253087 · Beschlussvorlage
Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass der Veranstaltung "Bonn Leuchtet"
Kerndaten
- Nummer
- 253087
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 21.05.2025
- Letzte Änderung
- 01.11.2026
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Beschlussvorlage öffentlich 253087 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 33 Bürgerdienste Dezernat: Dez. I Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass der Veranstaltung "Bonn Leuchtet" Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 17.06.2025 Anhörung Rat 03.07.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass der Veranstaltung „Bonn Leuchtet“ wird in der als Anlage 1 beigefügten Fassung beschlossen. Begründung Mit E-Mail vom 14. April 2025 beantragte Frau Maike Reinhardt in ihrer Funktion als Geschäftsführerin des city-marketing bonn e.V., dieser als Vertreter des örtlichen innerstädtischen Einzelhandels, gemäß § 6 (1) Satz 2 Nr. 1 und (4) des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (LÖG NRW) eine Ausnahme der Sonn- und Feiertagsregelung zu folgendem Termin: Sonntag, 26. Oktober 2025, von 13:00 bis 18:00 Uhr. Die Begründung des Antrags umfasst im Wesentlichen die folgenden Ausführungen: Anlassveranstaltung sei das in der Bonner Innenstadt seit 2007 jährlich stattfindende „Bonn Leuchtet“-Fest, das von Freitag, 24.10.2025, bis Sonntag, 26.10.2025, in der Bonner Innenstadt stattfinde. Das etablierte publikumsstarke Fest belege die gesamte Fußgängerzone der Bonner Innenstadt als Veranstaltungsgelände. Internationales Streetfood werde auf allen Straßen und Plätzen angeboten mit Speisen aus aller Herren Länder. Die Besucher könnten von Platz zu Platz, von Straße zu Straße flanieren und alle internationalen Speisen probieren und genießen. Es sei ein für die Besucher kostenloses Event. Des Weiteren würden bekannte Bonner Sehenswürdigkeiten durch aufwendige Illuminationen, lichtkünstlerische Projektionen und 3D-Mapping in Szene gesetzt. Beleuchtet würden u.a. Bauwerke, Straßen und Plätze, so z.B. das Alte Rathaus, die Universität, das Bonner Münster, die Alte Post, das Stockentor, die Vivatsgasse und der Bottlerplatz, diverse Bauten auf dem Friedensplatz, Beethovenstatue, Obelisk und vieles mehr.Seite 1 von 67 Seite 2 Daneben biete „Bonn Leuchtet“ eine große Bandbreite an weiteren Attraktionen und Highlights sowie ein attraktives Rahmenprogramm (Ausstellungen, Infostände, Gastronomie und Mitmachaktionen) auf allen Plätzen der Bonner Innenstadt. „Bonn Leuchtet“ sorge für eine Belebung und Aufwertung der Bonner Innenstadt und verändere die Wahrnehmbarkeit des städtischen Raumes. In der oftmals verwirrenden Überfülle der modernen Stadt zwischen Masten, Wegweisern, Stromkästen, Reklamen und Verkehrsanlagen etc. vollziehe „Bonn Leuchtet“ eine andersartige Interpretation der Bonner Innenstadt als Wahrnehmungs- und Erlebnisraum und schärfe als ein temporärer Eingriff in die Stadtgestaltung den Blick der Menschen für ihre Innenstadt. „Bonn Leuchtet“ habe sich seit der ersten Durchführung im Jahr 2007 zu einer beliebten und sehr gut besuchten Veranstaltung mit stets steigenden Besucherzahlen entwickelt. Im Jahr 2024 seien es rund 250.000 Personen gewesen, die während der gesamten Dreitagesveranstaltung „Bonn Leuchtet“ besucht hätten. Es handele sich um ein traditionelles Stadtfest mit „volksfest- ähnlichem“ Charakter. Durch die Veranstaltung würden neben Besuchern aus Bonn auch viele Besucher aus dem Rhein-Sieg-Kreis und aus dem weiteren Umland, beispielsweise aus dem Raum Köln und dem Raum Aachen, in die Bonner Innenstadt gezogen. Die Marktfläche der Veranstaltung umfasse alle Straßen und Plätze, auf denen sich die Aktionsflächen für diverse Programmpunkte, Technik (für Illumination), Aussteller- und Gastronomiestände durch den begleitenden Foodmarkt befänden bzw. wo einzelne Walking-Acts stattfänden. Es folgen detaillierte Angaben zum räumlichen Geltungsbereich, zu der Veranstaltungsfläche, zu den Verkaufsflächen, zu den erwarteten Besucherzahlen und weitere Ausführungen (siehe Anlage 2). Dem Antrag beigefügt sind verschiedene Anlagen, u.a. mehrere Lagepläne, die sowohl die Ausstellungsfläche als auch den vorgesehenen Bereich der Sonntagsöffnung darstellen, und ein Programm des Festes aus 2024, welches sich in diesem Jahr in der Art und im Umfang auch so darstellen werde (siehe Anlage 3). „Bonn Leuchtet“ ist die Weiterentwicklung der traditionellen Veranstaltung „Lichterstadt am Rhein“, die in den Jahren 2004 bis 2010 Anlass für den jeweils zweiten verkaufsoffenen Sonntag im Stadtbezirk Bonn war. Unterbrochen wurde die Tradition lediglich in den Jahren 2011, 2012 und 2020. Die Gründe waren die Freigaben aus besonderen anderen Anlässen, wie z.B. dem NRW- Tag in Verbindung mit dem Tag der deutschen Einheit bzw. die Corona- Pandemie. Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 19.09.2013 eine Ordnungsbehördliche Verordnung (OBV) beschlossen, mit welcher die Tradition eines verkaufsoffenen Sonntags aus Anlass der Veranstaltung „Bonn Leuchtet“ fortgesetzt wurde. Seitdem hat dieses besondere Fest mit einer Ausnahme in Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag stattgefunden. Im Jahr 2020 wurde die bereits „abgespeckte“ Ersatzveranstaltung „Ludwig Strahlt“ wegen der verschärften Corona-Schutzverordnung abgesagt. DieSeite 2 von 67 Seite 3 hierzu bereits beschlossene Ordnungsbehördliche Verordnung wurde in der konstituierenden Sitzung des Rates am 05.11.2020 aufgehoben. Die Veranstaltung „Bonn Leuchtet“ mit ihren vielfältigen und hochwertigen Attraktionen verzeichnet seit seiner ersten Durchführung im Jahr 2007 stets steigende Besucherzahlen und lockte nach Schätzung des Veranstalters im Jahr 2024 (01.-03.11.24) rund 250.000 Besucher in die Bonner Innenstadt. Für die diesjährige Veranstaltung geht city-marketing bonn e. V. in einer bewusst vorsichtigen Schätzung von (lediglich) 150.000 – 200.000 Besucher aus, da wegen der „allgemein latent angespannten Sicherheitslage“ viele Menschen große Menschenansammlungen im öffentlichen Raum mieden. Nach der erneuten Novellierung des Ladenöffnungsgesetzes (LÖG NRW) im März 2018 können die Kommunen gemäß § 6 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 4 LÖG NRW durch Ordnungsbehördliche Verordnung an jährlich acht, nicht unmittelbar aufeinanderfolgenden, Sonn- oder Feiertagen die Öffnung von Verkaufsstellen bis zur Dauer von fünf Stunden ab 13:00 Uhr im öffentlichen Interesse zulassen, wobei die Höchstzahl von 16 Sonn- und Feiertagen je Gemeinde nicht überschritten werden darf. Eine Anhörung der zu beteiligenden Institutionen (Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände, Kirchen, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer), mit Ausnahme der Gewerkschaften, erscheint aus Sicht der Verwaltung sachlich eigentlich als entbehrlich, da in der im Mai 2025 zwischen den genannten Beteiligten getroffenen sogenannten Konsensvereinbarung sowohl die absolute Anzahl als auch die Anlässe der verkaufsoffenen Sonntage in den einzelnen Stadtbezirken, auch der zu „Bonn Leuchtet“, bis Ende 2027 festgeschrieben wurden (siehe Anlage 4). Somit ist das Einverständnis der betroffenen Institutionen zur Freigabe der verkaufsoffenen Sonntage zu den dort genannten Anlässen bis zum Ende der Laufzeit der Konsensvereinbarung schriftlich dokumentiert. Aus Gründen der Rechtssicherheit und im Hinblick auf die formelle Rechtmäßigkeit entsprechender Verordnungen wurden allerdings sicherheitshalber sämtliche zu beteiligenden Institutionen mit E-Mail vom 14. April 2025 erneut um Stellungnahme zu dem beantragten Erlass einer OBV aus Anlass der Veranstaltung „Bonn Leuchtet“ gebeten. Die Geschäftsstelle des Einzelhandelsverbandes Bonn-Rhein-Sieg- Euskirchen e.V. übermittelte per E-Mail vom 17. April 2025 dessen Stellungnahme vom 16. April 2025. Als Interessenvertretung des Einzelhandels in der Region befürworte er alle Maßnahmen, die zur Stärkung eines vielfältigen stationären Einzelhandelsangebots beitrügen und ortsnahe Einkaufsmöglichkeiten sicherstellten. Er begrüße die vorgesehene Sonntagsöffnung ausdrücklich. Das Büro des Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises schrieb ebenfalls am 17. April 2025, dass sie mit dem verkaufsoffenen Sonntag einverstanden seien, da in der Bonner Vereinbarung für diese Veranstaltung ein verkaufsoffener Sonntag angegeben sei. Die an der Konsensvereinbarung nicht beteiligte Gewerkschaft ver.di Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen äußerte sich mit E-Mail vom 17. April 2025 ebenfallsSeite 3 von 67 Seite 4 und gab im Anschluss an verschiedene Zitate aus der Rechtsprechung an, dass der Anlassbezug nachvollziehbar sei und mit den notwendigen Unterlagen belegt wurde. Ebenso sei den Lageplänen zu entnehmen, dass eine notwendige räumliche Klärung vorgenommen wurde. Grundsätzlich sei man, im Interesse der Beschäftigten, gegen eine sonntägliche Öffnung. Nachfolgend vertritt ver.di die Auffassung, dass Sonntagsöffnungen zur Folge hätten, dass auch Nachbargemeinden ebenfalls Ladenöffnungen an Sonntagen vornähmen. Mehr Ladenöffnungen bedeuteten insoweit immer stets mehr Sonntagsarbeit. In diesem Zusammenhang wird ein Volkswirt zitiert, wonach der Gesamtabsatz der Einzelhändler durch Änderung der Ladenöffnungszeiten nicht verändert werde. Die Verlängerung der Öffnungszeit bringe nur Mehrbelastung und keine Absatzsteigerung. Abschließend wird gebeten, den teilnehmenden Einzelhändlern mitzuteilen, dass Sonntagsarbeit von den Beschäftigten nur auf freiwilliger Basis erfolgen dürfe. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB Region Köln-Bonn) teilte am 28. April 2024 per E-Mail mit, dass sich der DGB der Stellungnahme von ver.di anschließe. Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg schrieb am 29. April 2025, dass keine Bedenken gegen die Freigabe der Ladenöffnung bestünden, soweit die Anforderungen aus § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 LÖG NRW eingehalten würden. Die im Antrag gemachten Angaben zu Umfang und Art der Veranstaltung seien nachvollziehbar und es werde deutlich, dass die Veranstaltung im Vordergrund stehe. Das katholische Stadtdekanat sowie die Handwerkskammer zu Köln antworteten innerhalb der angemessenen Frist nicht auf das Anhörungsschreiben. Alle Stellungnahmen liegen als Anlage 5 dieser Beschlussvorlage bei. Mit der Novellierung des am 30.03.2018 in Kraft getretenen neuen Ladenöffnungsgesetzes (LÖG NRW) bezweckte der Gesetzgeber zum einen die Ausweitung der Möglichkeiten (Sachgründe), verkaufsoffene Sonntage zuzulassen, und zum anderen eine Verbesserung der Rechtssicherheit. So ist nach § 6 Abs. 1 LÖG NRW das Vorliegen eines öffentlichen Interesses Voraussetzung für die Freigabe, wobei in den Ziffern 1-5 einige Beispiele dazu genannt werden. Nach Ziffer 1 dieser Bestimmung liegt ein öffentliches Interesse insbesondere vor, wenn die Öffnung im Zusammenhang mit örtlichen Festen, Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen erfolgt. Satz 3 besagt, dass das Vorliegen eines solchen Zusammenhangs vermutet wird, wenn die Ladenöffnung in räumlicher Nähe zur örtlichen Veranstaltung sowie am selben Tag erfolgt. Die Veranstaltung „Bonn Leuchtet“ hat sich seit der ersten Durchführung im Jahr 2007 zu einer beliebten und sehr gut besuchten Veranstaltung mit unterschiedlichen, aber stets sehr hohen Besucherzahlen entwickelt. In denSeite 4 von 67 Seite 5 Jahren 2019 und 2023 waren es jeweils rund 250.000 Personen, die während der gesamten Dreitagesveranstaltung das „Bonn Leuchtet“-Fest besucht haben. Für die diesjährige Veranstaltung wird für den Zeitraum Freitag, 24.10.2025, bis Sonntag, 26.10.2025, im Rahmen einer vorsichtigen Schätzung von lediglich 150.000 bis 200.000 Besuchern ausgegangen. Diese Veranstaltung wird regelmäßig nach Titel IV der Gewerbeordnung (GewO) als Jahrmarkt festgesetzt. Bei der vorsichtigen Prognose, dass zwischen 150.000 und 200.000 Besucher das diesjährige Fest aufsuchen werden, geht der Veranstalter von einer etwa gleichmäßigen Besucherverteilung von 50.000 bis 66.700 Personen pro Veranstaltungstag aus, die „Bonn Leuchtet“ als primär prägendes Besuchsmotiv ansehen. Dabei ist davon auszugehen, dass ein großer Anteil der Besucher das Fest erst im späteren Tagesverlauf aufsuchen wird, da erst mit Einsetzen der Dämmerung/Dunkelheit Lichteffekte besonders gut wahrzunehmen sind bzw. ihre Wirkung entfalten. Nach Auskunft der Betreibergesellschaft der Bonner