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253165 · Beschlussvorlage

Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025

Nummer
253165
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
02.06.2025
Letzte Änderung
01.11.2026
  • Graurheindorf Ortsteil· Bonn Hauptort
  • Am Hauptbahnhof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Gotenstraße Straße· Hochkreuz, Bad Godesberg
  • Mittelstraße Straße· Plittersdorf, Bad Godesberg
  • Kennedyallee Straße· Hochkreuz, Bad Godesberg
  • Saarstraße Straße· Plittersdorf, Bad Godesberg
  • Danziger Straße Straße· Plittersdorf, Bad Godesberg
  • Ahrstraße Straße· Hochkreuz, Bad Godesberg
  • Pantheon Beuel Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • Sankt Augustiner Straße Straße· Vilich, Beuel
  • Konrad-Adenauer-Platz Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • Beueler Bahnhofsplatz Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • Hauptbahnhof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bundeskanzlerplatz Straße· Gronau, Bonn
  • Straßburger Weg Straße· Gronau, Bonn
  • Willy-Brandt-Allee Straße· Gronau, Bonn
  • Combahnstraße Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • Kopenhagener Straße Straße· Tannenbusch, Bonn
  • Kohlkauler Platz Straße· Holzlar, Beuel
  • Rathausgasse Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Am Hof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Am Neutor Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Colmantstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Ramersdorf Ortsteil· Beuel
  • Duisdorf Ortsteil· Hardtberg
  • Ückesdorf Ortsteil· Bonn
  • Plittersdorf Ortsteil· Bad Godesberg
  • Hochkreuz Ortsteil· Bad Godesberg
  • Heiderhof Ortsteil· Bad Godesberg
  • Tannenbusch Ortsteil· Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte
  • Hardtberg Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 10.07.2025 Empfehlung
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg 01.07.2025 Anhörung
  3. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 25.06.2025 Anhörung
  4. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 25.06.2025 Anhörung
  5. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 18.06.2025 Empfehlung
  6. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 17.06.2025 Anhörung
  7. Sitzung des Hauptausschusses 26.06.2025 Empfehlung
  8. Sitzung des Rates 03.07.2025 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 10,3 MB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 253165-04 AA Interfraktioneller Änderungsantrag: Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 Antrag zur Vorlage 253165
  2. 253165-02 AA CDU-Änderungsantrag: Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 Antrag zur Vorlage 253165
  3. 253165-06 AA Änderungsantrag der Koalition: Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 Antrag zur Vorlage 253165
  4. 253165-05 ST Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025
  5. 253165-01 AA Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 Antrag zur Vorlage 253165 ÄNDERUNGSANTRAG

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Beschlussvorlage
öffentlich
253165
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Fortschreibung des Nahverkehrsplanes –
Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember
2025
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 17.06.2025 Anhörung
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 18.06.2025 Empfehlung
Bezirksvertretung Bad Godesberg 25.06.2025 Anhörung
Bezirksvertretung Beuel 25.06.2025 Anhörung
Hauptausschuss 26.06.2025 Empfehlung
Bezirksvertretung Hardtberg 01.07.2025 Anhörung
Rat 03.07.2025 Entscheidung
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
10.07.2025 Empfehlung
Beschlussvorschlag
Der Aufnahme der folgenden Maßnahmen in den Nahverkehrsplan der Stadt
Bonn zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 wird zugestimmt:
1. Den in der Begründung beschriebenen Fahrplananpassungen auf den Linien
800, 812 und 845 wird zugestimmt.
2. Die Bedienzeiten der Taxibuslinie 651 werden unter der Woche bis 14 Uhr
ausgeweitet.
3. Auf den Nachtbuslinien N3, N4, N7 und N10 werden die in der Begründung
beschriebenen Veränderungen im Linienweg vorgenommen, um die
Umsteigebeziehungen am Hauptbahnhof sicherzustellen.
