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252373 · Beschlussvorlage

Viktoriakarree - Hochbaulicher Realisierungswettbewerb "Forum des Wissens" - Benennung von Teilnehmenden am Preisgericht

Nummer
252373
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
31.01.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte Hauptort
  • Hardtbergbad Straße· Hardthöhe, Hardtberg
  • Adenauerallee Straße· Südstadt, Bonn
  • Franziskanerstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Belderberg Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 19.02.2025 Empfehlung
  2. Sitzung des Rates 20.03.2025 Entscheidung federführend
  3. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 11.03.2025 Anhörung
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Beschlussvorlage
öffentlich
252373
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Viktoriakarree - Hochbaulicher
Realisierungswettbewerb "Forum des Wissens" -
Benennung von Teilnehmenden am Preisgericht
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 19.02.2025 Empfehlung
Bezirksvertretung Bonn 11.03.2025 Anhörung
Rat 20.03.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Als Teilnehmende beim Preisgericht des hochbaulichen
Realisierungswettbewerbs „Forum des Wissens/Viktoriakarree“ im Stadtbezirk
Bonn, Ortsteil Bonn Zentrum werden unter Berücksichtigung des § 50 (2) GO
NRW folgende Personen benannt:
Teilnehmendes Mitglied: Stellvertretung:
1. 1.
2. 2.
3. 3.
4. 4.
Begründung
Anlass:
Mit Beschluss des Rates vom 28. Juni 2021 wurde die Durchführung eines
hochbaulichen Wettbewerbes für die universitäre Nutzung im Viktoriakarree
beschlossen (DS-Nr. 210953 Änderungsantrag Ziffer 5). Der Bau- und
Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) hat nun die Grundlagen geschaffen, diesen
im Anschluss an die Veröffentlichung des Bebauungsplanes durchzuführen.
Im Zusammenhang mit der geplanten Kernsanierung des Hauptgebäudes,
Kurfürstliches Schloss, der Universität Bonn sind ergänzende Flächen
erforderlich, um für Forschung und Lehre auch weiterhin bestmögliche
Voraussetzungen zu schaffen.Seite 1 von 5
Seite 2
Hierzu hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) im März 2024 einen
Teil der Fläche des Viktoriakarrees erworben, so dass mit ersten
Untersuchungen des Geländes bereits begonnen werden konnte. Die Stadt
Bonn ihrerseits ist dabei, das für die Bebauung notwendige Planungsrecht über
einen Bebauungsplan zu schaffen. Abhängig vom Stand dieses Verfahrens,
kann ab dem Frühjahr 2025 voraussichtlich ein Wettbewerbsverfahren
begonnen werden.
Die Flächen am Viktoriakarree sollen das Hauptgebäude, das identitätsbildende
Adresse der Universität bleibt, adäquat ergänzen. Ein großer Teil des
Baukörpers wird zukünftig Bibliotheken aufnehmen, die heute im
Hauptgebäude untergebracht sind. Die Ergänzung um einen gastronomischen
Bereich sowie ggf. weitere Nutzungen sind ebenfalls geplant. Die Universität
möchte mit einem einladenden und offenen Konzept die Stadtgesellschaft zu
Begegnung und Austausch einladen und Neugier wecken, für Wissenschaft
und Forschung. Die Planung geht somit auf Erhalt und Fortentwicklung des
historischen Standortes ebenso ein, wie auf wichtige baupolitische Ziele des
Landes.“
Geschichte des Viktoriabades
Das auf der Fläche eines ehemaligen Franziskanerklosters errichtete
Viktoriabad wurde 1903 als erstes Hallenbad von Bonn zentral gegenüber der
Universität errichtet. Während des Ersten Weltkriegs musste es dann 1918
wegen Kohlemangel geschlossen werden, wurde aber nach Abzug der
Besatzungsmächte wieder genutzt.
1943 und 1944 wurde das Viktoriabad durch Bombenangriffe stark beschädigt.
Die Sanierung wurde bis Ende 1950 abgeschlossen.
Später entschied man sich dann zu einem Neubau des Hallenbads am gleichen
Standort, um auf den Bedarf der anwachsenden Stadtbevölkerung der
vorläufigen Hauptstadt der Bundesrepublik zu reagieren und um die Technik
und die Architektur dem Zeitgeist anzupassen. Die Bauabschnitte
Heilbädertrakt und Viktoriakarree sind 1964 und 1971 mit Bauantrag genehmigt
worden.
