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252610 · Mitteilungsvorlage

Tätigkeitsbericht der Kommunalen Gesundheitskonferenz 2024

Nummer
252610
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
20.02.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Marienhospital Straße· Poppelsdorf, Bonn Hauptort
  • LVR-Klinik Straße· Nordstadt, Bonn
  • Kölnstraße Straße· Castell, Bonn
  • Stadthaus Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Dreieck Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Ippendorf Ortsteil· Bonn
  • Vilich Ortsteil· Beuel
  • Auerberg Ortsteil· Bonn
  • Tannenbusch Ortsteil· Bonn
  • Dransdorf Ortsteil· Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 26.03.2025 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
252610
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
53 Gesundheitsamt
Dezernat:
Dez. II
Tätigkeitsbericht der Kommunalen
Gesundheitskonferenz 2024
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
26.03.2025 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Nach § 7 Abs. 3 der Geschäftsordnung der Kommunalen
Gesundheitskonferenz (KGK) erstellt die Geschäftsstelle der KGK jährlich einen
Tätigkeitsbericht. Dieser ist als Mitteilung dem zuständigen Ratsausschuss
vorzulegen.
Die KGK hat den Tätigkeitsbericht für den Zeitraum von Dezember 2023 bis
Dezember 2024 in ihrer Sitzung am 5. Februar 2025 genehmigt. Der Bericht ist
beigefügt.
Anlage/n
1 2024 KGK Tätigkeitsbericht (öffentlich)Seite 1 von 17
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Tätigkeitsbericht 2024
Gesundheitsamt Bonn
Kommunale Gesundheitskonferenz
Berichtszeitraum 12/2023 – 12/2024
Erstellt durch
Herr Sebastian Schneller
Frau Luisa Maria WaerdtSeite 2 von 17
I
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ......................................................................................................... - 1 -
2 Berichte zur Kommunalen Gesundheitskonferenz und den Arbeitskreisen ...... - 1 -
2.1 Kommunale Gesundheitskonferenz ......................................................... - 1 -
2.2 Arbeitskreis „Geriatrie“ ............................................................................. - 2 -
2.3 Arbeitskreis „Notfallversorgung und Ethik in der Medizin“ ........................ - 4 -
2.4 Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“ .......................................... - 5 -
2.5 Arbeitsgruppe Geburtshilfe ....................................................................... - 7 -
3 Präventionsprojekte nach § 20a SGB V ......................................................... - 10 -
3.1 Bonn Kids ............................................................................................... - 10 -
3.2 Draußen Aktiv......................................................................................... - 11 -
4 Gesundheitsberichterstattung ........................................................................ - 12 -
4.1 Regelmäßige Gesundheitsberichterstattung .......................................... - 12 -
4.2 Anlassbezogene Gesundheitsberichtserstattung ................................... - 13 -
4.2.1 Anonymer Krankenschein Bonn (AKS) ........................................... - 13 -
4.2.2 Hebammen Ambulanz Bonn e.V. .................................................... - 13 -
4.2.3 BonnKids ......................................................................................... - 13 -
4.2.4 Draußen Aktiv ................................................................................. - 13 -
5 Sonstige Gremienarbeit ................................................................................. - 13 -
6 Zusammenfassung......................................................................................... - 14 -Seite 3 von 17
- 1 -
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
1 Einleitung
Nach § 7 Abs. 3 der Geschäftsordnung der Kommunalen Gesundheitskonferenz erstellt
die Geschäftsstelle jährlich einen Tätigkeitsbericht. Der diesjährige Tätigkeitsbericht
bezieht sich auf den Zeitraum Dezember 2023 bis Dezember 2024.
Der Tätigkeitsbericht wird der Kommunalen Gesundheitskonferenz in der Sitzung am 05.
Februar 2025 zur Beratung vorgelegt und dann an den Ausschuss für Soziales, Migration
und Gesundheit weitergeleitet.
2 Berichte zur Kommunalen Gesundheitskonferenz und den
Arbeitskreisen
Die Aufgaben der Kommunalen Gesundheitskonferenz sind gemäß Geschäftsordnung
folgende:
• § 24 Abs. 2 Koordinierung, Vernetzung und Beratung der Akteur*innen der
öffentlichen gesundheitlichen Versorgung auf örtlicher Ebene
• § 24 Abs. 3 Kommunale Gesundheitsberichterstattung
Damit steht die Beratung gemeinsam interessierender gesundheitsrelevanter Themen
und Fragestellungen der Bundesstadt Bonn sowie eine umfassende Kooperation aller
Beteiligten im Fokus. Bei Bedarf entwickelt die Konferenz Handlungsempfehlungen,
deren Umsetzung unter Selbstverpflichtung der Beteiligten und im Einvernehmen erfolgt.
Die Arbeitskreise der Kommunalen Gesundheitskonferenz haben die Beratung zu
gesundheitsbezogenen Themen sowie die Entwicklung von handlungs- und
Lösungsansätzen als Aufgabe. Darunter gehört auch die Entwicklung bzw.
Durchführung von Angeboten, Projekten sowie Konzepten zu beraten und
Lösungsansätze zu entwickeln.
2.1 Kommunale Gesundheitskonferenz
Die Kommunale Gesundheitskonferenz tagte im o.g. Zeitraum am 21. Februar 2024 in
digitaler Form.
Zunächst wurde über die regelmäßig stattfindenden Arbeitskreise informiert.
