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253204 · Einwohnerfrage

Figur und Schriftzug an der Fassade der Bonngasse 18

Nummer
253204
Art
Einwohnerfrage
Veröffentlicht
03.06.2025
Letzte Änderung
01.11.2026
  • Konrad-Adenauer-Platz Straße· Beuel-Mitte, Beuel Hauptort
  • Bonngasse Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 02.09.2025 Kenntnisnahme
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Untergeordnet

  1. 253204-01 ST Figur und Schriftzug an der Fassade der Bonngasse 18

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Einwohnerfrage
öffentlich
253204
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Bezirksverwaltungsstelle Bonn
Dezernat:
Dez. I
23.05.2025
Figur und Schriftzug an der Fassade der
Bonngasse 18
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 17.06.2025 Kenntnisnahme
Hinweis: Um rassistische Begriffe nicht zu reproduzieren, werden diese in der
Anfrage nicht ausgeschrieben. Ich bitte auch bei der Bearbeitung um einen
sensiblen Umgang mit der Wiederholung rassistischer Begriffe.
Inhalt der Einwohneranfrage:
Frage 1:
Wäre dem Verein Beethoven-Haus die Entfernung der Figur und eine Abde-
ckung oder die Entfernung des Schriftzugs (“Im M*****”) im Hinblick auf denk-
malschutzrechtliche Erwägungen erlaubt?
Frage 2:
Welche Regeln gibt es für eine etwaige Neugestaltung der Fassade im Sinne
des Denkmalschutzes?
Begründung:
Direkt neben dem Beethoven-Haus befindet sich an der Fassade der Bonngas-
se 18 nach wie vor eine rassistische Darstellung Schwarzer Menschen sowie
ein Schriftzug, der eine diskriminierende Fremdbezeichnung enthält. Dies ist
nicht nur verletzend, besonders für rassifizierte BewohnerInnen und Besuche-
rInnen Bonns, sondern generell befremdlich für die Stadt Bonn und das
Beethoven-Haus, die sich sonst weltoffen zeigen.
Beispiele, in denen der M***-Schriftzug im öffentlichen Raum entfernt wurde,
zeigen andere Städte: Zürich setzte sich beispielsweise als eine der ersten
Städte in Europa proaktiv mit dem Thema Rassismus im Stadtbild auseinander.
Im Zuge dessen entschied sich der Stadtrat explizit dafür, zwei Hausinschriften
abzudecken.
Auch in Deutschland gibt es ähnliche Beispiele wie die Umgestaltung des Ho-
tels Maximilian’s in Augsburg oder die Umbenennung von M***-Straßen und
Apotheken deutschlandweit. Auch in Bonn gibt es Beispiele von Umbenennun-
gen: Im April 2021 änderte etwa der Inhaber der „Apotheke am KAP“ am Kon-
rad-Adenauer-Platz in Beuel den Namen, um Diskriminierung nicht zu reprodu-
zieren (Quelle: https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/beuel/c-
nachrichten/wir-wollten-niemanden-diskriminieren_a214592 ).Seite 1 von 3
Seite 2
Bereits in der Vergangenheit haben verschiedene Gruppen und Personen auf
die Bonngasse 18 hingewiesen und sowohl die Stadt Bonn als auch den Verein
Beethoven-Haus Bonn, als Eigentümer des Gebäudes, dazu aufgefordert, die
Figur und den Schriftzug zu entfernen. Nach meinem Kenntnisstand handelt es
sich bei der Figur um eine Replik, was aus Sicht des Denkmalschutzes keine
Einwände gegen eine Entfernung der Figur bedeuten dürfte.
Anlage/n
1 EW öff (öffentlich)
2 EW nöff (nichtöffentlich)Seite 2 von 3
Hinweis: Um rassistische Begriffe nicht zu reproduzieren, werden diese in der Anfrage nicht
ausgeschrieben. Ich bitte auch bei der Bearbeitung um einen sensiblen Umgang mit der
Wiederholung rassistischer Begriffe.
Inhalt der Einwohneranfrage:
Frage 1:
Wäre dem Verein Beethoven-Haus die Entfernung der Figur und eine Abdeckung oder die Entfernung
des Schriftzugs (“Im M*****”) im Hinblick auf denkmalschutzrechtliche
Erwägungen erlaubt?
Frage 2:
Welche Regeln gibt es für eine etwaige Neugestaltung der Fassade im Sinne des Denkmalschutzes?
Begründung:
Direkt neben dem Beethoven-Haus befindet sich an der Fassade der Bonngasse 18 nach wie vor eine
rassistische Darstellung Schwarzer Menschen sowie ein Schriftzug, der eine diskriminierende
Fremdbezeichnung enthält. Dies ist nicht nur verletzend, besonders für rassifizierte BewohnerInnen
und BesucherInnen Bonns, sondern generell befremdlich für die Stadt Bonn und das Beethoven-
Haus, die sich sonst weltoffen zeigen.
Beispiele, in denen der M***-Schriftzug im öffentlichen Raum entfernt wurde, zeigen andere Städte:
Zürich setzte sich beispielsweise als eine der ersten Städte in Europa proaktiv mit dem Thema
Rassismus im Stadtbild auseinander. Im Zuge dessen entschied sich der Stadtrat explizit dafür, zwei
Hausinschriften abzudecken.
Auch in Deutschland gibt es ähnliche Beispiele wie die Umgestaltung des Hotels Maximilian’s in
Augsburg oder die Umbenennung von M***-Straßen und Apotheken deutschlandweit. Auch in Bonn
gibt es Beispiele von Umbenennungen: Im April 2021 änderte etwa der Inhaber der „Apotheke am
KAP“ am Konrad-Adenauer-Platz in Beuel den Namen, um Diskriminierung nicht zu reproduzieren
(Quelle: https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/beuel/c-nachrichten/wir-wollten-niemanden-
diskriminieren_a214592 ).
Bereits in der Vergangenheit haben verschiedene Gruppen und Personen auf die Bonngasse 18
hingewiesen und sowohl die Stadt Bonn als auch den Verein Beethoven-Haus Bonn, als Eigentümer
des Gebäudes, dazu aufgefordert, die Figur und den Schriftzug zu entfernen. Nach meinem
Kenntnisstand handelt es sich bei der Figur um eine Replik, was aus Sicht des Denkmalschutzes keine
Einwände gegen eine Entfernung der Figur bedeuten dürfte.Seite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 21:21 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de