← zurück zu 253387

253387-03 ST · Stellungnahme der Verwaltung

BBB-Anfrage Interkommunaler Vergleich Abfallentsorgung und Stadtreinigung

Nummer
253387-03 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
26.11.2025
Letzte Änderung
30.10.2026
  • Marktplatz Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg Hauptort
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 25.03.2026 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Rates 12.03.2026 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 471,8 KB Öffnen ↗

Übergeordnet

  1. 253387 BBB-Anfrage Interkommunaler Vergleich Abfallentsorgung und Stadtreinigung

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (29.009 Zeichen)
Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
253387-03 ST
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
BBB-Anfrage Interkommunaler Vergleich
Abfallentsorgung und Stadtreinigung
Beratungsfolge
Rat 11.12.2025 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Die Stellungnahme der bonnorange AöR ist als Anlage beigefügt.
Anlage/n
1 Stellungnahme bonnorange AöR (öffentlich)Seite 1 von 17
Seite 1
Große Anfrage öffentlich 253387:
BBB-Anfrage Interkommunaler Vergleich Abfallentsorgung und Stadtreinigung
Fragestellung
1. Gibt es für Deutschland bzw. NRW Untersuchungen bzw. interkommunale
Vergleiche für Abfallentsorgung und Stadtreinigung
a) aus denen Kennzahlen
- zum gesamten Anfall von Abfall und zum Müllaufkommen pro Kopf einer
Kommune,
- zum Verhältnis Anzahl der Mitarbeiter pro Fläche des
Entsorgungsgebietes,
- zur Gesamtanzahl der Mitarbeiter, der Mitarbeiter pro Einwohner, und der
Mitarbeiter im Vergleich zur entsorgten Müllmenge,
- aus denen die in den verschiedenen Entsorgungs- und
Reinigungsaufgaben eingesetzten Mitarbeiteranzahlen,
b) aus denen die Kosten für die unterschiedlichen Abfallentsorgungen (graue,
gelbe, grüne, und blaue Tonne für Hausentsorgung; Stadtreinigung inklusive
Straßenreinigung; Sammlung über Container etc.) hervorgehen und wenn ja, wo
liegt die Stadt Bonn mit ihrer AöR bonnorange im jeweils nachgefragten
Vergleichsparameter?
2. Rein vorsorglich fragen wir:
Wie hoch war die angefallene und entsorgte Müllmenge in 2023 u. 2024, wie hoch
lag diese in Bremen und Münster, wie lauten die unter Ziffer 1 nachgefragten
Kennzahlen Bonns und wie verhalten sich diese in den letzten beiden Jahren im
Vergleich zu den jeweiligen Kennzahlen von Bremen und Münster?
Begründung
Die Fragesteller sind interessiert zu erfahren, ob es ähnlich zu den Arbeiten der
Gemeindeprüfungsanstalt auch vergleichende Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit
der kommunalen Abfallentsorgung und Stadtreinigung gibt.
Antwort
Zu 1 a)
Um einen validen Vergleich darzustellen, sollten die zum Vergleich herangezogenen
Kommunen in Ihrer Struktur ähnlich sein. Zudem regeln in Teilen Landesgesetze die
Ausgestaltung der Abfallwirtschaft. Grundsätzlich erstellen die öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger jährlich Abfallbilanzen. Die interkommunale Vergleichbarkeit istSeite 2 von 17
Seite 2
daraus aber nicht direkt möglich, da es Gestaltungsspielräume gibt. So weist die
Abfallbilanz von Bonn für 2023 aus, dass 152.977 Tonnen Abfälle erfasst (452,3 kg/E)
wurden, in der Statistik von NRW sind es hingegen 140.329 Tonnen und entsprechend
417,9 kg/E. Beim Statistischen Bundesamt werden für Haushaltsabfällen in
Deutschland/Person beispielsweise keine Elektroaltgeräte, Bauschutt und auch nicht
der Straßenkehricht berücksichtigt. Dennoch kann auf Landesebene aus den Daten des
LANUK-NRW von einer Vergleichbarkeit für NRW ausgegangen werden, u.a. weil das
LANUK die Bevölkerungsstatistik des Landes NRW heranzieht und nicht die Erhebungen
der jeweiligen Kommunen verwendet.
