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242327 · Beschlussvorlage

Masterplan Innere Stadt – Neugestaltung Rheinuferpromenade 2. Bauabschnitt

Nummer
242327
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
06.02.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Fritz-Schroeder-Ufer Straße· Nordstadt, Bonn Hauptort
  • Rosental Straße· Nordstadt, Bonn
  • Josefstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Zweite Fährgasse Straße· Südstadt, Bonn
  • Theaterstraße Straße· Nordstadt, Bonn
  • Hatschiergasse Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Rheinufer Straße· Mehlem, Bad Godesberg
  • Leinpfad Straße· Nordstadt, Bonn
  • Wachsbleiche Straße· Nordstadt, Bonn
  • Brassertufer Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Sportausschusses 20.02.2025 Empfehlung
  2. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 19.02.2025 Empfehlung
  3. Sitzung des Rates 20.03.2025 Entscheidung federführend
  4. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 11.03.2025 Empfehlung
  5. Sitzung des Unterausschusses Denkmalschutz 11.03.2025 Anhörung
  6. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 05.03.2025 Empfehlung
  7. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 06.03.2025 Empfehlung
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Untergeordnet

  1. 242327-02 AA BBB-Änderungsantrag: Masterplan Innere Stadt – Neugestaltung Rheinuferpromenade 2. Bauabschnitt
  2. 242327-01 Masterplan Innere Stadt – Neugestaltung Rheinuferpromenade 2. Bauabschnitt

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Beschlussvorlage
öffentlich
242327
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Masterplan Innere Stadt – Neugestaltung
Rheinuferpromenade 2. Bauabschnitt
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 19.02.2025 Empfehlung
Sportausschuss 20.02.2025 Empfehlung
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
05.03.2025 Empfehlung
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 06.03.2025 Empfehlung
Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung 07.03.2025 Empfehlung
Unterausschuss Denkmalschutz 11.03.2025 Anhörung
Bezirksvertretung Bonn 11.03.2025 Empfehlung
Beirat Bürgerbeteiligung 14.03.2025 Empfehlung
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
19.03.2025 Empfehlung
Rat 20.03.2025 Entscheidung
Begründung der Eilbedürftigkeit:
Die Beschlussvorlage ist dringlich, da für die termingerechte Umsetzung des für
die Stadt Bonn zentralen Projektes und damit verbundener Städtebauförderung
der fristgerechte Abruf von Fördermitteln gefährdet wäre.
Aufgrund eines umfangreichen verwaltungsinternen Abstimmungsbedarfes
konnte die Beschlussvorlage nicht vorher eingebracht werden.
Beschlussvorschlag
Der ausführungsreifen Entwurfsplanung des 2. Bauabschnittes zur Neugestal-
tung der Rheinuferpromenade zwischen Rosental und Josefstraße wird zuge-
stimmt.
Begründung
Um bestmögliche Lösungsvorschläge für die Neugestaltung der
Rheinuferpromenade zu erhalten wurde in 2021 ein Wettbewerbsverfahren
durchgeführt (Ds.-Nr. 210228), an dem neun interdisziplinäre Planungsteams
aus Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern teilgenommen hatten. Das
Gesamtkonzept des Büros Planorama aus Berlin, zusammen mit VCDBSeite 1 von 16
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VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH aus Dresden, wurde von dem
Preisgericht einstimmig zur weiteren Beauftragung vorgeschlagen (Ds.-Nr.
211924), da dieser Beitrag die räumlichen Besonderheiten dieses
Rheinuferabschnittes überzeugend mit einer abweichenden Formensprache
herausgearbeitet hatte und sinnvoll betont. Zudem wurde in diesem Konzept
mit dem vorhandenen Baumbestand sehr behutsam umgegangen, welcher
zudem an vielen Stellen zusätzlich ergänzt wurde. Neben dem fast
vollständigen Erhalt der Bestandsbäume, wurden auch die Maßnahmen zur
Klimaanpassung mit großflächigen Entsiegelungen und artenreichen
Pflanzstrukturen gewürdigt.
Der Gesamtplanungsbereich ist in drei Bauabschnitte geteilt.
