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252459-01 · Beschlussvorlage

Vogelschutz an Wartehallen

Nummer
252459-01
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
18.03.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Sitzung des Rates 08.05.2025 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 01.04.2025 Empfehlung
  3. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 06.05.2025 Anhörung
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  1. 252459 Vogelschutz an Wartehallen

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Beschlussvorlage
öffentlich
252459-01
Die OberbürgermeisterinDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Vogelschutz an Wartehallen
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
01.04.2025 Empfehlung
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 06.05.2025 Anhörung
Rat 08.05.2025 Entscheidung
Eilbedürftigkeit:
Die ursprüngliche Mitteilungsvorlage (DS 252459) ist in der Sitzung des
Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda (AUKLA) am 05.03.2025
zur Beschlussvorlage erhoben worden und soll in der nächsten Sitzung des
AUKLA am 01.04.2025 beraten werden.
Beschlussvorschlag
Die Ausführungen aus der Mitteilungsvorlage der Verwaltung werden
beschlossen.
Begründung:
Der AUKLA erhebt in seiner Sitzung am 05.03.2025 mit Mehrheit gegen CDU,
FDP und Janicke -SPD- die Mitteilungsvorlage DS 252459 zum Beschlusspunkt
für die nächste Sitzung des AUKLA.
Frau Bänsch-Baltruschat -Grüne- stellt folgende Fragen, welche in einer
ergänzenden Stellungnahme beantwortet werden:
- Welche zusätzlichen Kosten würden entstehen, wenn die Umrüstung
der Wartehallen innerhalb eines Jahres erfolgen würde?
- 70 Wartehallen befinden sich an Grünanlagen. Ist auch eine Umrüstung
weiterer Wartehallen geplant (z.B. Verglasung an 3 Seiten, aber keine
Lage an Grünflächen)?
Die ursprüngliche Mitteilungsvorlage hat folgenden Wortlaut:Seite 1 von 6
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Freistehende gläserne Wartehäuschen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr
bergen durch ihre Standorte und Bauweise ein erhöhtes Risiko für tödlichen
Vogelanprall. Die verbauten Glasflächen werden von Vögeln häufig nicht
wahrgenommen, mit der Folge, dass sie gegen das für sie unsichtbare Glas
prallen, sich dabei verletzen und nach kürzerer oder längerer Zeit sterben
können. Um das Risiko für Vogelkollisionen zu senken, können Glasscheiben
an Wartehallen mit entsprechenden Maßnahmen zum Vogelschutz ausgerüstet
werden.
Im Bonner Stadtgebiet werden der Bau und die Gestaltung von Wartehallen
von der Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWB) in Abstimmung mit dem
Konzessionspartner Ströer durchgeführt. Durch das Unternehmen Ströer
werden in Bonn ca. 480 Fahrgastunterstände (vornehmlich im Busverkehr)
bewirtschaftet. Davon sind ca. 100 Fahrgastunterstände bereits mit einem
Vogelschutz ausgestattet oder weisen kein Risiko für Vogelschlag auf
(Wartehallen ohne Glas, mit Plakatrückwänden etc.).
Alle neu aufzubauenden Wartehallen werden grundsätzlich mit
entsprechendem Vogelanprallschutz versehen bzw. ausgeschrieben.
Bestehende Wartehallen können mit vogelfreundlichen Ausstattungen
nachgerüstet werden. Die Kosten für die Nachrüstung werden von dem
Unternehmen Ströer übernommen. Da die Umrüstung aller bestehenden
Wartehallen eine hohe finanzielle Belastung der Betreiber bedeutet, erfolgt die
Nachrüstung sukzessive und bei akutem Bedarf. Die Umsetzungspriorität ergibt
sich dabei aus einer Einschätzung der einzelnen Standorte in Bezug auf das
Risiko für Vogelschlag. Wartehallen mit einem erhöhten Risiko können dadurch
vorgezogen und zeitnah umgerüstet werden.
Dafür wurden zunächst von der Unteren Naturschutzbehörde Bereiche mit
erhöhtem Risiko für Vogelschlag im Stadtgebiet festgelegt. Zu diesen
Bereichen zählen u.a. Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Parks,
Grünanlagen, Friedhöfe und andere Grünflächen. Auf Grundlage dieser Daten
wurde eine Karte erstellt, in der die definierten Bereiche mit erhöhtem Risiko
und die Wartehallen-Standorte gemeinsam dargestellt sind. Mit Hilfe dieser
Karte konnten Wartehallen selektiert und durch Überprüfungen vor Ort
schließlich in Bezug auf den Handlungsbedarf eindeutig priorisiert werden.
Ergebnis des Priorisierungsprozesses:
Priorität 1: Wartehallen, bei denen aufgrund der Bauweise und des Standorts
(freistehend, unmittelbar an oder in Grünflächen) dringender Handlungsbedarf
besteht.
Priorität 2: Wartehallen, bei denen lediglich die Rückseite, nicht aber die Seiten
mit Glas ausgestaltet sind.
Priorität 3: Wartehallen, welche nur anteilig Glas aufweisen, rückwärtige
Bepflanzungen aufweisen oder an Mauern oder Zäune angrenzen.
Der Priorisierungsprozess hat ergeben, dass von 380 Wartehallen ca. 70 an
oder in einer Grünfläche stehen und damit Maßnahmen zum Vogelschutz
erforderlich machen. Bei 10 dieser Wartehallen werden bereits Maßnahmen im
Zusammenhang mit aktuellen Aus- bzw. Umbaumaßnahmen berücksichtigt.
Von den verbleibenden 60 Standorten weisen ca. 10 Wartehallen einenSeite 2 von 6
Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
dringenden Handlungsbedarf (Prio 1), 25 Standorte einen Handlungsbedarf an
den Rückscheiben (Prio 2) und ca. 25 Standorte einen Handlungsbedarf an
Teilen der Wartehalle (Prio 3) auf.
Im Anschluss an die Abstimmung des Priorisierungsprozesses wurde mit der
Umrüstung der Wartehallen mit höchster Priorität begonnen. Ungeachtet des
Priorisierungsprozesses können einzelne Wartehallen mit akuten Fällen von
Vogelschlag nach Meldung vorgezogen und kurzfristig nachgerüstet werden.
Für die gesamte Umrüstung sind aus personellen sowie technischen Gründen
bis zu zwei Jahre vorgesehen.
Anlage/n
1 250122_MVL_Anhang1 (öffentlich)Seite 3 von 6
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Beispiel für
eine Wartehalle
mit Priorität 1
Beispiel für
eine Wartehalle
mit Priorität 2
Beispiel für
eine Wartehalle
mit Priorität 3Seite 4 von 6
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Nachrüstung einer Wartehalle mit Folie
Nachrüstung einer Wartehalle mit FolieSeite 5 von 6
Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Nachrüstung einer Wartehalle mit Folie
Nachrüstung einer Wartehalle mit FolieSeite 6 von 6

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Datenstand: 03.11.2026, 02:44 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de