252604 · Beschlussvorlage
Erster kommunaler Wärmeplan für Bonn (Klimaplan)
Kerndaten
- Nummer
- 252604
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 18.03.2025
- Letzte Änderung
- 02.11.2026
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Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
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Beschlussvorlage öffentlich 252604 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB Erster kommunaler Wärmeplan für Bonn (Klimaplan) Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 01.04.2025 Empfehlung Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 02.04.2025 Empfehlung Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 09.04.2025 Empfehlung Rat 08.05.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Der von der Verwaltung erarbeitete erste kommunale Wärmeplan für die Bundesstadt Bonn (bestehend aus den angehängten Einzeldokumenten Anhang 1 bis 6) wird beschlossen (nach § 13 Absatz 5 WPG i.V.m. § 2 Absatz 1 LWPG NRW). 2. Der Rat beschließt den kommunalen Wärmeplan als strategische Planungsgrundlage für eine treibhausgasneutrale, kosteneffiziente und sozial verträgliche Wärmeversorgung im Stadtgebiet. Er ist bei allen Planungen, Prozessen und Entscheidungen als Fachplanung zu berücksichtigen. 3. Die Verwaltung wird damit beauftragt, die in ihrer Zuständigkeit liegenden Maßnahmen aus der Umsetzungsstrategie des Wärmeplans entsprechend ihrer jeweiligen Priorität vorzubereiten und umzusetzen. Dazu sind relevante Akteur*innen in den Prozess einzubinden. Sofern zusätzliche Personal- oder Sachmittel für ihre Vorbereitung und/oder Umsetzung notwendig sind, werden die notwendigen Beschlüsse den zuständigen Gremien zur Entscheidung vorgelegt. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, die Fortschritte der Umsetzung von Maßnahmen und veränderten Rahmenbedingungen des kommunalen Wärmeplans im Rahmen des jährlichen Klimaplan-Monitorings darzustellen.Seite 1 von 297 Seite 2 Begründung Hintergrund zur Erstellung eines kommunalen Wärmeplans für Bonn Im November 2019 hat der Rat der Stadt beschlossen, dass Bonn klimaneutral werden soll, um das Pariser Klimaziel einzuhalten und so einen Beitrag zum Erhalt unserer globalen Lebensgrundlagen zu leisten (DS 190232). Der größte Teil der klimaschädlichen Emissionen entsteht in Bonn im Bereich der Wärmeerzeugung (ca. 37,5 % laut BISKO-Treibhausgasbilanz 2022). Um klimaneutral zu werden, sollten möglichst ab sofort keine neuen Heizungen mehr eingebaut werden, die fossile Energieträger verbrennen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Zielmarke zur Erreichung der Klimaneutralität 2035 (Ziel Bundesstadt Bonn) oder 2045 (Ziel Bundesrepublik Deutschland) lautet. Unabhängig vom Beschluss des kommunalen Wärmeplans gilt ab dem 01.07.2026 bei Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohner*innen das Gebäudeenergiegesetz (GEG) für das gesamte Stadtgebiet in vollem Umfang und damit die Anforderung, dass neue Heizungsanlagen gemäß § 71 Absatz 8 GEG mit 65% erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Die Frage der Wärmeversorgung hat in den letzten Jahren auch mit Blick auf die Versorgungssicherheit eine große Relevanz bekommen. Es muss das Ziel sein, Bürger*innen vor absehbar steigenden Preisen für fossile Brennstoffe zu schützen, Mangellagen zu verhindern und die Energieversorgung unabhängig von globaler Verfügbarkeit sicherstellen zu können. Die kommunale Wärmeplanung beantwortet die Leitfrage: Wie kann die Wärmeversorgung langfristig klimaneutral, effizient und wirtschaftlich gestaltet werden? Der Rat der Bundesstadt Bonn hat die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans im Dezember 2021 beschlossen (DS 212052, vgl. auch Zielbeschluss Klimaplan DS 222006). Nachdem im Dezember 2022 Fördermittel der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) beantragt werden konnten, schrieb die Verwaltung die fachliche Begleitung der Wärmeplanung EU-weit aus (vgl. DS 231003, 231816, 232187). Den Zuschlag erhielt die Bonn- Netz GmbH, mit den Unterauftragnehmerinnen evety GmbH, DigiKoo GmbH, RSVN Wehr GmbH und Lagom.Energy GmbH (DS 240183). Gemeinsam mit diesem Konsortium hat die Verwaltung im Februar 2024 die Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung begonnen. Nun liegen die Ergebnisse zur Beschlussfassung vor. Damit erfüllt Bonn die im Wärmeplanungsgesetz (WPG) genannte Frist für Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohner*innen, den Wärmeplan bis zum Ablauf des 30. Juni 2026 zu erstellen (§ 4 Absatz 2 WPG). Erarbeitungsschritte der kommunalen Wärmeplanung Eine kommunale Wärmeplanung besteht nach § 13ff WPG im Wesentlichen aus vier Arbeitsschritten: 1. Bestandsanalyse (§ 15 WPG) 2. Potenzialanalyse (§ 16 WPG) 3. Erstellung von Zielszenarien und den daraus folgenden Versorgungsgebieten mit geeigneten Wärmeversorgungsarten (§§ 17,Seite 2 von 297 Seite 3 18, 19 WPG) 4. Entwicklung einer Umsetzungsstrategie (§ 20 WPG). Alle Schritte sind abgeschlossen und werden hiermit für eine Beschlussfassung vorgelegt (siehe Anhänge 1 bis 5). Eine detaillierte Darstellung der Ergebnisse erfolgte jeweils nach abgeschlossenem Zwischenschritt in Form von Mitteilungsvorlagen: • Bestands- und Potenzialanalyse – Mai 2024 (DS 240943) • Zielszenarien und mögliche Versorgungsgebiete – Oktober/November 2024 (DS 241427) • Umsetzungsstrategie – Januar/Februar 2025 (DS 241723) Die Umsetzungsstrategie sieht vertiefende Machbarkeitsstudien vor. Diese werden die in den Analysen des Wärmeplans genannten theoretischen Potenziale für Erneuerbare Energien auf ihre Realisierbarkeit hin prüfen und laufend dem aktuellen Wissensstand anpassen. Vom 9. Januar bis 7. Februar 2025 konnten im Rahmen der Beteiligung nach § 13 Absatz 4 WPG Öffentlichkeit, in ihren Aufgabenbereichen berührte Behörden und Träger öffentlicher Belange Rückmeldungen zu den erarbeiteten Unterlagen und Ergebnisentwürfen geben. Insgesamt sind 91 Stellungnahmen eingegangen (fünf von Organisationen, 86 von Bürger*innen). Am häufigsten wurden Wünsche zum Anschluss der eigenen Straße oder des eigenen Ortsteils an die Fernwärme genannt. Weitere Eingaben bezogen sich auf die Sorge einer möglichen Monopolstellung der Stadtwerke in der Fernwärmeversorgung. Darüber hinaus wurden Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der geplanten Transformation der Wärmeversorgung auf zu zahlende Wärmepreise artikuliert. Auch zur dezentralen Versorgungsoption durch Wärmepumpen gab es sowohl stark befürwortende als auch kritische Rückmeldungen – Letzteres vorwiegend wegen hoher Investitionskosten. Eine Übersicht über alle Eingaben und die jeweilige Antwort, Bewertung und ggf. Berücksichtigung durch die Verwaltung finden sich in Anhang 6. Über die Beteiligung nach § 13 Absatz 4 WPG hinaus fanden im Jahr 2024 acht öffentliche Veranstaltungen für Bürger*innen statt, in denen neben einem informativen Programmteil auch mit Verantwortlichen diskutiert werden konnte. Zusätzlich wurde und wird weiterhin auf www.bonn.de/waerme stets aktuell über die Zwischenergebnisse der kommunalen Wärmeplanung informiert und werden häufig gestellte Fragen beantwortet. Stakeholder*innen waren im Rahmen von drei halbtägigen Workshops beteiligt – darunter Netzbetreiber*innen, Erzeuger*innen von erneuerbaren Energien, potenzielle Abwärmelieferant*innen, Energiegenossenschaften, Großverbraucher*innen, angrenzende Gemeinden, der Rhein-Sieg-Kreis, Energieberatungen, Handwerk, Architekt*innen, Schornsteinfeger*innen, Gewerbe, Wohnungswirtschaft, Wissenschaft, Kirchen, Sozial- und Jugendverbände und Zivilgesellschaft. Auch der Bonner Klimaschutzbeirat hat Empfehlungen zur Umsetzung des Wärmeplans zusammengefasst (DS 241427-01). Diese adressieren neben der Verwaltung auch die „Stadtwerke als Marktakteur“ und werden bei der Planung, Durchführung und Steuerung von Aktivitäten Berücksichtigung finden.Seite 3 von 297 Seite 4 Kurzüberblick über die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung Die Bestandsanalyse hat gezeigt, dass derzeit etwa 92 % der Bonner Gebäude mit fossilen Energieträgern beheizt werden. Die Potenzialanalyse weist eine Vielzahl von Wärmeenergiequellen auf dem Bonner Stadtgebiet aus, die den Bedarf an Wärme theoretisch decken könnten. Die errechneten Versorgungsszenarien zeigen, dass sich in Bonn insbesondere zwei Technologien anbieten, um diese Potenziale nutzbar zu machen: • Wärmenetze schaffen die notwendige Versorgungsstruktur, um verschiedenste Erneuerbare Energien und auch unvermeidbare Abwärme zusammenzuführen und für den Endverbraucher als Raumwärme, Warmwasser oder Prozesswärme zur Verfügung zu stellen. Laut Modellrechnung sind sie in 81 von insgesamt 175 Teilgebieten der Stadt Bonn technisch und wirtschaftlich wahrscheinlich sinnvoll. Auf die nun abgeschlossene erste Wärmeplanung müssen vertiefende Analysen und Planungen folgen, welche für jedes Teilgebiet die praktische, technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit der Nachverdichtung bestehender und des Neubaus zusätzlicher Wärmenetze zeigen. Laut modellierten Zielszenarien wären ca. 40 % des Wärmebedarfs über Wärmenetze zu decken (das entspricht etwa 35 % der Gebäude). • Wärmepumpen sind in der Lage, auch Energiequellen mit geringen Temperaturen nutzbar zu machen. Als große Anlagen werden sie Teil von Wärmenetzen sein. In kleiner Form werden sie in Bonner Teilgebieten mit weniger dichter Bebauung eine dezentrale Wärmeversorgung einzelner Gebäude sicherstellen. Dies betrifft in den Zielszenarien ca. 60% des Wärmebedarfs bzw. ca. 65% der Bonner Gebäude. Der hohe Prozentanteil von Wärmepumpen (welche aus einer Kilowattstunde Strom 2-5 Kilowattstunden Wärme erzeugen), in Kombination mit der Wärmebedarfsreduktion (siehe unten) führt zu einem insgesamt um ca. 60 % verringerten Endenergieverbrauch. Als Voraussetzung für diese Transformation muss zusätzlich das Stromnetz ertüchtigt werden (von bisher 38 auf etwa 420 Gigawattstunden pro Jahr). Daraus ergeben sich u.a. folgende Maßnahmenempfehlungen: Anders als Strom, der mit geringen Verlusten über weitere Strecken transportiert werden kann, bestehen vergleichbare Transportmöglichkeiten für Wärme nicht. Daher muss angestrebt werden, einen möglichst hohen Anteil der Wärmeenergie vor Ort zu erzeugen bzw. zu speichern. Für eine Großstadt wie Bonn ist die geringe Verfügbarkeit von Flächen für Erneuerbare-Energien- Anlagen und saisonale Speicher dabei der begrenzende Faktor. Auch kommunale Flächen müssen insofern für eine Wärmegewinnung genutzt werden (ggf. bei Mehrfachnutzung, um Nutzungskonflikte abzumildern). Ebenso wichtig wie Wärme-/Stromnetze und Erneuerbare-Energien-Anlagen ist, den Gesamtwärmebedarf in Bonn zu reduzieren. Im Rahmen der Wärmeplanung konnte beim überwiegend recht alten Gebäudebestand (80 % mit Baujahr vor 1981) ein hohes theoretisches Einsparpotenzial durchSeite 4 von 297 Seite 5 energetische Sanierungsmaßnahmen festgestellt werden. Die Zielszenarien 2035 und 2045 kommen beide zu einer Wärmebedarfsreduktion von 28 %, was einer jährlichen Sanierungsrate von durchschnittlich 2,8 % bis 2035 bzw. 1,5 % bis 2045 entspricht. Unterstützen kann z.B. eine effektivere Nutzung des beheizten Wohnraums. Die Verwaltung informiert auf ihrer Webseite und im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen transparent über die Ergebnisse des Wärmeplans. Jedoch kann ein stadtweiter Plan niemals Empfehlungen für einzelne Gebäude geben. Neben den reinen Infrastrukturmaßnahmen braucht es zusätzlich umfangreiche Informations- und Beratungsangebote für Bürger*innen. Soziale Härten sollten durch ergänzende kommunale Förderprogramme zielgerichtet abgefedert werden. Damit die Vielzahl der für eine Wärmewende notwendigen Maßnahmen umgesetzt werden können, benötigt es begleitend eine enge Kooperation und Abstimmung aller Beteiligten, eine Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsprozessen (ohne auf Kosten der Umweltprüfung zu gehen) und eine intensive Prozesssteuerung. Umsetzungsstrategie Die Zusammenfassung von Maßnahmenempfehlungen in einer Umsetzungsstrategie ist der gesetzlich vorgeschriebene, abschließende Prozessschritt einer kommunalen Wärmeplanung. Um hierbei sicherzustellen, dass der erste Bonner Wärmeplan in besonderem Maße sozial ausgewogen ist und die Umsetzbarkeit insbesondere für finanziell schwächere Haushalte im Blick behält, wurden die erarbeiteten Maßnahmenvorschläge zusätzlich hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Fragen der sozialen Gerechtigkeit untersucht. Hiermit wurde das Öko-Institut e.V. beauftragt und konnte Ansätze wie die Prüfung möglicher Einflussnahme auf Wärmenetztarife, Quartiersansätze oder Suffizienzmaßnahmen ergänzen. Die Maßnahmenvorschläge des Konsortiums, die Empfehlungen des Öko- Instituts e.V. sowie Hinweise aus der Beteiligung (s.o.) umfassen in Summe 73 Maßnahmen. Diese wurden innerhalb der Verwaltung inzwischen weiter ausgearbeitet und priorisiert und sind in einer Umsetzungsstrategie (Anhang 5) zusammengestellt. Auch wurde die Kategorisierung an die kürzlich vom Land Nordrhein-Westfalen mitgeteilte Form der verpflichtenden Datenübermittlung angepasst. In der Umsetzungsstrategie hervorgehoben sind diejenigen 30 Aktivitäten, die für eine Zielerreichung unerlässlich sind und unmittelbar auf den Beschluss der Wärmeplanung vorbereitet bzw. umgesetzt werden sollten. Die Darstellung umfasst notwendige Umsetzungsschritte und erste Kostenprognosen gemäß WPG. (Einzelne Maßnahmen können eingeplante Kosten enthalten, die in bestehenden Haushalts- oder Wirtschaftsplanungen bereits berücksichtigt wurden. Eine doppelte Belastung entsteht dadurch nicht.) Darunter finden sich jeweils weitere Maßnahmenvorschläge, die einen zusätzlichen Beitrag zur Zielerreichung leisten können. Ein großer Teil der genannten Aktivitäten findet sich in ähnlicher Form auch imSeite 5 von 297 Seite 6 Arbeitsprogramm des Bonner Klimaplans. Die Empfehlungen aus der Wärmeplanung sind insofern nicht immer als originär neue Aufgabe, sondern weitgehend als Spezifikation, Strukturierung oder Fortführung zu verstehen. Einige Beispiele sind: • Analyse von Flächenpotenzialen für Erneuerbare Energien und Speicher (5.2.2.1) • Innovationsräume für alternative Wärmeversorgungskonzepte (5.2.1.3) • Strategie für einen klimaneutralen Gebäudebestand (4.1.1.1) • Investitionsprogramm Wärmeversorgung Konzernliegenschaften (5.1.1.1) • PV-Initiative Konzern Stadt Bonn (5.1.2.1) • Entwicklung und Umsetzung integrierter Quartierskonzepte (4.2.2.1 und 4.2.2.2) • Bonner Standards für klimafreundlichen Neubau (4.2.2.3) • Fokusinitiative Unterstützung private Vermieter*innen und WEG (4.3.1.2) • Zielgruppenspezifische Beratung- und Unterstützung (4.3.1.1) • Kooperationsvereinbarung mit der gewerblichen Wohnungswirtschaft (4.3.2.1) • Klimapartnerschaft mit Träger*innen sonstiger öffentlicher Gebäude (4.5.2.1) • Förderprogramm für die sozialverträgliche, energetische Gebäudemodernisierung (Zielgruppe private Vermieter*innen) (4.3.1.3) • Bürgerenergieprojekte fördern (5.3.1.1) Im bisherigen Arbeitsprogramm des Klimaplans noch nicht enthalten sind hingegen u.a. folgende, für die Wärmewende zentrale Maßnahmen: • Fernwärmeausbau und Nahwärmeaufbaustrategie • Machbarkeitsstudien für Erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme • Priorisierung von Flächen für Erneuerbare-Energien-Anlagen und Speicher • Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren • Finanzielle Förderung von Bürgerenergieprojekten Diese und für die Zielerreichung fortzuführende Maßnahmen werden bei der Fortschreibung des Arbeitsprogramms des Klimaplans Berücksichtigung finden. Verbindlichkeit des kommunalen Wärmeplans Der erste Bonner Wärmeplan stellt eine wichtige Ausgangslage für Infrastrukturaus- bzw. -umbau, Stadtplanung und Stadtentwicklung dar. Die Bürger*innen können sich bspw. einen Eindruck davon verschaffen, wo eine Wärmeversorgung per Wärmenetzen theoretisch sinnvoll ist. Auf diese initiale Wärmeplanung müssen jedoch auf einzelne Teilgebiete und Technologien bezogene Untersuchungen und Ausbauplanungen folgen, um Planungssicherheit für Betreiber*innen/Versorger*innen, Bürger*innen und Verwaltung zu gewinnen.Seite 6 von 297 Seite 7 Der lokale Fernwärmenetz-Betreiber, die Bonn-Netz GmbH, hat erste Ergebnisse einer Wärmenetzausbauplanung noch für das Jahr 2025 angekündigt. Es ist anzunehmen, dass es weitere Betreiber*innen/Versorger*innen (ggf. auch Bürgerenergiegenossenschaften) braucht, um möglichst viele, für Wärmenetze rechnerisch geeignete Teilgebiete mit solchen versorgen zu können. Es handelt sich bei einem kommunalen Wärmeplan um eine „rechtlich unverbindliche, strategische Fachplanung“. Sie zeigt nach § 3 Absatz 1 Nr. 20 WPG „Möglichkeiten (auf) für den Ausbau und die Weiterentwicklung leitungsgebundener Energieinfrastrukturen für die Wärmeversorgung, die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien, aus unvermeidbarer Abwärme oder einer Kombination hieraus sowie zur Einsparung von Wärme“ und beschreibt „die mittel- und langfristige Gestaltung der Wärmeversorgung für das beplante Gebiet“. Zudem handelt es sich bei einem kommunalen Wärmeplan um eine zu berücksichtigende Fachplanung nach § 1 Abs. 6 Nr. 7 lit. f) Baugesetzbuch (BauGB), wodurch die Darstellungen im kommunalen Wärmeplan und die Entscheidungen über die Ausweisung als Gebiet zum Neu- oder Ausbau von Wärmenetzen (siehe unten) in der Bauleitplanung zu berücksichtigen sind. Weiteres Vorgehen Nach Beschluss des kommunalen Wärmeplans sind die Ergebnisse gemäß § 6 Landeswärmeplanungsgesetz NRW (LWPG) dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) für ein Monitoring zu übermitteln. Dieses dient ausschließlich der landesweiten Transparenz über den Fortschritt der Wärmewende in Nordrhein-Westfalen. Der kommunalpolitische Beschluss der Wärmeplanung bedarf keiner Genehmigung durch das Land. Das LANUV erstellt innerhalb von sechs Monaten eine Bewertung des kommunalen Wärmeplans nach § 7 LWPG, welche die Verwaltung dem Rat vorlegen wird und die bei einer Fortschreibung des Wärmeplans ggf. Berücksichtigung finden kann. Eine Umsetzung des Wärmeplans kann und sollte unmittelbar nach Beschluss des Rates der Stadt Bonn erfolgen. Gemäß § 25 WPG ist der kommunale Wärmeplan spätestens alle fünf Jahre fortzuschreiben. Dabei sollen Daten aktualisiert, Umsetzungsfortschritte überwacht und die Zielerreichung überprüft werden. Auch hierzu liefert die Umsetzungsstrategie bereits Empfehlungen. Da das Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung in Bonn sowohl bis zum Jahr 2035 wie auch 2045 ambitioniert ist, erfordert es eine intensive Koordination, regelmäßige Nachsteuerung und Abwägung der Prioritätensetzung. Diese soll im Rahmen des umfassenden Klimaplan-Controllings erfolgen. Anlage/nSeite 7 von 297 Seite 8 1 Anhang 1 - kommunale Wärmeplanung - Bestands- und Potenzialanalyse Teil1 (öffentlich) 2 Anhang 2 - kommunale Wärmeplanung - Bestands- und Potenzialanalyse Teil2 (öffentlich) 3 Anhang 3 - kommunale Wärmeplanung - Parameter, Basisszenarien und Wärmeversorgungsarten (öffentlich) 4 Anhang 4 - kommunale Wärmeplanung - Zielszenarien (öffentlich) 5 Anhang 5 - kommunale Wärmeplanung - Umsetzungsstrategie (öffentlich) 6 Anhang 6 - kommunale Wärmeplanung - Auswertung Beteiligung (öffentlich)Seite 8 von 297 Die kommunale Wärmeplanung auf Basis eines digitalen Zwillings Bestands- und Potenzialanalyse (Teil 1) Stand: März 2025 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt BonnSeite 9 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Ziel, Zweck und Einordnung dieser Präsentation ● Projektleitung & Projektmanagement ● Datenbereitstellung ● Erstellung Ergebnisunterlagen ● Projektmanagement ● GIS-Analysen und Auswertungen ● Erstellung Ergebnisunterlagen ● Realdatenintegration ● Datenbereitstellung ● Sanierungspotenziale Die im Folgenden präsentierte Bestands- und Potenzialanalyse der kommunalen Wärmeplanung der Bundesstadt Bonn wurde durch die Bonn-Netz GmbH mit ihren Projektpartnern evety GmbH sowie digikoo GmbH erarbeitet. Die Präsentation wurde am 14.05.2024 dem Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035 (Auftraggeber) sowie weiterer bei der Erstellung der Wärmeplanung tangierter Ämter der Bundesstadt Bonn vorgestellt und im Nachgang abgestimmt. Das Wärmeplanungsgesetz sieht zur Beteiligung der Öffentlichkeit eine Veröffentlichung der Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung vor. Diese ist für Ende 2024 geplant. Darüber hinaus beabsichtigt der Auftraggeber, tangierte Ausschüsse/Gremien bei der Bundesstadt Bonn sowie die Öffentlichkeit regelmäßig über den Projektfortschritt zu informieren. Diese Präsentation dient hierfür als Grundlage. Die Bonn-Netz GmbH und ihre Projektpartner weisen darauf hin, dass die Angaben in dieser Präsentation ohne eine genauere Einordnung missverständlich sein können. Zudem können offene Fragen zum aktuellen Projektzeitpunkt nur zu einem gewissen Grad beantwortet werden. So greift die Bestandsanalyse auf viele unterschiedliche Datenquellen zurück und spiegelt im Einzelfall nicht die Realität wider. Insgesamt ergibt sich jedoch ein kohärentes Bild, das der Realität entspricht (keine Rückschlüsse auf einzelne Haushalte). Die Potenzialanalyse weist zunächst theoretische und technische Potenziale aus, ohne einen weiteren Kontext herzustellen. Dachflächen stehen beispiels- weise ausschließlich für eine Technologie zur Verfügung (Solarthermie oder Photovoltaik). Die weitere Einordnung der Ergebnisse findet im nächsten Schritt im Projekt statt. Weiterer Hinweis: Die kommunale Wärmeplanung ist ein städtisches Planungsinstrument mit dem Anspruch, Transparenz zu schaffen und somit der Wärmeversorgung regional strategischen Halt zu geben. Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es nicht, dass Maßnahmenscharf bestimmt wird, wo die Fernwärme ausgebaut wird. Dies ist nur in Kombination mit weiteren Machbarkeitsstudien möglich (BEW-Transformationsplan). Ebenfalls kann in der kommunalen Wärmeplanung nicht die beste Technologie zum Heizen für Einzelne ermittelt werden. Hierzu ist bei Bedarf eine Energieberatung einzubeziehen.Seite 10 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Was ist die kommunale Wärmeplanung? Was ist sie nicht? Orientierungs- und Priorisierungshilfe für die weiteren Schritte hin zur klimaneutralen Wärmeversorgung. → Möglichst schnell CO2 einsparen und begrenzte Mittel möglichst effektiv einsetzen Kein detaillierter Plan, wann wer Fernwärme bekommt. → Bei vorhandenem Potenzial ist dies gesondert mittels Machbarkeitsstudien (BEW- Transformationsplanung) zu konkretisieren. Keine Antwort für die Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer, was individuell die beste Dekarbonisierungsoption ist. → Bei Bedarf durch Energieberatung 3Seite 11 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Die kommunale Wärmeplanung orientiert sich am Beschluss, dass Bonn bis 2035 klimaneutral werden will Zielzustand klimaneutraler Energiemix bis 2035 Energiemenge in Gigawattstunden (GWh) bzw. prozentualem Anteil am Energiemix (bonn.de/klima) ● Beschluss: klimaneutral bis 2035 vom 31.10.2019 (DS 190232) ● Beschluss kommunale Wärmeplanung vom 02.12.2021 (DS 212052) ● Zielbeschluss Bonner Klimaplan vom 23.03.2023 (DS 222006) Einführung Quelle: [63] Klimaplan 2035 der Stadt Bonn 4Seite 12 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Der Bonner Klimaplan definiert den Weg zu einer dekarbonisierten Wärmeversorgung bis 2035 Entwicklungspfad des Energiemixes in der Wärmeversorgung Prognose für ein 1,5°-Szenario (bonn.de/klima) Zielpfad gemäß Klimaplan 2035 ● Der Wärmebedarf muss sich etwa halbieren. ● Fossile Energieträger werden durch erneuerbare Wärmequellen ersetzt. ● Erneuerbare Energiequellen werden vorrangig über Wärmepumpen, Heizstrom und Wärmenetze erschlossen. Einführung Quelle: [63] Klimaplan 2035 der Stadt Bonn 5Seite 13 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn INHALT 1. Einführung 2. Eignungsprüfung (§ 14 Wärmeplanungsgesetz) 3. Bestandsanalyse (§ 15 Wärmeplanungsgesetz) 4. Potenzialanalyse (§ 16 Wärmeplanungsgesetz) QuellenverzeichnisSeite 14 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Auf Basis einer detaillierten Erfassung der aktuellen Situation im Stadtgebiet wird die kommunale Wärmeplanung erstellt Durchführung einer Potenzialanalyse Ermittlung der lokal verfügbaren Potenziale erneuerbarer Energien und Abwärme sowie Bewertung der Energieeinsparungspotenziale Durchführung einer Bestandsanalyse Erhebung des Status Quo bei Wärmebedarf, THG-Emissionen sowie Gebäude- und Versorgungsstruktur als Basis für den digitalen Zwilling Entwicklung des Zielszenarios und Einteilung in Wärmeversorgungsgebiete Gemeinsame Entwicklung von Szenarien auf Basis lokaler Rahmen- bedingungen (z. B. Verfügbarkeiten von Energieträgern oder politischen Zielen) Festlegung von Wärmever- sorgungsgebieten