253086 · Beschlussvorlage
Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass der Veranstaltung "BonnFest"
Kerndaten
- Nummer
- 253086
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 22.05.2025
- Letzte Änderung
- 01.11.2026
Orte
- Hermann-Wandersleb-Ring Hauptort
- Acherstraße
- Bottlerplatz
- Brüdergasse
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- Friedensplatz
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- Fürstenstraße
- Gangolfstraße
- In der Sürst
- Marktplatz
- Martinsplatz
- Mülheimer Platz
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- Remigiusplatz
- Remigiusstraße
- Sternstraße
- Vivatsgasse
- Wenzelgasse
- Am Hof
- Am Neutor
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- Maximilianstraße
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- Stockenstraße
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- Wesselstraße
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- Franziskanerstraße
- Am Hauptbahnhof
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- Berliner Freiheit
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- Budapester Straße
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- Florentiusgraben
- Gerhard-von-Are-Straße
- Giergasse
- Markt
- Marktbrücke
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- Münsterstraße
- Noeggerathstraße
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Beschlussvorlage öffentlich 253086 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 33 Bürgerdienste Dezernat: Dez. I Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass der Veranstaltung "BonnFest" Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 17.06.2025 Anhörung Rat 03.07.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass der Veranstaltung "BonnFest" wird in der als Anlage 1 beigefügten Fassung beschlossen. Begründung: Mit E-Mail vom 01. April 2025 beantragte Frau Maike Reinhardt in ihrer Funktion als Geschäftsführerin des city-marketing bonn e.V., dieser als Vertreter des örtlichen innerstädtischen Einzelhandels, gemäß § 6 (1) 1 und (4) des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (LÖG NRW) eine Ausnahme der Sonn- und Feiertagsregelung zu folgendem Termin: Sonntag, 28. September 2025, in der Zeit von 13:00 bis 18:00 Uhr. Anlass sei das in der Bonner Innenstadt seit 1997 jährlich veranstaltete BonnFest, das von Freitag, 26.09.2025, bis Sonntag, 28.09.2025, stattfinde. Mit einem Mix aus Musik, Tanz, Shows, Ausstellungen, Infoständen, Gastronomie, Marktbuden und vielen Mitmachaktionen verwandele sich die Fußgängerzone zu einer einzigartigen Festmeile. Die Veranstaltung verändere für ein ganzes Wochenende lang das allgemein bekannte Gesicht der Innenstadt. Sie hebe sich so vom normalen Alltagsbild ab und sei dadurch in besonderem Maße prägend in ihrer gesamten Wahrnehmung für den Besucher. Die Bonner Innenstadt sei an drei Tagen einmal ganz anders zu erleben. Für den Besucher werde die Stadt zum multifunktionalen Ort. Das BonnFest enthalte auch karitative Elemente; überschüssige Einnahmen gingen zu Gunsten der Citystation der Bonner Caritas. Das BonnFest erfreute sich schon in der Vergangenheit einer stets sehr guten Resonanz sowie einer steigenden Besucherzahl. Es sorgte für eine positive Belebung und Aufwertung der Bonner Innenstadt und sei längst zu einer Traditionsveranstaltung in Bonn geworden. Durch die Veranstaltung würdenSeite 1 von 82 Seite 2 zahlreiche Besucher aus Bonn, aus dem Rhein-Sieg-Kreis und aus dem weiteren Umland, beispielsweise aus dem Raum Köln und dem Raum Aachen, in die Bonner Innenstadt gelockt. Veranstaltungsort sei der Zentrumsbereich des Stadtbezirks Bonn. Er sei identisch mit dem Geltungsbereich der Gestaltungs- und Werbesatzung Bonner Innenstadt vom 23. Juni 2015. Er umfasse den Bereich der Fußgängerzone und die zentralen Eingangsbereiche zur Innenstadt. Weitere Ausführungen u.a. zu dem räumlichen Bezug zwischen der Aufstellungsfläche und dem vorgesehenen Bereich der Sonntagsöffnung sowie zu den Besucherzahlen sind dem als Anlage 2 beigefügten Antragsschreiben zu entnehmen. Dem Antrag beigefügt sind verschiedene Anlagen, u.a. mehrere Lagepläne, die sowohl die Ausstellungsfläche als auch den vorgesehenen Bereich der Sonntagsöffnung darstellen, Zeitungsartikel, Pressetext des Veranstalters und ein Programm des Festes aus dem Jahr 2024, welches sich in diesem Jahr auf Nachfrage laut Aussage der Vorsitzenden des city-marketing bonn e.V. in Art und Umfang auch so darstellen werde, wobei es aus Gründen der zur Zeit der Antragstellung laufenden Programmplanung noch nicht endgültig feststehe. Auch sei wie im Vorjahr eine dritte Bühne geplant (siehe Anlage 3). Zum Anlass des im Jahre 1997 erstmals durchgeführten und somit seit Langem traditionellen BonnFestes stellte der city-marketing bonn e.V. erstmals im Jahre 2004 den Antrag auf Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntages für die Bonner Innenstadt. Der Rat der Stadt Bonn hat daraufhin am 08.07.2004 eine Ordnungsbehördliche Verordnung (OBV) beschlossen, mit welcher der erste verkaufsoffene Sonntag aus Anlass des „BonnFestes“ beschlossen wurde. Rechtsgrundlage war seinerzeit § 14 des Ladenschlussgesetzes vom 28.11.1956. Seitdem hat das BonnFest, mit Ausnahme der Jahre 2020 und 2021, in denen, der Corona-Pandemie geschuldet, die Beethoven-Rallye veranstaltet wurde, ununterbrochen in Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag stattgefunden. Das BonnFest mit seinem vielfältigen und hochwertigen Bühnenprogramm lockt mit seiner Kombination aus Musik, Tanz, Shows, Ausstellungen, Infoständen, Gastronomie, Marktbuden etc. jährlich in der Spitze bis zu 350.000 Besucher in die Innenstadt und wird regelmäßig nach Titel IV der Gewerbeordnung (GewO) als Jahrmarkt festgesetzt. Nach der erneuten Novellierung des Ladenöffnungsgesetzes (LÖG NRW) im März 2018 können die Kommunen gemäß § 6 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 4 LÖG NRW durch Ordnungsbehördliche Verordnung an jährlich acht, nicht unmittelbar aufeinanderfolgenden, Sonn- oder Feiertagen die Öffnung von Verkaufsstellen bis zur Dauer von fünf Stunden ab 13:00 Uhr im öffentlichen Interesse zulassen, wobei die Höchstzahl von 16 Sonn- und Feiertagen je Gemeinde nicht überschritten werden darf. Eine Anhörung der zu beteiligenden Institutionen (Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände, Kirchen, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer), mit Ausnahme der Gewerkschaften, erscheint aus SichtSeite 2 von 82 Seite 3 der Verwaltung sachlich eigentlich als entbehrlich, da in der im Mai 2025 zwischen den genannten Beteiligten getroffenen sogenannten Konsensvereinbarung sowohl die absolute Anzahl als auch die Anlässe der verkaufsoffenen Sonntage in den einzelnen Stadtbezirken, auch der zum BonnFest, bis Ende 2027 festgeschrieben wurden (siehe Anlage 4). Somit ist das Einverständnis der betroffenen Institutionen zur Freigabe der verkaufsoffenen Sonntage zu den dort genannten Anlässen bis zum Ende der Laufzeit der Konsensvereinbarung schriftlich dokumentiert. Aus Gründen der Rechtssicherheit und im Hinblick auf die formelle Rechtmäßigkeit entsprechender Verordnungen wurden allerdings sicherheitshalber sämtliche zu beteiligenden Institutionen mit E-Mail vom 14. April 2025 erneut um Stellungnahme zu dem beantragten Erlass einer OBV aus Anlass des BonnFestes gebeten. Noch am selben Tag teilte der Einzelhandelsverband Bonn-Rhein-Sieg- Euskirchen e.V. mit, dass er als Interessenvertretung des Einzelhandels in der Region alle Maßnahmen befürworte, die zur Stärkung eines vielfältigen stationären Einzelhandelsangebots beitrügen und ortsnahe Einkaufsmöglichkeiten sicherstellten. Er begrüße die vorgesehene Sonntagsöffnung ausdrücklich. Die an der Konsensvereinbarung nicht beteiligte Gewerkschaft ver.di Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen hat sich ebenfalls noch am selben Tage mit E-Mail vom 14. April 2025 geäußert. Im Anschluss an verschiedene Zitate aus der Rechtsprechung wird festgestellt, dass der Anlassbezug nachvollziehbar ist und mit den notwendigen Unterlagen belegt wurde. Ebenso sei den Lageplänen zu entnehmen, dass eine notwendige räumliche Klärung vorgenommen wurde. Grundsätzlich sei man, im Interesse der Beschäftigten, gegen eine sonntägliche Öffnung. Vorliegend sei den teilnehmenden Einzelhändlern mitzuteilen, dass Sonntagsarbeit der Beschäftigten nur auf freiwilliger Basis erfolgen dürfe. Das Büro des Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Bonn stimmte per E-Mail am 15. April 2025, das katholische Stadtdekanat mit E- Mail vom 16. April 2025, zu. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB Region Köln-Bonn) teilte am 28. April 2024 per E-Mail mit, dass sich der DGB der Stellungnahme von ver.di vollumfänglich anschließe. Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg teilte mit Schreiben vom 29. April 2025 mit, dass aus deren Sicht keine Bedenken gegen die Freigabe der Ladenöffnung bestünden, soweit die Anforderungen aus § 6 Abs. 1 des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten in NRW eingehalten würden. Die im Antrag gemachten Angaben zu Umfang und Art der Veranstaltung seien nachvollziehbar und es werde deutlich, dass das „BonnFest“ als Anlass mit hinreichendem öffentlichen Interesse nach § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 LÖG NRW im Vordergrund stehe und demnach nur unmittelbarSeite 3 von 82 Seite 4 anliegende Geschäfte öffnen dürften. Die Handwerkskammer zu Köln antwortete trotz angemessener Anhörungsfrist nicht auf das Anhörungsschreiben. Alle Stellungnahmen liegen als Anlage 5 dieser Beschlussvorlage bei. Mit der Novellierung des am 30.03.2018 in Kraft getretenen neuen Ladenöffnungsgesetzes (LÖG NRW) bezweckte der Gesetzgeber zum einen die Ausweitung der Möglichkeiten (Sachgründe), verkaufsoffene Sonntage zuzulassen, und zum anderen eine Verbesserung der Rechtssicherheit. So ist nach § 6 Abs. 1 LÖG NRW das Vorliegen eines öffentlichen Interesses Voraussetzung für die Freigabe, wobei in den Ziffern 1-5 einige Beispiele dazu genannt werden. Nach Ziffer 1 dieser Bestimmung liegt ein öffentliches Interesse insbesondere vor, wenn die Öffnung im Zusammenhang mit örtlichen Festen, Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen erfolgt. Satz 3 besagt, dass das Vorliegen eines solchen Zusammenhangs vermutet wird, wenn die Ladenöffnung in räumlicher Nähe zur örtlichen Veranstaltung sowie am selben Tag erfolgt. Das BonnFest hat sich seit der ersten Durchführung im Jahr 1997 zu einer beliebten und sehr gut besuchten Veranstaltung mit unterschiedlichen, aber stets sehr hohen Besucherzahlen entwickelt. In den Jahren 2016 und 2017 waren es jeweils rund 350.000 Personen, die während der gesamten Dreitagesveranstaltung das BonnFest besucht haben. Im Jahr 2023 waren es, ebenso wie im letzten Jahr, ca. 285.000 Menschen, die während der drei Festtage die Innenstadt aufgesucht haben. Für die diesjährige Veranstaltung wird für den Zeitraum Freitag, 26.09.2025, bis Sonntag, 28.09.2025, mit mindestens der gleichen Anzahl an Besuchern wie im Vorjahr, also 285.000, gerechnet. Diese Veranstaltung wird regelmäßig nach Titel IV der Gewerbeordnung (GewO) als Jahrmarkt festgesetzt. Das vielfältige Programm wird in der beigefügten Programmübersicht des Jahres 2024 und den angefügten Plänen und Zeitungsausschnitten (siehe Anlage 3) ausführlich beschrieben. Details zum diesjährigen Programm waren zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht bekannt. Erfahrungen aus den früheren Veranstaltungen, Medienberichte und plausible Angaben des Veranstalters belegen, dass die Mehrheit der Besucher wegen des umfangreichen und äußerst abwechslungsreichen Programms auf den zwei (möglicherweise drei) Bühnen, dem Mix aus Musik, Tanz, Shows, Ausstellungen, Infoständen, Gastronomie sowie der jahrmarktspezifischen Zusatzangebote nach Bonn-City kommt. Nicht zu vergessen die karitativen Elemente, deren Erlös der Citystation der Bonner Caritas zugutekommt. Großes Interesse besteht erfahrungsgemäß auch an den Verköstigungen, die über das gesamte Bonner Zentrum in vielfältiger Ausprägung angeboten werden. Die prägende Wirkung des BonnFestes wird u.a. belegt durch die Tatsache, dass das BonnFest seit dem Jahr 1997 veranstaltet wird, erstmalig im JahrSeite 4 von 82 Seite 5 2004 aber in Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Es ist somit erwiesen, dass die Attraktivität der mannigfaltigen Programmangebote schon Jahre vor der ersten Sonntagsöffnung