4.Die letzte Fahrt auf der Linie N8 wird in den Nächten von So/Mo bis Do/Fr an
der Haltestelle „Ramersdorf“ vorzeitig abgebunden.
5. Den nachfolgenden Änderungen im Stadtbahnnetz wird zugestimmt:
a) Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 werden gemäß der Empfehlung
der Verwaltung und der SWBV auf der Linie 63 temporäre Verstärkerfahrten
eingerichtet.
b) Das interkommunale Stadtbahnnetz wird zum Fahrplanwechsel im
Dezember 2026 auf das neue Stadtbahnzielkonzept 2026+ (DS 241684)
gemäß Szenario 1 umgesetzt.
c) Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 werden alle Fahrten der LinieSeite 1 von 13
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66, die bislang von Montag bis Freitag im Zeitbereich zwischen ca. 08:30 und
20:30 Uhr in Ramersdorf enden, bis Königswinter verlängert und somit in das
Stadtbahnzielkonzept 2026+ übernommen.
6. Auf der Linie 601 wird samstags morgens eine zusätzliche Fahrt um 5:33 Uhr
vom ZOB in Richtung Uniklinikum Süd angeboten.
Begründung
Zu 1.: Maßnahmenpaket 800er Linien
Die Linie 812 (BN-Hardtberg – Witterschlick – Volmershoven) verkehrt bislang
an Schultagen in den Hauptverkehrszeiten als Bus und zu den übrigen
Verkehrszeiten als TaxiBus. Nach Auswertung von Daten der automatischen
Fahrgastzählung sowie der TaxiBus-Buchungsstatistik sind lediglich drei
schulbezogene Busfahrten von bzw. zum Schulzentrum Hardtberg
angemessen ausgelastet. Die anderen Busfahrten weisen überwiegend unter 3
Fahrgästen pro Fahrt auf. Auf den TaxiBus-Fahrten wurden durchschnittlich 0,2
Fahrgäste pro Tag erhoben. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das TaxiBus-
Angebot der Linie 812 pauschaliert abgerechnet wird, d.h. auch nicht in
Anspruch genommene Fahrten verursachen einen finanziellen Aufwand.
Im Gegenzug sind auf der im selben Einzugsgebiet verkehrenden Linie 800
(Bonn Hbf – BN-Duisdorf – Witterschlick – Volmershoven – Rheinbach) in den
Hauptverkehrszeiten regelmäßige Kapazitätsengpässe zu beobachten, die sich
bei Betriebsunregelmäßigkeiten der S23 oft noch verschärfen. Auf dem
Teilabschnitt von Rheinbach nach BN-Duisdorf verkehrt die Linie in den
Hauptverkehrszeiten bereits überwiegend im 30‘-Takt, in der Bonner Innenstadt
jedoch nur stündlich. Außerdem ist die Linie 800 sonn- und feiertags trotz ihrer
generell hohen Auslastung inzwischen die letzte Linie mit Zweistundentakt in
Bonn; alle anderen Linien mit Sonntagsverkehr verkehren mindestens
stündlich.
Die Linie 845 (Bonn Hbf – BN-Duisdorf – Heimerzheim) soll ab Dezember 2025
eine neue Grundtaktlage erhalten. Dies steht im Zusammenhang mit der dann
vorgesehenen Umsetzung des Buskonzeptes Bornheim und daraus
resultierender Optimierung von Anschlüssen in Heimerzheim. Die
Grundtaktlage der Linie 845 hat wiederum Auswirkungen auf die Linie 800, da
beide Linien auf dem Abschnitt Bonn Hbf – Nettekoven parallel verkehren und
außerdem die begrenzten Platzverfügbarkeiten im ZOB Bonn Hbf zu beachten
sind.
