253317 · Beschlussvorlage
NEILA – Projektabschluss und Ergebnisdokumentation „Region im Wandel: Innovative Ansätze für Innenentwicklung“
Kerndaten
- Nummer
- 253317
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 15.08.2025
- Letzte Änderung
- 30.10.2026
Orte
- Brüser Berg Hauptort
- Fahrenheitstraße
- Königswinterer Straße
- Hauptstraße
- Berliner Platz
- Bonn
- Hardtberg
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage öffentlich 253317 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III NEILA – Projektabschluss und Ergebnisdokumentation „Region im Wandel: Innovative Ansätze für Innenentwicklung“ Beratungsfolge Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 08.07.2025 Empfehlung Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 10.07.2025 Empfehlung Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 27.08.2025 Empfehlung Rat 04.09.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Die Ergebnisse des Projektes NEILA zur Innenentwicklung werden zur Kenntnis genommen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt die Ergebnisse und Erkenntnisse des Projektes in ihre laufenden Arbeiten zu integrieren. Begründung Das vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderte Projekt NEILA (Nachhaltige Entwicklung durch interkommunales Landmanagement) konnte zum Ende des Jahre 2024 erfolgreich abgeschlossen werden. Nach der Erstellung eines regionalen Siedlungsentwicklungskonzepts (DS Nr. 231202) als strategischem Leitbild für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Wohn-, Gewerbe- und Industrieflächenentwicklung in der Region konnte im Rahmen einer Projektverlängerung das Handlungsfeld der Innenentwicklung differenziert beleuchtet werden. Aufgrund der in der vorangegangenen Projektbearbeitung bestätigten Erkenntnis, dass in der Region (hier Bonn, Rhein-Sieg-Kreis und Kreis Ahrweiler) die absehbaren Wohnraumbedarfe auf den vorhandenen unbebauten Wohnbaupotenzialflächen nur unzureichend gedeckt werden können und zudem der Freiraum als wertvolle, schützenswerte Ressource betrachtet wird, lag der Betrachtungsfokus auf der nachhaltigen Wohnraumentwicklung im Bestand. Die Zielsetzung bestand darin, anhand von Entwurfsskizzen beispielgebendeSeite 1 von 25 Seite 2 Lösungsansätze für die Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen unterschiedlicher stadträumlicher Typologie aufzuzeigen. Neben einer konkreten städtebaulichen Entwurfsidee war es Aufgabe aufzuzeigen, wie die Entwicklung der betrachteten Fläche dazu dienen kann, einen baulichen, ökologischen und sozialen Mehrwert für das umliegende Quartier zu generieren. Es wurden sechs unterschiedliche Innenentwicklungspotenziale in der Gebietskulisse des Regionalen Arbeitskreises Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) betrachtet. Diese wurden durch das Büro MUST Städtebau GmbH im Dialog mit den Akteur*innen der Region erarbeitet. Bei der Auswahl der betrachteten Potenzialflächen wurden unterschiedliche Innenentwicklungstypen berücksichtigt, um die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf weitere Kommunen der Region zu ermöglichen. Zudem bilden die Kommunen unterschiedliche raumstrukturelle Gegebenheiten der Region ab (bspw. ländlich o. städtisch) und unterscheiden sich in der geographischen Lage. Im Einzelnen wurden Flächen in folgenden Kommunen betrachtet • Bundesstadt Bonn • Stadt Königswinter (Rhein-Sieg-Kreis), • Stadt Remagen (Kreis Ahrweiler), • Stadt Rheinbach (Rhein-Sieg-Kreis), • Gemeinde Swisttal (Rhein-Sieg-Kreis) und • Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid (Rhein-Sieg-Kreis). In der Bundesstadt Bonn wurde ein Aufstockungspotenzial in der Fahrenheitstraße in Hardtberg untersucht (siehe Anlage Seite 12 ff.). Die Entwurfsergebnisse wurden in einer regionalen Dialogveranstaltung, zu der Vertreter*innen der Fachverwaltungen sowie der politischen Gremien aller Kommunen aus der Region eingeladen waren, vorgestellt und die entwickelten Lösungsansätze im Hinblick auf Umsetzungsmöglichkeiten im Plenum diskutiert. In der vorliegenden Ergebnisbroschüre (s. Anlage) sind die gewonnenen Erkenntnisse aus der Entwurfsbearbeitung sowie der Abschlussveranstaltung aufbereitet und Handlungsempfehlungen für die kommunale Ebene benannt. Im Ergebnis wurde festgehalten, dass die Entwürfe - kluge Handlungsansätze zur Aktivierung der Flächen aufzeigen – neue Betrachtungswege, die die Kommunen bisher nicht erdacht hatten, - als geeignetes Mittel zur Kommunikation mit Bürger*innen, Politik und Projektentwickler*innen erachtet werden, - einen Qualitätsgewinn über die Potenzialfläche hinaus für das gesamte Quartier aufzeigen (bspw. durch neue Grünflächen oder soziale Infrastruktur),Seite 2 von 25 Seite 3 - die besondere Wertschätzung des regionalen Austauschs zu diesem Thema zeigen. Die Erkenntnisse sollen den Kommunen in der Region Beispiel und Handlungsunterstützung zur Aktivierung entsprechender Flächen in ihren Gebietskörperschaften sein. Die erarbeiteten Entwürfe und Visualisierungen sollen und können hierbei als Kommunikationsmedium u.a. zum Abbau von Vorbehalten gegenüber Entwicklungen im Innenbereich dienen. Für die konkrete Entwicklung der betrachteten Flächen können die Ergebnisse wertvolle Arbeitsgrundlage sein. Die Projektergebnisse finden Eingang in die Arbeiten des Stadtplanungsamtes. Konkret geschieht dies u.a. bei der Bearbeitung des Klimaplansteckbriefs 4.2.1.1, in dem eine strategische Grundlage zur Hebung von Innenentwicklungspotenzialen geschaffen werden soll. Des Weiteren auch in Bezug auf die Kommunikation des Themas Innenentwicklung, welches ein wichtiger Baustein im Handlungsfeld Wohnen ist (s. hierzu Wohnen in Bonn, DS Nr. 253313). Die Entwurfsskizze für die Potenzialfläche auf Bonner Stadtgebiet zeigt Möglichkeiten auf, städtische Stellplatzflächen in Verbindung mit einem Bestandsgebäude zu verdichten und damit, auf bereits versiegelter Fläche Wohnraum zu schaffen (s. hierzu Wohnen über Parken, DS Nr. 220021). Dies geht einher mit der Schaffung von unterirdisch liegenden Parkplätzen, um die überplanten Stellplätze aber auch die neu entstandenen Stellplatzbedarfe zu sichern bzw. zu realisieren. Zudem profitiert das Quartier von der Schaffung eines naturnahen Spielplatzes und einer Drop-Off Zone für die Kindertagesstätte. Anlage/n 1 NEILA Abschlussdokumentation Innenentwicklung (öffentlich)Seite 3 von 25 REGION IM WANDEL SECHS INNOVATIVE ANSÄTZE FÜR INNENENTWICKLUNG IN DER :RAK-REGION technische universit‰t dortmundSeite 4 von 25 Inhaltsverzeichnis 1. Die regionale Siedlungsentwicklung im Blick 6 2. Typologien der Innenentwicklung 8 3. Umsetzungsansätze für Typologien der Innenentwicklungen 10 3.1 Umnutzung von Parkflächen & Aufstockung in der Bundesstadt Bonn 12 3.2 Strategische Stadtentwicklung in Königswinter-Oberpleis 16 3.3 Ersatzneubau in Neunkirchen-Seelscheid 20 3.4 Nachverdichtung in zweiter Reihe in Remagen 24 3.5 Entwicklung eines urbanen Gebiets in Rheinbach 28 3.6 Aufstockung einer Bungalow-Siedlung in Swisttal 32 4. Erkenntnisse aus den Entwurfsskizzen: Innenentwicklung befördern 36 Abbildungsverzeichnis 40 Urhebernachweis 41 Impressum 43 Zur besseren Lesbarkeit wird das generische Maskulinum verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.Seite 5 von 25 Seite 6 von 25 Das Dichtekonzept in NEILA nimmt eine regionale Perspektive ein und versteht nicht die administrativen Grenzen als Raumbezug. Stattdessen wird die :rak-Region mittels drei Handlungsräume (A, B, C) betrachtet, die die aktuellen Bestandsdichten als informatorische Grundlage verwenden. Zur Förderung einer sozial und ökologisch nachhaltigen Wohnraumentwicklung werden zudem die Nähe zum schienengebundenen Nahverkehr (ÖPNV) sowie die Versorgungsinfrastruktur (z.B. Einzelhandeslsversorgung) als Variablen zur Bestimmung der Bebauungsdichte gewählt. Somit erhält jede identifizierte Fläche mti der Nutzungsperspektive Wohnung einen Vorschlag zur Bebauungsdichte in netto Wohneinheiten pro Hektar. Abbildung 1: Dichtekonzept NEILA 6 7 1. Die regionale Siedlungsent- wicklung im Blick 1 Alle Ergebnisse des Forschungsprojekts NEILA sind online verfügbar unter: www.region-bonn.de/projekt-neila Bereits seit über 30 Jahren setzt sich der regionale Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) für eine abgestimmte Regionalentwicklung ein. Dabei nimmt der :rak eine wichtige Scharnier- funktion zwischen der örtlichen Planungshoheit der Städte und (Verbands-) Gemeinden sowie der Regional- und Landesplanung der Länder in Nord- rhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ein. Mittels der Entwicklung von strategischen Konzepten und Studien wird eine regionale Perspektive erarbeitet, die das Ziel hat, die zunehmenden räumlichen Herausforderungen, die sich über kommunale Grenzen hinweg erstrecken, zu koordinieren. