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253356 · Beschlussvorlage

Förderung von Angeboten der Suchtprävention bei •update Fachstelle für Suchtprävention der Ambulanten Suchthilfe Caritas/Diakonie und •stadtgrenzenlos gGmbH (ehemals Ev. Jugendhilfe Godesheim) in den Jahren 2025 und 2026

Nummer
253356
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
19.06.2025
Letzte Änderung
01.11.2026
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg Hauptort
  • Tannenbusch Ortsteil· Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  • Medinghoven siedlung· Duisdorf, Hardtberg
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 09.07.2025 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
253356
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Förderung von Angeboten der Suchtprävention bei
•update Fachstelle für Suchtprävention der
Ambulanten Suchthilfe Caritas/Diakonie und
•stadtgrenzenlos gGmbH (ehemals Ev. Jugendhilfe
Godesheim)
in den Jahren 2025 und 2026
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
09.07.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Zu den nachgewiesenen, anerkannten und ungedeckten Personal-, Sach- und
Overheadkosten erhalten
• update Fachstelle für Suchtprävention der Ambulanten Suchthilfe
Caritas/Diakonie Zuschüsse in Höhe von maximal 1.057.121 EUR im
Jahr 2025 und 1.129.895 EUR im Jahr 2026. Darin enthalten sind pro
Jahr 39.000,00 EUR Sachkosten zur Durchführung suchtpräventiver
Angebote (24.000 EUR für mobile Suchtprävention mit dem bonner
event sprinter, 10.000 EUR für sozialräumliche Suchtprävention und
5.000 EUR für Angebote an Schulen und in Einrichtungen der Kinder-
und Jugendarbeit);
• stadtgrenzenlos gGmbH zum Einsatz des bonner event sprinters einen
Zuschuss in Höhe von maximal 152.030 EUR im Jahr 2025 und
156.590 EUR im Jahr 2026. Darin enthalten sind pro Jahr ca. 6.000,00
EUR Fahrzeugkosten und 5.000,00 EUR Maßnahmemittel zur
Durchführung suchtpräventiver Angebote.
Dieser Beschluss basiert auf den im Doppelhaushalt 2025/2026 geplanten
Mitteln. Haushaltswirtschaftliche oder aufsichtsrechtliche Änderungen können
Anpassungen erforderlich machen. Eine Kompensation von Kürzungen Dritter
ist ausgeschlossen.
Begründung
update Fachstelle für Suchtprävention in Trägerschaft des CaritasverbandesSeite 1 von 6
Seite 2
und des Diakonischen Werkes ist als Bestandteil der Ambulanten Suchthilfe
Bonn eine spezialisierte Einrichtung für Kinder, Jugendliche und junge
Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr und ihre Bezugspersonen.
Update bietet jungen Menschen individuelle Unterstützung, informiert über
Alkohol, Drogen, ein kompetentes Medienverhalten sowie über
verhaltensbezogene Süchte und Essstörungen. Update hilft betroffenen jungen
Menschen, persönliche Engpässe zu überwinden und begleitet sie auf dem
Weg zu einem selbstbestimmten Leben. Eltern und anderen Bezugspersonen
wird eine individuelle Beratung zur Förderung ihrer Erziehungs- und
Elternkompetenz angeboten. Außerdem erhalten Interessierte und
Ratsuchende im Rahmen von Veranstaltungen, Workshops und Seminarreihen
suchtspezifische Informationen.
Darüber hinaus stellt update ein umfangreiches Angebot an
Informationsveranstaltungen, Fortbildungen, erlebnispädagogischen Projekten
und Beratungen zu suchtspezifischen und persönlichkeitsstärkenden Themen
für Fachkräfte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereit.
update ist die zentrale Anlaufstelle für alle suchtspezifischen Fragen im Kindes-
, Jugend- und jungen Erwachsenenalter in Bonn.
Schwerpunkte des Gesamtangebots von update bilden
• Jugendsuchtberatung;
• Beratung von Eltern, Angehörigen und Bezugspersonen;
• Suchtprävention.
Auf der Basis eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses hat die Arbeit
der Fachkräfte von update zum Ziel
• missbräuchlichem, riskantem und schädlichem Gebrauch von Alkohol
und Drogen,
• stoffgebundenen Süchten wie Alkohol- Medikamenten-, Heroin-,
Cannabisabhängigkeit
• nicht-stoffgebundenen Süchten wie Mediensucht, Spielsucht oder
Essstörungen
bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vorzubeugen und damit
ihre psychosoziale Entwicklung und ihre Gesundheit zu fördern.