Die Verwaltungen der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises haben
vor diesen Hintergründen folgendes Optimierungskonzept entwickelt:
• Einstellung aller nicht schulnotwendigen Busfahrten auf der Linie 812
• Einstellung aller TaxiBus-Fahrten auf der Linie 812Seite 2 von 13
Seite 3
• Einrichtung eines durchgehenden 30‘-Taktes auf der Linie 800 montags
bis freitags in den Hauptverkehrszeiten morgens sowie zwischen ca. 15
und 18 Uhr über die Gesamtstrecke
• Verdichtung der Linie 800 sonn- und feiertags von 120‘- auf 60‘-Takt
• Harmonisierung der Taktlagen der Linien 800 und 845 zwischen Bonn
Hbf und Nettekoven, so dass sich beide Linien dort in den
Hauptverkehrszeiten auf einen 15‘-Takt und in den
Schwachverkehrszeiten zu einem 30‘-Takt ergänzen
• Optimierung der Taktlagen der 800 und 845 in Bonn Hbf, so dass beide
Linien dort dieselbe Abfahrtsposition nutzen können
• Intensivierung des Gelenkbuseinsatzes der Linien 800 und 845 in den
Hauptverkehrszeiten zur besseren Berücksichtigung der hohen
Fahrgastnachfrage
Durch die Umschichtung von Leistungen zwischen den drei benannten Linien
entstehen durch diese Maßnahmen keine zusätzlichen Fahrplankilometer und
Kosten.
Die Umsetzung der Maßnahmen ist eng mit der Verwaltung des Rhein-Sieg-
Kreises abgestimmt. Den dortigen politischen Gremien wird ein gleichlautender
Beschlussvorschlag mit der Beschlussvorlage zum Fahrplanwechsel vorgelegt.
Zu 2.: Bedienzeiten der Taxibuslinie 651
Es wurde aus der Bürgerschaft angeregt, dass die aktuelle ÖPNV-Anbindung
des jüdischen Friedhofes in Ückesdorf unzureichend ist. Eine umsetzbare
Möglichkeit wäre, die Bedienzeit der bestehenden Taxibuslinie T651 zu
erweitern. Zurzeit wird die Linie von Ückesdorf von 9 Uhr bis 12:30 Uhr
montags bis freitags und von 9 Uhr bis 19:30 Uhr samstags und sonntags
angeboten. Die Bedienzeit an Werktagen wird auf 9 Uhr bis 14 Uhr erweitert,
um den Friedhof besser erreichen zu können.
Das Angebot des Taxibusses dient nicht der Anbindung des Carl-von-
Ossietzky-Gymnasiums (regulärer Schulschluss 7. Stunde um 14:15). Die
Schule wird durch regulären Buslinien und Einsatzwagen bedient, sodass eine
Ausweitung des Taxibus-Angebotes für die Schüler*innen nicht notwendig ist.
Durch die Ausweitung der Bedienzeiten der Taxibuslinie entstehen für die Stadt
Bonn nur Mehrkosten, wenn tatsächlich Buchungen entstehen.
Zu 3.: Anpassungen im Nachtbusnetz
In den vergangenen Jahren wurden im Stadtgebiet eine Reihe an neuen
Tempo-30-Abschnitten eingerichtet. Die Reduzierung der erlaubten
Höchstgeschwindigkeiten wirkt sich in den Schwachverkehrszeiten auf dieSeite 3 von 13
Seite 4
Fahrzeiten und Fahrpläne im Busbetrieb aus. Im Nachtbusnetz führt die
notwendige Erhöhung der Fahrzeiten dazu, dass einzelne Busse im heutigen
System ihre Anschlüsse am Hauptbahnhof verpassen, was für die
umsteigenden Fahrgäste zu längeren und unattraktiven Wartezeiten führt.
