253125 · Beschlussvorlage
Änderung der Geschäftsordnung des Rates – Einführung von § 24a: Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung
Kerndaten
- Nummer
- 253125
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 20.05.2025
- Letzte Änderung
- 01.11.2026
Orte
- Medinghoven Hauptort
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 253125 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB Änderung der Geschäftsordnung des Rates – Einführung von § 24a: Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung Beratungsfolge Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 05.06.2025 Empfehlung Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 24.06.2025 Empfehlung Rat 03.07.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Rat der Stadt Bonn beschließt folgende Änderung seiner Geschäftsordnung: In die Geschäftsordnung des Rates der Stadt Bonn wird nach §24 folgender Paragraph (§24a) eingefügt: § 24a Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung (1) Anregungen des Beirats Kinder- und Jugendbeteiligung an den Rat sind zunächst zur Beratung den zuständigen Fachausschüssen zuzuleiten. (2) Bei der Beratung von Anregungen des Beirats Kinder- und Jugendbeteiligung in den Ausschüssen des Rates oder den Bezirksvertretungen ist den Vertreter*innen des Beirats Kinder- und Jugendbeteiligung auf Wunsch Gelegenheit zu geben, den Antrag inhaltlich zu erläutern und Stellung zu nehmen. Begründung Mit der Aufnahme des §24a in die Geschäftsordnung des Rates der Stadt Bonn wird der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen eine verbindliche Struktur gegeben und ihre Bedeutung weiter gestärkt. Die Regelung sichert dem Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung die Möglichkeit, Anregungen direkt in die städtischen Gremien einzubringen, und stärkt damit nachhaltig die Mitwirkungsrechte junger Menschen in Bonn. Die Stabsstelle Bürgerbeteiligung wurde beauftragt, ein halbes Jahr nach Einführung des Beirats eine erste Evaluation zur Wirksamkeit und ArbeitsweiseSeite 1 von 21 Seite 2 des Gremiums durchzuführen (DS 231662). Ziel dieser Auswertung war es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche Elemente der bisherigen Arbeit und Formate sich bewährt haben und in welchen Bereichen gegebenenfalls Anpassungs- oder Weiterentwicklungsbedarf besteht. Zudem wurde analysiert, wie die Mitglieder des Beirats selbst die Wirksamkeit ihrer Arbeit einschätzen und inwiefern die pädagogische Begleitung zur Unterstützung beigetragen hat. Alle Ergebnisse der Evaluation sind dem Antrag beigefügt. Ein zentrales Ergebnis war der Wunsch der jugendlichen Mitglieder, dem Beirat die Möglichkeit einzuräumen, eigene Anregungen und Vorschläge unmittelbar in die zuständigen Fachausschüsse sowie den Rat einzubringen. Voraussetzung dafür ist stets eine sorgfältige inhaltliche Beratung und Vorbereitung innerhalb des Beirats für Kinder- und Jugendbeteiligung. Dem soll mit dieser Änderung der Geschäftsordnung des Rates Rechnung getragen werden. Außerdem wird § 6 („Beschlussfassung über Empfehlungen und Vorschläge, Beschlussfähigkeit“) der Geschäftsordnung des Beirats Kinder- und Jugendbeteiligung wie folgt geändert: „Der Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung kann Anregungen an die zuständigen Gremien der Stadt Bonn richten. Entsprechende Anträge, die aus dem Beirat in die städtischen Gremien eingebracht werden sollen, sind mindestens 14 Kalendertage vor der jeweiligen Sitzung sowohl in der Geschäftsstelle als auch bei den Sprecherinnen und Sprechern des Beirats einzureichen. Eine Weiterleitung in Form einer Anregung an die städtischen Gremien erfolgt ausschließlich nach vorheriger Beschlussfassung im Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung.“ Eine entsprechende Beschlussvorlage wird dem Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung in seiner Sitzung im Juni 2025 vorgelegt. Nach dem Beschluss über die angepasste Geschäftsordnung des Beirats für Kinder- und Jugendbeteiligung wird der Rat über eine Mitteilungsvorlage informiert. Die aktualisierte Geschäftsordnung wird der Mitteilungsvorlage als Anlage beigefügt. Diese Anpassung folgt auch dem im Rahmen des Aktionsprogramms Kinderfreundliche Kommune (DS 241635) formulierten Steckbrief zur Stärkung des Kinder- und Jugendbeirats. Dort ist u.a. vorgesehen, ein direktes Antragsrecht – soweit rechtlich und organisatorisch möglich – des Beirats in allen Fachausschüssen und Bezirksvertretungen einzuführen. Anlage/n 1 Dokumentation: Der Beirat KiJu zieht Bilanz (öffentlich)Seite 2 von 21 1 Der Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung zieht Bilanz Zwischen Ideen und Einfluss – Der Beirat im Realitätscheck 1. Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung Die Stabsstelle Bürgerbeteiligung wurde beauftragt, ein halbes Jahr nach der Einführung des Beirats Kinder- und Jugendbeteiligung eine erste Evaluation zur Wirksamkeit und Arbeitsweise des Beirats vorzunehmen. Ziel dieser Auswertung ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche Elemente der bisherigen Arbeit und Formate positiv verlaufen und in welchen Bereichen potenzieller Anpassungs- oder Handlungsbedarf besteht. Darüber hinaus soll analysiert werden, wie die Mitglieder die Wirksamkeit des Beirats einschätzen und wie die pädagogische Begleitung den Beirat unterstützt. Der Kinder- und Jugendbeirat setzt sich zur Hälfte aus Jugendlichen zusammen, die zu Beginn ihrer Mitgliedschaft im Beirat zwischen 12 und 17 Jahre alt waren. Die verbleibenden Plätze entfallen zu je einem Viertel auf Vertreterinnen und Vertreter der Politik sowie der Verwaltung. Die Anzahl der Mitglieder orientiert sich an der Anzahl der im Rat vertretenen Fraktionen. Derzeit umfasst der Beirat 14 jugendliche Mitglieder sowie 14 stellvertretende Mitglieder, sieben Vertreterinnen und Vertreter der Politik sowie sieben Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung – jeweils mit Stellvertretungen. Der Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung hat die Aufgabe, sicherzustellen, dass die Rechte von Kindern und Jugendlichen bei der Planung und Umsetzung von Beteiligungsprojekten und -vorhaben der Stadt Bonn berücksichtigt werden. Dazu gehört die angemessene Berücksichtigung der Rechte sowie der Interessen von Kindern und Jugendlichen in sämtlichen Planungs- und Umsetzungsprozessen. Es wird erörtert, wie Beteiligungs- und Mitwirkungsprozesse konkret gestaltet werden können, um eine wirksame Kinder- und Jugendbeteiligung zu gewährleisten. Zudem ist es die Aufgabe des Beirats, Vorschläge zur Umsetzung der Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen zu erarbeiten und die Beteiligung in Bonn weiter auszubauen. Der Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung trat am 2. Februar 2024 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Im Laufe des Jahres 2024 fanden insgesamt sieben Sitzungen des Beirats statt. Diese wurden im Ratssaal oder im Sitzungsraum I des Stadthauses abgehalten und fanden an folgenden Terminen statt: Freitag, 2. Februar 2024 (Altes Rathaus) Donnerstag, 7. März 2024 Freitag, 26. April 2024 Donnerstag, 13. Juni 2024 Freitag, 13. September 2024 Donnerstag, 17. Oktober 2024 Freitag, 29. November 2024 Im ersten Halbjahr des Jahres 2024 legten zwei ordentliche Mitglieder des Beirats ihre Mitgliedschaft nieder. Zudem schieden zwei stellvertretende jugendliche Mitglieder aus dem Gremium aus. Es ist festzuhalten, dass nicht alle stellvertretenden jugendlichenSeite 3 von 21 2 Mitglieder an den Sitzungen teilgenommen haben. Dies könnte unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass ihnen keine aktive Rolle zugewiesen wurde und sie nicht stimmberechtigt waren. Die wesentlichen Empfehlungen des Beirats Kinder- und Jugendbeteiligung für das Jahr 2024 umfassten folgende Punkte, denen der Ausschuss für Beteiligung der Bürger*innen (die Bezirksvertretungen) in Gänze gefolgt ist: Neues Quartier Bundesviertel: Einrichtung eines gesonderten Bereichs für Jugendliche bei Veranstaltungen. Erweiterung der Werbung über öffentliche Einrichtungen in der Umgebung. Durchführung von Schulbesuchen nicht nur für die neunte Klasse, sondern auch für jüngere Jahrgänge ab der fünften Klasse. Digitales Jugendzentrum "das Flax": Anhebung der Altersgrenze für Workshops von 16 auf 18 Jahre. Kommunale Wärmeplanung: Einladung weiterer Organisationen wie des Kinder- und Jugendrings Bonn sowie der Schülerinnenvertretung zu Veranstaltungen für Multiplikator*innen. Informationsveranstaltungen an Schulen zu Teil-Ergebnissen und Umsetzungsschritten. Bürger*innenbefragung zur Klimaneutralität: Bereitstellung eines separaten Fragebogens für Kinder und Jugendliche in betroffenen Haushalten. Jugendgerechte Aufbereitung und Veröffentlichung der Befragungsergebnisse. Kinder- und Jugendförderplan: Durchführung von vier Beteiligungsveranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt im Rahmen der Fortschreibung des Plans. Zufallsauswahl der Teilnehmenden sowie Einbindung von Praktiker*innen für die Moderation. Nutzung der Pützchens Marktwiesen: Bewerbung der Beteiligung zur Nutzung der Pützchens Marktwiesen über lokale Vereine. Senkung der Altersgrenze für die Teilnahme. Rheingärten: Senkung der Altersgrenze für die Teilnahme an Veranstaltungen auf 12 Jahre. Erweiterte Werbung über Jugendzentren. Des Weiteren wurden im Protokoll des Beirats für Kinder- und Jugendbeteiligung Empfehlungen zum Klimaviertel Medinghoven dokumentiert, die bei der weiteren Umsetzung des Projekts Berücksichtigung finden sollen. Angeregt wurde, Schulen und Jugendzentren aktiv in die Projekte einzubinden, Inhalte anschaulich zu gestalten und gezielt zu bewerben, um Kinder und Jugendliche besser zu erreichen. Im Jahr 2024 hat der Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung – vertreten durch ein Mitglied des Beirats – außerdem einen Bürger*innenantrag gemäß § 24 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) gestellt. Ziel des Antrags war dieSeite 4 von 21 3 Schaffung eines eigenen Instagram-Kanals, um eine größere Reichweite zu erzielen und mehr Jugendliche in Bonn über Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren. Zugleich sollte das Interesse an kommunalen Themen gestärkt und die aktive Mitwirkung an städtischen Vorhaben gefördert werden. Der Antrag wurde vom Ausschuss für Beteiligung der Bürger*innen positiv beschlossen. Seit Anfang 2025 ist der Instagram-Kanal @jugend.macht.mit online. Über diesen Kanal informiert der Beirat regelmäßig über Beteiligungsformate, laufende Projekte und Mitmachaktionen in Bonn – von Jugendlichen für Jugendliche. 