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242248 · Beschlussvorlage

Beschlüsse zu den Ergebnissen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Vorplanung des ZOB

Nummer
242248
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
17.01.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg Hauptort
  • Maximilianstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Kaiserplatz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Hauptbahnhof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Quantiusstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Rabinstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Thomas-Mann-Straße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Am Hauptbahnhof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Kaiserstraße Straße· Südstadt, Bonn
  • Wesselstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Gangolfstraße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Poppelsdorfer Allee Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Thomastraße Straße· Weststadt, Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte
  • Hardtberg Stadtbezirk
  1. Sitzung des Rates 08.05.2025 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 26.03.2025 Empfehlung
  3. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 02.04.2025 Empfehlung
  4. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 06.05.2025 Empfehlung
  5. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 08.04.2025 Empfehlung
  6. Sitzung des Hauptausschusses 29.04.2025 Empfehlung
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Untergeordnet

  1. 242248-02 AA Änderungsantrag der Koalition - Beschlüsse zu den Ergebnissen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Vorplanung des ZOB Antrag zur Vorlage 242248
  2. 242248-01 ST Beschlüsse zu den Ergebnissen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Vorplanung des ZOB
  3. 242248-04 ST Beschlüsse zu den Ergebnissen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Vorplanung des ZOB
  4. 242248-03 AA FDP-Änderungsantrag: Beschlüsse zu den Ergebnissen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Vorplanung des ZOB Antrag zur Vorlage 242248

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Beschlussvorlage
öffentlich
242248
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Beschlüsse zu den Ergebnissen der
Öffentlichkeitsbeteiligung zur Vorplanung des ZOB
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 21.01.2025 Empfehlung
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 22.01.2025 Empfehlung
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
23.01.2025 Empfehlung
Bezirksvertretung Bonn 04.02.2025 Empfehlung
Hauptausschuss 06.02.2025 Empfehlung
Rat 13.02.2025 Entscheidung
Begründung der Eilbedürftigkeit:
Ein politischer Beschluss ist erforderlich, der die Planungsgrundlage für die
weiteren Planungsphasen darstellt. So lange dieser nicht vorliegt, kann keine
inhaltliche Bearbeitung des Projektes erfolgen und es kommt zu
Verzögerungen im Planungsablauf. Aus einer Verzögerung würden zudem
auch Kostensteigerungen bspw. durch die allgemeine Preisentwicklung im
Bausektor entstehen.
Aufgrund eines Workshops zwischen Politik, beauftragtem Planungsbüro und
Verwaltung am 14.01.2024 und ggf. daraus resultierenden Ergebnissen, die in
der Beschlussvorlage Beachtung finden müssen, konnte die Vorlage nicht
fristgerecht eingereicht werden.
Beschlussvorschlag
1) Die Integration und Umsetzbarkeit der im Beteiligungsverfahren
aufgekommenen Aspekte wird gemäß Anlage 5 im weiteren Planungsverlauf
geprüft.
2) Die Verbindung der B-Ebene mit der Mittelinsel erfolgt - wie im Rahmen der
Vorentwurfsplanung beschlossen - über zwei redundante Aufzüge, feste
Treppe und Rolltreppen.
3) Eine gut einsehbare Fahrradtiefgarage mit höchstmöglicher Stellplatzzahl
inklusive Fahrradrampe wird realisiert.
4) Die geplante Radverkehrsführung entlang der Maximilianstraße wird weiter
geplant.
5) Für die örtliche Szene wird unter Wegnahme entsprechender Bus-
Pausenplätze eine Aufenthaltsfläche zwischen Pausenplätzen, FahrradrampeSeite 1 von 116
Seite 2
und Südunterführung (sogenannte Dreiecksfläche) eingerichtet. Sollte die
Fläche seitens der Szene nicht angenommen werden, ist die nachträgliche
Einrichtung des Pausenplatzes für den Bus zu gewährleisten. Entsprechende
Kapazitäten für Bus-Pausenplätze sind weiterhin am Kaiserplatz vorzuhalten
und dort barrierefrei auszubauen.
Begründung:
1. Einleitung
Im Zeitraum vom 17.05.2024 bis 01.08.2024 fand die Beteiligungsphase der
Bonner Bürger*innen sowie relevanter Stakeholder zur Neuplanung ZOB statt.
Grundlage für die Beteiligung war der getroffene Beschluss zur
Vorentwurfsplanung in der Ratssitzung am 14.03.2024.
Die Verwaltung hat im Rahmen der Mitteilungsvorlage DS 232044-04 über die
Bestandteile der Öffentlichkeitsbeteiligung informiert. Das gesamte
Beteiligungsverfahren inklusive der relevanten Ergebnisse ist im
Abschlussbericht sowie den dazugehörigen Anhängen im Einzelnen
nachzulesen, die dieser Beschlussvorlage als Anlagen beigefügt sind. (Anlagen
1 bis 4).