für dezentrale Einzelversorgung und Wärmenetze inkl. entsprechender Versorgungskonzepte auf Basis vorhandener EE-Potenziale Ausarbeitung der Wärmewendestrategie und Transformationspfade Bewertung und Priorisierung konkreter Einzelmaßnahmen und Einbettung in einen langfristigen Transformationspfad auf dem Weg zur Klimaneutralität der Wärmeversorgung Durchführung einer Eignungsprüfung Unterteilung der Gemeinde in Teilgebiete. Prüfung der Teilgebiete auf Wärme- oder Wasserstoffnetz- potenzial. Umsetzung 7 EinführungSeite 15 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Die Datenbereitstellung und Evaluation im digitalen Zwilling erfolgt mit einer Vielzahl an Partnern Open Data Solarkataster Data Science Ergebnisse Individuelle Datensätze Realdaten Geometrische Analysen ● Statistische Ämter (Bund, Land, Gemeinden) ● Vermessungsämter (Bund, Land) ● Kraftfahrtbundesamt (KBA) ● Bundesanstalt für Arbeit ● Bundesministerium für Wirtschaft ● Deutsche Bundesbank ● Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ● Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft ● Bundesverbände div. Branchen ● Wirtschaftsforschungsinstitute (DIW…) ● best for planning ● TomTom ● HERE ● Deutsche Post ● Deutsche Telekom ● Immobilien Scout 24 ● DBI (Dt. Brennstoff Institut) ● HEXAGON ● Schober Information Group ● Hausbegehungen ● MaFo-Befragungen ● Eigene Berechnungen Datenkonsolidierung und -veredelung digipad 8 OFFIZIELLE EINRICHTUNGEN PARTNER UND KOOPERATIONEN Einführung Enthält Zensus-DatenSeite 16 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn NEXIGANEXIGA KommuneKommune EVUsEVUs* NetzbetreiberNetzbetreiber SchornsteinfegerSchornsteinfeger GebäudealterGebäudealter GebäudetypGebäudetyp HeizungsalterHeizungsalter WärmeverbräucheEnergieverbräuche …… Das Verständnis für die Strukturen der eigenen Versorgungs- gebiete ist die Grundlage für eine effektive Wärmestrategie! 9 ● Charakterisierung des Gebäudes auf Basis bereits vorliegender kommerzieller Datensätze von Anbietern, wie ▪ NEXIGA ▪ Tabula Gebäudetypen uvm. ● Deutliche Verbesserung der Aussagen durch Ergänzung von vorhandenen Realdaten, wie z. B. ▪ Strom-, Gas- und Wärmenetzdaten von BonnNetz ▪ Daten von öffentlichen Stellen (Bezirksschornsteinfeger - liegen derzeit noch nicht vor) ▪ Informationen zu Liegenschaften von Gewerbe- und Industriebetrieben und der öffentlichen Hand ▪ Sonstige der Kommune vorliegenden Informationen, z. B. über geplante Projekte Öffentliche, kommerzielle und eigene Daten bilden die Grundlage einer fundierten Bestandsanalyse Verwendete Datensätze *EVU: Energieversorgungsunternehmen EinführungSeite 17 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Gemäß Wärmeplanungsgesetz werden Eignungsprüfung sowie Bestands- und Potenzialanalyse durchgeführt InhalteErgebnisse § 14 Eignungsprüfung und verkürzte Wärmeplanung ● Die Wärmeplanung kann in den Teilgebieten, welche sich nicht für ein Wasserstoff- oder Wärmenetz eignen, verkürzt durchgeführt werden. ● Die Bestandsanalyse dient als Darstellung des Status Quo und als Grundlage für die weiteren Schritte. ● In der Potenzialanalyse werden die vorhandenen Potenziale zur Erzeugung von Wärme und zur Energieeinsparung ermittelt. § 15 Bestandsanalyse § 16 Potenzialanalyse ● Das beplante Gebiet wird bei einer Eignungsprüfung auf Teilgebiete untersucht, welche sich nicht für eine Versorgung durch ein Wärmenetz oder ein Wasserstoffnetz eignen. ● Gründe für eine Nichteignung sind: ▪ Keine konkreten Anhaltspunkte für nutzbare Potenziale oder unvermeidbare Abwärme ▪ Derzeit kein Gasnetz besteht und keine konkreten Anhaltspunkte für eine dezentrale Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff vorliegen ▪ Keine Wirtschaftlichkeit aufgrund der Siedlungsstruktur und des Wärmebedarfs ● Bei der Bestandsanalyse wird der derzeitige Wärmebedarf oder -verbrauch innerhalb des beplanten Gebiets sowie die eingesetzten Energieträger ermittelt. ● Zudem werden die vorhandenen Wärmeerzeugungsanlagen sowie die relevanten Energieinfrastrukturanlagen für die Wärmeversorgung ermittelt. ● Die Bestandsanalyse dient als Grundlage für das Zielszenario (§17), für die Einteilung der geplanten Gebiete (§18 I) und für die Darstellung von Gebieten (§18 V) sowie für die Darstellung der Wärmeversorgungsarten für das Zieljahr (§19). ● Im Rahmen der Potenzialanalyse werden die im beplanten Gebiet vorhandenen Potenziale zur Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien, zur Nutzung von unvermeidbarer Abwärme und zur zentralen Wärmespeicherung ermittelt. ● Dies findet unter Berücksichtigung von räumlichen, technischen, rechtlichen oder wirtschaftlichen Restriktionen für die Nutzung von Wärmeerzeugungspotenzialen statt. ● Die Potenziale zur Energieeinsparung werden durch die Wärmebedarfsreduktion ermittelt. Einführung Quelle: [13] Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze, *WPG: Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz ; BMWSB) 10Seite 18 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn INHALT 1. Einführung 2. Eignungsprüfung (§ 14 Wärmeplanungsgesetz) 3. Bestandsanalyse (§ 15 Wärmeplanungsgesetz) 4. Potenzialanalyse (§ 16 Wärmeplanungsgesetz) QuellenverzeichnisSeite 19 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Die Eignungsprüfung § 14 unterteilt das Stadtgebiet in Teilgebiete mit verkürzter und normaler Wärmeplanung Auf einen Blick Konkrete Ergebnisse Zielsetzung: ● Unterteilung der Stadt Bonn in Teilgebiete für… ● … die normale Wärmeplanung ● … die verkürzte Wärmeplanung 12 Legende Normale Wärmeplanung Verkürzte Wärmeplanung Eignungsprüfung von Teilgebieten Entwurf: Updaten Kernergebnisse: ● Für nahezu das gesamte Stadtgebiet Bonn sollte eine Versorgung durch Wärmenetze nicht ausgeschlossen werden ● Nur in sechs kleinen Randgebieten könnte eine „verkürzte Wärmeplanung“ durchgeführt werden Methodik: ● Kriterien der Eignungsprüfung sind in § 14 WPG* festgelegt ● Eignungsprüfung… ● … auf Wärmenetzgebiete ● … auf Wasserstoffnetzgebiete *WPG: Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz ; BMWSB)Seite 20 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Für die kommunale Wärmeplanung wird das Stadtgebiet mittels einer Datenauswertung in 175 homogene Teilgebiete unterteilt Abgrenzung der Teilgebiete Definition: ● Ein Teilgebiet besteht aus mehreren Grundstücken oder aus Teilen von einzelnen oder mehreren Baublöcken. Diese Gebiete werden für die weitere Wärmeplanung und insbesondere für die Einteilung in die „normale-“ oder „verkürzte Wärmeplanung“ verwendet. Ziel: ● Festlegen sinnvoller Wärmeversorgungsgebiete aus Sicht der kommunalen Wärmeplanung. Methodik: ● Auf Basis einer Analyse der Bestandsdaten aus dem Stadtgebiet Bonn werden die einzelnen Gebäude zu sinnvollen Gebäudeclustern und im Anschluss zu insgesamt 175 Teilgebieten zusammengefasst. ● Die Projektpartner haben sich in der Stadt Bonn für eine Einteilung nach Siedlungstypen als die sinnvollste Variante entschieden. Ergebnis: ● Auf Basis der Daten auf Baublockebene wurde die Stadt Bonn in 175 sinnvolle Teilgebiete unterteilt. ● Auf Grundlage der Teilgebiete kann im gesamten Stadtgebiet die Eignungsprüfung nach § 14 WPG erfolgen. Eignungsprüfung von Teilgebieten 13 Quelle: [7]; [15]Seite 21 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Mithilfe verschiedener Kriterien wird die Eignungsprüfung für Wärme- und Wasserstoffnetze in den Teilgebieten durchgeführt 14 Normale Wärmeplanung Wasser- stoffnetz Verkürzte Wärmeplanung Normale Wärmeplanung Existiert im beplanten Gebiet oder Teilgebiet derzeit ein Wärmenetz? Ermöglicht die Siedlungsstruktur im Planungsgebiet hohe Wärmedichten (z.B. über 100 MWh/ha) um einen wirtschaftlichen Betrieb des Wärmenetzes zu garantieren? Quelle: [13] Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze Gibt es konkrete Anhaltspunkte für nutzbare Potenziale aus Abwärmequellen (u.a. Kläranlagen, Abwassersammler, Rechenzentren, Industrie, Gewässer, Biogasanlagen, etc.) oder Freiflächen, die für die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien nutzbar gemacht werden können? Existiert im beplanten Gebiet oder Teilgebiet derzeit ein Gasnetz? Bestehen konkrete Anhaltspunkte für die Erzeugung, Speicherung oder Nutzung von Wasserstoff? Eignungsprüfung von Teilgebieten Ist die Versorgung eines neuen Wasserstoffverteilnetzes fristgemäß über die darüberliegenden Netzebenen (Wasserstoffkernnetz) sichergestellt? Ist die zukünftige Versorgung über ein Wasserstoffnetz aufgrund der räumlichen Lage der Abnehmerstruktur und des Wärmebedarfs voraussichtlich unwirtschaftlich? Wärme- netz Nein Ja StartSeite 22 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Das Stadtgebiet verfügt bereits über ein bestehendes Wärmenetz, welches um zahlreiche Abwärmequellen erweitert werden kann Eignungsprüfung von Teilgebieten Eignungsprüfung für Wärmenetze ● Die zuvor definierten Gebiete und Teilgebiete müssen auf Grundlage des § 14 Eignungsprüfung WPG* untersucht werden. Ablauf: ● Zunächst wird das Stadtgebiet hinsichtlich bestehender Wärmenetze geprüft. Laut § 14 ist das Vorhandensein eines Bestandswärmenetzes Grundlage für die Durchführung der „normalen Wärmeplanung“. Entsprechende Stadtgebiete wurden in der nebenstehenden Abbildung in grün dargestellt. Methodik: ● Es wurden eine Puffer-Zone von 1 km um die Abwärmepotenziale gelegt. Alle Gebiete welche sich innerhalb dieser Puffer-Zone befinden, werden als Eignungsgebiet für ein Wärmenetz festgelegt. Ergebnis: Ein Großteil des Stadtgebiets zeigt bereits durch das Bestandswärmenetz und industrielle Abwärmepotenziale eine Eignung für ein Wärmenetzgebiet. Diese Gebiete müssen im weiteren Verlauf noch hinsichtlich der vorliegenden Wärmedichten überprüft werden. Eignungsprüfung Wärmenetze • Gebiet mit Bestandswärmenetz • Gebiet mit Abwärmepotenzial Abwärmepotenziale Pufferzone Abwärmepotenziale 15 Quellen: [1]; [2]; [8]Seite 23 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Bonn verfügt über ein hohes Potenzial von unerschlossenen EE*- Wärmequellen aus Solar- und Geothermie sowie den Rhein Eignungsprüfung von Teilgebieten Eignungsprüfung für Wärmenetze: Solarthermie, Geothermie und Oberflächengewässer ● Bestehende Potenziallücken werden hinsichtlich der Eignung von Potenzialen zur Wärmeerzeugung mittels EE*-Quellen zur Einspeisung in ein Wärmenetz untersucht. Ablauf: ● Kartografische Darstellung und Auswertung entsprechender Potenzialflächen im Stadtgebiet. ● Gebiete mit Potenzial für Wärme aus EE*-Erzeugung eignen sich für eine „normale Wärmeplanung“. Methodik: ● Alle Teilgebiete im Stadtgebiet eignen sich aus rein technischer Sicht für eine Nutzung oberflächennaher Geothermie und können daher als „Teilgebiet mit möglicher EE-Versorgung“ ausgewiesen werden. Restriktionen wurden erst in der später folgenden Potenzialanalyse berücksichtigt. ● Um den Rhein wurde eine Puffer-Zone von 1 km für die potenzielle Nutzung der Umweltwärme gelegt. ● Zusätzliche Potenzialflächen für FF**-Solarthermie und Geothermie außerhalb der Teilgebiete wurden entsprechend farblich hervorgehoben Ergebnis: Bestehende Potenziallücken für eine flächendeckende Durchführung der „normalen Wärmeplanung“ konnten durch die EE*-Quellen geschlossen werden. In allen Teilgebieten der Stadt Bonn liegt somit eine potenzielle Eignung für Wärmenetze vor. Diese Gebiete müssen im Anschluss noch hinsichtlich ihrer Wärmedichte geprüft werden. Eignungsprüfung Wärmenetze Potenzialfläche FF-Solarthermie Pufferzone Umweltwärme Potenzialfläche Geothermie (außerhalb der Teilgebiete) Teilgebiet mit möglicher EE-Versorgung 16 *EE: Erneuerbare Energien; **Freiflächen-Solarthermie Quellen: [1]; [2]; [17]Seite 24 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Nahezu im gesamten Stadtgebiet Bonn liegt eine Wärmedichte von über 100 MWh/ha und somit eine Eignung für Wärmenetze vor Eignungsprüfung von Teilgebieten Eignungsprüfung für Wärmenetze: Wärmedichten > 100 MWh/ha im Stadtgebiet ● Alle Teilgebiete werden nach Vorgabe des WPGs* hinsichtlich der vorliegenden Wärmebedarfe und einer möglichen „wirtschaftlichen Versorgung“ mittels Wärmenetzen geprüft. Ablauf: ● Annahme, da keine gesetzlichen Vorgaben oder Empfehlungen im WPG: Im Rahmen der Eignungsprüfung werden Gebiete mit einer Wärmedichte von > 100 MWh/ha für eine „wirtschaftliche Versorgung“ und somit für die „normale Wärmeplanung“ vorgeschlagen, um Teilgebiete nicht ohne detaillierte Betrachtung auszuschließen. ● Im weiteren Projektverlauf werden den Teilgebieten