253088 · Beschlussvorlage: Einleitung
Einleitung des Vergabeverfahrens für Bauleistungen gem. VOB; denkmalgerechte Sanierung der Außenanlage Kaiser-Friedrich-Straße in Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 253088
- Art
- Beschlussvorlage: Einleitung
- Veröffentlicht
- 21.05.2025
- Letzte Änderung
- 01.11.2026
Orte
- Kaiser-Friedrich-Straße Hauptort
- Rheinufer
- Wilhelm-Spiritus-Ufer
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (5.667 Zeichen)
Beschlussvorlage: Einleitung öffentlich 253088 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Einleitung des Vergabeverfahrens für Bauleistungen gem. VOB; denkmalgerechte Sanierung der Außenanlage Kaiser-Friedrich- Straße in Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 10.07.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Einleitung des Vergabeverfahrens für das Bauvorhaben „denkmalgerechte Sanierung der Außenanlage Kaiser-Friedrich-Straße in Bonn“ wird zugestimmt. Begründung Die Außenanlage besteht aus einer Terrassenebene, auf Höhe der Kaiser- Friedrich-Straße, zwei Treppenläufen mit zwei Podesten, die die Terrassenebene mit dem Rheinufer verbinden und einem unter der Terrassenebene befindlichem Grottenbauwerk mit ehemaligem Wasserspiel und umgebenden Natursteinmauerwerk. Insgesamt besitzt die Freianlage eine Länge von 56 m und eine Breite von 10 m. Die Länge der Terrassenebene beträgt 18 m, die Breite 9 m. Die Treppenläufe überwinden 8 Höhenmeter und verlaufen zweiläufig gewinkelt über 22 m. Die Grotte umfasst 38 m² Ansichtsfläche, das umgebende Natursteinmauerwerk 210 m². Die Außenanlage wird von einem unterirdischen Bauwerk mit zwei Geschossebenen getragen. Die untere Ebene wird über die Rheinuferstraße (Wilhelm-Spiritus-Ufer) erschlossen, die obere Ebene über einen Innenliegenden Leitergang. Im Zuge von Begehungen, Prüfung durch einen Statiker und durch Betrachtung der Schadensbilder von einem Fachplanungsbüro für Denkmalpflege, wurde festgestellt, dass die Tragkonstruktion der Terrassenebene an der Kaiser- Friedrich-Straße und die historischen Bauelemente der Außenanlage zahlreiche signifikante Schäden aufweisen. Diese beeinträchtigen die Standsicherheit und die Verkehrssicherheit sowie den ästhetischenSeite 1 von 3 Seite 2 Gesamteindruck der Außenanlage sehr stark. Die in die Jahre gekommene Deckenkonstruktion der Treppenanlage aus Stahlbeton erfüllt die heute erforderlichen Sicherheitsanforderungen sowie die erforderliche Tragkraft nicht mehr. Eine grundhafte Sanierung der Tragkonstruktion ist aufgrund der maroden Bausubstanz nicht mehr möglich und soll durch einen Neubau in Stahlbetonbauweise ersetzt werden. Das Schadenausmaß wurde in einer fachlichen Stellungnahme von einem Gutachter bestätigt und eine Notabstützung wurde vorgeschrieben. Aufgrund des Zustandes und zur Vermeidung größerer, weitergehender kostenintensiver Folgeschäden ist eine kurzfristige, umfassende und denkmalgerechte Sanierung der historischen Bauelemente sowie die Erneuerung der Terrassenebene erforderlich. Geplante Erneuerung/Sanierung: Das Tiefbauamt plant die Schäden, die das gesamte Bild der historischen Außenlage beeinträchtigen, durch restauratorische und rekonstruierende Maßnahmen zu beseitigen, um die Nutzbarkeit der gesamten Außenanlage wiederherzustellen. Das Bauvorhaben umfasst die denkmalgerechte Instandsetzung des Außenmauerwerks und der Brüstung (Durchführung einer substanzschonenden und sorgfältigen Sanierung des Natursteinmauerwerks, der Brüstungsgeländer und der Grotte mit Metallgeländer) und die Erneuerung der Terrassenebene nach den aktuellen Regeln der Technik. Zudem werden nach der Erneuerung der Tragkonstruktion zur Aufwertung der Terrassenebene zwei Sitzbänke auf der Aussichtsterrasse aufgestellt. Die Entscheidung für die Sitzmöbel (zwei Sitzbänke) auf der Terrassenebene, liegt im Wesentlichen in der guten Ästhetik begründet. Die Außenanlage liegt in unmittelbarer Nähe zum Rhein – die Terrassenebene kann als Naherholungsgebiet betrachtet werden. Das Bauwerk ist in der Denkmalliste der Stadt Bonn eingetragen und unterliegt damit den einschlägigen Regelungen des Denkmalschutzgesetzes für NRW. Daher wird die weitgehende Erhaltung des historischen Erscheinungsbildes/Bausubstanz angestrebt. Das Bauvorhaben wird durch die Untere Denkmalschutzbehörde plan- und baubegleitend betreut. Nach Abschluss der denkmalgerechten Planung haben die ersten Abstimmungen mit der Unteren Denkmalschutzbehörde stattgefunden. Die denkmalrechtliche Erlaubnis für die Ausführung Natursteinmauerwerksarbeiten und für die Sanierung der Brüstungsgeländer wurde erteilt. Die denkmalrechtliche Erlaubnis für die Restaurierung des Geländers vor der Grotte soll im Rahmen der weiteren Planungen (Vorbereitung der Ausschreibung) erteilt werden.Seite 2 von 3 Seite 3 Es ist geplant, die Instandsetzung im Jahre 2025 bis 2026 durchzuführen – die Ausschreibung und die Vergabe erfolgen in 2025 und die Ausführung, die voraussichtlich 10 Monate beträgt, ist für 2026 vorgesehen –. Aufgrund des sehr hohen Denkmalwerts des Natursteinmauerwerks, der Brüstungsgeländer und der Grotte mit Metallgeländer sollen alle Leistungen substanzschonend und sorgfältig durch geeignete Restaurierungsfirmen ausgeführt werden, daher ist eine beschränkte Ausschreibung der denkmalgerechten Sanierung erforderlich. Die geplante Erneuerung der Tragkonstruktion der Terrasse (Stahlbetonarbeiten) wird öffentlich ausgeschrieben und vergeben. Vergabeart X öffentlich offen (EU) aufgeforderte Firmen X beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb Freihändig bzw. Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der vorgeschriebenen Vergabeart Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto X VOB UVgO VgV 2025/2026 700.000€ Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto (konsumtiv) / Finanzposition (investiv) CO-Kontierung (konsumtiv) / Finanzstelle (investiv) Ingenieurbauwerke 521130 6601510 Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von Haushaltsresten Mittel ja X nein ja X nein freigegeben X vorgesehen Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 06:54 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de