die Besucher in die Bonner Innenstadt gezogen hat. Für die prägende Wirkung der Marktveranstaltung spricht auch der Umstand, dass das Programm des BonnFestes so gestaltet ist, dass es für alle gesellschaftlichen Gruppen und Altersklassen attraktiv ist. Nachvollziehbare Angaben des Antragstellers (s. u.a. Anlage 2, hier Ziffer 5.3 des Antrages) zeigen überdies, dass der überwiegende Teil der Besucher wegen des eigentlichen Festgeschehens nach Bonn kommt. Diese Feststellung wird untermauert durch eine im Jahr 2023 am BonnFest-Sonntag erstmals durchgeführte Umfrage über die Beweggründe für den Besuch der Innenstadt. (Anlage 2, Ziffer 4). Somit ist belegt, dass die Mehrzahl der Besucher wegen des eigentlichen Festes und nicht primär wegen der Sonntagsöffnung in die Bonner Innenstadt kommt, die Programmvielfalt und das Festgeschehen selbst für den Sonntag prägend sind und die Ladenöffnung lediglich als Annex zu diesem Fest anzusehen ist. Auch die festgesetzte Veranstaltungsfläche, die der nach der Gewerbeordnung festgesetzten Marktfläche entspricht, ist nahezu deckungsgleich mit dem Bereich, in dem die Verkaufsstellen öffnen dürfen. Es handelt sich um ca. 89.000 m2. Sie setzt sich wie folgt zusammen: Veranstaltungsort ist der Zentrumsbereich des Stadtbezirks Bonn. Er ist identisch mit dem Geltungsbereich der Gestaltungs- und Werbesatzung Bonner Innenstadt vom 23. Juni 2015. Er umfasst den Bereich der Fußgängerzone und die zentralen Eingangsbereiche zur Innenstadt sowie Bereiche, die stadtstrukturell in den engeren Zentrumsbereich mit hinzugerechnet werden. Die Marktfläche der Veranstaltung umfasst alle Straßen und Plätze, auf denen sich die Bühnen, Ausstellerstände, Marktbuden, Gastronomiestände und Aktionsflächen für mobile Programmpunkte befinden bzw. einzelne Walking- Acts stattfinden. Hierzu zählen die Straßen: Acherstraße, Bottlerplatz, Brüdergasse, Dreieck, Friedensplatz, Friedrichstraße, Fürstenstraße, Gangolfstraße, In der Sürst, Marktplatz, Martinsplatz, Mülheimer Platz, Poststraße, Remigiusplatz, Remigiusstraße, Sternstraße, Vivatsgasse, Wenzelgasse. Nach Auskunft des Geographischen Instituts der Universität Bonn beträgt diese Fläche 52.000 m2. Als weitere Nutzungsflächen zählen alle relevanten Zugangswege, die der Marktfläche der Veranstaltung hinzugerechnet werden. Dies sind vor allem die Laufwege zu den Parkhäusern und nahegelegenen Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel, die Verbindungsstraßen zwischen den Marktflächen der Veranstaltung sowie Serviceflächen für die Aussteller. Hierzu zählen die Straßen: Am Hof, Am Neutor, Bischofsplatz, Budapester Straße, Kaiserplatz, Kasernenstraße, Kesselgasse, Mauspfad,Seite 5 von 82 Seite 6 Maximilianstraße, Rathausgasse, Sterntorbrücke, Stockenstraße, Thomas- Mann-Straße, Wilhelmstraße, Wesselstraße. Nach Auskunft des Geographischen Instituts der Universität Bonn beträgt diese Fläche 37.000 m2. Daraus ergibt sich eine Gesamtveranstaltungsfläche von 89.000 m2. Als Zwischenergebnis ist festzustellen, dass der enge räumliche Bezug des zur Ladenöffnung vorgesehenen Bereichs zur Veranstaltungsfläche, also zu dem Festgeschehen, welche nahezu die gesamte Bonner Innenstadt umfasst, somit gegeben ist. Auch findet die Veranstaltung am selben Tag wie die beantragte Ladenöffnung statt. Ein wesentlicher Teil des Programms der dreitägigen Veranstaltung findet am Sonntag, dem 28. September 2025, statt, wie die Programmübersicht (Anlage 3 – Programm 2024) belegt. Die Vermutungsregel des § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 LÖG NRW greift somit ein, so dass davon ausgegangen werden darf, dass die sonntägliche Öffnung der Verkaufsstellen im öffentlichen Interesse liegt. Von einer Beschränkung der OBV auf bestimmte Sortimente wird im Hinblick auf die besondere Bedeutung dieses seit 28 Jahren etablierten traditionellen Festes abgesehen. Weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass es sich um das publikumsstärkste Fest in Bonn handelt. Zusammenfassend ist festzustellen, dass auch die durch die Novellierung des LÖG NRW formulierten neuen Anforderungen an die Freigabe eines verkaufsoffenen Sonntags im vorliegenden Fall erfüllt sind und die anliegende OBV folglich im Einklang mit dem geltenden Recht steht. Anlage/n 1 OBV BonnFest (öffentlich) 2 Antrag BonnFest 2025_Geschwärzt (öffentlich) 3 Anlage 3 Anlagen BonnFest 2025_Geschwärzt (öffentlich) 4 Bonner Vereinbarung VOS 2025-2027-geschwärzt (öffentlich) 5 Stellungnahmen BonnFest 2025_Geschwärzt (öffentlich)Seite 6 von 82 Anlage 1 Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass der Veranstaltung „BonnFest“ Vom Auf Grund des § 6 Absatz 1 und 4 des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (Ladenöffnungsgesetz - LÖG NRW) vom 16. November 2006 (GV. NRW. S. 516/SGV. NRW. 7113), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 22. März 2018 (GV. NRW. S. 172), und den §§ 25 ff. des Gesetzes über Aufbau und Befugnisse der Ordnungsbehörden – Ordnungsbehördengesetz (OBG) - in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. Mai 1980 (GV. NRW. S. 528/SGV. NRW. 2060), zuletzt geändert durch Artikel 7 des Gesetzes vom 10. Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1184), wird von der Bundesstadt Bonn als örtlicher Ordnungsbehörde gemäß Beschluss des Rates der Bundesstadt Bonn vom xx.xx.xxxx folgende Verordnung erlassen: Bundesstadt Bonn als örtliche Ordnungsbehörde § 1 Aus Anlass des einmal jährlich im Stadtbezirk Bonn stattfindenden „BonnFestes“ dürfen Verkaufsstellen am Veranstaltungssonntag, dem 28.09.2025, im wie folgt umgrenzten Gebiet: Belderberg - Franziskanerstraße – An der Schlosskirche – Am Hof – Am Neutor - Kaiserplatz - Am Hauptbahnhof - Thomas-Mann-Straße - Berliner Platz - Oxfordstraße - Bertha-von-Suttner-Platz - (alle Straßen beidseitig) in der Zeit von 13.00 - 18.00 Uhr geöffnet sein. § 2 Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig Verkaufsstellen an diesem Sonntag außerhalb der in § 1 zugelassenen Geschäftszeiten offen hält. Die Ordnungswidrigkeit kann nach § 12 des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten mit einer Geldbuße bis zu 5.000,00 Euro geahndet werden. § 3 Diese Verordnung tritt eine Woche nach dem Tag ihrer Verkündung in Kraft. Sie tritt am 29. September 2025 außer Kraft.Seite 7 von 82 Von: Gesendet: Dienstag, 1. April 2025 13:08 An: Betreff: Antrag Ausnahme der Sonn- und Feiertagsregelung 28.09.25 ⚠ Achtung: Absender von außerhalb der Stadtverwaltung Bonn! ⚠ Sehr geehrte sehr geehrte hiermit beantragen wir als Vertreter des örtlichen innerstädtischen Einzelhandels gemäß § 6 (1) 1 und (4) des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (LÖG NRW) eine Ausnahme der Sonn- und Feiertagsregelung zu folgendem Termin: Termin: Sonntag, 28. September 2025 Öffnungszeit: 13:00 bis 18:00 Uhr Anlassveranstaltung: BonnFest Veranstaltungsort/Stadtteil: Bonn - Innenstadt Der zur Öffnung vorgesehene Sonntag fällt nicht auf einen geschützten bzw. ruhigen Feiertag im Sinne § 6 (5) LÖG NRW. Die vorgesehene Öffnungszeit der Geschäfte liegt außerhalb der Zeiten der Hauptgottesdienste (vgl. § 6 (4) LÖG NRW). Im Mai 2025 wurden zwischen den Kirchen und den Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden, der IHK Bonn/Rhein-Sieg sowie der Handwerkskammer zu Köln, die Anzahl und die Anlässe für verkaufsoffene Sonntage in den einzelnen Stadtbezirken Bonns in einer Konsensvereinbarung bis 31.12.2027 festgeschrieben. Eine Anhörung der zu beteiligenden Institutionen gemäß § 6 (4) ist daher mit Ausnahme der Gewerkschaften entbehrlich 1. Anlassbeschreibung Am Freitag, 26.09.2025 (12:00 – 22:00 Uhr), Samstag, 27.09.2025 (10:00 – 22:00 Uhr), und Sonntag, 28.09.25 (12:00 – 22:00 Uhr), findet in der Bonner Innenstadt, das seit 1997 jährlich stattfindende BonnFest statt. Es handelt sich um ein etabliertes publikumsstarkes Innenstadt-Fest, das die gesamte Fußgängerzone der Bonner Innenstadt als Veranstaltungsgelände belegt. Das BonnFest bietet eine große Bandbreite an Attraktionen und Highlights sowie ein durchgehendes Programm auf zwei Bühnen und fünf Plätzen der Bonner Innenstadt. Das BonnFest erfreute sich schon in der Vergangenheit einer stets sehr guten Resonanz sowie einer steigenden Besucherzahl. Es sorgte für eine positive Belebung und Aufwertung der Bonner Innenstadt und ist längst zu einer Traditionsveranstaltung in Bonn geworden. Durch die Veranstaltung werden zahlreiche Besucher aus Bonn, aus dem Rhein-Sieg-Kreis und aus dem weiteren Umland, beispielsweise aus dem Raum Köln und dem Raum Aachen in die Bonner Innenstadt gelockt. Mit einem Mix aus Musik, Tanz, Shows, Ausstellungen, Infoständen, Gastronomie, Marktbuden und vielen Mitmachaktionen verwandelt sich die Fußgängerzone zu einer einzigartigen Festmeile. Die Veranstaltung verändert für ein ganzes Wochenende lang das allgemein bekannte Gesicht derSeite 8 von 82 Innenstadt. Sie hebt sich so vom normalen Alltagsbild ab und ist dadurch in besonderem Maße prägend in ihrer gesamten Wahrnehmung für den Besucher. Die Bonner Innenstadt ist an drei Tagen einmal ganz anders zu erleben. Für den Besucher wird die Stadt zum multifunktionalen Ort. Das BonnFest enthält auch ein karitative und Elemente; überschüssige Einnahmen gehen zu Gunsten der Citystation der Bonner Caritas. Detaillierte und umfangreiche Programmaufstellungen sowie eine Zusammenstellung von Zeitungsartikeln entnehmen Sie bitte den Anlagen 1 - 4. 2. Veranstaltungsort / Räumlicher Geltungsbereich Veranstaltungsort ist der Zentrumsbereich des Stadtbezirks Bonn. Er ist identisch mit dem Geltungsbereich der Gestaltungs- und Werbesatzung Bonner Innenstadt v. 23. Juni 2015. Er umfasst den Bereich der Fußgängerzone und die zentralen Eingangsbereiche zur Innenstadt sowie Bereiche, die stadtstrukturell in den engeren Zentrumsbereich mit hinzugerechnet werden. Er wird begrenzt durch die Straßen Oxfordstraße, Belderberg, Rathausgasse, Am Hof, Wesselstraße, Am Hauptbahnhof und Thomas-Mann-Straße. Konkret umfasst der räumliche Geltungsbereich folgende Straßen und Plätze: Acherstraße 1 – 30, Am Hauptbahnhof 1 – 8, Am Hof 1 – 36, Am Neutor 1 – 8, An der Schlosskirche 1 – 4, Belderberg 2 – 32, Berliner Freiheit 21, 36, 36A, Bertha-von-Suttner-Platz 1 - 25, Bischofsplatz 1-4, Bonngasse 1 – 30, Bottlerplatz 1 – 12, Budapester Straße 1 – 23, Brüdergasse 1 – 31, Cassiusgraben, Dreieck 1 – 20, Florentiusgraben 1 – 60, Franziskanerstraße 1 - 16, Friedensplatz 1 – 16, Friedrichstraße 1 – 64, Fürstenstraße 1 – 8, Gangolfstraße 2 – 15, Gerhard-von-Are-Straße 1 – 8, Giergasse 2, In der Sürst 1 – 10, Kaiserplatz 1 - 22, Kasernenstraße 1 – 7b, 22 - 32, Kesselgasse 1 – 5, Markt 1 – 42, Marktbrücke 1 – 4, Martinsplatz 1 – 9, Mauspfad 2 – 10, Maximilianstraße 1 – 46, Mühlheimer Platz 1, Münsterplatz 1 – 30, Münsterstraße 1 – 20, Noeggerathstraße 1, Oxfordstraße 1 - 24, Poststraße 1 - 36, Rathausgasse 5 – 38, Remigiusstraße 1 – 20, Remigiusplatz 1 – 6, Rheingasse 2, Sternstraße 1 – 100, Sterntorbrücke 1 – 17, Stockenstrasse 1 – 19, Thomas-Mann-Straße 1 – 64, Vivatsgasse 1 – 14, Wenzelgasse 1 – 44, Wesselstraße 1 – 16, Wilhelmstraße 1 – 23, Windeckstraße 1 – 7. Eine Darstellung des räumlichen Geltungsbereichs in einer Karte entnehmen Sie bitte der Anlage 5. 3. Flächengrößen 3.1 Veranstaltungsfläche Die Marktfläche der Veranstaltung umfasst alle Straßen und Plätze, auf denen sich die Bühnen, Ausstellerstände, Marktbuden, Gastronomiestände und Aktionsflächen für mobile Programmpunkte befinden bzw. einzelne Walking-Acts stattfinden. Hierzu zählen die Straßen: Acherstraße, Bottlerplatz, Brüdergasse, Dreieck, Friedensplatz, Friedrichstraße, Fürstenstraße, Gangolfstraße, In der Sürst, Marktplatz, Martinsplatz, Mülheimer Platz, Poststraße, Remigiusplatz, Remigiusstraße, Sternstraße, Vivatsgasse, WenzelgasseSeite 9 von 82 Nach Auskunft des Geographischen Instituts der Universität Bonn, Herr Stephan Herritsch, beträgt diese Fläche 52.000 m2 (vgl. Anlage 5). Als weitere Nutzungsflächen zählen alle relevanten Zugangswege, die der Marktfläche der Veranstaltung hinzugerechnet werden. Dies sind vor allem die Laufwege zu den Parkhäusern und nahegelegenen Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel, die Verbindungsstraßen zwischen den Marktflächen der Veranstaltung sowie Serviceflächen für die Aussteller. Hierzu zählen die Straßen: Am Hof, Am Neutor, Bischofsplatz, Budapester Straße, Kaiserplatz, Kasernenstraße, Kesselgasse, Mauspfad, Maximilianstraße, Rathausgasse, Sterntorbrücke, Stockenstraße, Thomas-Mann-Straße, Wilhelmstraße, Wesselstraße Nach Auskunft des Geographischen Instituts der Universität Bonn, Herr Stephan Herritsch, beträgt diese Fläche 37.000 m2 (vgl. Anlage 6). Daraus ergibt sich eine Gesamtveranstaltungsfläche von 89.000 m2. (vgl. Anlagen 7 und 8) 3.2 Verkaufsflächen der Geschäfte, die geöffnet haben können Nach Auskunft des Amts für Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn, Herr Arnulf Marquardt-Kuron, beträgt die maximale Gesamtfläche aller Verkaufsflächen im räumlichen Geltungsbereich 132.000 m2 (vgl. Anlage 9). 