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253210 · Beschlussvorlage

Bebauungsplan 6224-3 "Im Rosenfeld" - Beschluss über das überarbeitete städtebauliche Konzept und die weiteren Schritte im Bebauungsplanverfahren

Nummer
253210
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
23.06.2025
Letzte Änderung
01.11.2026
  • An der Buschdorfer Burg Straße· Tannenbusch, Bonn Hauptort
  • Schickgasse Straße· Dransdorf, Bonn
  • Buschdorfer Straße Straße· Tannenbusch, Bonn
  • Friedlandstraße Straße· Tannenbusch, Bonn
  • Von-den-Driesch-Straße Straße· Tannenbusch, Bonn
  • Stadthaus Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Glogauer Straße Straße· Dransdorf, Bonn
  • Beuthener Straße Straße· Dransdorf, Bonn
  • Im Tannenbusch Straße· Dransdorf, Bonn
  • Aegidienstraße Straße· Tannenbusch, Bonn
  • Im großen Garten Straße· Tannenbusch, Bonn
  • Klosterweg Straße· Tannenbusch, Bonn
  • Otto-Hahn-Straße Straße· Tannenbusch, Bonn
  • Kölnstraße Straße· Castell, Bonn
  • Im Apfelgarten Straße· Muffendorf, Bad Godesberg
  • Schlesienstraße Straße· Tannenbusch, Bonn
  • Dreieck Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Oppelner Straße Straße· Dransdorf, Bonn
  • Waldenburger Ring Straße· Meßdorf, Bonn
  • Sebastianstraße Straße· Poppelsdorf, Bonn
  • Estermannstraße Straße· Auerberg, Bonn
  • Graurheindorfer Straße Straße· Nordstadt, Bonn
  • Rosental Straße· Nordstadt, Bonn
  • Am Hölder Straße· Röttgen, Bonn
  • Agnetendorfer Straße Straße· Dransdorf, Bonn
  • Georg-Elser-Weg Straße· Dransdorf, Bonn
  • Josephinum Straße· Castell, Bonn
  • Buschdorf Ortsteil· Bonn
  • Tannenbusch Ortsteil· Bonn
  • Südstadt Ortsteil· Bonn
  • Castell Ortsteil· Bonn
  • Endenich Ortsteil· Bonn
  • Alt-Godesberg Ortsteil· Bad Godesberg
  • Dransdorf Ortsteil· Bonn
  • Ückesdorf Ortsteil· Bonn
  • Röttgen Ortsteil· Bonn
  • Ippendorf Ortsteil· Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  • Neu-Tannenbusch siedlung· Tannenbusch, Bonn
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 02.09.2025 Anhörung
  2. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 10.07.2025 Anhörung
  3. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 08.07.2025 Empfehlung
  4. Sitzung des Rates 04.09.2025 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 8,2 MB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 253210-01 AA Koalitionsänderungsantrag: Bebauungsplan 6224-3 "Im Rosenfeld" - Beschluss über das überarbeitete städtebauliche Konzept und die weiteren Schritte im Bebauungsplanverfahren Antrag zur Vorlage 253210
  2. 253210-05 AA Änderungsantrag Grüne Fraktion - Bebauungsplan 6224-3 "Im Rosenfeld" - Beschluss über das überarbeitete städtebauliche Konzept und die weiteren Schritte im Bebauungsplanverfahren Antrag zur Vorlage 253210
  3. 253210-04 N-Vorlage zum Kooperationsantrag betreffend Bebauungsplan 6224-3 "Im Rosenfeld" - Beschluss über das überarbeitete städtebauliche Konzept und die weiteren Schritte im Bebauungsplanverfahren
  4. 253210-02 Kooperationsantrag: Bebauungsplan 6224-3 "Im Rosenfeld" - Beschluss über das überarbeitete städtebauliche Konzept und die weiteren Schritte im Bebauungsplanverfahren Antrag zur Vorlage 253210

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Beschlussvorlage
öffentlich
253210
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Bebauungsplan 6224-3 "Im Rosenfeld" - Beschluss
über das überarbeitete städtebauliche Konzept und
die weiteren Schritte im Bebauungsplanverfahren
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 08.07.2025 Empfehlung
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
10.07.2025 Anhörung
Bezirksvertretung Bonn 02.09.2025 Anhörung
Rat 04.09.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Der Entwurfsplan (Anhang1) wird als Grundlage für die weitere
Ausarbeitung und für die Erstellung des Rechtsplanentwurfs
beschlossen.
2. Die Abwägung der Stellungnahmen (Anhänge 2-4) der frühzeitigen
Öffentlichkeitsbeteiligung wird zur Kenntnis genommen und dient
ebenfalls als Grundlage für die weitere Ausarbeitung.
3. Die weiteren Schritte des Planverfahrens sowie die vorläufige
Zeitplanung werden zur Kenntnis genommen.
4. Der Durchführung einer weiteren Informationsveranstaltung durch die
Verwaltung wird zugestimmt.
Begründung
Die Vorlage informiert über den aktuellen Stand der städtebaulichen
Entwurfsplanung, einschließlich bereits umgesetzter sowie noch erforderlicher
Änderungen. Darüber hinaus werden die Ergebnisse der frühzeitigen
Öffentlichkeitsbeteiligung ausgewertet und ein Ausblick auf den weiteren
Verlauf des Planverfahrens sowie den zeitlichen Rahmen gegeben.
1 Ausgangslage und Zielstellung
Plangebiet
Das Plangebiet befindet sich im Stadtbezirk Bonn, Ortsteil Buschdorf. Es
erstreckt sich im Anschluss an die vorhandene Bebauung am südwestlichen
Rand des Ortsteiles Buschdorf im Norden der Stadt Bonn. Es umfasst auf einer
Gesamtfläche von ca. 18 ha den Bereich zwischen der Autobahn 555, der
Stadtgrenze zur Stadt Bornheim, der Trasse der Stadtbahn Köln-Bonn und derSeite 1 von 150
Seite 2
Schickgasse. Der Bereich steht größtenteils im Eigentum der Stadt.
Anlass der Planung
Die Flächen des sog. "Rosenfelds" stellen eines der letzten großen
Entwicklungspotentiale der Stadt Bonn dar. Obwohl seit dem Jahr 1980 bereits
zwei rechtskräftige Bebauungspläne (Nr. 7325-10 und Nr. 7325-14) eine
städtebauliche Entwicklung der Fläche ermöglichen, ist das Rosenfeld bis
heute ausschließlich eine Landwirtschafts- und Erholungsfläche.
Angesichts der sehr guten verkehrlichen und infrastrukturellen Anbindung
sowie der starken Nachfrage nach Wohnraumflächen wird die planerische
Entwicklung des Rosenfelds aktuell prioritär vorangetrieben.
Der vorgelegte Beschluss zum Bebauungsplan Nr. 6224-3 reiht sich damit ein
in die jüngsten maßgebenden Beschlüsse der Stadt Bonn mit dem Ziel der
klimagerechten Stadtentwicklung: dem Klimaplan, der Verpflichtung der Stadt
zur integrierten klimafreundlichen Quartiersentwicklung und zur Initiative
"flächensparendes Wohnen" sowie den Vorbereitungen auf dem Weg zu einem
"Handlungskonzept Wohnen".
Planungsrecht
Der Flächennutzungsplan stellt den zentralen Teil des Plangebietes als
Wohnbaufläche dar. Entlang der Stadtgrenze zu Bornheim und der Autobahn
verläuft eine Grünfläche, die dem Landschaftsschutz unterliegt.
Verbindliches Planungsrecht besteht für das betroffene Gebiet in Form des
Bebauungsplanes Nr. 7325-14, der im Jahr 2012 Rechtskraft erlangt hat.
Dieser weist parallel der Autobahn sowie parallel der Grenze zu Bornheim eine
öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Parkanlage aus, die dem
Landschaftsschutz unterliegt. Im Übrigen setzt der Bebauungsplan ein
Allgemeines Wohngebiet fest.
Im Zuge der Neuaufstellung des Bebauungsplans Nr. 6224-3 erfolgt die
Aufhebung des aktuell rechtskräftigen Bebauungsplans Nr. 7325-14, so dass
dieser mit Satzungsbeschluss des Bebauungsplans Nr. 6224-3 außer Kraft tritt.
Planungsziele
Mit Beschluss vom 07. September 2020 (DS Nr. 201579-2 DA) hat die Politik
die Verwaltung mit der Neuaufstellung des Bebauungsplans unter
Berücksichtigung der Ziele
• Klimaneutralität,
• deutliche Erhöhung der Wohnflächen durch mehr
Geschosswohnungsbau,
• mindestens 50% gefördertem Wohnraum,
• Angebote für genossenschaftliche Wohnprojekte sowie
• autoarme Siedlung mit umweltfreundlichem Mobilitätskonzept
beauftragt. Der Zielkatalog und der Verfahrensablauf wurden mit Beschluss der
DS Nr. 211141 konkretisiert und bestätigt. Auf dieser Grundlage lobte die Stadt
einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb aus, der mit
der Vergabe des ersten Preises an den Entwurf der Büros Schellenberg +
Bäumler Architekten und studio grüngrau im Sommer 2024 endete.Seite 2 von 150
Seite 3
2 Städtebauliches Konzept
Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Entwurf
Der Entwurf folgt der Leitidee einer Baumstadt. Der "Baum" steht hier
sinnbildlich für ein stark durchgrüntes Quartier, für das Zusammenspiel
verschiedener Elemente (z.B. Wasser, Boden, Luft) sowie für das
Zusammenwachsen unterschiedlicher Räume (z.B. Innenraum und
Außenraum). Im Wohngebiet werden sieben Baublöcke ausgebildet, deren
Bebauung polygonale Blöcke mit begrünten Innenhöfen bildet. Dabei sind die
Dichte, die Höhenentwicklung und die Staffelung der Baublöcke jeweils
verschieden, sodass sich eine Vielfalt an Räumen und architektonischen
Möglichkeiten ergibt. Dennoch entsteht eine prägnante, wiedererkennbare und
identitätsstiftende städtebauliche Grundfigur, die zugleich flächensparend
gestaltet ist. Die Gebäude weisen im Durchschnitt drei bis vier Geschosse auf,
städtebauliche Hochpunkte werden fünf- bis sechsgeschossig ausgebildet. Ein
weiteres prägendes Merkmal aller Baufelder sind die großen, trapezförmig
angelegten grünen Fugen, die Raum für diverse Nutzungen bieten können,
aber auch wichtige ökologische Funktionen übernehmen. Die zwei größten
Fugen führen von der Schickgasse und vom Landschaftstor im Grünen C zu
einem Platz mit Wasserspiel im Zentrum des Quartiers.
Soziale Infrastruktur
Eine dreizügige Grundschule mit Turnhalle ist im Norden des Plangebiets
vorgesehen. Unter dem Vorbehalt der Bedarfsprüfung vor Entwicklung des
Baugebiets, handelt es sich hierbei um eine Vorratsfläche. Eine viergruppige
Kindertagesstätte ist im südlichen Baufeld, westlich der Schickgasse in die
Wohnbebauung integriert.
Erschließung und Mobilität
Das Quartier wird über die Schickgasse erschlossen. Das Fuß- und
Radwegenetz schließt im Norden und Südwesten an die bestehenden Wege
an. Das Wegenetz innerhalb des Quartiers wird niveaugleich und
verkehrsberuhigt ausgestaltet.
Der ruhende Pkw-Verkehr wird vollständig in zwei Quartiersgaragen
untergebracht. Die sogenannte Mobilitäts- und Quartierszentrale westlich der
Schickgasse bietet darüber hinaus noch weitere quartiersrelevante Funktionen
wie eine Fahrradgarage, kleinteilige Gewerbeeinheiten und Paketstationen. Ein
Geschoss ist als Tiefgarage ausgebildet, darüber liegen drei oberirdische
Garagengeschosse (inkl. Gewerbeeinheiten) und ein bis drei Wohngeschosse.
Die zweite Quartiersgarage versorgt das Baufeld östlich der Schickgasse.
Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Personen sowie für Lieferverkehre sind
dezentral und für jedes Baufeld vorgesehen.
Ein aufzustellendes Mobilitätskonzept soll dazu beitragen den Fuß- und
Radverkehr sowie die Nutzung des ÖPNV zu fördern. Das Gebiet wird
zukünftig auch von der Erweiterung der Stadtbahnlinie 63 profitieren. Aktuell
wird der Standort von der Stadtbahnlinie 16 sowie der Buslinie 631 bedient.
EntwässerungSeite 3 von 150
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Anfallendes Niederschlagswasser ist vor Ort zu versickern. Die Rückhalte- und
Versickerungsflächen sind ebenfalls mit Flächen zur Starkregenvorsorge zu
kombinieren. Die bestehenden Kanäle im Plangebiet dürfen nicht überbaut
werden und müssen von den städtischen Unterhaltungsfahrzeugen anfahrbar
sein.
Schallschutz
Die Ausformung einer lärmangepassten städtebaulich-architektonischen
Struktur als gegliederte Riegelbebauung in den Bereichen A 555 sowie der
Stadtbahntrasse wird durch klare Grundrisszonierungen – durchgesteckte
Wohnungen mit Schlafräumen zum Hof und lärmseitig vorgesetzten
Lärmschutzpufferzonen für Erschließung (Laubengang) und Freisitzen mit
hoher Aufenthaltsqualität – gelöst. Die vier- bis sechsgeschossig ausgebildeten
Baukörper der Riegelbebauung sorgen gleichzeitig für eine starke Beruhigung
der rückwärtigen Bereiche.
Zusätzlich ist als aktive Lärmschutzmaßnahme die Errichtung einer Wall-Wand-
Kombination entlang der Autobahn vorgesehen.
Diese Maßnahmen sichern das Wohnen in allen Lagen des Quartiers gemäß
DIN 18005.
Die gewerblichen Geräuschimmissionen des benachbarten Kieswerks führen
nach erster Einschätzung innerhalb der Grenzen der Bebauung nicht zu einer
Überschreitung der zulässigen Richtwerte. Gleiches gilt für den Sportlärm des
Multifunktionsfeldes im Norden des Plangebiets.
