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242299 · Beschlussvorlage: Einleitung

Errichtung einer Parkour-Sportanlage unter der Friedrich-Ebert- Brücke

Nummer
242299
Art
Beschlussvorlage: Einleitung
Veröffentlicht
25.01.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Eduard-Spoelgen-Straße Straße· Nordstadt, Bonn Hauptort
  • Karl-Legien-Straße Straße· Graurheindorf, Bonn
  • Salierweg Straße· Graurheindorf, Bonn
  • Römerstraße Straße· Nordstadt, Bonn
  • Friedrich-Ebert-Brücke Straße· Graurheindorf, Bonn
  • F Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Castell Ortsteil· Bonn
  • Auerberg Ortsteil· Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Sportausschusses 20.02.2025 Empfehlung
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 11.03.2025 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 242299-01 SPD-Antrag: Errichtung einer Parkour-Sportanlage unter der Friedrich-Ebert- Brücke Antrag zur Vorlage 242299
  2. 242299-03 ST SPD-Antrag: Errichtung einer Parkour-Sportanlage unter der Friedrich-Ebert- Brücke Antrag zur Vorlage 242299
  3. 242299-04 Errichtung einer Parkour-Sportanlage unter der Friedrich-Ebert- Brücke

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Beschlussvorlage: Einleitung
öffentlich
242299
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
52 Sport- und Bäderamt
Dezernat:
Dez. IV
Errichtung einer Parkour-Sportanlage unter der
Friedrich-Ebert- Brücke
Beratungsfolge
Sportausschuss 20.02.2025 Empfehlung
Bezirksvertretung Bonn 11.03.2025 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1.Dem vorliegenden Entwurf zur Errichtung einer Parkour-Sportanlage auf einer
Parkplatzfläche unter der Friedrich- Ebert- Brücke (Nordbrücke) im Bereich
zwischen Karl-Legien-Straße, Salierweg, Römerstraße und Eduard-Spoelgen-
Straße wird zugestimmt.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die weiteren Planungsphasen zu beauftra-
gen, die erforderliche Baugenehmigung zu beantragen und das Vergabeverfah-
ren gemäß Ziffer 3.5 der Vergabeordnung der Bundesstadt Bonn einzuleiten.
3. Die Verwaltung wird außerdem beauftragt, mit der Autobahn GmbH des
Bundes als Eigentümerin der Fläche den bestehenden Nutzungsvertrag anzu-
passen.
Begründung
Die Verwaltung ist mit dem Beschluss des Sportausschusses vom 09.03.2023
(DS 221697-52) beauftragt worden, eine sportliche Nutzung der Flächen unter
der Bundesautobahn 565 (Nordbrücke) zwischen Bonn-Castell und Bonn–
Auerberg zu planen und umzusetzen. Hierfür sind der Verwaltung investive
Mittel in Höhe von 250.000 € zur Verfügung gestellt worden. In die Planung
sollten Jugendliche einbezogen werden. Das Konzept sollte eine modulare
Bauweise beinhalten und somit auch zukünftige Erweiterungen ermöglichen.
Aus Sicht der Verwaltung ist die versiegelte Fläche in dem urbanen Raum
unterhalb der Nordbrücke besonders für die Sportarten Parkour und Skaten
sowie für den vereinsungebundenen Sport und insbesondere für die
Bewegungsbedürfnisse von jungen Menschen geeignet.
Die Verwaltung hatte das Planungsbüro TraceSpace beauftragt, welches auf
die Planungen für Parkour- und Bewegungsraumgestaltung spezialisiert ist.
Das Büro hat unter Beteiligung der örtlichen Parkourszene eine AnlageSeite 1 von 12
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entworfen, die den inneren Bereich der Parkplätze ausfüllt sowie durch ihre
Modulbauweise erweiterungs- und rückbaufähig ist. Die Parkouranlage ist
multiperspektivisch gestaltet und ermöglicht auch Fitness-, Calisthenics- und
Akrobatiksport. Die Anlage ist auch barrierefrei zugänglich. Die verschieden
hohen Elemente sind u.a. für Rollstuhlfahrer*innen erreichbar und können
durch die unterschiedlichen Materialstrukturen auch taktil wahrgenommen
werden.