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungs- projekts NEILA (Nachhaltige Entwicklung durch interkommunales Landmanagement) wurde ein re- gionales Siedlungsentwicklungskonzept als stra- tegisches Leitbild entwickelt1. Ziel des Konzepts war es, eine Perspektive für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Wohn-, Gewerbe- und Industrie- flächenentwicklung aufzuzeigen. Die gemeinsame Arbeit fußte auf der Erstellung eines regionalen Flächenpools, der nicht nur potenzielle Siedlungs- flächen identifiziert, sondern auch deren Eignung anhand von gemeinsam entwickelten Kriterien be- wertet. Dadurch wurde eine Gegenüberstellung der verfügbaren Siedlungsflächen für Wohnraum mit dem errechneten Wohnraumbedarf der Regional- planung ermöglicht. Als Umrechnungsschlüssel für Wohneinheiten pro Hektar wurde ein regionales Dichtekonzept entwickelt. Zentrales Ergebnis der Gegenüberstellung ist, dass mit den aktuellen Bebauungsdichten nur knapp 40 % des errechneten Wohnraumbedarfs in der :rak-Region auf den identifizierten Flächen untergebracht werden könnte. Zudem würde dies eine Inanspruchnahme von 5.125 Hektar voraus- setzen, wobei der Naturraum und potenzielle Konflikte mit Zielen oder Grundsätzen der Landes- und Regionalplanung nicht betrachtet wurden. Vor dem Hintergrund eines sparsamen Umgangs mit dem endlichen Gut Boden verdeutlicht das Ergebnis die Notwendigkeit, verdichtete Wohn- raumentwicklung nicht nur im Außenbereich zu forcieren, sondern besonderes Augenmerk auf eine nachhaltige Wohnraumentwicklung im Innen- bereich zu legen. Dabei ist die Entwicklung von Innenentwicklungspotenzialen, die sich durch unterschiedliche städtebauliche Merkmale, natur- räumliche Besonderheiten und soziale Gegeben- heiten auszeichnen, mit vielen Anforderungen verbunden. Die vorliegende Broschüre zeigt mithilfe von sechs typischen städtebaulichen Innenent- wicklungsmaßnahmen aus der :rak-Region auf, wie ein Erfolg versprechender Umgang mit den Herausforderungen exemplarisch gelingen kann. Koordinierende Partner im Projekt waren die Tech- nische Universität Dortmund und die Bundesstadt Bonn sowie die :rak-Geschäftsstelle mit Vertretern der beiden Kreise Rhein-Sieg und Ahrweiler. Als Lupenräume für innovative Maßnahmen zur Innen- entwicklung fungierten die folgenden Städte und Gemeinden der :rak-Region: » Bundesstadt Bonn » Stadt Königswinter » Gemeinde Neuenkirchen-Seelscheid » Stadt Remagen » Stadt Rheinbach » Gemeinde Swisttal Die Auswahl der Lupenräume deckt unterschied- liche Typen von Innenentwicklungsmaßnahmen ab, die in Kapitel zwei im Detail erläutert werden. Zudem repräsentieren die Kommunen unter- schiedliche Raumtypen, die sich in einiger Ent- fernung zum Oberzentrum Bonn befinden, über Mittelstädte mit bis zu 40.000 Einwohnern und Bundesstadt Bonn, die als Oberzentrum der Region fungiert. Das Büro MUST aus Köln setze die grafische Erstellung der Entwurfsskizzen je Innenentwicklungsmaßnahme um und ergänzte diese durch eine 3D-Visualisierung und Isometrie. Der Prozess war geprägt durch eine dauerhafte Kommunikation zwischen Planern, Bearbeitenden und Wissenschaft, da Innenentwicklung durch lokale Gegebenheiten geprägt wird. Als Abschluss wurden die Ergebnisse in einer dialogorientierten Veranstaltung vorgestellt. Im Ergebnis wurde eine Orientierungshilfe für die kommunale Planungs- praxis geschaffen, die durch eine typologische Betrachtung neue Ansätze für die Umsetzung von Innenentwicklungspotenzialen unter Beachtung von sozial-ökologischen Aspekten aufzeigt.Seite 7 von 25 8 9 Brachflächen Bei Brachflächen handelt es sich um vormals gewerblich bzw. industriell genutzte Flächen. Es handelt sich um Flächen, deren bisherige, die Fläche prägende Nutzung aufgegeben wurde und die für einen gewissen Zeitraum nicht aktiv einer definierten Folgenutzung zugeführt werde3. Im Vergleich zur Baulücke liegt der Fokus auf der Wiedernutzung einer bereits bebauten bzw. ver- siegelten Fläche. Durch die ehemals gewerbliche oder industrielle Nutzung können hier besondere Herausforderungen wie z.B. Altlasten vorhanden sein. Ersatzneubau Wird ein älteres Gebäude an gleicher Stelle durch einen Neubau ersetzt, liegt ein Ersatzneubau vor. Hierbei können die Nutzungsarten voneinander abweichen. Ersatzneubau findet v.a. dann statt, wenn eine Renovierung oder Umbau des Bestands nicht wirtschaftlich erscheint oder nicht mit den Anforderungen an die neue Nutzung vereinbar ist. Zu prüfen ist die Genehmigungsfähigkeit im Rah- men des bestehenden Bebauungsplans. Möglich ist andernfalls die Befreiung nach § 31 BauGB, um eine Umnutzung der baulichen Struktur zu erleichtern. Umnutzung von Flächen (z.B. Parkraum) Neue Leitbilder der nachhaltigen Stadtent- wicklung, die sich veränderte Flächennachfrage sowie bauwirtschaftliche Aspekte beeinflussen die Nutzungsperspektive von Flächen. So können heutzutage beispielsweise großflächige Garagen- höfe oder versiegelte Parkplätze als ineffiziente Nutzungen verstanden werden. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, Flächen im Bestand um- zunutzen. Dabei ist zu prüfen, ob die Änderung der baulichen Nutzung eine Neuaufstellung des Bebauungsplans (§ 9 BauGB) erforderlich macht oder eine Umnutzung im Rahmen von § 31 BauGB genehmigungsfähig ist. Handelt es sich bei der Fläche, um eine bereits für eine wohnbauliche Nutzung vorgesehene Fläche, kann mithilfe der Festsetzung des Baugebiets nach § 17 BauNVO das Maß der baulichen Nutzung angepasst wer- den, wie beispielsweise durch das urbane Gebiet (§ 6a BauNVO). 3 ARL – Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): Handwörterbuch der Stadt- und Raumentwicklung, Hanno- ver 2018 Verdichtung von be- stehenden baulichen Strukturen Im Innenbereich ist eine Intensivierung der wohn- baulichen Nutzung durch Aufstockung oder Nach- verdichtung möglich. Aufstockungen bezeichnen die Erhöhung eines bestehenden Gebäudes durch mindestens ein zusätzliches Vollgeschoss. Eine Abweichung von bestehenden Bebauungsplänen ist im Fall von Gebieten mit einem angespannten Wohnungsmarkt möglich (§ 31 Abs. 3 Satz 1 BauGB). Ferner ist hier die zulässige Geschoss- flächenzahl nach § 17 BauNVO zu beachten. Mit Nachverdichtungen sind Maßnahmen gemeint, die die Intensivierung der baulichen Nutzung eines Grundstücks beschreiben. Hierzu zählen beispielsweise Anbauten oder die Errichtung von Häusern in zweiter Reihe. Herausforderungen bei solchen Vorhaben liegen oftmals in der städtebau- lichen Integration in die Umgebung (§ 34 BauGB). Weitere Herausforderungen bei der Verdichtung von bestehenden baulichen Strukturen liegt in der ausreichenden Bereitstellung von Stellplätzen nach der jeweiligen Bauordnung des Landes, nach § 9 BauGB oder kommunalen Stellplatzsatzungen. Strategische Stadtfortschreibungen Strategischen Stadtfortschreibungen können in ein städtebauliches Entwicklungskonzept (§ 176a BauGB) eingebettet sein und ermöglichen die langfristige Entwicklung von Innenentwicklungs- potenzialen. Augenmerk liegt dabei auf der Berücksichtigung von gesellschaftlichen, öko- logischen und wirtschaftlichen Aspekten. Durch eine strategische und vorausschauende Planung ist eine nachhaltige und flächensparsame Stadt- entwicklung möglich. 