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253317 · Beschlussvorlage

NEILA – Projektabschluss und Ergebnisdokumentation „Region im Wandel: Innovative Ansätze für Innenentwicklung“

Nummer
253317
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
15.08.2025
Letzte Änderung
30.10.2026
  • Brüser Berg Ortsteil· Hardtberg Hauptort
  • Fahrenheitstraße Straße· Lengsdorf, Hardtberg
  • Königswinterer Straße Straße· Küdinghoven, Beuel
  • Hauptstraße Straße· Holzlar, Beuel
  • Berliner Platz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  • Hardtberg Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 27.08.2025 Empfehlung
  2. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 10.07.2025 Empfehlung
  3. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 08.07.2025 Empfehlung
  4. Sitzung des Rates 04.09.2025 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
253317
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
NEILA – Projektabschluss und
Ergebnisdokumentation „Region im Wandel:
Innovative Ansätze für Innenentwicklung“
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 08.07.2025 Empfehlung
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
10.07.2025 Empfehlung
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
27.08.2025 Empfehlung
Rat 04.09.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Die Ergebnisse des Projektes NEILA zur Innenentwicklung werden zur
Kenntnis genommen.
2. Die Verwaltung wird beauftragt die Ergebnisse und Erkenntnisse des
Projektes in ihre laufenden Arbeiten zu integrieren.
Begründung
Das vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderte
Projekt NEILA (Nachhaltige Entwicklung durch interkommunales
Landmanagement) konnte zum Ende des Jahre 2024 erfolgreich
abgeschlossen werden.
Nach der Erstellung eines regionalen Siedlungsentwicklungskonzepts (DS Nr.
231202) als strategischem Leitbild für eine nachhaltige und bedarfsgerechte
Wohn-, Gewerbe- und Industrieflächenentwicklung in der Region konnte im
Rahmen einer Projektverlängerung das Handlungsfeld der Innenentwicklung
differenziert beleuchtet werden. Aufgrund der in der vorangegangenen
Projektbearbeitung bestätigten Erkenntnis, dass in der Region (hier Bonn,
Rhein-Sieg-Kreis und Kreis Ahrweiler) die absehbaren Wohnraumbedarfe auf
den vorhandenen unbebauten Wohnbaupotenzialflächen nur unzureichend
gedeckt werden können und zudem der Freiraum als wertvolle, schützenswerte
Ressource betrachtet wird, lag der Betrachtungsfokus auf der nachhaltigen
Wohnraumentwicklung im Bestand.
Die Zielsetzung bestand darin, anhand von Entwurfsskizzen beispielgebendeSeite 1 von 25
Seite 2
Lösungsansätze für die Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen
unterschiedlicher stadträumlicher Typologie aufzuzeigen. Neben einer
konkreten städtebaulichen Entwurfsidee war es Aufgabe aufzuzeigen, wie die
Entwicklung der betrachteten Fläche dazu dienen kann, einen baulichen,
ökologischen und sozialen Mehrwert für das umliegende Quartier zu
generieren.
Es wurden sechs unterschiedliche Innenentwicklungspotenziale in der
Gebietskulisse des Regionalen Arbeitskreises Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
betrachtet. Diese wurden durch das Büro MUST Städtebau GmbH im Dialog
mit den Akteur*innen der Region erarbeitet.
Bei der Auswahl der betrachteten Potenzialflächen wurden unterschiedliche
Innenentwicklungstypen berücksichtigt, um die Übertragbarkeit der Ergebnisse
auf weitere Kommunen der Region zu ermöglichen. Zudem bilden die
Kommunen unterschiedliche raumstrukturelle Gegebenheiten der Region ab
(bspw. ländlich o. städtisch) und unterscheiden sich in der geographischen
Lage.
Im Einzelnen wurden Flächen in folgenden Kommunen betrachtet
• Bundesstadt Bonn
• Stadt Königswinter (Rhein-Sieg-Kreis),
• Stadt Remagen (Kreis Ahrweiler),
• Stadt Rheinbach (Rhein-Sieg-Kreis),
• Gemeinde Swisttal (Rhein-Sieg-Kreis) und
• Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid (Rhein-Sieg-Kreis).
In der Bundesstadt Bonn wurde ein Aufstockungspotenzial in der
Fahrenheitstraße in Hardtberg untersucht (siehe Anlage Seite 12 ff.).
Die Entwurfsergebnisse wurden in einer regionalen Dialogveranstaltung, zu der
Vertreter*innen der Fachverwaltungen sowie der politischen Gremien aller
Kommunen aus der Region eingeladen waren, vorgestellt und die entwickelten
Lösungsansätze im Hinblick auf Umsetzungsmöglichkeiten im Plenum
diskutiert.
In der vorliegenden Ergebnisbroschüre (s. Anlage) sind die gewonnenen
Erkenntnisse aus der Entwurfsbearbeitung sowie der Abschlussveranstaltung
aufbereitet und Handlungsempfehlungen für die kommunale Ebene benannt.
Im Ergebnis wurde festgehalten, dass die Entwürfe
- kluge Handlungsansätze zur Aktivierung der Flächen aufzeigen – neue
Betrachtungswege, die die Kommunen bisher nicht erdacht hatten,
- als geeignetes Mittel zur Kommunikation mit Bürger*innen, Politik und
Projektentwickler*innen erachtet werden,
- einen Qualitätsgewinn über die Potenzialfläche hinaus für das gesamte
Quartier aufzeigen (bspw. durch neue Grünflächen oder soziale
Infrastruktur),Seite 2 von 25
Seite 3
- die besondere Wertschätzung des regionalen Austauschs zu diesem
Thema zeigen.
Die Erkenntnisse sollen den Kommunen in der Region Beispiel und
Handlungsunterstützung zur Aktivierung entsprechender Flächen in ihren
Gebietskörperschaften sein. Die erarbeiteten Entwürfe und Visualisierungen
sollen und können hierbei als Kommunikationsmedium u.a. zum Abbau von
Vorbehalten gegenüber Entwicklungen im Innenbereich dienen. Für die
konkrete Entwicklung der betrachteten Flächen können die Ergebnisse
wertvolle Arbeitsgrundlage sein.
Die Projektergebnisse finden Eingang in die Arbeiten des Stadtplanungsamtes.
Konkret geschieht dies u.a. bei der Bearbeitung des Klimaplansteckbriefs
4.2.1.1, in dem eine strategische Grundlage zur Hebung von
Innenentwicklungspotenzialen geschaffen werden soll. Des Weiteren auch in
Bezug auf die Kommunikation des Themas Innenentwicklung, welches ein
wichtiger Baustein im Handlungsfeld Wohnen ist (s. hierzu Wohnen in Bonn,
DS Nr. 253313).
Die Entwurfsskizze für die Potenzialfläche auf Bonner Stadtgebiet zeigt
Möglichkeiten auf, städtische Stellplatzflächen in Verbindung mit einem
Bestandsgebäude zu verdichten und damit, auf bereits versiegelter Fläche
Wohnraum zu schaffen (s. hierzu Wohnen über Parken, DS Nr. 220021). Dies
geht einher mit der Schaffung von unterirdisch liegenden Parkplätzen, um die
überplanten Stellplätze aber auch die neu entstandenen Stellplatzbedarfe zu
sichern bzw. zu realisieren. Zudem profitiert das Quartier von der Schaffung
eines naturnahen Spielplatzes und einer Drop-Off Zone für die
Kindertagesstätte.
Anlage/n
1 NEILA Abschlussdokumentation Innenentwicklung (öffentlich)Seite 3 von 25
REGION IM WANDEL
SECHS INNOVATIVE ANSÄTZE FÜR
INNENENTWICKLUNG IN DER :RAK-REGION
technische universit‰t
dortmundSeite 4 von 25
Inhaltsverzeichnis
1. Die regionale Siedlungsentwicklung im Blick 6
2. Typologien der Innenentwicklung 8
3. Umsetzungsansätze für Typologien der Innenentwicklungen 10
3.1 Umnutzung von Parkflächen & Aufstockung in der Bundesstadt Bonn 12
3.2 Strategische Stadtentwicklung in Königswinter-Oberpleis 16
3.3 Ersatzneubau in Neunkirchen-Seelscheid 20
3.4 Nachverdichtung in zweiter Reihe in Remagen 24
3.5 Entwicklung eines urbanen Gebiets in Rheinbach 28
3.6 Aufstockung einer Bungalow-Siedlung in Swisttal 32
4. Erkenntnisse aus den Entwurfsskizzen: Innenentwicklung befördern 36
Abbildungsverzeichnis 40
Urhebernachweis 41
Impressum 43
Zur besseren Lesbarkeit wird das generische Maskulinum verwendet. Sämtliche
Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.Seite 5 von 25
Seite 6 von 25
Das Dichtekonzept in NEILA nimmt eine regionale Perspektive ein und versteht nicht die
administrativen Grenzen als Raumbezug. Stattdessen wird die :rak-Region mittels drei
Handlungsräume (A, B, C) betrachtet, die die aktuellen Bestandsdichten als informatorische
Grundlage verwenden. Zur Förderung einer sozial und ökologisch nachhaltigen
Wohnraumentwicklung werden zudem die Nähe zum schienengebundenen Nahverkehr (ÖPNV)
sowie die Versorgungsinfrastruktur (z.B. Einzelhandeslsversorgung) als Variablen zur Bestimmung
der Bebauungsdichte gewählt. Somit erhält jede identifizierte Fläche mti der Nutzungsperspektive
Wohnung einen Vorschlag zur Bebauungsdichte in netto Wohneinheiten pro Hektar.