1. Bauabschnitt 1 - Josefstraße bis Alter Zoll
2. Bauabschnitt 2 - Josefstraße bis Rosental
3. Bauabschnitt 3 - Alter Zoll bis Zweite Fährgasse
Die ausführungsreife Entwurfsplanung des 1. Bauabschnittes wurde im Rat am
12.12.2023 beschlossen. Zudem wurde die Realisierungsvariante der
Beleuchtung im Rat am 01.02.2024 beschlossen (Ds-Nr 231736-07). Die
Bauarbeiten zur Neugestaltung des 1. Bauabschnitts haben im September
2024 begonnen.
Mit dem Ausbau des 2. Bauabschnitts soll Ende 2025 begonnen werden.
Überarbeitung Wettbewerbsbeitrag - Vorplanung
Bürgerbeteiligung
Bereits vor Auslobung des freiraumplanerischen Wettbewerbs, wurde die
Öffentlichkeit in die Planung eingebunden (Ds.-Nr. 201908) und eine Vielzahl
von Anregungen und Wünschen abgefragt. Da nur wenige Nutzungsbausteine
aus der großen Vielzahl von Anregungen und Wünschen im
Wettbewerbsbeitrag berücksichtigt waren, wurden nach eingehender Prüfung
und Abwägung, zusätzliche Anregungen im Gesamtkonzept ergänzt.
Mehrfachnennungen, waren u.a.:
- „Es soll viel Grün (insektenfreundlich) und wenig Verkehr geben
- Mehr Bäume pflanzen / viel Schatten
- Wasser in die Promenade integrieren / Wasserspielplatz
- mehr, bessere und abwechslungsreiche, konsumfreie Sitzgelegenheiten
- Direkter Zugang zum Wasser fehlt (Stufen zum Rhein)
- Tanzplatz am Rhein (25 Beiträge/ 175 Kommentare)
- Schaffung von Freizeitinseln / Outdoorgymnastik (Fitness, Klettern,
Boule, Tischtennis, etc.)Seite 2 von 16
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- Barrierefreie Spielbereiche für Kinder / Wasserspielplatz
- Wasserspender
- Toiletten fehlen“
Im Zuge der Überarbeitung des Siegerbeitrages fand am 25.11.2022 eine
Bürgerbeteiligung in Form eines Spazierganges zur Rheinufergestaltung statt,
in dem die zusätzlichen Ergänzungen vorgestellt und mit den Bürger*innen
diskutiert wurden. Parallel wurde der Sachstand der Planung auf www.bonn-
macht-mit.de für drei Wochen zur Kommentierung eingestellt.
Gesamtkonzept unter Einbeziehung der Bürgerwünsche
Im Rahmen der Überarbeitung des Wettbewerbsbeitrages wurden der
Gesamtbereich des ersten und zweiten Bauabschnittes betrachtet, um die
zusätzlichen Funktionen stimmig in das Gesamtkonzept zu integrieren und die
weiteren Nutzungsbausteine, den Rahmenbedingungen angepasst, optimal im
Promenadenbereich zu verorten, so dass möglichst viele Funktionen integriert
werden, ohne die einzelnen Abschnitte zu überfrachten.
Unter Abwägung der örtlichen Gegebenheiten wurde folgende, zusätzliche
Nutzungsbausteine, die nicht im Siegerbeitrag enthalten waren, im zweiten
Bauabschnitt zur Umsetzung vorgesehen, da diese nicht im ersten
Bauabschnitt integriert werden konnten:
• Eine Tanzfläche unterhalb der Beethovenhalle
• Eine Sitzstufenanlage in Wassernähe an der Natorampe
• Ein großflächiges Sportangebot oberhalb der Natorampe
(Mehrgenerationen)
• Zwei zusätzliche Toilettenstandorte
• Zwei Trinkwasserspender
Im Zuge der weiterentwickelten Entwurfsplanung fand am 23.08.2024 ein
geführter Informationsrundgang zur Rheinufergestaltung statt, in dem die
Planung den Bürger*innen vorgestellt und diskutiert wurde. Parallel wurde der
Sachstand der Planung auf www.bonn-macht-mit.de für drei Wochen zur
Kommentierung eingestellt.