4. Erwartete Besucherzahlen Das BonnFest hat sich seit der ersten Durchführung im Jahr 1997 zu einer beliebten und sehr gut besuchten Veranstaltung mit stets steigenden Besucherzahlen entwickelt. Im Jahr 2024 (27.09. – 29.09.24) waren es rund 285.000 Personen, die während der gesamten Dreitagesveranstaltung das BonnFest besucht haben (vgl. Anlage 1). Für das Jahr 2025 rechnen wir für den Zeitraum Freitag, 26.09.2025 bis Sonntag, 28.09.2025 mit mindestens der gleichen Anzahl an Besuchern. Auch die Betreibergesellschaft der Bonner Parkhäuser, die Bonner City Parkraum GmbH, bestätigt, dass während der Veranstaltung im Jahr 2023 und 2024 an allen drei Veranstaltungstagen die Parkhäuser gänzlich ausgelastet waren. Zur Ermittlung der Besucherzahlen stützen wir uns auf eine Untersuchung von hystreet.com Im Rahmen von Frequenzzählungen an den Samstagen vor dem BonnFest 2018-2024 (in der Zeit zwischen 13.00 und 14.00 Uhr) wurden in der Poststraße, Remigiusstraße und Sternstraße durchschnittlich 5.000 Passanten gezählt. Im Rahmen einer konservativen Schätzung gehen wir davon aus, dass sich mindestens weitere 4.500 Passanten zeitgleich in der Innenstadt aufhalten, die nicht über die Frequenzzählung erfasst wurden. Somit können wir tagsüber von einer Frequenz von etwa 9.500 Passanten pro Stunde ausgehen.Seite 10 von 82 In jeder weiteren Stunde samstags sind deutlich mehr Besucher in der Innenstadt unterwegs als an Sonntagen, da der Samstag der klassische Einkaufstag, durch das BonnFest kommen noch weitere Menschen hinzu. Der (verkaufsoffene) Sonntag wird vor allem geprägt durch das BonnFest, die Zahl der Einkaufenden ist geringer als an den Samstagen, so dass eben weniger Menschen in der Stadt sind (vgl. Graphik in beiliegender Excel-Tabelle). Die Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn hat am Verkaufsoffenen Sonntag 2023 eine Umfrage (N=149) unter den Besucher*innen der Innenstadt durchgeführt und sie nach den Beweggründen für Ihren Besuch gefragt. Das Ergebnis zeigt die beiliegende Abbildung: Welches ist der Hauptgrund, warum Sie heute in die Innenstadt gekommen sind? 28% BonnFest 25% Einkaufen 23% Beides gleichermaßen 24% Weder noch Der Besuch des BonnFestes ist somit vor dem Einkaufen der Hauptgrund für den Aufenthalt in der City. Da ein Sonntag aufgrund der objektiven Wahrnehmung mindestens genauso stark frequentiert wird wie ein Samstag, gehen wir am BonnFest Sonntag von einer vergleichbaren Kundenfrequenz aus. Für den Freitag haben wir eine etwas geringere Frequenz angesetzt. Für die Randzeiten rechnen wir während dem BonnFest mit 6.000 Passanten in der Innenstadt. Nach unserer Berechnung haben wir folgende Besucherzahlen ermittelt: Freitag am BonnFest 12:00 – 20:00 8 Std. x 8.000 Besucher = 64.000 Besucher 20:00 – 22:00 2 Std. x 6.000 Besucher = 12.000 Besucher Gesamt 76.000 Besucher Samstag am BonnFest 10:00 – 20:00 10 Std. x 9.000 Besucher = 90.000 Besucher 20:00 – 22:00 2 Std. x 6.000 Besucher = 12.000 Besucher Gesamt 102.000 Besucher Sonntag am BonnFest 11:00 – 12:00 1 Std. x 6.000 Besucher = 6.000 Besucher 12:00 – 20:00 8 Std. x 9.000 Besucher = 72.000 Besucher 20:00 – 22:00 2 Std. x 6.000 Besucher = 12.000 Besucher Gesamt 90.000 BesucherSeite 11 von 82 BonnFest Gesamt: 268.000 Besucher 5. Prägende Wirkung der Veranstaltung 5.1 Räumlicher Bezug von Marktfläche und Verkaufsflächen Laut aktueller Rechtsprechung soll ein enger räumlicher Bezug zwischen der Veranstaltung und den geöffneten Geschäften bestehen, damit die geforderte „prägende Wirkung“ der Veranstaltung gegeben ist. Demnach sollte sich die Sonntagsöffnung auf die Geschäfte im unmittelbaren Umfeld der Veranstaltung beschränken. Die Einzelhandelsgeschäfte, die im räumlichen Geltungsbereich liegen und am beantragten verkaufsoffenen Sonntag geöffnet haben können, umsäumen die unter 3.1 aufgeführten Veranstaltungsflächen. Damit sind die Veranstaltungsflächen und die Bereiche, die für die Sonntagsöffnung vorgesehen sind, deckungsgleich. Ein enger räumlicher Bezug ist somit gegeben. 5.2 Größenverhältnis von Veranstaltungsfläche zu Verkaufsfläche Ausschlaggebend für eine „prägende Wirkung“ der Anlassveranstaltung ist die Tatsache, dass die Verkaufsfläche der geöffneten Geschäfte nicht ungleich größer sein sollte, als die Fläche der Veranstaltung. Die unter 3.1 und 3.2 errechneten Flächen zeigen, dass die Gesamt-Veranstaltungsfläche mit 89.000 m2 im Größenverhältnis von 67 % zur maximalen Gesamtfläche aller Verkaufsflächen in Höhe von 132.000 m2 steht und die prägende Wirkung der Anlassveranstaltung somit nur im Verhältnis 2:3 gegeben ist. Deshalb bedarf die errechnete Verkaufsfläche einer näheren Erläuterung. Aus der Erfahrung der verkaufsoffenen Sonntage in den vergangenen Jahren ist uns bekannt, dass sich nicht alle im räumlichen Geltungsbereich befindlichen Einzelhändler an der Sonntagsöffnung beteiligen werden. Wir gehen hier von einem Wert von 20 % an Einzelhändlern aus, die nicht öffnen werden. Hierzu hat im Jahr 2017 eine Erhebung innerhalb der Einzelhandelsmitglieder des city- marketing bonn e.V. stattgefunden der diese Zahlen belegt. Von den 40 Einzelhändlern hatten 8 geschlossen, dies entspricht 20% (s. Anlage 10). Darüber hinaus ist die errechnete Verkaufsfläche als Brutto-Wert zu betrachten, der auch Flächen einschließt, die als Nicht-Verkaufsflächen zu betrachten sind. Hierzu zählen Lagerflächen sowie Büro-, Sozial- und Aufenthaltsräume für das Personal. Üblicherweise ist hier von einem Wert von 15 – 20 % auszugehen. Als dritten Erläuterungspunkt führen wir in Anlehnung an § 11 (3) Baunutzungsverordnung und der ergangenen Rechtsprechung in Bezug auf das Verhältnis von Geschoßfläche und Verkaufsfläche an, dass die Verkaufsfläche stets nur 2/3 einer Geschoßfläche ausmacht. Werden diese drei angeführten Erläuterungspunkte zur Verkaufsfläche nun überschlagweise in Ansatz gebracht, ergibt sich eine Netto-Gesamtfläche aller Verkaufsflächen von ca. 60.000 m2. Damit wäre dann eine prägende Wirkung der deutlich größeren Anlassveranstaltung mit einer Flächengröße 89.000 m2 gegeben.Seite 12 von 82 5.3 Besucheranzahl Anlassveranstaltung vs. Besucher Sonntagsöffnung Wie unter 4. dargestellt rechnen wir für die Anlassveranstaltung über alle drei Veranstaltungstage mit einer Besucherzahl von mindestens 285.000. Gem. Anlage 11 der Galeria Kaufhof vom 29.09.24 (BonnFest – VOS 29.09.2024) - kann man belegen, dass die Galeria Kaufhof in dem Zeitraum von 13.00 – 18.00 Uhr 9.718 Besucher in Ihren Geschäftsräumen hatte. Davon waren 2.092 Kunden (haben Ware gekauft). Dies entspricht einer Kundengewinnungsrate von 21,5 %. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Kundengewinnungsrate aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage sowie Pandemie (Ängste, Verkehrsanbindung, Inflation) weiter entwickelt. Die Forderung, wonach für die Zulässigkeit von Sonntagsöffnungen die Anlassveranstaltung ohne die Sonntagsöffnung mehr Besucher anziehen muss als der alleinige verkaufsoffene Sonntag, ist somit erfüllt. Es ist davon auszugehen, dass die Veranstaltung „BonnFest“ für die Besucher der ausschlaggebende Grund ist, die Bonner Innenstadt zu besuchen. Das BonnFest wird als prägend für den Sonntag wahrgenommen, die Öffnung der Geschäfte von 13:00 – 18:00 Uhr ist lediglich als Ergänzung bzw. Annex anzusehen. 6. Aufwertung des stationären innerstädtischen Einzelhandels Veranstaltungen wie das BonnFest sind als zusätzliche verkaufsunterstützende Maßnahmen für den innerstädtischen Einzelhandel besonders wichtig, da der rasant wachsende Onlinehandel spürbare Frequenzverluste und Umsatzrückgänge mit sich bringt. Außerdem ist zunehmend eine Änderung des Konsumentenverhaltens festzustellen, was den Handlungsbedarf hinsichtlich einer Innenstadt- Attraktivierung verdeutlicht, gerade auch für die jüngere Generation. Mit einer Veranstaltung wie dem BonnFest in Kombination mit einer Sonntagsöffnung kann dem Konkurrenzdruck des Onlinehandels, der mit uneingeschränkten „Öffnungszeiten“ an 365 Tagen im Jahr und dies täglich rund um die Uhr lockt, etwas entgegengesetzt werden. Denn Kunden wünschen mehr und mehr ein besonderes Einkaufserlebnis und suchen die Innenstädte nicht mehr einzig zum Zweck des Einkaufens und der Bedarfsdeckung auf. Familien, Paare und auch Berufstätige nutzen verkaufsoffene Sonntage besonders gerne für einen entspannten (Einkaufs-) Bummel in der Innenstadt, was unter der Woche häufig nicht möglich ist. Die Relevanz derartiger Veranstaltungen lässt sich auch durch aktuelle Studienergebnisse belegen. Die im September 2016 deutschlandweit durchgeführte Innenstadtstudie „Vitale Innenstädte“ des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) kommt zu dem Ergebnis, dass Bonn von den befragten Passanten mit der Schulnote 2,3 als „gut“ bewertet wird. Positiv beurteilt wird von den Befragten neben der Einzelhandelsvielfalt vor allem die Attraktivität der Freizeitangebote hinsichtlich der angebotenen Veranstaltungen in der Innenstadt Bonns, sowie die Möglichkeit, die Innenstadtgeschäfte auch einmal sonntags im Rahmen der Sonntagsöffnungen aufsuchen zu können. 7. Fazit Die hier beantragte Sonntagsöffnung erfüllt alle relevanten Vorgaben, die im Zusammenhang mit einer einer Freigabe eines Sonntags für die Öffnung von Verkaufsstellen stehen. Demnach ist die Veranstaltung selbst für den Sonntag prägend und die beantragte Sonntagsöffnung wird lediglich als Annex zur Anlassveranstaltung wahrgenommen und veranstaltet.Seite 13 von 82 Die detailliert beschriebene und mit zahlreichen Anlagen belegte Anlassveranstaltung sowie die beantragte Sonntagsöffnung führen zu einer positiven Aufwertung der Bonner Innenstadt und steigern die Aufenthalts- und Erlebnisqualität während des Veranstaltungszeitraums. Veranstaltungen wie das BonnFest sowie eine funktionierende und abwechslungsreiche Einzelhandelslandschaft tragen maßgeblich zur Attraktivierung und Belebung der Innenstädte bei und sollten auch zukünftig gefördert und aktiv unterstützt werden. Mit besten Grüßen City-Marketing Bonn e.V. Geschäftsführerin Aufgrund der Größe der Anlagen sende ich Ihnen diese per wetransfer zu. Anlagen Anlage 1 - Sammlung Zeitungsartikel 2024 sowie folgende Links: https://ga.de/bonn/bonn-fest-in-der-innenstadt-gestartet_aid- 119416787?