242253-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Neue Sicherheitssperren auf dem Bonner Weihnachtsmarkt, Stellungnahme der Verwaltung
Kerndaten
- Nummer
- 242253-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 19.01.2025
- Letzte Änderung
- 02.11.2026
Orte
- Pützchen Hauptort
- Maximilianstraße
- Brüdergasse
- Wenzelgasse
- Friedensplatz
- Budapester Straße
- Sternstraße
- Martinsplatz
- Münsterplatz
- Markt
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
- Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 242253-01 ST Die OberbürgermeisterinDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 33 Bürgerdienste Dezernat: Dez. I Neue Sicherheitssperren auf dem Bonner Weihnachtsmarkt, Stellungnahme der Verwaltung Beratungsfolge Hauptausschuss Kenntnisnahme Rat Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: 1. Wie viele der neuen Sicherheitssperren statt Betonquadern kommen in der Bonner Fußgängerzone anlässlich des Weihnachtsmarktes 2024 zum Einsatz, ist deren Einsatz auch bei anderen Veranstaltungen der Stadt geplant und wenn ja welchen? Die Bundesstadt Bonn hat für 2024 das Sicherheitskonzept überarbeitet und alle möglichen Zufahrten zur Veranstaltungsfläche mit Sperren versehen. Im Rahmen präventiver Maßnahmen sollen wirksame Zufahrtssperren dazu beitragen, ein schnelles Befahren unbefugter Fahrzeuge entlang bestimmter Zuwege zu verhindern. In den Vorjahren wurden signifikante Zuwege ausgewählt, die von den Besuchern erfahrungsgemäß stark frequentiert werden und auf denen zugleich hohe Geschwindigkeiten von Fahrzeugen aufgebaut werden können. Die Zufahrtssperren wurden durch das Setzen von Betonblöcken erreicht. Die Zufahrt zur Innenstadt wurde seit Jahren an 4 Hauptzufahrtwegen nach Ende des Lieferverkehrs gesperrt. In 2023 wurden aufgrund der abstrakten Gefährdungslage bereits kurzfristig weitere Zufahrtswege gesperrt. Hierzu gehörten Sperren durch Betonblöcke mit Drahtseilen an der Maximilianstraße, Gerhardt- von-Are Straße und der Gabelung Brüdergasse/Wenzelgasse. Der Einfahrbereich Friedensplatz (von der Budapester Straße kommend Richtung Sternstraße), der gradlinig zum Veranstaltungsgelände führt, wurde bspw. mit drei Betonblöcken versperrt, die zur Durchfahrtssperre mit zwei Stahlseilen verbunden war. Im Einfahrbereich Martinsplatz zum Münsterplatz verengten ebenfalls Betonblöcke die Durchfahrt auf den Münsterplatz. Bei der Aufstellung wurden die Belange der FeuerwehrSeite 1 von 3 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) (Musteraufstellung für LKW-Schikanen) berücksichtigt. Im Jahr 2024 hat die Bundesstadt Bonn im Rahmen der Erprobung eines neuen Zufahrtssystems eine Kombination von Armis-One-Sperren wie auch aus Betonquadern zur Sicherung der Veranstaltungsfläche durchgeführt. Die Veranstaltungsfläche wurde an 12 Zufahrtsstellen umfassend abgesperrt, so dass Fahrzeuge während der Veranstaltung keine Zufahrtsmöglichkeiten hatten. Über die genaue Anzahl von Sperren und der genutzten Betonblöcke wird mit Hinweis auf das Sicherheitskonzept nicht genauer eingegangen. 2. Sind die neuen Sperren angemietet und wenn ja, Kosten in welcher Höhe entstehen hierfür im Vergleich zur Absicherung mit Betonquadern? Bei den neuen Sperren handelt es sich um den mobilen Zufahrtsschutz „Armis One“ der Firma Consel. Diese sind zertifiziert nach ISO 22343- 1:2023 und DIN SPEC 91414.1 mit 7,2t@48km/h, inkl. Verschiebe- und Manipulationstests (MK2) mit einer Eindringtiefe von 8,3 Metern und Verschiebung von unter 10 cm. Die Sperren wurden in diesem Jahr angemietet, um diese auf Zweckmäßigkeit und Bedienungsfreundlichkeit zu testen. Insgesamt wurden für die Sicherheitsmaßnahmen an den Zufahrtsstellen („Armis-One“-Sperren und Betonklötze) während des Veranstaltungszeitraumes des Weihnachtsmarktes 96.000 Euro aufgewendet. Hierbei ist zu beachten, dass sich die Kosten aus verschiedenen Faktoren zusammensetzen (z.B. Transportkosten, Mietdauer). Aufgrund des veränderten Sicherheitskonzeptes und der unterschiedlichen Sicherheitssysteme kann eine direkte Vergleichbarkeit nicht hergestellt werden. 3. Welche Überlegungen haben seitens der Stadt zur Einführung neuer Sicherheitssperren geführt? Die Sicherheitsthematik wird immer wieder überprüft und das Sicherheitskonzept jährlich weiterentwickelt. Dies führte dazu, dass eine veränderte Sicherheitsstrategie als dringend angeraten erkannt wurde, was entsprechend eine Anpassung der umzusetzenden Maßnahmen zur Folge hatte. Eine der wesentlichen Veränderungen betraf die Zufahrtssperren und die hierfür genutzten Systeme. Die Betonblöcke, einschließlich der zwischen ihnen eingespannten Drahtseile, sind nicht mehr als der neueste Stand der Technik anzusehen und werden auch inSeite 2 von 3 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Fachkreisen sehr kritisch betrachtet. Die momentan höchsten und gleichzeitig praktikablen Sicherheitsstandards sieht die Stadt Bonn in den aktuell eingesetzten Sperren. Entsprechend wurden, nach Sichtung verschiedener Zufahrtssperren, Modellen, Techniken wie auch Anbietern, die „Armis One“-Zufahrtssperren als beste Maßnahme identifiziert, um die Sicherheit auf dem Veranstaltungsgelände bestmöglich zu gewährleisten. Das Modell „Armis One“ ist aufgrund der effektiven Abwehr, der niedrigen Eindringtiefe in die Veranstaltungsfläche wie auch bei der Bedienbarkeit aktuell als Marktführer anzusehen. 4. Bestehen Überlegungen, die neuen Sicherheitssperren seitens der Stadt zu erwerben und wenn ja, - wie stellt sich die Amortisationszeit angesichts der Häufigkeit der geplanten Einsätze dar, - könnte dadurch auf den Einsatz von Betonquadern gänzlich verzichtet werden? Die Bundesstadt Bonn kann sich sehr gut vorstellen diese Art von Sicherheitssperren anzuschaffen, um sie auch bei anderen Veranstaltungen einsetzen zu können. Aktuell besteht von Seiten der Firma noch Anpassungsbedarf der einzelnen Modelle, um die Bedürfnisse unserer Veranstaltungen entsprechend zu erfüllen. Im Nachgang zur Veranstaltung werden das Marktamt der Stadt Bonn wie auch die Firma Consel über mögliche Modifikationen der Zufahrtssperren sprechen. Je nach Häufigkeit der Nutzung (mindestens Pützchens Markt und Weihnachtsmarkt) ist mit einer Amortisationszeit von 3 bis 4 Jahren nach Kauf zu rechnen. Es ist beabsichtigt, bei umfassender Nutzung der Armis-One-Sperren auf Betonklötze gänzlich zu verzichten. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:05 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de