253259 · Beschlussvorlage
Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 - Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn Städtebauliches Entwicklungskonzept und Antrag für das Städtebauförderprogramm 2026 hier: Projektliste samt Zeitplan und Finanzierungsübersicht für den Förderantrag
Kerndaten
- Nummer
- 253259
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 23.06.2025
- Letzte Änderung
- 31.10.2026
Orte
- Bad Godesberg Hauptort
- Rheingasse
- Kaiserplatz
- Am Neutor
- Friedensplatz
- Rheinufer
- Reuterstraße
- Augustusring
- Zweite Fährgasse
- Budapester Straße
- Am Hauptbahnhof
- Bornheimer Straße
- Brüdergasse
- Stiftsplatz
- Rathausgasse
- Kölnstraße
- Am Hofgarten
- Rosental
- Poppelsdorfer Allee
- Münsterplatz
- Stadthaus
- Am Boeselagerhof
- Marktplatz
- Brassertufer
- Berliner Freiheit
- Bischofsplatz
- Stockenstraße
- Adenauerallee
- Regina-Pacis-Weg
- Maxstraße
- Kaiserpassage
- Martinsplatz
- Markt
- Sterntorbrücke
- Friedrichstraße
- Hauptbahnhof
- Thomas-Mann-Straße
- Konviktstraße
- Römerstraße
- Belderberg
- Adolfstraße
- Kaiser-Karl-Ring
- Oxfordstraße
- Florentiusgraben
- Herwarthstraße
- Cassiusgraben
- Quantiusstraße
- Am Hof
- Am Johanneskreuz
- Bachstraße
- Bertha-von-Suttner-Platz
- Konrad-Adenauer-Platz
- Franziskanerstraße
- Bonngasse
- Wilhelmsplatz
- Dechenstraße
- Doetschstraße
- Josefstraße
- Dorotheenstraße
- Franzstraße
- Elisabeth-Selbert-Platz
- Endenicher Straße
- Guido-Westerwelle-Brücke
- Heerstraße
- Vorgebirgsstraße
- Hochstadenring
- Kaiserstraße
- Kapuzinerstraße
- Welschnonnenstraße
- Georgstraße
- Chlodwigplatz
- Königstraße
- Annaberger Straße
- Leinpfad
- Maximilianstraße
- Michaelstraße
- Moses-Hess-Ufer
- Poststraße
- Remigiusplatz
- Thomastraße
- Am Alten Friedhof
- Wilhelmstraße
- Castell
- Südstadt
- Poppelsdorf
- Nordstadt
- Weststadt
- Kessenich
- Endenich
- Friesdorf
- Bonn
- Beuel
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit Anhörung
- Sitzung des Hauptausschusses Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage öffentlich 253259 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 - Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn Städtebauliches Entwicklungskonzept und Antrag für das Städtebauförderprogramm 2026 hier: Projektliste samt Zeitplan und Finanzierungsübersicht für den Förderantrag Beratungsfolge Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 08.07.2025 Empfehlung Ausschuss für Mobilität und Verkehr 09.07.2025 Anhörung Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 10.07.2025 Anhörung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 10.07.2025 Anhörung Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 27.08.2025 Anhörung Hauptausschuss 28.08.2025 Empfehlung Bezirksvertretung Bonn 02.09.2025 Anhörung Rat 04.09.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept „Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 – Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn“ wird gem. § 171b BauGB zugestimmt. 2. Der Rat stimmt der als Anlage beigefügten Projektliste samt Zeitplan sowie der Finanzierungsübersicht zu und beauftragt die Verwaltung, diese Projekte fristgerecht zum 30.09.2025 als Förderantrag für das Städtebauförderprogramm 2026 anzumelden. 3. Die erforderlichen Mittel werden im Haushalt bereitgestellt. Begründung Zu Punkt 1: Der Rat der Stadt Bonn hat am 08.05.2025 die Verwaltung beauftragt, einSeite 1 von 111 Seite 2 sogenanntes integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für die Bonner Innenstadt zu erarbeiten (siehe DS-Nr. 252699). Das finale Konzept mit dem Titel „Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 – Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn“ liegt nun der Beschlussvorlage im Entwurf bei (siehe Anlage 1,2 und 3). Das Gebiet des ISEK Innenstadt Bonn befindet sich innerhalb des im Jahre 2021 beschlossenen Stadtumbaugebietes Masterplan Innere Stadt Bonn (siehe DS-Nr. 210175), welches weiterhin die gesetzliche Grundlage für die Durchführung von Maßnahmen des nun vorliegenden ISEK`s bildet. Beteiligungsbausteine Im Rahmen des ISEK-Erarbeitungsprozesses wurden drei verschiedene Beteiligungsformate durchgeführt. Die Dokumentation der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung ist dem ISEK als Anlage beigefügt (siehe Anlage 3 der Vorlage). A. Öffentlichkeitsbeteiligung über die städtische Beteiligungsplattform bonn- macht-mit.de Im Zeitraum vom 21.05.2025 bis zum 04.06.2025 hatten die Bürger*innen und die Stadtteilakteur*innen die Möglichkeit, sich auf der städtischen Beteiligungsplattform “Bonn macht mit” über das Vorhaben und erste Inhalte des ISEKs zu informieren sowie ihre Ideen und Anregungen dort zu formulieren. B. Öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt Parallel zur Beteiligung über “Bonn macht mit” wurde am 23.05.2025 ein öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt organisiert. Die rund 40 Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, Fragen zu den Projekten zu stellen und ihre Anregungen zu äußern. C. Kinder- und Jugendbeteiligung Der Beirat für Kinder und Jugendbeteiligung hat sich am 02.05.2025 mit den Themen des ISEK Innenstadt befasst. In Kleingruppenarbeiten haben die Kinder und Jugendlichen weitere Empfehlungen abgegeben, die bei der Beteiligung berücksichtigt wurden. So arbeiteten im Rahmen einer Projektstunde am 02.06.2025 die Jugendlichen der Oberstufe des Beethovengymnasiums die Stärken und Schwächen der sechs baulichen Projekte des ISEK (Projektsteckbriefe Nr.1,2,3,4,10,11,12) aus ihrer Perspektive heraus und formulierten Ziele für eine zukünftige Entwicklung der verschiedenen Plätze und öffentlichen Freiflächen in der Bonner Innenstadt. Da keine Bereitschaft einer weiteren Schule bestand, konnte der Anregung in zwei Schulen eine Beteiligung durchzuführen nicht gefolgt werden. Handlungsfelder und Zielsetzungen Das ISEK betrachtet zwei Handlungsfelder, denen jeweils unterschiedliche Zielsetzungen zugeordnet werden, die nachfolgend kurz skizziert werden:Seite 2 von 111 Seite 3 ▪ Handlungsfeld „Stärkung und Verbindung blau-grüne Bänder“ Ziel ist es, blau-grüne Korridore/Bänder zu schaffen, die die Bonner Innenstadt durchziehen und somit die Verbindung vom Rhein zur (Innen)Stadt stärken und die Resilienz der Innenstadt gegenüber den Folgen des Klimawandels und Extremwetterereignissen erhöhen. Weitere positive Effekte sind die Förderung der Biodiversität und des Biotopverbunds, sozialer Interaktion, indem die Aufenthaltsqualität an den verschiedensten Begegnungsorten erhöht wird. ▪ Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken Ein wesentliches Ziel dieses Handlungsfeldes ist die Innenstadt als lebenswerten, vielfältigen und attraktiven Ort für alle Menschen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Funktional bedeutet in diesem Zusammenhang die Infrastruktur, das Angebot an Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistungen sowie öffentlichen Räumen so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen. In sozialer Hinsicht ist es ebenso wichtig, die Bonner Innenstadt als Ort der Begegnung und des Austausches zu fördern. Maßnahmenprogramm/Projekte Aufbauend auf den Ergebnissen der Analyse, der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie der Beteiligung von Politik und Verwaltung umfasst das Maßnahmenkonzept insgesamt 12 Projekte: Nr. 1 Rheinuferpromenade 3.Bauabschnitt Nr. 2 Rheingasse Nr. 3 Kaiserplatz (Freianlagen) Nr. 4 Kaiserplatz/Am Neutor (Verkehrsanlagen) Nr. 5 Innenstadtmanagement Nr. 6 Verfügungsfonds Nr. 7 Gestaltungshandbuch Innenstadt Nr. 8 Zielbildprozess Innenstadt Bonn Nr. 9 Bespielung Kaiserplatz Nr. 10 Friedensplatz Nr. 11 Opernvorplatz Nr. 12 Stockentor bis Alter Zoll 2.Bauabschnitt Eine detaillierte Vorstellung jeder Maßnahme erfolgt in Form von Projektsteckbriefen, die als Anlage dem ISEK und der Vorlage beigefügt sind (siehe Anlage 2). Sie enthalten neben dem Projekttitel eine Kurzbeschreibung der Maßnahme inkl. besonderem Fokus auf das Thema Klimaschutz und Klimaanpassung. Zudem werden das zugeordnete Handlungsfeld sowie die Entwicklungsziele kurz aufgeführt. Des Weiteren enthalten die Steckbriefe kurze Informationen über mögliche Finanzierungszugänge, eine Kostenschätzung, die Zuordnung zu einem federführenden Amt der Stadtverwaltung sowie zu den wesentlichen Bausteinen der Öffentlichkeitsbeteiligung. Abschließend wird ein kurzer Ausblick auf die wichtigsten Meilensteine des Projektes gegeben.Seite 3 von 111 Seite 4 Zu Punkt 2 und 3: Förderantragstellung Städtebauförderung Insgesamt sollen folgende Einzelprojekte zur Förderung über das Städtebauförderprogramm angemeldet werden (siehe Anlage 4) Fünf baulich investive Projekte: Nr. 1 Rheinuferpromenade 3.Bauabschnitt Nr. 2 Rheingasse Nr. 3 Kaiserplatz (Freianlagen) Nr. 4 Kaiserplatz/Am Neutor (Verkehrsanlagen) Nr. 10 Friedensplatz Fünf begleitende Projekte: Nr. 5 Innenstadtmanagement Nr. 6 Verfügungsfonds Nr. 7 Gestaltungshandbuch Innenstadt Nr. 8 Zielbildprozess Innenstadt Bonn Nr. 9 Bespielung Kaiserplatz Detaillierte Informationen zu jedem Projekt sind der Anlage 4 „Förderantrag_Projektliste“ zu entnehmen. Hinweis zu den ISEK Projekten Nr. 11 und 12: Aufgrund der Abhängigkeit zur Sanierung der Bonner Oper sowie des Uni- Hauptgebäudes/des Schlosses sind die ISEK Projekte Nr. 11 Opernvorplatz und Nr. 12 Stockentor bis Alter Zoll (2.BA) nicht Bestandteil des Förderantrags. Hier bestehen zu große zeitliche Unsicherheiten, dass die Projekte nicht innerhalb der Förderantragsphase umgesetzt werden können. Somit sollen sie erst in einer späteren Förderantragsphase zum Zuge kommen. Aktuell wird ein Fördersatz von 60% für die Stadt Bonn zugrunde gelegt. Die Veröffentlichung des Fördersatzes für das Jahr 2026 erfolgt erfahrungsgemäß Anfang September durch die Bezirksregierung Köln, sodass sich dieser Fördersatz ggf. noch ändern kann. Die Frist zur Einreichung des Städtebauförderantrags endet am 30.09.2025.Seite 4 von 111 Seite 5 Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.09.02 bes. Städtebaurecht 1.09.02.05 Masterplan Innere Stadt Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Neugestaltung Achse am Neutor und der Rheingasse (Städtebauförderung) 10.000,00 EUR 209.000,00 EUR 25.000,00 EUR 568.350,00 EUR Rheinufer 3. Bauabschnitt (Städtebauförderung) 304.000,00 EUR 304.000,00 EUR 720.000,00 EUR 5.552.000,00 EUR Rheinufer 3. Bauabschnitt (Nahmobilitätsförderung) 76.000,00 EUR 76.000,00 EUR 180.000,00 EUR 1.388.000,00 EUR Neugestaltung Kaiserplatz (Städtebauförderung) 29.000,00 EUR 72.500,00 EUR 72.500,00 EUR 145.000,00 EUR Friedensplatz (Städtebauförderung) 250.000,00 EUR 250.000,00 EUR 500.000,00 EUR 500.000,00 EUR 1.823.333,00 EUR 1.823.333,00 EUR 1.823.333,00 EUR 5610009028000, 78.5200 5610009028050, 78.5200 5610009028051, 78.5200 5610009028060, 78.5200 5610009028000, 78.5200 2025 2026 2027 2029 2025 2026 2027 2028 2025 2026 2027 2028 2025 2026 2027 2029 2028 2029 2030 2031 2032 2033 2034 250.000,00 250.000,00 500.000,00 500.000,00 1.823.333,00 1.823.333,00 1.823.333,00 neu aufgenommen in 06/2025 aufgrund Ratsbeschluss vom 08.05.2025 DS-Nr. 252699 Städtebauförderun Einzahlungen Neugestaltung Achse am Neutor und der Rheingasse (Städtebauförderung) 5610009028000, 68.1000Seite 5 von 111 Seite 6 6.000,00 EUR 125.400,00 EUR 15.000,00 EUR 341.010,00 EUR Rheinufer 3. Bauabschnitt (Städtebauförderung) 182.400,00 EUR 182.400,00 EUR 432.000,00 EUR 3.331.200,00 EUR Rheinufer 3. Bauabschnitt (Nahmobilitätsförderung) 68.400,00 EUR 68.400,00 EUR 162.000,00 EUR 1.249.200,00 EUR Neugestaltung Kaiserplatz (Städtebauförderung) 17.400,00 EUR 43.500,00 EUR 43.500,00 EUR 87.000,00 EUR Friedensplatz (Städtebauförderung) 150.000,00 EUR 150.000,00 EUR 300.000,00 EUR 300.000,00 EUR 1.093.999,80 EUR 1.093.999.80 EUR 1.093.999,80 EUR 5610009028050, 68.1000 5610009028051, 68.1000 5610009028060, 68.1000 5610009028000, 68.1000 2025 2026 2027 2029 2025 2026 2027 2028 2025 2026 2027 2028 2025 2026 2027 2029 2028 2029 2030 2031 2032 2033 2034 Investiver Finanzsaldo Neugestaltung Achse am Neutor und der Rheingasse (Städtebauförderung) 4.000,00 EUR 83.600,00 EUR 2025 2026Seite 6 von 111 Seite 7 10.000,00 EUR 227.340,00 EUR Rheinufer 3. Bauabschnitt (Städtebauförderung) 121.600,00 EUR 121.600,00 EUR 288.000,00 EUR 2.220.800,00 EUR Rheinufer 3. Bauabschnitt (Nahmobilitätsförderung) 7.600,00 EUR 7.600,00 EUR 18.000,00 EUR 138.800,00EUR Neugestaltung Kaiserplatz (Städtebauförderung) 11.600,00 EUR 29.000,00 EUR 29.000,00 EUR 58.000,00 EUR Friedensplatz (Städtebauförderung) 100.000,00 EUR 100.000,00 EUR 200.000,00 EUR 200.000,00 EUR 729.333,20 EUR 729.333,20 EUR 729.333,20 EUR 2027 2029 2025 2026 2027 2028 2025 2026 2027 2028 2025 2026 2027 2029 2028 2029 2030 2031 2032 2033 2034 Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen Gestaltungshandbuch Innenstadt 220.000,00 EUR Verfügungsfonds, Aktionen auf dem 161000902, 72.1000, Innenauftrag 6109025 2025Seite 7 von 111 Seite 8 Kaiserplatz, Citykonzept 162.500,00 EUR Fortführung Innenstadtmanagement, Verfügungsfonds, Öffentlichkeitsarbeit 247.000,00 EUR 258.000,00 EUR 269.000,00 EUR 10.000,00 EUR 10.000,00 EUR 10.000,00 EUR 1610000902, 74.1000, Innenauftrag 6109025 2026 2027 2028 2029 2027 2028 2029 Einzahlungen / Erträge Gestaltungshandbuch Innenstadt 132.000,00 EUR Verfügungsfonds, Aktionen auf dem Kaiserplatz, Citykonzept 97.500,00 EUR Fortführung Innenstadtmanagement, Verfügungsfonds, Öffentlichkeitsarbeit 154.200,00 EUR 160.800,00 EUR 167.400,00 EUR 161000902, 61.1000 2025 2026 2027 2028 2029 Haushaltsbelastung 2025: 88.000,00 EUR 2026: 65.000,00 EUR 2027: 102.800,00 EUR 2028: 107.200,00 EUR 2029: 111.600,00 EUR Anlage/n 1 Anlage1_20250617_ISEK_Innenstadt_Bonn_ENTWURF (öffentlich) 2 Anlage2_20250616_Projektsteckbriefe_ENTWURF (öffentlich) 3 Anlage3_20250606_Dokumentation_Oeffentlichkeitsbeteiligung (öffentlich)Seite 8 von 111 Seite 9 4 Anlage4_20250616_Förderantrag_Projektliste (öffentlich)Seite 9 von 111 MASTERPLAN.INNERE STADT.BONN 3.0 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn ENTWURF Bonn, Juni 2025 StadtplanungsamtSeite 10 von 111 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung .............................................................................................................. 