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=daily&utm_content=top newsletter-morgennewsletter https://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonn-fest-2024-termin-programm-verkaufsoffener-sonntag_aid- 97265903 https://ga.de/freizeit/region-erleben/tipps-fuers-wochenende-in-bonn-bonn-fest-winzerfest- dernau_aid-53876987 https://ga.de/sonderthemen/lokales/bonn/plattform-fuer-lokale-initiativen-und-vereine_aid- 119338217 Anlage 2 - Pressetext 2025 Veranstalter Anlage 3 - Programmübersicht 2024 Anlage 4 - Karte Räumlicher Geltungsbereich Anlage 5 - Karte Marktfläche Veranstaltung Anlage 6 - Karte Zuwegungsflächen Veranstaltung Anlage 7 - Karte Gesamtfläche Veranstaltung Anlage 8 – Berechnung Verkaufsfläche Bonner Innenstadt Anlage 8 - Detaildarstellung der Einzelflächen Anlage 10 – Erhebung Umfrage EHV Sonntagsöffnung Anlage 11 - Galeria Kaufhof – Kundengewinnungsrate 02.10.23 Anlage 12 – Umfrage BonnFest 2024Seite 14 von 82 Seite 15 von 82 14 KÖLN Freitag, 27. September 2024 Allgemeines Verschiedenes Bei den beiden kleinen Löwen- Männchen „Mani“ und „Nilay“ ist ein erster, ganz zarter Mäh- nen-Flaum zu erkennen. Die Tier- pflegerinnen erwarten, dass dieser im Frühling ausgeprägter wird. Die Unterscheidung von der dritten im Nachwuchs-Bunde, Schwester „Laya“, ist dann noch besser mög- lich. „Das kleine Löwen-Trio ist fit und agil“, so der Zoo. Regelmäßig klettern die drei auf den Futter- baum in ihrem Gehege bis ganz nach oben. Für Zoogäste ist das gut sichtbar. Milch bei der Mutter nehmen sie kaum noch. Stattdessen fressen sie nun fast ausschließlich Fleisch. Oft liegen „Mani“, „Nilay“ und „Laya“ zusammen mit Mutter „Gina“ und Vater „Navin“ auf dem „Familien- stammplatz“ ihrer 1140 Quadrat- meter großen Außenanlage. Auch im benachbarten Gehege für Amurtiger herrscht reges Nach- wuchstreiben. Das Geschwister- paar, Katze „Tochka“ und Kater „Timur“, lässt sich inzwischen problemlos in verschiedene Be- reiche der Anlage dirigieren, teilt der Zoo weiter mit. Das sei wichtig, denn anders als bei Lö- wen leben Tiger-Väter einzel- gängerisch und getrennt von Zuchtpartnerin und Nach- wuchs. Die separierbaren Anlagen- bereiche müssten ab und an durch- gewechselt werden. Tiger: Ab auf die Waage! Streifen machen schlank Jüngst konnten die Kölner Tier- pflegerinnen die Jungtiere erstmals auf die Waage locken. „Timur“ wiegt inzwischen 28 Kilogramm, Schwester „Tochka“ 22 Kilo – das sind sehr gute Werte im altersge- mäßen Normbereich. Beide fressen inzwischen hauptsächlich Fleisch. Mutter „Katinka“ wiegt 120 Kilo- gramm. Vater „Sergan“ scheut den Gang auf die in den Boden eingelas- sene Waage derzeit noch. Das Nachwuchs-Weibchen „Tochka“ ist am Punkt auf der lin- ken Vorderpfote zu erkennen. Bru- der „Timur“ hat eine Zeichnung über dem Auge, die an den altgrie- chischen Buchstaben Omega erin- nert. Beide sind sehr gern im Was- sergraben ihrer 1050 Quadratmeter großen und 2020 neu eröffneten Außenanlage. Köln – Was machen die Kätzchen im Kölner Zoo? Zu Beginn dieses Jahres, am 25. Januar, wurden im Kölner Tierpark drei Asiatische Löwen geboren. Am 19. April folgten zwei Jungtiere bei den Amurtigern. Die fünf Kätzchen wurden schnell die Publikums- lieblinge. Und wie der Zoo mitteilt, entwickeln sie sie alle prächtig. Köln – Zivilbeamte der Kölner Poli- zei haben in Dellbrück einen mut- maßlichen Drogendealer festge- nommen. Bei der Kontrolle stellten die Beamten Betäubungsmittel und Bargeld im fünfstelligen Bereich si- cher. Wie die Polizei mitteilte, hat- ten Beamte einen Verdächtigen (25) kontrolliert. Bei ihm fanden sie unter anderem Haschisch, Amphetamin und Zube- hör für die Herstellung von Drogen. Bei der Durchsuchung seiner Woh- nung und Garage beschlagnahmten die Polizisten rund 20 000 Euro, Handys, Ecstasy und verschrei- bungspflichtige Medikamente. Er wird einem Haftrichter vorgeführt. Köln – Versuchtes Tötungsdelikt in Köln-Bilderstöckchen: Ein Mann (52) soll seine Ex-Frau (49) massiv gewürgt haben. Das haben Kölner Staatsanwaltschaft und Köln be- kannt gegeben. Demnach retteten Familienangehörige der 49-Jähri- gen vermutlich das Leben. Die Tat soll am Donnerstag gegen 10 Uhr in der Wohnung der Ex-Frau auf der Ravensburger Straße passiert sein. Das Motiv ist noch unklar. Die Mordkommission sicherte Spuren in der Wohnung. Erst am Mittwoch- abend hatten Fraueninitiativen auf dem Ebertplatz für einen besseren Schutz von Frauen vor Gewalt demonstriert. Rund 100 Frauen werden laut BKA jährlich von ihren Partnern getötet. Musik Heute Termine und Anfangszeiten ohne Gewähr Theater Heute Termine und Anfangszeiten ohne Gewähr Vermischtes Die beiden jungen Amurtiger Katze „Tochka“ und Kater „Timur“ Foto: Marcel Vogelfänger/Kölner Zoo Polizisten nahmen einen Drogen- dealer in Dellbrück fest. Foto: dpa Die Kölner Polizei am Tatort in Bil- derstöckchen Foto: Redaktion Die Löwen-Männchen „Mani“ und „Nilay“ mit Schwester „Laya“ Foto: Marcel Vogelfänger/Kölner Zoo Das Löwen-Trio im März: klein und zusammen gekuschelt Foto: Dr. A. Sliwa, Kölner Zoo Publikumslieblinge im Zoo machen sich Bilder aus dem Juli: Tiger-Dame Katinka mit ihren Jungen Foto: Arton Krasniqi Polizisten fassen Drogendealer Mann will seine Ex-Frau erwürgen KKööllnneerr KKäättzzcchheennKölner Kätzchen wwoolllleenn nnuurr nnoocchh FFlleeiisscchhwollen nur noch Fleisch Mit freundlicher Unterstützung von: Verkaufsofffff ener Sonntag 29.09.2024 · 13.00 – 18.00 Uhr 27. – 29. September ERLEBE DIE CITY! 20 24 Hier scannen für mehr Horizont Theater Thürmchenswall 25, t 13 16 04 Freitag, 27.09.2024 d 10h Die Kuh Swantje (L. Strehler), Krabbeltheater ab 2 Jahren d 15h Pup- penspiel Kinder-Café, Krabbeltheater ab 2 Jahren d 20h Blauer Engel (H. Mann), verschoben wegen Babypause! CASAMAX Theater Berrenrather Str. 177, t 0221-447661 d Fr. 10:30 Uhr: Wer? Wie? Was? Wo? Wal! Wa- rum? Kleine Tat mit großen Folgen – eine Oze- anfabel aus unserer Zeit für Weltverbesserer ab 3 Jahren (nur mit Vorbestellung) Bürgerhaus Stollwerck - Theater 509 Dreikönigenstr. 23, t 991108-0 d 20.00 "Köln verzaubert" Zauber Mixed Show - Magischer Zirkel Köln, Moderation Astrid Gloria Leverkusen · Porschestr. 9 · Tel 02171-76 48 999 · tägl 10-23h Eintritt FKK-Luderland.sex· von 10-13 h und ab 17 h19.99 FKK-VERENA.sex ·A40 Dortmund-Dorstfeld - Kressenweg 6 - tgl. 10-23h · Tel 0231/6185263 Eintritt 19.99Tägl.& ab 17h von 10-13h Saskia, geile Domina (51)! 02251- 929117. Hausbesuche, gepflegte Sie, 44 J. besucht dich diskret, täglich 0176/73860513 Overathnähe, Hausbesuche, Privatadresse, mollige, jugendliche 68-Jährige, t (01 78) 6 73 11 62. Erftstadt, nette Sie, privat,46, empfängt ihn 0176/14255863 Frechen, tantrahautnah.de Tel.02234/8981410 VEGANSTART.DE Vegans t a r t DER 30 TAGE COACH FÜR EIN MITFÜHLENDES UND GESUNDES LEBEN! JETZT AUCH ALS APP: Hüttenstr. 306 • 53925 Kall/Eifel Möööbbbeeel Bruuuccckeeer GGGmbbbH &&& CCCooo. KGGGG Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9.30 - 19.00 Uhr • Sa: 9.30 - 18.00 Uhr 420 eigene Kundenparkplätze P *Bezogen auf die Brutto-Verkaufsfläche an einem einzelnen Standort. Tel. 0 24 41 / 8 84-0 • www.Moebel-Brucker.de GGGGrrrröööößßßßtttteeeessss MMMMööööbbbbeeeellllhhhhaaaauuussss iiiinnnn NNNNRRRRWWWW!!!!!!**Größtes Möbelhaus in NRW!* **Gilt nur auf Neukäufe und nicht auf bereits getätigte Aufträge. 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Zwischenverkauf vorbehalten. auf LAGER-/AUSSTELLUNGSMARKISEN* 20%+10% RABATT MARKISEN-Sommerfinale! Wirrr braaauchen Plaaatz für NNNeuuues!!! Rat der Bundesstadt Bonn Am Donnerstag, 26.9.2024, 17 Uhr, findet im Rathaus Beuel eine Ratssitzung statt. Vorsorglich wird hiermit auch auf eine mögliche Fortsetzung der Sitzung an dem auf den Sitzungstag folgenden Montag ab 19 Uhr hingewiesen. Ferner kann sich die Reihenfolge der zu behandelnden Tagesordnungspunkte aufgrund eines Be- schlusses des Rates noch ändern. Die Tagesordnung wurde im Amtsblatt Nr. 43 vom 18.9.2024 öffentlich bekannt gemacht und im Internet unter www.bonn.sitzung-online.de veröffentlicht. Ein- zelheiten können Sie im Ratsbüro unter ratsbuero@bonn.de erfragen. Hier erhal- ten Sie auch Auskunft über die Einlasskarten. Die Ratssitzung wird live im Internet auf www.bonn.de/livestream übertragen. Bezugsmöglichkeiten des Amtsblattes: Abholung in den Bezirksrathäusern, Versand per Mail: Tel. 77 24 71, Download unter www.bonn.de/amtsblatt. Wir trauern um unseren früheren Mitarbeiter Karl Nießen * 27.12.1942 † 08.09.2024 Herr Nießen trat 1968 als Versandmitarbeiter in unser Unternehmen ein. 1983 übernahm er die Position des Werksanitäters. Im Juni 2003 trat er in den wohlverdienten Ruhestand. Wir verlieren mit dem Verstorbenen einen zuverlässigen, pflichtbewussten und engagierten Mitarbeiter, der während seiner langjährigen Beschäftigung in unserem Unternehmen aufgrund seines aufgeschlossenen Wesens und seiner steten Hilfsbereitschaft die Anerkennung und Wertschätzung seiner Kollegen und Vorgesetzten erworben hat. Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Gedenken bewahren. Inhaber, Vorstand, Betriebsrat und Mitarbeiter der Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA Zeit Gestern hatten wir alle Zeit der Welt. Heute ist die Zeit stehen geblieben. Morgen wird meine Zeit die Zukunft sein, ganz so, wie Du es Dir für mich gewünscht hast. Heino Thon * 2. März 1948 † 7. September 2024 Leonore Sonja, Ginger und Mo Stephani und René Carsten und Sabrina Michael und Romy Lars, Jan und Sarah Fatma, Miguel, Daria und Raphael Leonore Güttler-Thon, c/o Bestattungshaus Kümpel, Alte Lohmarer Straße 6, 53721 Siegburg Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet statt am Mittwoch, dem 2. Oktober 2024 um 11 Uhr in der Trauerhalle auf dem Nordfriedhof, Alte Lohmarer Str. 10, 53721 Siegburg. Anstelle von freundlich zugedachten Blumen, bitten wir um eine Spende für das Ronald Mc Donald Haus Sankt Augustin, auf das Spendenkonto IBAN: DE37 3705 0299 0022 0380 50, Kennwort: Heino Thon Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. (Dietrich Bonhoeffer) In liebevoller Erinnerung nehmen wir Abschied von Margot Nolten geb. Mertig * 11. April 1928 † 16. September 2024 Frank und Heidi Nolten David Nolten im Namen aller Anverwandten Traueranschrift: Familie Nolten c/o Bestattungshaus Kümpel, Alte Lohmarer Straße 6, 53721 Siegburg Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet statt am Dienstag, dem 8. Oktober 2024, um 10 Uhr in der Trauerhalle auf dem Waldfriedhof in Siegburg-Kaldauen. Anstelle von freundlich zugedachten Blumen bitten wir um eine Spende für den Malteser Hilfsdienst e.V. Köln Pax Bank Köln IBAN: DE17 3706 0120 1201 2800 08 Stichwort: Margot Nolten * Preisgebundene Artikel, Pfand, Gutscheinkarten und Fremdfirmen ausgenommen. Teilnehmende Märkte unter vorteilswelt.koeln/abocard 1,5 % Bonus* Zum nächsten REWE-Markt: vorteilswelt.koeln ** ABOCARD Täglich bei 150 REWE Märkten sparen! Exklusiv für Abonnenten Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können. Jean Paul Rollläden, Jalousien, Rollos, Markisen aller Art, Wintergartenbeschattungen ... und vieles mehr! Mit freundlicher Unterstützung von: Verkaufsofffff ener Sonntag 29.09.2024 · 13.00 – 18.00 Uhr 27. – 29. September ERLEBE DIE CITY! 20 24 Hier scannen für mehr Nachruf In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem Mitarbeiter und Kollegen Herrn Bernd Simmerkus der im Alter von 60 Jahren verstorben ist. Herr Simmerkus trat am 1. Oktober 1995 in den Dienst der Stadt Lohmar beim Bauhof des Tiefbauamtes ein und war als Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt Lohmar tätig. Der Verstorbene hat sich während seiner langjährigen Tätigkeit die große Wertschätzung und Anerkennung von Vorgesetzten sowie Kolleginnen und Kollegen erworben. Die Stadt Lohmar wird Herrn Bernd Simmerkus ein ehrendes Gedenken bewahren. Claudia Wieja Anna Weber Bürgermeisterin Vorsitzender der Stadt Lohmar des PersonalratesAnlage 1/2Seite 17 von 82 B O N N24 Samstag/Sonntag, 21./22. September 2024 G E N E R A L - A N Z E I G E RV-VIInnenstadt in der Krise VON FELIZIA SCHUG BONN. Der Leerstand in Bonn ist kein neues Phänomen, doch die Lage scheint sich immer weiter zu ver- schärfen. „Wir hatten in der Fried- richstraße ein Ladenlokal zu ver- mieten“, erzählt Karina Kröber. Sie ist Geschäftsführerin von Kröber Hören + Sehen und im Vorstand des Vereins City-Marketing Bonn. Sie er- klärt, obwohl der Quadratmeterpreis des angebotenen Ladenlokals unter dem Mietspiegel gelegen habe, habe es mehr als eineinhalb Jahre keinen Interessenten gegeben. „Noch nicht mal einen Interessenten, den wir ab- gelehnt haben“, sagt sie. Auch Philipp Blömer, der Geschäftsführer von Blö- mer am Markt, berichtet davon, dass Ladenlokale lange leer stehen und es keine Nachfrage mehr gibt.„Vor allem in den 1A-Lagen“, sagt er. An der Friedrichstraße, an der Sternstraße, in der Maximilianpassa- ge: „Es wird immer schlimmer“, sagt Blömer. Woran das liegt? „Ich glaube, dass da ganz viel zusammenspielt“, sagt Kröber. Es fehle die Bereitwillig- keit, zu investieren und „mutig zu sein“, sagt sie und führt aus: „Es ist die Gesamtsituation. Zu wenige Fach- kräfte und die Frage: Wo steuert die Welt hin?“ Bonn ist mit diesem Pro- blem nicht allein – in vielen Städten ist eine ähnliche Entwicklung sicht- bar. Die Gründe dafür: Energiekrise, Inflation und Kriege sind einige der immer wieder genannten. „Es sind multiple Krisen, die sich addieren“, stimmt ihr Blömer zu. Und nennt einen weiteren Aspekt, der ihm zufolge negativen Einfluss auf die Situation habe: dieVerkehrspolitik in Bonn. Laut Blömer machen Auto- fahrer den größten Teil des Umsatzes des Einzelhandels aus. „Wir haben nichts gegen Fahrradfahrer und Fuß- gänger als Kunden, aber die können schlichtweg weniger transportieren“, sagt er und beschwert sich über den Ausbau der Fahrradwege und die da- mit einhergehenden Veränderungen für Autofahrer. AuchThomas Zimmermann, Inha- ber der Tanzschule Lepehne-Herbst, berichtet: „Die Leute, die eigentlich zu einemTanzkurs kommen wollten, fahren teilweise wieder, weil sie 20 bis 30 Minuten keinen Parkplatz finden.