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253073 · Beschlussvorlage

Überarbeitetes Projektkonzept zum Steckbrief 5.3.2.3 „Fachbetriebe und Ausbildungsberufe zum Klima-Umbau der Stadt fördern“ des Bonner Klimaplans

Nummer
253073
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
15.05.2025
Letzte Änderung
01.11.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 04.06.2025 Empfehlung
  2. Sitzung des Rates 03.07.2025 Entscheidung federführend
  3. Sitzung des Ausschusses für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 25.06.2025 Empfehlung
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Beschlussvorlage
öffentlich
253073
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Überarbeitetes Projektkonzept zum Steckbrief
5.3.2.3 „Fachbetriebe und Ausbildungsberufe zum
Klima-Umbau der Stadt fördern“ des Bonner
Klimaplans
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
04.06.2025 Empfehlung
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
25.06.2025 Empfehlung
Rat 03.07.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Der Rat der Stadt Bonn bestätigt die inhaltliche Konkretisierung des Projek-
tes “Fachbetriebe und Ausbildungsberufe zum Klima-Umbau der Stadt för-
dern”. als „Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit“.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Maßnahmen gemäß dem Projektkon-
zept „Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit“ umzusetzen und mit
relevanten Partnern weiterzuentwickeln.
Begründung
I. Sachverhalt
1. Ausgangslage – Klimaplan
Mit dem Klimaplan verfolgt die Stadt Bonn das Ziel, zukunftsweisenden Klima-
schutz durch ein breites Maßnahmenportfolio umzusetzen. Die politisch be-
schlossene Maßnahme 5.3.2.3 “Fachbetriebe und Ausbildungsberufe zum Kli-
ma-Umbau der Stadt fördern” konzentrierte sich, anders als beim ursprüngli-
chen Steckbrief bereits nicht mehr alleine auf die Nachwuchsförderung und
Qualifizierung im Bereich der Photovoltaik sondern nahm auch weitere Berufe
in den Fokus. (DS 222006-83 AA) Die Maßnahme entstand vor dem Hinter-
grund des zunehmenden Fachkräftemangels in Ausbildungsberufen, insbeson-
dere in klimarelevanten Handwerksberufen.
2. Bisherige Ausrichtung des Steckbriefs
Der Klimaplansteckbrief sieht unter anderem die Aufgabe vor, einen kommuna-Seite 1 von 12
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len Gipfel zur Stärkung der Fachbetriebe in der Region Bonn durchzuführen,
Informations- und Beratungskonzepte zu entwickeln, Kampagnen durchzu-
führen sowie das freiwillige ökologische Jahr (FÖJ) im Bereich Solartechnik mit
den regionalen Innungen voranzutreiben.
3. Projektdefinition
Im September 2024 wurde die Projektstelle bei der Wirtschaftsförderung be-
setzt. Nach intensiver Beschäftigung mit dem Sachverhalt sowie dem Aus-
tausch mit Arbeitsmarktakteuren – insbesondere aus dem Bündnis für Fach-
kräfte Bonn/Rhein-Sieg - und mit dem Schulamt hat die Verwaltung nunmehr
ihr strategisches Vorgehen weiter konkretisiert und eindeutige Maßnahmen
definiert. Hierbei findet eine stärkere Akzentuierung auf den Bereich Ausbildung
statt.
Auf Basis dieser Überlegung wurde das Projekt als „Ausbildungsoffensive für
klimarelevante Arbeit“ definiert (siehe auch Anlage 1: Projektkonzept).
Bei der Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit handelt es sich um ein
langfristig angelegtes Projektkonzept, welches Fachkräfte im klimarelevanten
Bereich,
im Sinne der so genannten „Green Skills“ berücksichtigen soll. Bei den „Green
Skills“ handelt es sich um eine wissenschaftlich basierte Systematik der Bun-
desagentur für Arbeit. Dazu zählen unter anderem Tätigkeiten in der Gebäude-
technik, Energieeffizienz, nachhaltigen Wärmeversorgung und Mobilität. Ein
Schwerpunkt liegt weiterhin bei Handwerksberufen, insbesondere dem solaren
Handwerk. Der bisherige Steckbrief bleibt dabei weiterhin Grundlage, wird je-
doch durch die weiter gefassten Berufsfelddefinitionen ergänzt.
