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253095 · Mitteilungsvorlage

Sachstand Schwimmbad im Gustav-Heinemann-Haus

Nummer
253095
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
04.06.2025
Letzte Änderung
01.11.2026
  • Waldenburger Ring Straße· Meßdorf, Bonn Hauptort
  • Venner Straße Straße· Pennenfeld, Bad Godesberg
  • Tannenbusch Ortsteil· Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Sportausschusses 09.07.2025 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
253095
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
52 Sport- und Bäderamt
Dezernat:
Dez. IV
Sachstand Schwimmbad im Gustav-Heinemann-
Haus
Beratungsfolge
Sportausschuss 09.07.2025 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Im Gustav-Heinemann-Haus in Tannenbusch befindet sich ein Schwimmbad
(Maße: 16 m x 8 m), welches im Verbund mit der Evangelischen Axenfeld Ge-
sellschaft gGmbH von der Gemeinnützigen Gustav-Heinemann-Haus GmbH
betrieben worden ist. Aufgrund von technischen Mängeln ist es seit dem Jahr
2020 geschlossen.
Dieses barrierefreie Schwimmbad ist speziell auf die Bedürfnisse von behinder-
ten Menschen ausgerichtet. Zahlreiche Schulen und Vereine haben das Bad
regelmäßig genutzt. Insbesondere die LVR-Christophorusschule, an der Kinder
und Jugendliche mit motorischen und sehr komplexen Beeinträchtigungen be-
schult werden, ist einer der Hauptnutzer des Bades gewesen. Daneben haben
weitere Einrichtungen wie z.B. die DLRG, der Blinden- und Sehbehindertenver-
ein Bonn/Rhein-Sieg e.V., die Selbsthilfegruppe Osteoporose Bonn/Rhein und
der Verein für Behindertensport Bonn/Rhein-Sieg e.V. das Bad genutzt.
Seit dem Jahr 2023 laufen Gespräche zwischen der Stadtverwaltung Bonn und
der Axenfeld-Gesellschaft, um Lösungsmöglichkeiten zur Sanierung des Bades
und zur Sicherung des weiteren Betriebes des Bades zu erörtern. Ziel ist es,
das Schwimmbad wieder in einen dauerhaft betriebsfähigen Zustand zu brin-
gen. Dazu soll das Bad technisch saniert und den heutigen energetischen
Standards angepasst werden.
In einem ersten Schritt war es erforderlich, zunächst einen Fachplaner mit der
Ermittlung des Sanierungsaufwandes zu beauftragen.
Der Rat der Stadt hatte in seiner Sitzung am 09.11.2023 beschlossen, die Mittel
zur Beauftragung eines Fachplaners für Sanierungsmaßnahmen im Gustav-
Heinemann-Haus in Höhe von 120.000 € außerplanmäßig bereitzustellen (DS
231016).
Die Axenfeld Gesellschaft hat daraufhin ein Fachplanungsbüro mit den Leis-
tungsphasen 1 und 2 beauftragt. Zwischenzeitlich liegt die Vorplanung zur Sa-
nierung und Umstrukturierung des Schwimmbades einschließlich einer Kosten-
schätzung vor. Für die Sanierung des Hallenbades ist von Kosten in Höhe von
rund 6,3 Mio. € auszugehen. Die Vorplanung sowie die Kostenschätzung erge-
ben sich aus den Anlagen.Seite 1 von 23
Seite 2
Neben der Grundlagenermittlung und Vorplanung sollte nach dem Beschluss
des Rates vom 09.11.2023 zugleich ein Betreiberkonzept sowie ein Wirt-
schaftsplan vorlegt werden. In diesem Rahmen soll dargestellt werden, wie alle
Beteiligten (Landschaftsverband Rheinland, Axenfeld Gesellschaft gGmbH,
Rhein-Sieg-Kreis, Stadt Bonn) sich für eine wirtschaftliche Tragfähigkeit, soweit
eine Wirtschaftlichkeit hergestellt werden kann, des Schwimmbades einbringen
werden.
Auf der Grundlage der ermittelten Sanierungsaufwendungen laufen derzeit die
Gespräche mit den im Ratsbeschluss genannten Beteiligten. Die Verwaltung
wird nach Abschluss dieser Gespräche über die Ergebnisse berichten und ggfs.
eine Wirtschaftlichkeitsberechnung mit Darstellung der jährlichen Finanzbedar-
fe, ein Betreiberkonzept sowie einen Wirtschaftsplan vorlegen.
Anlage/n
1 Grundriss und Schemata EG Technik (öffentlich)
2 Grundriss und Schemata UG-Technik (öffentlich)
3 Gustav-Heinemann-Haus Erläuterungsbericht TGA LPH 2 (öffentlich)
4 Kostenschätzung Hallenbad Gustav-Heinemann-Haus Bonn (öffentlich)Seite 2 von 23
Projekt
Bauherr
Ev. Axenfeld Gesellschaft gGmbH
Venner Straße 20, 53177, Bonn
Hallenbad Waldenburger Ring 44 in Bonn
Sanierung und Umstrukturierung
Änderungen:
Index Benennung / Bemerkung Datum gez. gepr.
Quelldatei:
Sachbearbeiter:Projektleiter: gezeichnet: geprüft:
1:50
Plan-Nr.
