242327 · Beschlussvorlage
Masterplan Innere Stadt – Neugestaltung Rheinuferpromenade 2. Bauabschnitt
Kerndaten
- Nummer
- 242327
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 06.02.2025
- Letzte Änderung
- 02.11.2026
Orte
- Fritz-Schroeder-Ufer Hauptort
- Rosental
- Josefstraße
- Zweite Fährgasse
- Theaterstraße
- Hatschiergasse
- Rheinufer
- Leinpfad
- Wachsbleiche
- Brassertufer
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Sportausschusses Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Empfehlung
- Sitzung des Unterausschusses Denkmalschutz Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
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Beschlussvorlage öffentlich 242327 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Masterplan Innere Stadt – Neugestaltung Rheinuferpromenade 2. Bauabschnitt Beratungsfolge Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 19.02.2025 Empfehlung Sportausschuss 20.02.2025 Empfehlung Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 05.03.2025 Empfehlung Ausschuss für Mobilität und Verkehr 06.03.2025 Empfehlung Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung 07.03.2025 Empfehlung Unterausschuss Denkmalschutz 11.03.2025 Anhörung Bezirksvertretung Bonn 11.03.2025 Empfehlung Beirat Bürgerbeteiligung 14.03.2025 Empfehlung Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 19.03.2025 Empfehlung Rat 20.03.2025 Entscheidung Begründung der Eilbedürftigkeit: Die Beschlussvorlage ist dringlich, da für die termingerechte Umsetzung des für die Stadt Bonn zentralen Projektes und damit verbundener Städtebauförderung der fristgerechte Abruf von Fördermitteln gefährdet wäre. Aufgrund eines umfangreichen verwaltungsinternen Abstimmungsbedarfes konnte die Beschlussvorlage nicht vorher eingebracht werden. Beschlussvorschlag Der ausführungsreifen Entwurfsplanung des 2. Bauabschnittes zur Neugestal- tung der Rheinuferpromenade zwischen Rosental und Josefstraße wird zuge- stimmt. Begründung Um bestmögliche Lösungsvorschläge für die Neugestaltung der Rheinuferpromenade zu erhalten wurde in 2021 ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt (Ds.-Nr. 210228), an dem neun interdisziplinäre Planungsteams aus Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern teilgenommen hatten. Das Gesamtkonzept des Büros Planorama aus Berlin, zusammen mit VCDBSeite 1 von 16 Seite 2 VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH aus Dresden, wurde von dem Preisgericht einstimmig zur weiteren Beauftragung vorgeschlagen (Ds.-Nr. 211924), da dieser Beitrag die räumlichen Besonderheiten dieses Rheinuferabschnittes überzeugend mit einer abweichenden Formensprache herausgearbeitet hatte und sinnvoll betont. Zudem wurde in diesem Konzept mit dem vorhandenen Baumbestand sehr behutsam umgegangen, welcher zudem an vielen Stellen zusätzlich ergänzt wurde. Neben dem fast vollständigen Erhalt der Bestandsbäume, wurden auch die Maßnahmen zur Klimaanpassung mit großflächigen Entsiegelungen und artenreichen Pflanzstrukturen gewürdigt. Der Gesamtplanungsbereich ist in drei Bauabschnitte geteilt. 