Das Netzwerk Hospiz- und Palliativversorgung Bonn/ Rhein-Sieg wurde vorgestellt. Das
Netzwerk ist eine zentrale Informations- und Ansprechstelle für die Hospiz- und
Palliativversorgung in der Stadt Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis. Es leistet Information,Seite 4 von 17
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Beratung und Unterstützung sowie Veranstaltungen und Kurse rund um die Fragen von
Sterben, Tod und Trauer.
Zudem wurden die regionalen Fort- und Weiterbildungsangebote vorgestellt sowie die
Möglichkeit der Einbindung des ambulanten Ethikkomitees. Ebenso wurde die Ärztliche
Anordnung für den Notfall (ÄNo) thematisiert, der mit den Rettungsdiensten in Bonn und
im Rhein-Sieg-Kreis besprochen ist.
Es wurde über die Psychotherapeutenkammer und ihre Aufgaben informiert. Die
Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen ist die Berufsvertretung für alle
Psychologischen Psychotherapeut*innen, Kinder- und Jugendlichenpsychothera-
peut*innen sowie Psychotherapeut*innen, die in Nordrhein-Westfalen arbeiten oder
wohnen. Es wurden Zahlen, Daten und Fakten über die Psychotherapeutenkammer in
NRW sowie für die Bundesstadt Bonn dargestellt. Nach dem Masterabschluss und der
Psychotherapeutischen Prüfung erhält man die Approbation.
Die Bezirksregierung hat 2022 einen Sensibilisierungserlass des MAGS zum Thema
Vorbereitung der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungsstruktur auf eine
Energiemangellage oder Stromausfall versandt. Das Gesundheitsamt ist dazu in den
Austausch mit den Krankenhäusern, den Apotheken und der Kassenärztlichen
Vereinigung Nordrhein getreten. Ebenso war das Gesundheitsamt in die Erstellung der
Maßnahmenpläne der Stadtverwaltung eingebunden. Das Thema wurde im Arbeitskries
Notfallversorgung und Ethik in der Medizin aufgenommen.
2.2 Arbeitskreis „Geriatrie“
Es fanden drei Sitzungen im o.g. Zeitraum statt. In dem Arbeitskreis wird regelmäßig aus
den Einrichtungen und von den Vertretungen aus den Krankenhäusern und Kliniken über
die aktuelle Versorgungslage vor Ort berichtet. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die
medizinische Versorgungslage in den Kliniken weiterhin von Personalmangel –
insbesondere in der Pflege – geprägt ist. Zudem erfährt das Fachpersonal eine maximale
physische und psychische Belastung.
Schwerpunktmäßig wurde das Thema der Netzwerkförderung der Pflegeversicherung
nach § 45 SGB IX in allen drei Sitzungen behandelt. Anfang des Jahres 2024 wurde der
Antrag auf Netzwerkförderung bewilligt, sodass dem Arbeitskreis Geriatrie 25.000 Euro
für Projekte zur Verfügung standen.
Es wurden zwei Bewegungsbänke aufgestellt. Eine Bewegungsbank steht am
Johanniter-Krankenhaus Bonn an einem öffentlich zugänglichen und gut besuchtenSeite 5 von 17
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Standort. Die andere Bewegungsbank wurde am Gemeinschaftskrankenhaus Bonn -
Haus St. Petrus neben dem Eingang platziert. Für die Bänke werden Schilder zur
Beschreibung angeschafft, damit interessierte Personen diese zu sportlichen Aktivitäten
nutzen können. Die Bewegungsbank am Johanniter-Krankenhaus wurde im Rahmen
des Projektes Draußen Aktiv, ein Kooperationsprojekt des Gesundheitsamtes, des
Sport- und Bäderamtes, des Amtes für Soziales und Wohnen, des Amtes für Kinder,
Jugendliche und Familien sowie dem Stadtsportbund Bonn e.V. und der Techniker
Krankenkasse durch Übungsleiter wöchentlich im Zeitraum von Anfang September bis
Ende November bespielt. Für das Jahr 2024 wird angedacht, noch zwei weitere
Standorte mit Bewegungsbänken zu versehen. Mögliche Standorte für eine
Bewegungsbank sind das Haus St. Elisabeth in Ippendorf und das St. Adelheidis-Stift in
Bonn-Vilich. Für das Jahr 2025 ist eine weitere Bewegungsbank vorgesehen, der
Standort muss noch bestimmt werden.
Ebenso wurde in allen Sitzungen die Zercur-Weiterbildung – Geriatrische
Zusatzqualifikation, die ebenfalls über die Netzwerkförderung finanziert wird,
thematisiert. Die Weiterbildung richtet sich an Fachpflegepersonal, um den wachsenden
Bedarf an Pflegepersonal im Bereich der Altersmedizin und Geriatrie im Bonner Raum
gerecht zu werden. Der Kurs ist Anfang September 2024 gestartet. Das Angebot wird
für 2025 erneut geplant. Es gab im September 2024 eine Pressemitteilung über die
Weiterbildungsmaßnahme auf www.bonn.de.
Im Rahmen der Netzwerkförderung wurde ein Rollatortraining geplant. Dazu sollte an
vier Standorten (Universitätsklinikum Bonn, Johanniter-Krankenhaus Bonn, LVR-Klinik
Bonn, Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg) ein angeleitetes Programm angeboten werden.
Das Rollatortraining hat im Jahr 2024 nicht stattgefunden, da kein Personal zur
Verfügung stand. Die Gelder wurden umgewidmet und werden für die weitere
Anschaffung von Bewegungsbänken genutzt.