Datum
Maßstab nummer
Projekt-
BlattgrösseIndex
Dateiname
Planinhalt
Technische Gebäudeausrüstung
Grundriss Erdgeschoss
HS HS - -
VORPLANUNG
2303-2-400-002-EG-TGA - A2
14.02.2025
24506-2-A-10-E00-2-F00
Beratende Ingenieure VBI
Planungsgruppe VA GmbH
Expo Plaza 10 • 30539 Hannover
Tel.: +49 (0)511 879 52–0 Fax: +49 (0)511 879 52–50
hannover@planungsgruppe-va.de
www.planungsgruppe-va.de
2303
2303-2-400-002-EG
Anschluß an Bestand
Lüftungsgerät Bewegungsbecken
10.000 m³/h mit ingri. Wärmepumpe
Luftführung abwärts
Überströmung Abluft Umkleide - Zuluft Duschen
Bewegungsbecken: 133,28 m² WF
Wassertemperatur 30-32° C
Umwälzleistung Gemäß DIN 19643
Teil 1: 133 m³/h
Einströmung und Überlaufrinne
anpassen an die Anforderungen der
DIN 19643
Abluft über Gitter in BodennäheZuluft mit Weitwurfdüsen unterhalb der
Tragkostrution der Decke
Lichtbad unter UNterzugzur Ausleuchtung der Halle auf 200 lx
Standort Luft-Wasser-
Wärmepumpe auf dem Dach
Blockschema Lüftung BewegungsbeckenSeite 3 von 23
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Sanierung und Umstrukturierung
Hallenbad im Gustav-Heinemann-Haus
Waldenburger Ring 44
Vorplanung
Auftraggeber: Ev. Axenfeld Gesellschaft gGmbH
Venner Straße 20
D-53177 Bonn
Verfasser: Planungsgruppe VA
Expo Plaza 10
30539 Hannover
Tel. 05 11 – 8 79 52 - 0
Fax 05 11 – 8 79 52 - 50
hannover@planungsgruppe-va.de
Erstellt: Hannover, 12. Februar 2025
Planungsgruppe VA
Beratende Ingenieure VBI
Hans-Helmut SchaperSeite 5 von 23
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Inhaltsverzeichnis
1 Grundlagen 3
Projektbeschreibung 3
Planungsgrundlagen 3
Planungsleistungen 3
2 Erläuterungsbericht 4
200 Herrichten und Erschließen 4
230 Nicht öffentliche Erschließung 4
400 Bauwerk – Technische Anlagen 5
410 Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen 5
420 Wärmeversorgungsanlagen 6
430 Raumlufttechnische Anlagen 7
440 Elektrische Anlagen 10
450 Kommunikationssicherheit- und informationstechnische Anlagen 12
460 Förderanlagen 13
470 Nutzungsspezifische und verfahrenstechnische Anlagen 14
480 Gebäude- und Anlagenautomation 15Seite 6 von 23
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1 Grundlagen
Projektbeschreibung
Die Schwimmhalle des Gustav-Heinemann-Hauses wird derzeit aus den gemeinsamen
Anschlüssen des Gebäudes mit Strom, Wärme und Trinkwasser versorgt. Im Zuge der
Sanierung ist es notwendige für die Schwimmhalle und dazugehörigen Umkleidebe-
reich eine Trennung der Medienversorgung vom der Gesamtversorgung des Gebäu-
des herzustellen.
Dies ist notwendig, um einen autarken Betrieb der Schwimmhalle mit einem vom Rest
des Gebäudes unabhängigen Betreiber zu ermöglichen. Dafür werden auch separat
zugängliche Technikbereich erforderlich.
Zur Umsetzung der Anforderungen werden die neu zu errichtenden technischen Anla-
gen überwiegend im Technikkeller unterhalb des Schwimmbades aufgestellt. Dazu
wird dieser Bereich technisch gesehen vollständig entkernt. Lediglich das Hydraulika-
ggregat für den Hubboden verbleibt an Ort und Stelle. Zusätzliche Technikräume für
Stromverteilung und die Sicherheitsbeleuchtung müssen noch errichtet werden.
Ebenso eine Abtrennung der neuen Technikanlagen von dem Rest des Gebäudes. Die
vorhandene Treppe aus dem EG des Umkleidebereiches in das Untergeschoß kann
für die Erreichung der neuen technischen Anlagen genutzt werden. Zur Anlieferung der
für den Schwimmbadbetrieb benötigten Chemikalien sowie größerer Anlagenteile wird
ein direkter Durchgang zur Tiefgarage hergestellt.
Planungsgrundlagen
• Gespräche mit dem Bauherrn
• Entwurfspläne Architekt
Planungsleistungen
Die Projektplanung umfasst die Gewerke:
• Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
• Wärmeversorgungsanlagen
• Raumlufttechnische Anlagen
• Elektrische Anlagen
• Kommunikationssicherheit- und informationstechnische Anlagen
• Förderanlagen
• Nutzungsspezifische und verfahrenstechnische Anlagen
• Gebäude- und AnlagenautomationSeite 7 von 23
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2 Erläuterungsbericht
200 Herrichten und Erschließen
230 Nicht öffentliche Erschließung
231 Abwasserentsorgung
Das Grundstück ist bereits über Abwasserkanäle erschlossen. Für die Abwasserent-
sorgung des zu sanierenden Bereiches wird an die Bestandskanäle angeschlossen,
sodass ein Eingriff an dem öffentlichen Netz nicht notwendig ist.
232 Wasserversorgung
Das Grundstück ist zwar bereits trinkwasserseitig erschlossen, muss aber für den zu
sanierenden Bereich einen neuen Trinkwasseranschluss erhalten.
233 Gasversorgung
Das Grundstück ist erdgasseitig erschlossen. Für die Wärmeversorgung des zu sa-
nierenden Bereiches über eine Luftwasserwärmepumpe wird Gas jedoch nicht benö-
tigt.
235 Stromversorgung
Das Grundstück ist stromseitig erschlossen. Zur Trennung des zu sanierenden Berei-
ches vom Rest des Gebäudes ist vom Stromversorger eine Trennung der Bereiche in
der GVH vorzusehen.
236 Telekommunikation
Das Gebäude ist IT-seitig erschlossen für die Trennung des zu sanierenden Berei-
ches ist eine separate Erschließung erforderlichSeite 8 von 23
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400 Bauwerk – Technische Anlagen
410 Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen
411 Abwasseranlagen
Die Schutzwasserentwässerung für die Schwimmhalle und den Bereich Umkleide/Du-
schen/Foyer mit Nebenräumen wird komplett neu aufgebaut. Die Ausführung der
neuen Entwässerungsleitungen erfolgt mittels Korrosionssicherem Kunststoffrohren
aus PE-HD. Die neuen Leitungen werden an den Gebäudegrenzen an die vorhande-
nen Abwasserkanäle angeschlossen.