Abbildung 1: Dichtekonzept NEILA
6 7
1. Die regionale
Siedlungsent-
wicklung im Blick
1 Alle Ergebnisse des Forschungsprojekts NEILA sind online verfügbar unter: www.region-bonn.de/projekt-neila
Bereits seit über 30 Jahren setzt sich der regionale
Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
für eine abgestimmte Regionalentwicklung ein.
Dabei nimmt der :rak eine wichtige Scharnier-
funktion zwischen der örtlichen Planungshoheit
der Städte und (Verbands-) Gemeinden sowie der
Regional- und Landesplanung der Länder in Nord-
rhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ein. Mittels
der Entwicklung von strategischen Konzepten und
Studien wird eine regionale Perspektive erarbeitet,
die das Ziel hat, die zunehmenden räumlichen
Herausforderungen, die sich über kommunale
Grenzen hinweg erstrecken, zu koordinieren.
Im Rahmen des vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung geförderten Forschungs-
projekts NEILA (Nachhaltige Entwicklung durch
interkommunales Landmanagement) wurde ein re-
gionales Siedlungsentwicklungskonzept als stra-
tegisches Leitbild entwickelt1. Ziel des Konzepts
war es, eine Perspektive für eine nachhaltige und
bedarfsgerechte Wohn-, Gewerbe- und Industrie-
flächenentwicklung aufzuzeigen. Die gemeinsame
Arbeit fußte auf der Erstellung eines regionalen
Flächenpools, der nicht nur potenzielle Siedlungs-
flächen identifiziert, sondern auch deren Eignung
anhand von gemeinsam entwickelten Kriterien be-
wertet. Dadurch wurde eine Gegenüberstellung der
verfügbaren Siedlungsflächen für Wohnraum mit
dem errechneten Wohnraumbedarf der Regional-
planung ermöglicht. Als Umrechnungsschlüssel
für Wohneinheiten pro Hektar wurde ein regionales
Dichtekonzept entwickelt.
Zentrales Ergebnis der Gegenüberstellung ist,
dass mit den aktuellen Bebauungsdichten nur
knapp 40 % des errechneten Wohnraumbedarfs
in der :rak-Region auf den identifizierten Flächen
untergebracht werden könnte. Zudem würde dies
eine Inanspruchnahme von 5.125 Hektar voraus-
setzen, wobei der Naturraum und potenzielle
Konflikte mit Zielen oder Grundsätzen der Landes-
und Regionalplanung nicht betrachtet wurden.
Vor dem Hintergrund eines sparsamen Umgangs
mit dem endlichen Gut Boden verdeutlicht das
Ergebnis die Notwendigkeit, verdichtete Wohn-
raumentwicklung nicht nur im Außenbereich zu
forcieren, sondern besonderes Augenmerk auf
eine nachhaltige Wohnraumentwicklung im Innen-
bereich zu legen. Dabei ist die Entwicklung von
Innenentwicklungspotenzialen, die sich durch
unterschiedliche städtebauliche Merkmale, natur-
räumliche Besonderheiten und soziale Gegeben-
heiten auszeichnen, mit vielen Anforderungen
verbunden.
Die vorliegende Broschüre zeigt mithilfe von
sechs typischen städtebaulichen Innenent-
wicklungsmaßnahmen aus der :rak-Region auf,
wie ein Erfolg versprechender Umgang mit den
Herausforderungen exemplarisch gelingen kann.
Koordinierende Partner im Projekt waren die Tech-
nische Universität Dortmund und die Bundesstadt
Bonn sowie die :rak-Geschäftsstelle mit Vertretern
der beiden Kreise Rhein-Sieg und Ahrweiler. Als
Lupenräume für innovative Maßnahmen zur Innen-
entwicklung fungierten die folgenden Städte und
Gemeinden der :rak-Region:
» Bundesstadt Bonn
» Stadt Königswinter
» Gemeinde Neuenkirchen-Seelscheid
» Stadt Remagen
» Stadt Rheinbach
» Gemeinde Swisttal
Die Auswahl der Lupenräume deckt unterschied-
liche Typen von Innenentwicklungsmaßnahmen
ab, die in Kapitel zwei im Detail erläutert werden.
Zudem repräsentieren die Kommunen unter-
schiedliche Raumtypen, die sich in einiger Ent-
fernung zum Oberzentrum Bonn befinden, über
Mittelstädte mit bis zu 40.000 Einwohnern und
Bundesstadt Bonn, die als Oberzentrum der
Region fungiert. Das Büro MUST aus Köln setze
die grafische Erstellung der Entwurfsskizzen je
Innenentwicklungsmaßnahme um und ergänzte
diese durch eine 3D-Visualisierung und Isometrie.
Der Prozess war geprägt durch eine dauerhafte
Kommunikation zwischen Planern, Bearbeitenden
und Wissenschaft, da Innenentwicklung durch
lokale Gegebenheiten geprägt wird. Als Abschluss
wurden die Ergebnisse in einer dialogorientierten
Veranstaltung vorgestellt. Im Ergebnis wurde eine
Orientierungshilfe für die kommunale Planungs-
praxis geschaffen, die durch eine typologische
Betrachtung neue Ansätze für die Umsetzung von
Innenentwicklungspotenzialen unter Beachtung
von sozial-ökologischen Aspekten aufzeigt.Seite 7 von 25
8 9
Brachflächen
Bei Brachflächen handelt es sich um vormals
gewerblich bzw. industriell genutzte Flächen.
Es handelt sich um Flächen, deren bisherige, die
Fläche prägende Nutzung aufgegeben wurde und
die für einen gewissen Zeitraum nicht aktiv einer
definierten Folgenutzung zugeführt werde3. Im
Vergleich zur Baulücke liegt der Fokus auf der
Wiedernutzung einer bereits bebauten bzw. ver-
siegelten Fläche. Durch die ehemals gewerbliche
oder industrielle Nutzung können hier besondere
Herausforderungen wie z.B. Altlasten vorhanden
sein.
Ersatzneubau
Wird ein älteres Gebäude an gleicher Stelle durch
einen Neubau ersetzt, liegt ein Ersatzneubau vor.
Hierbei können die Nutzungsarten voneinander
abweichen. Ersatzneubau findet v.a. dann statt,
wenn eine Renovierung oder Umbau des Bestands
nicht wirtschaftlich erscheint oder nicht mit den
Anforderungen an die neue Nutzung vereinbar ist.
Zu prüfen ist die Genehmigungsfähigkeit im Rah-
men des bestehenden Bebauungsplans. Möglich
ist andernfalls die Befreiung nach § 31 BauGB,
um eine Umnutzung der baulichen Struktur zu
erleichtern.
Umnutzung von Flächen
(z.B. Parkraum)
Neue Leitbilder der nachhaltigen Stadtent-
wicklung, die sich veränderte Flächennachfrage
sowie bauwirtschaftliche Aspekte beeinflussen
die Nutzungsperspektive von Flächen. So können
heutzutage beispielsweise großflächige Garagen-
höfe oder versiegelte Parkplätze als ineffiziente
Nutzungen verstanden werden. Damit eröffnet
sich die Möglichkeit, Flächen im Bestand um-
zunutzen. Dabei ist zu prüfen, ob die Änderung
der baulichen Nutzung eine Neuaufstellung des
Bebauungsplans (§ 9 BauGB) erforderlich macht
oder eine Umnutzung im Rahmen von § 31 BauGB
genehmigungsfähig ist. Handelt es sich bei der
Fläche, um eine bereits für eine wohnbauliche
Nutzung vorgesehene Fläche, kann mithilfe der
Festsetzung des Baugebiets nach § 17 BauNVO
das Maß der baulichen Nutzung angepasst wer-
den, wie beispielsweise durch das urbane Gebiet
(§ 6a BauNVO).
3 ARL – Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): Handwörterbuch der Stadt- und Raumentwicklung, Hanno-
ver 2018
Verdichtung von be-
stehenden baulichen
Strukturen
Im Innenbereich ist eine Intensivierung der wohn-
baulichen Nutzung durch Aufstockung oder Nach-
verdichtung möglich. Aufstockungen bezeichnen
die Erhöhung eines bestehenden Gebäudes durch
mindestens ein zusätzliches Vollgeschoss. Eine
Abweichung von bestehenden Bebauungsplänen
ist im Fall von Gebieten mit einem angespannten
Wohnungsmarkt möglich (§ 31 Abs. 3 Satz 1
BauGB). Ferner ist hier die zulässige Geschoss-
flächenzahl nach § 17 BauNVO zu beachten. Mit
Nachverdichtungen sind Maßnahmen gemeint,
die die Intensivierung der baulichen Nutzung
eines Grundstücks beschreiben. Hierzu zählen
beispielsweise Anbauten oder die Errichtung von
Häusern in zweiter Reihe. Herausforderungen bei
solchen Vorhaben liegen oftmals in der städtebau-
lichen Integration in die Umgebung (§ 34 BauGB).
Weitere Herausforderungen bei der Verdichtung
von bestehenden baulichen Strukturen liegt in
der ausreichenden Bereitstellung von Stellplätzen
nach der jeweiligen Bauordnung des Landes, nach
§ 9 BauGB oder kommunalen Stellplatzsatzungen.
