253165 · Beschlussvorlage
Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025
Kerndaten
- Nummer
- 253165
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 02.06.2025
- Letzte Änderung
- 01.11.2026
Orte
- Graurheindorf Hauptort
- Am Hauptbahnhof
- Gotenstraße
- Mittelstraße
- Kennedyallee
- Saarstraße
- Danziger Straße
- Ahrstraße
- Pantheon Beuel
- Sankt Augustiner Straße
- Konrad-Adenauer-Platz
- Beueler Bahnhofsplatz
- Hauptbahnhof
- Bundeskanzlerplatz
- Straßburger Weg
- Willy-Brandt-Allee
- Combahnstraße
- Kopenhagener Straße
- Kohlkauler Platz
- Rathausgasse
- Am Hof
- Am Neutor
- Colmantstraße
- Ramersdorf
- Duisdorf
- Ückesdorf
- Plittersdorf
- Hochkreuz
- Heiderhof
- Tannenbusch
- Bonn
- Bad Godesberg
- Beuel
- Hardtberg
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Anhörung
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Anhörung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anhörung
- Sitzung des Hauptausschusses Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Beschlussvorlage öffentlich 253165 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 17.06.2025 Anhörung Ausschuss für Mobilität und Verkehr 18.06.2025 Empfehlung Bezirksvertretung Bad Godesberg 25.06.2025 Anhörung Bezirksvertretung Beuel 25.06.2025 Anhörung Hauptausschuss 26.06.2025 Empfehlung Bezirksvertretung Hardtberg 01.07.2025 Anhörung Rat 03.07.2025 Entscheidung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 10.07.2025 Empfehlung Beschlussvorschlag Der Aufnahme der folgenden Maßnahmen in den Nahverkehrsplan der Stadt Bonn zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 wird zugestimmt: 1. Den in der Begründung beschriebenen Fahrplananpassungen auf den Linien 800, 812 und 845 wird zugestimmt. 2. Die Bedienzeiten der Taxibuslinie 651 werden unter der Woche bis 14 Uhr ausgeweitet. 3. Auf den Nachtbuslinien N3, N4, N7 und N10 werden die in der Begründung beschriebenen Veränderungen im Linienweg vorgenommen, um die Umsteigebeziehungen am Hauptbahnhof sicherzustellen. 4.Die letzte Fahrt auf der Linie N8 wird in den Nächten von So/Mo bis Do/Fr an der Haltestelle „Ramersdorf“ vorzeitig abgebunden. 5. Den nachfolgenden Änderungen im Stadtbahnnetz wird zugestimmt: a) Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 werden gemäß der Empfehlung der Verwaltung und der SWBV auf der Linie 63 temporäre Verstärkerfahrten eingerichtet. b) Das interkommunale Stadtbahnnetz wird zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 auf das neue Stadtbahnzielkonzept 2026+ (DS 241684) gemäß Szenario 1 umgesetzt. c) Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 werden alle Fahrten der LinieSeite 1 von 13 Seite 2 66, die bislang von Montag bis Freitag im Zeitbereich zwischen ca. 08:30 und 20:30 Uhr in Ramersdorf enden, bis Königswinter verlängert und somit in das Stadtbahnzielkonzept 2026+ übernommen. 6. Auf der Linie 601 wird samstags morgens eine zusätzliche Fahrt um 5:33 Uhr vom ZOB in Richtung Uniklinikum Süd angeboten. Begründung Zu 1.: Maßnahmenpaket 800er Linien Die Linie 812 (BN-Hardtberg – Witterschlick – Volmershoven) verkehrt bislang an Schultagen in den Hauptverkehrszeiten als Bus und zu den übrigen Verkehrszeiten als TaxiBus. Nach Auswertung von Daten der automatischen Fahrgastzählung sowie der TaxiBus-Buchungsstatistik sind lediglich drei schulbezogene Busfahrten von bzw. zum Schulzentrum Hardtberg angemessen ausgelastet. Die anderen Busfahrten weisen überwiegend unter 3 Fahrgästen pro Fahrt auf. Auf den TaxiBus-Fahrten wurden durchschnittlich 0,2 Fahrgäste pro Tag erhoben. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das TaxiBus- Angebot der Linie 812 pauschaliert abgerechnet wird, d.h. auch nicht in Anspruch genommene Fahrten verursachen einen finanziellen Aufwand. Im Gegenzug sind auf der im selben Einzugsgebiet verkehrenden Linie 800 (Bonn Hbf – BN-Duisdorf – Witterschlick – Volmershoven – Rheinbach) in den Hauptverkehrszeiten regelmäßige Kapazitätsengpässe zu beobachten, die sich bei Betriebsunregelmäßigkeiten der S23 oft noch verschärfen. Auf dem Teilabschnitt von Rheinbach nach BN-Duisdorf verkehrt die Linie in den Hauptverkehrszeiten bereits überwiegend im 30‘-Takt, in der Bonner Innenstadt jedoch nur stündlich. Außerdem ist die Linie 800 sonn- und feiertags trotz ihrer generell hohen Auslastung inzwischen die letzte Linie mit Zweistundentakt in Bonn; alle anderen Linien mit Sonntagsverkehr verkehren mindestens stündlich. Die Linie 845 (Bonn Hbf – BN-Duisdorf – Heimerzheim) soll ab Dezember 2025 eine neue Grundtaktlage erhalten. Dies steht im Zusammenhang mit der dann vorgesehenen Umsetzung des Buskonzeptes Bornheim und daraus resultierender Optimierung von Anschlüssen in Heimerzheim. Die Grundtaktlage der Linie 845 hat wiederum Auswirkungen auf die Linie 800, da beide Linien auf dem Abschnitt Bonn Hbf – Nettekoven parallel verkehren und außerdem die begrenzten Platzverfügbarkeiten im ZOB Bonn Hbf zu beachten sind. Die Verwaltungen der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises haben vor diesen Hintergründen folgendes Optimierungskonzept entwickelt: • Einstellung aller nicht schulnotwendigen Busfahrten auf der Linie 812 • Einstellung aller TaxiBus-Fahrten auf der Linie 812Seite 2 von 13 Seite 3 • Einrichtung eines durchgehenden 30‘-Taktes auf der Linie 800 montags bis freitags in den Hauptverkehrszeiten morgens sowie zwischen ca. 15 und 18 Uhr über die Gesamtstrecke • Verdichtung der Linie 800 sonn- und feiertags von 120‘- auf 60‘-Takt • Harmonisierung der Taktlagen der Linien 800 und 845 zwischen Bonn Hbf und Nettekoven, so dass sich beide Linien dort in den Hauptverkehrszeiten auf einen 15‘-Takt und in den Schwachverkehrszeiten zu einem 30‘-Takt ergänzen • Optimierung der Taktlagen der 800 und 845 in Bonn Hbf, so dass beide Linien dort dieselbe Abfahrtsposition nutzen können • Intensivierung des Gelenkbuseinsatzes der Linien 800 und 845 in den Hauptverkehrszeiten zur besseren Berücksichtigung der hohen Fahrgastnachfrage Durch die Umschichtung von Leistungen zwischen den drei benannten Linien entstehen durch diese Maßnahmen keine zusätzlichen Fahrplankilometer und Kosten. Die Umsetzung der Maßnahmen ist eng mit der Verwaltung des Rhein-Sieg- Kreises abgestimmt. Den dortigen politischen Gremien wird ein gleichlautender Beschlussvorschlag mit der Beschlussvorlage zum Fahrplanwechsel vorgelegt. Zu 2.: Bedienzeiten der Taxibuslinie 651 Es wurde aus der Bürgerschaft angeregt, dass die aktuelle ÖPNV-Anbindung des jüdischen Friedhofes in Ückesdorf unzureichend ist. Eine umsetzbare Möglichkeit wäre, die Bedienzeit der bestehenden Taxibuslinie T651 zu