Parkhäuser, der Bonner City Parkraum GmbH, waren bei der Veranstaltung im Jahr 2017 an allen drei Veranstaltungstagen die innerstädtischen Parkhäuser und alle anderen Parkplätze im Innenstadtbereich gänzlich ausgelastet. Allein daraus leitet der Veranstalter eine in seinem Antrag näher begründete Besucherzahl von 22.500 Besuchern je Veranstaltungstag ab. Zusammen mit den zu Fuß oder mit sonstigen Verkehrsmitteln zu der Veranstaltung kommenden Besuchern geht der Veranstalter (ebenfalls im Antrag erläutert) von einer täglichen Besucherzahl von 65.770 aus. Aufgrund verschiedener nachvollziehbarer Berechnungsmethoden nimmt city- marketing bonn e. V. eine Zahl von 16.500 bis 22.500 „Einzelhandelsbesuchern“ an. Somit ergibt sich eine Quote von ca. einem Drittel der Festbesucher, die primär wegen der geöffneten Geschäfte in die Innenstadt kommen. Die deutliche Mehrheit der Gäste wird demnach durch die Anlassveranstaltung in die City gelockt. Das vielfältige Programm wird in der beigefügten Programmübersicht des Jahres 2024 und den angefügten Plänen und Zeitungsausschnitten (siehe Anlage 3) ausführlich beschrieben. Das diesjährige Programm soll in etwa dem des Vorjahres entsprechen, Details waren zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht bekannt. Die Veranstaltung ist folglich geeignet, für sich genommen sowohl eine große Zahl heimischer als auch auswärtiger Besucher anzuziehen. Wie zuvor ausgeführt ist belegt, dass die Mehrheit der Besucher wegen der Illuminationen und des umfangreichen und abwechslungsreichen Programms nach Bonn-City kommt. Für die prägende Wirkung der Marktveranstaltung spricht auch der Umstand, dass das Programm des „Bonn Leuchtet“-Festes so gestaltet ist, dass es für alle gesellschaftlichen Gruppen und Altersklassen attraktiv ist. Nachvollziehbare Angaben des Antragstellers (II. Besucherprognose desSeite 5 von 67 Seite 6 Antrages) zeigen überdies, dass rund zwei Drittel der Besucher wegen des eigentlichen Festgeschehens nach Bonn kommen und lediglich ein Drittel der Besucher auch eines der geöffneten Geschäfte aufsucht. Es bestehen keine Zweifel daran, dass die prägende Wirkung des Festes aufgrund der Programmvielfalt auch den Sonntag erfasst, dass die Mehrzahl der Besucher somit wegen des eigentlichen Festes und nicht primär wegen der Sonntagsöffnung in die Bonner Innenstadt kommt und die Ladenöffnung folglich lediglich als Annex zu diesem Fest anzusehen ist. Auch die festgesetzte Veranstaltungsfläche, die der festgesetzten Marktfläche entspricht, ist nahezu deckungsgleich mit dem Bereich, in dem die Verkaufsstellen öffnen dürfen. Es handelt sich um ca. 89.000 m2. Sie setzt sich wie folgt zusammen: Veranstaltungsort ist der Zentrumsbereich des Stadtbezirks Bonn. Er ist identisch mit dem Geltungsbereich der Gestaltungs- und Werbesatzung Bonner Innenstadt vom 23. Juni 2015. Er umfasst den Bereich der Fußgängerzone und die zentralen Eingangsbereiche zur Innenstadt sowie Bereiche, die stadtstrukturell in den engeren Zentrumsbereich mit hinzugerechnet werden. Die Marktfläche der Veranstaltung umfasst alle Straßen und Plätze, auf denen sich die Aktionsflächen für diverse Programmpunkte, Technik für die Illumination, Ausstellerstände und Gastronomiestände für den begleitenden Foodmarkt befinden bzw. einzelne Mitmachaktionen stattfinden. Hierzu zählen die Straßen: Acherstraße, Bottlerplatz, Brüdergasse, Dreieck, Friedensplatz, Friedrichstraße, Fürstenstraße, Gangolfstraße, In der Sürst, Marktplatz, Martinsplatz, Mülheimer Platz, Poststraße, Remigiusplatz, Remigiusstraße, Sternstraße, Vivatsgasse, Wenzelgasse. Nach Auskunft des Geographischen Instituts der Universität Bonn beträgt diese Fläche 52.000 m2. Als weitere Nutzungsflächen zählen alle relevanten Zugangswege, die der Marktfläche der Veranstaltung hinzugerechnet werden. Dies sind vor allem die Laufwege zu den Parkhäusern und nahegelegenen Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel, die Verbindungsstraßen zwischen den Marktflächen der Veranstaltung sowie Serviceflächen für die Aussteller. Hierzu zählen die Straßen: Am Hof, Am Neutor, Bischofsplatz, Budapester Straße, Kaiserplatz, Kasernenstraße, Kesselgasse, Mauspfad, Maximilianstraße, Rathausgasse, Sterntorbrücke, Stockenstraße, Thomas- Mann-Straße, Wilhelmstraße, Wesselstraße. Nach Auskunft des Geographischen Instituts der Universität Bonn beträgt diese Fläche 37.000 m2. Daraus ergibt sich eine Gesamtveranstaltungsfläche von 89.000 m2. Als Zwischenergebnis ist festzustellen, dass der enge räumliche Bezug des zur Ladenöffnung vorgesehenen Bereichs zur Veranstaltungsfläche, also zu dem Festgeschehen, welche nahezu die gesamte Bonner Innenstadt umfasst, somitSeite 6 von 67 Seite 7 gegeben ist. Auch findet die Veranstaltung am selben Tag wie die beantragte Ladenöffnung statt. Die Vermutungsregel des § 6 Abs. 1 Satz 2 Ziffer 1 i.V.m. Satz 3 LÖG NRW greift somit ein, so dass davon ausgegangen werden darf, dass die sonntägliche Öffnung der Verkaufsstellen im öffentlichen Interesse liegt. Von einer Beschränkung der OBV auf bestimmte Sortimente wird im Hinblick auf die besondere Bedeutung dieses traditionellen und seit Jahren etablierten Festes abgesehen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass auch die durch die Novellierung des LÖG NRW formulierten neuen Anforderungen an die Freigabe eines verkaufsoffenen Sonntags im vorliegenden Fall erfüllt sind und die anliegende OBV folglich im Einklang mit dem geltenden Recht steht. Anlage/n 1 OBV Bonn Leuchtet 2025 (öffentlich) 2 Antrag Bonn Leuchtet 2025_Geschwärzt (öffentlich) 3 Anlagen Bonn Leuchtet 2025 (öffentlich) 4 Bonner Vereinbarung VOS 2025-2027-geschwärzt (öffentlich) 5 Stellungnahmen Bonn Leuchtet 2025_Geschwärzt (öffentlich)Seite 7 von 67 Anlage 1 Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass der Veranstaltung „Bonn Leuchtet“ Vom Auf Grund des § 6 Absatz 1 und 4 des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (Ladenöffnungsgesetz - LÖG NRW) vom 16. November 2006 (GV. NRW. S. 516/SGV. NRW. 7113), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 22. März 2018 (GV. NRW. S. 172), und den §§ 25 ff. des Gesetzes über Aufbau und Befugnisse der Ordnungsbehörden – Ordnungsbehördengesetz (OBG) - in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. Mai 1980 (GV. NRW. S. 528/SGV. NRW. 2060), zuletzt geändert durch Artikel 7 des Gesetzes vom 10. Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1184), wird von der Bundesstadt Bonn als örtlicher Ordnungsbehörde gemäß Beschluss des Rates der Bundesstadt Bonn vom xx.xx.xxxx folgende Verordnung erlassen: Bundesstadt Bonn als örtliche Ordnungsbehörde § 1 Aus Anlass der im Stadtbezirk Bonn stattfindenden Veranstaltung „Bonn Leuchtet“ dürfen Verkaufsstellen am Veranstaltungssonntag, dem 26.10.2025, im wie folgt umgrenzten Gebiet: Belderberg - Franziskanerstraße – An der Schlosskirche – Am Hof – Am Neutor - Kaiserplatz - Am Hauptbahnhof - Thomas-Mann-Straße - Berliner Platz - Oxfordstraße - Bertha-von-Suttner-Platz - (alle Straßen beidseitig) in der Zeit von 13.00 - 18.00 Uhr geöffnet sein. § 2 Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig Verkaufsstellen an diesem Sonntag außerhalb der in § 1 zugelassenen Geschäftszeiten offen hält. Die Ordnungswidrigkeit kann nach § 12 des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten mit einer Geldbuße bis zu 5.000,00 Euro geahndet werden. § 3 Diese Verordnung tritt eine Woche nach dem Tag ihrer Verkündung in Kraft. Sie tritt am 27. Oktober 2025 außer Kraft.Seite 8 von 67 1 Betreff: WG: Antrag Ausnahme Sonn- und Feiertagsregelung Sonntag, 26. Oktober 2025 Von: Gesendet: Montag, 14. April 2025 19:18 An: Betreff: Antrag Ausnahme Sonn- und Feiertagsregelung Sonntag, 26. Oktober 2025 ⚠ Achtung: Absender von außerhalb der Stadtverwaltung Bonn! ⚠ Sehr geehrte sehr geehrte hiermit beantragen wir als Vertreter des örtlichen innerstädƟschen Einzelhandels gemäß § 6 (1), Satz 2, Nr. 1 und (4) des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (LÖG NRW) eine Ausnahme der Sonn- und Feiertagsregelung zu folgendem Termin: Termin: Sonntag, 26. Oktober 2025 Öffnungszeit: 13:00 bis 18:00 Uhr Anlassveranstaltung: „Bonn Leuchtet“ Veranstaltungsort/StadƩeil: Bonn - Innenstadt Der zur Öffnung vorgesehene Sonntag fällt nicht auf einen geschützten bzw. ruhigen Feiertag im Sinne § 6 (5) LÖG NRW. Die vorgesehene Öffnungszeit der GeschäŌe liegt außerhalb der Zeiten der HauptgoƩesdienste (vgl. § 6 (4) LÖG NRW). Im April 2019 wurden zwischen den Kirchen und den Arbeitgeber- und WirtschaŌsverbänden, der IHK Bonn/Rhein- Sieg sowie der Handwerkskammer zu Köln, die Anzahl und die Anlässe für verkaufsoffene Sonntage in den einzelnen Stadtbezirken Bonns in einer Konsensvereinbarung bis 31.12.2027 festgeschrieben. I. Anlassbeschreibung 1. Allgemein Eine sonntägliche Ladenöffnung mit uneingeschränktem Warenangebot aus Anlass einer Veranstaltung (Messe, Markt u.ä.) ist nur zulässig, wenn die Veranstaltung selbst für den Sonntag prägend ist. Die Sonntagsöffnung darf also nach den gesamten Umständen lediglich als Annex zur Anlassveranstaltung wahrgenommen und veranstaltet werden. Die Anlassveranstaltung muss die „Hauptsache“ sein und die Sonntagsöffnung der GeschäŌe darf lediglich einen „Nebeneffekt“ darstellen. Dementsprechend darf eine Anlassveranstaltung nicht nur deshalb veranstaltet werden, um formell die rechtlichen Voraussetzungen für die eigentlich bezweckte Ladenöffnung am Sonntag zu schaffen. Es findet sich keine allgemein anerkannte DefiniƟon des Begriffs Anlass. In der hier angezeigten Angelegenheit muss der Begriff Anlass als eine Gelegenheit, ein Ereignis, ein Beweggrund oder ein MoƟv definiert werden, warum eine Veranstaltung überhaupt durchgeführt werden soll. Ein Anlass ist in diesem Kontext als ein Ereignis anzusehen, welcher in der Regel nicht alltäglich ist und insofern etwas „Besonderes“ darstellt. Unter einer Veranstaltung wird allgemein ein zeitlich begrenztes und geplantes Ereignis, an dem eine Gruppe von Menschen teilnimmt, verstanden. Dieses Ereignis hat ein definiertes Ziel und eine Programmfolge mit themaƟscher, inhaltlicher Bindung oder ZweckbesƟmmung. Die OrganisaƟon des Ereignisses liegt in der abgegrenzten Verantwortung eines Veranstalters, einer Person, OrganisaƟon oder InsƟtuƟon. Der Anlass ist der konkreten Veranstaltung inhaltlich vorgeschaltet oder anders ausgedrückt: die Veranstaltung ist die inhaltlich-konzepƟonelle ManifesƟerung eines Anlasses. Um eine inhaltlich-funkƟonale Beziehung zwischen AnlassSeite 9 von 67 2 und Veranstaltung herzustellen, werden in der jurisƟschen DikƟon beide Begriffe sodann auch zumeist zur Anlassveranstaltung zusammengefasst. 