Da bei den Beschlüssen für neue Gebührenordnungen für die Abfallwirtschaft der
Bundesstadt Bonn zum Vergleich die Gebührentarife von Bielefeld, Aachen und Münster
dargestellt werden, hat die bonnorange AöR das Abfallaufkommen pro Kopf dieser
Kommunen mit Bonn aus den Daten des LANUK-NRW ermittelt (aktuellste Zahlen aus
den Jahren 2022 und 2023) und aufbereitet:Seite 3 von 17
Seite 3
Jahr Region Einwohner*innen
(berechnet)
Hausmüll
kg/E
Sperrmüll
kg/E
Bioabfall
kg/E
Gartenabfall
kg/E
Altglas
kg/E
LVP
kg/E
PPK
kg/E
2022 Bielefeld, krfr. Stadt 338317,6 150,0276 41,14476 55,90308 36,51893 20,2502 37,11009 54,71781
2023 Bielefeld, krfr. Stadt 338388,3 151,8758 40,96773 57,98664 42,05524 19,53082 38,444 50,0431
2022 Bonn, krfr. Stadt 336465,6 188,4324 36,46138 44,99123 38,15249 24,32641 29,81286 57,13215
2023 Bonn, krfr. Stadt 335795,6 188,1144 35,52458 47,46935 39,46746 23,0944 29,62218 52,64809
2022 Münster, krfr. Stadt 320974,5 127,9042 20,5063 48,24059 79,52032 25,35715 27,89941 62,061
2023 Münster, krfr. Stadt 322941,6 130,8348 21,83057 47,43272 84,15144 24,26755 28,78229 57,61104
2022 Städteregion Aachen (einschl. Stadt Aachen) 562498,8 129,8936 32,63652 54,56901 49,98233 21,17338 34,47297 57,16279
2023 Städteregion Aachen (einschl. Stadt Aachen) 564480,7 132,4545 25,84322 56,68396 33,34392 20,86165 35,82054 53,85304Seite 4 von 17
Seite 4
Ein kommunaler Vergleich auf Basis der Anzahl der Mitarbeitenden ist nicht möglich.
Mitarbeitende können für hoheitliche Satzungsleistungen, Beistandsleistungen und
Betriebe gewerblicher Art eingesetzt werden, auch können Aufträge an Dritte vergeben
werden, wodurch der Personaleinsatz nicht mehr vergleichbar ist. Um sich dennoch
einem Kennzahlen-Vergleich zu stellen, beteiligt sich die bonnorange AöR alle zwei Jahre
an einem Benchmarking des Verbandes kommunaler Unternehmen. Dieses ermöglicht
einen anonymisierten interkommunalen Vergleich auf Kennzahlenbasis. Hierbei erfolgt
eine Auswertungen auf TOP-Kennzahlenebene für alle relevanten
Unternehmensbereiche, wobei die wesentliche Zielsetzung eine praxisorientiert und
steuerungsrelevant Nutzbarkeit der Kennzahlen ist. Die Vergleichbarkeit wird durch eine
Clusterbildung (Einteilung der Betriebe nach der Einwohneranzahl) hergestellt, sodass
sich die bonnorange AöR mit Betrieben in Städten über 100.000 und bis 400.000
Einwohner*innen vergleicht (zuletzt 19 Teilnehmende). Das letzte Benchmarking
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung fand mit Daten aus den Bezugsjahr 2023 statt.
„Bei der Interpretation der Kennzahlen ist darauf zu achten, dass der Mittelwert als
Median ausgewiesen ist. Der Median ist der Kennzahlenwert, der von (mindestens) 50%
der Betriebe (erreicht oder) unterschritten wird (die Angabe in Klammern bezieht sich auf
eine ungerade Anzahl der Stichprobe). Weiterhin wird die Ober- und Untergrenze des
medialen 50%-Intervalls angegeben. Dabei handeltes sich um die Bandbreite, innerhalb
derer sich die mittleren 50% der Betriebe dieser Stichprobe befinden. Das heißt
praktisch, je 25% der Betriebe haben Kennzahlenwerte, die sich unter der Unter- (25%-)
bzw. über der Ober- (75%-)Grenze befinden.“
Bei dem Verhältnis von Aufwand zur Einwohnerzahl zeigt sich für Bonn im Benchmark
eine vergleichsweise durchschnittliche Einwohnerbelastung (EWB; jährlich
durchschnittliche Belastung je Einwohner*in) durch die Sparten Abfallwirtschaft,
Stadtreinigung und Winterdienst. Pro Einwohner*in liegt Bonn mit 150,37 € (Median
168,70 Euro) 18,33 Euro unter dem Median. Dennoch zeigt sich mit Blick auf die
Kennzahl Entwicklungspotenzial, wenn von der Einwohnerbelastung die
kostenmindernden Erlöse abgezogen werden. Dann liegt Bonn mit 137,23 € nur noch
2,44 € unter dem Median. Hinzu kommt, dass der Verwaltungskostenanteil mit 22,4
Prozent relativ hoch liegt - im Vergleich zum Median von 17,5 Prozent.
Heruntergebrochen auf die Kosten der hoheitlichen Abfallwirtschaft bildet Bonn mit
121,35 € den Medienwert. Die Kosten für die hoheitliche Straßenreinigung inklusive der
Papierkorbleerungen (die über die Abfallgebühr abgerechnet werden) stechen mit 26,21
€ pro Einwohner*in hervor, weil der Median 49 Prozent darüber liegt. Die
Einwohnerbelastung für den hoheitlichen Winterdienst liegt mit 2,80 Euro 74 Prozent
unter dem Median, wobei an dieser Stelle darauf hingewiesen sei, dass der Winterdienst
aus dem städtischen Haushalt bezahlt wird.