geeignete Wärmeversorgungsarten auch auf Basis der Wärmedichten zugeteilt. Hierbei werden diese Gebiete im Detail geprüft und die Klassifizierung der Wärmebedarfsdichten nach dem KEA-Handlungsleitfaden angesetzt. Methodik: ● Die Wärmedaten aus dem Energieatlas NRW wurden auf Teilgebietsebene zur Wärmedichte aggregiert. ● Kartografische Darstellung und Auswertung der Teilgebiete mit ausreichend hohen Wärmedichten auf Grundlage des Energieatlas NRW. Ergebnis: Nur ein geringer Anteil der untersuchten Teilgebiete im Stadtgebiet Bonn verfügt über eine Wärmedichte von unter 100 MWh/ha. Für den Großteil muss in Folge die „normale Wärmeplanung“ durchgeführt werden. Eignungsprüfung Wärmenetze • Wärmedichte < 100 MWh/ha • Wärmedichte > 100 MWh/ha 17 *WPG: Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz ; BMWSB), Quellen: [29] Handlungsleitfaden Kommunale Wärmeplanung ; [17] Energieatlas NRWSeite 25 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Auf Grundlage der Eignungsprüfung für Wärmenetze wird nahezu im gesamten Stadtgebiet die normale Wärmeprüfung durchgeführt Eignungsprüfung von Teilgebieten Eignungsprüfung für Wärmenetze: Ergebnisse ● Alle bestehenden Kriterien für die Eignungsprüfung für Wärmenetze wurden auf Grundlage des WPGs* durchgeführt und kartografisch dargestellt. ● In der Übersichtskarte werden die aggregierten Ergebnisse des gesamten Stadtgebietes dargestellt. Ablauf: ● Zusammenführung der Ergebnisse aus den ersten drei Schritten der Eignungsprüfung für Wärmenetze: • Prüfung der Bestandswärmenetze • Untersuchung der EE-Potenziale • Prüfung vorliegender Wärmedichten Methodik: ● Alle Gebiete ohne Bestandswärmenetz, welche über keine ausreichenden Wärmedichten über 100 MWh/ha verfügen werden farblich hervorgehoben. Ergebnis: Im gesamten Stadtgebiet gibt es nur sechs Teilgebiete welche für eine „verkürzte Wärmeplanung“ in Betracht gezogen werden können. Eignungsprüfung Wärmenetze • Verkürzte Wärmeplanung • Normale Wärmeplanung 18 *WPG: Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz ; BMWSB)Seite 26 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Mithilfe verschiedener Kriterien wird die Eignungsprüfung für Wärme- und Wasserstoffnetze in den Teilgebieten durchgeführt 19 Normale Wärmeplanung Wasser- stoffnetz Verkürzte Wärmeplanung Normale Wärmeplanung Existiert im beplanten Gebiet oder Teilgebiet derzeit ein Wärmenetz? Ermöglicht die Siedlungsstruktur im Planungsgebiet hohe Wärmedichten (z.B. über 100 MWh/ha) um einen wirtschaftlichen Betrieb des Wärmenetzes zu garantieren? Quelle: [13] Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze Gibt es konkrete Anhaltspunkte für nutzbare Potenziale aus Abwärmequellen (u.a. Kläranlagen, Abwassersammler, Rechenzentren, Industrie, Gewässer, Biogasanlagen, etc.) oder Freiflächen, die für die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien nutzbar gemacht werden können? Existiert im beplanten Gebiet oder Teilgebiet derzeit ein Gasnetz? Bestehen konkrete Anhaltspunkte für die Erzeugung, Speicherung oder Nutzung von Wasserstoff? Eignungsprüfung von Teilgebieten Ist die Versorgung eines neuen Wasserstoffverteilnetzes fristgemäß über die darüberliegenden Netzebenen (Wasserstoffkernnetz) sichergestellt? Ist die zukünftige Versorgung über ein Wasserstoffnetz aufgrund der räumlichen Lage der Abnehmerstruktur und des Wärmebedarfs voraussichtlich unwirtschaftlich? Wärme- netz Nein Ja StartSeite 27 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn In Bonn gibt es nahezu keine Potenziale für die Wasserstoffnutzung, welche nicht an das bestehende Erdgasnetz angeschlossen sind Eignungsprüfung von Teilgebieten Eignungsprüfung für Wasserstoffnetze / Fall 1 ● Die zuvor definierten Gebiete und Teilgebiete müssen auf Grundlage des § 14 Eignungsprüfung WPG* auf Eignung für eine „verkürzte“ oder „normale Wärmeplanung“ untersucht werden. Ablauf: ● Zunächst wird das Stadtgebiet hinsichtlich der Teilgebiete ohne ein bestehendes Gasnetz untersucht. ● Prüfung aller Gebiete, ob eine Versorgung mit Wasserstoff durch die darüberliegende Netzebene (Wasserstoffkernnetz) fristgemäß sichergestellt ist. ● Als ein weiteres Kriterium gelten konkrete Anhaltspunkte für die Erzeugung, Speicherung oder Nutzung von Wasserstoff in den entsprechenden Gebieten. Methodik: ● Um potenzielle Netzgebiete zu identifizieren, wurden auf der Karte sowohl Gebiete ohne Gasnetz als auch bekannte Potenziale zur Nutzung wie beispielsweise die Heizkraftwerke eingezeichnet. Ergebnis: Auf Grundlage der Eignungsprüfung liegen keine Teilgebiete vor, welche Potenziale für eine Wasserstoffnutzung aufweisen aber nicht durch das bestehende Gasnetz erschlossen sind.Eignungsprüfung Wasserstoffnetze • Gebiete ohne Gasnetz und ohne H2-Potenziale • Potenziale für H2-Nutzung 20 *WPG: Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz ; BMSWB) Quellen: [1]; [4]; [48]Seite 28 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Die Prüfung nach der Art der Wärmeplanung erfolgt auf Basis von Nachfrageclustern Eignungsprüfung von Teilgebieten Eignungsprüfung Wasserstoffnetze • Gasnetz ohne Großabnehmer vorhanden • Gasnetz und Großabnehmer vorhanden • Gas-Großabnehmer > 2,5 GWh/a Eignungsprüfung für verkürzte Wärmeplanung / Fall 2 ● Die zuvor definierten Gebiete und Teilgebiete müssen auf Grundlage des § 14 Eignungsprüfung WPG* auf Eignung für eine „verkürzte“ oder „normale Wärmeplanung“ untersucht werden. ● Ablauf: Zunächst muss das Stadtgebiet hinsichtlich eines hohen Nachfragepotenzials für Wasserstoff auf Grundlage der räumlichen Lage oder Abnehmerstruktur untersucht werden. Methodik: ● Um potenzielle Großabnehmer zu identifizieren, wurden alle Unternehmen, welche in dem Abwärme-Fragebogen zukünftige H2-Bedarfe gemeldet haben, und jene mit einem Gasverbrauch von mehr als 2,5 GWh/a, erfasst und die entsprechenden Stadtgebiete markiert. Ergebnis: Auf Grundlage der Analyse bestehender Großabnehmer und des Verlaufs des bestehenden Gasnetzes konnten entsprechende Teilgebiete für die „verkürzte“ oder „normale Wärmeplanung“ identifiziert werden. 21 *WPG: Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz ; BMWSB) Quellen: [1]; [2]Seite 29 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Das Ergebnis der Wasserstoffnetzanalyse zeigt, dass für einen Großteil des Stadtgebiets eine verkürzte Wärmeplanung in Frage kommt Eignungsprüfung von Teilgebieten Eignungsprüfung für verkürzte Wärmeplanung / Fall 2 ● Die zuvor definierten Gebiete und Teilgebiete müssen auf Grundlage des § 14 Eignungsprüfung WPG* auf Eignung für eine „verkürzte“ oder „normale Wärmeplanung“ untersucht werden. Methodik: ● Basierend auf der Analyse der Gebiete ohne vorhandenes Gasnetz wurden keine Gebiete für eine „normale Wärmeplanung“ identifiziert. ● Das Ergebnis der Prüfung auf Wasserstoffnetzpotenziale entspricht in Folge der Prüfung der Gebiete mit vorhandenem Gasnetz. Ergebnis: Auf Grundlage des derzeitig geplanten Verlaufs des Wasserstoffkernnetzes wird angenommen, dass eine H2-Versorgung für das gesamte Stadtgebiet theoretisch möglich wäre, wenn die entsprechenden Wasserstoffmengen zur Verfügung ständen. Für einen Großteil des Stadtgebietes kommt basierend auf der Wasserstoffnetzpotenzial-Prüfung eine „verkürzte Wärmeplanung“ in Frage. Eignungsprüfung Wasserstoffnetze • Verkürzte Wärmeplanung • Normale Wärmeplanung 22 *WPG: Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz ; BMSWB)Seite 30 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Falls beide Potenzialprüfungen jeweils negativ sind, kann eine verkürzte Wärmeplanung durchgeführt werden Eignungsprüfung von Teilgebieten Teilgebiete ohne Wärme- und Wasserstoffnetz- potenzial Teilgebiete mit Wärme- oder Wasserstoffnetz- potenzial §19 Wärmeversorgungsarten 2045 §17 Zielszenario §20 Umsetzungsstrategie §15 Bestandsanalyse §16 Potenzialanalyse §18 Gebietseinstellung bis 2040 §16 Potenzialanalyse (Dez. Wärmequellen) §18 (5) Teilgebiete mit erhöhtem Energiepotenzial Beschluss zur Durchführung §14 Eignungs- prüfung Normale Wärmeplanung Verkürzte Wärmeplanung 23Seite 31 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Die Prüfung ergibt sechs Teilgebiete, für welche eine verkürzte Wärmeplanung in Frage kommt Eignungsprüfung von Teilgebieten Ergebnisse der Eignungsprüfung ● Aggregierung der Ergebnisse aus Eignungsprüfung für Wärme- und Wasserstoffnetze. Ablauf: Zusammenfassung der Ergebnisse aus den beiden Teilschritten nach WPG*. ● Kartografische Darstellung aller potenziellen Teilgebiete für eine „verkürzte“- oder „normale Wärmeplanung“. Methodik: ● Alle Teilgebiete, welchen sowohl in der Prüfung der Wärmenetze und der Prüfung der Wasserstoffnetze als „verkürzte Wärmeplanung“ markiert wurden, werden hinsichtlich ihrer Überschneidung geprüft. ● Überschneidungen erfüllen die Kriterien für die „verkürzte Wärmeplanung“. ● In allen anderen Gebieten kommt nur eine „normale Wärmeplanung“ in Frage. Ergebnis: In allen Teilgebieten außer in sechs Gebieten am Stadtrand kommt nur die „normale Wärmeplanung“ in Frage. Eignungsprüfung • Verkürzte Wärmeplanung • Normale Wärmeplanung 24 *WPG: Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz ; BMWSB)Seite 32 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn INHALT 1. Einführung 2. Eignungsprüfung (§ 14 Wärmeplanungsgesetz) 3. Bestandsanalyse (§ 15 Wärmeplanungsgesetz) 4. Potenzialanalyse (§ 16 Wärmeplanungsgesetz) QuellenverzeichnisSeite 33 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Die Bundesstadt Bonn wird in vier Stadtbezirke unterteilt 46% 23% 20% 10% 335.975 Einwohnerzahl [Stand 31.12.2021] 2.542 2.902 3.198 3.738 Ø 3.095 39% 28% 22% 10% 141 km2 Gesamtfläche Bonn Bonn Beuel Hardtberg Bad Godesberg Quelle: [47] Bevölkerungsstatistik 2021; Dichtewert bezogen auf Flächen ohne Wasser und ohne Flächen der sehr gering besiedelten statistischen Bezirke Ergebnisse der Bestandsanalyse 26Seite 34 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Auf einen Blick Konkrete Ergebnisse Zielsetzung: ● Erfassung des Status Quo bezüglich Wärmeverbrauch sowie Gebäude- und Versorgungsstruktur ● Erarbeitung Datenbasis für Szenarien, Zonierung und Umsetzungsstrategie 27 Kernergebnisse: ● 14 % des Wärmebedarfs werden bereits durch Wärmenetze, elektr. Heizungen oder Wärmepumpen gedeckt ● Hohe Wärmedichten in Folge eines älteren Gebäudebestands und einer dichten Bebauung Methodik: ● Abfrage von relevanten Daten bei der Stadtverwaltung, den Stadtwerken und weiteren Stellen ● Einbindung von öffentlichen Quellen ● Nutzung des bestehenden digitalen Zwillings Ergebnisse der Bestandsanalyse Die Ergebnisse der Bestandsanalyse zeigen hohe WärmedichtenSeite 35 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● Gewerbe- und Industriegebiete nehmen einen beträchtlichen Teil der Fläche ein. ● Im Nordwesten von Bonn und Bonn-Beuel sind die größten Anteile an Gewerbe und Industriegebieten verteilt. ● Im Süd-Westen und im Osten sind überwiegend Waldgebiete, die größtenteils unter Naturschutz stehen. ● Die Siedlungsflächen in ganz Bonn sind mit Flächen für Sport/Freizeit und Erholung durchsetzt. ● Über Bonn sind unterschiedliche Ministerien verteilt. ● Die Hardthöhe ist der erste Dienstsitz des Verteidigungsministeriums und wird als Fläche mit besonderer funktionaler Prägung ausgewiesen. Siedlungsflächen und Gewerbe- und Industriegebiete entlang des Rheins dominieren das Stadtbild von Bonn Flächenausprägung • Siedlungsfläche • GHD und Industrie • Fläche bsd. fkt. Prägung • Friedhof • Sport/Freizeit/Erholung • Ministerien Abkürzungen: Gewerbe, Handel und Dienstleistung. Quelle: [7], [11] DLM 50 Ergebnisse der Bestandsanalyse 28Seite 36 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● Der Endenergieverbrauch der Haushalte wird hauptsächlich über Strom und Erdgas abgebildet. ● Die THG-Emissionen werden überwiegend über die Energieträger Strom und Erdgas verursacht, mit einem Schwerpunkt bei Haushalten. ● Die kommunalen Liegenschaften weisen nur einen geringen Anteil am Endenergieverbrauch und den THG-Emissionen auf. ● Keine Nutzung von synthetischen Brennstoffen (PtX) bekannt. Der größte Anteil des Endenergieverbrauchs und THG-Emissionen wurde 2021* von den Haushalten verursacht THG: Treibhausgas, Anmerkung: Gemeinsam mit ihren Konzerntöchtern hat die Stadt Bonn Einfluss auf rund 40 Prozent der gesamtstädtischen Treibhausgasemissionen. Quelle: [5] *THG-Bilanz 2021 der Stadt Bonn; **Heizöl, Flüssiggas, Kohle, Holz, Biogase und Abfall, 335.975 Einwohner Legende 