252642 · Beschlussvorlage
Ergebnisse des Workshops Masterplan Innenstadt Bad Godesberg vom 18. Februar 2025
Kerndaten
- Nummer
- 252642
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 18.03.2025
- Letzte Änderung
- 02.11.2026
Orte
- Kurfürstenallee Hauptort
- Villichgasse
- Am Kurpark
- Hubertinumshof
- Bahnhofstraße
- Am Fronhof
- Theaterplatz
- F
- Alt-Godesberg
- Bad Godesberg
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Empfehlung
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 252642 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Ergebnisse des Workshops Masterplan Innenstadt Bad Godesberg vom 18. Februar 2025 Beratungsfolge Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 02.04.2025 Empfehlung Bezirksvertretung Bad Godesberg 09.04.2025 Empfehlung Rat 08.05.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Ergebnisse des Workshops zum Masterplan Innenstadt Bad Godesberg vom 18. Februar 2025 sind Grundlage der finalen Ausarbeitung des Master- plans. Begründung Der Rat hat am 12.12.2024 die Durchführung eines Workshops zum Masterplan Innenstadt Bad Godesberg zur Aufgabenklärung beschlossen (DS- Nr. 241074). Am 18. Februar 2025 wurde der Workshop mit folgenden Akteuren durchgeführt: • Mitglieder der Bezirksvertretung Bad Godesberg • Mitglieder des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen • Herr Staubach, capattistaubach urbane landschaften, Berlin • Herr Heuchel, urban lust, Köln • Herr Prof. Westerheide • Stadtplanungsamt • Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg Auf folgende Entwicklungsziele in den vier Schwerpunktbereichen, die vom Rat am 12.12.2024 zur Vertiefung beschlossen wurden, wurde sich mehrheitlich im Workshop verständigt:Seite 1 von 45 Seite 2 Entwicklungsziele Schwerpunktbereich Villichgasse • Funktion bzw. Charakter der Straße definieren • Straßenraum ordnen, Verkehrsbeziehungen erhalten • Öffentlichen Raum aufwerten, begrünen – Klimaanpassung • Zugänglichkeit der Anlieferzonen sowie Tiefgaragenzufahrten erhalten • Oberirdische Stellplätze reduzieren/entfernen, diese Flächen für Aufwertung und Begrünung nutzen • Shared Space im südlichen Straßenabschnitt prüfen • Fassade der Cityterrassen in die Straßenraumgestaltung einbeziehen Entwicklungsziele Schwerpunktbereich Am Kurpark • Verbindung Kurpark und Fußgängerzone stärken, insbesondere in den Kreuzungsbereichen und auf Höhe des Schauspielhauses (Cafénutzung) • Verkehrsfunktion erhalten bei reduziertem Straßenquerschnitt, Ausbildung eines Boulevards • Oberirdische PKW-Stellplätze reduzieren/entfernen • Integration von Busverkehr und –haltestellen berücksichtigen • Stärkung der Radinfrastruktur durch Zweirichtungsradweg auf Innenstadtseite oder Shared Space (zu prüfen) Entwicklungsziele Schwerpunktbereich Kurfürstliche Zeile • Straßenraum entlang der Kurfürstlichen Zeile reduzieren, begrünen und aufwerten • Parkstände am Straßenraum entlang der Kurfürstlichen Zeile entfernen/umnutzen • Übrige Parkplätze erhalten • In einem Stufenkonzept aufzeigen, wie sich die Parkplätze in einer Zukunft mit reduziertem motorisiertem Individualverkehr zu einem Aufenthaltsort entwickeln können • Troglage der Kurfürstenallee aufheben, Zufahrt zu kleinem Theater schaffen Entwicklungsziele Schwerpunktbereich Hubertinumshof: • Bei Nachnutzung der Post-Liegenschaft: „prominente“ Nutzung z.B. Hotel zumindest im Eckbereich • Nutzungen berücksichtigen, die die Innenstadt stärken • Eckbetonung durch möglichen Hochpunkt (Geschosszahl ist zu prüfen mit Blick auf Hochhausgrenze - Wirtschaftlichkeit) • Städtebauliche Aufwertung durch ebenerdige Erdgeschosszone • Innenhof als Freiraum erhalten • Durchlässigkeit zum Hubertinumshof verbessern • Begrünung, Aufwertung Hubertinumshof durch Verkehrsreduktion • städtebauliche Ergänzung der rückwärtigen Gebäude zur Alten Bahnhofstraße prüfen In dem im Workshop präsentierten Stand des Masterplanes wurde die Beschlussfassung DS-Nr. 231463 eingearbeitet. Für die Bereiche Am Fronhof bis Theaterplatz wurde eine Darstellungsweise aufgezeigt, welche für diese Bereiche neben der beschlossenen Einarbeitung der Objektplanung eineSeite 2 von 45 Seite 3 alternative zukünftige Entwicklungsperspektive abbildet (sh. Anlage). Anlage/n 1 25-02-18_GOD_Masterplanung_workshop_praesentation_200dpi_75% (öffentlich)Seite 3 von 45 Seite 4 von 45 Seite 5 von 45 Seite 6 von 45 Seite 7 von 45 Seite 8 von 45 Seite 9 von 45 Seite 10 von 45 Seite 11 von 45 Seite 12 von 45 HSeite 13 von 45 Seite 14 von 45 Seite 15 von 45 Seite 16 von 45 BESTANDSSITUATION Das Theater Bonn Schauspielhaus in Bad Godesberg spielt eine wichtige Rolle bei der St‰rkung der kulturellen Funktion der Innenstadt. Dabei wird die vorhandene Bausubstanz aus den 60er Jahren als wertvolle Ressource genutzt, um die Ziele im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltvertr‰glichkeit zu erreichen. Durch eine sorgf‰ltige und nachhaltige Umsetzung, auch von kleineren Vorhaben, wird sichergestellt, dass das Schauspielhaus auch in Zukunft ein Ort der Inspiration und des kulturellen Austauschs bleibt. Die geplante Nutzung der bestehenden Bausubstanz und die Ber¸cksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten tragen dazu bei, dass das Theater eine nachhaltige und umweltfreundliche kulturelle Institution in der Innenstadt von Bad Godesberg bleibt. PLANKONZEPT Das Theater Bonn Schauspielhaus in Bad Godesberg plant die Entwicklung eines neuen CafÈs mit Auflengastronomie am ‹bergang zum Kurpark im S¸den. Hierbei wird angestrebt, die bestehende Villa und den Pavillon umzunutzen und entsprechend umzugestalten. Diese R‰umlichkeiten sollen so angepasst werden, dass sie ausreichend Platz f¸r Schauspieler, Besucher und Veranstaltungen wie Lesungen bieten. Diese Maflnahmen sollen eine lebendige Atmosph‰re schaffen und es dem Theater ermˆglichen, seine Aktivit‰ten ¸ber die B¸hne hinaus auszudehnen. Das geplante CafÈ wird somit nicht nur ein Ort der Entspannung und des Genusses f¸r Besucher des Kurparks sein, sondern auch ein kultureller Treffpunkt, der die Verbindung zwischen dem Theater und der Gemeinschaft weiter st‰rkt. Lupenraum Theater Bonn/ Schauspielhaus Abb.: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Schwarzplan, o.M.Seite 17 von 45 V 4. LUPENRƒUME Abb.: .: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Überblendung Bebauungsplan o.M. Abb.: Grundst¸cke und Eigent¸mer o.M. Quelle Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Das geplante Vorhaben erstreckt sich ausschliefllich ¸ber Teilbereiche innerhalb der ¸berbaubaren Grundst¸cksfl‰chen und betrifft insbesondere die Umwandlung eines Teils der bestehenden Bausubstanz. Die vorgesehene Nutzung als CafÈ ist grunds‰tzlich im Einklang mit den Planvorgaben und bietet eine positive Mˆglichkeit zur Belebung des ˆffentlichen Raums und der Platzfl‰che. Es w‰re jedoch ratsam, dass der Bauherr enge Absprachen mit den derzeitigen Nutzern, insbesondere in Bezug auf den Pavillon, trifft, um