253053 · Mitteilungsvorlage
Ergänzende Stellungnahme zum zweiten Jahresbericht Klimaplan Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 253053
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 08.05.2025
- Letzte Änderung
- 01.11.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 253053 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB Ergänzende Stellungnahme zum zweiten Jahresbericht Klimaplan Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 04.06.2025 Kenntnisnahme Mitteilung: Ergänzende Stellungnahme zum zweiten Jahresbericht Klimaplan Bonn auf Basis der gestellten Fragen im AUKLA am 01.04.2025 Indikatoren-Set: Wie wird nachgesteuert, wenn Ziele nicht erreicht werden? Ebenso: Im Jahr 2022 besteht Lücke zwischen Ist- und Ziel- Szenariovon 177.000 Tonnen THGs. Wie soll die Lücke geschlossen werden? Um die Lücke zu schließen, müssten in den Folgejahren 177.000 t Treibhausgasemissionen zusätzlich eingespart werden. Im Rahmen der Fortschreibung des Klimaplans (siehe DS 253007) werden daher weitere Maßnahmen ausgearbeitet und die Reduktionspfade angepasst. Die Datenverfügbarkeit bedingt, dass kommunale THG-Bilanzen mit etwa zweijähriger Verzögerung zur Verfügung stehen. Die aktuellen Daten beziehen sich daher auf das Jahr 2022. Mit dem Jahr 2023 wurde der Klimaplan mit seinen Maßnahmen beschlossen. Die Effekte des Klimaplans auf die Treibhausgasbilanz werden daher erst in den Folgejahren sichtbar werden. Daher baut die Stadt derzeit mit dem Klimakompass ein Dashboard auf, dass die Fortschritte der Klimaschutzaktivitäten schneller sichtbar machen wird. Einige aktuellere Zahlen aus den Bereichen Energie und Mobilität finden sich bereits im Klima-Dashboard, weitere Handlungsfelder folgen in den kommenden Monaten (bonn.de/themen- entdecken/klima/dashboard/index.php). Sind Hybridanlagen bei SGB-Gebäuden die später zurückgebaut werden sollen wirtschaftlich? Die Hybridanlagen sind in den SGB-Gebäuden auf Grund der Größe und des Zustands alternativlos. An Schulstandorten die nicht sofort an die Fernwärme angeschlossen werden können, ist die Deckung des Wärmebedarfs anders kaum zu gewährleisten. Die Nutzungskonflikte aufSeite 1 von 3 Seite 2 den Schulhöfen und die erforderlichen Abstände zu Nachbargrundstücken machen es sehr schwierig den Standort für eine Wärmepumpe festzulegen. Eine Kaskade aus mehreren Wärmepumpen ist kaum umzusetzen. In den meisten Fällen besteht außerdem eine starke Dringlichkeit, da die alten Heizungen oft abgängig sind und eine Wärmeversorgung für den Schulbetrieb unerlässlich ist. In diesen Fällen ist es unmöglich mehrere Monate auf Genehmigungen der Wasserschutzbehörden zu warten, um bspw. Grundwasserwärmepumpen zu nutzen. Ohne den Einsatz von Gaskesseln ist es in den großen Liegenschaften (bspw. Schulen) unmöglich die geforderten Systemtemperaturen von bis zu 80 °C im Vorlauf zu erreichen. Wenn die Gaskessel nach erfolgter Sanierung der jeweiligen Liegenschaft ausgebaut werden, ist es außerdem möglich, sie in anderen Liegenschaften übergangsweise einzubauen. Das könnte notwendig sein, um Liegenschaften in Fernwärmeausbaugebieten mit Wärme zu versorgen, bis die Versorgungsleitungen an der Liegenschaft angekommen sind. Die mit den Hybridanlagen eingebauten Gaskessel sind deutlich effizienter als viele der mehr als 15 Jahre alten Gaskessel, die zurzeit noch in städtischen Liegenschaften verbaut sind. Gibt es eine Übersicht, wie viele Ölheizungen insgesamt durch Gas, Hybrid- oder Wärmepumpen ersetzt werden? Von insgesamt 28 Ölheizungen wurden bis jetzt drei Heizanlagen ersetzt. In allen drei Gebäuden war es möglich, die Ölheizung durch eine reine Wärmepumpenheizanlage zu ersetzen. Für drei weitere Gebäude wird die Umstellung auf eine andere Heizanlage zurzeit geplant. Für die 22 weiteren Gebäuden wird selbstverständlich auch eine Umstellung auf andere nachhaltigere Heizsysteme angestrebt. Die Objekte mit Ölheizungen sind oft kleinere Objekte, die selten genutzt werden und häufig eine gewisse Distanz zu Anschlusspunkten ans öffentliche Netz aufweisen. CCS bzw. DAC: CCS hat keine Rechtsgrundlage in Deutschland, sowie hohen Energie- und Flächenverbrauch.Warum wird das als Möglichkeit im Bericht erwähnt da kurzfristige Umsetzung für Bonn fraglich. Eine kurzfristige Umsetzung ist nicht angestrebt. Auch in der Stadt Bonn wird es unvermeidbare Emissionen geben, wie zum Beispiel bei der Müllverbrennungsanlage. Solange Müllverwertungsanlagen erforderlich sind, entsteht bei der Verbrennung von Müll CO2. Eine Entnahme von unvermeidbaren Kohlenstoff-Emissionen aus der thermischen Abfallbehandlung und anschließende Speicherung oder Nutzung ist auch für die MVA in Bonn auf dem Weg zur Klimaneutralität zwingend notwendig. Die SWB testen ab 2026 im Rahmen eines Forschungsprojektes der TU Darmstadt ein neues CO2-Abscheidungsverfahren, das sogenannte Carbonate-Looping- Verfahren (CaL). Bei diesem wird CO2, nachdem es verbrannt wurde, an natürlich vorkommenden Kalkstein gebunden und abgeschieden (Quelle: https://www.bonn.de/pressemitteilungen/november-2024/mva-testet-neues-Seite 2 von 3 Seite 3 verfahren-zur-c02-abscheidung.php ) Der Klimaplan hat Technische Systeme zur CO2-Kompensation und Speicherung als Handlungsschwerpunkt in seinem Strategieband im Handlungsfeld Kompensation aufgegriffen (siehe Kapitel 8.11.3 ). Daher ist das Thema auch im Jahresbericht enthalten. Im Arbeitsprogramm der Verwaltung wurde ein Steckbrief zu diesem Thema beschlossen (7.3.1.1. Potenzialstudie technische Potenziale zur Kompensation und Speicherung für die Bundesstadt Bonn), mit dem noch nicht begonnen wurde. Eine Potenzialstudie zur Technischen Kompensation soll die Potenziale für Bonn identifizieren, Möglichkeiten der technischen Nutzung der CO2-Kompensation zu prüfen und konkrete Empfehlungen für deren Einsatz in Bonn formulieren. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 01:34 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de