253073 · Beschlussvorlage
Überarbeitetes Projektkonzept zum Steckbrief 5.3.2.3 „Fachbetriebe und Ausbildungsberufe zum Klima-Umbau der Stadt fördern“ des Bonner Klimaplans
Kerndaten
- Nummer
- 253073
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 15.05.2025
- Letzte Änderung
- 01.11.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit Empfehlung
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 253073 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 03 Amt für Wirtschaftsförderung Dezernat: Dez. OB Überarbeitetes Projektkonzept zum Steckbrief 5.3.2.3 „Fachbetriebe und Ausbildungsberufe zum Klima-Umbau der Stadt fördern“ des Bonner Klimaplans Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 04.06.2025 Empfehlung Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 25.06.2025 Empfehlung Rat 03.07.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Der Rat der Stadt Bonn bestätigt die inhaltliche Konkretisierung des Projek- tes “Fachbetriebe und Ausbildungsberufe zum Klima-Umbau der Stadt för- dern”. als „Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit“. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Maßnahmen gemäß dem Projektkon- zept „Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit“ umzusetzen und mit relevanten Partnern weiterzuentwickeln. Begründung I. Sachverhalt 1. Ausgangslage – Klimaplan Mit dem Klimaplan verfolgt die Stadt Bonn das Ziel, zukunftsweisenden Klima- schutz durch ein breites Maßnahmenportfolio umzusetzen. Die politisch be- schlossene Maßnahme 5.3.2.3 “Fachbetriebe und Ausbildungsberufe zum Kli- ma-Umbau der Stadt fördern” konzentrierte sich, anders als beim ursprüngli- chen Steckbrief bereits nicht mehr alleine auf die Nachwuchsförderung und Qualifizierung im Bereich der Photovoltaik sondern nahm auch weitere Berufe in den Fokus. (DS 222006-83 AA) Die Maßnahme entstand vor dem Hinter- grund des zunehmenden Fachkräftemangels in Ausbildungsberufen, insbeson- dere in klimarelevanten Handwerksberufen. 2. Bisherige Ausrichtung des Steckbriefs Der Klimaplansteckbrief sieht unter anderem die Aufgabe vor, einen kommuna-Seite 1 von 12 Seite 2 len Gipfel zur Stärkung der Fachbetriebe in der Region Bonn durchzuführen, Informations- und Beratungskonzepte zu entwickeln, Kampagnen durchzu- führen sowie das freiwillige ökologische Jahr (FÖJ) im Bereich Solartechnik mit den regionalen Innungen voranzutreiben. 3. Projektdefinition Im September 2024 wurde die Projektstelle bei der Wirtschaftsförderung be- setzt. Nach intensiver Beschäftigung mit dem Sachverhalt sowie dem Aus- tausch mit Arbeitsmarktakteuren – insbesondere aus dem Bündnis für Fach- kräfte Bonn/Rhein-Sieg - und mit dem Schulamt hat die Verwaltung nunmehr ihr strategisches Vorgehen weiter konkretisiert und eindeutige Maßnahmen definiert. Hierbei findet eine stärkere Akzentuierung auf den Bereich Ausbildung statt. Auf Basis dieser Überlegung wurde das Projekt als „Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit“ definiert (siehe auch Anlage 1: Projektkonzept). Bei der Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit handelt es sich um ein langfristig angelegtes Projektkonzept, welches Fachkräfte im klimarelevanten Bereich, im Sinne der so genannten „Green Skills“ berücksichtigen soll. Bei den „Green Skills“ handelt es sich um eine wissenschaftlich basierte Systematik der Bun- desagentur für Arbeit. Dazu zählen unter anderem Tätigkeiten in der Gebäude- technik, Energieeffizienz, nachhaltigen Wärmeversorgung und Mobilität. Ein Schwerpunkt liegt