349 207 332 1.566 686 563 762 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 GWh/a 136 84 Haushalte 23 GHD und Industrie kommunale Liegenschaften 2.698 2.009 235 Fernwärme nicht-leitungsgeb. Energieträger** Erdgas Erneuerbare Energien Strom 109 387 169 266 359 0 100 200 300 400 500 600 700 800 23 Haushalte 56 66 CO2-Emissionen / Tsd. t kommunale Liegenschaften 787 650 67 GHD und Industrie THG-Emissionen absolut und pro Kopf und pro Kopf Endenergieverbrauch absolut Haushalte GHD und Industrie Komm. Liegenschaften 8,0 MWh/a 6,0 MWh/a 0,7 MWh/a Haushalte GHD und Industrie Komm. Liegenschaften 2,3 t CO2 1,9 t CO2 0,2 t CO2 Ergebnisse der Bestandsanalyse 29Seite 37 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● In Bonn sind über 6.823 PV-Anlagen installiert. Das entspricht einer elektrischen Leistung von 0,15 kWp/Einwohner*innen. ● Insgesamt erfolgt die Erzeugung von erneuerbarem Strom in Höhe von circa 52 GWh/a. ● Für die Wärmeversorgung über die bereits installierten Wärmepumpen und elektr. Direktheizungen fällt ein Stromverbrauch von rund 38 GWh/a an. ● Bei einem Stromverbrauch von rund 996 GWh/a im gesamten Stadtgebiet, beläuft sich der Anteil der lokalen erneuerbaren Stromerzeugung auf circa 5 %. ● Über die MVA wird im HKW Nord im Jahr 2023 ein Strombedarf von ca. 64 GWh/a gedeckt. Aktuell übertrifft die lokale EE-Stromerzeugung den Strombedarf zur Wärmebereitstellung Quelle: [17] LANUV NRW, [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn, Annahmen: Volllaststunden (VLH): 900 (PV), 7000 (BGA); Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viel Wärmeleistung im gesamten Jahr von der Wärmepumpe im Verhältnis zur aufgenommenen Energie abgegeben wurde. Wärmepumpe: 3,3; 335.975 Einwohner Lokale Stromerzeugung und –bedarf pro Kopf Lokale Stromerzeugung und –bedarf zur Wärmebereitstellung 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 0 55 47 5 Lokale Stromerzeugung 13 25 Wärmebereitstellung 52 38 Stromertrag/bedarf / GWh/a PV Dachflächen Biogasanlagen Elektr. Direktheizung Wärmepumpe EE-Stromerzeugung 155 kWh/a EE-Anteil 5 % Strombedarf zum Heizen 113 kWh/a Stromspeicher 30 Wh Ergebnisse der Bestandsanalyse 30Seite 38 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● Über die Müllverwertunganlage (MVA) wird rund 472 GWh/a1 Wärme erzeugt. ● Der biogene Anteil in der MVA liegt insgesamt bei rund 50 %. ● Es wird rund 1 GWh/a2 Wärme über die drei Biogasanlagen erzeugt. ● Bei einem Wärmeverbrauch von rund 3.425 GWh/a im gesamten Stadtgebiet, beläuft sich der Anteil der erneuerbaren Wärmeerzeugung auf circa 14 %. ● Aktuell befinden sich keine zentralen Wärmespeicher in Bonn. ● Offene Frage: Gibt es noch weitere bereits bestehende EE-Anlagen zur Wärmeversorgung in Bonn? Die Wärmeversorgung über die Müllverwertungsanlage stellt den größten Anteil an erneuerbaren Energien dar Quelle: [17] LANUV NRW; [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn, 1)Bei 4000 Volllaststunden, 2) Bei 7000 Volllaststunden, 335.975 Einwohner 0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 500 Wärmeertrag GWh/a Biogasanlagen 157 315 MVA siedlungsähnliche Gewerbeabfälle Restabfälle Haushalte 1 472 Anteil erneuerbarer Energien pro Kopf Wärmeerzeugung absolut EE-Wärmeerzeugung 1.408 kWh/a EE-Anteil 14 % Ergebnisse der Bestandsanalyse 31Seite 39 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Der Gebäudebestand besteht größtenteils aus alten unsanierten Gebäuden im Privatbesitz Der Gebäudebestand in der Stadt Bonn 0% 5% 10% 15% 20% A+ A B C D E F G H Energieeffizienzklasse 0% 20% 40% 60% vor 1945 1946 1980 1981 1985 1986 1995 1996 2000 2001 2010 ab 2011 Baujahr 42% 46% 12% Sanierungsstand 24% 64% Gebäudeanzahl unsaniert teilsaniert vollsaniert Eigentümerstruktur Siedlungstypologie Eigentümergemeinschaft Wohnungsgenossenschaft Wohnungsbaugesellschaft Sonstiges Privatperson Kommune Wärmeverbrauch Energieeffizienzklasse Baujahr Sanierungsstand Eigentümerstruktur Siedlungstypologie 45% 50% 5% 28% 45% 27% 0% 20% 40% 60% vor 1945 1946 1980 1981 1985 1986 1995 1996 2000 2001 2010 ab 2011 0% 10% 20% 30% A+ A B C D E F G H 25% 47% Eigentümergemeinschaft Wohnungsgenossenschaft Wohnungsbaugesellschaft Sonstiges Privatperson Kommune EFH* MFH* NWG* EFH* MFH* NWG* NWG: Nichtwohngebäude, EFH: Einfamilienhäuser, MFH: Mehrfamilienhäuser Quelle:[15] evety Research basierend auf Daten der digikoo und der [1], [5] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn aus dem Jahr 2022 Ergebnisse der Bestandsanalyse 51% 36% 13% unsaniert teilsaniert vollsaniert Sanierungsstand ab 2011 32Seite 40 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● Dominierend: Dominierend ist die Baujahrklasse, welche nach Gebäudevolumen den größten Anteil hat. ● Hoher Altbauanteil im Zentrum und in der Südstadt sowie in Bad Godesberg und im Bereich Oberkassel. ● Vereinzelt Gebiete mit Neubau als dominierender Baujahresklasse, diese befinden sich allerdings eher in Randgebieten. Altbauten befinden sich größtenteils in der Innenstadt, in Bad Godesberg und in Oberkassel Quelle: [15] evety Research basierend auf Daten der digikoo Ergebnisse der Bestandsanalyse Dominierende Baujahrklasse Altbau (bis 1949) Bestandsgebäude (1950-1994) Neubau (ab 1995) 33Seite 41 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● In der Karte ist der Anteil der denkmalgeschützten Gebäude nach dem Wärmeverbrauch auf Baublockebene referenziert dargestellt. ● In Bonn ziehen sich Gebiete mit denkmalgeschützten Flächen durch die ganze Stadt. ● In der Bonner Südstadt liegt die Quote denkmalgeschützter Gebäude bei einem Anteil zwischen 20 - 60 %. ● In Bonn Bad Godesberg ist die Quote denkmalgeschützter Gebäude mit teilweise 60 - 80 % und 80 - 100 % am höchsten. ● Von den insgesamt 62.800 betrachteten Gebäuden in Bonn stehen rund 4.446 Gebäude unter Denkmalschutz. ● Damit beträgt der Anteil an unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden rund 7 %. ● Die denkmalgeschützten Gebäude weisen in Summe einen Wärmeverbrauch von rund 358 GWh/a auf. ● Damit beträgt der Anteil an unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden rund 10,5 % am Gesamtwärmeverbrauch der Stadt Bonn. Im Zentrum sowie in Bad Godesberg stehen hohe Anteile der Gebäude unter Denkmalschutz Quelle: [7] Stadt Bonn Datensatz mit denkmalgeschützten Gebäuden, [15] evety Research basierend auf Daten der digikoo, [1], [5] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn. Wärmeverbrauch in Bonn = 3.425 GWh/a Ergebnisse der Bestandsanalyse Anteil Denkmalschutz • < 20 % • 20 – 40 % • 40 – 60 % • 60 – 80 % • 80 – 100 % 34Seite 42 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● In der Karte ist der Anteil der kommunalen Liegenschaften referenziert nach dem Wärmeverbrauch auf Baublockebene dargestellt. ● Im Norden und im Zentrum von Bonn nimmt der Wärmeverbrauch der Liegenschaften einen Anteil von 10 - 25 % und maximal von 35 % auf Teilgebietsebene an. ● In Bonn Beuel ist der Anteil des Wärmeverbrauchs der Liegenschaften auf Teilgebietseben mit rund 60 % maximal. ● Von den insgesamt rund 62.800 betrachteten Gebäuden in Bonn sind rund 1.000 Gebäude in kommunaler Hand (rund 470 Liegenschaften). ● Damit beträgt der Anteil der kommunalen Gebäude bei rund 1,6 %. ● Die Liegenschaften weisen in Summe einen Wärmeverbrauch von rund 121 GWh/a auf. ● Damit beträgt der Anteil der Liegenschaften 3,5 % am Gesamtwärmeverbrauch der Stadt Bonn. Die kommunalen Liegenschaften im Zentrum und in Beuel haben einen hohen Anteil am Gesamtwärmeverbrauch im Baublock Quelle: Stadt Bonn Datensatz zu den Liegenschaften, [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn. Wärmeverbrauch in Bonn = 3.425 GWh/a Ergebnisse der Bestandsanalyse Anteil Liegenschaften • < 10 % • 10 – 15 % • 15 – 20 % • 20 – 25 % • 25 – 100 % 35Seite 43 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Methodik: ● Annahme maximale Sanierung ● Das Reduktionspotenzial ist der Energieverbrauch bei Vollsanierung referenziert auf den Energieverbrauch 2023 ● Vollsanierung1 gilt als 100 % saniert ● Teilsaniert2 gilt als 50 % saniert ● Unsaniert gilt als 0 % saniert Anmerkungen: ● Viele Wohnblöcke mit Sanierungsanteilen im Bereich 20-60 % ● Im Stadtteil Bad Godesberg liegt der Sanierungsanteil vermehrt bei 40-60 % ● Vereinzelt Wohnblöcke mit sehr niedrigen Sanierungsraten Der Sanierungsanteil in Bonn liegt größtenteils in einem breiten Bereich von 20-60 % Quelle: Quelle: [15] evety Research basierend auf Daten der DigiKoo, Sanierungsstand: Bundesweite Hausbegehung von über 19 Mio. Gebäuden und amtliche Gebäudeinformationen 1) Dach, Keller, Fenster und Fassade, 2) Dach und Keller 43% 46% 12% 51% 36% 13% unsaniert teilsaniert vollsaniert WärmeverbrauchGebäudeanzahl Ergebnisse der Bestandsanalyse Sanierungsanteil • < 20 % • 20 – 40 % • 40 – 60 % • 60 – 80 % • 80 – 100 % 36Seite 44 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Hohe Wärmeverbräuche liegen im Stadtzentrum und in den Stadtteilen Gronau und Hochkreuz vor *Exklusive Industrie Quelle: [15] evety Research basierend auf Daten der digikoo, [1], [5] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn, [15] Bonn Wohnungsmarktprofil 2022 Anmerkungen: ● Höhere spezifische Wärmeverbräuche bei den Wohngebäuden liegen vor allem im Zentrum sowie in den Stadtteilen Gronau, Hochkreuz und Hardtberg vor. ● Die durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung liegt in Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2021 bei 90,7 m2 . ● Die Wohnfläche je Wohnung in Bonn liegt für das Jahr 2021 bei 82,5 m2 . ● Die Wohnfläche je Person liegt in Bonn für das Jahr 2021 bei 43,8 m2. Ergebnisse der Bestandsanalyse Wärmeverbrauch in kWh/m2 beheizte Fläche 0 - 100 100 - 130 130 - 160 160 - 200 200 - 1000 > 1000 37Seite 45 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Angaben in kWh/(m2a) • 30 (A+) • 30 – 50 (A) • 50 – 75 (B) • 75 – 100 (C) • 100 - 130 (D) • 130 – 160 (E) • 160 – 200 (F) • 200 – 250 (G) • > 250 (H) Anmerkungen: ● Der Gebäudebestand in Bonn weist flächendeckend eine Energieeffizienzklasse von D-E auf. ● Vereinzelte Gebäude weisen einen Endenergieverbrauch von < 30 kWh/(m2a) auf. Spezifischer Wärmeverbrauch: ● Der spezifische Wärmeverbrauch beträgt rund 136 kWh/m2 pro Jahr. Gebäude mit Energieeffizienzklassen unter H machen rund 13 % des Bestands aus Quelle: [15] evety Research basierend auf Daten der DigiKoo, [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn 0% 5% 10% 15% 20% Anteil Gebäude A+ A B C D E F G H spez. Wärmeverbrauch = σi Raumwärmei in Wohngebäuden Wohnfläche Ergebnisse der Bestandsanalyse 38Seite 46 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Sehr hohe Wärmedichten in Baublöcken liegen vor allem im Stadtzentrum, in der Südstadt, in Beuel-Mitte sowie in Bad Godesberg vor Wärmedichte in Baublöcken Quellen: [15] evety Research, [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn, [29] Wärmedichten Wärmedichte in MWh/ha • 0 - 70 • 70 - 175 • 175 - 415 • 415 – 1.050 • > 1.050 Ergebnisse der Bestandsanalyse Definition Wärmedichte: ● Quotient der Summe aller Wärmeverbräuche in einem räumlich abgegrenzten Bereich und der Fläche des Bereichs. ● Je höher die flächenspezifische Wärmedichte, desto höher ist die Eignung für den Einsatz von Wärmenetzen. ● Sehr hohe Wärmedichten über 1.050 MWh/ha liegen im Stadtzentrum, Beuel sowie vereinzelt im Stadtbezirk Bad Godesberg, in der Südstadt, im Bereich Hochkreuz - Friesdorf, am Brüser Berg, in Tannenbusch, Beuel-Ost und in Ramersdorf vor. ● Flächendeckend, mit Ausnahme der Randgebiete, liegen hohe Wärmedichten über 415 MWh/ha vor. 