2. Der Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung zieht Bilanz Im ersten Schritt der Evaluation wurde eine anonymisierte Online-Beteiligung auf der Plattform bonn-macht-mit.de durchgeführt. Zu diesem Zweck wurden zwei speziell zugeschnittene Fragebögen entwickelt: einer für die erwachsenen Mitglieder des Beirats und ein weiterer für die jugendlichen Mitglieder. Die Ergebnisse der Befragungen sind im Anhang beigefügt. Die Auswertungen beider Befragungen wurden in der Oktobersitzung 2024 des Beirats präsentiert und in Kleingruppen intensiv besprochen. Ziel der Kleingruppenarbeit war es, konkrete Änderungswünsche zur Arbeitsweise des Beirats zu identifizieren und zu erörtern. Diese Evaluation bildet die Grundlage für die formulierten Änderungswünsche sowie für Anpassungen in der Struktur und Methodik des Beirats für Kinder- und Jugendbeteiligung. 2.1 Gemeinsamer Austausch zur Onlinebefragung: Was läuft gut im Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung – und wo hakt es noch? (Sitzung des Beirats Kinder- und Jugendbeteiligung am 17. Oktober 2024) Im Rahmen der Beiratssitzung zur Evaluation wurden die Mitglieder des Beirats in Kleingruppen aufgeteilt, bestehend aus jeweils zwei Jugendlichen, einem Vertreter bzw. einer Vertreterin aus der Verwaltung und einer Vertretung aus der Politik. Die Gruppen hatten die Aufgabe, sich auf Grundlage der vorgestellten Ergebnisse der Online-Beteiligung sowie ihrer eigenen Erfahrungen mit zwei zentralen Fragen auseinanderzusetzen: Wie hat euch die Arbeit im Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung gefallen? / Glaubt ihr, dass der Beirat dazu beigetragen hat, Kinder und Jugendliche an Beteiligungsprojekten und -vorhaben teilhaben zu lassen? Habt ihr Änderungswünsche für den Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung? Wenn ja, welche? Die Ergebnisse der Diskussionen in den Kleingruppen wurden anschließend im Plenum besprochen und Änderungen sowie Empfehlungen festgehalten. 2.1.1 Wie hat euch die Arbeit im Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung gefallen? / Glaubt ihr, dass der Beirat dazu beigetragen hat, Kinder und Jugendliche an Beteiligungsprojekten und -vorhaben teilhaben zu lassen?Seite 5 von 21 4 Zu Beginn war die Arbeit im Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung ungewohnt. Mit der Zeit konnten wir uns jedoch gut in die Abläufe einfinden und die Zusammenarbeit verbessern. Insgesamt bewerten wir die Arbeit im Beirat sehr positiv. Der Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung hat im Jahr 2024 einen Bürger*innenantrag gemäß § 24 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) gestellt, um einen eigenen Instagram-Account einzurichten. Ziel ist es, mehr Jugendliche und junge Menschen zu erreichen und sie gezielt über Beteiligungsmöglichkeiten sowie aktuelle Projekte in der Stadt zu informieren. Durch unsere Mitarbeit im Beirat konnten wir viele Einblicke in interne Abläufe und Prozesse gewinnen, was wir als sehr positiv empfunden haben. Die Atmosphäre im Beirat ist angenehm, und wir hatten die Möglichkeit, viele interessante Personen aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft kennenzulernen. Es gab bereits erste Erfolge, was uns motiviert. Allerdings bleibt oft unklar, ob Beschlüsse, die auf unsere Vorschläge zurückgehen und von der Politik angenommen wurden, tatsächlich von der Verwaltung umgesetzt werden. Hier wünschen wir uns mehr Transparenz und Rückmeldung zum weiteren Verlauf. Der Beirat hat auf jeden Fall dazu beigetragen, dass mehr Kinder und Jugendliche erreicht wurden und sich insgesamt mehr beteiligen konnten. Mit der Zeit wurden die Sitzungen deutlich strukturierter und weniger chaotisch. Viele Themen wurden aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert – das fanden wir richtig gut. Insgesamt hat uns die Arbeit im Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung echt gut gefallen – es war eine spannende und gute Erfahrung. 2.1.2 Habt ihr Änderungswünsche für den Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung? Wenn ja, welche? Bekanntheit steigern: Die Beteiligungsmöglichkeiten sollten stärker beworben werden, etwa über bonn-macht-mit.de/jugend oder den Instagram-Account, um noch mehr Jugendliche zu erreichen. Gezielte Einladung von Jugendlichen und jungen Menschen: Jugendliche und junge Menschen sollten gezielt zu den Sitzungen des Beirats eingeladen werden, um den Beirat kennenzulernen. Dies trägt dazu bei, den Bekanntheitsgrad des Beirats zu steigern und den Jugendlichen aufzuzeigen, wie sie sich aktiv an Projekten und Vorhaben der Stadt beteiligen können. Mehr eigene Initiativen: Der Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung sollte verstärkt in der Lage sein, eigene Projekte zu initiieren, insbesondere zu Themen, die direkt die Interessen und Anliegen der Jugendlichen betreffen. Die Mitglieder wünschen sich hierfür mehr Zeit und Freiraum. Arbeitsweise des Beirats Kinder und Jugendbeteiligung (Effizientere Abläufe und Neutralität bewahren): Die Bildung der Kleingruppen während der Sitzungen sollte zügiger erfolgen, da dies häufig zu Zeitverlust führt. Der Beirat sollte sich auf seine zentrale Aufgabe konzentrieren, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu stärken – nicht aber als Forum für politische Grundsatzdebatten dienen. n.Seite 6 von 21 5 Reibungslose Übergabe / Zeit für Einarbeitung: Für einen reibungslosen Übergang sollte eine strukturierte Übergabe organisiert werden. Eine Möglichkeit wäre, eine Übergangszeit festzulegen, in der sowohl alte als auch neue jugendliche Mitglieder gemeinsam an den Sitzungen teilnehmen. Auf diese Weise kann Wissen effizient weitergegeben und der Übergang fließend gestaltet werden. Sprecher*innen: Es wird angeregt, in der Geschäftsordnung des Beirats für