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253259 · Beschlussvorlage

Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 - Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn Städtebauliches Entwicklungskonzept und Antrag für das Städtebauförderprogramm 2026 hier: Projektliste samt Zeitplan und Finanzierungsübersicht für den Förderantrag

Nummer
253259
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
23.06.2025
Letzte Änderung
31.10.2026
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg Hauptort
  • Rheingasse Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Kaiserplatz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Am Neutor Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Friedensplatz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Rheinufer Straße· Mehlem, Bad Godesberg
  • Reuterstraße Straße· Südstadt, Bonn
  • Augustusring Straße· Nordstadt, Bonn
  • Zweite Fährgasse Straße· Südstadt, Bonn
  • Budapester Straße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Am Hauptbahnhof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bornheimer Straße Straße· Weststadt, Bonn
  • Brüdergasse Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Stiftsplatz Straße· Nordstadt, Bonn
  • Rathausgasse Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Kölnstraße Straße· Castell, Bonn
  • Am Hofgarten Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Rosental Straße· Nordstadt, Bonn
  • Poppelsdorfer Allee Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Münsterplatz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Stadthaus Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Am Boeselagerhof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Marktplatz Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg
  • Brassertufer Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Berliner Freiheit Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bischofsplatz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Stockenstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Adenauerallee Straße· Südstadt, Bonn
  • Regina-Pacis-Weg Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Maxstraße Straße· Nordstadt, Bonn
  • Kaiserpassage Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Martinsplatz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Markt Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Sterntorbrücke Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Friedrichstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Hauptbahnhof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Thomas-Mann-Straße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Konviktstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Römerstraße Straße· Nordstadt, Bonn
  • Belderberg Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Adolfstraße Straße· Nordstadt, Bonn
  • Kaiser-Karl-Ring Straße· Castell, Bonn
  • Oxfordstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Florentiusgraben Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Herwarthstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Cassiusgraben Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Quantiusstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Am Hof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Am Johanneskreuz Straße· Nordstadt, Bonn
  • Bachstraße Straße· Weststadt, Bonn
  • Bertha-von-Suttner-Platz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Konrad-Adenauer-Platz Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • Franziskanerstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bonngasse Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Wilhelmsplatz Straße· Nordstadt, Bonn
  • Dechenstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Doetschstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Josefstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Dorotheenstraße Straße· Castell, Bonn
  • Franzstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Elisabeth-Selbert-Platz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Endenicher Straße Straße· Weststadt, Bonn
  • Guido-Westerwelle-Brücke Straße· Weststadt, Bonn
  • Heerstraße Straße· Nordstadt, Bonn
  • Vorgebirgsstraße Straße· Castell, Bonn
  • Hochstadenring Straße· Weststadt, Bonn
  • Kaiserstraße Straße· Südstadt, Bonn
  • Kapuzinerstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Welschnonnenstraße Straße· Nordstadt, Bonn
  • Georgstraße Straße· Nordstadt, Bonn
  • Chlodwigplatz Straße· Castell, Bonn
  • Königstraße Straße· Südstadt, Bonn
  • Annaberger Straße Straße· Friesdorf, Bad Godesberg
  • Leinpfad Straße· Nordstadt, Bonn
  • Maximilianstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Michaelstraße Straße· Nordstadt, Bonn
  • Moses-Hess-Ufer Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Poststraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Remigiusplatz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Thomastraße Straße· Weststadt, Bonn
  • Am Alten Friedhof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Wilhelmstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Castell Ortsteil· Bonn
  • Südstadt Ortsteil· Bonn
  • Poppelsdorf Ortsteil· Bonn
  • Nordstadt Ortsteil· Bonn
  • Weststadt Ortsteil· Bonn
  • Kessenich Ortsteil· Bonn
  • Endenich Ortsteil· Bonn
  • Friesdorf Ortsteil· Bad Godesberg
  • Bonn Stadtbezirk
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 02.09.2025 Anhörung
  2. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 10.07.2025 Anhörung
  3. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 10.07.2025 Anhörung
  4. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 09.07.2025 Anhörung
  5. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 08.07.2025 Empfehlung
  6. Sitzung des Ausschusses für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 27.08.2025 Anhörung
  7. Sitzung des Hauptausschusses 28.08.2025 Empfehlung
  8. Sitzung des Rates 04.09.2025 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 253259-01 AA Änderungsantrag der Koalition - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 - Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn Städtebauliches Entwicklungskonzept und Antrag für das Städtebauförderprogramm 2026 hier: Projektliste samt Zeitplan und Finanzierungsübersicht für den Förderantrag Antrag zur Vorlage 253259

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Beschlussvorlage
öffentlich
253259
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 - Lupenraum
ISEK Innenstadt Bonn
Städtebauliches Entwicklungskonzept und Antrag
für das Städtebauförderprogramm 2026 hier:
Projektliste samt Zeitplan und
Finanzierungsübersicht für den Förderantrag
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 08.07.2025 Empfehlung
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 09.07.2025 Anhörung
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
10.07.2025 Anhörung
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
10.07.2025 Anhörung
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
27.08.2025 Anhörung
Hauptausschuss 28.08.2025 Empfehlung
Bezirksvertretung Bonn 02.09.2025 Anhörung
Rat 04.09.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept „Masterplan
Innere Stadt Bonn 3.0 – Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn“ wird gem. §
171b BauGB zugestimmt.
2. Der Rat stimmt der als Anlage beigefügten Projektliste samt Zeitplan
sowie der Finanzierungsübersicht zu und beauftragt die Verwaltung,
diese Projekte fristgerecht zum 30.09.2025 als Förderantrag für das
Städtebauförderprogramm 2026 anzumelden.
3. Die erforderlichen Mittel werden im Haushalt bereitgestellt.
Begründung
Zu Punkt 1:
Der Rat der Stadt Bonn hat am 08.05.2025 die Verwaltung beauftragt, einSeite 1 von 111
Seite 2
sogenanntes integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für die
Bonner Innenstadt zu erarbeiten (siehe DS-Nr. 252699).
Das finale Konzept mit dem Titel „Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 –
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn“ liegt nun der Beschlussvorlage im Entwurf
bei (siehe Anlage 1,2 und 3).
Das Gebiet des ISEK Innenstadt Bonn befindet sich innerhalb des im Jahre
2021 beschlossenen Stadtumbaugebietes Masterplan Innere Stadt Bonn (siehe
DS-Nr. 210175), welches weiterhin die gesetzliche Grundlage für die
Durchführung von Maßnahmen des nun vorliegenden ISEK`s bildet.
Beteiligungsbausteine
Im Rahmen des ISEK-Erarbeitungsprozesses wurden drei verschiedene
Beteiligungsformate durchgeführt. Die Dokumentation der Ergebnisse der
Öffentlichkeitsbeteiligung ist dem ISEK als Anlage beigefügt (siehe Anlage 3
der Vorlage).
A. Öffentlichkeitsbeteiligung über die städtische Beteiligungsplattform bonn-
macht-mit.de
Im Zeitraum vom 21.05.2025 bis zum 04.06.2025 hatten die Bürger*innen und
die Stadtteilakteur*innen die Möglichkeit, sich auf der städtischen
Beteiligungsplattform “Bonn macht mit” über das Vorhaben und erste Inhalte
des ISEKs zu informieren sowie ihre Ideen und Anregungen dort zu
formulieren.
B. Öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt
Parallel zur Beteiligung über “Bonn macht mit” wurde am 23.05.2025 ein
öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt organisiert. Die rund
40 Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, Fragen zu den Projekten zu stellen
und ihre Anregungen zu äußern.
C. Kinder- und Jugendbeteiligung
Der Beirat für Kinder und Jugendbeteiligung hat sich am 02.05.2025 mit den
Themen des ISEK Innenstadt befasst. In Kleingruppenarbeiten haben die
Kinder und Jugendlichen weitere Empfehlungen abgegeben, die bei der
Beteiligung berücksichtigt wurden. So arbeiteten im Rahmen einer
Projektstunde am 02.06.2025 die Jugendlichen der Oberstufe des
Beethovengymnasiums die Stärken und Schwächen der sechs baulichen
Projekte des ISEK (Projektsteckbriefe Nr.1,2,3,4,10,11,12) aus ihrer
Perspektive heraus und formulierten Ziele für eine zukünftige Entwicklung der
verschiedenen Plätze und öffentlichen Freiflächen in der Bonner Innenstadt. Da
keine Bereitschaft einer weiteren Schule bestand, konnte der Anregung in zwei
Schulen eine Beteiligung durchzuführen nicht gefolgt werden.
Handlungsfelder und Zielsetzungen
Das ISEK betrachtet zwei Handlungsfelder, denen jeweils unterschiedliche
Zielsetzungen zugeordnet werden, die nachfolgend kurz skizziert werden:Seite 2 von 111
Seite 3
▪ Handlungsfeld „Stärkung und Verbindung blau-grüne Bänder“
Ziel ist es, blau-grüne Korridore/Bänder zu schaffen, die die Bonner Innenstadt
durchziehen und somit die Verbindung vom Rhein zur (Innen)Stadt stärken und
die Resilienz der Innenstadt gegenüber den Folgen des Klimawandels und
Extremwetterereignissen erhöhen. Weitere positive Effekte sind die Förderung
der Biodiversität und des Biotopverbunds, sozialer Interaktion, indem die
Aufenthaltsqualität an den verschiedensten Begegnungsorten erhöht wird.
▪ Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken
Ein wesentliches Ziel dieses Handlungsfeldes ist die Innenstadt als
lebenswerten, vielfältigen und attraktiven Ort für alle Menschen zu erhalten und
weiterzuentwickeln. Funktional bedeutet in diesem Zusammenhang die
Infrastruktur, das Angebot an Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistungen sowie
öffentlichen Räumen so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der
Bevölkerung entsprechen. In sozialer Hinsicht ist es ebenso wichtig, die Bonner
Innenstadt als Ort der Begegnung und des Austausches zu fördern.
Maßnahmenprogramm/Projekte
Aufbauend auf den Ergebnissen der Analyse, der Öffentlichkeitsbeteiligung
sowie der Beteiligung von Politik und Verwaltung umfasst das
Maßnahmenkonzept insgesamt 12 Projekte:
Nr. 1 Rheinuferpromenade 3.Bauabschnitt
Nr. 2 Rheingasse
Nr. 3 Kaiserplatz (Freianlagen)
Nr. 4 Kaiserplatz/Am Neutor (Verkehrsanlagen)
Nr. 5 Innenstadtmanagement
Nr. 6 Verfügungsfonds
Nr. 7 Gestaltungshandbuch Innenstadt
Nr. 8 Zielbildprozess Innenstadt Bonn
Nr. 9 Bespielung Kaiserplatz
Nr. 10 Friedensplatz
Nr. 11 Opernvorplatz
Nr. 12 Stockentor bis Alter Zoll 2.Bauabschnitt
Eine detaillierte Vorstellung jeder Maßnahme erfolgt in Form von
Projektsteckbriefen, die als Anlage dem ISEK und der Vorlage beigefügt sind
(siehe Anlage 2). Sie enthalten neben dem Projekttitel eine Kurzbeschreibung
der Maßnahme inkl. besonderem Fokus auf das Thema Klimaschutz und
Klimaanpassung. Zudem werden das zugeordnete Handlungsfeld sowie die
Entwicklungsziele kurz aufgeführt. Des Weiteren enthalten die Steckbriefe
kurze Informationen über mögliche Finanzierungszugänge, eine
Kostenschätzung, die Zuordnung zu einem federführenden Amt der
Stadtverwaltung sowie zu den wesentlichen Bausteinen der
Öffentlichkeitsbeteiligung. Abschließend wird ein kurzer Ausblick auf die
wichtigsten Meilensteine des Projektes gegeben.Seite 3 von 111
Seite 4
Zu Punkt 2 und 3:
Förderantragstellung Städtebauförderung
Insgesamt sollen folgende Einzelprojekte zur Förderung über das
Städtebauförderprogramm angemeldet werden (siehe Anlage 4)
Fünf baulich investive Projekte:
Nr. 1 Rheinuferpromenade 3.Bauabschnitt
Nr. 2 Rheingasse
Nr. 3 Kaiserplatz (Freianlagen)
Nr. 4 Kaiserplatz/Am Neutor (Verkehrsanlagen)
Nr. 10 Friedensplatz
Fünf begleitende Projekte:
Nr. 5 Innenstadtmanagement
Nr. 6 Verfügungsfonds
Nr. 7 Gestaltungshandbuch Innenstadt
Nr. 8 Zielbildprozess Innenstadt Bonn
Nr. 9 Bespielung Kaiserplatz
Detaillierte Informationen zu jedem Projekt sind der Anlage 4
„Förderantrag_Projektliste“ zu entnehmen.
Hinweis zu den ISEK Projekten Nr. 11 und 12:
Aufgrund der Abhängigkeit zur Sanierung der Bonner Oper sowie des Uni-
Hauptgebäudes/des Schlosses sind die ISEK Projekte Nr. 11 Opernvorplatz
und Nr. 12 Stockentor bis Alter Zoll (2.BA) nicht Bestandteil des Förderantrags.
Hier bestehen zu große zeitliche Unsicherheiten, dass die Projekte nicht
innerhalb der Förderantragsphase umgesetzt werden können. Somit sollen sie
erst in einer späteren Förderantragsphase zum Zuge kommen.
Aktuell wird ein Fördersatz von 60% für die Stadt Bonn zugrunde gelegt. Die
Veröffentlichung des Fördersatzes für das Jahr 2026 erfolgt erfahrungsgemäß
Anfang September durch die Bezirksregierung Köln, sodass sich dieser
Fördersatz ggf. noch ändern kann.