2. Typologien der Innenentwicklung 2 BBSR (2021): Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen in wachsenden Kommunen. Erhebung und Erprobung von Bausteinen eines aktiven Managements. ISBN: 978-3-87994-519-1 Die :rak-Region ist eine dynamische Wohnungsmarktregion, die sich einem steigenden Wachstumsdruck aber auch mit unterschiedlichen Schrumpfungs- und Stagnationstendenzen konfrontiert sieht. Die Städte und Gemeinden der Region müssen sich daher mit einer wandelnden Flächennachfrage auseinandersetzen. Dabei ist zu beachten, dass eine nachhaltige Stadtent- wicklung dem Leitgedanken des Vorrangs der Innenentwicklung nach § 1 Abs. 5 Satz 3 BauGB folgen soll. Dieser Leitgedanke der nachhaltigen Stadtent- wicklung wird zudem bestärkt durch das raumpolitisch definierte Ziel zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme durch die Bundesregierung auf „unter 30 Hektar pro Tag“ in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Somit ist der Vorrang der Innenentwicklung in der Bauleitplanung ein zentraler As- pekt zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme in Deutschland. Wohnbauliche Entwicklungen im Innenbereich sind häufig mit Heraus- forderungen der Grundstücksmobilisierung verbunden. Bleibt die Aktivierung von Wohnbaupotenzialen aus, verlagert sich der angespannte Wohnungs- markt ins Umland, wodurch Preissteigerungen und damit einhergehende soziale Probleme resultieren2. Daraus folgt, dass eine integrierte Stadt-Um- land-Perspektive von großer Relevanz bei der wohnbaulichen Siedlungs- entwicklung ist. Mit dem regionalen Dichtekonzept des Forschungsprojekts NEILA wurde eine regionale Perspektive geschaffen, die Wohnbaudichten un- abhängig von administrativen Grenzen vorschlägt und somit aufzeigt, welche Wohnbaupotenziale auf identifizierten Flächen vorliegen. Die Umsetzung der wohnbaulichen Entwicklung im Innenbereich hängt maß- geblich von den vorhandenen Flächen- oder Gebäudepotenzialen ab. Zu be- achten ist dabei die große Varianz der Innenentwicklungspotenziale, denn Möglichkeiten für eine Nachverdichtung im Innenbereich entstehen durch die stetige Veränderung der Bebauung- und Nutzungsstruktur. Eine Heraus- forderung stellt die rechtlich nicht abschließende Definition der einzelnen Innenentwicklungstypen in der Baunutzungsverordnung (BauNVO) oder dem Baugesetzbuch (BauGB) dar. Zudem ist in jedem Einzelfall zu prüfen, ob Bau- und Planungsrecht für das Innenentwicklungspotenzial vorliegt. Im Rahmen des Projekts NEILA wurde zwischen den folgenden Typen von Innenent- wicklungspotenzialen unterschieden: Baulücken Eine Baulücke ist eine unbebaute Fläche innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils. Vorhaben innerhalb von Baulücken sind zulässig, wenn sich diese in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist (§ 34 BauGB). Die Wiedernutzbarmachung von Flächen im Innen- bereich kann durch Bebauungspläne der Innenentwicklung (§ 13a BauGB) beschleunigt werden.Seite 8 von 25 Übersicht der beteiligten Städte und Gemeinden in der :rak-Region Abbildung 2: Übersicht der beteiligten Städte und Gemeinden in der :rak-Region Tabelle 1: Übersicht der Innenentwicklungstypen in den beteiligten Kommunen 10 11 Tabelle 1 bietet eine Übersicht der Innenentwicklungstypen in den beteiligten Kommunen sowie die potenziell umzusetzenden Wohneinheiten (WE/ Hektar) und die entsprechenden städtebaulichen Maßnahmen. Im Weiteren werden ebenfalls ökologische und technische Maßnahmen pro Entwurfsskizze er- läutert. Ziel ist es, mithilfe der Lupenräume exemplarische Lösungsansätze für die unterschiedlichen Innenentwicklungstypologien zu erhalten. Kommune Innenentwicklungs- typologie Fläche (ha) Wohneinheiten (pro Hektar) Städtebauliche Maßnahmen Bundesstadt Bonn Umnutzung einer Fläche + Verdichtung einer bestehenden baulichen Struktur 0,26 28 WE (109 WE/ha) Geschosswohnungsbau, Aufstockung Gemeinde Neunkirchen- Seelscheid Ersatzneubau 0,18 14-15 WE (78 - 82 WE/ha) Ersatzneubau, Sozialer Treffpunkt Stadt Königswinter Strategische Stadtfortschreibung 1,2 85 WE (71 WE/ha) Geschosswohnungsbau, Reihenhäuser, Quartierstreffpunkt Stadt Remagen Verdichtung von bestehenden baulichen Strukturen 0,98 49 WE (49 WE/ha) Reihenhäuser, Geschosswohnungsbau, Studierendenwohnen Stadt Rheinbach Umnutzung einer mindergenutzten Fläche 1,5 88 WE (59 WE/ha) Ersatzneubau, Gewerbeinheiten im EG Gemeinde Swisttal Verdichtung von bestehenden baulichen Strukturen 0,95 38 WE (40 WE/ha) Aufstockung, Separate Erschließung, Ersatzneubau 3. Umsetzungsan- sätze für Typo- logien der Innen- entwicklungen 4 Dreifache Innenentwicklung. Praxishilfe für die Region Köln/Bonn. Region Köln/Bonn e.V. Mithilfe von sechs Kommunen in der :rak-Region werden unterschiedliche Ansätze für Innentwicklungspotenziale anhand von Typologien erprobt. Dabei war das Ziel zum einen, die angestrebten Bebauungsdichten aus dem regio- nalen Dichtekonzept von NEILA umzusetzen und zum anderen den sozial- ökologischen Besonderheiten bei der Maßnahme gerecht zu werden. Das Konzept der dreifachen Innenentwicklung dient dabei als Leitprinzip. Es be- sagt, dass eine verdichtete Innenentwicklung immer auch einhergehen muss mit einer Ergänzung und Qualifizierung der blau-grünen Infrastruktur sowie nachhaltiger Mobilitätsmaßnahmen4. Die erarbeiteten Entwurfsskizzen zei- gen exemplarische Ansätze auf, wie mit den Herausforderungen der einzelnen Typologien umgegangen werden kann. Zu beachten ist, dass bei der Be- arbeitung der einzelnen Innenentwicklungstypen anhand von Lupenräumen in Kommunen der Region die bau- und planungsrechtlichen Aspekte nicht im Vordergrund standen. Somit erfolgt keine baurechtliche Einschätzung über die Umsetzungs- bzw. Erfolgsaussichten der bearbeiteten Maßnahmen. Auch ist zu beachten, dass jede Innenentwicklungsmaßname sich durch die örtlichen Besonderheiten auszeichnet, die im Planungs- und Beteiligungs- prozess beachtet werden müssen.Seite 9 von 25 Abbildung 3: Luftbild, Lupenraum Bundesstadt Bonn Abbildung 4: Umfeldanalyse, Lupenraum Bundesstadt Bonn Abbildung 5: Entwurfsskizze I, Lupenraum Bundesstadt Bonn Abbildung 6: Entwurfsskizze II, Lupenraum Bundesstadt Bonn 12 13 3.1 Umnutzung von Parkflächen & Aufstockung in der Bundesstadt Bonn ANALYSE DES INNEN- ENTWICKLUNGSTYPS Das Innenentwicklungspotenzial liegt im Zentrum des Bonner Stadtteils Brüser Berg und zeichnet sich durch eine autozentrierte Planung aus den 1980er Jahren aus. Bei dem analysierten Potenzial werden zwei Ansätze der Innenentwicklung kom- biniert. Zum einen handelt es sich um eine unter- genutzte Fläche im Sinne einer Stellplatzanlage im Stadtteilzentrum. Der Parkplatz grenzt an das Stadtteilzentrum mit Bibliothek, einer Kita sowie einer Fußgängerzone an. Zum anderen ist durch die Architektur des Stadtteilzentrums eine Nach- verdichtung mittels einer Aufstockung um bis zu zwei Vollgeschosse möglich. Somit wird die Eigen- art der Umgebung aufgegriffen, die durch eine vier- bis sechsgeschossige Blockrandbebauung mit gewerblichen Erdgeschossnutzungen geprägt ist. Mit der Innenentwicklungsmaßnahme eröffnet sich die Möglichkeit, den öffentlichen Raum neu zu gestalten und den hohen Versiegelungsgrad zu reduzieren. ENTWURFSAUFGABE Ziel der Innenentwicklungsmaßnahme ist die Re- duzierung von Parkraum sowie die Schaffung von Wohneinheiten. Mit der Maßnahme wird zudem mehr Sicherheit für die angrenzende Kita durch eine autofreie Drop-Off Zone ermöglicht. Auch sollen