242249 · Mitteilungsvorlage
Kommunale Konferenz Alter und Pflege der Bundesstadt Bonn - Tätigkeitsbericht für das Jahr 2024
Kerndaten
- Nummer
- 242249
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 19.12.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 242249 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V Kommunale Konferenz Alter und Pflege der Bundesstadt Bonn - Tätigkeitsbericht für das Jahr 2024 Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 23.01.2025 Kenntnisnahme Mitteilung: Gemäß § 8 Absatz 5 Alten- und Pflegegesetz Nordrhein-Westfalen (APG NRW) ist dem zuständigen Ministerium zum 31. Dezember eines jeden Jahres über die Ergebnisse der Beratungen der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege zu berichten. Vorab wird der Tätigkeitsbericht den Mitgliedern des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit zur Kenntnisnahme vorgelegt. Bericht über die Arbeit der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege: Die Kommunale Konferenz Alter und Pflege hat im vergangenen Jahr am 6. November 2024 getagt. Inhalte der Sitzung waren: Bericht zum Behindertenpolitischen Teilhabeplan Frau Silkens berichtet zum aktuellen Stand hinsichtlich des Behindertenpoliti- schen Teilhabeplans: Arbeitsgruppenphase Im Rahmen der Weiterentwicklung des Behindertenpolitischen Teilhabeplan „Bonn Inklusiv“ startete die Arbeitsgruppenphase am 26. April 2023. In den Arbeitsgruppen haben sich Vertretende der Kommunalpolitik, Verwal- tung, Verbände der freien Wohlfahrtspflege und Organisationen der Selbsthilfe in Bonn, die Behindertenbeauftragte der Stadt Bonn (Behinderten- Gemeinschaft Bonn e.V.) und aus der Bürgerschaft sowie weitere Expertinnen und Experten zum jeweiligen Lebensbereich beteiligt. Die Arbeitsgruppen zu den sieben Lebensbereichen („Barrierefreiheit im weites- ten Sinne“, „Familie, Kinder, Bildung“, „Wohnen“, „Teilhabe am kulturel-Seite 1 von 5 Seite 2 len/gesellschaftlichen Leben“, „Arbeit“ und „Gesundheit/Pflege“) und eine Ar- beitsgruppe aus der Mitte des Projektbeirates „übergreifende Themen“ haben sich bis zu vier Mal getroffen (bis April 2024). Das Gremium Projektbeirat Behindertenpolitischer Teilhabeplan hat alle Statio- nen eng begleitet. Es hat sich im Vorfeld der regulären Gremiums-Sitzungen zusätzlich in fünf Arbeitstreffen mit den Ergebnissen aus den Lebensbereichs- Arbeitsgruppen beschäftigt, diese besprochen und zur Beschlussfassung im Gremium Projektbeirat vorbereitet (Dezember 2023 bis Mai 2024). Inzwischen sind die Ergebnisse aller Arbeitsgruppen im Gremium Projektbeirat beraten. Nun sind die Handlungsempfehlungen und Standard-Empfehlungen identifiziert und beschlossen, die in den weiterentwickelten Teilhabeplan aufge- nommen werden sollen (zuletzt in der Sitzung am 3. Juli 2024). Die Arbeitsgruppen-Phase im Rahmen der Weiterentwicklung des Behinder- tenpolitischen Teilhabeplan ist abgeschlossen. Anzahl Handlungsempfehlungen: Es sind rund 100 Handlungsempfehlungen entstanden, die nach dem Willen des Projektbeirates Behindertenpolitischer Teilhabeplan Eingang in den weiter- entwickelten Teilhabeplan finden sollen. Auf den Bereich „Gesundheit und Pfle- ge“ beziehen sich zehn Handlungsempfehlungen. Übersetzung in Einfache Sprache und Verständlichkeitsprüfung Alle Handlungsempfehlungen werden derzeit in einfache Sprache übersetzt. Dies erfolgt, damit eine möglichst große Anzahl von Menschen sich die Inhalte der Handlungsempfehlungen bereits beim ersten Lesen erschließen kann. Dies erreicht nicht nur Menschen mit und ohne Behinderungen leichter, sondern auch Menschen, die zum Beispiel einen