Die Frist zur Einreichung des Städtebauförderantrags endet am 30.09.2025.Seite 4 von 111
Seite 5
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.09.02 bes. Städtebaurecht 1.09.02.05 Masterplan Innere Stadt
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen Neugestaltung Achse am Neutor
und der
Rheingasse (Städtebauförderung)
10.000,00 EUR
209.000,00 EUR
25.000,00 EUR
568.350,00 EUR
Rheinufer 3. Bauabschnitt
(Städtebauförderung)
304.000,00 EUR
304.000,00 EUR
720.000,00 EUR
5.552.000,00 EUR
Rheinufer 3. Bauabschnitt
(Nahmobilitätsförderung)
76.000,00 EUR
76.000,00 EUR
180.000,00 EUR
1.388.000,00 EUR
Neugestaltung Kaiserplatz
(Städtebauförderung)
29.000,00 EUR
72.500,00 EUR
72.500,00 EUR
145.000,00 EUR
Friedensplatz
(Städtebauförderung)
250.000,00 EUR
250.000,00 EUR
500.000,00 EUR
500.000,00 EUR
1.823.333,00 EUR
1.823.333,00 EUR
1.823.333,00 EUR
5610009028000,
78.5200
5610009028050,
78.5200
5610009028051,
78.5200
5610009028060,
78.5200
5610009028000,
78.5200
2025
2026
2027
2029
2025
2026
2027
2028
2025
2026
2027
2028
2025
2026
2027
2029
2028
2029
2030
2031
2032
2033
2034
250.000,00
250.000,00
500.000,00
500.000,00
1.823.333,00
1.823.333,00
1.823.333,00
neu aufgenommen
in 06/2025
aufgrund
Ratsbeschluss vom
08.05.2025 DS-Nr.
252699
Städtebauförderun
Einzahlungen Neugestaltung Achse am Neutor
und der Rheingasse
(Städtebauförderung)
5610009028000,
68.1000Seite 5 von 111
Seite 6
6.000,00 EUR
125.400,00 EUR
15.000,00 EUR
341.010,00 EUR
Rheinufer
3. Bauabschnitt
(Städtebauförderung)
182.400,00 EUR
182.400,00 EUR
432.000,00 EUR
3.331.200,00 EUR
Rheinufer 3. Bauabschnitt
(Nahmobilitätsförderung)
68.400,00 EUR
68.400,00 EUR
162.000,00 EUR
1.249.200,00 EUR
Neugestaltung Kaiserplatz
(Städtebauförderung)
17.400,00 EUR
43.500,00 EUR
43.500,00 EUR
87.000,00 EUR
Friedensplatz
(Städtebauförderung)
150.000,00 EUR
150.000,00 EUR
300.000,00 EUR
300.000,00 EUR
1.093.999,80 EUR
1.093.999.80 EUR
1.093.999,80 EUR
5610009028050,
68.1000
5610009028051,
68.1000
5610009028060,
68.1000
5610009028000,
68.1000
2025
2026
2027
2029
2025
2026
2027
2028
2025
2026
2027
2028
2025
2026
2027
2029
2028
2029
2030
2031
2032
2033
2034
Investiver
Finanzsaldo
Neugestaltung Achse am Neutor
und der
Rheingasse (Städtebauförderung)
4.000,00 EUR
83.600,00 EUR
2025
2026Seite 6 von 111
Seite 7
10.000,00 EUR
227.340,00 EUR
Rheinufer 3. Bauabschnitt
(Städtebauförderung)
121.600,00 EUR
121.600,00 EUR
288.000,00 EUR
2.220.800,00 EUR
Rheinufer 3. Bauabschnitt
(Nahmobilitätsförderung)
7.600,00 EUR
7.600,00 EUR
18.000,00 EUR
138.800,00EUR
Neugestaltung Kaiserplatz
(Städtebauförderung)
11.600,00 EUR
29.000,00 EUR
29.000,00 EUR
58.000,00 EUR
Friedensplatz
(Städtebauförderung)
100.000,00 EUR
100.000,00 EUR
200.000,00 EUR
200.000,00 EUR
729.333,20 EUR
729.333,20 EUR
729.333,20 EUR
2027
2029
2025
2026
2027
2028
2025
2026
2027
2028
2025
2026
2027
2029
2028
2029
2030
2031
2032
2033
2034
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
Gestaltungshandbuch
Innenstadt
220.000,00 EUR
Verfügungsfonds,
Aktionen auf dem
161000902,
72.1000,
Innenauftrag
6109025
2025Seite 7 von 111
Seite 8
Kaiserplatz, Citykonzept
162.500,00 EUR
Fortführung
Innenstadtmanagement,
Verfügungsfonds,
Öffentlichkeitsarbeit
247.000,00 EUR
258.000,00 EUR
269.000,00 EUR
10.000,00 EUR
10.000,00 EUR
10.000,00 EUR
1610000902,
74.1000,
Innenauftrag
6109025
2026
2027
2028
2029
2027
2028
2029
Einzahlungen /
Erträge Gestaltungshandbuch
Innenstadt
132.000,00 EUR
Verfügungsfonds,
Aktionen auf dem
Kaiserplatz, Citykonzept
97.500,00 EUR
Fortführung
Innenstadtmanagement,
Verfügungsfonds,
Öffentlichkeitsarbeit
154.200,00 EUR
160.800,00 EUR
167.400,00 EUR
161000902,
61.1000
2025
2026
2027
2028
2029
Haushaltsbelastung 2025: 88.000,00 EUR
2026: 65.000,00 EUR
2027: 102.800,00 EUR
2028: 107.200,00 EUR
2029: 111.600,00 EUR
Anlage/n
1 Anlage1_20250617_ISEK_Innenstadt_Bonn_ENTWURF (öffentlich)
2 Anlage2_20250616_Projektsteckbriefe_ENTWURF (öffentlich)
3 Anlage3_20250606_Dokumentation_Oeffentlichkeitsbeteiligung (öffentlich)Seite 8 von 111
Seite 9
4 Anlage4_20250616_Förderantrag_Projektliste (öffentlich)Seite 9 von 111
MASTERPLAN.INNERE STADT.BONN 3.0
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn
ENTWURF
Bonn, Juni 2025 StadtplanungsamtSeite 10 von 111
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung .............................................................................................................. 1
1.1 Anlass und Ausgangslage .................................................................................. 1
1.2 Abgrenzung Untersuchungsgebiet ..................................................................... 1
1.3 Evaluation Projekte Masterplan Innere Stadt Bonn Förderphase 1.0 und 2.0 .......... 2
1.4 Einbettung in gesamtstädtische Konzepte ........................................................... 4
2 Beteiligungsprozess................................................................................................. 6
3 Bestandsanalyse ..................................................................................................... 9
4 Leitmotive, Handlungsfelder und Entwicklungsziele .................................................. 11
5 Maßnahmenkonzept ............................................................................................. 14
6 Projektsteuerung und Umsetzung .......................................................................... 15
7 Maßnahmenliste .................................................................................................. 17
8 Anhang ................................................................................................................ 19Seite 11 von 111
1
1 Einleitung
1.1 Anlass und Ausgangslage
Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept Masterplan Innere Stadt Bonn wurde
Mitte 2013 beschlossen und stellt im Grundsatz die Programmatik der Innenstadtentwicklung
für mindestens 15 Jahre dar. Der Masterplan nimmt sich der zentralen Aufgabe der Stärkung
des Herzens der Stadt Bonn an. Gleichzeitig hat er zum Ziel, die Lebensqualität für Bewohne-
rinnen und Bewohner auszubauen sowie die bestehenden Grünachsen zu stärken. Insgesamt
123 Einzelmaßnahmen sind fünf Handlungsfeldern zugeordnet, welche die Ziele für die Gestal-
tung der Inneren Stadt Bonn zwischen Autobahnring im Norden und Westen, der Reuterstraße
im Süden und dem Rhein im Osten und der Innenstadt im Zentrum beschreiben. Zu den fünf
Handlungsfeldern zählen: Wohnen in der inneren Stadt stärken, City funktional und gestalte-
risch stärken, Innere Stadt zum Rhein öffnen, Potenziale der Universität in der Stadt nutzen
sowie Verflechtungs- und Zugangsräume aufwerten. In den folgenden drei Leitmotiven wer-
den die Einzelmaßnahmen der Handlungsfelder zusammengeführt und zu Projektbündeln ge-
gliedert: Urbanes C, Bonner Promenaden und Grüne Trittsteine.
Im Rahmen der Umsetzung der verschiedenen städtebaulichen Projekte des Masterplans ver-
bessert die Bundesstadt Bonn somit seit vielen Jahren die Aufenthaltsqualität und fördert
gleichzeitig die Klimaanpassungen und Nachhaltigkeit in der Inneren Stadt
Der Stadterneuerungsprozess soll nun fokussiert fortgesetzt werden, in dem das vorliegende
Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn – Master-
plan Innere Stadt Bonn 3.0 die Bonner Innenstadt in den Fokus nimmt. Hierzu hat die Stadt-
verwaltung im Frühjahr 2025 einen öffentlichen Beteiligungsprozess mit externen und inter-
nen Akteur*innen realisiert. Nach Analyse der zurückgelegten Förderperioden 1.0 und 2.0 so-
wie der aktuellen Rahmenbedingungen für die Entwicklung einer Phase 3.0 wurde festgestellt,
dass die in dem Masterplan Innere Stadt Bonn enthaltenen städtebaulichen Grundaussagen
und definierten Leitmotive nach wie vor grundlegende Gültigkeit besitzen, in Teilen jedoch
weiterentwickelt und angepasst werden müssen, sodass die Erarbeitung eines sogenannten
Lupenraum ISEKs zielführend ist.
1.2 Abgrenzung Untersuchungsgebiet
Der Masterplan Innere Stadt Bonn umfasst das erweiterte Gebiet des Bonner Zentrums mit
den angrenzenden innenstadtnahen Ortsteilen Bonn-Castell, Nord-, West- sowie Südstadt; so-
mit der Bereich innerhalb des Autobahnrings und der Reuterstraße bis zum östlich gelegenen
Rhein.
Das vorliegende integrierte Konzept baut auf dem Masterplan Innere Stadt auf, bezieht sich
jedoch auf eine kleinere Gebietsabgrenzung, den sogenannten Lupenraum, wonach die Bon-
ner Innenstadt in den Fokus genommen werden soll. Der hier verwendete Begriff „Innenstadt“Seite 12 von 111
2
bezieht sich allein auf das nachfolgend erläuterte Untersuchungsgebiet und kann in anderen
städtischen Konzepten anders definiert sein. Das Gebiet des Lupenraum ISEK Innenstadt be-
findet sich innerhalb des vom Rat der Stadt Bonn im Jahre 2021 beschlossenen Stadtumbau-
gebietes Masterplan Innere Stadt Bonn, welches weiterhin die gesetzliche Grundlage für die
Durchführung von Maßnahmen des nun vorliegenden ISEK`s bildet.
Der Lupenraum wird im Norden durch den Augustusring, im Osten durch den Rhein, im Süden
durch die Zweite Fährgasse sowie im Westen durch den Verlauf der Bahn und des Hochstaden-
rings begrenzt (siehe Abbildung).
Abbildung – Übersicht ISEK Innenstadt Bonn innerhalb des Masterplans Innere Stadt Bonn
1.3 Evaluation Projekte Masterplan Innere Stadt Bonn Förderphase 1.0 und 2.0
Um den Stand der Maßnahmenumsetzung erfassen und umfangreich darstellen zu können,
wurden eine Evaluation des Masterplans Innere Stadt Bonn erstellt. Dies dient vor allem der
Qualitätssicherung, Überprüfung und Darstellung der Maßnahmenumsetzung. Von den insge-
samt 123 Einzelmaßnahmen des Masterplans Innere Stadt Bonn konnten von 2014 bis 2025
bereits 28 Einzelmaßnahmen umgesetzt und abgeschlossen werden. 49 Maßnahmen befinden
sich derzeit in der Umsetzung. Somit sind über die Hälfte der Einzelmaßnahmen abgeschlossen
oder befinden sich aktuell in der Umsetzung.Seite 13 von 111
3
Für die Umsetzung einzelner Projekte des Masterplans Innere Stadt hat die Stadt Bonn inner-
halb von zwei Förderperioden Städtebaufördermittel beantragt und erhalten:
- Förderperiode 1.0 (2014-2019), Förderprogramm “Aktive Stadt- und Ortsteilzentren”
- Förderperiode 2.0 (2021-2025), Förderprogramm “Lebendige Zentren”
Eine kurze Übersicht über den Stand der geförderten Projekte gibt die nachfolgende Tabelle.
Förder-
periode
Projektname Erläuterung
1.0 Grünfläche / Spielplatz Am Baum-
schulwäldchen
 Neugestaltung der Grünfläche
 Fertigstellung 2020
1.0 Grünfläche Stadtgarten / Alter Zoll
(1. Bauabschnitt)
 Neugestaltung der Verbindung zwi-
schen Innenstadt und Rhein
 Fertigstellung 2020
2.0 Grünfläche Budapester Straße/
Budafokpark
 Neugestaltung der Grünfläche und des
Spielplatzes
 Fertigstellung 2022
2.0 Neugestaltung U-Bahn Abgänge
Kunst am Hauptbahnhof / Thomas
Mann Straße
 Neugestaltung der U-Bahn Abgänge
 Fertigstellung 2024
2.0 Umgestaltung Bornheimer Straße  Neugestaltung / Verkehrsberuhigung /
Klimaanpassung Bornheimer Straße
 Fertigstellung Sommer 2025
Abbildung – Abgeschlossene bewilligte investive Förderprojekte - STEP NRW - Förderphase 1.0 und 2.0
Laufende Projekte
Die nachfolgende Übersicht zeigt tabellarisch die sich aktuell in der Umsetzung befindlichen
Projekte auf, die mithilfe von Städtebaufördermitteln umgesetzt werden. Hierbei handelt es
sich sowohl um bauliche Maßnahmen als auch um prozessbegleitende weiche Maßnahmen in
Form von Beratungen, Veranstaltungen oder einem Förderfonds.
Förder-
periode
Projektname Erläuterung
2.0 Neugestaltung der Bonner
Rheinuferpromenade
(1. und 2. Bauabschnitt)
 Baustart 1. BA Herbst 2024
 Fahrradstraße 1. BA Nahmobilitätsför-
derung Mitte 2025 abgeschlossen
 Fertigstellung 1. BA Ende 2025
 Baustart 2. BA März 2026
 Fahrradstraße 2. BA Nahmobilitäts-för-
derung Frühjahr 2026
 Fertigstellung 2. BA Ende 2026Seite 14 von 111
4
2.0 Umgestaltung Stadteingang am
Windeck-Bunker / Entsiegelung Bu-
dapester Straße
 Umgestaltung und Entsiegelung Buda-
pester Straße
 Baustart Februar 2025
 Fertigstellung Ende 2025
2.0 Umgestaltung Brüdergasse  Baustart Mitte 2025
 Leitungssanierung abgeschlossen An-
fang 2025
 Fertigstellung Mitte 2026
2.0 Klimagerechte Neugestaltung
Stiftsplatz
 Baustart Ende 2025
 Fertigstellung Ende 2026
2.0 Uni trifft City  Umgestaltung / Verkehrsberuhigung
Rathausgasse – Verbindung City zur Uni
 Baustart Herbst 2025
 4 Bauabschnitte vorgesehen – gemein-
sam mit Sanierung Fernwärmeleitun-
gen
 Fertigstellung 2029
2.0 Umgestaltung Kölnstraße  Baustart Mitte 2026
 Fertigstellung 2027
2.0 Innenstadtmanagement und Verfü-
gungsfonds
 Start 2023
 Projektlaufzeitende 2026
Abbildung – Laufende Projekte der Förderperiode 2.0 in der Umsetzung
1.4 Einbettung in gesamtstädtische Konzepte
Das Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 ist in verschiedene
übergeordnete gesamtstädtische Konzepte eingebettet, welche im Folgenden kurz vorgestellt
werden sollen. Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Konzepten sind auf der Webseite
www.bonn.de zu finden.
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bonn knüpft an die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele
aus der Agenda 2030 an und erarbeitet eine eigene integrierte Nachhaltigkeitsstrategie.
Dadurch entsteht ein strategisches Handlungsprogramm für die Stadt Bonn, welches in sechs
Themenfelder mit je einer Leitlinie untergliedert ist.
Ein weiteres zentrales Konzept ist der Bonner Klimaplan, welcher den Fahrplan für ein klima-
neutrales Bonn bis 2035 darstellt. Dazu definiert der Klimaplan Ziele und Entwicklungspfade
und bündelt Maßnahmen, mit denen die Stadt Bonn klimaneutral gestaltet werden soll. Der
Klimaplan besteht aus zwei Teilen; der Klimaneutralitätsstrategie, welche CO2 Reduktionspo-
tenziale aufzeigt, und das Arbeitsprogramm Klimaschutz mit Aktivitäten in sieben Handlungs-
feldern, die die Stadtverwaltung bis 2035 selbst umsetzen soll.