2. Konkrete Anlassbeschreibung „Bonn Leuchtet“ (mit weiteren AkƟonen) Foodmärkte sind in den vergangenen Jahren ein großer Anziehungspunkt für seine Besucher. Es ist aber noch viel mehr – ein buntes Zusammentreffen von Menschen unterschiedlicher NaƟonen und kulinarischer Köstlichkeiten in ungezwungener und offener Atmosphäre. Hier zeigen Profi- und Hobbyköche an ihren Ständen, in Zelten und Foodtrucks außergewöhnliche und landestypische KreaƟonen von Speisen, die frisch vor den Augen der Besucher zubereitet werden. Dazu ergänzend Licht als gestalterisches Element des öffentlichen Raumes nimmt in der Stadtplanung einen immer größeren Stellenwert ein. Licht wird im Städtebau als Allgemeinbeleuchtung, Akzent-/ PräsentaƟonsbeleuchtung und als Leitsystem eingesetzt. Es dient der OrienƟerung, Sicherheit, Kennzeichnung von besonderen Arealen, RepräsentaƟon, Anregung, Erholung und Schaffung von Atmosphären. Aber nicht nur Licht schaŏ eine AƩrakƟvität in der Innenstadt, auch die Besucher möchten weitere Erlebnisflächen genießen. Am Freitag, den 24.10.25 (18.00-22.00 Uhr), Samstag, 25.10.2025 (12:00 – 22:00 Uhr), und Sonntag, 26.20.2025 (12:00 – 22:00 Uhr), findet in der Bonner Innenstadt das seit 2007 jährlich staƪindende „Bonn Leuchtet“-Fest staƩ. Es handelt sich um ein etabliertes publikumsstarkes Innenstadt-Fest, das die gesamte Fußgängerzone der Bonner Innenstadt als Veranstaltungsgelände belegt. InternaƟonales Streeƞood wird auf allen Straßen und Plätzen angeboten mit Speisen aus allen Herren Länder, wie auch schon in 2024 (siehe Anlage 2). Die Besucher flanieren von Platz zu Platz, von Straße zu Straße und können alle internaƟonalen Speisen probieren und genießen. Es ist ein für die Besucher kostenloses Event. Des Weiteren werden bekannte Bonner Sehenswürdigkeiten durch aufwendige IlluminaƟonen, lichtkünstlerische ProjekƟonen und 3D-Mapping in Szene. Beleuchtet werden u.a. Bauwerke, Straßen und Plätze, so zum Beispiel das Alte Rathaus, die Universität, das Bonner Münster, die Alte Post, das Stockentor, die Vivatsgasse und der BoƩlerplatz, div. Bauten auf dem Friedensplatz, Beethovenstatue, Opal u.v.m). Daneben bietet „Bonn Leuchtet“ eine große Bandbreite an weiteren AƩrakƟonen und Highlights sowie ein aƩrakƟves Rahmenprogramm (Ausstellungen, Infoständen, Gastronomie und MitmachakƟonen) auf allen Plätzen der Bonner Innenstadt. „Bonn Leuchtet“ sorgt für eine Belebung und Aufwertung der Bonner Innenstadt und verändert die Wahrnehmbarkeit des städƟschen Raumes. In der oŌmals verwirrenden Überfülle der modernen Stadt zwischen Masten, Wegweisern, Stromkästen, Reklamen und Verkehrsanlagen etc. vollzieht „Bonn Leuchtet“ eine andersarƟge InterpretaƟon der Bonner Innenstadt als Wahrnehmungs- und Erlebnisraum. Als ein temporärer Eingriff in die Stadtgestaltung schärŌ „Bonn Leuchtet“ den Blick der Menschen für ihre Innenstadt. Detaillierte und umfangreiche Programmaufstellungen sowie eine Zusammenstellung von ZeitungsarƟkeln entnehmen Sie biƩe der Anlage 1 – 3. II. Besucherprognose 1. Allgemein Die aktuelle Rechtsprechung setzt bei einer prägenden Wirkung einer Anlassveranstaltung regelmäßig voraus, dass die Anlassveranstaltung ohne die Sonntagsöffnung mehr Besucher anziehen muss als der alleinige verkaufsoffene Sonntag. Wieviel mehr an Besuchern erforderlich ist, ist nicht festgelegt. Insofern würden also rein theoreƟsch einige wenige Personen mehr ausreichen. Zunächst eingangs unseres Verständnisses von dem, was eine Prognose darstellt: Eine Prognose (Vorhersage, Voraussage) ist eine Aussage über Ereignisse, Umweltzustände oder Entwicklungen in der ZukunŌ. Sie geht von einer AusgangssituaƟon aus und erklärt eine Entwicklung in die ZukunŌ. Sie kann auf prakƟschen Erfahrungen und/oder theoreƟschen Erkenntnissen basieren. Dabei bedient sie sich besƟmmter Prognosetechniken. Zu den gängigen und in der WissenschaŌ anerkannten Prognosetechniken zählen: Messungen und Zählungen als Grundlagen zur Erstellung von Datenmaterial SubjekƟve Einschätzungen, die von Experten mit einem gereiŌen Fachwissen intuiƟv erstellt werden Die lineare ExtrapolaƟon, bei welcher Vergangenheitswerte fortgeschrieben und mit einer Begründung versehen in die ZukunŌ projiziert werdenSeite 10 von 67 3 Sowie inhalƟch-qualitaƟve (Bevölkerungs-)Umfragen, die einerseits der ErmiƩlung von Meinungen d.h., von Einsichten, Einstellungen, SƟmmungen oder Wünschen dienen sowie andererseits tatsächliche Verhaltensweisen der Menschen erfragen Die „WerƟgkeit“ bzw. auch AussagekraŌ der verschiedenen Techniken ist grundsätzlich gleichgestellt. Die Rechtsprechung sieht nicht zwingend das Erfordernis von eigenen, gegebenenfalls kostspieligen neuen Umfragen, Zählungen etc. vor. Einschätzungen von Experten reichen z.B. grundsätzlich auch aus um Besucherprogosen vorzunehmen In diesem Kontext sei auch auf die Vorlage („Freiwillige ÜbereinkunŌ“) zur Sitzung eines „Runden Tisches“ im NRW-WirtschaŌsministerium, welche im Vorfeld eines Treffens am 17. März 2017 im NRW- WirtschaŌsministerium verteilt wurde, hingewiesen. Das Ministerium selbst haƩe in diesem Vorlagenentwurf zur Erstellung von Besucherprognosen folgendes niedergeschrieben: „Zum Vergleich könnte auf die Schätzung von reinen „Shopping-Besuchern“ an einem anderen Tag zurückgegriffen werden. Die IdenƟfizierung eines potenƟellen Vergleichstages muss die unterschiedlichen Umstände berücksichƟgen. Es könnte z.B. ein besonderer Samstag oder ein DurchschniƩswert der Wochenfrequenz von idenƟfizierten „besonderen“ Wochen in Betracht kommen.“ Weiter heißt es in der Vorlage: „TradiƟonsveranstaltungen werden in der Regel größere Besucherströme auslösen als erstmalige Veranstaltungen.“ 2. Besucher, die wegen „Bonn Leuchtet“ kommen „Bonn Leuchtet“ hat sich seit der ersten Durchführung im Jahr 2007 zu einer beliebten und sehr gut besuchten Veranstaltung mit stets steigenden Besucherzahlen entwickelt. Im Jahr 2024 (01.-03.11.24) waren es rund 250.000 Personen, die während der gesamten Dreitagesveranstaltung das „Bonn Leuchtet“ besucht haben (vgl. Anlage 1). „Bonn Leuchtet“ ist ein seit 18 Jahren etabliertes und bekanntes Stadƞest mit „volksfest-ähnlichem“ Charakter. Es handelt sich insofern auch um ein tradiƟonelles Fest. Zielgruppe dieses Festes ist sind einerseits die ganze (Stadt- )Bevölkerung sowie andererseits auswärƟge Besucher. Durch die Veranstaltung werden neben Besuchern aus Bonn, auch viele Besucher aus dem Rhein-Sieg-Kreis und aus dem weiteren Umland, beispielsweise aus dem Raum Köln und dem Raum Aachen in die Bonner Innenstadt angezogen. Für das Jahr 2025 kann für den Zeitraum Freitag, 24.10.25 bis Sonntag, 26.10.2025, grundsätzlich mit ähnlichen Besucherzahlen gerechnet werden. Da die Besuchsfrequenz für diese Art von Festen auch weƩerabhängig ist und Besucherzahlen bei „Lichƞesten“ im allgemeinen zum Teil stark schwanken (Beispiele: StuƩgart Lichterfest 30.000 Besucher hƩps://de.wikipedia.org/wiki/Lichterfest_StuƩgart; Kölner Lichterfest „hunderƩausende Besucher“ hƩp://www.rp-online.de/nrw/staedte/koeln/hunderƩausende-besucher-sahen-die-koelner-lichter-2016- aid-1.6126154; Dortmund Lichterfest im Wesƞalenpark 40.000 Besucher hƩp://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44141-Innenstadt~/Zehntausende-Besucher-So- schoen-war-das-Lichterfest-im-Wesƞalenpark;art930,3093792; Bad Harzburg Salz- und Lichterfest 50.000 Besucher hƩp://regionalheute.de/50-000-besucher-kamen-zum-lichterfest/) sowie aufgrund der allgemein latent angespannten Sicherheitslage viele Menschen große Menschenansammlungen im öffentlichen Raum meiden, gehen wir im Rahmen einer vorsichƟgen Schätzung von (lediglich) 150.000 bis 200.000 Besuchern aus. Geht man (lediglich) von 150.000 bis 200.000 Besuchern an den drei Veranstaltungstagen aus und setzt man für diese drei Tage jeweils idealtypisch gleiche Besucherzahlen an, so ergibt sich eine zu erwartende Spanne von rund 50.000 bis ca. 66.700 Menschen, die „Bonn Leuchtet“ als primäres (prägendes) BesuchsmoƟv sehen. Es ist damit zu rechnen, dass eine Vielzahl der Besucher auch erst später im Tagesverlauf zu der Veranstaltung kommen, da erst mit Einsetzen der Dämmerung/Dunkelheit Lichteffekte besonders gut wahrzunehmen sind bzw. ihre Wirkung enƞalten. Nach AuskunŌ der BetreibergesellschaŌ der Bonner Parkhäuser, die Bonner City Parkraum GmbH, waren im Jahr 2017 an allen drei Veranstaltungstagen die Parkhäuser (und auch alle anderen Stell-/Parkplätze) gänzlich ausgelastet. Bei rund 4.500 Park-/Stellplätzen, einem durchschniƩlichen Besetzungswechsel der Parkplätze von 2,5 Stunden (ermiƩelt anhand von allgemeinen Daten des Bundesparkausverbandes - www.parken.de - der Studie „Mobilität in Deutschland“, Daten aus der ADAC-Studie „Mobilität in Deutschland“ und konkreten Ergebnissen der BAG Untersuchung Kundenverkehr aus dem Jahre 2008) und einem durchschniƩlichen Pkw-Besatz von zwei Personen (ebenfalls ermiƩelt anhand von allgemeinen Daten des Bundesparkausverbandes - www.parken.de - der StudieSeite 11 von 67 4 „Mobilität in Deutschland“, Daten aus der ADAC-Studie „Mobilität in Deutschland“ und konkreten Ergebnissen der BAG Untersuchung Kundenverkehr aus dem Jahre 2008), ergibt sich alleine hieraus eine Besucherzahl von 22.500 Menschen. Hinzu zu rechnen sind hierzu noch die Menschen, die zu Fuß oder mit anderen VerkehrsmiƩeln anreisen. Gemäß dem Ergebnisse) der Studie „Vitale Innenstädte 2014“ reisen etwa 26 Prozent der Bonner Innenstadtbesucher mit dem Pkw an. Setzt man den anhand der Parkhausauslastung ermiƩelten Wert von 22.500 (Pkw-)Besuchern an, so ergibt sich eine Gesamtbesucherzahl von 86.538 Menschen. Reduziert man diese Zahl um den Faktor 2 (Pkw-Besatz von zwei Personen), kommt man für alle anderen VerkehrsmiƩel und Fußgänger auf eine Besucherzahl von 43.269 Personen. Addiert man hierzu wiederum 22.500 Pkw-Besucher, ergibt sich eine zu erwartende Gesamtbesucherzahl von 65.770 Personen. 3. Besucher, die wegen des Einkaufens kommen a. Eine Berechnung kann an vorliegenden, unternehmensbezogenen Daten anknüpfen. Die zwei „Großflächenanbieter“ Galeria KauĬof und SINN, zählten im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags anlässlich „Bonn Leuchtet“ (6.11.2016) gemeinsam insgesamt rund 9.500 Kunden. Gemäß Daten der BAG Untersuchung Kundenverkehr vom 11. Oktober 2008, beträgt die Käuferquote in der Bonner Innenstadt 55 Prozent. Setzt man diesen Wert an, so ergibt sich eine Gesamtbesucherzahl (kaufende KundschaŌ + „SehkundschaŌ“) von rund 17.270 Menschen. Addiert man hierzu noch einen zusätzlichen „Sicherheitspuffer“ von 3.000 bis 5.000 Menschen, die in Summe zusätzlich in den anderen GeschäŌen zu erwarten sind, dann muss von einer Gesamtkundenzahl zwischen 20.270 und 22.270 Menschen ausgegangenen werden. b. Diese, unter 3 a. ermiƩelten Werte liegen unterhalb der im Rahmen der BAG Untersuchung Kundenverkehr vom 11. Oktober 2008 (einem Samstag) tatsächlich ermiƩelten Besucherzahlen. In der Zeit von 13:00 bis 18:00 Uhr wurden in der Bonner Innenstadt 29.101 Menschengezählt. Differenziert man jedoch auch hier zwischen „Käufern“ und „Nicht-Käufern“ (= Kunden vs. Besucher) ergeben sich lediglich rund 16.000 Menschen, die eine originäre Kaufabsicht haben. c. Eine andere Prognose der zu erwartenden, kaufmoƟvierten Besucher kann im Wesentlichen vom Einzelhandelsumsatz, dem Betriebsbesatz und vom DurchschniƩsbon hergeleitet werden (Zur InformaƟon: Diese Verfahrensweise hat sich u.a. bei den Antragsstellungen in den Städten Duisburg und Düsseldorf als rechtssicher bewährt.). Hierzu haben wir als Grundlage auf Daten der „Potenzialanalyse Viktoriakarree“ (Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH, S. 22) aus dem Jahre 2013 sowie Daten aus dem COMFORT Städtereport Bonn 2016 (S.2) zurückgegriffen. 600.000.000 € Jahresumsatz Einzelhandel in der Bonner Innenstadt : 500 Zahl der Betriebe Bonner Innenstadt = 1.200.000 Jahresumsatz je Betrieb in € im Jahr in der Bonner Innenstadt 1.200.000 € Jahresumsatz je Betrieb im Jahr Bonner Innenstadt : 302 Öffnungstage im Jahr = 3.974 € durchschniƩlicher Tagesumsatz je Betrieb in der Bonner Innenstadt 3.974 € durchschniƩlicher Tagesumsatz je Betrieb in der Bonner Innenstadt : 10 Stunden tägliche Öffnungsdauer = 397,40 € durchschniƩlicher Stundenumsatz je Betrieb in der Bonner Innenstadt Im Rahmen der Studie „Vitale Innenstädte“ gaben 42 Prozent der befragten Personen in Bonn an einem Samstag an, zum Bummeln bzw. zur Freizeitgestaltung in die Innenstadt gekommen zu sein. Diese Menschen kaufen de facto nicht ein. In Anbetracht dieser Ergebnisse nehmen wir einen Abschlag von 40 Prozent auf den durchschniƩlichen Stundenumsatz je Betrieb vor. 397,40 € durchschniƩlicher Stundenumsatz je Betrieb in der Bonners Innenstadt X 0,4 = 158,96 € durchschniƩlicher Stundenumsatz an Sonntagen je Betrieb in der Bonner Innenstadt 158,96 € durchschniƩlicher Stundenumsatz an Sonntagen je Betrieb in der Bonner Innenstadt X 5 Stunden sonntägliche Öffnungsdauer = 794,80 € durchschniƩlicher Tagesumsatz an Sonntagen je Betrieb in der Bonner InnenstadtSeite 12 von 67 5 Gemäß einem EHI-Panel (Analysiert wurden 8,942 Mrd. Zahlungsvorgänge in 315 Unternehmen) ergab sich für alle Einzelhandelsbranchen im deutschen Handel im Jahr 2013/2014 ein durchschniƩlicher, betrieblicher Einkaufsbetrag in Höhe von 24,33 €. 