Auch das Bündnis für Fachkräfte befasst sich in seinem neu gegründeten Ar-
beitskreis Green Skills mit der Thematik. Die dort vertretenen Institutionen be-
werten die vorliegende Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit als ziel-
führend.
Diese strategische Erweiterung basiert auf drei zentralen Erwägungen:
• Breiter Fachkräftebedarf: Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften
für wirksamen Klimaschutz betrifft zahlreiche klimarelevante Gewerke.
• Synergien zwischen Gewerken: Der Ausbau, z.B. mit Photovoltaik
oder Fernwärmenetzen erfordert ein Zusammenspiel verschiedener Be-
rufsgruppen.
• Zukunftsfähigkeit: Die Konkretisierung des Projektes ermöglicht eine
zielgerichtete Reaktion auf technologische Entwicklungen und gesetzli-
che Neuerungen im Klimaschutzbereich.
II. Zielsetzung der Konkretisierung (siehe auch Anlage)
Die Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit zielt darauf ab:Seite 2 von 12
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• Jugendliche frühzeitig und zielgerichtet über Berufswege im Klima-
schutz zu informieren
• Unternehmen durch gezielte Veranstaltungsformate zur Weiterbildung
ihrer Mitarbeitenden zu motivieren
• Die verschiedenen Akteure im Bereich Aus- und Weiterbildung besser
zu vernetzen, z.￿B. durch die Unterstützung des Arbeitskreises Green
Skills.
• Maßnahmen zur Erhöhung der Ausbildungszahlen und zur Stärkung der
Ausbildungskapazitäten gemeinsam mit den Kammern und Innungen zu
koordinieren.
III. Beschreibung geplanter Maßnahmen
Komponente 1:
Kampagne für Eltern und Schulen: Erfolgreich vor Ort: Eine sichere Ausbildung
für unsere Erde (Green Futures)
Umsetzung der Kampagne „Green Futures“ – gezielte Ansprache von Eltern
und Schulen zur Berufsorientierung in klimarelevanten Berufen (Geplant Früh-
jahr 2026)
Komponente 2:
Angebote für Schülerinnen und Schüler
Aufbau und Begleitung von Angeboten für Schüler*innen (Praktika, Schnupper-
angebote (Komm auf Tour, geplant Herbst 2026), Solarcamp (Juli 2025), …).
Komponente 3:
Veranstaltungsreihe: Wissen, das wirkt
Entwicklung und Durchführung einer Veranstaltungsreihe für Unternehmen zu
klimarelevanter Weiterbildung (geplant ab Herbst 2025).
Komponente 4 (optional): Studie
Im Rahmen der Projektumsetzung wird geprüft, ob eine Studie sinnvoll und
finanzierbar ist.
IV. Ergänzende Informationen
Der von der Politik gewünschte kommunaler Gipfel zur Stärkung der Fachbe-
triebe in der Region Bonn wird zwischenzeitig jährlich von den Stadtwerken
Bonn veranstaltet. Hier ist die Verwaltung in der Vorbereitung, u.a. durch das
hier thematisierte Projekt eingebunden.
Weitere im Steckbrief erwähnte Themen mit Bezug auf die Stärkung des städti-
schen Handwerks, darunter die Gewerbeflächenentwicklung und die Ansied-
lung von Betrieben werden durch andere Projekte und Initiativen der Verwal-
tung, insbesondere der Wirtschaftsförderung, umgesetzt.Seite 3 von 12
Seite 4
V. Abschließende Bemerkungen
Die Verwaltung wird die Gremien über den Fortschritt und die Ergebnisse in-
formieren, unter anderem im Rahmen der jährlichen Klimaplanberichterstat-
tung.
Diese Erweiterung hat keinen Einfluss auf den Finanzplan des Projektes. Für
das Projekt sind im Haushaltsentwurf 125.000 im Jahr 2025 sowie ab 2026
60.000 € eingeplant.