Im Bereich Restabfallsammlung zeigen sich gute bis durchschnittliche Leistungen pro
Fahrzeug aber unterdurchschnittliche Leistungen auf einzelne MitarbeitendeSeite 5 von 17
Seite 5
heruntergebrochen. Zur Einordnung: Während die Touren im kommunalen Vergleich
ausgelastet sind (pro Fahrzeug), führt das hohe Durchschnittsalter der Belegschaft und
der hohe Krankenstand zu einer unterdurchschnittlichen Leistungskennzahl.
Gegenmaßnahmen sind eingeleitet. Die im Vergleich höheren Logistikkosten sind mit
dem flächendeckenden Vollservice zu begründen, hinzu kommen überdurchschnittliche
Gesamtkosten, die unter anderem mit den hohen Kosten für die Verwertung
zusammenhängen. Im Bereich Bioabfall zeigen sich positive Leistungs- und
durchschnittliche Kostenkennzahlen, im Bereich Altpapier zeigen sich überwiegend
durchschnittliche Leistungskennzahlen bei hohen Logistikkosten insbesondere aus dem
Bringsystem (öffentliche Altpapiercontainer, die wöchentlich ein- bis fünfmal geleert
werden) und durchschnittlichen Gesamtkosten. Da das Bezugsjahr für das Benchmark
das Jahr 2023 war – das erste Jahr, in dem Altpapier nicht mehr gebündelt, in Kartons
oder Papiersäcken zur Abfuhr gestellt werden durfte – wird noch mit positiven Effekten
gerechnet, die sich im Bezugsjahr noch nicht niedergeschlagen haben. Im Bereich
Sperrabfall zeigen sich durchschnittliche Mengen und ein im Vergleich niedriges
Kostenniveau pro Einwohner; die Kosten pro Menge liegen gegenläufig auf hohem
Niveau und resultieren aus hohen Verwertungskosten auch aufgrund der hohen Menge
Sortierreste, die in der MVA Bonn verwertet werden.
Im Bereich Straßenreinigung zeigen sich weitgehend durchschnittliche Leistungswerte
der Einzelsysteme, wobei der Wert für die Gesamtproduktivität der Stadtreinigung
(vereinfacht ausgedrückt: Summe aller zu reinigenden Längen dividiert durch die
eingesetzten Ressourcen), der deutlich unter dem Durchschnitt liegt, nicht
aussagekräftig ist, da keine Leistungsdaten für die manuelle Reinigung vorliegen. Dies
hat entsprechenden Einfluss auf die Reinigungskosten pro Kilometer. Gemessen werden
konnte die maschinelle Reinigungsleistung unterschieden nach Groß-, Kompakt- und
Kleinkehrmaschinen. Hier liegen die Groß- und Kleinkehrmaschinen leicht über dem
Median. Die Großkehrmaschinen kommen auf eine durchschnittliche
Reinigungsleistung von 41 Kilometern pro Tag (Median 40,7 km) und die
Kleinkehrmaschinen reinigen täglich 12,2 Kilometer (Median 11,9 km). Die
Kompaktkehrmaschinen schnitten mit einer unterdurchschnittlichen Tagesleistung ab
(21,8 km ggü. 30,1 km), woraufhin im Jahr 2024 ein Projekt zur Tourenoptimierung
umgesetzt wurde, sodass für das nächste VKU-Benchmark ein besseres Abschneiden
abzusehen ist.
Zu 1 b)
Der Gebührenvergleich ist komplex. Die Gebührenhoheit hat jede Kommune, die den
Umfang ihres abfallwirtschaftlichen Angebots im Rahmen der
Kreislaufwirtschaftsgesetze ausgestaltet. Darum sind insbesondere deutschlandweite
Vergleiche kritisch zu hinterfragen, da der Teufel im Detail steckt. Als Beispiel sei hier
das „Müllgebührenranking 2022“ von Haus&Grund genannt, bei dem Bonn im
deutschlandweiten Vergleich von 125 Städten auf Platz 11 landete. Denn hier wurden fürSeite 6 von 17
Seite 6
gar nicht angebotene Leistungen durch Teil- und Vollservice oder beim Abfuhrrhythmus
„hypothetische Gebühren approximiert und die Ergebnisse in einem Müllgebührenindex
zusammengefasst“. Darüber hinaus wurden hier nur die Hol-Services für Rest-,
Bioabfall, Sperrmüll und Altpapier betrachtet („Andere Müllsorten werden entweder als
gebührenfrei (Wertstoffe) oder nicht regelmäßig anfallend (Sondermüll) angesehen.“).
Im Abfall- und Abwassergebührenvergleich 2025 vom Bund der Steuerzahler Nordrein-
Westfalen e.V. liegt der Musterhaushalt bei den kreisfreien Städten bei einer
durchschnittlichen Jahresgebühr von 372,30 Euro und Bonn mit 263,83 Euro auf Platz 4.
Aber auch hier beschränkt sich die Betrachtung des Musterhaushalts alleine auf „120
Liter Restmüllbehälter, 14-täglicher Abfuhrrhythmus/ 120 Liter Bioabfallbehälter, 14-
täglicher Abfuhrrhythmus/ Papierabfall in haushaltsüblicher Menge/ 4-Personen-
Haushalt“, womit auch hier kein valider Vergleich der Service-Level in den Kommunen
möglich ist. Den Vergleich erschwert zudem, dass über die Abfallgebühr die Aufstellung,
Unterhaltung und Entleerung von Straßenpapierkörben, Reinigung von Spielplätzen und
Grünanlagen abzurechnen ist, deren Umfang von Kommune zu Kommune sehr
unterschiedlich ausfallen kann.