794,80 € durchschniƩlicher Tagesumsatz an Sonntagen je Betrieb in der Bonner Innenstadt : 24,33 € DurchschniƩsbon = 32,67 durchschniƩliche Besucherzahl an Sonntagen je Betrieb in der Bonner Innenstadt 32,67 durchschniƩliche Besucherzahl an Sonntagen je Betrieb in der Kölner Innenstadt X 500 Betriebe in der Kölner Innenstadt = 16.334 zu erwartende Besucher Dieser Wert ist nahezu deckungsgleich mit dem Wert der Berechnung/ErmiƩlung unter 3b. Wir gehen aufgrund der dargelegten drei Berechnungen davon aus, dass insgesamt mit „Einzelhandelsbesucherzahlen“ zwischen 16.500 und 22.500 Personen gerechnet werden kann/muss. Die gesetzliche Forderung, wonach für die Zulässigkeit von Sonntagsöffnung die entsprechende Anlassveranstaltung (im vorliegenden Fall das „Bonn Leuchtet“) ohne die Sonntagsöffnung mehr Besucher anziehen muss als der alleinige verkaufsoffene Sonntag, ist im vorliegenden Fall in allen erdenklichen Berechnungsvarianten klar erfüllt. III. Veranstaltungsort / Räumlicher Geltungsbereich Die Markƞläche der Veranstaltung umfasst alle Straßen und Plätze, auf denen sich die AkƟonsflächen für diverse Programmpunkte, Technik (für IlluminaƟon), Ausstellerstände und Gastronomiestände durch den begleitenden Foodmarkt befinden bzw. einzelne Walking-Acts staƪinden. Des weiteren gibt es diverse InstallaƟonen rund um das Thema Licht. Hierzu zählen die Straßen: Acherstraße, BoƩlerplatz, Brüdergasse, Dreieck, Friedensplatz, Friedrichstraße, Fürstenstraße, Gangolfstraße, In der Sürst, Marktplatz, MarƟnsplatz, Mülheimer Platz, Poststraße, Remigiusplatz, Remigiusstraße, Sternstraße, Vivatsgasse, Wenzelgasse. Nach AuskunŌ des Geographischen InsƟtuts der Universität Bonn, Herr Stephan Herritsch, beträgt diese Fläche 52.000 Quadratmeter (Anlage 9). Als weitere Nutzungsflächen zählen alle relevanten Zugangswege, die der Markƞläche der Veranstaltung hinzugerechnet werden. Dies sind vor allem die Laufwege zu den Parkhäusern und nahegelegenen Haltestellen der öffentlichen VerkehrsmiƩel, die Verbindungsstraßen zwischen den Markƞlächen der Veranstaltung sowie Serviceflächen für die Aussteller. Hierzu zählen die Straßen: Am Hof, Am Neutor, Bischofsplatz, Budapester Straße, Kaiserplatz, Kasernenstraße, Kesselgasse, Mauspfad, Maximilianstraße, Rathausgasse, Sterntorbrücke, Stockenstraße, Thomas-Mann-Straße, Wilhelmstraße, Wesselstraße. Nach AuskunŌ des Geographischen InsƟtuts der Universität Bonn, Herr Stephan Herritsch, beträgt diese Fläche 37.000 Quadratmeter (vgl. Anlage 9). Daraus ergibt sich eine Gesamtveranstaltungsfläche von 89.000 Quadratmeter (vgl. Anlage 9). Eine Darstellung des räumlichen Geltungsbereichs in einer Karte entnehmen Sie biƩe den Anlagen 4 - 7. IV. Flächenverhältnisse „Bonn Leuchtet“ vs. Verkaufsfläche geöffneter GeschäŌe Ausschlaggebend für eine „prägende Wirkung“ einer Anlassveranstaltung ist die Tatsache, dass die Verkaufsfläche der geöffneten GeschäŌe nicht ungleich größer sein sollte, als die Fläche der Veranstaltung. Nach AuskunŌ des Amts für WirtschaŌsförderung der Stadt Bonn, Herr Arnulf Marquardt-Kuron, beträgt die maximale Gesamƞläche aller Verkaufsflächen im räumlichen Geltungsbereich 132.000 Quadratmeter (vgl. Anlage 8). Anhand verschiedener, bundesweiter Erfahrungen mit der Akzeptanz verkaufsoffener Sonntage in den vergangenen Jahren ist jedoch bekannt, dass sich in der Regel nicht alle im räumlichen Geltungsbereich einer Sonntagsöffnung befindlichen Einzelhändler auch tatsächlich daran beteiligen. So beteiligen sich etwa in Berlin, der Stadt mit den meisten Sonntagsöffnungen, im DurchschniƩ etwa 40 bis 50 % der Einzelhändler nicht regelmäßig an der ÖffnungenSeite 13 von 67 6 (diese AuskunŌ erteilte der HauptgeschäŌsführer des Handelsverbandes Berlin/Brandenburg e.V., Herr Nils Busch- Petersen, im Rahmen eines Telefonats mit dem Unterzeichner am 24. Mai 2017). Nach Einschätzungen des HauptgeschäŌsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) e.V., Herrn Stefan Genth, ist bundesweit bzw. im DurchschniƩ mit einer Beteiligungsquote von 65 bis 70 % auszugehen. Im Rahmen einer „vorsichƟg konservaƟven Einschätzung“ gehen wir für Bonn von einer „Nichtbeteiligungsquote“ von rund 30 bis 35 Prozent aus. Setzt man diese Werte in Bezug zur vorhandenen innerstädƟschen Verkaufsfläche, ergibt sich eine potenƟell „geöffnete Fläche“ von 85.000 bis 92.400 Quadratmetern. Damit würde die Verkaufsfläche der geöffneten GeschäŌe einen etwa gleich großen Umfang einnehmen, wie die Veranstaltungsfläche. Die FlächenrelaƟonen relaƟvieren sich zudem auch insofern, als dass sich die ermiƩelte Verkaufsfläche des Bonner Einzelhandels teilweise über mehrere Etagen erstreckt. Bei einer rein ebenerdigen („erdgeschossigen“) Betrachtung würde das Verhältnis zur Veranstaltungsfläche noch „günsƟger“ sein. Die aus städtebaulichen Gründen gewollte Innenstadtverdichtung kann hier nicht als K.O.-Kriterium für eine Sonntagsöffnung vorgebracht werden. V. Enger räumlicher Bezug Laut aktueller Rechtsprechung soll ein enger räumlicher Bezug zwischen der Veranstaltung und den geöffneten GeschäŌen bestehen, damit die geforderte „prägende Wirkung“ der Veranstaltung gegeben ist. Demnach sollte sich die Sonntagsöffnung auf die GeschäŌe im unmiƩelbaren Umfeld der Veranstaltung beschränken. Die EinzelhandelsgeschäŌe, die im räumlichen Geltungsbereich liegen und am beantragten verkaufsoffenen Sonntag geöffnet haben können, umsäumen die unter III. aufgeführten Veranstaltungsflächen. Damit sind die Veranstaltungsflächen und die Bereiche, die für die Sonntagsöffnung vorgesehen sind, deckungsgleich. Ein enger räumlicher Bezug ist somit gegeben. VI. Aufwertung des staƟonären innerstädƟschen Einzelhandels Veranstaltungen wie „Bonn Leuchtet“ sind als zusätzliche verkaufsunterstützende Maßnahmen für den innerstädƟschen Einzelhandel besonders wichƟg, da der rasant wachsende Onlinehandel spürbare Frequenzverluste und Umsatzrückgänge mit sich bringt. Außerdem ist zunehmend eine Änderung des Konsumentenverhaltens festzustellen, was den Handlungsbedarf hinsichtlich einer Innenstadt-AƩrakƟvierung verdeutlicht, gerade auch für die jüngere GeneraƟon. Mit einer Veranstaltung wie „Bonn Leuchtet“ in KombinaƟon mit einer Sonntagsöffnung kann dem Konkurrenzdruck des Onlinehandels, der mit uneingeschränkten „Öffnungszeiten“ an 365 Tagen im Jahr und dies täglich rund um die Uhr lockt, etwas entgegengesetzt werden. Denn Kunden wünschen mehr und mehr ein besonderes Einkaufserlebnis und suchen die Innenstädte nicht mehr einzig zum Zweck des Einkaufens und der Bedarfsdeckung auf. Familien, Paare und auch BerufstäƟge nutzen verkaufsoffene Sonntage besonders gerne für einen entspannten (Einkaufs-) Bummel in der Innenstadt, was unter der Woche häufig nicht möglich ist. Die Relevanz derarƟger Veranstaltungen lässt sich auch durch aktuelle Studienergebnisse belegen. Die im September 2016 deutschlandweit durchgeführte Innenstadtstudie „Vitale Innenstädte“ des Kölner InsƟtuts für Handelsforschung (IFH) kommt zu dem Ergebnis, dass Bonn von den befragten Passanten mit der Schulnote 2,3 als „gut“ bewertet wird. PosiƟv beurteilt wird von den Befragten neben der Einzelhandelsvielfalt vor allem die AƩrakƟvität der Freizeitangebote hinsichtlich der angebotenen Veranstaltungen in der Innenstadt Bonns, sowie die Möglichkeit, die InnenstadtgeschäŌe auch einmal sonntags im Rahmen der Sonntagsöffnungen aufsuchen zu können. VII. Allgemeine/Grundsätzliche Anmerkungen 1. Ungeachtet der vorstehenden Erläuterungen ist in diesem Kontext darauf hinzuweisen, dass eine schemaƟsche Gegenüberstellung bloßer Zahlen allein nicht hinreichend aussagekräŌig ist. Dies hat zuletzt das OVG in Münster mit der Eilentscheidung 4 B 520/17 (VG Düsseldorf 3 L 1823/17) und 4 B 537/17 (VG Düsseldorf 3 L 1840/17) vom 5. Mai 2017 festgestellt. Das Gericht führte u.a. aus, dass es bei der Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntages anlässlich einer Veranstaltung vielmehr auch auf den Gesamtcharakter und die besonderen Atmosphäre einer Veranstaltung ankomme. Dies ist im vorliegenden Fall ohne ZweifelSeite 14 von 67 7 ersichtlich. Es handelt sich um ein langjähriges, tradiƟonelles Fest mit zahlreichen Elementen, das sich vom alltäglichen/normalen (wochentäglichen) Leben abhebt. 2. Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat am 23. Mai 2017 die von der GewerkschaŌ ver.di beantragte einstweilige Anordnung wegen des verkaufsoffenen Sonntages am 28. Mai anlässlich der WiƩener Himmelfahrtskirmes zurückgewiesen. Nach Auffassung des Gerichts ist bei langjährigen Stadt/-Volksfesten in der Regel davon auszugehen, dass diese für den öffentlichen Charakter des jeweiligen Sonntags prägend sind, weil sie selbst einen beträchtlichen Besucherstrom auslösen, der die Zahl der Besucher bei alleiniger Ladenöffnung übersteige (AZ.: 1 L 1446/17). Dies triŏ unserer Auffassung nach auch für das „Bonn Leuchtet“ zu. 3. Besonderer Aufmerksamkeit dürŌe aber auch ein Beschluss des Verwaltungsgerichtshof Mannheim zukommen. Die Stadt Ludwigsburg haƩe für den 2. April und den 15. Oktober 2018 anlässlich einer „OldƟmer-Sternfahrt“ verkaufsoffene Sonntage genehmigt. Hiergegen wendete sich ver.di mit einem Normenkontrollantrag, der abgelehnt wurde. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die direkte und deutliche KriƟk des Mannheimer Verwaltungsgerichtshofs am relevanten, übergeordneten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 11.11.2015 (Az.: 8 CN 2.14). Der zuständige Mannheimer Senat hegt maßgebliche Zweifel daran, ob die vom Bundesverwaltungsgericht vorgenommene vergleichsweise enge Auslegung der Erfordernisse für verkaufsoffene Sonntage tatsächlich erforderlich ist und den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts in seinem Urteil vom 01.12.2009 entspricht. Das Bundesverfassungsgericht fordert darin mit Blick auf Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 139 WRV lediglich ein Schutzkonzept mit einem Mindestschutzniveau für die Sonn- und Feiertage und die Einhaltung eines Regel-/Ausnahmeverhältnisses, wobei für die ausnahmsweise sonntägliche Ladenöffnung ein öffentliches Interesse von gewissem Gewicht sprechen müsse, das über das alleinige Umsatz- und Erwerbsinteresse auf Seiten der Verkaufsstelleninhaber und das alltägliche „Shopping-Interesse“ auf Kundenseite hinausgehe. Demgegenüber verlangt das Bundesverwaltungsgericht mit der von ihm vorgenommenen „weitergehenden“ Einschränkung des Anwendungsbereichs der Ladenöffnungsregelungen an Sonntagen eine Verknüpfung einer anderen Veranstaltung mit der Ladenöffnung in Gestalt einer (überwiegenden) GleichwerƟgkeitsprognose. Es erscheint dem Mannheimer Senat zweifelhaŌ, ob diese weitere Einschränkung im Urteil des Bundesverfassungsgerichts tatsächlich angelegt und zur Wahrung der in Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 139 WRV verankerten Schutzpflichten verfassungsrechtlich geboten ist, zumal die AussagekraŌ von Prognosen der Besucherströme aufgrund der auf der Hand liegenden Wechselbezüglichkeit von Veranstaltung und Sonntagsöffnung begrenzt erscheint und es die Zielrichtung des Schutzkonzepts konterkarieren könnte, wenn einerseits ein gewichƟges öffentliches Interesse für die sonntägliche Ladenöffnung gefordert wird, diese aber andererseits keinen erheblichen Besucherstrom anziehen dürŌe. Zwar darf sich die anlassgebende Veranstaltung sicherlich nicht als bloßer Vorwand für eine Ladenöffnung darstellen oder gegenüber dem Sonntagsverkauf in den Hintergrund gedrängt werden. Die vom Bundesverwaltungsgericht geforderten Einschränkungen scheinen jedoch deutlich über die verfassungsrechtlich gebotene Beibehaltung eines Mindestschutzniveaus für die Sonn- und Feiertage und die Einhaltung eines Regel-/Ausnahmeverhältnisses hinauszugehen. VIII. Fazit Die hier beantragte Sonntagsöffnung erfüllt – auch im Lichte der jüngeren Rechtsprechung - alle relevanten Vorgaben, die im Zusammenhang mit einer Freigabe eines Sonntags für die Öffnung von Verkaufsstellen stehen. Demnach ist die Veranstaltung selbst für den Sonntag prägend und die beantragte Sonntagsöffnung wird lediglich als Annex zur Anlassveranstaltung wahrgenommen und veranstaltet. Die detailliert beschriebene und mit zahlreichen Anlagen belegte Anlassveranstaltung sowie die beantragte Sonntagsöffnung führen zu einer posiƟven Aufwertung der Bonner Innenstadt und steigern die Aufenthalts- und Erlebnisqualität während des Veranstaltungszeitraums. Veranstaltungen wie „Bonn Leuchtet“ sowie eine funkƟonierende und abwechslungsreiche EinzelhandelslandschaŌ tragen maßgeblich zur AƩrakƟvierung und Belebung der Innenstädte bei und sollten auch zukünŌig gefördert und akƟv unterstützt werden. Nachfolgende Anlagen werde ich Ihnen per wetransfer zusenden:Seite 15 von 67 8 Anlage 1 - Sammlung ZeitungsarƟkel 2024 Anlage 2 - Pressetext 2024 Veranstalter Anlage 3 – Programm BonnLeuchtet 2024 Anlage 4 - Karte Räumlicher Geltungsbereich Anlage 5 - Karte Markƞläche Veranstaltung Anlage 6 - Karte Zuwegungsflächen Veranstaltung Anlage 7 - Karte Gesamƞläche Veranstaltung Anlage 8 – Berechnung Verkaufsfläche Anlage 9 - Detaildarstellung der Einzelflächen Anlage 10 – Teilnahme Einzelhandel an Verkaufsoffenen Sonntagen Anlage 11 – Kundengewinnungsrate Galeria KauĬof Mit den besten Grüßen INVALID HTMLSeite 16 von 67 Nr. 255 – Samstag, 2. November 2024 31 BEKANNTMACHUNG AUGEN STRAHLEN BONN LEUCHTETFoodfestival* in der Bonner Innenstadt & strahlende Aktionen 01.11. bis 03.11.2024 Start am 01.11. ab 18.00 Uhr VERKAUFSOFFENER SONNTAG 03.11. von 13 bis 18 Uhr Schauen Sie gerne auf unserer Webseite vorbei. 