Anlage/n
1 Anlage Projektkonzept Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit
(öffentlich)Seite 4 von 12
Seite 1 von 8
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Projektkonzept
Ausbildungsoffensive für
klimarelevante Arbeit
Bonn, Mai 2025Seite 5 von 12
Seite 2 von 8
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Inhalt
1 Ausgangslage ...................................................................................................... 3
1.1 Maßnahmensteckbrief des Klimaplans......................................................... 3
1.2 Prämissen für die Arbeit ............................................................................... 3
1.3 Berufsfelddefinition ....................................................................................... 4
2 Regionale Struktur: Arbeitskreis Green Skills ...................................................... 5
3 Projektkonzept: Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit .......................... 6
3.1 Komponente 1: Kampagne Für Eltern und Schulen: Erfolgreich vor Ort: Eine
sichere Ausbildung für unsere Erde (Green Futures) ....................................... 6
3.2 Komponente 2: Angebote für Schülerinnen und Schüler .............................. 7
3.3 Komponente 3: Veranstaltungsreihe: Wissen, das wirkt ............................... 7
3.4 Komponente 4 (optional): Studie .................................................................. 8
3.5 Controlling und Monitoring ........................................................................... 8Seite 6 von 12
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Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
1 Ausgangslage
1.1 Maßnahmensteckbrief des Klimaplans
Basis der Ausbildungsoffensive ist folgende Maßnahme aus dem Klimaplan der Stadt
Bonn:
>>> Energie/5.3.2.3. Ausbildungsoffensive für den PV-Ausbau
Im Steckbrief der Maßnahme sind folgende Punkte vorgegeben:
Ziel Qualifizierung von Handwerker*innen und Nachwuchsförderung
Kern  Bewerbung von Weiterbildungskursen (Solateur*in)
 umfangreiche Informations- und Beratungsangebote
Vorgehen 2 Kampagnen
Für Schulen
Sekundarstufe I und II:
Informations- und Werbekampagne
um Interesse an „verschiedenen
Berufen innerhalb der
Photovoltaikbranche zu wecken“)
ergänzt durch:
 Praktikumsmöglichkeiten
 Girls Day/Boys Day
 FÖJ
Für Unternehmen
Weiterbildungskurse im
Fokus
Aktionsradius Stakeholder:
Innungen aus Bonn/Rhein-Sieg SHK, Elektro und Dach
Ressourcen Ausbauinitiative Solares Bonn, Wissenschaft trifft Schule, KAoA,
Schulische Klima Bildung (Maßnahme 2.2.1.1. im Klimaplan)
1.2 Prämissen für die Arbeit
Ausgangspunkt für die Konzeptionierung der Vorgehensweise sind der
Klimaplansteckbrief.
Bei der intensiven Beschäftigung mit dem Steckbrief und den Zielen entstand die
Überzeugung, dass es sinnvoller ist, mit dem langfristig angelegten Projekt breitere
Fachkräftebedarfe zu bedienen, nicht nur im Bereich Solarenergie, sondern auch in
anderen klimarelevanten (Ausbildungs-)berufen im Bereich der Energieeffizienz,
Wärmeversorgung, Gebäudetechnik oder nachhaltige Mobilität besteht ein
Fachkräftemangel.
Diese ermöglicht eine gewisse Flexibilität, um dynamisch auf Veränderungen im
Energiemarkt oder neue gesetzliche Vorgaben zu reagieren. Zum dritten sind gerade
im Bereich Solar Synergien zwischen den Branchen nötig. Es gibt nicht den
klassischen Beruf des/der Solateur*in. Beim Ausbau von Solar handelt es sich immerSeite 7 von 12
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Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
um ein Zusammenspiel zwischen verschiedenen Gewerken. Durch die Fokussierung
auf eine breitere Palette von Berufen können Synergien zwischen verschiedenen
Bereichen geschaffen werden, was die Effizienz und Wirksamkeit der
Ausbildungsmaßnahmen steigern könnten.
Es fanden auf dieser Basis weitere Justierungsgespräche und fachliche
Diskussionen mit Arbeitsmarktakteuren in der Region statt. Diese Überlegungen sind
im Folgenden dargestellt.
