252544 · Mitteilungsvorlage
Rückblick und Ausblick zum Haus der Natur (HdN)
Kerndaten
- Nummer
- 252544
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 17.02.2025
- Letzte Änderung
- 02.11.2026
Orte
- Münsterplatz Hauptort
- Waldau
- Bonn
- Kottenforst
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 252544 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Rückblick und Ausblick zum Haus der Natur (HdN) Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 05.03.2025 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bonn 11.03.2025 Kenntnisnahme Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 02.04.2025 Kenntnisnahme Rat 20.03.2025 Kenntnisnahme Mitteilung: Zuletzt berichtete das Amt für Umwelt und Stadtgrün zum Sachstand Haus der Natur in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda am 05.03.2024 (DS-Nr. 240112). Die beigefügte Anlage enthält den jährlichen Sachstandsbericht über das abwechslungsreiche Jahr 2024 und gibt Ausblick auf die geplanten Aktivitäten im Jahr 2025 am Haus der Natur. Eine Vorstellung der Aktivitäten ist vorgesehen für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda am 05.03.2025. Anlage/n 1 Bilanz 2024 (öffentlich)Seite 1 von 13 Bericht über die Aktivitäten des Hauses der Natur Rückblick 2024 Copyright Heike Hückesfeld / Bundesstadt BonnSeite 2 von 13 1 Museumsbetrieb Wie in den Jahren zuvor, konnte man im Haus der Natur 2024 vielfältige Sonderausstellungen besuchen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene in das Umweltbildungszentrum der Stadt Bonn lockten. Bis zum 21. Januar 2024 war die künstlerische Ausstellung „WALD KLANG ZEIT“ der Künstlerin und Autorin Eva Wal zu sehen. Im Anschluss daran, konnten die Besucher*innen vom 24. Januar bis 17. März 2024 die Ausstellung „Ewig wechselnd“ des Künstlerpaares Dauer bewundern. Die Bilder von Wolfgang Dauer, welche dieser als „Wasserwerke“ bezeichnet, sorgten im Zusammenspiel mit den „Luftgeistern“ seiner Frau Marie-Luise Dauer für eine einmalige Stimmung in den Ausstellungsräumen und luden zum Träumen und Verweilen ein. Die Ausstellung „Mensch Biene!“ hat das das Ausstellungsjahr 2024 im Haus der Natur besonders geprägt. Die Mitmachausstellung, die zwischen dem 20. März und dem 8. September 2024 besucht werden konnte, wurde vom Museum Natur und Mensch der Städtischen Museen Freiburg konzipiert und dem Haus der Natur als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Sie umfasste zahlreiche Module, die zu Interaktionen rund um das Thema Honig- und Wildbienen einluden. So konnten Kinder und Erwachsene in die Waben des Wabenmöbels klettern und sich in das Leben einer Bienenlarve hineinversetzten. Mit dem Pollensammelspiel lernten die Besucher*innen in Aktion, wie die Bestäubung der Blüten durch die Bienen funktioniert und wie Bienen die Welt wahrnehmen. Bei dem Bestäuber-Quiz konnten unterschiedliche Produkte wie zum Beispiel Kaffee, Erbsen, Ananas und Erdbeeren gescannt werden. Anschließend musste erraten werden, ob diese Pflanzen von Bienen bestäubt werden oder nicht. Die Ausstellung lockte über den Ausstellungszeitraum über 9000 Besucher*innen in das Haus der Natur und erfreute sich nicht nur bei Kindern großer Beliebtheit. „Mensch Biene!“ Copyright Heike Hückesfeld / Bundesstadt Bonn Vom 10. April bis Ende September 2024 konnte man außerdem am Zaun des Bauern- und Naturgartens Fotografien der Hobbyfotografin Sabine Klapdor bewundern. Unter dem Titel „Garten-Rendezvous – Begegnungen im naturnahen Garten“ ließ uns die Troisdorferin an den Begegnungen mit ihren tierischen Gartenbesucher*innen teilhaben. Danach zog zwischen dem 11. September und dem 6. Oktober 2024 der Gartenschläfer ins Haus der Natur ein. Die Ausstellung „Spurensuche Gartenschläfer – auf der Suche nach der Schlafmaus mit der Zorro-Maske“ vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)Seite 3 von 13 2 machte mit Informationstafeln und Aktionselementen auf die Lebensweise und Bedrohung der für viele noch unbekannten Schlafmaus aufmerksam. Den Abschluss des Ausstellungsjahres bildete die Ausstellung „Vogelbegegnungen“ von Prof. Volker Herzog. In seinen Zeichnungen und Aquarellen zahlreicher heimischer und exotischer Vögel konnte man die Liebe und Faszination des Künstlers zu seinen gefiederten Freunden erkennen und daran teilhaben. Texte zur besonderen Beziehung zwischen Vogel und Mensch komplettierten die wundervolle Ausstellung. Ein Maltisch mit Blick auf eine mit Vogelpräparaten ausgestattete Vitrine, animierte Jung und Alt dazu, sich selbst mit dem Bleistift im Zeichnen von Vögeln zu üben. „Ewig wechselnd“ „Vogelbegegnungen“ Copyright Marie-Luise Dauer Copyright Volker Herzog Die Ausstellungen lockten 2024 mehr als 15.500 Besucher*innen in das Haus der Natur. Somit ist die Besucher*innenzahl im zweiten Jahr in Folge beträchtlich angestiegen, wenn man beachtet, dass 2023 knapp 12.000 Personen und 2022 knapp 7.500 Personen gezählt wurden. Umweltbildungsangebot 2024 In diesem Jahr nahmen insgesamt 138 Kindergärten und Schulen unser Workshop-Angebot in Anspruch, was eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 2023 mit 113 Workshops darstellt. Somit erreichten wir allein mit unserem Workshop-Angebot knapp 3000 Kinder und Jugendliche. Auffällig war dabei in diesem Jahr, dass 25 Workshops von Nicht-Bonner Schulen gebucht wurden und sogar Schulen aus Bielefeld, Mönchengladbach und Düsseldorf das Angebot nutzten. Neben der Leitung und stellvertretenden Leitung (siehe Abschnitt Klimabildung) des Hauses der Natur, führten hauptsächlich sieben Honorarkräfte die Workshops durch. Wie bereits im vergangenen Jahr, wurde der Workshop „Der Wald und die Jahreszeiten“ am meisten gebucht und 36-mal durchgeführt. Aber auch die klassischen Waldworkshops „Entdecker- Westen Tour“ und „Unser Wald – Unsere Lebensgrundlage“ konnten jeweils mehr als 20-mal durchgeführt werden. Während der „Mensch Biene!“ Ausstellung vom 20. März bis 8. September 2024 konnten Vorschulkinder und Erstklässler*innen über die waldpädagogischen Workshops hinaus den Workshop „Hermine, die kleine Wollbiene“ und Schüler*innen der zweiten bis sechsten Klasse den Workshop „Zu Besuch bei Majas wilden Schwestern“ besuchen. Die Workshops wurden insgesamt 31-mal durchgeführt und erreichten über 600 Kinder und Jugendliche. Da durch den begrenzten Platz in den Ausstellungsräumen dienstags bis freitags täglich nur eine Gruppe anSeite 4 von 13 3 dem Workshop teilnehmen konnte, kann man mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein, zumal in dieser Zeit auch viele Waldworkshops gebucht wurden. Weitere 24 Anfragen für einen Bienenworkshop mussten leider abgesagt werden, weil deren Wunschtermine bereits ausgebucht waren. Die Workshops hatten alle zum Ziel, den Teilnehmenden den Unterschied zwischen Wild- und Honigbienen, sowie die Wichtigkeit der Bestäubungsleistungen – vor allem der Wildbienen – für unsere Ernährung begreifbar zu machen. Mit den Teilnehmenden wurden im Anschluss daran Ideen gesammelt, wie man die Artenvielfalt der Bienen im eigenen Garten, auf dem Balkon und auf dem Schulhof schützen kann. Die Bienenworkshops wurden nach den Kriterien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konzipiert und durchgeführt. Im Rahmen unseres Halbjahresprogramms für Jung und Alt fanden 2024 insgesamt 27 Veranstaltungen mit etwa 450 Teilnehmenden statt. Somit konnten drei Veranstaltungen mehr als im vorherigen Jahr durchgeführt und etwa 50 Personen mehr erreicht werden. Auch in diesem Jahr umfasste das Veranstaltungsprogramm eine Mischung aus Waldexkursionen, Veranstaltungen im Rahmen der wechselnden Ausstellungen und