252961-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung
BBB-Anfrage: Auswirkungen der Ausfälle auf der Regionalbahnlinie 48
Kerndaten
- Nummer
- 252961-02 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 22.05.2025
- Letzte Änderung
- 01.11.2026
Orte
- Mehlem Hauptort
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Übergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (6.288 Zeichen)
Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 252961-02 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III BBB-Anfrage: Auswirkungen der Ausfälle auf der Regionalbahnlinie 48 Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 18.06.2025 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: In Zusammenarbeit mit dem Zweckverband go.Rheinland nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: 1. Wie hoch ist die Anzahl der täglichen Berufs- und Ausbildungspendler, die Nahverkehrszüge nutzend am Bonner Hbf täglich aus- und einsteigen? Antwort: Die durchschnittlichen täglichen Fahrgastzahlen für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) an Bonn Hbf (montags bis freitags im Jahr 2024) lauten wie folgt: Einsteiger*innen: 16.270 Aussteiger*innen: 15.950 2. Welche zusätzliche Fahrtzeit, müssten die ÖPNV-Pendler zwischen Köln Hbf und Bonn Hbf aufwenden, wenn sie statt der RB 48 die Stadtbahn 16 oder 18 benutzen müssten? Antwort: Trotz des Ausfalls der Linie RB 48 müssen Fahrgäste zwischen Köln Hbf und Bonn Hbf nicht auf die Stadtbahnlinien 16 und 18 umsteigen. Von Köln Hbf, Köln Süd und Brühl können Fahrgäste mit der Regionalexpresslinie RE 5 nach Bonn Hbf fahren. Von Köln West, Hürth-Kalscheuren, Sechtem und Roisdorf steht die Verbindung der Linie RB 26 nach Bonn noch zur Verfügung. Die Fahrzeiten aller Linien zwischen Köln Hbf und Bonn Hbf sind wie folgt: RE 5: 23 Minuten RB 26: 29 Minuten RB 48: 30 bzw. 37 Minuten Stadtbahnlinie 16: 56 Minuten Stadtbahnlinie 18: 68 Minuten 3. In welcher Weise ist von Go-Rheinland geplant, Lösungen für Nutzer der nicht vom RE 5 angefahrenen Stationen zwischen Köln und Bonn im Falle von Zugausfällen auf der Regionalbahnlinie 48 anzubieten? Antwort: Die Linie RE 5 (RRX) kann als schnelles Produkt keine zusätzlichenSeite 1 von 3 Seite 2 Haltepunkte zur Kompensation von Ausfällen der Linie RB 48 bedienen. Dies ist darin begründet, dass die Fahrzeiten der Linie zwischen Knoten Köln und Bonn sowie im weiteren Verlauf Richtung Ruhrgebiet festgesetzt sind. Die Bedienung eines Zusatzhalts führt in der Regel zu einer Fahrzeitverlängerung von bis zu drei Minuten (Bremsvorgang; Haltezeit für Fahrgastwechsel; neuer Beschleunigungsvorgang). Diese drei Minuten stehen in der heutigen Fahrlage nicht zur Verfügung (auch wegen der Abhängigkeiten zum Güter- und Fernverkehr). In Ausnahmefällen bei Baustellensituationen (z.B., wenn der RE 5 in Bonn Hbf enden muss) ist es möglich, Zusatzhalte in Roisdorf und Sechtem als Ersatz für die Linie RB 48 bei einzelnen Fahrten zu realisieren. 4. Wie hoch hätte die Anzahl der Zugfahrten auf der Linie 48 zwischen dem 1. Jan. 2025 und dem 15. April 2025 auf dem Streckenabschnitt zwischen Köln und Bonn laut Vertrag liegen sollen und welche Anzahl von Fahrten wurde dort tatsächlich geleistet? Antwort: Die Datenlieferung der Eisenbahnverkehrsunternehmen erfolgt gemäß den Bestimmungen der jeweiligen Verkehrsverträge und innerhalb der festgelegten Fristen. Die Daten der Linie RB 48 erhält go.Rheinland nachlaufend, sodass der Verwaltung derzeit nur die Daten bis Ende Februar vorliegen. Aufgrund von Bauarbeiten wurde der Betrieb der Linie RB 48 zwischen Köln Hbf und Bonn-Mehlem eingestellt. Lediglich während Karneval (in dieser Betrachtung: 27./28.02.2025) wurde ein stündlicher Takt auf der linken Rheinstrecke angeboten. 