weiterhin bei Handwerksberufen, insbesondere dem solaren Handwerk. Der bisherige Steckbrief bleibt dabei weiterhin Grundlage, wird je- doch durch die weiter gefassten Berufsfelddefinitionen ergänzt. Auch das Bündnis für Fachkräfte befasst sich in seinem neu gegründeten Ar- beitskreis Green Skills mit der Thematik. Die dort vertretenen Institutionen be- werten die vorliegende Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit als ziel- führend. Diese strategische Erweiterung basiert auf drei zentralen Erwägungen: • Breiter Fachkräftebedarf: Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften für wirksamen Klimaschutz betrifft zahlreiche klimarelevante Gewerke. • Synergien zwischen Gewerken: Der Ausbau, z.B. mit Photovoltaik oder Fernwärmenetzen erfordert ein Zusammenspiel verschiedener Be- rufsgruppen. • Zukunftsfähigkeit: Die Konkretisierung des Projektes ermöglicht eine zielgerichtete Reaktion auf technologische Entwicklungen und gesetzli- che Neuerungen im Klimaschutzbereich. II. Zielsetzung der Konkretisierung (siehe auch Anlage) Die Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit zielt darauf ab:Seite 2 von 12 Seite 3 • Jugendliche frühzeitig und zielgerichtet über Berufswege im Klima- schutz zu informieren • Unternehmen durch gezielte Veranstaltungsformate zur Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden zu motivieren • Die verschiedenen Akteure im Bereich Aus- und Weiterbildung besser zu vernetzen, z.B. durch die Unterstützung des Arbeitskreises Green Skills. • Maßnahmen zur Erhöhung der Ausbildungszahlen und zur Stärkung der Ausbildungskapazitäten gemeinsam mit den Kammern und Innungen zu koordinieren. III. Beschreibung geplanter Maßnahmen Komponente 1: Kampagne für Eltern und Schulen: Erfolgreich vor Ort: Eine sichere Ausbildung für unsere Erde (Green Futures) Umsetzung der Kampagne „Green Futures“ – gezielte Ansprache von Eltern und Schulen zur Berufsorientierung in klimarelevanten Berufen (Geplant Früh- jahr 2026) Komponente 2: Angebote für Schülerinnen und Schüler Aufbau und Begleitung von Angeboten für Schüler*innen (Praktika, Schnupper- angebote (Komm auf Tour, geplant Herbst 2026), Solarcamp (Juli 2025), …). Komponente 3: Veranstaltungsreihe: Wissen, das wirkt Entwicklung und Durchführung einer Veranstaltungsreihe für Unternehmen zu klimarelevanter Weiterbildung (geplant ab Herbst 2025). Komponente 4 (optional): Studie Im Rahmen der Projektumsetzung wird geprüft, ob eine Studie sinnvoll und finanzierbar ist. IV. Ergänzende Informationen Der von der Politik gewünschte kommunaler Gipfel zur Stärkung der Fachbe- triebe in der Region Bonn wird zwischenzeitig jährlich von den Stadtwerken Bonn veranstaltet. Hier ist die Verwaltung in der Vorbereitung, u.a. durch das hier thematisierte Projekt eingebunden. Weitere im Steckbrief erwähnte Themen mit Bezug auf die Stärkung des städti- schen Handwerks, darunter die Gewerbeflächenentwicklung und die Ansied- lung von Betrieben werden durch andere Projekte und Initiativen der Verwal- tung, insbesondere der Wirtschaftsförderung, umgesetzt.Seite 3 von 12 Seite 4 V. Abschließende Bemerkungen Die Verwaltung wird die Gremien über den Fortschritt und die Ergebnisse in- formieren, unter anderem im Rahmen der jährlichen Klimaplanberichterstat- tung. Diese Erweiterung hat keinen Einfluss auf den Finanzplan des Projektes. Für das Projekt sind im Haushaltsentwurf 125.000 im Jahr 2025 sowie ab 2026 60.000 € eingeplant. Anlage/n 1 Anlage Projektkonzept Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit (öffentlich)Seite 4 von 12 Seite 1 von 8 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Projektkonzept Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit Bonn, Mai 2025Seite 5 von 12 Seite 2 von 8 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Inhalt 1 Ausgangslage ...................................................................................................... 