1. Eine klare Berufsfeldabgrenzung ist nötig. Der Begriff „klimarelevante Berufe“ ist
nicht definiert. Für eine zielgerichtete und erfolgsversprechende Arbeit muss eine
Definition gefunden werden.
2. Keine Redundanzen zu anderen Angeboten schaffen. Seitens IHK, HWK, Land
und Bund sind bereits viele Angebote zur Ausbildungsförderung an den Start
gegangen. Diese sollen eigenständig agieren können und es sollen keine
Parallelstrukturen geschaffen werden.
3. Ergebnisse im Rahmen des Klimaplans-Controlling (messbar) aufarbeiten.
Hierbei handelt es sich um eine interne städtische Aufgabe, mit dem Ziel die
Erfolge des Klimaplans visuell und inhaltlich greifbar machen zu können.
4. An bestehende Strukturen/Termine/Kampagnen andocken.
Bestehende Ressourcen, Veranstaltungen und Netzwerke sollen genutzt werden, um
möglichst viele der Zielgruppe zu erreichen.
1.3 Berufsfelddefinition
Für die Berufsfelddefinition sind die Green Skills der Arbeitsagentur herangezogen
worden. Diese sind im BERUFENET hinterlegt. Hierbei handelt es sich um ca. 400
Kompetenzen und 100 Fertigkeiten im Bereich klimarelevante Arbeit. Diese Liste ist
dynamisch und wird ständig erweitert. Der aktuell vorliegende Datensatz stammt aus
dem November 2024.
Der Begriff der Green Skills und die vorliegende Liste deckt vorerst sämtliche
Bereiche der klimarelevanten Arbeit ab. Der Vorteil des Green Skills Datensatzes ist,
dass sich die 500 angegebenen Informationen clustern lassen. So können für die
jeweilige Arbeit und die jeweiligen Projekte innerhalb der Ausbildungsoffensive für
klimarelevante Arbeit unterschiedliche Cluster gebildet werden. Diese können für das
einzelne Projekt die notwendige Präzision und Praktikabilität gewährleisten.
An dieser Stelle wird das Cluster „Solares Handwerk“ hervorgehoben. Dabei handelt
es sich um das ausgewählte Startcluster für die Bemühungen für mehr Fachkräfte in
klimarelevanter Arbeit.
Aus der vorliegenden Liste bilden vier Fertigkeiten das Cluster:
- Photovoltaikanlagen projektieren
- Solarthermieanlagen installieren und warten
- Photovoltaikanlagen installieren und warten
- Solarthermieanlagen projektierenSeite 8 von 12
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Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Um dies Fertigkeiten ausführen zu können, sind Kenntnisse hinsichtlich
Dachdeckerei und Elektroinstallation notwendig.
Die Solarthermie kommt zudem aus dem Bereich der Heizungsbauer. Insoweit
müssen auch diese Gewerke Sanitär/Heizung/Klima mitgedacht werden.
2 Regionale Struktur: Arbeitskreis Green Skills
Im Rahmen ihrer Klausurtagung im Herbst 2024 beschloss das Bündnis für
Fachkräfte Bonn/Rhein-Sieg, sich strategisch im Bereich klimarelevanter Arbeit zu
engagieren. In diesem Zusammenhang wurde im Frühjahr 2025 ein Arbeitskreis ins
Leben gerufen, der im Kern aus Mitgliedern des Bündnisses besteht und gezielt um
weitere relevante Arbeitsmarktakteure sowie Unternehmen ergänzt wird.
Der Arbeitskreis Green Skills trifft sich bis zu viermal jährlich und dient als Plattform
für fachlichen Austausch, strategische Abstimmung und Impulsgebung im Bereich
klimarelevante Arbeit.