Klimaanpassung
Der öffentliche Raum ist konsequent wassersensibel und nach dem
Schwammstadtprinzip gestaltet. Die Wohnhöfe besitzen Bodenanschluss, die
Dächer der Quartiersgaragen sind aufgrund der Bodenversiegelung stattdessen
intensiv begrünt. Wind- und Grünkorridore erzeugen über Durchlüftung und
Verschattung gemeinsam mit den Verdunstungsflächen des Wassers ein
günstiges Mikroklima. Zudem schaffen Gebäudebegrünungen neue
Kleinstbiotope.
Im Zuge der Baugenehmigungsverfahren soll eine ökologische
Planungskenngröße nach dem Prinzip des Biotopflächenfaktors Anwendung
finden, um auch auf den privaten Grundstücken ein Qualitätsziel für die
Grünentwicklung im Sinne der Klimaanpassung durchzusetzen und den Anteil
naturhaushaltswirksamer Fläche im gesamten Planungsraum zu erhöhen.
Artenschutz
Die Artenschutzprüfung I aus dem Jahr 2021 kam zu dem Ergebnis, dass eine
Erfüllung von Verboten des § 44 Abs. 1, Nr. 1 bis 3 BNatSchG für die Taxa
Säugetiere (Haselmaus und Fledermausarten), Vögel, Amphibien,
(Wechselkröte) sowie Reptilien (Zauneidechse) nicht ausgeschlossen werden
können. Aus diesem Grund ist eine vertiefende Artenschutzprüfung mit Art-für-
Art- Analyse (ASP-Stufe II) durchzuführen. Dazu wurden im Jahr 2022 bereits
faunistische Erhebungen durchgeführt. Innerhalb des Plangebietes konnte die
Wechselkröte nachgewiesen werden. Das Plangebiet stellt hauptsächlich einen
Wanderkorridor und Landlebensraum für aus dem Herseler Lebensraum
einwandernde Wechselkröten dar. Für die Wechselkröte wurde im Zuge der
Realisierung der Grünanlage im „Grünen C“ zwischen dem Spielplatz und derSeite 4 von 150
Seite 5
Buschdorfer Straße zur Verhinderung des Einwanderns in das zwischen dem
„Grünen C“ und der Stadtbahnlinie geplante Baugebiet ein festes
Amphibienleitsystem installiert. Das Leitsystem erfüllt seine Funktion derzeit nur
unzureichend und muss vor Beginn von Bauarbeiten ertüchtigt werden, damit
etwaige Verbotstatbestände ausgeschlossen werden können. Als weitere
planungsrelevante Art konnte die Feldlerche im Plangebiet nachgewiesen
werden. Im Rahmen der vertiefenden Artenschutzprüfung (ASP II) wird
überprüft, ob durch Vermeidungs- und / oder vorgezogene
Ausgleichsmaßnahmen artenschutzrechtliche Konflikte nach § 44 BNatSchG
ausgeschlossen werden können.
Zusammenfassung der erfolgten Anpassungen
Mit der DS Nr. 241214 informierte die Verwaltung über das Ergebnis des
Wettbewerbsverfahrens. Seitdem wird die Planung in Abstimmung mit der
Fachverwaltung und der Stadtentwicklungsgesellschaft konkretisiert. Auch
wenn dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist, sind bereits einige
Änderungen am städtebaulichen Entwurf erfolgt.
• Standort der Schule: Aufgrund ihrer Natur als Vorratsfläche wurde für
die Schulfläche ein neuer Standort gewählt, der keine städtebaulichen
Abhängigkeiten zum Quartier besitzt (vorher: Lage am
Quartierseingang). Außerdem konnte am neuen Standort eine
Unterdeckung der Schulaußenflächen gelöst werden. Mit der
Standortverlagerung ging auch eine Anpassung der Geschossigkeit in
beiden betroffenen Baufeldern einher. Während die wichtige Raumkante
am Quartierseingang nun mit 5 Geschossen ausgebildet wird,
reduzierte sich die Geschossigkeit im nördlichen Baufeld auf 1 bis 3
Geschosse.
• Standort und Größe der Kita: Für die Kita wurde ein neuer Standort im
ersten Bauabschnitt gewählt (vorher: zweiter Bauabschnitt). Die Kita ist
weiterhin in die Wohnbebauung integriert. Aufgrund stark rückläufiger
Kinderzahlen in Buschdorf und Tannenbusch und der beabsichtigten
Erweiterung der Kita an der Friedlandstraße/von-den-Driesch-Straße in
Buschdorf, wird nur mehr der Bedarf für eine viergruppige Kita
(ursprünglich sechsgruppig) im Baugebiet Rosenfeld angenommen.
• Der städtebauliche Hochpunkt am zentralen Quartierplatz wurde um ein
Geschoss auf jetzt sechs Geschosse reduziert.
• Der Zuschnitt sämtlicher Baufelder wurde geringfügig angepasst, um die
Erschließung für Rettungs- und Entsorgungsfahrzeuge zu optimieren
und im Westen auf die Abgrenzung des Landschaftsschutzgebiets und
den Schutzstreifen der unterirdischen Kanäle zu reagieren.
Bedingt durch diese Änderungen hat sich die für die Nutzung Wohnen zur
Verfügung stehende Geschossfläche um etwa 14 Prozent reduziert. Abhängig
vom Wohnungsmix können mit dem vorliegenden Entwurf etwa 775
Wohneinheiten realisiert werden.
3 Ergebnisse der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit
nach §3 (1) BauGBSeite 5 von 150
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Die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit zum
Bebauungsplanverfahren ist im März 2025 erfolgt. Die Planunterlagen konnten
für die Dauer von zwei Wochen im Stadthaus eingesehen werden, zusätzlich
bestand die Möglichkeit sich auf bonn-macht-mit zu informieren und eine
Stellungnahme abzugeben. Am 7. März fand eine öffentliche
Abendveranstaltung statt, die auf reges Interesse der Bevölkerung gestoßen
ist. Auch Jugendliche wurden gesondert am Verfahren beteiligt.
Die geäußerten Bedenken und Anmerkungen der Bürger*innen lassen sich
insbesondere folgenden Themenbereichen zuordnen:
• Bebauungsstruktur
• fließender und ruhender Verkehr
• Wohnen und Soziales
• Lärmschutz
• Verfahrensfragen
Dabei lag der Fokus überwiegend auf der städtebaulichen Dichte, dem Anteil
an gefördertem Wohnungsbau, der Anzahl und der Unterbringung der Kfz-
Stellplätze sowie der Umsetzung der Lärmschutzmaßnahmen.
Die Kopien der Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung und deren
Auswertung sind als Anlage 2 beigefügt. Der Abwägungsvorschlag ist
tabellarisch (Anlage 3) und als Gesamtabwägung (Anlage 4) beigefügt.
Zwischen Sommer 2023 und Frühjahr 2025 wurden insgesamt drei
Bürgerdialoge (inkl. der o.g. Bürgerversammlung) durchgeführt. Die
Dokumentation dieser Veranstaltungen wird im August und September dem
Beirat und dem Ausschuss für Beteiligung vorgelegt.
Als erstes Fazit läßt sich feststellen, dass bezogen auf die städtebauliche
Dichte (Geschossigkeit und Wohneinheiten) das vorliegende Konzept die
Anregungen der Öffentlichkeit berücksichtigt. Die Einschätzung zu den weiteren
Themenfeldern und dem Umgang im weiteren Verfahren können in der Anlage
2 und 3 nachvollzogen werden.
4 Sachstand zu den erforderlichen Gutachten im
Bauleitplanverfahren
Es wird darauf hingewiesen, dass die folgend benannten Fachgutachten in
Anzahl und Leistungsumfang nicht abschließend sind. Im weiteren Verlauf des
Bebauungsplanverfahrens können - in Abhängigkeit vom Fortgang der Planung
sowie neuen fachlichen oder rechtlichen Anforderungen - zusätzliche
gutachterliche Stellungnahmen erforderlich werden. Die Notwendigkeit weiterer
Untersuchungen wird in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachämtern
sowie den beauftragten Planungsbüros geprüft und veranlasst.
Vorläufige Ergebnisse
• Topographische Fließweganalyse: Es wurden Senken und Fließwege
lokalisiert. Die Überflutungsgefahr der meisten Senken wird als geringSeite 6 von 150
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bis mäßig eingestuft. Grundsätzlich wird empfohlen, dass die
zukünftigen Straßen- und Wegeflächen die Funktion von oberflächigen
Fließwegen übernehmen und das anfallende Oberflächenwasser in
unkritische Bereiche ableiten.
• Lärmgutachten: Dem Verfahrensstand entsprechend sind aktive und
passive Lärmschutzmaßnahmen in angemessenen und ausreichendem
Maße berücksichtigt. Das Gutachten wird neben dem Lärm im
Plangebiet (Verkehr, Gewerbe, Sport) auch den Verkehrslärm in der
Umgebung ermitteln, Schallschutzmaßnahmen vorschlagen und eine
Einschätzung zum baubedingter Lärm abgeben
• Bodenuntersuchung: Das Plangebiet liegt innerhalb der
Wasserschutzzone III B der Wassergewinnungsanlage Urfeld des
Wasserbeschaffungsverbandes Wesseling-Hersel. Es handelt sich
hierbei um die äußerste Schutzzone zum Schutz des Grundwassers.
Grundsätzlich steht mit den Kiessanden der Niederterrasse ein
ausreichend durchlässiger Boden zur Versickerung des
Niederschlagswassers zur Verfügung.
Ausstehende Gutachten
• Verkehrsgutachten und Mobilitätskonzept: Verkehrszählungen im
Ortsteil, Ermittlung der Verkehrserzeugung, Vorschläge zur
Verbesserung der Leistungsfähigkeit der relevanten Knotenpunkte in
der Umgebung des Plangebiets und zur Reduzierung des
Verkehrsaufkommens
• Vertiefende hydrogeologische Untersuchung: Prüfung der
Versickerungsfähigkeit auf den für Niederschlagsbewirtschaftung
vorgesehenen Bereichen (öffentlich und privat)
• Stadtklimatisches Detailgutachten: Modellierung von Ist- und Planfall
und Bewertung der Verluste bioklimatisch bedeutsamer Funktionen
(Kaltluftentstehung, Durchlüftung)
• Energiekonzept: Vergleichende Untersuchung verschiedener
Energieträger zur klimaneutralen Wärmeversorgung des Plangebiets.
Im Sinne der Sektorenkopplung sind dabei sowohl die Wärme- und
Kälteversorgung als auch die Stromversorgung unter Einbeziehung der
Elektromobilität zu analysieren.
• Artenschutzprüfung Stufe II: Sie ist Teil des gesetzlich
vorgeschriebenen Verfahrens zur Prüfung von Auswirkungen eines
Vorhabens auf besonders oder streng geschützte Arten gemäß dem
§￿44 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Die Prüfung ist aufgrund
des Vorkommens bzw. des möglichen Vorkommens der Wechselkröte
sowie der Zauneidechse durchzuführen und resultiert in
Planungsempfehlungen zum Schutz dieser Arten.
• Landschaftspflegerischer Fachbeitrag: Der Fachbeitrag stellt die
Auswirkungen des Vorhabens auf Natur und Landschaft systematisch
dar und zeigt geeignete Maßnahmen zum Schutz, zur Vermeidung oder
zum Ausgleich der Eingriffe auf. Für die Abhandlung der
Eingriffsregelung sollen die Biotoptypen der realen Situation im
Plangebiet herangezogen werden, anstatt nur den zusätzlichen Eingriff
im Vergleich des gültigen und des neu aufzustellenden Bebauungsplan
zu bewerten.
• Bodenkundliche Baubegleitung: Das Plangebiet liegt teilweise in einemSeite 7 von 150
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Bereich, der laut GD NRW schutzwürdige Böden vorweist.
5 Ausblick
Ausstehende Prüf- und Änderungsbedarfe
Die Machbarkeit der Mobilitäts- und Quartierszentrale wird derzeit geprüft.
Aufgrund der multifunktionalen Nutzung des betreffenden Baufelds - Wohnen,
Gewerbe und Parken - ergeben sich besondere Anforderungen an Planung,
Vermarktung, Bau und Betrieb. Gleichzeitig ist das übrige Plangebiet in hohem
Maße auf die erfolgreiche Umsetzung der Quartierszentrale angewiesen. Sollte
sich die Machbarkeit als unsicher erweisen, könnte dies eine Überarbeitung der
Planung und eine stärkere Trennung der Nutzungen erforderlich machen.
Die Planung einer durchgängigen Radwegeverbindung zwischen Schickgasse
und dem bestehendem Radweg im Grünen C ist vorgesehen.
Für das Plangebiet wird ein Energiekonzept erstellt (siehe auch: ausstehende
Gutachten). Erforderliche Flächenbedarfe, bspw. für Heizzentralen, Speicher,
Erneuerbare Energien-Anlagen müssen in den Entwurf integriert werden.
Daneben soll die Studie auch Planungshinweise geben, falls im Sinne der
Effizienz und des Ziels der Klimaneutralität eine städtebauliche Optimierung
dienlich wäre. Es wird angestrebt das Quartier als Klimaquartier NRW zu
entwickeln und zertifizieren zu lassen.
Letztlich haben alle ausstehenden Gutachten und Fachplanungen das Potential
raumwirksame Änderungen an der städtebaulichen Planung zu veranlassen.
Zum jetzigen Zeitpunkt können jedoch keine konkreteren Aussagen zur
Erforderlichkeit oder Ausgestaltung dieser Maßnahmen getroffen werden.
Planverfahren
Die Verwaltung wird die Planung gemeinsam mit der Fachverwaltung, den
beauftragten Planungsbüros und der Stadtentwicklungsgesellschaft weiter
konkretisieren. Ausstehende Gutachten werden erarbeitet und die Ergebnisse
in die Planung integriert. Auch die Beauftragung der Objektplanung
Erschließung und Entwässerung soll zeitig erfolgen. Die Beteiligung der Träger
öffentlicher Belange (nach § 4 (1) BauGB) ist abgeschlossen, die Abwägung
und Einarbeitung der Ergebnisse steht aus.