In der Sitzung im April 2024 wurde zum Thema Mut zur psychotherapeutischen Hilfe im
Alter referiert. Dazu wurde auf den geringen Anteil der älteren Patient*innen in der
ambulanten Psychotherapie verwiesen und mögliche Gründe dafür thematisiert. Es
wurden die unterschiedlichen Therapieformen, deren Wirksamkeit und
Herausforderungen vorgestellt. Zudem wurde die Versorgungslage der Bundesstadt
Bonn präsentiert.
In einer Sitzung wurden die Aufgabenbereiche der Fachstelle Alter und Pflege
vorgestellt. Die Fachstelle ist unter anderem für die Information, allgemeine Beratung,Seite 6 von 17
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Pflegeberatung, Wohnberatung und pflegefachlicher Gutachten der Bürger*innen
zuständig.
2.3 Arbeitskreis „Notfallversorgung und Ethik in der Medizin“
Der Arbeitskreis hat im o.g. Zeitraum zweimal getagt.
In der Sitzung im Mai wurde die Durchführung infektionshygienischer Begehungen der
Rettungsdienste gemäß neuem Erlass thematisiert. Am 08. März 2023 wurde gemäß
Rettungsgesetz NRW festgelegt, dass die Überwachung der Rettungsdienste im
Rahmen der Änderungen im Infektionsschutzgesetz (§ 23 lfSG.) in einem Korridor von
eins bis drei Jahren stattfinden muss. Mit der Änderung des IfSG 2022 wurden die
Rettungsdienste und Einrichtungen des Zivil- und Katastrophenschutzes auch in die
bestehenden Regelungen zum Masernschutzgesetz aufgenommen. In einem
Begleiterlass des MAGS vom 2. April wird darauf hingewiesen, dass die
Gesundheitsämter lediglich anlassbezogen zur Kontrolle der Immunitätsnachweise
verpflichtet sind, z. B. wenn Beschwerden über die hygienischen Zustände eingehen.
Die Begehungen werden anlassbezogen erfolgen.
In der Sitzung im November wurde zum Thema Vorbereitung der Krankenhäuser in Bonn
auf Schadensfälle mit sehr vielen Verletzten (MANV) diskutiert. Es wurde festgehalten,
dass durch die hohe Komplexität der MANV-Ereignisse auch unplanbare Faktoren
entstehen können, wodurch eine Vorbereitung auf diverse Szenarien nur bedingt
möglich ist. In Absprache mit den regionalen Krankenhäusern und Versorgern soll ein
Konzept zur gegenseitigen Unterstützung im Schadensfall erarbeitet werden. Die
Teilnehmenden des Arbeitskreises unterstützen die Einrichtung einer Arbeitsgruppe der
Krankenhäuser und Kliniken zur Bewältigung von MANV-Ereignissen.
Im Weiteren wurde das Thema Sensibilisierungserlass zur Vorbereitung der
gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungsstruktur auf Energiemangellage oder
einen Stromausfall besprochen. Vier von fünf Notfallpraxen sind aktuell mit Notfallstrom
versorgt, eine Erweiterung ist angedacht. Während eines Stromausfalls soll die
Erreichbarkeit der Praxen durch die Tel.-Nr. 116 117 gewährleistet werden. Es bedarf
eine Reglung in Bonn über das Kommunikationsmittel zur Verständigung im Krisenfall.
Der Arbeitskreis beschäftigte sich zudem in einer Sitzung mit der medizinischen
Versorgung von Gewaltopfern. Es wurde berichtet, dass die Umsetzung der
Landesverträge zur vertraulichen Spurensicherung in NRW bald erfolgen soll. Finanziert
werden soll danach zukünftig eine vertrauliche Spurensicherung nach erlebter Gewalt
einschließlich Dokumentation, Laboruntersuchungen, Aufbewahrung sowie TransportSeite 7 von 17
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Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
der Befunde. Zurzeit benötigen einige Punkte noch Klärungsbedarf (z.B. Übernahme
anderer Kosten, die im Rahmen der Spurensicherung anfallen, Regelung für
Privatpatient*innen).
Weitere Themen in den Sitzungen waren der Pflegestand von Senior*innen nach einem
stationären Aufenthalt, die Vorstellung des Gesundheitskompetenzkompass sowie die
Infektionslage und der Hitzeaktionsplan.
2.4 Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“
Der Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“ tagte im o.g. Zeitraum zweimal in
Präsenz.
In der Sitzung im März 2024 wurde das Forschungsprojekt frühstArt vorgestellt. Dabei
handelt es sich um ein sektorenübergreifendes, aufsuchendes und familienzentriertes
Projekt zur Adipositas-Prävention. Das Ziel des Projektes ist es, den BMI bei drei- bis
sechsjährigen Kindern nachhaltig zu reduzieren. Ebenso soll der Lebensstil der Kinder
und ihren Familien hin zu gesundheitsförderlichen Alltagsroutinen gestärkt werden. Dies
soll über den Einsatz von Coaches unterstützt werden. Das übergeordnete Ziel ist die
Aufnahme des Programmes in die Regelversorgung der Krankenkassen.
Der Arbeitskreis hat zudem das Thema Gesundheitskompetenz und den
Gesundheitskompetenzkompass behandelt. Die Studie untersuchte die
Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland vor und während der Corona
Pandemie: Ergebnisse des HLS-GER 2 der Universität Bielefeld wurden vorgestellt.
Unter Gesundheitskompetenz wird folgendes verstanden: gesundheitsrelevante
Informationen zu erschließen, zu verstehen, zu beurteilen und konstruktiv anzuwenden.