𝑊ä𝑟𝑚𝑒𝑑𝑖𝑐ℎ𝑡𝑒0 = σ𝒊 Wä𝑟𝑚𝑒𝑣𝑒𝑟𝑏𝑟ä𝑢𝑐ℎ𝑒𝒊 Fläche Wärmedichte in Teilgebieten 39Seite 47 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● Theoretische Verlegung eines Wärmenetzes entlang des Straßennetzes. Der Wärmeverbrauch jedes Gebäudes wird dem nächstliegendem Wärmenetzabschnitt zugerechnet. ● Die Wärmeliniendichte ist der Quotient aus summierten Wärmeverbräuchen und der Länge des Abschnitts. ● Je höher die längenspezifische Wärmeliniendichte, desto wirtschaftlicher ist ein theoretisches Wärmenetz. ● Wärmeliniendichten im Bereich 2-5 GWh/km liegen in großen Teilen des Stadtgebiets vor. ● Eine Vielzahl an Straßenzügen im Bonner Stadtzentrum, in der Südstadt und im Stadtteil Bad Godesberg weisen Wärmeliniendichten von über 5 GWh/km auf. Im Zentrum befinden sich großflächig Wärmeliniendichten im Bereich von über 5 GWh/km 𝑊ä𝑟𝑚𝑒𝑙𝑖𝑛𝑖𝑒𝑛𝑑𝑖𝑐ℎ𝑡𝑒0 = σ𝒊 𝑊ä𝑟𝑚𝑒𝑣𝑒𝑟𝑏𝑟ä𝑢𝑐ℎ𝑒𝑖 𝐿ä𝑛𝑔𝑒 𝑑𝑒𝑠 𝑆𝑡𝑟𝑎ß𝑒𝑛𝑎𝑏𝑠𝑐ℎ𝑛𝑖𝑡𝑡𝑠0 Quellen: [15] evety Research, [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn, [29] Wärmeliniendichten, WPG = Wärmeplanungsgesetz Liniendichte in GWh/km • < 1 • 1 - 2 • 2 - 5 • > 5 Ergebnisse der Bestandsanalyse Hinweis: Die Wärmeliniendichte wurde datenschutzkonform gemäß Anlage 1 § 15 WPG ermittelt 40Seite 48 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Die Wärmelastspitzen für Gas und Fernwärme in Bonn liegen in den Monaten Dezember und Januar Ergebnisse der Bestandsanalyse Quellen: Bonn Netz / Stadtwerke Bonn Anmerkungen: ● Die Wärmelastspitzen liegen im Winter in den Monaten Dezember und Januar vor. ● Die geringste Last wird in den Monaten Juni bis August abgerufen. ● Die Jahreslastkurven zeigen die Bedeutung von saisonalen Speichern für die Nutzung von Freiflächen-Solarthermie: Bei Solarthermie wird ein Großteil der Energie im Sommer erzeugt und muss entsprechend für den Winter gespeichert werden. 41Seite 49 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Die Bereitstellung von Wärme erfolgt zum größten Teil durch Gasheizungen Die Energieträger zur Wärmeversorgung in der Stadt Bonn Gebäudeanzahl Wärmeverbrauch Quelle: [15] evety Research basierend auf Daten der DigiKoo und der [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn, Sonstiges = z.B. Holzpellets oder Kohleöfen, *Mindestangabe ggfs. befinden sich weitere nicht angemeldete Luft-Wärmepumpen im Stadtgebiet. Enthalten sind sowohl Luft-Wärmepumpen als auch Wasser-Wasser-, Erdsonden- und Erdkollektoren- Wärmepumpen 0% 20% 40% 60% keine Information vor 1995 1995 - 2000 2000 - 2005 2005 - 2010 nach 2011 Alter der Heizung Heizungstechnologie Gasheizung Ölheizung Fernwärme Elektr. Heizung Wärmepumpe Sonstiges Gasheizung 64 % 39.846 Stk. Ölheizung 28 % 17.318 Stk. Fernwärme 3 % 1.965 Stk. Elektr. Heizung 1 % 740 Stk. Wärmepumpe* 2 % 1.434 Stk. Sonstiges 2 % 1.496 Stk. 0% 10% 20% 30% 40% 50% keine Information vor 1995 1995 - 2000 2000 - 2005 2005 - 2010 nach 2011 Alter der Heizung Heizungstechnologie Gasheizung Ölheizung Fernwärme Elektr. Heizung Wärmepumpe Sonstiges Gasheizung 55 % 1.870 GWh/a Ölheizung 28 % 965 GWh/a Fernwärme 12 % 419 GWh/a Elektr. Heizung 1 % 25 GWh/a Wärmepumpe* 1 % 43 GWh/a Sonstiges 3 % 103 GWh/a Ergebnisse der Bestandsanalyse 42Seite 50 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● Dominierend: Es sind die Energieträger dominierend, welche nach Gebäudevolumen den größten Anteil haben. ● Flächendeckend sind Gas- und Ölheizungen im Stadtgebiet die dominierenden Energieträger. ● Vereinzelt ist Fernwärme der dominierende Energieträger. Gas- und Ölheizungen sind die dominierenden Energieträger im gesamten Stadtgebiet Quelle: [15] evety Research basierend auf Daten der digikoo, [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn Ergebnisse der Bestandsanalyse 64% 28% 3% 55% 28% 12% WärmeverbrauchGebäudeanzahl Energieträger • Gasheizung • Ölheizung • Fernwärme • Elektr. Heizung • Wärmepumpe • Sonstiges 43Seite 51 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Eine vermehrte Anzahl an elektr. Direktheizungen und Wärmepumpen befinden sich im Stadtbezirk Bad Godesberg Anzahl elektr. Direktheizungen Quellen: [15] evety Research, [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn, [54] Stadt Bonn Amt für Umwelt und Stadtgrün Grundwasser- und Bodenschutz Ergebnisse der Bestandsanalyse Anzahl Wärmepumpen Anzahl elektr. Direktheizungen • < 5 • 5 - 10 • 10 - 15 • 15 - 20 • 20 - 25 Anzahl Wärmepumpen • < 20 • 20 - 40 • 40 - 60 • 60 – 80 31% 67% 2% Anzahl genehmigungspflichtiger Wärmepumpenarten Hinweis: Summe 717. Angaben über die Anzahl der Luft- Wärmepumpen aktuell nicht möglich Anmerkungen: ● Die höchste Anzahl mit 20 -25 elektrischen Direktheizungen befindet sich im Teilgebiet im Poppelsdorf. ● Ein vermehrter Einsatz von elektrischen Direktheizungen befindet sich im Stadtbezirk Bad Godesberg. ● Teilgebiete mit vermehrtem Einsatz von Wärmepumpen befinden sich im Stadtbezirk Bad Godesberg sowie in Beuel und im Stadtbezirk Hardtberg. Wasser-Wasser Wärmepumpen Erdsonden-Wärmepumpen Erdkollektoren-Wärmepumpen 44Seite 52 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● Der Wärmeverbrauch der Haushalte wird hauptsächlich über Gas- und Ölheizungen abgebildet. ● Die THG-Emissionen werden überwiegend über die Energieträger Erdgas und Öl verursacht, mit Schwerpunkt bei den Haushalten. ● Die kommunalen Liegenschaften weisen nur einen geringen Anteil am Wärmeverbrauch und den THG-Emissionen auf. Der größte Anteil des Wärmeverbrauchs und THG-Emissionen wurde von den Haushalten verursacht THG: Treibhausgas Quelle: [15] evety Research basierend auf Daten der digikoo, [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn, 335.975 Einwohner Legende 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 GWh/a Haushalte GHD und Industrie kommunale Liegenschaften Unbekannt 2.276 797 121 231 0 100 200 300 400 500 600 CO2-Emissionen / Tsd. t Haushalte GHD und Industrie kommunale Liegenschaften 523 195 22 THG-Emissionen absolut und pro Kopf und pro Kopf Wärmeverbrauch absolut Haushalte GHD und Industrie Komm. Liegenschaften 6,8 MWh/a 2,4 MWh/a 0,4 MWh/a Haushalte GHD und Industrie Komm. Liegenschaften 1,6 t CO2 0,6 t CO2 0,07 t CO2 Ergebnisse der Bestandsanalyse Gasheizung Ölheizung Fernwärme Elektr. Heizung Wärmepumpe Sonstiges Unbekannt 45Seite 53 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● Es existiert bereits ein Fernwärmenetz mit mehreren Standorten für die Wärmegewinnung. ● Die Vorlauftemperatur beträgt 130 °C (max. 135 °C) und die Rücklauftemperatur 62 °C. Das Medium ist Wasser (Erstinbetriebnahme 1954). ● Die Erzeugungsanlagen sind über Wärmenetzleitungen mit Durchmessern zwischen 200 – 300 mm verbunden. ● Das Fernwärmenetz hat rund 2.780 Anschlussnehmer ausgehend von Bonn Zentrum Richtung Hardtberg, Richtung Norden und Richtung Hochkreuz. ● Das bereits bestehende Fernwärmenetz erstreckt sich über eine Gesamtlänge von rund 127 km. ● Die leitungsgebundene Wärmeversorgung erfolgt über die Gaskraftwerke und die Müllverwertungsanlage. ● Weitere Wärmenetze befinden sich im Stadtteil Beuel, im Norden der Stadt Bonn sowie, auf dem Hardtberg im Pennenfeld und am Heiderhof. Es existiert bereits ein Fernwärmenetz mit einer thermischen Leistung von 409 MW – ein weiterer Netzausbau ist geplant Quelle: [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn, [9] Klimaneutrale Fernwärme Bonn 2035, MVA = Müllverwertungsanlage spez. Fernwärmeversorgung∗ = σi 𝐹𝑒𝑟𝑛𝑤ä𝑟𝑚𝑒 𝐸𝑟𝑧𝑒𝑢𝑔𝑢𝑛𝑔𝑖 Einwohner = 𝟏, 𝟐 𝒌𝑾/𝑬𝒊𝒏𝒘𝒐𝒉𝒏𝒆𝒓 * Berücksichtigung Fernwärme Erzeugung, keine Angaben der Erzeugungsleistung der weiteren Wärmenetze. Einwohner = rund 330.000 Ergebnisse der Bestandsanalyse Legende Erzeugungsanlagen • Fernwärmenetz (BonnNetz) • Weitere Wärmenetze Nennweite Wärmenetzabschnitt in mm 0 - 100 100 - 200 200 - 300 300 - 400 400 - 500 Heizwerk Süd • 60 MWth (Erdgas) Heizkraftwerk Nord • 207 MWth (Erdgas/zukünftig Wasserstoff) Heizwerk Hardtberg • 24 MWth (Erdgas) MVA • 118 MWth (MVA) • Prozessparameter: 40 bar und 400 °C • Dampferzeugung > 500 GWh • Weiteres Wärmenetz Verteidigungsministerium • Weiteres Wärmenetz Hardtberg • Weiteres Wärmenetz Heiderhof Techem Energy Contracting GmbH • Weiteres Wärmenetz EGM mbH • Weiteres Wärmenetz • Weiteres Wärmenetz EGM mbH • Weiteres Wärmenetz • Weiteres Wärmenetz 46Seite 54 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anmerkungen: ● Es sind aktuell über 41.850 Hausanschlüsse an das Gasnetz angeschlossen. ● Der jährliche Gasverbrauch liegt bei über 2.600 GWh. ● Das Gasleitungsverteilnetz weist eine Länge von über 790,2 km in Bonn auf, hinzu kommen 416,7 km Hausanschlussleitungen. ● In der Zeit zwischen 1980 und 2000 wurde rund 46 % der Gasleitungen in Betrieb genommen. ● Weitere 33 % der Gasleitungen wurden in den Jahren 2000 bis 2020 installiert. ● Seit 2020 beträgt der Anteil an Erneuerungen von Gasleitungen und Neuanschlüssen ca. 1 %. 46 % der Gasleitungen wurden zwischen 1980 und 2000 in Betrieb genommen Quelle: [1] Bonn Netz / Stadtwerke Bonn 59% 37% 4% 0% 0 - 120 120 - 240 240 - 360 360 - 480 480 - 600 Ergebnisse der Bestandsanalyse Nennweite [mm] 21% 46% 33% 1% 1% < 1960 1960-1980 1980-2000 2000-2020 2020-2023 Baujahr Baujahr der Gasleitungen 1960 - 1980 1980 -2000 2000 - 2020 < 1960 > 2020 47Seite 55 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Aus der Bestandsanalyse lassen sich vier Kernerkenntnisse ableiten Der Anteil von 14 % unsanierten Gebäuden von vor 1980 führt dazu, dass diese Gebäude für 34 % des gesamten Energieverbrauchs aller Gebäude verantwortlich sind. 92 % der Gebäude im Stadtgebiet sind derzeit noch mit Gas- oder Ölheizungen ausgestattet. Mit rund 55 % der Gebäude entfällt 72 % des Wärmeverbrauchs auf Nichtwohngebäude und Mehrfamilienhäuser. Hohe Wärmedichte von über 1.050 MWh/ha liegt im Stadtzentrum, in der Südstadt und in Bad Godesberg vor. Ergebnisse der Bestandsanalyse 48Seite 56 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn INHALT 1. Einführung 2. Eignungsprüfung (§ 14 Wärmeplanungsgesetz) 3. Bestandsanalyse (§ 15 Wärmeplanungsgesetz) 4. Potenzialanalyse (§ 16 Wärmeplanungsgesetz) QuellenverzeichnisSeite 57 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Theoretisch Maximalmenge Realisierbar Umsetzung Technisch Restriktionen Wirtschaftlich Konkurrenzfähigkeit Technisches Potenzial ● Mit heutigen Mitteln erzielbare Energiemenge Im Rahmen der Wärmeplanung werden technische Potenziale von EE- Quellen erhoben Theoretisches Potenzial ● Theoretisch verfügbare Energiemenge auf gesamter Fläche Wirtschaftliches Potenzial ● Wirtschaftlich erzielbare Energiemengen Realisierbares Potenzial ● Erschließbare Energiemengen unter Berücksichtigung versch. Kriterien Erfassung des theoretischen Potenzials ● Basis sind öffentlich zugängliche Datenquellen ● Gebietsscharfe Ermittlung aller Potenziale an erneuerbaren Energien und Abwärme auf dem Gebiet der Kommune Berechnung des technischen Potenzials ● Obergrenze des maximal möglichen Nutzungspotenzials ● Berücksichtigung einer Anzahl an Ausschlusskriterien wie z.B. Flächenverfügbarkeit auf dem Gebiet der Kommune Ergebnisse der Potenzialanalyse In der gesamten Potenzialanalyse (Seite 51 bis 110) werden nur theoretische und technische Potenziale ermittelt. Die wirtschaftlichen und realisierbaren Potenziale werden kleiner sein und können erst im Rahmen der Flächenanalyse und ggf. erst bei der Konkretisierung einzelner Projekte detaillierter ermittelt werden. Die einzelnen technischen Potenziale werden hier zunächst unabhängig voneinander erhoben und stehen somit in Flächenkonkurrenz zueinander. ● Energieatlas der Bundesländer ● Wärme- oder Solarkataster ● Datensätze der Kommune und des EVUs Nutzung verfügbarer Potenzialdaten erneuerbarer Strom- und Wärmequellen 50Seite 58 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Verglichen mit den Nachbargemeinden besteht in Bonn ein sehr hoher Bedarf nach Prozess- und Raumwärme Quellen: [17] [18] Energieatlas NRW; * Oberflächennahe Geothermie reicht bis 400 m Tiefe. Hier wurde eine Erdsondentiefe von 100 m angenommen. [10] LANUV Potenzialstudie- Geothermie; [22] **Umrechnungsfaktor Wirkungsgrad PV zu Solarthermie: Faktor 3, EnBW Ergebnisse der Potenzialanalyse Anmerkungen: ● Der jährliche Wärmebedarf im Stadtgebiet Bonn gemäß LANUV liegt mit 3.339 GWh/a deutlich höher als in den umliegenden Nachbargemeinden. ● Hierbei entfallen 2.814 GWh/a auf die Bereitstellung von Raumwärme und 525 GWh/a auf die Bereitstellung von Prozesswärme. 