Um dennoch auf die auf die Anfrage zu antworten, hat die bonnorange AöR sich mit den
oben bereits genannten Kommunen sowie zwei weiteren aufgrund ihrer Fläche und
Einwohnerdichte vergleichbaren Städte im Detail auseinandergesetzt, um das Service-
Level der wesentlichen abfallwirtschaftlichen Leistungen darzustellen sowie die
Belastung für den Musterhaushalt aus den Beschlüssen für neue Gebührenordnung für
die Abfallwirtschaft der Bundesstadt Bonn errechnet:
Bonn Bielefel
d
Aachen Münste
r
Augsburg Mannhei
m
Einwohner*i
nnen
323.336 331.605 582.410 308.25
8
301.105 318.035
Fläche (km²) 141,06 258,83 706,92 303,28 146,85 144,97
E/km² 2.292 611 824 1.016 2.050 2.194
Restabfall Bemessu
ngsgrundl
age für
Abfallgeb
ühr, 14-
tägliche
Regelabf
uhr, 120
Liter,
Vollservic
e: 263,83
€
Abgabe
am
Wertstoff
120
Liter,
14-
täglich,
Teilservi
ce:
141,48
€,
Abgabe
am
Wertsto
ffhof
31,00 €
pro
Vollservice
nur im
Stadtbezirk
Aachen-
Mitte für alle
Behälter,
ansonsten
nur für
Großbehälter
,
120 Liter, 14-
täglich,
Vollservice:
340,84 €
(Grundgebüh
120
Liter,
14-
täglich,
Vollser
vice:
250,20
Euro
(inkl.
36,00
Euro
Grundg
ebühr),
Anliefe
rung
Bemessun
gsgrundla
ge für
Abfallgebü
hr, 14-
tägliche
Regelabfu
hr, 120
Liter,
Vollservic
e (337,44
€ + 15 %)):
388,06 €
(exkl.
Behälter,
Bemessu
ngsgrundl
age für
Abfallgeb
ühr, 14-
tägliche
Abfuhr,
120 Liter,
Vollservic
e: 349,20
€(Städteregion)Seite 7 von 17
Seite 7
hof 25,00
€ pro
Kubikmet
er
Kubikm
eter
r: 79,94 €,
Leistungsgeb
ühr: 168,47
€,
Vollservicege
bühr: 92,41 €
Restab
fall am
Recycli
nghof
60,00
Euro
pro
Kubikm
eter
(umger
echnet
aus
Gebühr
entarif:
5 Euro
je
angefa
ngene
90
Liter)
müssen
selber
beschafft
werden)
Sperrmüll 3
kostenlos
e
Regelabf
uhren
und 1
kostenlos
er Termin
auf
Abruf/Ha
ushalt
(max. 5
m³),
Abgabe
am
Wertstoff
hof gegen
Gebühr
(25,00
€/Kubikm
eter)
Auf
Abruf
gegen
Gebühr,
28,00 €,
max. 4
m3,
Abgabe
am
Wertsto
ffhof für
10,00 €
pro
Kubikm
eter
Auf Abruf
gegen
Gebühr,
15,00 €, max.
3 m3
(Verwaltungs
gebühr für
Terminvergab
e), Abgabe
am
Recyclinghof
(max. 5 Teile)
kostenlos
Kostenl
ose
monatl
iche
Abfuhr,
max. 5
m³ pro
Haush
alt
Kostenlos
auf Abruf,
Wertstoffs
ammelstel
len
Auf Abruf
bi zu 2-
mal (gilt
auch für
Elektrogr
oßgeräte)
pro Jahr
kostenlos
,
insgesam
t max. 8
Kubikmet
er,
Anlieferu
ng am
Recycling
hof statt
Termin
kostenlos
, sonst 14
€ / m³
Bioabfall Kostenlos
, 14-
tägliche
Regelabf
uhr,
120
Liter
Bioabfal
l, 14-
tägliche
,
120 Liter
Bioabfall, 14-
täglich,
Teilservice:
103,19 €
60
Liter,
wöche
ntlich,
Vollser
vice:
Kostenlos,
14-
tägliche
Regelabfu
hr,
Teilservice
Kostenlos
, 14-
tägliche
Regelabf
uhr,Seite 8 von 17
Seite 8
Teilservic
e
Teilservi
ce:105,
24 €
199,80
Euro
Teilservic
e
Gartenabfall Mobile
(saisonal)
und
stationär
e
Grüncont
ainer,
qualifizier
te
Grünann
ahmestell
en (GAS),
Wertstoff
höfe
Abgabe
an den
Wertsto
ffhöfen
gegen
Gebühr,
10,00
€/m³
Mobile
Kompostcon
tainer
(saisonal),
Anlieferung
an
Recyclinghöf
en/Kompost
platz,
grundstücks
bezogene
Bündel-
Sammlungen
im
Holsystem
von Oktober
bis
März
Holzige
Pflanze
nabfäll
e
können
bei der
Sperrg
utabfu
hr
bereitg
estellt
(städtis
cher
Garten
abfalls
ack
0,25
Euro)
oder zu
den
Recycli
nghöfe
n
gebrac
ht
werden
Kostenlos
e,
grundstüc
ksbezogen
e Bündel-
Sammlung
en im
Holsystem
Grünabfa
llabfuhr
im
Herbst,
Anlieferu
ng an
Recycling
höfen
kostenlos
Altglas Öffentlic
he
Depotcon
tainer
(Duale
Systeme)
Öffentli
che
Depotc
ontainer
(Duale