Möglichkeiten einer nachhaltigen, autarken Energieversorgung und Maßnahmen zur Ver- besserung des Mikroklimas sowie der Reduzierung von Hitzeinseln aufgezeigt werden.Seite 10 von 25 Größe Plangebiet 0,26 ha Wohneinheiten 28 WE Dichte 109 WE/ha NEILA Zieldichte 60-100 WE/ ha Abbildung 7: Straßenraumperspektive, Lupenraum Bundesstadt Bonn Abbildung 8: Vogelperspektive, Lupenraum Bundesstadt Bonn 14 15 HERAUSFORDERUNGEN » Prüfung der Trägerstruktur des Bestands- gebäudes zur Aufstockung » Eigentümerstruktur der Wohneinheiten » Vorverlagerung der Drop-Off-Zone Kita » Anordnung der Stellplätze zwischen An- wohnern und der Öffentlichkeit 5 Antrag 220021 „Wohnen über Parken“ im Fachausschuss Wohnen, Planung und Bauen der Bundesstadt Bonn ERGEBNIS Die entwickelte Entwurfsskizze stellt eine mög- liche Innenentwicklung auf einer städtischen Parkfläche dar sowie Möglichkeiten, ein Bestands- gebäude zu verdichten. Somit trägt die Entwurfs- skizze zur stadtpolitischen Diskussion bei, bereits versiegelte Flächen für Wohnbebauung zu nutzen5. Die Prüfung der Parkflächen bemisst sich zum einen an der Einbettung der Überbauung in die Um- gebung sowie die Möglichkeit, Tiefgaragenplätze zur Sicherung von neu erforderlichen Parkplätzen nach Landesbauordnung bzw. Gemeindesatzung zu schaffen. Nach erfolgreicher und positiv be- schiedener Prüfung soll der entwickelte Vorschlag in den politischen Gremien zur weiteren Beratung vorgestellt werden. ENTWURF Der Entwurf sieht zwei Baukörper bei der Innenentwicklungsmaßnahme vor: Der östliche Parkplatz kann mit einem Neubau überplant werden, während das Stadtteilzentrum durch eine zweigeschossige Aufstockung ergänzt werden könnte. Damit bleibt ein Teil des bestehenden Parkraums erhalten. Durch die Ergänzung der Tiefgarage würden 56 neue Stellplätze für das be- stehende und neue Wohnangebot geschaffen. Mit der Reduzierung der all- gemeinen Parkfläche kann eine Kita Drop-Off Zone geschaffen werden, die einen sicheren Laufweg zur Kita ermöglicht. Dafür würden die Stellplätze an die Straße verlagert und Raum für (Lasten-)Radabstellanlagen geschaffen. Das neu geschaffene Wohnangebot richtet sich überwiegend an Familien oder Studierende, wobei auch die Möglichkeit von Mehrgenerationenwohnen besteht. Die bisher ungenutzte Grünfläche im Norden könnte als ökologische Qualifizierungsmaßnahme zu einem naturnahen Spielplatz umgestaltet wer- den, der die vorhandene Topografie in die Gestaltung einbindet. Weitere Maß- nahmen zur Verbesserung des Mikroklimas würden durch die Begrünung der Dachanlagen möglich. Eine nachhaltige Energieversorgung kann beispiels- weise durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern oder eine Wärmepumpe erfolgen.Seite 11 von 25 Abbildung 10: Umfeldanalyse, Lupenraum Stadt Königswinter Abbildung 11: Entwurfsskizze I, Lupenraum Stadt Königswinter Abbildung 12: Entwurfsskizze II, Lupenraum Stadt Königswinter Abbildung 9: Luftbild, Lupenraum Stadt Königswinter 16 17 3.2 Strategische Stadt- entwicklung in Königswinter-Ober- pleis ANALYSE DES INNEN- ENTWICKLUNGSTYPS Das Innenentwicklungspotenzial befindet sich süd- lich des Zentrums des Königswinterer Stadtteils Oberpleis. Es ist Teil einer größeren Entwicklungs- fläche, auf der eine strategische und nachhaltige Weiterentwicklung der Siedlungsstruktur er- folgen soll. Das Innenentwicklungspotenzial ist somit Teil einer neuen Quartiersentwicklung. Die Entwicklungsfläche liegt an der Schnittstelle zwischen Wohngebieten im Norden und im Wes- ten und einem Gebiet mit Gewerbe sowie einer Grundschule im Süden, in dem zukünftig auch das neue Rathaus von Königswinter und Standort für Seniorenwohnen und – pflege entstehen soll. Die Herausforderungen liegen bei der Integration einer verdichteten Bauweise in die bestehende Struktur aus Einfamilienhäusern mit Privatgärten sowie in der Berücksichtigung der Topografie in Hinblick auf Starkregenereignisse und der Schaffung at- traktiver Freiräume für die Bewohner. ENTWURFSAUFGABE Ziel der Entwurfsskizze ist das Aufzeigen einer sich einfügenden und trotzdem verdichteten Bau- weise, um die in Anspruch genommene Fläche möglichst effizient zu nutzen. Daher sollen ver- schiedene Bautypologien und Wohnangebote für unterschiedliche Generationen geschaffen wer- den, Freiraumqualitäten erhalten und eine auto- freie Konzeption angestrebt werden.Seite 12 von 25 Größe Plangebiet 1,2 ha Wohneinheiten 85 WE Dichte 71 WE/ha NEILA Zieldichte 30-40 WE/ ha Abbildung 13: Straßenraumperspektive, Lupenraum Stadt Königswinter Abbildung 14: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Königswinter 18 19 HERAUSFORDERUNGEN » Gemeinschaftliche Tiefgarage erfordert die Entwicklung des Geschosswohnungsbaus und der Reihenhäuser aus der Hand eines Investors ERGEBNIS Die vorliegende Entwurfsskizze stellt eine nach- haltige Quartiersentwicklung dar, die die vor- handene Fläche effizient nutzt, Freiraumverlust auffängt und Begegnungsräume schafft. Im Planungsprozess kann der Entwurf als nachhaltige Alternativlösung für eine Bebauung mit Doppel- haushälften dienen und somit zeigen, dass eine qualitätvolle Nachverdichtung mit einem diversen Wohnangebot in das Quartier integriert werden kann. Besonders bei strategischen Entwicklungen von Siedlungen bietet sich die Möglichkeit, die Leitprinzipien der dreifachen Innenentwicklung von Anfang an mitzudenken. Die Entwurfsskizze stärkt die Position der Verwaltung und erleichtert die Kommunikation mit den Eigentümern und den Vorhabenträgern. ENTWURF Ein Mix aus Geschosswohnungsbau entlang der Königswinterer Straße und den Rändern der Ent- wicklungsfläche und Reihenhäusern in der Mitte sorgt für eine unterschiedliche Bebauung und ein vielfältiges Wohnungsangebot, um auf die Be- dürfnisse verschiedener Bevölkerungsgruppen eingehen zu können. Insgesamt würden so circa 85 Wohneinheiten entstehen. Mittels zwei Achsen in Nord-Süd-Richtung könnte das neu entwickelte Quartier sich in die bestehende Siedlungsstruktur einfügen. Eine autoberuhigte Gestaltung erlaubt die Entwicklung einer Begegnungszone, um den Übergang zwischen dem Geschosswohnungsbau und den Rheinhäusern zu strukturieren. Ein öffent- licher Platz dient dabei als Quartierstreffpunkt, der die Aufenthaltsqualität erhöht. Voraussetzung ist, dass das Parken im gesamten Quartier durch eine in die Topografie integrierte Tiefgarage organisiert wird. Östlich durchzieht das Plangebiet ein Grün- zug mit Retentionsflächen in Form von Kaskaden- mulden. Die Grünverbindung bietet zum einen weitere Aufenthalts- und Erholungsmöglichkeiten, zum anderen minimiert sie Überflutungsrisiken und erleichtert eine natürliche Bewässerung der Grünräume. Eine Anbindung des Grünzugs an die Nachbarquartiere kann zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen und Hitzeinseln können reduziert werden. Auch die Begrünung der Flach- dächer trägt hierzu bei. Eine nachhaltige, autarke Energieversorgung könnte beispielsweise durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern, Mini-Geo- thermie-Anlagen oder Wärmepumpen erfolgen.Seite 13 von 25 Abbildung 15: Luftbild, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 16: Umfeldanalyse, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen- Seelscheid Abbildung 17: Entwurfsskizze I, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen- Seelscheid Abbildung 18: Entwurfsskizze II Variante a, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 19: Entwurfsskizze II Variante b, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid 20 21 3.3 Ersatzneubau in Neunkirchen- Seelscheid ANALYSE DES INNEN- ENTWICKLUNGSTYPS Bei dem Innenentwicklungspotenzial handelt es sich um einen Ersatzneubau für das Gebäude der freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Neuen- kirchen-Seelscheid. Das ehemalige Gebäude der freiwilligen Feuerwehr liegt in einem