Strategische
Stadtfortschreibungen
Strategischen Stadtfortschreibungen können in
ein städtebauliches Entwicklungskonzept (§ 176a
BauGB) eingebettet sein und ermöglichen die
langfristige Entwicklung von Innenentwicklungs-
potenzialen. Augenmerk liegt dabei auf der
Berücksichtigung von gesellschaftlichen, öko-
logischen und wirtschaftlichen Aspekten. Durch
eine strategische und vorausschauende Planung
ist eine nachhaltige und flächensparsame Stadt-
entwicklung möglich.
2. Typologien der
Innenentwicklung
2 BBSR (2021): Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen in wachsenden Kommunen.
Erhebung und Erprobung von Bausteinen eines aktiven Managements. ISBN: 978-3-87994-519-1
Die :rak-Region ist eine dynamische Wohnungsmarktregion, die sich einem
steigenden Wachstumsdruck aber auch mit unterschiedlichen Schrumpfungs-
und Stagnationstendenzen konfrontiert sieht. Die Städte und Gemeinden
der Region müssen sich daher mit einer wandelnden Flächennachfrage
auseinandersetzen. Dabei ist zu beachten, dass eine nachhaltige Stadtent-
wicklung dem Leitgedanken des Vorrangs der Innenentwicklung nach § 1 Abs.
5 Satz 3 BauGB folgen soll. Dieser Leitgedanke der nachhaltigen Stadtent-
wicklung wird zudem bestärkt durch das raumpolitisch definierte Ziel zur
Reduzierung der Flächeninanspruchnahme durch die Bundesregierung auf
„unter 30 Hektar pro Tag“ in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Somit
ist der Vorrang der Innenentwicklung in der Bauleitplanung ein zentraler As-
pekt zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme in Deutschland.
Wohnbauliche Entwicklungen im Innenbereich sind häufig mit Heraus-
forderungen der Grundstücksmobilisierung verbunden. Bleibt die Aktivierung
von Wohnbaupotenzialen aus, verlagert sich der angespannte Wohnungs-
markt ins Umland, wodurch Preissteigerungen und damit einhergehende
soziale Probleme resultieren2. Daraus folgt, dass eine integrierte Stadt-Um-
land-Perspektive von großer Relevanz bei der wohnbaulichen Siedlungs-
entwicklung ist. Mit dem regionalen Dichtekonzept des Forschungsprojekts
NEILA wurde eine regionale Perspektive geschaffen, die Wohnbaudichten un-
abhängig von administrativen Grenzen vorschlägt und somit aufzeigt, welche
Wohnbaupotenziale auf identifizierten Flächen vorliegen.
Die Umsetzung der wohnbaulichen Entwicklung im Innenbereich hängt maß-
geblich von den vorhandenen Flächen- oder Gebäudepotenzialen ab. Zu be-
achten ist dabei die große Varianz der Innenentwicklungspotenziale, denn
Möglichkeiten für eine Nachverdichtung im Innenbereich entstehen durch
die stetige Veränderung der Bebauung- und Nutzungsstruktur. Eine Heraus-
forderung stellt die rechtlich nicht abschließende Definition der einzelnen
Innenentwicklungstypen in der Baunutzungsverordnung (BauNVO) oder dem
Baugesetzbuch (BauGB) dar. Zudem ist in jedem Einzelfall zu prüfen, ob Bau-
und Planungsrecht für das Innenentwicklungspotenzial vorliegt. Im Rahmen
des Projekts NEILA wurde zwischen den folgenden Typen von Innenent-
wicklungspotenzialen unterschieden:
Baulücken
Eine Baulücke ist eine unbebaute Fläche innerhalb eines im Zusammenhang
bebauten Ortsteils. Vorhaben innerhalb von Baulücken sind zulässig, wenn
sich diese in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung
gesichert ist (§ 34 BauGB). Die Wiedernutzbarmachung von Flächen im Innen-
bereich kann durch Bebauungspläne der Innenentwicklung (§ 13a BauGB)
beschleunigt werden.Seite 8 von 25
Übersicht der
beteiligten
Städte und
Gemeinden in
der :rak-Region
Abbildung 2: Übersicht der beteiligten Städte und Gemeinden in der :rak-Region
Tabelle 1: Übersicht der Innenentwicklungstypen in den beteiligten Kommunen
10 11
Tabelle 1 bietet eine Übersicht der Innenentwicklungstypen in den beteiligten
Kommunen sowie die potenziell umzusetzenden Wohneinheiten (WE/ Hektar)
und die entsprechenden städtebaulichen Maßnahmen. Im Weiteren werden
ebenfalls ökologische und technische Maßnahmen pro Entwurfsskizze er-
läutert. Ziel ist es, mithilfe der Lupenräume exemplarische Lösungsansätze
für die unterschiedlichen Innenentwicklungstypologien zu erhalten.
Kommune Innenentwicklungs-
typologie
Fläche
(ha)
Wohneinheiten
(pro Hektar)
Städtebauliche
Maßnahmen
Bundesstadt
Bonn
Umnutzung einer Fläche
+
Verdichtung einer
bestehenden baulichen
Struktur
0,26 28 WE
(109 WE/ha)
Geschosswohnungsbau,
Aufstockung
Gemeinde
Neunkirchen-
Seelscheid
Ersatzneubau 0,18 14-15 WE
(78 - 82 WE/ha)
Ersatzneubau, Sozialer
Treffpunkt
Stadt
Königswinter
Strategische
Stadtfortschreibung 1,2 85 WE
(71 WE/ha)
Geschosswohnungsbau,
Reihenhäuser,
Quartierstreffpunkt
Stadt
Remagen
Verdichtung von
bestehenden baulichen
Strukturen
0,98 49 WE
(49 WE/ha)
Reihenhäuser,
Geschosswohnungsbau,
Studierendenwohnen
Stadt
Rheinbach
Umnutzung einer
mindergenutzten Fläche 1,5 88 WE
(59 WE/ha)
Ersatzneubau,
Gewerbeinheiten im EG
Gemeinde
Swisttal
Verdichtung von
bestehenden baulichen
Strukturen
0,95 38 WE
(40 WE/ha)
Aufstockung, Separate
Erschließung,
Ersatzneubau
3. Umsetzungsan-
sätze für Typo-
logien der Innen-
entwicklungen
4 Dreifache Innenentwicklung. Praxishilfe für die Region Köln/Bonn. Region Köln/Bonn e.V.
Mithilfe von sechs Kommunen in der :rak-Region werden unterschiedliche
Ansätze für Innentwicklungspotenziale anhand von Typologien erprobt. Dabei
war das Ziel zum einen, die angestrebten Bebauungsdichten aus dem regio-
nalen Dichtekonzept von NEILA umzusetzen und zum anderen den sozial-
ökologischen Besonderheiten bei der Maßnahme gerecht zu werden. Das
Konzept der dreifachen Innenentwicklung dient dabei als Leitprinzip. Es be-
sagt, dass eine verdichtete Innenentwicklung immer auch einhergehen muss
mit einer Ergänzung und Qualifizierung der blau-grünen Infrastruktur sowie
nachhaltiger Mobilitätsmaßnahmen4. Die erarbeiteten Entwurfsskizzen zei-
gen exemplarische Ansätze auf, wie mit den Herausforderungen der einzelnen
Typologien umgegangen werden kann. Zu beachten ist, dass bei der Be-
arbeitung der einzelnen Innenentwicklungstypen anhand von Lupenräumen
in Kommunen der Region die bau- und planungsrechtlichen Aspekte nicht im
Vordergrund standen. Somit erfolgt keine baurechtliche Einschätzung über
die Umsetzungs- bzw. Erfolgsaussichten der bearbeiteten Maßnahmen.
Auch ist zu beachten, dass jede Innenentwicklungsmaßname sich durch die
örtlichen Besonderheiten auszeichnet, die im Planungs- und Beteiligungs-
prozess beachtet werden müssen.Seite 9 von 25
Abbildung 3: Luftbild, Lupenraum
Bundesstadt Bonn
Abbildung 4:
Umfeldanalyse,
Lupenraum
Bundesstadt Bonn
Abbildung 5:
Entwurfsskizze
I, Lupenraum
Bundesstadt Bonn
Abbildung 6:
Entwurfsskizze
II, Lupenraum
Bundesstadt Bonn
12 13
3.1 Umnutzung von
Parkflächen &
Aufstockung in der
Bundesstadt Bonn
ANALYSE DES INNEN-
ENTWICKLUNGSTYPS
Das Innenentwicklungspotenzial liegt im Zentrum
des Bonner Stadtteils Brüser Berg und zeichnet
sich durch eine autozentrierte Planung aus den
1980er Jahren aus. Bei dem analysierten Potenzial
werden zwei Ansätze der Innenentwicklung kom-
biniert. Zum einen handelt es sich um eine unter-
genutzte Fläche im Sinne einer Stellplatzanlage
im Stadtteilzentrum. Der Parkplatz grenzt an das
Stadtteilzentrum mit Bibliothek, einer Kita sowie
einer Fußgängerzone an. Zum anderen ist durch
die Architektur des Stadtteilzentrums eine Nach-
verdichtung mittels einer Aufstockung um bis zu
zwei Vollgeschosse möglich. Somit wird die Eigen-
art der Umgebung aufgegriffen, die durch eine
vier- bis sechsgeschossige Blockrandbebauung
mit gewerblichen Erdgeschossnutzungen geprägt
ist. Mit der Innenentwicklungsmaßnahme eröffnet
sich die Möglichkeit, den öffentlichen Raum neu
zu gestalten und den hohen Versiegelungsgrad zu
reduzieren.