Unter Hinzunahme der weiteren Anregungen und Hinweise aus dieser
Beteiligung, wurde die ausführungsreife Entwurfsplanung für den 2.
Bauabschnitt final ausgearbeitet.
1. Ausführungsreife Entwurfsplanung 2. Bauabschnitt
Verkehrskonzept
Die neue Rheinuferpromenade wird als ganzheitlicher, weitestgehend autofreier
Stadtraum insbesondere für den Fuß- und Radverkehr aufgewertet. DerSeite 3 von 16
Seite 4
gesamte Bereich der Rheinuferpromenade zwischen Rosental und Zweiter
Fährgasse ist in Zukunft grundsätzlich dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten.
Ausnahmen hierfür sind Anliegerinnen und Anlieger inklusive Anlieferungen,
sofern diese nur über die Rheinuferpromenade möglich sind. Auch wird das
Erreichen von Sonderhalteplätzen zu den An- und Abfahrtstellen der
Rheinschifffahrt für Busse, Taxen und Fahrten des motorisierten
Individualverkehrs für Menschen mit Behinderungen weiterhin möglich sein.
Zur übergreifenden Verkehrsführung wird auf den politischen Beschluss (DS
210873 Masterplan Innere Stadt – „Kurzfristige Aufwertung des Rheinufers“)
verwiesen.
Verkehrsanlagen
Theaterstraße – Josefstraße
Zwischen Theaterstraße und Josefstraße wird eine Fahrradstraße mit einer
Breite von 4,5 m eingerichtet, welche neben dem Radverkehr auch Anlieger,
Reisebusse und Lieferfahrzeuge in Einrichtungsverkehr (Fahrtrichtung von
Nord nach Süd) nutzen können. Ein Haltebereich, der für zwei Reisebusse
ausgelegt ist und ein separater Anlieferungsbereich auf Höhe der
Hatschiergasse für die Schiffsanlegestelle 15, werden in Fahrtrichtung auf der
Stadtseite angeordnet. Die Belieferung der Kreuzfahrtschiffe kann so
problemlos außerhalb der geschützten Baumallee erfolgen.
In Verlängerung der Hatschiergasse, direkt neben der Reisebushaltestelle,
bietet ein Fußgängerüberweg die Möglichkeit gesichert über die Straße zu
gelangen.
Alle neuen Fußgängerüberwege, die am Rheinufer zur Ausführung kommen,
werden barrierefrei, mit differenzierter Bordhöhe ausgebildet. Halbseitig
erhalten Rollstuhl- und Rollatorennutzende eine Nullabsenkung. Die zweite
Hälfte der Querungsstelle wird mit einer Bordhöhe von mindestens 3cm, für
eine gute Ertastbarkeit für seheingeschränkte Personen, hergestellt.
Die vorhandene Treppenanlage zur Hatschiergasse bleibt erhalten. Um hier
einen barrierefreien Zugang zur Verfügung zu stellen, wird nördlich,
angrenzend an die Bestandstreppe, eine Rampenanlage mit einem maximalen
Gefälle von 6% installiert.
Da auch der Promenadenbereich selbst zwischen der geschützten Allee und
dem Ufergeländer einen Höhenversprung von rund 90 cm aufweist, wird auch
hier eine zusätzliche Rampenanlage installiert, so dass ein durchgängiger,
barrierefreier Zugang von der Hatschiergasse bis zum Ufergeländer, ohne
größere Umwege in Kauf nehmen zu müssen, zukünftig möglich ist.
Rosental - Theaterstraße
Die Fahrradstraße von der Josefstraße aus, wird bis zum Rosental in einer
durchgehenden Breite von 4,5m verlängert und sinnvoll an den
Bestandsradweg am Leinpfad angeschlossen. In dem Bereich zwischen
Theaterstraße und Rosental ist diese ausschließlich für den Fahrradverkehr
freigegeben.Seite 4 von 16
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Der motorisierte Individualverkehr wird vom Rosental, über das Fritz-
Schroeder-Ufer in die Wachsbleiche, über den bereits bestehenden
Straßenbereich vor dem Häuserblock, im Einrichtungsverkehr separat geführt.
