausführungen der Stellungnahme der Verwaltung über die hierfür maßgeblichen Gründe unterrichtet. Mit diesem Votum und der Beratung im Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist das in § 24 GO NRWSeite 2 von 3 Seite 3 für die formelle Beratung von Bürgeranträgen vorgesehene Verfahren zum Abschluss gelangt. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:43 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de