1. Bauabschnitt 1 - Josefstraße bis Alter Zoll 2. Bauabschnitt 2 - Josefstraße bis Rosental 3. Bauabschnitt 3 - Alter Zoll bis Zweite Fährgasse Die ausführungsreife Entwurfsplanung des 1. Bauabschnittes wurde im Rat am 12.12.2023 beschlossen. Zudem wurde die Realisierungsvariante der Beleuchtung im Rat am 01.02.2024 beschlossen (Ds-Nr 231736-07). Die Bauarbeiten zur Neugestaltung des 1. Bauabschnitts haben im September 2024 begonnen. Mit dem Ausbau des 2. Bauabschnitts soll Ende 2025 begonnen werden. Überarbeitung Wettbewerbsbeitrag - Vorplanung Bürgerbeteiligung Bereits vor Auslobung des freiraumplanerischen Wettbewerbs, wurde die Öffentlichkeit in die Planung eingebunden (Ds.-Nr. 201908) und eine Vielzahl von Anregungen und Wünschen abgefragt. Da nur wenige Nutzungsbausteine aus der großen Vielzahl von Anregungen und Wünschen im Wettbewerbsbeitrag berücksichtigt waren, wurden nach eingehender Prüfung und Abwägung, zusätzliche Anregungen im Gesamtkonzept ergänzt. Mehrfachnennungen, waren u.a.: - „Es soll viel Grün (insektenfreundlich) und wenig Verkehr geben - Mehr Bäume pflanzen / viel Schatten - Wasser in die Promenade integrieren / Wasserspielplatz - mehr, bessere und abwechslungsreiche, konsumfreie Sitzgelegenheiten - Direkter Zugang zum Wasser fehlt (Stufen zum Rhein) - Tanzplatz am Rhein (25 Beiträge/ 175 Kommentare) - Schaffung von Freizeitinseln / Outdoorgymnastik (Fitness, Klettern, Boule, Tischtennis, etc.)Seite 2 von 16 Seite 3 - Barrierefreie Spielbereiche für Kinder / Wasserspielplatz - Wasserspender - Toiletten fehlen“ Im Zuge der Überarbeitung des Siegerbeitrages fand am 25.11.2022 eine Bürgerbeteiligung in Form eines Spazierganges zur Rheinufergestaltung statt, in dem die zusätzlichen Ergänzungen vorgestellt und mit den Bürger*innen diskutiert wurden. Parallel wurde der Sachstand der Planung auf www.bonn- macht-mit.de für drei Wochen zur Kommentierung eingestellt. Gesamtkonzept unter Einbeziehung der Bürgerwünsche Im Rahmen der Überarbeitung des Wettbewerbsbeitrages wurden der Gesamtbereich des ersten und zweiten Bauabschnittes betrachtet, um die zusätzlichen Funktionen stimmig in das Gesamtkonzept zu integrieren und die weiteren Nutzungsbausteine, den Rahmenbedingungen angepasst, optimal im Promenadenbereich zu verorten, so dass möglichst viele Funktionen integriert werden, ohne die einzelnen Abschnitte zu überfrachten. Unter Abwägung der örtlichen Gegebenheiten wurde folgende, zusätzliche Nutzungsbausteine, die nicht im Siegerbeitrag enthalten waren, im zweiten Bauabschnitt zur Umsetzung vorgesehen, da diese nicht im ersten Bauabschnitt integriert werden konnten: • Eine Tanzfläche unterhalb der Beethovenhalle • Eine Sitzstufenanlage in Wassernähe an der Natorampe • Ein großflächiges Sportangebot oberhalb der Natorampe (Mehrgenerationen) • Zwei zusätzliche Toilettenstandorte • Zwei Trinkwasserspender Im Zuge der weiterentwickelten Entwurfsplanung fand am 23.08.2024 ein geführter Informationsrundgang zur Rheinufergestaltung statt, in dem die Planung den Bürger*innen vorgestellt und diskutiert wurde. Parallel wurde der Sachstand der Planung auf www.bonn-macht-mit.de für drei Wochen zur Kommentierung eingestellt. Unter Hinzunahme der weiteren Anregungen und Hinweise aus dieser Beteiligung, wurde die ausführungsreife Entwurfsplanung für den 2. Bauabschnitt final ausgearbeitet. 