Die Ergebnisse der Studie weisen insgesamt auf eine geringe Gesundheitskompetenz
hin. Dies hat weitere Folgen, unter anderem führt es zu mehr krankheitsbedingten
Fehltagen oder zu einem höheren Nutzungsgrad des Gesundheitssystems. Es wurden
einige Maßnahmen vorgeschlagen, um die Gesundheitskompetenz zu erhöhen.
Darunter fallen beispielsweise das Schulen von Fachpersonal, die Nutzung praktischer
Hilfen und passende Informationsmaterialien (analog, digital und audiovisuell), das
Verwenden von leichter Sprache für die Patient*innen, die Nutzung vertrauenswürdiger
Website sowie von praktischen Hilfen. Als Beispiel wurde der
Gesundheitskompetenzkompass GEKOKO vorgestellt. Die Universität Aachen hat den
Gesundheitskompetenzkompass GEKOKO entwickelt, der auf leicht verständliche
Weise relevante Gesundheitsinformationen zu Verfügung stellt. Der
Gesundheitskompetenzkompass stellt zum einen Informationen zu geeigneten
Methoden zur Verfügung, um die eigene Gesundheitskompetenz innerhalb derSeite 8 von 17
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Organisation oder die Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten zu
fördern. Zum anderen bietet das Portal praktische Hilfen zu Gesundheitsthemen für den
Alltag oder für bestimmte Lebenslagen für alle interessierten Personen.
In der Sitzung im Oktober 2024 wurde über die Auswertung der
Schuleingangsuntersuchungen, die vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst
durchgeführt werden, informiert. Die verwendeten Daten stammen vom Landeszentrum
Gesundheit. Es wurden Daten von vier Einschulungsjahren (2017, 2019, 2021, 2023)
vorgestellt. Insgesamt zeigten die SOPESS Daten, dass der Anteil an unauffälligen
Ergebnissen der Mädchen teilweise steigt, während der Anteil der unauffälligen
Ergebnisse der Jungen in fast allen Kategorien sinkt. Die Mädchen zeigen in den
Kategorien selektive Aufmerksamkeit, Visuelles Wahrnehmen und Zählen eine
Veränderung der Werte zwischen +0,3 %P (visuelles Wahrnehmen), +4,9 %P (selektive
Aufmerksamkeit) und +10,6 %P (Zählen). In den gleichen Kategorien verändern sich die
Werte der Jungen, zwischen +0,9 %P (Zählen), -5,9 (visuelles Wahrnehmen) und
- 7,9 %P (selektive Aufmerksamkeit). Bezüglich des Gewichts zeigte sich, dass das
Übergewicht vor und nach der Pandemie auf einem ähnlichen Niveau ist. Im Gegensatz
dazu ist das Untergewicht in den letzten Jahren angestiegen. Allerdings muss
hinzugeführt werden, dass sich die Tabelle der Gewichtseinteilungen an der
Westeuropäischen Norm orientiert und dass hier eventuell auf eine andere Normtabelle
zugegriffen werden müsste. Zudem wurden noch die Ergebnisse in Bezug auf das
Impfen vorgestellt. Der Jahrgang 2022/2023 hatte den höchsten Anteil an komplett
Geimpften (von den Untersuchten, bei denen ein Impfheft vorlag). Des Weiteren kam
der Arbeitskreis zu dem Ergebnis, dass eine Darstellung psychosozialer Parameter, wie
z. B. Unruhe, Hilfsbereitschaft und Emotionsregulation. Die psychosozialen Parameter
sollten in die Reihenuntersuchung integriert werden. Dabei könnte der Fragebogen zu
Stärken und Schwächen - Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ-Deu) auf
freiwilliger Basis herangezogen werden.
Zum Thema Zahngesundheit wurde herausgestellt, dass es auffällig sei, dass viele der
Kinder, die in die Schule kommen, besonders unter Karies leiden. Die allgemeine
Bereitschaft, dass Zähneputzen in den Tagesablauf der Kindertagesstätten zu
integrieren, ist deutlich infolge der Coronapandemie gesunken. Die
Gesundheitsvorsorge nach dem Kinderbildungsgesetz NRW ist ein Bildungsauftrag der
Kindertagesstätten. Es wurde dafür appelliert, dass das Zähneputzen in
Kindertagesstätten und Offenen Ganztagsschulen wieder durchgeführt werden soll.Seite 9 von 17
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Am 02. April 2025 wird im Haus der Bildung in Bonn von einer ämterübergreifenden
Untergruppe ein Fachtag zum Thema Schulabsentismus geplant. Die Adressaten sollen
Pädagogen und Schulleitungen sein. Die Teilnehmenden sollen auf verschiedenen
Ebenen angesprochen werden. Geplant ist ein Impulsvortrag sowie unterschiedliche
Workshops zu unter anderem folgenden Themen: Rechtliche Grundlagen, Best Practice
Beispiele, Elternarbeit sowie gesundheitliche Aspekte. Zudem stellt die Jugendhilfe
Angebote für schulabstinente Kinder und Jugendliche vor.
2.5 Arbeitsgruppe Geburtshilfe
Die Arbeitsgruppe Geburtshilfe tagte im o.g. Zeitraum dreimal.
In der ersten Sitzung des Jahres 2024 war die Oberbürgermeisterin Frau Dörner
anwesend und hat alle Anwesenden der Arbeitsgruppe zur ersten Sitzung begrüßt sowie
kurz die Entstehung, die Tätigkeitsfelder und die Aufgaben der Arbeitsgruppe
Geburtshilfe vorgestellt. Themen und Inhalte der Arbeitsgruppe sind unter anderem die
geburtshilfliche Versorgungssituation, die Hebammen Ambulanz Bonn e.V. sowie die
kommunale Stillförderung.