Kinder- und Jugendbeteiligung eine Regelung zur Wahl der Sprecher*innen aufzunehmen. Vorgeschlagen wird, dass die Sprecher*innen des Beirats künftig einmal jährlich neu gewählt werden. Verlängerte Mitgliedschaft: Die Amtszeit der jugendlichen Mitglieder sollte generell auf zwei Jahre ausgeweitet werden, um eine kontinuierliche und nachhaltige Beiratsarbeit zu ermöglichen. Bisher sieht die Geschäftsordnung vor, dass die Zusammensetzung des Beirats nach einem Jahr, spätestens jedoch nach zwei Jahren wechselt. Diese Regelung sollte dahingehend angepasst werden, dass eine reguläre Amtszeit von zwei Jahren vorgesehen ist. Die derzeitige Mitgliedschaft des Beirats sollte mit der Kommunalwahl im September 2025 enden und im Anschluss neu besetzt werden. Auf diese Empfehlung einigten sich die jugendlichen Mitglieder des Beirats im Rahmen der Evaluation. Erhöhung der Altersgrenze: Es wird empfohlen, die Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung auf 19 Jahre anzuheben. Ziel ist es, die Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen – insbesondere im Hinblick auf ihre Perspektiven zur Beteiligung an städtischen Projekten und Vorhaben – stärker zu berücksichtigen und einzubeziehen. Die bisher geltende Regelung der Geschäftsordnung sieht vor, dass sich der Beirat zur Hälfte aus Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren zusammensetzt. Auch in diesem Punkt wäre eine entsprechende Anpassung der Geschäftsordnung erforderlich. Stellvertretende Mitglieder: Der Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung besteht aus 14 vollwertigen Mitgliedern und ebenso vielen stellvertretenden jugendlichen Mitgliedern. Zwar wurden alle Mitglieder und deren Stellvertreter zu den Sitzungen eingeladen, jedoch hatten nur die vollen Mitglieder ein Stimmrecht und erhielten ein Sitzungsgeld. Auch wenn in jeder Sitzung mindestens drei bis vier stellvertretende Mitglieder anwesend waren, hatten die meisten von ihnen keine konkrete Aufgabe oder Rolle, da sie kein Mitglied vertreten haben. Aus diesem Grund wird angeregt, die Zahl der stellvertretenden Mitglieder zu halbieren, sodass bei 14 vollen Mitgliedern nur sieben stellvertretende Mitglieder vorgesehen werden. Zudem wird vorgeschlagen, bei der nächsten Neubesetzung der jugendlichen Mitglieder zu prüfen, ob die stellvertretenden Mitglieder den Wunsch haben, als vollwertige Mitglieder in den Beirat aufgenommen zu werden. Für diese Änderung ist eine Anpassung der Geschäftsordnung erforderlich, in der die Anzahl der stellvertretenden jugendlichen Mitglieder entsprechend reduziert und klar geregelt wird. Für die Mitglieder aus Politik und Verwaltung soll die bisherige Regelung hingegen beibehalten werden: Für jedes dieser Mitglieder wird weiterhin jeweils eine direkte Stellvertretung benannt.Seite 7 von 21 6 Direktes Antragsrecht: Der Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung sollte die Möglichkeit erhalten, direkt Anträge in die Fachausschüsse und den Rat der Stadt Bonn einzubringen. Voraussetzung hierfür ist eine vorherige intensive Beratung innerhalb des Beirats, um die Anliegen gemeinsam zu entwickeln und fundiert vorzubereiten. Für diese erweiterte Mitwirkungsmöglichkeit ist eine entsprechende Anpassung der Geschäftsordnung des Rates der Stadt Bonn erforderlich. Rederecht in den Fachausschüssen: Sollte der Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung Anträge oder Anregungen in städtische Gremien einbringen, besteht der Wunsch, den Vertreter*innen des Beirats die Möglichkeit einzuräumen, ihre Anliegen im Rahmen eines Rederechts persönlich vorzustellen und fachlich zu erläutern. Zur Umsetzung dieser Regelung ist eine entsprechende Anpassung der Geschäftsordnung des Rates der Stadt Bonn erforderlich. Anhang I. Evaluationsfragen für jugendliche Mitglieder (vollständig und stellvertretend) An der Befragung zur Evaluation des Beirats Kinder- und Jugendbeteiligung haben insgesamt 10 Jugendliche teilgenommen, was einer Teilnahmequote von 40 % der insgesamt 25 möglichen Jugendlichen (einschließlich der Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder) entspricht. Ein weiteres jugendliches Mitglied konnte aufgrund eines Auslandsaufenthalts nicht an der Befragung teilnehmen. 1. Findest du, dass die Mischung der Jugendlichen im Beirat gut gelungen ist, was das Alter, die Wohnorte und die verschiedenen Schulen angeht? 2. Wie findest du die Mischung aus Jugendlichen, Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung? Ich finde, es wurde gut durchgemischt und fair gestaltet. Ja 80% Nein 0% Teils-teils 20% Vielfalt im Beirat – gut gelungen? Ja Nein Teils-teilsSeite 8 von 21 7 Es ist sehr gut durchmischt. Ich finde die Mischung gut, da es immer genügend verschiedene Meinungen und Erfahrungen gibt, an denen man sich orientieren kann. Gut. (3 Nennungen) Gut, auch wenn im Verhältnis viele Erwachsene dabei sind, obwohl es Jugendbeirat heißt. Ich finde die Verteilung sehr gerecht. 3. Glaubst du, dass sich alle Mitglieder wohlfühlen und motiviert sind, mitzuarbeiten? Skala von 1 (überhaupt nicht) bis 5 (vollständig) In der Grafik sind die Punktzahlen dargestellt, die auf einer Einschätzungsskala von 1 bis 5 basieren. Dabei steht 1 für eine sehr negative und 5 für eine sehr positive Bewertung. Die Punktzahlen spiegeln die Einschätzungen zu den gestellten Fragen wider. Hinweis: In der Grafik werden nur die Punkte angezeigt, die tatsächlich von den Teilnehmenden angekreuzt wurden – nicht alle Werte der Skala sind zwangsläufig vertreten. 