ENTWURFSAUFGABE
Ziel der Innenentwicklungsmaßnahme ist die Re-
duzierung von Parkraum sowie die Schaffung von
Wohneinheiten. Mit der Maßnahme wird zudem
mehr Sicherheit für die angrenzende Kita durch
eine autofreie Drop-Off Zone ermöglicht. Auch
sollen Möglichkeiten einer nachhaltigen, autarken
Energieversorgung und Maßnahmen zur Ver-
besserung des Mikroklimas sowie der Reduzierung
von Hitzeinseln aufgezeigt werden.Seite 10 von 25
Größe Plangebiet 0,26 ha
Wohneinheiten 28 WE
Dichte 109 WE/ha
NEILA Zieldichte 60-100 WE/ ha
Abbildung 7: Straßenraumperspektive,
Lupenraum Bundesstadt Bonn Abbildung 8: Vogelperspektive, Lupenraum Bundesstadt Bonn
14 15
HERAUSFORDERUNGEN
» Prüfung der Trägerstruktur des Bestands-
gebäudes zur Aufstockung
» Eigentümerstruktur der Wohneinheiten
» Vorverlagerung der Drop-Off-Zone Kita
» Anordnung der Stellplätze zwischen An-
wohnern und der Öffentlichkeit
5 Antrag 220021 „Wohnen über Parken“ im Fachausschuss Wohnen, Planung und Bauen der Bundesstadt Bonn
ERGEBNIS
Die entwickelte Entwurfsskizze stellt eine mög-
liche Innenentwicklung auf einer städtischen
Parkfläche dar sowie Möglichkeiten, ein Bestands-
gebäude zu verdichten. Somit trägt die Entwurfs-
skizze zur stadtpolitischen Diskussion bei, bereits
versiegelte Flächen für Wohnbebauung zu nutzen5.
Die Prüfung der Parkflächen bemisst sich zum
einen an der Einbettung der Überbauung in die Um-
gebung sowie die Möglichkeit, Tiefgaragenplätze
zur Sicherung von neu erforderlichen Parkplätzen
nach Landesbauordnung bzw. Gemeindesatzung
zu schaffen. Nach erfolgreicher und positiv be-
schiedener Prüfung soll der entwickelte Vorschlag
in den politischen Gremien zur weiteren Beratung
vorgestellt werden.
ENTWURF
Der Entwurf sieht zwei Baukörper bei der Innenentwicklungsmaßnahme vor:
Der östliche Parkplatz kann mit einem Neubau überplant werden, während
das Stadtteilzentrum durch eine zweigeschossige Aufstockung ergänzt
werden könnte. Damit bleibt ein Teil des bestehenden Parkraums erhalten.
Durch die Ergänzung der Tiefgarage würden 56 neue Stellplätze für das be-
stehende und neue Wohnangebot geschaffen. Mit der Reduzierung der all-
gemeinen Parkfläche kann eine Kita Drop-Off Zone geschaffen werden, die
einen sicheren Laufweg zur Kita ermöglicht. Dafür würden die Stellplätze an
die Straße verlagert und Raum für (Lasten-)Radabstellanlagen geschaffen.
Das neu geschaffene Wohnangebot richtet sich überwiegend an Familien
oder Studierende, wobei auch die Möglichkeit von Mehrgenerationenwohnen
besteht. Die bisher ungenutzte Grünfläche im Norden könnte als ökologische
Qualifizierungsmaßnahme zu einem naturnahen Spielplatz umgestaltet wer-
den, der die vorhandene Topografie in die Gestaltung einbindet. Weitere Maß-
nahmen zur Verbesserung des Mikroklimas würden durch die Begrünung der
Dachanlagen möglich. Eine nachhaltige Energieversorgung kann beispiels-
weise durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern oder eine Wärmepumpe
erfolgen.Seite 11 von 25
Abbildung 10:
Umfeldanalyse,
Lupenraum Stadt
Königswinter
Abbildung 11:
Entwurfsskizze I,
Lupenraum Stadt
Königswinter
Abbildung 12:
Entwurfsskizze II,
Lupenraum Stadt
Königswinter
Abbildung 9: Luftbild, Lupenraum Stadt Königswinter
16 17
3.2 Strategische Stadt-
entwicklung in
Königswinter-Ober-
pleis
ANALYSE DES INNEN-
ENTWICKLUNGSTYPS
Das Innenentwicklungspotenzial befindet sich süd-
lich des Zentrums des Königswinterer Stadtteils
Oberpleis. Es ist Teil einer größeren Entwicklungs-
fläche, auf der eine strategische und nachhaltige
Weiterentwicklung der Siedlungsstruktur er-
folgen soll. Das Innenentwicklungspotenzial ist
somit Teil einer neuen Quartiersentwicklung. Die
Entwicklungsfläche liegt an der Schnittstelle
zwischen Wohngebieten im Norden und im Wes-
ten und einem Gebiet mit Gewerbe sowie einer
Grundschule im Süden, in dem zukünftig auch das
neue Rathaus von Königswinter und Standort für
Seniorenwohnen und – pflege entstehen soll. Die
Herausforderungen liegen bei der Integration einer
verdichteten Bauweise in die bestehende Struktur
aus Einfamilienhäusern mit Privatgärten sowie in
der Berücksichtigung der Topografie in Hinblick
auf Starkregenereignisse und der Schaffung at-
traktiver Freiräume für die Bewohner.
ENTWURFSAUFGABE
Ziel der Entwurfsskizze ist das Aufzeigen einer
sich einfügenden und trotzdem verdichteten Bau-
weise, um die in Anspruch genommene Fläche
möglichst effizient zu nutzen. Daher sollen ver-
schiedene Bautypologien und Wohnangebote für
unterschiedliche Generationen geschaffen wer-
den, Freiraumqualitäten erhalten und eine auto-
freie Konzeption angestrebt werden.Seite 12 von 25
Größe Plangebiet 1,2 ha
Wohneinheiten 85 WE
Dichte 71 WE/ha
NEILA Zieldichte 30-40 WE/ ha
Abbildung 13: Straßenraumperspektive,
Lupenraum Stadt Königswinter Abbildung 14: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Königswinter
18 19
HERAUSFORDERUNGEN
» Gemeinschaftliche Tiefgarage erfordert die
Entwicklung des Geschosswohnungsbaus
und der Reihenhäuser aus der Hand eines
Investors
ERGEBNIS
Die vorliegende Entwurfsskizze stellt eine nach-
haltige Quartiersentwicklung dar, die die vor-
handene Fläche effizient nutzt, Freiraumverlust
auffängt und Begegnungsräume schafft. Im
Planungsprozess kann der Entwurf als nachhaltige
Alternativlösung für eine Bebauung mit Doppel-
haushälften dienen und somit zeigen, dass eine
qualitätvolle Nachverdichtung mit einem diversen
Wohnangebot in das Quartier integriert werden
kann. Besonders bei strategischen Entwicklungen
von Siedlungen bietet sich die Möglichkeit, die
Leitprinzipien der dreifachen Innenentwicklung
von Anfang an mitzudenken. Die Entwurfsskizze
stärkt die Position der Verwaltung und erleichtert
die Kommunikation mit den Eigentümern und den
Vorhabenträgern.
ENTWURF
Ein Mix aus Geschosswohnungsbau entlang der
Königswinterer Straße und den Rändern der Ent-
wicklungsfläche und Reihenhäusern in der Mitte
sorgt für eine unterschiedliche Bebauung und ein
vielfältiges Wohnungsangebot, um auf die Be-
dürfnisse verschiedener Bevölkerungsgruppen
eingehen zu können. Insgesamt würden so circa
85 Wohneinheiten entstehen. Mittels zwei Achsen
in Nord-Süd-Richtung könnte das neu entwickelte
Quartier sich in die bestehende Siedlungsstruktur
einfügen. Eine autoberuhigte Gestaltung erlaubt
die Entwicklung einer Begegnungszone, um den
Übergang zwischen dem Geschosswohnungsbau
und den Rheinhäusern zu strukturieren. Ein öffent-
licher Platz dient dabei als Quartierstreffpunkt, der
die Aufenthaltsqualität erhöht. Voraussetzung ist,
dass das Parken im gesamten Quartier durch eine
in die Topografie integrierte Tiefgarage organisiert
wird. Östlich durchzieht das Plangebiet ein Grün-
zug mit Retentionsflächen in Form von Kaskaden-
mulden. Die Grünverbindung bietet zum einen
weitere Aufenthalts- und Erholungsmöglichkeiten,
zum anderen minimiert sie Überflutungsrisiken
und erleichtert eine natürliche Bewässerung der
Grünräume. Eine Anbindung des Grünzugs an die
Nachbarquartiere kann zur Verbesserung des
Mikroklimas beitragen und Hitzeinseln können
reduziert werden. Auch die Begrünung der Flach-
dächer trägt hierzu bei. Eine nachhaltige, autarke
Energieversorgung könnte beispielsweise durch
Photovoltaikanlagen auf den Dächern, Mini-Geo-
thermie-Anlagen oder Wärmepumpen erfolgen.Seite 13 von 25
Abbildung 15: Luftbild, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 16:
Umfeldanalyse,
Lupenraum Gemeinde
Neunkirchen-
Seelscheid
Abbildung 17:
Entwurfsskizze I,
Lupenraum Gemeinde
Neunkirchen-
Seelscheid
Abbildung 18: Entwurfsskizze II Variante a,
Lupenraum Gemeinde
Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 19: Entwurfsskizze II Variante b,
Lupenraum Gemeinde
Neunkirchen-Seelscheid
20 21
3.3 Ersatzneubau in
Neunkirchen-
Seelscheid
ANALYSE DES INNEN-
ENTWICKLUNGSTYPS
Bei dem Innenentwicklungspotenzial handelt es
sich um einen Ersatzneubau für das Gebäude der
freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Neuen-
kirchen-Seelscheid. Das ehemalige Gebäude der
freiwilligen Feuerwehr liegt in einem Wohngebiet,
das überwiegend durch Einfamilienhäuser mit
privaten Gärten charakterisiert ist. Direkt an-
grenzend befinden sich eine Kita mit Spielplatz
sowie eine Gesamtschule. Durch die unmittelbare
Nähe zur Hauptstraße ist eine gute Anbindung an
verschiedene Nahversorger sichergestellt.