Der Aufbau ist vollständig rückbaufähig, da die einzelnen Hindernisse im
Verbund mit den jeweiligen Fundamenten geliefert und aufgestellt werden. Die
einzelnen Elemente sind mit Transportösen ausgestattet, welche auch nach
dem Einbau erhalten bleiben und somit bei Bedarf den Ausbau samt
Fundament ermöglichen. Lediglich die Abdeckung der Fundamente muss
aufgebrochen werden. Das als dämpfender Belag eingesetzte Korkmaterial
wird im Bedarfsfall zu 95 % durch den Hersteller zurückgenommen und
recycelt.
Eine genaue Beschreibung der Anlage einschließlich der Rückbaubarkeit ergibt
sich aus der Entwurfserläuterung im Anhang.
Ein Teil der bisher nicht bewirtschafteten Parkplatzfläche unter der
Autobahnbrücke wird durch die Umwandlung in eine Parkoursport- und
Fitnessanlage aufgewertet und durch die überdachte Lage ganzjährig und
witterungsunabhängig sowie barrierefrei als multifunktionaler Bewegungsraum
nutzbar.
Die vorhandene Straßenbeleuchtung wird integriert und ist nach Rücksprache
mit den Stadtwerken für eine Aufhellung geeignet. Das Aufstellen eines
Containers für Material zum Skaten oder für andere Sportgeräte wäre in einem
weiteren Ausbau der Anlage möglich.
Zunächst kann mit den vorgesehenen Finanzmitteln eine Anlage im inneren
Bereich der Parkplatzfläche realisiert werden.
Kosten, Stand 12/2024:
Errichtung der Parkour-Sportanlage 200.000 € brutto
Aufteilung siehe beiliegende Kostenberechnung im Anhang
Planungskosten 50.000 € brutto
Gesamtkosten 250.000 € brutto
Durch eine umlaufende Barriere ist die Parkourfläche gegenüber der
bestehenden Fahrbahn gesichert und dennoch von allen Seiten zugänglich und
mit Bänken zum Ausruhen und Zuschauen ausgestattet.Seite 2 von 12
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Die Fläche unterhalb der Autobahnbrücke steht im Eigentum des Bundes, es
gibt jedoch einen Nutzungsvertrag zwischen der Autobahn GmbH des Bundes
und der Stadt Bonn. Aktuell wird die Fläche städtisch als Parkplatz genutzt. Die
Verwaltung hatte bereits in der Mitteilungsvorlage DS 222217-02 berichtet,
dass sowohl aus Sicht der Autobahn GmbH als auch aus Sicht der Verwaltung
eine Änderung des Nutzungsvertrages möglich wäre. Da die beschriebene
Fläche nur einen kleinen Teil der Parkplätze unter der Brücke betrifft, stünden
auch bei einer Umnutzung der Fläche zukünftig noch ausreichend
Parkmöglichkeiten dort zur Verfügung.
Folgende Auflagen müssten aus Sicht der Autobahn GmbH bei der Errichtung
einer Sportfläche unterhalb der Friedrich-Ebert-Brücke erfüllt werden:
• Für Brückenprüfungen und Sanierungsmaßnahmen am Bauwerk kann
die Sportanlage jederzeit seitens der Straßenbauverwaltung gesperrt werden.
• Jeder Punkt der Brückenunterseite muss mittels Hubsteiger der
Brückenprüfer erreichbar sein. Neben der Sportanlage ist jeweils ausreichend
Aufstellfläche für den Hubsteiger vorzusehen.
• Brennbares Material darf unter dem Bauwerk nicht gelagert werden,
auch nicht im Rahmen der Baumaßnahme zur Erstellung der Anlage.
• Einzäunungen, die höher als 2 Meter sind, dürfen auf dem Gelände
nicht aufgestellt werden, damit Brückenprüfungen nicht behindert werden.
Der Autobahn GmbH sind die Planungen bereits vorgestellt worden. Sie ist mit
einer Änderung des Nutzungsvertrages und dem Bau einer Parkour-
Sportanlage in der geplanten Dimension grundsätzlich einverstanden, hat
allerdings den Hinweis gegeben, dass in den nächsten Jahren Untersuchungen
zur Brückenstabilität stattfinden könnten, die dann entweder den Rückbau oder
die zeitweise Sperrung der Anlage nach sich ziehen würden. Nach einer
Beschlussfassung würde die Verwaltung die notwendigen Vertragsänderungen
mit der Autobahn GmbH abstimmen und parallel einen Bauantrag stellen.