Zugleich ergeben sich für die Nachtbusse in Teilen Wendezeiten von ca. 60
Minuten, mit entsprechenden, vermeidbaren Sprungkosten auf Seiten der
SWBV (Sprungkosten beschreiben kleine Maßnahmen die in einer
Folgewirkung sehr hohe Kosten verursachen). Um das Bonner Nachtbusnetz
auch künftig stabil, möglichst kosteneffizient und zuverlässig betreiben zu
können, sind auf den Linien N3, N4, N7 und N10 zum Fahrplanwechsel
folgende Anpassungen im Linienverlauf notwendig:
N3: Der N3 fährt in Bad Godesberg zwischen den Haltestellen „Plittersdorf
Mitte“ und „Hochkreuz“ über die Gotenstraße, anstelle der Mittelstraße und
Kennedyallee. Die Haltestellen „Saarstraße“, „Danziger Str./ Dt. Museum
Bonn“, „Kennedyallee“, „Ahrstr./ Dt. Museum Bonn“ und „Dt.
Forschungsgemeinschaft“ entfallen. Stattdessen werden auf dem neuen
Linienweg die Haltestellen „Nicolaus-Cusanus-Gymnasium“, „Gotenstr.“ und
„Elisabeth-Selbert-Gesamtschule“ bedient.
N4: Der N4 fährt ab der Haltestelle „Pantheon Beuel“ über die Königswinterer
Straße und Sankt Augustiner Straße zur Haltestelle „Konrad-Adenauer-Platz“.
Die Haltestellen „Beueler Bahnhofsplatz“, „Doktor-Weiss-Platz“ und „Beuel
Rathaus“ entfallen. Diese Haltestellen werden ebenfalls durch die Linie N8
bedient, die wenige Minuten zuvor abfährt. Umsteigemöglichkeiten am „Beueler
Bahnhofsplatz“ bestehen zu diesen Zeiten nicht.
N7: Der N7 wird künftig beschleunigt, indem er in Richtung „Hauptbahnhof“
(Rückweg) ab der Haltestelle „Hochkreuz“ keine weiteren Haltestellen mehr
bedient (Schnellbus zwischen den Haltestellen „Hochkreuz“ und
„Hauptbahnhof“). Die entfallenen Haltestellen werden ebenfalls von der Linie
N10 bedient.
N10: Der N10 wird in beiden Fahrtrichtungen über die Haltestelle
„Bundeskanzlerplatz“ geführt, die Haltestellen „Straßburger Weg“ und „UN
Campus Bf“ entfallen (Führung wie die Linien 610/611 vor der Inbetriebnahme
des UN Campus Bf). Im Zeitbereich findet kein SPNV-Verkehr an UN Campus
Bf statt, alle Anschlüsse der Nachtbusse erfolgen an Bonn Hbf im
Rendezvoussystem. Aufgrund der geänderten Fahrbeziehung muss für die
Haltestelle „Bundeskanzlerplatz“ eine neue Halteposition eingerichtet werden.
In Fahrtrichtung Hbf kann die Position der Linie 634 genutzt werden. Für die
Gegenrichtung (Richtung Heiderhof) muss jedoch die ehemalige Halteposition
der Linien 610/611 auf der Willy-Brandt-Allee wiedereingerichtet werden.
Die geänderten Linienwege der betroffenen Nachtbuslinien sind in Anlage
1 dargestellt.
Durch diese Anpassungen können die Fahrzeiten der kritischen Nachtbuslinien
ausreichend reduziert werden, sodass keine zusätzlichen Busse im ZOB mehrSeite 4 von 13
Seite 5
vorgehalten werden müssen. Durch die Linienwegänderungen und die nicht
mehr notwendige Vorhaltung von zusätzlichen Bussen und Fahrpersonal am
ZOB werden insgesamt ca. 200.000 Euro pro Jahr eingespart.
Zu 4.: Kürzung der letzten Fahrt auf der Linie N8
Fahrgastzählungen mit automatischen Fahrgastzählsystemen (AFZS) haben
gezeigt, dass es auf der letzten Fahrt der Linie N8 um 2:35 Uhr ab dem ZOB in
den nächsten So/Mo bis Do/Fr nur eine sehr geringe Nachfrage gibt.