Da die Wachsbleiche in beide Richtungen für den MIV befahrbar ist, wird der
Verkehr zukünftig oberhalb der Rheinuferpromenade über eine Wendeschleife
wieder in die Wachsbleiche zurückgeführt.
Im Süden der Wendeschleife ist ein Haltebereich für einen Reisebus integriert.
Sofern temporär zwei Reisebusse parallel halten müssen, ist ein zusätzlicher
Haltebereich für einen weiteren Reisebus in der Wachsbleiche möglich. Dieser
wird durch eine entsprechende Straßenmarkierung ausgewiesen.
Über die Wachsbleiche erfolgt die Belieferung der Beethovenhalle. Die
Wendeschleife ist in der Dimensionierung so ausgelegt, dass parallel zum Halt
eines Reisebusses, LKWs oder auch weitere Reisebusse an dem haltenden
Bus vorbeifahren können, so dass keine Stausituation durch die parallele
Nutzung dieses Bereiches entsteht.
Aufgrund der funktionalen Zwänge in diesem Verkehrsbereich, ist eine
Entsiegelung und Begrünung dieser Fläche auf eine kleine Mittelinsel mit einem
Säulenbaum zur Umfahrung begrenzt.
Um den Radfahrenden einen zusätzlichen Schutz vor dem MIV in diesem
Bereich zu bieten, wurde ein Grünstreifen zwischen Wendeschleife und
Fahrradstraße vorgesehen. Dieser wird lediglich im Bereich zur Natorampe
unterbrochen, da hier die temporäre Zufahrtmöglichkeit für z.B. die Betankung
des Schiffsanlegers der Brücke 17 sowie für die Übungen und Einsätze der
Feuerwehr und des THWs gewährleistet bleiben muss.
Freiflächen, Promenade
Bereich Josefstraße | Theaterstraße
Dieser Abschnitt der Rheinuferpromenade wird durch die mächtige, über 220m
lange Baumallee mit den großen, schattenspendenden Baumkronen geprägt.
Diese bleibt vollständig erhalten. Die vorhandene, trennende Mauer zum
rheinseitigen Promenadenbereich wird durch breite Sitzstufen aus hellem
Granitstein, teilweise mit Sitzauflagen aus heimischen Hölzern, ersetzt, sodass
sich der Alleebereich zum Promenadenbereich öffnet und einen angenehmen
Aufenthalt mit Blick auf das Wasser ermöglicht.
Die Treppenanlagen an der Hatschiergasse und in Verlängerung des
Promenadenbereiches, werden mit Rampenanlagen ergänzt, sodass zukünftig
diese Bereiche auch barrierefrei erreicht werden können. Die Querung der
Fahrradstraße wird in diesem Bereich durch einen Fußgängerüberweg
gesichert.
Der Wegebereich innerhalb der Baumallee wird etwas verschmälert und mit
einer neuen wassergebundenen Wegedecke ausgestattet. Trotz der
Reduzierung der Wegebreiten sind hier zukünftig mehrere Freiflächen in einer
Mindestgröße von 4m x 15m vorhanden, um ausgiebig Boule zu spielen.
Separate Einfassungen dieser Bouleflächen sind im Alleebereich nichtSeite 5 von 16
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vorgesehen.
Die durch die Reduzierung zusätzlich gewonnenen Flächen werden entsiegelt
und mit insektenfreundlichen Blütenmischungen angesät. Entlang der getrennt
angeordneten Fahrradstraße wird der Niederschlag in Mulden versickert.
Zudem werden zahlreiche neue Fahrradabstellmöglichkeiten an zentralen
Zugangsbereichen angeboten. Insgesamt werden im zweiten Bauabschnitt
über 70 neue Fahrradständer installiert.