sicherzustellen, dass die geplanten Ver‰nderungen keine Konflikte mit den bestehenden Nutzungen verursachen. FAZIT / AUSBLICK Das neue TheatercafÈ und die groflz¸gige Platzfl‰che stellen einen bedeutenden ‹bergang zwischen dem Kurpark und der Innenstadt von Bad Godesberg dar. Sie bieten eine einladende Fl‰che f¸r Besucher und Spazierg‰nger. Dieses CafÈ wird nicht nur ein Ort der Entspannung f¸r Besucher und Spazierg‰nger sein, sondern auch als lebendiger Kulturort dienen, der die enge Verbindung zwischen dem Theater und dem Kurpark st‰rkt. Das CafÈ ermˆglicht es dem Schauspielhaus, sich st‰rker in die Gemeinschaft einzubringen und eine vielseitige, ansprechende Umgebung zu schaffen, die nicht nur als Treffpunkt, sondern auch als kultureller Anziehungspunkt dient. Dieser Schritt tr‰gt zur St‰rkung der Bindung zwischen dem Theater und der Gemeinschaft bei und bereichert das kulturelle Leben in Bad Godesberg. Abb.: Ansicht Kaiserstrafle 4Seite 18 von 45 4. LUPENRƒUMEAbb ,,Theater Bonn/ Schauspielhaus“ 3 D Modell o.M. Bestandsgeb‰udeSeite 19 von 45 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Kennzahlen Gemeinschaftliche Nutzung ca. 400 qm Kultur Umbau/Neubau BGF Summe ca. 400 qm TheatercafÈ mit AuflengastronomieSeite 20 von 45 „Das neue TheatercafÈ wird ein wichtiger ‹bergang zwischen dem Kurpark und der Innenstadt von Bad Godesberg. Es schafft eine Platzfl‰che f¸r die Besucher." 4. LUPENRƒUME Abb.: Blick auf das TheatercafÈ, atmosph‰rische Darstellung o.M.Seite 21 von 45 Seite 22 von 45 Seite 23 von 45 Seite 24 von 45 Seite 25 von 45 Seite 26 von 45 Seite 27 von 45 Seite 28 von 45 Seite 29 von 45 Seite 30 von 45 Seite 31 von 45 Seite 32 von 45 BESTANDSSITUATION Obwohl bereits eine Ordnungspartnerschaft besteht, empfinden viele B¸rgerinnen und B¸rger ein erhebliches subjektives Unsicherheitsgef¸hl in diesem Bereich. Die Lage der Grundst¸cke 1098 und 1097 am Kurpark bieten Potenziale f¸r eine st‰dtebauliche Nutzung des Hubertinumshofs. Im Rahmen einer ganzheitlichen Strategie arbeiten die verschiedenen Grundst¸ckseigent¸mer gemeinsam an einem energieeffizienten Ansatz f¸r die Weiterentwicklung des Blocks. Die Entfernung von An- und Einbauten erˆffnet nicht nur die Mˆglichkeit zur Schaffung von gr¸nen Bereichen in unmittelbarer N‰he der Wohnungen, sondern unterst¸tzt auch den energetischen Umbau des Blocks. PLANKONZEPT Die vorhandenen Geb‰ude kˆnnten als markante Symbole dienen und die gesamte Maflnahme visuell repr‰sentieren. Neue Geb‰ude auf den Grundst¸cken 1096/1097 erg‰nzen den Innenraum des Hubertinumshofs und den bestehenden Geb‰udebestand. In unmittelbarer N‰he zum historischen Baumbestand entsteht eine attraktive Platzkante, die Alt- und Neubau miteinander verbindet. Die Lage am Kurpark bietet Potenzial f¸r verschiedene urbane Nutzungen. In diese Umgebung eingebettet, sollen erg‰nzende Funktionen f¸r den Gesundheitssektor angeboten werden, wie ein Reha-Zentrum und Therapier‰ume. Diese Einrichtungen sollen zur Belebung des Innenhofs beitragen. Durch die Vielfalt der Geschossigkeiten entsteht ein dynamisches Bild, das von mehrstˆckigen Geb‰uden bis hin zu einstˆckigen Bauten reicht. Im Zentrum dieses Ensembles befindet sich ein ˆffentlicher, begr¸nter Innenhof, der als zentraler Treffpunkt und R¸ckzugsort dient. Die Lage am Kurpark erˆffnet Potenzial f¸r urbane Nutzungen und soll auch das Wohnen mˆglich machen. Lupenraum Hubertinumshof Abb.: „Hubertinumshof“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth Abb.: Schwarzplan, o.M. 