← Vorlagen

252562 · Mitteilungsvorlage

Neues Angebot für Kinder und Jugendliche im Bereich der kulturellen Bildung: „Unsere Welt, unsere Visionen – entdecken, erleben, verändern“ (2025–2027)

Nummer
252562
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
19.02.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Kulturausschusses 01.04.2025 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 76,7 KB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (6.658 Zeichen)
Mitteilungsvorlage
öffentlich
252562
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
41 Kulturamt
Dezernat:
Dez. IV
Neues Angebot für Kinder und Jugendliche im
Bereich der kulturellen Bildung: „Unsere Welt,
unsere Visionen – entdecken, erleben, verändern“
(2025–2027)
Beratungsfolge
Kulturausschuss 01.04.2025 Kenntnisnahme
Begründung
Das Kulturamt der Stadt Bonn, das Bildungs-, Kultur- und Sportbüro des Rhein-
Sieg-Kreises sowie die Partnerorganisationen Künstlerforum Bonn,
Jugendkunstschule im arte fact Bonn, Kulturzentrum Brotfabrik Bonn und
Theaterschatz e.V. aus Siegburg starten gemeinsam das dreijährige Projekt
„Unsere Welt, Unsere Visionen – entdecken, erleben, verändern“. Das Projekt
richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 21 Jahren und wird
von 2025 bis 2027 durchgeführt.
Brennende Fragen, darunter der europaweite Rechtsruck, die Klimakrise, Krieg
und politische Unruhen, erfordern dringend globale Maßnahmen. Von jungen
Menschen organisierte Bewegungen wie „Fridays for Futures“, die Ergebnisse
der letzten SINUS-Jugendstudie von 2024, die die rapide zunehmende
Unsicherheit beispielsweise hinsichtlich politischer Krisen, Ungleichheit und
Diskriminierung bei Jugendlichen bestätigt hat, Demonstrationen am
Christopher Street Day oder zur Erhaltung der Demokratie im Frühjahr 2024
zeigen, dass diese Themen zu einer hohen emotionalen Belastung führen.
Gleichzeitig generieren sie ein enormes Interesse, für die Ziele nachhaltiger
Entwicklung einzustehen.
Durch Workshops in verschiedenen künstlerischen Sparten, darunter bildende
Kunst, Theater, Tanz, Musik, Film und Neue Medien, sollen kreative
Lösungsansätze zu den globalen Herausforderungen unserer Zeit entwickelt
werden. Dabei werden die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) thematisiert,
insbesondere die Bereiche Frieden, Gerechtigkeit und nachhaltiger Konsum.
Ziel des Projekts ist es, im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung,
junge Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu befähigen.
Angeleitet werden die Workshops, die interdisziplinär konzipiert sein müssen,
von Künstler*innen und/oder Kulturpädagog*innen.
Im ersten Projektjahr 2025 liegt der Fokus auf den SDGs 16 „Frieden,
Gerechtigkeit und starke Institutionen“ und 17 „Partnerschaften zur Erreichung
der Ziele“. Die Workshops sollen das Bewusstsein für soziale VerantwortungSeite 1 von 3
Seite 2
und die Rolle der Künste in einer gerechten, friedlichen und demokratischen
Gesellschaft stärken. Workshops könnten unter anderem die Gestaltung von
Szenenbildern für Theaterstücke oder das Filmen von Musikvideos, die
aktivistische Botschaften zu den Themen Frieden und Gerechtigkeit
transportieren, beinhalten.
Im zweiten Projektjahr (2026) werden die SDGs 3 (Gesundheit und
Wohlergehen), 8 (menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) und 12
(Nachhaltige/r Konsum und Produktion) behandelt. Die Teilnehmenden werden
ermutigt, ihre Fähigkeiten zu nutzen, um das Bewusstsein für nachhaltigen
Konsum, gesundheitliche Herausforderungen und Ressourcenschonung zu
