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242284 · Mitteilungsvorlage

Tätigkeitsbericht Nachtbürgermeister

Nummer
242284
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
09.01.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Breite Straße Straße· Nordstadt, Bonn Hauptort
  • Wolfstraße Straße· Nordstadt, Bonn
  • Stadthaus Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bornheimer Straße Straße· Weststadt, Bonn
  • Am Frankenbad Straße· Weststadt, Bonn
  • Nordstadt Ortsteil· Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 04.02.2025 Kenntnisnahme
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 04.02.2025 Kenntnisnahme
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Untergeordnet

  1. 242284-01 3. Tätigkeitsbericht des Nachtbürgermeisters für das Jahr 2025

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
242284
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Tätigkeitsbericht Nachtbürgermeister
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 04.02.2025 Kenntnisnahme
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
04.02.2025 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Am 1.8.2023 hatte Herr Achim Kettemer das Amt des Nachtbürgermeisters für
die Bonner Altstadt übernommen und sich am 5.9.2023 der Bezirksvertretung
Bonn persönlich vorgestellt (Drucksachen-Nr. 212195-05).
Nach einem ersten Tätigkeitsbericht (Drucksachen-Nr. 212195-06) hat Herr
Kettemer nun seinen zweiten Bericht über seine Tätigkeit für das Jahr 2024
vorgelegt, der in der Anlage beigefügt ist.
Aus Sicht der Verwaltung gestaltet sich die Zusammenarbeit sehr gut,
insbesondere auch mit Blick auf das Konzept Sicherheit, Ordnung und
Sauberkeit. Daher hat die Verwaltung das Vertragsverhältnis, das ursprünglich
am 31.12.2023 geendet hatte und bereits um ein Jahr bis Ende 2024 verlängert
worden war, nun um wiederum ein Jahr bis Ende 2025 verlängert.
Herr Kettemer ist
• Ansprechpartner für Unternehmen und Anwohnende,
• vermittelt zwischen den unterschiedlichen Positionen,
• hat einen Blick dafür, wie sich die Szene in Bezug auf Stadträume
und Akteure entwickelt,
• vernetzt die Akteure und
• ist Schnittstelle zu Stadtverwaltung und Polizei.
Er ist auch weiterhin unter der E-Mail-
Adresse Nachtbuergermeister@Bonn.de zu erreichen sowie über die
Facebook-Seite https://www.facebook.com/profile.php?id=100085364157518
Die Mittel stehen vorbehaltlich der Beschlussfassung zum Haushalt 2025/26
und der Genehmigung der Haushaltssatzung durch die Bezirksregierung Köln
zur Verfügung.
Finanzielle Auswirkungen:Seite 1 von 26
Seite 2
Produktgruppe Produktgruppenbe-
zeichnung
Produkt Produktbezeichnung
1.03.00.15.01 Wirtschaftsförderung 1.03.00.15.01.01 Wirtschaftsförderung
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
15.000,00
15.000,00
10301501/72.1000
10301501/72.1000
2025
2026
133000201/
74.1000
133000201/
74.1000
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
15.000,00
Anlage/n
1 NACHTBÜRGERMEISTER ZWISCHENBERICHT 2024 finaL (öffentlich)Seite 2 von 26
2024
Achim Kettemer
12/2023 bis 11/2024
ZWISCHENBERICHTSeite 3 von 26
ZWISCHEN- BERICHT
Stand: 26.11.2024
Seite
1
INHALT
1.Einleitung
2.Akteure in der Altstadt
2.1.WirƟnnen und Wirte
2.2.Anwohnerinnen und Anwohner
2.3.Besucher/Feiernde/Touristen/Partyvolk
2.4.Kontakte rund um die Nachtökonomie
3.Verwaltung und Behörden
3.1.Amt für WirtschaŌsförderung
3.2.Amt für Bürgerdienste
3.2.1.Ordnungsamt
3.2.2.Gewerbeangelegenheiten, Sondernutzungen
3.3.Kulturamt
3.4.Polizei und Bezirksbeamter für die Altstadt
3.5.Andere Ämter
4.PoliƟk
4.1.Bezirksvertretung Bonn
4.2.Einzelgespräche
5.Bürger:innendialoge
5.1.Zweites „Veedelsgespräch“
5.2.„Auf’n Kaffee mit dem Nachtbürgermeister“
6.Konkrete Fälle
6.1.NachbarschaŌ und Gastronomische Betriebe
6.2.KIOSK
6..3.Karneval und Fußball EM
7.young peoples@Altstadt
8.überregionale Vernetzung
8.1.NRW und Deutschland
8.2.Fachtag: Dialogisches Konfliktmanagement im öffentlichen Raum
8.3.5 Coole Branche Frankfurt (Podium)
9.KommunikaƟon, PR, Öffentlichkeitsarbeit
9.1.Presseamt
9.2.Lokalpresse
9.3.WDR Lokalzeit
9.4.Social Media
9.5.SonsƟge KommunikaƟon
10.Das Konzept Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit in der Altstadt
10.1.Konzept
10.2.Pilotprojekt Altstadtguides
11.Ausblick
12.Fazit
ANHANGSeite 4 von 26
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1.Einleitung
Seit dem 1.8.2023 habe ich das Amt des Nachtbürgermeisters im AuŌrag für das Amt für WirtschaŌs-
förderung und auf Grundlage des Ratsbeschlusses und des Beschlusses der Bezirksvertretung inne.
Am 18.12.2023 wurde der Honorarvertrag für das Jahr 2024 verlängert.
Die Rahmenbedingungen für meine TäƟgkeit blieben dabei unverändert:
HonorarkraŌ, Vertrag mit dem Amt für WirtschaŌsförderung von Frau Appelbe. Mein direkter An-
sprechpartner dort ist Herr Marquardt-Kuron.
Der Zeitrahmen meiner Arbeit liegt weiterhin bei durchschniƩlich 12 Stunden pro Woche. Die Aufga-
benstellung und der inhaltliche Rahmen, in dem ich mich bewege, sind definiert durch den Ratsbe-
schluss auf Vorschlag der Bezirksvertretung Bonn (Drucksachen-Nr. 212195), die Ausschreibung und
den Honorarvertrag.
"Die Aufgabe beinhaltet … hauptsächlich folgende TäƟgkeiten:
• Ansprechpartner*in für Unternehmen und Anwohnende sein,
• zwischen den unterschiedlichen PosiƟonen schlichtend vermiƩeln,
• einen Blick dafür haben, wie sich die Szene entwickelt in Bezug auf Stadträume und Akteure,
• die Akteure vernetzen,
• SchniƩstelle zu Stadtverwaltung (insbesondere WirtschaŌsförderung und Ordnungsamt) und Polizei
sein. "
Mit diesem Bericht gebe ich einen Überblick über meine TäƟgkeit im Amt des Nachtbürgermeisters
(NBM) seit dem Erstbericht vom 1.12.2023.
Schwerpunkte dieses Berichts sind die Darstellung meines zweiten Veedelsgesprächs u.a. mit dem
Leiter des Stadtordnungsdienstes und den vier Bürgerformaten „Auf‘n Kaffee mit dem Nachtbürger-
meister“, die im Sommer auf dem Frankenbadplatz durchgeführt wurden.
WichƟg ist mir diesmal auch die stärkere Sichtbarmachung junger Menschen als Akteure in der Alt-
stadt (siehe 7.). Ihr Nutzungsverhalten, ihre Wünsche und Bedürfnisse im Viertel stehen einerseits in
der öffentlichen Betrachtung der Altstadt oŌ hinten an. Andererseits sind sie auch Teil der öffentlich
besprochenen Nutzungskonflikte in der Altstadt.
Im Sommer des Jahres 2024 wurde von der Verwaltung das Konzept „Sauberkeit, Ordnung und Si-
cherheit“ vom Amt für Bürgerdienste öffentlich vorgestellt und der PoliƟk zur Entscheidung vorgelegt.
Selbstverständlich ist auch die innere Nordstadt/Altstadt Teil dieses Konzepts.
Relevant ist hier insbesondere die Erwähnung eines Pilotprojektes für die Altstadt – die sogenannten
„Altstadtguides“, die analog zu einem Konzept meines Kollegen, dem NachtbeauŌragten in Dortmund
(Dortmundguides) entwickelt und eingesetzt werden sollen. Im Rahmen meines Netzwerkes von Kol-
leginnen und Kollegen und anhand persönlicher Besuche z.B. der Neustadt-Nachtschlichter anlässlich
eines Fachtags zum Thema PrävenƟon in Dresden im April gebe ich einen Eindruck, wie ähnliche Kon-
zepte in anderen Städten bereits umgesetzt werden. (Beispiele unter 10.2)Seite 5 von 26
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2.Akteure in der Altstadt
2.1.WirƟnnen und Wirte
Der regelmäßige Kontakt mit den WirƟnnen und Wirten stellt weiterhin eine wesentliche Grundlage
meiner Arbeit dar.
Dieser findet sowohl regelmäßig persönlich bei meinen vor Ort-Einsätzen am Wochenende in der Alt-
stadt als auch über Email, Instagram, Facebook und WhatsApp staƩ. In wichƟgen Fällen selbstver-
ständlich auch telefonisch.
Der Austausch mit der Gastroszene ist die Grundlage für ein SƟmmungsbild in der Altstadt, konkrete
Entwicklungen und aber auch Probleme im Einzelfall mit der NachbarschaŌ. Außerdem liefert er die
Sichtweise der Betreiberinnen im Umgang mit der Verwaltung.
Auch die SchniƩstelle zu den für die Gastronomen relevanten Ämter ist von Bedeutung, sei es bei
eventuellen Ordnungsverfügungen, Genehmigungen und meine Einschätzung zu allgemeinen Alt-
stadƩhemen. Der Begriff des Nachtbürgermeisters als „Übersetzer“ ist hier eine gutes Bild.
Mein bestehendes Netzwerk wurde auch durch die persönliche Vorstellung bei weiteren gastronomi-
schen Betrieben ausgebaut.