5. Welche Vorsorge hat Go-Rheinland in seinen Verträgen getroffen, um Zugausfälle, wie sie bisher schon auf rheinischen Bahnstrecke zwischen Köln und Bonn auf der Regionalbahnlinie entstanden sind und bis Jahresende weiter drohen, auszuschließen oder wenigstens minimieren zu helfen und was die Oberbürgermeisterin mit der von ihr geführten Bonner Stadtverwaltung wann unternommen hat, um den drohenden Rückschlag für die von ihr angekündigte "Verkehrswende" abzuwenden? Antwort: Go.Rheinland hat die folgenden Maßnahmen zur Sicherung der Betriebsqualität getroffen: • Als Aufgabeträger schließt go.Rheinland Verträge mit Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), in denen Qualitätsmängel finanziell sanktioniert werden – als Anreiz zur Leistungserfüllung. Regelmäßige Analysen der Betriebsqualität werden durch Fachabteilungen und Gremien von go.Rheinland vorgenommen. • Aktuelle umfangreiche Baumaßnahmen auf der stark belasteten linksrheinischen Strecke durch die DB InfraGO2 AG, die zur Verschlechterung des Angebots geführt haben, sind für ein zukunftsfähiges Schienennetz und zur Realisierung der Verkehrswende unverzichtbar. • Die Fahrplanangebote wurden ab Dezember 2024 wegen Personalmangel durch die drei NRW-Aufgabenträger (go.Rheinland, NWL, VRR) reduziert, damit die EVU mit dem tatsächlich vorhandenen Personal zuverlässig planen können. Dadurch wird der Betrieb stabilisiert und für die Fahrgäste die Reise wieder berechenbarer. • Die Verwaltung geht auf die folgende Art und Weise gegen dieSeite 2 von 3 Seite 3 Störungen im SPNV an: • Sie steht in regelmäßigem Kontakt mit der DB und dem go.Rheinland. Dazu gehören sowohl der Konzernbevollmächtigte in NRW als auch der Vorstand der Deutschen Bahn. Dabei werden nicht nur die aktuellen Baumaßnahmen und damit verbundenen Fahrplanänderungen thematisiert, sondern auch der Ausbau von Bahnstrecken wie beispielsweise im Zuge der S13. In verschiedenen Schreiben auch gemeinsam mit dem Landrat des Rhein-Sieg-Kreises wurde seitens der Stadt Bonn eine zuverlässige und angemessene Bedienung von Bonn und der Region eingefordert. • Die Verwaltung hat sich bei Bekanntwerden der geplanten A565- Sperrung mit der Autobahn GmbH in Verbindung gesetzt und sich dafür eingesetzt, dass dies mit der Sperrung der linksrheinischen Strecke entzerrt stattfindet. • Die Verwaltung informiert die Arbeitgebenden in der Region im Rahmen des Programms für betriebliches Mobilitätsmanagement („moveBonn“) über die Sperrung im SPNV, damit so viele Pendler*innen wie möglich informiert sind und Alternativen nutzen können. • In Zusammenarbeit mit go.Rheinland wird ein Angebot zum Schienenersatzverkehr (SEV) erarbeitet, damit die Anbindung von Bonn nach Köln und die dazwischenliegenden Kommunen immer auch unabhängig von der Stadtbahn sichergestellt wird. Wichtig ist auch dabei sicherzustellen, dass der SEV-Betrieb den regulären MIV- und Busbetrieb in Bereich von Hauptknotenpunkten nicht erheblich behindert. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 06:21 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de