Aktionen mit dem Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit. Besonders erwähnenswert sind in diesem Jahr die Nachtwanderungen, die insgesamt viermal im Jahr stattfinden. Diese waren das dritte Jahr in Folge komplett ausgebucht. Außerdem wurden die zahlreichen Veranstaltungen, die als Rahmenprogramm zu den Sonderausstellungen angeboten wurden, gut angenommen. Hier konnten Familien zum Beispiel am 22. September 2024 bei dem Familienworkshop „Ein Zuhause für den Gartenschläfer bauen“ tatkräftig einen eigenen Nistkasten bauen und bekamen dabei wertvolle Tipps zum Schutz der kleinen Schlafmaus. Auch die vier „Adventswerkstätten“, die im November und Dezember durchgeführt wurden, waren wieder gut besucht. Die Buchungs- und Zahlungsabwicklungen der Veranstaltungen wurden wieder durch die Volkshochschule Bonn durchgeführt. Hervorzuheben ist außerdem, dass die Veranstaltungen des Hauses der Natur 2024 attraktiv und gut sichtbar auf der Startseite der VHS verlinkt waren, wofür wir unserem Kooperationspartner sehr dankbar sind. Aktionstage Am Frühlingsmarkt, der am 11. Mai 2024 stattfand, war das Haus der Natur wieder mit einem Aktionsstand vertreten. Mit dem Pollensammelspiel (siehe Foto) wurde auf die Bienenausstellung und das Programm des Hauses der Natur aufmerksam gemacht. Der bunte Stand wurde gerne besucht und sorgte für positiven Gesprächsanlass über die Zusammenhänge zwischen der Artenvielfalt der Bienen und unserer Ernährung sowie über Möglichkeiten des Schutzes dieser wichtigen Bestäuberinnen. Im Botanischen Garten Bonn fand auch 2024 der Tag der Artenvielfalt statt, an dem das Haus der Natur zum dritten Mal in Folge teilnahm. Am Sonntag, den 26. Mai 2024, besuchten wieder zahlreiche Besucher*innen zwischen 10 und 18 Uhr den Aktionsstand des Hauses der Natur. Viele, vor allem junge Besucher*innen, hatten zum wiederholten Mal große Freude daran, Waldboden unter die Lupe zu nehmen und so die Artenvielfalt und deren Bedeutung zu „begreifen“. Trotz des durchwachsenen Wetters war der Stand ganztägig gut besucht. Auch in diesem Jahr konnten die Waldjugendspiele in Kooperation mit dem Regionalforstamt stattfinden. Über 200 Schüler*innen aus insgesamt neun Klassen durchliefen dabei wie in den Vorjahren einen Parcours. An den betreuten Stationen, u.a. zum Thema „Bodentiere“, „Müll im Wald“ und „Wald und Klima“, erfuhren die vierten Klassen wieder viel Wissenswertes rund um den Wald.Seite 5 von 13 4 Am 21. September 2024 beteiligte sich das Haus der Natur außerdem am Nachhaltigkeitsfestival „Bonn – Rundum nachhaltig“ auf dem Münsterplatz. An dem Aktionsstand konnten sich Interessierte zwischen 11 und 17 Uhr über die Vielfalt der Wildbienen informieren, verschiedene Wildbienenarten unter die Lupe nehmen und Samenkugeln anfertigen. „Frühlingsmarkt“ auf dem Bonner Münsterplatz „Tag der Artenvielfalt“ im Botanischen Garten Copyright Heike Hückesfeld / Bundesstadt Bonn Copyright Sandra Krueger / Bundesstadt Bonn Neben diesen Veranstaltungen wurden eigene Aktionstage vor dem Haus der Natur geplant und durchgeführt. Das diesjährige Highlight stellte die Eröffnung der Ausstellung „Mensch Biene!“ dar die in diesem Jahr am 23. März 2024, statt des Klimaaktionstages, am Haus der Natur stattfand. Als Auftakt des Aktionstages konnten die Besucher*innen der musikalischen Lesung „Bienengedanken mit Bass“ lauschen (siehe Foto). An den Aktionsständen des „Vereins zum Schutz der Wild- und Honigbiene“ und der Universität Bonn konnten unter anderem Bienen, Wespen und Hornissen unter dem Mikroskop bestaunt und Honig verkostet werden. Das Projekt „Tausend Gärten – Tausend Arten“ war auch mit einem Aktionsstand vor Ort, um über die Möglichkeiten des Schutzes der Artenvielfalt im eigenen Garten zu informieren und Lust auf eine naturnahe Gartengestaltung zu machen. Darüber hinaus konnten die Kinder am Stand des Hauses der Natur Samenkugeln formen und sich zusammen mit den Erwachsenen der Kurzführungen durch die Bienenausstellung anschließen. Auch die Lesung aus Bienen-Büchern erfreute sich großer Beliebtheit. Insgesamt wurden während des Aktionstages zwischen 11 und 17 Uhr allein in den Ausstellungsräumen über 300 Besucher*innen gezählt. Eröffnung der Ausstellung „Mensch Biene!