Auch der Kontakt zu Veteraninnen und Veteranen der Nachtökonomie lieferte Einblicke über vergan-
gene Entwicklungen und Zusammenhänge, deren Anregungen und Erkenntnisse waren hilfreich.
Die AltstadƟniƟaƟve (AIB) ist ein wichƟger Akteur im
Viertel. Mit ihr stehe ich in regelmäßigem inhaltlichen
Austausch und bin Teil der Mitgliederversammlungen
und Gast bei ihren Veranstaltungen.
Nicht im eigentlichen Aufgabenbereich, aber aufgrund der Angliederung an das Amt für WirtschaŌs-
förderung sinnvoll, versuche ich auch einen kleinen Beitrag zur PromoƟon der Altstadt und ihrer Ge-
werbetreibenden zu realisieren. In allen Gesprächen außerhalb der Altstadt und auch in meinem
überregionalen Netzwerk mache ich selbstverständlich Werbung für die Altstadt im Allgemeinen.
Über meine zahlreich gefolgten Social Media-Kanäle teile ich auch regelmäßig (randommäßig) ein-
zelne Veranstaltungen von WirƟnnen und Wirten, den Altstadtdienstag, Feste in der Altstadt auch
tagsüber (z.B. die wichƟgen Straßenfeste von 4telbar und Saman Haddad oder der AIB), die in mei-
nen Feeds ausgespielt werden. Auch Stellenangebote, Wochenkarten oder Angebote einzelner Ge-
schäŌe habe ich dort veröffentlicht.
Gespräche persönlich: 50+
Telefonate, Emails, PMs: 73+Seite 6 von 26
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2.2.Anwohnerinnen und Anwohner
Mit den Nachbarinnen und Nachbarn bestand weiterhin ein regelmäßiger Kontakt.
Mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in der Altstadt wurden persönliche Gespräche vor Ort ge-
führt, sich die SituaƟon auch aus deren Wohnung ange-
schaut, Emails und Messages bei Instagram und Facebook
ausgetauscht und im Rahmen vom zweiten „Veedelsge-
spräch“ und den OpenAir-Sprechstunden auf dem Fran-
kenbadplatz („Auf‘n Kaffee mit dem Nachtbürgermeister“)
ausgiebig über ihre drängenden Themen gesprochen.
So wurde ich vor Ort in der Altstadt abends und tagsüber oŌ angesprochen zu konkreten Problemen
und auch allgemein zum Amt des Nachtbürgermeisters, seinem Zustandekommen und seinen FunkƟ-
onen.
Per Email und Social Media wurden mir aktuelle Problemlagen geschildert und einzelne konkrete Be-
schwerden geäußert. Diese wurden im weiteren Verlauf mit den Betroffenen, gastronomischen Be-
trieben und auch der Stadt Bonn besprochen (siehe 6.1.).
Ein entscheidender Erfolg meiner KommunikaƟonsarbeit seit AmtsantriƩ:
Die Menschen sehen mich als vertrauenswürdigen und kompetenten Ansprechpartner für ihre Sorgen
und Nöte, die sie oŌ von der Stadt nicht ausreichend wahrgenommen und berücksichƟgt sehen. Hier
sehen sie die Möglichkeit einer niedrigschwelligen direkten Kontaktaufnahme auf Augenhöhe, die im
Einzelfall auch die Anonymität der Nachbarn wahrt, über mich einen direkten Kontakt zu den WirƟn-
nen und Wirten ermöglicht (ohne selbst in Erscheinung treten zu müssen) und auch ihre Beschwer-
den an die zuständigen Stellen in der Verwaltung weiterträgt. Diese Erwartungshaltung wird vollum-
fänglich erfüllt.
So habe ich die Beschwerden zumeist über LärmbeläsƟgungen als MiƩelsperson an Gastronomen
weitergegeben, diese nochmals sensibilisiert und mit ihnen Lösungsmöglichkeiten besprochen. In Ge-
sprächen mit Stadt und Polizei konnten auch konkrete Einsätze und die allgemeine Beschwerdelage
nachvollzogen werden.
Ich habe auch beraten, an wen sich betroffene Anwohner „offizieller“ wenden können, d.h. wer zu-
ständige Abteilungen und Ansprechpartner sind, wie man den Kontakt herstellt und welche InformaƟ-
onen dort wichƟg sind.
In einigen Fällen konnten auch ganz konkret Bewohnerinnen und Bewohner und Gastronomen zu-
sammengebracht werden.
Und Viele interessieren sich auch allgemein, dafür, was die Stadt mit dem NBM bezweckt, was meine
Aufgaben sind sowie für Themen des Nachtlebens in der Altstadt. Das gilt sowohl für öffentliche Ver-
anstaltungen, meine regelmäßige Präsenz an den Wochenenden als auch auf privaten Veranstaltun-
gen mit Nachbarinnen und Nachbarn im Viertel.
Gespräche persönlich: 71+
Telefonate, Emails, PMs: 44+Seite 7 von 26
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2.3.Besucher/Feiernde/Touristen/Partyvolk
Bei meiner Präsenz hauptsächlich an den Wochenenden und Vorfeiertagen ergaben sich auch immer
wieder interessante Gespräche mit Gästen, Altstadtbesucherinnen, Touristen und Feiernden (auch
aus anderen Städten und Ländern).
Diese sehen natürlich die Altstadt in der Hauptsache
posiƟv. Bei konkreter Ansprache auf die Nachbar-
schaŌ und deren Probleme mit Lärm und Müll stellt sich oŌ heraus, dass viele gar nicht die Wahrneh-
mung haben, dass in „ihrem“ Ausgeh- und Feierviertel auch Menschen wohnen, die schlafen wollen
und ein Anrecht auf Ruhe haben - und das je weniger, je später der Abend wird und die Nacht voran-
schreitet – eine quasi-systemimmanente Sichtweise!
Auch hier ist es sinnvoll, den Blick auf andere Städte und deren Versuche für bessere Sensibilisierung
zu werfen: Ansätze wie PlakatakƟonen zum Beispiel durch meinen Kollegen in Hamburg könnten auch
in Bonn professionell helfen und für mehr Verständnis sorgen. Und so etwas liefert Türstehern und
Wirten auch einen guten Anknüpfungspunkt, Leute zu mehr Ruhe zu ermahnen.
Das Amt des Nachtbürgermeisters wurde bei vielen wahrgenommen, sei es durch Social Media („Ich
folge Dir doch auf Insta!“, „Wir sind doch auf Facebook befreundet!“) oder auch im Fernsehen („Ich
hab dich in der Lokalzeit gesehen!“) und wird weiterhin posiƟv beurteilt („Toll dass die Stadt so etwas
macht!“ „Gut, dass es das gibt!“), und man freut sich den Nachtbürgermeister auch persönlich und in
seinem Habitat kennenzulernen.
Was bestehende Konflikte mit den Nachbarinnen und Nachbarn angeht, höre ich auch weiterhin im-
mer wieder die Aussage, dass es nicht ginge, in ein Kneipenviertel zu ziehen oder gar über einen gast-
ronomischen Betrieb und sich dann anschließend über den entstehenden Lärm und Ruhestörungen
zu beschweren. Gerne mache ich hier darauf aufmerksam, das neben neu Zugezogenen auch viele
Menschen in der Altstadt wohnen, die schon lange hier sind und z.B. miƩlerweile Kinder haben oder
auch schon seit mehreren GeneraƟonen -teils in eigenen Häusern.
2.4.Kontakte rund um die Nachtökonomie
Neben Nachbarinnen und Nachbarn und den WirƟnnen und Wirte ergaben sich im Rahmen meiner
Arbeit auch immer wieder Hintergrundgespräche mit
verschiedenen Konzertveranstaltern, Partyveranstal-
tern, DJs, Kellnerinnen und Kellnern, Thekenpersonal,
Türstehern und mit verschiedenen Ex-Gastronominnen,
die über die Jahre an verschiedenen Betrieben beteiligt waren und diese geführt haben. Viele Kon-
takte mit ähnlichen Sichtweisen auf Altstadt, Nachtleben und Stadt und posiƟver Bewertung der Exis-
tenz eines Nachtbürgermeisters.
Sie alle sind wichƟge Akteure in der Bonner Altstadt und ihrer Nachtökonomie und geben auch Hin-
tergrundinfos zur sogenannten „Szene“.
Gespräche persönlich: 54+
Gespräche persönlich: 59+Seite 8 von 26
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Der ArbeitsauŌrag „Szene beobachten“ führte mich dabei sogar in Unterführungen, die allgemein im
Volksmund in Bonn unter dem Namen P***rinne bekannt sind.
Erwähnenswert war dabei zum Beispiel ein Gespräch mit einem früheren Veranstalter von Raves, der
mir einiges über Strukturen, und dem (gescheiterten) Versuch in der Vergangenheit erzählte, mehr
für junge Tänzerrinnen und Tänzer zu tun abseits der etablierten Tanzschulwelt! Hier wurde beklagt,
dass insgesamt viel zu wenig für die jungen Leute von Seiten der Stadt getan wird, und natürlich auch,
dass es keine geeigneten Flächen und LocaƟons gibt.
Eine wichƟge Rolle spielten auch 2024 zur Verminderung von nächtlichen Ruhestörungen und bei
Konflikten mit Anwohnern die Türsteher vor den Kneipen. Und da liegt es daran, wie diese ihren Job
ausfüllen (oder manchmal auch weniger) und damit zur Problemlösung beitragen oder eben kaum.
Herausforderungen sind hier konkrete Anweisungen der Betreiber, Personalauswahl, FachkräŌeman-
gel und natürlich wirtschaŌliche Aspekte eines Einsatzes.
Ich bin auch dieses Jahr weiterhin im engen Austausch mit der Altstadt IniƟaƟve Bonn AIB, an deren
Treffen ich teilnehme, und mit dem NachbarschaŌsbüro Mackeviertel. Die „Viertelbar“ in der Wolf-
straße und das Musikprojekt „Kültürklüngel“ sind ebenso in meinem persönlichen Netzwerk wie
Bonn.Pop oder Fabrik45, H114 und Kult 41, das Soundbike, Theater/Oper Bonn und viele mehr.