Als weiterer Vorschlag soll der Parkplatz an der Kreuzung Josefstraße als
kleiner Nachbarschaftsplatz entwickelt werden. Hier werden die vorhandene
Grünfläche erweitert und die befestigten Flächen bis zur Feuerwehrzufahrt
entsiegelt. Auf der zusätzlich gewonnenen Fläche entsteht ein Treffpunkt für die
angrenzende Nachbarschaft. Ein ruhiges Freizeitangebot mit zwei
Schachtischen und Sitzmöglichkeiten können zukünftig als
Kommunikationstreffpunkt genutzt werden. Zusätzlich werden zur Beschattung
des Aufenthaltsbereichs vier neue Bäume gepflanzt.
Unterhalb der Kreuzung Josefstraße, an der Feuerwehraufstellfläche, ist ein
neuer Toilettenstandort vorgesehen.
Bereich Theaterstraße | Beethovenhalle | Wachsbleiche
Im Gegensatz zum angrenzenden, südlichen Bereich mit der Allee, ist dieser
Bereich frei von großem Baumbestand und daher sehr offen und sonnig. Die
Gestaltung dieses Bereiches unterliegt dem Denkmalschutz und nimmt Bezug
auf die historische Beethovenhalle. Ein geometrisches Raster mit
großformatigen Betonplatten und integrierten, rechteckigen, bunten
Staudenbeeten prägt diesen Bereich und bleibt erhalten. Die neue Gestaltung
der angrenzenden Flächen greift die vorhandenen Strukturen in Form und
Material auf und fügt sich so in den Bestand ein. Der vorhandene
Straßenquerschnitt wird verkleinert: Große Flächenanteile dieses Rückbaus
werden entsiegelt, sodass zusätzliche Grünflächen parallel zur Fahrradstraße
angelegt werden. Hierdurch entsteht ein zusätzlicher Schutz zwischen
Radfahrenden und Fußgängern.
Unterhalb der historischen Treppe zur Beethovenhalle befindet sich aktuell eine
größere Freifläche. Hier ist das historische Kleinsteinpflaster, welches in
Segmentbögen verlegt ist, noch fast vollständig erhalten. Diese historische
Gestaltung bleibt bestehen. Das Pflaster wird lediglich in Teilen, wenn
erforderlich, saniert und in den Verlängerungen zu den Fußgängerüberwegen
mit einem Blindenleitsystem ergänzt. Auch der Umriss des vorhandenen
Bushaltebereichs, der ursprünglichen Planung der 50er Jahre auf dieser Seite,
bleibt erhalten und wird mit Stauden bepflanzt.
Im Bereich der ufernahen Promenadenfläche, unterhalb der Beethovenhalle,
wird ein ca. 80m² großer Bereich als Tanzfläche vorgeschlagen. Die Fläche
wird optimal in das Gartendenkmal integriert, indem das gleiche Belagsmaterial
wie im restlichen Bereich verwendet wird. Lediglich die Oberfläche wird etwas
glatter ausgebildet, sodass sich diese gut zum Tanzen nutzen lässt. Der
geringe Höhenunterschied zur Fahrradstraße wird durch eine Sitzmauer
ausgeglichen. Zudem bietet ein Trinkwasserspender die Möglichkeit, sich
kostenlos zu erfrischen. Zwischen Tanzfläche und Ufermauer wird ein neuer,Seite 6 von 16
Seite 7
mittelgroßer Klimabaum gepflanzt.
Dieser Platzbereich bietet zudem vielfältige Möglichkeiten zum
Beispiel temporäre Veranstaltungen durchzuführen oder mobile Gastronomie
aufzustellen. Ein Unterflurverteiler bietet Veranstaltern die Möglichkeit Strom zu
nutzen.
Die Skulptur „Welle“, welche bis 2003 am Brassertufer stand und nach einer
Restaurierung eingelagert wurde, soll der Öffentlichkeit wieder zugänglich
gemacht werden. Diese wird oberhalb der Tanzfläche in ein vorhandenes
Staudenbeet integriert. Dieses erhält eine niedrige Bepflanzung, damit die
Skulptur von allen Seiten optimal wahrgenommen werden kann.
Bereich Rosental | Fritz-Schroeder-Ufer | Wachsbleiche
In diesem Bereich findet ein Übergang von der eher städtisch geprägten
Uferpromenade zum nördlich anschließenden, eher landschaftlich gestalteten
Uferbereich statt.