Besonders der Abschnitt von Ramersdorf zurück zum ZOB wurde
durchschnittlich nur von einem Fahrgast genutzt. Um die begrenzten
Ressourcen im städtischen ÖPNV möglichst effektiv einsetzen zu können,
schlägt die Verwaltung daher vor, die entsprechende Fahrt der Linie N8 bereits
an der Haltestelle Ramersdorf enden zu lassen.
Durch diese Maßnahme kommt es zu Einsparungen in Höhe von ca. 10.000
Euro pro Jahr.
Zu 5.: Änderungen im Stadtbahnnetz
a. In der Mitteilungsvorlage DS 241684-08 beschrieb die Verwaltung
ausführlich die Ergebnisse der Prüfung für eine vorzeitige Umsetzung
des Beschlusses zum Stadtbahnzielkonzept 2026+ (DS 241684).
Aufgrund von fehlenden Fahrzeugkapazitäten wird seitens der SWBV
eine Umsetzung des Stadtbahnzielkonzeptes ab dem Fahrplanwechsel
Dezember 2025 nicht empfohlen. Die politische Beschlusslage fordert
jedoch eine Verbesserung des aktuell bestehenden Angebotes in
Richtung Bad Godesberg (DS 240679-013). Daher wurden seitens der
Verwaltung und der SWBV mit der Mitteilungsvorlage DS 241684-08
verschiedene Umsetzungsoptionen für den Fahrplanwechsel
präsentiert. Die Verwaltung empfiehlt eine Umsetzung von Option 3, da
durch diese ein stabileres Angebot im Stadtbahnnetz und eine
zuverlässigere Anbindung des Bad Godesberger Streckenastes
hergestellt werden können. Durch den Beschluss stellt sich das
Stadtbahnangebot auf dem Bad Godesberger Streckenast
folgendermaßen dar:
• Die Linie 16 bleibt unverändert bestehen.
• Die Linie 63 wird montags – freitags in den Zeitbereichen 6:30 –
9:30 Uhr und 15:30 – 20:00 Uhr verstärkt.
• Vormittags verkehrt die Linie 63 in einem 20-20-30-Minuten
Taktraster und nachmittags in einem glatten 20-Minuten-Takt. Ein
glatter 20-Minuten Takt ist vormittags aufgrund der begrenzten
Anzahl an verfügbaren Fahrzeugen in Kombination mit den
benötigten Fahr- und Wendezeiten nicht möglich.
Bei diesem Angebot handelt es sich um eine temporäre Maßnahme, bisSeite 5 von 13
Seite 6
zum Fahrplanwechsel 2026 die Umstellung auf das neue
Stadtbahnzielkonzept 2026+ (Szenario 1) erfolgt.
Die Kosten für die Umsetzung dieser Maßnahme betragen ca.
3.700.000 Euro für das Jahr 2026.
b. Mit dem Grundsatzbeschluss DS 241684 hat der Rat der Stadt Bonn in
seiner Sitzung am 12.12.2024 das neue Stadtbahnzielkonzept 2026+
beschlossen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 wird das neue
Stadtbahnzielkonzept gemäß Szenario 1 umgestellt. Szenario 1
beschreibt, dass das interkommunale Stadtbahnnetz auf die neuen
Linien umgestellt wird. Eine Taktverdichtung findet dabei aufgrund der
noch nicht zur Verfügung stehenden neuen Stadtbahnfahrzeugen noch
nicht statt. Dadurch werden ab dem Fahrplanwechsel 2026 folgende
Linien angeboten:
• Linie 16: Köln – Bonn Hbf.
• Linie 18: Köln – Bonn Hbf.