Die Regenwasserentwässerung der Flachdachflächen über der Schwimmhalle und
den Bereich über den Umkleiden/Duschen /Foyer wird ebenfalls erneuert und an die
aktuellen Anforderungen für Dachentwässerungen angepasst. Auch hier erfolgt die An-
bindung an die vorhanden Gebäudeanschlüsse.
412 Wasseranlagen
Für die Trinkwasserversorgung ist ein zusätzlicher Gebäudeanschluss herzustellen.
Damit kann der Trinkwasserverbrauch vom Badbetreiber mit dem Versorger separat
abgerechnet werden. Der Anschluss kann vom Versorger aus der Agnetendorfer
Strasse in den Technikbereich unter dem Bewegungsbecken geführt werden. Von dem
neunen Anschluss wird ein komplett neues Trinkwassernetz nach den aktuellen Anfor-
derungen der Trinkwasserverordnung aufgebaut. Das für das Bewegungsbecken not-
wendige Beckenwasser wird ebenfalls aus dem Trinkwasseranschluss bereitgestellt.
Der Trinkwasser-Anschluss an den Rohwasserspeicher erfolgt über einen freien Aus-
lauf und wird vor den Anschlüssen an die Objektinstallation durchgeschliffen.
Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral an den Duschwasserentnahmestellen. Da-
für werden Duschpanelle mit integriertem Wärmetauscher ausgeführt. Eine Speiche-
rung von warmem Wasser mit 60°C ist daher nicht notwendig. Die Trinkwasserleitun-
gen in den Duschpanelen überschreiten den zugelassenen Inhalt von 6 Litern nicht.
In der Schwimmhalle und den Umkleiden/Duschen werden Zapfventile für Reinigungs-
arbeiten vorgesehen. Diese werden über eine Kat 5. Trennung an das Trinkwassernetz
angeschlossen.
Sanitärobjekte
Alle Sanitärobjekte werden aus weißem Sanitärporzellan mit vergüteter Oberfläche
eingebaut. Wasserentnahmearmaturen werden als berührungslose Elektronikarmatu-
ren mit integrierter Hygienespülungsfunktion geplant, so wird ein regelmäßiger Was-
seraustausch sichergestellt.Seite 9 von 23
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Waschtische in öffentlichen Vorräumen erhalten einen Kaltwasseranschluss. Waschti-
sche in barrierefreien Sanitäranlagen im Personalbereich erhalten einen Kalt- und
Warmwasseranschluss. Zudem sind die Waschtische in den barrierefreien Bereichen
mit einem Rollstuhl unterfahrbar.
Die WC-Anlagen werden als Tiefspüler, wandhängend mit Wandeinbauspülkasten, ge-
plant. Die barrierefreien WC-Anlagen erhalten zu den behindertengerechten wandhän-
genden Tiefspülern mit Wandeinbauspülkasten zusätzliche Stützklappgriffe mit beid-
seitiger Spülauslösung sowie einer Rückenstütze.
Die Duschen im Umkleidebereich werden mit elektronischen Duschpanelen mit festem
Brausekopf ausgestattet, pro Duschgruppe wird ein Paneel zusätzlich mit einer Hand-
brause vorgesehen. Die Ansteuerung der Duschen erfolgt optoelektronisch. Einzeldu-
schen in Personal Bereichen erhalten Thermostatbatterien mit Handbrause und Schie-
bestange, barrierefreie Bereiche ebenfalls und zudem noch einen Winkelhandlauf und
Duschklappsitz.
Alle Duschpanelle sind mit Wärmetauschern ausgestattet, die die Warmwassererzeu-
gung direkt an Ort und Stelle ermöglichen.
Die Spiegel oberhalb der Waschbecken sind in der Wandfläche für den Einbau im Flie-
senbelag vorgesehen.
Als Zubehör zu den Sanitäreinrichtungen sind Handlufttrockner mit Abwasseran-
schluss, Seifencremespender für Flüssigseife in Mehrwegflaschen mit Gehäuse aus
Edelstahl, und Edelstahl-Papierkörbe geplant. WC-Papier- und Reserve-Papierspen-
der, sowie diverse Haken werden ebenfalls aus Edelstahl vorgesehen.
420 Wärmeversorgungsanlagen
421 Wärmeerzeugungsanlagen
Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt derzeit über eine Kesselanlage. Diese
erfüllt nicht die Anforderungen des GEG 2024. Ein Anschluss an eine Fernwärmever-
sorgung ist sehr aufwendig und mit hohen Anschlusskosten verbunden. Für die
Schwimmhalle und die Umkleiden/Duschen/Foyer wird daher eine autarke Luft-Was-
ser-Wärmepumpe vorgesehen.
Dies findet auf dem Dach des neugestalteten Umkleidebereiches Aufstellung. Zur Ge-
bäudebeheizung über die Lüftung, der Aufheizung des Beckenwassers und der Warm-
wasserbereitstellung wird eine Leistung von ca. 320 kW erforderlich.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe wird ausschließlich im Niedertemperaturbereich bis
max. 50° betrieben. Die Wärmetauscher in den Lüftungsanlagen, den Beckenwasser-
aufbereitungsanlagen und den Duschpanelen werden entsprechend ausgelegt.Seite 10 von 23
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Für die Vergleichmäßigung der Betriebszeiten der Wärmepumpe wird ein 5 m³ großer
Pufferspeicher vorgesehen.
Für die Wärmeverteilung wird ein komplett neues Netz aus Präzisionsstahlrohr erreich-
tet, das alle Verbraucher mit Niedertemperaturwärme versorgt.
Für den optimierten Hydraulischen Abgleich werden hocheffiziente Umwälzpumpen
eingesetzt.
423 Raumheizflächen
Die Beheizung der zu sanierender Bereiche erfolgt ausschließlich über die Lüftungs-
technischen Anlagen. Raumheizflächen sind deshalb nicht erforderlich.
