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252832 · Beschlussvorlage

Gewährung eines Zuschusses an die Fachstelle für interkulturelle Bildung und Beratung – FiBB e.V. für das Projekt Elterntalk NRW für das Jahr 2025 und 2026

Nummer
252832
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
16.04.2025
Letzte Änderung
01.11.2026
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte Hauptort
  • Bonn Stadtbezirk
  • Hardtberg Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 05.06.2025 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
252832
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
51 Amt für Kinder, Jugend und Familie
Dezernat:
Dez. V
Gewährung eines Zuschusses an die Fachstelle für
interkulturelle Bildung und Beratung – FiBB e.V. für
das Projekt Elterntalk NRW für das Jahr 2025 und
2026
Beratungsfolge
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 05.06.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Die Verwaltung wird beauftragt eine Kooperationsvereinbarung mit der
Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V. (AJS) zur
fortlaufenden Umsetzung des Projektes Elterntalk NRW für 2025 und
2026 zu schließen.
2. Mit der Durchführung des Projektes Elterntalk NRW beauftragt die Ver-
waltung den Verein FiBB e.V. (Fachstelle für interkulturelle Bildung und
Beratung), der hierzu einen Zuschuss in Höhe von bis zu 12.102,50 €
für das Jahr 2025 und von bis zu 12.465,58 € für das Jahr 2026 erhält.
Die Verwaltung wird beauftragt zu diesem Zweck mit dem Verein FiBB
e.V. einen Fördervertrag für das Jahr 2025 und 2026 zu vereinbaren.
Begründung
Elterntalk NRW ist ein lebensweltorientiertes Präventionsangebot der AJS
NRW (Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW), welches vom
Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration
des Landes NRW gefördert wird. Das Vorhaben verfolgt das Ziel, Eltern zum
besseren Schutz ihrer Kinder im Sinne des erzieherischen Kinder- und Jugend-
schutzes §14 SGB VIII zu befähigen und sie in ihrer Handlungssicherheit zu
stärken.
Seit 2016 kooperieren die AJS und die Fachstelle für interkulturellen Bildung
und Beratung - FiBB e.V. und setzen das Projekt Elterntalk NRW in Bonn um.
Nach einer geförderten Implementierungsphase ist die Landesförderung ausge-
laufen. Bis einschließlich 2022 wurde Elterntalk NRW in Bonn aus Mitteln der
Stabstelle Integration bzw. des Amtes für Integration und Vielfalt gefördert.
Da Elterntalk schwerpunktmäßig Themen des erzieherischen Kinder- und Ju-
gendschutzes (überwiegend Themen aus der medienpädagogischen Arbeit z.B.
Mediennutzung in der Familie) an Eltern vermittelt, wurde 2023 die bisherigeSeite 1 von 4
Seite 2
Projektförderung in eine Regelfinanzierung des Amtes für Kinder, Jugend und
Familie der Stadt Bonn übergeleitet.
Bei einem Elterntalk treffen sich Eltern und tauschen sich als Expert*innen in
eigener Sache über Erziehungsfragen aus. Dabei erfahren Eltern Unterstützung
im Erziehungsalltag, lernen unterschiedliche Einstellungen und Lösungswege
kennen und entwickeln eigene Haltungen und Handlungsmöglichkeiten in wert-
schätzender und offener Atmosphäre. Die Gesprächsrunden finden im privaten
Rahmen - eine gastgebende Person lädt bis zu acht andere Eltern zu sich nach
Hause ein - statt. Begleitet wird der Austausch von Moderator*innen. Diese sind
selbst Eltern aus der Zielgruppe, die in ihren Lebensbezügen Gesprächsrunden
initiieren und begleiten und aktuelle Informationen mit einbringen. Für ihre Auf-
gabe werden die Moderator*innen regelmäßig von der Regionalbeauftragten
geschult und unterstützt. Die Regionalbeauftragte ist eine pädagogische Fach-
kraft, die für Auswahl, Schulung und Koordination der Moderator*innen zustän-