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Auf die erfolgte Bereitstellung wird gemäß § 6 Abs. 1 S. 2 i. V. m. § 8 der Bekanntmachungsverordnung NRW und § 17 Abs. 2 der Hauptsatzung hingewiesen. Siegburg, den 28.10.2024 Der Landrat als Wahlleiter gez. Sebastian Schuster In Dankbarkeit für alle Liebe und Fürsorge, die sie uns in ihrem Leben geschenkt hat, nehmen wir Abschied von unserer geliebten Mutter, Oma und Schwiegermutter Karin Krupp * 3. Juli 1945 † 30. September 2024 geb. Ziesche Michaela und Marco Weingartz Jordan Weingartz Emma Simone und Darius Skawinski Darleen Skawinski Ashley Skawinski Skyler Traueranschrift: Familie Krupp c/o Bestattungen Kröger, Bonner Straße 77a-79, 53757 Sankt Augustin, Die Trauerfeier findet am 6. November um 11.00 Uhr in der Kapelle des Friedhofes Mülldorf, Bonner Straße 136, 53757 Sankt Augustin statt. In Liebe und Dankbarkeit Anstelle freundlich zugedachter Blumen und Kränze bitten wir um eine Spende an "Vier Pfoten" Postbank Hamburg IBAN: DE30 2001 0020 0745 9192 02 BIC: PBNKDEFF Verwendungszweck: Sterbefall Karin Krupp Wilfried Blum * 24. Dezember 1953 † 23. Oktober 2024 Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit der Freude, aber auch eine Zeit der dankbaren Erinnerung. eine Zeit der Stille, eine Zeit des Schmerzes und der Trauer, Plötzlich und unerwartet verstarb Trotz langer Krankheit war sein Lebenswille ungebrochen. Ein akutes Krankheitsgeschehen hat ihn uns genommen. Martina Blum evang. Friedhof in Ruppichteroth beigesetzt. Die Urne wurde im Familienkreis auf dem Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit der Freude, eine Zeit der Stille, eine Zeit des Schmerzes und der Trauer, aber auch eine Zeit der dankbaren Erinnerung. Wir trauern um unseren Bruder und Onkel. Stefan-Johannes Vorbringer Berlin 04.10.2024 Christoph Vorbringer mit Petra Salz Pascal Vorbringer mit Julian Dahm Die Beisetzung fand auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille statt. 13.12.1963 Bonn Wer so gelebt wie du im Leben, wer treu erfüllte seine Pflicht, wer stets sein Bestes hat gegeben, der stirbt auch selbst im Tode nicht. Margareta Sedler geb. Harwardt * 20. März 1931 † 25. Oktober 2024 In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied. Bruno Harwardt mit Familie Traueranschrift: Claudia Nestl, Angelikastraße 49, 46537 Dinslaken Auf Wunsch der Verstorbenen findet die Beisetzung im engsten Familienkreis statt. Öffentliche Bekanntmachung Hinweisbekanntmachung des Rhein-Sieg-Kreises Vierte Satzung zur Änderung der Satzung Allgemeine Vorschrift des Rhein-Sieg-Kreises zur Weiterleitung der Ausbildungsverkehrspauschale gemäß § 11a Abs. 2 ÖPNVG NRW vom 23.08.2011 Aufgrund des § 5 Abs. 1 der Kreisordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (KrO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.07.1994 (GV. NRW. S. 646), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes zur Änderung des KommunalwahlG vom 5. Juli 2024 (GV. NRW. S. 444), hat der Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises durch Beschluss am 08.10.2024 die Vierte Satzung zur Änderung der Satzung Allgemeine Vorschrift des Rhein-Sieg-Kreises zur Weiterleitung der Ausbildungsverkehrspauschale gemäß § 11a Abs. 2 ÖPNVG NRW vom 23.08.2011 erlassen. Der Text der Änderungssatzung ist auf der Internetseite des Rhein-Sieg-Kreises www.rhein-sieg-kreis.de/bekanntmachungen bekannt gemacht worden. Siegburg, den 18.10.2024 gez. Sebastian Schuster Landrat Hildegaod Boernpbach geb. Heckelsberg * 6. Januar 1958 † 24. Oktober 2024 In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied Wilfried Judith mit Maya und Leni Lukas und Mandy mit Ben Anke und Samuel mit Mia Kirsten Traueranschrift: Familie Breunsbach c/o Pütz ∞ Roth, Kürtener Straße 10, 51465 Bergisch Gladbach Die Trauerfeier findet statt am Freitag, den 8. November 2024, um 12.00 Uhr in der Ev. Kirche Honrath, Peter-Lemmer-Weg 1 in 53797 Lohmar. Im Anschluss erfolgt die Beisetzung. Gehofft, gekämpft und doch verloren. Du hast so gerne gelebt. Unser Verstand muss dich gehen lassen, unsere Herzen werden dich halten. Nach schwerer Krankheit bedeutete der Tod für ihn eine Erlösung. Dieses Wissen erleichtert uns den Abschied. Norbert Weiß ✴ 24. Oktober 1950 † 20. Oktober 2024 In Liebe und Dankbarkeit: Monika Weiß geb. Brendel Daniel und Fabian Sandra und Harry Enkel, Urenkel Dieter und Kati Weiß sowie alle Angehörigen Siegburg, im November 2024 Die Urnenbeisetzung findet im engsten Kreis statt. Anlage 1/1Seite 17 von 67 Donnerstag, 31. Oktober 2024 KÖLN 31 Allgemeines Verschiedenes Gut sechs Wochen vor dem Start des Mega-Events in London hat Hempel nun erstmals sein neues Turnier-Outfit präsentiert. Jetzt ist er endgültig ein echter „Kölscher Jung“. Vor seinen Partien läuft beim Einlauf immer der Erfolgssong von Brings. Da auch stets viele Kölner Darts-Fans rund um die Feiertage einen Trip zur WM machen, ertönt das „Oh oh oh yeoh“ immer beein- druckend laut im Alexandra Palace. In den vergangenen Jahren hatte Hempel ein rot-weißes Trikot – mal mit Konfetti, mal mit Festkomitee- Logo und Köln-Skyline – getragen. Doch nun geht es im Stil von Peter Brings auf die Bühne. Der Darts- Profi trägt eine Karo-Hose und ein schwarzes Shirt, auf dem der Dom und andere Sehenswürdigkeiten, ebenfalls im Karo-Look, zu erken- nen sind. Premiere feierte der „Kölsche Jung“ mit seinem Brings-Design am Montag (28. Oktober 2024) bei „Champs of Darts“ in der Stadthalle Troisdorf. Zusammen mit Welt- meister Luke Humphries, Stephen Bunting und Max Hopp, der kurz- fristig für Dimitri Van den Bergh einsprang, sorgte das Quartett beim Event von Wolfgang Pütz für gute Laune. Die Engländer glänzten unter anderem mit einer Gesangs- einlage zum Song „Gold“ vom Spandau Ballet. „The Maximiser“ Hopp sorgte mit seinem Sieg gegen Humphries für eine kleine Überraschung. Zudem lieferte er zwei 180-Punkte-Auf- nahmen in Folge. „Es soll vor allem Spaß machen. Wir kommen nicht hierher, um es zu ernst zu nehmen“, sagte der Weltmeister, der sich zwi- schendurch auch das Jackett von Moderator Lukas Wachten überzog. Auch Stimmungssänger Ikke Hüftgold war beim Event in Trois- dorf und sammelte Selfies mit den Dartsstars. Am Ende heizten auch noch Druckluft der Menge ein. Nach mehreren Runden sicherte Köln – Florian Hempel sorgt bei der Darts-WM in London durch seine Einlaufmusik „Kölsche Jung“ immer für einen besonderen Moment. Nun hat der Profi das passende Outfit zu den Songs präsentiert. Zweimal stand Florian Hempel (34) bereits bei der Darts-WM in der dritten Runde. In diesem Jahr möchte der Wahl- Kölner, der inzwischen in Hürth wohnt, erneut für Furore im Ally Pally sorgen. DDaarrttss--PPrrooffiiDarts-Profi FFlloorriiaann:: IImmFlorian: Im BBrriinnggss--LLooookkBrings-Look aauuff ddiiee BBüühhnneeauf die Bühne VON MARCEL SCHWAMBORN koeln@express.de sich Humphries ganz knapp den Gesamtsieg. „Wie geil war das Event bitte“, schrieb Hempel bei Insta- gram. „Vor den Toren Kölns bei solch einem Event teilzunehmen, war mir ein absolutes Fest“. Am Samstag (2. November) folgt der nächste Einsatz für den „Köl- schen Jung“ vor der Haustür. In der Playa am Rhein-Energie-Stadion findet ab 19 Uhr die „Darts Exhibi- tion“ der „Sion Good Darts“-Serie statt. 15 Hobbyakteure dürfen dann den Kampf gegen Hempel aufneh- men. Jetzt muss es am Ende auch nur noch für die definitive WM-Qualifi- kation reichen, damit der Brings- Look in London zu sehen ist. Die Zeichen stehen derzeit gut, dass Hempel einer von sechs Deutschen im Ally Pally ist. Doch noch hängt das Ticket am seidenen Faden. Köln – Erneut ist es bei Köln zur hef- tigen Fackeltätigkeit gekommen. Die Flamme bei Lyondell Basell (Foto oben) in Wesseling war sogar von der Hohenzollernbrücke aus zu sehen (Foto unten). Der Chemieriese teilte mit, dass es „aufgrund einer betrieblichen Ursache zu un- erwünschter Fackeltätigkeit“ kam. Ein Autofahrer in Godorf: „Die Flamme sieht bedrohlich aus. In der Nähe hört man ein vibrierendes Flat- tern, das durch Mark und Bein geht.“ Köln – 2012 gegründet vom Ex-Gi- tarristen von INSX Jon Stevens und David Lowy in Sydney, ein Album aufgenommen, nach der von Slash (Guns'n Roses) geschriebenen und aufgenommenen ausgekoppelten Single „Lock'n ' Load“ prompt von ZZ Top und Aerosmith als Vorband für deren Touren gebucht. Die Rede ist von den Dead Daisies, deren Bandbesetzung sich in den Folge- jahren immer wieder ändern sollte, nicht aber die Musik. Sie ist laut und hart. Mit dem kompromisslosen Al- bum „Ligth'em Up“ ist die Band ge- rade auf Tour und macht kommen- den Dienstag Station in der noch nicht ausverkauften Kölner Essig- fabrik. Es verspricht ein krachender Abend zu werden. Denn die jüngs- ten Aufnahmen sind eine Huldi- gung an die Superbands AC/DC, Ae- rosmith oder Kiss. Musik Heute Termine und Anfangszeiten ohne Gewähr Theater Heute Termine und Anfangszeiten ohne Gewähr Vermischtes Florian Hempel beim Einmarsch am vergangenen Montag in die Stadthalle Troisdorf. Foto: Kay-Uwe Fischer Foto: Alexander Schwaiger Foto: philipp j. meckert Die Hard-Rock-Band The Dead Daisies . Foto: David Pear Florian Hempel im neuen Out- fit an der Scheibe. Jetzt sieht der Darts-Profi fast wie Peter Brings aus. Foto: Kay-Uwe Fischer Damit wird er zu einem waschechten Kölner Riesenfackel lässt Köln erzittern Dead Daisies rocken in Köln Horizont Theater Thürmchenswall 25, t 13 16 04 Donnerstag, 31.10.2024 d 20h Die Welle (M. Rhue), Gastspiel Ali Jalaly Ensemble Freitag, 01.11.2024 d 20h KingKongs Töchter (T. Walser) Theater am Dom Glockengasse 11, OpernPassagen , t 2580153 d 20 Uhr: Achtsam Morden nach dem Bestseller von Karsten Dusse Bürgerhaus Stollwerck - Theater 509 Dreikönigenstr. 23, t 991108-0 d Fr 20.00 André Herrmann "Schön war's, aber nicht nochmal" Cologne Comedy Festival Hübsche Frühlingsbiene Hausbesuche, 0178/8645281. Frechen, tantrahautnah.de Tel.02234/8981410 Leverkusen · Porschestr. 9 · Tel 02171-76 48 999 · tägl 10-23h Eintritt FKK-Luderland.sex· von 10-13 h und ab 17 h19.99 FKK-VERENA.sex ·A40 Dortmund-Dorstfeld - Kressenweg 6 - tgl. 10-23h · Tel 0231/6185263 Eintritt 19.99Tägl.& ab 17h von 10-13h Theater der Keller Siegburger Str. 233w, t 0221 318059 d 19:30 Uhr: ICH WERDE NICHT HASSEN. Ein Friedensappell für den Nahostkonflikt d 20 Uhr: DER MENSCH ERSCHEINT IM HOLOZÄN von Max Frisch d Morgen, 19:30 Uhr: DER MENSCH ERSCHEINT IM HOLOZÄN von Max Frisch d Mor- gen, 20 Uhr: ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENT- SETZLICHE LÜCKE von Joachim Meyerhoff Freies Werkstatt Theater Zugweg 10 t 327817, fwt-koeln.de, qultor.de d 20 Uhr: CAFÉ POPULAIRE. Eine böse Komödie von Nora Abdel-Maksoud Bezaubernde Mollymaus, blond, deutsch, vollbusig, 45, besucht diskret, t (01 72) 5 27 30 30. Hausbesuche liebevolle Sie besucht Dich 46 zu Hause durchgehend 0176/14255863 Saskia, geile Domina (51), Tel. 02251- 929117. Köln und Region Ihre Spende zählt ! DE93 3506 0190 1100 0080 13 Stichwort: Wohnungslose Wohnungslose unterstützen Diakonisches Werk Köln und Region gGmbH Telefon 0221-160380 AUGEN STRAHLEN BONN LEUCHTETFoodfestival* in der Bonner Innenstadt & strahlende Aktionen 01.11. bis 03.11.2024 Start am 01.11. ab 18.00 Uhr VERKAUFSOFFENER SONNTAG 03.11. von 13 bis 18 Uhr Schauen Sie gerne auf unserer Webseite vorbei. Weitere Highlights und detailliertere Infos finden Sie unter: www.bonn-city.de Röhfeldstr. 27 · 53227 Bonn-Beuel · www.franz-aachen.com › PLANEN › HAUBEN › VORHÄNGE › PERGOLA- UND GLASDACH-VERKLEIDUNGEN VOR KÄLTE, NÄSSE UND SCHMUTZ PERFEKTER SCHUTZ Anlage 1/2Seite 18 von 67 B O N N20 Donnerstag/Freitag, 31. Okt./1. Nov. 2024 G E N E R A L - A N Z E I G E RV-VIVERANSTALTUNGEN DONNERSTAG 31.10. BÜHNE BONN 216 Millionen: Stück von Lothar Kittstein, Schauspielhaus, 19.30 Uhr Bette & Joan: Mit Désirée Nick & Anouschka Renzi, Contra-Kreis-Theater, 19.30 Uhr Ramba Zamba: „Sterben ohne Erben“, Malen- tes Theater Palast, Holzlarer Weg 42, 19 Uhr Springmaus Improtheater: „Bääm - Das Hallo- ween-Special“, Haus der Springmaus, 20 Uhr Und wir mittendrin: Junges Ensemble Marabu; ab 14 Jahren, Theater Marabu, Beuel, 10 + 19 Uhr Wild Boys: GOP Varieté-Theater, 18 + 21 Uhr Wilfried Schmickler: „Herr Schmickler bitte“; Kabarett, Pantheon, 20 Uhr KONZERTE BONN Gothic Tumult Halloween Spezial: Mit dem Duo Goths Against Fascism, Kult 41, 20 Uhr Kit Armstrong (Klavier) und Solisten von Le Concert Olympique: Moderation: Jan Caeyers, Kammermusiksaal/Beethoven-Haus, 19 Uhr Metal Rulez: „Heavy Metal Cover“, Musikclub Session, Gerhard-von-Are-Str. 4, 21.30 Uhr Six, Four & More: Rock, Soul & Blues, Rüngs- dorfer Kulturbad, Bad Godesberg, 19.30 Uhr KINDER BONN Die Schatzinsel: Ab 8 Jahren, Kuppelsaal im Thalia-Metropol, Markt 24, 10 + 18.30 Uhr Halloween-Party: Für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren in Begleitung, LVR-Landesmuseum, 17-19 Uhr REGION Spiel und Spaß an Halloween: Ab 5 Jahren, Eintritt frei, Stadtbücherei Sankt Augustin, 15 Uhr EXTRAS BONN Auf Papier ist es Kunst - acht zeitgenössi- sche Positionen mit Textil: Führung mit Vor- trag, Künstlerforum, Hochstadenring, 18.30 Uhr Der Tod ist ein Teil des Lebens: Gespräch mit Bestatter Werner Kentrup, Margarete-Grund- mann-Haus, Lotharstr. 