Wohngebiet, das überwiegend durch Einfamilienhäuser mit privaten Gärten charakterisiert ist. Direkt an- grenzend befinden sich eine Kita mit Spielplatz sowie eine Gesamtschule. Durch die unmittelbare Nähe zur Hauptstraße ist eine gute Anbindung an verschiedene Nahversorger sichergestellt. ENTWURFSAUFGABE Ziel der Innenentwicklungsmaßnahme mittels des Ersatzneubaus ist es, die Fläche einer be- darfsgerechten Nutzung zur Verfügung zu stellen. Zum einen soll die Flächennutzung durch die Reduzierung des Versiegelungsgrads optimiert und zum anderen neuer Wohnraum für Senioren geschaffen werden, um dem demografischen Wandel in der Stadt zu begegnen. Mit der Ge- staltung eines öffentlichen Raums auf einem Teil der Fläche sollen zudem Begegnungsmöglich- keiten für die Nachbarschaft geschaffen werden. Weiterhin sollen Möglichkeiten einer nachhaltigen, autarken Energieversorgung und Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas sowie der Reduzie- rung von Hitzeinseln aufgezeigt werden.Seite 14 von 25 Variante A Größe Plangebiet 0,18 ha Wohneinheiten 14 WE Dichte 78 WE/ha NEILA Zieldichte 20-30 WE/ ha Variante B Größe Plangebiet 1,2 ha Wohneinheiten 15 WE Dichte 82 WE/ha NEILA Zieldichte 20-30 WE/ ha Abbildung 20: Straßenraumperspektive Variante a, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 21: Straßenraumperspektive Variante b, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 22: Vogelperspektive Variante a, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 23: Vogelperspektive Variante b, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid 22 23 ERAUSFORDERUNGEN » Passendes Betreibermodell für die Seniorenwohnungen und die gewerbliche Fläche ERGEBNIS Beide entwickelten Entwurfsskizzen verdeut- lichen, dass durch einen behutsamen Ersatz- neubau ein Mehrwert in Hinblick auf den demografischen Wandel geschaffen werden kann. Die Errichtung von Seniorenwohnungen im Orts- kern eröffnet die Möglichkeit für einen Umzug im Ort und somit ermöglicht jungen Familien, in bestehende Einfamilienhäuser zu ziehen. Die Ent- wurfsskizzen zeigen auf, wie eine gelungene Nach- nutzung der freigewordenen Fläche gelingen und welchen Beitrag eine teil-öffentliche Gestaltung leisten könnte. Der Ortskern kann somit eine Auf- wertung erfahren. ENTWURF Aufgrund der geringen Fläche des Ersatzneubaus wurden zwei Varianten ausgearbeitet, die unterschied- lich Ansätze zur Anordnung der Baukörper und zur Gestaltung öffentlicher und privater Räume verfolgen. Beide Varianten schlagen vor, die Stellplätze unterirdisch zu verorten, wobei ein Teil der Parkplätze für Sharing-Autos vorgesehen ist. Ebenfalls sehen beide Entwürfe die Begrünung von Dächern und Fassaden vor, um eine Verbesserung des Mikroklimas zu erreichen. Eine nachhaltige, autarke Energieversorgung kann beispielweise durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern, Mini-Geothermie-Anlagen oder eine Wärmepumpe erfolgen. Aufgrund des Flachdachs wird Raum für eine Dachterrasse oder einen Dach- garten als Begegnungsraum mit Möglichkeiten zum Lebensmittelanbau geschaffen. VARIANTE A: EIN BAUKÖRPER IN T-FORM Variante A schlägt einen Baukörper in T-Form vor, sodass der Außenraum in zwei Bereiche unter- teilt würde. Auf der Vorderseite des Gebäudes würde ein öffentlicher Platz entstehen, der durch beispielsweise ein Café im Untergeschoss be- lebt werden könnte. Der Platz kann somit zum Begegnungsraum für die Nachbarschaft und die Bewohnenden werden. Auf der hinteren Seite des Baukörpers würde zudem ein privater Bereich entstehen, der zur Naherholung dient, aber auch Fläche für Retentionsräume schafft. VARIANTE B: ZWEI BAUKÖRPER IN L-FORM Variante B besteht aus zwei Baukörpern, die ver- setzt in L-Form auf der Fläche angeordnet sind. Somit entsteht ein halböffentlicher Innenhof. Das hintere Gebäude ist dabei mit vier Vollgeschossen höher als die Baukörper, die an die Straße gren- zen. Die Erschließung der Wohneinheiten erfolgt über Laubengänge, die zum Innenhof ausgerichtet sind und als soziale Begegnungsräume fungieren. Der Platz im Erdgeschoss wird durch ein Café als Nachbarschaftstreffpunkt aktiviert.Seite 15 von 25 Abbildung 24: Luftbild, Lupenraum Stadt Remagen Abbildung 27: Entwurfsskizze II, Lupenraum Stadt Remagen Abbildung 26: Entwurfsskizze I, Lupenraum Stadt Remagen Abbildung 25: Umfeldanalyse, Lupenraum Stadt Remagen 24 25 3.4 Nachverdichtung in zweiter Reihe in Remagen ANALYSE DES INNEN- ENTWICKLUNGSTYPS Bei dem Innenentwicklungspotenzial handelt es sich um eine Nachverdichtung von bereits be- bauten Grundstücken. Die Fläche liegt im Norden des Remagener Ortsteils Kripp. Das umgebende Wohngebiet ist durch Einfamilienhäuser, einzelne Geschosswohnungsbauten sowie jeweils groß- zügige private Freiräume geprägt. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Rhein-Ahr-Campus (Hoch- schule Koblenz). ENTWURFSAUFGABE Ziel der exemplarischen Betrachtung ist es, die Nutzung der Fläche zu optimieren, den Frei- raumverlust aufzufangen und Campusnah ein diverseres Wohnraumangebot zu schaffen. Be- sonders bieten sich durch die fußläufige Nähe zum Campus Studierendenwohnungen an. Zentrale Herausforderung bei dem Entwurf ist die Eigentümerstruktur und die Anpassung der Grundstücksgrößen der privaten Parteien. Durch einen Spielplatz soll zudem ein Mehrwert für die Anwohner geschaffen werden. Auch sollen Möglichkeiten einer nachhaltigen, autarken Energieversorgung und Maßnahmen zur Ver- besserung des Mikroklimas sowie der Reduzierung von Hitzeinseln aufgezeigt werden.Seite 16 von 25 Größe Plangebiet 0,98 ha Wohneinheiten 49 WE Dichte 49 WE/ha NEILA Zieldichte 50-60 WE/ ha Abbildung 28: Straßenraumperspektive, Lupenraum Remagen Abbildung 29: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Remagen 26 27 HERAUSFORDERUNGEN » Aktive Ansprache und Mitwirkung der Eigentümer » Baulandumlegung zur Sicherstellung der effizienten Erschließung ERGEBNIS Die Nachverdichtung von baulichen Strukturen im Innenbereich ist mit vielfältigen Heraus- forderungen verbunden. Insbesondere die Ein- bindung der Flächeneigentümer ist von großer Relevanz für die vorliegende Entwurfsskizze. Auch wenn der Entwurf ohne konkrete Realisierungs- absicht als Planspiel entwickelt wurde, zeigt er, dass eine Nachverdichtung in zweiter Reihe und die Schließung von Baulücken in bestehenden Quartieren soziale und ökologische Vorteile haben können. Die vorgeschlagene Maßnahme einer be- hutsamen Nachverdichtung kann somit als bei- spielhafte Diskussionsgrundlage dienen, um einen Dialog zwischen Verwaltung, Politik und Eigen- tümern sowie Bürgerschaft anzustoßen. ENTWURF Die Intensivierung der baulichen Nutzung kann durch eine Kombination von Geschosswohnungsbauten entlang der bestehenden Straßen und Reihen- häusern in zweiter Reihe erfolgen. Hierfür würden die tiefen Bestandsgrund- stücke neu aufgeteilt, sodass im rückwärtigen Bereich neue Grundstücke für Reihenhäuser entstünden. Die neuen Gebäude orientieren sich in ihrer Höhe an der umliegenden Bebauung und variieren zwischen zwei und vier Geschossen. Die Stellplätze werden unterirdisch in zwei Tiefgaragen organisiert, die über Zufahrten von den Hauptstraßen erschlossen werden. Zusätzlich entstehen entlang der neu gestalteten Zuwegung ein Spielplatz und Erholungsraum für Anwohnende, um den Verlust an Freiflächen auszugleichen. Durch begrünte Dächer und Fassaden erfolgt eine Verbesserung des Mikro- klimas. Zur Starkregenvorsorge werden auf den Grundstücken im Block- innenbereich Versickerungsmulden vorgeschlagen. Eine nachhaltige, autarke Energieversorgung kann beispielsweise durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern, Mini-Geothermie-Anlagen oder eine Wärmepumpe erfolgen.Seite 17 von 25 Abbildung 30: Luftbild, Lupenraum Stadt Rheinbach Abbildung 31: Umfeldanalyse, Lupenraum Stadt Rheinbach