Frau Walz, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, stellte
ebenfalls in der ersten Sitzung im Jahr 2024 ihre Arbeit als Leiterin der Projektgruppe
„Strukturelle Weiterentwicklung Geburtshilfe, Geschlechterperspektive im
Gesundheitswesen“ vor. Die Themen- bzw. Tätigkeitsfelder lassen sich in drei Bausteine
unterteilen:
• Strukturelle Weiterentwicklung der Geburtshilfe
• Schwangeren- und Mütterberatung nach §11 ÖGDG
• Geschlechterperspektive im Gesundheitswesen
Frau Walz gab einen kurzen Einblick in die Analyse der Ausgangslage in NRW und hat
dazu einige Zahlen und Fakten genannt, u. a., dass etwa 98,5% aller Geburten in
Kliniken stattfinden sowie das NRW hinsichtlich der Institutionen breit aufgestellt ist (133
Geburtskliniken, davon haben 40 Kliniken die Versorgungsstufe 1 und 93 Kliniken die
Stufen 2 bis 4, wobei der Großteil der Stufe 4 zugeteilt wird). Weiter sind in NRW 29
Kliniken als babyfreundliche Klinik zertifiziert und es bestehen 28 Hebammenkreissäle.
Frau Walz berichtete zudem über die Handlungsfelder zur Stärkung der geburtshilflichen
Versorgung. Dazu stellte sie die zwei Hauptsäulen „Versorgungsstrukturen und
Finanzierung sowie Fachkräftesicherung und -gewinnung“ vor. Sie machte hierzu auf
das Versorgungskonzept und den damit verbundenen Förderaufruf zur ImplementierungSeite 10 von 17
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
von Hebammenkreißsälen in NRW aufmerksam, bei dem eine finanzielle Unterstützung
in Höhe von bis zu 25.000€ in Anspruch genommen werden kann.
In allen drei Sitzungen war die Hebammen Ambulanz e.V. ein Thema. Die Hebammen
Ambulanz Bonn e.V. hat Räume im Gesundheitszentrum St. Johannes Hospital in der
Kölnstraße 45 angemietet. Die Räumlichkeiten profitieren von einem barrierefreien
Zugang sowie einer guten Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, sodass ein
niedrigschwelliger Zugang sichergestellt ist. Die Ambulanz hat an sechs Tagen die
Wochen und auch in den Randzeiten geöffnet (Mo, Di, Do, Frei, Sa 10 – 12 Uhr, Mi 14-
16 Uhr). Es besteht die Möglichkeit, dass Termine direkt online auf der Homepage
gebucht werden können.
Die Evaluation der Hebammen Ambulanz Bonn e.V. zum Stand 30. April 2024 über den
Zeitraum vom 13. November 2023 bis zum 09. April 2024 wurde vorgestellt. Die Daten
wurden in Absprache mit dem Personal der Hebammen Ambulanz anonymisiert und
fallbezogen dem Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt. Zur Datenerhebung wurde auf
unterschiedliche Primärquellen zugegriffen, u. a. das Abrechnungssystem, einem
quantitativen Online-Fragebogen sowie Dokumentationen über Terminausfälle und
Wohnorte. In dem genannten Evaluationszeitraum wurden 67 Personen an 169
Einzelterminen versorgt und 226 Personen haben Leistungen in Anspruch genommen.
Die Patientinnen sind im Durschnitt 32 Jahre alt und kommen zu zwei Drittel aus Bonn.
Insgesamt werden etwa 89% der vereinbarten Termine wahrgenommen. Der Großteil
der Termine und Leistungen wird von Bonnerinnen in Anspruch genommen, wobei die
Inanspruchnahme aus dem Rhein-Sieg-Kreis ähnlich hoch ist. Die häufigsten Termine
werden am Samstag wahrgenommen. Der Online-Fragebogen hat zusätzlich ergeben,
dass die meisten Patientinnen durch eine Hebamme oder über die Kliniken über die
Ambulanz informiert werden. Zudem hat sich eine 100%ige Weiterempfehlung sowie
eine 100%ige Zufriedenheit herausgestellt.
Über den Sommer gab es eine hohe Nachfrage und die Ambulanz hat einen starken
Zulauf erfahren. Seit Eröffnung wurden 160 Frauen versorgt. Der Samstag ist nach wie
vor der häufigste besuchte Wochentag ist und die Öffnungszeiten an diesem Tag wurden
schon ausgeweitet. Ebenso ist die Bilirubin-Kontrolle in der Ambulanz nun möglich. Im
Allgemeinen wird von einer großen Zufriedenheit mit der Lage sowie den Räumlichkeiten
der Hebammen Ambulanz berichtet. Derzeit sind einige Studierende zum Hospitieren
vor Ort. Zudem wurde ein Antrag auf Kofinanzierung mit dem Rhein-Sieg-Kreis gestellt.
Die Kooperation mit der Hebammenzentrale läuft einwandfrei. Die Evaluation wird der
Hebammen Ambulanz Bonn e.V. wird fortlaufend weitergeführt.Seite 11 von 17
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Die Rückmeldungen der Vertretungen der niedergelassenen Gynäkolog*innen und der
Geburtskliniken zeigten ebenfalls, dass die Hebammen Ambulanz Bonn e.V. als
Bereicherung in der geburtshilflichen Versorgungssituation empfunden und an
interessierte Frauen empfohlen wird. Es wurde festgehalten, dass ein Jahr nach
Eröffnung eine erneute Pressemitteilung angedacht wird.