Der Straßenbereich für den motorisierten Individualverkehr des Fritz-
Schroeder-Ufers bleibt, wie auch die parallel angeordneten Parkplätze,
erhalten. Die Fahrradstraße wird getrennt von der Straße geführt und schlüssig
an den nördlichen Weg angebunden.
Durch Aufgabe der östlichen Fahrtrasse des Fritz-Schroeder-Ufers werden die
Grünflächen in diesem Bereich deutlich vergrößert, sodass weitere Aufenthalts-
und Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden können.
Die Ufermauer zur NATO-Rampe bietet die Möglichkeit, einen großzügigen Ort
des Aufenthalts am Wasser zu schaffen. In die Mauerböschung soll eine rund
30m breite Sitztreppenanlage integriert werden, die sowohl von der oberen
Ebene als auch von der unten angrenzenden NATO-Rampe aus, begangen
werden kann. Die Fläche der NATO-Rampe bleibt in ihrer Funktion für
Feuerwehr und THW erhalten, kann aber auch für Freizeitaktivitäten temporär
ohne feste Einbauten genutzt werden.
Oberhalb, an die Ufertreppe angrenzend, soll ein vielfältiges Sport- und
Fitnessangebot geschaffen werden, welches in die Grünanlage eingebettet
wird.
Die Ausstattung dieses Sport- und Fitnesspunktes bietet für alle Generationen
Möglichkeiten aktiv zu werden. Eine große, multifunktionale Calisthenics-
Anlage ermöglicht vielfältige Angebote mit dem Eigenkörpergewicht zu
trainieren. Hangeln, balancieren, trainieren von Arm,- Bein- und Bauchmuskeln
ist für jedes Fitnesslevel in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden möglich,
sodass von Jung bis Alt gemeinsam trainiert werden kann. Ein Fallschutzbelag
aus Kunststoff ermöglich es, alle Teile der Anlage barrierefrei zu erreichen.
Wichtig bei der Auswahl der Materialien und der Ausstattung dieses Bereiches
ist die Berücksichtigung möglicher Überschwemmungen bei Hochwasser.
Loses Fallschutzmaterial würde wegschwemmen und ggf. die Fundamente der
Sportgeräte freilegen. Der vorgeschlagene Kunststoffbelag hingegen bliebe
erhalten und müsste ggf. nur gereinigt werden.Seite 7 von 16
Seite 8
An einem Trinkwasserbrunnen in diesem Bereich, kann man sich nach dem
Sport erfrischen.
An der Ecke Fritz-Schroeder-Ufer/ Wachsbleiche wird zudem die Installation
einer weiteren, öffentlichen WC-Anlage vorgeschlagen.
Wie im Bürgerantrag Ds-Nr. 231849 beschlossen, ist im zweiten Bauabschnitt
ein angemessenes Denkmal für Moses Hess und seine Frau Sibylle Pesch zu
berücksichtigen. Im Rahmen der Entwurfsplanung wird hierfür ein Standort
oberhalb der Zufahrt der NATO-Rampe vorgeschlagen. In einem gemeinsamen
Gespräch mit dem Antragsteller, wurde dieser Standort ausgewählt, da er sich
zum einen in angemessenem Abstand zu anderen, bereits vorhandenen
Denkmälern befindet und sich zum anderen, durch den relativ offenen Standort
sehr vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten des zukünftigen Denkmals in Form
und Dimensionierung ergeben. Das Denkmal selbst wird in einem gesonderten
Verfahren gestaltet und ist nicht Teil dieser Entwurfsplanung.
Im Rahmen der Umsetzung des aktuellen Masterplanprojekts wird an dieser
Stelle temporär als Interimslösung ein Gedenkstein o.ä., bis zur Installation des
endgültigen Denkmals, aufgestellt.
Beleuchtung
Sowohl die Beleuchtung der Fahrradstraße als auch die Beleuchtung der
Promenade wird fast vollständig erneuert. Lediglich unterhalb der
Beethovenhalle bleibt diese bestehen, da sie Teil der denkmalgeschützten
Gesamtanlage ist.