4. Wie würdest du die Zusammenarbeit im Beirat bewerten? Gab es besondere Highlights oder Herausforderungen? Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Ich habe keine besonderen Highlights oder Herausforderungen festgestellt. Zu Beginn war es etwas schwierig, aber durch die Kleingruppen hat sich die Zusammenarbeit deutlich verbessert. Mir hat es immer sehr gut gefallen. Jeder engagiert sich, jedoch wird von den Jugendlichen teilweise zu wenig gesagt. Ich persönlich finde es schade, als stellvertretendes Mitglied keinen direkten Einfluss auf den Beirat nehmen zu können. Es gibt gute Ideen. Die Zusammenarbeit klappt gut, könnte aber noch enger sein. Ich finde, dass die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert und alles sehr verständlich ist, auch wenn die Sprache der Vorlagen manchmal herausfordernd ist. 3 10% 4 90% Wohlbefinden und Motivation der Mitglieder 3 4Seite 9 von 21 8 5. In den letzten Sitzungen haben wir versucht, durch den Wechsel von Diskussionen im Plenum und der Arbeit in Kleingruppen die Sitzungen lebendiger zu gestalten. Wie gut findest du die Arbeit in den Kleingruppen und die anschließende Diskussion im Plenum? Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut) In der Grafik sind die Punktzahlen dargestellt, die auf einer Einschätzungsskala von 1 bis 5 basieren. Dabei steht 1 für eine sehr negative und 5 für eine sehr positive Bewertung. Die Punktzahlen spiegeln die Einschätzungen zu den gestellten Fragen wider. Hinweis: In der Grafik werden nur die Punkte angezeigt, die tatsächlich von den Teilnehmenden angekreuzt wurden – nicht alle Werte der Skala sind zwangsläufig vertreten. 6. Warum ist es deiner Meinung nach wichtig, dass Kinder und Jugendliche bei politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen mitreden können? Welche Themen sollten deiner Meinung nach im Beirat mehr oder auch Beachtung finden? Ich finde es wichtig, dass Kinder und Jugendliche bei Themen mitentscheiden, die sie auch betreffen. Damit Kinder über Projekte mitreden können und ihre Meinung geschätzt wird. Ich finde es wichtig, dass auch Jugendliche gefragt werden, da sie die meisten Themen bereits jetzt betreffen oder sie irgendwann betreffen werden. Außerdem bringen Jugendliche neue Expertisen ein. Ich fände es wichtig, dass mehr Umweltthemen beachtet werden, da diese besonders wichtig für Jugendliche sind. Weil zukünftige politische Entscheidungen insbesondere auch Jugendliche betreffen. Außenstehende Jugendliche würden sich wahrscheinlich unter anderem mehr Einfluss auf das Bildungssystem wünschen, dies scheint mir persönlich aber eher unrealistisch. Infrastruktur. Ich denke, es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche mitreden dürfen, da die Entscheidungen sie genauso betreffen wie andere Bürger*innen auch. Ich finde es wichtig, dass wir mitreden können, da wir so erstens in die Gesellschaft eingeführt werden, in der wir später leben, und zweitens, weil wir die Politik so richtig erleben können. Ich finde es schwer zu sagen, welche Themen noch oder mehr 2 10% 3 40% 4 10% 5 40% Kleingruppenarbeit und Plenumsdiskussion – deine Meinung? 2 3 4 5Seite 10 von 21 9 Beachtung finden sollten, da wir bereits mehrere Themen hatten und diese oft sehr zentral sind. Ich finde, dass es sehr wichtig ist, dass Jugendliche mitarbeiten können, da viele der besprochenen Themen Jugendliche und Kinder direkt betreffen. Mehr Beachtung sollten die Themen Inklusion und weitere Jugendangebote finden. 7. Kann der Beirat aus deiner Sicht etwas bewirken, wenn es darum geht, dass Kinder und Jugendliche bei Projekten und Vorhaben der Stadt beteiligt werden? Werden die Vorschläge des Beirats in den weiteren politischen Gremien berücksichtigt? Skala von 1 (überhaupt nicht) bis 5 (vollständig) In der Grafik sind die Punktzahlen dargestellt, die auf einer Einschätzungsskala von 1 bis 5 basieren. Dabei steht 1 für eine sehr negative und 5 für eine sehr positive Bewertung. Die Punktzahlen spiegeln die Einschätzungen zu den gestellten Fragen wider. Hinweis: In der Grafik werden nur die Punkte angezeigt, die tatsächlich von den Teilnehmenden angekreuzt wurden – nicht alle Werte der Skala sind zwangsläufig vertreten. 8. Was hat dich motiviert, im Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung mitzumachen? Ich mag es, mich zu engagieren, und lerne so auch mehr Leute kennen. Weil ich Politik interessant finde und es spannend finde, selbst seine Meinung über Projekte kundzugeben. Ich fand, dass es sehr interessant klang. Einblicke in die politische Arbeit, Möglichkeit der Partizipation. Erfahrung sammeln, Leute treffen, in die Bonner Politik schnuppern. Mitbestimmung. Ich fand das interessant. Ich wollte einen Einblick in die städtische Politik bekommen und mich engagieren. Ich habe vorher an einem Workshop teilgenommen, bei dem es auch um politische Geschehnisse ging. Insgesamt hat es sich interessant angehört. Ich wollte etwas verändern. 2 10% 3 50% 4 20% 5 20% Wirksamkeit des Beirats bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen 2 3 4 5Seite 11 von 21 10 9. Bist du zufrieden mit deiner Beteiligung im Beirat? Skala von 1 (sehr unzufrieden) bis 5 (sehr zufrieden) In der Grafik sind die Punktzahlen dargestellt, die auf einer Einschätzungsskala von 1 bis 5 basieren. Dabei steht 1 für eine sehr negative und 5 für eine sehr positive Bewertung. Die Punktzahlen spiegeln die Einschätzungen zu den gestellten Fragen wider. Hinweis: In der Grafik werden nur die Punkte angezeigt, die tatsächlich von den Teilnehmenden angekreuzt wurden – nicht alle Werte der Skala sind zwangsläufig vertreten. 