2. Wesentliche Ergebnisse der Bürgerbeteiligung:
Generell zielen zahlreiche Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger auf den
Ist-Zustand und die damit einhergehenden bekannten Mängel und Defizite des
derzeitigen ZOB ab. Darauf aufbauend wurden Wünsche und Anregungen
formuliert. Weitaus weniger wurde die aktuelle Vorentwurfsplanung
kommentiert.
Darüber hinaus wurden häufig Aspekte genannt, die erst im weiteren
Planungsverlauf geprüft und eingearbeitet werden können (vgl. hierzu auch
Anlage 5).
Im Vorfeld der Beteiligung wurden die folgenden fünf Fokusthemen identifiziert,
auf deren Basis das Beteiligungskonzept sowie die dazugehörigen Fragen
formuliert wurden. Im Rahmen der qualitativen Auswertung wurden alle
Antworten, die in Textform eingegangen sind, analysiert und den jeweiligen
Fokusthemen zugeordnet. Es sind folgende Ergebnisse zu nennen:
Sicherheit;
• Wunsch nach klaren Wegebeziehungen und einer ausreichenden
Beleuchtung
• Unübersichtlichkeit trägt im Bestand zu Unsicherheitsgefühl bei
• ansässige „Szene“ trägt zu einem negativen Sicherheitsgefühl bei. Ein
Ausweichplatz für die Szene im Umfeld wurde angeregt.
• mehr Sicherheits- und Kontrollpersonal direkt vor Ort, Notfallsäulen
sowie Überwachungskameras
• generelles Drogen- und Alkoholverbot
Aufenthalt:Seite 2 von 116
Seite 3
• mangelnde Sauberkeit
• Wunsch nach mehr Mülleimern, ggf. mit größerem Fassungsvermögen,
sowie eine häufigere Reinigung vor Ort
• Wunsch nach einer öffentlichen WC-Anlage
• mehr Witterungsschutz vor Sonne, Regen und Wind
• mehr Grün/Begrünung
• ausreichend Sitzgelegenheiten
• Weitere Vorschläge: Bäckerei/Café, Imbissangebote,
Trinkwasserspender, beheizter/klimatisierter Fahrgastaufenthaltsraum,
moderne und zweckmäßige Gestaltung mit einer hellen, offenen
Bauweise
Mobilität für alle:
• Beeinträchtigung der Barrierefreiheit (begrenzte Platzverfügbarkeit an
Bussteigen, fehlendes Leitsystem inkl. akustischer Unterstützung)
• Wunsch nach mehr Orientierung in Form von Beschilderungen und
Anzeigetafeln, breiteren Bussteigen sowie ausreichender Beleuchtung
• Wunsch nach klarer Trennung zwischen den einzelnen
Verkehrsteilnehmenden
• Anregungen: Ausweisung einer Fußgängerzone, Einführung von
Schrittgeschwindigkeit für alle Verkehrsteilnehmenden
• Reduzierung des Verkehrs im ZOB sowie vor dem Hauptbahnhof, da
viele unterschiedliche Verkehrsträger aufeinandertreffen
• Vereinzelt wird die Wiederöffnung des ehemaligen "City-Rings"
gewünscht
• Barrierefreie Wegeverbindung zwischen ZOB und
Straßenbahnhaltestellen sowie zum Hauptbahnhof
• Geplante Radverkehrsführung: Unfallrisiko zwischen querenden zu
Fuß Gehenden und Radfahrenden, Wunsch nach (baulichen)
Maßnahmen zur Risikominimierung bzw. alternativer Führung des
Radverkehrs.
Zugänglichkeit:
• mangelnde Übersichtlichkeit
• mehr und gut erkennbare Informationen
• digitale Anzeigetafeln mit Echtzeitinformationen und Informationen zu
Ausfällen an allen Bussteigen
• einheitliches und verständliches System zur Bussteignummerierung
• Wunsch nach einem Serviceangebot der SWB Bus und Bahn in Form
von Ticketverkauf, -beratung und -information
• unübersichtliche Wegeführung und unzureichende
Fußgängerquerungen
• Wunsch nach einer Priorisierung des Fußverkehrs mit einer klaren
Abgrenzung zum Radverkehr.