Sollte ein Rückbau der Anlage in den nächsten Jahren erforderlich werden,
könnte diese an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Damit ist der Nutzen
der Anlage nachhaltig und langfristig gesichert.
Die Verwaltung schlägt deshalb vor, die Anlage an dem Standort zu errichten
und dann zu einem späteren Zeitpunkt ggfs. an einen anderen Standort im
Stadtgebiet zu versetzen.
***
Zur Finanzierung sind Haushaltsausgabereste des Vorjahres bei der
Finanzstelle 5520608011666 vorgesehen. Unmittelbar nach Beendigung der
vorläufigen Haushaltsführung wird die Maßnahme ausgeschrieben.
Vergabeart
öffentlich offen (EU) 7 aufgeforderte FirmenSeite 3 von 12
Seite 4
X beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem
Teilnahmewettbewerb
Freihändig bzw.
Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der
vorgeschriebenen Vergabeart
Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto
BN-2025-xxx X VOB UVgO VgV Herbst 2025 250.000 EUR
Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto
(konsumtiv) /
Finanzposition
(investiv)
CO-Kontierung
(konsumtiv) /
Finanzstelle
(investiv)
1.08.01 Bereitstellung und Betrieb von
Sportanlagen
78.5300 5520608011666
Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von
Haushaltsresten
Mittel
ja X nein X ja nein freigegeben X vorgesehen
Anlage/n
1 Entwurf Bonn Autobahnbrücke Salierweg, 201224 (öffentlich)
2 Entwurfserläuterung FE-Bruecke Bonn.pages (öffentlich)
3 F-E-Bruecke Kostenberechnung nach DIN 276, 201224 (öffentlich)
4 Foto1 (öffentlich)
5 Foto2 (öffentlich)
6 Rückbaubarkeit (öffentlich)Seite 4 von 12
Entwurf Autobahnbrücke Salierweg Bonn, 20.12.2024
© TraceSpace GbR 1Seite 5 von 12
Entwurf Autobahnbrücke Salierweg Bonn, 20.12.2024
© TraceSpace GbR 2Seite 6 von 12
Entwurf Autobahnbrücke Salierweg Bonn, 11.11.2024
© TraceSpace GbR 3Seite 7 von 12
TraceSpace – info@trace-space.com www.trace-space.com
Scheffler & Gessinger GbR +49 30 48 49 42 41
Neubau eines Parkourparks mit Fitnessanlage unter der Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn (Stand: 17.01.2025)
Entwurfserläuterung
Das Design des Parkour- & Bewegungsraums entstand unter Einbeziehung von Vorschlägen der lokalen Parkour-
Community mit Hilfe der Expertise des Planungsbüros TraceSpace.
Hierbei wird eine diverse Bewegungslandschaft entwickelt, die sich für alle Niveau- & Erfahrungsstufen zum
individuellen wie auch gemeinschaftlichen (Parkour)Training eignet. Die nach der „Parkournorm“ DIN EN 16899
designte Anlage berücksichtigt ebenso den Inklusionsgedanken, da die verschiedenen Bereiche durch ihre
Strukturen auch taktil erfahrbar sind.
Die im Prozess durch die Nutzer_innen eingebrachten Gestaltungswünsche ergaben folgende
Planungsgrundlagen:
• Naturmaterialien – Robinien-Holz-Elemente (stark eingeschränkt genutzt, da Auflagen von der Autobahn
GmbH)
• Stangen für Schwinger / Balance mit besonderer Oberfläche für längere Haltbarkeit des Grips
• Betonelemente mit spezieller Oberflächenstruktur für optimalen Grip
• Verwinkelte Strukturen
• Kork Fallschutzboden und Pflasterflächen
Ausdrücklich gewünscht war die Verwendung von diversen Materialien, Oberflächen und unkonventionellen
Strukturen. Ziel dabei war, eine spezifische Qualität und Besonderheit des Parkourparks zu erzeugen, die durch
verwinkelte Strukturen und eine gewisse Größe viele Bewegungskombinationen ermöglicht und so für die
Nutzung der Community attraktiv macht.