Abbildung 32: Entwurfsskizze I, Lupenraum Stadt Rheinbach Abbildung 33: Entwurfsskizze II,Lupenraum Stadt Rheinbach 28 29 3.5 Entwicklung eines urbanen Gebiets in Rheinbach ANALYSE DES INNEN- ENTWICKLUNGSTYPS Bei dem Innenentwicklungspotenzial handelt es sich um eine mindergenutzte Fläche, die sich zentrumsnah in einem Übergangsraum von einem Wohn- zu Gewerbegebiet in Rheinbach befindet. Eine große Anzahl an Parkplätzen, die auch an Spitzenzeiten nicht ausgelastet sind und ins- besondere in den Abendstunden entweder un- genutzt bleiben oder zweckentfremdet werden, prägen bisher die Fläche. Zudem führt der hohe Versiegelungsgrad zu einer geringen Freiraum- qualität und hohen Hitzebelastung. Das Umfeld ist durch eine Mischung aus Ein- und Mehrfamilien- häusern mit Privatgärten sowie gewerblichen Nut- zungen geprägt. In unmittelbarer Nähe befinden sich mehrere Nahversorger und Autohäuser. Am östlichen Rand des Plangebiets verläuft ein kleiner Bach, in fußläufiger Nähe befindet sich außerdem eine S-Bahn-Haltestelle. ENTWURFSAUFGABE Ziel der Umnutzung der innerstädtischen Flä- che ist die Entwicklung eines urbanen Gebiets. Ein effizienter Flächengebrauch soll neben ver- schiedenen Nutzungen auch Raum für ökologische Maßnahmen und soziale Begegnungsräume er- möglichen. Durch eine kompaktere Organisation des Parkraums kann das Quartier weitestgehend autofrei gestaltet werden. Gleichzeitig soll die Aufenthaltsqualität für die Anwohnenden erhöht und die Grünvernetzung verbessert werden. Somit kann zu einer Verbesserung des Mikroklimas, der Reduzierung von Hitzeinseln, beigetragen werden. Ferner sollen Maßnahmen zur autarken Energie- versorgung Beachtung finden.Seite 18 von 25 Größe Plangebiet 1,5 ha Wohneinheiten 88 WE Dichte 59 WE/ha NEILA Zieldichte 50-60 WE/ ha Abbildung 34: Straßenraumperspektive, Lupenraum Stadt Rheinbach Abbildung 35: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Rheinbach 30 31 HERAUSFORDERUNGEN » Aktive Mitarbeit der Gewerbetreibenden » Betreibermodell und Stellplatzverteilung im Mobility-Hub ERGEBNIS Die vorgestellte Entwurfsskizze für das Innen- entwicklungspotenzial in Rheinbach verdeutlicht, dass die Entwicklung von komplexen und großen Vorhaben mithilfe von Phasen adressiert werden kann. Die Entwicklung eines urbanen Gebiets auf einer mindergenutzten Fläche mit einem hohen Versiegelungsgrad ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass Umnutzungen die Möglichkeit bieten, Aspekte der dreifachen Innenentwicklung zu inte- grieren und somit die Lebensqualität zu erhöhen. Das angestrebte Vorgehen in Phasen erlaubt zum einen, bestehende Nutzungen temporär zu integ- rieren und somit auf Veränderungen reagieren zu können. Durch eine großflächige Betrachtung kön- nen grüne Infrastrukturen geplant werden, sodass Freiraumqualitäten und ein besseres Mikroklima geschaffen werden können. Die Entwurfsskizze unterstützt im weiteren Planungsprozess den Dialog mit den Eigentümern und erlaubt von vorneherein, eine zielgenaue und städtebaulich passende Entwicklung anzustreben. Im nächsten Schritt wird die Entwurfsskizze im Rat von Rhein- bach vorgestellt. ENTWURF Aufgrund der Größe der Innenentwicklungsmaß- nahme bietet sich eine Entwicklung der Fläche in zwei Phasen an. Eine Entwicklung in Phasen be- rücksichtigt die vielfältigen Herausforderungen von Maßnahmen im Innenbereich, wie beispiels- weise unterschiedliche Eigentümerstrukturen oder noch temporär bestehende Nutzungen. Die erste Phase ist durch zwei bis dreigeschossige Baukörper geprägt, die im verkehrsberuhigten Innenbereich besonders für Familien attraktiv sind. In der zweiten Phase könnten ergänzend drei bis viergeschossige Gebäude entlang der Straße entstehen. Im Erdgeschoss bietet sich somit die Möglichkeit einer gewerblichen Nutzung an. Durch die Entsiegelung der frei werdenden Park- flächen werden Grünflächen, ein Spielplatz sowie eine Erweiterung der bestehenden Retentions- mulde geschaffen. Durch begrünte Dächer und Fas- saden erfolgt eine Verbesserung des Mikroklimas. Eine nachhaltige, autarke Energieversorgung kann beispielsweise durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern oder eine Wärmepumpe erfolgen. Die Entwicklung des urbanen Gebiets mit einer hohen Nutzungsmischung ermöglicht auch die Veränderung der Mobilitätsinfrastruktur. Anstatt einer Tiefgarage für die neu geschaffenen Wohn- einheiten, könnte ein Mobilitätshub entstehen. Dieser kann zudem zusätzliche Stellplätze für die umgebenen Nahversorger bieten und E-Lade- säulen oder Car-Sharing Angebote inkludieren. Die großräumige Umgestaltung des Quartiers bietet ferner auch die Möglichkeit, die Stellplätze des ge- planten Supermarkts auf dem Dach anzuordnen. Durch die Stapelung von Stellplätzen ergibt sich eine weitere Potenzialfläche, die als westlicher Stadteingang neu und ansprechend gestaltet wer- den könnte.Seite 19 von 25 Abbildung 36: Luftbild, Lupenraum Gemeinde Swisttal Abbildung 37: Umfeldanalyse, Lupenraum Gemeinde Swisttal Abbildung 38: Entwurfsskizze I, Lupenraum Gemeinde Swisttal Abbildung 39: Entwurfsskizze II, Lupenraum Gemeinde Swisttal 32 33 3.6 Aufstockung einer Bungalow-Siedlung in Swisttal ANALYSE DES INNEN- ENTWICKLUNGSTYPS Am Beispiel der Bungalow-Siedlung in der Ge- meinde Swisttal wird exemplarisch eine Auf- stockung von bestehenden baulichen Strukturen vorgenommen. Die Baukörper befinden sich west- lich vom Zentrum des Swisttaler Ortsteiles Oden- dorf in einem reinen Wohngebiet. In fußläufiger Nähe befindet sich eine S-Bahn-Haltestelle, die den Ortsteil an Euskirchen und Bonn anbindet. Das Gebiet ist durch eine eingeschossige Garten- hofsiedlung mit Garagenhöfen gekennzeichnet. Die bestehenden Garagenhöfe sind aufgrund ihrer Maße nicht mehr für moderne Fahrzeuge geeignet, wodurch sich Potenziale für eine op- timierte Flächennutzung ergeben. In direkter Umgebung befinden sich mehrere Spielplätze, welche modernisierungsbedürftig sind. Weitere Herausforderungen ergeben sich aus dem hohen Versiegelungsgrad und den straßenbegleitenden Stellplätzen. ENTWURFSAUFGABE Primäres Ziel der Aufstockung der bestehenden Baukörper ist die Schaffung neuer Wohneinheiten mit separater Erschließung. Bei schmalen Grund- stücken, die aufgrund ihrer Größe keine getrennte Erschließung ermöglichen, kann alternativ die Wohnfläche erweitert werden. Augenmerk wird ebenfalls auf Möglichkeiten zur nachhaltigen Energieversorgung, der Verbesserung des Mikro- klimas und der Beruhigung der Verkehrssituation gelegt.Seite 20 von 25 Größe Plangebiet 0,95 ha Wohneinheiten 38 WE (22 Bestand, 16 NEU) Dichte 40 WE/ha NEILA Zieldichte 40-50 WE/ ha Abbildung 40: Straßenraumperspektive, Lupenraum Gemeinde Swisttal Abbildung 41: Vogelperspektive, Lupenraum Gemeinde Swisttal 34 35 HERAUSFORDERUNGEN » Abstandsflächen und Verschattungsszena- rien müssen auf Baufeldebene betrachtet werden » Aktive Ansprache der Bewohner bei de- zentralen Nachverdichtungsvorhaben ERGEBNIS Maßnahmen der Innenentwicklung im Rahmen von bestehenden baulichen Strukturen sind mit großen Herausforderungen verbunden. Besonders relevant ist dabei die Mitnahme der ansässigen Be- völkerung. Dabei ist es wichtig, auf die potenziellen Vorteile einer Aufstockung für die Bewohner zu achten, z.B. Mehrgenerationelles Wohnen oder die Unterbringung von Pflegekräften. Die entwickelte Entwurfsskizze zeigt daher konkrete Wege auf, wie eine Aufstockung von Bungalows raumverträglich gelingen könnte. Somit dient diese erste konzep- tionelle Überlegung als Beratungsgrundlage für politische Gremien, um konkrete Empfehlungen für ein vereinfachtes und ressourcen- sowie kosten- gerechtes Bauleitverfahren zu unterbreiten. ENTWURF Die Entwurfsskizze schlägt eine bauliche Nachverdichtung durch eine eingeschossige Aufstockung der Bungalows sowie eine Überbauung der Garagenhöfe vor. Die neuen