“ Und auch der ÖPNV sei bisher keine angemessene Alternative – da sind sich die Mitglieder von City-Marke- ting einig. „Ich habe Mitarbeiter, die kommen aus Koblenz und fahren mittlerweile zweieinhalb Stunden zu ihrer Schicht. Sie überlegen, deshalb zu kündigen“, berichtet Frank Geyer, Geschäftsleiter bei Sinn. „Je attraktiver eine Stadt ist, des- to mehr Menschen besuchen sie“, meint Kröber und betont, sie wün- sche sich Unterstützung seitens der Politik. Darunter falle für sie eine tolle Aufenthaltsqualität, vielfälti- ge Einkaufsmöglichkeiten und ein breites gastronomisches Angebot. „Und damit ist nicht die 18. Pom- mesbude gemeint“, so Geyer. Was die politischen Verantwortlichen laut Kröber genau tun sollten – oder genau genommen nicht tun sollten: „Ob eine Androhung der Gewerbe- steuererhöhung dazu beträgt, sich in Bonn niederzulassen, das kann man diskutieren.“ Sie habe dazu eine ein- deutige Meinung. Sie schlägt vor, die Wirtschaftsförderung solle gemein- sam mitVertretern der Stadt, proaktiv Firmen anschreiben, die im In- und Ausland etabliert sind, und fragen: „Warum seid ihr nicht in unserem schönen Bonn?“ Und auch die Mitglieder von City- Marketing wollen etwas gegen das Innenstadt-Sterben tun: Kundinnen und Kunden mit besonderen Ak- tionen in die Geschäfte holen. Am nächsten Wochenende, 25. bis 27. September, findet das Bonn-Fest statt, das genau dieses Ziel verfolge, erklärtVorstandsmitglied Maike Rein- hardt, die zudem Geschäftsführerin der Bonner Veranstaltungsagentur Puls 48 ist. Für Rolf Hiller, ebenfalls aus dem Vorstand, hat das Fest eine weitere Funktion: „Unsere verkaufs- offenen Sonntage in Bonn hängen an tradierten Veranstaltungen, die wir abwickeln müssen, um die ver- kaufsoffenen Sonntage durchführen zu dürfen.“ Wichtige Veranstaltungen, um Menschen nach Bonn zu locken Für die Bonner Unternehmer sind das Bonn-Fest oder Bonn leuchtet im November wichtige Veranstal- tungen, die Menschen aus dem Umland nach Bonn bringen sollen. Beim jährlich stattfindenden Bonn leuchtet werden Sehenswürdig- keiten durch Licht in Szene gesetzt – begleitet von einem verkaufsoffe- nen Sonntag.„Wenn man an diesen Sonntagen durch die Parkhäuser läuft, sieht man dort so viele unter- schiedliche Kennzeichen wie sonst nie“, so Kröber. Für den verkaufs- offenen Sonntag im November er- warte der Veranstalter 150.000 bis 200.000 Besucherinnen und Besu- cher, teilte die Stadt mit. Ähnliche Versuche, die Innenstadt attraktiver zu gestalten, gab es auch schon in den vergangenen Jahren. Stets mit dem Ziel, Bonn attraktiv zu präsentieren, sodass die Menschen womöglich zum Weihnachtsshop- ping oder einemWochenendbummel wiederkommen, erklärt Kröber. Leere Ladenlokale, immer weniger Kunden in der Bonner City: Händler sehen Mitschuld bei Stadt und Politik Neben den Aktionen des City-Mar- ketings versuchen auch einzelne Geschäfte, durch besondere Ver- anstaltungen auf sich aufmerksam zu machen: Galeria Kaufhof lädt Kun- dinnen und Kunden zum Late Night Shopping, 10. Oktober, von 19 bis 24 Uhr, ein. Dabei erhalten die Gäste Getränke und Rabatt auf bestimmte Artikel – und können eine After-Job- Party besuchen. Auch die Initiative „handel(n)-schau fe(n)ster“ will dem Einzelhandel mit ihrer Aktion am Samstag, 28. September, von 11 bis 15 Uhr zu mehr Sichtbarkeit und Gästen verhelfen. „Mit Performance-Kunst wird auf die schwierige Lage der Einzelhändlerin- nen und Einzelhändler aufmerksam gemacht“ und selbstgeschaffene Existenzen werden gewürdigt“, schreibt das PAE-Aktionslabor in seiner Einladung zur Veranstaltung. In zahlreichen Geschäften auf der Breite Straße und der Heerstraße werden Performances zu sehen sein, die „speziell für die Läden, Schaufenster und das Viertel“ entwickelt wurden, so die Gruppe. Gefördert wird die Initiative von der Stadt Bonn und dem Land NRW. sfz Bonn attraktiver gestalten WEITERE INITIATIVEN Die Bonner Innenstadt in der Krise: Die Zahl der sichtbaren Einkaufstüten wird immer geringer. FOTO: MEIKE BÖSCHEMEYER Datenmigration im Oktober BONN. Das Amt für Bodenmanage- ment und Geoinformation der Bun- desstadt Bonn informiert über die bevorstehende Datenmigration des Amtlichen Liegenschaftskatasters (ALKIS) im Stadtgebiet. Diese Um- stellungsarbeiten sind aufgrund der Einführung eines neuen landeswei- ten Datenmodells in ganz NRW not- wendig, erläutert die Stadtverwal- tung. „Im Oktober 2024 werden die Bonner Daten – es handelt sich um circa fünf Millionen Objekte – mig- riert und anschließend umfassend geprüft“, heißt es aus dem städti- schen Presseamt. Während dieser Zeit könne es zu Verzögerungen in der Bearbeitung kommen. Die eigent- liche Neueinrichtung des Amtlichen Liegenschaftskatasters sei für Anfang November 2024 geplant. Bis zur Be- reitstellung der neuen Version bleibe die Auskunft aus dem Liegenschafts- kataster uneingeschränkt möglich. Für Fragen stehe das Kundenzen- trum Geodaten, 02 28/77 22 00, kundenzentrum-geodaten@bonn. de, zur Verfügung. dsf Neues Modell für Liegenschaftskataster Sperrungen im Kreuz Bonn-Ost BONN. In zwei Nächten in der kom- menden Woche kommt es im Auto- bahnkreuz Bonn-Ost zu Verbin- dungssperrungen: Von Montag auf Dienstag (23. auf 24. September, 20 bis 5 Uhr) ist von Bad Godesberg kommend dieVerbindung zur Ober- kasseler Straße gesperrt. Von der B 42 aus Königswinter kommend ist keine Auffahrt auf die A 562 in Rich- tung Bonn-Holtorf möglich.Von der A 59 aus Köln kommend ist die Ram- pe auf die A 562 in Richtung Bonn- Holtorf gesperrt. Von Dienstag auf Mittwoch (24. auf 25. September, 20 bis 5 Uhr) ist die Auffahrt von der Oberkasseler Straße auf die A 562 in Richtung Bad Godesberg dicht. Von der A 59 kommend ist keine Auffahrt auf die A 562 möglich. dsfMit freundlicher Unterstützung von: Verkaufsoffener Sonntag 29.09.2024 · 13.00 – 18.00 Uhr 27. – 29. September ERLEBE DIE CITY! 20 24 Hier scannen für mehr OPEN DAYS20 2428.–30.09. EVERYBODY WELCOME JETZT ANMELDEN & 2 MONATE KOSTENFREI TRAINIEREN!* *Diese Aktion ist nicht kombinierbar mit anderen Aktionen und gilt nur für Verträge von mindestens 12 Monaten Laufzeit. Nur gültig im Aktionszeitraum vom 28. bis einschließlich zum 30.09.2024. BONN Tag der offenen Tür im Mit spannendem Rahmenprogramm für Groß & Klein. Es erwarten Euch u.a. eine Hüpfburg, Aussteller, Kurse zum mitmachen, leckeres Essen, Vorträge uvm. Weitere Infos gibt es auf unseren Social Media Kanälen oder auf unserer Webseite www.robinson-wellfit-bonn.de. Robinson WellFit Bonn Telefon: 0228 – 333 000 Mallwitzstraße 24, 53177 Bonn robinson-wellfit-bonn.de KOSTENLOS TRAINIEREN WÄHREND DER OPEN DAYSAnlage 1/3Seite 18 von 82 B O N N22 Samstag/Sonntag, 28./29. September 2024 G E N E R A L - A N Z E I G E RV-VI Große Auswahl neue & gebrauchte Klaviere! Gebrauchte Klaviere ab 1.900,– €! Gestimmt. Gewartet. Garantiert. Gut.Bad Godesberg Theaterplatz www.www.stoffmarkt-expostoffmarkt-expo.de.de Mo 3. Okt. 11-17 UhrRöhfeldstr. 27 · 53227 Bonn-Beuel · www.franz-aachen.com DAS GÜNSTIGSTE ANGEBOT MARKISEN & NEUBEZÜGE* ZU TOP-KONDITIONEN! 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Der Kölner Anwalt, der Hamza vertritt, reagierte bislang nicht auf eine Anfrage des General- Anzeigers. Zu der Frage, warum er nun ab- geschoben wird, halten sich die Behörden der Öffentlichkeit ge- genüber bedeckt. Dennoch zwei- feln die Sicherheitsbehörden nicht daran, dass Hamza „eine Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung“ sei, wie es in einem 51-seitigen internen Bericht heißt, aus dem der Kölner Stadt-Anzei- ger zuerst zitierte. Darin wird der 34-Jährige als radikaler, gewalttäti- ger Demagoge beschrieben. Anders, als er sich oftmals bei öffentlichen Veranstaltungen und über seine Social-Media-Kanäle gibt: Bei einer Beerdigung im Dezember in Bonn beschwor er Frieden, Anstand und Brüderlichkeit, auf Tiktok inszenier- te er sich als fürsorglichen Familien- vater. Der NRW-Verfassungsschutz zeichnet ein anderes Bild. Seit Janu- ar 2022 gilt Hamza als sogenannte „relevante Person“ im Bereich Isla- mismus. Strafrechtlich ist er jedoch nicht in Erscheinung getreten, es handelt sich beim aktuellen Vor- gang um eine rein ausländerrecht- liche Angelegenheit. Letztlich ge- langten die Ermittler jedoch zu dem Schluss, dass der Prediger ein Risiko „für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellt“. Dem internen Bericht zufolge steht Hamza schon länger im Fokus der Polizei und des Verfassungsschutzes – wegen mehr- facher Vorwürfe von Gewalt und extremistischen Aktivitäten. So soll seine Ehefrau 2019 aufgrund seiner streng islamistischen Ansichten kör- perlich misshandelt worden sein. Auch seine Kinder sollen Gewalt erfahren haben. Die Ermittler hörten auch seine Telefonate ab. 2023 soll er gedroht haben, seine Tochter zu töten, weil sie ihm nicht gehorchte. Neben sei- nen frauenfeindlichen Ansichten war Hamza aktiv im „Haus der Inte- gration“ in Bonn, wo er zusammen mit dem Prediger Abu Dujana radi- kal-islamische Vorträge hielt und Jugendliche zur Konversion über- redete. Mehrfach soll er versucht ha- ben, Jugendliche einzuschüchtern, um Anzeigen gegen ihn fallen zu lassen. Die Mutter eines Jungen bat schließlich die Polizei um Hilfe, da ihr Sohn stark unter Druck gesetzt worden sein soll. Nach Bekannt- werden dieser Vorfälle beendete Hamza sein Engagement dort. Das Haus der Integration distanzierte sich von ihm. Hamza soll nicht nur in Bonn und Köln, sondern auch in Braun- schweig aktiv gewesen sein, wo er beim vor drei Monaten verbotenen Extremistentreff der „Deutschspra- chigen Muslimischen Gemeinschaft e. V.“ aufgetreten sein soll. Der 34-Jährige, dem selbst Hasspropa- ganda vorgeworfen wird, zeigte sich traurig über die Schließung und be- teuerte, dass von einer Verbindung zu Terrorismus, Volksverhetzung oder Antisemitismus keine Rede sein könne. Zudem suchte er Kontakt zu be- kannten Persönlichkeiten aus der Kampfsportszene und dem arabi- schen Clanmilieu. Seine enge Ver- bindung zu dem Berliner Clan-Boss Arafat Abou Chaker präsentierte er regelmäßig in den sozialen Medien, vor allem nachdem Abou Chaker 2024 weitgehend freigesprochen wurde. Hamza äußerte öffentlich seine Unterstützung für den Clan- Chef. Es ist nicht das erste Mal, dass Hamza, dessen bürgerlicher Vorna- me Leonis ist, abgeschoben wird. Schon 2012 musste der Kosovo- Albaner in sein Heimatland reisen, nachdem ihm die deutschen Behör- den den Aufenthalt untersagt hat- ten. Nach eigener Aussage gab man ihm damals einen Monat Zeit, frei- willig auszureisen, was er nach zwei Wochen umsetzte. Nachdem er 2016 wieder nach Deutschland eingereist war, hielt sich der heute 34-Jähri- ge zuletzt in der Region Bonn auf. Anfang September dieses Jahres wurde er dann bei einem Termin in der Bonner Ausländerbehörde festgenommen. NRW-Ministerprä- sident Hendrik Wüst begrüßte den Schritt. Laut Innenminister Herbert Reul (beide CDU) handelt es sich um einen bekannten Salafisten. Bonner Islamist wehrt sich gegen Abschiebung. Interner Bericht der Sicherheitsbehörden zeigt, warum man ihn schon länger im Blick hatte In der Bonner Ausländerbehörde war Abdul Alim Hamza Anfang September festgenommen worden. FOTO: BENJAMIN WESTHOFF Palästinenser demonstrieren BONN. Die Palästinensische Gemein- de Bonn ruft zu einer Kundgebung an diesem Samstag, 28. September, 14 Uhr, auf dem Bottlerplatz auf. Die Kundgebung steht unter dem Motto „Sofortiger Waffenstillstand in Palästina und im Libanon“. Die Kritik der Demonstrierenden richtet sich nicht nur gegen Israel, sondern auch gegen Deutschland. Die Bun- desrepublik müsse Israel alle Mili- tärhilfen streichen und „es für seine Kriegsverbrechen zur Rechenschaft ziehen“. dsf 100 Arbeitgeber beim Karrieretag BONN. Rund 100 Arbeitgeber präsen- tieren sich am Donnerstag, 10. Ok- tober, beim Karrieretag im Telekom Dome in Bonn. Der Karrieretag, der in Zusammenarbeit mit dem Gene- ral-Anzeiger und NRW1 organisiert wird und unter der Schirmherrschaft der Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner steht, gehört zu den größten Jobmessen Deutschlands und richtet sich an Berufserfahre- ne, Führungskräfte, Absolventen, Studierende, Young Professionals und Quereinsteiger. Der Karrieretag in Bonn startet am Veranstaltungstag um 10 Uhr und ist bis 17 Uhr geöffnet. Alle Infos ein- schließlich kostenloser Tickets gibt es auf der Internetseite der Messe unter karrieretag.org/bonn. dsf Pause für Pflasterarbeiten BONN. Aufgrund anstehender Ver- anstaltungen pausieren die Pflas- terarbeiten auf dem Friedensplatz zunächst. Das teilt die Bonner Stadtverwaltung mit. Die Arbeiten würden voraussichtlich im Früh- jahr 2025 fortgesetzt. Baumwur- zeln hatten das Pflaster teilweise angehoben. Zwei von fünf schad- haften Stellen hat das Tiefbauamt in den vergangenen Tagen begra- digen lassen, teilt die Stadtverwal- tung weiter mit. dsfAnlagAnlagee1/11Seite 19 von 82 B O N NG E N E R A L - A N Z E I G E R V-VI 21Samstag/Sonntag, 28./29. September 2024Wir sind zu Ihnen gekom- men, um Ihnen mitzutei- len, dass heute Ihre Ausreise… Auch 35 Jahre nach Genschers Balkonszene hat das Wort „Aus- reise“ nichts von seinem Zauber verloren. Mit aller Wucht holen uns dieser Tage auf dem City- ring die Erinnerungen an jenen 30. September in der Prager Botschaft ein. Ein gewagter Ver- gleich, gewiss! Denn natürlich verhält sich die Lage in Bonn heute ungleich dramatischer. Stoßstange an Stoßstange reihen sich die Autos um die City wie einst die Trabis, nur dass die Menschen nicht mehr rhyth- misch auf die Dächer hauen, sondern andächtig dem Hupkon- zert lauschen. Personal in oran- gefarbenen Uniformen hat damit begonnen, Stücke aus der A 565 herauszubrechen. Um die rasant ansteigende Zahl wartender Massen zu beruhigen, gibt die Springmaus am Endenicher Ei im Schichtdienst Sondervorstellun- gen. Mitarbeiter der Stadtwerke und anderer Hilfsorganisationen haben mit der Evakuierung aus dem Krisengebiet begonnen, doch zahlreiche Schlaglöcher verlangen den tapferen Männern und Frauen hinterm Steuer alles ab. Nur kurz weckten am Montag einige Lamas und Ziegen die Hoffnung, auf dem Wandersleb- Ring gehe es zu wie im Tauben- schlag am Busbahnhof. Aufgrund der Wartezeiten am Dienstleistungszentrum lernen schon die Jüngsten, sich ohne Geburtsurkunden, Reisepässe und Führerscheine durchzu- schlagen und ein Leben lang in Bonn zu bleiben. Dennoch sind vor dem Bürgeramt immer wieder die Rufe „Freiheit“ und „Tor auf!