253389-02 · Große Anfrage
BBB-Anfrage: Obdachlosenunterkunft Karl-Finkelnburg-Straße 50 Drucksachengruppe 253389
Kerndaten
- Nummer
- 253389-02
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 19.06.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Karl-Finkelnburg-Straße Hauptort
- Bad Godesberg
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 253389-02Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Fragesteller/in: BBB Bezirksfraktion Bad Godesberg Marcel Schmitt Michael Rosenbaum BBB-Ratsfraktion 03.06.2026, gez. BBM Yildiz BBB-Anfrage: Obdachlosenunterkunft Karl- Finkelnburg-Straße 50 Drucksachengruppe 253389 Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 24.06.2026 Kenntnisnahme Rat 09.07.2026 Kenntnisnahme Fragestellung 1. Wie hoch war die Anzahl der polizeilichen Einsätze im Zusammenhang mit der städtischen Unterkunft an der Karl-Finkelnburg-Straße 50 in den Jahren 2024, 2025 und im ersten Quartal des laufenden Jahres und wie viele daraus resultierende Ermittlungsverfahren wurden in den genannten Zeitabschnitten eingeleitet? 2. Welche Ursachen lagen den unter Ziffer 1 gefragten Einsätzen jeweils zugrunde und welche Deliktarten mit welcher Fallzahl waren Grundlage der in den o.g. Zeiträumen eingeleiteten Ermittlungsverfahren? 3. Wie hoch war die Anzahl der Einsätze des städtischen Ordnungsdienstes im Zusammenhang mit der städtischen Unterkunft an der Karl-Finkelnburg-Straße 50 in den Jahren 2024, 2025 und im ersten Quartal des laufenden Jahres und wie viele Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden in den genannten Zeitabschnitten aus welchen Gründen eingeleitet? 4. Wie viele Personen befinden sich über das Jahr verteilt durchschnittlich in der Einrichtung und mit welcher jeweiligen Personalstärke erfolgt eine sozialarbeiterische und eine sozialpsychiatrische Betreuung der Bewohner? 5. Aus welchem Grunde wird im Umfeld der Einrichtung zunehmend festzustellender Alkohol- und Drogenkonsum der Bewohner ebenso zum Nachteil der Nachbarschaft geduldet wie die nicht selten festzustellende Vermüllung der Umgebung mit den Hinterlassenschaften der Heiminsassen? 6. Wie hoch war der der Stadt im Zusammenhang mit der Einrichtung entstandene Gesamtaufwand jeweils in den Jahren 2020 - 2025 und in welcher Höhe sind dabei für die jeweiligen Unteraufwände wie baulich technische Unterhaltung, Energie, Kapitaldienst, Bewachung des Objektes etc pp. der Stadt Kosten entstanden? 7. Wie hoch war in den Jahren 2020-2025 jeweils der Anteil an Bewohnern der Einrichtung, die die für ihre Unterbringung entstandenen Kosten ganz oderSeite 1 von 2 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) teilweise bezahlt haben? Begründung Das vor 11 Jahren zur Unterbringung von Personen von der Stadt für etwas mehr als 6 Mio. Euro aufgekaufte Bürogebäude Karl-Finkelnburg-Straße 50 wurde nach seinem rund 1,7 Mio. Euro teuren Umbau sukzessive zumeist mit Kriegsflüchtlingen belegt. In der Zeit dieser Nutzung gab es vor Ort kaum Probleme mit der Unterkunft. Dass änderte sich jedoch schlagartig, als die Mehrheit des Rates die Pläne der Oberbürgermeisterin, die Liegenschaft ausschließlich als Obdachlosenunterkunft zu nutzen, mit einem am 20.09.2021 von CDU, SPD, Grünen, AfD, Volt und Linken gegen die Stimmen des BBB gefassten Beschluss billigend zur Kenntnis nahm. Seither konzentrierte Oberbürgermeisterin Katja Dörner (B90/Grüne) und ab 01.11.2026 Oberbürgermeister Guido Deus (CDU) Obdachlose aus der ganzen Stadt im einst ruhigem Wohngebiet am Rande des Villenviertels. Unterdessen sind vor Ort aggressives Betteln, Sachbeschädigungen, Pöbeleien, Dealen und andere Straftaten oder Belästigungen an der Tagesordnung. Entsprechend ist auch die Anzahl der Polizeieinsätze in den Jahren 2020 (21 Mal), 2021 (149 Mal), 2022 (230 Mal) u. 2023 (255 Mal) fortwährend gestiegen. Wie häufig die Polizei in den Jahren 2024, 2025 und in Q1/2026 hierhin genau ausrücken musste, warum die Stadtverwaltung glaubt, nicht für die von ihrer Einrichtung evident ausgehenden Belästigungen oder gar Straftaten im Umfeld verantwortlich zu sein und sich erkennbar nicht in angemessener Weise um den beachtlichen Anteil hilfsbedürftiger Menschen in der Unterkunft kümmert, soll mit der Anfrage ebenso in Erfahrung gebracht werden, wie die der Stadt durch den Betrieb des Asyls entstehenden Kosten. Im Übrigen liegt die Beantwortung im öffentlichen Interesse. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:57 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de