Nach Abschluss der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung wird die nächste
Möglichkeit zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der
öffentlichen Auslegung gegeben sein. Aufgrund des hohen Interesses am
Verfahren sowie der mittelfristig absehbaren Fortschritte bei der Ausarbeitung
des städtebaulichen Entwurfs und der fachgutachterlichen Stellungnahmen,
beabsichtigt die Verwaltung eine weitere Informationsveranstaltung (sog.
Bürgerdialog 4) durchzuführen. Diese wird angeboten, sobald belastbare
Ergebnisse vorliegen.
Der nächste vorgesehene Beschluss ist der Beschluss zur Aufstellung und
Veröffentlichung des Bebauungsplanes Nr. 6224-3. Unter der Voraussetzung,
dass keine verfahrensverzögernden Ereignisse den Fortschritt der Planung
behindern, sind genannter Beschluss und dessen Umsetzung für 2027
vorgesehen. Der Satzungsbeschluss kann unter denselben Annahmen in 2028Seite 8 von 150
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erfolgen.
Rolle der Stadtentwicklungsgesellschaft
Das Projekt soll durch die Stadtentwicklungsgesellschaft eng begleitet und über
das Bebauungsplanverfahren hinaus koordiniert werden.
Anlage/n
1 Anhang 1: Städtebaulicher Entwurf "Im Rosenfeld" Juni 2025 (öffentlich)
2 Anhang 2: 3(1) Stellungnahmen "Im Rosenfeld" Mai 2025 (öffentlich)
3 Anhang 3: 3(1) Abwägungstabelle "Im Rosenfeld" Mai 2025 (öffentlich)
4 Anhang 4: 3 (1) Gesamtabwägung "Im Rosenfeld" Mai 2025 (öffentlich)Seite 9 von 150
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Stellungnahmen gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch
Die Veröffentlichung im Internet sowie die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch
wurde im Amtsblatt Nr. 6 (57. Jahrgang) der Bundesstadt Bonn vom 19. Februar 2025 öffentlich
bekannt gemacht. Die Veröffentlichung und öffentliche Auslegung erfolgte anschließend vom
05.03.2025 bis einschließlich 19.03.2025. Zusätzlich fanden am 07.03.2025 eine
Beteiligungsveranstaltung und am 21.03.2025 und 31.03.2025 zwei Jugendbeteiligungen statt. In
der letzterer wurde explizit gefragt, was den Jugendlichen an der Planung gefällt bzw. nicht gefällt
und welche Angebote sich die Jugendlichen im Rosenfeld wünschen. Die Stellungnahmen aus
der Jugendbeteiligung sind demnach in einem Frage-Antwort-Format abgebildet.
Die eingegangenen Stellungnahmen wurden entsprechend der Rangfolge ihres Eingangsdatums
nummeriert. Diese Rangliste liegt den Rats- und Ausschussmitgliedern zur Einsichtnahme vor. Es
erfolgt eine wörtliche Wiedergabe der Schreiben, an die sich jeweils die Benennung der in der
betroffenen Stellungnahme vorgetragenen Aspekte in Schlagworten anschließt.
1. Stellungnahme per Mail vom 26.02.2025
„Ich wohne in Buschdorf und finde es ist Kleines Dorf Gefühl vorhanden.
Ich möchte auf keinen Fall ein zweites Tannenbusch errichtet bekommen!
900 Wohneinheiten 50 % sozial gefördert ist das schlimmste was sie tuen können.
Buschdorf wird zu sozial Brennpunkt.
Vor allem wie hoch sollen die Betongebäude werden.
Was ist mit den Vögeln die da leben und klein Tieren.
Luftverschumtzung steigt durch zu viele Autos. Jeder hat minimum 1 Auto.
Straßen sind zu schmal für so viele Autos, keine
Parkmöglichkeiten.
Reduziert die Wohneinheiten auf 300 stk und 20 % sozial gefördert.
Bekommt Buschdorf auch einen Rewe oder Edeka weil der Kleine Penny ist jetzt schon überlastet.
Ist eine unmögliche Aktion mit so vielen Wohnungen vor allem der Dorfcharketer geht verloren.
Bauen Sie eine neue weiterführende Schule für so viele Menschen.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
− Zu hohe Anzahl an Wohneinheiten
− Zu hoher Anteil an geförderten Wohnungen
− Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
− Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
− Befürchtung negativer Auswirkungen auf den Artenschutz
− Befürchtung negativer Auswirkungen auf die Luftqualität durch erhöhten Verkehr
− Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
− Wunsch nach Lebensmittelnahversorgung
− Wunsch nach einer weiterführenden Schule
2. Stellungnahme per Post vom 04.03.2025
„Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan „Im Rosenfeld“ möchten wir als
betroffene Anwohner der Reihenhäuser auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn Köln-
Bonn (A555) unsere Bedenken gegen die geplante Bebauung mit sechsgeschossigen bzw. sogar
siebengeschossigen Wohngebäuden, bis zu einer Höhe von 21 m äußern.Seite 11 von 150
1. Erhöhte Lärmbelastung durch geänderte Schallausbreitung
Nach aktuellem Planungsstand sollen die neuen Wohngebäude als Lärmschutz für das geplante
Quartier dienen. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt, dass diese massive Bebauung den Lärm in
Richtung unserer Wohnhäuser reflektieren und die bestehende Lärmbelastung für uns signifikant
erhöht. Vor ca. 30 Jahren wurde auf Grund der damaligen Lärmbelästigung eine
Geschwindigkeitsbegrenzung in den Nachtstunden auf 80 km/h eingerichtet. In Laufe der Jahre
sind der Verkehr und damit die Belastungen durch Lärm und Stäube in den Jahren deutlich
gestiegen. Wir fordern daher:
- Ein unabhängiges Schallgutachten, das auch die Auswirkungen der geänderten
Schallausbreitung auf unser Wohngebiet berücksichtigt.
- Eine Überprüfung, ob die gesetzlichen Lärmschutzrichtwerte weiterhin eingehalten werden
und in Zukunft eingehalten werden können.
2. Unzureichende Abwägung der Interessen der Bestandsanwohner
Die Planung scheint primär auf die Bedürfnisse der neuen Bewohner ausgerichtet zu sein,
während die Auswirkungen auf die bereits ansässige Bevölkerung nicht ausreichend
berücksichtigt wurden. Gemäß § 1 Abs. 7 BauGB sind die öffentlichen und privaten Belange im
Planungsverfahren gerecht abzuwägen.
Daher bitten bitte ich um eine Anpassung des Bebauungsplans, sodass die Lärmzunahme für
unser Wohngebiet ausgeschlossen wird.
3. Nachbesserung der Lärmschutzmaßnahmen
Wir fordern die Aufnahme zusätzlicher Maßnahmen in den Bebauungsplan, um den zusätzlichen
Lärm für unsere Wohnhäuser zu reduzieren, z. B.:
- Errichtung einer zusätzlichen Lärmschutzwand.
- Begrünte Fassaden und spezielle Schallschutzverkleidungen an den geplanten
Gebäuden, um Lärm besser zu absorbieren.
- Optimierte Gebäudeausrichtung, um Schallreflexionen zu minimieren.
4.Möglichkeit individueller Lärmschutzmaßnahmen mit finanzieller Unterstützung
Sollte trotz zusätzlicher Maßnahmen weiterhin eine erhöhte Lärmbelastung für unser Wohngebiet
bestehen, bitten wir um Informationen zu möglichen Förderprogrammen für individuelle
Schallschutzmaßnahmen (z. B. Lärmschutzfenster oder Schallschutzwände an bestehenden
Gebäuden) sowie eine Prüfung, ob die betroffenen Anwohner hierfür Anspruch auf Unterstützung
haben.
Fazit und Forderung
Wir fordern die Stadt Bonn auf, unsere berechtigten Einwände im weiteren
Bebauungsplanverfahren zu berücksichtigen und entsprechende Anpassungen vorzunehmen.
Ein unabhängiges Schallgutachten, zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen und gegebenenfalls
individuelle Schutzmöglichkeiten sind essenziell, um die Lebensqualität der Bestandsanwohner
nicht weiter zu verschlechtern.
Wir bitten um eine schriftliche Stellungnahme zu unseren Einwänden und stehen für einen
konstruktiven Dialog gerne zur Verfügung.“Seite 12 von 150
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Forderung Erstellung Lärmgutachten
- Forderung von geeigneten Lärmschutzmaßnahmen im Bebauungsplan
- Befürchtung negativer Auswirkungen durch Lärmreflexion der neuen Gebäude
- Unzureichende Berücksichtigung der Belange der ansässigen Bevölkerung nach
§ 1 Abs. 7 BauGB
3. Stellungnahme per Mail vom 05.03.2025
„Unsere Siedlergemeinschaft, Glogauer Straße 6, ist postalisch unter 53117 Bonn-Buschdorf
erreichbar. Nicht nur aus diesem Grund verfolgen wir das Bauvorhaben auf dem Stück „Im
Rosenfeld" Bonn-Buschdorf, gelegen an der Autobahn 555 rechts in Fahrtrichtung Köln, mit
wachsendem Interesse. Diese von der Stadt Bonn geplante Bebauung tangiert unsere Siedlung,
ebenfalls gelegen an der BAB 555 - in Fahrtrichtung Bonn, gegenüber dem Baugrundstück „Im
Rosenfeld".
Gründe:
1 Erhöhte Lärmbelästigung durch geänderte / verstärkte Schallausbreitung:
Nach dem aktuellen Planungsstand sollen die neuen Wohngebäude mit 6 Stockwerken
als Lärmschutz für das geplante Quartier dienen. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt,
dass die massive Bebauung den Lärm Richtung der Wohnhäuser der Siedlergemeinschaft
im Bauabschnitt V.eV, Glogauer Straße sowie in die Beuthener Straße und Sprottauer
Straße reflektiert und damit die bereits jetzt schon bestehende Lärmbelastung für uns
signifikant erhöhen wird.
- Es wird vor Beginn der Baumaßnahmen der Stadt Bonn zur Vermeidung möglicher Klagen
empfohlen, ein unabhängiges Gutachten, welches auch die Auswirkungen der geänderten
Schallausbreitung auf das Wohngebiet der SGT berücksichtigt, zu beauftragen.
- Werden die gesetzlichen Lärmschutzrichtwerte eingehalten. jetzt und nach Errichtung der
Baumaßnahmen.
2. Unabhängige Abwägung der Interessen der Bestandsbewohner:
Die Planung scheint Primär auf die Bedürfnisse der neuen (unbekannten) Bewohner
ausgerichtet zu sein, während die Auswirkungen auf die bereits ansässige Bevölkerung
nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Gemäß § 1 Abs. 7 BauGB sind die öffentlichen
und privaten Belange im Planungsverfahren gerecht abzuwägen. Daher wird eine
Anpassung des Bebauungsplans erwartet, sodass die Lärmzunahme für die Bewohner
des Wohngebiets der SGT ausgeschlossen wird.
3. Nachbesserung der Lärmschutzmaßnamen:
Wir erwarten die Aufnahme zusätzlicher Maßnahmen in den Bebauungsplan, um den
möglichen zusätzlichen Lärm für die SGT die und angrenzenden Straßen zu reduzieren /
auszuschließen:
- Errichtung einer zusätzlichen Lärmschutzwand im relevanten Bereich auf der rechten
Seite der BAB 555 in Fahrrichtung Bonn.
- Begrünte Fassaden und spezielle Schallschutzverkleidungen an den geplanten
Gebäuden.
- Optimierte Gebäudeausrichtung um Schallreflextionen zu minimieren
4. Möglichkeit individueller Lärmschutzmaßnahmen mit finanzieller UnterstützungSeite 13 von 150
Sollte trotz zusätzlicher Maßnahmen weiterhin eine erhöhte Lärmbelastung für das
Wohngebiet der SGT pp. bestehen, wären Hinweise zu möglichen Förderprogrammen für
Schallschutzmaßnahmen sowie der notwendigen Unterstützung durch die
Stadtverwaltung Bonn geboten.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Forderung Erstellung Lärmgutachten
- Forderung von geeigneten Lärmschutzmaßnahmen im Bebauungsplan
- Befürchtung negativer Auswirkungen durch Lärmreflexion der neuen Gebäude
- Unzureichende Berücksichtigung der Belange der ansässigen Bevölkerung nach
§ 1 Abs. 7 BauGB
4. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Völlig daneben!
Mit diesem Plan wird der Bonner Norden noch mal "aufgewertet". Glückwunsch an die Verwaltung!
Die besondere Situation im Tannenbusch Neu ist allen bekannt, nur im Stadthaus nicht. Warum
jetzt so eine dichte und hohe Bebauung nur 500 m weiter? 7 stöckige Wohnblöcke als
Lärmschutzwände? Wohnblöcke mit 150 WE? Die Dichte an geförderten Wohnungen ist im
Tannenbusch (Bonner Norden) mit Abstand am höchsten. Jetzt soll noch mal nachgelegt werden?
Der dörflich ländliche Charakter von Buschdorf wird nicht berücksichtigt.
Stadtplaner der Stadt Bonn = Stadtverunstalter! Genug Beispiele gibt es ja schon.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
5. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Wohnungsbau JA - Auf Kosten der bestehenden Anwohner NEIN!
Ich als Anwohner der Buschdorfer Str., sehe den aktuellen Bebauungsplan mehr als kritisch. Wir
haben jetzt schon mit immensem Verkehr auf unseren Straßen in Buschdorf zu kämpfen, wie soll
das dann erst nach der Umsetzung des Bebauungsplans werden. Ganz abgesehen ist die
Parkplatzsituation für die aktuellen Anwohner schon mehr als stressig, wo sollen die ganzen
PKW‘s der neuen Bewohner geparkt werden. Wenn man dann über eine Verbreiterung der
Straßen nachdenkt, kann ich nur mit dem Kopf schütteln und frage mich wie das abgebildet
werden soll. Man könnte Böses denken, das hier System der grünen Politik dahintersteckt und es
den PKW Nutzern so unbequem wie möglich zu machen in der Hoffnung das man auf den ÖPNV
ausweicht.