“ zu vernehmen. In sei- ner Verzweiflung wagt mancher gar den Umstieg auf den ÖPNV. Dialogbusse, vollbesetzt mit hof- fenden Menschen, darunter viele Kinder, testen seit einigen Tagen die Tragfähigkeit der Westerwel- le-Brücke. Viele versuchen auf Schleichwegen über die grüne Grenze am Meßdorfer Feld zu gelangen. Schwimmen fällt als Exitstrategie ins Wasser, es sei denn man ist Frühschwimmer (nicht am Wochenende und im Friesi erst ab acht!). Heimlich be- reitet eine Gruppe von Fluchthel- fern für den nächsten Sommer einen sogenannten Triathlon vor. Bei einem als „Rheinauenfloh- markt“ getarnten Massenexodus gelang einigen hundert Personen der Übertritt nach Godesberg, wo unter der Stadt nun ein 25 Jahre alter Fluchttunnel entdeckt wurde. Nicht gut sieht es auch auf der Schiene aus. Die meisten Fahrten nach Norden wurden ersatzlos gestrichen, aus umliegenden Ballungsräumen wie Köln und Adendorf sind Explosionen zu hören. Für den Bereich rund um den Bahnhof ist ein Waffen- verbot im Gespräch. Soweit die Situation, wir melden uns wieder, wenn – Moment, das hier könnte für die Menschen in den Auto- kolonnen noch interessant sein. Die Bauarbeiten liegen voll im Zeitplan. Mit der Fertigstellung der Brücke an der B 56 wird für Mitte 2027 gerechnet. Von GA-Redakteur Rüdiger Franz Betroffene erwarten mehr Hilfe VON SELINA STIEGLER BONN. Fast drei Monate sind ver- gangen, seitdem bekannt wurde, dass Mitarbeitende sowie ehema- lige Angestellte des Theaters Bonn das Verhalten von Regisseuren als grenzüberschreitend oder macht- missbräuchlich wahrnehmen. Die Mitarbeitenden sprachen von feh- lendem Schutz. Sie forderten Verän- derungen im Theaterbetrieb. Doch anscheinend halten das Theater so- wie die Stadt zusätzliche Maßnahmen nicht für nötig. Die neue Theatersaison wurde am 13. September mit der Uraufführung „216 Millionen“ eingeläutet. Nun stellt sich für viele die Frage, wie das Thea- ter mit der Kritik der Mitarbeitenden umgeht und ob Maßnahmen für die neue Spielzeit ergriffen wurden. Auf GA-Anfrage verweist die Pressespre- cherin des Theaters, Sonja Koller, auf die bereits gegebene Antwort im Mai und sagt, das Theater Bonn habe für betroffene Angestellte bereits einen Prozess zur Pro- blemlösung: „Am Theater Bonn gibt es hierzu ein abge- stimmtes System, an dem Mitarbei- tende und die Per- sonalvertretung mit Unterstützung durch die Gleichstellungsstelle und den internen sozialen Dienst der Stadt Bonn mitgewirkt haben“, hieß es damals. Eine zentrale Rolle spiele die Grup- pe WIR („Werte – Integration – Res- pekt“), die sich aus Mitarbeitenden unterschiedlicher Bereiche zusam- mensetzt und als erste Anlaufstelle für jeden diene, der Mobbing, Diskri- minierung, sexuelle Übergriffe oder sonstige Formen von Machtmiss- brauch erlebt. Laut dem Theater be- darf es keiner besonderen Maßnah- men zum Spielzeitbeginn. In der aktuellen Antwort bezieht sich dasTheater Bonn hauptsächlich auf einen von mehreren geschilderten Vorwürfen der Mitarbeitenden: Dem- nach soll ein Regisseur 2021 während einer Theaterproduktion Kinder und Jugendliche beschimpft haben, in- dem er sagte, sie sollten „an Corona verrecken“. Wie Augenzeugen dem GA berichteten, wurde der Regisseur während der Probe laut, schrie Be- leidigungen und warf eine Wasser- flasche in den Publikumsbereich, wo auch Kinder saßen. Koller schrieb von einem„Einzelfall“. Mitarbeitende so- wie ehemalige Angestellte hatten dem GA gegenüber jedoch von mehreren Vorfällen mit dem besagten Regisseur und anderen Vorfällen mit weiteren Regisseuren berichtet. Susanna Lanvers ist Mutter eines Kindes aus dem Kinder- und Jugend- chor des Theaters Bonn, zudem ist sie Kinderchoraufsicht. Für sie ist der Umgang des Theaters mit den öffentlichen Be- schwerden enttäu- schend. Sie hatte bereits 2023 weite- reVorfälle mit dem Regisseur, dem besagten „Einzel- fall“, einer Verant- wortungsperson gemeldet, bei der es sich später he- rausstellte, dass sie zur WIR-Gruppe gehört. Es kam jedoch nie zu einer Antwort auf ihre E-Mail. „Wir be- dauern, dass von unserer Seite keine Reaktion auf die Mail erfolgt ist“, sagt Koller auf GA-Anfrage. Lanvers wand- te sich im selben Jahr an ein Mitglied des Personalrats von Oper, Schauspiel und Orchester Bonn. Eine Reaktion sowie Kündigung des Regisseurs kam aber erst ein Jahr später, nachdem die Eltern erneut Beschwerde gegen ihn eingelegt hatten. Die Stadt verweist nach GA-Anfra- ge, ob die Verwaltung nach den Be- schwerden Maßnahmen ergreifen möchte, ebenso auf das bestehende System, den Verhaltenskodex, die Gleichstellungsstelle und den inter- nen sozialen Dienst. Zudem erklärt das Presseamt, dass es sich nur um Angebote handele, die die Beschäf- tigten selbstständig wahrnehmen müssen. Die bestehenden Möglichkeiten nehmen die betroffenen Mitarbei- ter jedoch meist als wenig erfolg- versprechend wahr. „Ich habe mich mehrmals wegen unterschiedlicher Vorfälle an den Personalrat gewandt, doch nie ist etwas passiert“, sagt ein anderer Mitarbeiter auf GA-Anfra- ge. Er und drei weitere möchten aus Angst vor beruflichen Konsequenzen anonym bleiben. Schon vor der ers- ten Berichterstattung im Juni soll das Theater seinen Mitarbeitern verboten haben, mit der Presse zu sprechen. „Grundsätzlich ist für den Kontakt mit Medien am Theater Bonn die Pressestelle zuständig. In besonde- ren Situationen ist es die Verantwor- tung der Leitung, zu informieren und sich zum Schutz von Reputation der Einrichtung und einzelner Personen abzustimmen“, sagt Koller dazu. Im- mer, wenn der Mitarbeiter sich an den Personalrat wandte, sei er abgewiesen worden.„Sie sagten zu mir, aber auch zu anderen Mitarbeitern, dass es zu viel Aufwand sei, dem nachzugehen, und man es lassen sollte“, berichtet er. Um welche Vorfälle es sich im Detail handelt, möchte er nicht veröffentli- chen, um nicht identifiziert werden zu können. Thomas Schröder gehört zum Personalrat des Theaters und wider- spricht den Aussagen.„Der Personal- rat wägt kein Kosten-Nutzen-Verhält- nis ab, wenn es um die Belange und Nöte von Kolleginnen und Kollegen geht“, sagt Schröder auf GA-Anfrage. Er meint, nur wenige würden sich an den Personalrat wenden und es fehle den Betroffenen im Individual- recht oft am Willen, weitere Schritte zu unternehmen. Die Darstellung der Betroffenen durch den Personalrat findet der Mitarbeiter nicht richtig. „Ich habe noch nie eine Frage vom Personalrat beantwortet bekommen oder Unter- stützung erfahren“, sagt er. Laut Schröder wurden in den letzten fünf Jahren Vorfälle gemel- det. „Diese führten unverzüglich zu Überprüfungen und gegebenenfalls zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen für die Beschuldigten“, so Schröder. Welche Fälle das genau waren, konnte er aufgrund der Schweigepflicht nicht sagen. Ehemalige Mitarbeiter blicken ebenso kritisch auf die Wirkung der Maßnahmen.„DerVerhaltenskodex spielt keine Rolle. Ich habe mit meh- reren Regisseuren gearbeitet und es kam immer zuVorfällen. Einer belei- digte mich sogar persönlich“, erzählt eine frühere Theater-Mitarbeiterin. Sie habe nie das Gefühl gehabt, dass der Personalrat einschreiten würde; auch hatte sie Angst, sich an Perso- nen im Haus zu wenden.„Die Regis- seure werden von Verantwortungs- personen im Theater ausgesucht und sind häufig schon viele Jahre miteinander befreundet“, sagt sie. Das Theater bestätigt die Aussage und sagt: „Dass durch eine Zusam- menarbeit im Idealfall ein vertrau- ensvolles Arbeitsverhältnis entsteht und sich in manchen Fällen auch eine Freundschaft entwickelt, ver- steht sich von selbst.“ Einmal habe sie sich an die Theaterpädagogiklei- tung gewandt, um über bestimmte Verhaltensmuster eines Regisseurs zu sprechen. „Sein Verhalten wurde heruntergespielt, es wurde nicht eingeschritten und er wurde immer wieder engagiert.“ Auf GA-Anfrage teilte das Theater mit, aus arbeits- rechtlichen, persönlichkeitsrecht- lichen und datenschutzrechtlichen Gründen nichts zu etwaigen Einzel- fällen sagen zu können. Über ähnliche Erfahrungen berich- tet eine andere ehemalige Mitarbeite- rin. Sie sei damals direkt zur Personal- leitung gegangen. Eine Überprüfung des Sachverhalts sei zwar eingeleitet worden, erzählt sie, aber weder die Gleichstellungsstelle noch der in- terne soziale Dienst der Stadt Bonn seien dazu geholt worden. „Mir wur- de nicht einmal gesagt, dass ich mich an Außenstellen wenden kann“, sagt sie. Am Ende gab es auch hier keine Konsequenzen für das mutmaßliche Fehlverhalten eines Mitarbeiters. Auf die GA-Anfrage, wann dasTheater die Außenstellen hinzuzieht, verweist Koller erneut auf das vorhandene System. Und Schröder teilt mit, dass bisher keine Notwendigkeit gesehen wurde, Betroffene an die Stellen zu verweisen. Im Juni kam es zu schweren Machtmissbrauch-Vorwürfen gegen das Theater Bonn. Haben die Stadt und das Theater Konsequenzen aus den Anschuldigungen gezogen? „Sie sagten zu mir, aber auch zu anderen Mitarbeitern, dass es zu viel Aufwand sei, dem nachzugehen, und man es lassen sollte“ Vor dem Theater Bonn hängt ein Plakat mit der Aufschrift „Traum(a)“. Es ist Werbung für das Theaterstück „Don Quijote“, das am 7. November Premiere feiert. FOTO: BENJAMIN WESTHOFF Zum 25. Mal verwandelt sich am Wochenende die Bonner City in ein großes Veranstaltungsgelände. Oberbürgermeisterin Katja Dörner und der Veranstalter City-Marketing Bonn haben das Bonn-Fest am späten Freitagnachmittag auf dem Marktplatz eröffnet. „Die Besucher können in der gesamten Fußgängerzone einen tollen Mix aus Musik, Tanz, Show, Einkaufs- erlebnis, Informationen und vielen Mitmachaktionen entdecken“, freute sich Maike Reinhardt, Geschäftsfüh- rerin des Veranstalters. Nach Begrüßung des Bonner Stadtsoldaten-Corps gab die Jazzband Hot Pepper auf dem Marktplatz (dazu tanzend Roderick und Joy auf dem Bild) den Startschuss zum Musikwochenende. Auf den Bühnen am Markt und auf dem Münsterplatz wird an allen drei Tagen ein vielfältiges Programm an Shows, Musik und Unterhaltung geboten. Auf dem Münsterplatz findet am Freitag und Samstag auch das Electronic Dance Music Festival statt. Dort treten DJs aus ganz Deutschland auf. Die Friedrichstraße verwan- delt sich in diesem Jahr in eine Weinmeile und auf dem Rhein-Antik-Markt präsentieren Verkäufer Kunst und Antiquitäten. Am Sonntag haben die Geschäfte in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr geöffnet. „Das Bonn-Fest hat eine große Ausstrahlung. Es kommen sehr viele Menschen in die Innenstadt, und das belebt auch unser Zentrum und den Einzelhandel“, sagte Oberbürger- meisterin Katja Dörner. scn/FOTO: WESTHOFF Start fürs 25. Bonn-Fest in der Innenstadt Freie Fahrt an Ausfahrten von Parkgaragen BONN. Die in der Initiative Vorfahrt Vernunft zusammengeschlosse- nen Wirtschaftsverbände aus Bonn und dem Umland mahnen ange- sichts der anbrechenden dunk- len Jahreszeit und dem nahenden Weihnachtsgeschäft eine schnelle Lösung für die Ausfahrten aus der Markt- und Unigarage in der Bonner Innenstadt an. Dem im Rat durch das Ratsbündnis erteilten Auftrag an dieVerwaltung müssten schnell tat- sächliche Maßnahmen folgen. „Die Stadt sollte nicht warten, bis sich an den Garagenausfahrten wieder Au- tos stauen und stattdessen zeitnah den Cityring für Abflussverkehre aus der Markt- und der Unigarage öffnen“, so Stefan Hagen, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg laut einer aktuellen Pressemitteilung. An- dernfalls sei zu beführchten, dass die Stadt wichtige Kundinnen und Kunden aus dem Bonner Umland nachhaltig verprelle, sagt Laut Mit- teilung Philipp Blömer, Vorstands- mitglied des Vereins City-Marke- ting. dsf Initiative fordert Stadt zum Handeln aufBeta Klinik - Privates Facharzt- und Klinikzentrum • Joseph-Schumpeter-Allee 15 • 53227 Bonn • +49 228 90 90 750 • info@betaklinik.de Ihre Gesundheit, unsere Kompetenz. 