3.Verwaltung und Behörden
Anfang des Jahres 2024 haƩe ich die Möglichkeit, mich mit der Verwaltungsspitze in einem Termin
mit Frau Dörner zur Altstadt und Lösungsansätzen zu den dringendsten Problemen auszutauschen.
Das Erlernen von den entsprechenden Zuständigkeiten der einzelnen Verwaltungsbereiche, die Zu-
ständigkeiten in speziellen Einzelfällen, verwaltungsrechtliche Grundlagen und Gesetze, sowie die Ab-
läufe innerhalb einer Verwaltung schreiten voran: Der NBM lernt Verwaltung.
Auĩauend auf bereits bestehenden persönlichen Kontak-
ten konnte ich mein Netzwerk mit für die Altstadt relevan-
ten Entscheidern für alle Themen der Altstadt ausbauen.
Die Existenz eines NBM wurde im Stadthaus weiterhin all-
gemein posiƟv aufgenommen.
Zum einen, da der NBM andere Möglichkeiten der Ansprache der einzelnen Akteure und der Kommu-
nikaƟon auf Augenhöhe hat, seine ÜbersetzerfunkƟon in beide Richtungen wahrnehmen kann und
relevante (Hintergrund-)InformaƟonen der Stadtverwaltung zur Verfügung stellen kann. Zum ande-
ren, da mit kleinem Budget dem im ersten Veedelsgespräch und im General-Anzeiger wiedergegeben
Eindruck, die Stadt wisse nichts von den Problemen der Anwohner, es sei ihr „egal“ und sie kümmere
sich nicht, entgegengewirkt werden konnte. Der NBM wird durchaus als erreichbarer Ansprechpart-
ner (der Stadt) für Probleme wahrgenommen und in Anspruch genommen. Viele Kontaktaufnahmen
persönlich, per Email, über Social Media oder auch telefonisch belegen dies.
Auch von meiner Seite war die bisherige Zusammenarbeit mit den Ämtern sehr posiƟv. Gespräche
zum persönlichen Austausch konnten relaƟv kurzfrisƟg vereinbart werden, die Gespräche waren aus-
Gespräche persönlich: 25+
Telefonate, Emails, PMs: 100+Seite 9 von 26
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führlich und beinhalteten sowohl allgemeine Problemlagen, Einschätzungen, das Durchsprechen kon-
kreter Fälle, sowie zunächst allgemeinen Austausch über bereits geplante und eventuelle zukünŌige
Lösungsmöglichkeiten.
Über die Erfahrungen mit prävenƟven und awareness-orienƟerten Konzepten in anderen Städten,
wurde immer wieder gesprochen, z.B. Dortmundguides und hat wohl auch mit dem geplanten Pilot-
projekt „Altstadtguides“ Eingang in das Konzept des Amtes für Bürgerdienste gefunden. (siehe Kapitel
10)
3.1.Amt für WirtschaŌsförderung
Der Honorarvertrag besteht für 2024 weiterhin in einem Umfang von durchschniƩlich 12h/Woche mit
der Stadt Bonn vertreten durch das Amt für WirtschaŌsförderung wurde am 18.12.23 bis 31.12.24
verlängert.
Eine Verlängerung für 2025 ist aufgrund haushalterischer Herausforderungen der Stadt zum jetzigen
Zeitpunkt noch unsicher.
Direkter Ansprechpartner für mich blieb Herr Marquard-Kuron vom Bereich Standortentwicklung. Mit
Frau Appelbe finden Gespräche je nach Bedarf staƩ, sie wird monatlich über mein Einsatzpensum von
mir per email informiert.
Es findet ein regelmäßiger persönlicher, emailmäßiger und telefonischer Austausch zu aktuellen Alt-
stadƩhemen allgemein und konkreten Fällen mit Herrn Marquardt-Kuron staƩ. Über konkrete Pla-
nungen und Veranstaltungen mit dem Nachbürgermeisters ist er informiert, notwendige (geringe)
Sachkosten werden mit ihm abgesprochen. Zudem leitet er für meine Arbeit interessante Events an
mich weiter. Er hilŌ bei Kontakten zu anderen relevanten Verwaltungsbereichen, andererseits kann
ich ihn auf inhaltliche Punkte, die mir in meinem Netzwerk begegnen, informieren.
Ende Juni konnte an den Bonner WirtschaŌsgesprächen des Amtes für WirtschaŌsförderung teilneh-
men und mit anderen Teilnehmern aus Verwaltung, PoliƟk und Bonner StadtgesellschaŌ über meine
Arbeit als Nachbürgermeister sprechen.
3.2.Amt für Bürgerdienste
Mit dem Amtsleiter der Bürgerdienste fand ein persönliches Gespräch sowie ein längeres Telefonat
zum Thema Altstadt im Konzept SOS staƩ. Ein weiterer persönlicher Termin ist für Dezember 2024
zum Thema Altstadtguides bereits fest vereinbart.
3.2.1.Ordnungsamt
Die Zusammenarbeit und der Austausch mit dem Leiter des Stadtordnungsdienstes ist weiterhin re-
gelmäßig und ebenfalls gut. Er fand staƩ in Telefonaten, persönlichen Treffen, Mailaustausch und Ge-
sprächen zu konkreten Fällen und Altstadthemen.
Eine nach meinem ersten Veedelsgespräch von den Nachbarinnen und Nachbarn gewünschte Betei-
lung von Mitarbeitern der Stadt für eine Fortsetzung dieser Gesprächsrunden wurde Anfang 2024 mit
der Teilnahme von Herrn Hessenbruch am zweiten Veedelsgespräch im Februar in der Bonner Alt-
stadt auf dem Podium realisiert.Seite 10 von 26
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Hier stellte er die Arbeitsweise des Stadtordnungsdienstes im Viertel dar, machte auf die ressourcen-
mäßigen LimiƟerungen dabei aufmerksam und stellte sich den teilweise sehr meinungsstarken Vor-
haltungen gegenüber der Stadt von den anwesenden 40 Nachbarinnen und Nachbarn. (siehe 5.1.)
Aktuell sind wir selbstverständlich im Austausch über das Konzept SOS, insbesondere den Teilen, die
die Altstadt betreffen und die Möglichkeit, im Rahmen eines Pilotprojektes über sogenannte Altstadt-
guides. Diese sollen sowohl zur Verbesserung der SituaƟon für die Bewohnerinnen bezüglich Sicher-
heit, Lärm und Müll dienen, die aber gleichzeiƟg auch Ansprechpartner auf Augenhöhe für die Feiern-
den und WirƟnnen und Wirte sein.
Auch hier ist ein weiterer persönlicher Termin zum Thema im Dezember vereinbart.
Für 2025 ist abgesprochen, nach Genehmigung des Konzeptes durch den Stadtrat im Rahmen eines
driƩen Veedelsgespräches Bürgerinnen und Bürger über die speziellen Pläne der Stadt in diesen Be-
reichen für die Altstadt zu informieren.
3.2.2.Gewerbeangelegenheiten, Sondernutzungen
Mit der Sachgebietsleitung und Mitarbeitern gab es regelmäßige Telefonate zu den Themen Außen-
gastronomie und Genehmigungen, allgemeine LärmbeläsƟgungen und Messverfahren.
Im Fall konkreter NachbarschaŌsbeschwerden fand zudem ein vom NBM iniƟierter VororƩermin un-
ter Beteiligung von Verwaltung, Gastronomie und NachbarschaŌ staƩ, der die unterschiedlichen Posi-
Ɵonen an einen Tisch gebracht hat und bereits zu ersten Verbesserungen geführt hat.
Inhaltlich wurden auch allgemeine Problemlagen (Eingang Altstadt, Stadthausparkgarage, Jan-Loh-
Platz, Frankenbadplatz) und weitere konkrete Fälle besprochen.
3.3.Kulturamt
Mit dem Rock- und PopbeauŌragten der Stadt Bonn gab es mehre Treffen auf seinen Veranstaltun-
gen, Telefonate und zwei längere Termine im neuen Büro des Kulturamtes.
Themen waren Status Quo und Entwicklung der Szene, aktuelle Veranstaltungen sowie das Konflikt-
feld Lärm (Grenzwerte, Messungen etc.). Zudem wurde über die Notwendigkeit der Weiterführung
des Amtes Nachtbürgermeister gesprochen.
Durch die Zusammenarbeit konnte mit Hilfe seiner umfangreichen Kontakte das Netzwerk des NBM
weiter ausgebaut werden.
3.4.Polizei und Bezirksbeamter für die Altstadt
Mit dem zuständigen Wachleiter der Polizeiwache Bornheimer Straße fanden zwei persönliche Ge-
spräche und einige Telefonate zu den Problemlagen in der Altstadt staƩ. So machte er mich auch auf
konkrete Beschwerden bei seiner Behörde aufmerksam.
Mit dem scheidenden Bezirksbeamten für die Altstadt fand das zweite Veedelsgespäch auf dem Po-
dium staƩ. Der teilnehmende Polizeihauptkommissar konnte den Nachbarinnen und Nachbarn kon-
krete Fragen zur Präsenz und Einsätzen der Polizei Bonn geben.Seite 11 von 26
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Der Nachfolger in dieser FunkƟon ist seit September 2024 im Amt. Ein persönliches Gespräch und
mehrere Telefonate haben bereits staƩgefunden. Eine Begehung in der Altstadt war geplant, konnte
aber dieses Jahr nicht staƪinden.
3.5.Andere Ämter
Im Kontakt mit anderen Ämtern habe ich an einer internen Veranstaltung zur Neugestaltung Stadt-
hausareals teilgenommen. Das Stadthaus liegt inmiƩen der Bonner Altstadt, und wie auch immer die
Entscheidung über Neubau oder Sanierung ausgeht, es wird großen Einfluss auf das Viertel haben.