Mit der Wiedereröffnung in den 1970er Jahren ist das Viktoriabad neben
dem Frankenbad, dem Kurfürstenbad, der Beueler Bütt und dem Hardtbergbad
das fünfte Hallenbad der Stadt gewesen. Bedeutend war es über die
Jahrzehnte wegen der zentralen Lage und dem Charakter eines Sport- und
Familienbads.
In den 1990er-Jahren wurde der südlich gelegene Heilbädertrakt aufgegeben.
Die frei gewordene Fläche wird bis heute durch das Stadtmuseum Bonn, durch
die Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus (An der
Synagoge e.V.) sowie durch das Café Blau genutzt.
Seit Ende Mai 2010 wird im Viktoriabad nicht mehr geschwommen.
Ziel des Wettbewerbs:
Ziel des Wettbewerbs ist die hochbauliche Entwicklung und Transformation des
Viktoriakarrees im Rahmen des Gesamtprojektes Neustrukturierung des
Hauptgebäudes der Universität Bonn. Verortet werden sollen hier zukünftig die
Universitätsbibliothek, das Kulturforum, ein Café sowie eine Fahrradgarage.Seite 2 von 5
Seite 3
Anhand des vorliegenden städtebaulichen Konzepts wurde eine Potentialfläche
für das Viktoriakarree in Höhe von ca. 12.500 m² BGF ermittelt.
Gegenstand des Wettbewerbs ist die Entwicklung von Entwurfskonzepten für
den Neubau des Viktoriakarrees, die die Anforderungen der Nutzer/-innen
möglichst ideal abbilden und die denkmalpflegerischen und barrierefreien
Anforderungen berücksichtigen. Ein zukunftsfähiger und zeitgemäßer
Universitätsstandort ist das Ziel der Planungen.
Im Rahmen der Bibliothek sollen zeitgemäße studentische Lese- und
Arbeitsplätze geschaffen werden. Im Kulturforum sind zwei öffentlich
zugängliche Bereiche (litterarium und atelier / Forum Musik) sowie ein interner
Bereich (Büroflächen und Lagerflächen) vorgesehen.
Städtebau und Architektur
Das Viktoriakarree stellt sich als stadtbildprägendes Ensemble im
Innenstadtbereich dar. Bebaut ist das Areal derzeit vor allem mit den Volumen
des ehemaligen, seit 2010 stillgelegten Viktoriabades, welches sich
insbesondere zur B9 / Adenauerallee im Osten sowie zur Franziskanerstraße
im Süden hin mit seinen Bestandsfassaden präsentiert. Besonders prägnant ist
hier die unter Denkmalschutz stehende Fassade der Hauptschwimmhalle im
Osten an der Straße Belderberg (B9 in Fortsetzung der Adenauerallee), die
durch eine Frontfassade hervorsticht, mit einem großflächigen, mittlerweile
denkmalgeschützten Glasgemälde aus Kunstharz von Wilhelm Jungherz aus
dem Bauatelier Gottfried Böhm. Dieses bedarf im Wettbewerb besonderer
Aufmerksamkeit und ist durch Teilnehmende in neue Planungskonzepte zu
integrieren; eine umfassende Berücksichtigung der Vorgaben des
Denkmalschutzes ist integraler Teil der Aufgabenstellung.
Im städtebaulichen Kontext kommt dem Viktoriabad eine besondere Rolle zu.
Die prominente Situation an der Ecke Adenauerallee / Franziskanerstraße im
unmittelbaren stadträumlichen Zusammenhang mit dem gegenüberliegenden
Ostflügel des Hauptgebäudes der Universität Bonn bedarf einer städtebaulich
sensibel geplanten Kubatur. Abstimmungen zu möglichen Trauf- und First-
sowie Gebäudehöhen erfolgen hier in enger Abstimmung mit der Stadt Bonn
zur Festlegung dieser Parameter im Rahmen eines in Erstellung befindlichen
Bebauungsplans, welcher Grundlage des Wettbewerbs sein soll.
Ebenfalls Kernthema des Wettbewerbsverfahrens soll eine gestalterisch und
funktional hochwertige Architektur mit einer angemessenen Architektursprache
in der Gesamtgestaltung sein. Die Planenden sind aufgerufen, im
Zusammenspiel von Bestand und Neubau sowie im Gesamtkontext der
Umgebung überzeugende und hochwertige Architektur zu entwerfen.
