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252784 · Beschlussvorlage: Einleitung

Umstellung CVS-Vertrag Civitec (jetzt RegioIT) auf Company Professional Solutions Vertrag der Telekom

Nummer
252784
Art
Beschlussvorlage: Einleitung
Veröffentlicht
26.03.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 13.05.2025 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 252784-01 ST Ergänzende und korrigierende Informationen zur Umstellung CVS-Vertrag Civitec (jetzt RegioIT) auf Company Professional Solutions Vertrag der Telekom

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Beschlussvorlage: Einleitung
öffentlich
252784
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
10 Personal- und Organisationsamt
Dezernat:
Dez. I
Umstellung CVS-Vertrag Civitec (jetzt RegioIT) auf
Company Professional Solutions Vertrag der
Telekom
Beratungsfolge
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
13.05.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Der Einleitung des Vergabeverfahrens gem. Ziffer 3.5 der Vergabeordnung der
Bundesstadt Bonn für folgende Maßnahme wird zugestimmt. Einleitung eines
Vergabeverfahrens zur Umstellung CVS-Vertrag Civitec (jetzt RegioIT) auf
Company Professional Solutions Vertrag der Telekom
Begründung
Im Rahmen der Vorbereitungen für den Stadthausumzug bis 2027 und der seit
Corona festgestellten Veränderungen in der Arbeitsweise sowie der zukünftigen
Nutzung von Arbeitsplätzen führt Amt 10 eine umfassende Untersuchung der
Kommunikationsinfrastruktur und der zugehörigen Technik der Bundesstadt
Bonn durch. Diese Untersuchung wird in einem separaten Vergabeverfahren
beauftragt und hat folgende Zielsetzung:
o Betrachtung aller ca. 600 Telefonanschlüsse einschließlich der
bestehenden Providerverträge
o Neuausrichtung des Telekommunikationskonzeptes, das in die
bevorstehende Ausschreibung der Kommunikationstechnik und
Providerverträge einfließen soll.
Die Untersuchung wird 2027 abgeschlossen sein. Um die
Kommunikationstechnik bedarfsgerecht und zukunftsorientiert aufzustellen,
sind laufende Lizenz- und Wartungsverträge bereits auf das Jahr 2027
abgestimmt.
Für einen Teil der Telefonanschlüsse bestand bislang ein vertragliches
Konstrukt mit der Civitec Siegburg (jetzt RegioIT). Dieses basierte auf einem
Vertrag zwischen Civitec und der Telekom, mit dem Ziel, die Telefonanschlüsse
der Städte und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis zu bündeln und durch das
erhöhte Anschlussvolumen einen Mengenrabatt zu erzielen – eineSeite 1 von 3
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Vergünstigung, die unter den regulären AGB der Telekom nicht möglich
gewesen wäre.
Nun wurde der bestehende CVS-Vertrag seitens der RegioIT zum 31.12.2025
gekündigt. Dies setzt die städtische IT terminlich stark unter Druck, da neben
den kommenden Umzügen (Ausländeramt, große Teile des Amt 50 sowie der
Stadthausumzug) auch die bestehenden 600 Telefonanschlüsse für eine
Ausschreibung spontan eingeschätzt und kategorisiert werden müssten. Ohne
weitergehende Maßnahmen seitens der Stadt Bonn würden die im CVS-Vertrag
enthaltenen Anschlüsse in reguläre AGB-Verträge der Telekom übergehen.
Dies stellt zwar sicher, dass keine Anschlüsse ohne Versorgung bleiben,
könnte jedoch zu erheblich höheren Kosten führen. Unter diese Anschlüsse
fallen u.a. auch die Telefonnummern der 77-0, der Feuerwehr sowie die
städtischen Kläranlagen.
Im Jahr 2024 betrug der durchschnittliche Rechnungsbetrag ca. 12.000 € netto
pro Monat für alle betroffenen Anschlüsse. Eine langfristige Ausschreibung
ergibt aufgrund des v.g. Projektes „Konzepterstellung der
Kommunikationstechnik der Bundesstadt Bonn“ wirtschaftlich wenig Sinn.
Daher wird zur Überbrückung für die Dauer von Januar 2026 bis Ende 2027
eine Übergangslösung gesucht, in der man die zuvor beschriebenen
Herausforderungen bestmöglich integrieren kann.
