253176 · Beschlussvorlage
Interim für Stadtmuseum sowie Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum
Kerndaten
- Nummer
- 253176
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 31.05.2025
- Letzte Änderung
- 01.11.2026
Orte
- Franziskanerstraße Hauptort
- Budapester Straße
- Rathausgasse
- Endenich
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Betriebsausschusses SGB Empfehlung
- Sitzung des Kulturausschusses Empfehlung
Dateien
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Volltext
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Beschlussvorlage öffentlich 253176 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 41 Kulturamt Dezernat: Dez. IV Interim für Stadtmuseum sowie Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Beratungsfolge Kulturausschuss 17.06.2025 Empfehlung Betriebsausschuss SGB 02.07.2025 Empfehlung Rat 03.07.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Verwaltung wird beauftragt, alle erforderlichen Klärungen und Planungen für die Ertüchtigung der Turnhalle der ehemaligen Pestalozzischule in der Budapester Straße herbeizuführen bzw. zu erstellen, mit dem Ziel der Unterbringung von Interimsausstellungen des Stadtmuseums und der Gedenkstätte und des NS-Dokumentationszentrums. Begründung Das Stadtmuseum Bonn sowie Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum müssen zum 31. Dezember 2025 die Dauerausstellungs-, Sonderausstellungs- und Funktionsflächen (insgesamt ca. 1.300m²) im Objekt Franziskanerstraße 9, 53113 Bonn (Viktoriakarree) räumen. Damit entfallen für diese Einrichtungen elementare Räumlichkeiten, deren Verlust für die Ermöglichung eines fortlaufenden Ausstellungs- und Veranstaltungsbetriebs kompensiert werden muss. Die Stadt Bonn besitzt eine 2000 Jahre lange Stadtgeschichte, die in ihrer Gänze ausschließlich im Stadtmuseum erfahrbar gemacht wird. Seit dem ersten Sammlungsaufruf im Jahr 1886 wurde die Sammlung stetig erweitert und umfasst mittlerweile etwa 12.000 Exponate. Für wichtige Epochen besitzt das Stadtmuseum einzigartige und zum Teil herausragende Objekte. Auch nach der unvermeidbaren Räumung der Flächen im Viktoriakarree muss das Museum in der Lage sein, Bonner Geschichte, Kultur, Gegenwart und Zukunft der Stadtgesellschaft und Gästen vermitteln zu können. Das Stadtmuseum ist ein Identitätsanker für Bonn. Die angestrebte Unterbringung des Stadtmuseums im Objekt Rathausgasse 7 (ehemaliges Kunstmuseum, heute Sitz der Stadtverwaltung) ist unter den augenblicklich gegebenen Rahmenbedingungen kurzfristig nicht zu realisieren. Weiteren Optionen für eine dauerhafte Unterbringung des Stadtmuseums steht das Kulturamt offen gegenüber.Seite 1 von 3 Seite 2 Zunehmend zutage tretender Antisemitismus, Rechtsextremismus und die Verharmlosung nationalsozialistischer Verbrechen erfordern mehr denn je Formate der historisch-politischen Bildung. Um die kontinuierliche Bildungs- und Vermittlungsarbeit der Gedenkstätte auch nach dem Ende der Nutzung der Flächen im Viktoriakarree sicherzustellen, soll der Flächenverlust durch die zwischenzeitliche Nutzung der Turnhalle mit aufgefangen werden. Diese Kontinuität des Ausstellungs- und Bildungsbetriebes ist auch für eine weiter fortlaufende Förderung durch die Landeszentrale für politische Bildung notwendig. Ziel für die Gedenkstätte ist die dauerhafte Unterbringung im ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Klosters in Endenich, welches in der NS- Zeit als Ghettolager diente. Stadtmuseum und Gedenkstätte sollen in der Turnhalle der ehemaligen Pestalozzischule temporäre Flächen für eine Ausstellung zur Stadtgeschichte erhalten, bis für das Stadtmuseum ein neuer, dauerhafter Standort zur Verfügung steht und die Gedenkstätte nach Endenich ziehen kann. Das Stadtmuseum wie auch die Gedenkstätte werden außerdem verstärkt im Stadtraum präsent sein, um so den Verlust an Ausstellungsfläche besser ausgleichen zu können. Die unmittelbare Nähe zum zukünftigen Standort des Stadtarchivs bietet weitere Synergieeffekte. Die bisherige enge Zusammenarbeit wird durch die unmittelbare Nachbarschaft weiter vertieft. Für die historisch-politische Vermittlungsarbeit insbesondere der Gedenkstätte kann ein Seminarraum im Stadtarchiv genutzt werden. Gemeinsame Veranstaltungen auf dem Gelände erhöhen die Sichtbarkeit alle drei städtischen Einrichtungen. Mit der Nutzung der Turnhalle als Ausstellungsfläche wird das gesamte Areal zu einem Ankerort für das Gedächtnis der Stadt. Das im Obergeschoss der Turnhalle bereits seit vielen Jahren befindliche Malermuseum verbleibt und bietet Potential für Kooperationen. Erste Besprechungen zwischen Kulturamt und SGB bezüglich der Ertüchtigung der Turnhalle sind bereits erfolgt. Bei der temporären Lösung für Stadtmuseum und Gedenkstätte wird kostensensitiv gedacht, museale Mindeststandards sollen jedoch erfüllt werden. Für die Nutzung der Turnhalle als Interim zu Ausstellungszwecken ist zunächst eine Genehmigung zur Nutzungsänderung notwendig. Es muss eine Planung erstellt werden, die die Nutzeranforderungen, sowie die Anforderungen hinsichtlich Brand-, Einbruch- und Denkmalschutz berücksichtigt. Nach der Erstellung der Planung wird das SGB den Umfang der Umbauarbeiten festlegen und eine Aussage zur Bauzeit treffen. Das SGB nimmt Planungsmittel in Höhe von 200.000 Euro in den Wirtschaftsplan 2026 mit auf. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 01.01 Innere Verwaltung 01.01.29 Gebäudemanagement (SGB) Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / Veranschlagt Noch bereit- DeckungSeite 2 von 3 Seite 3 FiPos in zustellen Auszahlungen / Aufwendungen 200.000 524400 WP 2026 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:24 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de