• Wunsch nach Zebrastreifen bzw. klar ersichtlichen und barrierefreien
Querungsmöglichkeiten
• Befreiung des ZOB-Bereichs von jeglichem Durchgangsverkehr, der
nicht direkt für den Bereich relevant ist (￿ Fußgängerzone)
Vernetzte Mobilität:Seite 3 von 116
Seite 4
• Trennung zwischen den einzelnen Verkehrsträgern bzw. -
teilnehmenden
• bessere Vernetzung mit Sharing-Angeboten, insbesondere Car-
Sharing und Leihfahrräder
• ausgewiesene Abstellorte für E-Scooter
• Wunsch nach einer Verknüpfung zum Fernbusangebot
• Wunsch nach sicheren, überdachten Fahrradabstellanlagen
• offene und gut einsehbare Zuwegung zur Fahrradgarage
• Integration der Fahrradgarage in den ÖPNV (vergünstigtes Ticket,
digitale Anzeigetafel ÖPNV-Abfahrten)
• Kritik: Aufwand und Kosten einer Fahrradtiefgarage vor dem
Hintergrund der umliegenden Abstellmöglichkeiten in den Parkgaragen
in der Rabin- und Quantiusstraße
3. Aufnahme der Ergebnisse in die Planung
Viele der im derzeitigen Zustand des ZOB als Mängel und Defizite
empfundenen Aspekte werden durch die aktuelle Planung verbessert bzw.
sogar beseitigt.
Durch die große Mittelinsel mit den sich darum angeordneten Bussteigen
erhalten die Fahrgäste eine ausreichend große und übersichtliche Wartefläche.
Die Bussteige werden mit klaren Bezeichnungen sowie digitalen
Fahrgastinformationsanzeigen versehen. Hinzu kommen ausreichend viele
Mülleimer und Sitzgelegenheiten, deren Standort im weiteren Planungsverlauf
festgelegt werden. Auf der Mittelinsel werden in einem Gebäude das
gewünschte SWB-Servicecenter mit Ticketberatung und -verkauf sowie die
öffentliche Toilettenanlage und ein/e Bäckerei/Café untergebracht. Die
Umsetzung weiterer Maßnahmen, die aus Sicht der Bürgerschaft die
Aufenthaltsqualität steigern würden, wie bspw. Wasserspender, werden im
weiteren Planungsverlauf geprüft.
Die Mittelinsel wird aus jeder Himmelsrichtung mittels barrierefreier
Zuwegungen, teilweise signalisiert, erreichbar sein. Ob, wie teilweise
gewünscht, Zebrastreifen markiert werden, wird seitens der Fachplanung unter
Berücksichtigung der Anforderungen an einen möglichst reibungslosen und
effizienten Busablauf noch einmal geprüft und bewertet. Auch der Wunsch zur
Einrichtung einer Langsamfahrzone oder zur Ausweisung einer Fußgängerzone
wird in den nächsten Schritten untersucht. Des Weiteren werden ein
Leitwegesystem sowie akustische Ansagen eingerichtet. Dieser Aspekt ist in
der bisherigen Vorentwurfsplanung nicht abgebildet, wird jedoch Bestandteil
der weiteren Planungsphasen sein.
Ein Witterungsschutz vor Sonne, Regen und Wind ist mit dem Dach über der
Mittelinsel sowie den Fahrgastunterständen für die Bussteige entlang der
Maximilianstraße gegeben. Die Sorge, dass sich unter dem geplanten
Glasdach an heißen Tagen die Hitze staut, kann insofern abgeschwächt
werden, als die Elemente der Photovoltaikanlage Schatten spenden. Trotzdem
wird dieser Aspekt in den weiteren Planungsschritten noch einmal aufgegriffen
und geprüft. Die Unterbringung eines eigenen Aufenthaltsraumes für die
Fahrgäste muss im weiteren Verlauf unter Berücksichtigung der Platzbedarfe
geprüft werden. Von einer weiteren Vergrößerung des Gebäudes wird
abgeraten, da dieses die Wartefläche zerschneidet und zu Engstellen an denSeite 4 von 116
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Bussteigen führt.
Der Aspekt Begrünung wurde teilweise bereits in der Planung durch die
Begrünung der Fahrgastunterstände sowie der Überdachung der Rampe zur
Fahrradtiefgarage aufgegriffen. Ein Erhalt der Bestandsbäume ist aufgrund der
geringen Tiefe des Unterbodens (Tunnelröhren) sowie der geplanten
Maßnahmen im Untergrund (Fahrradtiefgarage) nicht möglich. Wie derzeit zu
sehen, hat der fehlende Platz für das Wurzelwerk der Bäume Auswirkungen auf
die Pflasteroberfläche und trägt zu Unebenheiten bei, die im Rahmen der
Beteiligungsbausteine kritisch angemerkt wurden. Dies sollte bei der
zukünftigen Planung vermieden werden. Weitere Maßnahmen zur Begrünung
wurden bereits seitens des beauftragten Büros geprüft (Anlage 6). Diese sind
jedoch aufgrund der Zerschneidung der Platzfläche nicht zu empfehlen.