Dies gilt ebenso für länger- und miƩelfrisƟge Auswirkungen des Klimawandels. An der Vorstellung des
Klimaplans der Stadt Bonn habe ich teilgenommen und mich in einem Workshop über die konkreten
Entwicklungen in der Altstadt informiert und konnte ihre Sichtweise dort einbringen.
Bei meinem Anliegen einer besseren Sichtbarmachung der Interessen von jungen Leuten in der Alt-
stadt haƩe ich auch einen ersten persönlichen Austausch mit der Kinder- und JugendbeauŌragten der
Stadt Bonn.
4.PoliƟk
Die Bonner KommunalpoliƟk haƩe 2022 im Ausgangsbeschluss zur Einsetzung einer Nachtbürger-
meisterin/eines Nachtbürgermeisters eine dauerhaŌe Existenz des Amtes vorgesehen (Drucksachen-
nummer: 212195-03 - Beschlussvorlage). Auch im aktuellen Beschluss des Stadtrates zum Konzept
SOS, wurde das Konzept inklusive der angeführten notwendigen Maßnahmen, d.h. der Forƞührung
des Nachtbürgermeisters für 2025 beschlossen (Drucksachennummer :240435 – Beschlussvorlage).
4.1.Bezirksvertretung Bonn
Ende Mai wurde ich von der PoliƟk eingeladen, mich vor dem Ausschuss zu einem Bürgerantrag zur
allgemeinen Beschränkungen der Außengastronomie in der Altstadt auf 22:00 Uhr zu äußern.
Die Stellungnahme der Verwaltung im Vorfeld war schon ablehnend. Meine Stellungnahme war es
ebenfalls. Meine zusätzlichen Gründe waren:
 Eine Beschränkung muss sich - wie bisher auch schon - am Einzelfall orienƟeren und darf
nicht pauschal die vielen WirƟnnen und Wirte bestrafen, die sich durch gutes Verhalten und
strenge OrienƟerung an den städƟschen Vorgaben hervortun und immer wieder durch Perso-
nal und Türsteher auf Rücksichtnahme bei den Gästen pochen.
 Außengastronomie ist gerade im Sommer wirtschaŌlich ein wichƟger Faktor für eine im
schwierigen Umfeld befindliche Branche (Preissteigerungen im Einkauf, weiterhin geändertes
Ausgehverhalten nach Corona und durch wirtschaŌliche Unsicherheiten, Personalmangel
etc.). Der sowieso schon bestehende WeƩbewerbsnachteil durch alternaƟve Alkoholausgabe-
stellen würde sich weiter verschlechtern.
 Viele Gäste in der Außengastronomie sind auch Anwohnende
 Eine Reduzierung der Außengastronomie würde mehr Gäste zu den Kiosken verdrängen und
das „Cornern“ fördern. Das berechƟgte Interesse der NachbarschaŌ dort nach weniger Lärm-
beläsƟgung, was immer wieder auch in den Bürgerdialogen an mich herangetragen wurde,
würde die SituaƟon für sie an diesen Orten wesentlich verschlechtern.Seite 12 von 26
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 Durch Gastronomie „bespielte“ Orte sind auch für die NachbarschaŌ in der engen Altstadt
immer besser, als gänzlich unstrukturiertes Cornern mit Boomboxen!
Es gab einige interessierte Nachfragen und Stellungnahmen der Ausschussmitglieder zu meinen Äu-
ßerungen zum Thema. Im Ergebnis wurde der Bürgerantrag für eine allgemeine Reduzierung der Au-
ßengastronomiezeiten auf 22 Uhr in der Altstadt - bis auf eine SƟmme dafür - einsƟmmig vom Aus-
schuss abgelehnt.
4.2.Einzelgespräche
Mit Vertreterinnen und Vertretern (fast aller) Parteien im Rat und in den Ausschüssen vertreten Par-
teien wurden Gespräche über die Arbeit des NBM, Prob-
lemlagen und Möglichkeiten einer Verbesserung der Situa-
Ɵon geführt. Ebenso war natürlich auch das Konzept SOS
und die darin enthaltenden Altstadtguides immer wieder
Thema. Zudem wurden die Kontakte in Social Media ausgebaut.
Interessant war auch ein Austausch mit der Vorsitzenden des Kulturausschusses, die ich diese Saison
am Rande eines Stadtgartenkonzerts am Alten Zoll persönlich kennengelernt habe.
Aktuell bin ich im Gespräch mit verschiedenen Mitgliedern der Bezirksvertretung Bonn und verschie-
denen FrakƟonsvorsitzenden im Stadtrat zur ZukunŌ des Amtes.
5.Bürger:innendialoge
5.1.Zweites „Veedelsgespräch“
Am 29. Februar 2024 veranstaltete ich mein zweites Veedelsgespräch im Seniorenzentrum der Stadt
Bonn in der Breitestraße.
Gäste auf dem Podium waren der Leiter des Stadtordnungsdienstes Herr Hessenbruch und der Be-
zirksbeamte für die Altstadt Polizeihauptkommissar Skut-
nik.
Die Werbung im Vorfeld fand staƩ durch einen eigens ent-
worfenen und in die BrieŅästen der Bonner Altstadt verteilten Flyer und durch Social Media. Auch
eine PressemiƩeilung der Stadt Bonn für die Veranstaltung wurde entworfen und im Bonner General
Anzeiger aufgegriffen.
Die Veranstaltung selber war mit über 40 Anwohnerinnen und Anwohnern gut besucht.
Auf dem Podium wurde durch den Nachtbürgermeister inhaltlich wiedergegeben, was sich seit dem
letzten Veedelsgespräch im September 2023 getan hat und als ein Ergebnis - wie gewünscht - auch
ein Vertreter der Stadt eingeladen wurde.
Mit dem Betreiber des Kiosks am Altstadteigang und seiner Familie haƩe ich ein längeres Gespräch im
Vorfeld, wie er die Lage rund um sein GeschäŌ, die SituaƟon der NachbarschaŌ und seine Bemühun-
gen einschätzt. Er selber wollte nicht an der Veranstaltung teilnehmen, aber ich habe ihm zugesagt,
seine Sicht der Dinge dort vorzutragen, was ich dann während der Veranstaltung auch getan habe.
Gespräche: 27+
Teilnehmerinnen: 40Seite 13 von 26
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Der Bezirksbeamte der Bonner Polizei gab eine Einschätzung zu seiner Arbeit im Viertel und zur allge-
meinen Sicherheitslage.
Der Leiter des Stadtordnungsdienstes Herr Hessenbruch stellte die Arbeit seiner Behörde in der Alt-
stadt dar.
Von den Anwohnerinnen und Anwohnern wurde teils sehr meinungsstark die Lage, was Lärm und
Müll insbesondere am Altstadteingang angeht, themaƟsiert. Konkrete Konflikte zwischen Gastrono-
mie und AnwohnerschaŌ bezüglich Lärm wurden von den Teilnehmenden eher weniger themaƟsiert,
das Kehren vor den Gewerbebetrieben allerdings schon und wer eigentlich für die Sauberkeit dort
verantwortlich ist. Antwort: es ist nicht in der Hauptsache Bonn Orange, sondern Hauseigentümer,
die diese Pflicht an Mieter/Pächterinnen im Erdgeschoß übertragen. Analog zu der eher öffentlich be-
kannten Pflicht, im Winter vor der Haustüre Schnee zu räumen. Ein weiterer KriƟkpunkt der Bür-
ger:innen war, dass es insgesamt viel zu wenig Mülleimer in der Altstadt gibt, z.B. in der Wolfsstraße.
Aus Sicht der AnwohnerschaŌ tut die Stadt weiterhin zu wenig, um ihre Probleme zu lösen (siehe
auch die Darstellung im Erstbericht 2023).
Herr Hessenbruch erklärte ausführlich, dass im Grundsatz die ProblemaƟken in der Stadt durchaus
bekannt seien, aber Lösungen eben nicht so einfach seien wie von den Bürgerinnen und Bürgern ge-
wünscht. Diese Darstellung konnte ich aus meinen Terminen auch mit anderen Ämtern nur bestäƟ-
gen: die ThemaƟken sind komplex, betreffen viele gesetzliche Regelungen, Beweisführungen, die
dann auch gerichtsfest sein müssen, und ganz prakƟsche Herausforderungen der Umsetzung. Einfa-
che Lösungen, die auch von betroffenen Nachbarinnen und Nachbarn oŌ an mich herangetragen wur-
den, gibt es so leider nicht.
Die Teilnehmerinnen schildern auch wiederum ihre Wahrnehmung, das Ordnungsamt fährt im Auto
nur an den Brennpunkten vorbei und würde nichts machen. Die Antwort war, dass seine Behörde ja
zuständig ist für das gesamte Stadtgebiet mit ganz verschiedene Einsätzen und mit den insgesamt ge-
ringen personellen Kapazitäten insbesondere nachts keine dauerhaŌe Präsenz des Ordnungsamtes in
der Altstadt möglich sei.
Seine Ausführungen sƟeßen jedoch auf wenig Verständnis. Ebenso meine Darstellung der mit mir be-
sprochenen Sichtweise des Kiosks und seiner Betreiberfamilie. Dieser haƩe gemeint, er würde sich
immer auch Mühe geben, für mehr Ruhe zu sorgen, und der direkte Konsum von Alkohol vor seinem
Betrieb sei ja durch seine Hinweisschilder klar verboten.
Ein Punkt von meiner Seite war auch, ein Gespräch mit einer jungen Altstadtbesucherin wiederzuge-
ben, die die Lage am Kiosk und allgemein in der Altstadt aus ihrer Sicht darstellte: Sie triŏ sich mit
ihren Freunden zwar am Wochenende abends vor dem Kiosk, man wartet dort auf andere Freundin-
nen und zieht dann weiter in die Kneipen der Altstadt. Das Verständnis des Publikums auch hierfür
war eher gepalten!