1. Ausführungsreife Entwurfsplanung 2. Bauabschnitt Verkehrskonzept Die neue Rheinuferpromenade wird als ganzheitlicher, weitestgehend autofreier Stadtraum insbesondere für den Fuß- und Radverkehr aufgewertet. DerSeite 3 von 16 Seite 4 gesamte Bereich der Rheinuferpromenade zwischen Rosental und Zweiter Fährgasse ist in Zukunft grundsätzlich dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten. Ausnahmen hierfür sind Anliegerinnen und Anlieger inklusive Anlieferungen, sofern diese nur über die Rheinuferpromenade möglich sind. Auch wird das Erreichen von Sonderhalteplätzen zu den An- und Abfahrtstellen der Rheinschifffahrt für Busse, Taxen und Fahrten des motorisierten Individualverkehrs für Menschen mit Behinderungen weiterhin möglich sein. Zur übergreifenden Verkehrsführung wird auf den politischen Beschluss (DS 210873 Masterplan Innere Stadt – „Kurzfristige Aufwertung des Rheinufers“) verwiesen. Verkehrsanlagen Theaterstraße – Josefstraße Zwischen Theaterstraße und Josefstraße wird eine Fahrradstraße mit einer Breite von 4,5 m eingerichtet, welche neben dem Radverkehr auch Anlieger, Reisebusse und Lieferfahrzeuge in Einrichtungsverkehr (Fahrtrichtung von Nord nach Süd) nutzen können. Ein Haltebereich, der für zwei Reisebusse ausgelegt ist und ein separater Anlieferungsbereich auf Höhe der Hatschiergasse für die Schiffsanlegestelle 15, werden in Fahrtrichtung auf der Stadtseite angeordnet. Die Belieferung der Kreuzfahrtschiffe kann so problemlos außerhalb der geschützten Baumallee erfolgen. In Verlängerung der Hatschiergasse, direkt neben der Reisebushaltestelle, bietet ein Fußgängerüberweg die Möglichkeit gesichert über die Straße zu gelangen. Alle neuen Fußgängerüberwege, die am Rheinufer zur Ausführung kommen, werden barrierefrei, mit differenzierter Bordhöhe ausgebildet. Halbseitig erhalten Rollstuhl- und Rollatorennutzende eine Nullabsenkung. Die zweite Hälfte der Querungsstelle wird mit einer Bordhöhe von mindestens 3cm, für eine gute Ertastbarkeit für seheingeschränkte Personen, hergestellt. Die vorhandene Treppenanlage zur Hatschiergasse bleibt erhalten. Um hier einen barrierefreien Zugang zur Verfügung zu stellen, wird nördlich, angrenzend an die Bestandstreppe, eine Rampenanlage mit einem maximalen Gefälle von 6% installiert. Da auch der Promenadenbereich selbst zwischen der geschützten Allee und dem Ufergeländer einen Höhenversprung von rund 90 cm aufweist, wird auch hier eine zusätzliche Rampenanlage installiert, so dass ein durchgängiger, barrierefreier Zugang von der Hatschiergasse bis zum Ufergeländer, ohne größere Umwege in Kauf nehmen zu müssen, zukünftig möglich ist. Rosental - Theaterstraße Die Fahrradstraße von der Josefstraße aus, wird bis zum Rosental in einer durchgehenden Breite von 4,5m verlängert und sinnvoll an den Bestandsradweg am Leinpfad angeschlossen. In dem Bereich zwischen Theaterstraße und Rosental ist diese ausschließlich für den Fahrradverkehr freigegeben.Seite 4 von 16 Seite 5 Der motorisierte Individualverkehr wird vom Rosental, über das Fritz- Schroeder-Ufer in die Wachsbleiche, über den bereits bestehenden Straßenbereich vor dem Häuserblock, im Einrichtungsverkehr separat geführt. Da die Wachsbleiche in beide Richtungen für den MIV befahrbar ist, wird der Verkehr zukünftig oberhalb der Rheinuferpromenade über eine Wendeschleife wieder in die Wachsbleiche zurückgeführt. Im Süden der Wendeschleife