Die aktuelle Planung sieht zudem eine offene und helle Bauweise vor. Hinzu
kommt ein helles Beleuchtungskonzept. Verwinkelte und dunkle Ecken werden
so vermieden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen aus der Bürgerbeteiligung zur
Verwendung von umweltfreundlichen Materialien und Elementen werden im
weiteren Planungsverlauf geprüft und, wo möglich, umgesetzt. Die Integration
einer Photovoltaikanlage ist auf dem Dach der Mittelinsel vorgesehen.
Um den Rückmeldungen aus der Bürgerbeteiligung bzgl. einer Kiss & Ride-
Fläche vor Gleis 1 gerecht zu werden sowie eine Wendemöglichkeit für Taxen
weiterhin anzubieten, wird der Planungsraum für die kommenden
Planungsphasen um die Fläche zwischen Hauptbahnhofsgebäude und
Südunterführung erweitert. Im Rahmen der Vorentwurfsplanung wurden die
Planungen für diesen Bereich nur nachrichtlich dargestellt. In diesem
Zusammenhang wurden im Rahmen der Bürgerbeteiligung gegenteilige
Meinungen kundgetan, die entweder eine Komplettsperrung für den MIV im
Bereich Hauptbahnhof - Südunterführung fordern oder die Befahrbarkeit in
beide Richtungen erneut herstellen möchten.
Diese gegenteiligen Äußerungen betreffen auch die Öffnung der
Maximilianstraße für den MIV. Negative Stimmen bemängeln, dass durch die
jetzige Vorentwurfsplanung der MIV nicht mehr über die Maximilianstraße
abgewickelt werden kann. In diesem Zusammenhang wird seitens der
Verwaltung darauf hingewiesen, dass ein leistungsfähiger ZOB nur unter
Hinzunahme des ehemaligen Fahrbahnbereichs der Maximilianstraße
gewährleistet werden kann. Eine weitere Reduzierung der verfügbaren Fläche
würde dazu führen, dass die (politischen) Anforderungen an einen neuen ZOB
weitaus weniger erfüllt werden als es im Rahmen der beschlossenen
Vorentwurfsplanung der Fall ist. So ist es bspw. mit der verfügbaren Fläche
nicht möglich, das gewünschte Fernbusangebot im Bereich des ZOB zu
integrieren ohne die Leistungsfähigkeit für die innerstädtischen und regionalen
Linien zu schmälern. Hier wird seitens der Verwaltung empfohlen, den
bestehenden Standort des Fernbusbahnhofs an der Museumsmeile
beizubehalten.
Abschließend wurde in den diversen Beteiligungsformaten immer wieder die
Frage gestellt, wie der Busverkehr während der Bauzeit am ZOB geregelt
werden würde. Die Verwaltung wird hierzu eine rechtzeitige und umfangreiche
Information der Bürger*innen vornehmen, sobald das Baustellenkonzept und
der damit verbundene Baustellenfahrplan des lokalen ÖPNV abgestimmt sind.
Seitens der Anliegenden wurde ebenfalls angeregt, dass eine frühzeitigeSeite 5 von 116
Seite 6
Information über die Bauphasen erfolgt und die Auswirkungen auf die
Ladenlokale so gering wie möglich gehalten wird. Die Entwicklung eines
Konzepts ist Bestandteil der nächsten Planungsschritte und wird den
Busverkehr betreffend mit den relevanten Akteuren abgestimmt.
4. Konfliktpunkte im Beteiligungsprozess
Aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen auch von beteiligten Organisationen
ergeben sich drei Konfliktpunkte, die im Weiteren erörtert werden.
4.1 Barrierefreie Anbindung der B-Ebene an die Mittelinsel des
geplanten ZOB
Die Fahrradgarage schafft einen sicheren und überdachten Ort zur Abstellung
von Fahrrädern und sorgt an der Oberfläche durch die Reduzierung der
dortigen Abstellanlagen für mehr Platz für andere Elemente. Gleichzeitig wirkt
sich die Fahrradtiefgarage auf die Kosten für das Projekt (Erdarbeiten,
Verlegung Kanal) aus und führt zu einem komplexeren Bauprozess. Unter
Berücksichtigung der vorhandenen bzw. geplanten Abstellanlagen in der
Rabinstraße (ca. 150 Stellplätze) sowie Quantiusstraße (Radstation 360
Stellplätze, geplantes Parkhaus ca. 800 Stellplätze), gilt es den Aspekt des
Nutzens einer zusätzlichen Parkgarage gegen die hohen Kosten der
Herstellung abzuwägen. Mit einer Fahrradtiefgarage am ZOB würde -
ergänzend zu den beiden bestehenden Garagen - eine sichere
Abstellmöglichkeit östlich der Bahn und südlich der B56 als räumlich trennende
Elemente geschaffen, wodurch ein erweiterter Kreis an Menschen adressiert
würde. Für das geplante Parkhaus an der Quantiusstraße liegen der Stadt
bislang lediglich Unterlagen zur Beteiligung im Zulassungsverfahren des
Eisenbahnbundesamtes (EBA) vor. Eine Genehmigung und Umsetzung des
Vorhabens insgesamt sowie die final zu realisierende Anzahl an
Radabstellanlagen oder deren Nutzungskonditionen sind ungewiss.