84, 15.30 Uhr Dokumentarfilm „Die Weise Mevlüde Genc“: Trinkpavillon im Stadtpark Bad Godes- berg, 19 Uhr Effektive Recherche mit KI-Werkzeugen: Vortrag, Haus der Stiftung Pfennigsdorf, Pop- pelsdorfer Allee 108, 18 Uhr Filmfair 2024: Auftaktveranstaltung mit Spiel- film „Prolog: Joyland“ (Pakistan 2023) und Ge- spräch im Foyer, Woki, 19.30 Uhr Halloween-Party: Harmonie, 20 Uhr Halloween-Party: Godesburg, 22 Uhr Halloween-Party „Zombie House“: Brücken- forum, 21 Uhr (Einlass ab 18 Jahren) Overlayland: Werke von Moonmambo; Vernis- sage (Ausstellung bis 29.11.), Kunstkabinett S.M., Bad Godesberg, Friesdorfer Str. 100, 19 Uhr Roter Faden - Still Leben: Werke mehrerer Künstler; Vernissage (Ausstellung bis 3.11.), Fab- rik 45, Hochstadenring 45, 18 Uhr Zentrale Bonner Reformationsfeier: Fest- gottesdienst mit u.a. dem Sinfonieorchester der Kreuzkirche sowie KMD Stefan Horz (Orgel), Kreuzkirche, Kaiserplatz, 19 Uhr REGION Die Gedanken sind Blei: Eva Jahnen liest aus ihrem Buch zum Thema Depression, Drehwerk, Wachtberg-Adendorf, Töpferstr. 17, 19 Uhr FREITAG 1.11. BÜHNE BONN Die Legende von Paul und Paula: Von Ulrich Plenzdorf, Schauspielhaus, 18 Uhr Die Würde des Menschen ist unantastbar, im Leben und im Sterben: Mit Pause/Stankowski u.a., Pantheon, 18 Uhr Hairspray: Broadway-Musical, Oper, 18 Uhr Live Podcast von „Akte Rheinland“: Contra- Kreis-Theater, Am Hof 3, 19 Uhr Ramba Zamba: „Sterben ohne Erben“, Malen- tes Theater Palast, Holzlarer Weg 42, 19 Uhr Schlezuhre unger sich: Mundart-Komödie mit der Muffendorfer Heimatbühne, Kleine Beetho- venhalle Muffendorf, Bad Godesberg, 18 Uhr Springmaus Improtheater: „Meta Maus“, Haus der Springmaus, Frongasse 8, 19 Uhr Wild Boys: GOP, 18 + 21 Uhr KONZERTE BONN Cynthia Nikschas and Friends: RheinBühne, Oxfordstr. 20, 20 Uhr Mariuzz & Band: „Tribut an Westernhagen“, Harmonie, Frongasse 28, 20 Uhr Open Stage: Offene Bühne für Musiktalente in der Ausstellung „Music! Feel the Beat“, LVR-Lan- desmuseum, 18 Uhr To The Wire + Stay Free + Unified Move: Hardcore-Rock, Kult 41, Hochstadenring 41, 19 Uhr EXTRAS BONN Bonn leuchtet: Foodfestival und Illumination (18 bis 22 Uhr); Infos unter www.bonn-city.de, Innenstadt Der jüdische Friedhof in Schwarzrheindorf: Führung, Gedenkstein auf dem Rheindamm in Schwarzrheindorf, 14 Uhr Filmfair 2024: Dokumentarfilm „Liebe, D-Mark und Tod“ (Deutschland 2022); anschl. Diskus- sion, Woki, 19.30 Uhr Heilige in der Stadt: Fahrradexkursion, Brücke am Poppelsdorfer Schlossweiher, 14 Uhr Stadtspaziergang über den Alten Friedhof: Haupteingang Bornheimer Str., 11.30 Uhr Mehr Termine: ga.de/terminkalender Zu Hallo- ween lo- cken viele Veranstal- tungen. FOTO: DPA Bonn leuchtet wieder BONN. Das Fest„Bonn leuchtet“ findet auch in diesem Jahr wieder am ers- ten Novemberwochenende statt. Bis abends um 22 Uhr ist die Innenstadt von 1. bis 3. November beleuchtet, kündigt das Bonner Citymarketing an. Illuminationen gibt es sowohl an Gebäuden in der Innenstadt sowie in den Schaufenstern der Mitglieder des Citymarketing-Vereins. Im Rahmen des Fests gibt es zudem ein großes Foodfestival mit rund 40 Foodtrucks undVerkaufsständen, die sich in der gesamten Innenstadt ver- teilen, kündigt der Verein weiter an. Auch sie sind bis 22 Uhr geöffnet. Eine Besonderheit gibt es in diesem Jahr:Weil Feiertag und Eröffnungstag bei „Bonn leuchtet“ zusammenfal- len, startet die Veranstaltung am 1. November erst um 18 Uhr. Laut City- marketing kommen ausschließlich LED-Leuchten und Ökostrom zum Einsatz. dsf Fest startet am Freitag um 18 Uhr „Bonn leuchtet“ 2023. FOTO: WESTHOFF Wo in Bonn Geschichte spielt VON CHRISTINE LUDEWIG UND JOHANNA LÜBKE BONN. Durch Bonn zu laufen kann zu einer Zeitreise werden. Denn in den Gebäuden der Stadt haben sich im Laufe der Jahrhunderte die unterschiedlichsten Geschichten abgespielt: Im Koblenzer Tor war zum Beispiel mal ein Studenten- gefängnis untergebracht und am Markt lebten zwei Frauen, die der Hexerei beschuldigt wurden. Ei- nige dieser Geschichten erzählt der Geschichtspodcast des Ge- neral-Anzeigers „Hinter Bonner Türen“. Zehn Folgen gibt es mitt- lerweile, die ihren Schauplatz an Orten oder Gebäuden in Bonn ha- ben. So kann man während eines Stadtspaziergangs hören, was sich in den Häusern, an denen man vorbeikommt, in der Vergangen- heit abgespielt hat. Vier Folgen „spielen“ in der Innenstadt und der Altstadt, drei Folgen sind in der Südstadt, am Poppelsdorfer Schloss und im Regierungsviertel angesiedelt – man kann sich sei- ne eigene Route zusammenstellen oder man läuft die ganze Runde ab. Den Podcast gibt es kostenlos auf allen gängigen Streamingplatt- formen. An den Schauplätzen sind Sticker mit QR-Codes angebracht, die zum Podcast führen. Folge 1: Eine Hochzeit mit Folgen – Diese Folge spielt im Em Höttche, der wohl ältesten Gaststätte Bonns direkt neben dem Alten Rathaus. Im 16. Jahrhundert wurde hier die Hochzeit der Gräfin Agnes von Mansfeld-Eisleben und des Kölner Kurfürsten Gebhard Truchseß von Waldburg gefeiert. Diese Verbin- dung sorgte kurz darauf, 1583, für den „Kölnischen Krieg“. Folge 2: Als die Uni Studenten ein- sperrte – Studenten, die sich nicht benahmen, sperrte die Uni im 19. Jahrhundert kurzerhand im Stu- dentengefängnis im Koblenzer Tor ein. Dort landete auch ein be- rühmter Student der Uni Bonn, Karl Marx. Folge 3: Das Haus für gefallene Mäd- chen – Im Jahr 1873 öffnete in der Maxstraße in der Altstadt ein ganz besonderes Haus seine Pforten: das „Haus für gefallene Mädchen“. Hier wurden Mädchen und Frauen aufgenommen, die unverheiratet ein Kind bekommen hatten. Später zog das Wohnprojekt in die Weber- straße in der Südstadt. Folge 4: Wohnung in Traumlage für ein schwieriges Paar – Im 19. Jahr- hundert lebten die Komponistin und Schriftstellerin Johanna Kin- kel und ihr Mann, Theologe, Pro- fessor und Schriftsteller Gottfried Kinkel, im Poppelsdorfer Schloss. Die Folge beleuchtet ihre schwie- rige Liebes- und Lebensgeschich- te und zeigt, dass das Leben im Schloss nicht so prunkvoll war, wie es klingt. Folge 5: Napoleon, Bonn und die Pferde – Während der französi- schen Herrschaft über Bonn von 1794 bis 1814 wurden viele Gebäu- de französischer Staatsbesitz – und zumeist für militärische Zwecke genutzt. Ein Beispiel ist die Na- men-Jesu-Kirche in der Bonngas- se, die mehrere Jahre als Pferdestall und Soldatenlager genutzt wurde. Folge 6: Von Hexen und Werwölfen – Gleich zwei Frauen, die 1628 am Bonner Marktplatz lebten, wurden in diesem Jahr der Hexerei be- schuldigt – und nach Folter und Haft hingerichtet. Bei der Hexen- verfolgung in Bonn taucht sein Name immer wieder auf: Franz Buirmann. Der fanatische „Hexen- kommissar“ war für viele Prozesse verantwortlich. Folge 7: Die wilde Affäre einer Bon- ner Prinzessin – Viktoria von Preu- ßen, die jüngere Schwester von Kaiser Wilhelm II., lebte mit ihrem Mann Prinz Adolf zu Schaumburg- Lippe ein beschauliches Leben im Palais Schaumburg. Doch im Alter fiel sie auf einen russischen Hei- ratsschwindler herein. Folge 8: NS-Terror in der Bonner Nordstadt – Das Oscar-Romero- Haus in der Nordstadt ist heute Vereinssitz und Wohnhaus für Stu- dierende. Doch in Gefängniszellen im Keller verhörten und folterten die Nationalsozialisten sogenann- te Schutzhäftlinge. Folge 9: Das Vermächtnis der Rhein- gräfin – Die Kölner Bankierstochter Sibylle Mertens-Schaaffhausen gilt als erste deutsche Archäologin. Sie zog Anfang des 19. Jahrhunderts mit ihrem Mann nach Bonn, wo sie gleich zwei prächtige Häuser ihr Eigen nennen konnte und be- rüchtigte Salons gründete. Folge 10: Planten Illuminaten in Bonn die Weltherrschaft? – In Bonn gründeten sich im 18. Jahrhundert mehrere Geheimbünde der Illumi- naten und Freimaurer. Was hatte es damit auf sich? Wurde hier etwa, wie es Verschwörungstheorien be- haupten, die Übernahme der Welt- herrschaft geplant? Mehr auch unter ga.de/podcasts Karte zu GA-Podcast „Hinter Bonner Türen“ kann zur Basis für eine spannende Städtetour werden 1. Eine Hochzeit mit Folgen – Em Höttche (Markt 4) 2. Als die Uni Studenten einsperrte – Koblenzer Tor (Adenauerallee 19) 3. Das Haus für gefallene Mädchen – Max- und Weberstraße (Weberstraße 69/Maxstraße 1) 4. Wohnung in Traumlage für ein schwieriges Paar – Poppelsdorfer Schloss (Meckenheimer Allee 171) 5. Napoleon, Bonn und die Pferde – Namen-Jesu-Kirche (Bonngasse 8) 6. Von Hexen und Werwölfen – Bonner Marktplatz (Markt 35) 7. Die wilde Affäre einer Bonner Prinzessin – Palais Schaumburg (Adenauerallee 139) 8. NS-Terror in der Bonner Nordstadt – Oscar-Romero-Haus (Heerstraße 205) 9. Das Vermächtnis der Rheingräfin – Wilhelmstraße (Wilhelmstraße 33) 10. Planten Illuminaten in Bonn die Weltherrschaft? – Altes Rathaus (Markt 2) 1 10 9 5 6 2 3 3 7 4 Direkt zum Podcast Reuterstraße Adenauerallee Königswinterer Straße A565 A59 Rhein 8 Gedenken an NS-Opfer BONN. Die Initiative zum Gedenken an die Bonner Opfer des National- sozialismus und die Stadt erinnern am Sonntag, 10. November, an die Novemberpogrome 1938 und laden dazu ein, der Opfer zu gedenken. Das kündigt die Stadtverwaltung an. Im Foyer des Opernhauses findet um 14.30 Uhr ein Gedenkkonzert statt. Das Yaron-Quartett (Melanie Torres-Meißner, Ieva Hieta, Thomas Plümacher und Johannes Rapp) spielt das Streichquartett Nr. 1 des Kom- ponisten und Dirigenten Gerhard Samuel, der als Kind mit seiner Fa- milie 1939 in die USA fliehen konnte. Christopher Jähnig singt den Lieder- zyklus des inVergessenheit geratenen jüdischen Komponisten Robert Kahn „Sieben Gesänge“ nach Gerhardt Hauptmann mit Klavierbegleitung von Ana Craciun. Aufgrund begrenz- ter Platzkapazität startet der Einlass bereits um 14 Uhr, so die Stadt. Um 15.30 Uhr findet das Gedenken am Synagogen-Mahnmal am Moses- Hess-Ufer statt – mit Ansprachen von Oberbürgermeisterin Katja Dörner, dem Vorsitzenden der Bonner Syna- gogengemeinde Jakov Barasch, und mit musikalischer Begleitung von Matthias Höhn. Kantor Shmuel Sintag spricht zum Abschluss das Gedenk- gebet „El Male Rachamim“. dsf Zentrale Veranstaltung am 10. November Urteil nach Messerangriff auf Zugbegleiterin VON LEIF KUBIK BONN. Die 7. Große Strafkammer am Bonner Landgericht unter dem Vorsitz von Richterin Isabel Köhne hat am Mittwochmittag die un- befristete Unterbringung einer 33-jährigen Frau in einem psych- iatrischen Krankenhaus angeord- net. Sie hatte im Frühjahr 2023 eine Zugbegleiterin mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt. Die 33-Jährige war der Zugbe- gleiterin schon beim Einstieg im Bahnhof Bad Godesberg aufgefal- len: Ohne Schuhe und mit mehre- ren Paar Socken übereinander an den Füßen bestieg die verwahrlost wirkende Frau am 6. April vergan- genen Jahres um 2:24 Uhr in der Nacht den Mittelrheinexpress von Remagen nach Köln. Wahrschein- lich nicht ohne Grund fragte die Bahnbedienstete die frisch Zuge- stiegene gar nicht erst nach einer Fahrkarte. Sie wies die Frau aber im Interesse der Mitreisenden darauf hin, dass sie im Zug nicht rauchen dürfe. Auf die Aufforderung hin löschte die Angesprochene allerdings nicht einfach ihre Zigarette: „Vielmehr steht die Frau auf und zieht völlig unvermittelt ein Küchenmesser mit einer siebeneinhalb Zentime- ter langen Klinge aus einer Tasche ihrer Kleidung und versucht damit, auf die überraschte Bahnmitarbei- terin einzustechen“ schilderte die Vorsitzende Richterin in der Ur- teilsbegründung den Tathergang. Die Bedrohte wollte sich in Rich- tung Lokführerstand in Sicherheit bringen. Als die Angreiferin kurz von ihrem Ofer abließ, setzte die Zugbegleiterin mit ihrem Handy einen Notruf ab. Angreiferin verfolgt Zugbegleiterin in Richtung Führerstand Die Angreiferin entblößte ihren Oberkörper und verfolgte die Zug- begleiterin mit dem Messer in der Hand in Richtung Führerstand. Das Opfer hielt noch immer das Handy ans Ohr