Migrationshintergrund haben und/oder eine andere Muttersprache haben. Auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten mindert die Verwendung von einfacher Sprache vorhandene Sprach-Barrieren. Die Gruppe der „Texthelden und Textheldinnen“ - koordiniert durch die Behin- derten-Gemeinschaft Bonn e.V. als städtische Behinderten-Beauftragte - prüft, ob die Texte verständlich sind. Die Gruppe setzt sich zusammen aus Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen (kognitive, körperliche, Sinnesbehinde- rung). Gespräche mit den umsetzenden Stellen Die Arbeitsgruppen und das Gremium Projektbeirat Behindertenpolitischer Teil- habeplan haben auch die Frage, in welchem Zeitrahmen eine künftige Umset- zung der einzelnen Handlungsempfehlungen erfolgen könnte, besprochen. Hierzu sind Gespräche mit den künftig umsetzenden (Fach-) Stellen vorgese- hen. Gleichzeitig wird in diesem Rahmen nicht nur über die zeitliche Zuord- nung, sondern auch über die erforderlichen Ressourcen zu sprechen sein. Die- se Ergebnisse sollen im künftigen, weiterentwickelten Teilhabeplan zur jeweili- gen Handlungsempfehlung/Maßnahme abgebildet werden. weiterer geplanter AblaufSeite 2 von 5 Seite 3 Sobald der vollständige weiterentwickelte Teilhabeplan fertiggestellt ist und in Einfache Sprache übersetzt ist, wird dieser dem Projektbeirat Behindertenpoliti- scher Teilhabeplan vorgelegt. Im Anschluss daran ist der Weg durch die ent- sprechenden Fach-Ausschüsse vorgesehen und letztlich die Vorlage an den Rat zur Beschlussfassung. Hinweis Es erfolgte und erfolgt weiter eine den Prozess begleitende Öffentlichkeitsarbeit (siehe auch: www.bonn-macht-mit.de/Beteiligungen/bonn-inklusiv). Bericht aus der Altenhilfe Markt der Möglichkeiten 2025 Unter Bezug auf den in der vergangenen Novembersitzung diesbezüglichen, sehr positiven Austausch zu dem nach längerer Pause in 2023 wieder durchge- führten „Markt der Möglichkeiten“ ist zu berichten, dass die Vorbereitungen für den kommenden Markt fachbereichsbezogen langsam wieder anlaufen. Der Termin für das Jahr 2025 ist der 19. September 2025; die Veranstaltung findet wieder auf dem Münsterplatz statt. Arbeitskreis (AK) Demenz – Fachtag Demenz und Pflege Frau Oepen freut sich, berichten zu können, dass der erneute Antrag des Ar- beitskreis Demenz auf Netzwerkförderung durch die Landesverbände der Pfle- gekassen in Nordrhein-Westfalen (NRW) auch im Jahr 2024 wieder positiv be- schieden wurde und der AK erneut projektbezogene Mittel in Höhe von 25.000 Euro erhalten hat. Aus diesen Mitteln wurde durch den AK Demenz ein kostenfreier „Fachtag De- menz und Pflege“ mit namenhaften Dozenten für Mitarbeitende in der Pflege und Betreuung initiiert und organisiert, der am 31. Oktober 2024 im Haus der Evangelischen Kirche stattfinden sollte. Es konnten Dozenten für jeweils drei parallele Workshops gleichen Inhaltes vormittags und nachmittags gewonnen werden: • für das Thema Validation die Tochter der Begründerin der Validation Naomi Feil und Geschäftsführung des Validation Training Institute VTI, Vicki de Klerk, und die zertifizierte Ausbilderin und Leiterin des Zen- trums für Validation Bürgerspital Wachenheim, Hedwig Neu • für das Thema Person-zentrierte Pflege nach Tom Kitwood die Autorin und Dozentin in der Fort- und Weiterbildung pflegespezifischer Themen der Gerontopsychiatrie, Rita Löbach • für das Thema Expertenstandard zur Beziehungsgestaltung in der Pfle- ge von Menschen mit Demenz der Dozent, Autor und Mitgestalter des Expertenstandards Christian Müller-Hergl Mangels ausreichender Anmeldungen musste die ursprünglich geplante, große Veranstaltung