Hinzu kommt die Forderung der Behinderten-Gemeinschaft (BG) Bonn, eine
stufenlose und technikfreie Verbindung zwischen B-Ebene und Oberfläche zu
schaffen. Aufgrund vergangener Erfahrungen wird eine barrierefreie
Anbindung, wie in der Planung vorgesehen, über zwei Aufzüge von der BG
Bonn als nicht ausreichend angesehen, da diese bei Vandalismusschäden und
anschließender Behebung der Schäden oder Stromausfall (für längere Zeit)
nicht nutzbar seien. Die zusätzlich bestehenden Möglichkeiten in der
Umgebung (Aufzug Gleis 1 DB oder Aufzug Maximiliancenter) seien laut BG
Bonn ebenfalls störanfällig und mit einem nicht hinnehmbaren Umweg
verbunden. Vor diesem Hintergrund fordere man - statt der geplanten
Rolltreppe - eine Rampe mit der im Bestand vorhandenen Steigung von bis zu
ca. 10%.
Ein gleichzeitiger Ausfall beider Aufzüge zwischen B-Ebene und Mittelinsel ist
bei Berücksichtigung eines entsprechenden Wartungskonzeptes nach
herrschender Fachplanungs- und Verwaltungsmeinung jedoch äußerst selten.
Darüber hinaus ist es möglich, die Fahrradrampe in entsprechenden
Situationen als Entfluchtungsmöglichkeit zu nutzen. Hierfür kann eine
entsprechende Schleuse für Rollstuhlnutzende eingebaut werden.
Die Realisierung einer sowohl barrierefreien Rampe (Steigung 6 %) als auchSeite 6 von 116
Seite 7
einer Rampe mit der Steigung der derzeitigen Bestandsrampe am ZOB (ca. 10
%) als Minimallösung zerschneidet an der Oberfläche die Mittelinsel und somit
den Wartebereich für die Fahrgäste. Eine Rampe, die mit 6% Steigung den
Anforderungen an die Barrierefreiheit genügen würde, würde die Mittelinsel
vollständig "zerschneiden" und damit direkte Wegebeziehungen zwischen
gegenüberliegenden Haltepositionen verhindern. Sollte eine Rampe mit einer
zehn prozentigen Steigung realisiert werden, verbleibt eine Länge von ca. 37 m
zwischen Gebäude und Rampe zum Queren der Mittelinsel. Die Folgen sind
eine verringerte Aufenthaltsqualität für die Fahrgäste und längere
Umsteigewege zwischen den einzelnen Haltepositionen. Eine Rampe mit zehn
Prozent Steigung entspricht zudem nicht den Vorschriften an einen
ausreichenden Rettungsweg im Notfall, so dass weiterhin eine feste Treppe
neben einer Rampe benötigt wird. Dies hat zur Folge, dass die verfügbare
Fläche auf der Mittelinsel weiter begrenzt wird.
Darüber hinaus greift die Rampe in die vorgesehenen Flächen für die
Fahrradtiefgarage ein und zerschneidet diese ebenfalls, so dass verwinkelte
Ecken entstehen und die Garage nicht von jeder Position aus vollends
einsehbar ist (vgl. Anlage 7). Auf diese Weise würden potenziell Angsträume im
Untergeschoss des ZOB entstehen, die im Rahmen der Neuplanung behoben
werden sollten.
Ein weiterer Aspekt ist der Entfall von Fahrradabstellplätzen. Unter
Berücksichtigung einer Rampe mit einer Steigung von 10 % wie bei der
Bestandsrampe am ZOB würden rund 230 Stellplätze (unter Annahme eines 50
cm Abstands bei Hoch-Tief-Aufstellung) entfallen. Ab einem gewissen Punkt
rechnet sich jedoch die Umsetzung einer Fahrradtiefgarage bzgl. der
anfallenden Kosten im Vergleich zum geschaffenen Angebot nicht mehr. Sollte
eine Rampe mit einer Steigung von 10 % realisiert werden, steigen die
durchschnittlichen Herstellungskosten pro Stellplatz von 4.479 € auf 5.655 €
Bei einem kompletten Verzicht auf eine Fahrradtiefgarage würden sich die
Kosten für den Tiefbau des ZOB von geschätzten 8,1 Mio. auf 4,5 Mio.
reduzieren. In diesem Fall wäre keine Verlegung der Kanalleitung mehr
notwendig.