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 Wärmebedarf Bioenergie *Oberflächennahe Geothermie Industrielle Abwärme **FF-Solarthermie 3339 145 1552 573 689 Wärmeverbrauch 3425 Wärmebedarf Aktueller Gesamtwärmebedarf und vorliegende Wärmepotenziale im Stadtgebiet Bonn in GWh/a nach LANUV: Wärmebedarf und –verbrauch Bonn Wärmepotenziale Bonn - Energieatlas NRW Wärmebedarf = Modelldaten LANUV Wärmeverbrauch = Realdaten der BonnNetz 51Seite 59 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Mit der Nutzung umliegender Gemeinden besteht ein Potenzialüberschuss zur Wärmebereitstellung von 3.881 GWh/a 52 Methodik: ● Der Prozess- und Raumwärmebedarf aus allen umliegenden Gemeinden wurde erfasst und aggregiert. ● Relevante Erzeugungstechnologien wurden hinsichtlich ihrer Potenziale untersucht. Für die FF-Solarthermie wurden die Eignungsflächen der PV-FF-Anlagen als Potenzialflächen betrachtet. Eventuell bestehende Restriktionen müssen im weiteren Planungsverlauf individuell geprüft werden. Fazit: ● Im gesamten Betrachtungsgebiet liegen ausreichend Potenziale für eine Wärmeversorgung durch Erneuerbare Energien vor. ● Das Nettopotenzial überschreitet die Bedarfe um 3.881 GWh/a. Ergebnisse der Potenzialanalyse 0 1000 2000 3000 4000 5000 6000 7000 8000 9000 47973339Wärmebedarf Bioenergie 29331552*Oberflächennahe Geothermie 1093573Abwärme 5032689**FF-Solarthermie 8136 145 4485 1666 5721 Aktueller Gesamtwärmebedarf und vorliegende Wärmepotenziale mit umliegenden Gemeinden in GWh/a nach LANUV: Top 3 Potenziale der Nachbargemeinden in GWh/a Königswinter (57), Troisdorf (27), Bad Honnef (26) Bornheim (1268) Rheinbach (841), Swisttal (673) Hennef (408), Bornheim (368), Königswinter (345) Gesamtes Potenzial im Rhein-Sieg-Kreis nach LANUV Königswinter (57), Troisdorf (27), Bad Honnef (26) Bornheim (1268) Rheinbach (841), Swisttal (673) Wärmeverbrauch Bonn und umliegende Gemeinden Wärmepotenziale Bonn und umliegende Gemeinden Anteile Stadt Bonn Quellen: [17] [18] Energieatlas NRW; * Oberflächennahe Geothermie reicht bis 400 m Tiefe. Hier wurde eine Erdsondentiefe von 100 m angenommen. [10] LANUV Potenzialstudie- Geothermie; [22] **Umrechnungsfaktor Wirkungsgrad PV zu Solarthermie: Faktor 3, EnBW 52Seite 60 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Verglichen mit den Nachbargemeinden besteht in Bonn ein sehr hoher Strombedarf aus Gewerbe und privaten Haushalten Quelle: [17] Energieatlas NRW; [53] Projizierte Bruttostromnachfrage 2045 berechnet mit Faktor 2 nach REMOD Modell Ergebnisse der Potenzialanalyse 0 1000 2000 3000 4000 5000 Strombedarf Bonn Projizierter Strombedarf Bonn 2045 PV-Freifläche PV-Dachfläche Biomasse Wind 2439 4878 230 670 79 60 Strombedarf Anmerkungen: ● Der jährliche Strombedarf im Stadtgebiet Bonn gemäß LANUV liegt mit 2.439 GWh/a deutlich höher als in den umliegenden Nachbargemeinden. ● Bei Nutzung aller, durch das LANUV ausgewiesenen Potenziale zur Stromerzeugung und dem aktuellen Strombedarf der Stadt Bonn, besteht eine Potenziallücke von 1.400 GWh/a bzw. 3.839 GWh/a im Jahr 2045. Aktueller Gesamtstrombedarf und vorliegende Strompotenziale im Stadtgebiet Bonn in GWh/a nach LANUV: Strombedarf Bonn Strompotenziale Bonn – Energieatlas NRW Die Firma EnergyMiner plant in Bonn in Höhe des Bonner Bogens 45 kleine Turbinen zur EE-Stromerzeugung. Es sollen ca. 550 MWh/a ins Stromnetz eingespeist werden . 53Seite 61 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Mit der Nutzung umliegender Gemeinden besteht ein Potenzialüberschuss zur Stromversorgung von 965 GWh/a 54 Ergebnisse der Potenzialanalyse Quelle: [17] Energieatlas NRW; Berechnungen evety 0 1000 2000 3000 4000 5000 6000 32732439Strombedarf 1677230PV-Freifläche 1420670PV-Dachfläche Bioenergie 254160Wind ohne BSN 5712 1907 2090 79 2601 Bornheim (423), Rheinbach (280), Swisttal (224) Troisdorf (230), Hennef (180), Bornheim (160) Bornheim (688) Swisttal (597), Meckenheim (322) Top 3 Potenziale der Nachbargemeinden in GWh/a Gesamtstromverbrauch und vorliegende Strompotenziale mit umliegenden Gemeinden nach LANUV: Methodik: ● Der Strombedarf aus allen umliegenden Gemeinden wurde erfasst und aggregiert. ● Relevante Erzeugungstechnologien wurden hinsichtlich bestehender Potenziale im Stadtgebiet und den Nachbargemeinden untersucht. Fazit: ● Im gesamten Betrachtungsgebiet liegen ausreichend Potenziale für eine Stromversorgung durch Erneuerbare Energien vor. ● Das Nettopotenzial überschreitet die Bedarfe um 965 GWh/a. Strombedarf Bonn und umliegende Gemeinden Strompotenziale Bonn und umliegende Gemeinden Anteile Stadt Bonn Gesamtes Potenzial im Rhein-Sieg-Kreis nach LANUV 54Seite 62 von 297 Die kommunale Wärmeplanung auf Basis eines digitalen Zwillings Bestands- und Potenzialanalyse (Teil 2) Stand: März 2025 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt BonnSeite 63 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Die ganzheitliche Erhebung aller EE-Potenziale ist die Grundlage für die Bestimmung eines geeigneten Wärmeerzeugungsmixes 2 Auf einen Blick Konkrete erhobene Ergebnisse aus der kWP Kernerkenntnisse ● FF-Solarthermie und oberfl. Geothermie-Potenzial signifikant ● Die Freiflächenpotenziale stehen in Flächenkonkurrenz zueinander ● Zur Nutzung des oberfl. Geothermie-Potenzials mithilfe von Wärmepumpen wird zusätzlich elektrische Energie benötigt ● Erhebliche Einsparungspotenziale durch Sanierungsmaßnahmen ● Die Wärme aus Flüssen und Abwasser kann als Wärmequelle für Wärmepumpen dienen Zielsetzung: ● Ermittlung der lokal verfügbaren Potenziale Erneuerbarer Energien ● Erfassung von Abwärmepotenzialen ● Bewertung der Energieeinsparungspotenziale Methodik: ● Bewerten bereits erhobener Potenziale zur Wärmeversorgung ● Bestimmung weiterer relevanter Potenziale zusammen mit allen relevanten Akteuren ● Bestimmen von Energieeinsparpotenzialen durch Sanierung 1.000 2.000 3.000 4.000 5.0000 Potenzial Wärmeerzeugung / GWh Wärmeverbrauch 1.5651.860Sanierung 500 300MVA* Biomasse Oberflächennahe Geothermie 158 Umweltwärme (Flusswasser) Industrielle Abwärme Abwasser Abwärme Solarthermie Freiflächen*** Solarthermie Dachflächen*** 3.425 800 22 1.251 1.170 474 132 125 4.300 2.106 Mitteltiefe Geothermie** Verfügbares Potenzial (Grundlastfähig) Verfügbares Potenzial (Volatil) Verfügbares Potenzial (Prozessabhängig) Reduktions Potenzial durch Vollsanierung Bereits genutzt Bereits in Planung Wärmevebrauch *MVA = Müllverwertungsanlage, Angaben beziehen sich auf die Dampfmengen, die zur Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt werden. Die 300 GWh/a beziehen sich auf den Neubau des Müllheizkraftwerks ** Bei einer Sondenlänge von 1.000 Metern und unter Berücksichtigung der getroffenen Annahmen. Anmerkung: Für die Tiefen-Geothermie wird kein flächiges Potenzial ausgewiesen. In Kombination mit Speichertechnologien können volatile Erneuerbare Energien grundlastfähig sein. *** Unter Annahme ausreichend großer Speicherkapazitäten zur saisonalen Speicherung. Ergebnisse der Potenzialanalyse 301 GWh/a des verfügbaren Potenzials gehen über die Deckung des Wärmeverbrauchs hinaus. 2Seite 64 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn ● Freiflächen-PV ● Dachflächen-PV ● PV auf Verkehrswegen ● Agri-PV ● Windenergie ● H2-Kernnetz ● Erzeugung von Wasserstoff ● Infrastrukturnetz Wasserstoff ● HKWs ● Nachwachsende Rohstoffe ● Organische Abfälle ● Klärgas aus Kläranlagen ● Biogas aus Biogasanlagen ● Freiflächen ● Dachflächen Hinweis: Solarthermie ist mit Speichern zu kombinieren. ● Oberflächen- gewässer (Seen & Flüsse) ● Luft ● Oberflächen- nahe Geothermie ● Mitteltiefe Geothermie ● Tiefe Geothermie ● Industrie & GHD ● Höchstleistungs- rechenzentren ● Abwasser ● Thermische Abfallverwertung ● Trinkwasser ● Anlagen zur Stromerzeugung ● Power-to-X ● Zentrale und dezentrale Speicher- lösungen Mithilfe von GIS-Analysen werden die technischen Potenziale erschließbarer Quellen konkretisiert Grüne GaseEE-StromBiomasse Umweltwärme SolarthermieGeothermie ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ SpeicherAbwärme ✓✓✓ Ergebnisse der Potenzialanalyse ✓ ● Vollsanierung1 gilt als 100% saniert ● Teilsaniert2 gilt als 50% saniert ● Unsaniert gilt als 0% saniert Sanierungspotenzial ✓ 1) Dach, Keller, Fenster und Fassade, 2) Dach und Keller Hinweis: Genauere Zuordnung von Potenzialen (Solarthermie, PV, mitteltiefe Geothermie, Speichern) zu Flächen erfolgt im Klimaplan-Steckbrief „Flächenanalyse". 3Seite 65 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn ● Freiflächen-PV ● Dachflächen-PV ● PV auf Verkehrswegen ● Agri-PV ● Windenergie ● H2-Kernnetz ● Erzeugung von Wasserstoff ● Infrastrukturnetz Wasserstoff ● HKWs ● Nachwachsende Rohstoffe ● Organische Abfälle ● Klärgas aus Kläranlagen ● Biogas aus Biogasanlagen ● Freiflächen ● Dachflächen Hinweis: Solarthermie ist mit Speichern zu kombinieren. ● Oberflächen- gewässer (Seen & Flüsse) ● Luft ● Oberflächen- nahe Geothermie ● Mitteltiefe Geot hermie ● Tiefe Geothermie ● Industrie & GHD ● Höchstleistungs- rechenzentren ● Abwasser ● Thermische Abfallverwertung ● Trinkwasser ● Anlagen zur Stromerzeugung ● Power-to-X ● Zentrale und dezentrale Speicher- lösungen Mithilfe von GIS-Analysen werden die technischen Potenziale erschließbarer Quellen konkretisiert Grüne GaseEE-StromBiomasse Umweltwärme SolarthermieGeothermie ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ SpeicherAbwärme ✓✓✓ Ergebnisse der Potenzialanalyse ✓ ● Vollsanierung1 gilt als 100% saniert ● Teilsaniert2 gilt als 50% saniert ● Unsaniert gilt als 0% saniert Sanierungspotenzial ✓ 1) Dach, Keller, Fenster und Fassade, 2) Dach und Keller Hinweis: Genauere Zuordnung von Potenzialen (Solarthermie, PV, mitteltiefe Geothermie, Speichern) zu Flächen erfolgt im Klimaplan-Steckbrief „Flächenanalyse". 4Seite 66 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Der Wärmeverbrauch der Stadt Bonn kann durch Sanierungsmaßnahmen um bis zu 49 % signifikant reduziert werden Bewertung der Sanierungsmaßnahmen ● Insgesamt kann der Wärmeverbrauch der Stadt Bonn durch Vollsanierungs- maßnahmen um 49 % gesenkt werden. ● Soll die Vollsanierung schon bis 2035 umgesetzt werden, entspricht das einer durchschnittlichen Sanierungsrate von 4,6 %. ● Soll die Vollsanierung bis 2045 umgesetzt werden, entspricht das einer durchschnittlichen Sanierungsrate von 2,42 %. ● Durch Sanierung der Gebäude mit Baujahr zwischen 1900 und 1985 können etwa 95% des gesamten Wärmeeinsparpotenzials realisiert werden. 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 Gesamtab 2016 2011- 2015 2006- 2010 2001- 2005 1996- 2000 1986- 1995 1981- 1985 1971- 1980 1961- 1970 1946- 1960 1900- 1945 Wärmeverbrauch in GWh vor 1900 3.194,0 1.564,8 -49% -47,2 GWh -486 GWh -266 GWh -239 GWh -257 GWh -204 GWh -121 GWh -6,5 GWh Status Quo Vollsaniert Baujahr des Gebäudebestands Ergebnisse der Potenzialanalyse Hinweis: Der unbekannte Wärmeverbrauch von 231 GWh/a ist hier nicht enthalten. Der Gesamtwärmeverbrauch der Stadt Bonn liegt bei 3.425 GWh/a. Siehe Folie 45 5Seite 67 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Hohe Reduktionspotenziale bei der Raumwärme im Süden und im Osten des Stadtgebiets Methodik: ● Annahme maximale Sanierung ● Das Reduktionspotenzial ist der Wärmeverbrauch bei Vollsanierung referenziert auf den Wärmeverbrauch 2023 Anmerkungen: ● Bad Godesberg weist ein gutes Reduktionspotenzial von 40-60 % auf. ● Auch Beuel zeigt ein gutes Reduktionspotenzial von 40-60 %. ● Im Westen liegen teilweise geringe Sanierungspotenziale vor. ● Die drastische Reduktion des Wärmebedarfs ist Voraussetzung dafür, dass das vorhandene EE-Potenzial für eine Wärmeversorgung ausreicht. ● Unabhängig von der Technologie hilft eine Sanierung die Größe, den Aufwand und damit die Kosten einer Wärmeversorgungs- lösung zu verringern. ● Weitere Informationen sind dem Klimaplan der Bundesstadt Bonn zu entnehmen (Quartierbüro, Fokusinitiative Unterstützung privater Vermieter*innen und Wohneigentümergemeinschaften, Förderprogramm für die sozialverträgliche energetische Altbau- modernisierung). Reduktionspotenzial • < 20 % • 20 – 40 % • 40 – 60 % • 60 – 80 % • 80 – 100 % Quelle: [15] [17] evety Research basierend auf Daten der DigiKoo Ergebnisse der Potenzialanalyse 6Seite 68 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn ● Freiflächen-PV ● Dachflächen-PV ● PV auf Verkehrswegen ● Agri-PV ● Windenergie ● H2-Kernnetz ● Erzeugung von Wasserstoff ● Infrastrukturnetz Wasserstoff ● HKWs ● Nachwachsende Rohstoffe ● Organische Abfälle ● Klärgas aus Kläranlagen ● Biogas aus Biogasanlagen ● Freiflächen ● Dachflächen Hinweis: Solarthermie ist mit Speichern zu kombinieren. ● Oberflächen- gewässer (Seen & Flüsse) ● Luft ● Oberflächen- nahe Geothermie ● Mitteltiefe Geothermie ● Tiefe Geothermie ● Industrie & GHD ● Höchstleistungs- rechenzentren ● Abwasser ● Thermische Abfallverwertung ● Trinkwasser ● Anlagen zur Stromerzeugung ● Power-to-X ● Zentrale und dezentrale Speicher- lösungen Mithilfe von GIS-Analysen werden die technischen Potenziale erschließbarer Quellen konkretisiert Grüne GaseEE-StromBiomasse Umweltwärme SolarthermieGeothermie ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ SpeicherAbwärme ✓✓✓ Ergebnisse der Potenzialanalyse ● Vollsanierung1 gilt als 100% saniert ● Teilsaniert2 gilt als 50% saniert ● Unsaniert gilt als 0% saniert Sanierungspotenzial ✓ 1) Dach, Keller, Fenster und Fassade, 2) Dach und Keller Hinweis: Genauere Zuordnung von Potenzialen (Solarthermie, PV, mitteltiefe Geothermie, Speichern) zu Flächen erfolgt im Klimaplan-Steckbrief „Flächenanalyse". 