1 1.1 Anlass und Ausgangslage .................................................................................. 1 1.2 Abgrenzung Untersuchungsgebiet ..................................................................... 1 1.3 Evaluation Projekte Masterplan Innere Stadt Bonn Förderphase 1.0 und 2.0 .......... 2 1.4 Einbettung in gesamtstädtische Konzepte ........................................................... 4 2 Beteiligungsprozess................................................................................................. 6 3 Bestandsanalyse ..................................................................................................... 9 4 Leitmotive, Handlungsfelder und Entwicklungsziele .................................................. 11 5 Maßnahmenkonzept ............................................................................................. 14 6 Projektsteuerung und Umsetzung .......................................................................... 15 7 Maßnahmenliste .................................................................................................. 17 8 Anhang ................................................................................................................ 19Seite 11 von 111 1 1 Einleitung 1.1 Anlass und Ausgangslage Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept Masterplan Innere Stadt Bonn wurde Mitte 2013 beschlossen und stellt im Grundsatz die Programmatik der Innenstadtentwicklung für mindestens 15 Jahre dar. Der Masterplan nimmt sich der zentralen Aufgabe der Stärkung des Herzens der Stadt Bonn an. Gleichzeitig hat er zum Ziel, die Lebensqualität für Bewohne- rinnen und Bewohner auszubauen sowie die bestehenden Grünachsen zu stärken. Insgesamt 123 Einzelmaßnahmen sind fünf Handlungsfeldern zugeordnet, welche die Ziele für die Gestal- tung der Inneren Stadt Bonn zwischen Autobahnring im Norden und Westen, der Reuterstraße im Süden und dem Rhein im Osten und der Innenstadt im Zentrum beschreiben. Zu den fünf Handlungsfeldern zählen: Wohnen in der inneren Stadt stärken, City funktional und gestalte- risch stärken, Innere Stadt zum Rhein öffnen, Potenziale der Universität in der Stadt nutzen sowie Verflechtungs- und Zugangsräume aufwerten. In den folgenden drei Leitmotiven wer- den die Einzelmaßnahmen der Handlungsfelder zusammengeführt und zu Projektbündeln ge- gliedert: Urbanes C, Bonner Promenaden und Grüne Trittsteine. Im Rahmen der Umsetzung der verschiedenen städtebaulichen Projekte des Masterplans ver- bessert die Bundesstadt Bonn somit seit vielen Jahren die Aufenthaltsqualität und fördert gleichzeitig die Klimaanpassungen und Nachhaltigkeit in der Inneren Stadt Der Stadterneuerungsprozess soll nun fokussiert fortgesetzt werden, in dem das vorliegende Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn – Master- plan Innere Stadt Bonn 3.0 die Bonner Innenstadt in den Fokus nimmt. Hierzu hat die Stadt- verwaltung im Frühjahr 2025 einen öffentlichen Beteiligungsprozess mit externen und inter- nen Akteur*innen realisiert. Nach Analyse der zurückgelegten Förderperioden 1.0 und 2.0 so- wie der aktuellen Rahmenbedingungen für die Entwicklung einer Phase 3.0 wurde festgestellt, dass die in dem Masterplan Innere Stadt Bonn enthaltenen städtebaulichen Grundaussagen und definierten Leitmotive nach wie vor grundlegende Gültigkeit besitzen, in Teilen jedoch weiterentwickelt und angepasst werden müssen, sodass die Erarbeitung eines sogenannten Lupenraum ISEKs zielführend ist. 1.2 Abgrenzung Untersuchungsgebiet Der Masterplan Innere Stadt Bonn umfasst das erweiterte Gebiet des Bonner Zentrums mit den angrenzenden innenstadtnahen Ortsteilen Bonn-Castell, Nord-, West- sowie Südstadt; so- mit der Bereich innerhalb des Autobahnrings und der Reuterstraße bis zum östlich gelegenen Rhein. Das vorliegende integrierte Konzept baut auf dem Masterplan Innere Stadt auf, bezieht sich jedoch auf eine kleinere Gebietsabgrenzung, den sogenannten Lupenraum, wonach die Bon- ner Innenstadt in den Fokus genommen werden soll. Der hier verwendete Begriff „Innenstadt“Seite 12 von 111 2 bezieht sich allein auf das nachfolgend erläuterte Untersuchungsgebiet und kann in anderen städtischen Konzepten anders definiert sein. Das Gebiet des Lupenraum ISEK Innenstadt be- findet sich innerhalb des vom Rat der Stadt Bonn im Jahre 2021 beschlossenen Stadtumbau- gebietes Masterplan Innere Stadt Bonn, welches weiterhin die gesetzliche Grundlage für die Durchführung von Maßnahmen des nun vorliegenden ISEK`s bildet. Der Lupenraum wird im Norden durch den Augustusring, im Osten durch den Rhein, im Süden durch die Zweite Fährgasse sowie im Westen durch den Verlauf der Bahn und des Hochstaden- rings begrenzt (siehe Abbildung). Abbildung – Übersicht ISEK Innenstadt Bonn innerhalb des Masterplans Innere Stadt Bonn 1.3 Evaluation Projekte Masterplan Innere Stadt Bonn Förderphase 1.0 und 2.0 Um den Stand der Maßnahmenumsetzung erfassen und umfangreich darstellen zu können, wurden eine Evaluation des Masterplans Innere Stadt Bonn erstellt. Dies dient vor allem der Qualitätssicherung, Überprüfung und Darstellung der Maßnahmenumsetzung. Von den insge- samt 123 Einzelmaßnahmen des Masterplans Innere Stadt Bonn konnten von 2014 bis 2025 bereits 28 Einzelmaßnahmen umgesetzt und abgeschlossen werden. 49 Maßnahmen befinden sich derzeit in der Umsetzung. Somit sind über die Hälfte der Einzelmaßnahmen abgeschlossen oder befinden sich aktuell in der Umsetzung.Seite 13 von 111 3 Für die Umsetzung einzelner Projekte des Masterplans Innere Stadt hat die Stadt Bonn inner- halb von zwei Förderperioden Städtebaufördermittel beantragt und erhalten: - Förderperiode 1.0 (2014-2019), Förderprogramm “Aktive Stadt- und Ortsteilzentren” - Förderperiode 2.0 (2021-2025), Förderprogramm “Lebendige Zentren” Eine kurze Übersicht über den Stand der geförderten Projekte gibt die nachfolgende Tabelle. Förder- periode Projektname Erläuterung 1.0 Grünfläche / Spielplatz Am Baum- schulwäldchen Neugestaltung der Grünfläche Fertigstellung 2020 1.0 Grünfläche Stadtgarten / Alter Zoll (1. Bauabschnitt) Neugestaltung der Verbindung zwi- schen Innenstadt und Rhein Fertigstellung 2020 2.0 Grünfläche Budapester Straße/ Budafokpark Neugestaltung der Grünfläche und des Spielplatzes Fertigstellung 2022 2.0 Neugestaltung U-Bahn Abgänge Kunst am Hauptbahnhof / Thomas Mann Straße Neugestaltung der U-Bahn Abgänge Fertigstellung 2024 2.0 Umgestaltung Bornheimer Straße Neugestaltung / Verkehrsberuhigung / Klimaanpassung Bornheimer Straße Fertigstellung Sommer 2025 Abbildung – Abgeschlossene bewilligte investive Förderprojekte - STEP NRW - Förderphase 1.0 und 2.0 Laufende Projekte Die nachfolgende Übersicht zeigt tabellarisch die sich aktuell in der Umsetzung befindlichen Projekte auf, die mithilfe von Städtebaufördermitteln umgesetzt werden. Hierbei handelt es sich sowohl um bauliche Maßnahmen als auch um prozessbegleitende weiche Maßnahmen in Form von Beratungen, Veranstaltungen oder einem Förderfonds. Förder- periode Projektname Erläuterung 2.0 Neugestaltung der Bonner Rheinuferpromenade (1. und 2. Bauabschnitt) Baustart 1. BA Herbst 2024 Fahrradstraße 1. BA Nahmobilitätsför- derung Mitte 2025 abgeschlossen Fertigstellung 1. BA Ende 2025 Baustart 2. BA März 2026 Fahrradstraße 2. BA Nahmobilitäts-för- derung Frühjahr 2026 Fertigstellung 2. BA Ende 2026Seite 14 von 111 4 2.0 Umgestaltung Stadteingang am Windeck-Bunker / Entsiegelung Bu- dapester Straße Umgestaltung und Entsiegelung Buda- pester Straße Baustart Februar 2025 Fertigstellung Ende 2025 2.0 Umgestaltung Brüdergasse Baustart Mitte 2025 Leitungssanierung abgeschlossen An- fang 2025 Fertigstellung Mitte 2026 2.0 Klimagerechte Neugestaltung Stiftsplatz Baustart Ende 2025 Fertigstellung Ende 2026 2.0 Uni trifft City Umgestaltung / Verkehrsberuhigung Rathausgasse – Verbindung City zur Uni Baustart Herbst 2025 4 Bauabschnitte vorgesehen – gemein- sam mit Sanierung Fernwärmeleitun- gen Fertigstellung 2029 2.0 Umgestaltung Kölnstraße Baustart Mitte 2026 Fertigstellung 2027 2.0 Innenstadtmanagement und Verfü- gungsfonds Start 2023 Projektlaufzeitende 2026 Abbildung – Laufende Projekte der Förderperiode 2.0 in der Umsetzung 1.4 Einbettung in gesamtstädtische Konzepte Das Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 ist in verschiedene übergeordnete gesamtstädtische Konzepte eingebettet, welche im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen. Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Konzepten sind auf der Webseite www.bonn.de zu finden. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bonn knüpft an die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele aus der Agenda 2030 an und erarbeitet eine eigene integrierte Nachhaltigkeitsstrategie. Dadurch entsteht ein strategisches Handlungsprogramm für die Stadt Bonn, welches in sechs Themenfelder mit je einer Leitlinie untergliedert ist. Ein weiteres zentrales Konzept ist der Bonner Klimaplan, welcher den Fahrplan für ein klima- neutrales Bonn bis 2035 darstellt. Dazu definiert der Klimaplan Ziele und Entwicklungspfade und bündelt Maßnahmen, mit denen die Stadt Bonn klimaneutral gestaltet werden soll. Der Klimaplan besteht aus zwei Teilen; der Klimaneutralitätsstrategie, welche CO2 Reduktionspo- tenziale aufzeigt, und das Arbeitsprogramm Klimaschutz mit Aktivitäten in sieben Handlungs- feldern, die die Stadtverwaltung bis 2035 selbst umsetzen soll. Die Stadt Bonn ist in weiteren relevanten Handlungsfeldern der Klimaanpassung wie der Hitze- , Starkregen- und Trockenheitsvorsorge seit vielen Jahren aktiv. So wurde im Zeitraum 2023 bis 2025 ein integriertes Klimaanpassungskonzept als Basis für eine ganzheitliche, strategischeSeite 15 von 111 5 Planung und Weiterentwicklung der Klimaanpassung in Bonn entwickelt. Das Klimaanpas- sungskonzept bündelt 26 kurz-, mittel- oder langfristig umzusetzende Maßnahmen in einem Katalog. Diese wurden unter Beteiligung der Bonner Bürger*innen entwickelt und sind der Fahrplan für ein klimaangepasstes Bonn. Das Schwammstadtkonzept der Stadt Bonn hat die Zielstellungen, Hitzebelastung durch Ver- dunstung zu mindern, das Stadtgrün gegen Trockenheit zu wappnen und Synergiepotenziale auszuschöpfen. Dazu wurde eine strategische Leitkarte mit der Verortung von Handlungsemp- fehlungen erstellt. Eine weitere Karte zeigt Gelegenheitsfenster zur Umsetzung des Schwamm- stadtkonzeptes bei anstehenden Planungs- und Bauvorhaben. Mit Hilfe des Bonner Freiraumplans ist ein gesamtstädtisches Freiraumkonzept mit langfristi- gen Zielen, Potenzialen und Visionen für die zukünftige Grün- und Freiraumplanung entstan- den. Der Freiraumplan stellt eine Dachstrategie für die Freiräume zu verschiedenen Fachthe- men wie Umwelt- und Naturschutz, Landschaftsplanung, Stadtplanung, Sozial- und Jugendar- beit, Gesundheit und Sport dar. Die Bonner Biodiversitätsstrategie beantwortet die Frage nach den Instrumenten und Maß- nahmen, die in Bonn das Potenzial haben, die größte Wirksamkeit für den Biodiversitätsschutz zu entfalten. Die Strategie wurde im Zeitraum 2023 bis 2025 als kommunales Steuerungs- instrument und Abwägungsgrundlage entwickelt. Sie enthält neben den 36 strategischen Zie- len und Handlungsschwerpunkten das Aktionsprogramm Biodiversität 2030, den Umsetzungs- fahrplan mit Maßnahmenempfehlungen zum Biodiversitätsschutz für die kommenden fünf Jahre. Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept (BEZK) von 2008 mit einer Ergänzung von 2012 wird derzeit fortgeschrieben. Das BEZK als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Satz 11 BauGB dient in erster Linie der gesamtstädtischen Steuerung der Einzelhandelsland- schaft. Die Bonner Innenstadt ist als Hauptgeschäftsbereich mit gesamtstädtischer und über- regionaler Bedeutung für Waren des kurz- bis langfristigen Bedarfes festgelegt. Unter anderem ist es entsprechend Ziel, im BEZK die oberzentrale Versorgungsfunktion, die Einzelhandelszent- ralität, die Einzelhandels- und Funktionsvielfalt sowie die Identität der Innenstadt zu erhalten und zu stärken. Das BEZK wird seit 2023 fortgeschrieben. Der Entwurf der Fortschreibung konnte Ende 2024 erstellt werden, ein Satzungsbeschluss wird für das dritte Quartal 2025 an- gestrebt. Wesentliche Zielsetzungen sollen beibehalten werden und die Steuerung an die Re- alität der gewachsenen Handelsstrukturen, an den Strukturwandel im Einzelhandel, geänderte Bedürfnisse der Gesellschaft sowie neuer rechtlicher Rahmenbedingungen angepasst werden. Ein Schwerpunkt der Fortschreibung lag somit auf gesamtstädtischen Erhebungen, Befragun- gen und Auswertungen weiterer Grundlagen sowie der kollaborativen Ableitung des räumlich- funktionalen Einzelhandelskonzeptes. Räumliche Analysen und Entwicklungsempfehlungen sind im Entwurf der Fortschreibung in Steckbriefen für die jeweiligen zentralen Versorgungs- bereiche zusammengefasst. Für die Bonner Innenstadt ist ein ausführlicher Steckbrief enthal- ten, in dem neben der ausführlichen Analyse der Einzelhandelsstruktur auch Bewertungen zurSeite 16 von 111 6 städtebaulichen Struktur sowie daraus abgeleiteten Entwicklungsempfehlungen dargestellt sind (vgl. Entwurf – Fortschreibung des Bonner Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 12/2024: 60 ff.). Im Gegensatz zur Abgrenzung der Innenstadt im ISEK, ist der räumliche Umgriff des Innenstadtzentrums im BEZK auf den Handelsschwerpunkt der Innenstadt beschränkt. Er- kenntnisse sind nachfolgend in den Masterplan 3.0 eingeflossen. 2 Beteiligungsprozess Der Beteiligungsprozess für die Erarbeitung des ISEKs Innenstadt Bonn untergliedert sich in zwei Bausteine. Auf der einen Seite steht die Beteiligung von Politik und Verwaltung in Fokus und auf der anderen Seite die Beteiligung der Öffentlichkeit. Zu den Themen der Beteiligung zählen insbesondere die Information der Öffentlichkeit über die geplanten Projekte sowie die Mitwirkung zur SWOT-Analyse, den Leitmotiven und den daraus abgeleiteten Handlungsfel- dern inkl. Entwicklungszielen. Ziel ist es, die Ideen, Anregungen und Vorschläge der Öffentlich- keit zu erfassen und bei der ISEK-Erstellung zu berücksichtigen. Dadurch kann die Öffentlichkeit ihre lokalen Kenntnisse und Bedarfe für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt Bonn ein- bringen. Im Rahmen des ISEK-Erarbeitungsprozesses wurden drei verschiedene Beteiligungsformate durchgeführt, die nachfolgend kurz beschrieben werden. Über die Bausteine des Beteiligungs- konzeptes hatten zuvor der Beirat Bürgerbeteiligung, der Beirat für Kinder- und Jugendbeteili- gung sowie der Ausschuss Bürgerbeteiligung beraten und das entwickelte Konzept beschlos- sen. Eine Dokumentation der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung ist im Anhang beigefügt.Seite 17 von 111 7 Abbildung – Beteiligungskonzept ISEK Innenstadt BonnSeite 18 von 111 8 Öffentlichkeitsbeteiligung über die städtische Beteiligungsplattform bonn-macht-mit.de Im Zeitraum vom 21.05.2025 bis zum 04.06.2025 hatten die Bürger*innen und die Stadtteilak- teur*innen die Möglichkeit, sich auf der städtischen Beteiligungsplattform “Bonn macht mit” über das Vorhaben und erste Inhalte des ISEKs zu informieren sowie ihre Ideen und Anregun- gen dort zu formulieren. Öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt Parallel zur Beteiligung über “Bonn macht mit” wurde am 23.05.2025 ein öffentlicher Stadt- spaziergang durch die Bonner Innenstadt organisiert. Die Route des Spazierganges führte an den verschiedenen Projekten des ISEKs vorbei. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, Fra- gen zu den Projekten zu stellen und ihre Anregungen zu äußern. Bei einer Abschlussrunde wurden Karten zu der Verortung von Stärken und Schwächen sowie eine Maßnahmenkarte mit ersten Projektvorschlägen bereitgestellt, zu denen die Teilnehmenden ihre Anregungen ein- bringen konnten. Abbildung – Beteiligungsveranstaltung öffentlicher Stadtspaziergang 23.05.2025 Kinder- und Jugendbeteiligung Der Beirat Kinder und Jugendbeteiligung wurde über die Erstellung des ISEKs informiert und in die Ausgestaltung der vorgesehenen Formate zur Beteiligung Kinder und Jugendlicher einbe- zogen. In Kleingruppenarbeiten haben die Kinder und Jugendlichen weitere Empfehlungen abgegeben, die bei der Beteiligung berücksichtigt wurden. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wurde in Zusammenarbeit mit einer weiterfüh- renden Schule durchgeführt. Im Rahmen einer Projektstunde am 02.06.2025 hatten die Ju- gendlichen der Oberstufe des Beethovengymnasiums die Möglichkeit, Stärken und Schwächen der Innenstadt aus Ihrer Perspektive herauszuarbeiten und Ziele für eine zukünftige Entwick- lung der Projekte zu formulieren.Seite 19 von 111 9 3 Bestandsanalyse Die Grundlage für die Entwicklung von Leitmotiven, Handlungsfeldern und Entwicklungsstra- tegien bildet die Bestandsanalyse. Im Folgenden werden die bestehenden Stärken und Schwä- chen des Lupenraums textlich sowie räumlich in einer Stärken- bzw. Schwächenkarte darge- stellt. Stärken Zu den Stärken der Bonner Innenstadt zählen die bestehenden Grün- und Freiräume, wie bei- spielsweise der Hofgarten und der Stadtgarten. Sie sind wichtige Orte der Begegnung für un- terschiedliche Bevölkerungsgruppen und übernehmen damit eine soziale Funktion. Abbildung – Stärkenkarte ISEK Innenstadt BonnSeite 20 von 111 10 Darüber hinaus haben insbesondere die Freiräume eine positive Auswirkung auf das Stadt- klima. Auch der Rhein spielt eine zentrale Rolle in der Stadtentwicklung, da er den Bonner*in- nen und Besucher*innen als wichtiger Erholungsraum dient und Qualitäten für Freizeit, Woh- nen und Arbeiten schafft. Die Bonner Innenstadt zeichnet sich insgesamt durch ihre Belebtheit mit einer hohen Nut- zungsmischung, einem vielfältigen Einzelhandel im Innenstadtzentrum und ergänzenden Funk- tionen wie Kultur- und Gastronomieangeboten aus. Ihre identitätsstiftende Wirkung ergibt sich insbesondere aus ihrer Kompaktheit, den historischen Baubeständen sowie ihrer funktionalen Dichte und Vielfalt. Sie vereint die Funktionen Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Arbeiten, Bildung, Kultur und Tourismus. Hervorzuheben sind die vielfältige Einzelhandelsstruktur und, insbesondere in den Randbereichen des Innenstadtzentrums, viele spezialisierte und inhaber- geführte Einzelhandelsangebote neben den üblichen filialisierten Angeboten. Auch die Univer- sität als innerstädtischer Bildungsstandort ist ein wichtiger Impulsgeber für die Stadt und prägt mit dem Hauptgebäude des Schlosses am Hofgarten das Stadtbild. Angrenzend zum Einzelhan- delsschwerpunkt liegen vielfältige Wohnquartiere. Durch aktuell in der Umsetzung befindliche und geplante Projekte aus dem Masterplan 2.0 wird die Wohnqualität beispielsweise durch die Umgestaltung und Aufwertung der Bornheimer Straße, der Kölnstraße und des Stiftsplat- zes weiter verbessert. Schwächen Trotz dieser positiven Aspekte bestehen in der Bonner Innenstadt auch verschiedene Heraus- forderungen. So zeigen sich in mehreren Bereichen gestalterische Defizite im öffentlichen Raum. Insbesondere die fehlende Einheitlichkeit bei Materialien und Möblierung beeinträchtigt das Erscheinungsbild. Zusätzlich steht der Einzelhandel – trotz seiner bisherigen Stärke – zuneh- mend unter Druck, etwa durch den Wandel im Konsumverhalten und die Konkurrenz durch den Online-Handel. Als weitere Schwächen können die ungewisse Zukunft der großen Waren- und Bekleidungshäuser und die Beliebigkeit durch Filialisten in der Fußgängerzone aufgezählt werden. In den Fußgängerzonen wird somit ein vielfältiger Nutzungsmix sowie eine hohe Auf- enthaltsqualität, auch außerhalb vom Konsum, zunehmend wichtiger. Auch mangelt es an Anreizen und Strukturen für bürgerschaftliches Engagement in der Innen- stadtentwicklung. In einigen Bereichen wie der Rheingasse und der Rheinuferpromenade kommt es aufgrund der Ausrichtung auf den Kfz-Verkehr zu Konflikten zwischen den verschie- denen Verkehrsteilnehmenden. Darüber hinaus besteht Handlungsbedarf bei der Gestaltung und Vernetzung der Grün- und Freiräume sowie zur Optimierung der Nutzungsverflechtung und Verknüpfung der Lageberei- che insgesamt. Bestehende Grünflächen verfügen häufig über eine geringe Aufenthaltsqualität und sind gestalterisch sowie funktional unzureichend ausgebildet. Zudem besteht eine man-Seite 21 von 111 11 gelnde Vernetzung der Innenstadt zum Rhein. Die Zugänge zum Rhein sind nur begrenzt vor- handen, oft nicht barrierefrei und wenig einladend gestaltet. Der hohe Versiegelungsgrad in der Innenstadt trägt darüber hinaus zur Entstehung von Hitzeinseln in den Siedlungsräumen, Straßen und Plätzen bei und verstärkt die Belastung durch zunehmende Starkregenereignisse. Abbildung – Schwächenkarte ISEK Innenstadt Bonn 4 Leitmotive, Handlungsfelder und Entwicklungsziele Die Leitmotive der Stadtentwicklung des Masterplans Innere Stadt Bonn haben weiterhin Be- stand und werden im Zusammenhang mit der Betrachtung des Lupenraumes weiterentwi- ckelt. Der Fokus liegt auf den zwei Leitmotiven “Bonner Promenaden” und “Urbanes C”, de- nen jeweils Handlungsfelder und Entwicklungsziele zugeordnet werden.Seite 22 von 111 12 Abbildung – Leitmotive, Handlungsfelder und Entwicklungsziele Handlungsfeld Stärkung und Verbindung blau-grüne Bänder Das Handlungsfeld beinhaltet die Stärkung und Vernetzung von blau-grüner Infrastruktur in- nerhalb der Bonner Innenstadt. Hierzu zählen insbesondere Elemente wie bestehende Grün- und Freiflächen sowie Wasser- und Flussläufe sowie Regenwassermanagementsysteme. So trägt die Verbindung dieser Elemente dazu bei, städtische Hitzeinseln zu reduzieren, die Bio- diversität in der Stadt zu erhöhen und das Stadtklima allgemein zu verbessern. Ziel ist es, blau- grüne Korridore/Bänder zu schaffen, die die Bonner Innenstadt durchziehen und somit die Verbindung vom Rhein zur (Innen)Stadt stärken und die Resilienz der Innenstadt gegenüber dem Klimawandel und Extremwetterereignissen erhöhen. Weitere positive Effekte sind die Förderung sozialer Interaktion, indem die Aufenthaltsqualität an den verschiedensten Begeg- nungsorten erhöht wird. Somit spielt das Handlungsfeld eine zentrale Rolle im Rahmen einer nachhaltigen und lebenswerten Gestaltung der Bonner Innenstadt, um die Lebensqualität in urbanen Räumen zu verbessern. Die wesentlichen Entwicklungsziele sind nachfolgend aufge- führt: Vernetzung von Grünflächen und Freianlagen Reduzierung von innerstädtischen Hitze-Hot-Spots Umsetzung Regenwassermanagement im Sinne des Schwammstadtprinzips Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Schaffung von Aufenthaltsräumen für verschie- dene Nutzergruppen in der Innenstadt Erhöhung der Biodiversität in der StadtSeite 23 von 111 13 Verbesserung der Verkehrssituation für den Fuß- und Radverkehr, Reduzierung von Konflikten Verbesserung Barrierefreiheit Aufwertung der Verbindung zwischen Innenstadt und Rhein (Stadt zum Rhein) Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken Die Stärkung der Bonner Innenstadt sowohl funktional als auch sozial ist ein zentrales Hand- lungsfeld der zukünftigen Innenstadtentwicklung. Ein wesentliches Ziel ist die Innenstadt als lebenswerten, vielfältigen und attraktiven Ort für alle Menschen zur erhalten und weiterzu- entwickeln. Funktional bedeutet in diesem Zusammenhang die Infrastruktur, die Nutzungsviel- falt an Einzelhandelsgeschäften, Gastronomie, Dienstleistungen sowie öffentlichen Räumen so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Bevölkerung, der Besuchenden sowie den ansässi- gen Unternehmen entsprechen. In sozialer Hinsicht ist es ebenso wichtig, die Bonner Innen- stadt als Ort der Begegnung und des Austausches zu fördern. Dieser Ansatz stellt somit sowohl die Infrastruktur als auch das soziale Miteinander in den Mittelpunkt, um die Bonner Innen- stadt als Impulsgeber einer ganzheitlichen Stadtentwicklung nachhaltig zu