im Haus der Evangelischen Kirche jedoch bedauerlicherweise abgesagt werden.Seite 3 von 5 Seite 4 Um die circa 25 angemeldeten Personen jedoch nicht zu enttäuschen, hat der Leiter der Fachstelle Alter und Pflege dann anstelle dieser großen Veranstal- tung kurzfristig einen Vormittags-Workshop zum beliebtesten Thema „Person- zentrierte Pflege“ mit Frau Löbach in der städtischen Begegnungsstätte St. Ae- gidius und St. Jakob organisiert, sodass letztendlich doch immerhin 22 in Pfle- ge und Betreuung Tätigen neue Impulse zum Themenfeld Demenz mit auf den Weg gegeben werden konnten. Dies wurde sehr geschätzt und alle Beteiligten äußerten sich sehr positiv über diese Ersatzveranstaltung. Anerkennungs- und Förderungsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (AnFöVO) Angebote zur Unterstützung im Alltag (Einzel- oder Gruppen- Betreuungsangebote für pflegebedürftige Personen, Entlastungsangebote im Alltag, individuelle oder auch hauswirtschaftliche Hilfen sowie Unterstützungs- angebote für pflegende Angehörige) stellen einen wichtigen kleinen Baustein in der Betreuung und Versorgung hilfe- und pflegebedürftiger Menschen dar – die rechtliche Grundlage hier ist die AnFöVO. Um ein einheitliches Qualitätsniveau der angebotenen Leistungen zu gewähr- leisten, sieht die AnFöVO als Voraussetzung für eine Erstattung der Kosten durch die zuständigen Pflegekassen der Versicherten eine formale Anerken- nung der einzelnen Unterstützungsangebote im Alltag vor, eine Aufgabe, die in der Fachstelle Alter und Pflege wahrgenommen wird. Aktuell gibt es in Bonn 82 Anbietende (drei Angebote befinden sich noch im Anerkennungsverfahren), größtenteils Einzelanbietende, die untereinander auch nicht vernetzt sind. Um diese wichtige Vernetzung, aber auch einen einheitlichen Informations- und Wissensstand zu fördern, hat die Fachstelle Alter und Pflege in Kooperation mit dem Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Köln und südliches Rheinland am Freitag, den 11. Oktober 2024, erstmalig einen mehrstündigen Workshop (Fachthemen waren unter anderem: Überblick Leistungen Pflegeversicherung, Ausblick auf Änderungen durch das ab 2025 geplante Pflege- und Entlastungs- gesetz) mit zwei Dozenten ausgerichtet, der bei den 62 Teilnehmenden auf breite Begeisterung gestoßen ist. Insofern hat der Fachbereich beschlossen, zukünftig regelmäßige Veranstal- tungen dieser Art für die Anbietenden der niedrigschwelligen Leistungen zu organisieren Austausch Ambulante Dienste Die Fachstelle Alter und Pflege hatte am 29. Oktober 2024 alle Ambulanten Dienste zu einem offenen Austausch eingeladen und dieser Einladung sind erfreulicherweise trotz in dieser Branche besonders enger Terminkalender acht Dienste mit zehn Teilnehmenden gefolgt. Auch dieses Treffen wurde von allen Beteiligten ausgesprochen positiv aufgenommen und eine Weiterführung des gemeinsamen Austausches begrüßt. Im Frühjahr 2025 wird die Fachstelle dementsprechend einen zweiten Aus- tausch organisieren. Abschlussbericht zum Projekt „Miteinander – Füreinander“ des Malteser Hilfsdienstes e.V.Seite 4 von 5 Seite 5 Frau Westenburger stellt den Abschlussbericht zum o.g. Projekt mittels einer Präsentation vor. Bericht aus dem Bereich Pflegeplanung im Amt für Soziales und Wohnen Frau Westenburger stellt Aktuelles zur Pflegeplanung mittels einer Präsentation vor. Aktuelles aus dem Bereich der Pflegeausbildung Frau Kühnle stellt Aktuelles zur Pflegeausbildung mittels einer Präsentation vor. Anlage/n KeineSeite 5 von 5
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:41 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de