Zudem habe ich bedenken das man ein zweites Tannenbusch Mitte aus dem Boden stampft. Es
reicht dieser eine soziale Brennpunkt, welcher weit über die Grenzen von Bonn seinen schlechten
Ruf hat. Buschdorf hat sich immer dadurch ausgezeichnet das man seine Kinder ohne
Hintergedanken alleine raus lassen kann. Ich als Vater zweier Töchter habe schon große
Bedenken, das dies für viele Eltern zukünftig nicht mehr ohne Bedenken möglich ist. Ich möchte
hier nicht pauschalisieren aber seien wir ehrlich, es ist doch klar welche Bewohner bei diesem
Bebauungsplan den Zuschlag erhalten. Wenn man sich die Infrastruktur anschaut, kann
Buschdorf diesen Zuwachs nicht stemmen. Hier muss dringend ein neues Bebauungskonzept
erstellt werden ohne die Ideologie der Grünen Politik.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- Befürchtung eines sozialen BrennpunktsSeite 14 von 150
6. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Ohne Rücksicht auf Bürger in Buschdorf!!!
Man kann sicherlich die Argumentation verstehen, dass zusätzlicher Wohnraum geschaffen
werden muss.
Wenn man aber sieht, wie viele neue Siedlungen bereits in letzter in Buschdorf errichtet wurden
(Aegidienstr. große Siedlung, Siedlung im großen Garten), dies hier bereits ohne den Verkehr in
Buschdorf zu berücksichtigen, so ist die neue Planung eine weitere Ohrfeige für die Bewohner in
Buschdorf!
Bewohner in Buschdorf werden hiervöllig benachteiligt durch ein deutlich höheres
Verkehrsaufkommen!
Durch die Siedlung im Rosengarten wird der Verkehr nun nochmal deutlich steigen, der in
Richtung Buschdorf über die Schickgasse dann über die Buschdorferstraße=>Friedlandstraße
oder Klosterweg=> Otto-Hahn-Straße laufen muss.
Dies ist untragbar für Anwohner in diesen eigentlich verkehrsberuhigten Straßen!
Hier wird leider nicht weitergedacht, sondern mit Scheuklappen einfach nur blind so viel
Wohnraum auf kleinster Fläche errichtet, dies auf Kosten anderer.
Was ist mit den aktuellen Klimaproblemen / Klimaschutz. Hier wird Natur zerstört, die es einfach
braucht. Nicht nur für bestehende Anwohner als Erholungsgebiet, sondern auch um das Klima
durch Naturflächen zu unterstützen!
Ich bin daher gegen die Bebauung in dieser Form und fordere hier eine Änderung /
Nachbesserung, vor allem in Sachen Autoanbindung dieser neuen Siedlung!“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
- Erhalt des Grünzugs
- Kritik an Flächenversiegelung durch Bebauung
7. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Bessere zielführende Planung
Ich würde mir wünschen, dass der Bebauungsplan mit den Menschen in Buschdorf abgestimmt
wird, statt irgendeine Idee durchzusetzen, die nicht durchdacht ist. Ich bin kein Befürworter der
dichten Bebauung.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Unzureichende Berücksichtigung der Belange der ansässigen Bevölkerung nach
§ 1 Abs. 7 BauGB
8. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Parkplatzsituation
Ich finde die Parkplatzsituation ist nicht durchdacht, bei so vielen Wohnungen sind zu wenig
Stellplätze vorhanden. Man kann ja schon pro Haushalt mit einem Auto rechnen. Wo sollen die
denn sonst parken?“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Fehlende / unzureichende ParkmöglichkeitenSeite 15 von 150
9. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Was passiert mit dem Garten und dem Basketballfeld und Spielplatz?
Werden diese Orte erhalten oder kommen die weg?“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
− Wunsch nach Erhalt Spielplatz und Sportplatz
10. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Klares JA
Es wird nun mal mehr Wohnraum benötigt. Wenn man auf alle Bedürfnisse achten würde, wo
sollen die Menschen denn leben. Und ja auch Sozialschwache Familien haben das Recht in
Buschdorf wohnhaft zu werden!“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürwortung der Planung
11. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Gute Idee
Ich persönlich finde es ok. Es gibt in jedem Stadtteil fast eine dichte Bebauung. Nur weil die
Buschdorfer lieber unter sich wären. Für mich keine Option. Die Stadt hat sich dabei was gedacht
und das ist halt einfach hinzunehmen.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürwortung der Planung
12. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Zu dicht!
Das Rosenfeld ist für die Buschdorfer als Teil des Grünen C ein Naherholungsgebiet. Wir
verstehen definitiv das Bedürfnis nach Wohnraum, nach weiteren Möglichkeiten, in den Bonner
Norden zu ziehen. Aber es darf keine neue Ghetto-Siedlung werden. So nah an Tannenbusch
muss die Gestaltung des Viertels mit maximalen Fingerspitzengefühl erfolgen. Infrastruktur und
soziale Struktur können ein neues Wohngebiet nur dann "verkraften", wenn die neuen Mitbürger
eine Chance bekommen, sich wohlzufühlen und mit den altten Buschdorfern in Kontakt zu
kommen. Wir brauchen hier von der Stadt Nehrung Unterstützung in Bezug auf Gestaltung und
Integration!!!“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Erhalt des Grünzugs
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
13. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Zurück zur alten Planung!
Es gab doch schon einmal eine verträgliche Beplanung der Fläche.
Warum müssen es jetzt 900 Wohnungen in bis zu 7stöckigen Häusern sein.
Warum müssen es jetzt 50% „sozialer Wohnungsbau“ sein?
Hier wird ein neuer sozialer Brennpunkt geplant.Seite 16 von 150
Die alten Pläne waren deutlich akzeptabler für die Einwohner des Dorfs.
Es gibt nur eine sehr geringe Anzahl an Parkmöglichkeiten für Kfz, anders als in anderen
Stadteilen muss in dieser Planung eine sehr viel geringere Anzahl von Stellplätzen je Wohneinheit
nachgewiesen werden. Begründet wird dies mit der „sehr guten Anbindung“ an den ÖPNV. Wenn
man sieht was zur Rushhour auf dem Bahnsteig der Linie 16, die ohnehin nur sehr unzuverlässig
ihren Dienst verrichtet, los ist, fragt man sich, wie das immens erhöhte Fahrgastaufkommen
bewältigt werden soll.
Da es nicht funktionieren wird, ist abzusehen, dass die Anzahl der Fahrzeuge pro Wohnung so
gross sein wird, wie in jedem anderen Stadteil auch. Leider fehlen diesen Fahrzeugen dann die
Stellplätze im neu bebauten Gebiet. Leidtragende werden dann die Bewohner der umliegenden
Straßen sein, in denen es sowieso schon eine äußerst angespannte Parksituation gibt. Ein
weiteres Problem wird das sich stark erhöhende Verkehrsaufkommen durch Buschdorf über
Schickgasse, Buschdorfer Straße, Friedlandstrasse, Klosterweg und Otto-Hahn-Straße sein Das
sind übrigens alles Strasse, die auch von vielen Grundschulkindern genutzt werden.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Zu hohe Anzahl an Wohneinheiten
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Zu hoher Anteil an geförderten Wohnungen
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- ÖPNV-Anbindung unzureichend
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
14. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Buschdorf stellt sich quer
Ich verstehe nicht wieso die Anwohner so ein Problem haben. Schön ist anders, keine Frage. Aber
Buschdorf ist schon lange nicht mehr das idyllische Örtchen von früher. Die Bewohner gegenüber
der neuen Grundschule meckern doch auch nicht. Man hat Angst das nun viel Migration einzieht
aber so ist es nunmal. Gebt dem ganzen doch eine chance anstatt sofort alles negativ zu sehen.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürwortung der Planung
15. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Weniger ist mehr
Ich habe Angst vor der Masse an Menschen. 900 Wohneinheiten, wie viele Menschen werden
dort leben? Was heißt MINDESTENS 50 % sozialer Wohnungsbau? Können es auch 60 % oder
70 % oder 80 % werden?
Ich habe Angst vor Kriminalität.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Zu hoher Anteil an geförderten WohnungenSeite 17 von 150
16. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Finde ich schlecht durchdacht
Wo sollen denn so viele Menschen hier untergebracht werden?! Es wird allein schon so einen
Parkplatz mangel geben den es jetzt schon in Buschdorf gibt. Buschdorf ist zwar nicht mehr wie
früher aber wenn das gebaut wird ist von Buschdorf nichts mehr geblieben.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
17. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Der Bebauungsplan gefällt mir überhaupt nicht, da wir Nachbarn von Tannenbusch sind, möchten
wir auf keinen Fall, dass diese Bauweise auch bei uns eingeführt wird. Die neu zu bauenden
Häuser sollten höchstens die Höhe von denen im vor kurzem fertig gestellten Neubaugebiet
Apfelgarten haben. Ebenso ist die Mischung von Mehr- und Einfamilienhäusen vorzusehen. Die
Zahl der zu bauenden Wohnungen ist viel zu hoch angesetzt, wenn man wirklich daran interessiert
ist, das Ortsbild von Buschdorf zu erhalten. Der Fehler wurde ja schon in verschiedenen
Stadtteilen Bonns gemacht und offensichtlich nichts daraus gelernt. Bei der jetzigen Anbindung
des Baugebietes an den ÖPNV, die ja wohl nicht so schnell geändert wird, ist es wohl ziemlich
illusorisch davon auszugehen, dass nur die Hälfte an Autostellplätzen gebraucht wird. Da ist
Parkplatznot doch schon vorprogramiert. Vor allem sollte man auch die Versorgung des Stadtteils
nicht aus den Augen verlieren. Schon heute herrscht eine Untersorgung, es gibt nur einen
Discounter, keinen Supermarkt, der zwar schon seit Jahren angekündigt wird, aber einfach nicht
entsteht. Und die sollen bzw. sind sozusagen am Rand des Ortes, nämlich an der Kölnstraße.
Über einen passenderen Standort sollte man sich vielleicht mal Gedanken machen.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe Anzahl an Wohneinheiten
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Wunsch nach anteiligen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- ÖPNV-Anbindung unzureichend
18. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 05.03.2025
„Zu viel und zu hoch
An sich bin ich für mehr Bebauungsfläche und Wohnraum in Bonn aber diese Bebauungsart
fördert leider soziale Brennpunkte. Es gibt sicher einen Kompromiss, allen Milieus Wohnraum zu
bieten und doch nicht so hoch zu bauen.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Zu hohe und dichte BebauungSeite 18 von 150
19. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Schafft Wohnraum
Bonn braucht dringend mehr Wohnraum, vor allem für Familien, die sich kein Eigenheim leisten
können. Familien und Alleinstehende mit kleinem Einkommen sind keine Kriminelle. Die
Aggressivität, mit der die Bürgerinitiative Rosenfeld mich und andere in Buschdorf zur Unterschrift
drängen will, achtet nicht mehr die Freiheit derer, die anders denken. Schafft Wohnraum und lasst
zu, dass Buschdorf demokratisch, gemeinwohlorientiert, vielfältig und bunt wird.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürwortung Planung
20. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Konkretes Alternativkonzept
Die BÜRGERINITIATVE ROSENFELD wird bereits von über 2.000 Bürgerinnen und Bürgern
unterstützt.
Um eine nachhaltige und ausgewogene Stadtplanung zu gewährleisten, hat die Bürgerinitiative
ein konkretes Alternativkonzept vorgelegt. Es beinhaltet: u.a. max. 350 WE, max. 40 % sozialer
Wohnungsbau, max. 3,5-geschossige Bauweise, min. 1 Pkw Stellplatz pro WE, keine verdichtete
oder hohe Bauweise, ein schlüssiges Verkehrskonzept.
Als Bürger begrüßen wir den dringend notwendigen Wohnungsbau, auch für den sozialen
Wohnungsmarkt, und freuen uns auf neue Nachbarn, die wir sehr gerne in unserer
Dorfgemeinschaft willkommen heißen werden.
Gleichzeitig müssen jedoch die berechtigten Anliegen und Sorgen der Buschdorferinnen und
Buschdorfer ernst genommen werden. Eine verantwortungsvolle Stadtplanung sollte
darauf abzielen, die Lebensqualität vor Ort zu bewahren und die Entstehung sozialer Brennpunkte
zu vermeiden. Fehler, wie sie in anderen Bonner Stadtteilen gemacht wurden,
dürfen sich hier nicht wiederholen.
Auch die geplanten Stellplatzkapazitäten und die Verkehrsbelastung bedürfen einer erneuten
Überprüfung. Die Vorschläge der Bürgerinitiative liefern dazu eine sinnvolle Grundlage.
Die Verantwortlichen der Bundesstadt Bonn werden aufgefordert, die Vorschläge der
Bürgerinitiative ernsthaft zu prüfen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern eine
nachhaltige und ausgewogene Lösung für das Rosenfeld zu entwickeln.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe Anzahl an Wohneinheiten
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
21. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Kein Tannenbusch 2.0
Wohnungen werden gebraucht und sollen auch gebaut werden. Aber bitte mit bedacht. Für einen
Ort ist es nicht günstig, wenn er so rasant wächst, ohne eine gesicherte Infrastruktur.
Jetzt schon ist die Bahnlinie 16 überlastet. Wie stellt man sich das realistisch vor, wenn die
geplanten Wohneinheiten dazukommen? Mehr Züge? Es ist ja jetzt schon schwierig, denn es fehlt
an Personal. Dies ist nur ein Problem.Seite 19 von 150
Wie sieht es mit Parkplätzen aus? Die Begründung, die Bahn ist vor der Tür - man muss es auch
wollen. Das die Menschen die dort einziehen werden, deshalb auf ein eigenes Auto verzichten,
glaube ich nicht. Wo werden diese Fahrzeuge parken können?
Leider werden keine Einfamilienhäuser mehr mit der jetzigen Planung erwähnt. Dies ist war vorher
geplant. Ähnlich wie im Apfelgarten. Das ist die Mehrfamilienhausbebauung moderat
vorgenommen worden, mit entsprechenden Tiefgaragen.
Das war für Buschdorf verträglich.
Eine ähnliche Bebauung würde ich befürworten.
Denn wenn die jetzigen Pläne umgesetzt werden, haben wir ein neues Tannenbusch in Buschdorf.
4 Stockwerke reichen!!!!!!“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- ÖPNV-Anbindung unzureichend
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Wunsch nach anteiligen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern
22. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Wo bleibt das grüne C
Man hatte mal einen netten Gedanken, das grüne C, Spielplatz und eine gemäßigte Bebauung.