ENTWURFSAUFGABE
Ziel der Innenentwicklungsmaßnahme mittels
des Ersatzneubaus ist es, die Fläche einer be-
darfsgerechten Nutzung zur Verfügung zu stellen.
Zum einen soll die Flächennutzung durch die
Reduzierung des Versiegelungsgrads optimiert
und zum anderen neuer Wohnraum für Senioren
geschaffen werden, um dem demografischen
Wandel in der Stadt zu begegnen. Mit der Ge-
staltung eines öffentlichen Raums auf einem Teil
der Fläche sollen zudem Begegnungsmöglich-
keiten für die Nachbarschaft geschaffen werden.
Weiterhin sollen Möglichkeiten einer nachhaltigen,
autarken Energieversorgung und Maßnahmen zur
Verbesserung des Mikroklimas sowie der Reduzie-
rung von Hitzeinseln aufgezeigt werden.Seite 14 von 25
Variante A
Größe Plangebiet 0,18 ha
Wohneinheiten 14 WE
Dichte 78 WE/ha
NEILA Zieldichte 20-30 WE/ ha
Variante B
Größe Plangebiet 1,2 ha
Wohneinheiten 15 WE
Dichte 82 WE/ha
NEILA Zieldichte 20-30 WE/ ha
Abbildung 20: Straßenraumperspektive Variante a, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 21: Straßenraumperspektive Variante b, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 22: Vogelperspektive Variante a, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 23: Vogelperspektive Variante b, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
22 23
ERAUSFORDERUNGEN
» Passendes Betreibermodell für die
Seniorenwohnungen und die gewerbliche
Fläche
ERGEBNIS
Beide entwickelten Entwurfsskizzen verdeut-
lichen, dass durch einen behutsamen Ersatz-
neubau ein Mehrwert in Hinblick auf den
demografischen Wandel geschaffen werden kann.
Die Errichtung von Seniorenwohnungen im Orts-
kern eröffnet die Möglichkeit für einen Umzug
im Ort und somit ermöglicht jungen Familien, in
bestehende Einfamilienhäuser zu ziehen. Die Ent-
wurfsskizzen zeigen auf, wie eine gelungene Nach-
nutzung der freigewordenen Fläche gelingen und
welchen Beitrag eine teil-öffentliche Gestaltung
leisten könnte. Der Ortskern kann somit eine Auf-
wertung erfahren.
ENTWURF
Aufgrund der geringen Fläche des Ersatzneubaus wurden zwei Varianten ausgearbeitet, die unterschied-
lich Ansätze zur Anordnung der Baukörper und zur Gestaltung öffentlicher und privater Räume verfolgen.
Beide Varianten schlagen vor, die Stellplätze unterirdisch zu verorten, wobei ein Teil der Parkplätze für
Sharing-Autos vorgesehen ist. Ebenfalls sehen beide Entwürfe die Begrünung von Dächern und Fassaden
vor, um eine Verbesserung des Mikroklimas zu erreichen. Eine nachhaltige, autarke Energieversorgung
kann beispielweise durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern, Mini-Geothermie-Anlagen oder eine
Wärmepumpe erfolgen. Aufgrund des Flachdachs wird Raum für eine Dachterrasse oder einen Dach-
garten als Begegnungsraum mit Möglichkeiten zum Lebensmittelanbau geschaffen.
VARIANTE A:
EIN BAUKÖRPER IN T-FORM
Variante A schlägt einen Baukörper in T-Form vor,
sodass der Außenraum in zwei Bereiche unter-
teilt würde. Auf der Vorderseite des Gebäudes
würde ein öffentlicher Platz entstehen, der durch
beispielsweise ein Café im Untergeschoss be-
lebt werden könnte. Der Platz kann somit zum
Begegnungsraum für die Nachbarschaft und die
Bewohnenden werden. Auf der hinteren Seite des
Baukörpers würde zudem ein privater Bereich
entstehen, der zur Naherholung dient, aber auch
Fläche für Retentionsräume schafft.
VARIANTE B:
ZWEI BAUKÖRPER IN L-FORM
Variante B besteht aus zwei Baukörpern, die ver-
setzt in L-Form auf der Fläche angeordnet sind.
Somit entsteht ein halböffentlicher Innenhof. Das
hintere Gebäude ist dabei mit vier Vollgeschossen
höher als die Baukörper, die an die Straße gren-
zen. Die Erschließung der Wohneinheiten erfolgt
über Laubengänge, die zum Innenhof ausgerichtet
sind und als soziale Begegnungsräume fungieren.
Der Platz im Erdgeschoss wird durch ein Café als
Nachbarschaftstreffpunkt aktiviert.Seite 15 von 25
Abbildung 24: Luftbild, Lupenraum Stadt Remagen
Abbildung 27:
Entwurfsskizze II,
Lupenraum Stadt
Remagen
Abbildung 26:
Entwurfsskizze I,
Lupenraum Stadt
Remagen
Abbildung 25:
Umfeldanalyse,
Lupenraum Stadt
Remagen
24 25
3.4 Nachverdichtung in
zweiter Reihe in
Remagen
ANALYSE DES INNEN-
ENTWICKLUNGSTYPS
Bei dem Innenentwicklungspotenzial handelt es
sich um eine Nachverdichtung von bereits be-
bauten Grundstücken. Die Fläche liegt im Norden
des Remagener Ortsteils Kripp. Das umgebende
Wohngebiet ist durch Einfamilienhäuser, einzelne
Geschosswohnungsbauten sowie jeweils groß-
zügige private Freiräume geprägt. In unmittelbarer
Nähe befindet sich der Rhein-Ahr-Campus (Hoch-
schule Koblenz).
ENTWURFSAUFGABE
Ziel der exemplarischen Betrachtung ist es, die
Nutzung der Fläche zu optimieren, den Frei-
raumverlust aufzufangen und Campusnah ein
diverseres Wohnraumangebot zu schaffen. Be-
sonders bieten sich durch die fußläufige Nähe
zum Campus Studierendenwohnungen an.
Zentrale Herausforderung bei dem Entwurf ist
die Eigentümerstruktur und die Anpassung der
Grundstücksgrößen der privaten Parteien. Durch
einen Spielplatz soll zudem ein Mehrwert für
die Anwohner geschaffen werden. Auch sollen
Möglichkeiten einer nachhaltigen, autarken
Energieversorgung und Maßnahmen zur Ver-
besserung des Mikroklimas sowie der Reduzierung
von Hitzeinseln aufgezeigt werden.Seite 16 von 25
Größe Plangebiet 0,98 ha
Wohneinheiten 49 WE
Dichte 49 WE/ha
NEILA Zieldichte 50-60 WE/ ha
Abbildung 28: Straßenraumperspektive,
Lupenraum Remagen
Abbildung 29: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Remagen
26 27
HERAUSFORDERUNGEN
» Aktive Ansprache und Mitwirkung der
Eigentümer
» Baulandumlegung zur Sicherstellung der
effizienten Erschließung
ERGEBNIS
Die Nachverdichtung von baulichen Strukturen
im Innenbereich ist mit vielfältigen Heraus-
forderungen verbunden. Insbesondere die Ein-
bindung der Flächeneigentümer ist von großer
Relevanz für die vorliegende Entwurfsskizze. Auch
wenn der Entwurf ohne konkrete Realisierungs-
absicht als Planspiel entwickelt wurde, zeigt er,
dass eine Nachverdichtung in zweiter Reihe und
die Schließung von Baulücken in bestehenden
Quartieren soziale und ökologische Vorteile haben
können. Die vorgeschlagene Maßnahme einer be-
hutsamen Nachverdichtung kann somit als bei-
spielhafte Diskussionsgrundlage dienen, um einen
Dialog zwischen Verwaltung, Politik und Eigen-
tümern sowie Bürgerschaft anzustoßen.
ENTWURF
Die Intensivierung der baulichen Nutzung kann durch eine Kombination von
Geschosswohnungsbauten entlang der bestehenden Straßen und Reihen-
häusern in zweiter Reihe erfolgen. Hierfür würden die tiefen Bestandsgrund-
stücke neu aufgeteilt, sodass im rückwärtigen Bereich neue Grundstücke für
Reihenhäuser entstünden. Die neuen Gebäude orientieren sich in ihrer Höhe an
der umliegenden Bebauung und variieren zwischen zwei und vier Geschossen.
Die Stellplätze werden unterirdisch in zwei Tiefgaragen organisiert, die über
Zufahrten von den Hauptstraßen erschlossen werden. Zusätzlich entstehen
entlang der neu gestalteten Zuwegung ein Spielplatz und Erholungsraum für
Anwohnende, um den Verlust an Freiflächen auszugleichen.