Wohneinheiten erhalten eine eigene, außen- liegende Erschließung sowie private Freiräume in Form von Terrassen oder Dachflächen. Aufgrund der Belichtung und Abstandsflächen kann zudem nicht jeder Bungalow aufgestockt werden. Es bietet sich die Möglichkeit an, Mehrgenerationenwohnen durch die Aufstockung zu befördern. Im Rahmen einer weiteren Modernisierungsmaßnahme könnten die Garagenhöfe in Doppelparker umgewandelt und zusätzlicher Wohnraum im ersten Ober- geschoss geschaffen werden. Eine nachhaltige Energieversorgung kann über Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern, Mini-Geothermie oder den Ein- satz von Wärmepumpen erfolgen. Die Verkehrssicherheit im Quartier könnte durch eine Anpassung der Verkehrsführung, z.B. Einführung von Einbahn- straßen, erhöht werden. Auch könnten grüne Inseln als verkehrsberuhigende Elemente die Entsieglung fördern und zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen. Insgesamt könnte die Aufenthaltsqualität im Quartier durch eine Aufwertung der bestehenden Spielplätze erreicht werden.Seite 21 von 25 36 37 Aus der Betrachtung der unterschiedlichen Innenentwicklungstypologien lassen sich folgende zentrale Erkenntnisse ableiten: I. Der Entwicklungsprozess mit den kom- munalen Verwaltungsmitarbeitenden sowie auch die Vorstellung der erarbeiteten Entwurfsskizzen hat verdeutlicht, dass ein substantieller Mehr- wert für städtebauliche Planungsprozesse in der Entwicklung von Entwurfsskizzen liegt. Durch die vorliegenden Entwurfsskizzen für Typen von Innenentwicklungspotenzialen können erste Eck- punkte für weitere Diskussionsprozesse mit der Politik, Bürgerschaft, Projektentwicklern oder Investoren gesetzt werden. Eine bildhafte und allseits verständliche Darstellung der Innen- entwicklungspotenziale kann eine sachlichere bzw. zielorientierte Diskussion ermöglichen. Die vorliegende Visualisierung sowie der ge- wählte Detaillierungsgrad der Entwürfe wurden von vielen Teilnehmenden als überzeugend und zielführend bewertet. Besonders durch die Vi- sualisierung kann ein neuer Dialog angestoßen werden. Ängste vor Verdichtung können so adres- siert und relativiert werden, indem verdeutlicht wird, dass eine erhöhte Dichte nicht zwangsläufig nachteilig sein muss, sondern auch positive städtebauliche Qualitäten hervorbringen kann. II. Die verwaltungsseitige Erstellung von Entwurfsskizzen für Innenentwicklungsmaß- nahmen erlaubt es, politische Anträge zu be- rücksichtigen und stadtentwicklungspolitische Ziele zu konkretisieren. Insbesondere in der Diskussion mit Investoren oder Vorhaben- trägern aus der Privatwirtschaft stärkt dies die Verhandlungsposition der Kommune. Die vor- liegenden Entwürfe können somit eine Grund- lage für zukünftige Qualifizierungsverfahren oder für Konzeptvergaben darstellen, die sich dem Druck des preislich besten Angebots entziehen. III. Als wichtige Stellschraube für eine qualitätsvolle und nachhaltige Innenentwicklung wurde von vielen Kommunen vor allem der Um- gang mit dem ruhenden Verkehr angesehen. Ins- besondere durch Reduzierung oder Bündelung der Stellplatzflächen kann Raum für stadt- und freiraumplanerische Entwicklung des Quartiers geschaffen werden (z.B. Qualifizierung von Frei- flächen, Schaffung von zusätzlichem Wohnraum und/oder ergänzenden Nutzungen). Zentraler Dis- kussionspunkt sind dabei die hohen Kosten bei der Errichtung von Tiefgaragen sowie die zusätz- liche Flächeninanspruchnahme bei oberirdischen Quartiersgaragen. IV. Bei jedem Innenentwicklungstyp ist die Integration der neuen Baukörper in den um- liegenden Bestand von großer Relevanz. Um eine behutsame Nachverdichtung zu erzielen und somit eine Balance zwischen Alt und Neu sicher- zustellen, bietet sich die Entwicklung in Phasen an. Dabei unterstützen modulare Pläne ebenfalls die Flexibilisierung von Vorhaben. Dadurch kann zum einen auf bestehende Nutzungen eingegangen und zum anderen flexibel auf Veränderungen bspw. der wirtschaftlichen Lage, der Eigentümerstruktur oder Standortentscheidungen Dritter reagiert werden. V. Von Relevanz bei jedem Innenent- wicklungstyp sind die Auswirkungen der Nachver- dichtung über die Grenzen der einzelnen Fläche hinaus. So zeigt sich in Königswinter die Möglich- keit, eine grüne Infrastruktur zu etablieren, die einen Mehrwert nicht nur für das Quartier, son- dern auch für das Mikroklima des Stadtteils haben kann. Großflächige Entsiegelungsmaßnahmen, wie das Beispiel aus Rheinbach zeigt, können potenzielle Hitzeinseln reduzieren. Maßnahmen der Umgestaltung durch Nachverdichtungsvor- haben können zudem die Sicherheit im städtischen Raum erhöhen, wie das Beispiel aus Bonn mit einer designierten Kita-Drop-Off Zone verdeutlicht. Ebenfalls wird in verschiedenen Entwurfsskizzen deutlich, dass durch die Planung im Innenbereich Spielplätze neu entstehen (vgl. Remagen) oder eine Aufwertung erfahren können, z.B. in Swisttal. Auch der soziale Aspekt kann durch die Aktivie- rung von Innenentwicklungspotenzialen adressiert werden. So verdeutlicht das Beispiel aus Neun- kirchen-Seelscheid, dass ein bedarfsorientierter Ersatzneubau Möglichkeiten für die ansässige alternde Bevölkerung schafft und zugleich neue Begebungsräume im Quartier entstehen können. Auch mit dem Beispiel aus Swisttal wird auf- gezeigt, wie eine behutsame Nachverdichtung neue Optionen für mehrgenerationelles Wohnen ermöglichen kann. 4. Erkenntnisse aus den Entwurfs- skizzen: Innen- entwicklung be- fördern Die vorliegenden Entwurfsskizzen verdeutlichen, dass eine angemessene Nachverdichtung unter der Beachtung von baulichen, sozialen und öko- logischen Aspekten die Chance bietet, entwicklungen der Vergangenheit zu bestehende Quartiere aufzuwerten und gleichzeitig den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Im Sinne einer mehrfachen Innenentwicklung er- öffnen die vorgestellten städtebaulichen Maßnahmen die Möglichkeit, die Städte und Gemeinden der :rak-Region zur lokalen Bewältigung der Trans- formationsprozesse (Strukturwandel, Klimaschutz, Klimaanpassung, Mo- bilitäts- und Energiewende) zu ertüchtigen und an die Herausforderungen der Zukunft anzupassen. Bei allen Innenentwicklungstypen konnte gezeigt werden, dass Entsieglungs- und Begrünungsvorhaben gefördert werden können, um das lokale Mikroklima zu verbessern oder einen dezentralen Um- gang mit Regenwasser zu ermöglichen. Durch die Veränderung und Bereit- stellung unterschiedlicher und attraktiver Mobilitätsangebote im Rahmen einer städtebaulichen Nachverdichtung können Anreize für ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten der lokalen Bevölkerung innerhalb der eng verflochtenen Arbeits- und Wohnregion geschaffen werden. Unabhängig von den Innenent- wicklungstypen konnten die angestrebten Dichtewerte aus dem regionalen Dichtekonzept des Projekts NEILA realisiert oder sogar noch übertroffen werden. Somit wurde verdeutlicht, dass regional entwickelte Konzepte als Orientierungsrahmen in kommunalen Planungsprozessen genutzt werden können. Die exemplarischen städtebaulichen Entwürfe verdeutlichen das Potenzial an Wohneinheiten im Bestand. Es konnte gezeigt werden, dass diese zur potenziellen Wohnraumbedarfsdeckung in den Kommunen und in der Region einen bedeutenden Beitrag leisten können. Um die Praxistauglichkeit und Übertragbarkeit der städtebaulichen Ent- wurfsskizzen zu diskutieren, hat die regionale Geschäftsstelle alle Bürger- meister der :rak-Region, planungspolitische Sprecher der Kommunen und der Kreise, Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter der Wohnungswirtschaft am 15. Januar 2025 zur Veranstaltungsreihe „Region im Dialog“ in das Wissen- schaftszentrum in Bonn eingeladen. Im Fokus der Vorstellung und Diskussion der Entwurfsskizzen standen neben der Umsetzbarkeit der Maßnahmen, auch Hemmnisse und Erfolgsfaktoren sowie die Übertragbarkeit der