ist ein Haltebereich für einen Reisebus integriert. Sofern temporär zwei Reisebusse parallel halten müssen, ist ein zusätzlicher Haltebereich für einen weiteren Reisebus in der Wachsbleiche möglich. Dieser wird durch eine entsprechende Straßenmarkierung ausgewiesen. Über die Wachsbleiche erfolgt die Belieferung der Beethovenhalle. Die Wendeschleife ist in der Dimensionierung so ausgelegt, dass parallel zum Halt eines Reisebusses, LKWs oder auch weitere Reisebusse an dem haltenden Bus vorbeifahren können, so dass keine Stausituation durch die parallele Nutzung dieses Bereiches entsteht. Aufgrund der funktionalen Zwänge in diesem Verkehrsbereich, ist eine Entsiegelung und Begrünung dieser Fläche auf eine kleine Mittelinsel mit einem Säulenbaum zur Umfahrung begrenzt. Um den Radfahrenden einen zusätzlichen Schutz vor dem MIV in diesem Bereich zu bieten, wurde ein Grünstreifen zwischen Wendeschleife und Fahrradstraße vorgesehen. Dieser wird lediglich im Bereich zur Natorampe unterbrochen, da hier die temporäre Zufahrtmöglichkeit für z.B. die Betankung des Schiffsanlegers der Brücke 17 sowie für die Übungen und Einsätze der Feuerwehr und des THWs gewährleistet bleiben muss. Freiflächen, Promenade Bereich Josefstraße | Theaterstraße Dieser Abschnitt der Rheinuferpromenade wird durch die mächtige, über 220m lange Baumallee mit den großen, schattenspendenden Baumkronen geprägt. Diese bleibt vollständig erhalten. Die vorhandene, trennende Mauer zum rheinseitigen Promenadenbereich wird durch breite Sitzstufen aus hellem Granitstein, teilweise mit Sitzauflagen aus heimischen Hölzern, ersetzt, sodass sich der Alleebereich zum Promenadenbereich öffnet und einen angenehmen Aufenthalt mit Blick auf das Wasser ermöglicht. Die Treppenanlagen an der Hatschiergasse und in Verlängerung des Promenadenbereiches, werden mit Rampenanlagen ergänzt, sodass zukünftig diese Bereiche auch barrierefrei erreicht werden können. Die Querung der Fahrradstraße wird in diesem Bereich durch einen Fußgängerüberweg gesichert. Der Wegebereich innerhalb der Baumallee wird etwas verschmälert und mit einer neuen wassergebundenen Wegedecke ausgestattet. Trotz der Reduzierung der Wegebreiten sind hier zukünftig mehrere Freiflächen in einer Mindestgröße von 4m x 15m vorhanden, um ausgiebig Boule zu spielen. Separate Einfassungen dieser Bouleflächen sind im Alleebereich nichtSeite 5 von 16 Seite 6 vorgesehen. Die durch die Reduzierung zusätzlich gewonnenen Flächen werden entsiegelt und mit insektenfreundlichen Blütenmischungen angesät. Entlang der getrennt angeordneten Fahrradstraße wird der Niederschlag in Mulden versickert. Zudem werden zahlreiche neue Fahrradabstellmöglichkeiten an zentralen Zugangsbereichen angeboten. Insgesamt werden im zweiten Bauabschnitt über 70 neue Fahrradständer installiert. Als weiterer Vorschlag soll der Parkplatz an der Kreuzung Josefstraße als kleiner Nachbarschaftsplatz entwickelt werden. Hier werden die vorhandene Grünfläche erweitert und die befestigten Flächen bis zur Feuerwehrzufahrt entsiegelt. Auf der zusätzlich gewonnenen Fläche entsteht ein Treffpunkt für die angrenzende Nachbarschaft. Ein ruhiges Freizeitangebot mit zwei Schachtischen und Sitzmöglichkeiten können zukünftig als Kommunikationstreffpunkt genutzt werden. Zusätzlich