und sprach mit der Not- rufzentrale. Ein erster Stich traf die Bahnmitarbeiterin im Mittelbauch, später stellte sich heraus, dass der Schnitt den Darm verletzte. Mit einer starken Ausholbewegung richtete die Angreiferin das Messer dann erneut gegen die Zugbegleite- rin. Diesmal zielte sie auf den Kopf und fügte der Frau eine 15 Zenti- meter lange klaffende „Skalpierver- letzung“ zu, wie es die Vorsitzende ausdrückte. „Dann aber lässt die Angreiferin plötzlich von der Frau ab – richtet zwar noch ein paar aggressive Wor- te an einen oder mehrere Mitrei- sende – nimmt dann aber friedlich in einer Vierersitzgruppe Platz“, so Köhne. Die Zugbegleiterin flüchtete zum Lokführer. Im Bonner Haupt- bahnhof nahm die Bundespolizei die Angreiferin widerstandslos fest. Die lebensgefährlich verletzte Bahnangestellte kam in die Uni- klinik, wo die Ärzte sie eine Woche lang stationär behandelten. Das Opfer leidet bis heute unter einer posttraumatischen Belastungsstö- rung und arbeitet nicht mehr als Zugbegleiterin. Im Zeugenstand habe man der Frau deutlich ange- sehen, wie sehr sie der Vorfall auch heute noch belastet, so Köhne wei- ter. Die Kammer sah keine Alterna- tive zur unbefristeten Unterbrin- gung in der Psychiatrie: Die An- geklagte hatte nach ihrer Pubertät ein gravierendes Drogenproblem und bereits vor Jahren wurde bei ihr eine schwere paranoid-hallu- zinatorische Psychose diagnosti- ziert. Die Drogen seien allerdings im Augenblick nicht das Problem. Die Beschuldigte stelle aber krank- heitsbedingt eine Gefahr für die All- gemeinheit dar, so Köhne. Bahnmitarbeiterin bat 33-Jährige, ihre Zigarette auszumachen. Die Frau verletzte sie lebensgefährlich Anlage 1/3Seite 19 von 67 S E R V I C E2 Samstag/Sonntag, 26./27. Oktober 2024 G E N E R A L - A N Z E I G E RI-II-III-IV-V-VIVampir liebt schöne Sterbliche VON CORNELIA WYSTRICHOWSKI Was wären Film und Fernsehen nur ohne Vampire? Definitiv um einige blutige Liebesgeschichten mit Biss ärmer. Der Mythos lebt, zum Beweis dafür startet nun die achtteilige deutsche Serie „Love Sucks“, in der sich ein sensibler Blutsauger in eine schöne junge Sterbliche verliebt – die Love- story von Bella und Edward aus den berühmten „Twilight“-Filmen lässt grüßen. Der Held von„Love Sucks“ ist Ben von Greifenstein (Damian Hardung), ein sanfter Vampir, dem man seine 287 Jahre nicht ansieht und der sich schon einmal in eine Sterbliche ver- liebt hat. Die ist nun alt, dem Sterben nah, und Ben ist geknickt. Bei einem Besuch auf einem Rummelplatz in Frankfurt am Main lernt er die hüb- sche Kirmesboxerin Zelda (Havana Joy) kennen und lieben. Was beide noch nicht wissen: Zelda kommt aus einem alten Geschlecht vonVampir- jägern – wie Shakespeares tragisches Liebespaar Romeo und Julia ent- stammen die beiden zwei bis aufs Blut verfeindeten Sippen. Das Verhängnis naht in Gestalt von Bens Bruder Theo („Tatort“-Star Rick Okon), einem elegant-grausa- men Blutsauger ohne Skrupel. In der prächtigen alten Greifenstein-Villa veranstaltet Theo eine nächtliche Tanzparty, die sich bald in ein Blut- bad verwandelt: Die Vampire unter den Ravern machen sich mit spitzen Zähnen über ihre ahnungslosen Par- tygäste her. Zelda gelingt in höchster Not die Flucht, dabei pfählt sie Theos Geliebte Agata (Dana Herfurth). Der Vampir schwört Rache für den schmerzlichenVerlust – acht Folgen lang trachten sich die beiden Sippen nach dem Leben, während Ben und Zelda um ihre Liebe bangen. „Love Sucks“ ist schon die dritte deutscheVampirserie in diesem Jahr. Der Mysterythriller „Oderbruch“ machte im Ersten den Anfang, kürz- lich startete beim Streamingdienst Joyn „Der Upir“ mit Fahri Yardim, eine Comedyserie, die den Mythos lustvoll auf die Schippe nimmt. Ganz anders die Saga um Ben und Zelda: Der Achtteiler übernimmt die ro- mantische Erzähltradition – beim Regieduo Andreas Prochaska und Lea Becker dürfen Draculas Erben noch elegant und sexy sein. Action und große Gefühle,Vampirjäger mit spitzen Holzpflöcken und Blutsau- ger, die in ihrem Vorratskeller Blut- konserven statt Dosenerbsen lagern: Die wenigsten Elemente von „Love Sucks“ sind neu. Einen modernen Twist liefert aber das Setting – Haupt- schauplätze sind ein neonheller Rummelplatz und der Kirmes-Box- ring, wo Zelda ihren Ben in der ers- ten Folge knallhart verprügelt. Serienschöpfer Marc O. Seng will den Achtteiler nicht nur als ro- mantische Mystery-Serie um junge Erwachsene verstanden wissen, sondern auch als ein Spiegelbild der kapitalistischen Gesellschaft: „Eine elitäre, vermögende Ober- schicht bedient sich rücksichtslos am wertvollsten Kapital einer pre- kären, machtlosen Mehrheit: ihrem Blut“, sagt der TV-Autor, der auch die Drehbücher zur Netflix-Saga„Dark“ schrieb. Aber vielleicht muss man gar nicht so weit gehen, um Freude an der Schauerstory in Hochglanz- optik zu haben. Hauptdarsteller Damian Hardung hatte 2015 mit der Krankenhaus-Se- rie „Club der roten Bänder“ seinen Durchbruch. Für Zelda-Darstellerin Havana Joy ist es die erste Hauptrolle in einer größeren Produktion. „Love Sucks“, ab Donnerstag, 31. Okto- ber, 20.15 Uhr, ZDFneo In der deutschen Serie „Love Sucks“ sind in Frankfurt die Blutsauger los Blut und Tränen fließen, als Ben (Damian Hardung, l.) Zelda (Havana Joy, r.) verspricht, bei ihr zu bleiben FOTOS: ZDF, DPA, WESTHOFF „Alter weißer Mann“ – Kampf gegen das Klischee: Derzeit wird viel über den sogenann- ten alten, weißen Mann disku- tiert. Die Kinokomödie „Alter weißer Mann“ wagt sich nun an dieses Phänomen. „Tatort“- Star Jan Josef Liefers spielt darin den Familienvater Heinz Hellmich, der, um seinen Job nicht zu verlieren und den An- sprüchen seines Chefs gerecht zu werden, alles daran setzt, um diesem Klischee nicht mehr länger zu entsprechen. Doch das ist nicht leicht. Egal, was er versucht, überall lauern politische Unkorrektheiten, Stereotype und Fallstricke, im Job ebenso wie in der Familie oder im banalen Alltag. Liefers stolpert von einem Fettnäpf- chen ins nächste. Filmemacher Simon Verhoe- ven, Sohn von Senta Berger und Michael Verhoeven, der bereits mit „Willkommen bei den Hartmanns“ und „Girl You Know It‘s True“ überzeugende Filme präsentiert hat, hat „Al- ter Weißer Mann“ inszeniert – als amüsante Gesellschafts- satire mit einem prominenten Ensemble. Darunter Nadja Uhl als Hellmichs Ehefrau, Fried- rich von Thun als Opa Georg und Elyas M‘Barek als IT-Spe- zialist Älex. Um überkorrektes Verhalten geht es in der Komödie ebenso wie um bockiges Beharren im Sinne von „man wird das doch wohl noch sagen dürfen“. dpa Alter Weißer Mann, Deutschland 2024, 114 Min., von Simon Verhoe- ven, Kinostart: 24. Oktober Kino Was für Museen recht ist, kann für eine urige Gast- wirtschaft doch eigentlich nur billig sein: So oder ähnlich könn- ten die Initiatoren der „Langen Nacht der Kölschen Brauhäuser“ gedacht haben, die an diesem Samstag ihre Premiere feiert. Und dabei geht es ausdrücklich nicht (ausschließlich) darum, in den Kühlräumen ein wenig Platz für Nachschub zu schaffen. Viel- mehr soll der Beweis erneuert werden, dass Kölsch Menschen verbindet. Gut 30 Brauhäuser und Wirtsstuben sind mit von der Partie, und allesamt haben sie ein individuelles Programm zum Erleben der „kölschen Siel“ auf die Beine gestellt. Das Spektrum reicht von Auftritten über Mit- singkonzerte, DJ-Abende bis hin zu anderen Spezialitäten. Im „Früh am Dom“ spielt etwa der „Krätzjesänger“ Thomas Cüpper, während in Hellers Brauhaus André Desery seinen Zauberkasten aufklappt. Im Reissdorf am Hahnentor erwar- tet die Gäste ein Mix aus „Talk & Sing“, und die Besucher der Brauwelt Köln können sich auf einen ausgedehnten Karaoke- Abend freuen. Das Gaffel am Dom lädt zum Mitsingkonzert mit Ben Randerath ein, diesmal im Zeichen der 90er. Auch ganze Bands sind live dabei: „Stadt- rand“ spielt im „Kölsche Boor“, im Ringströßje der Liedermacher Mathias Nelles und im Brauhaus Pütz „Dan O’Clock & Friends“. Bei „Oma Kleinmann“ tritt das Duo „Blues m’r jet“ auf. Und selbst das „Eigelstein“ im Düssel- dorfer (!) Medienhafen schunkelt ab 20 Uhr mit. Darauf erst mal ein Kölsch! Alle Informationen zu Veranstal- tungsorten und -zeiten gibt es unter koelschverbindet.de/die-lange-nacht- der-kolschen-brauhauser MEIN TIPP Rüdiger Franz zieht durch die kölschen Brauhäuser AKTUELLE WOCHENEND- TERMINE IM HAUPTTEIL BÜHNE 216 Millionen: Stück von Lothar Kittstein zu den Menschenrechten, Bad Godesberg, Schauspiel- haus, www.theater-bonn.de, Do: 19.30 Uhr. Abflug: Musical der Folkwang Uni der Künste, Bad Godesberg, Kleines Theater, www.kleinest- heater.eu, So: 19.30 Uhr. Amphitryon: Komödie von Molière, Bad Godes- berg, Schauspielhaus, www.theater-bonn.de, Sa: 19.30 Uhr. Bette & Joan: Mit Désirée Nick & Anouschka Renzi, Bonn, Contra-Kreis-Theater, www.contra- kreis-theater.de, Mi, Do: 19.30 Uhr; So: 18 Uhr. Die Legende von Paul und Paula: Von Ulrich Plenzdorf, Bad Godesberg, Schauspielhaus, www. theater-bonn.de, Fr: 18 Uhr. Die Meistersinger von Nürnberg: Von Richard Wagner, Bonn, Oper, www.theater-bonn.de, Sa: 17 Uhr. Die Würde des Menschen ist unantastbar, im Leben und im Sterben: Mit Pause/Stankowski, Höösch, Diakon Ralf Knoblauch u.a., Beuel, Pan- theon, www.pantheon.de, Fr: 18 Uhr. Ensemble Déjà-Vu: „Halbe Wahrheiten“ von Alan Ayckbourn, Beuel, Brotfabrik, www.brotfab- rik-bonn.de, So: 18 Uhr. Eric Mayer: „Eric erforscht ... den Weltraum“; Infotainment, Familienprogramm, Bonn, Haus der Springmaus, www.springmaus-theater.de, Sa: 14.30 Uhr. Hairspray: Broadway-Musical, Bonn, Oper, www.theater-bonn.de, Fr, So: 18 Uhr. Improvisationstheater Les-bon(n)mots: „Les-bon(n)mots am Ball“, Bonn, Seniorenbegeg- nungsstätte St. Aegidius und St. Jakob, Breite Str. 107 a, Sa: 20 Uhr. Jens Neutag: „Gegensätze ziehen sich an“; Ka- barett, Bonn, Haus der Springmaus, www.spring- maus-theater.de, Mi: 20 Uhr. Markus Barth: „Pures Gold“; Stand-Up-Comedy, Beuel, Pantheon, www.pantheon.de, Di: 20 Uhr. Mission IMPROssible: Die Impro-Show, Beuel, Brotfabrik, www.brotfabrik-bonn.de, Sa: 20 Uhr. Nachts im Nebel: Komödie mit Jutta Dolle & Sebastian Schlemmer, Bad Godesberg, Kleines Theater, www.kleinestheater.eu, Sa: 19.30 Uhr. Novecento - Die Legende vom Ozeanpia- nisten: Von Allesandro Barrico; mit Wolf-Gui- do Grasenick, Bad Godesberg, Kleines Theater, www.kleinestheater.eu, Mo: 19.30 Uhr. Özgür Cebe: „Geist ist geil“; Stand-up & Kabarett (Preview), Wachtberg, Drehwerk 17|19, http:// www.drehwerk-1719.de, Mi: 20 Uhr. Patricia Prawit: „Nachtgedanken“; ein -Lese- Konzert, Bonn, Haus der Springmaus, www. springmaus-theater.de, So: 19 Uhr. Paula Lambert: „S@x Education - die lustigste Gruppentherapie der Welt“, Beuel, Pantheon, www.pantheon.de, Sa: 20 Uhr. Ramba Zamba: „Sterben ohne Erben“; ein An- dalusical, Beuel, Malentes Theater Palast, www. theaterpalast.de, Do, Fr, Sa: 19 Uhr; So: 17 Uhr. Schlezuhre unger sich: Mundart-Komödie mit der Muffendorfer Heimatbühne; Bad Godesberg, Kleine Beethovenhalle Muffendorf, Muffendorfer Hauptstraße 22, Fr, So: 18 Uhr; Sa: 20 Uhr. Schreiadler: Psychodrama von Tobias Saeltz, Hardtberg, tik - Theater im Keller, Rochusstr. 30, Sa: 20 Uhr. Springmaus Improtheater: „Bääm - Das Hal- loween-Special“, Bonn, Haus der Springmaus, www.springmaus-theater.de, Do: 20 Uhr. Springmaus Improtheater: „Meta Maus“, Bonn, Haus der Springmaus, www.springmaus- theater.de, Fr: 19 Uhr; Sa: 20 Uhr. Stefan Verhasselt: „Kabarett 6.0 - Mit euch ist es schöner“, Bonn, Contra-Kreis-Theater, www. contra-kreis-theater.de, Sa: 19.30 Uhr. Und wir mittendrin: Junges Ensemble Marabu; ab 14 Jahren, Beuel, Theater Marabu, www.thea- ter-marabu.de, Mi, Do: 19 Uhr; Do auch: 10 Uhr. Was fehlt uns zum Glück: Zum Fragebogen von Max Frisch; Regie: Katrin Plötner, Bonn, Werk- stattbühne, https://www.theater-bonn.de, Sa: 20 Uhr. Wild Boys: Mix aus feinem Humor, passionierter Körperkunst & leidenschaftlichem Theater, Bonn, GOP Varieté-Theater, www.variete.de/bonn, Do, Fr, Sa, So: 18 Uhr; Do, Fr, Sa auch: 21 Uhr; Di, Mi: 20 Uhr; So auch: 14 Uhr. Wilfried Schmickler: „Herr Schmickler bitte“; Kabarett, Beuel, Pantheon, www.pantheon.de, Do: 20 Uhr. William Wahl: „Nachts sind alle Tasten grau“; Kabarett, Beuel, Pantheon, www.pantheon.de, Mi: 20 Uhr. Zwei Männer ganz nackt: Komödie von Sébas- tien Thiéry, Sankt Augustin, Aula des Rhein-Sieg- Gymnasiums, Hubert-Minz-Str. 20, Sa: 20 Uhr. KONZERTE Beethoven Bonnensis-Wettbewerb: Preis- trägerkonzert, Bonn, Kammermusiksaal Beetho- ven-Haus, https://www.beethoven.de/de/kon- zerte#kammermusiksaal, Sa: 16 Uhr. Bonner Jazzchor: Unter der Leitung von Gram- my-Nominee Andrea Figallo, Beuel, Pantheon, www.pantheon.de, So: 19 Uhr. Cynthia Nikschas and Friends: Bonn, Rhein- Bühne, https://rheinbuehne.business.site/, Fr: 20 Uhr. Damian Wilson: Progrock-Ikone mit Solo-Kon- zert, Bonn, Harmonie, www.harmonie-bonn.de, Di: 20 Uhr. Die Barberellas: Barbershop-Chor mit Pop-, Swing- und Jazz-Klassikern; Hardtberger Herbst, Hardtberg, Kulturzentrum Hardtberg, Rochusstr. 