“ Copyright Heike Hückesfeld / Bundesstadt BonnSeite 6 von 13 5 Der Aktionstag „Biologische Vielfalt im Wald und Zuhause“ fand am 25. Mai zwischen 11 und 17 Uhr am Haus der Natur statt. Durch die aktuelle Sonderausstellung drehte sich in diesem Jahr auch hier alles um die faszinierende Welt der Bienen. Mit einem Aktionsstand, Kurzführungen durch die Ausstellung und Lesungen wurde die biologische Vielfalt gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern gefeiert und gefördert. Am 17. November 2024 fand zwischen 14 und 18 Uhr wieder der Käpt´n Book Familientag statt. Mit ihrem Bilderbuch „Egon Eichhorn und der wilde Müll“ machte Alina Gries kindgerecht auf die Gefahren von Müll auf unsere Wildtiere aufmerksam. Danach konnte man Petra Postert bei der Lesung aus ihrem spannenden Buch „Nebenan die Wildnis“ lauschen. Die zwei Lesungen waren mit insgesamt 74 Zuhörenden leider nicht so gut besucht wie letztes Jahr. Dies war aber mit großer Wahrscheinlichkeit dem regnerischen Tag geschuldet, der nur wenige Menschen nach draußen lockte. Die Besucher*innen, die trotzdem den Weg ins Haus der Natur auf sich genommen haben, nahmen gerne an den Angeboten - auch über die Lesungen hinaus – teil, die sich mit dem Thema Müll auseinandersetzten. Am Stand des Hauses der Natur konnten die Kinder Jutebeutel für den nächsten müllfreien Ausflug bemalen und am „Alternativen Regal“ müllfreie Alternativen zu Plastiktüten, To-Go-Bechern, Plastikflaschen und anderem Ausflugsmüll erraten. Im Nebenraum bot die Verbraucherzentrale NRW ein Müllsortierspiel an, das bei Jung und Alt für Vergnügen und Austausch sorgte. Außerdem war „Der kleine Laden e.V.“ mit einem Büchertisch vor Ort, an dem man in zahlreichen Naturbüchern stöbern konnte. Der große Jahresabschluss wurde am Sonntag, den 8. Dezember 2024, im Rahmen der Waldweihnacht gefeiert. Auch in diesem Jahr konnten die Besucher*innen am Lagerfeuer Stockbrot über der Glut backen. Viele Kinder und Erwachsene genossen darüber hinaus den vom Förderverein angebotenen Apfelpunsch. In den Räumen des Hauses wurden währenddessen wieder Bienenwachskerzen gezogen, Baumschmuck aus Naturmaterial gebastelt und Weihnachts-Postkarten angefertigt. Wer dadurch noch nicht in Weihnachtsstimmung kam, konnte den vorgelesenen Weihnachtsmärchen und -geschichten lauschen. Social-Media-Kanäle Seit Dezember 2021 ist das Haus der Natur auf den Social-Media-Plattformen Instagram und YouTube vertreten. Seit 2023 teilt Stefan Decker, der unsere Social-Media-Kanäle betreut, zusätzlich auf dem Social-Media-Kanal @wildblick.art (vormals @Naturpark.Digital) die für das Haus der Natur produzierten Inhalte, um die Reichweite zusätzlich zu vergrößern. Seit Beginn unserer Kampagne wurden auf den Social-Media-Kanälen des Hauses der Natur über 200 Beiträge in Form von Fotos, Videos und Kurzvideos veröffentlicht. Eine positive Entwicklung konnte auch dieses Jahr auf beiden Social-Media-Plattformen verzeichnet werden. Im Vergleich zum Vorjahr konnte bei der Reichweite der Beiträge ein Plus von 35% im Vergleich zum Vorjahr festgestellt werden. Aktuell verfolgen über 1.300 regelmäßige Zuschauer*innen die Inhalte der Einrichtung über die offiziellen Social-Media-Kanäle des Hauses der Natur. Zusätzlich verfolgen über den Kanal @wildblick.art über 7.000 regelmäßige Zuschauer*innen die Inhalte, welche für das Haus der Natur produziert werden. Dabei kommen über 