System
e)
Öffentliche
Depotcontai
ner (Duale
Systeme)
Öffentli
che
Depotc
ontain
er
(Duale
System
e)
Öffentlich
e
Depotcont
ainer
(Duale
Systeme)
Öffentlic
he
Depotcon
tainer
(Duale
Systeme)
LVP 4-
wöchentli
che
Regelabf
uhr
(Duale
Systeme)
Wertsto
fftonne,
4-
wöchen
tliche
Regelab
fuhr
Leerung der
Gelben
Säcke erfolgt
im 14-
tägigen
Rhythmus
Wertst
offtonn
e, 14-
täglich
er
Rhyth
mus,
Vollser
vice für
4-Rad-
Wertstofft
onne, 14-
tägliche
Regelabfu
hr
Wertstoff
tonne,
14-
tägliche
Regelabf
uhrSeite 9 von 17
Seite 9
Behält
er
PPK Kostenlos
, 4-
wöchentli
che
Regelabf
uhr,
Depotcon
tainer,
GAS,
WSH
Kostenl
os (nur
2-Rad-
Behälter
), 4-
wöchen
tliche
Regelab
fuhr,
Wertsto
ffhöfe
Kostenlos, 4-
wöchentlich
e
Regelabfuhr,
Recyclinghöf
e
Kostenl
os für
Privath
aushalt
e, 14-
täglich
er
Rhyth
mus,
Vollser
vice für
4-Rad-
Behält
er,
Recycli
nghöfe
Kostenlos,
3-
wöchentli
che
Regelabfu
hr,
Wertstoff-
und
Servicepu
nkte
Kostenlos
, 14-
täglich,
Recycling
höfe
Elektrogroßg
eräte
Anlieferu
ng WSH,
kostenlos
e
Abholung
Abholun
g mit
gebühre
npflichti
ger
Sperrgut
abfuhr,
Wertsto
ffhöfe
Anlieferung
an
Recyclinghöf
en,
kostenlose
Abholung
Recycli
nghöfe,
kostenl
ose
Abholu
ng
Wertstoffs
ammelstel
len,
Kostenlos
bei
Sperrmüll
abfuhr
Kostenlos
e
Abholung
bis zu 2-
mal (gilt
auch für
Sperrmüll
) pro Jahr,
Recycling
höfe
Elektroklein
geräte
WSH,
GAS,
Rote
Tonne
Wertsto
ffhöfe
Recyclinghöf
e, mobile
Schadstoffsa
mmelstellen
Depotc
ontain
er,
Recycli
nghöfe
Wertstoffs
ammelstel
len,
Wertstoff-
Sammelbe
hälter bei
den
Wertstoffi
nseln
Recycling
höfe,
„Freddyb
ox“ für
Mobiltele
fone und
Tablets
Bauschutt Abgabe
am
Wertstoff
hof gegen
Gebühr
(100,00
€/Kubikm
eter)
Verwert
barer
Bausch
utt
20,50
€/Kubik
meter,
Gemisc
hte Bau-
und
Anlieferung
an
Recyclinghöf
en
50,00
Euro/T
onne
Reiner
Bauschutt
: 32,00 €/
Kofferaum
m
mineralis
che
Baurestst
offe
(nicht
brennbar)
: 75,00 €/tSeite 10 von 17
Seite 10
Abbruch
abfälle
90,00 €/
Kubikm
eter
Alttextilien Öffentlic
he
Sammelc
ontainer
Öffentli
che
Sammel
contain
er in
Koopera
tion mit
Deutsch
e Rote
Kreuz,
Bethel,
ASB, die
Johannit
er und
Kolping
Recyclinghöf
e,
Wertstoffmo
bil, an
Kompostcon
tainern
(Pilotprojekt)
Depotc
ontain
er und
Recycli
nghöfe
Container
an
Wertstoffi
nseln
Altkleider
container
Schadstoffe Abgabe
am
Wertstoff
hof
Abgabe
am
Wertsto
ffhof
Stationäre
und mobile
Schadstoffsa
mmelstellen
Recycli
nghöfe
Wertstoffs
ammelstel
len
Recycling
höfe
Wertstoffhöf
e/Recycling
höfe
2 3 5 11 4 2
Sonderleist
ungen
Gartentonn
e
- Gebühr
enpflich
tige
Saison-
Biotonn
e, 14-
tägliche
Leerung
, April
bis
Novemb
er, 16
Termine
- - - -
Express-
Sperrmüll
- Zusätzli
ch
50,00 €
(innerha
lb von 2
60,00 €
(innerhalb 5
Werktage)
- - Fahrkoste
npauscha
le für
Wunsch-
bzw.Seite 11 von 17
Seite 11
Werktag
en)
Expresste
rmin
60,90 €
Beistellsack 4,30 € (70
Liter)
5,00 €
(70
Liter)
7,00 € (70
Liter)
7,00 €
(90
Liter)
7,50 € (70
Liter)
3,90 € (60
Liter)
Änderungsd
ienst
- Einmal
jährlich
kostenfr
ei, jeder
weitere
Wechse
l 28,00 €
15,00 € 15,00 € - Tauschge
bühr für
2-rädrige
Behälter
16,20 €
für 4-
rädrige
Behälter
45,80 €
Sonder-
/Nachleerun
g
Für 120
Liter
Restabfal
l 10,15 €
Für 120
Liter
Restabf
all 10,03
€,
Bioabfal
l 8,88 €,
PPK
6,33 €,
Wertsto
fftonne
7,53 €
49,00 Euro
(Grundgebüh
r je
Entsorgungsf
ahrt) +
Leistungsgeb
ühr
(Litermaßsta
b)
Für
120-
Liter-
Behält
er
15,00 €
12,98 € für
120-Liter-
Behälter
Fahrtkost
enpausch
ale 79,10
€ zzgl.