erweitern. Zurzeit wird die Linie von Ückesdorf von 9 Uhr bis 12:30 Uhr montags bis freitags und von 9 Uhr bis 19:30 Uhr samstags und sonntags angeboten. Die Bedienzeit an Werktagen wird auf 9 Uhr bis 14 Uhr erweitert, um den Friedhof besser erreichen zu können. Das Angebot des Taxibusses dient nicht der Anbindung des Carl-von- Ossietzky-Gymnasiums (regulärer Schulschluss 7. Stunde um 14:15). Die Schule wird durch regulären Buslinien und Einsatzwagen bedient, sodass eine Ausweitung des Taxibus-Angebotes für die Schüler*innen nicht notwendig ist. Durch die Ausweitung der Bedienzeiten der Taxibuslinie entstehen für die Stadt Bonn nur Mehrkosten, wenn tatsächlich Buchungen entstehen. Zu 3.: Anpassungen im Nachtbusnetz In den vergangenen Jahren wurden im Stadtgebiet eine Reihe an neuen Tempo-30-Abschnitten eingerichtet. Die Reduzierung der erlaubten Höchstgeschwindigkeiten wirkt sich in den Schwachverkehrszeiten auf dieSeite 3 von 13 Seite 4 Fahrzeiten und Fahrpläne im Busbetrieb aus. Im Nachtbusnetz führt die notwendige Erhöhung der Fahrzeiten dazu, dass einzelne Busse im heutigen System ihre Anschlüsse am Hauptbahnhof verpassen, was für die umsteigenden Fahrgäste zu längeren und unattraktiven Wartezeiten führt. Zugleich ergeben sich für die Nachtbusse in Teilen Wendezeiten von ca. 60 Minuten, mit entsprechenden, vermeidbaren Sprungkosten auf Seiten der SWBV (Sprungkosten beschreiben kleine Maßnahmen die in einer Folgewirkung sehr hohe Kosten verursachen). Um das Bonner Nachtbusnetz auch künftig stabil, möglichst kosteneffizient und zuverlässig betreiben zu können, sind auf den Linien N3, N4, N7 und N10 zum Fahrplanwechsel folgende Anpassungen im Linienverlauf notwendig: N3: Der N3 fährt in Bad Godesberg zwischen den Haltestellen „Plittersdorf Mitte“ und „Hochkreuz“ über die Gotenstraße, anstelle der Mittelstraße und Kennedyallee. Die Haltestellen „Saarstraße“, „Danziger Str./ Dt. Museum Bonn“, „Kennedyallee“, „Ahrstr./ Dt. Museum Bonn“ und „Dt. Forschungsgemeinschaft“ entfallen. Stattdessen werden auf dem neuen Linienweg die Haltestellen „Nicolaus-Cusanus-Gymnasium“, „Gotenstr.“ und „Elisabeth-Selbert-Gesamtschule“ bedient. N4: Der N4 fährt ab der Haltestelle „Pantheon Beuel“ über die Königswinterer Straße und Sankt Augustiner Straße zur Haltestelle „Konrad-Adenauer-Platz“. Die Haltestellen „Beueler Bahnhofsplatz“, „Doktor-Weiss-Platz“ und „Beuel Rathaus“ entfallen. Diese Haltestellen werden ebenfalls durch die Linie N8 bedient, die wenige Minuten zuvor abfährt. Umsteigemöglichkeiten am „Beueler Bahnhofsplatz“ bestehen zu diesen Zeiten nicht. N7: Der N7 wird künftig beschleunigt, indem er in Richtung „Hauptbahnhof“ (Rückweg) ab der Haltestelle „Hochkreuz“ keine weiteren Haltestellen mehr bedient (Schnellbus zwischen den Haltestellen „Hochkreuz“ und „Hauptbahnhof“). Die entfallenen Haltestellen werden ebenfalls von der Linie N10 bedient. N10: Der N10 wird in beiden Fahrtrichtungen über die Haltestelle „Bundeskanzlerplatz“ geführt, die Haltestellen „Straßburger Weg“ und „UN Campus Bf“ entfallen (Führung wie die Linien 610/611 vor der Inbetriebnahme des UN Campus Bf). Im Zeitbereich findet kein SPNV-Verkehr an UN Campus Bf statt, alle Anschlüsse der Nachtbusse erfolgen an Bonn Hbf im Rendezvoussystem. Aufgrund der geänderten Fahrbeziehung muss für die Haltestelle „Bundeskanzlerplatz“ eine neue Halteposition eingerichtet werden. In Fahrtrichtung Hbf kann die Position der Linie 634 genutzt werden. Für die Gegenrichtung (Richtung Heiderhof) muss jedoch die ehemalige Halteposition der Linien 610/611 auf der Willy-Brandt-Allee wiedereingerichtet werden. Die geänderten Linienwege der betroffenen Nachtbuslinien sind in Anlage 1 dargestellt. Durch diese Anpassungen können die Fahrzeiten der kritischen Nachtbuslinien ausreichend reduziert werden, sodass keine zusätzlichen Busse im ZOB mehrSeite 4 von 13 Seite 5 vorgehalten werden müssen. Durch die Linienwegänderungen und die nicht mehr notwendige Vorhaltung von zusätzlichen Bussen und Fahrpersonal am ZOB werden insgesamt ca. 200.000 Euro pro Jahr eingespart. Zu 4.: Kürzung der letzten Fahrt auf der Linie N8 Fahrgastzählungen mit automatischen Fahrgastzählsystemen (AFZS) haben gezeigt, dass es auf der letzten Fahrt der Linie N8 um 2:35 Uhr ab dem ZOB in den nächsten So/Mo bis Do/Fr nur eine sehr geringe Nachfrage gibt. Besonders der Abschnitt von Ramersdorf zurück zum ZOB wurde durchschnittlich nur von einem Fahrgast genutzt. Um die begrenzten Ressourcen im städtischen ÖPNV möglichst effektiv einsetzen zu können, schlägt die Verwaltung daher vor, die entsprechende Fahrt der Linie N8 bereits an der Haltestelle Ramersdorf enden zu lassen. Durch diese Maßnahme kommt es zu Einsparungen in Höhe von ca. 10.000 Euro pro Jahr. Zu 5.: Änderungen im Stadtbahnnetz a. In der Mitteilungsvorlage DS 241684-08 beschrieb die Verwaltung ausführlich die Ergebnisse der Prüfung für eine vorzeitige Umsetzung des Beschlusses zum Stadtbahnzielkonzept 2026+ (DS 241684). Aufgrund von fehlenden Fahrzeugkapazitäten wird seitens der SWBV eine Umsetzung des Stadtbahnzielkonzeptes ab dem Fahrplanwechsel Dezember 2025 nicht empfohlen. Die politische Beschlusslage fordert jedoch eine Verbesserung des aktuell bestehenden Angebotes in Richtung Bad Godesberg (DS 240679-013). Daher wurden seitens der Verwaltung und der SWBV mit der Mitteilungsvorlage DS 241684-08 verschiedene Umsetzungsoptionen für den Fahrplanwechsel präsentiert. Die Verwaltung empfiehlt eine Umsetzung von Option 3, da durch diese ein stabileres Angebot im Stadtbahnnetz und eine zuverlässigere Anbindung des Bad Godesberger Streckenastes hergestellt werden können. Durch den Beschluss stellt sich das Stadtbahnangebot auf dem Bad Godesberger Streckenast folgendermaßen dar: • Die Linie 16 bleibt unverändert bestehen. • Die Linie 63 wird montags – freitags in den Zeitbereichen 6:30 – 9:30 Uhr und 15:30 – 20:00 Uhr verstärkt. • Vormittags verkehrt die Linie 63 in einem 20-20-30-Minuten Taktraster und nachmittags in einem glatten 20-Minuten-Takt. Ein glatter 20-Minuten Takt ist vormittags aufgrund der begrenzten Anzahl an verfügbaren Fahrzeugen in Kombination mit den benötigten Fahr- und Wendezeiten nicht möglich. Bei diesem Angebot handelt es sich um eine temporäre Maßnahme, bisSeite 5 von 13 Seite 6 zum Fahrplanwechsel 2026 die Umstellung auf das neue Stadtbahnzielkonzept 2026+ (Szenario 1) erfolgt. Die Kosten für die Umsetzung dieser Maßnahme betragen ca. 3.700.000 Euro für das Jahr 2026. b. Mit dem Grundsatzbeschluss DS 241684 hat der Rat der Stadt Bonn in seiner Sitzung am 12.12.2024 das neue Stadtbahnzielkonzept 2026+ beschlossen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 wird das neue Stadtbahnzielkonzept gemäß Szenario 1 umgestellt. Szenario 1 beschreibt, dass das interkommunale Stadtbahnnetz auf die neuen Linien umgestellt wird. Eine Taktverdichtung findet dabei aufgrund der noch nicht zur Verfügung stehenden neuen Stadtbahnfahrzeugen noch nicht statt. Dadurch werden ab dem Fahrplanwechsel 2026 folgende Linien angeboten: • Linie 16: Köln – Bonn Hbf. • Linie 18: Köln – Bonn Hbf. • Linie 66: Tannenbusch – Bad Honnef/Königswinter • Linie 67: Siegburg – Bad Godesberg • Linie 68: Bornheim – Ramersdorf Bei der weiteren Planung bzw. Umsetzung des Stadtbahnzielkonzeptes 2026+ werden die Anmerkungen des Rhein-Sieg-Kreises, die mit dem dortigen Grundsatzbeschluss zum Stadtbahnzielkonzept beschlossen wurden, beachtet. Konkret handelt es sich dabei um folgende Punkte: • In den Neben- und Schwachverkehrszeiten soll am Bonner Hbf. der Umstieg von den dort endenden Linien 16 und 18 auf die weiterlaufende Linie 67 sichergestellt werden. • Auf Kreisgebiet werden alle Streckenabschnitte bedient und betriebsbedingt notwendige Abbindungen bzw. Kurzsetzungen von Fahrten erfolgen nicht überproportional zu Lasten des Rhein- Sieg-Kreises. • Der Bau eines eigenen Gleiskörpers für die Stadtbahn im Bereich Sankt Augustiner Straße/ Combahnstraße wird als eine zentrale Maßnahme für ein zuverlässiges Stadtbahnangebot weiter prioritär vorangetrieben. Der vorzeitige Beschluss gibt der SWBV Planungssicherheit um die notwendigen Fahrzeuge bereitzustellen und Fahrpersonale auszubilden. Die zusätzlichen Mehrkosten für die Umstellung auf Szenario 1 des Stadtbahnzielkonzeptes zum Fahrplanwechsel Dezember 2026 betragen ca. 1.800.000 Euro pro Jahr. Durch die stufenweisen Veränderungen im Stadtbahnnetz die durch die Punkte a. und b.Seite 6 von 13 Seite 7 beschlossen werden, ergeben sich ab dem Jahr 2027 Mehrkosten in Höhe von 5.500.000 Euro pro Jahr im Vergleich zum Status quo. Wie bereits in der Mitteilungsvorlage DS 241684-08 beschrieben, fallen die Mehrkosten des neuen Stadtbahnzielkonzeptes 2026+ jedoch substantiell geringer aus als die Mehrkosten des alten Stadtbahnkonzeptes. c. Aufgrund des mit der Vorlage DS 241684-08 beschriebenen Einsparpotentiales des neuen Stadtbahnzielkonzeptes 2026+ gegenüber dem alten Stadtbahnkonzept, soll das Angebot auf dem Bad Honnefer Streckenast verbessert werden. Hierfür werden ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 die Fahrten der Linie 66, die heute von Montag bis Freitag im Zeitbereich zwischen ca. 8:30 und 20:30 Uhr in Ramersdorf enden, bis Königswinter verlängert. Die moderate Mehrleistung durch diese Maßnahme kann mit den Einsparungen durch die Umstellung auf das neue Stadtbahnzielkonzept 2026+ verrechnet werden. Die Mehrkosten für diese Maßnahme betragen laut Berechnungen der SWBV ca. 320.000 Euro pro Jahr für die Bundesstadt Bonn, welche bei Beschluss ab dem Jahr 2027 anfallen würden. Bei Übernahme der Kosten durch go.Rheinland kann diese Angebotsverbesserung bereits für den Zeitraum der rechtsrheinischen Generalsanierung während der zweiten Jahreshälfte 2026 umgesetzt werden. Da dies zu einer deutlichen Verbesserung für die Fahrgäste in diesem Bereich führen würde, sind die Verwaltungen der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises gemeinsam auf go.Rheinland zugegangen, um diese Möglichkeit zu erörtern. Falls eine solche Kostenübernahme durch go.Rheinland möglich ist, wird die Verwaltung die Politik entsprechend informieren. Zu 6.: Zusätzliche Fahrt auf der Linie 601 Analysen von Fahrgastzahlen durch die SWBV haben gezeigt, dass die erste Fahrt der Linie 601 an Samstagen in Richtung Uniklinikum (5:43 Uhr ab ZOB) sehr stark nachgefragt ist. Um diese Nachfrage in Richtung Uniklinikum besser bedienen zu können, konnte kurzfristig eine Verstärkerfahrt auf der Relation eingesetzt werden. Diese verkehrt um 5:33 Uhr vom ZOB in Richtung Uniklinikum und kann so einen Teil der Nachfrage auf der bestehenden Fahrt aufnehmen und diese entlasten. Durch die Umsetzung kommt es zu Mehrkosten in Höhe von ca. 2.000 Euro pro Jahr. Weitere Änderungen zur Kenntnisnahme I. Die mit DS 220916 im Jahr 2022 beschlossene Taktverdichtung auf derSeite 7 von 13 Seite 8 Linie 61 wird nach fristgerechter Lieferung der zusätzlichen Straßenbahnen zum Fahrplanwechsel 2025 umgesetzt. Mit dem Beschluss DS 220916 wurde bereits im Jahr 2022 eine Taktverdichtung auf der Linie 61 beschlossen. Dieser frühzeitige Beschluss war notwendig, um die Bestelloption für die zusätzlich benötigten Straßenbahnfahrzeuge zu ziehen. Durch die begonnene Auslieferung und Inbetriebnahme der neuen Straßenbahnfahrzeuge werden zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 genügend Fahrzeuge zur Verfügung stehen um die beschlossene Taktverdichtung umzusetzen. Folgende konkrete Angebotsverbesserungen werden basierend auf dem Beschluss aus dem Jahr 2022 umgesetzt: • Ausweitung der Taktverdichtungen auf insgesamt 12 Fahrten pro Stunde je Richtung an Schultagen in den Zeitbereichen 7 - 8 Uhr und 13 - 18 Uhr. • Verlängerung aller Verstärkerfahrten von der Haltestelle „Heinrich-Hertz-Europakolleg“ bis zur regulären Endhaltestelle der Linie 61 „Kopenhagener Straße“. Die Kosten für diese Maßnahme wurden bereits mit dem ursprünglichen Beschluss in 2022 veranschlagt. Daher ergeben sich durch die Umsetzung dieser Maßnahme keine zusätzlichen Kosten für den städtischen Haushalt. II. Die Haltestelle „Kohlkauler Platz“ erhält den Namen „Georg-Fenninger- Platz“. Mit dem Beschluss DS 240863-02 vom 13.03.2025 wurde der Kohlkauler Platz in Georg-Fenninger-Platz umbenannt. Entsprechend muss auch die dortige Bushaltestelle für die Linien 516, 529, 608 und 609 umbenannt werden. Die Umbenennung erfolgt im Zuge des Fahrplanwechsels. III. Die Einrichtung von Haltestellen im Bereich Graurheindorf wird entsprechend der Beschlussfassung in DS 241985-002 umgesetzt. Mit dem Antrag DS 241985 beschloss der Rat der Stadt Bonn am 16.12.2024 die Prüfung einer zusätzlichen Haltestelle in Graurheindorf. Diese Prüfung wurde durch die Verwaltung und SWBV mittlerweileSeite 8 von 13 Seite 9 abgeschlossen. Die Verwaltung hat basierend auf dieser Prüfung einen Beschlussvorschlag erarbeitet, welcher den politischen Gremien mit der Vorlage DS 241985-002 präsentiert wird. Da sich die Beschlussvorlage DS 241985-002 zeitgleich zur Beschlussvorlage zum Fahrplanwechsel in den politischen Gremien befindet, wird die Maßnahme vorbehaltlich eines entsprechenden Beschlusses der Vorlage in die Liste der umzusetzenden Maßnahmen für den Fahrplanwechsel aufgenommen. Dabei ist zu beachten, dass