dig und zur Umsetzung von Elterntalk NRW in Bonn beim Verein FiBB e.V. be-
schäftigt ist.
Seit der Umsetzung von Elterntalk NRW in Bonn 2016 wurden 439 Elterntalks
durchgeführt und dabei 2680 Familien erreicht (Stand 6/2024). Während der
pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen konnte sich das Format der Onli-
ne-Talks etablieren und Elterntalks krisensicher weiterhin durchgeführt werden.
Aufgrund der konzeptionellen Ausrichtung kann Elterntalk mehrsprachig oder in
einer anderen Sprache als Deutsch stattfinden. Die Möglichkeit, sich in seiner
Familiensprache auszutauschen, erleichtert vielen Eltern den Zugang zu die-
sem Angebot. Vor allem Familien mit Migrationshintergrund, viele davon auch
mit Fluchterfahrung, werden durch das Angebot in Bonn erreicht.
Die Fördermittel für die Jahre 2023 und 2024 wurden für Personalkosten (Ho-
norare der Regionalbeauftragten, der Moderator*innen und der Projektadminis-
tration) sowie zur Finanzierung von Sachkosten im Zusammenhang mit dem
Projekt (Raumkosten, Material, Übersetzungen, Gastgeschenke etc.) verwen-
det.
Im Jahr 2023 fanden 58 Elterntalks in Bonn statt. Dabei haben 278 Eltern über
das Jahr verteilt an den Talks teilgenommen. Aktuelle Ziele des Projektes sind
die Ausweitung und Bekanntmachung des Angebotes in weitere Stadtbezirke in
Bonn z.B. Beuel und Hardtberg. Ein weiteres Ziel ist die Akquise neuer Modera-
tor*innen (gerne mit den Familiensprachen Deutsch, Russisch und Ukrainisch).
Um die Ziele zu erreichen, wurden bereits verschiedene Stadtteilarbeitskreise
besucht und Kontakte zu Institutionen aufgebaut. Dies soll fortgesetzt und die
Öffentlichkeitsarbeit weiter ausgebaut werden.
Der städtische Zuschuss für die Jahre 2025 und 2026 soll zur Finanzierung von
Personalkosten (Honorar der Regionalbeauftragten, der Moderator*innen und
der Projektadministration) sowie der Finanzierung der mit dem Projekt verbun-
denen Sachkosten (Material, Übersetzung, „Gastgeschenke“ usw.) verwendet
werden.
Um die Einhaltung der Standards zu überprüfen, erfolgt eine fachliche Beglei-
tung durch die Fachberatung Medienpädagogik des Amtes für Kinder, Jugend
und Familie der Stadt Bonn. Gleichfalls ist die pädagogische Qualifikation der
Regionalbeauftragten und die Gewährleistung des Kinderschutzes sicherzustel-Seite 2 von 4
Seite 3
len. Zur Qualitätssicherung finden zwischen den Beteiligten regelmäßig jährlich
Auswertungsgespräche statt. Zur statischen Datenerhebung und Auswertung
wird jährlich ein Jahresbericht erstellt.
Im Haushalt 2023/2024 wurde eine Förderung in Höhe von 10.920,00 EUR
(2023) und 11.247,60 EUR (2024) bewilligt.
Die benötigten Fördermittel sind im Haushalt 2025/2026 angemeldet. Die För-
derung ist unter Berücksichtigung des § 82 GO NRW erforderlich.
Finanzielle Auswirkungen:
2025
Produktgruppe Produktgruppenbe-
zeichnung
Produkt Produktbezeichnung
151000605 Sonst. Leistungen zur
Förderung junger Men-
schen und Familien
1.51.30.06.05.01 Allgemeine Förderung der Erzie-
hung in der Familie
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
12.102,50 EUR 151000605/
73.1000
2025
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
12.102,50 EUR
2026
Produktgruppe Produktgruppenbe-
zeichnung
Produkt Produktbezeichnung
151000605 Sonst. Leistungen zur
Förderung junger Men-
schen und Familien
1.51.30.06.05.01 Allgemeine Förderung der Erzie-
hung in der Familie
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
DeckungSeite 3 von 4
Seite 4
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
12.465,58 EUR 151000605/
73.1000
2026
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
12.465,58 EUR
Anlage/n
KeineSeite 4 von 4

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Datenstand: 02.11.2026, 21:26 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de