25% der
Gebühr
für die
regelmäßi
ge
wöchentli
che
Leerung
bzw.
50% der
Gebühr
für die
regelmäßi
g 14-
tägliche
Leerung
Abfallgebüh
r
Musterhaus
halt 2025
(Hol-Service
Rest-,
Bioabfall
und PPK)
263,83 €* 246,72
€
444,03 € 486,00
€
388,06 € 349,20 €
*Die Gebühr kann auf Antrag mit einer 80-Liter-Tonne (10 Liter/Person & Woche
Mindestvolumen) auf 175,88 € reduziert werden, wenn die Mindestabfallmenge von 15
Liter pro Woche und Person durch Abfallvermeidung und -verwertung unterschritten
wird.Seite 12 von 17
Seite 12
Für dieselben Kommunen hat die bonnorange AöR außerdem eine Gegenüberstellung
der satzungsgemäßen Leistungen der Straßenreinigung und des Winterdienstes erstellt
sowie die Einwohnerbelastung errechnet:
Bonn Bielefeld Aachen
(Stadt)
Münster Augsbur
g
Mannhei
m
Einwohner*inn
en
323.336 331.605 582.410 308.258 301.105 318.035
Fläche (km²) 141,06 258,83 706,92 303,28 146,85 144,97
E/km² 2.292 611 824 1.016 2.050 2.194
Frontmeter
gesamt
(Gesamtbemes
sungsgrundlage
)
1.287.91
9
1.442.26
8
635.535 1.200.583
,4
1.023.46
5
56.303*
Allgemeinanteil 11 % 20 % 15 % 26,85 % 10 % 17 %
Gehwegreinigu
ng
Erfolgt in
den D-
und C-
Klassen
durch
bonnnor
ange; C-
Klasse
bisher
nicht
vergebe
n
Erfolgt in
den
Klassen
11, 32,
22, 23,
25, 32,
33, 35,
42 und
45 durch
die Stadt
Bielefeld
Erfolgt in
den
Klassen
S 4, S 5,
S 6 und
S 7
durch
die Stadt
Aachen
Erfolgt in
der
Vollreinigu
ng (mit V
gekennzei
chnete
Straßen)
durch die
Stadt
Münster
- Ggf. bei
Nassreini
gung des
Premium
belags
Winterdienst Winterw
artung
der
Gehweg
e den
Eigentü
mer*inn
en
übertrag
en
Winterw
artung
der
Gehweg
e den
Eigentü
mer*inn
en
übertrag
en (in
der
Reinigun
gsklasse
07 auch
der
Fahrbah
n)
Winterw
artung
der
Gehweg
e den
Eigentü
mer*inn
en
übertrag
en (in
der
Reinigun
gsklasse
S9 auch
der
Fahrbah
n)
Allen
Anliegern
obliegt die
Winterwar
tung der
Gehwege/
Wohnweg
e
(Kostenbe
teiligung
durch
Stadtwerk
e)
Die
Winter-
Sicheru
ngspflic
ht für
Gehweg
e liegt
bei den
Anliegen
den.
Die
Gehwege
innerhalb
geschloss
ener
Ortslagen
sind
durch die
Straßenan
liegenden
zu
reinigen,
als auch
bei
Schneean
häufunge
n zu
räumen
sowie beiSeite 13 von 17
Seite 13
Schnee-
und
Eisglätte
zu
bestreuen
.