Die Verwaltung empfiehlt, die weiteren Planungsschritte auf Grundlage
der beschlossenen Vorentwurfsplanung weiterzuführen und als
Verbindung zwischen Oberfläche und B-Ebene neben zwei Aufzügen, eine
feste Treppe sowie Rolltreppe vorzusehen. Auf diese Weise kann eine gut
einsehbare Fahrradtiefgarage mit einer ausreichenden Zahl in Höhe von ca.
650 Stellplätzen realisiert werden. Auf Basis der geltenden Regelwerke und
DIN-Normen ist eine Barrierefreiheit durch die zwei geplanten Aufzüge in
redundanter Anzahl erreicht. Hinzu kommen die Ausweichmöglichkeiten im
näheren Bahnhofsumfeld (Aufzug Maximiliancenter und Gleis 1) sowie
zukünftig an der Thomas-Mann-Straße. Wie bereits erwähnt, besteht zusätzlich
die Entfluchtungsmöglichkeit über die Fahrradrampe.
4.2 Radverkehrsführung im Bereich des ZOB
Während die Radverkehrsführung aus Richtung der Straße Am Hauptbahnhof
in Richtung Kaiserplatz/Kaiserstraße zu keinen Diskussionen führte, wurde die
Radverkehrsführung in Richtung der Straße Am Hauptbahnhof kontrovers
diskutiert.Seite 7 von 116
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Die Rückmeldungen bzgl. der Radverkehrsführung entlang der
Maximilianstraße sprechen ein erhöhtes Unfallrisiko zwischen zu Fuß
Gehenden und Radfahrenden an. Deswegen sollten im weiteren Verlauf der
Planung weitere Maßnahmen entwickelt werden, die das Unfallrisiko so weit
wie möglich minimieren. Eine alternative Radverkehrsführung zwischen Bus-
Pausenplätzen und Südunterführung würde in Konflikt zur geplanten
Szenefläche stehen (vgl. Anlage 8; Anmerkung: Der Plan zeigt nicht den
aktuellen Stand der Planung hinsichtlich des Servicegebäudes auf der
Mittelinsel).
Aufgrund der Rückmeldungen zur Radverkehrsführung hat die Verwaltung eine
Zählung des Fuß- und Radverkehrs im Bereich des ZOB durchgeführt (vgl.
Anlage 9). Sowohl auf der Maximilianstraße als auch auf der Straße Am
Hauptbahnhof sind ungefähr die gleichen Mengen an Radverkehr unterwegs
(zwischen 1.200 und 1.800 pro 24 h). Die Radverkehrsstärke in der
Wesselstraße beträgt rund die Hälfte. Davon biegen die meisten Radfahrenden
aus der Wesselstraße kommend nach rechts in Richtung Maximilianstraße ab
(ca. 470).
Am Knotenpunkt Maximilianstraße / Gangolfstraße stellt der Linksabbieger von
der Maximilianstraße auf die Maximilianstraße in Richtung Ecke Primark-
Gebäude / Am Hauptbahnhof die stärkste Relation dar (ca. 950). Radfahrende
aus der Maximilianstraße von der Ecke Primark-Gebäude / Am Hauptbahnhof
kommend, biegen am häufigsten rechts in die Maximilianstraße in Richtung
Wesselstraße / Kaiserplatz ab (ca. 660).
Anders als beim Radverkehr ist die Relation Maximilianstraße -
Maximilianstraße in Richtung Ecke Primark-Gebäude / Am Hauptbahnhof
deutlich weniger wichtig (ca. 550). Auch die gegenläufige Relation ist mit 680
zu Fuß Gehenden im Vergleich weniger frequentiert. Für den Fußverkehr ist die
bedeutendste Verbindung von der Maximilianstraße aus Richtung
Wesselstraße / Kaiserplatz kommend in Richtung Fußgängerzone
Maximilianstraße (ca. 5.100) bzw. die Gegenrichtung (ca. 4.900). Anhand der
durchgeführten Zählung ist anzumerken, dass im Vergleich deutlich mehr
Fußverkehr als Radverkehr in diesem Bereich unterwegs ist (ca. das 4,5-
Fache). Dies sollte bei der Ausgestaltung der weiteren Planung berücksichtigt
werden.
Die Verwaltung empfiehlt die Beibehaltung der geplanten
Radverkehrsführung entlang der Maximilianstraße unter
Berücksichtigung geeigneter (baulicher) Maßnahmen, die das Unfallrisiko
zwischen zu Fuß Gehenden und Radfahrenden minimieren.