Für die Neugestaltung der Rheinuferpromenade wurde die Beleuchtung, im
Rahmen der Entwurfsplanung des ersten Bauabschnittes, mit dem
Ratsbeschluss (Ds-Nr. 231736-07) vom 01.02.2024, bereits festgelegt. Im
Promenadenbereich kommt die Lichtstele der Firma Trilux, Modell „Koblenzer
Straße“ zum Einsatz.
An der Fahrradstraße wird die Mastleuchte des Herstellers Siteco „DL 50“ mit
Bogenausleger zukünftig die erforderliche Ausleuchtung sicherstellen.
Beide Leuchten erfüllen die Eigenschaften zum Einsatz im
Landschaftsschutzgebiet (Insektenschutz/ Lichtimmission, etc.) und besitzen
energieeffiziente LED-Module.
Materialwahl
Für die Neugestaltung der Rheinuferpromenade sind entsprechend der
Nutzung der unterschiedlichen Bereiche des Außenraumes unterschiedliche
Wegebeläge geplant.
Die Hauptbewegungsflächen für Fußgänger auf der Promenade werden mit
Natursteinplatten aus Granit in verschiedenen Größen in warmen, gelblichen
Farbtönen geplant. Auch die Gehwege sind mit diesem Material geplant. So
wird die gestalterische Verbindung zwischen den beiden Straßenseiten - dem
Ufer und der Stadtseite – betont. Durch die helle Farbigkeit des Natursteins
heizen sich die Flächen auch bei intensiver Sonnenstrahlung nicht stark auf.Seite 8 von 16
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Unter der Baumallee wird die bestehende wassergebundene Wegedecke
erneuert. Der Farbton wird dabei an den Bestand angelehnt im Farbton beige
hergestellt.
Die gesamte Fahrradstraße erhält einen Standard-Asphaltbelag. Um eine
möglichst geringe Aufheizung des dunklen Asphaltbelags zu erlangen, wird die
Oberfläche des Belags mit einem hellen Natursteinmaterial abgestreut, welcher
die Fläche optisch aufhellt und sich dadurch im Sommer weniger stark aufheizt.
Die endgültige Art der Markierung des Randstreifens erfolgt in Abstimmung mit
den Fachämtern.
Vegetationsflächen
Bei der Planung der Vegetationsflächen wird Wert auf eine vielfältige
Bepflanzung gelegt. Die bildprägenden Grünflächen an der
Rheinuferpromenade werden als pflegearme Gräser-Stauden-Pflanzung
geplant. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Auswahl von
trockenheitsresistenten und insektenfreundlichen Stauden und Gräser gelegt.
Für die Baumneupflanzungen im Bereich des Nachbarschaftsplatzes an der
Josefstraße, unterhalb der Beethovenhalle sowie rund um den neuen
Fitnessbereich, sind unterschiedliche Klimabaumarten vorgesehen.
Insgesamt werden durch die Neugestaltung über 1.600m² zusätzliche Grün-
und entsiegelte Flächen in diesem Bauabschnitt geschaffen. Durch die
Änderungen müssen für diese Umgestaltung zwei Bäume im Bereich des
Fitnessbereichs gefällt werden. Im Gegenzug werden neun neue Klimabäume
gepflanzt.
Beide zu fällenden Bäume befinden sich im Landschaftsschutzgebiet. Die
Fällungen werden im Rahmen der landschaftsrechtlichen
Ausnahmegenehmigung beantragt.
• Blut-Pflaume (Prunus cerasifera „Nigra“) ID: 64491, Stammumfang
45 cm, Kronendurchmesser 3 m, Höhe 6 m, Zustand: ausreichend
• Schlangenhautkiefer (Pinus leucodermis) ID: 108134,
Stammumfang 69 cm, Kronendurchmesser 4 m, Höhe 7 m, Zustand:
gut
Grünflächen und Entwässerung
Bei der Planung der Vegetationsflächen wird Wert auf eine vielfältige
Bepflanzung gelegt. Die bildprägenden Grünflächen an der
Rheinuferpromenade werden als pflegearme Gräser-Stauden-Pflanzung
geplant. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Auswahl von
trockenheitsresistenten und insektenfreundlichen Stauden und Gräsern gelegt.