7Seite 69 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Für Biomasse haben vor allem Bio- und Klärgas hohe Potenziale, falls diese nicht bereits erschlossen werden Kurzbeschreibung Anwendungsmöglichkeiten Wichtige Kennzahlen ● Ganzjährige Verfügbarkeit ● Hohe Temperaturen Vorteile ● Begrenzte Potenziale ● Emissionen (Anlieferung, Verarbeitung,…) ● Konkurrenz durch stoffliche Nutzung und für Hochtemperatur- anwendungen (Holz) ● Stoffliche Nutzung von Holz sollte Vorrang vor der energetischen Nutzung haben Restriktionen ● Grundsätzlich überörtliche Nutzung unabhängig vom Standort ● Nachwachsende Rohstoffe (Reststoffe, Energiepflanzen) ● Organische Abfälle (Abfallwirtschaft) ● Klärgas aus Kläranlagen ● Biogasanlagen haben erhebliche Abwärmepotenziale ● Biogas und Klärgas bestehen zu 50 - 75% aus Methan ● Weitere Bestandteile sind Kohlendioxid, Wasserstoff und giftiger Schwefelwasserstoff ● Der Energiegehalt von Biogas und Klärgas liegt bei 5-7,5 kWh/m³ ● Der Energiegehalt von Erdgas liegt bei 8,6-11,4 kWh/m³ (L- und H-Gas) Biomasse Nachwachsende Rohstoffe Organische Abfälle Klärgas Biogas ✓ ✓ ✓✓ Ergebnisse der Potenzialanalyse Hinweis: Biomasse weist insgesamt für Deutschland ein sehr begrenztes Potenzial auf, das trifft auch auf Bonn zu. ! 8Seite 70 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Waldflächen in Bonn ● In Bonn liegt eine Waldfläche von rund 43 km2 vor. ● Die größten Flächen befinden sich im Südwesten. ● Dabei ist der Kottenforst das größte Waldgebiet. Naturschutzgebiete in Bonn ● In Bonn liegt eine Fläche für Naturschutzgebiete von rund 33 km2 vor. ● Die größten Flächen befinden sich im Südwesten. Im Süden von Bonn gibt es große Waldflächen, welche überwiegend als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind NaturschutzgebieteWaldflächen Quellen: [7] Digitales Basis-Landschaftsmodell DLM Ergebnisse der Potenzialanalyse 9Seite 71 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Die Waldflächen können vor allem aufgrund des Naturschutzes nur eingeschränkt energetisch genutzt werden Bewertung der Waldfläche in Bonn ● In Bonn liegt nach Abzug der Naturschutzgebiete rund 10 km2 Waldfläche vor, die theoretisch energetisch genutzt werden könnte. ● Das Potenzial nachwachsender Rohstoffe wird mittels der thermischen Energie pro Hektar Waldfläche berechnet, diese wird gemäß KEA-BW* Leitfaden zur kommunalen Wärmeplanung mit 4,3 MWh pro Hektar (Waldrestholz) angenommen. ● Die Menge an Waldrestholz, die pro Hektar Waldfläche anfällt, ist abhängig von Baumart, Alter und Zustand des Waldes sowie der Art der Waldbewirtschaftung. ● Waldrestholz umfasst die bei der Holzernte zurückgebliebenen Äste, Zweige, Baumkronen und andere nicht nutzbare Teile des Baumes. ● Mit einer Waldfläche von rund 10 km2, welche in der Abbildung dargestellt ist, ergibt sich ein Potenzial von circa 4,3 GWh/a. ● Im Vergleich zum Wärmeverbrauch sind die auf der Basis des KEA*- Leitfadens ermittelten 4,3 GWh/a vernachlässigbar gering. *Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH Waldflächen exklusive Naturschutzgebiete 1) KEA-Leitfaden Quellen: [7] Digitales Basis-Landschaftsmodell DLM, [12] Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft Ergebnisse der Potenzialanalyse 10Seite 72 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Organische Abfälle werden in Bonn zur Kompostierung eingesetzt und spielen für die Wärmeerzeugung keine Rolle Organische Abfälle von Bonn in Zahlen ● 2022 hat jeder Bonner ca. 48,8 kg Biomüll produziert. ● Die gesamte Menge an organischen Abfällen liegt bei ca. 69 kg pro Kopf. ● 57.500 Grüne Tonnen sind in Bonn verteilt. ● In 2022 insgesamt 16.300 t Biomüll aus den Haushalten. Das entspricht ca. 15,7 GWh an gewinnbarer Energie. ● Bis 2030 wird die gesamte Menge an Bioabfällen auf ca. 23.301 t steigen, dies entspricht 6,7 GWh zusätzlicher Energie. Offene Frage: ● Sind noch Projekte zur Verwertung von Bioabfällen in Planung? 0 20 40 60 80 1991 1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2013 2015 2017 2019 2021 Bioabfall Bonn Bioabfall insgesamt Entwicklung der Bioabfallsammlung in Bonn 1991 – 2022 1991 – Pilotprojekt Biotonne in den Stadtbezirken Hardtberg und Beuel Ab 1993 – flächendeckende Einführung der Biotonne im gesamten Stadtgebiet 2022 – pro Person wurden rund 49 Kilogramm Bioabfall gesammelt Quelle: [23] Ergebnisse der Potenzialanalyse 11Seite 73 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Bestandsanlagen ● Im nördlichen Graurheindorf befindet sich eine Biogas-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 600 kW. ● Im Süden befindet sich in der Deutschherrenstr. eine Biogas-Anlage mit einer thermischen Leistung von 114 kW und einer elektrischen Leistung von 71 kW. ● Im Bachfeld befindet sich eine Biogas-Anlage mit einer thermischen Leistung von 34 kW und einer elektrischen Leistung von 19 kW. ● Bei ca. 7000 Volllaststunden (VLH) stehen dadurch insgesamt ca. 1,04 GWh Wärme aus Biogas zur Verfügung. ● Für die Energieversorgung spielt Klärgas aktuell keine Rolle. Zusätzliche Potenziale ● Biogas: Bei einem angenommenen elektrischen Wirkungsgrad von 38 % und einem Gesamtwirkungsgrad von 90 % könnte in Graurheindorf zusätzlich 821 kW und mit 7.000 Volllaststunden 5,7 GWh Wärme zur Verfügung stellen. ● Klärgas: Mit Stand 3/2025 sind zusätzliche BHKWs zur Strom- und Wärmeproduktion vorgesehen. Aktuell wird ein Großteil des erzeugten Faulgases der Kläranlage Salierweg für die Stützfeuerung der Mono-Klärschlamm-Verwertungsanlage (MKVA) benötigt. Ab 2029 soll die Verwertung des Bonner Klärschlamms in der neuen MKVA der KLAR in Köln erfolgen. Das dann nicht mehr für die Stützfeuerung benötigte Faulgas kann zur zusätzlichen Strom- und Wärmeerzeugung in BHKWs genutzt werden. Die dabei erzeugte Wärme wird anteilig den Wärmebedarf der KA Salierweg decken (Beheizung der technischen Anlagen und Betriebsgebäude). Zu welchen Anteilen Überschüsse in Wärmenetze eingespeist werden können, ist derzeit völlig unklar. Eine Einspeisung des Klärgases in das öffentliche Gasnetz wird bei der weiteren Anlagenplanung mit untersucht.“ Auerberg Wärme: 0 kW Strom: 0 kW Deutschherrenstr. Wärme: 114 kW Strom: 71 kW Im Bachfeld Wärme: 34 kW Strom: 19 kW Graurheindorf Wärme: 0 kW Strom: 600 kW Biogas Klärgas Duisdorf Wärme: 0 kW Strom: 0 kW Quelle: [1]; [17] Ergebnisse der Potenzialanalyse Biogas und Klärgas sind aktuell und wahrscheinlich in Zukunft für die Strom- und Wärmeerzeugung aufgrund der identifizierten Potenziale von geringer Bedeutung 12Seite 74 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn ● Freiflächen-PV ● Dachflächen-PV ● PV auf Verkehrswegen ● Agri-PV ● Windenergie ● H2-Kernnetz ● Erzeugung von Wasserstoff ● Infrastrukturnetz Wasserstoff ● HKWs ● Nachwachsende Rohstoffe ● Organische Abfälle ● Klärgas aus Kläranlagen ● Biogas aus Biogasanlagen ● Freiflächen ● Dachflächen Hinweis: Solarthermie ist mit Speichern zu kombinieren. ● Oberflächen- gewässer (Seen & Flüsse) ● Luft ● Oberflächen- nahe Geothermie ● Mitteltiefe Geothermie ● Tiefe Geothermie ● Industrie & GHD ● Höchstleistungs- rechenzentren ● Abwasser ● Thermische Abfallverwertung ● Trinkwasser ● Anlagen zur Stromerzeugung ● Power-to-X ● Zentrale und dezentrale Speicher- lösungen Mithilfe von GIS-Analysen werden die technischen Potenziale erschließbarer Quellen konkretisiert Grüne GaseEE-StromBiomasse Umweltwärme SolarthermieGeothermie ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ SpeicherAbwärme ✓✓✓ Ergebnisse der Potenzialanalyse ✓ ● Vollsanierung1 gilt als 100% saniert ● Teilsaniert2 gilt als 50% saniert ● Unsaniert gilt als 0% saniert Sanierungspotenzial ✓ 1) Dach, Keller, Fenster und Fassade, 2) Dach und Keller Hinweis: Genauere Zuordnung von Potenzialen (Solarthermie, PV, mitteltiefe Geothermie, Speichern) zu Flächen erfolgt im Klimaplan-Steckbrief „Flächenanalyse". 13Seite 75 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Anwendungsmöglichkeiten Nach den Nutzungsmöglichkeiten gliedert sich die Geothermie in die oberflächennahe, mitteltiefe und die tiefe Geothermie Geothermie Grubenwasser aus Bergbau TiefMitteltiefOberflächennah Grundwasser Brunnenanlagen (Tiefe bis 30 m wirtschaftlich) Erdwärmekollektoren (Typische Tiefen: 1 -1,50 m) Erdwärmesonden (Typische Tiefen: 40 -150 m) ✓ ✓ ✓ Potenzial quantitativ erhoben Potenzial qualitativ erhoben Sonderfall Kurzbeschreibung Wichtige Kennzahlen ● Geothermie ist die Nutzung der Erdwärme mittels verschiedener Technologien: Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren oder Grundwasser- Brunnenlagen ● Unterscheidung in oberflächennah (bis zu 400 m), mitteltiefe (400 – 1.500 m) und tiefe (1.500 – 5.000 m und ca. 60- 120°C Thermalwassertemperatur) Geothermie ● Die Wärmeleitfähigkeit wird durch die Art des Gesteins bestimmt. ● Die Temperaturen sind durch den geothermischen Gradienten definiert. ● Der Temperaturanstieg ist mit zunehmender Tiefe in der Realität nicht linear und auch nicht frei von Anomalien. Oberflächennahe Geothermie: ● 100 Sonden/ha, Entzugsleistung 30-60 W/m, 1.800-2.400 Volllaststunden* ● Ganzjährige Verfügbarkeit ● techn. Entwicklungen im Bereich Groß-Wärmepumpen zu erwarten Vorteile ● Erdwärmesonde-Wärmepumpe und Wasser-Wärmepumpe sind teilweise nicht möglich in Wasserschutzgebieten (siehe nächste Folie). Restriktionen ✓ Geschlossene oberflächennahe Geothermie Offene oberflächennahe Geothermie ✓ Ergebnisse der Potenzialanalyse Quelle: Geologischer Dienst NRW, Stadt Bonn untere Umweltbehörde (UUB 67-7). *Annahmen aus Potenzialstudie Erneuerbare Energien NRW. Teil 4 – Geothermie. LANUV-Fachbericht 40. ✓ 14Seite 76 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Für die geothermische Nutzung ist die Einschränkung durch Wasserschutzgebiete in Bonn von geringer Bedeutung Wasserschutzgebiete: ● Die Erdwärmenutzung (Erdsonden- und Wasser-Wärmepumpen) ist mit dem hohen Schutzerfordernis in den Wasserschutzzonen I und II nicht vereinbar und aus Vorsorgegründen zu unterlassen. ● Im Einzelfall ist eine Ausnahme in den Wasserschutzzonen III, III A und III B möglich, wenn zum Beispiel Bohrtiefenbeschränkungen eingehalten werden und in Erdwärmesonden ausschließlich Wasser ohne Zusatzstoffe als Wärmeträgermedium zum Einsatz kommt. ● Die Restriktionen sind abhängig von der jeweiligen individuellen Wasserschutzverordnung und dem lokalen Wasserwerksbetreiber. Heilquellenschutzgebiet in Planung: ● Es existiert noch keine Heilquellenschutzgebietsverordnung. Tiefenbohrungen über die Quartärbasis hinaus sind aber aus Vorsorgegründen nicht genehmigungsfähig. Im oberen Grundwasserstockwerk kann ausnahmsweise Erdwärmebohrungen und Grundwasserentnahmen zugestimmt werden. In der Regel eine Bohrtiefenbegrenzung auf 20 – 25 m. ● Grundwasser-Entnahmen sind lediglich bis 5.000 m³/a in Ausnahmefällen zulässig. Dies gilt sowohl für Wasser-Wasser-Anlagen als auch für Gartenbrunnen. Für Bonn ● Der Großteil Bonns ist nicht von Wasserschutzzonen betroffen. ● Zwei große Schutzgebiete liegen im Bonner Norden. ● In Bad Godesberg ist ein Heilquellenschutzgebiet „in Planung“. Quelle: [17] LANUV NRW; [25] Geologischer Dienst NRW. Ergebnisse der Potenzialanalyse Sanierungsanteil • Schutzzone I • Schutzzone II • Schutzzone III • in Planung • Schutzzone III A • Schutzzone III B Zonen Wasserschutzgebiete 15Seite 77 von 297 BonnNetz | Mai 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn Geschlossene oberflächennahe Geothermie zeigt in weiten Teilen Bonns großes Potenzial, um den Wärmeverbrauch zu decken Wärmeleitfähigkeit in W/m*K mittel (1,0 - 1,4) mittel (1,5 - 1,9) gut (2,0 - 2,4) gut (2,5 - 2,9) sehr gut (3,0 - 3,4) Wärmeleitfähigkeit bei 80 Meter Tiefe Möglichkeit zur Deckung des Wärmeverbrauchs durch Geothermie Sanierungsanteil • < 20 % • 20 – 40 % • 40 – 60 % • 60 – 80 % • 80 – 100 % Pot. Wärmedeckung durch Geothermie in % Bewertung des geschlossenen Oberflächen-Geothermie-Potenzials ● In Bonn liegen überwiegend gute Wärmeleitfähigkeiten für die geschlossene oberflächennahe Geothermie vor. ● In einigen Gebieten wie Bad Godesberg kann mit der geschlossenen Oberflächen-Geothermie ein Großteil des Wärmeverbrauchs gedeckt werden. ● Im Stadtzentrum Bonn ist der durch Geothermie deckbare Wärmeanteil gering. ● Insgesamt beträgt das oberflächennahe Geothermie- Potenz
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de