Hierbei muss wirksames suchtpräventives Handeln die aktuelle Lebenssituation
der Zielgruppe mit ihren typischen Entwicklungsaufgaben verstehen und
einbeziehen, um die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihrer
Lebenswelt zu erreichen. Das soziale Umfeld (Eltern, Lehrer/-innen und
sonstige Bezugspersonen) ist dabei von zentraler Bedeutung.
Einen wichtigen Schwerpunkt der Suchtprävention bilden suchtpräventive
Maßnahmen im Sozialraum. Vorrangiges Ziel ist es hier, die vor OrtSeite 2 von 6
Seite 3
vorhandenen Ressourcen zu aktivieren und Netzwerkarbeit zu betreiben, um
Projekte in den vor Ort vorhandenen Einrichtungen und Schulen zu initiieren
und zu begleiten. Hierzu ist eine bestmögliche Entfaltung der Wirksamkeit und
Nachhaltigkeit der suchtpräventiven Interventionen gewährleistet.
In 2021 wurde ein aufsuchendes Suchtpräventions- und Beratungsangebot für
Jugendliche, die sich im öffentlichen Raum aufhalten und dort Cannabis und
andere Suchtstoffe konsumieren, eingerichtet. Es werden an Orten wie
Hofgartenwiese/Zentrum und Panoramapark/Bad Godesberg Jugendliche und
junge Erwachsene, die über bisherige Zugangswege der Prävention und
Beratung nicht oder nicht ausreichend erreicht werden konnten, von
suchtspezifisch erfahrenem Personal vor Ort angesprochen.
Die aufsuchende Suchtprävention verfolgt die Ziele:
• Frühzeitiges Erreichen Jugendlicher, bevor riskante Konsummuster
zur Gewohnheit werden
• Kritische Reflexion des eigenen Konsumverhaltens in der
Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen
• Förderung des Bewusstseins über die Ambivalenz beim
Substanzkonsum zwischen positiven und negativen Aspekten, der
Konsummotivation sowie die Erarbeitung von Handlungsalternativen
• Förderung eines selbstverantwortlichen Umgangs mit Rausch- und
anderen Konsummitteln
• Verhinderung von Straffälligkeit
• Hilfestellung zur Einschränkung oder Beendigung des Konsums
• Anbindung an Hilfesysteme
Gefördert werden bei der Fachstelle update 0,5 VZÄ Leitungsanteil, 7,08 VZÄ
Sozialarbeit/Sozialpädagogik, 1 VZÄ Freiwilliges Soziales Jahr, 1,4 VZÄ
Verwaltung sowie 0,3 Hausmeister. Darüber hinaus werden Sach- und
Overheadkosten gefördert. Bei der Förderung werden Eigenanteile des Trägers
sowie Landesmittel (56.300 EUR) berücksichtigt.
Die Förderung von Update hat sich wie folgt entwickelt:
2023: 950.400 EUR 2024: 1.021.600 EUR
2025: 1.057.121 EUR 2026: 1.129.895 EUR
Die Förderung enthält jährlich bis zu 24.000 EUR für den Betrieb des bonner
event sprinters, bis zu 10.000 EUR für sozialräumliche Suchtprävention und bis
zu 5.000 EUR für Maßnahmen an Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe.
Die Ambulante Suchthilfe Caritas/ Diakonie ist aufgrund ihrer Kompetenzen und
Erfahrungen geeignet, die geförderten Leistungen für die genannten
Zielgruppen zu erbringen und hat sich seit vielen Jahren in dieserSeite 3 von 6
Seite 4
Aufgabenstellung bewährt. Die mit der Förderung verbundenen formellen
Auflagen (insbesondere die Vorlage eines Antrages sowie eines
Verwendungsnachweises) wurden von den Verbänden bislang stets
ordnungsgemäß erfüllt.
Das Gesamtkonzept von stadtgrenzenlos gGmbH (ehemals Evangelische
Jugendhilfe Godesheim) wurde über Jahre hinweg mit dem Anspruch
entwickelt, Heranwachsenden in schwierigen Lebenssituationen bedarfsgerecht
und individuell helfen zu können.