Durch begrünte Dächer und Fassaden erfolgt eine Verbesserung des Mikro-
klimas. Zur Starkregenvorsorge werden auf den Grundstücken im Block-
innenbereich Versickerungsmulden vorgeschlagen. Eine nachhaltige, autarke
Energieversorgung kann beispielsweise durch Photovoltaikanlagen auf den
Dächern, Mini-Geothermie-Anlagen oder eine Wärmepumpe erfolgen.Seite 17 von 25
Abbildung 30: Luftbild, Lupenraum Stadt Rheinbach
Abbildung 31:
Umfeldanalyse,
Lupenraum Stadt
Rheinbach
Abbildung 32:
Entwurfsskizze I,
Lupenraum Stadt
Rheinbach
Abbildung 33: Entwurfsskizze II,Lupenraum Stadt Rheinbach
28 29
3.5 Entwicklung eines
urbanen Gebiets in
Rheinbach
ANALYSE DES INNEN-
ENTWICKLUNGSTYPS
Bei dem Innenentwicklungspotenzial handelt
es sich um eine mindergenutzte Fläche, die sich
zentrumsnah in einem Übergangsraum von einem
Wohn- zu Gewerbegebiet in Rheinbach befindet.
Eine große Anzahl an Parkplätzen, die auch an
Spitzenzeiten nicht ausgelastet sind und ins-
besondere in den Abendstunden entweder un-
genutzt bleiben oder zweckentfremdet werden,
prägen bisher die Fläche. Zudem führt der hohe
Versiegelungsgrad zu einer geringen Freiraum-
qualität und hohen Hitzebelastung. Das Umfeld ist
durch eine Mischung aus Ein- und Mehrfamilien-
häusern mit Privatgärten sowie gewerblichen Nut-
zungen geprägt. In unmittelbarer Nähe befinden
sich mehrere Nahversorger und Autohäuser. Am
östlichen Rand des Plangebiets verläuft ein kleiner
Bach, in fußläufiger Nähe befindet sich außerdem
eine S-Bahn-Haltestelle.
ENTWURFSAUFGABE
Ziel der Umnutzung der innerstädtischen Flä-
che ist die Entwicklung eines urbanen Gebiets.
Ein effizienter Flächengebrauch soll neben ver-
schiedenen Nutzungen auch Raum für ökologische
Maßnahmen und soziale Begegnungsräume er-
möglichen. Durch eine kompaktere Organisation
des Parkraums kann das Quartier weitestgehend
autofrei gestaltet werden. Gleichzeitig soll die
Aufenthaltsqualität für die Anwohnenden erhöht
und die Grünvernetzung verbessert werden. Somit
kann zu einer Verbesserung des Mikroklimas, der
Reduzierung von Hitzeinseln, beigetragen werden.
Ferner sollen Maßnahmen zur autarken Energie-
versorgung Beachtung finden.Seite 18 von 25
Größe Plangebiet 1,5 ha
Wohneinheiten 88 WE
Dichte 59 WE/ha
NEILA Zieldichte 50-60 WE/ ha
Abbildung 34: Straßenraumperspektive,
Lupenraum Stadt Rheinbach Abbildung 35: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Rheinbach
30 31
HERAUSFORDERUNGEN
» Aktive Mitarbeit der Gewerbetreibenden
» Betreibermodell und Stellplatzverteilung im
Mobility-Hub
ERGEBNIS
Die vorgestellte Entwurfsskizze für das Innen-
entwicklungspotenzial in Rheinbach verdeutlicht,
dass die Entwicklung von komplexen und großen
Vorhaben mithilfe von Phasen adressiert werden
kann. Die Entwicklung eines urbanen Gebiets auf
einer mindergenutzten Fläche mit einem hohen
Versiegelungsgrad ist ein gelungenes Beispiel
dafür, dass Umnutzungen die Möglichkeit bieten,
Aspekte der dreifachen Innenentwicklung zu inte-
grieren und somit die Lebensqualität zu erhöhen.
Das angestrebte Vorgehen in Phasen erlaubt zum
einen, bestehende Nutzungen temporär zu integ-
rieren und somit auf Veränderungen reagieren zu
können. Durch eine großflächige Betrachtung kön-
nen grüne Infrastrukturen geplant werden, sodass
Freiraumqualitäten und ein besseres Mikroklima
geschaffen werden können. Die Entwurfsskizze
unterstützt im weiteren Planungsprozess den
Dialog mit den Eigentümern und erlaubt von
vorneherein, eine zielgenaue und städtebaulich
passende Entwicklung anzustreben. Im nächsten
Schritt wird die Entwurfsskizze im Rat von Rhein-
bach vorgestellt.
ENTWURF
Aufgrund der Größe der Innenentwicklungsmaß-
nahme bietet sich eine Entwicklung der Fläche in
zwei Phasen an. Eine Entwicklung in Phasen be-
rücksichtigt die vielfältigen Herausforderungen
von Maßnahmen im Innenbereich, wie beispiels-
weise unterschiedliche Eigentümerstrukturen
oder noch temporär bestehende Nutzungen. Die
erste Phase ist durch zwei bis dreigeschossige
Baukörper geprägt, die im verkehrsberuhigten
Innenbereich besonders für Familien attraktiv
sind. In der zweiten Phase könnten ergänzend drei
bis viergeschossige Gebäude entlang der Straße
entstehen. Im Erdgeschoss bietet sich somit die
Möglichkeit einer gewerblichen Nutzung an.
Durch die Entsiegelung der frei werdenden Park-
flächen werden Grünflächen, ein Spielplatz sowie
eine Erweiterung der bestehenden Retentions-
mulde geschaffen. Durch begrünte Dächer und Fas-
saden erfolgt eine Verbesserung des Mikroklimas.
Eine nachhaltige, autarke Energieversorgung kann
beispielsweise durch Photovoltaikanlagen auf den
Dächern oder eine Wärmepumpe erfolgen.
Die Entwicklung des urbanen Gebiets mit einer
hohen Nutzungsmischung ermöglicht auch die
Veränderung der Mobilitätsinfrastruktur. Anstatt
einer Tiefgarage für die neu geschaffenen Wohn-
einheiten, könnte ein Mobilitätshub entstehen.
Dieser kann zudem zusätzliche Stellplätze für
die umgebenen Nahversorger bieten und E-Lade-
säulen oder Car-Sharing Angebote inkludieren. Die
großräumige Umgestaltung des Quartiers bietet
ferner auch die Möglichkeit, die Stellplätze des ge-
planten Supermarkts auf dem Dach anzuordnen.
Durch die Stapelung von Stellplätzen ergibt sich
eine weitere Potenzialfläche, die als westlicher
Stadteingang neu und ansprechend gestaltet wer-
den könnte.Seite 19 von 25
Abbildung 36: Luftbild, Lupenraum Gemeinde Swisttal
Abbildung 37:
Umfeldanalyse,
Lupenraum Gemeinde
Swisttal
Abbildung 38: Entwurfsskizze I,
Lupenraum Gemeinde Swisttal
Abbildung 39: Entwurfsskizze II,
Lupenraum Gemeinde Swisttal
32 33
3.6 Aufstockung einer
Bungalow-Siedlung
in Swisttal
ANALYSE DES INNEN-
ENTWICKLUNGSTYPS
Am Beispiel der Bungalow-Siedlung in der Ge-
meinde Swisttal wird exemplarisch eine Auf-
stockung von bestehenden baulichen Strukturen
vorgenommen. Die Baukörper befinden sich west-
lich vom Zentrum des Swisttaler Ortsteiles Oden-
dorf in einem reinen Wohngebiet. In fußläufiger
Nähe befindet sich eine S-Bahn-Haltestelle, die
den Ortsteil an Euskirchen und Bonn anbindet.
Das Gebiet ist durch eine eingeschossige Garten-
hofsiedlung mit Garagenhöfen gekennzeichnet.
Die bestehenden Garagenhöfe sind aufgrund
ihrer Maße nicht mehr für moderne Fahrzeuge
geeignet, wodurch sich Potenziale für eine op-
timierte Flächennutzung ergeben. In direkter
Umgebung befinden sich mehrere Spielplätze,
welche modernisierungsbedürftig sind. Weitere
Herausforderungen ergeben sich aus dem hohen
Versiegelungsgrad und den straßenbegleitenden
Stellplätzen.
ENTWURFSAUFGABE
Primäres Ziel der Aufstockung der bestehenden
Baukörper ist die Schaffung neuer Wohneinheiten
mit separater Erschließung. Bei schmalen Grund-
stücken, die aufgrund ihrer Größe keine getrennte
Erschließung ermöglichen, kann alternativ die
Wohnfläche erweitert werden. Augenmerk wird
ebenfalls auf Möglichkeiten zur nachhaltigen
Energieversorgung, der Verbesserung des Mikro-
klimas und der Beruhigung der Verkehrssituation
gelegt.Seite 20 von 25
Größe Plangebiet 0,95 ha
Wohneinheiten 38 WE
(22 Bestand, 16 NEU)
Dichte 40 WE/ha
NEILA Zieldichte 40-50 WE/ ha
Abbildung 40: Straßenraumperspektive,
Lupenraum Gemeinde Swisttal
Abbildung 41: Vogelperspektive, Lupenraum Gemeinde Swisttal
34 35
HERAUSFORDERUNGEN
» Abstandsflächen und Verschattungsszena-
rien müssen auf Baufeldebene betrachtet
werden
» Aktive Ansprache der Bewohner bei de-
zentralen Nachverdichtungsvorhaben
ERGEBNIS
Maßnahmen der Innenentwicklung im Rahmen
von bestehenden baulichen Strukturen sind mit
großen Herausforderungen verbunden. Besonders
relevant ist dabei die Mitnahme der ansässigen Be-
völkerung. Dabei ist es wichtig, auf die potenziellen
Vorteile einer Aufstockung für die Bewohner zu
achten, z.B. Mehrgenerationelles Wohnen oder die
Unterbringung von Pflegekräften. Die entwickelte
Entwurfsskizze zeigt daher konkrete Wege auf, wie
eine Aufstockung von Bungalows raumverträglich
gelingen könnte. Somit dient diese erste konzep-
tionelle Überlegung als Beratungsgrundlage für
politische Gremien, um konkrete Empfehlungen für
ein vereinfachtes und ressourcen- sowie kosten-
gerechtes Bauleitverfahren zu unterbreiten.