Einwohnerbela
stung (EWB)
Straßenreinigun
g 2025
[Gebührenbeda
rf /
Bevölkerung]
30,58 € 13,36 € 37,14 € 19,79 € 25,21 € 6,46 €
Einwohnerbela
stung (EWB)
Winterdienst
2025 [Aufwand
/ Bevölkerung]
2,70 € 5,40 € 4,47 € 6,49 € 25,21 € kA
* Der Eigenbetrieb Stadtraumservice der Stadt Mannheim ist gemäß der
Gehwegreinigungssatzung für die Reinigung der öffentlichen Straßen, Wege und
Plätze in der Innenstadt (+Fußgängerzonen sowie für den Bereich östliche/westliche
Ober- und Unterstadt einschließlich Jungbusch, den Lindenhofplatz, den
Bahnhofsvorplatz sowie den Marktplatz Rheinau) zuständig, während für alle übrigen
Flächen eine private Reinigungspflicht durch die Anlieger der Grundstücke gilt.
Aufgrund der unterschiedlichen Tarifstrukturen erfolgt der Vergleich über den Wert der
sogenannten Einwohnerbelastung (EWB), ermittelt auf Basis der öffentlich zugänglichen
Gebührenkalkulationen. Ein Vergleich mit Mannheim ist aufgrund der Organisation der
hoheitlichen Straßenreinigung nicht zielführend. Der Reinigungsumfang ist deutlich
kleiner und die Reinigung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Innenstadt mit
mindestens einer zweimaligen Reinigung pro Woche inklusive der Gehwege und der
Fußgängerzonen. Der Umfang der Straßenreinigung in Augsburg erscheint auf den ersten
Blick vergleichbar, unterliegt aber einem sehr starken Zirkelbezug zum Winterdienst. Ein
durchschnittlicher Winter kostet die Stadt Augsburg laut eigenen Angaben ca. 3,4 Mio.
Euro (bei einem sehr starken Winter 4 Mio. Euro). Wenn dann im Winter keine
Straßenreinigung durchgeführt wird, verschieben sich die Kosten in den Winterdienst,
sodass der Gebührenbedarf für die hoheitliche Straßenreinigung entsprechend sinkt. In
Münster wird die Leistung der Straßenreinigung mehrheitlich (51,6 % der Frontmeter) als
Vollreinigung abgerechnet. Hierdurch können die Kosten insbesondere für die manuelle
Reinigung anders verteilt werden und zugleich mehr Personal für den Winterdienst
vorgehalten werden, auf den entsprechend höhere Kosten pro Einwohner*in entfallen. In
Aachen zeichnet sich ein ähnliches Bild, wie in Münster. In Aachen sind 46,1 Prozent der
Frontmeter in der Reinigungsklasse S8, die nur die Fahrbahnreinigung umfasst. Auf 53,9Seite 14 von 17
Seite 14
Prozent der Frontmeter werden Gehwege und Fahrbahn gereinigt zu entsprechend
höheren Gebühren. In Aachen kommt zudem eine Winterdienstgebühr (gestaffelt in 3
Stufen) von 0,74 Euro bis 1,23 Euro pro Frontmeter (wobei sich hier die Veranlagung auf
991.691 Metern erfolgt). In Bielefeld verteilen sich die Kosten der gebührenpflichtigen
Straßenreinigung auf drei Produkte: 27,83 % Gehwegreinigung, 49,16 %
Straßenreinigung und 23,01 % Winterdienst. Die Kosten für den Winterdienst sind im
Gebührentarif enthalten, wobei der der Aufwand der Winterdienstkategorie A
(hochrangig) über den Allgemeinanteil abgedeckt wird. Der Vergleich der EWB spiegelt
vier wesentliche Merkmale wieder:
1. In Bonn ist der Anteil der Personalkosten am Gebührenbedarf mit 62,24 % relativ
hoch, weil eine wesentliche Leistung die manuelle Straßenreinigung ist, sodass
etwa 45 Prozent der Gesamtkosten der hoheitlichen Straßenreinigung auf die
manuelle Reinigung entfallen
2. Im Vergleich liegt Bonn bei der Anliegerreinigung mit 30 Prozent rund 10 Prozent
über anderen Kommunen. An diesen Straßen werden keine
Straßenreinigungsgebühren fällig, gleichzeitig verringert sich dadurch der
Verteilschlüssel der Gesamtkosten auf weniger zu veranlagende Frontmeter
(bedarfsgerechte Reinigung seit 2020).
3. Der Allgemeinanteil, der von der Bundesstadt Bonn für das öffentliche Interesse
an der Straßenreinigung gezahlt wird, liegt deutlich niedriger, als in den meisten
anderen Vergleichsstädten.
4. Durch den Zirkelbezug zum Winterdienst profitiert der städtische Haushalt. Zur
Leistung des Winterdienstes kann bonnorange flexibel das Personal der
Stadtreinigung einsetzen und ggf. auf Mitarbeitende der Abfallwirtschaft
zugreifen, wobei der Aufwand per Spitzabrechnung der Bundesstadt Bonn in
Rechnung gestellt wird. Würde Personal in der Sommerreinigung, etwa bei der
manuellen Reinigung, reduziert werden – mit entsprechenden Auswirkungen auf
die Stadtsauberkeit – würden diese Mitarbeitenden nicht für den Winterdienst zur
Verfügung stehen und Reserven/Bereitschaften zu hohen Kosten über Dritte
aufgebaut werden müssen, die den städtischen Haushalt stärker belasten
würden.