Durch die Verwendung von Robinienpfosten, Edelstahlrohr, Beton und Findlingen entsteht so eine moderne
Interpretation eines Abenteuerspielplatzes. Dieser Eindruck wird zusätzlich verstärkt durch die leichte Neigung
vieler herkömmlicherweise lotrecht geplanter Strukturen. Ebenfalls charakteristisch für die Gestaltung ist eine
Zonierung nach Schwierigkeit, Materialität und Laufwegen, die jedoch fließende Übergänge der einzelnen
Elementkombinationen in optischer und anwendungsbezogener Perspektive ermöglicht. Der Park bietet neben
niedrigschwelligen Elementen auch bis zu 3m hohe Mauern und 2.4m hohe Stangen. Diese werden dann bis zum
Boden in diversen Abstufungen eingeplant, sodass alle Nutzungsgruppen etwas passendes für ihr Training
vorfinden.
Die Anlage ist multiperspektisch gestaltet, um zu ermöglichen, dass neben Parkour auch Fitness, Calisthenics &
Akrobatik ihren Platz und Austausch finden können. Dazu haben wir rund um die Anlage auch
Sitzmöglichkeiten geschaffen, die das gemeinsame Ausruhen und Zuschauen ermöglichen sollen.Seite 8 von 12
TraceSpace – info@trace-space.com www.trace-space.com
Scheffler & Gessinger GbR +49 30 48 49 42 41
Kostenberechnung nach DIN 276 - 2018 Bonn - Friedrich-Ebert-Brücke Parkourpark (LP3)
Datum: 20.12.2024
01 Landschaftsbauarbeiten inklusive Sonderbau
Nr. / OZ Bezeichnung Gesamt (GP)
520 Gründung, Unterbau
522 Gründungen Tragschichten € 2.000,00
530 Oberbau Deckschichten
535 Sportplatzflächen (Pflaster + Kork + Stahlband) € 40.120,00
560 Einbauten in Außenanlagen
561 Allgemeine Einbauten (Geländer, Bänke, Mülleimer) optional € (9.500,00)
562 Besondere Einbauten (Parkour-Elemente) € 113.190,00
590 Sonstige Maßnahmen für Außenanlagen
591 Baustelleneinrichtung € 5.000,00
593 Sicherungsmaßnahmen € 1.000,00
594 Abbruchmaßnahmen € 4.050,00
596 Materialentsorgung € 2.700,00
Gesamt, Netto € 168.060,00
zzgl. MwSt: (19%) € 31.931,40
Gesamt, Brutto € 199.991,40Seite 9 von 12
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TraceSpace – info@trace-space.com www.trace-space.com
Scheffler & Gessinger GbR +49 30 48 49 42 41
Berlin, 17.01.2025
Rückbaubarkeit der Parkourhindernisse
Projekt: Friedrich-Ebert Brücke, Bonn - Parkourpark
Es ist Ziel der Planung, dass die Hindernisse, die auf der Fläche verbaut werden sollen, zu großen Teilen
rückbaubar sind, sollte die Brückensanierung der Friedrich-Ebert-Brücke dies erfordern.
Die Planung greift dabei exemplarisch auf die Produkte der Firma Paul Wolff zurück, die die Mauern auf
Plattenfundamente und die Edelstahlgerüste auf Punkt- oder Streifenfundamente stellt.
Der Aufbau erfolgt wie folgt:
- Aushub und Einbringung einer Schottertragschicht (verdichtet und in Waage gebracht)
- Aufstellen der Hindernisse. Transporthülsen sind in den Fundamenten vorhanden, diese können wieder
benutzt werden, wenn sie gut abgedichtet wurden
- die Betonhindernisse sind ein Werkstück, inklusive Fundamentplatte
- die Metallhindernisse werden auf Punkt-oder Streifenfundamente verbolzt
- Einbringung der Erdüberfüllung + Verdichtung
- Aufbringung der Schottertragschicht für den Fallschutzboden
Der Abbau erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge. Der Korkfallschutzboden lässt sich zu 95% recyceln.
Exemplarisch zwei Bilder von Referenzbaustellen:Seite 12 von 12

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Datenstand: 02.11.2026, 17:35 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de