Ein anwesendes Stadtratsmitglied sprach gegen Ende des Veedelsgesprächs darüber, wie langwierig
und schwierig Änderungen im poliƟschen Prozess sind, aber auch welche Möglichkeiten die Nachbar-
schaŌ hat, um ihre Interessen besser zu vertreten. Sie riet, mehr mit der KommunalpoliƟk in KontaktSeite 14 von 26
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zu treten, sich an der öffentlichen DebaƩe in der Presse zu beteiligen und die Formate zur Bürgerbe-
teiligung zu nutzen. Ein konkretes Beispiel ihrerseits war der Frankenbad Platz, wo die aus der Bürger-
schaŌ angeregte Öffnung der ToileƩen im Frankenbad zwar auch ein langer Prozess war, aber jetzt
nun bald zu einer Verbesserung der Lage führen soll.
In Einzelgesprächen im Anschluss wurde die Veranstaltung im Grundsatz als posiƟv angesehen,
ebenso die Teilnahme von Vertretern von Stadt und Polizei.
Manche kamen auch auf mich zu und sagten, dass es eigentlich schade sei, dass die posiƟven Seiten
des Viertels, also eines Veedels mit guter Lebensqualität (auch durch die Gastronomie) nur wenig zur
Sprache kam.
Auch nochmal einzelne Probleme so zum Beispiel mangelnde Sauberkeit nach dem Wochenende o-
der aber LichtbeläsƟgungen durch Kioske wurden persönlich besprochen.
Im Nachgang wurde über das Veedelsgespräch auch im General Anzeiger ausführlich berichtet.
5.2.„Auf’n Kaffee mit dem Nachtbürgermeister“
Am 26. Mai startete ich mein neues Format „Auf‘n Kaffee mit dem Nachtbürgermeister“, eine Einla-
dung an Nachbarinnen und Passanten mit dem NBM im
Herzen der Altstadt ungezwungen ins Gespräch zu kom-
men. Ein weiterer Termin war der 28.8.
Am 3. September zum driƩen Termin begleitete mich ein Fernsehteam der Lokalzeit Bonn. Wie dann
später auch im Bericht zu sehen war, kamen Nachbarinnen und ein Gastronom mit ihren Themen zu
Wort. (siehe Bericht Lokalzeit 2).
Am 28.09. konnte ich mit einem Stand am StadƩeilfest des QuarƟersmanagements Mackeviertel vor
dem Frankenbad teilnehmen. Aufgestellt haƩe ich eine Pinnwand mit folgenden Fragen:
ALTSTADT BONN, was ist gut, was ist schlecht, was kann besser werden?
Hier ein Auszug der Post Its:
 Mehr Sicherheit für Frauen* vor sexisƟscher und sexueller BeläsƟgung - tags und nachts
 Vorschlag: Kulturzentren in der Altstadt, Soziokultur
 Gut: neƩ freundlich und entspannt
 Gut: Feste wie das Kirschblütenfest
 Gut: Kneipenszene, neƩe Bars
 Mehr Technoclubs (mit indoor-Raucherecke)
 RichƟge Fahrradstraßen nur Anlieger:innen, Autofrei
 So gut wie jeden Tag kostenlose Kulturangebote 😀
 Mehr Kneipen, die am Wochenende länger auĬaben (dürfen)
 Mehr sozialer öffentlicher Raum für Nachbargespräche, weniger Autos
 Morgens zu viel Müll auf den Straßen!
Die Resonanz in diesem Rahmen war gut, ich haƩe viele Gespräche mit der jungen Zielgruppe, auch
wenn mehr Technoclubs im Veedel wohl eher eine Wunschvorstellung bleiben werden!
Gespräche persönlich: 27+Seite 15 von 26
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Das Format wurde posiƟv beurteilt. Es liefert eine ganz direkte KommunikaƟon 1:1 mit vielen Akteu-
ren in der Altstadt, auch ganz persönliche Probleme mit Betrieben in der NachbarschaŌ konnten ge-
schützt besprochen werden.Durch Ankündigungen auf Bonn.de, im General-Anzeiger und einer Nach-
berichterstaƩung zeigt sich, dass der NBM und (wahrgenommen) die Stadt sich kümmert.
Eine Fortsetzung mit weiteren Terminen steht im Frühling und Sommer 2025 an.
6.Konkrete Fälle
Auf konkrete Fälle kann ich natürlich aus Datenschutzgründen hier nur exemplarisch eingehen.
6.1.NachbarschaŌ und Gastronomische Betriebe
Es wurden Beschwerden aus der NachbarschaŌ im persönlichen Gespräch, per Email oder telefonisch
an mich herangetragen. DarauĬin folgten durch mich Treffen, Telefonate oder weiterer Mailaus-
tausch mit den Personen mit dem Zweck, zunächst einmal die Beschwerde genauer zu konkreƟsieren
und mir einen Eindruck zu verschaffen.
Alleine schon das war in der Wahrnehmung wichƟg: Den NBM kann man leicht und auf Augenhöhe
ansprechen bei konkreten Problemen, da ist jemand von der Stadt bzw. mit guten Kontakten zur Ver-
waltung und der Gastronomie, der mein Problem ernst nimmt und hilŌ. Hier konnte ich schon Tipps
geben, an wen man sich sonst noch wenden kann und in welcher Form.
WichƟg war dabei auch, dass immer wieder Bedenken bestanden, sich unter seinem Namen zu be-
schweren, besonders wenn man naturgemäß im gleichen Haus bzw. der direkten NachbarschaŌ
wohnt. Diese Hürde konnte durch den NBM genommen werden, da immer garanƟert war, dass die
Ansprachen an mich auch immer anonym möglich sind und auch im weiteren Verlauf dies - wenn ge-
wünscht - so bleibt.
Im nächsten SchriƩ erkundige ich mich bei den zuständigen Stellen, ob und was dort schon vorliegt,
und suche dann den Kontakt zum gastronomischen Betrieb, was durch mein Netzwerk mit den Wir-
Ɵnnen und Wirten schnell und einfach möglich ist. Diese werden informiert über die Beschwerden, es
wird über Verbesserungen gesprochen, und in einigen Fällen wurde auch ein direkter Kontakt herge-
stellt.
In einem Fall führte ein NachbarschaŌsbeschwerde nach Gesprächen mit dem adressierten Wirt und
in der NachbarschaŌ zu einem Treffen zwischen Gastronomen, sich beschwerenden Nachbarn sowie
Vertretern der Stadt Bonn. Hier konnte das gegenseiƟge Verständnis gefördert und konkrete Lösungs-
möglichkeiten vereinbart werden, aber auch durch die Stadt Konsequenzen bei weiteren Beschwer-
den aufgezeigt werden. In diesem Fall konnte ein bereits dort längerer Zeit bestehender Konflikt
durch dieses Treffen aller beteiligten Akteure eingedämmt werden, bevor es zu konkreten Maßnah-
men der Verwaltung oder noch schlimmer zu Anzeigen und Gerichtsverfahren kommt.
Es wurden auch konkrete SchriƩe wie z.B. Einstellungen von Musikpegeln und PosiƟon von Boxen mit
betroffenen Nachbarn angepasst und dauerhaŌer schneller direkter Kontakt besprochen. Eine erfolg-
reiche VermiƩlung, deren Bestand sich in der ZukunŌ zeigen wird.Seite 16 von 26
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In einem weiteren Fall, der per Email an mich herangetragen wurde, konnte durch direktes Zusam-
menbringen von NachbarschaŌ und Gastronomie das gegenseiƟge Verständnis gefördert werden und
direkter Kontakt hergestellt werden. Das besondere hier: Die Sprachnachrichten und Mails an mich
von Nachbar und Wirt wurden über mich ausgetauscht, der Nachbar blieb anonym und hat nun durch
die BereitschaŌ, den Whatsappkontakt des Wirts weiterzugeben jederzeit die Möglichkeit von sich
aus, den weiteren Kontakt zu suchen bzw. bei konkreten eventuellen weiteren Störungen sich direkt
an den Wirt zu wenden. Schlichtung online quasi!
Zudem konnte ich auch in einigen Fällen helfen, was z.B. Kontaktherstellung zur Verwaltung oder Ge-
nehmigungen für einzelne Gastrobetriebe angeht.
In Gesprächen mit WirƟnnen und Wirten ging es um Einsätze des Stadtordnungsdienstes, Ordnungs-
gelder wegen Musikbeschallung bei Livemusik, Einschränkungen der Genehmigung für Außengastro-
nomie, Genehmigungen für die Außengastronomie, Nutzungsbeschränkungen für Veranstaltungen,
Personalmangel und wirtschaŌliche Probleme und eventuell anstehende weitere Lärmmessungen im
Viertel.
6.2.KIOSK
Auch im zweiten Bürgergespräch mit dem Leiter des Ordnungsdienstes war der Kiosk am Altstadt Ein-
gang weiterhin für anwesende Nachbarinnen und Nachbarn ein wichƟges Thema.
Hier bleibt eine Verbesserung der SituaƟon weiterhin schwierig.
Allerdings gibt es am Altstadteingang miƩlerweile eine durch den Betreiber selbst in Fenster ge-
hängte Ordnungsverfügung von der Stadt Bonn, die den „gewerbsmäßigem Alkoholverkauf“ mit der
Androhung eines Ordnungsgeldes belegt und sich dabei auch auf die Beschwerden in meinen Vee-
delsgesprächen als Nachtbürgermeister bezieht. Zur Erklärung: Diese bedeutet aber nicht, dass
grundsätzlich kein Alkohol mehr verkauŌ werden darf.
Mein persönlicher Eindruck ist, dass sich die Lage zumindest im Sommer dort vor der Türe und vor
dem Stadthaus (noch) nicht wesentlich verbessert hat.
6..3.Karneval und Fußball EM
Die beiden Großereignisse des Jahres brachten natürlich für die Anwohnerinnen und Anwohner der
Altstadt erhebliche Lärmbelastungen und steigende MüllproblemaƟk mit sich.