Was soll jetzt kommen?
Hochhäuser bis zu 7 Stockwerke.
Eine gute Integration zum grünen C?
Passt nicht zusammen.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Erhalt des Grünzugs
23. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Gibt es Hochhäuser die unproblematisch sind?
Kennt jemand Hochhäuser die unproblematisch sind?
Wir wohnen doch schon nah genug am Brennpunkt Tannenbusch.
Wo Silvester Raketen auf Autos geschossen werden.
Nein danke“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
24. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Hirnloses Zupflastern von freier Fläche - Würde der Planer hier wohnen wollen?
..ich denke die Frage für den Planer ist schnell beantwortet mit einem sehr ausdrucksstarken nein!
Wer plant sowas? Das ist keine Quartiersentwicklung, sondern eine Verschandelung und eine
Zumutung für das "BuschDörfchen". Plant mal ein nettes Cafè und was schönes zum verweilen!
Buschdorf ist am Rand der Stadt und die Straße die zum Rosenfeld führt ist in keinster Weise
dazu gedacht hier solche Menschenmassen unterzubringen die dann (auch mit viel zu wenigen
Parkplätzen pro Partei (denn jeder Haushalt hat mehr als 1 Auto)) Ihre Einkäufe bis in die Häuser
schleppen müssen.Seite 20 von 150
Lieber Planer komm mal her und stell dich an die Ecke Buschdorfer Str. / Friedlandstr. und warte
bis der Bus kommt mit einem entgegenkommenden Auto. Dann denkste das Spiel mal weiter
wenn da noch mindestens weitere 900 Autos fahren.
Ich kann nur sagen: Hirnverbrannt und Planung auf Teufel komm raus! Vielleicht nicht so viele
Menschen unterbringen und dafür das Dorfgeschehen stärken.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
25. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Vorzeigeprojekt
Ich finde es sehr löblich, dass hier ein Konzept entwickelt wurde, wie 900 Wohnungen in einem
Projekt realisiert werden können. Und das noch auf einer Fläche, die ja sonst wegen der
anliegenden Autobahn schwer zu verwerten ist. Bonn braucht dringend Wohnraum. Und Projekte
in diesem Volumen sind endlich mal Lösungen und nicht der berühmte Tropfen auf dem heißen
Stein. Bei der Wohnraumproblematik geht es ja nicht nur darum, dass die breite Bevölkerung
durch hohe Mietpreise keinen Wohlstand aufbauen kann oder gar verdrängt wird, sondern auch
um Folgeprobleme, wie zb. den Verkehr. Wie viel Auto-Kilometer würden jeden Tag produziert
werden wenn diese Menschen irgendwo weiter außerhalb wohnen und in die Stadt pendeln
müssten? Dann werden die Straßen voller und die Stadt lauter und stinkiger.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürwortung Planung
26. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„PV, Wärme und Carsharing
Ich weiß nicht, ob das ganze gesetzlich sowieso schon gefordert ist, aber aufgeständerte Ost-
West PV sollte auf allen Dächern gebaut werden, klimaneutrale Nahwärme gekoppelt an PV ggf.
mit Wärmespeicher ist auch zu überlegen.
Ein Platz für Carsharing sollte auch ausgewiesen werden. Es gibt genug Studien die belegen,
dass sich dadurch die Anzahl an gebrauchten Autos insgesamt verringert.
Ein sicherer Fahrradstellplatz in der Garage und am Bahnhof sollte sich bestimmt auch lohnen.
Ladelösungen für EAutos und EBikes natürlich auch.
Und an alle die Angst vor Sozialwohnungen haben: Schämt euch! Stellt euch vor ihr wärt in so
einer Lage.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Vorschlag Umsetzung PVT-Module
- Vorschlag Umsetzung Nahwärme
- Vorschlag Umsetzung Wärmespeicher
- Wunsch nach Carsharing
- Wunsch nach E-Ladestationen
- Wunsch nach ausreichend Fahrradstellplätzen
27. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Wohngebäude als Lärmschutz
Den überzeugenden Argumenten der Buschdorfer Bürgerinitiative und den entsprechenden
Leserbriefen zur maßvollen Bebauung des Rosenfeldes möchten wir noch einen wichtigen AspektSeite 21 von 150
hinzufügen: Parallel zur A 565 sollen mehrgeschossige Wohngebäude als Lärmschutz dienen.
Die Not der wohnungssuchenden Menschen mit geringem Einkommen würde ausgenutzt werden
- unseres Erachtens verantwortungslos und menschenunwürdig.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
− Kritik an Wohnbebauung hin zu Lärmquellen (Autobahn und Bahnstrecke)
28. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Bitte kein Tannenbusch 2.0
Als Hausbesitzerin in Buschdorf habe ich große Sorgen um den dörflichen Charakter und um den
Wert meines Grundstücks. Ich möchte keine Hochhäuser in unmittelbarer Nähe und kein neues
Tannenbusch, voller Dreck Müll und heruntergekommen. Unser Dorf soll dörflich bleiben und
lediglich ein Neubaugebiet entstehen mit Häusern mit maximal drei Stockwerken und vielen
Einfamilienhäusern.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe Anzahl an Wohneinheiten
- Wunsch nach anteiligen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
29. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Warum verschwinden die Natur
In Bonn regieren die Grünen dann soll die wunderschöne Fläche verschwinden für schreckliche
hochhäuser
Es geht nur ums Geld und Kapitalismus
Wer hat solch ein Projekte Genehmigung?
Ich bin entsetzt!!!!!
Aber die Politik darf machen was sie möchte
Wir dürfen nur zahlen!!!!!“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Erhalt des Grünzugs
- Kritik an Flächenversiegelung durch Bebauung
30. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Kein Verkehrskonzept erkennbar
Es sind 900 Wohneinheiten geplant, d.h. für mindestens 3000 Menschen.
Es soll 450 Parkplätze geben, da die Jury / Stadt, die vom Planer mit 600 Stellplätzen bemessene
Garage als "Überangebot an Stellplätzen" ansieht.
Als alternatives Angebot wird eine dysfunktionale, unzuverlässige Linie 16 als einziges echtes
ÖPNV-Angebot vorgesehen (Car-Sharing und die Linie 631 sind nicht ernst zu nehmen!)
Es droht ein Verkehrschaos im Buschdorfer Ortskern, wo es schon jetzt zu eng ist und viel zu viel
Verkehr existiert. Es gibt nur die schmale Schickgasse als Verbindungsweg! Da müssen nicht nur
die AnwohnerInnen, sondern auch Lieferwagen, Post, etc. durch.
Hinzu kommt die geplante Verlängerung der Linie 63 durch Buschdorf. Dies wird im geplanten 10-
Minuten Takt zu ständigen Schrankenschließzeiten in der Friedlandstr., Otto-Hahn-Str. und
Schlesienstr. führen.
Durchdacht ist das alles nicht.“Seite 22 von 150
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- ÖPNV-Anbindung unzureichend
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
- Verkehrsprobleme durch Erweiterung der Stadtbahnlinie 63 erwartet
31. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Masse statt Klasse
Die Stadt konzentriert sich beim Bau neuer Wohnungen vor allem auf die Quantität statt auf
Wohnqualität. Eine echte Durchmischung mit der Nachbarschaft wird vernachlässigt, was soziale
Spannungen fördern könnte.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
− Zu hohe und dichte Bebauung
− Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
32. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Warum kein Eigentum?
Die Planungen sollten die Möglichkeit beinhalten Eigentum zu erwerben, in welcher Form auch
immer. Eigentümer haben oft ein größeres Interesse daran, in die Pflege und Verbesserung ihrer
Umgebung zu investieren, da sie langfristig an der Wertentwicklung ihrer Immobilie beteiligt sind.
Dies führt häufig zu einer höheren Bereitschaft, sich aktiv in der Gemeinschaft einzubringen. Das
kann wiederum zu einem besseren sozialen Zusammenhalt führen.
Eine echte soziale Integration sollte daher alle Wohnformen, auch Eigentum, einschließen. Bestes
lokales Beispiel in Buschdorf ist der "Apfelgarten". Dieser hat sich gut entwickelt und sollte als
positives Beispiel für das Rosenfeld dienen.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Wunsch nach anteiligen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern
33. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Sozialwohnungsbau ist wichtig, aber ...
... warum so konzentriert an dieser Stelle. Mir ist bewusst, dass das Gebiet eins der letzten freien
großen Flächen in Bonn ist, aber die Stadt sollte auch hier den räumlichen Kontext betrachten.
Das Gebiet liegt in einem Dreieck zwischen Kiesgrube/Gewerbegebiet, Autobahn und
Stadtbahntrasse. Kein besonderes Lebenswertes Umfeld und auch komplett abgetrennt von der
Nachbarschaft in Buschdorf und Tannenbusch. Wie stellt sich die Stadt die Integration in die
Nachbarschaften vor? Insbesondere, da dies auch im angrenzenden Neu-Tannenbusch nicht gut
funktioniert hat. Was soll hier anders gemacht werden?
Sozialwohnungen sind wichtig und sollten ein integraler Bestandteil der Planung sein. Die
Massivität der Planung sollte allerdings überdacht werden. Ein weiteres Problemviertel im Bonner
Norden wünscht sich sicher niemand und aus den Fehlern der Vergangenheit sollte gelernt
werden.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Zu hoher Anteil an geförderten Wohnungen
- Zu hohe und dichte BebauungSeite 23 von 150
34. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Was ist mit sozialer Infrastruktur?
Neben der geplanten Kita und Grundschule muss auch das Thema weiterführende Schulen
bedacht werden. Das wird kaum thematisiert.
Weitere Kita bedeutet wieder mehr Personalbedarf. Wo sollen die Erzieherinnen herkommen? Die
bestehenden Kitas haben schon nicht genug Personal.
Welche Planungen gibt es hinsichtlich Räumlichkeiten für Vereine, Kirchen, etc?“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Wunsch nach einer weiterführenden Schule
- Wunsch nach Räumlichkeiten für soziale Nutzungen
35. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 06.03.2025
„Verlagerung....
Es wird also eine neue Möglichkeit geschaffen die Kriminalität aus Neu-Tannenbusch
auszuweiten. Hoffentlich hat unsere Polizei auch die nötigen Kapazitäten wenn sich die Groß-
Razzien dann auf 2 Brennpunkte erweitern. 500m weiter ist ein vorzeige Objekt verfehlter
Wohnraumansammlung doch öffentlich zu besichtigen. Aber anscheinend ist eine Lernschwäche
ja ein Einstellungsgrund im Stadthaus. Ich würde gerne mal sehen was die Verantwortlichen
dieses Plans sagen würden wenn ihr Eigenheim abgebaut und plötzlich in Neu-Tannenbusch
wieder errichtet wird.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
36. Stellungnahme per Mail vom 07.03.2025
„Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zu dem o.g. Bebauungsplan möchten wir als
benachbarte Anwohner in der Glogauer Straße unsere Bedenken hinsichtlich der wahrscheinlich
erhöhten Lärmbelastung durch die hochgeschossige Bebauung kundtun.
Die neuen Gebäude sollen wohl als Lärmschutz für das geplante Quartier dienen, was aber durch
die Reflektion des Autobahnlärms zu einer massiven Verstärkung der Lärmbelastung in unserer
Siedlung führen wird.
Daher ist es zwingend erforderlich, ein unabhängiges Schallgutachten erstellen zu lassen, das die
Auswirkungen der Maßnahmen auf unsere Siedlung berechnet und feststellt, ob die gesetzlichen
Lärmschutzwerte eingehalten werden.
Wir verlangen von der Stadtplanung, dass die Interessen auch der Altbewohner des Ortsteils (auf
der Tannenbusch-Seite) berücksichtigt werden, und dass ggfs. zusätzliche
Lärmschutzmaßnahmen (Schutzwände, Schallschutzverkleidungen etc.) ergriffen werden.
Wir erwarten, dass Sie diese Einwände berücksichtigen und ggfs. Anpassungen vornehmen,
insbesondere nach den Ergebnissen eines entsprechenden Gutachtens.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Forderung nach Erstellung Lärmgutachten
- Befürchtung negativer Auswirkungen durch Lärmreflexion der neuen Gebäude
37. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Für den Erhalt unseres Dorfcharakters! - Keine überdimensionierte Bebauung!
Die geplante Nachverdichtung mit bis zu 900 Wohnungen und Gebäuden mit 5–6 Stockwerken
oder mehr ist völlig überdimensioniert und zerstört den Charakter unseres Dorfes. UrsprünglichSeite 24 von 150
war eine moderate Bebauung mit Reihenhäusern und maximal 3 Geschossen vorgesehen – nun
droht eine Betonburg ohne ausreichende Infrastruktur.
Sind die Planer je durch Tannenbusch-Mitte gelaufen? Ich fahre dort täglich vorbei: Müllberge,
abgefackelte Mülltonnen, offener Drogen- und Alkoholkonsum. Ist das die Zukunft für unser Dorf?
Wird hier bewusst ignoriert, was solche Projekte an sozialen Problemen mit sich bringen? Eine
nachhaltige, durchdachte Planung ist nötig – nicht blinde Verdichtung!
Auch die Annahme von 0,5 Autos pro Wohnung oder autofrei ist realitätsfern. Ohne Tiefgaragen
oder Stellplätze wird der Parkdruck enorm steigen. Schon im Montana - Neubaugebiet an der
Otto-Hahn-Str. reichen die vorhandenen Parkplätze nicht, sodass die Straßen zugeparkt werden.
Ein tragfähiges Verkehrskonzept muss vor der Bebauung stehen – nicht erst danach!
Unser Dorf darf nicht mit einer Fehlplanung überrollt werden! Eine überarbeitete, nachhaltige
Lösung, die unseren Dorfcharakter bewahrt, muss her! Zurück zum ursprünglichen Konzept von
Reihen- und Mehrfamilienhäusern mit max. 3 Stockwerken!“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe Anzahl an Wohneinheiten
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
38. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Keine Einfamilienhäuser
Es gibt genug Einfamilienhäuser in Buschdorf. Kein Flächenfraß mehr für wenige gut
Verdienende, sondern Wohnraum für die vielen Familien, Alleinerziehenden und Alleinstehenden,
die sich kein Eigenheim leisten können, und für die vielen neuen Bonnerinnen und Bonner!