Die Mitglieder kommen u.ௗa. aus den folgenden Institutionen:
 IHK Bonn/Rhein-Sieg
 Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg
 Handwerkskammer zu Köln
 Agentur für Arbeit Bonn
 Wirtschaftsförderung Bonn
 Stadtwerke Bonn
Die konstituierende Sitzung fand im April 2025 statt. Der Arbeitskreis hat im
Anschluss per Umlaufbeschluss die Empfehlung ausgesprochen, das Projektkonzept
„Ausbildungsoffensive für klimarelevante Arbeit“ in dieser Form umzusetzen. Die
Koordination der Termine und die organisatorische Unterstützung übernimmt die
Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn. Erweiterungen des Arbeitskreises sind möglich,
beispielsweise sollen in Zukunft die Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises,
das Schulamt sowie die Bonner Energieagentur bei Bedarf teilnehmen.
3 Projektkonzept: Ausbildungsoffensive für
klimarelevante Arbeit
Im Folgenden werden die geplanten Komponenten zur Förderung von Arbeitskräften
in klimarelevanten Berufen dargestellt.Seite 9 von 12
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Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
3.1 Komponente 1:
Kampagne Für Eltern und Schulen: Erfolgreich vor Ort:
Eine sichere Ausbildung für unsere Erde (Green Futures)
Die Stadt möchte zur Förderung von klimarelevanten Berufen eine Kampagne
initiieren.
Folgende groß angelegten Kampagnen sind bereits in Bonn/Rhein-Sieg sichtbar:
Kampagnentitel Träger Zielgruppe Ziel Internetauftritt
#könnenlernen DIHK Schüler*innen,
Unternehmen
Information Link IHK
Zeit zu machen Handwerk Potenzielle Azubis Image-
verbesserung
Handwerks-
berufe
Link HWK
Gemacht für
was Großes
BMWK Schüler*innen,
berufstätige Mütter,
ältere
Arbeitnehmer*innen
Motivation Link BMWK
Die drei Kampagnen haben folgende Gemeinsamkeiten:
 Schwerpunkt auf klimarelevanten Berufen
 Hauptzielgruppe: Schülerinnen und Schüler
 Vermittlung von Erfolgsgeschichten von realen Menschen
Daraus ergeben sich folgende Überlegungen für eine von der Stadt Bonn initiierte
Kampagne.
Primäre Ansprache/Zielgruppe: Eltern und Schulen
Eltern benötigen ein positives Bild der klimarelevanten Ausbildungsberufe und das
Handwerkszeug, um in den jeweiligen Werte Konstrukten ihrer Kinder
kommunizieren zu können. Eltern und Kinder bewegen sich in der Regel im gleichen
Sinus-Milieu.
Schulen, die auch im Maßnahmensteckbrief explizit genannt sind, und StuBos
(Koordinator*innen für die Berufliche Orientierung an Schulen) sind ein wichtiger
Hebel. Hier gibt es bereits funktionierende Strukturen, die genutzt werden sollen.
3.2 Komponente 2:
Angebote für Schülerinnen und Schüler
Die Kampagne aus dem vorangegangenen Kapitel muss von weiteren Maßnahmen
flankiert werden, damit das aufkeimende Interesse der Jugendlichen auf fruchtbaren
Boden fallen kann. Folgende (Leuchtturm-)projekte eignen sich dafür:Seite 10 von 12
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Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
 „Komm auf Tour“ ist ein Projekt zur Stärkenentdeckung, beruflichen
Orientierung und Lebensplanung für Jugendliche ab der 7./8. Klasse. Hierbei
erleben interessierte Schülerinnen und Schüler, aber auch ihre
Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte verschiedene Berufsbilder auf einem
Erlebnisparcours. Dieser wird hierfür speziell auf die klimarelevanten
Berufsbilder angepasst und soll erstmals in dieser Form im Jahr 2026 in Bonn
durchgeführt werden).
 Durchführung eines Solarcamps, erstmalig im Juli 2025
 Ein freiwilliges ökologisches Jahr FÖJ
 Gezielte Aktivitäten zu klimarelevanter Arbeit im Rahmen des Girls Day/Boys
Day
 Praktika
 Vorhandene Internetpräsenzen als Anlaufstelle für ein erstes Interesse nutzen
 Schnupperangebote fördern
 Aktionswoche klimarelevante Berufe (Beispiel aus dem Münsterland)
 Kooperation mit KAoA, Wissenschaft trifft Verwaltung und Baustein 2.2.1.1
Schulische Klima-Bildung ausbauen
 Ggf. finanzielle Anreizsysteme Schaffen
 Feedback während des Prozesses sammeln
3.3 Komponente 3:
Veranstaltungsreihe: Wissen, das wirkt
Ziel der Veranstaltungsreihe „Wissen, das wirkt: Klimaschutz durch Weiterbildung“
(Mikrokampagne) ist, Weiterbildung in Unternehmen zu fördern, die im solaren
Handwerk tätig sind. Die praktische Relevanz und Vorteile für die Unternehmen
(Umweltbewusstsein, Wettbewerbsvorteile) sollen herausgearbeitet werden.