Die Stadt Bonn ist in weiteren relevanten Handlungsfeldern der Klimaanpassung wie der Hitze-
, Starkregen- und Trockenheitsvorsorge seit vielen Jahren aktiv. So wurde im Zeitraum 2023 bis
2025 ein integriertes Klimaanpassungskonzept als Basis für eine ganzheitliche, strategischeSeite 15 von 111
5
Planung und Weiterentwicklung der Klimaanpassung in Bonn entwickelt. Das Klimaanpas-
sungskonzept bündelt 26 kurz-, mittel- oder langfristig umzusetzende Maßnahmen in einem
Katalog. Diese wurden unter Beteiligung der Bonner Bürger*innen entwickelt und sind der
Fahrplan für ein klimaangepasstes Bonn.
Das Schwammstadtkonzept der Stadt Bonn hat die Zielstellungen, Hitzebelastung durch Ver-
dunstung zu mindern, das Stadtgrün gegen Trockenheit zu wappnen und Synergiepotenziale
auszuschöpfen. Dazu wurde eine strategische Leitkarte mit der Verortung von Handlungsemp-
fehlungen erstellt. Eine weitere Karte zeigt Gelegenheitsfenster zur Umsetzung des Schwamm-
stadtkonzeptes bei anstehenden Planungs- und Bauvorhaben.
Mit Hilfe des Bonner Freiraumplans ist ein gesamtstädtisches Freiraumkonzept mit langfristi-
gen Zielen, Potenzialen und Visionen für die zukünftige Grün- und Freiraumplanung entstan-
den. Der Freiraumplan stellt eine Dachstrategie für die Freiräume zu verschiedenen Fachthe-
men wie Umwelt- und Naturschutz, Landschaftsplanung, Stadtplanung, Sozial- und Jugendar-
beit, Gesundheit und Sport dar.
Die Bonner Biodiversitätsstrategie beantwortet die Frage nach den Instrumenten und Maß-
nahmen, die in Bonn das Potenzial haben, die größte Wirksamkeit für den Biodiversitätsschutz
zu entfalten. Die Strategie wurde im Zeitraum 2023 bis 2025 als kommunales Steuerungs-
instrument und Abwägungsgrundlage entwickelt. Sie enthält neben den 36 strategischen Zie-
len und Handlungsschwerpunkten das Aktionsprogramm Biodiversität 2030, den Umsetzungs-
fahrplan mit Maßnahmenempfehlungen zum Biodiversitätsschutz für die kommenden fünf
Jahre.
Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept (BEZK) von 2008 mit einer Ergänzung von 2012 wird
derzeit fortgeschrieben. Das BEZK als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6
Satz 11 BauGB dient in erster Linie der gesamtstädtischen Steuerung der Einzelhandelsland-
schaft. Die Bonner Innenstadt ist als Hauptgeschäftsbereich mit gesamtstädtischer und über-
regionaler Bedeutung für Waren des kurz- bis langfristigen Bedarfes festgelegt. Unter anderem
ist es entsprechend Ziel, im BEZK die oberzentrale Versorgungsfunktion, die Einzelhandelszent-
ralität, die Einzelhandels- und Funktionsvielfalt sowie die Identität der Innenstadt zu erhalten
und zu stärken. Das BEZK wird seit 2023 fortgeschrieben. Der Entwurf der Fortschreibung
konnte Ende 2024 erstellt werden, ein Satzungsbeschluss wird für das dritte Quartal 2025 an-
gestrebt. Wesentliche Zielsetzungen sollen beibehalten werden und die Steuerung an die Re-
alität der gewachsenen Handelsstrukturen, an den Strukturwandel im Einzelhandel, geänderte
Bedürfnisse der Gesellschaft sowie neuer rechtlicher Rahmenbedingungen angepasst werden.
Ein Schwerpunkt der Fortschreibung lag somit auf gesamtstädtischen Erhebungen, Befragun-
gen und Auswertungen weiterer Grundlagen sowie der kollaborativen Ableitung des räumlich-
funktionalen Einzelhandelskonzeptes. Räumliche Analysen und Entwicklungsempfehlungen
sind im Entwurf der Fortschreibung in Steckbriefen für die jeweiligen zentralen Versorgungs-
bereiche zusammengefasst. Für die Bonner Innenstadt ist ein ausführlicher Steckbrief enthal-
ten, in dem neben der ausführlichen Analyse der Einzelhandelsstruktur auch Bewertungen zurSeite 16 von 111
6
städtebaulichen Struktur sowie daraus abgeleiteten Entwicklungsempfehlungen dargestellt
sind (vgl. Entwurf – Fortschreibung des Bonner Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 12/2024:
60 ff.). Im Gegensatz zur Abgrenzung der Innenstadt im ISEK, ist der räumliche Umgriff des
Innenstadtzentrums im BEZK auf den Handelsschwerpunkt der Innenstadt beschränkt. Er-
kenntnisse sind nachfolgend in den Masterplan 3.0 eingeflossen.
2 Beteiligungsprozess
Der Beteiligungsprozess für die Erarbeitung des ISEKs Innenstadt Bonn untergliedert sich in
zwei Bausteine. Auf der einen Seite steht die Beteiligung von Politik und Verwaltung in Fokus
und auf der anderen Seite die Beteiligung der Öffentlichkeit. Zu den Themen der Beteiligung
zählen insbesondere die Information der Öffentlichkeit über die geplanten Projekte sowie die
Mitwirkung zur SWOT-Analyse, den Leitmotiven und den daraus abgeleiteten Handlungsfel-
dern inkl. Entwicklungszielen. Ziel ist es, die Ideen, Anregungen und Vorschläge der Öffentlich-
keit zu erfassen und bei der ISEK-Erstellung zu berücksichtigen. Dadurch kann die Öffentlichkeit
ihre lokalen Kenntnisse und Bedarfe für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt Bonn ein-
bringen.
Im Rahmen des ISEK-Erarbeitungsprozesses wurden drei verschiedene Beteiligungsformate
durchgeführt, die nachfolgend kurz beschrieben werden. Über die Bausteine des Beteiligungs-
konzeptes hatten zuvor der Beirat Bürgerbeteiligung, der Beirat für Kinder- und Jugendbeteili-
gung sowie der Ausschuss Bürgerbeteiligung beraten und das entwickelte Konzept beschlos-
sen.
Eine Dokumentation der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung ist im Anhang beigefügt.Seite 17 von 111
7
Abbildung – Beteiligungskonzept ISEK Innenstadt BonnSeite 18 von 111
8
Öffentlichkeitsbeteiligung über die städtische Beteiligungsplattform bonn-macht-mit.de
Im Zeitraum vom 21.05.2025 bis zum 04.06.2025 hatten die Bürger*innen und die Stadtteilak-
teur*innen die Möglichkeit, sich auf der städtischen Beteiligungsplattform “Bonn macht mit”
über das Vorhaben und erste Inhalte des ISEKs zu informieren sowie ihre Ideen und Anregun-
gen dort zu formulieren.
Öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt
Parallel zur Beteiligung über “Bonn macht mit” wurde am 23.05.2025 ein öffentlicher Stadt-
spaziergang durch die Bonner Innenstadt organisiert. Die Route des Spazierganges führte an
den verschiedenen Projekten des ISEKs vorbei. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, Fra-
gen zu den Projekten zu stellen und ihre Anregungen zu äußern. Bei einer Abschlussrunde
wurden Karten zu der Verortung von Stärken und Schwächen sowie eine Maßnahmenkarte mit
ersten Projektvorschlägen bereitgestellt, zu denen die Teilnehmenden ihre Anregungen ein-
bringen konnten.
Abbildung – Beteiligungsveranstaltung öffentlicher Stadtspaziergang 23.05.2025
Kinder- und Jugendbeteiligung
Der Beirat Kinder und Jugendbeteiligung wurde über die Erstellung des ISEKs informiert und in
die Ausgestaltung der vorgesehenen Formate zur Beteiligung Kinder und Jugendlicher einbe-
zogen. In Kleingruppenarbeiten haben die Kinder und Jugendlichen weitere Empfehlungen
abgegeben, die bei der Beteiligung berücksichtigt wurden.
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wurde in Zusammenarbeit mit einer weiterfüh-
renden Schule durchgeführt. Im Rahmen einer Projektstunde am 02.06.2025 hatten die Ju-
gendlichen der Oberstufe des Beethovengymnasiums die Möglichkeit, Stärken und Schwächen
der Innenstadt aus Ihrer Perspektive herauszuarbeiten und Ziele für eine zukünftige Entwick-
lung der Projekte zu formulieren.Seite 19 von 111
9
3 Bestandsanalyse
Die Grundlage für die Entwicklung von Leitmotiven, Handlungsfeldern und Entwicklungsstra-
tegien bildet die Bestandsanalyse. Im Folgenden werden die bestehenden Stärken und Schwä-
chen des Lupenraums textlich sowie räumlich in einer Stärken- bzw. Schwächenkarte darge-
stellt.
Stärken
Zu den Stärken der Bonner Innenstadt zählen die bestehenden Grün- und Freiräume, wie bei-
spielsweise der Hofgarten und der Stadtgarten. Sie sind wichtige Orte der Begegnung für un-
terschiedliche Bevölkerungsgruppen und übernehmen damit eine soziale Funktion.
Abbildung – Stärkenkarte ISEK Innenstadt BonnSeite 20 von 111
10
Darüber hinaus haben insbesondere die Freiräume eine positive Auswirkung auf das Stadt-
klima. Auch der Rhein spielt eine zentrale Rolle in der Stadtentwicklung, da er den Bonner*in-
nen und Besucher*innen als wichtiger Erholungsraum dient und Qualitäten für Freizeit, Woh-
nen und Arbeiten schafft.
Die Bonner Innenstadt zeichnet sich insgesamt durch ihre Belebtheit mit einer hohen Nut-
zungsmischung, einem vielfältigen Einzelhandel im Innenstadtzentrum und ergänzenden Funk-
tionen wie Kultur- und Gastronomieangeboten aus. Ihre identitätsstiftende Wirkung ergibt sich
insbesondere aus ihrer Kompaktheit, den historischen Baubeständen sowie ihrer funktionalen
Dichte und Vielfalt. Sie vereint die Funktionen Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Arbeiten,
Bildung, Kultur und Tourismus. Hervorzuheben sind die vielfältige Einzelhandelsstruktur und,
insbesondere in den Randbereichen des Innenstadtzentrums, viele spezialisierte und inhaber-
geführte Einzelhandelsangebote neben den üblichen filialisierten Angeboten. Auch die Univer-
sität als innerstädtischer Bildungsstandort ist ein wichtiger Impulsgeber für die Stadt und prägt
mit dem Hauptgebäude des Schlosses am Hofgarten das Stadtbild. Angrenzend zum Einzelhan-
delsschwerpunkt liegen vielfältige Wohnquartiere. Durch aktuell in der Umsetzung befindliche
und geplante Projekte aus dem Masterplan 2.0 wird die Wohnqualität beispielsweise durch
die Umgestaltung und Aufwertung der Bornheimer Straße, der Kölnstraße und des Stiftsplat-
zes weiter verbessert.
Schwächen
Trotz dieser positiven Aspekte bestehen in der Bonner Innenstadt auch verschiedene Heraus-
forderungen. So zeigen sich in mehreren Bereichen gestalterische Defizite im öffentlichen
Raum.
Insbesondere die fehlende Einheitlichkeit bei Materialien und Möblierung beeinträchtigt das
Erscheinungsbild. Zusätzlich steht der Einzelhandel – trotz seiner bisherigen Stärke – zuneh-
mend unter Druck, etwa durch den Wandel im Konsumverhalten und die Konkurrenz durch
den Online-Handel. Als weitere Schwächen können die ungewisse Zukunft der großen Waren-
und Bekleidungshäuser und die Beliebigkeit durch Filialisten in der Fußgängerzone aufgezählt
werden. In den Fußgängerzonen wird somit ein vielfältiger Nutzungsmix sowie eine hohe Auf-
enthaltsqualität, auch außerhalb vom Konsum, zunehmend wichtiger.
Auch mangelt es an Anreizen und Strukturen für bürgerschaftliches Engagement in der Innen-
stadtentwicklung. In einigen Bereichen wie der Rheingasse und der Rheinuferpromenade
kommt es aufgrund der Ausrichtung auf den Kfz-Verkehr zu Konflikten zwischen den verschie-
denen Verkehrsteilnehmenden.
Darüber hinaus besteht Handlungsbedarf bei der Gestaltung und Vernetzung der Grün- und
Freiräume sowie zur Optimierung der Nutzungsverflechtung und Verknüpfung der Lageberei-
che insgesamt. Bestehende Grünflächen verfügen häufig über eine geringe Aufenthaltsqualität
und sind gestalterisch sowie funktional unzureichend ausgebildet. Zudem besteht eine man-Seite 21 von 111
11
gelnde Vernetzung der Innenstadt zum Rhein. Die Zugänge zum Rhein sind nur begrenzt vor-
handen, oft nicht barrierefrei und wenig einladend gestaltet. Der hohe Versiegelungsgrad in
der Innenstadt trägt darüber hinaus zur Entstehung von Hitzeinseln in den Siedlungsräumen,
Straßen und Plätzen bei und verstärkt die Belastung durch zunehmende Starkregenereignisse.