• Linie 66: Tannenbusch – Bad Honnef/Königswinter
• Linie 67: Siegburg – Bad Godesberg
• Linie 68: Bornheim – Ramersdorf
Bei der weiteren Planung bzw. Umsetzung des Stadtbahnzielkonzeptes
2026+ werden die Anmerkungen des Rhein-Sieg-Kreises, die mit dem
dortigen Grundsatzbeschluss zum Stadtbahnzielkonzept beschlossen
wurden, beachtet. Konkret handelt es sich dabei um folgende Punkte:
• In den Neben- und Schwachverkehrszeiten soll am Bonner Hbf.
der Umstieg von den dort endenden Linien 16 und 18 auf die
weiterlaufende Linie 67 sichergestellt werden.
• Auf Kreisgebiet werden alle Streckenabschnitte bedient und
betriebsbedingt notwendige Abbindungen bzw. Kurzsetzungen
von Fahrten erfolgen nicht überproportional zu Lasten des Rhein-
Sieg-Kreises.
• Der Bau eines eigenen Gleiskörpers für die Stadtbahn im Bereich
Sankt Augustiner Straße/ Combahnstraße wird als eine zentrale
Maßnahme für ein zuverlässiges Stadtbahnangebot weiter
prioritär vorangetrieben.
Der vorzeitige Beschluss gibt der SWBV Planungssicherheit um die
notwendigen Fahrzeuge bereitzustellen und Fahrpersonale auszubilden.
Die zusätzlichen Mehrkosten für die Umstellung auf Szenario 1 des
Stadtbahnzielkonzeptes zum Fahrplanwechsel Dezember 2026
betragen ca. 1.800.000 Euro pro Jahr. Durch die stufenweisen
Veränderungen im Stadtbahnnetz die durch die Punkte a. und b.Seite 6 von 13
Seite 7
beschlossen werden, ergeben sich ab dem Jahr 2027 Mehrkosten in
Höhe von 5.500.000 Euro pro Jahr im Vergleich zum Status quo. Wie
bereits in der Mitteilungsvorlage DS 241684-08 beschrieben, fallen die
Mehrkosten des neuen Stadtbahnzielkonzeptes 2026+ jedoch
substantiell geringer aus als die Mehrkosten des alten
Stadtbahnkonzeptes.
c. Aufgrund des mit der Vorlage DS 241684-08 beschriebenen
Einsparpotentiales des neuen Stadtbahnzielkonzeptes 2026+
gegenüber dem alten Stadtbahnkonzept, soll das Angebot auf dem Bad
Honnefer Streckenast verbessert werden. Hierfür werden ab dem
Fahrplanwechsel im Dezember 2026 die Fahrten der Linie 66, die heute
von Montag bis Freitag im Zeitbereich zwischen ca. 8:30 und 20:30 Uhr
in Ramersdorf enden, bis Königswinter verlängert. Die moderate
Mehrleistung durch diese Maßnahme kann mit den Einsparungen durch
die Umstellung auf das neue Stadtbahnzielkonzept 2026+ verrechnet
werden. Die Mehrkosten für diese Maßnahme betragen laut
Berechnungen der SWBV ca. 320.000 Euro pro Jahr für die
Bundesstadt Bonn, welche bei Beschluss ab dem Jahr 2027 anfallen
würden.
Bei Übernahme der Kosten durch go.Rheinland kann diese
Angebotsverbesserung bereits für den Zeitraum der rechtsrheinischen
Generalsanierung während der zweiten Jahreshälfte 2026 umgesetzt
werden. Da dies zu einer deutlichen Verbesserung für die Fahrgäste in
diesem Bereich führen würde, sind die Verwaltungen der Bundesstadt
Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises gemeinsam auf go.Rheinland
zugegangen, um diese Möglichkeit zu erörtern. Falls eine solche
Kostenübernahme durch go.Rheinland möglich ist, wird die Verwaltung
die Politik entsprechend informieren.