276, So: 11 Uhr. Flakeshirt: „live“; Hutkonzert, Bonn, RheinBüh- ne, https://rheinbuehne.business.site/, Sa: 20 Uhr. Jazztube 2024: Mit den Gewinnern des Votings: Clemens Gottwald, Taurinta und dem Matti Kles- sascheck Trio, Beuel, Pantheon, www.pantheon. de, Mo: 20 Uhr. Kings and Queens - Weltreise zu den Royals: Hennef, Halle Meiersheide, Meiersheide 20, Sa: 19.30 Uhr. Kit Armstrong (Klavier) und Solisten von Le Concert Olympique: Moderation: Jan Caey- ers, Bonn, Kammermusiksaal Beethoven-Haus, https://www.beethoven.de/de/konzerte#kam- mermusiksaal, Do: 19 Uhr. Lance Lopez: Blues-Rock, Bonn, Harmonie, www.harmonie-bonn.de, Mi: 20 Uhr. Mariuzz & Band: „Tribut an Westernhagen“, Bonn, Harmonie, www.harmonie-bonn.de, Fr: 20 Uhr. Metal Rulez: „Best of Heavy Metal Cover“, Bonn, Musikclub Session, Gerhard-von-Are-Str. 4 - 6, Do: 21.30 Uhr. Miguel Prestia: Orgelmusik von Buxtehude, J.S. Bach und Karg-Elert, Bonn, Schlosskirche der Uni- versität, Am Hof 1, Sa: 18.15 Uhr. Musik im Park Extra: Mit Rowi and Friends, Hits der frühen Beat-Ära, Bad Godesberg, Trinkpavil- lon im Stadtpark, https://buergerbadgodesberg. de, Sa: 19 Uhr. Mytallica: „Tribute to Metallica“, Bonn, Harmo- nie, www.harmonie-bonn.de, Sa: 20 Uhr. Open Stage: Offene Bühne für Musiktalente in der Ausstellung „Music! Feel the Beat“, Bonn, LVR-Landesmuseum, www.landesmuseum- bonn.lvr.de, Fr: 18 Uhr. Qin-Konzert mit Li Hechun: Klassische chinesi- sche Musik, Bonn, Lutherkirche, Reuterstr. 11, Mi: 18 Uhr. Robert Jon & The Wreck: Southern Rock aus Kalifornien, Bonn, Harmonie, www.harmonie- bonn.de, So: 19 Uhr. Six, Four & More: Rock, Soul & Blues, Bad Go- desberg, Rüngsdorfer Kulturbad, Am Schwimbad 8, Do: 19.30 Uhr. Take It To The Limit: Celebration of the Eagles, Hennef, Halle Meiersheide, Meiersheide 20, Di: 19 Uhr. KINDER Das Sams: Musikalische Lesung mit Paul Maar und Band, Käpt‘n Book, Beuel, Junges Theater Bonn, www.junges-theater-bonn.de, So: 11 Uhr. Die Schatzinsel: Nach Robert Louis Stevenson; ab 8 J., Bonn, Kuppelsaal im Thalia-Metropol, Markt 24, Di, Mi, Do: 10 Uhr; Do auch: 18.30 Uhr. Die Suche nach Freiheit und Glück im Skate- park: Lesung mit Petra Postert „Flussabwärts nach Amerika“, anschl. Skatekurs; Käpt‘n Book, Beuel, Skaterpark, Landgrabenweg 150, So: 10 Uhr. Halloween-Party: Für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren in Begleitung, Bonn, LVR-Landesmuseum, www.landesmuseum-bonn.lvr.de, Do: 17 Uhr. Lesung mit Kai Lüftner: Aus „Huch ein Buch!“ und „Der Verwechsling“, für Kinder ab 8 Jah- re; Käpt‘n Book; Anmeldung erforderlich unter (02225) 7081719, Wachtberg, Drehwerk 17|19, http://www.drehwerk-1719.de, So: 15 Uhr. Nils Karlsson Däumling: Sitzkissenoper im Foy- er, Bonn, Oper, www.theater-bonn.de, So: 10, 12 Uhr. Rheinisches Lesefest Käpt’n Book: Familien- tag zur Eröffnung von Käpt’n Book, mit Lesun- gen, Theater und Musik, Bonn, Bundeskunsthalle, www.bundeskunsthalle.de, So: 10 Uhr. Rico, Oskar und die Tieferschatten: Von An- dreas Steinhöfel; ab 8 J., Beuel, Junges Theater Bonn, www.junges-theater-bonn.de, Mo: 10 Uhr. EXTRAS Antik- und Trödelmarkt: Bad Godesberg, Thea- terplatz, So: 11 Uhr. Auf Papier ist es Kunst - acht zeitgenössische Positionen mit Textil: Führung durch die Aus- stellung; anschl. Vortrag „Textile Techniken als äs- thetische Strategie“, Bonn, Künstlerforum, www. kuenstlerforum-bonn.de, Do: 18.30 Uhr. Bonn leuchtet: Foodfestival und Illumination in der Bonner Innenstadt; Infos unter www.bonn- city.de, Fr: 18 bis 22 Uhr, Sa: 17 bis 22 Uhr, So: 17 bis 22 Uhr und verkaufsoffene Geschäfte in der Innenstadt, So: 13 bis 18 Uhr, Infos unter www. bonn-city.de. Bönnsch-ABC: Interessantes und Humoristi- sches zur Bönnschen Sprache, mit Georg Divos- sen, Beuel, Bürgermeister-Stroof-Haus, www. denkmalverein-bonn.de, Di: 19.30 Uhr. Bonn-spielt 2024: Spielemesse, Beuel, Brü- ckenforum, www.brueckenforum.de, Sa. 10 bis 24 Uhr, So: 10 bis 18 Uhr. Cinema Augustinum: „Maria Montessori“ (Spiel- film, Frankreich/Italien 2023), Bonn, Stiftstheater im Augustinum, Römerstr. 118, Mo: 18 Uhr. Der Abenteuerreiter - Feuerland bis Alas- ka: Live-Reportage, Bad Godesberg, Kinopolis, http://www.kinopolis.de/bn, Mo: 20 Uhr. Der jüdische Friedhof in Schwarzrheindorf: Führung (Kopfbedeckung für Herren erbeten), Anmeldung unter (0228) 654553, Beuel, am Gedenkstein auf dem Rheindamm Schwarzrhein- dorf, Fr: 14 Uhr. Effektive Recherche mit KI-Werkzeugen: Vortrag von Rainer Meyer, Bonn, Haus der Stif- tung Pfennigsdorf, Poppelsdorfer Allee 108, Do: 18 Uhr. Familienführung: Freier Eintritt für Menschen bis 16 Jahren, Bonn, Oper, www.theater-bonn.de, Sa: 15 Uhr. Flucht, Migration und Identität: Vortrag zum Thema „Gesellschaftliche Konfliktlinien und de- mokratischer Streit über (Flucht)migration nach Europa“, Bonn, Institut français, Adenauerallee 35, www.institutfrancais.de, Mo: 18.15 Uhr. Halloween-Party: Bonn, Harmonie, www.har- monie-bonn.de, Do: 20 Uhr. Halloween-Party: Bad Godesberg, Godesburg, Auf dem Godesberg 5, Do: 22 Uhr. Halloween-Party „Zombie House“: Beuel, Brü- ckenforum, www.brueckenforum.de, Do: 21 Uhr. Katharina Prünte: Lesung, Bonn, RheinBühne, https://rheinbuehne.business.site/, So: 15 Uhr. Kommense rein, könnense rausgucken: Füh- rung durch die Ausstellung „Innovation made in Troisdorf-70 Jahre Kunststoff-Fenster“, Troisdorf, MUSIT, Burgallee, So: 15 Uhr. Kuratorinnenführung der die DADA: Mit Julia Wallner; anschl. Kunstcafé, Remagen, Arp Mu- seum Bahnhof Rolandseck, www.arpmuseum. org, Sa: 15 Uhr. Lesung mit Catrin Möderler: „Am Rand des Ruhms“; Anm.: info@tg-bonn.de, Bonn, Theater- gemeinde, Bonner Talweg 10, Mi: 19.30 Uhr. Lesung mit Irina Enss: Aus der Graphic Novel „Prinz Libelle“, Kunstverein Bad Godesberg, Burg- str. 85, www.kunstverein-bad-godesberg.de, Mo: 20 Uhr. Lesung mit László F. Földényi: „Der lange Schatten der Guillotine. Lebensbilder aus dem Paris des 19. Jahrhunderts“, Bonn, Buchhandlung Böttger, Maximilianstr. 44, Mi: 20 Uhr. Matrikel, Marx und Magnifizenz - Eine Uni- versität prägt die Stadt: Rundgang; Anmeldung unter (0228) 654553, am Arndt-Denkmal, Bonn, Alter Zoll/Brassertufer, So: 11 Uhr. Night of the Living Bread: Halloween-Party, Beuel, Brotfabrik, www.brotfabrik-bonn.de, Mi: 20 Uhr. Zentrale Bonner Reformationsfeier: Fest- gottesdienst mit Rüdiger Schuch, Kantorei und Sinfonieorchester der Kreuzkirche sowie Stefan Horz (Orgel); anschl. Empfang für die Stadtge- sellschaft, Bonn, Kreuzkirche, Kaiserplatz, Do: 19 Uhr. Zombie House: Halloween-Party, Beuel, Brü- ckenforum, www.brueckenforum.de, Do: 19 Uhr. KÖLN BÜHNE Max Mutzke: „So viel mehr“; musikalische Le- sung; Moderation: Sabine Hinrichs, Eltzhof, Burg- allee 1, Mo: 20 Uhr. KONZERTE Alexandre Kantorow, Münchner Philharmo- niker, Tugan Sokhiev: Werke von Glinka, Rach- maninow und Rimskij-Korsakow, Philharmonie, Bischofsgartenstr. 1, So: 20 Uhr. Charles Villiers Stanford: Requiem: Kartäuser- kantorei Köln, Philharmonischer Chor der Stadt Bonn, Kölner Kammerorchester und Paul Krämer, Philharmonie, Bischofsgartenstr. 1, So: 11 Uhr. Ewigkeit - Macelaru & Mahlers Dritte: Sasha Cooke, WDR Sinfonieorchester, WDR Rundfunk- chor und Cristian Macelaru, Philharmonie, Bi- schofsgartenstr. 1, Fr:, Sa: 20 Uhr. Fluchtpunkt - Sonderkonzert: Midori, Gürze- nich-Orchester Köln, Joshua Weilerstein, Philhar- monie, Bischofsgartenstr. 1, Do: 20 Uhr. Mehr Termine: ga.de/terminkalender VERANSTALTUNGEN IN BONN UND DER REGION VOM 28. OKTOBER BIS 3. NOVEMBER 2024 Tipp der Woche So wurde das Alte Rathaus im letzten Jahr beleuchtet. In diesem Jahr findet das Innenstadtfest „Bonn leuch- tet“ mit Foodfestival und Illumination vom 1. bis 3. November statt. Am Sonntagnachmittag haben auch die Geschäfte geöffnet. Infos: www.bonn-city.de Anlage 1/4Seite 20 von 67 B O N NG E N E R A L - A N Z E I G E R V-VI 23Samstag/Sonntag, 26./27. Oktober 2024 saengerhof.desaengerhof.de Wilhelm Ley GmbH Sängerhof, 53340 Meckenheim T: +49 2225 99310 E: service@saengerhof.de Montag – Freitag 9 – 19 Uhr, Samstag 9 – 18 Uhr saengerhof.de Grabschmuck zu Allerheiligen • Grabgestecke • Grabkerzen • Stiefmütterchen, Hornveilchen • Christ- /Lenzrosen • Gaultherien • Zwerg-NadelgehölzeAUGEN STRAHLEN BONN LEUCHTETFoodfestival* in der Bonner Innenstadt & strahlende Aktionen 01.11. bis 03.11.2024 Start am 01.11. ab 18.00 Uhr VERKAUFSOFFENER SONNTAG 03.11. von 13 bis 18 Uhr Schauen Sie gerne auf unserer Webseite vorbei. Weitere Highlights und detailliertere Infos finden Sie unter: www.bonn-city.deAuf ein paar Tapas mit Loco Flanel VON RICHARD BONGARTZ BONN. Wenn sie das Lokal betritt, richten sich alle Blicke auf sie. Loco Flanel: groß gewachsen, mit apartem Gang und Augen so groß wie Schein- werfer. Doch sie schafft es nicht, den wohligen Geruch von Olivenöl und Knoblauch in der Dottendorfer Casa Pepe mit ihrem duftenden Parfum zu übertünchen. Loco, die Queen of Beuel, der Star von Malentes Thea- terpalast und das Alter Ego von Knut Vanmarcke geht essen. Weil es ihr bei Pepe schmeckt und sie selbst als Carmen auf der Bühne ein spanisches Lokal betreibt. Passt. „Man sollte im wahrsten Sinne des Wortes mal über den Teller- rand schauen“, sagt Loco mit Blu- men im Haar zu ihrem Ausflug von der schääl Sick nach Bonn. Nicht nur der 60-jährige Wirt José Ferrer (in Spanien nennt man Josés meist Pepe), seine gleich alte Frau Josefa und die Töchter Maria (37) und Jes- sica (29) dürfen zu ihrer schillern- den Stammkundin Loco sagen. Alle anderen auch: Dann fühlt Frau Fla- nel sich jünger. „Ich bin 50, ab jetzt forever“, sagt sie und nippt an ihrer Sangria – der Vitamine wegen. Dann geht‘s los: Beim Spanier be- stellt man Tapas, bis sich die Tisch- balken biegen. Obwohl schier un- möglich, findet auch das Schälchen mit gebratenen Champignons noch einen Platz. Gegrillte Paprikaschoten, Tintenfischringe, Krake auf galizi- sche Art und der Klassiker Pata- tas Bravas, das und noch viel mehr steht auf der Speisekarte. Auch größere Ge- richte mit Fisch und Fleisch so- wie Salate. „Wir sind bodenstän- dig, nicht schickimicki“, sagt Maria Ferrer. „Bei uns geht es ums Essen“. Ein kleiner Geheimtipp, neu auf der Karte: die köstlichen Schweineme- daillons mit warmem Ziegenkäse und karamellisierten Schmelzzwiebeln. Loco lässt trotz großen Hungers ihrem losen Mundwerk freien Lauf. So freut sie sich (eher vergeblich) auf „heiße Schenkel vom Huhn und na- türlich viel Aioli, damit die Verehrer auf Abstand gehalten werden“. Ihrem Prinzgemahl Dirk (Dirk Vossberg- Vanmarcke), mit dem sie in Muffendorf lebt, mache die Knolle nach 27 Jahren Partnerschaft nicht so viel aus.„Das ist wie in der Chemie: Plus und Plus ergibt minus. Das heißt, geruchstech- nisch befinden wir uns quasi in der Schweiz, also neutral.“ Auf der Bühne kata- pultieren die Malentes ihr Publikum allerdings in eine Bo- dega in Málaga. „Ich spiele eigent- lich Loco, nur unter falschem Namen, denn die Figur, die ich verkörpere, ist genauso glamourös, elegant, witzig und spritzig wie ich. Sie hat Gesangs- undTanztalent und hat alle Fäden im Griff“, sagt Loco in ihrer bescheide- nen Art. Sie heißt da Carmen Mota Rodriguez de la Cruz – ein Name, der so lang ist, dass er wohl die Aufmerk- samkeitsspanne eines durchschnitt- lichen Teenagers sprengt. „So was kann man sich nicht ausdenken, wird einem in die Wiege gelegt. Wir Spa- nierinnen bekommen ja immer Teile des Nachnamens vonVater und Mut- ter angehängt. Was bin ich froh, dass meine Mutter damals nicht Juan Car- los Montero Martinez de la Frontera El Mundo geheiratet hat“. Spricht sie und zieht noch eine knusprige Dattel im Speckmantel vom Zahnstocher ab. Bei „Ramba Zamba“ dreht sich bis zum 10. November noch alles um gierige Erben, die hohe See und die feurigen Verehrer von Töchterchen Bellarosa (Stephanie Lamm). Alles gewürzt mit viel Gesang und Musik. Für die Weihnachtsshow „Alle Jahre Lieder“ (20. November bis 22. De- zember) verwandelt sich Loco dann wieder in Knut Vanmarcke. Ab dem 28. Dezember geht es dann wieder weiter mit dem Andalusical. Übri- gens: Maskenbildner Andreas Hintz benötigt gen
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