10. Fühlst du dich gehört und respektiert im Beirat? In der Grafik sind die Punktzahlen dargestellt, die auf einer Einschätzungsskala von 1 bis 5 basieren. Dabei steht 1 für eine sehr negative und 5 für eine sehr positive Bewertung. Die Punktzahlen spiegeln die Einschätzungen zu den gestellten Fragen wider. Hinweis: In der Grafik werden nur die Punkte angezeigt, die tatsächlich von den Teilnehmenden angekreuzt wurden – nicht alle Werte der Skala sind zwangsläufig vertreten. Kommentar: „Nein – wahrscheinlich, weil ich nur stellvertretendes Mitglied bin“ 2 10% 3 10% 4 10% 5 70% Zufriedenheit mit deiner Beteiligung im Beirat 2 3 4 5 9 1 Wirst du im Beirat gehört und respektiert? Ja NeinSeite 12 von 21 11 11. Bekommst du genug Unterstützung (durch die Stabsstelle Bürgerbeteiligung), um deine Aufgabe im Beirat wahrzunehmen und aktiv an den Sitzungen teilzunehmen? Wenn du mehr Unterstützung und Hilfe brauchst, wie könnte die für dich aussehen? Ich bekomme genug Unterstützung. (2x) Ich bin bisher gut zurechtgekommen. Ich erhalte genug Unterstützung. Besprechungen nur mit dem Jugendbeirat, unabhängig von Sitzungen → Austausch. Ja. Ja, ich bekomme genug Unterstützung. (2x) 12. Hast du Vorschläge, um die Arbeit im Beirat zu verbessern? Gibt es etwas, dass deiner Meinung nach verbessert werden könnte? Ich habe keine weiteren Vorschläge. Sollte mir jedoch etwas einfallen, werde ich mich per E-Mail melden. Zu Beginn hätte ich angemerkt, dass die Themen besser erklärt werden könnten. Allerdings wurde dies durch die Kleingruppenarbeit gut aufgegriffen, sodass ein Erwachsener die Inhalte verständlicher vermitteln konnte. Einige Informationen könnten an manchen Stellen etwas komprimierter dargestellt werden. Zurzeit habe ich keine weiteren Anmerkungen. Die Sprache der Vorlagen könnte überarbeitet werden, da sie nicht immer leicht verständlich sind. 13. Möchtest du uns etwas darüber hinaus mitteilen? Nein. (3x) Ich möchte nichts weiter mitteilen. 14. In welchem Raum sollten deiner Meinung nach die Sitzungen des Beirats stattfinden? Ratssaal 70% Sitzungsraum I 30% Raum für die Beiratssitzungen Ratssaal Sitzungsraum ISeite 13 von 21 12 II. Evaluationsfragen für erwachsene Mitglieder (vollständig und stellvertretend) An der Befragung zur Evaluation des Beirats Kinder- und Jugendbeteiligung haben insgesamt 17 Erwachsene teilgenommen. Dies entspricht einer Teilnahmequote von 63 % der insgesamt 27 möglichen Erwachsenen, darunter 14 Vertreter*innen aus der Politik (einschließlich der Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder) sowie 13 Mitglieder aus der Verwaltung (einschließlich der Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder). 1. Sind die Ziele und Aufgaben des Beirats Kinder- und Jugendbeteiligung Ihrer Meinung nach klar und verständlich? Skala von 1 (überhaupt nicht) bis 5 (sehr gut) In der Grafik sind die Punktzahlen dargestellt, die auf einer Einschätzungsskala von 1 bis 5 basieren. Dabei steht 1 für eine sehr negative und 5 für eine sehr positive Bewertung. Die Punktzahlen spiegeln die Einschätzungen zu den gestellten Fragen wider. Hinweis: In der Grafik werden nur die Punkte angezeigt, die tatsächlich von den Teilnehmenden angekreuzt wurden – nicht alle Werte der Skala sind zwangsläufig vertreten. 2. Inwiefern trägt der Beirat zur Förderung der Kinder- und Jugendbeteiligung bei? Die Perspektive der Jugendlichen wird in allen Beteiligungsvorhaben formal mit einbezogen, jedoch kann der Beirat inhaltlich nichts ausrichten. Das Gremium fördert jedoch die Möglichkeit, Jugendliche in städtische Vorhaben nach Vorlage durch die Verwaltung zu involvieren. Wirkliche Beteiligung findet nicht im Beirat statt, sondern wird hier nur vorbereitet. Es wird über Kommunikationsstrategien diskutiert, um Kinder und Jugendliche über politische Entscheidungen und Teilhabemöglichkeiten zu informieren. Kinder und Jugendliche werden ernst genommen, insbesondere bei der Möglichkeit, eigene Vorschläge einzubringen, wie z. B. die Idee einer Aktivität im Bereich Social Media. Vorschläge und Entscheidungen aus den Beschlussvorlagen gehen jedoch in den "normalen" Gang der kommunalen Entscheidungsfindung über. Die Jugendlichen lernen, ihre Meinung zu vertreten und auch die Meinungen anderer zu respektieren. Ihre Meinung wird ermittelt und ernst genommen. Durch regelmäßige Treffen, inklusive Vorbereitung und Unterstützung, erhalten Kinder und Jugendliche Einblicke in vielfältige Themen und lernen Verwaltungsstrukturen 2 23% 3 24% 4 47% 5 6% Bewertung der Klarheit der Ziele und Aufgaben des Beirats 2 3 4 5Seite 14 von 21 13 sowie die Entwicklung politischer Entscheidungen kennen. Sie setzen sich auch mit Themen auseinander, die zunächst weniger interessant erscheinen. Kinder und Jugendliche werden eingeladen, sich Gedanken über Themen der Bonner Lokalpolitik zu machen, auch durch Ansprachen von Lehrern und Klassenkameraden zu relevanten Inhalten. Ihre Wahrnehmung als "stimmberechtigte" Mitglieder der Gesellschaft verändert sich dadurch. Kinder und Jugendliche bekommen die Möglichkeit, sich an politischen Prozessen zu beteiligen und lernen dabei Prinzipien der parlamentarischen Demokratie kennen. Aufgrund ihrer sozialen Vernetzung sind die Kinder und Jugendlichen wichtige Multiplikatoren. Der Beirat schafft mehr Transparenz und Einblicke für die vertretenen