Zu 6.: Zusätzliche Fahrt auf der Linie 601
Analysen von Fahrgastzahlen durch die SWBV haben gezeigt, dass die erste
Fahrt der Linie 601 an Samstagen in Richtung Uniklinikum (5:43 Uhr ab ZOB)
sehr stark nachgefragt ist. Um diese Nachfrage in Richtung Uniklinikum besser
bedienen zu können, konnte kurzfristig eine Verstärkerfahrt auf der Relation
eingesetzt werden. Diese verkehrt um 5:33 Uhr vom ZOB in Richtung
Uniklinikum und kann so einen Teil der Nachfrage auf der bestehenden Fahrt
aufnehmen und diese entlasten. Durch die Umsetzung kommt es zu
Mehrkosten in Höhe von ca. 2.000 Euro pro Jahr.
Weitere Änderungen zur Kenntnisnahme
I. Die mit DS 220916 im Jahr 2022 beschlossene Taktverdichtung auf derSeite 7 von 13
Seite 8
Linie 61 wird nach fristgerechter Lieferung der zusätzlichen
Straßenbahnen zum Fahrplanwechsel 2025 umgesetzt.
Mit dem Beschluss DS 220916 wurde bereits im Jahr 2022 eine
Taktverdichtung auf der Linie 61 beschlossen. Dieser frühzeitige
Beschluss war notwendig, um die Bestelloption für die zusätzlich
benötigten Straßenbahnfahrzeuge zu ziehen. Durch die begonnene
Auslieferung und Inbetriebnahme der neuen Straßenbahnfahrzeuge
werden zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 genügend Fahrzeuge
zur Verfügung stehen um die beschlossene Taktverdichtung
umzusetzen. Folgende konkrete Angebotsverbesserungen werden
basierend auf dem Beschluss aus dem Jahr 2022 umgesetzt:
• Ausweitung der Taktverdichtungen auf insgesamt 12 Fahrten
pro Stunde je Richtung an Schultagen in den Zeitbereichen 7 - 8
Uhr und 13 - 18 Uhr.
• Verlängerung aller Verstärkerfahrten von der Haltestelle
„Heinrich-Hertz-Europakolleg“ bis zur regulären Endhaltestelle
der Linie 61 „Kopenhagener Straße“.
Die Kosten für diese Maßnahme wurden bereits mit dem ursprünglichen
Beschluss in 2022 veranschlagt. Daher ergeben sich durch die
Umsetzung dieser Maßnahme keine zusätzlichen Kosten für den
städtischen Haushalt.
II. Die Haltestelle „Kohlkauler Platz“ erhält den Namen „Georg-Fenninger-
Platz“.
Mit dem Beschluss DS 240863-02 vom 13.03.2025 wurde der
Kohlkauler Platz in Georg-Fenninger-Platz umbenannt. Entsprechend
muss auch die dortige Bushaltestelle für die Linien 516, 529, 608 und
609 umbenannt werden. Die Umbenennung erfolgt im Zuge des
Fahrplanwechsels.
III. Die Einrichtung von Haltestellen im Bereich Graurheindorf wird
entsprechend der Beschlussfassung in DS 241985-002 umgesetzt.
Mit dem Antrag DS 241985 beschloss der Rat der Stadt Bonn am
16.12.2024 die Prüfung einer zusätzlichen Haltestelle in Graurheindorf.
Diese Prüfung wurde durch die Verwaltung und SWBV mittlerweileSeite 8 von 13
Seite 9
abgeschlossen. Die Verwaltung hat basierend auf dieser Prüfung einen
Beschlussvorschlag erarbeitet, welcher den politischen Gremien mit der
Vorlage DS 241985-002 präsentiert wird. Da sich die Beschlussvorlage
DS 241985-002 zeitgleich zur Beschlussvorlage zum Fahrplanwechsel
in den politischen Gremien befindet, wird die Maßnahme vorbehaltlich
eines entsprechenden Beschlusses der Vorlage in die Liste der
umzusetzenden Maßnahmen für den Fahrplanwechsel aufgenommen.
Dabei ist zu beachten, dass eine Einrichtung der Haltestellen nur
möglich ist, wenn der Beschluss zu DS 241985-002 ebenfalls vor der
politischen Sommerpause erfolgt.
