253391 · Mitteilungsvorlage
Park & Ride in Bonn und der Region
Kerndaten
- Nummer
- 253391
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 14.08.2025
- Letzte Änderung
- 30.10.2026
Orte
- Oberkasseler Straße Hauptort
- Vilich
- Ramersdorf
- Bonn
- Beuel
Beratungsfolge
- Gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr mit dem Rhein-Sieg-Kreis Kenntnisnahme
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Volltext
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Mitteilungsvorlage öffentlich 253391 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Park & Ride in Bonn und der Region Beratungsfolge Rat 04.09.2025 Kenntnisnahme Ausschuss für Mobilität und Verkehr 31.12.2025 Kenntnisnahme Mitteilung: Park-and-Ride-Plätze sind ein Baustein der Gesamtstrategie zur Mobilitätswende und tragen dazu bei, den motorisierten Individualverkehr auch im Bonner Stadtgebiet zu reduzieren und gleichzeitig den öffentlichen Nahverkehr zu fördern. Sie umfasst in der Regel folgende wesentliche Elemente: • Standorte: Es sind geeignete Standorte auszuwählen, an denen Parkplätze für Pendler*innen zur Verfügung gestellt werden können. Diese müssen gut erreichbar sein, in der Nähe von Autobahnen oder Hauptverkehrsstraßen liegen und über eine gute öffentliche Verkehrsanbindung verfügen. • Parkflächen: Es sind ausreichend Parkflächen für Pendler*innen zu schaffen, die preiswert oder kostenlos genutzt werden können. Diese Parkplätze sollten sicher, gut beleuchtet und überwacht sein. • Öffentlicher Nahverkehr: Die Park-and-Ride-Plätze sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbunden, vorzugsweise mit Bahnlinien und weiteren Busverbindungen. Eine gute Anbindung und kurze Wartezeiten durch ein entsprechendes Angebot sind entscheidend, um den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr attraktiv zu machen. • Parkraummanagement: Am Zielort Bonn ist ein restriktives Parkraummanagement anzustreben, sodass möglichst keine (kostenlosen) Stellplätze in öffentlichem Straßenraum für den Pendelverkehr mehr vorzufinden sind. • Mobilitätsmanagement: Zusätzlich zum Parkraummanagement ist es auch im nichtöffentlichen Bereich, z.B. durch betriebliches Mobilitätsmanagement, sinnvoll, den Mitarbeitenden entsprechende Alternativen zur Verfügung zu stellen und eine Bewirtschaftung der Stellplätze vorzunehmen. • Information und Kommunikation: Eine effektive Park-and-Ride-Strategie erfordert eine gute Kommunikation und Information der Pendler*innenSeite 1 von 4 Seite 2 über Standorte, Parkmöglichkeiten, Verbindungen zum öffentlichen Nahverkehr und Vorteilen in der Nutzung von Park-and-Ride-Flächen für ÖPNV-Nutzer*innen. Dies sollte durch Informationskampagnen, Beschilderungen und digitale Plattformen erfolgen. • Evaluation und Anpassung: Eine regelmäßige Überprüfung der Park-and- Ride-Strategie ist wichtig, um ihre Effektivität zu bewerten und mögliche Anpassungen vorzunehmen. Die intermodale Verknüpfung des Pkw-Verkehrs insbesondere mit dem Schienenverkehr, aber auch mit starken Busachsen, spielt an P + R -Stationen eine entscheidende Rolle, um komfortable Reiseketten mit attraktiven Fahrzeiten zu ermöglichen und die Stadt vom MIV zu entlasten. P + R- Stationen übernehmen darüber hinaus weitere Aufgaben in der intermodalen Verknüpfung, z. B. als Umsteigeknoten für Fahrgemeinschaften und Mitfahrdienste, und können als Mobilitätshubs für weitere ergänzende Mobilitätsangebote, wie z.B. den Radverkehr (B + R), wichtige Schnittstellen darstellen. Aufgrund der ausgeprägten Verkehrsverflechtungen in der Region ist es zielführend, P + R als eine gemeinsame, regionale Aufgabe zu verstehen. Das regionale P + R-Konzept von go.Rheinland (ehemals NVR) aus dem Jahr 2022 liefert hierzu eine Grundlage für die gesamtregionale Betrachtung des Themas im Rheinland. In der Region waren der Rhein-Sieg-Kreis, die Stadt Bonn und viele andere Kommunen bei der Erstellung involviert. In diesem Sinne und aufbauend auf das o.g. Konzept hat der Rat am 14.03.2024 (231639) einen entsprechenden Beschluss zu Park and Ride gefasst. Dabei sollten u.a. mehrere Standorte als – teils zu optimierende – Park-and-Ride-Anlagen geprüft und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Die Verwaltung hat hierzu in der Zwischenzeit zwei Standorte näher betrachtet und entsprechende Vorschläge im Rahmen von Beschlussvorlagen erarbeitet. Zum Bahnknotenpunkt Vilich wurde in der Sitzung des Rates am 08.05.2025 (241334) ein Beschluss gefasst. Dieser wird nun durch die SWB weiter konkretisiert, indem die Planungen weiter ausgearbeitet werden, um einen Ausbau baldmöglichst anstreben zu können. Für den Parkplatz an der Rigal’schen Wiese wurde ebenfalls eine Beschlussvorlage (241615) erarbeitet, die eine vollständige Bewirtschaftung zugunsten der P + R-Nutzenden vorsieht. Diese befindet sich im Juni/Juli 2025 zur Beratung in den politischen Gremien. Zu Ramersdorf haben die Gespräche zu den Planungen des P + R-Platzes zwischen Stadt und SWB begonnen. Vor allem hinsichtlich des geplanten „Stadthausumzuges“ (2027) an den Standort Oberkasseler Straße ist eine aktuelle Betrachtung der Situation notwendig, um den Standort als P + R- Standort zu sichern, ausreichend Stellplätze anbieten zu können und keine Belastung der Straßen im Umfeld durch zusätzlichen Parksuchverkehr zu erzeugen. Insofern sind diese Betrachtungen vorrangig zu bearbeiten, damit möglichst kurzfristig ein entsprechendes Konzept vorgelegt werden kann. Diese Betrachtungen werden mit den Untersuchungen für ein Parkraumkonzept inSeite 2 von 4 Seite 3 Ramersdorf harmonisiert werden. In dem o.g. Beschluss des Rates aus 2024 wurde u.a. auch gewünscht, dass mit den Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises Gespräche über die im Konzept genannten Ausbaubedarfe im Rhein-Sieg-Kreis geführt werden. Die Verwaltung hat bisher (Stand Juni 2025) Gespräche mit neun Kommunen (Alfter, Bad Honnef, Königswinter, Siegburg, Troisdorf, Bornheim, Niederkassel, Rheinbach und Wachtberg) aus dem Rhein-Sieg-Kreis geführt, mindestens ein Gespräch steht noch aus. Im Rahmen dieser Termine wurde über den Stand der konkret geplanten P + R-Plätze und über weitere mögliche Standorte in der jeweiligen Kommune gesprochen sowie sich über entsprechende Kooperationsmöglichkeiten ausgetauscht. Insofern sollen mögliche Potenzialflächen im Rahmen des noch zu erstellenden Bonner Konzeptes integriert werden und in ein dann regionales P+R-Konzept einfließen. Dabei könnte es sich aufgrund der bisherigen Gespräche im Hinblick auf eine nähere Betrachtung u.a. um folgende Standorte im Umland handeln: • Alfter Alanus Hochschule (Erweiterungsfläche liegt in privatem Besitz/Überschwemmungsgebiet) • Alfter-Witterschlick (Fläche in privatem Besitz) • Bad Honnef Bahnhof (Verlegung des Bahnhofs kurzfristig geplant, Parkhaus denkbar) • Königswinter Niederdollendorf Bf (Parkpalette/Parkhaus auf bereits als Parkplatz genutzte Fläche) • Königswinter Bf (private Potentialfläche östlich der Bahnstrecke) • Rheinbach Römerkanal (Erweiterung durch Ausbau Parkpalette/Parkhaus) Aus den Gesprächen mit Niederkassel und Troisdorf geht auch hervor, dass ein größerer P + R-Platz im Bereich der Anschlussstelle BN-Beuel (A 565) gewünscht wird, vor allem im Hinblick auf den Ausbau der Stadtbahnlinie 17. Mit mehreren Gemeinden wurden auch Ideen für gemeinsame Aktivitäten im Hinblick auf P + R ausgetauscht. So könnte u.a. eine gemeinsame Ansprache höherer Verwaltungsebenen (z.B. Zuschuss- und Aufsichtsbehörden wie go.Rheinland, Bezirksregierung und Landesverkehrsministerium), eine Vermittlung / Vernetzung relevanter Akteur*innen (bspw. beauftragte Planungsbüros für ähnliche Projekte zur Beschleunigung von (Vor)Planungsprozessen) erfolgen und auch über eine gemeinsame Bewirtschaftung/Unterhaltung der P + R-Flächen nachgedacht werden. Hierzu käme die Bonner City Parkraum GmbH in Frage, sodass diese Idee näher geprüft wird. Ergänzend dazu wurde tlw. auch darüber gesprochen, ob zu entsprechenden Projekten ein sog. LOI (letter of intent), also eine schriftliche Absichtserklärung zu geplanten Vorhaben in den RSK-Kommunen, seitens der Stadt Bonn erstellt werden kann, um ein gemeinsames Vorgehen zu verdeutlichen. Hierzu sind z.B. schon konkrete Absprachen mit der Stadt Bad Honnef, die am zukünftigen Mobilitätsknoten Bad Honnef u.a. ein Parkhaus plant, getroffen worden, sodass seitens der Verwaltung ein entsprechendes Papier in Aussicht gestellt wurde. Im Hinblick auf das gesamtstädtische P + R-Konzept (inkl. Umland) ist nach dem letzten Gespräch mit einer RSK-Kommune vorgesehen, einenSeite 3 von 4 Seite 4 entsprechenden Auftrag an ein Planungsbüro zu vergeben, um mehrere Standorte in der Stadt und im Umland konkreter für eine P + R-Nutzung untersuchen zu lassen. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:27 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de