Buschdorf braucht mehr Gemeinwohl statt Privilegienerhalt für Alteingesessenen, neue Leute für
ein neue Stadtteilkultur und auch die Beteiligung derer, die mehr wollen als eine Dorfkultur der
70er/80er Jahre. Die Bürgerinitiative Rosenfeld ist einfach nur yesterday, der gewünschte
Flächenfraß für Eigenheime und Parkplätze (!) zeigt es! Ich wünsche mir ein grünes Buschdorf
mit guter ÖPNV-Anbindung und sichere Straßen für Fußgänger und Radfahrerinnen!!! Der
Bebauungsplan der Stadt Bonn für das Rosenfeld steht für ein zukunftsfähiges Bonn! Weiter so!“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürwortung der Planung
39. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Mangelhafter Lärmschutz
Die aktuellen Planungen zum Lärmschutz sind mangelhaft.
Es wurde scheinbar nur bzw. primär die Autobahn auf Bonner Stadtgebiet betrachtet.
Aussage der Stadt:
"Im Rosenfeld werden sowohl aktive als auch passive Lärmschutzmaßnahmen notwendig sein,
um die gesetzlichen Richtwerte im Immissionsschutz einzuhalten. Die Stadt Bonn wird den aktiven
Lärmschutz im Zuge der Baugebietserschließung als Lärmschutzwall oder -wand herstellen; die
Planung dazu erfolgt im weiteren Verfahren. Die Anforderungen an den passiven Lärmschutz, der
an den Gebäuden notwendig ist, werden ebenfalls im weiteren Verfahren konkretisiert."
Fragen dazu:
- Wie gehen die Planer mit dem Autobahnlärm um, der nach der Stadtgrenze entsteht? Die
Lärmschutzmaßnahmen enden an der Stadtgrenze, der Lärm allerdings nicht. Die Stadt Bornheim
oder der Rhein-Sieg-Kreis werden diese Maßnahmen sicherlich nicht umsetzen bzw. bezahlen.Seite 25 von 150
- Wie gehen die Planer mit dem Lärm aus dem Herseler Gewerbegebiet um? Im Norden des
Planungsgebiet liegt eine aktive Kiesgrube (hohe Emissionswerte!) und zukünftig auch die neue
Umgehungsstraße zur Kölnstraße (inkl. Erweiterung des Gewerbegebiets an die Bonner
Stadtgrenze). Den Plänen ist kein aktiver Lärmschutz hierfür zu entnehmen.
- Wie gehen die Planer mit dem Lärm der Stadtbahn um? Auch hier ist kein aktiver Lärmschutz in
den aktuellen Plänen erkennbar. Dies ist insbesondere wichtig, da die Linie ausgebaut (Projekt
Stadtbahnverlängerung Linie 63) und der Takt verdichtet werden soll.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Forderung von geeigneten Lärmschutzmaßnahmen im Bebauungsplan
- Einbeziehen der Kiesgrube in Hersel in Lärmbetrachtung
- Einbeziehen der Stadtbahntrasse in Lärmbetrachtung
40. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Ausbau der Schickgasse
"Das Wohngebiet wird zukünftig über die Schickgasse erschlossen, die aufgrund des höheren
Verkehrsaufkommens ausgebaut werden wird."
Was bedeutet das konkret?“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Ausbau der Schickgasse ungeklärt
41. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Fragen über Fragen
Da ich krankheitsbedingt leider nicht beim Dialog dabei sein kann, hier meine Fragen:
Sie werben mit "innovatives, nachhaltiges, klimaneutrales und autoarmes Wohnquartier".
1. Wie definieren Sie in diesem Zusammenhang Nachhaltigkeit? Nachhaltig in Bezug worauf?
2. Wie definieren Sie Klimaneutralität? Was genau soll klimaneutral sein?
zu 1 und 2: Durch die hohe Bebauung nehmen Sie einen massiven und nachhaltigen Eingriff in
beispielsweise die Frischluftzufuhr von Buschdorf vor.
4. Autoarm: Das einzige Konzept, welches ich herauslese, ist, dass Sie bei 900 Wohneinheiten
nur 450 Parkplätze vorsehen. Dies setzt voraus, dass die künftigen Anwohner ihr
Mobilitätsverhalten dem anpassen, also kein Auto haben und künftig die Bahn nutzen. Und wenn
nicht? Wo sollen die Fahrzeuge dann parken?
5. Die Linie 16 fährt außerhalb der Stoßzeiten, wenn sie denn fährt, im 20 oder 30 Minuten-Takt.
Ist das eine Alternative zum eigenen PKW? Wie wollen Sie die Mobilitätswende fördern? Nur
durch Parkverbote?
5. Wie wollen Sie bei mindestens 50 Prozent gefördertem Wohnbau eine ausgewogene soziale
Mischung gewährleisten? Was soll hier anders laufen als in Tannenbusch? Warum ist hier nicht
die sehr gelungene Bebauung von Im Großen Garten Vorbild?
6. Verkehrsanbindung: Wie soll der Verkehr geleitet werden? Man liest, die Friedlandstraße solle
verbreitert werden. Wie soll das gehen, ist diese doch durch Bebauung eingeengt. Ebenso die
Otto-Hahn-Straße.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Nachhaltigkeit und Klimaneutralität der Planung werden in Frage gestellt
- Befürchtung einer Unterbrechung von Kaltluftschneisen durch die neue Bebauung
- Durchsetzbarkeit autoarmes Quartier fraglich
- ÖPNV-Anbindung unzureichend
- Zu hoher Anteil an geförderten WohnungenSeite 26 von 150
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
42. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Lebensqualität
Wir sind uns alle bewusst, dass neuer Wohnraum geschaffen werden muss, aber nicht so. Warum
orientiert sich die Baumaßnahme nicht an den bereits vorhandenen Gebäude, in Bezug auf die
Stockwerke? So weit ich mich erinnern kann, gab es keinen Widerstand gegen den ursprünglichen
Bebauungsplan mit Mehr- und Einfamilienhäusern. Wie bereits in anderen Artikeln aufgeführt,
sollte Neu-Tannenbusch und die dortigen Zustände ein abschreckendes Beispiel geben.
Um auf einen Artikel zu antworten, was ist so schrecklich an einem Dorfleben? In meinen Augen
hilft es, die Menschen willkommen zu heißen und besser zu integrieren.
Zum Schluss noch eine Bemerkung zu 0,5 Stellplätzen je Wohneinheit. So lange der ÖPNV so
unzuverlässig ist, die Aussage der Stadtwerke besagt, dass der Personalmangel von Jahr zu Jahr
größer wird, ist dies keine Option.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- ÖPNV-Anbindung unzureichend
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- Zu hohe und dichte Bebauung
43. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Sozialverträglich und Klimaneutral?
Die Bürgerinitiative Rosenfeld ist weder gegen eine Bebauung des Rosenfeldes noch gegen
geförderten Wohnungsbau! Das Ganze sollte aber in Maßen stattfinden! Auch im Hinblick auf die
zusätzlich geplante Bebauung entlang der Kölnstraße wird sich die Bevölkerung Buschdorfs weit
mehr als verdoppeln. Hierzu fehlt die Infrastruktur, die nicht bei einem Caf‘e, Kita und Grundschule
aufhören darf. Ärzte, soziale Einrichtungen wie Jugend- und Seniorentreffs, weiterführende
Schulen und Sportangebote gehören genauso dazu, wie der Straßenverkehr und ÖPNV. Im
Hinblick auf den allgemeinen Fachkräftemangel fehlt mir die Phantasie, wie diese Einrichtungen
besetzt werden können, wenn schon der Bestand nicht mehr ausreichend abgedeckt werden
kann.
Ganz abgesehen von der immer weiter beschnittenen Frischluftschneise, die bereits durch das
ausufernde Bornheimer Gewerbegebiet verkleinert wird. Gibt es hierzu ein aktuelles
Klimagutachten???“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Wunsch nach zusätzlicher ärztlicher Versorgung
- Wunsch nach Räumlichkeiten für soziale Nutzungen
- Wunsch nach einer weiterführenden Schule
- ÖPNV-Anbindung unzureichend
- Forderung Klimagutachten
- Befürchtung einer Unterbrechung von Kaltluftschneisen durch die neue Bebauung
44. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Viel zu viele Wohneinheiten -Buschorf soll den dörflichen Charakter behalten
Wohnraum wird benötigt, keine Frage. Aber bitte nicht in Form eines neuen sozialen Brennpunkts
à la Tannenbusch. Buschdorf soll seinen dörflichen Charakter erhalten. Die früher geplante
gemischte Bebauung war deutlich sinnvoller und verträglicher. S.a. Apfelgarten, dort klappt dieSeite 27 von 150
Mischung prima. So, wie es jetzt geplant ist, stört es definitiv die gewachsene Struktur in
Buschdorf.
Was bedeutet Ausbau der Schickgasse? Auf dier Straße fallen die Autos nicht vom Himmel,
sondern müssen vorher durch die sehr enge Friedlandstraße. Es ist auch wenig realistisch, dass
nicht mindestens 1 Auto pro Wohneinheit vh. ist.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
- Ausbau der Schickgasse ungeklärt
- Durchsetzbarkeit autoarmes Quartier fraglich
45. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Buschdorf verliert seinen Charme
Bei dem Zuwachs an Einwohnern in Buschdorf stelle ich mir die Frage inwiefern die bestehende
Straßenführung, Anbindung durch den ÖPNV, Ärzte, etc. dies hier noch möglich machen. Ebenso
frage ich mich weshalb die Bebauung nun mit mehr als 2,5 Etagen möglich ist.
Ich verstehe den Wohnungsnotstand und dass es an Bauflächen mangelt, aber 900
Wohneinheiten und 5-6 Etagen sind einfach zu viel für den Ortsteil und die komplette Infrastruktur.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
46. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Wo kein Character ist, kann auch keiner verloren werden.
Bauen sie nach plan, wir brauchen mehr und günstigeren wohnraum. Der plan ist gut. Sie können
nix dafür das hier einige unter lese- und verständnis- schwächen leiden.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürwortung der Planung
47. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„schönes Konzept, aber...
Vielen Dank für die Vorstellung des Konzepts zur BebAuung. Für die neuen Bewohner ist es sicher
schön, im Grünen, verkehrsberuhigt zu wohnen. Aber bitte denken Sie auch an die Anwohner, die
schon da sind.
Was ist mit dem Verkehr, der entsteht, damit die neuen Bewohner von Buschdorf in Ihre
Verkehrsberuhigte Wohnanlage kommen? Was ist mit den Anwohnern, die an den
Zufahrtsstraßen Leben? Die geplanten Parkplätze erscheinen mir nicht ausreichend.
Die Verkehrsituation auf der Friedlandstr. und der Schickgasse ist jetzt schon angespannt und
Tempo 30 hindert auch keinen daran, mit 50 durchzuführen. Wenn da allerdings in Zukunft eine
Bahn mit Schranken hinzukommt, könnte das als Zufahrtsstr. für die neue Siedlung
verkehrstechnisch auch zu einer höheren Belastung führen.
Die Bebauung finde ich ansonsten ganz schön und auch gut im Hinblick auf fehlenden
Wohnraum.“Seite 28 von 150
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürwortung der Planung
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- Verkehrsprobleme durch Erweiterung der Stadtbahnlinie 63 erwartet
48. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Überdenken der Wohbeinheiten von 900
Grundsätzlich ist der Entwurf der gewonnen hat sehr gut, allerdings ist die Geschosszahl zu
minimieren und auch die Parkplätze der Quartiergarage an die Wohnungseinheiten anzupassen.
Die Bevormundung des Bürgers kein Auto sondern nur den schlechten ÖPNV oder Fahrrad zu
nutzen geht nicht. Man sollte realistisch sein und auch die Besucher der Bewohner bedenken, die
keine. Platz zum parken haben und die umliegenden Straßen beparken werden.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
- Durchsetzbarkeit autoarmes Quartier fraglich
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- Zu hohe Anzahl an Wohneinheiten
49. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„Brandschutzkonzept beachten!!!
Wie in der Versammlung gesagt wurde kann eine Drehleiter nur an die Vorderfront der Gebäude
anleitern. Die Bereiche im Innenhof können aufgrund Begrünung/Bepflanzung nicht angefahren
werden. Das ist m.E. sehr leichtsinnig. Feuer sucht sich leider nicht seine Wirkungsstätte nach
der Erreichbarkeit für die Feuerwehr aus. Hier geht es um Menschenleben. Das ist zu
überdenken.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Schlechter Brandschutz durch mangelhaft Anfahrbarkeit
50. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 07.03.2025
„So sollte es eigentlich nicht laufen.
Die schon länger Ansässigen, aber auch die Mehrheit der Neubürger des Stadtteils sind wohl
daran interessiert, den Charakter Buschdorfs zu erhalten. Da wir Nachbarn von Tannenbusch
sind, möchten wir auf keinen Fall, dass diese Bauweise auch bei uns eingeführt wird. Die neu zu
bauenden Häuser sollten höchstens die Höhe von denen im vor kurzem fertig gestellten
Neubaugebiet Apfelgarten haben. Ebenso ist die Mischung von Mehr- und Einfamilienhäusen
vorzusehen. Die Zahl der zu bauenden Wohnungen ist viel zu hoch angesetzt, wenn man wirklich
daran interessiert ist, das Ortsbild von Buschdorf zu erhalten. Der Fehler wurde ja schon in
verschiedenen Stadtteilen Bonns gemacht und offensichtlich nichts daraus gelernt. Bei der
jetzigen Anbindung des Baugebietes an den ÖPNV, die ja wohl nicht so schnell geändert wird, ist
es wohl ziemlich illusorisch davon auszugehen, dass nur die Hälfte an Autostellplätzen gebraucht
wird. Da ist Parkplatznot doch schon vorprogramiert. Vor allem sollte man auch die Versorgung
des Stadtteils nicht aus den Augen verlieren. Schon heute herrscht eine akute Untersorgung, es
gibt nur einen Discounter, keinen Supermarkt, der zwar schon seit Jahren angekündigt wird, aber
einfach nicht entsteht. Und die sollen bzw. sind sozusagen am Rand des Ortes, nämlich an der
Kölnstraße. Über einen passenderen Standort sollte man sich vielleicht auch mal Gedanken
machen. Die Lösungen dieser Probleme sollten vor dem weiteren Ausbau des Stadtteils stehen.“Seite 29 von 150
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Wunsch nach anteiligen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern
- ÖPNV-Anbindung unzureichend
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- Wunsch nach Lebensmittelnahversorgung
51. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 08.03.2025
„Im Rosenfeld: Verdichtung bedroht Buschdorfs Charakter – Bürger fordern Alternative und
soziale Stabilität
Das Projekt „Im Rosenfeld“ in Bonn-Buschdorf steht vor der Herausforderung, eine Balance
zwischen Wohnraumbedarf und Lebensqualität zu finden. Die geplante Verdichtung mit bis zu 900
Wohneinheiten bis zu sieben Stockwerken stößt auf Kritik, da sie den dörflichen Charakter
Buschdorfs gefährden wird. Bürgerinitiativen wie „Rosenfeld – so nicht!“ befürchten eine
Überlastung der Infrastruktur und eine Verschlechterung des urbanen Ökosystems. Ein Vergleich
mit Tannenbusch, wo hohe Bebauung und soziale Spannungen Angsträume schufen, zeigt die
Dringlichkeit, solche Entwicklungen zu vermeiden.