ENTWURF
Die Entwurfsskizze schlägt eine bauliche Nachverdichtung durch eine
eingeschossige Aufstockung der Bungalows sowie eine Überbauung der
Garagenhöfe vor. Die neuen Wohneinheiten erhalten eine eigene, außen-
liegende Erschließung sowie private Freiräume in Form von Terrassen oder
Dachflächen. Aufgrund der Belichtung und Abstandsflächen kann zudem
nicht jeder Bungalow aufgestockt werden. Es bietet sich die Möglichkeit an,
Mehrgenerationenwohnen durch die Aufstockung zu befördern. Im Rahmen
einer weiteren Modernisierungsmaßnahme könnten die Garagenhöfe in
Doppelparker umgewandelt und zusätzlicher Wohnraum im ersten Ober-
geschoss geschaffen werden. Eine nachhaltige Energieversorgung kann über
Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern, Mini-Geothermie oder den Ein-
satz von Wärmepumpen erfolgen. Die Verkehrssicherheit im Quartier könnte
durch eine Anpassung der Verkehrsführung, z.B. Einführung von Einbahn-
straßen, erhöht werden. Auch könnten grüne Inseln als verkehrsberuhigende
Elemente die Entsieglung fördern und zur Verbesserung des Mikroklimas
beitragen. Insgesamt könnte die Aufenthaltsqualität im Quartier durch eine
Aufwertung der bestehenden Spielplätze erreicht werden.Seite 21 von 25
36 37
Aus der Betrachtung der unterschiedlichen Innenentwicklungstypologien lassen
sich folgende zentrale Erkenntnisse ableiten:
I. Der Entwicklungsprozess mit den kom-
munalen Verwaltungsmitarbeitenden sowie auch
die Vorstellung der erarbeiteten Entwurfsskizzen
hat verdeutlicht, dass ein substantieller Mehr-
wert für städtebauliche Planungsprozesse in der
Entwicklung von Entwurfsskizzen liegt. Durch
die vorliegenden Entwurfsskizzen für Typen von
Innenentwicklungspotenzialen können erste Eck-
punkte für weitere Diskussionsprozesse mit der
Politik, Bürgerschaft, Projektentwicklern oder
Investoren gesetzt werden. Eine bildhafte und
allseits verständliche Darstellung der Innen-
entwicklungspotenziale kann eine sachlichere
bzw. zielorientierte Diskussion ermöglichen.
Die vorliegende Visualisierung sowie der ge-
wählte Detaillierungsgrad der Entwürfe wurden
von vielen Teilnehmenden als überzeugend und
zielführend bewertet. Besonders durch die Vi-
sualisierung kann ein neuer Dialog angestoßen
werden. Ängste vor Verdichtung können so adres-
siert und relativiert werden, indem verdeutlicht
wird, dass eine erhöhte Dichte nicht zwangsläufig
nachteilig sein muss, sondern auch positive
städtebauliche Qualitäten hervorbringen kann.
II. Die verwaltungsseitige Erstellung von
Entwurfsskizzen für Innenentwicklungsmaß-
nahmen erlaubt es, politische Anträge zu be-
rücksichtigen und stadtentwicklungspolitische
Ziele zu konkretisieren. Insbesondere in der
Diskussion mit Investoren oder Vorhaben-
trägern aus der Privatwirtschaft stärkt dies die
Verhandlungsposition der Kommune. Die vor-
liegenden Entwürfe können somit eine Grund-
lage für zukünftige Qualifizierungsverfahren oder
für Konzeptvergaben darstellen, die sich dem
Druck des preislich besten Angebots entziehen.
III. Als wichtige Stellschraube für eine
qualitätsvolle und nachhaltige Innenentwicklung
wurde von vielen Kommunen vor allem der Um-
gang mit dem ruhenden Verkehr angesehen. Ins-
besondere durch Reduzierung oder Bündelung
der Stellplatzflächen kann Raum für stadt- und
freiraumplanerische Entwicklung des Quartiers
geschaffen werden (z.B. Qualifizierung von Frei-
flächen, Schaffung von zusätzlichem Wohnraum
und/oder ergänzenden Nutzungen). Zentraler Dis-
kussionspunkt sind dabei die hohen Kosten bei
der Errichtung von Tiefgaragen sowie die zusätz-
liche Flächeninanspruchnahme bei oberirdischen
Quartiersgaragen.
IV. Bei jedem Innenentwicklungstyp ist
die Integration der neuen Baukörper in den um-
liegenden Bestand von großer Relevanz. Um eine
behutsame Nachverdichtung zu erzielen und
somit eine Balance zwischen Alt und Neu sicher-
zustellen, bietet sich die Entwicklung in Phasen an.
Dabei unterstützen modulare Pläne ebenfalls die
Flexibilisierung von Vorhaben. Dadurch kann zum
einen auf bestehende Nutzungen eingegangen und
zum anderen flexibel auf Veränderungen bspw. der
wirtschaftlichen Lage, der Eigentümerstruktur
oder Standortentscheidungen Dritter reagiert
werden.
V. Von Relevanz bei jedem Innenent-
wicklungstyp sind die Auswirkungen der Nachver-
dichtung über die Grenzen der einzelnen Fläche
hinaus. So zeigt sich in Königswinter die Möglich-
keit, eine grüne Infrastruktur zu etablieren, die
einen Mehrwert nicht nur für das Quartier, son-
dern auch für das Mikroklima des Stadtteils haben
kann. Großflächige Entsiegelungsmaßnahmen,
wie das Beispiel aus Rheinbach zeigt, können
potenzielle Hitzeinseln reduzieren. Maßnahmen
der Umgestaltung durch Nachverdichtungsvor-
haben können zudem die Sicherheit im städtischen
Raum erhöhen, wie das Beispiel aus Bonn mit einer
designierten Kita-Drop-Off Zone verdeutlicht.
Ebenfalls wird in verschiedenen Entwurfsskizzen
deutlich, dass durch die Planung im Innenbereich
Spielplätze neu entstehen (vgl. Remagen) oder
eine Aufwertung erfahren können, z.B. in Swisttal.
Auch der soziale Aspekt kann durch die Aktivie-
rung von Innenentwicklungspotenzialen adressiert
werden. So verdeutlicht das Beispiel aus Neun-
kirchen-Seelscheid, dass ein bedarfsorientierter
Ersatzneubau Möglichkeiten für die ansässige
alternde Bevölkerung schafft und zugleich neue
Begebungsräume im Quartier entstehen können.
Auch mit dem Beispiel aus Swisttal wird auf-
gezeigt, wie eine behutsame Nachverdichtung
neue Optionen für mehrgenerationelles Wohnen
ermöglichen kann.
4. Erkenntnisse aus
den Entwurfs-
skizzen: Innen-
entwicklung be-
fördern
Die vorliegenden Entwurfsskizzen verdeutlichen, dass eine angemessene
Nachverdichtung unter der Beachtung von baulichen, sozialen und öko-
logischen Aspekten die Chance bietet, entwicklungen der Vergangenheit zu
bestehende Quartiere aufzuwerten und gleichzeitig den Herausforderungen
der Zukunft zu begegnen. Im Sinne einer mehrfachen Innenentwicklung er-
öffnen die vorgestellten städtebaulichen Maßnahmen die Möglichkeit, die
Städte und Gemeinden der :rak-Region zur lokalen Bewältigung der Trans-
formationsprozesse (Strukturwandel, Klimaschutz, Klimaanpassung, Mo-
bilitäts- und Energiewende) zu ertüchtigen und an die Herausforderungen
der Zukunft anzupassen. Bei allen Innenentwicklungstypen konnte gezeigt
werden, dass Entsieglungs- und Begrünungsvorhaben gefördert werden
können, um das lokale Mikroklima zu verbessern oder einen dezentralen Um-
gang mit Regenwasser zu ermöglichen. Durch die Veränderung und Bereit-
stellung unterschiedlicher und attraktiver Mobilitätsangebote im Rahmen
einer städtebaulichen Nachverdichtung können Anreize für ein nachhaltiges
Mobilitätsverhalten der lokalen Bevölkerung innerhalb der eng verflochtenen
Arbeits- und Wohnregion geschaffen werden. Unabhängig von den Innenent-
wicklungstypen konnten die angestrebten Dichtewerte aus dem regionalen
Dichtekonzept des Projekts NEILA realisiert oder sogar noch übertroffen
werden. Somit wurde verdeutlicht, dass regional entwickelte Konzepte als
Orientierungsrahmen in kommunalen Planungsprozessen genutzt werden
können. Die exemplarischen städtebaulichen Entwürfe verdeutlichen das
Potenzial an Wohneinheiten im Bestand. Es konnte gezeigt werden, dass
diese zur potenziellen Wohnraumbedarfsdeckung in den Kommunen und in
der Region einen bedeutenden Beitrag leisten können.