Zum 01. Januar 2024 wurde in den GFO-Kliniken Bonn, St. Marienhospital, auf ein neues
Dienstbelegsystem umgestellt. Die Hebammen haben sich als Partnerschaft
zusammengeschlossen und organisieren sich eigenständig. Die Hebammen sind in
einem 3-Schicht-System tätig. Das neue Modell bietet dem 28-köpfigen Team ein
größeres Arbeitsspektrum und ist zugleich für Schwangere und Eltern ein Gewinn. Die
Hebammen haben mehr Flexibilität und können auf Stoßzeiten oder bei
Personalknappheit schneller reagieren. Dadurch kann eine Verbesserung hinsichtlich
der Arbeitsbedingungen sowie der Betreuungsqualität der Schwangeren erzielt werden.
Eine Herausforderung liegt jedoch in den räumlichen Kapazitäten.
In der Sitzung im April 2024 wurde über die Online-Veranstaltung zum Thema
Kommunale Stillförderung, die Ende Februar 2024 vom Ministerium für Arbeit,
Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen organisiert wurde, berichtet.
Es wurde ein Einblick in das Stillverhalten in Deutschland gegeben und niedrige
Stillquoten (bis Ende des 6. Monats: 13%) aufgezeigt. Folgend daraus wurde die
Relevanz der Stillförderung herausgestellt, um die Dauer sowie die Stillquote zukünftig
zu erhöhen. Insbesondere bei Frauen in schwierigen Lebenslagen hat die Stillförderung
ein großes präventives Potential. Neben dem Einblick in das Stillverhalten in
Deutschland wurden in der Sitzung ebenso die die Ergebnisse der Abfrage zur
kommunalen Stillförderung, die letztes Jahr im Auftrag des Landeszentrum Gesundheit
und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW
durchgeführt wurde, vorgestellt. Bezogen auf die Bundesstadt Bonn konnte festgehalten
werden, dass im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn Haus St. Elisabeth die Zehn Schritte
zum erfolgreichen Stillen von der WHO/ UNICEF umgesetzt werden. Zusätzlich hat die
Bundesstadt Bonn im Stadthaus einen Stillraum geschaffen und wurde damit als
stillfreundliche Kommune zertifiziert. Allerdings bedarf es bei dem Thema Stillen noch
mehr Öffentlichkeitsarbeit.
In der Arbeitsgruppe wurde zudem das Thema Vertrauliche Geburt und das damit
verbundene Hilfesystem in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis vorgestellt. Frau Mainz-
Riehl von pro familia hat über das Gesetz zur Vertraulichen Geburt „Gesetz zum Ausbau
der Hilfen für Schwangere und zur Reglung der Vertraulichen Geburt“, dass am 01. MaiSeite 12 von 17
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2014 in Kraft getreten ist und nun seit 10 Jahren besteht, berichtet. Die Umsetzung des
Gesetzes wurde an die Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen übergeben. Die
Angebote für anonyme Babyabgaben sind in den letzten Jahren gestiegen. In Bonn gab
es zuvor das Projekt „Auswege“, dass im Jahr 2004 offiziell eröffnet wurde und auf drei
Säulen fußte: Telefonische Beratung, heimliche Entbindung sowie sichere Entbindung.
Die Hauptziele der gesetzlichen Neuregelung sind der Schutz der Frau für eine sichere
Geburt und die Sicherstellung, dass die Kinder nach 16 Jahren die Identität der Mutter
erfahren können.
In den Sitzungen der Arbeitsgruppe Geburtshilfe berichteten die anwesenden
Klinikvertretungen, dass sich die aktuelle Lage in Bezug auf die Versorgungssituation
etwas entspannt hat. Die Personallage hat eine Verbesserung erfahren und weniger
Frauen müssen abgelehnt oder auf andere Kliniken verlagert werden. Dennoch ist im
Allgemeinen der Druck auf die geburtshilfliche Versorgung gestiegen.
3 Präventionsprojekte nach § 20a SGB V
Im o. g. Zeitraum wurden zwei Präventionsprojekte für die Gesundheitsförderung in der
Kommune in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen AOK Rheinland und Techniker
Krankenkasse sowie kommunalen Partnern durchgeführt.
Die Präventionsprojekte wurden gemäß des Leitfaden Prävention des GKV-
Spitzverbandes zur Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten gemäß
§ 20a SGB V konzipiert und durchgeführt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die
Gesundheitspotenziale und -risiken der Bonner Bürger*innen zu stärken bzw. zu
vermindern.
3.1 Bonn Kids
Das Präventionsprojekt Bonn Kids wird durch die AOK Rheinland gefördert und ist ein
Kooperationsprojekt zwischen dem Gesundheitsamt Bonn, dem Sport- und Bäderamt,
dem Amt für Soziales und Wohnen, dem Amt für Kinder, Jugend und Familie und dem
Förderverein Psychomotorik e.V.
Das Projekt ist am 1. September 2022 gestartet und hat eine Laufzeit von drei Jahren.
Die wöchentlichen Bewegungs-, Spiel- und Entspannungsangebote wurden regelmäßig
in den Stadtteilen Auerberg und Tannenbusch durchgeführt. "BonnKids - aktiv und
bewegt" findet wöchentlich montags ab 16.30 Uhr auf den Freiflächen oder im
Mehrzweckraum des Spielhauses KBE-Dreieck in Tannenbusch und freitags ab 16.30
Uhr am Jugend- und Quartierszentrum in Auerberg statt. Der Übungsleiter wird über denSeite 13 von 17
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Förderverein Psychomotorik e.V. für das Angebot bereitgestellt. Die Zielgruppe stellen
Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren.