Die Entwicklung der Angebote orientiert sich an den konkreten Lebenswelten
und berücksichtigt die Lebenslagen der Zielgruppe. In diesem Zusammenhang
sind auch präventive und sozialräumlich bezogene Angebote entwickelt
worden.
Wesentlicher Bestandteil suchtpräventiver Arbeit in Bonn ist der bonner event
sprinter. Der bonner event sprinter ist ein mobiles, zielgruppenorientiertes
präventives Angebot.
Der bonner event sprinter orientiert sich in seinem Selbstverständnis an
folgenden übergreifenden Arbeitsprinzipien:
• Aufsuchende Arbeit
• Niedrigschwelligkeit und Flexibilität der Angebote
• Bedürfnis-, Lebenswelt- und Alltagsorientierung
• Freiwilligkeit und Akzeptanz
• Vertrauensschutz und Anonymität
• Verbindlichkeit und Kontinuität
Diese Arbeitsprinzipien sind unverzichtbar, bedingen sich gegenseitig und
prägen alle Angebote des bonner event sprinter. Das Angebotsspektrum zielt
darauf ab, Vertrauen zu der jeweiligen Klientel aufzubauen, um bei Bedarf
geeignete Hilfe und Förderung vermitteln zu können.
Der bonner event sprinter ist ein mobiles suchtpräventives
Gemeinschaftsangebot von update Fachstelle für Suchtprävention
Caritas/Diakonie und stadtgrenzenlos gGmbH.
Neben mobilen suchtpräventiven Aktionen bei Großveranstaltungen und an
Bonner Schulen bilden suchtpräventive Maßnahmen im Sozialraum einen
Schwerpunkt. Die regelmäßigen Einsätze des bonner event sprinter in
ausgewählten Bonner Stadtteilen ergänzen das System der aufsuchenden
Suchtprävention in Bonn. Schwerpunkte bilden die Stadtteile Tannenbusch,
Medinghoven und Bad Godesberg.
Mit diesem Angebot werden Jugendliche und junge Erwachsene dort, wo sie
sich überwiegend in ihrer Freizeit aufhalten, erreicht. Neben der frühzeitigen
Suchtprävention ist es hier möglich, Jugendliche anzusprechen, die bereitsSeite 4 von 6
Seite 5
einen Gelegenheits- oder riskanten Konsum von Suchtmitteln praktizieren.
Gefördert werden 1,5 VZÄ Sozialarbeit/ Sozialpädagogik einschließlich Sach-
und Overheadkosten sowie Fahrzeugkosten des bonner event sprinters.
Darüber hinaus erhält der Träger Mittel zur Durchführung von suchtpräventiven
Maßnahmen.
Die Förderung von stadtgrenzenlos gGmbH hat sich wie folgt entwickelt:
2023: 155.760 EUR 2024: 158.180 EUR
2025: 152.030 EUR 2026: 156.590 EUR
Die Förderung enthält jährlich bis zu 5.000 EUR für Maßnahmen.
Stadtgrenzenlos gGmbH ist aufgrund seiner Kompetenzen und Erfahrungen
geeignet, die geförderten Leistungen für die genannten Zielgruppen zu
erbringen und hat sich seit vielen Jahren in dieser Aufgabenstellung bewährt.
Die mit der Förderung verbundenen formellen Auflagen (insbesondere die
Vorlage eines Antrages sowie eines Verwendungsnachweises) wurden von
dem Träger bislang stets ordnungsgemäß erfüllt.
Finanzielle Auswirkungen:
Haushalt 2025:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.05.06 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,sonst.Träg. 15000050601 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,sonst.Träg.
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
1.209.151,00
EUR
150000506 /
73.1000
2025 0,00 EUR
Einzahlungen /
Erträge
0,00 EUR
Haushaltsbelastung
jährlich
1.209.151,00
EUR
Haushalt 2026:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt ProduktbezeichnungSeite 5 von 6
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1.05.06 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,sonst.Träg. 15000050601 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,sonst.Träg.
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
1.286.485,00
EUR
150000506 /
73.1000
2026 0,00 EUR
Einzahlungen /
Erträge
0,00 EUR
Haushaltsbelastung
jährlich
1.286.485,00
EUR
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 21:39 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de