Abbildung – Schwächenkarte ISEK Innenstadt Bonn
4 Leitmotive, Handlungsfelder und Entwicklungsziele
Die Leitmotive der Stadtentwicklung des Masterplans Innere Stadt Bonn haben weiterhin Be-
stand und werden im Zusammenhang mit der Betrachtung des Lupenraumes weiterentwi-
ckelt. Der Fokus liegt auf den zwei Leitmotiven “Bonner Promenaden” und “Urbanes C”, de-
nen jeweils Handlungsfelder und Entwicklungsziele zugeordnet werden.Seite 22 von 111
12
Abbildung – Leitmotive, Handlungsfelder und Entwicklungsziele
Handlungsfeld Stärkung und Verbindung blau-grüne Bänder
Das Handlungsfeld beinhaltet die Stärkung und Vernetzung von blau-grüner Infrastruktur in-
nerhalb der Bonner Innenstadt. Hierzu zählen insbesondere Elemente wie bestehende Grün-
und Freiflächen sowie Wasser- und Flussläufe sowie Regenwassermanagementsysteme. So
trägt die Verbindung dieser Elemente dazu bei, städtische Hitzeinseln zu reduzieren, die Bio-
diversität in der Stadt zu erhöhen und das Stadtklima allgemein zu verbessern. Ziel ist es, blau-
grüne Korridore/Bänder zu schaffen, die die Bonner Innenstadt durchziehen und somit die
Verbindung vom Rhein zur (Innen)Stadt stärken und die Resilienz der Innenstadt gegenüber
dem Klimawandel und Extremwetterereignissen erhöhen. Weitere positive Effekte sind die
Förderung sozialer Interaktion, indem die Aufenthaltsqualität an den verschiedensten Begeg-
nungsorten erhöht wird. Somit spielt das Handlungsfeld eine zentrale Rolle im Rahmen einer
nachhaltigen und lebenswerten Gestaltung der Bonner Innenstadt, um die Lebensqualität in
urbanen Räumen zu verbessern. Die wesentlichen Entwicklungsziele sind nachfolgend aufge-
führt:
 Vernetzung von Grünflächen und Freianlagen
 Reduzierung von innerstädtischen Hitze-Hot-Spots
 Umsetzung Regenwassermanagement im Sinne des Schwammstadtprinzips
 Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Schaffung von Aufenthaltsräumen für verschie-
dene Nutzergruppen in der Innenstadt
 Erhöhung der Biodiversität in der StadtSeite 23 von 111
13
 Verbesserung der Verkehrssituation für den Fuß- und Radverkehr, Reduzierung von
Konflikten
 Verbesserung Barrierefreiheit
 Aufwertung der Verbindung zwischen Innenstadt und Rhein (Stadt zum Rhein)
Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken
Die Stärkung der Bonner Innenstadt sowohl funktional als auch sozial ist ein zentrales Hand-
lungsfeld der zukünftigen Innenstadtentwicklung. Ein wesentliches Ziel ist die Innenstadt als
lebenswerten, vielfältigen und attraktiven Ort für alle Menschen zur erhalten und weiterzu-
entwickeln. Funktional bedeutet in diesem Zusammenhang die Infrastruktur, die Nutzungsviel-
falt an Einzelhandelsgeschäften, Gastronomie, Dienstleistungen sowie öffentlichen Räumen so
zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Bevölkerung, der Besuchenden sowie den ansässi-
gen Unternehmen entsprechen. In sozialer Hinsicht ist es ebenso wichtig, die Bonner Innen-
stadt als Ort der Begegnung und des Austausches zu fördern. Dieser Ansatz stellt somit sowohl
die Infrastruktur als auch das soziale Miteinander in den Mittelpunkt, um die Bonner Innen-
stadt als Impulsgeber einer ganzheitlichen Stadtentwicklung nachhaltig zu sichern und weiter-
zuentwickeln. Wesentliche Entwicklungsziele sind insbesondere:
 Förderung privaten Engagements
 Beteiligung und Einbindung der Öffentlichkeit, Stadtgesellschaft, Unternehmen, insti-
tutioneller Partner*innen, Immobilieneigentümer*innen, Vereine und Initiativen so-
wie Wirtschaft an den Prozessen der Innenstadtentwicklung
 Stärkung der Funktion der Bonner Innenstadt als Hauptgeschäftszentrum
 Förderung von Zusammenleben in der Innenstadt, Begegnungsräume schaffen
 Aufwertung öffentlicher Raum
 Gestaltung als Beitrag zur Imagebildung und -stärkung
 Sicherung und Weiterentwicklung eines attraktiven und zeitgemäßen Erscheinungsbil-
des des öffentlichen Raums in der Bonner Innenstadt
Übergeordnete Querschnittsziele
Neben den Entwicklungszielen der beiden Handlungsfeldern sind der Klimaschutz und die
Klimaanpassung sowie der Erhalt und die Stärkung des Innenstadtzentrums als übergeordnete
Querschnittsziele zu nennen. Ziel ist es, die klimarelevanten Emissionen zu reduzieren und die
Bonner Innenstadt an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen und die Resilienz zu
stärken. Gleichzeitig soll die Innenstadt als vielfältiger, lebendiger und attraktiver Raum ge-
stärkt werden und funktional wie gestalterisch aufgewertet werden. Sie sind zentrale Leitlinien
des ISEKs und werden in allen Handlungsfeldern und Maßnahmen berücksichtigt. Somit tragen
die übergeordneten Querschnittsziele dazu bei, die Bonner Innenstadt nachhaltig und zu-
kunftsfähig weiterzuentwickeln.Seite 24 von 111
14
5 Maßnahmenkonzept
Aufbauend auf den Ergebnissen der Analyse, der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie der Beteili-
gung von Politik und Verwaltung umfasst das Maßnahmenkonzept alle Projekte, die dazu die-
nen die beschriebenen Schwächen in der Bonner Innenstadt auszugleichen und die vorhande-
nen Potenziale zu nutzen, um sie zukunftsfähig und resilient zu entwickeln.
Abbildung Maßnahmenkonzept ISEK Innenstadt Bonn
Der Maßnahmenplan bietet einen Überblick über alle Projekte, die räumlich verortet werden
können. Eine detaillierte Vorstellung jeder Maßnahme erfolgt in Form von Projektsteckbriefen.
Sie enthalten neben dem Projekttitel eine Kurzbeschreibung der Maßnahme inkl. besonderem
Fokus auf das Thema Klimaschutz und Klimaanpassung. Zudem werden das zugeordnete Hand-
lungsfeld sowie die Entwicklungsziele kurz aufgeführt. Des Weiteren enthalten die Steckbriefe
kurze Informationen über mögliche Finanzierungszugänge, eine Kostenschätzung, die Zuord-Seite 25 von 111
15
nung zu einem federführenden Amt der Stadtverwaltung sowie zu den wesentlichen Baustei-
nen der Öffentlichkeitsbeteiligung. Abschließend wird ein kurzer Ausblick auf die wichtigsten
Meilensteine des Projektes gegeben.
Die detaillierten Projektsteckbriefe sind im Anhang beigefügt.
6 Projektsteuerung und Umsetzung
Projektkoordination- und Umsetzung
Das vorliegende Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für den Lupenraum „In-
nenstadt Bonn” zeigt die Fortführung des Stadterneuerungsprozesses der Bonner Innenstadt
für einen Zeithorizont von 2026-2035 auf. Die aufgezeigten Entwicklungsstrategien und erar-
beitenden Projektsteckbriefe sollen eine realistische Einschätzung zur Umsetzung der Maß-
nahmen geben. Dabei sind Abhängigkeiten sowie Fortschritte weiterer Maßnahmen in der
Bonner Innenstadt immer mit zu berücksichtigen
Lenkungs- und Projektgruppe Masterplan Innere Stadt Bonn (verwaltungsintern)
Die fachämter- und dezernatsübergreifenden Projekt- und Lenkungsgruppen sollen weiterhin
viermal jährlich tagen und wichtige Grundsatzentscheidungen im Rahmen der Umsetzungs-
phase treffen. Das Innenstadt- und Fördermanagement, das städtische Gebäudemanagement
sowie die untere Denkmalbehörde begleiten intensiv diesen internen Abstimmungs- und Ar-
beitsprozess.
Projektbeirat Masterplan Innere Stadt 2.0 (Politik)
Im Jahr 2022 wurde ein politischer Projektbeirat mit zehn politischen Vertreter*innen und
Stellvertreter*innen vom Rat der Stadt Bonn beschlossen und eingerichtet. In den viermal jähr-
lich stattfindenden Sitzungen des Projektbeirates zum Masterplan Innere Stadt Bonn werden
die aktuellen Sachstände der einzelnen Maßnahmen des Masterplans begleitend vorgestellt
und politisch beraten. Dies dient der Information der politischen Gremienmitglieder*innen
und der Vorbereitung von Entscheidungen der gemäß Zuständigkeitsordnung bzw. Bezirkssat-
zung zuständigen Gremien. Ziel ist eine möglichst enge Begleitung der Planungs- und Baupha-
sen durch politische Vertreter*innen, um größtmögliche Transparenz (Planungsstand, Kosten-
entwicklung und Zeitplan) herzustellen, um in konstruktiver Gesprächsatmosphäre aktuelle
Fragestellungen der Projekte und der Gesamtmaßnahme zu erörtern und die weiteren Pro-
jektschritte vorzubereiten. Der initiierte Beirat soll weiterhin viermal jährlich tagen und die
Projekte des Lupenraumes ISEK Innenstadt Bonn weiterhin begleiten.Seite 26 von 111
16
Innenstadtmanagement
Das Innenstadtmanagement Bonn begleitet aktuell koordinierend die Projekte des Master-
plans und unterstützt die Stadtverwaltung intensiv in der Umsetzung der jeweiligen Einzel-
maßnahmen. Ebenfalls bietet das Innenstadtmanagement - mit Sitz im Pavillon für Baukultur
an der Budapester Straße - einen idealen zentralen Anlaufpunkt in der Bonner Innenstadt für
Bürger*innen, Stakeholder*innen, Einzelhändler*innen und Gewerbetreibende sowie Immo-
bilieneigentümer*innen und Stadtteilakteur*innen. Es soll im Rahmen der Umsetzung der
zwölf Projekte des Maßnahmenkonzeptes weiterhin einen aktiven Part einnehmen.Seite 27 von 111
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7 Maßnahmenliste
Nr. Maßnahme Feder-
führung
Amt
Umsetzungsphase Schätzung der
Kosten
Verteilung der
Kosten Finanzierungszugang
Phase 1 Phase 2
kon-
sumtiv investiv
2026-2031
2032-
2035
Handlungsfeld Stärkung/ Verbindung blau-grüne Bänder
1 Rheinuferpromenade 3. BA 67 8.600.000 € FRL Städtebauförderung
FRL Nahmobilität
2 Rheingasse 61
66 1.300.000 €
FRL Städtebauförderung
FRL Nahmobilität
FöRi-kom-Stra
3 Kaiserplatz/Freianlagen 67 2.900.000 € FRL Städtebauförderung
4 Am Neutor/Kaiserplatz (Ver-
kehrsanlagen)
61
66 1.000.000 € FRL Städtebauförderung
Föri-kom-Stra
11 Opernvorplatz 67
Kosten noch
nicht beziffer-
bar
FRL Städtebauförderung
12 Stockentor/Alter Zoll 2. BA 67
Kosten noch
nicht beziffer-
bar FRL StädtebauförderungSeite 28 von 111
18
Handlungsfeld Innenstadt funktional und sozial stärken
5 Innenstadtmanagement (IM)
und Öffentlichkeitsarbeit 61 995.000 € FRL Städtebauförderung
6 Verfügungsfonds 61 200.000 € FRL Städtebauförde-
rung, Private
7 Gestaltungshandbuch Innen-
stadt 61 220.000 € FRL Städtebauförderung
8 Zielbildprozess Innenstadt
03
61
IM
100.000 € FRL Städtebauförderung
9 Bespielung Kaiserplatz
03
61
IM
50.000 € FRL Städtebauförderung
10 Friedensplatz 66
67 6.790.00 € FRL Städtebauförderung
Gesamtkosten ca. 22.155.000 €Seite 29 von 111
19
8 Anhang
 Projektsteckbriefe
 Dokumentation ÖffentlichkeitsbeteiligungSeite 30 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
1
Neugestaltung Rheinuferpromenade – 3. Bauabschnitt Nr. 1
Alter Zoll bis Zweite Fährgasse
Handlungsfeld
 Stärkung und Verbindung blau grüne
Bänder
Zielsetzung
 Erhöhung der Aufenthaltsqualität für
unterschiedliche Nutzergruppen
 Verbesserung der Verkehrssituation für
den Fuß- und Radverkehr
 Umsetzung
Schwammstadtprinzip/Klimaanpassung
Kurzbeschreibung
Der Rhein und seine Ufer sind in Bonn prägende Element der Freiraum- und Siedlungsstruktur und
Anziehungspunkt für die Freizeit- und Erholungsnutzung für alle in Bonn lebenden Menschen. Je
nach Ausprägung werden die Rheinufer zum Joggen, Fahrrad fahren, Sitzen, Ruhen oder Flanieren
genutzt. Dabei nimmt das Rheinufer auch eine Schlüsselfunktion als Treff- und Kontaktpunkt für
Menschen unterschiedlicher sozialer, kultureller und demographischer Bevölkerungsgruppen ein.
Hier werden soziale Kontakte und Kommunikation, einschließlich kultureller Aktivitäten gefördert.
Ein gesellschaftlicher Zusammenhang wird gestärkt. Die Aufenthaltsqualität soll unter
Berücksichtigung der unterschiedlichen Nutzergruppen gesteigert werden. Das Rheinufer soll
zukünftig barrierefrei und orientierungssicher von Fußgänger*innen und Radfahrenden erreicht
und genutzt werden können.
Teilen des linken Bonner Rheinufers fehlt es an Attraktivität und die bauliche Gesamtsubstanz ist
weder funktional noch gestalterisch zukunftsfähig. Das Rheinufer soll wieder ein Ort der
regionalen Identifikation, der lokalen Geschichte und des kulturellen Erbes werden – eine
Visitenkarte der Stadt. Hierzu ist es notwendig, vorhandene Defizite wie Anpassungen an den
Klimawandel und Konflikte zwischen Auto-, Rad- und Fußgängerverkehr aufzuarbeiten. Außerdem
müssen vorhandene Angsträume durch entsprechende Beleuchtung und gute Einsehbarkeit
weitläufiger Bereiche aufgelöst werden. Darüber hinaus sind neue und zusätzliche attraktive
Angebote zur Steigerung der Aufenthalts- und Begegnungsqualitäten erforderlich.
Für den 1,5km langen Rheinuferbereich zwischen Rosental und Zweiter Fährgasse wurde in 2021
bereits ein landschaftsarchitektonisches Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Die weitere
Ausarbeitung des Siegerbeitrags von Planorama Landschaftsarchitektur aus Berlin wurde bereits
für den ersten und zweiten Bauabschnitt beauftragt. Mittlerweile befindet sich der erste
Bauabschnitt in der Umsetzung. Der 2. Bauabschnitt soll ab Ende 2025 umgesetzt werden.
Um die hoch frequentierte Rheinuferpromenade unterhalb der Innenstadt zu vervollständigen, soll
auch im dritten Bauabschnitt zwischen Altem Zoll und Zweiter Fährgasse das Gestaltungskonzept
des Siegerbeitrags aus dem Planungswettbewerb aufgenommen, im Detail weiter ausgearbeitet
und umgesetzt werden.
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Wie bereits in der Aufgabenstellung des Wettbewerbs verankert, sind bei den Entwürfen die
Auswirkungen des Klimawandels zu beachten. Die Berücksichtigung zunehmender
Extremwetterereignisse, das Schwammstadt-Prinzip, ein angepasstes Regenwassermanagement
sowie der Schutz und die schonende Nutzung von Biodiversität sind die hierfür geltenden
allgemeinen stadt- und freiraumplanerischen Leitgedanken. Der aktuelle Versiegelungsgrad im
Wettbewerbsgebiet soll für eine nachhaltige Stadtentwicklung konzeptabhängig deutlich
verringert, der Anteil der Vegetationsflächen erhöht werden.Seite 31 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
2
Darüber hinaus soll der Anteil der Verschattung ausgeweitet und die Aufenthaltsqualität innerhalb
der verschatteten Bereiche erhöht werden.
In Fortführung des ersten und zweiten Bauabschnitts, sollen die befestigten Flächen des
Promenadenbereichs in einem hellen Natursteinmaterial ausgeführt werden, welches die Fläche
insgesamt optisch aufhellt und sich dadurch im Sommer weniger stark aufheizt.
Zudem sind weitere Wasserelemente zur Abkühlung, wie eine Brunnenanlage auf der Platzfläche
unterhalb der Ersten Fährgassen sowie ein Trinkwasserspender vorgesehen.
Bei der Planung der Vegetationsflächen wird Wert auf eine vielfältige Bepflanzung gelegt. Die
bildprägenden Grünflächen an der Rheinuferpromenade werden als pflegearme Gräser-Stauden-
Pflanzung geplant. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Auswahl von
trockenheitsresistenten und insektenfreundlichen Stauden und Gräsern gelegt. Für
Baumneupflanzungen, die den vorhandenen Bestand ergänzen, werden unterschiedliche
Klimabaumarten vorgesehen, welche im Frühsommer eine reiche Bienenweide sind. Die
zusätzlichen Baumpflanzungen tragen dank Verschattung zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität
insbesondere während Hitzeperioden bei.
Das Gefälle der versiegelten Bereiche soll so ausgerichtet werden, dass möglichst wenig
Niederschlag in die Kanalisation abgeleitet werden muss. Auch im Promenadenbereich soll das
Gefälle so ausgerichtet werden, dass das Niederschlagswasser vorrangig in Beeten geleitet wird.