3 1.1 Maßnahmensteckbrief des Klimaplans......................................................... 3 1.2 Prämissen für die Arbeit ............................................................................... 3 1.3 Berufsfelddefinition ....................................................................................... 4 2 Regionale Struktur: Arbeitskreis Green Skills ...................................................... 5 3 Projektkonzept: Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit .......................... 6 3.1 Komponente 1: Kampagne Für Eltern und Schulen: Erfolgreich vor Ort: Eine sichere Ausbildung für unsere Erde (Green Futures) ....................................... 6 3.2 Komponente 2: Angebote für Schülerinnen und Schüler .............................. 7 3.3 Komponente 3: Veranstaltungsreihe: Wissen, das wirkt ............................... 7 3.4 Komponente 4 (optional): Studie .................................................................. 8 3.5 Controlling und Monitoring ........................................................................... 8Seite 6 von 12 Seite 3 von 8 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 1 Ausgangslage 1.1 Maßnahmensteckbrief des Klimaplans Basis der Ausbildungsoffensive ist folgende Maßnahme aus dem Klimaplan der Stadt Bonn: >>> Energie/5.3.2.3. Ausbildungsoffensive für den PV-Ausbau Im Steckbrief der Maßnahme sind folgende Punkte vorgegeben: Ziel Qualifizierung von Handwerker*innen und Nachwuchsförderung Kern Bewerbung von Weiterbildungskursen (Solateur*in) umfangreiche Informations- und Beratungsangebote Vorgehen 2 Kampagnen Für Schulen Sekundarstufe I und II: Informations- und Werbekampagne um Interesse an „verschiedenen Berufen innerhalb der Photovoltaikbranche zu wecken“) ergänzt durch: Praktikumsmöglichkeiten Girls Day/Boys Day FÖJ Für Unternehmen Weiterbildungskurse im Fokus Aktionsradius Stakeholder: Innungen aus Bonn/Rhein-Sieg SHK, Elektro und Dach Ressourcen Ausbauinitiative Solares Bonn, Wissenschaft trifft Schule, KAoA, Schulische Klima Bildung (Maßnahme 2.2.1.1. im Klimaplan) 1.2 Prämissen für die Arbeit Ausgangspunkt für die Konzeptionierung der Vorgehensweise sind der Klimaplansteckbrief. Bei der intensiven Beschäftigung mit dem Steckbrief und den Zielen entstand die Überzeugung, dass es sinnvoller ist, mit dem langfristig angelegten Projekt breitere Fachkräftebedarfe zu bedienen, nicht nur im Bereich Solarenergie, sondern auch in anderen klimarelevanten (Ausbildungs-)berufen im Bereich der Energieeffizienz, Wärmeversorgung, Gebäudetechnik oder nachhaltige Mobilität besteht ein Fachkräftemangel. Diese ermöglicht eine gewisse Flexibilität, um dynamisch auf Veränderungen im Energiemarkt oder neue gesetzliche Vorgaben zu reagieren. Zum dritten sind gerade im Bereich Solar Synergien zwischen den Branchen nötig. Es gibt nicht den klassischen Beruf des/der Solateur*in. Beim Ausbau von Solar handelt es sich immerSeite 7 von 12 Seite 4 von 8 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) um ein Zusammenspiel zwischen verschiedenen Gewerken. Durch die Fokussierung auf eine breitere Palette von Berufen können Synergien zwischen verschiedenen Bereichen geschaffen werden, was die Effizienz und Wirksamkeit der Ausbildungsmaßnahmen steigern könnten. Es fanden auf dieser Basis weitere Justierungsgespräche und fachliche Diskussionen mit Arbeitsmarktakteuren in der Region statt. Diese Überlegungen sind im Folgenden dargestellt. 