Kinder und Jugendlichen. Der Beirat spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der Kinder- und Jugendbeteiligung, da er eine beratende Funktion hat, aber die Entscheidungen letztlich bei den Kindern und Jugendlichen liegen. Im Beirat können sich die Kinder und Jugendlichen aktiv beteiligen und erhalten konkrete Einblicke in vielfältige (politische) Themen und Verwaltungsabläufe. Der Beirat trägt somit stark zur Förderung der Beteiligung junger Menschen bei. Die Motivation der Jugendlichen wird gestärkt, sich mit Fragestellungen auseinanderzusetzen, mit Wirkung über die Beiratsarbeit hinaus. Sie üben Prozesse und Arbeitsweisen und bekommen Einblicke in Verfahrensabläufe der Politik und Verwaltung. Positives Feedback und Selbstwirksamkeit stärken ihr Selbstvertrauen und ihre Multiplikatorenfunktion. Der Beirat trägt gut zu ausgewählten Themen bei, da sehr viel Wert auf die Erweiterung und kindgerechte Vermittlung der jeweiligen Beteiligungskonzepte gelegt wird. Es wird gewünscht, dass Kinder und Jugendliche im Beirat mehr eigene Ideen zu diversen Themen einbringen und eigene Anträge stellen können. Es ist zentral wichtig und richtig, junge Menschen zu involvieren und ernst zu nehmen. Ob der Beirat langfristig zur Förderung der Beteiligung beiträgt, muss sich noch zeigen. Die Rollen sind noch nicht ganz klar, und die Annahme, mehr Kompetenzen zu haben als es dieses beratende Gremium tatsächlich hat, könnte insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen zu Frust und möglicherweise weniger Beteiligung führen. Transparente Maßnahmen sollten ergriffen werden, um eine langfristig beidseitig zufriedenstellende Beteiligung zu sichern.Seite 15 von 21 14 3. Glauben Sie, dass sich alle Mitglieder des Beirats gleichermaßen ernstgenommen und gehört fühlen? (Ihre Einschätzung) Skala von 1 (überhaupt nicht) bis 5 (vollständig) In der Grafik sind die Punktzahlen dargestellt, die auf einer Einschätzungsskala von 1 bis 5 basieren. Dabei steht 1 für eine sehr negative und 5 für eine sehr positive Bewertung. Die Punktzahlen spiegeln die Einschätzungen zu den gestellten Fragen wider. Hinweis: In der Grafik werden nur die Punkte angezeigt, die tatsächlich von den Teilnehmenden angekreuzt wurden – nicht alle Werte der Skala sind zwangsläufig vertreten. 4. Wie bewerten Sie die Zusammensetzung des Beirats bezogen auf das Verhältnis zwischen jugendlichen Mitgliedern und Erwachsenen? (Jugendliche, Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung) Falls Sie Änderungen wünschen, welche wären das und warum? Die Aufteilung ist sehr gut, jedoch muss ein deutliches Signal an die Politik gesendet werden, dass sie in diesem Gremium lediglich eine beobachtende, wenn nicht sogar nur eine fragende Rolle übernimmt. Das Gremium ist etwas groß. Es könnte überlegt werden, ob ein Austausch zwischen den Jugendlichen und den Vertreter*innen der Politik ausreicht und die Verwaltung nur beratend hinzugezogen wird. Ich finde die aktuelle Verteilung gut, besonders die Aufteilung in stimmberechtigte jugendliche Mitglieder und Erwachsene. Wichtig ist jedoch, dass durch die Stellvertreter kein Übergewicht auf einer Seite entsteht. Eine Lösung könnte sein, dass Stellvertreter (während das ordentliche Mitglied anwesend ist) sich in den Zuschauerraum setzen, um ein Übergewicht der erwachsenen Stimmen zu vermeiden. Die Mischung ist sehr gut, die Auswahl wurde hervorragend getroffen. Der Anteil junger Menschen könnte im Verhältnis zu den Erwachsenen höher sein, z.B. 3/4 Jugendliche und 1/3 Erwachsene, oder einfach den Anteil der Jugendlichen erhöhen, um zu verdeutlichen, dass junge Menschen im Fokus stehen. Dies würde den Beirat allerdings vergrößern. 1 6% 2 12% 3 29% 4 41% 5 12% Empfinden alle Beiratsmitglieder Gleichberechtigung und Gehör? 1 2 3 4 5Seite 16 von 21 15 Die Zusammensetzung des Beirats kann vorerst so bleiben; einen Veränderungsbedarf sehe ich derzeit nicht. In einem Jahr könnte man dies jedoch noch einmal reflektieren. Die Zusammensetzung des Beirats erscheint mir ausgeglichen. Die aktuelle Zusammensetzung sollte nach einem Jahr evaluiert werden, da ich mir vorstellen kann, dass sich die eigentlichen Akteure durch die vielen Erwachsenen zurückgesetzt oder überfordert fühlen. Ich finde, es sollte mehr oder überhaupt Kinder im Beirat geben. Der Beirat heißt ja Kinder- und Jugendbeirat, aber bisher habe ich das Gefühl, dass der Altersdurchschnitt relativ hoch ist, sodass nur Jugendliche beteiligt sind. Die Zusammensetzung ist gut, aber es wäre besser, wenn der Anteil junger Menschen im Verhältnis zu den Erwachsenen noch höher wäre, damit die quantitative Gewichtung klar zeigt, wie wichtig die Meinung junger Menschen ist. Mit einer höheren Anzahl an Jugendlichen könnten sie sich besser durchsetzen (z.B. bei doppelt so vielen Jugendlichen). Dadurch würde der Einfluss der Erwachsenen (z.B. aus der Politik) auf die Kinder und Jugendlichen verringert. Ich finde die Zusammensetzung gut. Es sind viele Erwachsene im Raum, aber wie ich erfahren habe, finden die Kinder und Jugendlichen das gut. Daher würde ich nichts verändern. Zu Beginn sind die Jugendlichen noch etwas zurückhaltend, was auch damit zu tun hat, dass sie sich orientieren und wohl fühlen müssen. (Ging mir vor vier Jahren im Stadtrat nicht anders.) Ich wünsche mir, dass die Erwachsenen im Raum sich zunehmend zurücknehmen und den Raum den jungen Menschen überlassen. Die Zusammensetzung passt, jedoch sollte dieses Gremium keine politische Bühne darstellen! 