eine Einrichtung der Haltestellen nur möglich ist, wenn der Beschluss zu DS 241985-002 ebenfalls vor der politischen Sommerpause erfolgt. IV. Änderung des Linienweges der Linie 550 In der Mitteilungsvorlage DS 252933 teilte die Verwaltung die Ergebnisse der Untersuchung zum Buskonzept Innenstadt mit. Mit diesem sollte aufgezeigt werden, welche innerstädtischen Buslinien aus dem Straßenzug Rathausgasse/ Am Hof/ Am Neutor auf andere Linienwege umgelegt werden können. Das Ergebnis war, dass aufgrund verschiedener baustellenbedingter Restriktionen in der Innenstadt nur die Linie 550 kurzfristig umgelegt werden kann. Seitens der Verwaltung wurde daher angedacht, die Linie 550 zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 umzustellen und die Maßnahme entsprechend als Beschlusspunkt in die Vorlage mit aufzunehmen. Bei der detaillierten Planung des Linienweges und der neu einzurichtenden Haltestellen hat sich jedoch eine hohe Komplexität bzgl. der örtlichen Gegebenheiten sowie der zu beteiligten Akteure herausgestellt. Die Planungen für die Linienwegumstellung der Linie 550 konnte daher nicht fristgerecht für eine Umsetzung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 abgeschlossen werden. In der Kürze der Zeit nicht lösbare Problemstellen stellten dabei u. a. die Standorte für neue Haltestellen auf dem neuen Linienweg dar, über welche neue, attraktive Umsteigebeziehungen zu den in diesem Bereich fahrenden Buslinien entstehen sollen. Des Weiteren konnten die Anfahrt der wichtigen Umsteigehaltestelle Colmantstraße/ Hbf. nicht sichergestellt werden. Die Verwaltung wird weiterhin mit allen relevanten Akteuren an einer Lösung dieser Probleme arbeiten, sodass eine Umstellung der Linie 550 auf den neuen Linienweg mit attraktiven Umsteigebeziehungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 erfolgen kann. Kostenübersicht Bei Zustimmung der von der Verwaltung zur Beschlussfassung vorgelegten Maßnahmen entstehen folgende finanzielle Auswirkungen: Kostensteigerungen: 3.702.000 Euro Kostensenkungen: 210.000 EuroSeite 9 von 13 Seite 10 Somit ergeben sich bei der Umsetzung aller Maßnahmen Mehrkosten in Höhe von 3.492.000 Euro für das Jahr 2026. Die zusätzlichen Kosten werden über die ÖPNV-Finanzierung der SWBV finanziert. Alle beschriebenen Maßnahmen sind zwischen der Verwaltung und der SWBV sowie soweit notwendig mit dem Rhein-Sieg-Kreis und dessen Verkehrsunternehmen abgestimmt. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.12.07 Verkehrsplanung 1.12.07.02 Planung ÖPNV Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 3.492.000 EUR 161001207/ 73.1000, Innenauftrag 6100004 (Defizitausgleich SWB) 2026 Einzahlungen / Erträge 0,00 EUR 2026 Haushaltsbelastung jährlich 3.492.000 EUR Anlage/n 1 Neue Linienwege Nachtbuslinien (öffentlich)Seite 10 von 13 Seite 11 von 13 Linienverlauf der Buslinie N4 Start/Ziel: Hauptbahnhof Start/Ziel: Hauptbahnhof Kartengrundlage: Amtlicher Stadtplan der Stadt Bonn (Maßstab: 1:12.500) Konzeption und Gestaltung Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH Stand: März 2024 neuer Linienabschnitt Richtung Hbf bisheriger Linienabschnitt in beide FahrtrichtungenSeite 12 von 13 Seite 13 von 13
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 03:58 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de