1. Eine klare Berufsfeldabgrenzung ist nötig. Der Begriff „klimarelevante Berufe“ ist nicht definiert. Für eine zielgerichtete und erfolgsversprechende Arbeit muss eine Definition gefunden werden. 2. Keine Redundanzen zu anderen Angeboten schaffen. Seitens IHK, HWK, Land und Bund sind bereits viele Angebote zur Ausbildungsförderung an den Start gegangen. Diese sollen eigenständig agieren können und es sollen keine Parallelstrukturen geschaffen werden. 3. Ergebnisse im Rahmen des Klimaplans-Controlling (messbar) aufarbeiten. Hierbei handelt es sich um eine interne städtische Aufgabe, mit dem Ziel die Erfolge des Klimaplans visuell und inhaltlich greifbar machen zu können. 4. An bestehende Strukturen/Termine/Kampagnen andocken. Bestehende Ressourcen, Veranstaltungen und Netzwerke sollen genutzt werden, um möglichst viele der Zielgruppe zu erreichen. 1.3 Berufsfelddefinition Für die Berufsfelddefinition sind die Green Skills der Arbeitsagentur herangezogen worden. Diese sind im BERUFENET hinterlegt. Hierbei handelt es sich um ca. 400 Kompetenzen und 100 Fertigkeiten im Bereich klimarelevante Arbeit. Diese Liste ist dynamisch und wird ständig erweitert. Der aktuell vorliegende Datensatz stammt aus dem November 2024. Der Begriff der Green Skills und die vorliegende Liste deckt vorerst sämtliche Bereiche der klimarelevanten Arbeit ab. Der Vorteil des Green Skills Datensatzes ist, dass sich die 500 angegebenen Informationen clustern lassen. So können für die jeweilige Arbeit und die jeweiligen Projekte innerhalb der Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit unterschiedliche Cluster gebildet werden. Diese können für das einzelne Projekt die notwendige Präzision und Praktikabilität gewährleisten. An dieser Stelle wird das Cluster „Solares Handwerk“ hervorgehoben. Dabei handelt es sich um das ausgewählte Startcluster für die Bemühungen für mehr Fachkräfte in klimarelevanter Arbeit. Aus der vorliegenden Liste bilden vier Fertigkeiten das Cluster: - Photovoltaikanlagen projektieren - Solarthermieanlagen installieren und warten - Photovoltaikanlagen installieren und warten - Solarthermieanlagen projektierenSeite 8 von 12 Seite 5 von 8 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Um dies Fertigkeiten ausführen zu können, sind Kenntnisse hinsichtlich Dachdeckerei und Elektroinstallation notwendig. Die Solarthermie kommt zudem aus dem Bereich der Heizungsbauer. Insoweit müssen auch diese Gewerke Sanitär/Heizung/Klima mitgedacht werden. 2 Regionale Struktur: Arbeitskreis Green Skills Im Rahmen ihrer Klausurtagung im Herbst 2024 beschloss das Bündnis für Fachkräfte Bonn/Rhein-Sieg, sich strategisch im Bereich klimarelevanter Arbeit zu engagieren. In diesem Zusammenhang wurde im Frühjahr 2025 ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, der im Kern aus Mitgliedern des Bündnisses besteht und gezielt um weitere relevante Arbeitsmarktakteure sowie Unternehmen ergänzt wird. Der Arbeitskreis Green Skills trifft sich bis zu viermal jährlich und dient als Plattform für fachlichen Austausch, strategische Abstimmung und Impulsgebung im Bereich klimarelevante Arbeit. Die Mitglieder kommen u.