Insgesamt fanden im Jahr 2024 (Stand 3. Quartal 2024) 90 einstündige Termine statt,
bei denen bis zu 18 Kinder teilgenommen haben. Die Altersspanne lag überwiegend
zwischen sechs und 14 Jahren. In den Schulfeiern sowie an Feiertagen fanden keine
Angebote statt.
Im o. g. Zeitraum fanden zusätzlich drei Steuerungsgruppentreffen statt. Es wurden zwei
Projektberichte und ein Evaluationsbericht verfasst.
3.2 Draußen Aktiv
Das Präventionsprojekt Draußen Aktiv wird durch die Techniker Krankenkasse gefördert
und stellt eine Kooperation zwischen Gesundheitsamt Bonn, Sport- und Bäderamt, Amt
für Soziales, Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie Stadtsportbund Bonn dar.
Das Projekt ist am 1. September 2024 gestartet und hat eine Laufzeit von vier Jahren.
Die wöchentlichen Bewegungsangebote finden an den Standtorten Rigal´sche Wiese,
Dransdorf, Reuterpark und Johanniter-Krankenhaus Bonn statt und nutzen bereits
vorhandene Ressourcen, wie Outdoor-Fitnessanlagen und eine Bewegungsbank.
„Draußen Aktiv“ findet wöchentlich in der Sommerzeit ab 17:30 Uhr und in der Winterzeit
ab 16:30 Uhr an den Standtorten Rigal´sche Wiese (montags), Reuterpark (dienstags),
Dransdorf (donnerstags) sowie ab 15:30 Uhr (Sommerzeit) bzw. ab 14:30 Uhr
(Winterzeit) am Johanniter-Krankenhaus statt. Die Übungsleiter*innen werden über den
Stadtsportbund bereitgestellt.
Insgesamt fanden im Jahr 2024 (Stand 18.12.2024) 43 einstündige Termine statt, bei
denen bis zu zwölf Teilnehmer*innen teilgenommen haben. Die Gesamtzahl der
Teilnehmer*innen beläuft sich auf 296 Personen. Die Teilnehmer*innen bilden alle
Altersgruppen mit Ausnahme der Gruppe Kinder (0 bis 12 Jahren) ab. Das Angebot fand
von September bis November statt und soll in 2025 von Mai bis November erfolgen.
Im o. g. Zeitraum fanden zusätzlich drei Steuerungsgruppentreffen statt und ein
Evaluationsbericht wurde erstellt.Seite 14 von 17
Tätigkeitsbericht 2024 Kommunale Gesundheitskonferenz Bonn
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Stand: 08.01.2025
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
4 Gesundheitsberichterstattung
Die Gesundheitsberichterstattung wird in die regelmäßige Berichterstattung und
anlassbezogene Berichterstattung unterteilt.
Die regelmäßige Berichterstattung erfolgt gemäß § 21 ÖGDG NRW und nutzt als
Datengrundlage die Ergebnisse der amtsärztlichen Untersuchungen des
Gesundheitsamt Bonn. Ziel ist es gesundheitsrelevante Trends (Verhaltensweisen,
Risiken, Zustand der Bevölkerung) zu erkennen und diese Informationen zur Ableitung
von Maßnahmen zu nutzen.
Die anlassbezogene Berichterstattung erfolgt ohne einheitliche Rechtsgrundlage und
kann sowohl aufgrund von Projekten als auch auf Anfrage zur Unterstützung durch
andere Ämter durchgeführt werden. Ziel kann u.a. die Erstellung eines
Wirksamkeitsnachweises zur Fortführung bzw. Anpassung von Projekten oder
Entscheidungshilfen für den städtischen Haushalt sein.
4.1 Regelmäßige Gesundheitsberichterstattung
Die regelmäßige Gesundheitsberichterstattung erfolgte im Bereich des Kinder- und
Jugendärztlichen Dienstes. Für den o. g. Zeitraum wurden zwei Berichte erstellt. Die
Datengrundlage für die Auswertungen bilden die durch das Landeszentrum Gesundheit
NRW aufbereiteten Daten der Schuleingangsuntersuchung.
Zusammengefasst zeigen die Daten, dass der Anteil an unauffälligen Ergebnissen der
Mädchen steigt, während der Anteil der unauffälligen Ergebnisse der Jungen sinkt.
Bezüglich des Gewichts zeigt sich, dass das Übergewicht vor und nach der Pandemie
auf einem ähnlichen Niveau ist. Allerdings ist das Untergewicht in den letzten Jahren
angestiegen. Der aktuell auswertbare Jahrgang 2022/2023 hatte den höchsten Anteil an
komplett Geimpften (von den Untersuchten, bei denen ein Impfheft vorlag). Der Anteil
an nicht gegen Masern geimpften Kindern liegt mit 0,3 % auf dem niedrigsten Niveau.
Zukünftig wird die Datenanalyse ohne Aufbereitung durch das Landeszentrum
Gesundheit NRW angestrebt. Des Weiteren wurden Grundlagen zur standardisieren
Datenerfassung in weiteren amtsärztlichen Diensten geschaffen, um zukünftig weitere
Berichte zu erstellen.Seite 15 von 17
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4.2 Anlassbezogene Gesundheitsberichtserstattung
Im Bereich der anlassbezogenen Gesundheitsberichterstattung wurden sieben Berichte
für folgende Projekte erstellt.