Sofern diese gesättigt sind, wird überschüssiges Wasser über die Kante in den Rhein abgeführt.
Die geplante Fahrradstraße und die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs tragen zur
Mobilitätswende bei und ermöglichen einen emissionsarmen Erholungsraum am Rheinufer.
Gesamtkosten (brutto):
8.600.000 €
Beteiligungsbausteine:
 Beschlossenes Beteiligungskonzept liegt
vor (Ds.-Nr. 200570)
 Geplante Beteiligungsbausteine aus
Beteiligungskonzept: Moderierte
Diskussions- und Fragerunde zur
Entwurfsplanung, Infoveranstaltung
zum Spatenstich, moderierter
Baustellenrundgang, etc.
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
FRL Nahmobilität
Sonstige Finanzierung
Stimmen aus der Beteiligung:
 Siehe Anlage
„Dokumentation
Öffentlichkeitsbeteiligung“
Federführung: Amt 67
Meilensteine
 Beginn Planung auf Grundlage des Siegerbeitrags Wettbewerb aus 2021
 Beschluss ausführungsreife Entwurfsplanung bis Ende 2026
 Weitere Planung und Ausarbeitung bis zur Bauvergabe bis 09.2027
 Bauliche Umsetzung ab 2028Seite 32 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
3
Umbau Rheingasse Nr. 2
Handlungsfeld
 Innenstadt funktional und sozial stärken
Zielsetzung
 Verbindung zwischen Rhein und
Innenstadt attraktiver gestalten
 Qualitäten für Umweltverbund erhöhen
 Kfz-Verkehre verträglich abwickeln
 Klima- und Aufenthaltsqualitäten erhöhen
Kurzbeschreibung
Die Rheingasse ist aktuell durch starke Versiegelung und eine an den Anforderungen des Kfz-
Verkehrs orientierte Gestaltung geprägt. Ebenso sind die Anforderungen der anliegenden Oper
und deren Ladelogistik zu berücksichtigen. Dabei hat sie auch für den Umweltverbund eine hohe
Bedeutung und stellt aus gestalterischer Sicht das Bindeglied zwischen Rhein und Innenstadt dar
(als Fortführung des Projekts „Uni trifft City“ aus dem Masterplan 2.0). Vor diesem Hintergrund
zielt die Umgestaltung darauf ab, den Straßenzug gestalterisch aufzuwerten, an die Auswirkungen
des Klimawandels anzupassen und die Verkehrsinfrastruktur an den Anforderungen der
Verkehrswende auszurichten. Gem. politischem Beschluss (DS 231997) ist eine
Einbahnstraßenführung für den Kfz-Verkehr in Richtung Innenstadt vorgesehen, in Richtung Rhein
soll nur der Radverkehr auf einer gesonderten Spur zugelassen werden. Die Stadtverwaltung hat
zunächst drei Varianten für die Beteiligung der Öffentlichkeit im Sommer 2024 ausgearbeitet. Auf
Basis der Anregungen aus dem Beteiligungsprozess überarbeitet die Verwaltung die Planung, die in
2026 der Politik zum Beschluss vorgelegt werden soll.
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Das Projekt beinhaltet die Umverteilung der Verkehrsflächen zugunsten des Umweltverbunds und
soll zu einer Verkehrswende und damit zum Klimaschutz beitragen. Bzgl. der Klimaanpassung
sollen Flächen entsiegelt und Bäume (unter Berücksichtigung der Leitungen) gepflanzt werden,
zudem fungiert das Projekt als Modellprojekt für die Erprobung von Schwammstadtelementen.
Gesamtkosten (brutto):
1.300.000 €
Beteiligungsbausteine:
 Abendveranstaltung,
 aufsuchende Beteiligung,
 Kinder- und Jugendbeteiligung,
 Onlinebeteiligung
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
FRL Nahmobilität
Stimmen aus der Beteiligung :
 siehe Anlage
„Dokumentation
Öffentlichkeitsbeteiligung“
Federführung: Amt 61, ab Vorplanung Amt 66
Meilensteine
 Projektauftakt: Juni 2023
 Beschluss zur Einbahnstraßenführung und Öffentlichkeitsbeteiligung: März 2024
 Öffentlichkeitsbeteiligung: Juni 2024
 Beschluss zur Auswahl Vorzugsvariante: 2026
 Beschluss Entwurfsplanung: 2027
 Beschluss Ausführungsplanung: 2028
 Start Umsetzung: 2030Seite 33 von 111
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Projektsteckbriefe
4
Kaiserplatz/ Freianlagen Nr. 3
Handlungsfeld
 Stärkung und Verbindung blau-grüne
Bänder
Zielsetzung
 Vernetzung von Grünflächen und
Freianlagen
 Erhöhung der Aufenthaltsqualität und
Biodiversität in der Stadt
Kurzbeschreibung
Bei der Umgestaltung des Kaiserplatzes steht die Verbesserung der öffentlichen Räume, der
innerstädtischen Verbindungen sowie die Aufwertung der Lagequalität in diesem Bereich der
"Inneren Stadt" im Vordergrund.
Der Kaiserplatz ist ein wichtiges Element kurfürstlicher Anlagen in der Achse vom kurfürstlichen
Schloss über die Poppelsdorfer Allee, den Hofgarten bis zum Rhein. Er ist Bestandteil des
eingetragenen Denkmals “Gesamtanlage Schloß Poppelsdorf "Clemensruhe", einschließlich Allee,
Kaiserplatz” und dient zudem als wichtige Verbindung zwischen dem Bahnhof/ ZOB und der
Universität/ Hofgarten. Gerade da es im zentralen Innenstadtbereich nur wenige Grünflächen gibt,
kommt diesem Platz eine besondere Bedeutung als konsumfreier Aufenthalts- und Erholungsraum
zu. Der Platz selbst ist bereits durch die große Rasenfläche und den parallelen Baumreihen
vorwiegend grün geprägt.
Ihm fehlt es jedoch an Attraktivität, die bauliche Gesamtsubstanz ist weder funktional noch
gestalterisch zukunftsfähig. Hinzu kommen aufgrund der unzureichenden Struktur Probleme mit
Vandalismus, fehlendem Sicherheitsgefühl und vorhandenen Angsträumen.
Der Kaiserplatz soll wieder ein Ort der Identifikation werden. Hierzu ist es notwendig, die
vorhandenen Defizite wie die vorhandene Angsträume durch entsprechende Beleuchtung und
gute Einsehbarkeit aufzulösen, zusätzliche attraktive Aufenthaltsangebote für unterschiedliche
Nutzergruppen zur Steigerung der Aufenthalts- und Begegnungsqualitäten anzubieten und auch
weitere Beiträge zur Klimaanpassung zu integrieren.
Konkrete Maßnahmen hierfür sollen u.a. die Schaffung von multifunktionalen Spielangeboten für
Menschen mit Kindern sein, Nutzungsmöglichkeit der bisher abgesperrten Rasenfläche,
Verbesserung der Beleuchtung zur Steigerung des Sicherheitsgefühls, Bereitstellung von
attraktiven, konsumfreien Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten unterschiedlicher Nutzergruppen
und Altersklassen, die Neugestaltung der vorhandenen befestigen Wegebereiche und die
Erweiterung der Vegetationsstrukturen mit pflegearmen Staudenpflanzungen sowie ggf.
Ergänzung einzelner Baumpflanzungen. Zudem sollen die vorhandene Brunnenanlage erneuert
und auch ein Trinkwasserspender aufgestellt werden. Die vorhandene Fahrradabstellanlage soll
der künftigen Gestaltung entsprechend integriert und neu geordnet werden.
Die Umsetzung der Maßnahmen soll mit einem Qualifizierungsverfahren über den gesamten
Kaiserplatz inkl. der Verkehrsanlagen (Projektstechbrief Nr. 3 und 4) eingeleitet werden. Die
bauliche Umsetzung soll dann abschnittsweise erfolgen, wonach sich ein Bauabschnitt auf die
Grün-und Freiflächen konzentriert (Projektsteckbrief Nr. 3) und ein Bauabschnitt auf die
Verkehrsflächen der Straßen Kaiserplatz und Am Neutor (Projektsteckbrief Nr. 4).Seite 34 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
5
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Die Berücksichtigung zunehmender Extremwetterereignisse, das Schwammstadt-Prinzip, ein
angepasstes Regenwassermanagement sowie der Schutz und die schonende Nutzung von
Biodiversität sind die hierfür geltenden allgemeinen stadt- und freiraumplanerische Leitgedanken.
Bei der Planung der Vegetationsflächen wird Wert auf eine vielfältige Bepflanzung gelegt.
Ergänzenden Staudenflächen werden als pflegearme Stauden-Pflanzung geplant. Besonderes
Augenmerk wird dabei auf die Auswahl von trockenheitsresistenten und insektenfreundlichen
Stauden gelegt. Für Baumneupflanzungen, die den vorhandenen Bestand ergänzen, werden
Klimabaumarten vorgesehen, welche eine reiche Bienenweide sind. Einzelne
Baumneupflanzungen tragen dank Verschattung zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität
insbesondere während Hitzeperioden bei.
Das Gefälle der versiegelten Bereiche soll so ausgerichtet werden, dass möglichst wenig
Niederschlag in die Kanalisation abgeleitet werden muss und vorrangig in den vorhandenen und
neuen, erweiterten Grünflächen versickern kann. Nur sofern diese gesättigt sind, wird
überschüssiges Wasser in den Kanal abgeführt.
Gesamtkosten (brutto):
2.900.000 €
Beteiligungsbausteine:
 Komplexes Beteiligungsverfahren
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
Sonstige Finanzierung
Stimmen aus der Beteiligung:
 siehe Anlage
„Dokumentation
Öffentlichkeitsbeteiligung“
Federführung: Amt 67
Meilensteine
 Grundlagenermittlung, Qualifizierungsverfahren und weitere Planung bis 2028
 Beschluss ausführungsreife Entwurfsplanung bis Ende 2029
 Weitere Planung und Ausarbeitung bis Bauvergabe bis 09.2030
 Bauliche Umsetzung ab 2031Seite 35 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
6
Am Neutor /Kaiserplatz (Verkehrsanlagen) Nr. 4
Handlungsfeld
 Stärkung und Verbindung blau-grüne
Bänder
Zielsetzung
 Verbesserung der Verkehrssituation für
den Fuß- und Radverkehr
 Erhöhung der Aufenthaltsqualität
Kurzbeschreibung
Die Achse Am Neutor/ Kaiserplatz ist ein zentraler Ort in der Bonner Innenstadt, der eng mit der
Entwicklung der Stadt verbunden ist. So wurde der Platz im 19. Jahrhundert als wichtiger
Verkehrsknotenpunkt und öffentlicher Raum gestaltet. Im Laufe der Jahre hat sich das
Erscheinungsbild jedoch vielmals gewandelt.
Der enge Straßenraum an der Straße Am Neutor stellt eine große Herausforderung angesichts
einer potenziellen Umgestaltung dar. Insbesondere für die fußläufige Erreichbarkeit der
Innenstadt ist die Achse zwischen Münsterplatz und Kaiserplatz in Verlängerung zur Poppelsdorfer
Alle und der Bonner Südstadt eine wichtige Verbindung. Ebenso hoch ist die Bedeutung für das
Radverkehrsnetz, da der Kaiserplatz und die Straße Am Neutor wichtige Bestandteile von
Radpendlerrouten darstellen (s.Radverkehrsnetz Bonn 2023).
Sie dienen als zentrale Zufahrt für den angrenzenden HBF und Busbahnhof (ZOB), der in den
nächsten Jahren komplett neu gestaltet werden soll. Zudem fließen über die Straße Am Neutor die
Kfz-Verkehre aus der Marktgarage und die Lieferverkehre insbesondere aus der südlichen
Fußgängerzone ab. Am Kaiserplatz befinden sich aktuell Pausenplätzen der Regionalbuslinien, die
es bei einer zukünftigen Planung zu berücksichtigen gilt.
Die Verkehrsanlagen am Kaiserplatz sowie die Straße am Neutor weisen erhebliche städtebauliche
Defizite auf. Möblierung und Oberflächenmaterialien sind nicht mehr zeitgemäß. Werden die
Ausstiegshaltestellen und Pausenplätze erhalten, sollten sie barrierefrei ausgebaut werden.
Ebenso ist die heutige Radverkehrssituation deutlich verbesserungswürdig, da die
Radverkehrsführung in einer Richtung auf einem Radweg verläuft, der teilweise nicht als Radweg
erkennbar und ohne Sicherheitstrennstreifen ausgeführt ist und in die andere Richtung auf der
Fahrbahn verläuft.
Insgesamt soll der Kaiserplatz durch die Neugestaltung ein Ort werden, der die historische
Bedeutung würdigt und gleichzeitig den modernen Ansprüchen der Nutzerinnen und Nutzer
gerecht wird.
Die Umsetzung der Maßnahmen soll mit einem Qualifizierungsverfahren über den gesamten
Kaiserplatz inkl. der Verkehrsanlagen (Projektstechbrief Nr. 3 und 4) eingeleitet werden. Die
bauliche Umsetzung soll dann abschnittsweise erfolgen, wonach sich ein Bauabschnitt auf die
Grün-und Freiflächen konzentriert (Projektsteckbrief Nr. 3) und ein Bauabschnitt auf die
Verkehrsflächen der Straßen Kaiserplatz und Am Neutor (Projektsteckbrief Nr. 4). Letzterer ist
abhängig vom Neubau des Busbahnhofs (ZOB), da der Bereich während der Baumaßnahme des
ZOB für Ersatzhaltestellen dienen soll.
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Entsiegelungsmaßnahmen und beispielsweise die Neupflanzung von Bäumen können als wichtige
Schwammstadtelemente denkbar sein, um eine klimaangepasste und resiliente Gestaltung der
Verkehrsanlagen zu erzielen. Dabei muss die Funktion von Fuß-, Rad-, Liefer- und Busverkehr
weiterhin gegeben sein.Seite 36 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
7
Gesamtkosten (brutto):
1.000.000 €
Beteiligungsbausteine:
 Onlinebeteiligung
 Aufsuchende Beteiligung
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
FRL Nahmobilität
FöRi-kom-Stra
Stimmen aus der Beteiligung:
 siehe Anlage
„Dokumentation
Öffentlichkeitsbeteiligung“
Federführung: Amt 61, ab Vorplanung Amt 66
Beteiligt: Amt 03
Meilensteine
 Qualifizierungsverfahren und Planungsphase: 2027-2031
 Umsetzungsphase: ab 2032 ff. (Abhängigkeit Neubau ZOB)Seite 37 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
8
Fortführung Innenstadtmanagement und Öffentlichkeitsarbeit Nr. 5
Handlungsfeld
 Innenstadt funktional und sozial stärken
Zielsetzung
 Stärkung der Innenstadt
 Vernetzen der innenstadtrelevanten
Akteure
Kurzbeschreibung
Eine Fortführung des Innenstadtmanagements (IM) Bonn ist ab 2027 im Rahmen des Masterplans
Innere Stadt 3.0 vorgesehen, da sich die Arbeit eines Innenstadtmanagements für das Bonner
Zentrum seit dem Jahr 2023 erfolgreich etabliert hat. Mit der Vor-Ort-Präsenz im Pavillon für
Baukultur an der Budapester Straße - direkt in der Bonner Innenstadt gelegen - ist das IM zu einem
wichtigen „Kümmerer“ und Ansprechpartner Vor-Ort geworden, der eine zentrale
Netzwerkfunktion für die Innenstadtrelevanten Akteure übernimmt und die Verbindung zur
Stadtverwaltung schafft.