werden zur Beschattung des Aufenthaltsbereichs vier neue Bäume gepflanzt. Unterhalb der Kreuzung Josefstraße, an der Feuerwehraufstellfläche, ist ein neuer Toilettenstandort vorgesehen. Bereich Theaterstraße | Beethovenhalle | Wachsbleiche Im Gegensatz zum angrenzenden, südlichen Bereich mit der Allee, ist dieser Bereich frei von großem Baumbestand und daher sehr offen und sonnig. Die Gestaltung dieses Bereiches unterliegt dem Denkmalschutz und nimmt Bezug auf die historische Beethovenhalle. Ein geometrisches Raster mit großformatigen Betonplatten und integrierten, rechteckigen, bunten Staudenbeeten prägt diesen Bereich und bleibt erhalten. Die neue Gestaltung der angrenzenden Flächen greift die vorhandenen Strukturen in Form und Material auf und fügt sich so in den Bestand ein. Der vorhandene Straßenquerschnitt wird verkleinert: Große Flächenanteile dieses Rückbaus werden entsiegelt, sodass zusätzliche Grünflächen parallel zur Fahrradstraße angelegt werden. Hierdurch entsteht ein zusätzlicher Schutz zwischen Radfahrenden und Fußgängern. Unterhalb der historischen Treppe zur Beethovenhalle befindet sich aktuell eine größere Freifläche. Hier ist das historische Kleinsteinpflaster, welches in Segmentbögen verlegt ist, noch fast vollständig erhalten. Diese historische Gestaltung bleibt bestehen. Das Pflaster wird lediglich in Teilen, wenn erforderlich, saniert und in den Verlängerungen zu den Fußgängerüberwegen mit einem Blindenleitsystem ergänzt. Auch der Umriss des vorhandenen Bushaltebereichs, der ursprünglichen Planung der 50er Jahre auf dieser Seite, bleibt erhalten und wird mit Stauden bepflanzt. Im Bereich der ufernahen Promenadenfläche, unterhalb der Beethovenhalle, wird ein ca. 80m² großer Bereich als Tanzfläche vorgeschlagen. Die Fläche wird optimal in das Gartendenkmal integriert, indem das gleiche Belagsmaterial wie im restlichen Bereich verwendet wird. Lediglich die Oberfläche wird etwas glatter ausgebildet, sodass sich diese gut zum Tanzen nutzen lässt. Der geringe Höhenunterschied zur Fahrradstraße wird durch eine Sitzmauer ausgeglichen. Zudem bietet ein Trinkwasserspender die Möglichkeit, sich kostenlos zu erfrischen. Zwischen Tanzfläche und Ufermauer wird ein neuer,Seite 6 von 16 Seite 7 mittelgroßer Klimabaum gepflanzt. Dieser Platzbereich bietet zudem vielfältige Möglichkeiten zum Beispiel temporäre Veranstaltungen durchzuführen oder mobile Gastronomie aufzustellen. Ein Unterflurverteiler bietet Veranstaltern die Möglichkeit Strom zu nutzen. Die Skulptur „Welle“, welche bis 2003 am Brassertufer stand und nach einer Restaurierung eingelagert wurde, soll der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Diese wird oberhalb der Tanzfläche in ein vorhandenes Staudenbeet integriert. Dieses erhält eine niedrige Bepflanzung, damit die Skulptur von allen Seiten optimal wahrgenommen werden kann. Bereich Rosental | Fritz-Schroeder-Ufer | Wachsbleiche In diesem Bereich findet ein Übergang von der eher städtisch geprägten Uferpromenade zum nördlich anschließenden, eher landschaftlich gestalteten Uferbereich statt. Der Straßenbereich für den motorisierten Individualverkehr des Fritz- Schroeder-Ufers bleibt, wie auch die parallel angeordneten Parkplätze, erhalten. Die Fahrradstraße wird getrennt von der Straße