ent- wickelten Lösungsansätze.Seite 22 von 25 38 39 Der Entwicklungsprozess der Entwurfsskizzen sowie die Vorstellung im Rah- men der Abschlussveranstaltung „Region im Dialog“ haben verdeutlicht, dass die entwickelten Lösungsvorschläge für die betrachteten Innenentwicklungs- typen eine grundsätzliche Übertragbarkeit besitzen. Zu unterstreichen ist, dass die Entwurfsskizzen jedoch nur einen ersten Schritt in der Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen darstellen und insbesondere die An- sprache der Eigentümer und der umliegenden Anwohner einen zentralen und arbeitsintensiven Schritt darstellen. In diesem Prozess sind die Entwurfs- skizzen als Anregung zu verstehen, sich scheinbar zu komplexen Innen- entwicklungspotenzialen anzunähern und aufzuzeigen wie Maßnahmen im Innenbereich neue Chancen für soziale Begebungsräume, ökologische Qualifizierung und Anpassungsvorhaben, an das sich wandelnde Stadtklima bieten. Es hat sich gezeigt, dass die Betrachtungsebene städtebaulicher Innenentwicklungsmaßnahmen gut geeignet ist, einen regionalen Dialog über städtebauliche Dichten und Qualitätsstandards zu führen. Dementsprechend war und ist das Interesse an einem direkten interkommunalen Erfahrungs- austausch groß, um die Umsetzung der entwickelten Entwurfsskizzen weiter zu verfolgen. Die vorliegende Broschüre dient dabei als ein erster Schritt, um Mut zu machen, Innenentwicklungspotenziale aufgrund der vielfältigen Chan- cen zu nutzen.Seite 23 von 25 40 41 Abbildungs- verzeichnis Abbildung 1: Dichtekonzept NEILA Abbildung 2: Übersicht der beteiligten Städte und Gemeinden in der :rak-Region Abbildung 3: Luftbild, Lupenraum Bundesstadt Bonn Abbildung 4: Umfeldanalyse, Lupenraum Bundesstadt Bonn Abbildung 5: Entwurfsskizze I, Lupenraum Bundesstadt Bonn Abbildung 6: Entwurfsskizze II, Lupenraum Bundesstadt Bonn Abbildung 7: Straßenraumperspektive, Lupenraum Bundesstadt Bonn Abbildung 8: Vogelperspektive, Lupenraum Bundesstadt Bonn Abbildung 9: Luftbild, Lupenraum Stadt Königswinter Abbildung 10: Umfeldanalyse, Lupenraum Stadt Königswinter Abbildung 11: Entwurfsskizze I, Lupenraum Stadt Königswinter Abbildung 12: Entwurfsskizze II, Lupenraum Stadt Königswinter Abbildung 13: Straßenraumperspektive, Lupenraum Stadt Königswinter Abbildung 14: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Königswinter Abbildung 15: Luftbild, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 16: Umfeldanalyse, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 17: Entwurfsskizze I, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 18: Entwurfsskizze II Variante a, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 19: Entwurfsskizze II Variante b, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 20: Straßenraumperspektive Variante a, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 21: Straßenraumperspektive Variante b, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 22: Vogelperspektive Variante a, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 23: Vogelperspektive Variante b, Lupenraum Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid Abbildung 24: Luftbild, Lupenraum Stadt Remagen Abbildung 25: Umfeldanalyse, Lupenraum Stadt Remagen Abbildung 26: Entwurfsskizze I, Lupenraum Stadt Remagen Abbildung 27: Entwurfsskizze II, Lupenraum Stadt Remagen Abbildung 28: Straßenraumperspektive, Lupenraum Remagen Abbildung 29: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Remagen Abbildung 30: Luftbild, Lupenraum Stadt Rheinbach Abbildung 31: Umfeldanalyse, Lupenraum Stadt Rheinbach Abbildung 32: Entwurfsskizze I, Lupenraum Stadt Rheinbach Abbildung 33: Entwurfsskizze II, Lupenraum Stadt Rheinbach Abbildung 34: Straßenraumperspektive, Lupenraum Stadt Rheinbach Abbildung 35: Vogelperspektive, Lupenraum Stadt Rheinbach Abbildung 36: Luftbild, Lupenraum Gemeinde Swisttal Abbildung 37: Umfeldanalyse, Lupenraum Gemeinde Swisttal Abbildung 38: Entwurfsskizze I, Lupenraum Gemeinde Swisttal Abbildung 39: Entwurfsskizze II, Lupenraum Gemeinde Swisttal Abbildung 40: Straßenraumperspektive, Lupenraum Gemeinde Swisttal Abbildung 41: Vogelperspektive, Lupenraum Gemeinde Swisttal Urhebernachweis S.1, Cover © Presseamt Stadt Bonn, Michael Sondermann S.3 © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.4 © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.5, Sp.1 © Benjamin Westhoff, Bundesstadt Bonn S.5, Sp.2 © Rhein-Sieg-Kreis S.5, Sp.3 © P. Ramakers, Intuitive Fotografie S.7, Oben © Regionales Dichtekonzept 2023 S.7, Unten © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.10 © Katharina Fesel, TU Dortmund Quelle Grafik: GeoBasis-DE/ BKG 2023 (10.02.2025), dl-de/by-2-0, Ad ministrative Areas 1:5 000 000 VG5000, Imperviousness Density 2018 (raster 10 m), Europe, 3-year ly. European Union‘s Copernicus Land Monitoring Service informa tion https://doi org/10.2909/3bf542bd-eebd- 4d73-b53c-a0243f2ed862 (14.03.2025), Bundesanstalt für Gewässerkunde. INSPIRE. Waterbody-DE. S.11, Tab. Projekt NEILA S.12 © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.13, Oben © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.13, Mitte © MUST Städtebau GmbH S.13, Unten © MUST Städtebau GmbH S.14 © MUST Städtebau GmbH S.15 © MUST Städtebau GmbH S.16 © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.17, Oben © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.17, Mitte © MUST Städtebau GmbH S.17, Unten © MUST Städtebau GmbH S.18 © MUST Städtebau GmbH S.19 © MUST Städtebau GmbH S.20 © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.21, Oben © MUST Städtebau GmbH S.21, Mitte © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.21, U. Links © MUST Städtebau GmbH S.21, U. Rechts © MUST Städtebau GmbH S.22, Oben © MUST Städtebau GmbH S.22, Unten © MUST Städtebau GmbH S.23, Oben © MUST Städtebau GmbH S.23, Unten © MUST Städtebau GmbH S.24 © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.25, Oben © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.25, Mitte © MUST Städtebau GmbH S.25, Unten © MUST Städtebau GmbH S.26 © MUST Städtebau GmbH S.27 © MUST Städtebau GmbH S.28 © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.29, Oben © MUST Städtebau GmbH S.29, Mitte © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.29, U. Links © MUST Städtebau GmbH S.29, U. Rechts © MUST Städtebau GmbH S.30 © MUST Städtebau GmbH S.31 © MUST Städtebau GmbH S.32 © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.33, Oben © MUST Städtebau GmbH S.33,U. Links © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.33,U. Rechts © MUST Städtebau GmbH S.34 © MUST Städtebau GmbH S.35 © MUST Städtebau GmbH S.36 © Pexels, Pixabay S.38,Oben © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.38,Unten © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) S.39 © Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak)Seite 24 von 25 42 43 Impressum Herausgeber Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) c/o Bundesstadt Bonn Stadtplanungsamt Berliner Platz 2 53111 Bonn www.region-bonn.de E-Mail: info@region-bonn.de März 2025 Auftragnehmer MUST Städtebau GmbH Projektleitung: Robert Broesi Maybachstraße 109 50670 Köln +49 221 1699 2929 E-Mail: mail@must.eu Redaktion Technische Universität Dortmund (Verbundkoordination) Fakultät Raumplanung Fachgebiet Raumordnung und Planungstheorie August-Schmidt-Straße 6 44227 Dortmund Gestaltung Sophie Weidig Technische Universität Dortmund Förderung Gefördert vom: Bundesministerium für Bildung und Forschung Förderrichtlinie: FONA³ Fördermaßnahme: Stadt-Land-Plus Das diesem Bericht zugrunde liegende Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkenn- zeichen 033L203A gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Ver- öffentlichung liegt bei der Autorin/beim Autor“Seite 25 von 25
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