Im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung des Landes und der Umsetzung in Bonn für Fernsehüber-
tragungen mit Ton bis 24:00 Uhr, wurde dies meiner Beobachtung vor Ort nach im Grundsatz auch
eingehalten.
Die Karnevalstage inklusive Rosenmontagszug blieben auch im zu erwartenden Rahmen. Die Belas-
tungen sind im Rheinland und in einem Ausgehviertel zu dieser 5.ten Jahreszeit als Brauchtum kaum
zu vermeiden. Bei allzu weiter Auslegung der Feiernden waren Ordnungsamt und Polizei zur Stelle.Seite 17 von 26
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7.young peoples@Altstadt
Bei meinen Gesprächen mit Nachbarinnen und Nachbarn, in der öffentlichen Wahrnehmung und in
der Presse finden die Sichtweise, die Wünsche und Bedürfnisse eines Akteurs in der Altstadt eigent-
lich keine wirkliche Rolle:
die jungen Leute von 18 bis ca. 25 Jahre, die in der Altstadt wohnen, in Bonn studieren und arbeiten,
aus anderen StadƩeilen für das Nachtleben die Altstadt besuchen oder aber auch Touristen aus nah
und fern.
Ist man am Wochenende in der Altstadt unterwegs, ist das tatsächlich die größte Gruppe in Nachtle-
ben. Leider gibt es hierzu keine validen Daten, andere
Städte, die die Nachtökonomie mehr als WirtschaŌsfaktor
betrachten, sind da weiter. (siehe Studie aus StuƩgart)
Vielleicht wäre hier eine genaue staƟsƟsche geographische, universitäre oder städƟsche Analyse sinn-
voll. Immerhin handelt es sich ja hier um schon miƩelfrisƟge Auswirkungen auf das Viertel, die Zu-
kunŌ der Altstadt als Ausgehviertel und ihrer Gewerbebetriebe.
Worum geht es also? Herauszufinden, wie das junge Publikum die Altstadt sieht, sie nutzt, wo sie hin-
gehen, wie sie sich dort fühlen, was sie von der Altstadt allgemein halten und was man verbessern
kann.
Zu diesem Themenbereich habe ich bereits begonnen, strukturierter zu arbeiten:
 Regelmäßige Nachfragen bei der Zielgruppe während sowieso staƪindender Gespräche vor Ort,
in und vor den Kneipen
 Entwicklung eines Fragebogens zum Thema
 Ein erstes mehrstündiges Treffen mit mehreren young peoples Anfang 20, wo wir uns ausgiebig
zu ihren Themen ausgetauscht haben, auch anhand des oben genannten Fragebogens.
 Ein weiteres persönliches Treffen mit einer anderen Gruppe Jugendlicher wird zeitnah staƪinden.
 Gespräche mit Eltern, die Kinder im entsprechenden Alter haben, was diesen in der Altstadt fehlt
und was die Stadt noch tun könnte.
 Treffen mit der zuständigen Kinder- und JugendbeauŌragten der Stadt Bonn
 Gespräche mit jungen Menschen, die bereits im Bereich awareness professionell z.B. auf FesƟvals
unterwegs sind.
 Bei meinem Format „Auf’n Kaffee mit dem Nachtbürgermeister“ konnte ich auch mit jungen Leu-
ten an meinem Stand sprechen, nach ihren Wünschen für die Altstadt fragen und mich über ins-
besondere über das Sicherheitsempfinden von jungen Frauen beim Ausgehen informieren. Diese
haben dann auch ihre Gedanken auf meiner Pinnwand hinterlassen. (siehe 5.2.)
Auch das zukünŌige Thema Altstadtguides adressiert diese Zielgruppe. Denn dabei geht es neben
Verbesserungen bei der LärmproblemaƟk für die Bewohnerinnen und Bewohner auch immer um Si-
cherheitsempfinden, awareness und darum, nachts in schwierigen SituaƟonen niedrigschwellige und
vertrauenswürdige Ansprechpartner auf Augenhöhe zu haben. (siehe 10.1.)
Gespräche persönlich: 20+Seite 18 von 26
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Diese Sichtbarmachung der youngpeoples@altstadt wird 2025 ausgebaut und professionalisiert wer-
den. Ideen und Kontakte dazu sind viele im Ansatz vorhanden.
8.Überregionale Vernetzung
8.1.NRW und Deutschland
Mit vielen Kolleginnen und Kollegen aus NRW und der gesamten Bundesrepublik (Nachtbürgermeis-
terinnen, NachtbeauŌragte, Kulturschaffende etc.) bin ich in der IG Nacht(t)barschaŌ und in
Whatsappgruppen zum Austausch vernetzt, stehe im telefonischen Austausch und habe viele von
ihnen bei Veranstaltungen und in ihrem Arbeitsumfeld auch persönlich getroffen - u.a. während der
Teilnahme am „Fachtag Dialogisches Konfliktmanagement im öffentlichen Raum“ in Dresden (8.2.),
der Jubiläumsfeier der „Coolen Branche“ in Frankfurt (8.3.) und bei mehreren Online Workshops zum
Thema Nachtökonomie, GewaltprävenƟon, StadtmarkeƟng und anderen Themen.
Mit dem Nachtbürgermeister von Hamburg haƩe ich nach einem privaten Besuch einen Erfahrungs-
austausch und Rundgang durch Sankt Pauli. Mit den Kollegen aus Erfurt und Kiel habe ich mich ausge-
tauscht und unter anderem über ihre Projekte, besonders genannt seien hier die Erfurtguides.
8.2.Fachtag: Dialogisches Konfliktmanagement im öffentlichen Raum
Am 11. Und 12. April 2024 nahm ich an einem Fachtag zum Dialogisches Konfliktmanagement im öf-
fentlichen Raum in Dresden teil. Veranstalter war die IU-InternaƟonale Hochschule.
Am Vortag gab es eine Führung durch die Dresdener Neustadt (das Ausgehviertel von Dresden ver-
gleichbar mit der Bonner Altstadt) mit dem Leiter der Nacht(sch)lichter, einem ähnlichen Projekt wie
den Dortmundguides, was ein Vorbild auch für Altstadtguides in Bonn sein kann. Als zweites fand
dann noch ein Rundgang mit dem Ortsamtsleiter André Barth, der dieses Projekt für die Stadt Dres-
den eingeführt hat und betreut, Politkern und Presse staƩ.
Abends kamen wir zu Austausch mit verschiedenen mit dem Nachtleben und Konfliktmanagement
betrauten Kolleginnen und Kollegen aus ganz verschiedenen Bereichen von NachtbeauŌragten bis hin
zu Sozialarbeitern - auch aus der Schweiz - zusammen.
Die LocaƟon des eigentlichen Fachtags war in der Groove-StaƟon in der Dresdener Neustadt mit zu-
nächst verschiedenen Vorträgen zum Thema, u.a. der soziologische Ansatz von Konflikten und der
Umgang damit, die Vorstellung verschiedener Projekte aus Deutschland in diesem Bereich, z.B. die
Nachtlichter in Hannover, ein Projekt in Berlin, die sogenannten Parkläufer und anderes.
WichƟger Punkt war die Vorstellung des Projekts der Dresdener Nachtschlichter durch den Koordina-
tor und leitenden Nachtschlichter und eine Vorstellung der universitären Evaluierung dieses Projektes
durch die IU-InternaƟonale Hochschule von Prof. Dr. Karsten König.
Am NachmiƩag gab es verschiedene Themen-Workshops. Ich wählte den Workshop zur Finanzierung,
der durch den Ortsamtleiter bei der Stadt und eine Mitarbeiterin vom sächsischen Innenministerium
geleitet und durchgeführt wurde. Die Erarbeitung dort lieferte wertvolle InformaƟonen zur organisa-
torischen und finanziellen Aufstellung und den solcher PrävenƟonsprojekte. Mit der Mitarbeiterin des
Ministeriums bin ich in Kontakt bezüglich Förderungen für solche Projekte auch von Bund und ande-
ren Bundesländern.Seite 19 von 26
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In der Nacht beziehungsweise am frühen Morgen konnte ich dann die Nacht(sch)lichter-Teams im
konkreten Einsatz in der Dresdener Neustadt live beobachten.
8.3.5 Coole Branche Frankfurt (Podium)
Anfang Juni wurde ich von der DEHOGA Hessen/Frankfurt zur Vorstellung meiner Arbeit als Nachtbür-
germeister in Bonn auf den Branchenevent „5 Jahre Coole Branche“ nach Frankfurt eingeladen. Die
Coole Branche ist eine gemeinsame Kampagne der Verbände DEHOGA Frankfurt, Frankfurt Hotel Alli-
ance und IniƟaƟve Gastronomie Frankfurt.
Auf dem Podium war ich zusammen mit der stellvertretenden GeschäŌsführerin Luise Parat vom Ho-
tel und GaststäƩenverband Frankfurt Rhein-Main, zwei Clubbetreiberinnen und der zuständigen De-
zernenƟn der Stadt Frankfurt, die einen Nachtrat und daraus eventuell auch einen Nachtbürgermeis-
ter / eine Nachtbürgermeisterin für Frankfurt geplant haben.
Ich stellte inhaltlich dar, wie das Amt Nachtbürgermeister in Bonn aufgestellt ist, was meine Aufgaben
bzw. Schwerpunkte sind und was allgemein - auch für Frankfurt -persönliche und fachliche Eigen-
schaŌen eines Nachbürgermeisters sein sollten - und auch was nicht!
Mein Kollege, der Nachtmanager Nils Runge aus StuƩgart (Mitarbeiter des Pop-Büros und der Wirt-
schaŌsförderung Region StuƩgart), stellte eine ausführliche Studie zur Nachtökonomie vor, eine so-
lide (wenn auch nicht ganz kostengünsƟge) Analyse von Struktur, wirtschaŌlicher Bedeutung und den
Gästen für seine Stadt vor.