46% der Zuschauer*innen, welche über Instagram erreicht werden, direkt aus Bonn und liegen somit im unmittelbaren Einzugsgebiet des Hauses der Natur. Der Großteil der übrigen Zuschauer*innen stammt aus dem direkten Umfeld der Stadt Bonn (aus Köln, Alfter, Königswinter und Troisdorf). Dabei sind circa 60% der Abonnent*innen der Altersgruppe 25 bis 44 Jahre zuzuordnen. Neben den rein quantitativen Ergebnissen, konnten auch qualitativ Erfolge der Social-Media-Kampagne festgestellt werden. So wurde bei Wochenend-Veranstaltungen des Hauses der Natur häufigSeite 7 von 13 6 angegeben, dass die Besucher*innen über die sozialen Medien auf das Angebot des Hauses aufmerksam gemacht wurden. Auch überregional wächst die Bekanntheit des Hauses. So wurde Stefan Decker z.B. im Oktober 2024 zur Verleihung des Deutschen Naturfilmpreises auf der Darßer Halbinsel eingeladen, um hier u.a. über die digitale Umweltbildungsarbeit für das Haus der Natur vor Fachpublikum zu berichten. Sehr beliebt war unter anderem das Video „Wunder vor der Haustür im Herbst“, das auf dem Youtube Kanal des Hauses der Natur zu sehen ist. Dort sprach unter anderem die Tierärztin Frau Dr. Waldmann von dem Tier des Jahres 2024, dem Igel. Um auf die Gefahren für Igel in Gärten aufmerksam zu machen und Schutzmöglichkeiten für den beliebten Insektenfresser aufzuzeigen, soll im Naturgarten ein Igelhäuschen mit entsprechender Infotafel aufgestellt werden. Unterstützung durch den Förderverein Das durch den Förderverein finanzierte Projekt „Botschafter*innen für Bönnsches Grün“ konnte 2024 wie geplant erfolgreich an Pilotschulen durchgeführt werden. Es richtet sich an Bonner Grundschüler*innen ab der zweiten Klasse, die gemeinsam mit speziell geschulten Referierenden des Hauses der Natur in drei Terminen das Grün in ihrem unmittelbaren schulnahen Erfahrungsumfeld erkunden. Dabei sollen grüne Biotope im städtischen Raum Beachtung finden, zu denen größere Grünflächen im Stadtteil, aber auch oft unbeachtete „Unkrautstellen“ gehören. Die Schüler*innen sollen forschend den Fragen nachgehen, welchen Reichtum an Pflanzen- und Tierarten diese kleinen Naturräume in sich bergen, welche Bedeutung sie für uns darstellen und welchem Gefährdungspotential sie ausgesetzt sind. Die Kinder setzen eigene Schwerpunkte und tragen mit individuell gestalteten Botschaften die Bedürfnisse des Grüns samt assoziierter Tierwelt in ihre Familien und an die Öffentlichkeit. Ein Besuch der Schulklassen im Haus der Natur festigt die Verbindung vom Bönnschen Grün am Standort der jeweiligen Grundschule zum großen Naturraum Kottenforst am Haus der Natur im Bonner Süden. Dort werden auch die im Projekt entstandenen Werke der Kinder für einige Wochen in einer festen Ausstellungsfläche präsentiert und machen damit die Arbeit der Kinder und das gefundene „Grün“ in den Stadtteilen sichtbar. Für 2025 sind die Schulung der Referierenden sowie erste Durchführungen geplant. Dank der Förderung durch das Bonner Spendenparlament können auf jeden Fall 12 Schulen von dem Projekt profitieren. Klimabildung Das Team des Hauses der Natur hat sich im Jahr 2024 dank des Bonner Klimaplans vergrößert. Seit Mai 2024 unterstützt Theresa Werhan das Haus als umweltpädagogische Fachkraft in Vollzeit. Neben der Vertretung der Leitung umfasst die Stelle wie im Steckbrief 2.2.1.2. beschrieben den Aufbau von Angeboten zur Klimabildung im schulischen, außerschulischen Kontext sowie lebenslanges Lernen in den Bereichen Ernährung, Konsum, Energie und Mobilität. Seit Juli 2024 unterstützt Simone Albus das Haus in Teilzeit als umweltpädagogische Fachkraft vorwiegend für den Bereich der schulischen Klimabildung entsprechend des Steckbriefs 2.2.1.1. des Bonner Klimaplans. Die Stelle umfasst unter anderem die Entwicklung von Lernmodulen für schulische Klimabildung zu