4.3 Aufenthaltsfläche für die Szene
Für die lokale „Szene“ wurde ein potenzieller Aufenthaltsort identifiziert, der
sich am Rande des ZOB befindet (sogenannte Dreiecksfläche zwischen
Pausenplätzen und Südunterführung). Dort ist die Installation der gewünschten
überdachten Sitzgelegenheiten, Mülleimern und Wasserspendern sowie einer
selbstreinigenden Toilette möglich (vgl. Anlage 10). Da es sich beim Begriff
„Szene“ um eine nicht homogene Gruppe handelt, bedarf es mehrerer
Aufenthaltsmöglichkeiten für die einzelnen Gruppen im Umfeld des ZOB, um
Konfliktsituationen zwischen den Gruppen zu vermeiden. Vorrangig halten sich
die einzelnen Gruppen am jetzigen Rondell, am Kaiserbrunnen sowie auf der
Grünfläche im Bereich westlich der Unterführung Poppelsdorfer Allee auf. In
diesem Bereich wurden jüngst Sitzbänke installiert, die seitens der Szene gutSeite 8 von 116
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angenommen werden und zu einer Verbesserung der Situation und
Beschwerdelage rund um die Unterführung Poppelsdorfer Allee geführt haben.
Die damalige Öffnung des Rondells hat ebenfalls zur Verbesserung der
Situation rund um Kaiserplatz und Unterführung Poppelsdorfer Allee
beigetragen. Aufgrund der Neuplanung ZOB entfällt das Rondell und die Fläche
kommt zukünftig nicht mehr als Aufenthaltsfläche für die Szene in Frage. Als
Ausgleich ist die angesprochene Dreiecksfläche mit der entsprechenden
Ausstattung vorgesehen. Hierfür soll ein Teil der Fläche für den Bus-
Pausenplatz D1 in Anspruch genommen werden, u.a. auch damit die Fläche
gut einsehbar ist. Dies hat zur Folge, dass zukünftig lediglich zwei Gelenkbusse
sowie ein Solobus im ZOB zur Pause abgestellt werden können.
Entsprechende Pausenkapazitäten am Kaiserplatz sind aus betrieblichen
Gründen zwingend aufrechtzuerhalten. Sollte der Standort der Dreiecksfläche
seitens der „Szene“ langfristig nicht angenommen werden, ist sicherzustellen,
dass die nachträgliche Herstellung eines weiteren Pausenplatzes möglich ist.
Die Rückmeldungen aus der „Szene“ zu dem Standort Dreiecksfläche sind
kontrovers. Einige Befragte bewerten den Standort negativ und wünschen sich
eine Aufenthaltsfläche im Grünbereich entlang des Kaiserbrunnens bis zur
Unterführung Poppelsdorfer Allee. Diese Flächen sind jedoch nicht im Besitz
der Stadt Bonn, so dass man hier auf die Zustimmung der Universität
angewiesen ist. Andere Befragte wiederum bewerten es positiv, dass
überhaupt ein Standort für die „Szene“ eingeplant wird. Manche der Befragten
würden jedoch am liebsten im Bereich des jetzigen Rondells verbleiben. Ein
weiterer Austausch mit Ordnungsamt sowie dem VfG und der Caritas ist für die
kommenden Planungsschritte vorgesehen.
Zusätzlich wurde der Wunsch nach mehr Betreuungs-, sowie Kontroll- und
Sicherheitspersonal geäußert. Notfallsäulen und eine generelle
Videoüberwachung wurden als technische Unterstützungsmaßnahmen
mehrfach gefordert. Zusätzlich wurde angeregt, dass für Konfliktsituationen
eine Anlaufstelle vor Ort eingerichtet wird. Ob die Einrichtung der gewünschten
Verbotszonen zumindest auf der Mittelinsel umsetzbar ist, bedarf einer
rechtlichen Prüfung und hängt letztendlich auch davon ab, in wessen Besitz
sich die ZOB-Fläche zukünftig befindet. Eine Unterbringung von Kontroll- und
Sicherheitspersonal im geplanten Gebäude ist nur in Form der Wache GABI
sinnvoll. Hierzu bedarf es einer weiteren Abklärung des Raumkonzeptes und
der sicherheitsrelevanten (Bau-) Maßnahmen, die unter Umständen auch
Einfluss auf die Gebäudegröße haben und somit in Abwägung zum
städtebaulichen Umfeld stehen.
Aus Sicht der Verwaltung sollte die beschriebene Aufenthaltsfläche
mitsamt der genannten Ausstattungselementen für die Szene eingerichtet
werden. Der damit einhergehende Wegfall von max. 1,5 Bus-
Pausenplätzen wird am Kaiserplatz kompensiert.