Eine solche zahlenbasierte Studie stellt zunächst einmal den Status Quo dar und ist eine belastbare
Grundlage für die Stadt zur Förderung und Steuerung des Nachtlebens. Dies ist relevant für das Image
der Stadt und für die Steigerung der Zufriedenheit ihrer Bürger. Das Nachtleben ist ein wichƟger Wirt-
schaŌsbereich für Tourismus, Steuereinnahmen und Arbeitsplätze.
Auf der Veranstaltung konnte ich mit der WirtschaŌsdezernenƟn/StadträƟn Stephanie Wüst und an-
deren Frankfurter PoliƟkerInnen Gespräche führen, ebenso mit verschiedenen Vertretern der Frank-
furter Hospitality Branche. Mit meinem Kollegen aus StuƩgart wurde der bisher online bestehende
Kontakt ausgebaut. Ein wichƟges Thema für ihn war unter anderem eine bevorstehende gesetzliche
Veränderung der TA Lärm.
9.KommunikaƟon, PR, Öffentlichkeitsarbeit
Eine wichƟge Aufgabe als Nachtbürgermeister war von Anfang an eine offensive KommunikaƟon, um
das Amt des Nachtbürgermeisters zunächst bei allen Akteuren in und um die Altstadt bekannt zu ma-
chen. Dies wurde durch regelmäßige Präsenz im Viertel, Bürgerversammlungen/Veedelsgespräche
und das neue Format „Auf‘n Kaffee mit dem Nachtbürgermeister“, persönliche Gespräche, Besuch
von Veranstaltungen und mit dem Einsatz meiner Social Media Kanäle weiter professionell ausge-
baut.
Aufgegriffen wurde meine Arbeit in Print, Funk und Fernsehen. Es gab mehrere ArƟkel zum Nachtbür-
germeister und zu von mir angesprochenen AltstadƩhemen im General-Anzeiger, 2 Features und ein
Liveinterview bei der WDR Lokalzeit sowie Meldungen bei Radio Bonn Rhein Sieg und dem WDR
(siehe Anhang).Seite 20 von 26
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9.1.Presseamt
Unterstützend wirkte auch das Presseamt der Stadt Bonn mit mehreren PressemiƩeilungen zu mei-
nen Veranstaltungen und als regelmäßiger Ansprechpartner mit den an meiner Arbeit interessierten
Medien für mich.
In Zusammenarbeit mit dem Presseamt wurden eng koordiniert mehrere PressemiƩeilungen zu mei-
nen Veranstaltungen für die Bürgerdialoge herausgegeben, die jeweils auch Eingang in die Berichter-
staƩung des GA haƩen und bei bonn.de auf der Seite der Stadt Bonn und ihrer Facebook-Präsenz ver-
öffentlich wurden.
9.2.Lokalpresse
Im Bonner General Anzeiger erschienen mehrere ArƟkel, die sich auf die Altstadt, die SituaƟon für
NachbarschaŌ und Gastronomen bezogen und die Arbeit des Nachtbürgermeisters aufnahmen, so
z.B. mit einer Infobox. Über das zweite Veedelsgespräch wurde ebenfalls danach ausführlich berichtet
und die Sichtweise von Anwohnerinnen und Anwohner und die Darstellungen des anwesenden Lei-
ters Stadtordnungsdienst dort wiedergegeben. (siehe Anhang)
9.3.WDR Lokalzeit
Mit der WDR Lokalzeit gab es einen Beitrag, der mich auf meiner abendlichen Runde draußen und bei
verschiedenen WirƟnnen und Wirten begleitete und ein Stück über mein Format „Auf`n Kaffee mit
dem Nachtbürgermeister“ auf dem Frankenbadplatz, bei dem auch eine Anwohnerin und ein Gast-
wirt zu Wort kamen.
Zum einjährigen Jubiläum meiner Amtszeit kam dann ein Besuch im Studio mit Liveinterview hinzu
und ein telefonisches Hintergrundgespräch mit dem WDR.
9.4.Social Media
Meine Social Media-Präsenz war weiterhin ein wesentlicher Bestandteil meiner KommunikaƟon mit
Akteuren in der Altstadt, wurde wesentlich ausgebaut und täglich gepflegt. Hier konnte ich direkt und
technologieoffen mit den Menschen in Kontakt treten, erhielt InformaƟonen über die Szene, Veran-
staltungen und Termine und konnte über meine AkƟvitäten informieren sowie für einzelne Veranstal-
tungen und Betriebe in der Altstadt auch werben.
Bei meiner Facebook Präsenz „Altstadt Nachtürger-
meister“ habe ich miƩlerweile 759 relevante
„Freunde“ und 206 Follower (Stand: 25.11.2024) aus
Altstadt, PoliƟk und Verwaltung, auf dem Instagram
Account @altstadt_nachtbuergermeister folgen mir
676 Menschen und ich folge 1213 relevanten Ac-
counts (Stand: 25.11.24). Eigene Beiträge gab es 74.
Neu hinzugekommen ist ein Account auf LinkedIn,
TiKTok ist in Planung, was auch sinnvoll sein wird im Rahmen von youngpeoples@altstadt.
PressemiƩeilungen: 5+
Presse: 12+
Facebook: 759 Freunde, 206 Follo-
wer, eigene Beiträge: 25+
Instagram: 676 Follower, 1213 Kon-
takte, eigene Beiträge: 74+Seite 21 von 26
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9.5.SonsƟge KommunikaƟon
Weiterhin stehe ich selbstverständlich für einzelne Kontakte telefonisch und per privatem Whatsapp
zur Verfügung, was für kurzfrisƟge Absprachen schneller und einfacher ist.
In der offensiven KommunikaƟon wurde die Dienstmütze durch ein großes Banner mit dem eigens
entwickelten Logo für die öffentlichen Veranstaltungen ergänzt.
Mein Netzwerk konnte ich weiter ausbauen und die Kontaktdatenbank der relevanten Akteure in Alt-
stadt, im Umfeld und bei der Stadt Bonn ebenso.
10.Das Konzept Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit in der Altstadt
Das von der Verwaltung vorgelegte Konzept „Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit“ ist miƩlerweile in
den verschiedenen Ausschüssen und in den poliƟschen Parteien beraten worden und abschließend
final mit kleinen Änderungen vom Bonner Stadtrat beschlossen worden.
10.1.Konzept
Es enthält ein Kapitel zur Bonner Altstadt mit einer Bestandsbeschreibung und notwendig vorgesehe-
nen Maßnahmen, die ebenfalls vom Rat beschlossen wurden.
Beschrieben wird die Altstadt/innere Nordstadt als ein „vor allem bei Studierenden und Schüler*in-
nen - beliebtes Kneipenviertel“ mit Problemen im Bereich Lärm und Müll.
Zudem:
„Für die Altstadt wurde in 2023 ein Nachtbürgermeister engagiert. Dieser ist als HonorarkraŌ für 12
Stunden in der Woche beim Amt für WirtschaŌsförderung angestellt. Er soll Menschen, die im Viertel
arbeiten und leben, vernetzen und bei Konflikten vermiƩeln. Die Ordnungsbehörde steht mit ihm in
engem Austausch.“
Unter den weiteren notwendigen Maßnahmen wird genannt:
„Das erfolgreiche gestartete Projekt des Nachtbürgermeisters wird auch in 2025 fortgesetzt.“
10.2.Pilotprojekt Altstadtguides
Unter den vorgesehenen Plänen zur Verbesserung der beschriebenen Probleme wird u.a. die Einfüh-
rung eines Pilotprojektes sogenannter „Altstadtguides“ angekündigt. „Hier gibt es in anderen Groß-
städten (bspw. Dortmund) bereits sehr gute Erfahrungen.“
„Zudem wäre ein enger Austausch mit dem Nachtbürgermeister und den Wirten erforderlich. Das
AuŌreten soll nicht in klassischem Aussehen der Sicherheitsdienste erfolgen. Vielmehr sollen diese
als Ansprechpartner im Sinne von „Altstadt-Guides“ opƟsch und kommunikaƟv wahrgenommen wer-
den.“ Hierzu bin ich mit der Verwaltung im inhaltlichen Austausch.
Durch meine Vernetzung mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Städten bin ich gut informiert
über OrganisaƟon, Ansätze und auch Finanzierung der dort bereits im Einsatz befindlichen Teams die-
ser Art, die ebenfalls an den Dortmundguides orienƟert sind und zur Problemlösung in den Städten
beitragen.Seite 22 von 26
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In meinen Gesprächen mit Verwaltung und PoliƟk habe ich entsprechende Konzepte seit Beginn mei-
ner Amtszeit auch immer angesprochen und grundsätzlich vorgestellt.
Insbesondere was die Stadt Dortmund angeht und die dort im Einsatz befindlichen Dortmundguides
bin ich mit dem NachtbeauŌragten der Stadt Dortmund Chris Stemann schon seit Einführung meines
Amtes im inhaltlichen Austausch. Das Konzept der Dortmundguides wird auf deren Website ausführ-
lich beschrieben.
Sehenswert ist dort ein Fernsehbericht, der den Ansatz in Dortmund, der trotz eines privaten Sicher-
heitsdienstes als AuŌragnehmer der Stadt aus organisatorischen und abrechnungstechnischen Grün-
den sehr kommunikaƟv, prävenƟv, awareness-orienƟert und auf Augenhöhe mit der im Nachtleben
präsenten und feiernden Zielgruppe quasi zusammenarbeitet, gegenüberstellt einer anderen Vorge-
hensweise in Essen, die eine Problemlösung mit bestehenden SicherheitskräŌen und in Uniform re-
pressiver gestaltet. Die entsprechenden Links von Dortmundguides und dieses Videos habe ich im An-
hang aufgeführt.
Andere Konzepte analog zu den Dortmundguides konnte ich mir persönlich anschauen. Zum Beispiel
in der Dresdener Neustadt die schon erwähnten Nacht(!)schlichter, die auch vom Ordnungsamt und
Polizei dort als erfolgreich beschrieben werden und zu weniger Einsätzen geführt haben.