Norm-Innentemperaturen gem. EN 12831 bzw. VDI 2089, Raumlufttemperatur Quali-
tätsstufe B (Mittel)
• Technikzentralen, Lagerräume, Funktionsräume 15 °C
• Foyer 22 – 27 °C
• Umkleiden 27 °C
• Duschen und WC – Bereich 27 °C
• Personal-Bereich 27 °C
• Schwimmbad Bewegungsbecken 32 - 34 °C
430 Raumlufttechnische Anlagen
431 Lüftungsanlagen
Allgemein
Die gesamte Lüftungstechnik des Bades wird zum Schutz des Gebäudes, zur Einhal-
tung der vorgeschriebenen Behaglichkeitskriterien für die Badegäste und das Perso-
nal, sowie für einen energieeffizienten Betrieb nach der Energieeinspar-Verordnung
(GEG) installiert. Alle zu installierenden Lüftungsgeräte werden entsprechend der VDI
6022 ausgeführt und mit einer 2-stufigen Luftfilterung und integrierter Hochleistungs-
Wärmerückgewinnung mit einem Wärmerück- gewinnungsgrad > 75% (Luft-/Luft-Wär-
meaustauscher) ausgestattet. Alle Ventilatoren werden über EC- Motoren bzw. Moto-
ren mit Frequenzumformer angetrieben und geregelt. So kann die Luftmenge an die
jeweiligen Betriebsverhältnisse angepasst und der Stromverbrauch für den Ventila-
torantrieb reduziert werden.
Die vorgesehenen Anlagen gliedern sich wie folgt:Seite 11 von 23
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RLT-Anlage 1 – Schwimmhalle Bewegungsbecken 10.000 m³/h
RLT-Anlage 2 – Umkleidebereich/Duschen und Foyer 6.000 m³/h
RLT-Anlage 3 – Technikkeller in RLT 2 enthalten
RLT-Anlage 4 – Abluft Sibe- Raum 50 m³/h
RLT - Anlage 1 Bewegungsbecken
Die Lüftungsanlage erfüllt die thermodynamischen Vorgänge Luftaustausch zur Feuch-
teregulierung, Lufterwärmung durch Wärmerückgewinnung, maximaler Wärmerückge-
winnungsgrad >75 % und Erwärmung durch Heizwasser sowie Enthalpienutzung der
Abwärme in der Fortluft.
Die Anlage wird auf eine Wassertemperatur von 30-32° C und eine Lufttemperatur mit
32-34° C entsprechend der VDI 2089 auf ca. 10.000 m³/h ausgelegt.
Der Betrieb der RLT- Anlage erfolgt vollautomatisch in Abhängigkeit der Raumfeuchte
und der Raumtemperatur sowie nach den Nutzungszeiten. Alle Regelgeräte werden in
SPS/DDC-Technik ausgeführt. Der Anschluss an eine Gebäudeleitstation ist als BAC-
Net-Schnittstelle vorgesehen. Als Regelparameter sind für die Schwimmhalle die ab-
solute Luftfeuchte von 14,3 g/kg einzuhalten.
Die Lüftungsanlage wird zur Deckung des Wärmebedarfes in der Schwimmhalle ver-
wendet.
Die Luftführung in der Schwimmhalle erfolgt über Weitwurfdüsen in einem Verteilkanal
an der Seite zur Umkleide dicht unterhalb der Trägerkonstruktion. Die Abluft wird an
gleicher Stelle dicht oberhalb des Fußbodens abgesaugt. Damit ist ein optimaler
Schadstoffaustrag sichergestellt.
Alle Zu- und Abluftkanäle werden aus verzinktem Stahlblech gefertigt und mit einer
Mineralwolldämmung entsprechend der gültigen EnEV versehen. Die Außen- und Fort-
luftkanäle werden ebenfalls aus verzinktem Stahlblech gefertigt und erhalten eine
dampfdiffusionsdichte Weichschaumdämmung. In Bereichen bis 2,0 m Höhe erhält die
Dämmung eine zusätzliche Blechummantelung.
RLT Anlage 2 - Umkleide / Duschen / Foyer / Personalbereich
Die Be- und Entlüftung der Umkleiden, Duschräume und Foyer erfolgt über eine RLT-
Anlage.
Auslegungsgrundlagen sind die Vorgaben der VDI 2089 Stand für folgende Raum-
gruppen:
Duschräume 220 m³/h*Seite 12 von 23
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Dusche max. 30m³/h*m³
Toilettenräume 100 m³/h*Sitz oder Stand
Umkleidebereich 15 m³/h*m²
Technikkeller 1-facher Luftwechsel
Die Luftmenge beträgt ca. 6.000 m³/h
Die Lüftungsanlage erfüllt die thermodynamischen Vorgänge Luftaustausch zur Feuch-
teregulierung, Lufterwärmung durch Wärmerückgewinnung, maximaler Wärmerückge-
winnungsgrad >75 % und Erwärmung durch Heizwasser.
Die Lüftungsanlage wird zur Deckung des Wärmebedarfes im Umkleidebereich, im Fo-
yer und im Personalbereich verwendet.
Die Luftführung erfolgt als Zuluft für den Umkleidebereich und Foyer mit einer Raum-
lufttemperatur von 27°C. Zur Optimierung der erforderlichen Luftmengen, wird die Ab-
luft der Umkleiden/Foyer per Überströmung als Zuluft für die Duschen und Neben-
räume eingesetzt. Von dort wir die Luft als Abluft den Lüftungsgerät wieder zugeführt.
Die Anforderungen der VDI 2089 nach der Raumlufttemperatur in den Umkleiden und
Duschen wird mit der gemeinsamen Raumtemperatur von 27°C erfüllt, lediglich das
Foyer wird dadurch abweichend von der VDI 2089 etwas überheizt. Das spielt aber bei
der geringen Raumkubatur des Foyers nur eine untergeordnete Rolle, zumal dort keine
langen Aufenthaltszeiten von Gästen zu erwarten sind.
Die Fortluft- und Außenluftanschlüssen der neuen Lüftungsanlagen erfolgen an die vor-
handene Infrastruktur in der nebenliegenden Klimazentral des Gustav-Heinemann-
Hauses.
Die Luftkanalführung erfolgt im Erdgeschoss im Zwischendeckenbereich als verzinktes
Lüftungskanal- und Rohrsystem. Alle Luftkanäle werden mit Mineralwolldämmung ver-
sehen. Kanäle mit kalten Oberflächen erhalten eine dampfdiffusionsdichte Weich-
schaumdämmung.