Der Trend bei den angefallene und entsorgte Müllmenge in Bonn ist rückläufig bezogen
auf die Menge pro Bürger*in. Nach den bei den Corona-Jahren 2020 und 2021, in denen
das Abfallaufkommen pro Kopf angestiegen war (2020 lag das Abfallaufkommen bei
504,57 Kilogramm, 2021 bei 501,52 Kilogramm), nimmt die Menge in Bonn seitdem
wieder ab (2022: 458,94 Kilogramm, 2023: 452,29 Kilogramm) und lag über alle in der
Abfallbilanz gemessenen Fraktionen hinweg 2024 bei 446,46 Kilogramm.
2022 wurde im Rahmen der Erarbeitung des neuen Abfallwirtschaftskonzeptes für die
Bundesstadt Bonn mit Unterstützung durch die INFA GmbH (Institut für Abfall, Abwasser
und Infrastruktur-Management GmbH, Ahlen) eine Analyse der bisherigen EntwicklungSeite 15 von 17
Seite 15
und der aktuellen Situation, Stand 2020, vorgenommen. Die Bewertung erfolgte unter
anderem durch Heranziehen von Vergleichsdaten anderer Städte (Benchmarking-
Methode) sowie vor dem Hintergrund der Vorgaben der derzeitigen Gesetzgebung.
Grundlage waren unter anderem die Abfall- und Abfallgebührensatzung der Stadt Bonn,
die Abfallbilanzen der letzten Jahre sowie weitere Informationen und Statistiken der
Stadt Bonn und der bonnorange AöR. In Szenarien wurde Abfallmengenprognosen für
Bonn erstellt, wobei der erste Prognosehorizont das Jahr 2025 darstellt, dem die
bonnorange AöR im Zuge dieser Anfrage eine Zwischenbilanz zieht, wobei ein Soll-Ist-
Abgleich erst mit den Daten von 2025 erfolgen kann. Im Szenario 0
(Statusfortschreibung) wurden die Prognosemengen (durchschnittlichen
einwohnerspezifischen Abfallmengen und Wertstoffmengen aus den Jahren 2018 bis
2020) unter Berücksichtigung der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung fortgeschrieben
und angenommen, dass aufgrund der Satzungsänderung hinsichtlich der Zulassung von
Speiseresten im Bioabfallbehälter die Hausmüllmenge um 5 kg/E sinkt und gleichzeitig
die Bioabfallmenge um 5 kg/E bis zum ersten Prognosehorizont 2025 steigt. Aus der
Abfallbilanz 2024 geht hervor, dass die Menge des Hausmüll pro Kopf zwar rund 9 kg/E
gesunken ist (151,59 kg ggü. 160,58 kg), die Bioabfallmenge pro Kopf im Jahr 2024
jedoch bei 46,96 kg lag, und damit noch 6,45 kg unter dem für 2025 angestrebten
Zielwert (bzw. 1,45 kg unter dem Durchschnittswert der Jahre 2018-2020). Ein genaueres
Bild wird die Abfallbilanz 2025 liefern, in der sich die Effekte der Bio-Kampagne des
Jahres 2024 positiv niederschlagen sollten. In Szenario 1 (Steigerung der Abfalltrennung,
Abfallvermeidung und Wiederverwendung) wird darüber hinaus eine Reduzierung der
Altpapiermenge unter anderem aufgrund des Rückgangs von Printmedien, die
Wiederverwendung von Gegenständen aus dem Sperrmüll durch Stärkung der Angebote
und Wertewandel und eine stärkere Abfallvermeidung durch Stärkung der
Abfallberatung sowie Wertewandel und damit verbundenen Reduktion der
Hausmüllmenge ausgegangen; im Einzelnen:
Fraktion 2024 Prognose 2025 Delta
Hausmüll 151,59 kg 154,59 kg -3 kg
Sperrmüll 36,04 kg 38,13 kg -2,09 kg
Bioabfall 46,96 kg 53,41 kg -6,45 kg
PPK 50,02 kg 64,86 kg -14,84 kg
Auf Basis der Zahlen von 2024 lässt sich hier einerseits positiv feststellen, dass die
tatsächliche Entwicklung die Prognosen des Abfallwirtschaftskonzept der Bundesstadt
Bonn bei Hausmüll und Sperrmüll übertreffen könnten, sich bei PPK ein gemischtes
Fazit ziehen lässt, da zwar die Mengen deutlich stärker abnehmen als prognostiziert, die
abgefahrenen Volumina hier aber auf eine Verlagerung von Druckerzeugnissen zu
Kartonagen hindeuten und die Bemühungen zur Steigerung der Bioquote sich auch in
diesem Szenario noch nicht in der tatsächlichen Entwicklung zeigt.Seite 16 von 17
Seite 16
Zu 2
Siehe Ausführungen in Antwort zu 1 a)Seite 17 von 17

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 03.11.2026, 05:25 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de