4.2.1 Anonymer Krankenschein Bonn (AKS)
Das Amt für Soziales und Wohnen hat sich im Jahr 2023 mit der Bitte um Unterstützung
zur Evaluation des AKS Bonn an das Gesundheitsamt gewandt. Im Zuge der
Unterstützungsleistung wurde ein Evaluationskonzept in Zusammenarbeit mit dem AKS
Bonn und dem Amt für Soziales und Wohnen erstellt und im Ausschuss für Soziales,
Migration und Gesundheit am 21.03.2024 unter der Beschlussvorlage 200645-06
besprochen.
4.2.2 Hebammen Ambulanz Bonn e.V.
Die Bonner Hebammen Ambulanz e.V. wurde aufgrund eines dringenden Appelles des
Runden Tisches Geburtshilfe eingerichtet und nahm seine Tätigkeit am 01.10.2023 auf.
Für die Datenanalyse wurde ein Evaluationskonzept mit der Hebammen Ambulanz Bonn
e.V. erarbeitet und zwei Berichte erstellt. Die erste Evaluation wurde unter der
Beschlussvorlage 240952 für den Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit
erstellt. Eine weitere Evaluation wurde zu einem späteren Zeitpunkt zur internen
Verwendung für die Dezernentin erstellt.
4.2.3 BonnKids
Das Bewegungsförderungsprojekt BonnKids wurde zum Stand Dezember 2023
zwischenevaluiert. Dazu wurden Befragungen mit den teilnehmenden Kindern und
Jugendlichen, den leitenden Personen der beiden Jugendzentren sowie mit dem
Übungsleiter durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Projektsteuergruppe
vorgestellt und der AOK Rheinland/ Hamburg vorgelegt. Eine weitere Zusatzevaluation
sowie eine Abschlussevaluation sind in Planung.
4.2.4 Draußen Aktiv
Das Präventionsprojekt Draußen Aktiv wird gemäß der Förderleitlinien der Techniker
Krankenkasse regelmäßig evaluiert. Im Zeitraum 2024 wurde nach 3-monatiger Laufzeit
eine Zwischenevaluation erstellt und der Steuerungsgruppe vorgestellt. Aufgrund der
Evaluationsergebnisse werden Anpassungen für das Jahr 2025 vorgenommen.
5 Sonstige Gremienarbeit
Zur Erfüllung der Aufgaben gemäß § 24 Abs. 2 ÖGDG NRW nahmen die
Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz an 24
weiteren Gremien und Arbeitskreisen/-gruppen teil. Die Fokusthemen lassen sich grobSeite 16 von 17
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Stand: 08.01.2025
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in die Bereiche Prävention, Inklusion und soziale Gerechtigkeit unterteilen. Um eine
Verbesserung in diesen Bereichen zu erzielen, gilt es die nächsten Jahre eine Übersicht,
Koordination und verbesserte Kommunikation zwischen den internen (städtischen) als
auch externen Beratungsstellen und Leistungserbringern zu erstellen.
Dazu bedarf es der Zusammenarbeit aller Akteur*innen sowie der Pflege und
Koordination der vorhandenen Netzwerke, um unter Anbetracht der jetzigen und
zukünftigen Herausforderungen Doppelstrukturen abzuschaffen und Ressourcen
effizient zu verwenden.
Die Kommunale Gesundheitskonferenz hat sich deshalb u. a. dazu bereit erklärt, das
Programmbüro Soziale Gerechtigkeit bzgl. der Zertifizierung zur Kinderfreundlichen
Kommune mit der Gesundheitsberichterstattung als Teil der Sozialberichterstattung zu
unterstützen. Des Weiteren wird die Gesundheitsberichterstattung im Bereich der Kinder
und Jugendlichen weiter ausgebaut, um bedarfsgerechte Maßnahmen zur Prävention
und Gesundheitsförderung abzuleiten.
Ebenfalls unterstützt die Geschäftsstelle die Überarbeitung des Behindertenpolitischen
Teilhabeplans der Bundesstadt Bonn und übernimmt dort im Bereich „Gesundheit“ die
Verantwortung zur Verbreitung und Sensibilisierung von Informationen für die Belange
mit Menschen mit Behinderung und die Thematik der Gesundheitskompetenzen.
6 Zusammenfassung
Die Kommunale Gesundheitskonferenz und ihre Arbeitskreise tagten im o. g. Zeitraum
beständig. Die Sitzungen fanden sowohl in digitaler Form als auch in Präsenz statt. Die
Gremien haben sich mit vielfältigen Fragestellungen des Gesundheitswesens sowie mit
der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Bonn
beschäftigt.
In fast allen Arbeitskreisen wurde der Gesundheitskompetenzkompass GEKOKO
vorgestellt. Schwerpunktmäßig wurde sich 2024 mit den Bereichen Prävention, Inklusion
und soziale Gerechtigkeit befasst.
Die Besprechung spezifischer Themen in den genannten Arbeitskreisen hat sich auch
weiterhin als hilfreich und positiv erwiesen. Auch zukünftig werden gesundheitlich
relevante Themen und Fragestellungen aufgrund ihrer Komplexität und Dringlichkeit in
den Arbeitskreisen behandelt.
Die Geschäftsstelle dankt allen beteiligten Personen für die geleistete und engagierte
Mitarbeit im Zeitraum 2023/ 2024.Seite 17 von 17

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Datenstand: 02.11.2026, 18:37 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de