Der Schwimmmeisterraum erhält einen Anschluss an die Lüftungsanlage sowie zusätz-
lich eine Multi- Split- Kälteanlagen (K1) zur Einhaltung eine max. Raumtemperatur von
26°C.
Der Betrieb der RLT- Anlagen erfolgt vollautomatisch in Abhängigkeit der Raumfeuchte
und der Raumtemperatur sowie nach den Nutzungszeiten. Alle Regelgeräte werden in
SPS/DDC-Technik ausgeführt.
RLT Anlage 3 – Be- und Entlüftung TechnikkellerSeite 13 von 23
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Die Be- und Entlüftung des Technikkeller erfolgt über einen Anschluß an das Gerät für
die Umkleiden/Duschen/Foyer.
RLT- Anlage 4 – Entlüftung Sibe
Die Abluft aus dem Batterieraum wird nach DIN 50272-2 direkt ins Freie mittels explo-
sionsgeschütztem Rohrventilator abgeführt. Die Luftleistung beträgt 50 m³/h. Die Luft-
nachströmung erfolgt über eine Überströmklappe mit brandschutztechnischer Zulas-
sung. Alle Durchdringungen von eventuellen Brandwänden erhalten ebenfalls bauauf-
sichtlich zugelassene Brandschutzklappen mit Federrücklaufmotor.
Zur Einhaltung der max. Raumlufttemperatur 26 °C ist zusätzlich eine kältetechnische
Anlage (K 2) in Split-Ausführung mit einer Außeneinheit und einem Umluftkühlgerät im
Raum vorgesehen. Zusätzlich wird der BMA / Datenraum mit einem Umluftkühlgerät
an dieser Kälteanlage angeschlossen.
Die Luftführungen erfolgen im Bereich der abgehängten Decke.
Zur Schallminderung sind in den Zu-, Abluftkanälen Schalldämpfer in Kulissenbau-
weise eingebaut.
Die Schallminderung der Außen- und Fortluft erfolgt über im RLT- Gerät installierte
Schalldämpfer, ebenfalls in Kulissenbauweise.
Brandschutztechnische Maßnahmen sind nicht erforderlich.
Der Betrieb der RLT- Anlage erfolgt vollautomatisch in Abhängigkeit der Betriebszeiten.
Alle Regelgeräte werden in SPS/DDC-Technik ausgeführt. Der Anschluss an eine Ge-
bäudeleitstation ist vorgesehen.
440 Elektrische Anlagen
441 Hoch- und Mittelspannungsanlagen
Die KG 441 ist nicht Bestandteil der Planung.
442 Eigenstromversorgungsanlagen
Die Sicherheitsbeleuchtungsanlage ist gemäß folgenden Vorschriften geplant:
VDE 0100; VDE 0100 / 560; VDE 0100 / 718; DIN EN 50172; (E DIN VDE 0108-100);
EN 50272;EN 1838; DIN EN 12193; MLAR 11/2005; Elt Bau-VO; BGR 216 / 131.
Die Verteilung im Gebäude erfolgt über Kabel in Funktionserhalt E30 bis jeweils zur
ersten Leuchte des Stromkreises im Brandabschnitt.
Zur Versorgung der Sicherheitsbeleuchtung nach DIN EN 50172 (DIN VDE 0108-100)
wird im Untergeschoss eine Zentralbatterieanlage installiert. Die Kapazität der Batte-
rieanlage ist für eine Betriebsdauer von 3 Stunden nach Netzausfall berechnet. DieSeite 14 von 23
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Unterbringung der Zentrale erfolgt in einem entsprechend aktuell gültiger EltBauVO
abgeteilten Raum. Dieser Raum erhält eine Be- und Entlüftung.
Die Sicherheitsbeleuchtungsanlage besteht aus Rettungszeichenleuchten mit Pikto-
gramm nach DIN EN 4844 zur Kennzeichnung der Rettungswege und Sicherheits-
leuchten, die teilweise Bestandteil der allgemeinen Beleuchtungsanlage sind. Diese
werden entsprechend auf Batteriebetrieb bei Netzausfall umgeschaltet, damit ist die
Ausleuchtung von Flucht und Rettungswegen gewährleistet.
443 Niederspannungsschaltanlagen
Für die Stromversorgung der des Schwimmhallenbereiches mit Umkleiden/Duschen
Foyer und Nebenräumen ist eine separate Versorgung erforderlich. Dafür wird im Tech-
nikbereich eine eigenständige NSHV vorgesehen, die vom Versorger aus dem beste-
henden Hausanschluss neu versorgt werden muss. Die neu zu konzipierende Zählung
wird so ausgeführt, dass der kostengünstigere Wärmepumpentarif genutzt werden
kann.
444 Niederspannungsinstallationsanlagen
Die Niederspannungsinstallationen für den Schwimmbadbereich und Umkleiden/du-
schen und Foyer werden komplett neu errichtet
445 Beleuchtungsanlagen
Die Beleuchtung in der Schwimmhalle, den Umkleiden/Duschen/Foyer mit
Nebenräumen wird vollständig in LED-Technik neu ausgeführt. Dazu kommen je nach
Raumnutzung Lichtbänder und Downlights zur Ausführung. Die Steuerung der
Beleuchtung erfolgt mittels KNX-Bus-System, tageslichtabhängig bzw. für
innenliegende Räume nutzungsabhängig.
446 Blitzschutz- und Erdungsanlagen
Blitzschutzanlagen sind am und im Gebäude bereits vorhanden. Die Aufbauten auf den
Dächern der zu sanierenden Bereiche macht eine Erneuerung der Blitzschutzanlagen
an diesen Stellen erforderlich. Im Wesentlichen handelt es sich um Flachdächer mit
Dachaufbauten der haustechnischen Anlagen.
Potentialausgleich
Alle betriebsmäßig nicht spannungsführenden leitfähigen Anlagenteile sind mit der Po-
tentialausgleichsschiene mittels Potentialausgleichsleitungen zu verbinden.