Um die Praxistauglichkeit und Übertragbarkeit der städtebaulichen Ent-
wurfsskizzen zu diskutieren, hat die regionale Geschäftsstelle alle Bürger-
meister der :rak-Region, planungspolitische Sprecher der Kommunen und der
Kreise, Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter der Wohnungswirtschaft am
15. Januar 2025 zur Veranstaltungsreihe „Region im Dialog“ in das Wissen-
schaftszentrum in Bonn eingeladen. Im Fokus der Vorstellung und Diskussion
der Entwurfsskizzen standen neben der Umsetzbarkeit der Maßnahmen,
auch Hemmnisse und Erfolgsfaktoren sowie die Übertragbarkeit der ent-
wickelten Lösungsansätze.Seite 22 von 25
38 39
Der Entwicklungsprozess der Entwurfsskizzen sowie die Vorstellung im Rah-
men der Abschlussveranstaltung „Region im Dialog“ haben verdeutlicht, dass
die entwickelten Lösungsvorschläge für die betrachteten Innenentwicklungs-
typen eine grundsätzliche Übertragbarkeit besitzen. Zu unterstreichen ist,
dass die Entwurfsskizzen jedoch nur einen ersten Schritt in der Aktivierung
von Innenentwicklungspotenzialen darstellen und insbesondere die An-
sprache der Eigentümer und der umliegenden Anwohner einen zentralen und
arbeitsintensiven Schritt darstellen. In diesem Prozess sind die Entwurfs-
skizzen als Anregung zu verstehen, sich scheinbar zu komplexen Innen-
entwicklungspotenzialen anzunähern und aufzuzeigen wie Maßnahmen
im Innenbereich neue Chancen für soziale Begebungsräume, ökologische
Qualifizierung und Anpassungsvorhaben, an das sich wandelnde Stadtklima
bieten. Es hat sich gezeigt, dass die Betrachtungsebene städtebaulicher
Innenentwicklungsmaßnahmen gut geeignet ist, einen regionalen Dialog über
städtebauliche Dichten und Qualitätsstandards zu führen. Dementsprechend
war und ist das Interesse an einem direkten interkommunalen Erfahrungs-
austausch groß, um die Umsetzung der entwickelten Entwurfsskizzen weiter
zu verfolgen. Die vorliegende Broschüre dient dabei als ein erster Schritt, um
Mut zu machen, Innenentwicklungspotenziale aufgrund der vielfältigen Chan-
cen zu nutzen.Seite 23 von 25
40 41
Abbildungs-
verzeichnis
Abbildung 1: Dichtekonzept NEILA
Abbildung 2: Übersicht der beteiligten Städte und Gemeinden in der :rak-Region
Abbildung 3: Luftbild, Lupenraum Bundesstadt Bonn
Abbildung 4: Umfeldanalyse, Lupenraum Bundesstadt Bonn
Abbildung 5: Entwurfsskizze I, Lupenraum Bundesstadt Bonn
Abbildung 6: Entwurfsskizze II, Lupenraum Bundesstadt Bonn
Abbildung 7: Straßenraumperspektive, Lupenraum Bundesstadt Bonn
Abbildung 8: Vogelperspektive, Lupenraum Bundesstadt Bonn
Abbildung 9: Luftbild, Lupenraum Stadt Königswinter
Abbildung 10: Umfeldanalyse, Lupenraum Stadt Königswinter
Abbildung 11: Entwurfsskizze I, Lupenraum Stadt Königswinter
Abbildung 12: Entwurfsskizze II, Lupenraum Stadt Königswinter
Abbildung 13: Straßenraumperspektive, Lupenraum Stadt Königswinter
Abbildung 14: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Königswinter
Abbildung 15: Luftbild, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 16: Umfeldanalyse, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 17: Entwurfsskizze I, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 18: Entwurfsskizze II Variante a, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 19: Entwurfsskizze II Variante b, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 20: Straßenraumperspektive Variante a, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 21: Straßenraumperspektive Variante b, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 22: Vogelperspektive Variante a, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 23: Vogelperspektive Variante b, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Abbildung 24: Luftbild, Lupenraum Stadt Remagen
Abbildung 25: Umfeldanalyse, Lupenraum Stadt Remagen
Abbildung 26: Entwurfsskizze I, Lupenraum Stadt Remagen
Abbildung 27: Entwurfsskizze II, Lupenraum Stadt Remagen
Abbildung 28: Straßenraumperspektive, Lupenraum Remagen
Abbildung 29: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Remagen
Abbildung 30: Luftbild, Lupenraum Stadt Rheinbach
Abbildung 31: Umfeldanalyse, Lupenraum Stadt Rheinbach
Abbildung 32: Entwurfsskizze I, Lupenraum Stadt Rheinbach
Abbildung 33: Entwurfsskizze II, Lupenraum Stadt Rheinbach
Abbildung 34: Straßenraumperspektive, Lupenraum Stadt Rheinbach
Abbildung 35: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Rheinbach
Abbildung 36: Luftbild, Lupenraum Gemeinde Swisttal
Abbildung 37: Umfeldanalyse, Lupenraum Gemeinde Swisttal
Abbildung 38: Entwurfsskizze I, Lupenraum Gemeinde Swisttal
Abbildung 39: Entwurfsskizze II, Lupenraum Gemeinde Swisttal
Abbildung 40: Straßenraumperspektive, Lupenraum Gemeinde Swisttal
Abbildung 41: Vogelperspektive, Lupenraum Gemeinde Swisttal
Urhebernachweis
S.1, Cover © Presseamt Stadt Bonn,
Michael Sondermann
S.3 © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.4 © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.5, Sp.1 © Benjamin Westhoff,
Bundesstadt Bonn
S.5, Sp.2 © Rhein-Sieg-Kreis
S.5, Sp.3 © P. Ramakers, Intuitive Fotografie
S.7, Oben © Regionales Dichtekonzept 2023
S.7, Unten © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.10 © Katharina Fesel, TU Dortmund
Quelle Grafik: GeoBasis-DE/ BKG 2023
(10.02.2025), dl-de/by-2-0, Ad
ministrative Areas 1:5 000 000
VG5000, Imperviousness Density
2018 (raster 10 m), Europe, 3-year
ly. European Union‘s Copernicus
Land Monitoring Service informa
tion https://doi
org/10.2909/3bf542bd-eebd-
4d73-b53c-a0243f2ed862
(14.03.2025), Bundesanstalt
für Gewässerkunde. INSPIRE.
Waterbody-DE.
S.11, Tab. Projekt NEILA
S.12 © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.13, Oben © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.13, Mitte © MUST Städtebau GmbH
S.13, Unten © MUST Städtebau GmbH
S.14 © MUST Städtebau GmbH
S.15 © MUST Städtebau GmbH
S.16 © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.17, Oben © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.17, Mitte © MUST Städtebau GmbH
S.17, Unten © MUST Städtebau GmbH
S.18 © MUST Städtebau GmbH
S.19 © MUST Städtebau GmbH
S.20 © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.21, Oben © MUST Städtebau GmbH
S.21, Mitte © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.21, U. Links © MUST Städtebau GmbH
S.21, U. Rechts © MUST Städtebau GmbH
S.22, Oben © MUST Städtebau GmbH
S.22, Unten © MUST Städtebau GmbH
S.23, Oben © MUST Städtebau GmbH
S.23, Unten © MUST Städtebau GmbH
S.24 © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.25, Oben © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.25, Mitte © MUST Städtebau GmbH
S.25, Unten © MUST Städtebau GmbH
S.26 © MUST Städtebau GmbH
S.27 © MUST Städtebau GmbH
S.28 © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.29, Oben © MUST Städtebau GmbH
S.29, Mitte © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.29, U. Links © MUST Städtebau GmbH
S.29, U. Rechts © MUST Städtebau GmbH
S.30 © MUST Städtebau GmbH
S.31 © MUST Städtebau GmbH
S.32 © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.33, Oben © MUST Städtebau GmbH
S.33,U. Links © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.33,U. Rechts © MUST Städtebau GmbH
S.34 © MUST Städtebau GmbH
S.35 © MUST Städtebau GmbH
S.36 © Pexels, Pixabay
S.38,Oben © Regionaler Arbeitskreis
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
S.38,Unten © Regionaler Arbeitskreis
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S.39 © Regionaler Arbeitskreis
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Impressum
Herausgeber
Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)
c/o Bundesstadt Bonn
Stadtplanungsamt
Berliner Platz 2
53111 Bonn
www.region-bonn.de
E-Mail: info@region-bonn.de
März 2025
Auftragnehmer
MUST Städtebau GmbH
Projektleitung: Robert Broesi
Maybachstraße 109
50670 Köln
+49 221 1699 2929
E-Mail: mail@must.eu
Redaktion
Technische Universität Dortmund (Verbundkoordination)
Fakultät Raumplanung
Fachgebiet Raumordnung und Planungstheorie
August-Schmidt-Straße 6
44227 Dortmund
Gestaltung
Sophie Weidig
Technische Universität Dortmund
Förderung
Gefördert vom: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Förderrichtlinie: FONA³
Fördermaßnahme: Stadt-Land-Plus
Das diesem Bericht zugrunde liegende Vorhaben wurde mit Mitteln des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkenn-
zeichen 033L203A gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Ver-
öffentlichung liegt bei der Autorin/beim Autor“Seite 25 von 25

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Datenstand: 02.11.2026, 19:17 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de