Das Vernetzen der Akteure und das Nutzen dieser aufgebauten Strukturen, Beteiligungsformate
und Netzwerke soll auch weiterhin als wesentliche Aufgabe des IM bestehen bleiben. Das
übergeordnete Ziel ist dabei, die gemeinsame positive Einflussnahme auf den innerstädtischen
Strukturwandel und den Erhalt einer lebendigen und attraktiven Bonner City im Angesicht
wirtschaftlicher und klimatischer Herausforderungen. Da dank der Städtebauförderung von 2023
bis 2026 mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Masterplan 2.0 und 3.0 eine bauliche
Umgestaltung/Aufwertung der Innenstadt einhergeht, soll das IM diesen Prozess weiter begleiten
und regelmäßig über die baulichen Entwicklungen informieren.
Die Betreuung des Verfügungsfonds in den Themenbereichen Einzelhandel, Klima und
Modernisierung sowie Wohnen und Zusammenleben ist eine zentrale Aufgabe des IM. Ein neuer
wichtiger Schwerpunkt des zukünftigen IM wird die Organisation und Begleitung des Projektes
„Zielbildprozesses Innenstadt Bonn“ sein (siehe Projektsteckbrief Nr. 8).
Das Innenstadtmanagement soll an ein externes Unternehmen vergeben werden. Es werden
Personal- und Sachkosten für eine Laufzeit von 4 Jahren angesetzt sowie ein Budget für die
Öffentlichkeitsbeteiligung für Material- und Sachkosten. Der Standort des
Innenstadtmanagements soll weiterhin der Pavillon für Baukultur an der Budapester Straße 7 sein,
der als städtische Liegenschaft zur Verfügung gestellt wird.
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Die Zukunft der Bonner Innenstadt soll klimaresilient und biodivers sein, sodass sich
dementsprechend viele Themen des Innenstadtmanagements mit diesem Bereich befassen
werden.
Gesamtkosten (brutto):
955.000 € Personal- und Sachkosten
40.000 € Öffentlichkeitsarbeit
Beteiligungsbausteine:
 Unterschiedliche Dialog- und
Beteiligungsformate
 Runde Tische der Stakeholder
(Immobilieneigentümer,
Handelsunternehmen, Gastronomen,
Dienstleister, Bewohner*innen)
 themenbezogene gemeinsame
Veranstaltungsformate der StakeholderSeite 38 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
9
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
Stimmen aus der Beteiligung:
 siehe Anlage
„Dokumentation
Öffentlichkeitsbeteiligung“Federführung: Amt 61 und Amt 03
Meilensteine
 Laufzeit 4 Jahre: 2027 – 2030Seite 39 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
10
Verfügungsfonds Innenstadt Bonn Nr. 6
Handlungsfeld
 Innenstadt funktional und sozial stärken
Zielsetzung
 Förderungen von gemeinnützigen
Projektideen und bürgerschaftlichem
Engagement
Kurzbeschreibung
Mit dem Masterplan Innere Stadt 2.0 wurde ein Verfügungsfonds eingerichtet, welcher im
Rahmen des Masterplans 3.0 fortgeführt werden soll. Da der Verfügungsfonds sehr gut
angenommen worden ist, soll dieser auch weiterhin die Bonner*innen, Vereine und Institutionen
dabei unterstützen, ihre Projektideen für die Innenstadt verwirklichen zu können.
Die Projekte sollen sich auf drei Themenfelder konzentrieren:
- Einzelhandel,
- Klimaschutz und Klimaanpassung sowie
- Integration, Teilhabe und Begegnung
Sowohl Privatpersonen als auch Vereine oder Firmen können Anträge stellen. Es handelt sich um
die finanzielle Förderung von Projekten, die von Personen oder Organisationen im Fördergebiet
selbst eingebracht und umgesetzt werden.
Für die Förderung der einzelnen Projekte stehen für den gesamten Zeitraum (2027 bis 2030) samt
einzubringenden Eigenmitteln insgesamt 100.000 € zur Verfügung. Ebenfalls sollen weitere 50 %
der Verfügungsfonds über Eigenmittel und Mittel Dritter eingebracht werden (s. Förderrichtlinie
Städtebauförderung), so dass effektiv 200.000 € für Investitionen im Rahmen der Verfügungsfonds
für 4 Jahre zur Verfügung stehen.
Der Verfügungsfonds wird durch das Innenstadtmanagement begleitet und verwaltet.
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Durch den Verfügungsfonds sollen explizit Projektideen aus dem Bereich „Klimaschutz und
Klimaanpassung“ unterstützt werden.
Gesamtkosten (brutto):
100.000 €
100.000 € kommunale Mittel oder Mittel Dritter
Beteiligungsbausteine:
 Unterschiedliche Dialog- und
Beteiligungsformate
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
Stimmen aus der Beteiligung:
 Keine Anmerkungen
Federführung: Amt 61 und Amt 03
Meilensteine
 Laufzeit 4 Jahre: 2027 – 2030Seite 40 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
11
Gestaltungshandbuch Bonn-Innenstadt für den öffentlichen Raum Nr. 7
Handlungsfeld
 Innenstadt funktional und sozial stärken
Zielsetzung
 Gestaltung als Beitrag zur Imagebildung
und –stärkung
 Aufwertung des Stadtbildes
 Vereinfachung von Planungsprozessen
Kurzbeschreibung
Zielsetzung des Gestaltungshandbuchs ist die Sicherung und Weiterentwicklung eines attraktiven
und zeitgemäßen Erscheinungsbildes des öffentlichen Raums in der Bonner Innenstadt. Mit der
Sicherung des attraktiven Erscheinungsbildes soll ein Impuls für die positive Weiterentwicklung der
Nutzung der Innenstadt durch Gastronomie und Einzelhandel, Tourismus, Kultur, Bildung, Wohnen
und Arbeiten erfolgen.
Mit einer systematischen Erfassung sind neben dem positiven Erscheinungsbild, Synergien im
Sinne einer gezielten Schärfung des Gestaltungsprofils und der Vereinheitlichung der Gestaltung
und Ausstattungselementen wie beispielsweise Oberflächenmaterial, Bänke,
Begrünungselemente, Radabstellanlagen, etc. zu prüfen und anzustreben.
Dazu ist für das Handbuch, aufbauend auf den örtlichen Gegebenheiten, ein Gestaltungskonzept
und ein Gestaltungskatalog zu entwickeln.
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Der öffentliche Raum spielt eine große Rolle in der Klimaanpassung und der Förderung einer
biodiversen Stadtnatur. Neben der atmosphärischen Aufenthaltsqualität spielt auch die
thermische Aufenthaltsqualität eine große Rolle. Durch eine Standardisierung und
Vereinheitlichung von möglichen Maßnahmen, wird neben dem Straßen- und Ortsbild und den
anderen Anforderungen an den öffentlichen Raum auch das Thema Klimaanpassung und
Förderung der Biodiversität wesentlich nach vorne gebracht sowie einheitliche und abgestimmte
Gestaltungsleitlinien geschaffen.
Gesamtkosten (brutto):
220.000 €
Beteiligungsbausteine:
 Information der Öffentlichkeit
 Städtebau- und Gestaltungsbeirat
 Information Konsultationskreis
 Arbeitskreis Verwaltung und
Stadtwerke
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
Stimmen aus der Beteiligung:
 siehe Anlage
„Dokumentation
Öffentlichkeitsbeteiligung“
Federführung: Amt 61
Meilensteine
 Ausschreibung der Leistungen - ab Mitte des Jahres 2026
 Analyse
 Konzept und Katalog
 Beteiligung und Koordination
 Dokumentation und Handbuch - bis Ende des Jahre 2027Seite 41 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
12
Zielbildprozess Innenstadt Bonn Nr. 8
Handlungsfeld
 Innenstadt funktional und sozial stärken
Zielsetzung
 Stärkung der Funktion der Bonner
Innenstadt als wichtiges Zentrum
Kurzbeschreibung
Im Rahmen des Formates der Bonner Citykonferenzen wurde deutlich, dass es an einer klaren
Vision/ eines klaren Zielbildes für die Entwicklung der Bonner Innenstadt mangelt. Im Rahmen der
jährlich stattfindenden Bonner Citykonferenz saßen unterschiedliche Akteurinnen und Akteure der
Innenstadt zusammen und haben über Entwicklungen und Lösungen für aktuelle
Herausforderungen der Transformation der Bonner Innenstadt diskutiert.
Ziel dieser Maßnahme ist es, dass die Akteur*innen in der Innenstadt, vor allem die in der
Innenstadt ansässigen Unternehmen, die institutionellen Partner*innen sowie die
Immobilieneigentümer*innen, ein gemeinsames und präzises Zielbild für die Bonner Innenstadt
entwickeln. Es sollen verschiedene Themenwelten betrachten werden. So ein Prozess bietet eine
geeignete Plattform für einen breit angelegten Diskussions- und Beteiligungsmöglichkeit zur
Transformation der Bonner Innenstadt.
Der Abschluss des Prozesses ist beispielsweise im Rahmen einer öffentlichen
Abschlussveranstaltung möglich. Aus dem erarbeiteten Zielbild werden die Akteur*innen der
Innenstadt im Anschluss die Strategien weiterentwickeln und implementieren, sodass die
Umsetzung des Zielbildes weniger allein über die Stadtverwaltung erfolgt als vielmehr
insbesondere über die Akteur*innen der Stadtgesellschaft in der Innenstadt.
Die Organisation und Umsetzung des Zielbildprozesses bildet dabei einen wichtigen Baustein im
Rahmen des Portfolios des Innenstadtmanagements und soll durch ein externes Büro begleitet
werden.
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Die Zukunft der Bonner Innenstadt soll klimaangepasst, klimaresilient und biodivers sein, sodass
dieses zentrale Querschnittsthema auch im Zielbildprozess betrachtet wird.
Gesamtkosten (brutto):
100.000 € (Sach- und Personalkosten)
Beteiligungsbausteine:
 Unterschiedliche Dialog- und
Beteiligungsformate wie beispielsweise
Onlinebeteiligung über „Bonn macht
mit“, City-Konferenzen oder die
Beteiligung der Stakeholder:
Immobilieneigentümer,
Handelsunternehmen, Gastronomen,
Dienstleister, Bewohner*innen
 Vor-Ort-Formate auf Straßen und
Plätzen
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
Stimmen aus der Beteiligung:
 siehe Anlage
„Dokumentation
Öffentlichkeitsbeteiligung“
Federführung: Amt 61 und Amt 03Seite 42 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
13
Meilensteine
 2027 Vorbereitungsphase
 2027- 2028 Beteiligungsphase
 2028 Aufbereitung der Ergebnisse und PräsentationSeite 43 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
14
Bespielung Kaiserplatz Nr. 9
Handlungsfeld
 Innenstadt funktional und sozial stärken
Zielsetzung
 Erhöhung der Aufenthaltsqualität und
Schaffung von Aufenthaltsräumen für
verschiedene Nutzergruppen
Kurzbeschreibung
Die unterschiedlichen Nutzergruppen stellen differenzierte Bedürfnisse an diesen öffentlichen
Raum. Mit dieser Ausgangslage beschäftigt sich seit dem Jahr 2022 ein sogenannter „Runder Tisch
Kaiserplatz” aus unterschiedlichsten Mitgliedern (Anwohner*innen, Verbände und Vereine,
Stadtverwaltung, Polizei, Politik, Kirche und Universität, etc.), der sechs verschiedene
Themenbereiche als Herausforderungen identifiziert hat:
1. Drogenkonsum und Zusammenhänge
2. Sicherheit
3. Hofgarten/Universität
4. Verkehr
5. Gestaltung
6. Belebung und Nutzung des Platzes
Das Ziel des Projektes besteht darin neue Impulse durch unterschiedlichste kleinere Maßnahmen
im Vorfeld eines möglichen Umbaus des Kaiserplatzes (siehe Projektsteckbriefe Nr. 3 und 4) in
Anlehnung an die Anregungen des „Runden Tisches Kaiserplatzes“ zu setzen. Im Rahmen eines
überschaubaren Zeithorizontes sollen innerhalb der nächsten drei Jahre erste konkrete
Projektideen aus der Ideensammlung umgesetzt werden.
Die Umsetzung der Maßnahmen soll federführend durch das Innenstadtmanagement in
Kooperation mit den Mitgliedern des „Runden Tisches Kaiserplatz” organisiert und begleitet
werden.
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Das Thema Klimaschutz und Klimaanpassung wird als übergeordnetes Querschnittsthema im
Rahmen der Projektentwicklung stets mitberücksichtigt.
Gesamtkosten (brutto):
50.000 € (Sachkosten)
Beteiligungsbausteine:
 Veranstaltungen, Workshops
 Dialogformate
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
Stimmen aus der Beteiligung:
 Keine Anmerkungen
Federführung: Amt 61 und Amt 03
Meilensteine
 Umsetzungsphase Mitte 2026 bis 2028Seite 44 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
15
Friedensplatz Nr. 10
Handlungsfeld
 Innenstadt funktional und sozial stärken
Zielsetzung
 Verbesserung Barrierefreiheit
 Erhöhung der Aufenthaltsqualität für
unterschiedliche Nutzergruppen
Kurzbeschreibung
Der Friedensplatz in der Bonner Innenstadt bildet eine Verlängerung der Fußgängerzone in
Richtung Nordstadt/Stadthaus. Ab Mitte der 1980er Jahre wurde der Friedensplatz vollständig
nach den Plänen des Architekten Joachim Schürmann neugestaltet und eine Tiefgarage entstand
unterhalb des Platzes. Bedeutende gestalterische Elemente sind der extra für den Platz
entworfene Labyrinthbrunnen, der am nördlichen Rand des Platzes beginnt, der Baumbestand und
die Haltestellen des lokalen und regionalen Busverkehrs im Westen des Platzes. Aufgrund der
zentralen Lage in der Bonner Innenstadt sowie der hohen Frequentierung treten hier vermehrt
Konflikte zwischen Fuß-, Rad-, Liefer- und Busverkehr auf.
Aktuell weist der Platz städtebauliche Defizite auf, die im Rahmen einer Neugestaltung behoben
werden sollen. Zu nennen ist hier beispielsweise die Ausstattung der Buswartehallen
(Überdachung sowie Sitzplätze), die erneuerungsbedürftig erscheinen. Zudem ist das Thema
Verbesserung der Barrierefreiheit detailiert zu betrachten, da der Platz aktuell durch
unterschiedliche Höhenstufen geteilt ist.
Aufgrund der Tiefgarage und der Nutzung des Platzes für Veranstaltungen (insbesondere zum
Weihnachtsmarkt usw.) und als Nutzung für die Außengastronomie gestaltet sich eine
klimagerechte Neugestaltung unter Berücksichtigung des Urheberrechtes und weitreichende
Entsiegelung des Platzes als schwierig. Im ersten Schritt ist ein Konzeptentwicklung notwendig, die
sich beispielsweise mit den Themen der Anpassung des Oberflächenmaterials oder der
Vergrößerung von Baumscheiben sowie neuer Möblierungselemente auseinandersetzt. Das
„Gestaltungshandbuch Bonn Innenstadt für den öffentlichen Raum“ (siehe Projekt Nr.7) soll dabei
eine wichtige Grundlage für die wesentlichen Gestaltungsmerkmale in einem
Qualifizierungsverfahren bieten.