Schutz gegen Überspannungen:
Im Gebäude ist ein Potentialausgleich vorhanden.Seite 15 von 23
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450 Kommunikationssicherheit- und informationstechnische Anlagen
451 Telefonanlage / IT-Anschlüsse
Für eine mögliche Telefonanlage in dem neu separierten Bereich wird lediglich die Inf-
rastruktur vorsehen. Diese besteht aus einem Serverschrank mit Patchfeldern und eine
Datenverkabelung mit Kat 7 Kabeln und Datendosen. Die Aufstellung des Server-
schranks erfolgt im Schwimmeisterraum. Über diese Infrastruktur kann auch der Da-
tenverkehr erfolgen. Neben Anschlüssen im Schwimmeisterraum werde die Kasse und
die technischen Anlagen zur Fernwartung mittels Datendosen und Netzwerkkabeln an-
gebunden.
452 Such- und Signalanlagen
Zwischen Kasse und Schwimmmeisterraum ist eine Gegensprechanlage vorgesehen,
damit Gäste sich bei einer Nichtbesetzung der Kasse beim Schwimmeister melden
können
453 Zeitdienstanlagen
Innerhalb des Gebäudes sind Uhren mit erhöhtem Schutzgrad u. analoger Anzeige aus
witterungsbeständigem Metallgehäuse aus Aluminium geplant.
454 Elektroakustische Anlagen
Die Notwendigkeit einer Sprachalarmierung (SAA) ergibt sich in einer späteren Pla-
nungsphase in Abstimmung mit dem vorbeugenden Brandschutz. Die Wahrscheinlich-
keit das eine entsprechende Anforderung gestellt werden wird, ist auf Grund der Über-
sichtlichkeit des zu sanierenden Bereiches sehr gering. Eine SAA wird daher hier nicht
betrachtet.
Der Einsatz einer Elektroakustischen Lautsprecher-Anlagen (ELA) für einfache
Sprachdurchsagen und Musikeinspielungen ist auf Grund der Größe des Bades und
der Nutzungsart nicht erforderlich. Für die Beschallung bei der Durchführung von Kur-
sen im Bewegungsbecken, ist eine tragbare Lösung möglich. Eine ELA-Anlage wird
daher nicht betrachtet.
455 Audiovisuelle Medien- und Antennenanlagen
Die Kostengruppe 455 ist nicht Bestandteil der Planung.
456 Gefahrenmelde- und Alarmanlagen
Die Notwendigkeit einer Brandmeldeanlage ist in einer späteren Planungsphase mit
dem vorbeugenden Brandschutz abzustimmen. Es wird daher hier nur eine interne
Hausalarmierung, die nicht auf die Feuerwehr aufgeschaltet ist, berücksichtigt.Seite 16 von 23
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Grundsätzlich sollte in der Schwimmhalle auf den Einsatz von Brandmeldern verzichtet
werden, da es zum einen nur einen dort nur geringe Brandlasten gibt und zu anderen
durch die Chloridbelastung in der Raumluft zu Ausfällen und Fehlalarmen kommen
kann. Die BMA wird daher auf einen Einsatz in dem Bereich Umkleide/Duschen/Foyer
und im Technikbereich beschränkt. Zu Einsatz kommen automatische Melder die auf
eine zentrale Anlage, die in der NSHV installiert wird, aufgeschaltet werden. Die Alar-
mierung erfolgt über Sirenen. Ebenfalls aufgeschaltet werden, über Kanalrauchmelder,
die Lüftungsanlagen, die im Brandfall zur Vermeidung von Rauchverschleppung abge-
schaltet werden.
Notrufanlage
Die barrierefrei ausgebildeten WC-Anlagen sowie die ebenfalls barrierefrei ausgebilde-
ten Wechselkabinen erhalten Lichtrufanlagen, die neben der örtlichen Anzeige im
Schwimmeisterraum den Hilferuf signalisieren.
Einbruchmeldeanlage:
Eine Einbruchmeldeanlage ist nicht vorgesehen und wird nicht berücksichtigt.
Videoüberwachung:
Der Einsatz von Videoanlagen ist auf Grund der Übersichtlichkeit des Bades nicht not-
wendig und wird nicht betrachtet.
457 Datenübertragungsnetze
Die Kabel und Leitungen der Fernmeldeanlagen nach Kostengruppe 450 sind in Kos-
tengruppe 457 erfasst. Die Verlegesysteme hierzu sind in Kostengruppe 444 enthalten.
458 Verkehrsbeeinflussungsanlagen
Kassenanlage
Eine Kassenanlage wird in dieser Planungsphase nicht betrachtet. Hier ist der spätere
Betreiber in der Pflicht diese nutzungsspezifisch auszulegen.
460 Förderanlagen
461 Aufzugsanlage
Der vorhandene hydraulisch betriebene Hubboden wird weiterverwendet. Das beste-
hende Hydraulikaggregat bleibt weiter im Bestand und wird vor einer Wiederinbetrieb-
nahme einer Generalüberholung unterzogenSeite 17 von 23
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470 Nutzungsspezifische und verfahrenstechnische Anlagen
472 Wäscherei- Reinigungs- und badetechnische Anlagen
Die Beckenhydraulik des Bewegungsbecken wird an die Anforderungen der DIN 19643
Teil 1 sowie die hygienischen Bedingungen eines Hubbodens angepasst. Dazu wird
eine horizontale Durchströmung vorgesehen die in 2 Ebenen (unter und über dem Hub-
boden eingesetzt wird. Die Überlaufrinne wird als Teil des hydraulischen Systems
ebenfalls an die Anforderungen der DIN 19643 angepasst und komplett erneuert.
Zur Optimierung des Energiebedarfs wird die Umwälzung in den Nichtnutzungszeiten
auf 50% der Normleistung heruntergefahren. Ebenso wird in dieser Zeit die Überlauf-
rinne weggeschaltet, um die Verdunstungswassermenge zu reduzieren. Dazu wird
eine interne Absaugung unter dem Hubboden eingebaut und ein strangvariabler Be-
trieb der Einströmdüsen vorgesehen.
Der notwendige Rohwasserspeicher wird im Technikbereich des Bewegungsbecken
aufgestellt. Die Auslegung erfolgt nur nach dem Wellenschlag und dem verdrängten
Wasservolumen der Personenbelastung. Für die Rückspülung wird Beckenwasser ver-
wendet.
