← Vorlagen

253414 · Beschlussvorlage

Gewährung eines Zuschusses zum Projekt „JuPS" an den Familienkreis e.V.

Nummer
253414
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
25.06.2025
Letzte Änderung
31.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 10.07.2025 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 79 KB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (6.390 Zeichen)
Beschlussvorlage
öffentlich
253414
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
51 Amt für Kinder, Jugend und Familie
Dezernat:
Dez. V
Gewährung eines Zuschusses zum Projekt „JuPS"
an den Familienkreis e.V.
Beratungsfolge
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 10.07.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Dem Familienkreis e.V. wird zur Durchführung des Netzwerks „JuPs – Gemein-
sam stark für Kinder psychisch und suchtkranker Eltern“ für das Jahr 2025 ein
Zuschuss in Höhe von bis zu 18.498 € und für das Jahr 2026 in Höhe von bis
zu 19.052 € gewährt.
Begründung
Finanzierung:
Das Bonner Netzwerk JuPs ist bereits 2011 entstanden im Rahmen einer För-
derung des Landesprogramms KipE Rheinland. Antragsteller waren damals
die Evangelische Jugendhilfe Godesheim gGmbH gemeinsam mit dem Bonner
Verein für gemeindenahe Psychiatrie e. V. (heute Stiftung Gemeindepsychiatrie
Bonn Rhein-Sieg).
Die Finanzierung von JuPs wurde auch nach Auslaufen des Landesprogramms
insbesondere durch Mittel des Amtes für Kinder, Jugend und Familie und des
Amtes für Soziales und Wohnen aufrechterhalten (zuletzt ca. 17.000 € jährlich).
Die Koordinierung wurde von JuPs in Trägerschaft der Ev. Jugendhilfe Godes-
heim gGmbH mit 6 Wochenstunden wahrgenommen. Im Oktober 2023 ist der
Vertrag mit der Evangelischen Jugendhilfe aufgrund personeller Wechsel aus-
gelaufen. Als Gründungsmitglied von JuPs hat sich der Familienkreis e.V. dann
um die Koordinierung von JuPs beworben und einen Antrag beim Amt für Kin-
der, Jugend und Familie zur Trägerschaft des Netzwerkes gestellt.
Eine Weiterführung des Projektes ist ohne kommunale Förderung nicht mög-
lich; andere Finanzierungsmöglichkeiten stehen nicht zur Verfügung bzw. sind
ausgeschöpft. Der Förderbetrag umfasst insbesondere die Personalkosten für
die Projektkoordination sowie Sach- und Verwaltungskosten für die Leitung des
Netzwerkes in Verantwortung durch den Familienkreis e.V..
Eine Finanzierung könnte über die Mittel des Kinder- und JugendförderplansSeite 1 von 4
Seite 2
erfolgen.
Inhaltliche Thematik:
Psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen von Eltern betreffen in der
Regel das gesamte Familiensystem und haben Auswirkungen auf die Entwick-
lung der heranwachsenden Kinder. Aktuell wird davon ausgegangen, dass in
Deutschland ca. 3,8 Mio. Kinder und Jugendliche mit einem psychisch- oder
suchtkranken Elternteil aufwachsen. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen
tragen aufgrund des Familienalltags mit den multiplen Problemen der Eltern ein
deutlich erhöhtes Risiko, selbst psychisch zu erkranken. Professionsübergrei-
fende Angebote und Hilfen, die die gesamte Familie in den Blick nehmen, sind
aus diesem Grunde sinnvoll und erforderlich. Die Hilfsmöglichkeiten für Eltern
und Kinder sind aufgrund der unterschiedlichen Ausprägungen der Erkrankun-
gen in verschiedenen Zuständigkeiten, an einen hohen Aufwand gebunden,
den die Betroffenen allein oft nicht leisten können. Betroffene Eltern haben
große Sorge vor der Stigmatisierung bei der Erziehung aufgrund der Erkran-
kung, was dazu führt, dass vielen Familien gar keine Hilfen zur Verfügung ste-
hen bzw. diese nicht in Anspruch genommen wird.
Die Zielsetzung des Bonner Netzwerkes JuPs besteht darin, die Lebenssituati-
on für Kinder mit einem psychisch- oder suchtkranken Elternteil zu verbessern,
die Familie in ihrer individuellen Situation zu unterstützen und die Patient*innen/
Klient*innen sowohl in ihrer Elternrolle als auch und mit ihrer psychischen Er-
krankung und den Auswirkungen wahrzunehmen.
Der Kreis der beteiligten Akteure setzt sich in der lokalen Netzwerkarbeit neben
der Kinder- und Jugendhilfe vor allem aus der Gemeindepsychiatrie, Selbsthil-
festrukturen, dem Gesundheitsweisen, der Suchthilfe und Bildungseinrichtun-
gen zusammen. Ziel der Netzwerkarbeit war es von Beginn an, die interdiszi-
plinäre Zusammenarbeit fallübergreifend und fallbezogen zu fördern und konti-
nuierlich durch die Vereinbarung gemeinsamer Standards zu verbessern. Dazu
gehören auch die Durchführung von gemeinsamen Fortbildungen, anonymisier-
ten Fallbesprechungen und Netzwerkveranstaltungen für Dialog und Aus-
tausch.
Bei JuPs liegt das Verständnis einer gemeinsamen Handlungsleitlinie zugrun-
de, deren zentraler Inhalt darin besteht, die Problem- und Bedarfslagen der
gesamten Familie gemeinsam und frühzeitig in den Blick zu nehmen. Die fall-
bezogene Zusammenarbeit soll systemüber-greifend gestaltet sein, sodass
auch die Hilfeplanung auf der Basis eines gemeinsamen Fallverständnisses
erfolgt. Die jeweilige Fallverantwortung soll für alle Beteiligten klar erkennbar
und transparent sein. Die Einbeziehung der betroffenen Eltern (oder Sorgebe-
rechtigten) und (altersgerecht) der Kinder versteht sich von selbst.
Die genannten Beträge stellen die Maximalförderung dar. Dieser Beschluss
basiert auf den im Doppelhaushalt 2025/2026 verfügbaren Mitteln. Haushalts-
wirtschaftliche oder aufsichts-rechtliche Änderungen können Anpassungen er-
forderlich machen. Eine Kompensation von Kürzungen Dritter ist ausgeschlos-
sen.Seite 2 von 4
Seite 3
Finanzielle Auswirkungen:
2025:
Produktgruppe Produktgruppenbe-
zeichnung
Produkt Produktbezeichnung
1.06.05 Sonst. Leistungen zur
Förderung junger Men-
schen und Familien
1.06.05.02 Hilfeleistungen für junge Menschen
und Familien
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
18.498,00 EUR 151000605/
731000
2025
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
18.498,00 EUR
2026:
Produktgruppe Produktgruppenbe-
zeichnung
Produkt Produktbezeichnung
1.06.05 Sonst. Leistungen zur
Förderung junger Men-
schen und Familien
1.06.05.02 Hilfeleistungen für junge Menschen
und Familien
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen / 19.052,00 EUR 151000605/ 2026Seite 3 von 4
Seite 4
Aufwendungen 731000
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
19.052,00 EUR
Anlage/n
KeineSeite 4 von 4

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 18:30 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de