geführt und schlüssig an den nördlichen Weg angebunden. Durch Aufgabe der östlichen Fahrtrasse des Fritz-Schroeder-Ufers werden die Grünflächen in diesem Bereich deutlich vergrößert, sodass weitere Aufenthalts- und Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden können. Die Ufermauer zur NATO-Rampe bietet die Möglichkeit, einen großzügigen Ort des Aufenthalts am Wasser zu schaffen. In die Mauerböschung soll eine rund 30m breite Sitztreppenanlage integriert werden, die sowohl von der oberen Ebene als auch von der unten angrenzenden NATO-Rampe aus, begangen werden kann. Die Fläche der NATO-Rampe bleibt in ihrer Funktion für Feuerwehr und THW erhalten, kann aber auch für Freizeitaktivitäten temporär ohne feste Einbauten genutzt werden. Oberhalb, an die Ufertreppe angrenzend, soll ein vielfältiges Sport- und Fitnessangebot geschaffen werden, welches in die Grünanlage eingebettet wird. Die Ausstattung dieses Sport- und Fitnesspunktes bietet für alle Generationen Möglichkeiten aktiv zu werden. Eine große, multifunktionale Calisthenics- Anlage ermöglicht vielfältige Angebote mit dem Eigenkörpergewicht zu trainieren. Hangeln, balancieren, trainieren von Arm,- Bein- und Bauchmuskeln ist für jedes Fitnesslevel in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden möglich, sodass von Jung bis Alt gemeinsam trainiert werden kann. Ein Fallschutzbelag aus Kunststoff ermöglich es, alle Teile der Anlage barrierefrei zu erreichen. Wichtig bei der Auswahl der Materialien und der Ausstattung dieses Bereiches ist die Berücksichtigung möglicher Überschwemmungen bei Hochwasser. Loses Fallschutzmaterial würde wegschwemmen und ggf. die Fundamente der Sportgeräte freilegen. Der vorgeschlagene Kunststoffbelag hingegen bliebe erhalten und müsste ggf. nur gereinigt werden.Seite 7 von 16 Seite 8 An einem Trinkwasserbrunnen in diesem Bereich, kann man sich nach dem Sport erfrischen. An der Ecke Fritz-Schroeder-Ufer/ Wachsbleiche wird zudem die Installation einer weiteren, öffentlichen WC-Anlage vorgeschlagen. Wie im Bürgerantrag Ds-Nr. 231849 beschlossen, ist im zweiten Bauabschnitt ein angemessenes Denkmal für Moses Hess und seine Frau Sibylle Pesch zu berücksichtigen. Im Rahmen der Entwurfsplanung wird hierfür ein Standort oberhalb der Zufahrt der NATO-Rampe vorgeschlagen. In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Antragsteller, wurde dieser Standort ausgewählt, da er sich zum einen in angemessenem Abstand zu anderen, bereits vorhandenen Denkmälern befindet und sich zum anderen, durch den relativ offenen Standort sehr vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten des zukünftigen Denkmals in Form und Dimensionierung ergeben. Das Denkmal selbst wird in einem gesonderten Verfahren gestaltet und ist nicht Teil dieser Entwurfsplanung. Im Rahmen der Umsetzung des aktuellen Masterplanprojekts wird an dieser Stelle temporär als Interimslösung ein Gedenkstein o.