Die neuen Filteranlagen werden ebenfalls im Technikkeller unter dem Bewegungsbe-
cken aufgestellt. Für die Auslegung der Badewasseraufbereitung wird als Nutzungsart
ein Bewegungsbecken herangezogen. Die Umwälzmenge beträgt damit bei einer Was-
serfläche von 133 m² gemäß Tabelle 3 der DIN 19643 Teil 1 (Q = 0,5 A/k) 133 m³/h.
Damit ist ein Filterflächenbedarf von 4,43 m² für eine Wassergeschwindigkeit von 30
m/h erforderlich. Aus Platzgründen wird eine Filteranlage als Niederdruckfilter in Mo-
dulbauweise mit einem Modul von 3 m² und einem Modul von 1,5 m² ausgewählt. Damit
stehen insgesamt 4,5 m² Filterfläche zur Verfügung, die die Anforderungen an eine
bedarfsgerechte Wasseraufbereitung erfüllen.
Das anfallende Spülabwasseraus den Filteranlagen unterliegt den Anforderungen des
Anhang 31 der Abwasserverordnung und ist mit Grenzwerten für AOX und CSB belegt.
Es ist daher aus gesetzlichen Gründen eine Spülabwasseraufbereitung notwendig.
Diese wird entsprechend den Vorgaben der DIN 19645 ausgeführt. Zur Ressourcen-
schonung wird eine Anlage entsprechend Typ 1 eingesetzt, die bis zu 75% des Spül-
abwasser zur Widerverwendung aufbereitet und damit den Trinkwasserbedarf deutlich
reduziert sowie die im Spülabwasser enthalte Wärme zurückgewinnt.
Zum Auffangen des Spülabwasser ist ein Behälter mit einer Nutzvolumen von 15 m³
notwendig, der die Spülabwassermenge des größeren Filtermoduls aufnehmen kann.
Die verbleibenden 25 % Spülabwasser werden in den Schmutzwasserkanal oder mit-
tels nachgeschaltetem Aktivkohlefilter in den Vorfluter bzw. Regenwasserkanal einge-
leitet.Seite 18 von 23
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Die Desinfektion des Beckenwassers erfolgt mittels Natriumhypochlorit das aus einer
Kleinstelektrolyseanlage vor Ort gewonnen wird.
Die notwenigen Vorratsbehälter für ph-Einstellung und Flockungsmittel werden als Fer-
tiggebinde vorgehalten. Die Lagerung der Behälter erfolgt in einem Bereich unterhalb
des Bewegungsbecken auf entsprechenden Auffangwannen. Auf Grund der geringen
Lagermengen ist kein separater Chemikalienraum erforderlich. Die Anlieferung der Ge-
binde und des Salzes für die Chlorelektrolyse kann über die Tiefgarage erfolgen. Die
maximalen Fahrzeuggrößen sind mit dem Lieferanten abzustimmen.
480 Gebäude- und Anlagenautomation
Anlagenbeschreibung
Zielvorstellung
Das beschriebene MSR-Technikkonzept hat folgende Aufgabendefinition:
• Regelung, Steuerung, Überwachung und Optimierung der technischen Anlagen
• Berücksichtigung der Vorgaben durch den Betreiber
• wirtschaftliche Techniklösungen im Zusammenspiel mit dem baulichen Konzept
• wirtschaftliche und optimierte Betriebsführung durch optimierte TGA-Anlagen
Aufgabenstellung
Die geplante Gebäudeautomation wird für folgende Aufgaben vorbereitet:
• Bedienen und Beobachten der haustechnischen Anlagen von zentraler Stelle
aus
• Erfassen von Störungen, sowie deren Ausgabe zur schnelleren und gezielten
Beseitigung
• Erfassen von Messwerten zur Registrierung und Funktionskontrolle
• Steuern von Anlagen nach Zeitprogrammen oder anderen Zeitabhängigkeiten
• Messen, Steuern und Regeln von Anlagen aus folgenden Bereichen:
- Wärmeversorgung und Wärmeerzeugung
- Raumlufttechnische Anlagen
- Badewassertechnische Anlagen
- Elektro – nur Meldungen
- Sonstige MeldungenSeite 19 von 23
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Systembeschreibung
Im Hinblick auf eine langfristige Erweiterbarkeit des Systems wird eine herstellerneut-
rale und offene Datenkommunikation eingesetzt. Geplant ist ein durchgängiges Sys-
tem, von den Automationsstationen bis zur Gebäudeleittechnik.
Systemaufbau
Die "Intelligenz" der Gebäudeautomation besteht aus der zentralen Einrichtung, dem
Übertragungssystem und den Automationsstationen.
Bei Unterbrechung der Busverbindungen zwischen GLT-System und Automationssta-
tion bzw. zwischen den Automationsstationen müssen die einzelnen Automationsstati-
onen die Anlagenfunktionen einschl. der Datenerfassungsaufgaben autark weiterbear-
beiten.
481 Automationseinrichtugen
DDC-Automationsstationen
Es sind autark arbeitende DDC-Stationen vorgesehen. Mehrere DDC-Stationen bilden
eine Automationsstation. Diese Automationsstation wird in einen Informationsschwer-
punkt (ISP) installiert.
Feldgeräte
Alle Feldgeräte (wie z. B. Fühler, Tauchhülsen, Ventile inkl. Stellantriebe, Klappenan-
triebe für Jalousieklappen, Druckdosen, Raum- und Kanaltemperaturfühler usw.), die
für die betriebstechnischen Anlagen benötigt werden, sind hier berücksichtigt, sofern
nicht im jeweiligen Gewerk.
482 Schaltschränke, Automationsschwerpunkte
Schaltschränke
Für die Automationsstationen und die Leistungsbaugruppen für die diversen Antriebe
der betriebstechnischen Anlagen werden komplette Schaltschränke mit getrennten
Steuerungs- und Leistungsteilen, sowie allen erforderlichen Verriegelungen vorgese-
hen.