ௗa. aus den folgenden Institutionen: IHK Bonn/Rhein-Sieg Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg Handwerkskammer zu Köln Agentur für Arbeit Bonn Wirtschaftsförderung Bonn Stadtwerke Bonn Die konstituierende Sitzung fand im April 2025 statt. Der Arbeitskreis hat im Anschluss per Umlaufbeschluss die Empfehlung ausgesprochen, das Projektkonzept „Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit“ in dieser Form umzusetzen. Die Koordination der Termine und die organisatorische Unterstützung übernimmt die Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn. Erweiterungen des Arbeitskreises sind möglich, beispielsweise sollen in Zukunft die Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises, das Schulamt sowie die Bonner Energieagentur bei Bedarf teilnehmen. 3 Projektkonzept: Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit Im Folgenden werden die geplanten Komponenten zur Förderung von Arbeitskräften in klimarelevanten Berufen dargestellt.Seite 9 von 12 Seite 6 von 8 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) 3.1 Komponente 1: Kampagne Für Eltern und Schulen: Erfolgreich vor Ort: Eine sichere Ausbildung für unsere Erde (Green Futures) Die Stadt möchte zur Förderung von klimarelevanten Berufen eine Kampagne initiieren. Folgende groß angelegten Kampagnen sind bereits in Bonn/Rhein-Sieg sichtbar: Kampagnentitel Träger Zielgruppe Ziel Internetauftritt #könnenlernen DIHK Schüler*innen, Unternehmen Information Link IHK Zeit zu machen Handwerk Potenzielle Azubis Image- verbesserung Handwerks- berufe Link HWK Gemacht für was Großes BMWK Schüler*innen, berufstätige Mütter, ältere Arbeitnehmer*innen Motivation Link BMWK Die drei Kampagnen haben folgende Gemeinsamkeiten: Schwerpunkt auf klimarelevanten Berufen Hauptzielgruppe: Schülerinnen und Schüler Vermittlung von Erfolgsgeschichten von realen Menschen Daraus ergeben sich folgende Überlegungen für eine von der Stadt Bonn initiierte Kampagne. Primäre Ansprache/Zielgruppe: Eltern und Schulen Eltern benötigen ein positives Bild der klimarelevanten Ausbildungsberufe und das Handwerkszeug, um in den jeweiligen Werte Konstrukten ihrer Kinder kommunizieren zu können. Eltern und Kinder bewegen sich in der Regel im gleichen Sinus-Milieu. Schulen, die auch im Maßnahmensteckbrief explizit genannt sind, und StuBos (Koordinator*innen für die Berufliche Orientierung an Schulen) sind ein wichtiger Hebel. Hier gibt es bereits funktionierende Strukturen, die genutzt werden sollen. 3.2 Komponente 2: Angebote für Schülerinnen und Schüler Die Kampagne aus dem vorangegangenen Kapitel muss von weiteren Maßnahmen flankiert werden, damit das aufkeimende Interesse der Jugendlichen auf fruchtbaren Boden fallen kann. Folgende (Leuchtturm-)projekte eignen sich dafür:Seite 10 von 12 Seite 7 von 8 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) „Komm auf Tour“ ist ein Projekt zur Stärkenentdeckung, beruflichen Orientierung und Lebensplanung für Jugendliche ab der 7./8. Klasse. Hierbei erleben interessierte Schülerinnen und Schüler, aber auch ihre Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte verschiedene Berufsbilder auf einem Erlebnisparcours. Dieser wird hierfür speziell auf die klimarelevanten Berufsbilder angepasst und soll erstmals in dieser Form im Jahr 2026 in Bonn durchgeführt werden). Durchführung eines Solarcamps, erstmalig im Juli 2025 Ein freiwilliges ökologisches Jahr FÖJ Gezielte Aktivitäten zu klimarelevanter Arbeit im Rahmen des Girls Day/Boys Day Praktika Vorhandene Internetpräsenzen als Anlaufstelle für ein erstes