Nach §14 Abs. 4 Nr.3 VGV kann der öffentliche Auftraggeber Aufträge im
Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb erteilen, wenn äußerst
dringliche, zwingende Gründe im Zusammenhang mit Ereignissen, die der
betreffende öffentliche Auftraggeber nicht voraussehen konnte, es nicht
zulassen, die Mindestfristen einzuhalten, die für das offene und das nicht offene
Verfahren sowie für das Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
vorgeschrieben sind; die Umstände zur Begründung der äußersten Dringlichkeit
dürfen dem öffentlichen Auftraggeber nicht zuzurechnen sein.
Die Telefonanlage ist sehr komplex und die Telekom stellt seit Jahren den
Support und die Bereitstellung der verschiedenen Dienste sicher. Darüber
hinaus wird die Telekom ab Mitte des Jahres BSI-zertifizierte, verschlüsselte IP-
Verbindungen zu ihren Rechenzentren anbieten. Diese zertifizierten
Verbindungen gewährleisten ein besonders hohes Sicherheitsniveau für die
Sprachkommunikation und ermöglichen die vertrauliche Übertragung von
Gesprächen von und zu allen 77-xxxx Telefonanschlüssen.
Angestrebt wird daher für die Dauer von Januar 2026 bis Dezember 2027 einen
Vertrag mit der Deutschen Telekom als Dienstleister im Rahmen eines
Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nach §14 Abs.4 VGV,
abzuschließen. Die Kündigung des Vertrages war unsererseits nicht
vorhersehbar und ist kausal für die Notwendigkeit der Verhandlungsvergabe
ohne Teilnahmewettbewerb. Zudem ist der Aufwand einen Vertrag für 24
Monate mit einem anderen Dienstleister auszuschreiben und umzusetzen,
immens. Der ggf. neue Dienstleister müsste durch unsere Fachtechniker
angelernt bzw. angeleitet werden. Dies ist aufgrund des bevorstehenden
Stadthausumzuges und den zusätzlichen Umzügen und Störungen personell
nicht leistbar. Ein neuer Dienstleister stellt zudem eine zusätzliche Gefahr für
die Ausfallsicherheit der Anlage dar. Ein Risiko welches mit Blick auf die
diversen Umzüge und Abhängigkeiten für einen befristeten Zeitraum vermiedenSeite 2 von 3
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werden sollte.
Die Telekom bietet der Stadt Bonn einen eigenen CPS (Company Professional
Solutions) Vertrag an, der in der Art an dem bisherigen Civitec bzw. Regio IT-
Vertag angelehnt ist. Ein wesentlicher Vorteil im Vergleich zum alten Vertrag
besteht darin, dass die Abrechnung der Anschlüsse nicht ausschließlich
pauschal (Flat) erfolgt. Anschlüsse mit einem besonders hohem
Gesprächsaufkommen sollen mit einer Flat ausgestattet werden (CPS
Festnetz- Mobil Flat). Anschlüsse, die nur in besonderen Situationen genutzt
werden – wie beispielsweise Notrufanschlüsse in Turnhallen oder Aufzügen –
werden mit dem CPS Basic Tarif ausgestattet.
Durch diese flexiblere Abrechnungsstruktur können sowohl häufig genutzte als
auch selten benötigte Anschlüsse kosteneffizienter betrieben werden, was zu
Einsparungen führen wird. Dieses Vertragsmodell soll den Rückfall in
kostenintensivere AGB-Verträge verhindern.
Das Angebot ist nach unserer Einschätzung wirtschaftlich und angemessen.
Vergabeart
öffentlich offen (EU) aufgeforderte Firmen
beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem
Teilnahmewettbewerb
x Freihändig bzw.
Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) x Abweichung von der
vorgeschriebenen Vergabeart
Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto
VOB UVgO x VgV vrstl. 10/25 - 10/30 720.000
Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto
(konsumtiv) /
Finanzposition
(investiv)
CO-Kontierung
(konsumtiv) /
Finanzstelle
(investiv)
1.01.26 IT Betrieb 543130 1029990
Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von
Haushaltsresten
Mittel
ja x nein ja x nein freigegeben x vorgesehen
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 10:44 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de