Lokale Vorrangbedienebene
Es ist eine lokale Vorrangbedienebene für jedes schaltbare und stellbare Aggregat in
der Schaltschrankfront geplant.
483 AutomationsmanagementSeite 20 von 23
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Leitsystem
Die zentrale GLT nimmt Einfluss auf sämtliche Sollwerte, Schaltzeiten, Regler (PlD-
Algorithmus) und Funktionen. Alle Automationsstationen müssen auf diese Gebäude-
leittechnik aufgeschaltet sein. Der Informationsschwerpunkt der badetechnischen An-
lagen des Freibades wird vollumfänglich auf das Leitsystem aufgeschaltet.
Die Zentrale Leittechnik ist in der Lage, spezifizierte Störmeldungen via SMS, Pager
oder Ähnlichem zu verschicken, um einen Haustechniker über die Störmeldungen der
Anlage zu informieren (Nachtbetrieb usw.)
484 Kabel, Leitungen und Verlegesysteme
Verkabelung
Beinhaltet die fachgerechte und betriebsbereite Verkabelung der elektrischen Verbrau-
cher und Feldgeräte zu den jeweiligen Leistungs- und DDC-Teilen, sofern diese nicht
direkt vom Gewerk Elektro versorgt werden und allgemeinen Meldungen, die an die
SPS z.B. aus den Bereichen Sanitär, Elektro angebunden werden. Weiterhin wurden
alle erforderlichen Kabelwannen und Zubehörteile, soweit sie zum fachgerechten Aus-
bau der Leitungswege innerhalb der Technikzentralen gehören, in diesem Gewerk be-
rücksichtigt. Außerhalb der Technikzentralen ist die Mitbelegung der Elektrotrassen
vorgesehen.
485 Datenübertragungsnetze
489 Sonstiges zur KG 480
Im Schwimmmeisterraum wird ein Touchpanel als Bedienstelle verbaut, um die wich-
tigsten Anlagenfunktionen (z.B. die Hygienehilfsparameter, Beckenkreisläufe, etc.) zu
visualisieren.
Für die Rinnenreinigung wird pro Beckenkreislauf ein Schlüsselschalter zum Schalten
der Rinnenreinigung sowie zwei LEDS (Störung und Betrieb) vorgesehen.Seite 21 von 23
Planungsgruppe VA
_______________________________________________________________________________________________
KG Gewerk netto brutto
200 Vorbereitende Maßnahmen
210 Herrichten 15.000,00 € 17.850,00 €
230 Nichtöffenliche Erschließung 15.000,00 € 17.850,00 €
250 Trinkwasseranschluß, Trennung Strom 25.000,00 € 29.750,00 €
Summe KG 200 55.000,00 € 65.450,00 €
300 Bauwerk - Baukonstruktionen
310 Baugrube / Erdbau
- Neubau 10.200,00 € 12.138,00 €
- Umbau/Sanierung 0,00 € 0,00 €
320 Gründung, Unterbau
- Neubau 15.000,00 € 17.850,00 €
- Umbau/Sanierung 0,00 € 0,00 €
330 Außenwände / Vertikale Baukostr. außen
- Neubau 42.000,00 € 49.980,00 €
- Umbau/Sanierung 308.000,00 € 366.520,00 €
340 Innenwände / Vertikale Baukostr. innen
- Neubau 10.500,00 € 12.495,00 €
- Umbau/Sanierung 390.000,00 € 464.100,00 €
350 Decken / Horizontale Baukonstruktionen
- Neubau 17.000,00 € 20.230,00 €
- Umbau/Sanierung 382.500,00 € 455.175,00 €
360 Dächer
- Neubau 10.500,00 € 12.495,00 €
- Umbau/Sanierung 427.500,00 € 508.725,00 €
380 Baukonstruktive Einbauten
- Neubau 21.000,00 € 24.990,00 €
- Umbau/Sanierung 85.000,00 € 101.150,00 €
390 Sonstige Maßnahmen für Baukonstrukt.
- Neubau 6.000,00 € 7.140,00 €
- Umbau/Sanierung 175.000,00 € 208.250,00 €
Summe KG 300 1.900.200,00 € 2.261.238,00 €
400 Bauwerk - Technische Anlagen
410 Sanitärtechnische Anlagen 220.000,00 € 261.800,00 €
420 Wärmeversorgungsanlagen 250.000,00 € 297.500,00 €
430 Lüftungstechnische Anlagen 340.000,00 € 404.600,00 €
440 Starkstromanlagen 510.000,00 € 606.900,00 €
440 PV-Anlagen 95.000,00 € 113.050,00 €
450 Fermmeldeanlagen 110.000,00 € 130.900,00 €
460 Fördertechnik 10.000,00 € 11.900,00 €
476 Badewassertechnik 480.000,00 € 571.200,00 €
480 MSR/ GLT 170.000,00 € 202.300,00 €
Summe KG 400 2.185.000,00 € 2.600.150,00 €
Hallenbad Gustav-Heinemann-Haus Bonn - Kostenschätzung
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Planungsgruppe VA
_______________________________________________________________________________________________
500 Außenanlagen und Freiflächen
510 Erdbau 5.000,00 € 5.950,00 €
530 Oberbau, Deckschicht. (Wiederherstell. Wege/Plätze) 20.000,00 € 23.800,00 €
540 Baukonstrukt. (Wiederherstell. Einfriedungen) 5.000,00 € 5.950,00 €
550 Technische Anlagen in Außenanlagen 20.000,00 € 23.800,00 €
570 Vegetationsflächen (Wiederherstellung) 20.000,00 € 23.800,00 €
Summe KG 500 70.000,00 € 77.350,00 €
600 Ausstattung und Kunstwerke
610 Allg. Ausstattung 10.000,00 € 11.900,00 €
620 Besondere Ausstattung 40.000,00 € 47.600,00 €
Summe KG 600 50.000,00 € 59.500,00 €
700 Baunebenkosten
ca. 25% auf KG 200 - 500 1.052.550,00 € 1.251.047,00 €
Summe KG 700 1.052.550,00 € 1.251.047,00 €
Gesamtkosten 5.312.750,00 € 6.314.735,00 €
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Datenstand: 02.11.2026, 19:15 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de