schärfen. Beispielsweise könnten hier Kunst-Workshops geplant werden, in
denen Bilder über die Natur entstehen, die von einem Hörspiel begleitet
werden, oder ein Film wird produziert, der die Gestaltung eines Umwelt-
Kunstwerks beinhaltet.
Sowohl Rückblicke auf die beiden vergangenen Jahre sowie einen Ausblick in
die Zukunftsvisionen junger Menschen soll es im dritten Projektjahr (2027)
geben. Außerdem werden die SDGs 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur)
und 10 (weniger Ungleichheiten) einbezogen. Es wird die Bedeutung von
Innovation in den Künsten sowie die Auswirkungen von Ungleichheiten
thematisiert. Hier könnte zum Beispiel ein Tanz in einem Workshop erarbeitet
werden, der mit Upcycling-Kostümen die Unterschiede von reichen und armen
Ländern zeigt, oder ein Theaterstück mit Filmausschnitten zum Thema Kunst-
Innovationen / Zukunftsvisionen konzipiert werden. Die SDGs 4 (Hochwertige
Bildung), 5 (Geschlechtergleichheit), 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden)
und 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) sind als übergreifende Aspekte in allen
drei Projektjahren verankert.
Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit Expert*innen aus der Region
sowie Institutionen aus Kultur und Wissenschaft durchgeführt. In jedem Jahr
wird es ein gemeinsames Abschlussfestival geben, das möglichst viele der
entstandenen Arbeiten der Teilnehmer*innen der Öffentlichkeit präsentiert und
zum Mitmachen einlädt. Im November 2025 wird das erste Abschluss-Festival
im Künstlerforum Bonn stattfinden. Das Festival 2026 findet im Rhein-Sieg-
Kreis statt, das Festival 2027 wieder in Bonn.
Die erste Antragsfrist für die Förderung von Workshops im Jahr 2025 endet am
18. Mai und beginnt vrstl. Anfang April 2025. Interessierte können sich zuvor
bei zwei digitalen Kick Off-Veranstaltungen am 27.03.2025 um 17.00 Uhr und
am 31.03.2025 um 10.00 Uhr informieren (Anmeldung unter
muna.zubedi@bonn.de). Über die eingegangenen Anträge entscheidet eine
Jury. Zuwendungsfähig sind die Honorare der Künstler*innen (unter
Berücksichtigung der vom Land NRW vorgesehenen Honoraruntergrenzen),
Honorare für SDG-Expert*innen, Materialkosten und ggf. Reisekosten.
Die Workshops, deren Durchführung voraussichtlich im Juli 2025 startet,
werden mithilfe einer Microsite auf www.bonn.de, Plakaten, Postkarten, über
digitale Außenwerbemedien sowie über die Kooperationspartner*innen und
teilnehmenden Künstler*innen beworben. Die Teilnahme für die Kinder und
Jugendlichen ist grundsätzlich kostenfrei.
Das Projekt wird 2025, 2026 und 2027 gefördert vom LandschaftsverbandSeite 2 von 3
Seite 3
Rheinland (30.000 € pro Jahr), der Stadt Bonn (20.000 € pro Jahr) und dem
Rhein-Sieg-Kreis (6.000 € pro Jahr). Für das Jahr 2025 sind zusätzlich Anträge
bei zwei Stiftungen über je 5.000 € gestellt worden. Für die Jahre 2026 und
2027 sollen weitere Drittmittel eingeworben werden.
Die Durchführung der Maßnahme steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung
des Haushaltes 2025/2026 durch die Bezirksregierung Köln.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.04.01 Kulturelle Projekte 4104011 Kulturelle Projekte
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
66.000,00 141000401/
70.1900 (ca.
57.200,00),
74.1000 (ca.
8.800,00)
2025
Einzahlungen /
Erträge
46.000 141000401/61.1000
Haushaltsbelastung
jährlich
20.000
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 21:08 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de