Konkret in einem ArƟkel aus 11/24: „Die genauen Fallzahlen stehen zwar erst im Frühjahr fest, aber
Revierleiter Jürgen Kunath konnte schon heute eine posiƟve Bilanz ziehen. „Die Kriminalität in der
Neustadt ist um zehn Prozent gesunken“, sagte er auf einer Pressekonferenz im Blechschloss vor der
Scheune. Auch die Gewalt- und Rohheitsdelikte seien weniger geworden, wenn auch nicht so stark.“
Eine ähnliche Einschätzung gibt es auch für Dortmund.
Über Projekte in Erfurt („KonzepƟon zur Beruhigung der Erfurter Parkanlagen und Förderung gegen-
seiƟger Rücksichtnahme“ Erfurtguides) und anderen Städten habe ich mich mit den zuständigen Ko-
ordinatoren telefonisch und bei Workshops ausgetauscht und informiert, z.B. auch „Nachtlichter“ in
Hannover oder „Parkläufer“ in Berlin.
Ein wesentlicher Punkt für Alstadtguides in Bonn sind m.E. die grundsätzliche Ausrichtung, personelle
Zusammensetzung, OrganisaƟon und Ausbildung. Zum letzten Punkt stehe ich in Kontakt u.a. mit ei-
nem ehemaligen Kriminalbeamten, der Coachings zur GewaltprävenƟon und DeeskalaƟon anbietet
und auch zu Vereinen, die Awareness-Schulungen z.B. für FesƟvals durchführt.
Zum SchwerpunkƩhema „Awareness Arbeit im öffentlichen Raum Münchens als Beitrag zur subjekƟ-
ven Sicherheit“ von AKIM München habe ich aktuell gerade an einem Netzwerkcafé teilgenommen.
Weitere Netzwerkcafés waren u.a. zum Thema „Kommunales Konfliktmanagement im öffentlichen
Raum; Polizei, Ordnungsdienst und Bürger*innen im Dialog“ - Das Düsseldorfer Projekt EQAL.Seite 23 von 26
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11.Ausblick
Für das Jahr 2025 sind u.a. folgende Punkte vorgesehen:
 selbstverständlich weiterhin regelmäßige Präsenz des Nachtbürgermeisters in der Altstadt
 Mitarbeit an der vom Rat beschlossenen Einführung des Pilotprojektes „Altstadtguides“ aus dem
Konzept Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit
 driƩes Veedelsgespräch (erstes Quartal) mit einem Vertreter des Ordnungsamtes besonders zu
den vorgesehenen Maßnahmen in der inneren Nordstadt
 Fortsetzung des Formats „Auf´n Kaffee mit dem Nachtbürgermeister“ ab Frühling wieder regel-
mäßig auf dem Frankenbadplatz
 Ausbau der Sichtbarmachung der jungen Zielgruppe „young peoples @Altstadt“ mit konkreten
Projekten
 weitere Bearbeitung von bereits laufenden Fällen und Verfahren, wo nöƟg vermiƩelnd und über-
setzend
 Ausbau von Vernetzung in der inneren Nordstadt und in der Stadtverwaltung.
12.Fazit
Der Nachtbürgermeister war auch 2024 ein erfolgreiches Projekt, weit über ein „nice to have“ hinaus.
Der Nachtbürgermeister bleibt eine wichƟge kommunikaƟve SchniƩstelle zwischen der Altstadt mit
Bewohnerinnen und Bewohnern, WirƟnnen und Wirten, anderen Gewerbetreibenden und Akteuren
im Umfeld auf der einen Seite und Verwaltung und PoliƟk auf der anderen.
Er ist ein offener Ansprechpartner auf Augenhöhe für konkrete Probleme und andere Wünsche und
Anregungen der Bürgerinnen und Bürger und wird als engagierter Vertreter der Interessen der Alt-
stadt wahrgenommen. WichƟg ist dabei, dass bei durchaus bestehenden Interessens- und Nutzungs-
konflikten alle beteiligten Parteien wahrgenommen werden, sich äußern können und es (im besten
Fall) zu Kompromissen und Lösungsansätzen kommt.
Durch meine Formate zum Bürgerdialog, meinem regelmäßigen Austausch mit der Gastronomie, dem
Zusammenbringen aller Beteiligten inklusive der Stadt in konkreten Fällen und Gesprächen und Ter-
minen innerhalb von Verwaltung und PoliƟk konnte ich im zweiten Jahr meiner Amtszeit dazu beitra-
gen.
Dabei finde ich weiterhin den Begriff Übersetzer für meine Arbeit treffend.
Ein Übersetzer zwischen Bewohnenden und Gastronomie sowie zwischen Altstadt und Stadthaus:
 Für Nachbarinnen und Nachbarn eine Person, an die man sich jederzeit wenden kann. Ein An-
sprechpartner, der ein offenes Ohr hat bei Problemen und dem man auch zutraut, aufgrund sei-
ner Kontakte einzelne StreiƟgkeiten zu lösen oder wenigstens zu mindern und der dies auch be-
reits gezeigt hat
 Für WirƟnnen und Wirte ein akzepƟerter Ansprechpartner, der als ehemaliger Gastronom auch
die gleiche Sprache spricht und auch ihre Interessen vertriƩSeite 24 von 26
ZWISCHEN- BERICHT
Stand: 26.11.2024
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 Für die Mitarbeiter in der Verwaltung jemand, der auŅommende Konflikte rechtzeiƟg im Blick
hat und Beteiligte rechtzeiƟg zusammenbringen kann, bevor es zu weiteren Verhärtungen zwi-
schen NachbarschaŌ und Gastronomie kommt, verwaltungsseiƟg eingegriffen werden muss und
in letzter Konsequenz auch aufwendige und teure Gerichtsverfahren im Vorfeld vermieden wer-
den können. Es geht hier auch um Präsenz außerhalb normaler Öffnungszeiten, Hintergrundinfor-
maƟonen, andere Sichtweisen und Kontakte im Netzwerk.
 Für die PoliƟk ein kompetenter Gesprächspartner für Themen der Altstadt, der bei Bedarf auch
z.B. in der Bezirksvertretung Bonn um Stellungnahme zur Verfügung steht.
Ein Nachtbürgermeister, der
 in der Szene vernetzt ist
 den Dialog mit Bewohnenden der Altstadt kostengünsƟg und konstrukƟv umsetzt
 das Kümmern der Stadt auch in der Presse transporƟert
 die jungen Leute und ihre Wünsche an die Altstadt vertriƩ
 die Nachtökonomie auch als WirtschaŌsfaktor im Blick hat
 themaƟsch gut vernetzt ist
 auf Augenhöhe ansprechbar und vor Ort sichtbar ist
 als Bönnscher Jung ein guter Typ ist.
Dass der NBM eine wichƟge FunkƟon hat und Einsatz, Vorgehensweise sowie Ergebnisse auch gese-
hen werden, wurde mir von allen Gesprächspartnerinnen so widergespiegelt. Die Beurteilung des
Amtes und meiner Arbeit war posiƟv!
Gerade für 2025, wenn weitere und neue Maßnahmen zur KonfliktredukƟon durch die Stadt in der
Altstadt in Planung sind (u.a. Altstadtguides) ist eine weitere VersteƟgung des Amtes und eine Mitar-
beit des Nachtbürgermeisters wichƟg. Auch da hier manche Maßnahmen kriƟsch betrachtet werden,
in der Diskussion sind und oŌ verkürzt/selekƟv dargestellt werden.
Die Einstellung der finanziellen MiƩel in den kommenden Haushalt ist poliƟsch beschlossen und in-
haltlich weit mehr als ein „nice to have“.
MEIN MOTTO bleibt bestehen:
Liebe deine Stadt, insbesondere die Altstadt.Seite 25 von 26
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ANHANG
Weiterführende Links
Presse zum NBM
hƩps://www.ardmediathek.de/video/lokalzeit-aus-bonn/ein-jahr-bonner-nachtbuergermeister/wdr-
bonn/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNjZmYzgxMjMtNzg3NS00YTUzLWE4NGUt-
MjY0NGE2YjRkODBj
hƩps://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/nachbuergermeister-bonn-bilanz-video-100.html
hƩps://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/nachbuergermeister-bonn-bilanz-100.html
hƩps://ga.de/bonn/stadt-bonn/stadthaus-bonn-anwohner-kriƟsieren-ruhestoerungen-nachtbuerger-
meister_aid-104622243
hƩps://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonn-buerger-klagen-ueber-laerm-und-muell-in-der-altstadt_aid-
108057937
PMs
hƩps://www.bonn.de/pressemiƩeilungen/august-2024/nachtbuergermeister-laedt-zur-sprech-
stunde.php
hƩps://www.bonn.de/pressemiƩeilungen/september-2024/stadƩeilfest-am-frankenbad-in-der-bon-
ner-nordstadt.php
Überregionale Vernetzung
hƩps://www.dortmund.de/newsroom/pressemiƩeilungen/landesweites-netzwerk-%E2%80%9Eig-
nachtbarschaŌ-gruendet-sich-in-dortmund-2.html
hƩps://coolebranche.de/
hƩps://coolebranche.de/blog/jahrestreffen-2024
Altstadtguides in anderen Städten
hƩps://de.wikipedia.org/wiki/Awareness-Team
hƩps://do-guides.de/
hƩps://youtu.be/9WFnuZQrwQU
hƩps://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemiƩeilun-
gen/2021/07/pm_014.php?pk_kwd=news
hƩps://www.neustadt-Ɵcker.de/215515/aktuell/dresden-neustadt-nachtschlichter-konzept-erfolg-
reich
hƩps://www.iu.de/forschung/projekte/evaluaƟon-nachtschlichter-dresden/
hƩps://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Hamburgs-erster-NachtbeauŌragte-
Unterwegs-mit-Sascha-Bartz,hamj148780.htmlSeite 26 von 26

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Datenstand: 03.11.2026, 06:53 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de