Die Sorge, neue Einwohner könnten aus einem „prekären Milieu“ stammen, schwingt mit. Es ist
zwingend, dass die Stadt durch eine kluge Mischung aus gefördertem Wohnungsbau,
Genossenschaftsmodellen und Eigentumswohnungen eine soziale Durchmischung forciert, die
Stabilität schafft. Eigentum verpflichtet; Menschen, die nur zur Miete wohnen, kümmern sich meist
weniger um den pfleglichen Umgang mit den Assets. Deshalb sollte man diesen Punkt
überdenken.
Ich weise auf einen alternativen Entwurf hin, den die Buschdorfer bevorzugten. Dieser wurde im
Wettbewerb offenbar übergangen, obwohl die Bürgerbeteiligung ein zentraler Bestandteil war.
Eine transparente Aufarbeitung, warum „BaumStadt“ gewählt wurde, und eine Anpassung an
Bürgerwünsche könnten Akzeptanz steigern und eine nachhaltige Entwicklung sichern.(rp)“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Wunsch nach mehr sozialer Durchmischung
- Wunsch nach anteiligen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern
52. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 08.03.2025
„Wohnungen ja aber nicht so
Ich, als direkt betroffene Anwohnerin mit momentan freien Blick auf das Feld, und das Vorgebirge
sehe das Ganze sehr kritisch! Ich bin in keinster Weise gegen neuen Wohnraum und auch ein
ähnliches Wohngebiet, wie wir es im Apfelgarten haben! Jedoch sehe ich ein siebenstöckiges
Konzept für absolut utopisch an und Denke direkt an ein zweites Tannenbusch Mitte! Dort wird in
keinster Weise irgendetwas beachtet, und es sieht aus wie im letzten Slum und dies wird dort
nicht anders sein! Ebenfalls wird sich seit Jahren überhaupt nicht darum gekümmert, dass wir ein
Supermarkt bekommen, der den Anwohnern hier entspricht. Genauso wie weitere Infrastruktur!
Das Konzept sollte echt überdacht werden! Vor allen Dingen sollten hier auch alle Bedenken
kritisch beäugt werden!
Ich bin nicht gegen die Bebauung, aber nicht in dieser Art und Weise!“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Wunsch nach Lebensmittelnahversorgung
- Zu hohe und dichte BebauungSeite 30 von 150
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
53. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 08.03.2025
„Keine Kriminalisierung von Mietern, Migrantinnen und Geringverdienern
Die Kriminalisierung von Mietern, Migrantinnen und Geringverdienern, die die Bürgerinitiative aus
Buschdorf betreibt, ist unerträglich und diskriminiert auch die Buschdorfer, die nicht so gut situiert
sind wie die, die Bürgerinitiative betreiben. Hier wird gespalten, Angst mit Falschbehauptungen
geschürt und eine sehr rechte Bevölkerungsplanung in Buschdorf betrieben. Wer wirklich Vielfalt
in Buschdorf will, sollte dafür sorgen, daß genau diese Menschen Buschdorf bereichern können,
die hier bislang in der Minderheit sind und pauschal als kriminell, schmutzig usw. beschimpft
werden. Das sind wir nicht, bitte, macht doch mal neue Erfahrungen mit neuen Nachbarn. Damit
anfangen, kann man gleich in Tannenbusch, das doch kein Angstraum und erst recht kein Slum
ist. Wer aber keine Zuwanderung und Durchmischung in Buschdorf will, fördert jedoch die
Ghettoisierung von anderen Stadtteilen...“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürwortung der Planung
54. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 08.03.2025
„Weiter so !
Mindestens 23.000 Wohnungen im bezahlbaren Bereich fehlen nach einer Studie der Hans-
Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2018 in Bonn. Seither hat sich die Lage nicht entspannt. Im
Gegenteil: „Die Situation hat sich dramatisch zugespitzt“, sagt Peter Kox, Geschäftsführer beim
Deutschen Mieterbund Bonn Rhein-Sieg. Würden Mieter aus ihrer Wohnung gekündigt, könne
dies in Bonn „mittlerweile direkt in die Obdachlosigkeit“ führen. Kox berichtet: „Unlängst wurden
räumungspflichtigen Mietern seitens der Stadt als einzige Unterbringung Containerunterkünfte
angeboten.““
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürwortung der Planung
55. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 08.03.2025
„Verkehrszählung und Steuerungsmöglichkeit der Stadt
Warum wird sich um die Verkehrsflüsse erst gekümmert, nachdem ein aufwendiger
Architektenwettbewerb erfolgte?
Die Anzahl der möglichen Wohneinheiten kannte man doch im Groben schon im Voraus. Da hätte
man direkt am Anfang schauen können, was dies für die Verkehrssituation in Buschdorf bedeutet.
Die Steuerungsmöglichkeiten der Stadt als Erbpachtgeber, die Herr von Grünberg nannte, sind
erfahrungsgemäß, äußerst gering .
Das Land wird verpachtet, die Aufbauten geschehen durch die Investoren und gehören diesen
dann auch und nicht der Stadt. Die Stadt wird aber üblicherweise im Erbbaurechtsvertrag
verpflichtet zum Ende des Pachtzeitraums die Aufbauten im Rahmen des Heimfalls vom
Erbpachtnehmer, also denn Investoren zurück zu erwerben.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
- Realisierung der Planung über Erbpachtrecht ungeklärtSeite 31 von 150
56. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 08.03.2025
„Im Prinzip gut, aber...
Die Ausführungen zu Idee, Konzept, rechtlichen Vorgaben, etc. fand ich sehr aufschlussreich und
meist schlüssig. Das Treffen im März hat aber gezeigt, dass Ahnung keine Chance gegen Meinung
hat. Gegen die diffusen Ängste der Nachbarn, die NIMBY-Attitüde und die deutsche Besessenheit
mit Parkplätzen lässt sich mit Fachkompetenz und humorfreien DIN-Vorgaben leider nur wenig
ausrichten.
Stark im Konzept: die Stadt hält den Daumen auf den Grundstücken. Man hat also aus
Tannenbusch u.ä. gelernt und will die Heuschrecken und Gewinnmaximierer auf Abstand halten.
Sehr gut! Auch die Idee der Vergabe nach Konzept (und nicht stumpf nach Kaufpreis) finde ich
sehr reizvoll, ebenso die autoarme Ausrichtung.
Fragwürdig sind für mich die vielen Lücken vom heutigen Grobkonzept zum Umsetzungsplan.
Hier gab es viele gute Hinweise (Lieferverkehr, Besucher, was kommt nach Grundschule,
Geschäfte und Infrastruktur, Gemeinschaftsräume,...). Da stimmen mich die vielen "muss man im
weiteren Verlauf sehen" doch sehr nachdenklich.
Kritisch sehe ich (wie viele andere auch) die schiere Masse. Rund 900 Einheiten mit geschätzten
1800 neuen Bewohnern steigern die lokale Bevölkerung schlagartig um fast 40%. Bonn ist Opfer
seines eigenen Erfolgs. Ja, wir brauchen Wohnraum. Aber auch mit 900 (oder 9000) Einheiten
wird es am Ende zu wenig Wohnraum für alle Interessierten geben. Warum also mit aller Gewalt
Menschen in das Gebiet drücken, wenn das so oder so nur ein Tropfen auf den heißen Stein
wird?“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Teilweise Befürwortung der Planung
- Zu hohe Anzahl an Wohneinheiten
57. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 08.03.2025
„Ich kann Buschdorf verstehen!
Wenn die Verwaltung und Politiker in Bonn seit Jahren dramatische Fehler machen, dann muss
der kleine Ortsteil Buschdorf jetzt nicht darunter leiden. Wer sich den Siegerentwurf genau
anschaut, erkennt das es der Stadt nur darum geht, auf eine kleine Fläche möglichst viele
Wohnungen zu packen. Die Sozialverträglichkeit oder eine perspektivische städtebauliche
Entwicklung für den Ortsteil wird nicht berücksichtigt. Wir brauchen in Bonn geförderten
Wohnraum, aber wir dürfen nicht einen Stadtteil dafür opfern. Auf einige Beiträge die hier
geschrieben worden, Beiträge die Stimmung gegen die Buschdorfer oder die Bürgerinitiative
“Rosenfeld So nicht“ machen, will ich nur eine Anmerkung machen: Wenn die demokratischen
Politiker den Bürger nicht mehr zuhören, wenn die Sorgen und Ängste der Bürger nicht mehr
verstanden und ernst genommen werden, wenn Unfähigkeit und Ratlosigkeit Brüder werden, dann
öffnen sich Türen für die radikale Politik. Plötzlich sitzen DIE im Bundestag, in den Parlamenten
und in den Kommunen mit an den Tischen. Das will niemand!
Ich kann den Buschdorfer Widerstand verstehen.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe Anzahl an Wohneinheiten
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
58. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Neuer Wohnraum ja, aber bitte nicht so !!
Ehrlich gesagt, ich weiß nicht warum Bürgerbeteiligung überhaupt gemacht wird, wenn die seit
Anfang an des Verfahrens vorgebrachten Wünsche der Buschdorfer nicht ansatzweiseSeite 32 von 150
berücksichtigt werden: Es wird zu hoch gebaut, es wird kein gesunder Wohnformen und
Eigentümer-mix angeboten (Miethäusern, Reihenhäusern, Einfamilienhäusern ), der Anteil
sozialer Wohnungen mit 50% viel zu hoch, ein diskriminierendes Mobilitätskonzept. Die Stadt bzw.
Architekten behaupten, dass ihr Konzept wissenschaftlich abgesichert ist. Das Teile ich nicht und
bitte um Faktencheck. Es gibt genügend wissenschaftliche Abhandlungen, die die Parameter des
vorgelegten Konzeptes als problematisch in Bezug auf "soziale Durchmischung" bzw.
Ghettoisierung klassifizieren. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man in Kenntnis des sozialen
Brennpunktes Tannenbusch in dessen unmittelbarer Nähe ein ähnlich strukturiertes Baugebiet
erschließen und das Risiko eine Mega-Ghetto's eingehen will. Es darf nicht vergessen werden,
wer die Hauptverursacher dieses Dilemmas sind: unsere Lokalpolitiker. Die sollten sich mal aufs
Podium stellen und nicht die Stadt Bonn als "Prügelknabe" vorschieben. Besonders beunruhigt
hat mich, dass in der Veranstaltung unklar geblieben ist, ob es mit rechten Dingen bei der
Bestimmung des Siegers im Wettbewerb zugegangen ist. Hier müsste wirklich Klarheit geschaffen
werden !!“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Wunsch nach anteiligen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Verantwortliche setzen sich nicht zu Genüge mit den Sorgen der Bürger auseinander
59. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Beteiligungsveranstaltung-Freitag 07.03.2025
Die von der Stadt so bürger*innenorientiert getextete „Beteiligung“ ist eine reine Infoveranstaltung
in einem zu kleinen Raum mit schlechter Akustik und Raumluft.
Die Bürger*innen stellen Fragen, nicht alle Fragen dürfen direkt gestellt werden, die meisten
wandern auf Zettel, werden später natürlich von irgendjemandem irgendwann gelesen, irgendwie
irgendwo bearbeitet oder „geclustert“ und dann irgendwie irgendwo beantwortet. Nix mitmachen
oder sogar die vorgegebene Planung verändern. Nene. Diese Art von Beteiligung bitte nicht.
Denn den Bürger*innen hat man schon bei einer vorangehenden Veranstaltung die Möglichkeit
gegeben, über die vorgelegten Architekturentwürfe abzustimmen und diese Menschen hatten sich
damals tatsächlich für den falschen und nicht für den jetzigen Siegerentwurf entschieden.
Zurückzuführen war dieses zu beanstandende Verhalten, so eine der Veranstalter*innen an
diesem Freitag, auf die fehlende Sachkenntnis der damals befragten Bürger*innen. Ein
Grundproblem offenbar, die haben halt keine Ahnung, die Bürger*innen, von guter Architektur.
So einen Fehler macht ein kompetentes Gremium nur einmal. Deshalb nur Sachfragen, keine
Abstimmung und keine Emotionalität. Wie soll man denn Bürger*innen ernst nehmen können, die
sachunkundig und dazu noch emotional reagieren?
Die Planung dieser Lebenswelt soll nachhaltig, klimaneutral, autoarm und jetzt noch Bürger*innen
wertschätzend sein. Das kann die Verwaltung einer Bundesstadt nur überfordern.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Kritik an Ablauf der Beteiligungsveranstaltung
- Verantwortliche setzen sich nicht zu Genüge mit den Sorgen der Bürger auseinander
60. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Beteiligungsveranstaltung-Freitag 07.03.2025
Die von der Stadt so bürger*innenorientiert getextete „Beteiligung“ ist eine reine Infoveranstaltung
in einem zu kleinen Raum mit schlechter Akustik und Raumluft.Seite 33 von 150
Die Bürger*innen stellen Fragen, nicht alle Fragen dürfen direkt gestellt werden, die meisten
wandern auf Zettel, werden später natürlich von irgendjemandem irgendwann gelesen, irgendwie
irgendwo bearbeitet oder „geclustert“ und dann irgendwie irgendwo beantwortet. Nix mitmachen
oder sogar die vorgegebene Planung verändern. Nene. Diese Art von Beteiligung bitte nicht.