Ernährung, Konsum und klimaschonendem Verhalten und Solarenergie sowie den Ausbau schulischer und außerschulischer Netzwerke. Der Fokus beider Stellen lag 2024 auf Vernetzung, Bedarfsermittlung und Themensetzung sowie der Priorisierung, Planung und Konkretisierung von entsprechenden Projekten und MaßnahmenSeite 8 von 13 7 aus den Steckbriefen. Zunächst ging es darum, sich einen Überblick über Bildungsakteure in Bonn sowie bestehende Angebote im Bereich der Klimabildung zu verschaffen. Hierbei sollten Fragen wie „Welche Angebote gibt es bereits, wo gibt es Bedarfe und an welchen Stellen bestehen Möglichkeiten der Vernetzung und Kooperation?“ geklärt werden. Im Bereich der schulischen Klimabildung wurde eine Bedarfsermittlung an Schulen vorbereitet, mit dem Ziel herauszufinden, inwieweit BNE/Klimabildung im Kurrikulum bereits verankert ist und an welchen Stellen es Herausforderungen sowie Unterstützungsbedarfe gibt. Entsprechende Gespräche an Schulen finden im Januar und Februar 2025 statt. Bildungsmaterialien zu klimarelevanten Themen wurden gesichtet und mit der Erstellung einer Übersicht für Lehrkräfte wurde begonnen. Perspektivisch sollen Materialkoffer zu verschiedenen Themen erstellt werden, die von Lehrpersonen und anderen Multiplikator*innen ausgeliehen werden können. Außerdem wurde die Beschaffung von PV-Lehrmittelanlagen und PV-Experimente Sets für Schulen vorbereitet sowie die Gründung eines Schulgarten-Unterstützer*innen-Netzwerks eruiert. Darüber hinaus soll das Bildungsangebot am Haus der Natur um klimarelevante Inhalte erweitert werden, zunächst mit dem Fokus auf drei Themenbereiche: Wald und Klima, Ernährung und Klima und Biodiversität und Klima. In diesem Zuge wurde mit der Konzeption und Planung von Formaten und Modulen im Bauerngarten sowie auf der Streuobstwiese begonnen. Der Stellen-Zuwachs bietet dem Haus der Natur die Möglichkeit, weiterhin qualitativ hochwertige Bildungsangebote im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu entwickeln und durchzuführen. Darüber hinaus bedeutet dies einen großen Schritt zur Erreichung des langfristigen Ziels, neben dem Standort Waldau, Bildungsangebote direkt in den einzelnen Stadtteilen anzubieten und durchzuführen (siehe Mitteilungsvorlage DS-Nr. 1811686).Seite 9 von 13 8 Ausblick 2025 Copyright Stefan Decker Bundesstadt Bonn Giacomo Zucca Mechthild SchimmelpfennigSeite 10 von 13 9 Ausstellungen Auch 2025 können sich die Besucher*innen auf eine bunte Mischung von Sonderausstellungen freuen. Ab dem 4. Januar 2025 sind die Aufnahmen der Naturfotograf*innen Heinrich Pützler, Stefan Decker und Henrike Kelsch im Rahmen der Ausstellung „Vor unserer Haustür“ im Haus der Natur zu sehen. Die eindrucksvollen Fotografien, die noch bis zum 23. März 2025 bewundert werden können, porträtieren bekannte und weniger bekannte tierische Bewohner des Naturschutzgebiets. Die Ausstellung möchte die Augen öffnen für das Leben im Verborgenen. Parallel zur Ausstellung wird der gleichnamige Kurzfilm „Vor unserer Haustür“ gezeigt, welcher Einblicke in die Arbeit der Naturfotograf*innen gibt. Im Anschluss daran, können Besucher*innen zwischen dem 25. März und dem 29. Juni 2025 die Wanderausstellung zum Bonner Klimaplan besuchen. Die aus Holz gefertigten, interaktiven Module der Ausstellung thematisieren die sieben Handlungsfelder des Klimaplans: Governance, Gesellschaft, Wirtschaft, Mobilität, Energie, Gebäude und Kompensation. Im Fokus der Ausstellung stehen die Ziele und Inhalte des Klimaplans, gelungene Beispiele und das Engagement der Zivilgesellschaft. Für den 30. März 2025 ist ein Klimaaktionstag am Haus der Natur geplant, der zugleich die Ausstellung offiziell eröffnen wird. Das Haus der Natur wird im Rahmen der Ausstellung „Zukunftswerkstätten“ für einzelne Schulklassen anbieten. Da die Ausstellung