5. Sind die Sitzungen so gestaltet, dass alle Mitglieder aktiv mitarbeiten und sich beteiligen können? Ja 94% Manchmal 6% Fördern die Sitzungen aktive Mitarbeit und Beteiligung aller Mitglieder? Ja ManchmalSeite 17 von 21 16 6. In den letzten Sitzungen haben wir versucht, durch den Wechsel von Diskussionen im Plenum und der Arbeit in Kleingruppen die Sitzungen lebendiger zu gestalten. Wie bewerten Sie die Diskussionen in den Kleingruppen und die anschließenden Diskussionen im Plenum? Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut) In der Grafik sind die Punktzahlen dargestellt, die auf einer Einschätzungsskala von 1 bis 5 basieren. Dabei steht 1 für eine sehr negative und 5 für eine sehr positive Bewertung. Die Punktzahlen spiegeln die Einschätzungen zu den gestellten Fragen wider. Hinweis: In der Grafik werden nur die Punkte angezeigt, die tatsächlich von den Teilnehmenden angekreuzt wurden – nicht alle Werte der Skala sind zwangsläufig vertreten. 7. Was glauben Sie, welchen Einfluss hat der Beirat tatsächlich auf die Beteiligung an städtischen Projekten? Skala von 1 (kein Einfluss) bis 5 (sehr großer Einfluss) In der Grafik sind die Punktzahlen dargestellt, die auf einer Einschätzungsskala von 1 bis 5 basieren. Dabei steht 1 für eine sehr negative und 5 für eine sehr positive Bewertung. Die Punktzahlen spiegeln die Einschätzungen zu den gestellten Fragen wider. Hinweis: In der Grafik werden nur die Punkte angezeigt, die tatsächlich von den Teilnehmenden angekreuzt wurden – nicht alle Werte der Skala sind zwangsläufig vertreten. 1 6% 2 6% 3 23% 4 41% 5 24% Bewertung der Diskussionen in Kleingruppen und im Plenum 1 2 3 4 5 2 24% 3 41% 4 35% Einfluss des Beirats auf die Beteiligung an städtischen Projekten 2 3 4Seite 18 von 21 17 8. Inwieweit werden die Mitglieder des Beirats unterstützt, um an den Sitzungen aktiv teilzunehmen und ihre Rolle ausfüllen zu können? Skala von 1 (überhaupt nicht) bis 5 (sehr gut) In der Grafik sind die Punktzahlen dargestellt, die auf einer Einschätzungsskala von 1 bis 5 basieren. Dabei steht 1 für eine sehr negative und 5 für eine sehr positive Bewertung. Die Punktzahlen spiegeln die Einschätzungen zu den gestellten Fragen wider. Hinweis: In der Grafik werden nur die Punkte angezeigt, die tatsächlich von den Teilnehmenden angekreuzt wurden – nicht alle Werte der Skala sind zwangsläufig vertreten. 9. Wie schätzen Sie die allgemeine Arbeitsweise des Beirats ein? Skala von 1 (sehr unzufrieden) bis 5 (sehr zufrieden) In der Grafik sind die Punktzahlen dargestellt, die auf einer Einschätzungsskala von 1 bis 5 basieren. Dabei steht 1 für eine sehr negative und 5 für eine sehr positive Bewertung. Die Punktzahlen spiegeln die Einschätzungen zu den gestellten Fragen wider. Hinweis: In der Grafik werden nur die Punkte angezeigt, die tatsächlich von den Teilnehmenden angekreuzt wurden – nicht alle Werte der Skala sind zwangsläufig vertreten. 1 6% 2 23% 3 6% 4 47% 5 18% Unterstützung der Beiratsmitglieder für aktive Teilnahme und Rollenerfüllung 1 2 3 4 5 1 6% 2 6% 3 23% 4 47% 5 18% Bewertung der allgemeinen Arbeitsweise des Beirats 1 2 3 4 5Seite 19 von 21 18 10. Haben Sie Verbesserungsvorschläge zur Gestaltung der Sitzungen und zur Arbeitsweise des Beirats? Die Gruppendiskussionen sind prinzipiell sinnvoll, jedoch nicht für jeden Tagesordnungspunkt geeignet. Die Gruppenarbeit nimmt viel Zeit in Anspruch, und der ständige Wechsel zwischen Plenum und Gruppenarbeit ist nicht immer sinnvoll. Eine mögliche Idee wäre, zu Beginn der Sitzung eine Gruppenarbeit anzusetzen, um gemeinsam alle Tagesordnungspunkte zu besprechen und anschließend im Plenum weiter zu beraten. Es wäre wünschenswert, wenn der Punkt „Sonstiges“ in Bezug auf eigene Vorschläge der Kinder und Jugendlichen in Zukunft mehr Raum bekäme. Dies wurde bereits angekündigt, konnte aber bisher noch nicht umgesetzt werden. Die Gruppenarbeitsphasen sollten gerne beibehalten werden, da auch „ruhigere“ Mitglieder des Beirats so eine Stimme bekommen, die sich im großen Plenum vielleicht nicht immer trauen, sich zu melden. Der Wechsel zwischen Diskussionen im Plenum und der Arbeit in Kleingruppen ist grundsätzlich positiv, jedoch sollten nicht zu viele Punkte auf der Tagesordnung stehen, da dies die Konzentration beeinträchtigen kann. Der Einfluss der Verwaltung und der Politik auf die Jugendlichen sollte thematisiert werden, um sicherzustellen, dass die jungen Menschen nicht zu stark gesteuert werden. Die Förderung der Eigenständigkeit der Jugendlichen sollte dabei im Fokus stehen. Der Wechsel zwischen Diskussionen im Plenum und Gruppenarbeit könnte noch flüssiger gestaltet werden, da oft viel Zeit vergeht, bis sich alle umgesetzt haben und mit der Arbeit beginnen können. Leider konnte ich bisher selbst nur an einer einzigen Sitzung teilnehmen. Soweit ich es beurteilen kann, scheint die Arbeitsweise jedoch sehr geeignet zu sein. Die Warm-ups zu Beginn und die Einführung eines Glossars sind bereits sehr gute Ideen. Vielleicht könnten zusätzlich Kahoot oder Mentimeter als Warm-ups genutzt werden. Außerdem wäre es hilfreich, Sitzungen in der Ferienzeit zu vermeiden.Seite 20 von 21 19 11. Welcher Sitzungsraum ist aus Ihrer Sicht besser für die Arbeitsweise des Beirats geeignet? Ratssaal 61% Sitzungsraum I 39% Raum für die Beiratssitzung Ratssaal Sitzungsraum ISeite 21 von 21
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:29 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de