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Hubertinumshof“ Schwarzplan, o.M.Seite 33 von 45 V 4. LUPENRƒUME Abb.: „Hubertinumshof“ Überblendung Bebauungsplan o.M. Abb.: Grundst¸cke und Eigent¸mer o.M. Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Die baurechtlichen Belange des Hubertinumshofs legen den Rahmen f¸r vielf‰ltige Nutzungsmˆglichkeiten fest. Verschiedene Eigent¸mer, darunter die Stadt Bonn, Unternehmen und private Einzelpersonen, sind Teil dieses Gef¸ges und halten sich an mittlere Geschossfl‰chen- und Grundfl‰chenzahlen. Das Vorhaben befindet sich grˆfltenteils innerhalb ¸berbaubarer Grundst¸cksfl‰chen, weicht jedoch hinsichtlich der geplanten Geschossanzahl von den Vorgaben des Bebauungsplans ab. Eine f¸nfgeschossige Bebauung entlang der ˆffentlichen Straflen wie der Lˆbestrafle oder der Koblenzer Strafle wird st‰dtebaulich positiv bewertet. Der vorgesehene Nutzungsmix wird grunds‰tzlich in Einklang mit den ˆrtlichen Gegebenheiten gesehen. Das planungsrechtliche Einvernehmen kann dem Vorhaben ohne entsprechende Anpassung des Bebauungsplans nicht erteilt werden. FAZIT / AUSBLICK Die Idee eines st‰dtischen Blocks mit klar definierten ‰ufleren Grenzen und einem lebendigen Inneren spiegelt die Vorstellung einer einladenden Gemeinschaft wider. Die bestehende Parzellierung der Grundst¸cke wird ber¸cksichtigt und in ein Gesamtkonzept integriert, das verschiedene Zug‰nge zum Innenhof ermˆglicht. Ein neues Eckgeb‰ude dient als attraktiver Eingang und schafft eine lebendige Arbeitswelt, die Impulse f¸r die weitere Entwicklung liefert. Ein besonderer Baukˆrper im Hubertinumshof betont die gr¸ne Umgebung und f¸gt sich harmonisch in die Umgebung ein. Die Beteiligung der Eigent¸mer/innen erfolgte durch schriftliche Einladungen, Abstimmungstermine und Interviews. Dabei wurden erste Modellskizzen, Nutzungskonzepte und Mˆglichkeiten zur Umsetzung besprochen. Die Gespr‰che mit den Eigent¸mern/innen zeigten, dass diese die Liegenschaft mittelfristig gemeinsam entwickeln mˆchten und sich eine zuk¸nftige Zusammenarbeit mit dem Stadtteilarchitekten vorstellen kˆnnen.Seite 34 von 45 Abb „Hubertinumshof“ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRƒUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 35 von 45 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Hubertinumshof“ Lageplan o.M. Bestandsgeb‰ude Grundst¸cksgrenzeSeite 36 von 45 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Hubertinumshof“ 3D Modell o.M. Bestandsgeb‰udeSeite 37 von 45 Gemeinschaftliche Nutzung Einzelhandel Kultur B¸ro ca. 4.200 qm Umbau/Neubau BGF Summe ca. 8.200 qm 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Hubertinumshof“ St‰dtebauliche Kennzahlen o.M. Wohnen ca. 4.000 qmSeite 38 von 45 „Ein neues Eckgeb‰ude dient es als attraktiver Eingang und schafft eine lebendige Arbeitswelt, die Impulse f¸r die weitere Entwicklung liefert." 4. LUPENRƒUME Abb.: Eckgeb‰ude, atmosph‰rische Darstellung o.M. Abb.: Eingangsbereich, atmosph‰rische Darstellung o.M.Seite 39 von 45 „Ein besonderer Baukˆrper mit unterschiedlichen Wohnformen im Innern des Hubertinumshof betont die gr¸ne Umgebung.“ 4. LUPENRƒUME Abb.: Erdgeschosszone, atmosph‰rische Darstellung o.M. Abb.: Haus im Hof, atmosph‰rische Darstellung o.M.Seite 40 von 45 Seite 41 von 45 Seite 42 von 45 Seite 43 von 45 Seite 44 von 45 Seite 45 von 45
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:33 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de