Für die neun Baumneupflanzungen, die den vorhandenen Bestand ergänzen,
sind unterschiedliche Klimabaumarten wie die Baum-Magnolie, Ahorn oder
auch eine Felsenbirne vorgesehen.Seite 9 von 16
Seite 10
Das Gefälle der versiegelten Bereiche ist so ausgerichtet, dass möglichst wenig
Niederschlag in die Kanalisation abgeleitet werden muss.
Auch im Promenadenbereich ist das Gefälle so ausgerichtet, dass das
Niederschlagswasser vorrangig in die Beete geleitet wird. Sofern diese
gesättigt sind, wird das überschüssige Wasser über die Kante in den Rhein
abgeführt.
Baukosten
Die reinen Baukosten (ohne Baunebenkosten) dieses zweiten Bauabschnittes
belaufen sich auf rund 5.940.000 € brutto.
Übersicht der Kostenberechnung für Neugestaltung der Rheinuferpromenade
des zweiten Bauabschnittes in Anlehnung an die DIN 276 (Angaben brutto):
510 Erdbau 255.000 €
530 Wegebau/ Straßen 2.400.000 €
540 Baukonstruktionen 1.100.000 €
550 Technische Anlagen 440.000 €
560 Allgemeine Einbauten 310.000 €
570 Vegetationsflächen 480.000 €
590 Rückbau / Baustelleneinrichtung 955.000 €
Gesamt brutto 5.940.000 €
Die Maßnahme der Neugestaltung der Rheinuferpromenade wird im Rahmen
des Masterplans 2.0 durch Zuwendungen im Rahmen der Städtebauförderung
mit 80 % der Kosten gefördert. Mit Bescheid vom 28.10.2024 wurden für die
Neugestaltung der Rheinuferpromenade 2. BA zuwendungsfähige Ausgaben in
Höhe von brutto 6.463.427,00€ (Gesamtkosten, inkl. Nebenkosten Josefstraße
bis Rosental – ohne Fahrradstraße) bewilligt.
Für den Ausbau der Fahrradstraße wurden Fördergelder im Rahmen der
Nahmobilität in Gesamtkostenhöhe von ~1.400.000€ beantragt. Maßnahmen
der Nahmobilität werden mit 90 % der Kosten gefördert.
Mit den ersten vorbereitenden Maßnahmen soll Ende 2025 begonnen werden.
Eine baubegleitende Information der Bürgerschaft wird umgesetzt.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.09.02 bes. Städtebaurecht 1.09.02.05 Masterplan Innere Stadt Bonn 2.0
Investive Kosten der Maßnahme ohne Fahrradstraße StädtebauförderungSeite 10 von 16
Seite 11
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen 6.463.427 EUR 5610009028021,
78.5200
2025 - 2026 Nachmeldung
erfolgt
Einzahlungen
(Städtebauförderung
Förderquote 80%)
5.170.742 EUR 5610009028021,
68.1100
2025 - 2026 Nachmeldung
erfolgt
Investiver
Finanzsaldo
1.292.685 EUR
Investive Kosten der Maßnahme nur Fahrradstraße FöRi-Nah
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen 1.400.000,00
EUR
5610009028020,
78.5200
2025 - 2026 Nachmeldung
erfolgt
Einzahlungen
(Nahmobilitätsförderung
Förderquote 90%)
1.260.000,00
EUR
5610009028020,
68.1100
2025 - 2026 Nachmeldung
erfolgt
Investiver
Finanzsaldo
140.000,00
EUR
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
Anlage/n
1 1079_RUB_3_A_200_Gesamtlageplan (öffentlich)
2 1079_RUB_3_L_201_Entwurf_Bereich_Nord (öffentlich)
3 1079_RUB_3_L_202_Entwurf_Bereich_Süd (öffentlich)
4 1079_RUB_3_S_210_Gelaaendequerschnitte (öffentlich)
5 1079_RUB_3_T_220-Bewegungsbereich (öffentlich)Seite 11 von 16
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Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

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Datenstand: 03.11.2026, 02:11 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de