IV. Änderung des Linienweges der Linie 550
In der Mitteilungsvorlage DS 252933 teilte die Verwaltung die Ergebnisse der
Untersuchung zum Buskonzept Innenstadt mit. Mit diesem sollte aufgezeigt
werden, welche innerstädtischen Buslinien aus dem Straßenzug
Rathausgasse/ Am Hof/ Am Neutor auf andere Linienwege umgelegt werden
können. Das Ergebnis war, dass aufgrund verschiedener baustellenbedingter
Restriktionen in der Innenstadt nur die Linie 550 kurzfristig umgelegt werden
kann. Seitens der Verwaltung wurde daher angedacht, die Linie 550 zum
Fahrplanwechsel im Dezember 2025 umzustellen und die Maßnahme
entsprechend als Beschlusspunkt in die Vorlage mit aufzunehmen.
Bei der detaillierten Planung des Linienweges und der neu einzurichtenden
Haltestellen hat sich jedoch eine hohe Komplexität bzgl. der örtlichen
Gegebenheiten sowie der zu beteiligten Akteure herausgestellt. Die Planungen
für die Linienwegumstellung der Linie 550 konnte daher nicht fristgerecht für
eine Umsetzung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 abgeschlossen
werden. In der Kürze der Zeit nicht lösbare Problemstellen stellten dabei u. a.
die Standorte für neue Haltestellen auf dem neuen Linienweg dar, über welche
neue, attraktive Umsteigebeziehungen zu den in diesem Bereich fahrenden
Buslinien entstehen sollen. Des Weiteren konnten die Anfahrt der wichtigen
Umsteigehaltestelle Colmantstraße/ Hbf. nicht sichergestellt werden.
Die Verwaltung wird weiterhin mit allen relevanten Akteuren an einer Lösung
dieser Probleme arbeiten, sodass eine Umstellung der Linie 550 auf den neuen
Linienweg mit attraktiven Umsteigebeziehungen zum Fahrplanwechsel im
Dezember 2026 erfolgen kann.
Kostenübersicht
Bei Zustimmung der von der Verwaltung zur Beschlussfassung vorgelegten
Maßnahmen entstehen folgende finanzielle Auswirkungen:
Kostensteigerungen: 3.702.000 Euro
Kostensenkungen: 210.000 EuroSeite 9 von 13
Seite 10
Somit ergeben sich bei der Umsetzung aller Maßnahmen Mehrkosten in Höhe
von 3.492.000 Euro für das Jahr 2026. Die zusätzlichen Kosten werden über
die ÖPNV-Finanzierung der SWBV finanziert.
Alle beschriebenen Maßnahmen sind zwischen der Verwaltung und der SWBV
sowie soweit notwendig mit dem Rhein-Sieg-Kreis und dessen
Verkehrsunternehmen abgestimmt.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.12.07 Verkehrsplanung 1.12.07.02 Planung ÖPNV
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
3.492.000
EUR
161001207/
73.1000,
Innenauftrag
6100004
(Defizitausgleich
SWB)
2026
Einzahlungen /
Erträge
0,00 EUR 2026
Haushaltsbelastung
jährlich
3.492.000
EUR
Anlage/n
1 Neue Linienwege Nachtbuslinien (öffentlich)Seite 10 von 13
Seite 11 von 13
Linienverlauf der
Buslinie N4
Start/Ziel:
Hauptbahnhof
Start/Ziel:
Hauptbahnhof
Kartengrundlage: Amtlicher Stadtplan der Stadt Bonn (Maßstab: 1:12.500)
Konzeption und Gestaltung
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH
Stand: März 2024
neuer Linienabschnitt Richtung Hbf
bisheriger Linienabschnitt in beide FahrtrichtungenSeite 12 von 13
Seite 13 von 13

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Datenstand: 03.11.2026, 03:58 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de