Interesse nutzen Schnupperangebote fördern Aktionswoche klimarelevante Berufe (Beispiel aus dem Münsterland) Kooperation mit KAoA, Wissenschaft trifft Verwaltung und Baustein 2.2.1.1 Schulische Klima-Bildung ausbauen Ggf. finanzielle Anreizsysteme Schaffen Feedback während des Prozesses sammeln 3.3 Komponente 3: Veranstaltungsreihe: Wissen, das wirkt Ziel der Veranstaltungsreihe „Wissen, das wirkt: Klimaschutz durch Weiterbildung“ (Mikrokampagne) ist, Weiterbildung in Unternehmen zu fördern, die im solaren Handwerk tätig sind. Die praktische Relevanz und Vorteile für die Unternehmen (Umweltbewusstsein, Wettbewerbsvorteile) sollen herausgearbeitet werden. Hierbei soll eine enge Kooperation mit der Agentur für Arbeit, dem Nachhaltigkeits- Hub Region Bonn sowie dem Projekt Klimapartnerschaften Wirtschaft und der Klimaschutzberatung der Wirtschaftsförderung entstehen. Zielgruppe sind alle Betriebe/Unternehmen, die auf der Baustelle selbst und unmittelbar dazu beitragen auf Bonner Wohn- und Nichtwohngebäuden Solaranlagen zu errichten. Mögliche Interessens- und Wissensbedarfe der Zielgruppe Kosten-Nutzen-Analysen: Wie kann sich Weiterbildung finanziell auszahlen? Rechtliche Rahmenbedingungen: Welche Vorschriften gibt es im Bereich Klimaschutz? Praxisnahe Beispiele: Erfolgsgeschichten von Unternehmen, die bereits auf Weiterbildung setzen. Trends und Innovationen: Neueste Entwicklungen im Bereich nachhaltiger Technologien.Seite 11 von 12 Seite 8 von 8 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Zielgruppenspezifische Ansätze: Welche Weiterbildungsmöglichkeiten sind für spezifische Branchen relevant? Mitarbeitendenmotivation: Wie kann Weiterbildung die Mitarbeitendenbindung und -motivation erhöht werden? Wie kann die Bindung erhöht werden? Zukunftsorientierte Technologien: Schulungen zu neuen, umweltfreundlichen Technologien. Um Bedarfe zu decken, sollen mindestens drei Mal pro Jahr spezifische Veranstaltungen angeboten werden. Die Veranstaltungsformate sollen fortlaufen an die Bedarfe der Zielgruppe angepasst werden. Das Angebot kann im laufenden Prozess um persönliche Gespräche, Betriebsbesuche oder Newsletter erweitert werden. 3.4 Komponente 4 (optional): Studie Ob eine Studie sinnvoll und finanzierbar wäre, wird im Rahmen der Projektumsetzung überprüft. Mögliche Fragestellungen oder Themen einer Studie könnten sein: Wirtschaftliche Auswirkungen: Bewertung der wirtschaftlichen Effekte einer verstärkten Ausbildung in klimarelevanten Berufen auf die regionale Wirtschaft Interdisziplinäre Ansätze: Analyse der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen klimarelevanten Berufen und deren Auswirkungen auf die Ausbildung Zufriedenheit von Auszubildenden: Erhebung der Zufriedenheit und Karriereperspektiven von Auszubildenden im solaren Handwerk Best Practices: Untersuchung erfolgreicher Modelle aus anderen Ländern zur Ausbildungsförderung in diesem Bereich Technologische Entwicklungen: Einfluss neuer Technologien auf die Ausbildungsinhalte, -methoden und -attraktivität 3.5 Controlling und Monitoring Zur Erfolgsmessung der Offensive können folgende Kennzahlen herangezogen werden: - Anzahl an Auszubildenden in klimarelevanten Berufen - Anzahl an neuen Quereinsteigenden in klimarelevanten Berufen - Anzahl an Personen, die klimarelevante Weiterbildungen wahrnehmen - Anzahl an durchgeführten Veranstaltungen zum Thema - Anzahl an erreichten Menschen zum Thema - Anzahl an durchgeführten KampagnenSeite 12 von 12
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