perspektivisch von Schulen entliehen werden kann, soll ein Handbuch für Lehrpersonen begleitend zur Ausstellung entstehen, welches Impulse, Anregungen und Methoden für die Umsetzung von Klimabildung im Unterricht enthalten soll. Vom 2. Juli bis 10. August 2025 werden voraussichtlich Gemälde der Rheinbacher Künstlerin Mechthild Schimmelpfennig in den Ausstellungsräumen des Hauses der Natur zu sehen sein. Ihre „Waldbilder“ überzeugen mit ihren kraftvollen Farben und lenken den Blick des Betrachtenden auf die Schönheiten der Natur. Danach zieht die Wildkatze ins Haus der Natur ein. Die Wanderausstellung “Wildkatzenwälder von morgen” des BUND Deutschland e.V. kann vom 13. August bis zum 14. September 2025 besucht werden und soll dazu beitragen, die besondere Welt der Wildkatze einem breiten Publikum näherzubringen und das Bewusstsein für den Naturschutz zu stärken. Die Ausstellung begeistert mit interaktiven Elementen wie dem Selfie-Point Menschen aller Altersgruppen. Ab dem 17. September 2025 würde das Haus der Natur gerne für etwa sechs Monate die Ausstellung „HOLZ MACHT SACHEN! HOLZ, BAUM, WALD UND DU? - Welche Bedeutung hat Holz in unserem Leben? “ präsentieren. Die Ausstellung thematisiert die Verbindung des Menschen mit Bäumen, Wald und dem Rohstoff Holz. Sie richtet sich niederschwellig an ein breites Publikum: Neben Erwachsenen mit kulturellem Interesse spricht sie auch Menschen mit beruflichem Bezug zu Holz an. Darüber richtet sie sich mit Vinzenz und Ronja, die als Leitfiguren durch die Ausstellung führen, an Familien. Momentan muss noch geklärt werden, wie der Verleih der Ausstellung finanziert werden kann. Der Förderverein des Hauses der Natur hat seine Unterstützung bereits zugesagt, kann die anfallenden Kosten aber nicht ausreichend decken. Falls eine Finanzierung der Ausstellung nicht realisiert werden kann, wird das Haus der Natur die bereits 2021 gezeigte Müllausstellung „Zugemüllt – Oder geht´s auch anders?“ noch einmal zum Leben erwecken. Da Ausflugsmüll und die daraus resultierenden Gefahren für Wildtiere immer noch aktuelle Themen sind, soll in dieser Form noch einmal darauf aufmerksam gemacht werden. Ergänzt werden soll die in Kooperation mit bonnorange entstandene Ausstellung um die Themen Biotonne und Wurmkiste. Gerade diese Themen sind für das Haus der Natur relevant, daSeite 11 von 13 10 in den pädagogischen Programmen sowohl am Kompost im Bauerngarten als auch bei der Suche nach Bodentieren im Wald auf die Zersetzung von Biomasse eingegangen wird. Vorbereitung der BNE- Rezertifizierung Die Auszeichnung „Einrichtung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Nordrhein- Westfalen“, die das Haus der Natur 2022 entgegennehmen durfte, wird noch bis Ende 2025 gültig sein. Eine Rezertifizierung wird für 2026 angestrebt und muss im Jahr 2025 entsprechend vorbereitet werden. Auflage für eine Rezertifizierung ist zum einen die Überarbeitung des Leitbilds und des pädagogischen Konzepts, welche zusammen mit dem Naturpark Rheinland erarbeitet wurden. Diese Dokumente wurden bereits 2024 überarbeitet und sind auf der Homepage des Naturparks Rheinland in der aktuellen Form einsehbar. Des Weiteren ist die Umgestaltung der Homepage eine Voraussetzung für die Rezertifizierung. Dabei sollen Informationen über die Ausrichtung der Programme im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für die Nutzer*innen deutlicher zu erkennen sein. Außerdem soll die Verlinkung auf die BNE-Seite des Naturparks Rheinland erfolgen. Sowohl die Naturparkzentren als auch die mittlerweile auf zwei angewachsenen BNE-Regionalzentren innerhalb des Naturparks Rheinland unterstützen sich nach wie vor so intensiv, dass das Haus der Natur dem Rezertifizierungsprozess optimistisch entgegensieht. Klimabildung Die Weiterentwicklung des Hauses der Natur zu einem