30 Fachärzte aus über 20 Fachbereichen • Anästhesie • Angiologie • Gastroenterologie • Gynäkologie • Innere Medizin • Kardiologie • Kinderorthopädie • Neurochirurgie • Neurologie • Neuropädiatrie • Nuklearmedizin • Orthopädie • Plastische Chirurgie • Pädiatrie • Psychiatrie und Psychotherapie • Schlafmedizin / -labor • Radiologie • Physiotherapie • Sportmedizin • Urologie • Viszeralchirurgie • Zahnklinik Termin sichern!Anlage1/5Anlage1/11e1/1Seite 20 von 82 B O N N16 Montag, 30. September 2024 G E N E R A L - A N Z E I G E RV-VIStadt spürt Raser auf BONN. Die Stadt misst wieder Ge- schwindigkeiten. Die fünf Blitzer- anhänger stehen an allen Tagen der Woche an Reuterstraße, Meßdorfer Straße, Königswinterer Straße, Eng- länderweg und Rochusstraße. Die Polizei gibt ihre Messstandorte nicht bekannt. Die weiteren Blitzer: Montag: Ollenhauerstraße, Kaiser- straße, Grootestraße, Berta-Lungs- tras-Straße, Auf dem Hügel, An der Josefshöhe, Siemensstraße Dienstag: Adenauerallee, Albertus- Magnus-Straße, An der Pfaffenmüt- ze, Bahnhofstraße, Ellesdorfer Stra- ße, Geislarstraße Mittwoch: Robert-Koch-Straße, An der Josefshöhe, Graurheindorfer Straße, Lievelingsweg, Maria-Mon- tessori-Allee Freitag: Ellesdorfer Straße, Burg- straße bot Die Verwaltung nennt Blitzer-Messstellen BÜHNE BONN Bernd Stelter: „Reg‘ Dich nicht auf. Gibt nur Fal- ten!“; Comedy, Haus der Springmaus, Frongasse 8, 20 Uhr KONZERTE KÖLN Angela Metzger & Julia Hagen: Orgel plus... Violoncello, Philharmonie, Bischofsgartenstr. 1, 20 Uhr EXTRAS BONN Lesung mit Gary Victor: Aus seinem Roman „Eine Violine für Adrien“, Buchhandlung Böttger, Maximilianstr. 44, 20 Uhr Montagstreff und Kunststammtisch: Kunst- verein, Bad Godesberg, Burgstr. 85, 19 Uhr Zum 250. Geburtstag des Malers Caspar David Friedrich: „Des Künstlers Gefühl ist sein Gesetz“, Vortrag von Ulrich Forster, Stiftsthea- ter im Augustinum, Bonn-Castell, Römerstr. 118, 19.30 Uhr Mehr Termine: ga.de/terminkalender VERANSTALTUNGEN Bernd Stelter ist zu Gast im Haus der Springmaus. FOTO: DPA Kübel-Kompromiss in Sicht VON LISA INHOFFEN UND PHILIPP KÖNIGS BONN. Im Konflikt um die Blu- menkübel, die vier Gastronomen vor ihren Restaurants am Bertha- von-Suttner-Platz aufgestellt ha- ben, könnte möglicherweise bald eine Lösung auf dem Tisch liegen. Der Rat folgte in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit breiter Mehrheit gegen die Stimmen von BBB und AfD einer Empfehlung der Bezirksvertretung (BV) Bonn, die von der Stadt Bonn gegen die Wirte erlassenen Sanktionen zu- nächst auszusetzen, mit den Gas- tronomen nochmals Gespräche zu führen und eine Sondersitzung des sogenannten Konsultationskreises einzuberufen, der für die städtische Gestaltungssatzung zuständig ist. Hintergrund: Derzeit streiten sich vier Gastronomen vom Bertha-von- Suttner-Platz mit der Stadt Bonn um die Gestaltung ihrer Außen- gastronomie. Die Wirte hatten Blu- menkübel um ihre Außenflächen aufgestellt, was allerdings gegen die Gestaltungssatzung verstößt (der GA berichtete). Lediglich in der Pandemie hatte die Stadt Bonn diese Kübel wie auch die Einhau- sungen von Außenflächen anderer Gastronomen in der Innenstadt ausnahmsweise genehmigt. Doch die Wirte vom Suttner-Platz wollen sie weiterhin stehen lassen. Als Begründung hatten sie aus- geführt, die Abtrennungen durch Kübel dienten vor allem auch als Schutz für ihre Gäste vor Belästi- gung durch die ansässige Drogen- szene. In der Nähe der Gaststätten befindet sich ein Spritzenautomat. Gegen diese Begründung hatte sich die Geschäftsführerin des Vereins für Gefährdetenhilfe (VfG), Nelly Grunwald, verwahrt. Sie kritisier- te, die Drogenszene werde aus ihrer Sicht ins Feld geführt, um eine Ver- schönerungsaktion der Gastrono- men zu legitimieren. Der Bürger Bund Bonn (BBB) hatte für die Ratssitzung einen Änderungsantrag gestellt. Die Gestaltungs- und Werbesatzung sei grundsätzlich eine sinnvolle Regelung für die Innenstadt, sag- te Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt. „Allerdings nehmen der Bertha-von-Suttner-Platz und die Oxfordstraße mit ihrer über- wiegend funktionalen Architektur und dem starken Verkehrsaufkom- men innerhalb des Stadtgebietes keinen besonderen historischen, kulturgeschichtlichen und städte- baulichen Platz ein“, begründete Schmitt die Forderung des BBB, diesen Bereich aus der Satzung herauszunehmen und den Wirten somit die Einhausung mit den Kü- beln zu ermöglichen. Dem widersprachen Vertreter anderer Fraktionen. „Wir haben das Thema lange in der Bezirksver- tretung diskutiert und halten den Beschluss für vernünftig, betonte Rolf Beu (Grüne). „Ein guter Kom- promiss, und es wird das gemacht, was man eigentlich häufiger tun sollte, nämlich miteinander reden“, meinte Alois Saß (SPD). Auch Tho- mas Fahrenholtz (CDU) plädierte dafür, der Empfehlung der Bezirks- vertretung zu folgen, „obgleich ich auch sehe, dass es auf allen Seiten berechtigte Interessen gibt“. Der Streit zwischen der Stadt und den Wirten schwelt bereits seit vo- rigem Jahr, als die Verwaltung die Gastronomen aufgefordert hatte, die Kübel bis 30. September zu ent- fernen. Im Geltungsbereich der in- nerstädtischen Gestaltungssatzung, zu dem auch der Bertha-von-Sutt- ner-Platz zählt, sei ein offener Cha- rakter der Außengastronomie gefor- dert, argumentiert die Verwaltung. Einhausungen wie diese Kübel widersprächen dieser Zielsetzung. Weil die Wirte der Aufforderung bisher nicht nachgekommen sind, hatte die Stadt inzwischen Zwangs- gelder gegen sie verhängt. Die Wirte hatten daraufhin erklärt, sie hätten einen Anwalt hinzugezogen und prüften eine Petition. Im Streit um die Gestaltung der Terrassen von vier Restaurants am Bertha-von-Suttner-Platz fasst der Rat einen Beschluss Um diese und weitere Blumenkübel dreht sich ein Streit zwischen der Stadt und vier Restaurantbetreibern am Bertha-von-Suttner-Platz. FOTO: CHANTAL DÖTSCH Volle City beim Bonn-Fest VON NIKLAS SCHRÖDER BONN. Zum 25. Mal hat sich am Wo- chenende die Bonner Innenstadt in ein großes Veranstaltungsgelände für das Bonn-Fest verwandelt. „Die Besucher können in der gesamten Fußgängerzone einen tollen Mix aus Musik, Tanz, Show, Einkaufserlebnis, Informationen und vielen Mitmach- aktionen entdecken“, sagte Maike Reinhardt, Geschäftsführerin des Veranstalters City-Marketing Bonn. Entsprechend viel los war auf den Straßen und Plätzen – zur Freude der beteiligten Händler. Auf dem Rhein-Antikmarkt am Friedensplatz präsentierten Verkäu- fer am Samstag Kunst und Antiqui- täten. Neugierig begutachteten die Besucher verschiedene Arten von Porzellan, Schmuck und Teppichen. „Wir sind das zweite Mal aus Aachen angereist und begeistert von der Stadt und den Leuten“, sagte Schmuck- händlerin Lucy Agirbas. Die Kombi- nation aus Fest, Markt und offenen Läden findet sie eine runde Sache: „Hier war auch schon eine Live-Ka- pelle unterwegs.“ Sie meint die„Blue Band“ aus den Niederlanden, die überall in der Innenstadt für Stim- mung sorgt. Etwas später stehen die blaugekleideten Musiker mit Pauken, Trompeten und Saxofonen auf dem Remigiusplatz. In der Friedrichstraße stand Mi- chael Henn mit seiner Frau an einem derWeinstände. Das Ehepaar hat sich ein Glas Riesling bestellt, dazu gibt es Teriyakispieße. „Das schmeckt her- vorragend“, sagte der Bonner. An- gesprochen auf das Bonn-Fest sagt Henn, dass solche Veranstaltungen regelmäßig stattfinden sollten,„damit die Innenstadt nicht verödet.“ Traditionell war die Friedrichstra- ße auch an diesem Wochenende mit vielen bunten Schirmen, die über der Fußgängerzone hängen, geschmückt. Ob das nun Sonnen- oder Regen- schirme sind, ließ sich am Samstag nicht klar definieren. Immer wieder zogen Regenschauer über die Stadt, gefolgt von Sonnenschein. Auf dem Marktplatz flüchteten gegen Mittag die Besucher vor dem Regen von den Bierzeltgarnituren zu den Unterständen. Dort verteilten städtische Mitarbeiter ein kostenloses Frühstück an die Menschen.„Den Be- suchern gefällt die Aktion“, sagte Hel- ferin Salsabil Khalifi. Auf der Bühne sang der Chor der Deutschen Welle. Anstelle der gewohnten Händ- ler stehen auf dem Marktplatz viele Informations- und Verkaufsstände. Darunter ist auch der Pavillon von Juwelier Hild. „Für den Einzelhandel sind solche Veranstaltungen wie das Bonn-Fest sehr wichtig, weil wir vom Alltag nicht mehr leben können“, sag- te Hild-Filialleiterin Angelika Krem- ling. „Ohne unsere Kunden sind wir nichts, deshalb ist es uns wichtig, die Stadt attraktiv und erlebnisreich zu gestalten.“ Auch Petra Müller, Ge- schäftsführerin von der Parfümerie Becker, sagte: „Die letzten Monate waren schon ruhiger, deshalb freuen wir uns, dass viele Besucher in die Innenstadt kommen.“ Auch wenn am verkaufsoffenen Sonntag mehr geschaut als gekauft werde, bringe dieser Tag Werbung für die Händler. „Durch die Verkehrssituation ist ja alles in den letzten Monaten schwie- riger geworden.Wir sind deshalb froh, wenn die Leute kommen“, sagte Mül- ler. Auch Karina Kröber, Mitinhaberin vom Augenoptikergeschäft Hören + Sehen in der Sternstraße, spricht von Verkehrsproblemen. „Wenn das Endenicher Ei gesperrt ist, würde es helfen, kurzzeitig andere Wege zu öffnen“, findet sie. Der Verkehrsver- such auf der Adenauerallee, wo je Fahrtrichtung für den Kfz-Verkehr nur eine Fahrspur freigegeben ist, sorge für lange Staus. Beim Bonn-Fest gehe es eben auch darum, sich den Besu- chern zu präsentieren, sagte Kröber: „Wir wollen auch den Menschen im Umland zeigen, wie schön unsere Bonner City ist und welche tollen Ge- schäfte und Cafés wir haben.“ Ihrer Erfahrung nach kämen an solchenTa- gen mehr Menschen in die Geschäfte. Mit dem zweitägigen Electronic Dance Music Festival auf dem Müns- terplatz wollten dieVeranstalter auch mehr jüngeres Publikum anlocken. Bereits am Freitagabend leuchteten zu elektronischen Klängen die Strah- len einer Lasershow über den Platz – auf der Bühne schossen Feuerfontä- nen in den Regen. Am Samstagnachmittag ging es auf der Bühne ruhiger zu.Viele Besucher schlenderten zwischen Verkaufs- ständen. Schausteller boten auf dem Münsterplatz Käse aus Italien und Frankreich, Crêpes, Antipasti, Reibe- kuchen und Flammlachs an. Die Stu- dierenden Luca (23) und Adrian (24) waren vom Bonn-Fest positiv über- rascht. „Es gibt viele Verkaufsstände, es sind viele Menschen unterwegs und es herrscht eine gute Stimmung“, sagte Adrian. Luca wünscht sich noch mehr solcherVeranstaltungen:„Es ist schön, zu sehen, dass alle zusammen- kommen und dass es für alle Alters- gruppen hier Angebote gibt.“ Die Stu- dierenden wollten später noch beim Electronic-Festival vorbeischauen. Parallel zum Bonn-Fest fanden am Samstag verschiedene Kundgebun- gen in der Innenstadt statt. Unter an- derem demonstrierten acht Umwelt- aktivisten von Extinction Rebellion an der Ampelanlage am Koblenzer Tor. Der Verkehr wurde laut der Poli- zei Bonn nicht beeinträchtigt. Auch die anderen Kundgebungen blieben friedlich. LautVeranstalter besuchten im ver- gangenen Jahr 300.000 Menschen das Bonn-Fest. Ebenso gut besucht sei die Innenstadt auch in diesem Jahr am Samstag und Sonntag gewesen, sagt Maike Reinhardt von City-Mar- keting gegen Ende des Festes: „Die Stadt und die Parkhäuser sind sehr voll, die Stimmung ist gut.