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Das Thema Klimaschutz und Klimaanpassung wird als übergeordnetes Querschnittsthema im
Rahmen der Neugestaltung mit berücksichtigt.
Gesamtkosten (brutto):
6.790.000 €
Beteiligungsbausteine:
 Sind im Rahmen der weiteren Planung
zu definieren
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
FRL Nahmobilität
Sonstige Finanzierung
Stimmen aus der Beteiligung:
 siehe Anlage
„Dokumentation
Öffentlichkeitsbeteiligung“Radweg
Richtung Innenstadt wichtig!
Federführung: Amt 66 und Amt 67Seite 45 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
16
Meilensteine
 Entwurfsplanung bis 09/2027
 Weitere Planung und Ausarbeitung bis zur Bauvergabe bis 09/2030
 Bauliche Umsetzung ab 2031 (letztes mögliches Antragsjahr sowie Abhängigkeit Neubau
ZOBSeite 46 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
17
Opernvorplatz Nr. 11
Handlungsfeld
 Stärkung und Verbindung blau grüne
Bänder
Zielsetzung
 Erhöhung der Aufenthaltsqualität für
unterschiedliche Nutzergruppen
 Umsetzung
Schwammstadtprinzip/Klimaanpassung
Kurzbeschreibung
Der Opernvorplatz stellt eine wichtige Verbindung zwischen der Rheinuferpromenade und der
Bonner Innenstadt dar. Über die Straßenzüge Am Boeselagerhof gelangt man durch die
Brüdergasse direkt zum Bonner Marktplatz. Die südwestlich vom Platz gelegene, barrierefrei
ausgebaute Bushaltestelle „Bonn Opernhaus“ wird insbesondere von Veranstaltungsgästen
genutzt. Unterhalb des Platzes befindet sich die „Operngarage“, die vom Brassertufer aus
erschlossen wird. Aufgrund der ebenerdigen Zufahrt der Garage, ist der Opernplatz fußläufig
ausschließlich über eine Treppenanlage an das Rheinufer angeschlossen. Da der Platz direkt an die
Berliner Freiheit/ Kennedybrücke angrenzt, ist von einer erhöhten Verkehrslärmbelastung
auszugehen. Bei Veranstaltungen in der Oper reichen die vorhandenen Radabstellanlagen oftmals
nicht aus.
Im Rahmen des Wettbewerbs zur Neugestaltung der Rheinuferproemande in 2021 sollten
konzeptionelle Ideen für den Platz entwickelt werden, um auch hier die Aufenthaltsqualität zu
steigern und die Gestaltung zu qualifizieren. Dabei wurden die dort stattfindenden
Veranstaltungen, wie bspw. das Sommerfestival OpernRasen oder die jährlich stattfindenden
Bonner Wirtschaftsgespräche, berücksichtigt.
Ziel ist eine Neugestaltung des Platzes, die eine stärkere Verbindungsfunktion zwischen Innenstadt
und Rhein schafft.
Aktuell wurde durch die Entfernung der Eiben, welche als Toiletten und Fixerstuben genutzt
wurden und einer Aufwertung durch das Anpflanzen von Stauden und Bäumen, der Opernvorplatz
bereits aufgewertet. Da dieser mit einer Tiefgarage unterbaut ist, ist die Umsetzung des
Schwammstadtprinzips darüber hinaus gering möglich bzw. die vorhandene Dachbegrünung ist
bereits der umsetzbare Anteil.
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Im Rahmen der Neugestaltung sind die Auswirkungen des Klimawandels zu beachten. Die
Berücksichtigung zunehmender Extremwetterereignisse, ein angepasstes
Regenwassermanagement sowie der Schutz und die schonende Nutzung von Biodiversität sind die
hierfür geltenden allgemeinen stadt- und freiraumplanerische Leitgedanken.
Gesamtkosten (brutto):
Aktuell nicht bezifferbar €
Beteiligungsbausteine:
 Moderierte Diskussions- und
Fragerunde zur Entwurfsplanung
 Infoveranstaltung zum Spatenstich,
moderierter Baustellenrundgang, etc.
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
Stimmen aus der Beteiligung:Seite 47 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
18
 siehe Anlage „Dokumentation
Öffentlichkeitsbeteiligung“
Federführung: Amt 67
Meilensteine
 Planungsphase bis 2031 ff.
 Bauliche Umsetzung nach Fertigstellung Sanierung Bonner OperSeite 48 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
19
Grünfläche Stockentor bis Alter Zoll – 2. Bauabschnitt Nr. 12
Handlungsfeld
 Stärkung und Verbindung blau grüne
Bänder
Zielsetzung
 Aufwertung der Verbindung zwischen
Innenstadt und Rhein
 Erhöhung der Biodiversität in der Stadt
Kurzbeschreibung
Neben gestalterischen und funktionalen Defiziten direkt an der Rheinpromenade fehlen auch
attraktive Verbindungen von der Innenstadt an den Rhein, was die Zugänglichkeit für
unterschiedliche Nutzergruppen deutlich erschwert. Ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der
Verknüpfung leistet die Stärkung der Zugänglichkeit des Rheins zwischen dem Bischofsplatz und
dem Alten Zoll. Der Durchgang der Universität an der Stockenstraße bekommt somit eine
besondere Bedeutung und kann als Eingangstor zur City dienen.
Die Wegeverbindung entlang der südlichen Schlossfassade vom Stockentor bis zum Alten Zoll ist
als schmaler, heterogener Bereich der Universität vorgelagert, dessen direkte Verbindung am
Koblenzer Tor durch die Adenauerallee unterbrochen wird. Die Weiterführung zum Alten Zoll ist
gestalterisch uneindeutig gelöst. Ziel ist eine großzügige urbane Wegeverbindung entlang der
Schlossfassade mit hohem Repräsentationswert, die in direkter Verlängerung über die
Adenauerallee führt und angrenzende Nutzungen wie die Universität, den Stadtgarten, den U-
Bahneingang oder die Bastion auf dem Alten Zoll gestalterisch einbindet. Räumlich wird so die
historisch wertvolle sowie städtebaulich markante Schlossachse fortgesetzt.
Das Projekt I3 „Neugestaltung der Grünfläche Stockentor bis Alter Zoll“ sollte ursprünglich bereits
im Rahmen des Masterplans Innere Stadt Bonn 1.0 umgesetzt werden. Aufgrund von
unvorhergesehenen, zusätzlichen Baumaßnahmen am Universitätsgebäude durch das Land,
konnte die Umsetzung der Gesamtmaßnahme nicht durchgeführt werden, da Teile der zukünftigen
Promenade mit Baustelleneinrichtungsflächen belegt sind. Aus diesem Grund wurde die
Gesamtmaßnahme in zwei Bauabschnitte unterteilt. Mit dem Ausbau des zweiten Bauabschnittes
wird so das Gesamtkonzept zur Aufwertung und Verbesserung der Verknüpfung von Innenstadt
und Rhein vollständig umgesetzt. Der Großteil der baulichen Umsetzung des ersten Bauabschnitts
erfolgte bis 2022.
Mit dem zweiten Bauabschnitt wird die wesentliche Wegeverbindung entlang der südlichen
Schlossfassade vom Stockentor bis zum Alten Zoll hergestellt. Räumlich wird die historisch
wertvolle sowie städtebaulich markante Schlossachse fortgesetzt. Von dem Regina-Pacis-Weg/
Stockentor soll man zukünftig auf eine über 18 m breite, großzügig gestaltete Promenade geleitet
werden, die am oberen Ende durch die gradlinige Führung eine Sichtverbindung zum Alten Zoll
und dem Rhein herstellt.
Ein neuer Bodenbelag aus Naturstein führt die Materialität aus dem Hofgarten fort. In
unregelmäßigen Abständen unterbrechen Edelstahlbänder den Belag und führen als Elemente, die
eine Assoziation durch das Glitzern mit Wasser herstellen, zum Rhein. Eine attraktive Querung für
den Fuß- und Radverkehr über die Adenauerallee wird angestrebt.
Die attraktive Gestaltung dieser Promenade wird durch abwechslungsreiche Pflanzbeete begleitet.
In freiem Rhythmus wechseln sich Streifen aus extensiven und blühenden
Staudenmischpflanzungen, Rasenflächen sowie niedrigen geschnittenen Hecken ab. Ergänzt
werden die Vegetationsflächen durch einzelne Sitzelemente aus Naturstein, welcher derSeite 49 von 111
Lupenraum ISEK Innenstadt Bonn - Masterplan Innere Stadt Bonn 3.0 Anhang
Projektsteckbriefe
20
denkmalschutzwürdigen Gestaltung Rechnung tragen und sich in vielfältiger sowie zeittypischer
Form wiederfinden.
Beitrag zum Klimaschutz/zur Klimaanpassung
Die Berücksichtigung zunehmender Extremwetterereignisse, das Schwammstadt-Prinzip, ein
angepasstes Regenwassermanagement sowie der Schutz und die schonende Nutzung von
Biodiversität sind die hierfür geltenden allgemeinen stadt- und freiraumplanerische Leitgedanken.
Der aktuelle Versiegelungsgrad in diesem Bereich soll für eine nachhaltige Stadtentwicklung
verringert und der Anteil der Vegetationsflächen erhöht werden.
Darüber hinaus soll der Anteil der Verschattung ausgeweitet und die Aufenthaltsqualität innerhalb
der verschatteten Bereiche erhöht werden.
In Fortführung des ersten Bauabschnitts, sollen die befestigten Flächen an der Schlossachse in
einem nachhaltigen Natursteinmaterial ausgeführt werden.
Bei der Planung der Vegetationsflächen wird Wert auf eine vielfältige und regionale Bepflanzung
gelegt. Die bildprägenden, ergänzenden Staudenflächen entlang der neuen Wegeachse werden als
pflegearme Stauden-Pflanzung geplant. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Auswahl von
trockenheitsresistenten und insektenfreundlichen Stauden gelegt. Für Baumneupflanzungen, die
den vorhandenen Bestand ergänzen, werden Klimabaumarten vorgesehen, welche eine reiche
Bienenweide sind. Die zusätzlichen Baumpflanzungen tragen dank Verschattung zur Erhöhung der
Aufenthaltsqualität insbesondere während Hitzeperioden bei.
Das Gefälle der versiegelten Bereiche soll so ausgerichtet werden, dass möglichst wenig
Niederschlag in die Kanalisation abgeleitet werden muss und vorrangig in den vorhandenen und
neuen Grünflächen versickern kann. Nur sofern diese gesättigt sind, wird überschüssiges Wasser in
den Kanal abgeführt.
Gesamtkosten (brutto):
2.950.000€
Beteiligungsbausteine:
 Komplexes Beteiligungsverfahren
Finanzierungszugang:
FRL Städtebauförderung
Sonstige Finanzierung
Stimmen aus der Beteiligung:
 siehe Anlage
„Dokumentation
Öffentlichkeitsbeteiligung“
Federführung: Amt 67
Meilensteine
 2028 Wiederaufnahme der Planung auf Grundlage der vorliegenden Entwurfsplanung aus
2018
 Beschluss überarbeitete ausführungsreife Entwurfsplanung bis Ende 2029
 Weitere Planung und Ausarbeitung ab 2030 ff.
 Bauliche Umsetzung nach Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen am Uni
Hauptgebäude/SchlossSeite 50 von 111
MASTERPLAN.INNERE STADT.BONN 3.0
ISEK Innenstadt Bonn
Dokumentation der Öffentlichkeitsbeteiligung
Bonn, Juni 2025 StadtplanungsamtSeite 51 von 111
Inhaltsverzeichnis
1 Öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt ...................................... 2
2 Kinder- und Jugendbeteiligung .............................................................................. 8
3 Öffentlichkeitsbeteiligung über die städtische Beteiligungsplattform bonn-macht-mit.de
15Seite 52 von 111
2
1 Öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt
Am 23.05.2025 wurde ein öffentlicher Stadtspaziergang durch die Bonner Innenstadt angebo-
ten. Die Route des Spazierganges führte die ca. 40 Teilnehmer*innen an den verschiedenen
Projekten des ISEKs vorbei. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, Fragen zu den Projek-
ten an die Mitarbeitenden der Verwaltung zu stellen und ihre Anregungen zu äußern. Bei einer
Abschlussrunde im Pavillon für Baukultur wurden Karten zu der Verortung von Stärken und
Schwächen sowie eine Maßnahmenkarte mit ersten Projektvorschlägen bereitgestellt, zu de-
nen die Teilnehmenden ihre Anregungen einbringen konnten. Die Anregungen zu den einzel-
nen Projekten sind im Folgenden dargestellt.
Abbildung – SpaziergangsrouteSeite 53 von 111
3
Abbildung – Beteiligungsveranstaltung öffentlicher Stadtspaziergang 23.05.2025
Nr. 1 Rheinuferpromenade 3. BA
Fahrradstraße bleibt
erhalten, aber etwas
schmaler
Mehr Abfalleimer und
Reinigung Toiletten
Mehr Toiletten sind in
Planung
Permanente Gastronomie?
(= Erwartung von
Besucher*innen/Tourist*in
nen)
Vorrichtung für temporäre
Gastronomie ist in Planung
BeleuchtungSeite 54 von 111
4
Nr. 2 Rheingasse
Nr. 3 und 4 Kaiserplatz (Freianlagen) und Am Neutor/Kaiserplatz (Verkehrsanlagen)
Parken auf dem Fußweg
untersagen
Höhen der Gehwege
ausgleichen/anpassen
Autoverkehr wird
vermutlich nicht weniger
wegen
Brückenumfahrung
Mehr Begrünung
Umgang mit „aktivem“
Betteln auf öffentlichen
Plätzen ->
Einschränkungsmöglichkeit
en?
Planung ZOB im
Zusammenspiel mit
Kaiserplatz beachten
Unterführung zur
Poppelsdorfer Allee
verbessern -> größer,
heller, mit Fahrrad
passierbar
Wasserspiel, das auch für
Kinder gut nutzbar und
ohne Gefahren ist
Bus-Pausenplätze müssen
erhalten bleiben
Zaun um die Grasfläche
wirkt momentan als
Barriere -> öffnen, ggf.
Querverbindungen
Gebrochene Platten
kommen durch Autos?
(Bonn Orange?)
Spielelemente für Kinder
Austausch mit anderen
Kommunen zu
erfolgreichen Konzepten im
Umgang mit Drogen-
Wohnungslosenszene rund
um Hbf/ZOB
Problem Drogenhandel und
soziale Konflikte beachten
Weniger Parkplätze,
Radverkehr auf die StraßeSeite 55 von 111
5
Nr. 5 Innenstadtmanagement
- Keine Anmerkungen
Nr. 6 Verfügungsfonds
- Keine Anmerkungen
Nr. 7 Gestaltungshandbuch Innenstadt
Nr. 8 Zielbildprozess Innenstadt
Öffentliches Internet
Bonn darf
farbiger/heller/freundlicher
werden (z.B. heller
Bodenbelag)
Beleuchtung/Sicherheit
Ebene Beläge, kein Pflaster Häufigere Säuberung der
Innenstadt
Einzelhandelsangebot
unterscheidbare Innenstädte Zugänglichkeit der Geschäfte
Geschäfte sind oft nicht
barrierefrei -> Menschen mit
Rollstuhl kommen nicht in
Ladengeschäfte rein
Aktive Beteiligung frühzeitig
der BG Barrierefreie TrinkbrunnenSeite 56 von 111
6
Nr. 10 Friedensplatz
Unattraktive
Baumscheiben in
Verbindung mit
Sitzmöglichkeiten
Vergrößerung
Baumscheiben und
Integration Bänke
Entsiegelung
Teilung des Platzes in
Gastronomie und ÖPNV
Warum Trennung
Barrieren/Geländer/Ma
uer längs am Platz?