ä., bis zur Installation des endgültigen Denkmals, aufgestellt. Beleuchtung Sowohl die Beleuchtung der Fahrradstraße als auch die Beleuchtung der Promenade wird fast vollständig erneuert. Lediglich unterhalb der Beethovenhalle bleibt diese bestehen, da sie Teil der denkmalgeschützten Gesamtanlage ist. Für die Neugestaltung der Rheinuferpromenade wurde die Beleuchtung, im Rahmen der Entwurfsplanung des ersten Bauabschnittes, mit dem Ratsbeschluss (Ds-Nr. 231736-07) vom 01.02.2024, bereits festgelegt. Im Promenadenbereich kommt die Lichtstele der Firma Trilux, Modell „Koblenzer Straße“ zum Einsatz. An der Fahrradstraße wird die Mastleuchte des Herstellers Siteco „DL 50“ mit Bogenausleger zukünftig die erforderliche Ausleuchtung sicherstellen. Beide Leuchten erfüllen die Eigenschaften zum Einsatz im Landschaftsschutzgebiet (Insektenschutz/ Lichtimmission, etc.) und besitzen energieeffiziente LED-Module. Materialwahl Für die Neugestaltung der Rheinuferpromenade sind entsprechend der Nutzung der unterschiedlichen Bereiche des Außenraumes unterschiedliche Wegebeläge geplant. Die Hauptbewegungsflächen für Fußgänger auf der Promenade werden mit Natursteinplatten aus Granit in verschiedenen Größen in warmen, gelblichen Farbtönen geplant. Auch die Gehwege sind mit diesem Material geplant. So wird die gestalterische Verbindung zwischen den beiden Straßenseiten - dem Ufer und der Stadtseite – betont. Durch die helle Farbigkeit des Natursteins heizen sich die Flächen auch bei intensiver Sonnenstrahlung nicht stark auf.Seite 8 von 16 Seite 9 Unter der Baumallee wird die bestehende wassergebundene Wegedecke erneuert. Der Farbton wird dabei an den Bestand angelehnt im Farbton beige hergestellt. Die gesamte Fahrradstraße erhält einen Standard-Asphaltbelag. Um eine möglichst geringe Aufheizung des dunklen Asphaltbelags zu erlangen, wird die Oberfläche des Belags mit einem hellen Natursteinmaterial abgestreut, welcher die Fläche optisch aufhellt und sich dadurch im Sommer weniger stark aufheizt. Die endgültige Art der Markierung des Randstreifens erfolgt in Abstimmung mit den Fachämtern. Vegetationsflächen Bei der Planung der Vegetationsflächen wird Wert auf eine vielfältige Bepflanzung gelegt. Die bildprägenden Grünflächen an der Rheinuferpromenade werden als pflegearme Gräser-Stauden-Pflanzung geplant. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Auswahl von trockenheitsresistenten und insektenfreundlichen Stauden und Gräser gelegt. Für die Baumneupflanzungen im Bereich des Nachbarschaftsplatzes an der Josefstraße, unterhalb der Beethovenhalle sowie rund um den neuen Fitnessbereich, sind unterschiedliche Klimabaumarten vorgesehen. Insgesamt werden durch die Neugestaltung über 1.600m² zusätzliche Grün- und entsiegelte Flächen in diesem Bauabschnitt geschaffen. Durch die Änderungen müssen für diese Umgestaltung zwei Bäume im Bereich des Fitnessbereichs gefällt werden. Im Gegenzug werden neun neue Klimabäume gepflanzt. Beide zu fällenden Bäume befinden sich im Landschaftsschutzgebiet. Die Fällungen werden im Rahmen der landschaftsrechtlichen Ausnahmegenehmigung beantragt. • Blut-Pflaume (Prunus cerasifera „Nigra“) ID: 64491, Stammumfang 45 cm, Kronendurchmesser 3 m, Höhe 6 m, Zustand: ausreichend • Schlangenhautkiefer (Pinus leucodermis) ID: 108134, Stammumfang 69 cm, Kronendurchmesser 4 m, Höhe 7 m, Zustand: gut Grünflächen und Entwässerung Bei der Planung der Vegetationsflächen wird Wert auf eine vielfältige Bepflanzung gelegt. Die bildprägenden Grünflächen an der Rheinuferpromenade werden als pflegearme Gräser-Stauden-Pflanzung geplant. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Auswahl von trockenheitsresistenten und insektenfreundlichen Stauden und Gräsern gelegt. Für die neun Baumneupflanzungen, die den vorhandenen Bestand ergänzen, sind unterschiedliche Klimabaumarten wie die Baum-Magnolie, Ahorn oder auch eine Felsenbirne vorgesehen.Seite 9 von 16 Seite 10 Das Gefälle der versiegelten Bereiche ist so ausgerichtet, dass möglichst wenig Niederschlag in die Kanalisation abgeleitet werden muss. Auch im Promenadenbereich ist das Gefälle so ausgerichtet, dass das Niederschlagswasser vorrangig in die Beete geleitet wird. Sofern diese gesättigt sind, wird das überschüssige Wasser über die Kante in den Rhein abgeführt. Baukosten Die reinen Baukosten (ohne Baunebenkosten) dieses zweiten Bauabschnittes belaufen sich auf rund 5.940.000 € brutto. Übersicht der Kostenberechnung für Neugestaltung der Rheinuferpromenade des zweiten Bauabschnittes in Anlehnung an die DIN 276 (Angaben brutto): 510 Erdbau 255.000 € 530 Wegebau/ Straßen 2.400.000 € 540 Baukonstruktionen 1.100.000 € 550 Technische Anlagen 440.000 € 560 Allgemeine Einbauten 310.000 € 570 Vegetationsflächen 480.000 € 590 Rückbau / Baustelleneinrichtung 955.000 € Gesamt brutto 5.940.000 € Die Maßnahme der Neugestaltung der Rheinuferpromenade wird im Rahmen des Masterplans 2.0 durch Zuwendungen im Rahmen der Städtebauförderung mit 80 % der Kosten gefördert. Mit Bescheid vom 28.10.2024 wurden für die Neugestaltung der Rheinuferpromenade 2. BA zuwendungsfähige Ausgaben in Höhe von brutto 6.463.427,00€ (Gesamtkosten, inkl. Nebenkosten Josefstraße bis Rosental – ohne Fahrradstraße) bewilligt. Für den Ausbau der Fahrradstraße wurden Fördergelder im Rahmen der Nahmobilität in Gesamtkostenhöhe von ~1.400.000€ beantragt. Maßnahmen der Nahmobilität werden mit 90 % der Kosten gefördert. Mit den ersten vorbereitenden Maßnahmen soll Ende 2025 begonnen werden. Eine baubegleitende Information der Bürgerschaft wird umgesetzt. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.09.02 bes. Städtebaurecht 1.09.02.05 Masterplan Innere Stadt Bonn 2.0 Investive Kosten der Maßnahme ohne Fahrradstraße StädtebauförderungSeite 10 von 16 Seite 11 Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen 6.463.427 EUR 5610009028021, 78.5200 2025 - 2026 Nachmeldung erfolgt Einzahlungen (Städtebauförderung Förderquote 80%) 5.170.742 EUR 5610009028021, 68.1100 2025 - 2026 Nachmeldung erfolgt Investiver Finanzsaldo 1.292.685 EUR Investive Kosten der Maßnahme nur Fahrradstraße FöRi-Nah Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen 1.400.000,00 EUR 5610009028020, 78.5200 2025 - 2026 Nachmeldung erfolgt Einzahlungen (Nahmobilitätsförderung Förderquote 90%) 1.260.000,00 EUR 5610009028020, 68.1100 2025 - 2026 Nachmeldung erfolgt Investiver Finanzsaldo 140.000,00 EUR Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich Anlage/n 1 1079_RUB_3_A_200_Gesamtlageplan (öffentlich) 2 1079_RUB_3_L_201_Entwurf_Bereich_Nord (öffentlich) 3 1079_RUB_3_L_202_Entwurf_Bereich_Süd (öffentlich) 4 1079_RUB_3_S_210_Gelaaendequerschnitte (öffentlich) 5 1079_RUB_3_T_220-Bewegungsbereich (öffentlich)Seite 11 von 16 Seite 12 von 16 Seite 13 von 16 Seite 14 von 16 Seite 15 von 16 Seite 16 von 16
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 02:11 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de