Ökonomische und ökologische Ziele
Eine möglichst nachhaltige und damit auch wirtschaftliche Bauweise soll im
Projekt berücksichtigt werden. Somit sind bereits in der frühen Planungsphase
des Wettbewerbs die entsprechenden Zielvorgaben zum energieeffizienten,
nachhaltigen und wirtschaftlichen Bauen zu berücksichtigen.
Gefragt sind innovative Entwurfsbeiträge von Teilnehmenden zur
Transformation des Areals, hin zu einem langfristig flexibel nutzbaren und
wirtschaftlichen Gebäude mit langem Lebenszyklus. Die Integration des
vorhandenen Baubestandes – maßgeblich der Rohbaukonstruktion der großen
Schwimmhalle sowie der darunter liegenden Kellerkonstruktion – soll geprüftSeite 3 von 5
Seite 4
werden, da hier große Potentiale für die Einsparung grauer Energie vorliegen.
Ebenfalls kann hier durch die Einsparung großer Massen im Rohbau auch u.U.
die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes positiv beeinflusst werden.
Wettbewerbsverfahren:
Das Verfahren wird als einstufiger, nichtoffener Realisierungswettbewerb mit
anschließendem Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb gem. § 14
Abs. 4 Ziff. 8 VgV durchgeführt. Eine maximale Teilnehmendenzahl im
Wettbewerb von 20 wird angestrebt. Hiervon sollen ggf. bis zu 5 Teilnehmende
gesetzt werden.
Der Durchführung des Wettbewerbs liegen die RPW 2013 in der vom BMVBS
herausgegebenen Fassung (Stand: 31.01.2013), mit dem Einführungserlass
des Landes Nordrhein-Westfalen im Ministerialblatt (MBl. NRW.) Ausgabe 2014
Nr. 17 vom 05.06.2014 eingeführt im Bundesland Nordrhein-Westfalen,
zugrunde.
Die Vergabe erfolgt stufenweise für die folgenden Leistungsbilder der HOAI in
der aktuell gültigen Fassung i.V.m. den jeweiligen Leistungsbeschreibungen:
- Objektplanung Gebäude gem. §34 HOAI
Benennung von Teilnehmenden am Preisgericht:
Bei der Besetzung des Preisgerichtes durch die Ausloberin gemäß § 6 der
RPW 2013 sollen Teilnehmende der politischen Fraktionen im Preisgericht
berücksichtigt und durch den Rat der Bundesstadt Bonn benannt werden.
Diese sollen aber trotz Intervention der Stadtverwaltung seitens des BLB als
Auslober kein Stimmrecht im Preisgericht besitzen.
Vom Rat der Stadt Bonn sollen vier Teilnehmende Mitglieder am Preisgericht
und jeweils eine Vertretung benannt werden. Grundlage bildet § 50 Abs. 2 GO
NRW:
„Wahlen werden, wenn das Gesetz nichts anderes bestimmt oder wenn
niemand widerspricht, durch offene Abstimmung, sonst durch Abgabe von
Stimmzetteln, vollzogen. Gewählt ist die vorgeschlagene Person, die mehr als
die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat. Nein- Stimmen gelten als gültige
Stimmen. Erreicht niemand mehr als die Hälfte der Stimmen, so findet
zwischen den Personen, welche die beiden höchsten Stimmenzahlen erreicht
haben, eine engere Wahl statt. Gewählt ist, wer in dieser engeren Wahl die
meisten Stimmen auf sich vereinigt. Bei Stimmengleichheit entscheidet das
Los.“
Vorläufige Termine Preisgericht:
Die Preisgerichtssitzung ist nach aktuellem Stand im Zeitraum vom 09.03.2026
bis 20.03.2026 angedacht. Es ist ggf. (je nach Umfang des geforderten
Leistungsbildes) eine zweitägige Jurysitzung vorgesehen.
Eine Einladung zu den Terminen des Preisgerichts erfolgt dann durch die
Ausloberin, BLB bzw. das beauftragte Büro.Seite 4 von 5
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Anlage/n
KeineSeite 5 von 5

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Datenstand: 03.11.2026, 10:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de