Ausstieg in der
Fußgängerzone
Dimension der
Bushaltestelle sehr
prägend
Prüfung Verlegung
Bushaltestelle Es fehlen „grüne Inseln“
Shared SpaceSeite 57 von 111
7
Nr. 11 Opernvorplatz
Nr. 12 Stockentor/Alter Zoll 2. BA
Wasserelemente,
Trinkwasser und Wasser
zum Spielen
Leitstreifen zur Oper Abgesenkte Bordsteine
Barrierefreiheit Zukunft Oper Sanierung
unklar? Taxistand für Operngäste
Zugang zur Innenstadt
offener gestalten,
Verbindung/Sichtbeziehu
ng verbessern
Rasenfläche frei oder
Platanen etc.? Platz mit
mehr Qualität als blanke
Wiese
Großzügige Verbindung
zur Rheinpromenade ->
Treppe, Rampe
Räumliche Fassung des
Vorplatzes im
Zusammenhang mit
Lärmschutz gegenüber
Brücke
Inklusives Spielgerät Hecke zur Straße als
unauffälliger Lärmschutz
Geplant: 18-20 m
Promenade unterbrochen
mit Entsiegelung, Bänke
Geschliffene Bodensteine
für Barrierefreiheit
Thema Toiletten wichtigSeite 58 von 111
8
2 Kinder- und Jugendbeteiligung
In der Sitzung des Beirates Kinder- und Jugendbeteiligung am 02.05.2025 wurde über die Er-
stellung des ISEKs informiert und über die Ausgestaltung der vorgesehenen Formate zur Betei-
ligung Kinder und Jugendlicher beraten. In Kleingruppenarbeiten haben die Kinder und Ju-
gendlichen folgende weitere Empfehlungen abgegeben:
- die Jugendbeteiligung in verschiedenen Schulformen und mit Jugendlichen verschie-
denen Alters durchzuführen, z.B. durch Infostände in Schulen.
- die Beteiligungsmöglichkeit auf dem Instagram-Account des Beirates zu bewerben
Es wurden drei Schulen unterschiedlicher Schulformen innerhalb der ISEK-Gebietsbegrenzung
angefragt, wovon sich nur eine Schule zurückmeldete. Die Beteiligungsmöglichkeiten wurden
in Form eines Posts, eines Reels und eines Story-Beitrags auf dem Instagram-Account des Bei-
rats beworben.
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wurde in Zusammenarbeit mit einer weiterfüh-
renden Schule durchgeführt. Im Rahmen einer Projektstunde am 02.06.2025 hatten die Schü-
ler*innen der 11. Klasse des Beethovengymnasiums die Möglichkeit, sich selbst einen Eindruck
der baulichen Projekte vor Ort zu machen. Sie erarbeiteten Stärken und Schwächen der Innen-
stadt aus Ihrer Perspektive und formulierten Ideen für eine zukünftige Entwicklung der Pro-
jekte. Die Ergebnisse wurden von den Schüler*innen auf Plakaten festgehalten und vorgestellt.Seite 59 von 111
9Seite 60 von 111
10Seite 61 von 111
11Seite 62 von 111
12Seite 63 von 111
13Seite 64 von 111
14Seite 65 von 111
15
3 Öffentlichkeitsbeteiligung über die städtische Beteiligungsplattform bonn-macht-mit.de
Im Zeitraum vom 21.05.2025 bis zum 04.06.2025 hatten die Bürger*innen und die Stadtteilak-
teur*innen die Möglichkeit, sich auf der städtischen Beteiligungsplattform “Bonn macht mit”
über das Vorhaben und erste Inhalte des ISEKs zu informieren sowie ihre Ideen und Anregun-
gen dort zu formulieren. Neben den Anregungen zu den zwölf vorgeschlagenen Projekten (s.
Seite 2) bestand die Möglichkeit, weitere Ideen innerhalb der Gebietsbegrenzung des ISEKs zu
verorten.
Abbildung – Kartendialog auf Bonn macht mitSeite 66 von 111
16
Beitrag/ Kom-
mentar
Text Daumen
hoch
Daumen
runter
Verortung
Beitrag Nr. 1 Rheinuferpromenade 3. BA
Die Fortführung der umfangreichen Neuge-
staltung der Rheinuferpromenade im Be-
reich zwischen dem Alten Zoll und der Zwei-
ten Fährgasse (Anknüpfung Umgestaltung
Rheinuferpromenade 1. und 2. BA vom Mas-
terplan Innere Stadt Bonn 2.0)
1 1 Brassertu-
fer, 53113
Bonn
Kommentar Der GA schreibt am 23.05.2025: Millionen-
schwere Verluste: "Stadt Bonn rechnet mit
dramatischem Einbruch der Steuereinnah-
men: Nach der bundesweiten Steuerschät-
zung muss der Bonner Kämmerer Michael
Fark die Einnahmeprognosen nach unten
korrigieren. Die Verluste könnten zwischen
19 und 34 Millionen Euro pro Jahr liegen. Da-
mit wächst der Spardruck in der Stadt."
Dieses Projekt sollte nicht umgesetzt wer-
den: Durch Errichtung der Fahrradstraße in
diesem Bereich ist bereits heute eine deut-
lich Verbesserung der Situation erreicht wor-
den. Die gärtnerischen Anlagen unterhalb
des Alten Zolls sind bereits vor wenigen Jah-
ren erneuert worden.
Kommentar Der Sandweg zwischen den Alleebäumen
wird bei jedem Hochwasser ausgewaschen.
Der Sandweg sollte instand gesetzt werden,
auf weitere Maßnahmen sollte man aus Kos-
tengründen verzichten.
Kommentar Die Stadt sollte sich das Geld sparen statt
den Schuldenberg immer weiter zu vergrö-
ßern oder das Melbbad sanieren.
Kommentar Ich würde auch sagen, dass die Rheinufer-
promenade im Vergleich bereits schön ist
und gut genutzt wird. Da stets priorisiert
werden muss, würde ich sagen u.a. die Pro-
jekte zur Poppelsdorfer Unterführung, Sto-
ckenstraße, Maxstraße etc. würden einen
massiven Einfluss auf den "Eindruck" der
Stadt haben.Seite 67 von 111
17
Beitrag Nr. 2 Rheingasse
Die Aufwertung des Straßenraumes zur stär-
keren fußläufigen Anbindung zwischen City
und Rhein (Anknüpfung "Uni trifft City" und
Lückenschluss "Rheinuferpromenade 1. BA"
aus dem Masterplan Innere Stadt Bonn
2.0).
5 0 Rhein-
gasse,
53113
Bonn
Kommentar Ein überflüssiges Projekt, da Radfahrer und
Fußgänger andere Wege zum Rhein bevorzu-
gen.
Kommentar Ein gutes Projekt! Die Bonner Innenstadt ist
nach wie vor ziemlich vom Rhein abgeschnit-
ten. Eine Verbesserung an der Brüdergasse
(schmale, unwirtliche Unterführung) ist lei-
der nicht zu erwarten. Daher begrüße ich
sehr, dass hier eine alternative attraktive
Gehweg-Verbindung zum Rhein geschaffen
werden soll.
Kommentar Wäre super, wenn Sie hier Links verlinken
würden, damit man sich die Projekte auch
anschauen kann :-)
Kommentar Klingt gut, hier für Radfahrer und Fußgänger
bessere Anbindung zu schaffen!
Beitrag Nr. 3 Kaiserplatz (Freianlagen)
Die Neugestaltung und Aufwertung des Kai-
serplatzes
3 0 Kaiserplatz,
53113
Bonn
Kommentar Der GA schreibt am 23.05.2025: Millionen-
schwere Verluste: "Stadt Bonn rechnet mit
dramatischem Einbruch der Steuereinnah-
men: Nach der bundesweiten Steuerschät-
zung muss der Bonner Kämmerer Michael
Fark die Einnahmeprognosen nach unten
korrigieren. Die Verluste könnten zwischen
19 und 34 Millionen Euro pro Jahr liegen. Da-
mit wächst der Spardruck in der Stadt."
Eine Neugestaltung des Kaiserplatzes ist ent-
behrlich, gleichwohl sollten punktuelle In-
standsetzungsmaßnahmen ausgeführt wer-
den.
Kommentar Was heißt hier Umgestaltung? Der Platz ist
grün, es gibt Bänke und Bäume. Was soll hier
geändert werden? Und mit welcher Begrün-
dung?Seite 68 von 111
18
Kommentar Der zentrale Innenstadtbereich rund um
Hbf/Busbahnhof und Kaiserplatz ist aufgrund
der Lage und der umliegenden Geschäfte ein
beliebter Aufenthaltsort für unterschiedliche
Menschen, u.a. auch Wohnungslose und
Drogengebrauchende. Statt weiter zu versu-
chen, Menschen durch bauliche Maßnahme
oder Vorenthalten von Infrastruktur zu ver-
treiben und dadurch unsichtbar zu machen,
braucht es u.a. mehr Sitz- und Liegemöglich-
keiten (keine defensive Architektur/hostile
architecture!), ausreichend kostenlose sani-
täre Einrichtungen und Trinkwasserstellen
und eine gut zugängliche kostenlose Aufbe-
wahrungsmöglichkeit für Gepäck. Mehr ge-
meinsam nutzbare öffentliche Räume tragen
zu mehr Solidarität in der Stadtgesellschaft
bei. Bei der Umsetzung der Anregungen des
"Runden Tisches Kaiserplatz" neben Anwoh-
nenden unbedingt auch Stimmen von margi-
nalisierten Gruppen berücksichtigen und
wenn nötig die Expertise etwa von Street-
worker*innen einholen.
Kommentar So ein wertvoller und wichtiger Beitrag!
Kommentar Wenn Busse am Kaiserplatz als Endhalte-
stelle halten, steigen die Leute aus und lau-
fen meist quer durch die Beete. Das zeigt
sich natürlich auch am Zustand der Beete.
Hier könnte man die Wegführung sicherlich
offener umgestalten.
Kommentar Eine Entfernung der Barrieren zum Rasen
würde einladender wirken. Sitzgelegenhei-
ten, die auf dem Rasen verteilt werden mit
kleinen Wegen zu diesen würden es unter-
schiedlichen Gruppen ermöglichen, gleich-
zeitig Zeit auf dem Platz zu verbringen. Vor
allem eine Öffnung zur Kaiserpassage könnte
positive Auswirkungen auf beide Orte haben.
Kommentar Man fühlt sich mit Kindern rund um den
Bahnhof nicht mehr wohl, man ist Pöbeleien
ausgesetzt und wird ständig angesprochen
und nach Geld gefragt, Die Stadt hat die Dro-
genszene nicht im Griff. Das muss sich drin-
gend ändern durch eine Stadtplanung ohne
dunkle Ecken und Gänge, viel Licht und mehr
Kontrollen.Seite 69 von 111
19
Beitrag Nr. 4 Am Neutor/Kaiserplatz (Verkehrsanla-
gen)
Die Neugestaltung und Aufwertung des Stra-
ßenraumes zwischen Kaiserplatz und Mar-
tinsplatz (Anknüpfung "Uni trifft City" vom
Masterplan Innere Stadt Bonn 2.0)
2 1 Am Neutor,
53113
Bonn
Kommentar Die Straße Am Neutor ist eine wichtige Fuß-
gängerverbindung, hat aber verhältnismäßig
schmale Gehwege. Außerdem ist sie eine
wichtige Radverbindung auf der Achse Pop-
pelsdorfer Unterführung - Am Neutor - Rat-
hausgasse - Rhein. Auch für den Busverkehr
ist die Straße wichtig. Da die Straße recht
eng ist, sollten die dort z.Zt. vorhandenen
Autoparkplätze entfernt werden. Tiefgara-
gen gibt es in näherer Umgebung. Die z.Zt.
vorhandene Ladezone kann wahrscheinlich
auch weg. Sie ist aktuell sowieso nicht nutz-
bar, da eigentlich rund um die Uhr von Dau-
erparkern belegt. So kann mehr Platz für
Fuß- und Radverkehr gewonnen werden.
Kommentar Andere Projekte sich m.E. relevanter. Rad-
wege, vor allem Kölnstraße!!!)
Kommentar Die Straße sollte für MIV und ÖPNV weiter
nutzbar sein und nicht in eine Fußgänger-
zone umgewandelt werden. Sonst müssen
die Busse einen großen Umweg um den Hof-
garten fahren und die Haltestelle "Markt"
kann nicht mehr bedient werden.
Beitrag An dieser Stelle darf auf dem Fahrrad gerade
aus, links und rechts gefahren werden. Char-
mant unter dem "Fahrräder frei"-Schild zu-
sammengefasst. Gerade wenn die Ecke noch
unbekannt ist, ist es komisch, dass mit dem
Fahrrad auf den Bürgersteig gefahren wer-
den muss. Die Fahrradführung hört einfach
auf. Schilder könnten helfen, die die Ver-
kehrssituation erklären.
Beitrag Nr. 5 Innenstadtmanagement
Die Fortführung des Innenstadtmanage-
ments Bonn ab 2027
0 0 Budapester
Straße 5-7,
53111
Bonn
Kommentar An dieser Stelle habe ich vom "Innenstadt-
management" erstmals gelesen. Ich habe
mir die Webseite angesehen: https://innen-
stadt-management-bonn.de Es scheint sich
um eine überflüssige Doppelstruktur zu han-
deln, die zukünftig eingespart werden kann.Seite 70 von 111
20
Kommentar Ich denke nicht, dass das Innenstadtmanage-
ment obsolet ist, aber ich teile den Eindruck
des vorigen Kommentators, dass diese Insti-
tution nicht sehr präsent ist und hinterfrage
das Kosten-Nutzen Verhältnis, wenn es in
dieser Form fortgeführt wird.
Beitrag Nr. 6 Verfügungsfonds
Die Fortführung des Verfügungsfonds Bonn
ab 2026
0 0 Budapester
Straße 5-7,
53111
Bonn
Beitrag Nr. 7 Gestaltungshandbuch Innenstadt
Zur Sicherung und Weiterentwicklung eines
attraktiven und zeitgemäßen Erscheinungs-
bildes der Bonner Innenstadt im öffentlichen
Raum
1 0 Budapester
Straße 5-7,
53111
Bonn
Kommentar Das beinhaltet dann Regeln und Grundsätze,
wie Projekte zukünftig aussehen müssen?
Wenn ja, ist das eine gute Idee, eine Art Leit-
faden für jeden innerstädtischen Umgestal-
tungs- und Bauprozess.
Beitrag Nr. 8 Zielbildprozess Innenstadt Bonn
Start eines Zielbildprozesses für die Zukunft
der Bonner Innenstadt
0 0 Budapester
Straße 5-7,
53111
Bonn
Kommentar Was ist ein Zielbild? Welche Themenfelder
wird es umfassen? Welche Verbindlichkeit
wird es gegenüber den Geschäftsbetreiben-
den haben? Eine weitere Marketingkam-
pagne mit fröhlich lächelnden Menschen
und einem nicht aussagekräftigem Werbe-
spruch benötigen wir nicht. Für mich sollte
die Bonner Innenstadt ein durchmi

Gekürzt — den vollständigen Text enthält das PDF.

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

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Datenstand: 02.11.2026, 21:02 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de