sichern und weiter- zuentwickeln. Wesentliche Entwicklungsziele sind insbesondere: Förderung privaten Engagements Beteiligung und Einbindung der Öffentlichkeit, Stadtgesellschaft, Unternehmen, insti- tutioneller Partner*innen, Immobilieneigentümer*innen, Vereine und Initiativen so- wie Wirtschaft an den Prozessen der Innenstadtentwicklung Stärkung der Funktion der Bonner Innenstadt als Hauptgeschäftszentrum Förderung von Zusammenleben in der Innenstadt, Begegnungsräume schaffen Aufwertung öffentlicher Raum Gestaltung als Beitrag zur Imagebildung und -stärkung Sicherung und Weiterentwicklung eines attraktiven und zeitgemäßen Erscheinungsbil- des des öffentlichen Raums in der Bonner Innenstadt Übergeordnete Querschnittsziele Neben den Entwicklungszielen der beiden Handlungsfeldern sind der Klimaschutz und die Klimaanpassung sowie der Erhalt und die Stärkung des Innenstadtzentrums als übergeordnete Querschnittsziele zu nennen. Ziel ist es, die klimarelevanten Emissionen zu reduzieren und die Bonner Innenstadt an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen und die Resilienz zu stärken. Gleichzeitig soll die Innenstadt als vielfältiger, lebendiger und attraktiver Raum ge- stärkt werden und funktional wie gestalterisch aufgewertet werden. Sie sind zentrale Leitlinien des ISEKs und werden in allen Handlungsfeldern und Maßnahmen berücksichtigt. Somit tragen die übergeordneten Querschnittsziele dazu bei, die Bonner Innenstadt nachhaltig und zu- kunftsfähig weiterzuentwickeln.Seite 24 von 111 14 5 Maßnahmenkonzept Aufbauend auf den Ergebnissen der Analyse, der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie der Beteili- gung von Politik und Verwaltung umfasst das Maßnahmenkonzept alle Projekte, die dazu die- nen die beschriebenen Schwächen in der Bonner Innenstadt auszugleichen und die vorhande- nen Potenziale zu nutzen, um sie zukunftsfähig und resilient zu entwickeln. Abbildung Maßnahmenkonzept ISEK Innenstadt Bonn Der Maßnahmenplan bietet einen Überblick über alle Projekte, die räumlich verortet werden können. Eine detaillierte Vorstellung jeder Maßnahme erfolgt in Form von Projektsteckbriefen. Sie enthalten neben dem Projekttitel eine Kurzbeschreibung der Maßnahme inkl. besonderem Fokus auf das Thema Klimaschutz und Klimaanpassung. Zudem werden das zugeordnete Hand- lungsfeld sowie die Entwicklungsziele kurz aufgeführt. Des Weiteren enthalten die Steckbriefe kurze Informationen über mögliche Finanzierungszugänge, eine Kostenschätzung, die Zuord-Seite 25 von 111 15 nung zu einem federführenden Amt der Stadtverwaltung sowie zu den wesentlichen Baustei- nen der Öffentlichkeitsbeteiligung. Abschließend wird ein kurzer Ausblick auf die wichtigsten Meilensteine des Projektes gegeben. Die detaillierten Projektsteckbriefe sind im Anhang beigefügt. 6 Projektsteuerung und Umsetzung Projektkoordination- und Umsetzung Das vorliegende Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für den Lupenraum „In- nenstadt Bonn” zeigt die Fortführung des Stadterneuerungsprozesses der Bonner Innenstadt für einen Zeithorizont von 2026-2035 auf. Die aufgezeigten Entwicklungsstrategien und erar- beitenden Projektsteckbriefe sollen eine realistische Einschätzung zur Umsetzung der Maß- nahmen geben. Dabei sind Abhängigkeiten sowie Fortschritte weiterer Maßnahmen in der Bonner Innenstadt immer mit zu berücksichtigen Lenkungs- und Projektgruppe Masterplan Innere Stadt Bonn (verwaltungsintern) Die fachämter- und dezernatsübergreifenden Projekt- und Lenkungsgruppen sollen weiterhin viermal jährlich tagen und wichtige Grundsatzentscheidungen im Rahmen der Umsetzungs- phase treffen. Das Innenstadt- und Fördermanagement, das städtische Gebäudemanagement sowie die untere Denkmalbehörde begleiten intensiv diesen internen Abstimmungs- und Ar- beitsprozess. Projektbeirat Masterplan Innere Stadt 2.0 (Politik) Im Jahr 2022 wurde ein politischer Projektbeirat mit zehn politischen Vertreter*innen und Stellvertreter*innen vom Rat der Stadt Bonn beschlossen und eingerichtet. In den viermal jähr- lich stattfindenden Sitzungen des Projektbeirates zum Masterplan Innere Stadt Bonn werden die aktuellen Sachstände der einzelnen Maßnahmen des Masterplans begleitend vorgestellt und politisch beraten. Dies dient der Information der politischen Gremienmitglieder*innen und der Vorbereitung von Entscheidungen der gemäß Zuständigkeitsordnung bzw. Bezirkssat- zung zuständigen Gremien. Ziel ist eine möglichst enge Begleitung der Planungs- und Baupha- sen durch politische Vertreter*innen, um größtmögliche Transparenz (Planungsstand, Kosten- entwicklung und Zeitplan) herzustellen, um in konstruktiver Gesprächsatmosphäre aktuelle Fragestellungen der Projekte und der Gesamtmaßnahme zu erörtern und die weiteren Pro- jektschritte vorzubereiten. Der initiierte Beirat soll weiterhin viermal jährlich tagen und die Projekte des Lupenraumes ISEK Innenstadt Bonn weiterhin begleiten.Seite 26 von 111 16 Innenstadtmanagement Das Innenstadtmanagement Bonn begleitet aktuell koordinierend die Projekte des Master- plans und unterstützt die Stadtverwaltung intensiv in der Umsetzung der jeweiligen Einzel- maßnahmen. Ebenfalls bietet das Innenstadtmanagement - mit Sitz im Pavillon für Baukultur an der Budapester Straße - einen idealen zentralen Anlaufpunkt in der Bonner Innenstadt für Bürger*innen, Stakeholder*innen, Einzelhändler*innen und Gewerbetreibende sowie Immo- bilieneigentümer*innen und Stadtteilakteur*innen. Es soll im Rahmen der Umsetzung der zwölf Projekte des Maßnahmenkonzeptes weiterhin einen aktiven Part einnehmen.Seite 27 von 111 17 7 Maßnahmenliste Nr. Maßnahme Feder- führung Amt Umsetzungsphase Schätzung der Kosten Verteilung der Kosten Finanzierungszugang Phase 1 Phase 2 kon- sumtiv investiv 2026-2031 2032- 2035 Handlungsfeld Stärkung/ Verbindung blau-grüne Bänder 1 Rheinuferpromenade 3. BA 67 8.600.000 € FRL Städtebauförderung FRL Nahmobilität 2 Rheingasse 61 66 1.300.000 € FRL Städtebauförderung FRL Nahmobilität FöRi-kom-Stra 3 Kaiserplatz/Freianlagen 67 2.900.000 € FRL Städtebauförderung 4 Am Neutor/Kaiserplatz (Ver- kehrsanlagen) 61 66 1.000.000 € FRL Städtebauförderung Föri-kom-Stra 11 Opernvorplatz 67 Kosten noch nicht beziffer- bar FRL Städtebauförderung 12 Stockentor/Alter Zoll 2. BA 67 Kosten noch nicht beziffer- bar FRL StädtebauförderungSeite 28 von 111 18 Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken 5 Innenstadtmanagement (IM) und Öffentlichkeitsarbeit 61 995.000 € FRL Städtebauförderung 6 Verfügungsfonds 61 200.000 € FRL Städtebauförde- rung, Private 7 Gestaltungshandbuch Innen- stadt 61 220.000 € FRL Städtebauförderung 8 Zielbildprozess Innenstadt 03 61 IM 100.000 € FRL Städtebauförderung 9 Bespielung Kaiserplatz 03 61 IM 50.000 € FRL Städtebauförderung 10 Friedensplatz 66 67 6.790.00 € FRL Städtebauförderung Gesamtkosten ca. 22.155.000 €Seite 29 von 111 19 8 Anhang Projektsteckbriefe Dokumentation ÖffentlichkeitsbeteiligungSeite 30 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 1 Neugestaltung Rheinuferpromenade – 3. Bauabschnitt Nr. 1 Alter Zoll bis Zweite Fährgasse Handlungsfeld Stärkung und Verbindung blau grüne Bänder Zielsetzung Erhöhung der Aufenthaltsqualität für unterschiedliche Nutzergruppen Verbesserung der Verkehrssituation für den Fuß- und Radverkehr Umsetzung Schwammstadtprinzip/Klimaanpassung Kurzbeschreibung Der Rhein und seine Ufer sind in Bonn prägende Element der Freiraum- und Siedlungsstruktur und Anziehungspunkt für die Freizeit- und Erholungsnutzung für alle in Bonn lebenden Menschen. Je nach Ausprägung werden die Rheinufer zum Joggen, Fahrrad fahren, Sitzen, Ruhen oder Flanieren genutzt. Dabei nimmt das Rheinufer auch eine Schlüsselfunktion als Treff- und Kontaktpunkt für Menschen unterschiedlicher sozialer, kultureller und demographischer Bevölkerungsgruppen ein. Hier werden soziale Kontakte und Kommunikation, einschließlich kultureller Aktivitäten gefördert. Ein gesellschaftlicher Zusammenhang wird gestärkt. Die Aufenthaltsqualität soll unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Nutzergruppen gesteigert werden. Das Rheinufer soll zukünftig barrierefrei und orientierungssicher von Fußgänger*innen und Radfahrenden erreicht und genutzt werden können. Teilen des linken Bonner Rheinufers fehlt es an Attraktivität und die bauliche Gesamtsubstanz ist weder funktional noch gestalterisch zukunftsfähig. Das Rheinufer soll wieder ein Ort der regionalen Identifikation, der lokalen Geschichte und des kulturellen Erbes werden – eine Visitenkarte der Stadt. Hierzu ist es notwendig, vorhandene Defizite wie Anpassungen an den Klimawandel und Konflikte zwischen Auto-, Rad- und Fußgängerverkehr aufzuarbeiten. Außerdem müssen vorhandene Angsträume durch entsprechende Beleuchtung und gute Einsehbarkeit weitläufiger Bereiche aufgelöst werden. Darüber hinaus sind neue und zusätzliche attraktive Angebote zur Steigerung der Aufenthalts- und Begegnungsqualitäten erforderlich. Für den 1,5km langen Rheinuferbereich zwischen Rosental und Zweiter Fährgasse wurde in 2021 bereits ein landschaftsarchitektonisches Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Die weitere Ausarbeitung des Siegerbeitrags von Planorama Landschaftsarchitektur aus Berlin wurde bereits für den ersten und zweiten Bauabschnitt beauftragt. Mittlerweile befindet sich der erste Bauabschnitt in der Umsetzung. Der 2. Bauabschnitt soll ab Ende 2025 umgesetzt werden. Um die hoch frequentierte Rheinuferpromenade unterhalb der Innenstadt zu vervollständigen, soll auch im dritten Bauabschnitt zwischen Altem Zoll und Zweiter Fährgasse das Gestaltungskonzept des Siegerbeitrags aus dem Planungswettbewerb aufgenommen, im Detail weiter ausgearbeitet und umgesetzt werden. Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Wie bereits in der Aufgabenstellung des Wettbewerbs verankert, sind bei den Entwürfen die Auswirkungen des Klimawandels zu beachten. Die Berücksichtigung zunehmender Extremwetterereignisse, das Schwammstadt-Prinzip, ein angepasstes Regenwassermanagement sowie der Schutz und die schonende Nutzung von Biodiversität sind die hierfür geltenden allgemeinen stadt- und freiraumplanerischen Leitgedanken. Der aktuelle Versiegelungsgrad im Wettbewerbsgebiet soll für eine nachhaltige Stadtentwicklung konzeptabhängig deutlich verringert, der Anteil der Vegetationsflächen erhöht werden.Seite 31 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 2 Darüber hinaus soll der Anteil der Verschattung ausgeweitet und die Aufenthaltsqualität innerhalb der verschatteten Bereiche erhöht werden. In Fortführung des ersten und zweiten Bauabschnitts, sollen die befestigten Flächen des Promenadenbereichs in einem hellen Natursteinmaterial ausgeführt werden, welches die Fläche insgesamt optisch aufhellt und sich dadurch im Sommer weniger stark aufheizt. Zudem sind weitere Wasserelemente zur Abkühlung, wie eine Brunnenanlage auf der Platzfläche unterhalb der Ersten Fährgassen sowie ein Trinkwasserspender vorgesehen. Bei der Planung der Vegetationsflächen wird Wert auf eine vielfältige Bepflanzung gelegt. Die bildprägenden Grünflächen an der Rheinuferpromenade werden als pflegearme Gräser-Stauden- Pflanzung geplant. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Auswahl von trockenheitsresistenten und insektenfreundlichen Stauden und Gräsern gelegt. Für Baumneupflanzungen, die den vorhandenen Bestand ergänzen, werden unterschiedliche Klimabaumarten vorgesehen, welche im Frühsommer eine reiche Bienenweide sind. Die zusätzlichen Baumpflanzungen tragen dank Verschattung zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität insbesondere während Hitzeperioden bei. Das Gefälle der versiegelten Bereiche soll so ausgerichtet werden, dass möglichst wenig Niederschlag in die Kanalisation abgeleitet werden muss. Auch im Promenadenbereich soll das Gefälle so ausgerichtet werden, dass das Niederschlagswasser vorrangig in Beeten geleitet wird. Sofern diese gesättigt sind, wird überschüssiges Wasser über die Kante in den Rhein abgeführt. Die geplante Fahrradstraße und die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs tragen zur Mobilitätswende bei und ermöglichen einen emissionsarmen Erholungsraum am Rheinufer. Gesamtkosten (brutto): 8.600.000 € Beteiligungsbausteine: Beschlossenes Beteiligungskonzept liegt vor (Ds.-Nr. 200570) Geplante Beteiligungsbausteine aus Beteiligungskonzept: Moderierte Diskussions- und Fragerunde zur Entwurfsplanung, Infoveranstaltung zum Spatenstich, moderierter Baustellenrundgang, etc. Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung FRL Nahmobilität Sonstige Finanzierung Stimmen aus der Beteiligung: Siehe Anlage „Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung“ Federführung: Amt 67 Meilensteine Beginn Planung auf Grundlage des Siegerbeitrags Wettbewerb aus 2021 Beschluss ausführungsreife Entwurfsplanung bis Ende 2026 Weitere Planung und Ausarbeitung bis zur Bauvergabe bis 09.2027 Bauliche Umsetzung ab 2028Seite 32 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 3 Umbau Rheingasse Nr. 2 Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken Zielsetzung Verbindung zwischen Rhein und Innenstadt attraktiver gestalten Qualitäten für Umweltverbund erhöhen Kfz-Verkehre verträglich abwickeln Klima- und Aufenthaltsqualitäten erhöhen Kurzbeschreibung Die Rheingasse ist aktuell durch starke Versiegelung und eine an den Anforderungen des Kfz- Verkehrs orientierte Gestaltung geprägt. Ebenso sind die Anforderungen der anliegenden Oper und deren Ladelogistik zu berücksichtigen. Dabei hat sie auch für den Umweltverbund eine hohe Bedeutung und stellt aus gestalterischer Sicht das Bindeglied zwischen Rhein und Innenstadt dar (als Fortführung des Projekts „Uni trifft City“ aus dem Masterplan 2.0). Vor diesem Hintergrund zielt die Umgestaltung darauf ab, den Straßenzug gestalterisch aufzuwerten, an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen und die Verkehrsinfrastruktur an den Anforderungen der Verkehrswende auszurichten. Gem. politischem Beschluss (DS 231997) ist eine Einbahnstraßenführung für den Kfz-Verkehr in Richtung Innenstadt vorgesehen, in Richtung Rhein soll nur der Radverkehr auf einer gesonderten Spur zugelassen werden. Die Stadtverwaltung hat zunächst drei Varianten für die Beteiligung der Öffentlichkeit im Sommer 2024 ausgearbeitet. Auf Basis der Anregungen aus dem Beteiligungsprozess überarbeitet die Verwaltung die Planung, die in 2026 der Politik zum Beschluss vorgelegt werden soll. Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Das Projekt beinhaltet die Umverteilung der Verkehrsflächen zugunsten des Umweltverbunds und soll zu einer Verkehrswende und damit zum Klimaschutz beitragen. Bzgl. der Klimaanpassung sollen Flächen entsiegelt und Bäume (unter Berücksichtigung der Leitungen) gepflanzt werden, zudem fungiert das Projekt als Modellprojekt für die Erprobung von Schwammstadtelementen. Gesamtkosten (brutto): 1.300.000 € Beteiligungsbausteine: Abendveranstaltung, aufsuchende Beteiligung, Kinder- und Jugendbeteiligung, Onlinebeteiligung Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung FRL Nahmobilität Stimmen aus der Beteiligung : siehe Anlage „Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung“ Federführung: Amt 61, ab Vorplanung Amt 66 Meilensteine Projektauftakt: Juni 2023 Beschluss zur Einbahnstraßenführung und Öffentlichkeitsbeteiligung: März 2024 Öffentlichkeitsbeteiligung: Juni 2024 Beschluss zur Auswahl Vorzugsvariante: 2026 Beschluss Entwurfsplanung: 2027 Beschluss Ausführungsplanung: 2028 Start Umsetzung: 2030Seite 33 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 4 Kaiserplatz/ Freianlagen Nr. 3 Handlungsfeld Stärkung und Verbindung blau-grüne Bänder Zielsetzung Vernetzung von Grünflächen und Freianlagen Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Biodiversität in der Stadt Kurzbeschreibung Bei der Umgestaltung des Kaiserplatzes steht die Verbesserung der öffentlichen Räume, der innerstädtischen Verbindungen sowie die Aufwertung der Lagequalität in diesem Bereich der "Inneren Stadt" im Vordergrund. Der Kaiserplatz ist ein wichtiges Element kurfürstlicher Anlagen in der Achse vom kurfürstlichen Schloss über die Poppelsdorfer Allee, den Hofgarten bis zum Rhein. Er ist Bestandteil des eingetragenen Denkmals “Gesamtanlage Schloß Poppelsdorf "Clemensruhe", einschließlich Allee, Kaiserplatz” und dient zudem als wichtige Verbindung zwischen dem Bahnhof/ ZOB und der Universität/ Hofgarten. Gerade da es im zentralen Innenstadtbereich nur wenige Grünflächen gibt, kommt diesem Platz eine besondere Bedeutung als konsumfreier Aufenthalts- und Erholungsraum zu. Der Platz selbst ist bereits durch die große Rasenfläche und den parallelen Baumreihen vorwiegend grün geprägt. Ihm fehlt es jedoch an Attraktivität, die bauliche Gesamtsubstanz ist weder funktional noch gestalterisch zukunftsfähig. Hinzu kommen aufgrund der unzureichenden Struktur Probleme mit Vandalismus, fehlendem Sicherheitsgefühl und vorhandenen Angsträumen. Der Kaiserplatz soll wieder ein Ort der Identifikation werden. Hierzu ist es notwendig, die vorhandenen Defizite wie die vorhandene Angsträume durch entsprechende Beleuchtung und gute Einsehbarkeit aufzulösen, zusätzliche attraktive Aufenthaltsangebote für unterschiedliche Nutzergruppen zur Steigerung der Aufenthalts- und Begegnungsqualitäten anzubieten und auch weitere Beiträge zur Klimaanpassung zu integrieren. Konkrete Maßnahmen hierfür sollen u.a. die Schaffung von multifunktionalen Spielangeboten für Menschen mit Kindern sein, Nutzungsmöglichkeit der bisher abgesperrten Rasenfläche, Verbesserung der Beleuchtung zur Steigerung des Sicherheitsgefühls, Bereitstellung von attraktiven, konsumfreien Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten unterschiedlicher Nutzergruppen und Altersklassen, die Neugestaltung der vorhandenen befestigen Wegebereiche und die Erweiterung der Vegetationsstrukturen mit pflegearmen Staudenpflanzungen sowie ggf. Ergänzung einzelner Baumpflanzungen. Zudem sollen die vorhandene Brunnenanlage erneuert und auch ein Trinkwasserspender aufgestellt werden. Die vorhandene Fahrradabstellanlage soll der künftigen Gestaltung entsprechend integriert und neu geordnet werden. Die Umsetzung der Maßnahmen soll mit einem Qualifizierungsverfahren über den gesamten Kaiserplatz inkl. der Verkehrsanlagen (Projektstechbrief Nr. 3 und 4) eingeleitet werden. Die bauliche Umsetzung soll dann abschnittsweise erfolgen, wonach sich ein Bauabschnitt auf die Grün-und Freiflächen konzentriert (Projektsteckbrief Nr. 3) und ein Bauabschnitt auf die Verkehrsflächen der Straßen Kaiserplatz und Am Neutor (Projektsteckbrief Nr. 4).Seite 34 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 5 Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Die Berücksichtigung zunehmender Extremwetterereignisse, das Schwammstadt-Prinzip, ein angepasstes Regenwassermanagement sowie der Schutz und die schonende Nutzung von Biodiversität sind die hierfür geltenden allgemeinen stadt- und freiraumplanerische Leitgedanken. Bei der Planung der Vegetationsflächen wird Wert auf eine vielfältige Bepflanzung gelegt. Ergänzenden Staudenflächen werden als pflegearme Stauden-Pflanzung geplant. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Auswahl von trockenheitsresistenten und insektenfreundlichen Stauden gelegt. Für Baumneupflanzungen, die den vorhandenen Bestand ergänzen, werden Klimabaumarten vorgesehen, welche eine reiche Bienenweide sind. Einzelne Baumneupflanzungen tragen dank Verschattung zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität insbesondere während Hitzeperioden bei. Das Gefälle der versiegelten Bereiche soll so ausgerichtet werden, dass möglichst wenig Niederschlag in die Kanalisation abgeleitet werden muss und vorrangig in den vorhandenen und neuen, erweiterten Grünflächen versickern kann. Nur sofern diese gesättigt sind, wird überschüssiges Wasser in den Kanal abgeführt. Gesamtkosten (brutto): 2.900.000 € Beteiligungsbausteine: Komplexes Beteiligungsverfahren Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung Sonstige Finanzierung Stimmen aus der Beteiligung: siehe Anlage „Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung“ Federführung: Amt 67 Meilensteine Grundlagenermittlung, Qualifizierungsverfahren und weitere Planung bis 2028 Beschluss ausführungsreife Entwurfsplanung bis Ende 2029 Weitere Planung und Ausarbeitung bis Bauvergabe bis 09.2030 Bauliche Umsetzung ab 2031Seite 35 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 6 Am Neutor /Kaiserplatz (Verkehrsanlagen) Nr. 4 Handlungsfeld Stärkung und Verbindung blau-grüne Bänder Zielsetzung Verbesserung der Verkehrssituation für den Fuß- und Radverkehr Erhöhung der Aufenthaltsqualität Kurzbeschreibung Die Achse Am Neutor/ Kaiserplatz ist ein zentraler Ort in der Bonner Innenstadt, der eng mit der Entwicklung der Stadt verbunden ist. So wurde der Platz im 19. Jahrhundert als wichtiger Verkehrsknotenpunkt und öffentlicher Raum gestaltet. Im Laufe der Jahre hat sich das Erscheinungsbild jedoch vielmals gewandelt. Der enge Straßenraum an der Straße Am Neutor stellt eine große Herausforderung angesichts einer potenziellen Umgestaltung dar. Insbesondere für die fußläufige Erreichbarkeit der Innenstadt ist die Achse zwischen Münsterplatz und Kaiserplatz in Verlängerung zur Poppelsdorfer Alle und der Bonner Südstadt eine wichtige Verbindung. Ebenso hoch ist die Bedeutung für das Radverkehrsnetz, da der Kaiserplatz und die Straße Am Neutor wichtige Bestandteile von Radpendlerrouten darstellen (s.Radverkehrsnetz Bonn 2023). Sie dienen als zentrale Zufahrt für den angrenzenden HBF und Busbahnhof (ZOB), der in den nächsten Jahren komplett neu gestaltet werden soll. Zudem fließen über die Straße Am Neutor die Kfz-Verkehre aus der Marktgarage und die Lieferverkehre insbesondere aus der südlichen Fußgängerzone ab. Am Kaiserplatz befinden sich aktuell Pausenplätzen der Regionalbuslinien, die es bei einer zukünftigen Planung zu berücksichtigen gilt. Die Verkehrsanlagen am Kaiserplatz sowie die Straße am Neutor weisen erhebliche städtebauliche Defizite auf. Möblierung und Oberflächenmaterialien sind nicht mehr zeitgemäß. Werden die Ausstiegshaltestellen und Pausenplätze erhalten, sollten sie barrierefrei ausgebaut werden. Ebenso ist die heutige Radverkehrssituation deutlich verbesserungswürdig, da die Radverkehrsführung in einer Richtung auf einem Radweg verläuft, der teilweise nicht als Radweg erkennbar und ohne Sicherheitstrennstreifen ausgeführt ist und in die andere Richtung auf der Fahrbahn verläuft. Insgesamt soll der Kaiserplatz durch die Neugestaltung ein Ort werden, der die historische Bedeutung würdigt und gleichzeitig den modernen Ansprüchen der Nutzerinnen und Nutzer gerecht wird. Die Umsetzung der Maßnahmen soll mit einem Qualifizierungsverfahren über den gesamten Kaiserplatz inkl. der Verkehrsanlagen (Projektstechbrief Nr. 3 und 4) eingeleitet werden. Die bauliche Umsetzung soll dann abschnittsweise erfolgen, wonach sich ein Bauabschnitt auf die Grün-und Freiflächen konzentriert (Projektsteckbrief Nr. 3) und ein Bauabschnitt auf die Verkehrsflächen der Straßen Kaiserplatz und Am Neutor (Projektsteckbrief Nr. 4). Letzterer ist abhängig vom Neubau des Busbahnhofs (ZOB), da der Bereich während der Baumaßnahme des ZOB für Ersatzhaltestellen dienen soll. Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Entsiegelungsmaßnahmen und beispielsweise die Neupflanzung von Bäumen können als wichtige Schwammstadtelemente denkbar sein, um eine klimaangepasste und resiliente Gestaltung der Verkehrsanlagen zu erzielen. Dabei muss die Funktion von Fuß-, Rad-, Liefer- und Busverkehr weiterhin gegeben sein.Seite 36 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 7 Gesamtkosten (brutto): 1.000.000 € Beteiligungsbausteine: Onlinebeteiligung Aufsuchende Beteiligung Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung FRL Nahmobilität FöRi-kom-Stra Stimmen aus der Beteiligung: siehe Anlage „Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung“ Federführung: Amt 61, ab Vorplanung Amt 66 Beteiligt: Amt 03 Meilensteine Qualifizierungsverfahren und Planungsphase: 2027-2031 Umsetzungsphase: ab 2032 ff. (Abhängigkeit Neubau ZOB)Seite 37 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 8 Fortführung Innenstadtmanagement und Öffentlichkeitsarbeit Nr. 5 Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken Zielsetzung Stärkung der Innenstadt Vernetzen der innenstadtrelevanten Akteure Kurzbeschreibung Eine Fortführung des Innenstadtmanagements (IM) Bonn ist ab 2027 im Rahmen des Masterplans Innere Stadt 3.0 vorgesehen, da sich die Arbeit eines Innenstadtmanagements für das Bonner Zentrum seit dem Jahr 2023 erfolgreich etabliert hat. Mit der Vor-Ort-Präsenz im Pavillon für Baukultur an der Budapester Straße - direkt in der Bonner Innenstadt gelegen - ist das IM zu einem wichtigen „Kümmerer“ und Ansprechpartner Vor-Ort geworden, der eine zentrale Netzwerkfunktion für die Innenstadtrelevanten Akteure übernimmt und die Verbindung zur Stadtverwaltung schafft. Das Vernetzen der Akteure und das Nutzen dieser aufgebauten Strukturen, Beteiligungsformate und Netzwerke soll auch weiterhin als wesentliche Aufgabe des IM bestehen bleiben. Das übergeordnete Ziel ist dabei, die gemeinsame positive Einflussnahme auf den innerstädtischen Strukturwandel und den Erhalt einer lebendigen und attraktiven Bonner City im Angesicht wirtschaftlicher und klimatischer Herausforderungen. Da dank der Städtebauförderung von 2023 bis 2026 mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Masterplan 2.0 und 3.0 eine bauliche Umgestaltung/Aufwertung der Innenstadt einhergeht, soll das IM diesen Prozess weiter begleiten und regelmäßig über die baulichen Entwicklungen informieren. Die Betreuung des Verfügungsfonds in den Themenbereichen Einzelhandel, Klima und Modernisierung sowie Wohnen und Zusammenleben ist eine zentrale Aufgabe des IM. Ein neuer wichtiger Schwerpunkt des zukünftigen IM wird die Organisation und Begleitung des Projektes „Zielbildprozesses Innenstadt Bonn“ sein (siehe Projektsteckbrief Nr. 8). Das Innenstadtmanagement soll an ein externes Unternehmen vergeben werden. Es werden Personal- und Sachkosten für eine Laufzeit von 4 Jahren angesetzt sowie ein Budget für die Öffentlichkeitsbeteiligung für Material- und Sachkosten. Der Standort des Innenstadtmanagements soll weiterhin der Pavillon für Baukultur an der Budapester Straße 7 sein, der als städtische Liegenschaft zur Verfügung gestellt wird. Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Die Zukunft der Bonner Innenstadt soll klimaresilient und biodivers sein, sodass sich dementsprechend viele Themen des Innenstadtmanagements mit diesem Bereich befassen werden. Gesamtkosten (brutto): 955.000 € Personal- und Sachkosten 40.000 € Öffentlichkeitsarbeit Beteiligungsbausteine: Unterschiedliche Dialog- und Beteiligungsformate Runde Tische der Stakeholder (Immobilieneigentümer, Handelsunternehmen, Gastronomen, Dienstleister, Bewohner*innen) themenbezogene gemeinsame Veranstaltungsformate der StakeholderSeite 38 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 9 Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung Stimmen aus der Beteiligung: siehe Anlage „Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung“Federführung: Amt 61 und Amt 03 Meilensteine Laufzeit 4 Jahre: 2027 – 2030Seite 39 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 10 Verfügungsfonds Innenstadt Bonn Nr. 6 Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken Zielsetzung Förderungen von gemeinnützigen Projektideen und bürgerschaftlichem Engagement Kurzbeschreibung Mit dem Masterplan Innere Stadt 2.0 wurde ein Verfügungsfonds eingerichtet, welcher im Rahmen des Masterplans 3.0 fortgeführt werden soll. Da der Verfügungsfonds sehr gut angenommen worden ist, soll dieser auch weiterhin die Bonner*innen, Vereine und Institutionen dabei unterstützen, ihre Projektideen für die Innenstadt verwirklichen zu können. Die Projekte sollen sich auf drei Themenfelder konzentrieren: - Einzelhandel, - Klimaschutz und Klimaanpassung sowie - Integration, Teilhabe und Begegnung Sowohl Privatpersonen als auch Vereine oder Firmen können Anträge stellen. Es handelt sich um die finanzielle Förderung von Projekten, die von Personen oder Organisationen im Fördergebiet selbst eingebracht und umgesetzt werden. Für die Förderung der einzelnen Projekte stehen für den gesamten Zeitraum (2027 bis 2030) samt einzubringenden Eigenmitteln insgesamt 100.000 € zur Verfügung. Ebenfalls sollen weitere 50 % der Verfügungsfonds über Eigenmittel und Mittel Dritter eingebracht werden (s. Förderrichtlinie Städtebauförderung), so dass effektiv 200.000 € für Investitionen im Rahmen der Verfügungsfonds für 4 Jahre zur Verfügung stehen. Der Verfügungsfonds wird durch das Innenstadtmanagement begleitet und verwaltet. Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Durch den Verfügungsfonds sollen explizit Projektideen aus dem Bereich „Klimaschutz und Klimaanpassung“ unterstützt werden. Gesamtkosten (brutto): 100.000 € 100.000 € kommunale Mittel oder Mittel Dritter Beteiligungsbausteine: Unterschiedliche Dialog- und Beteiligungsformate Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung Stimmen aus der Beteiligung: Keine Anmerkungen Federführung: Amt 61 und Amt 03 Meilensteine Laufzeit 4 Jahre: 2027 – 2030Seite 40 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 11 Gestaltungshandbuch Bonn-Innenstadt für den öffentlichen Raum Nr. 7 Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken Zielsetzung Gestaltung als Beitrag zur Imagebildung und –stärkung Aufwertung des Stadtbildes Vereinfachung von Planungsprozessen Kurzbeschreibung Zielsetzung des Gestaltungshandbuchs ist die Sicherung und Weiterentwicklung eines attraktiven und zeitgemäßen Erscheinungsbildes des öffentlichen Raums in der Bonner Innenstadt. Mit der Sicherung des attraktiven Erscheinungsbildes soll ein Impuls für die positive Weiterentwicklung der Nutzung der Innenstadt durch Gastronomie und Einzelhandel, Tourismus, Kultur, Bildung, Wohnen und Arbeiten erfolgen. Mit einer systematischen Erfassung sind neben dem positiven Erscheinungsbild, Synergien im Sinne einer gezielten Schärfung des Gestaltungsprofils und der Vereinheitlichung der Gestaltung und Ausstattungselementen wie beispielsweise Oberflächenmaterial, Bänke, Begrünungselemente, Radabstellanlagen, etc. zu prüfen und anzustreben. Dazu ist für das Handbuch, aufbauend auf den örtlichen Gegebenheiten, ein Gestaltungskonzept und ein Gestaltungskatalog zu entwickeln. Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Der öffentliche Raum spielt eine große Rolle in der Klimaanpassung und der Förderung einer biodiversen Stadtnatur. Neben der atmosphärischen Aufenthaltsqualität spielt auch die thermische Aufenthaltsqualität eine große Rolle. Durch eine Standardisierung und Vereinheitlichung von möglichen Maßnahmen, wird neben dem Straßen- und Ortsbild und den anderen Anforderungen an den öffentlichen Raum auch das Thema Klimaanpassung und Förderung der Biodiversität wesentlich nach vorne gebracht sowie einheitliche und abgestimmte Gestaltungsleitlinien geschaffen. Gesamtkosten (brutto): 220.000 € Beteiligungsbausteine: Information der Öffentlichkeit Städtebau- und Gestaltungsbeirat Information Konsultationskreis Arbeitskreis Verwaltung und Stadtwerke Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung Stimmen aus der Beteiligung: siehe Anlage „Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung“ Federführung: Amt 61 Meilensteine Ausschreibung der Leistungen - ab Mitte des Jahres 2026 Analyse Konzept und Katalog Beteiligung und Koordination Dokumentation und Handbuch - bis Ende des Jahre 2027Seite 41 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 12 Zielbildprozess Innenstadt Bonn Nr. 8 Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken Zielsetzung Stärkung der Funktion der Bonner Innenstadt als wichtiges Zentrum Kurzbeschreibung Im Rahmen des Formates der Bonner Citykonferenzen wurde deutlich, dass es an einer klaren Vision/ eines klaren Zielbildes für die Entwicklung der Bonner Innenstadt mangelt. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Bonner Citykonferenz saßen unterschiedliche Akteurinnen und Akteure der Innenstadt zusammen und haben über Entwicklungen und Lösungen für aktuelle Herausforderungen der Transformation der Bonner Innenstadt diskutiert. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass die Akteur*innen in der Innenstadt, vor allem die in der Innenstadt ansässigen Unternehmen, die institutionellen Partner*innen sowie die Immobilieneigentümer*innen, ein gemeinsames und präzises Zielbild für die Bonner Innenstadt entwickeln. Es sollen verschiedene Themenwelten betrachten werden. So ein Prozess bietet eine geeignete Plattform für einen breit angelegten Diskussions- und Beteiligungsmöglichkeit zur Transformation der Bonner Innenstadt. Der Abschluss des Prozesses ist beispielsweise im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung möglich. Aus dem erarbeiteten Zielbild werden die Akteur*innen der Innenstadt im Anschluss die Strategien weiterentwickeln und implementieren, sodass die Umsetzung des Zielbildes weniger allein über die Stadtverwaltung erfolgt als vielmehr insbesondere über die Akteur*innen der Stadtgesellschaft in der Innenstadt. Die Organisation und Umsetzung des Zielbildprozesses bildet dabei einen wichtigen Baustein im Rahmen des Portfolios des Innenstadtmanagements und soll durch ein externes Büro begleitet werden. Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Die Zukunft der Bonner Innenstadt soll klimaangepasst, klimaresilient und biodivers sein, sodass dieses zentrale Querschnittsthema auch im Zielbildprozess betrachtet wird. Gesamtkosten (brutto): 100.000 € (Sach- und Personalkosten) Beteiligungsbausteine: Unterschiedliche Dialog- und Beteiligungsformate wie beispielsweise Onlinebeteiligung über „Bonn macht mit“, City-Konferenzen oder die Beteiligung der Stakeholder: Immobilieneigentümer, Handelsunternehmen, Gastronomen, Dienstleister, Bewohner*innen Vor-Ort-Formate auf Straßen und Plätzen Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung Stimmen aus der Beteiligung: siehe Anlage „Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung“ Federführung: Amt 61 und Amt 03Seite 42 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 13 Meilensteine 2027 Vorbereitungsphase 2027- 2028 Beteiligungsphase 2028 Aufbereitung der Ergebnisse und PräsentationSeite 43 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 14 Bespielung Kaiserplatz Nr. 9 Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken Zielsetzung Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Schaffung von Aufenthaltsräumen für verschiedene Nutzergruppen Kurzbeschreibung Die unterschiedlichen Nutzergruppen stellen differenzierte Bedürfnisse an diesen öffentlichen Raum. Mit dieser Ausgangslage beschäftigt sich seit dem Jahr 2022 ein sogenannter „Runder Tisch Kaiserplatz” aus unterschiedlichsten Mitgliedern (Anwohner*innen, Verbände und Vereine, Stadtverwaltung, Polizei, Politik, Kirche und Universität, etc.), der sechs verschiedene Themenbereiche als Herausforderungen identifiziert hat: 1. Drogenkonsum und Zusammenhänge 2. Sicherheit 3. Hofgarten/Universität 4. Verkehr 5. Gestaltung 6. Belebung und Nutzung des Platzes Das Ziel des Projektes besteht darin neue Impulse durch unterschiedlichste kleinere Maßnahmen im Vorfeld eines möglichen Umbaus des Kaiserplatzes (siehe Projektsteckbriefe Nr. 3 und 4) in Anlehnung an die Anregungen des „Runden Tisches Kaiserplatzes“ zu setzen. Im Rahmen eines überschaubaren Zeithorizontes sollen innerhalb der nächsten drei Jahre erste konkrete Projektideen aus der Ideensammlung umgesetzt werden. Die Umsetzung der Maßnahmen soll federführend durch das Innenstadtmanagement in Kooperation mit den Mitgliedern des „Runden Tisches Kaiserplatz” organisiert und begleitet werden. Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Das Thema Klimaschutz und Klimaanpassung wird als übergeordnetes Querschnittsthema im Rahmen der Projektentwicklung stets mitberücksichtigt. Gesamtkosten (brutto): 50.000 € (Sachkosten) Beteiligungsbausteine: Veranstaltungen, Workshops Dialogformate Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung Stimmen aus der Beteiligung: Keine Anmerkungen Federführung: Amt 61 und Amt 03 Meilensteine Umsetzungsphase Mitte 2026 bis 2028Seite 44 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 15 Friedensplatz Nr. 10 Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken Zielsetzung Verbesserung Barrierefreiheit Erhöhung der Aufenthaltsqualität für unterschiedliche Nutzergruppen Kurzbeschreibung Der Friedensplatz in der Bonner Innenstadt bildet eine Verlängerung der Fußgängerzone in Richtung Nordstadt/Stadthaus. Ab Mitte der 1980er Jahre wurde der Friedensplatz vollständig nach den Plänen des Architekten Joachim Schürmann neugestaltet und eine Tiefgarage entstand unterhalb des Platzes. Bedeutende gestalterische Elemente sind der extra für den Platz entworfene Labyrinthbrunnen, der am nördlichen Rand des Platzes beginnt, der Baumbestand und die Haltestellen des lokalen und regionalen Busverkehrs im Westen des Platzes. Aufgrund der zentralen Lage in der Bonner Innenstadt sowie der hohen Frequentierung treten hier vermehrt Konflikte zwischen Fuß-, Rad-, Liefer- und Busverkehr auf. Aktuell weist der Platz städtebauliche Defizite auf, die im Rahmen einer Neugestaltung behoben werden sollen. Zu nennen ist hier beispielsweise die Ausstattung der Buswartehallen (Überdachung sowie Sitzplätze), die erneuerungsbedürftig erscheinen. Zudem ist das Thema Verbesserung der Barrierefreiheit detailiert zu betrachten, da der Platz aktuell durch unterschiedliche Höhenstufen geteilt ist. Aufgrund der Tiefgarage und der Nutzung des Platzes für Veranstaltungen (insbesondere zum Weihnachtsmarkt usw.) und als Nutzung für die Außengastronomie gestaltet sich eine klimagerechte Neugestaltung unter Berücksichtigung des Urheberrechtes und weitreichende Entsiegelung des Platzes als schwierig. Im ersten Schritt ist ein Konzeptentwicklung notwendig, die sich beispielsweise mit den Themen der Anpassung des Oberflächenmaterials oder der Vergrößerung von Baumscheiben sowie neuer Möblierungselemente auseinandersetzt. Das „Gestaltungshandbuch Bonn Innenstadt für den öffentlichen Raum“ (siehe Projekt Nr.7) soll dabei eine wichtige Grundlage für die wesentlichen Gestaltungsmerkmale in einem Qualifizierungsverfahren bieten. Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Das Thema Klimaschutz und Klimaanpassung wird als übergeordnetes Querschnittsthema im Rahmen der Neugestaltung mit berücksichtigt. Gesamtkosten (brutto): 6.790.000 € Beteiligungsbausteine: Sind im Rahmen der weiteren Planung zu definieren Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung FRL Nahmobilität Sonstige Finanzierung Stimmen aus der Beteiligung: siehe Anlage „Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung“Radweg Richtung Innenstadt wichtig! Federführung: Amt 66 und Amt 67Seite 45 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 16 Meilensteine Entwurfsplanung bis 09/2027 Weitere Planung und Ausarbeitung bis zur Bauvergabe bis 09/2030 Bauliche Umsetzung ab 2031 (letztes mögliches Antragsjahr sowie Abhängigkeit Neubau ZOBSeite 46 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 17 Opernvorplatz Nr. 11 Handlungsfeld Stärkung und Verbindung blau grüne Bänder Zielsetzung Erhöhung der Aufenthaltsqualität für unterschiedliche Nutzergruppen Umsetzung Schwammstadtprinzip/Klimaanpassung Kurzbeschreibung Der Opernvorplatz stellt eine wichtige Verbindung zwischen der Rheinuferpromenade und der Bonner Innenstadt dar. Über die Straßenzüge Am Boeselagerhof gelangt man durch die Brüdergasse direkt zum Bonner Marktplatz. Die südwestlich vom Platz gelegene, barrierefrei ausgebaute Bushaltestelle „Bonn Opernhaus“ wird insbesondere von Veranstaltungsgästen genutzt. Unterhalb des Platzes befindet sich die „Operngarage“, die vom Brassertufer aus erschlossen wird. Aufgrund der ebenerdigen Zufahrt der Garage, ist der Opernplatz fußläufig ausschließlich über eine Treppenanlage an das Rheinufer angeschlossen. Da der Platz direkt an die Berliner Freiheit/ Kennedybrücke angrenzt, ist von einer erhöhten Verkehrslärmbelastung auszugehen. Bei Veranstaltungen in der Oper reichen die vorhandenen Radabstellanlagen oftmals nicht aus. Im Rahmen des Wettbewerbs zur Neugestaltung der Rheinuferproemande in 2021 sollten konzeptionelle Ideen für den Platz entwickelt werden, um auch hier die Aufenthaltsqualität zu steigern und die Gestaltung zu qualifizieren. Dabei wurden die dort stattfindenden Veranstaltungen, wie bspw. das Sommerfestival OpernRasen oder die jährlich stattfindenden Bonner Wirtschaftsgespräche, berücksichtigt. Ziel ist eine Neugestaltung des Platzes, die eine stärkere Verbindungsfunktion zwischen Innenstadt und Rhein schafft. Aktuell wurde durch die Entfernung der Eiben, welche als Toiletten und Fixerstuben genutzt wurden und einer Aufwertung durch das Anpflanzen von Stauden und Bäumen, der Opernvorplatz bereits aufgewertet. Da dieser mit einer Tiefgarage unterbaut ist, ist die Umsetzung des Schwammstadtprinzips darüber hinaus gering möglich bzw. die vorhandene Dachbegrünung ist bereits der umsetzbare Anteil. Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Im Rahmen der Neugestaltung sind die Auswirkungen des Klimawandels zu beachten. Die Berücksichtigung zunehmender Extremwetterereignisse, ein angepasstes Regenwassermanagement sowie der Schutz und die schonende Nutzung von Biodiversität sind die hierfür geltenden allgemeinen stadt- und freiraumplanerische Leitgedanken. Gesamtkosten (brutto): Aktuell nicht bezifferbar € Beteiligungsbausteine: Moderierte Diskussions- und Fragerunde zur Entwurfsplanung Infoveranstaltung zum Spatenstich, moderierter Baustellenrundgang, etc. Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung Stimmen aus der Beteiligung:Seite 47 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 18 siehe Anlage „Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung“ Federführung: Amt 67 Meilensteine Planungsphase bis 2031 ff. Bauliche Umsetzung nach Fertigstellung Sanierung Bonner OperSeite 48 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 19 Grünfläche Stockentor bis Alter Zoll – 2. Bauabschnitt Nr. 12 Handlungsfeld Stärkung und Verbindung blau grüne Bänder Zielsetzung Aufwertung der Verbindung zwischen Innenstadt und Rhein Erhöhung der Biodiversität in der Stadt Kurzbeschreibung Neben gestalterischen und funktionalen Defiziten direkt an der Rheinpromenade fehlen auch attraktive Verbindungen von der Innenstadt an den Rhein, was die Zugänglichkeit für unterschiedliche Nutzergruppen deutlich erschwert. Ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Verknüpfung leistet die Stärkung der Zugänglichkeit des Rheins zwischen dem Bischofsplatz und dem Alten Zoll. Der Durchgang der Universität an der Stockenstraße bekommt somit eine besondere Bedeutung und kann als Eingangstor zur City dienen. Die Wegeverbindung entlang der südlichen Schlossfassade vom Stockentor bis zum Alten Zoll ist als schmaler, heterogener Bereich der Universität vorgelagert, dessen direkte Verbindung am Koblenzer Tor durch die Adenauerallee unterbrochen wird. Die Weiterführung zum Alten Zoll ist gestalterisch uneindeutig gelöst. Ziel ist eine großzügige urbane Wegeverbindung entlang der Schlossfassade mit hohem Repräsentationswert, die in direkter Verlängerung über die Adenauerallee führt und angrenzende Nutzungen wie die Universität, den Stadtgarten, den U- Bahneingang oder die Bastion auf dem Alten Zoll gestalterisch einbindet. Räumlich wird so die historisch wertvolle sowie städtebaulich markante Schlossachse fortgesetzt. Das Projekt I3 „Neugestaltung der Grünfläche Stockentor bis Alter Zoll“ sollte ursprünglich bereits im Rahmen des Masterplans Innere Stadt Bonn 1.0 umgesetzt werden. Aufgrund von unvorhergesehenen, zusätzlichen Baumaßnahmen am Universitätsgebäude durch das Land, konnte die Umsetzung der Gesamtmaßnahme nicht durchgeführt werden, da Teile der zukünftigen Promenade mit Baustelleneinrichtungsflächen belegt sind. Aus diesem Grund wurde die Gesamtmaßnahme in zwei Bauabschnitte unterteilt. Mit dem Ausbau des zweiten Bauabschnittes wird so das Gesamtkonzept zur Aufwertung und Verbesserung der Verknüpfung von Innenstadt und Rhein vollständig umgesetzt. Der Großteil der baulichen Umsetzung des ersten Bauabschnitts erfolgte bis 2022. Mit dem zweiten Bauabschnitt wird die wesentliche Wegeverbindung entlang der südlichen Schlossfassade vom Stockentor bis zum Alten Zoll hergestellt. Räumlich wird die historisch wertvolle sowie städtebaulich markante Schlossachse fortgesetzt. Von dem Regina-Pacis-Weg/ Stockentor soll man zukünftig auf eine über 18 m breite, großzügig gestaltete Promenade geleitet werden, die am oberen Ende durch die gradlinige Führung eine Sichtverbindung zum Alten Zoll und dem Rhein herstellt. Ein neuer Bodenbelag aus Naturstein führt die Materialität aus dem Hofgarten fort. In unregelmäßigen Abständen unterbrechen Edelstahlbänder den Belag und führen als Elemente, die eine Assoziation durch das Glitzern mit Wasser herstellen, zum Rhein. Eine attraktive Querung für den Fuß- und Radverkehr über die Adenauerallee wird angestrebt. Die attraktive Gestaltung dieser Promenade wird durch abwechslungsreiche Pflanzbeete begleitet. In freiem Rhythmus wechseln sich Streifen aus extensiven und blühenden Staudenmischpflanzungen, Rasenflächen sowie niedrigen geschnittenen Hecken ab. Ergänzt werden die Vegetationsflächen durch einzelne Sitzelemente aus Naturstein, welcher derSeite 49 von 111 Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang Projektsteckbriefe 20 denkmalschutzwürdigen Gestaltung Rechnung tragen und sich in vielfältiger sowie zeittypischer Form wiederfinden. Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung Die Berücksichtigung zunehmender Extremwetterereignisse, das Schwammstadt-Prinzip, ein angepasstes Regenwassermanagement sowie der Schutz und die schonende Nutzung von Biodiversität sind die hierfür geltenden allgemeinen stadt- und freiraumplanerische Leitgedanken. Der aktuelle Versiegelungsgrad in diesem Bereich soll für eine nachhaltige Stadtentwicklung verringert und der Anteil der Vegetationsflächen erhöht werden. Darüber hinaus soll der Anteil der Verschattung ausgeweitet und die Aufenthaltsqualität innerhalb der verschatteten Bereiche erhöht werden. In Fortführung des ersten Bauabschnitts, sollen die befestigten Flächen an der Schlossachse in einem nachhaltigen Natursteinmaterial ausgeführt werden. Bei der Planung der Vegetationsflächen wird Wert auf eine vielfältige und regionale Bepflanzung gelegt. Die bildprägenden, ergänzenden Staudenflächen entlang der neuen Wegeachse werden als pflegearme Stauden-Pflanzung geplant. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Auswahl von trockenheitsresistenten und insektenfreundlichen Stauden gelegt. Für Baumneupflanzungen, die den vorhandenen Bestand ergänzen, werden Klimabaumarten vorgesehen, welche eine reiche Bienenweide sind. Die zusätzlichen Baumpflanzungen tragen dank Verschattung zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität insbesondere während Hitzeperioden bei. Das Gefälle der versiegelten Bereiche soll so ausgerichtet werden, dass möglichst wenig Niederschlag in die Kanalisation abgeleitet werden muss und vorrangig in den vorhandenen und neuen Grünflächen versickern kann. Nur sofern diese gesättigt sind, wird überschüssiges Wasser in den Kanal abgeführt. Gesamtkosten (brutto): 2.950.000€ Beteiligungsbausteine: Komplexes Beteiligungsverfahren Finanzierungszugang: FRL Städtebauförderung Sonstige Finanzierung Stimmen aus der Beteiligung: siehe Anlage „Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung“ Federführung: Amt 67 Meilensteine 2028 Wiederaufnahme der Planung auf Grundlage der vorliegenden Entwurfsplanung aus 2018 Beschluss überarbeitete ausführungsreife Entwurfsplanung bis Ende 2029 Weitere Planung und Ausarbeitung ab 2030 ff. Bauliche Umsetzung nach Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen am Uni Hauptgebäude/SchlossSeite 50 von 111 MASTERPLAN.INNERE STADT.BONN 3.0 ISEK Innenstadt Bonn Dokumentation der Öffentlichkeitsbeteiligung Bonn, Juni 2025 StadtplanungsamtSeite 51 von 111 Inhaltsverzeichnis 1 Öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt ...................................... 2 2 Kinder- und Jugendbeteiligung .............................................................................. 8 3 Öffentlichkeitsbeteiligung über die städtische Beteiligungsplattform bonn-macht-mit.de 15Seite 52 von 111 2 1 Öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt Am 23.05.2025 wurde ein öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt angebo- ten. Die Route des Spazierganges führte die ca. 40 Teilnehmer*innen an den verschiedenen Projekten des ISEKs vorbei. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, Fragen zu den Projek- ten an die Mitarbeitenden der Verwaltung zu stellen und ihre Anregungen zu äußern. Bei einer Abschlussrunde im Pavillon für Baukultur wurden Karten zu der Verortung von Stärken und Schwächen sowie eine Maßnahmenkarte mit ersten Projektvorschlägen bereitgestellt, zu de- nen die Teilnehmenden ihre Anregungen einbringen konnten. Die Anregungen zu den einzel- nen Projekten sind im Folgenden dargestellt. Abbildung – SpaziergangsrouteSeite 53 von 111 3 Abbildung – Beteiligungsveranstaltung öffentlicher Stadtspaziergang 23.05.2025 Nr. 1 Rheinuferpromenade 3. BA Fahrradstraße bleibt erhalten, aber etwas schmaler Mehr Abfalleimer und Reinigung Toiletten Mehr Toiletten sind in Planung Permanente Gastronomie? (= Erwartung von Besucher*innen/Tourist*in nen) Vorrichtung für temporäre Gastronomie ist in Planung BeleuchtungSeite 54 von 111 4 Nr. 2 Rheingasse Nr. 3 und 4 Kaiserplatz (Freianlagen) und Am Neutor/Kaiserplatz (Verkehrsanlagen) Parken auf dem Fußweg untersagen Höhen der Gehwege ausgleichen/anpassen Autoverkehr wird vermutlich nicht weniger wegen Brückenumfahrung Mehr Begrünung Umgang mit „aktivem“ Betteln auf öffentlichen Plätzen -> Einschränkungsmöglichkeit en? Planung ZOB im Zusammenspiel mit Kaiserplatz beachten Unterführung zur Poppelsdorfer Allee verbessern -> größer, heller, mit Fahrrad passierbar Wasserspiel, das auch für Kinder gut nutzbar und ohne Gefahren ist Bus-Pausenplätze müssen erhalten bleiben Zaun um die Grasfläche wirkt momentan als Barriere -> öffnen, ggf. Querverbindungen Gebrochene Platten kommen durch Autos? (Bonn Orange?) Spielelemente für Kinder Austausch mit anderen Kommunen zu erfolgreichen Konzepten im Umgang mit Drogen- Wohnungslosenszene rund um Hbf/ZOB Problem Drogenhandel und soziale Konflikte beachten Weniger Parkplätze, Radverkehr auf die StraßeSeite 55 von 111 5 Nr. 5 Innenstadtmanagement - Keine Anmerkungen Nr. 6 Verfügungsfonds - Keine Anmerkungen Nr. 7 Gestaltungshandbuch Innenstadt Nr. 8 Zielbildprozess Innenstadt Öffentliches Internet Bonn darf farbiger/heller/freundlicher werden (z.B. heller Bodenbelag) Beleuchtung/Sicherheit Ebene Beläge, kein Pflaster Häufigere Säuberung der Innenstadt Einzelhandelsangebot unterscheidbare Innenstädte Zugänglichkeit der Geschäfte Geschäfte sind oft nicht barrierefrei -> Menschen mit Rollstuhl kommen nicht in Ladengeschäfte rein Aktive Beteiligung frühzeitig der BG Barrierefreie TrinkbrunnenSeite 56 von 111 6 Nr. 10 Friedensplatz Unattraktive Baumscheiben in Verbindung mit Sitzmöglichkeiten Vergrößerung Baumscheiben und Integration Bänke Entsiegelung Teilung des Platzes in Gastronomie und ÖPNV Warum Trennung Barrieren/Geländer/Ma uer längs am Platz? Ausstieg in der Fußgängerzone Dimension der Bushaltestelle sehr prägend Prüfung Verlegung Bushaltestelle Es fehlen „grüne Inseln“ Shared SpaceSeite 57 von 111 7 Nr. 11 Opernvorplatz Nr. 12 Stockentor/Alter Zoll 2. BA Wasserelemente, Trinkwasser und Wasser zum Spielen Leitstreifen zur Oper Abgesenkte Bordsteine Barrierefreiheit Zukunft Oper Sanierung unklar? Taxistand für Operngäste Zugang zur Innenstadt offener gestalten, Verbindung/Sichtbeziehu ng verbessern Rasenfläche frei oder Platanen etc.? Platz mit mehr Qualität als blanke Wiese Großzügige Verbindung zur Rheinpromenade -> Treppe, Rampe Räumliche Fassung des Vorplatzes im Zusammenhang mit Lärmschutz gegenüber Brücke Inklusives Spielgerät Hecke zur Straße als unauffälliger Lärmschutz Geplant: 18-20 m Promenade unterbrochen mit Entsiegelung, Bänke Geschliffene Bodensteine für Barrierefreiheit Thema Toiletten wichtigSeite 58 von 111 8 2 Kinder- und Jugendbeteiligung In der Sitzung des Beirates Kinder- und Jugendbeteiligung am 02.05.2025 wurde über die Er- stellung des ISEKs informiert und über die Ausgestaltung der vorgesehenen Formate zur Betei- ligung Kinder und Jugendlicher beraten. In Kleingruppenarbeiten haben die Kinder und Ju- gendlichen folgende weitere Empfehlungen abgegeben: - die Jugendbeteiligung in verschiedenen Schulformen und mit Jugendlichen verschie- denen Alters durchzuführen, z.B. durch Infostände in Schulen. - die Beteiligungsmöglichkeit auf dem Instagram-Account des Beirates zu bewerben Es wurden drei Schulen unterschiedlicher Schulformen innerhalb der ISEK-Gebietsbegrenzung angefragt, wovon sich nur eine Schule zurückmeldete. Die Beteiligungsmöglichkeiten wurden in Form eines Posts, eines Reels und eines Story-Beitrags auf dem Instagram-Account des Bei- rats beworben. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wurde in Zusammenarbeit mit einer weiterfüh- renden Schule durchgeführt. Im Rahmen einer Projektstunde am 02.06.2025 hatten die Schü- ler*innen der 11. Klasse des Beethovengymnasiums die Möglichkeit, sich selbst einen Eindruck der baulichen Projekte vor Ort zu machen. Sie erarbeiteten Stärken und Schwächen der Innen- stadt aus Ihrer Perspektive und formulierten Ideen für eine zukünftige Entwicklung der Pro- jekte. Die Ergebnisse wurden von den Schüler*innen auf Plakaten festgehalten und vorgestellt.Seite 59 von 111 9Seite 60 von 111 10Seite 61 von 111 11Seite 62 von 111 12Seite 63 von 111 13Seite 64 von 111 14Seite 65 von 111 15 3 Öffentlichkeitsbeteiligung über die städtische Beteiligungsplattform bonn-macht-mit.de Im Zeitraum vom 21.05.2025 bis zum 04.06.2025 hatten die Bürger*innen und die Stadtteilak- teur*innen die Möglichkeit, sich auf der städtischen Beteiligungsplattform “Bonn macht mit” über das Vorhaben und erste Inhalte des ISEKs zu informieren sowie ihre Ideen und Anregun- gen dort zu formulieren. Neben den Anregungen zu den zwölf vorgeschlagenen Projekten (s. Seite 2) bestand die Möglichkeit, weitere Ideen innerhalb der Gebietsbegrenzung des ISEKs zu verorten. Abbildung – Kartendialog auf Bonn macht mitSeite 66 von 111 16 Beitrag/ Kom- mentar Text Daumen hoch Daumen runter Verortung Beitrag Nr. 1 Rheinuferpromenade 3. BA Die Fortführung der umfangreichen Neuge- staltung der Rheinuferpromenade im Be- reich zwischen dem Alten Zoll und der Zwei- ten Fährgasse (Anknüpfung Umgestaltung Rheinuferpromenade 1. und 2. BA vom Mas- terplan Innere Stadt Bonn 2.0) 1 1 Brassertu- fer, 53113 Bonn Kommentar Der GA schreibt am 23.05.2025: Millionen- schwere Verluste: "Stadt Bonn rechnet mit dramatischem Einbruch der Steuereinnah- men: Nach der bundesweiten Steuerschät- zung muss der Bonner Kämmerer Michael Fark die Einnahmeprognosen nach unten korrigieren. Die Verluste könnten zwischen 19 und 34 Millionen Euro pro Jahr liegen. Da- mit wächst der Spardruck in der Stadt." Dieses Projekt sollte nicht umgesetzt wer- den: Durch Errichtung der Fahrradstraße in diesem Bereich ist bereits heute eine deut- lich Verbesserung der Situation erreicht wor- den. Die gärtnerischen Anlagen unterhalb des Alten Zolls sind bereits vor wenigen Jah- ren erneuert worden. Kommentar Der Sandweg zwischen den Alleebäumen wird bei jedem Hochwasser ausgewaschen. Der Sandweg sollte instand gesetzt werden, auf weitere Maßnahmen sollte man aus Kos- tengründen verzichten. Kommentar Die Stadt sollte sich das Geld sparen statt den Schuldenberg immer weiter zu vergrö- ßern oder das Melbbad sanieren. Kommentar Ich würde auch sagen, dass die Rheinufer- promenade im Vergleich bereits schön ist und gut genutzt wird. Da stets priorisiert werden muss, würde ich sagen u.a. die Pro- jekte zur Poppelsdorfer Unterführung, Sto- ckenstraße, Maxstraße etc. würden einen massiven Einfluss auf den "Eindruck" der Stadt haben.Seite 67 von 111 17 Beitrag Nr. 2 Rheingasse Die Aufwertung des Straßenraumes zur stär- keren fußläufigen Anbindung zwischen City und Rhein (Anknüpfung "Uni trifft City" und Lückenschluss "Rheinuferpromenade 1. BA" aus dem Masterplan Innere Stadt Bonn 2.0). 5 0 Rhein- gasse, 53113 Bonn Kommentar Ein überflüssiges Projekt, da Radfahrer und Fußgänger andere Wege zum Rhein bevorzu- gen. Kommentar Ein gutes Projekt! Die Bonner Innenstadt ist nach wie vor ziemlich vom Rhein abgeschnit- ten. Eine Verbesserung an der Brüdergasse (schmale, unwirtliche Unterführung) ist lei- der nicht zu erwarten. Daher begrüße ich sehr, dass hier eine alternative attraktive Gehweg-Verbindung zum Rhein geschaffen werden soll. Kommentar Wäre super, wenn Sie hier Links verlinken würden, damit man sich die Projekte auch anschauen kann :-) Kommentar Klingt gut, hier für Radfahrer und Fußgänger bessere Anbindung zu schaffen! Beitrag Nr. 3 Kaiserplatz (Freianlagen) Die Neugestaltung und Aufwertung des Kai- serplatzes 3 0 Kaiserplatz, 53113 Bonn Kommentar Der GA schreibt am 23.05.2025: Millionen- schwere Verluste: "Stadt Bonn rechnet mit dramatischem Einbruch der Steuereinnah- men: Nach der bundesweiten Steuerschät- zung muss der Bonner Kämmerer Michael Fark die Einnahmeprognosen nach unten korrigieren. Die Verluste könnten zwischen 19 und 34 Millionen Euro pro Jahr liegen. Da- mit wächst der Spardruck in der Stadt." Eine Neugestaltung des Kaiserplatzes ist ent- behrlich, gleichwohl sollten punktuelle In- standsetzungsmaßnahmen ausgeführt wer- den. Kommentar Was heißt hier Umgestaltung? Der Platz ist grün, es gibt Bänke und Bäume. Was soll hier geändert werden? Und mit welcher Begrün- dung?Seite 68 von 111 18 Kommentar Der zentrale Innenstadtbereich rund um Hbf/Busbahnhof und Kaiserplatz ist aufgrund der Lage und der umliegenden Geschäfte ein beliebter Aufenthaltsort für unterschiedliche Menschen, u.a. auch Wohnungslose und Drogengebrauchende. Statt weiter zu versu- chen, Menschen durch bauliche Maßnahme oder Vorenthalten von Infrastruktur zu ver- treiben und dadurch unsichtbar zu machen, braucht es u.a. mehr Sitz- und Liegemöglich- keiten (keine defensive Architektur/hostile architecture!), ausreichend kostenlose sani- täre Einrichtungen und Trinkwasserstellen und eine gut zugängliche kostenlose Aufbe- wahrungsmöglichkeit für Gepäck. Mehr ge- meinsam nutzbare öffentliche Räume tragen zu mehr Solidarität in der Stadtgesellschaft bei. Bei der Umsetzung der Anregungen des "Runden Tisches Kaiserplatz" neben Anwoh- nenden unbedingt auch Stimmen von margi- nalisierten Gruppen berücksichtigen und wenn nötig die Expertise etwa von Street- worker*innen einholen. Kommentar So ein wertvoller und wichtiger Beitrag! Kommentar Wenn Busse am Kaiserplatz als Endhalte- stelle halten, steigen die Leute aus und lau- fen meist quer durch die Beete. Das zeigt sich natürlich auch am Zustand der Beete. Hier könnte man die Wegführung sicherlich offener umgestalten. Kommentar Eine Entfernung der Barrieren zum Rasen würde einladender wirken. Sitzgelegenhei- ten, die auf dem Rasen verteilt werden mit kleinen Wegen zu diesen würden es unter- schiedlichen Gruppen ermöglichen, gleich- zeitig Zeit auf dem Platz zu verbringen. Vor allem eine Öffnung zur Kaiserpassage könnte positive Auswirkungen auf beide Orte haben. Kommentar Man fühlt sich mit Kindern rund um den Bahnhof nicht mehr wohl, man ist Pöbeleien ausgesetzt und wird ständig angesprochen und nach Geld gefragt, Die Stadt hat die Dro- genszene nicht im Griff. Das muss sich drin- gend ändern durch eine Stadtplanung ohne dunkle Ecken und Gänge, viel Licht und mehr Kontrollen.Seite 69 von 111 19 Beitrag Nr. 4 Am Neutor/Kaiserplatz (Verkehrsanla- gen) Die Neugestaltung und Aufwertung des Stra- ßenraumes zwischen Kaiserplatz und Mar- tinsplatz (Anknüpfung "Uni trifft City" vom Masterplan Innere Stadt Bonn 2.0) 2 1 Am Neutor, 53113 Bonn Kommentar Die Straße Am Neutor ist eine wichtige Fuß- gängerverbindung, hat aber verhältnismäßig schmale Gehwege. Außerdem ist sie eine wichtige Radverbindung auf der Achse Pop- pelsdorfer Unterführung - Am Neutor - Rat- hausgasse - Rhein. Auch für den Busverkehr ist die Straße wichtig. Da die Straße recht eng ist, sollten die dort z.Zt. vorhandenen Autoparkplätze entfernt werden. Tiefgara- gen gibt es in näherer Umgebung. Die z.Zt. vorhandene Ladezone kann wahrscheinlich auch weg. Sie ist aktuell sowieso nicht nutz- bar, da eigentlich rund um die Uhr von Dau- erparkern belegt. So kann mehr Platz für Fuß- und Radverkehr gewonnen werden. Kommentar Andere Projekte sich m.E. relevanter. Rad- wege, vor allem Kölnstraße!!!) Kommentar Die Straße sollte für MIV und ÖPNV weiter nutzbar sein und nicht in eine Fußgänger- zone umgewandelt werden. Sonst müssen die Busse einen großen Umweg um den Hof- garten fahren und die Haltestelle "Markt" kann nicht mehr bedient werden. Beitrag An dieser Stelle darf auf dem Fahrrad gerade aus, links und rechts gefahren werden. Char- mant unter dem "Fahrräder frei"-Schild zu- sammengefasst. Gerade wenn die Ecke noch unbekannt ist, ist es komisch, dass mit dem Fahrrad auf den Bürgersteig gefahren wer- den muss. Die Fahrradführung hört einfach auf. Schilder könnten helfen, die die Ver- kehrssituation erklären. Beitrag Nr. 5 Innenstadtmanagement Die Fortführung des Innenstadtmanage- ments Bonn ab 2027 0 0 Budapester Straße 5-7, 53111 Bonn Kommentar An dieser Stelle habe ich vom "Innenstadt- management" erstmals gelesen. Ich habe mir die Webseite angesehen: https://innen- stadt-management-bonn.de Es scheint sich um eine überflüssige Doppelstruktur zu han- deln, die zukünftig eingespart werden kann.Seite 70 von 111 20 Kommentar Ich denke nicht, dass das Innenstadtmanage- ment obsolet ist, aber ich teile den Eindruck des vorigen Kommentators, dass diese Insti- tution nicht sehr präsent ist und hinterfrage das Kosten-Nutzen Verhältnis, wenn es in dieser Form fortgeführt wird. Beitrag Nr. 6 Verfügungsfonds Die Fortführung des Verfügungsfonds Bonn ab 2026 0 0 Budapester Straße 5-7, 53111 Bonn Beitrag Nr. 7 Gestaltungshandbuch Innenstadt Zur Sicherung und Weiterentwicklung eines attraktiven und zeitgemäßen Erscheinungs- bildes der Bonner Innenstadt im öffentlichen Raum 1 0 Budapester Straße 5-7, 53111 Bonn Kommentar Das beinhaltet dann Regeln und Grundsätze, wie Projekte zukünftig aussehen müssen? Wenn ja, ist das eine gute Idee, eine Art Leit- faden für jeden innerstädtischen Umgestal- tungs- und Bauprozess. Beitrag Nr. 8 Zielbildprozess Innenstadt Bonn Start eines Zielbildprozesses für die Zukunft der Bonner Innenstadt 0 0 Budapester Straße 5-7, 53111 Bonn Kommentar Was ist ein Zielbild? Welche Themenfelder wird es umfassen? Welche Verbindlichkeit wird es gegenüber den Geschäftsbetreiben- den haben? Eine weitere Marketingkam- pagne mit fröhlich lächelnden Menschen und einem nicht aussagekräftigem Werbe- spruch benötigen wir nicht. Für mich sollte die Bonner Innenstadt ein durchmi
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:02 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de