“ Auch die von ihr befragten Händler seien am Sonntag zufrieden gewesen. „Die Stadt ist voll und wir haben viel Fre- quenz, besonders Jacke und Schuhe sind heute gefragt“, berichtete etwa Galeria-Filialleiterin Regina Zerwas. Ein besonderes Highlight war laut Reinhardt der ökumenische Gottes- dienst mit Gospel-Chor unter freiem Himmel am Sonntagvormittag auf dem Münsterplatz. Danach gab es vor allem für Familien und Kinder ein umfangreiches Programm: Auf dem Markt präsentierten die Stadtwerke Bonn eine Kinderwelt. Zum offiziellen Ende des Bonn- Fests am Sonntagabend wurde tra- ditionell die „Ode an die Freude“ zusammen mit dem Bonner Gospel- chor Wave of Joy auf dem Marktplatz gesungen. Antikmarkt, Weinmeile, Bühnenprogramm: Die Veranstaltung in der Innenstadt ist auch für den Einzelhandel wichtig Hilfe bei Entscheidung für den Hund BONN. Erst der Kurs, dann der Hund – dafür plädiert dieVolkshochschule (VHS) Bonn mit Blick auf ihr Ange- bot am Montag, 7. Oktober, 18 Uhr. Dann nämlich gibt es einen Info- abend, bei dem der Kurs mit dem obigen Titel vorgestellt wird.„Dackel oder Bernhardiner – Sie überlegen, einen Hund anzuschaffen, sind aber noch unsicher; oder Sie haben sich schon entschieden und möchten, dass Sie und ihr Hund von Anfang an ein gutes Team werden? Dann ist der Kurs 2253 (...) genau richtig für Sie“, heißt es in der Ankündigung der VHS zu Kurs und Infoabend. Der Infoabend ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten unter vhs-bonn.de (Veranstaltungsnum- mer 2253ON). Am 28. Oktober be- ginnt dann der Kurs, der in Präsenz durchgeführt wird, kündigt die VHS an. dsf Neuer Kurs bei der Volkshochschule Das 25. Bonn-Fest lockte viele Menschen in die Innenstadt sowie auf den Münsterplatz. FOTOS: MEIKE BÖSCHEMEYER Kraftvoller Abschluss am Sonntagabend mit dem Bon- ner Gospelchor Wave of Joy.Anlage 1/61/Seite 21 von 82 B O N NG E N E R A L - A N Z E I G E R VI 21Donnerstag, 26. September 2024Die 25. Auflage des „BonnFest“ wird ein Dorado für alle Sinne Das diesjährige „Bonn- Fest“ ist eine gute Gelegenheit, die Bun- desstadt hautnah zu erleben und ihre lebendige, vielfältige Kultur kennenzulernen. Mit einem abwechslungsreichen Programm für Jung und Alt so- wie einerVielzahl an gastrono- mischen Angeboten wird das Fest sicherlich ein Höhepunkt imVeranstaltungskalender der Stadt sein. Ob Musikliebhaber, Feinschmecker oder Familien – jeder findet beim„BonnFest“ etwas Passendes. Wer den Trubel liebt, kann sich ins Getümmel stürzen; wer es ruhiger mag, findet sein Plätzchen zum Genießen und Entspannen. Also: Termin vormerken, Freunde einladen und gemeinsam Bonn erleben. Vom 27. bis 29. September verwandelt sich die Bonner Innenstadt in ein pulsieren- des Festgelände, das sich über mehrere Plätze erstreckt – vom Münsterplatz über den Remi- giusplatz und Marktplatz bis hin zum Friedensplatz sowie dem Bottlerplatz. Und auch die Friedrichstraße ist wieder mit von der Partie. Vielfältiges Programm Auf zwei Bühnen und fünf Plät- zen können sich die Besuche- rinnen und Besucher auf eine abwechslungsreiche Mischung aus Musik, Tanz, Shows und kulinarischen Köstlichkeiten freuen. Zahlreiche Marktstän- de laden zum Stöbern und Genießen ein, während Info- stände spannende Einblicke in lokale Initiativen und An- gebote geben. Ein Höhepunkt des Festes ist der verkaufsof- fene Sonntag am 29. Septem- ber, an dem die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet sind und zusätzliche Shopping- möglichkeiten bieten. Das ge- samte Event ist darauf ausge- legt, sowohl Einheimische als auch Touristen anzusprechen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, Bonn in seiner besten Form zu erleben. Familienfreundliche Aktivi- täten Besonders für Familien gibt es beim „BonnFest“ zahlreiche Attraktionen. Sonntag verwan- delt sich der Marktplatz in eine Kinderwelt mit Spielstationen und Mitmachaktionen, die den kleinen Besucherinnen und Besuchern viel Freude berei- ten werden. Hier verspricht der „Kindertanztag“ viel Spaß und Bewegung. Auch Workshops und kreative Angebote sorgen dafür, dass die Jüngsten aktiv am Geschehen teilnehmen können. Kulinarische Genüsse Ein weiterer und sehr beliebter Bestandteil der Veranstaltung ist Bonns bekannte gastro- nomische Vielfalt. Von regio- nalen Spezialitäten bis hin zu internationalen Köstlichkeiten wird jeder Gaumen garantiert verwöhnt. Die Besucherinnen und Besucher haben die Mög- lichkeit, sich durch verschie- dene kulinarische Angebote aus verschiedenen Ländern zu probieren und die Vielfalt der internationalen Küche kennenzulernen. hob www.bonn-city.de/veranstal- tungen/bonnfest/ Das „BonnFest“ 2024 bietet ein vielfältiges Programm für Jung und Alt mit Spiel und Spaß, Musik, Kultur, Kulinarik und Nachhaltigkeit Wenn die Bonner Innenstadt zum Festivalgelände wird, heißt es wieder: „BonnFest“ für alle. FOTOS: RANDOLF BUNGE/CITY-MARKETING BONN E.V. Auf die Stimmung beim „BonnFest“ ist jedes Jahr Verlass. BONNFEST 2024 27.09.2024 bis 29.09.2024 verkaufsoffener Sonntag 13 – 18 Uhr ANZEIGEMit freundlicher Unterstützung von: Verkaufsoffener Sonntag 29.09.2024 · 13.00 – 18.00 Uhr 27. – 29. September ERLEBE DIE CITY! 20 24 Hier scannen für mehrUrlaub scheitert an Huthi-Angriffen VON ULRIKE SCHÖDEL BONN. Dem Bonner Reiseunter- nehmen Phoenix Reisen droht eine Klagewelle, nachdem es die Feb- ruar-Kreuzfahrt 2024 auf der MS Amera von den Seychellen nach Bali streichen musste. Die Gründe für die Stornierung sind vielfältig:Vor allem machen die Angriffe der Huthi-Mi- liz im Roten Meer den Kreuzfahrt- Unternehmen ein Strich durch seine Planung. Wegen der Gefährlichkeit wird die Durchfahrt im Suezkanal gemieden; stattdessen müssen die Cruiser die viel längere Route um die Südspitze Afrikas, das Kap der Guten Hoffnung, nehmen. Eine logistische Herausforderung auch für die Bon- ner Kreuzfahrt-Flotte. Trotz zahlreicher Versuche, die Reise nach Bali noch zu retten, fiel die Tour komplett ins Wasser. We- nige Wochen bevor die MS Amera am 2. Februar 2024 in den Indischen Ozean stechen sollte, bekamen sämtliche Passagiere - insgesamt 900 - die Absage von Phoenix Reisen. Zugleich bot das Unternehmen den Gästen einen Ersatz oder die Rück- zahlung des Reisepreises an. Ein Ehepaar aus Norddeutschland ent- schied sich gegen eine Kreuzfahrt- Alternative und bekam umgehend den Reisepreis in Höhe von 17.778 Euro zurück. Dennoch reichten die Eheleute - wie andere auch - wegen entgangener Urlaubsfreuden beim Bonner Landgericht Klage ein - und fordern die Hälfte der Reisekosten als Schadensersatz. Mithin 8889 Euro. Tatsächlich ist der Fall nicht so einfach, wie Gabriel Glasmann, Vorsitzender Richter der 7. Zivil- kammer, zu Beginn des Güteter- mins anmerkte. Die Gründe für die Stornierung der Traumreise seien durchaus vielschichtig: Denn die MS Amera lag noch auf der Werft in Danzig, als die Reise starten sollte. Eine Generalüberholung des Luxus- liners hatte sich verzögert. Einiges spreche also dafür, so Glasmann, dass das Haftungsrisiko bei Phoenix Reisen liege, denn für die Verzöge- rungen auf der Werft hafte seiner Ansicht nach das Unternehmen. Aber da sei ja noch die Geschichte mit den Unruhen im Roten Meer. „Wenn der Kanal offen gewesen wäre, hätten wir alles noch hinkrie- gen können“, so Phoenix-Anwalt Wolfgang Pröhl im Prozess, trotz der Verzögerungen bei der Sanierung des Schiffes. Denn für die MS Amera hatte Phoenix - was in der Branche ein Glücksfall sei - einen Ersatz ge- funden: Der Cruiser eines anderen Reiseanbieters, die „Celestyal Jour- ney“, war in dieser Zeit wegen des Nahost-Konflikts überraschend frei geworden. So hätte das Ersatzschiff eine Teil-Route der Traumreise von den Seychellen bis nach Colombo (Sri Lanka) übernehmen können. Aber so ganz gepasst hat es dann doch nicht: Denn die verfügbare „Celestyal“ musste Ende März wie- der zurück beim Reeder im östli- chen Mittelmeer sein. Dieses Timing jedoch, so Pröhl, konnte auch das Ersatzschiff wegen des unpassier- baren Suezkanals nicht schaffen. Da die politische Situation nicht ihrer Kontrolle unterliege, berufe sich sein Mandant auf „unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände“, für die das Unternehmen nicht hafte. Vorsitzender Glasmann will im Oktober ein Urteil fällen. Er ist nicht der einzige Richter in Bonn, der über eine solche Reiseklage entscheiden muss. Vor mindestens vier weiteren Zivilgerichten seien mehrere For- derungen anhängig. Das Bonner Unternehmen will angesichts einer möglichen Klageflut zunächst die ersten Entscheidungen am Landge- richt abwarten, so ihr Anwalt Pröhl. Ein Vergleich kam deswegen nicht infrage. Phoenix Reisen wegen entgangener Urlaubsfreuden auf knapp 9000 Euro Schadensersatz verklagt Die Reise nach Bali war ursprünglich mit dem Kreuzfahrtschiff MS Amera ge- plant. FOTO: DPA Gerüstet gegen Hitze und Starkregen BONN. Die Stadt Bonn erarbeitet der- zeit ein durch das Bundesumwelt- ministerium gefördertes integriertes Klimaanpassungskonzept. Ziel ist laut Stadt dieWeiterentwicklung der städ- tischen Aktivitäten zur Anpassung an zunehmende Hitze, Trockenheit und Starkregen. In der ersten Phase der Öffentlich- keitsbeteiligung im Frühjahr stand die Sammlung von Ideen im Vorder- grund. Hierzu wurden Vorschläge zusammengetragen. Auf dieser Basis wurde im Anschluss ein umfassender Maßnahmenkatalog erstellt, so die Stadt. Im Fokus der zweiten Runde der Beteiligung werde die Priorisie- rung der Maßnahmen stehen. Hier- zu sind alle Interessierten zu einem gemeinsamen Veranstaltungsformat am Mittwoch, 16. Oktober, 18 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche, Ade- nauerallee 37, eingeladen. Interessierte können sich bis zum 9. Oktober zur Veranstaltung an- melden unter bonn-macht-mit.de/ veranstaltung-klimaanpassungs- konzept. Die Zahl der Plätze ist be- grenzt, betont die Stadtverwaltung. Kurz nach der Präsenzveranstaltung werde auf bonn-macht-mit.de er- gänzend eine Online-Beteiligung zum Klimaanpassungskonzept an- geboten. dsf Klimaanpassungskonzept: Zweite Runde startet Stadt präsentiert sich als Standort BONN. Auch in diesem Jahr wird die Stadt Bonn wieder auf der Messe für Immobilien, Investitionen und Stand- ortpräsentationen Expo Real in Mün- chen vom 7. bis 9. Oktober vertreten sein und über Investitionsmöglich- keiten und Dienstleistungen rund um den Standort Bonn informieren. Auf dem Gemeinschaftsstand mit der Köln Business Wirtschaftsförde- rungs-GmbH und demVerein Region Köln/Bonn wird für eine starke und zukunftsfähige Wirtschaftsregion und einen dynamischen Immobi- lienstandort geworben, kündigt die Stadt an. Daneben biete der Gemein- schaftsstand den Ausstellenden eine Plattform, um den Unternehmen eine zielgruppenorientierte und effektive Kundenansprache zu ermöglichen. Mit dabei sind: Barton Group, Greif & Contzen Immobilien GmbH, Larbig & Mortag Immobilien Bonn GmbH, PMCon GmbH, Recogizer Group und die Sparkasse Köln-Bonn. „Die Expo Real ist die wichtigste Immobilien- messe undTreffpunkt von Investoren, Projektentwicklern und Standorten. Im Rahmen des Standortmarketings wird seit 1999 ein Gemeinschafts- stand auf dieser Messe organisiert und für die Immobilien- und Inves- titionspotenziale in Bonn und der Region geworben“, so die Stadt. dsf Gemeinschaftsstand auf der Expo RealAnlage 1/7 Seite 1Anlage4Seite 22 von 82 22 Donnerstag, 26. September 2024 G E N E R A L - A N Z E I G E RVIBesonderes Jubiläumsprogramm 2024 ist ein besonderes Jahr, denn da gibt es ein großes Ju- biläum. Vom 27. bis 29. Sep- tember wird das „BonnFest“ 25 Jahre alt. Drei Tage lang wird die Bonner Innenstadt zum lebendigen Festgelände mit mehreren zentralen Plätzen. „In den heutigen Zeiten ist es erfreulich und bemerkens- wert, dass ein Fest eine so lan- ge Tradition hat“, sagt Maike Reinhardt von der Geschäfts- führung desVeranstalters„city- marketing bonn e.V.“, die auch die Projektleitung des „Bonn- Fest“ inne hat. Vielfältige Musik, Weingenuss und Nachhaltigkeit Das diesjährige Programm ist besonders vielfältig und hält für jeden Geschmack etwas bereit. Am Freitag um 17 Uhr gibt Oberbürgermeisterin Katja Dörner den Startschuss für die tollen Tage. Ab 18 Uhr gibt‘s für die Besucher auf dem Marktplatz Jazz von der Hot Pepper Jazzband und kölsche Töne von der Kölsche Welle. Am Samstag heizt das Electro- nic-Dance-Music-Festival auf dem Münsterplatz von 19 bis 22 Uhr den Besuchern richtig ein. Auch kulinarisch hat das Fest einiges zu bieten: Auf der Schlemmermeile auf dem Münsterplatz lassen regionale und internationale Köstlich- keiten die Geschmacksknos- pen frohlocken. Ein echtes Highlight ist die Weinmeile in der Friedrichstraße. Hier präsentieren zehn Winzer ihre besten Tropfen zurVerkostung. Am Sonntag wird der Markt für die kleinen Gäste zur Kinder- welt mit Spielstationen, Tanz und Mitmachaktionen. In diesem Jahr
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:44 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de