252870-02 · Mitteilungsvorlage
Mitteilungsvorlage zum CDU-Antrag: Investition in die Binnendigitalisierung der Verwaltung
Kerndaten
- Nummer
- 252870-02
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 09.07.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Stadthaus Hauptort
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
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Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 252870-02 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 10 Personal- und Organisationsamt Dezernat: Dez. OB Mitteilungsvorlage zum CDU-Antrag: Investition in die Binnendigitalisierung der Verwaltung Beratungsfolge Hauptausschuss 17.09.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung 22.09.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: Im Hinblick auf den politischen Auftrag zur Reduzierung papiergebundener Prozesse und zur Einführung eines digitalen Input-, Output- und Schriftgutmanagements wird Folgendes dargestellt: 1. Ausgangslage und Zielsetzung Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung sowie des anstehenden Umzugs aus dem Stadthaus wurde die Optimierung des Posteingangs und die Etablierung eines einheitlichen digitalen Inputmanagements als erforderlich identifiziert. Ziel ist es, analoge Eingangskanäle sukzessive zu reduzieren, Prozesse zu vereinheitlichen und effizienter zu gestalten sowie gleichzeitig eine Grundlage für einen gesamtstädtische Roll-Out zu schaffen. Zu diesem Zweck wird im Personal- und Organisationsamt aktuell ein Pilotprojekt durchgeführt, in dem unter realen Bedingungen eine geeignete, wirtschaftlich tragfähige und zukunftsfähige Lösung erprobt wird. Zentrale Elemente sind hierbei der Aufbau einer zentralen Scanstelle sowie die Einführung einer technischen Lösung für die digitale Weiterverarbeitung von Posteingängen. 2. Beschlusslage und gewählte Umsetzungsstrategie Im Vorfeld des Projektes wurden dem Verwaltungsvorstand drei mögliche Umsetzungsvarianten vorgestellt, die sich im Wesentlichen im Grad der Digitalisierung und Systemintegration unterschieden. Die Entscheidung fiel auf eine mittlere Ausbaustufe, bei der digitale Posteingänge zunächst per E-Mail, über Verzeichnisstrukturen oder browserbasiert erfolgen, zugleich jedoch perspektivisch eine Anbindung an ein Dokumentenmanagementsystem vorgesehen ist. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen pragmatischen Einstieg mitSeite 1 von 3 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) überschaubarem Aufwand, ohne die langfristige Zielsetzung einer weitergehenden Digitalisierung und Integration aus dem Blick zu verlieren. 3. Aktueller Projektstand Das Projekt befindet sich derzeit unmittelbar vor dem operativen Start. Die Einführung erfolgt schrittweise innerhalb des Amtes 10. Die Pilotphase ist auf einen Zeitraum von fünf Monaten ausgelegt. Ziel dieser Phase ist es insbesondere, belastbare Erkenntnisse zu den tatsächlichen Prozessabläufen, Bearbeitungszeiten, technischen Anforderungen sowie organisatorischen Auswirkungen zu gewinnen. 4. Personalbedarf und organisatorische Auswirkungen Die Ermittlung des Personalbedarfs erfolgte im Rahmen einer Vorlage für den Verwaltungsvorstand und wurde dort entsprechend ausgeführt. Auf Grundlage von Annahmen sowie Vergleichswerten aus anderen Kommunen wurde im Vorfeld ein erster Personalbedarf ermittelt. Demnach wird für den Betrieb einer zentralen Scanstelle derzeit von einem Bedarf von rund 5,6 Vollzeitäquivalenten ausgegangen. Für ergänzende Aufgaben, insbesondere im Bereich Clearing (z.B. Nachscans und Versand von Originalen), wird ein zusätzlicher Bedarf von etwa 1,6 Vollzeitäquivalenten angenommen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um vorläufige Planwerte handelt. Die tatsächlichen Bedarfe können erst nach Auswertung der im Pilotprojekt gewonnenen Erfahrungswerte belastbar bestimmt werden. Parallel dazu wird geprüft, inwieweit bestehende Personalressourcen, insbesondere aus der Poststelle und aus dezentralen Scanstrukturen, in eine zentrale Organisation überführt werden können. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch bei einer Digitalisierung des Posteingangs wesentliche Aufgaben im klassischen Postservice bestehen bleiben, sodass Möglichkeiten und Grenzen einer Umschichtung erst im Zuge der Pilotierung konkret bewertet werden können. 5. Weiteres Vorgehen und Ausblick Zunächst ist vorgesehen, den operativen Betrieb im Personal- und Organisationsamt aufzunehmen und sukzessive alle Abteilungen in das digitale Inputmanagement einzubinden. Ziel dieser Phase ist es, unter realen Bedingungen praktische Erfahrungen zu sammeln und die zuvor entwickelten Annahmen zu überprüfen. Im Anschluss an das Pilotprojekt werden die gewonnenen Daten und Erkenntnisse ausgewertet. Dabei werden sowohl die tatsächlichen Prozessabläufe und Aufwände als auch mögliche OptimierungsbedarfeSeite 2 von 3 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) betrachtet. Erforderliche Anpassungen, insbesondere in organisatorischer, personeller und technischer Hinsicht, werden auf dieser Grundlage identifiziert und umgesetzt. Darauf aufbauend ist vorgesehen, die nächsten Umsetzungsschritte zu definieren. Hierzu zählen insbesondere die Bewertung der Übertragbarkeit auf weitere Organisationseinheiten sowie die Ableitung eines geeigneten Vorgehensmodells für eine stufenweise Einführung. Die weitergehende Ausarbeitung eines gesamtstädtischen Roll-Outs erfolgt in einem eigenständigen Projekt. 6. Fazit Mit dem Projekt „Inputmanagement“ hat die Verwaltung bereits konkrete Maßnahmen ergriffen, um den politischen Auftrag zur Reduzierung papiergebundener Prozesse umzusetzen. Der derzeit durchgeführte Pilot stellt dabei eine notwendige Grundlage dar, um eine fundierte, realistische und wirtschaftlich tragfähige Gesamtstrategie für die weitere Digitalisierung des Input-, Output- und Schriftgutmanagements zu entwickeln. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:41 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de