Denn den Bürger*innen hat man schon bei einer vorangehenden Veranstaltung die Möglichkeit
gegeben, über die vorgelegten Architekturentwürfe abzustimmen und diese Menschen hatten sich
damals tatsächlich für den falschen und nicht für den jetzigen Siegerentwurf entschieden.
Zurückzuführen war dieses zu beanstandende Verhalten, so eine der Veranstalter*innen an
diesem Freitag, auf die fehlende Sachkenntnis der damals befragten Bürger*innen. Ein
Grundproblem offenbar, die haben halt keine Ahnung, die Bürger*innen, von guter Architektur.
So einen Fehler macht ein kompetentes Gremium nur einmal. Deshalb nur Sachfragen, keine
Abstimmung und keine Emotionalität. Wie soll man denn Bürger*innen ernst nehmen können, die
sachunkundig und dazu noch emotional reagieren?
Die Planung dieser Lebenswelt soll nachhaltig, klimaneutral, autoarm und jetzt noch Bürger*innen
wertschätzend sein. Das kann die Verwaltung einer Bundesstadt nur überfordern.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Kritik an Ablauf der Beteiligungsveranstaltung
- Verantwortliche setzen sich nicht zu Genüge mit den Sorgen der Bürger auseinander
61. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Bitte eine gesunde Mischung für einen Bebauungsplan find!!!
Ich finde, dass dieser Bebauungsplan überhaupt nicht an Buschdorf und seine Bedürfnisse
angepasst ist und die Personen die das geplant haben wahrscheinlich auch noch nie in Buschdorf
waren. Dieser Stadtteil besteht überwiegend aus Reinhaussiedlungen und ist gerade aufgrund
dieser Bauweise beliebt und idyllisch. Jetzt so etwas zu bauen würde Buschdorf nicht gut tun.
Man muss eine gesunde Mischung finden, damit alle etwas davon haben.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
62. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Verkehrsanbindung größte Herausforderung
Individuelle Mobilität bedeutet einen hohen Lebensstandard. Der ÖPNV kann das nicht ersetzen.
Es ist aus meiner Sicht ideologisch verblendet zu glauben, dass über kurz oder lang nicht doch
jeder Haushalt im Quartier ein Auto hat. Wenn wir die Energiewende schaffen sind die vielleicht
elektrisch, aber sie sind immer noch da. Deshalb MUSS die Planung zwingend eine ausreichende
Straßenanbindung vorsehen und ausreichend Parkplätze, mindestens einen pro Haushalt und
zusätzliche Gästeparkplätze. Zudem muss sichergestellt sein, dass diese nicht verwahrlosen und
sich auch Frauen dort jederzeit sicher fühlen. Ansonsten gehe ich davon aus, dass die
Nachbarquartiere unkontrolliert mit parkenden Fahrzeugen und Zubringerverkehr überlastet
werden, was die Wohnqualität der Anwohner reduziert und die Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer,
insbesondere Kinder, erhöht.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Ungenügende Anbindung / Erschließung
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
- Durchsetzbarkeit autoarmes Quartier fraglich
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärtSeite 34 von 150
63. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Rosenfeld, manchmal ist weniger mehr
Offenbar wurden viele gute Gedanken und Planungen gemacht, das ist schön. Allerdings macht
mir und vielen anderen der Grundansatz Angst, möglichst viele Wohneinheiten und damit
Menschen im Quartier unterzubringen. 8-900 WE, da reden wir leicht von 3000 Menschen oder
mehr, die auf einem begrenzten Areal auch mit Innenhöfen sicher in einer abgegrenzten Siedlung
mit eigener Dynamik leben werden. Jetzt schon seit Jahren erlebte Gefahren des nahen
Tannenbusch werden sich hier ausbreiten und etablieren. Bei dieser hohen Anzahl Menschen,
auch mit vmtl 50% Sozialwohnungen geht das erfahrungsgemäß sehr schnell. Im
Neutannenbusch ging das nachhaltig und dynamisch ebenso, und ließ sich auch mit viel Geld und
neuen Planungsan- und -Umsätzen nicht mildern. Ähnlich bei Lagern mit hoher Bewohnerdichte
verbreitet sich schlechtes sehr schnell, bzw. wird schnell angenommen. Der Verkehr auf
Schickgasse und allen angrenzenden ist schon jetzt trotz Tempo 30 viel zu schnell und hoch,
Roudytum mit getunten Fz sind zu beobachten. Das wird durch Optimierung, Verbreiterung und
gutem Willen nicht besser, mit Erhöhung der Frequenz kontraindiziert. Übrigens trotz Verbot
parken an schönen Tagen leicht 20 Autos rund um den Spielplatz. Bilden oder bauen Sie kein
neues Getto mit allen Auswirkungen und neuen Planungsansätzen, gehen sie runter mit den
Wohneinheiten und Geschossanzahl. Bedenken Sie auch die anderen Freiflächen in und um
Buschdorf, mit den hohen Zahlen geht das schief und sicher nicht lebenswert“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Zu hohe Anzahl an Wohneinheiten
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Bewältigung verstärkter MIV-Verkehr durch Planung ungeklärt
64. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Neubau ja aber um welchen Preis
Die ursprüngliche Planung sah eine sinnvolle Erweiterung des Wohnraumes im Einklang mit dem
dörflichen Charakter von Bonn Buschdorf. Das neuer Wohnraum benötigt wird ist klar aber ein
Ortsteil sollte harmonisch wachsen und nicht förmlich in seiner Bevölerkungszahl explodieren.
Das aktuelle Konzept wirkt etwas wie die Formierung einer Oppelner Straße 2.0 , dies ist sicher
nicht das Ziel das sich gewünscht wird. Eine Annahme das weniger Autos benötigt werden als
Wohnungen geschaffen werden ist vollkommen utopisch. Man muss sich nur einmal die Lage am
"Neubau" Buschdorfer Str. anschauen. Die Straßen in der Umgebung stehen jetzt schon alle voll.
Daher denke ich müsste am Konzept noch nagearbeitet werden. Weniger Wohneinheiten, mehr
Parkmöglichkeiten, neue Verkehrswege.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
- Zu hohe Anzahl an Wohneinheiten
- Fehlende / unzureichende Parkmöglichkeiten
65. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Rosenfeld bebauen: Ja - aber so ist das Scheitern vorprogrammiert.
Bonn benötigt mehr Wohnraum. In Buschdorf ist noch Platz. Das durchgeführte Vergabeverfahren
endete in einem attraktiven Entwurf, der auch durchaus funktionieren könnte - in einer
Innenstadtlage, umgeben von ähnlicher Bebauungsdichte. Am Stadtrand, angrenzend auf beiden
Seiten an Reihenhäuser und Doppelhaushälften würde eine derartige Bebauungsdichte ein nicht
integrierbarer Fremdkörper sein und bleiben.Seite 35 von 150
Alle Entscheider:innen und Planer:innen bitte ich, sich die Friedlandstraße 74-80 anzuschauen.
Dort existieren bereits 2 konzeptionell ähnliche Kompaktbauten mit "grünen Innenhöfen". Diese
wären sogar besser integrierbar, da nicht durch Autobahn und Stadtbahn vom Umfeld getrennt.
Dennoch hat sich hier ein sozialer Brennpunkt entwickelt. Ich bin öfter mit meinen Kindern dort im
offenen Innenhof. Es ist unangenehm. Die Entwicklung dieser ursprünglich auch mit hohen
Ansprüchen geplanten Wohnblöcke wird sich bei denen im Rosenfeld wiederholen. Es wird keine
Ansiedlungen von Geschäften jeglicher Art geben. Diese sind bereits aus Buschdorf
verschwunden.
Der Entwurf ist schön, aber die zugrunde liegenden Anforderungen halten einem Realitätsabgleich
nicht stand. Denn: Wer soll dort wohnen? Wer möchte nach Buschdorf ziehen? Familien, die Platz
wünschen. Diesen finden sie dort nicht. Somit werden hier nur Menschen ohne Alternative oder
als Übergangslösung hinziehen. Daher muss eine neue, realistischere Planung (wie z.B. im
Apfelgarten) her ohne vorprogrammierten sozialen Abstieg.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
66. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Endlich ein eigenes Asiviertel
In Buschdorf gibt es schon genug Tannenbusch Einflüsse.
Soll heißen, es gibt schon Leute die Ihren Müll einfach hinschmeißen und liegen lassen.
Parkplätze ähnliches Problem.
Liegt zwar auch an den Garagen Wohnraumerweiterern.
Aber spaziere öfter auch Richtung Tannenbusch und da sieht man das mit Müll und Asozialen
Verhalten noch Luft nach oben ist.
Ich denke ja nicht das da Rentner/innen, Studenten oder Hilfbedürftige mit bezahlbarer Miete
reinkommen. Sondern Gesocks was die Wohnungen in 1/2/3 Jahren zum Sanierungfall machen.
Aber es ist ja auch kein Entscheid sondern ein Diktat.
Es gibt genug Gebiete um und in Buschdorf wo man vereinzelt und vernünftig dimensionierte
Wohneinheiten Bauen kann.
Und das würde sogar ins Stadtbild passen.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
67. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Bleibt Bonn lebenswert? Nachhaltigkeit hat mehr Dimensionen als nur ökologisch!
Die Frage, ob Bonn eine lebenswerte Stadt ist und bleibt, entscheidet sich in den Vierteln. Dabei
hat jedes Viertel andere Rahmenbedingungen - man kann nicht einfach bei uns ganz am
Stadtrand so bauen, als wäre es mitten in der Südstadt, auch wenn es gut aussieht.
Eine Bebauung direkt an der Autobahn ohne hohe Lärmschutzwand ist nicht nur eine Zumutung
für die Anwohner; ein Wohnen in der Lärmschutzwand ist regelrecht menschenunwürdig.
Entsprechend niedrig wären die Kauf- und Mietpreise, da niemand dort gern wohnen wird.
Unser Bonner Norden befindet sich als Ganzes an einem sozialen Kipp-Punkt. Die Stadt sollte
sich gut überlegen, in welche Richtung das soziale Gefüge kippen soll. Hand aufs Herz: Jeder,
der es sich leisten kann, wird woanders hinziehen. Wo es ein kleines Grundstück gibt für eine
Familie. Etwas Ruhe. Vor allem deswegen zogen wir an den Stadtrand. Hier jedoch würde man
entweder teure Leerstände schaffen oder notgedrungen nur untere soziale Schichten anziehen.
"Kompakt" ist nur ökologisch nachhaltig, keinesfalls aber sozial - zumindest nicht hier. Und ja,
Buschdorf kann Dorf bleiben - mit einer angemessenen Bebauung! Denn GemeinschaftSeite 36 von 150
funktioniert nicht, wenn alle "dicht auf dicht" hocken. Es darf nicht Ziel sein, nur Wohnraum zu
maximieren, sondern ökologisch UND sozial nachhaltig zu wachsen. Von daher muss die Anzahl
der geplanten Wohneinheiten mindestens halbiert werden.
Liebe Stadtverwaltung - bitte lernen Sie aus den Fehlern der Vergangenheit! Vielen Dank.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Zu hohe und dichte Bebauung
- Kritik an Wohnbebauung hin zu Lärmquellen (Autobahn und Bahnstrecke)
- Befürchtung eines sozialen Brennpunkts
- Befürchtung des Verlusts des Charakters von Buschdorf
68. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Geschockt!
Ich bin geschockt über diese Menschenverachtung und Pauschaldiskriminierung gegenüber
Mietern, Ausländern und allen Nichteigenheimbesitzern in Buschdorf, die aus der Mehrzahl der
Beiträge spricht. Ihr spaltet Buschdorf! Liebe Bürgerinitiative in Buschdorf: wollt ihr das wirklich?
Und wie werdet Ihr diese blaubraunen Geister wieder los? Wo sind hier noch die Leute, die wieder
zusammenführen und mehr wollen als bloßen Privilegienerhalt?“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Für das Bebauungsplanverfahren nicht relevant
69. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut
Ich möchte anmerken, dass ich es sehr befremdlich finde, dass hier einige wenige andere in die
„rechte Ecke“ stellen. In einer Demokratie sollte es möglich sein, Bedenken, Ängste und
alternative Vorschläge zu äußern. Diese Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut im Grundgesetz. Und
soweit mir bekannt, geht es darum, eine Lösung für alle zu finden.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Für das Bebauungsplanverfahren nicht relevant
70. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Bewässerung und Pflege der grünen Außenanlagen
Ich finde die Vorstellung, dass so viele neue Bäume gepflanzt werden und zwischen den
Betonanlagen Grünanlagen entstehen sollen, ganz toll.
Allerdings stellt sich doch hier die Frage der Bewässerung.
Auf der Veranstaltung am Freitag, dem 07.03.25, erklärten die Planer dazu, dass sich das selbst
regulieren wird, z. Bsp. über Zirkulationen der Luftfeuchtigkeit usw. Ich habe das leider nicht richtig
verstanden und konnte meine Frage dazu am Freitag nicht äußern.
Können die Bäume und Grünanlagen wirklich ohne Bewässerung von außen, überleben, wenn es
wochenlang nicht regnet, wie es in den vergangenen Jahren oft die Regel war?
Ich kann mir das nicht vorstellen und habe bedenken, dass die wunderschönen Grünanlagen nicht
lange überleben werden.“
Vorgetragene Aspekte in Schlagworten:
- Ungeklärte Verantwortlichkeit für Pflege der GrünflächenSeite 37 von 150
71. Stellungnahme über bonn-macht-mit.de vom 09.03.2025
„Kann das Konzept überarbeitet werden?
Ich find es wichtig, dass Wohnraum in Bonn geschaffen wird ( auch welcher der bezahlbar ist) und
ich glaube das Projekt i

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Datenstand: 02.11.2026, 20:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de