außerschulischen Lernort für Klimabildung steht 2025 weiterhin im Fokus. Die neuen Angebote am Haus der Natur zu klimafreundlicher Ernährung sowie Biodiversität und Klima werden voraussichtlich ab Frühjahr 2025 mit folgenden (vorläufigen) Titeln buchbar sein: Wiesen-Workshop: Klima- und Artenschutz auf der Streuobstwiese Gut fürs Klima und gut für uns: Alles rund um den Apfel Möhre, Radieschen und Co: Unser Essen – unser Klima Wald und Klima Auch die Veranstaltungen im Rahmen der Halbjahresprogramme werden um Klimathemen ergänzt. Mit den Veranstaltungen „Mit Wilma Wildbiene auf die Streuobstwiese“, „Ausflug in den Bauerngarten“, „Klimafrühstück“ und „Bleibt alles anders - passt sich der Wald ans Klima an?“ werden bereits im ersten Halbjahr klimarelevante Schwerpunkte gesetzt und neue Formate am Haus ausprobiert. Darüber hinaus ist ein Rahmenprogramm begleitend zur Ausstellung zum Bonner Klimaplan am Haus der Natur geplant, welches unter anderem die Durchführung von Zukunftswerkstätten für Schulklassen umfasst. Am Haus der Natur sollen außerdem Schulungen für Multiplikator*innen im Bereich der Klimabildung angeboten werden. Eine erste Schulung zu „Wald und Klima“ für Lehrpersonen ist für Sommer 2025 geplant. Im Bereich der schulischen Klimabildung werden die Bedarfsermittlungsgespräche an 10 bis 15 ausgewählten Schulen Anfang 2025 abgeschlossen werden. Neben der Fertigstellung einer Übersicht bestehender Klimabildungsmaterialien für Lehrkräfte sowie der Bereitstellung von ausleihbaren Bildungsmaterialien, soll eine digitale Übersichtskarte mit Bildungsorten in Bonn und Umgebung entstehen, welche die Vernetzung von Schulen und außerschulischen Bildungsakteuren vereinfachen soll. Darüber hinaus wird ein Begleithandbuch fürSeite 12 von 13 11 Lehrpersonen zur Bonner Klimaplan Ausstellung entwickelt, welche ab Sommer 2025 von interessierten Bonner Schulen ausgeliehen werden kann. Das Handbuch wird unter anderem verschiedene Methoden und Aktionen aus der Klimabildung vorstellen, die die Schulen selbst durchführen können. Das im Steckbrief 2.2.1.1 zur Schulischen Klimabildung beschriebene Lernmodul „Go Solar“, das die Bereitstellung von PV-Lehrmittelanlagen für Schulen vorsieht, soll 2025 abhängig von der Budgetfreigabe anlaufen. Außerdem ist der im selben Steckbrief erwähnte Aufbau eines Schulgarten-Unterstützer*innen-Netzwerks für 2025 angedacht. Im Vorfeld soll eine Datenerhebung zur Schulgartensituation in Bonn durchgeführt werden. 2025 soll auch auf den Social-Media-Kanälen verstärkt auf das Thema Klimawandel eingegangen und dieses mit den bisherigen Themenschwerpunkten verknüpft werden. Die Formate der Video- und Fotobeiträge sollen auch 2025 beibehalten und somit dem positiven Trend der Vorjahre folgen. Der Stellenzuwachs durch den Bonner Klimaplan und die zusätzlichen Aufgaben, die sich durch die Klimaplan-Steckbriefe ergeben, haben dazu geführt, dass wir die Ausrichtung des Hauses der Natur zukünftig ein Stück weit neu denken werden. Aber eins steht fest: Unsere Angebote am Haus der Natur sollen erlebnis- und handlungsorientiert sein, Menschen einen Zugang zu Naturerfahrung bieten und damit Wertschätzung für Tiere, Pflanzen und Ökosysteme vermitteln. Sie sollen unterschiedliche Lebensrealitäten der Teilnehmenden stets im Blick haben und den Fokus nicht nur auf individuelle Verhaltensänderung, sondern vor allem auf kollektives Handeln und Selbstwirksamkeit richten. Darüber hinaus sollen unsere Angebote perspektivisch in die Stadtteile hineinwirken, gesellschaftliches Handeln für ein lebenswertes Bonn bzw. für eine lebenswerte Zukunft fördern und vielen Bonnerinnen und Bonnern jeden Alters hochwertige Bildung ermöglichen.Seite 13 von 13
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:54 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de