Hierbei soll eine enge Kooperation mit der Agentur für Arbeit, dem Nachhaltigkeits-
Hub Region Bonn sowie dem Projekt Klimapartnerschaften Wirtschaft und der
Klimaschutzberatung der Wirtschaftsförderung entstehen.
Zielgruppe sind alle Betriebe/Unternehmen, die auf der Baustelle selbst und
unmittelbar dazu beitragen auf Bonner Wohn- und Nichtwohngebäuden Solaranlagen
zu errichten.
Mögliche Interessens- und Wissensbedarfe der Zielgruppe
 Kosten-Nutzen-Analysen: Wie kann sich Weiterbildung finanziell auszahlen?
 Rechtliche Rahmenbedingungen: Welche Vorschriften gibt es im Bereich
Klimaschutz?
 Praxisnahe Beispiele: Erfolgsgeschichten von Unternehmen, die bereits auf
Weiterbildung setzen.
 Trends und Innovationen: Neueste Entwicklungen im Bereich nachhaltiger
Technologien.Seite 11 von 12
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Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
 Zielgruppenspezifische Ansätze: Welche Weiterbildungsmöglichkeiten sind
für spezifische Branchen relevant?
 Mitarbeitendenmotivation: Wie kann Weiterbildung die
Mitarbeitendenbindung und -motivation erhöht werden? Wie kann die Bindung
erhöht werden?
 Zukunftsorientierte Technologien: Schulungen zu neuen,
umweltfreundlichen Technologien.
Um Bedarfe zu decken, sollen mindestens drei Mal pro Jahr spezifische
Veranstaltungen angeboten werden. Die Veranstaltungsformate sollen fortlaufen an
die Bedarfe der Zielgruppe angepasst werden. Das Angebot kann im laufenden
Prozess um persönliche Gespräche, Betriebsbesuche oder Newsletter erweitert
werden.
3.4 Komponente 4 (optional):
Studie
Ob eine Studie sinnvoll und finanzierbar wäre, wird im Rahmen der
Projektumsetzung überprüft. Mögliche Fragestellungen oder Themen einer Studie
könnten sein:
 Wirtschaftliche Auswirkungen: Bewertung der wirtschaftlichen Effekte einer
verstärkten Ausbildung in klimarelevanten Berufen auf die regionale Wirtschaft
 Interdisziplinäre Ansätze: Analyse der Zusammenarbeit zwischen
verschiedenen klimarelevanten Berufen und deren Auswirkungen auf die
Ausbildung
 Zufriedenheit von Auszubildenden: Erhebung der Zufriedenheit und
Karriereperspektiven von Auszubildenden im solaren Handwerk
 Best Practices: Untersuchung erfolgreicher Modelle aus anderen Ländern zur
Ausbildungsförderung in diesem Bereich
 Technologische Entwicklungen: Einfluss neuer Technologien auf die
Ausbildungsinhalte, -methoden und -attraktivität
3.5 Controlling und Monitoring
Zur Erfolgsmessung der Offensive können folgende Kennzahlen herangezogen
werden:
- Anzahl an Auszubildenden in klimarelevanten Berufen
- Anzahl an neuen Quereinsteigenden in klimarelevanten Berufen
- Anzahl an Personen, die klimarelevante Weiterbildungen wahrnehmen
- Anzahl an durchgeführten Veranstaltungen zum Thema
- Anzahl an erreichten Menschen zum Thema
- Anzahl an durchgeführten KampagnenSeite 12 von 12

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Datenstand: 02.11.2026, 22:07 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de