Anlage/nSeite 9 von 116
Seite 10
1 Anlage 1_ZOB Bonn Öffentlichkeitsbeteiligung Ergebnisbericht_final
(öffentlich)
2 Anlage 2_ZOB_Bonn_Quantitative_Auswertung_der_Online_Beteiligung
(öffentlich)
3 Anlage 3_ZOB_Bonn_Qualitative_Auswertung_der_Online_Beteiligung
(öffentlich)
4 Anlage 4_ZOB_Bonn_Dokumentation_des_Kinderworkshops (öffentlich)
5 Anlage 5_Abwägungstabelle (öffentlich)
6 Anlage 6_zusätzliche Begrünung (öffentlich)
7 Anlage 7_Pläne Rampe 10 % (öffentlich)
8 Anlage 8_Alternative Radverkehrsführung (öffentlich)
9 Anlage 9_Fuß- und Radverkehrszählung ZOB (öffentlich)
10 Anlage 10_Potentialfläche Szene (öffentlich)Seite 10 von 116
ifok GmbH · a Cadmus Company · 0
Ergebnisbericht
Öffentlichkeitsbeteiligung
zur Umgestaltung des
Zentralen Omnibus-
Bahnhofs Bonn (ZOB)
Im Auftrag des Stadtplanungsamt der
Bundesstadt Bonn, Abteilung Mobilität und
Verkehr
Düsseldorf, 18. September 2024Seite 11 von 116
Ergebnisbericht | Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des
Zentralen Omnibus-Bahnhofs Bonn (ZOB)
ifok GmbH · a Cadmus Company ·
Inhaltsverzeichnis
1. Beteiligung zum Zentralen Omnibus-Bahnhof........................................................................ 1
2. Infoabend im Digital HUB Bonn am 24.Mai 2024 ................................................................... 2
3. Online-Befragung der Stadtgesellschaft ................................................................................ 4
3.1 Quantitative Auswertung der Online-Beteiligung .......................................................................... 5
3.2 Qualitative Auswertung des Infoabends und der Online-Beteiligung ............................................ 9
4. Stakeholder-Interviews mit Ortsbegehung .......................................................................... 12
5. Kinder- und Jugendbeteiligung ........................................................................................... 17
6. Fazit................................................................................................................................... 21
7. Anhang .............................................................................................................................. 21Seite 12 von 116
Ergebnisbericht | Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des
Zentralen Omnibus-Bahnhofs Bonn (ZOB)
ifok GmbH · a Cadmus Company · 1
1. Beteiligung zum Zentralen Omnibus-Bahnhof
Der derzeitige Zustand des Zentralen Omnibus-Bahnhofs (ZOB) entspricht nicht mehr den aktuellen Anfor-
derungen in Bezug auf Erscheinungsbild, Ausstattung und Kapazität. Aus diesem Grund plant die Bun-
desstadt Bonn eine prioritäre Neugestaltung des ZOB und der angrenzenden Flächen. Durch die zentrale
Lage des ZOB in der Innenstadt müssen viele verschiedene Anforderungen und Nutzungswünsche in Ein-
klang gebracht werden. Der Schwerpunkt bei der Umgestaltung liegt auf einem leistungsfähigen, flexiblen
und barrierefreien Nahverkehr. Der neue ZOB wird im Vergleich zur derzeitigen Situation deutlich verbes-
sert und die Erreichbarkeit der Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln attraktiver gestaltet. Zudem
soll die Aufenthaltsqualität vor Ort deutlich gesteigert werden.
Aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsanforderungen der verschiedenen Nutzer*innengruppen ist ein
Austausch über das Vorhaben mit der Stadtgesellschaft und verschiedenen Stakeholdergruppen essenziell.
Im Rahmen diverser Beteiligungsbausteine wurde die Stadtgesellschaft informiert und bekam die Möglich-
keit, in verschiedenen Formaten Anregungen zur Umgestaltung des ZOB zu geben. Diese fanden zwischen
Mai und Juli 2024 statt. Je nach Zielgruppe wurden verschiedene Beteiligungsformate für Bürger*innen
durchgeführt, um einen möglichst umfassenden Einblick in Bedürfnisse, Probleme und Herausforderungen
unterschiedlichster Zielgruppen zu erlangen. Dies umfasste einen öffentlichen Informationsabend, eine
Online-Befragung, Interviews mit relevanten Stakeholdern sowie einen Kinderworkshop. Im Fokus standen
hierbei die Themen Sicherheit, Mobilität für alle, Aufenthalt, Zugänglichkeit und vernetzte Mobilität. Als
zentrale Themen wurden unzureichende Sicherheit, mangelhafte Sauberkeit, fehlende Übersichtlichkeit
und komplizierte Umstiege identifiziert. Die Anregungen werden im Planungsverlauf geprüft und soweit
möglich in die weitere Planung aufgenommen, um schließlich der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt zu
werden. Im Folgenden werden die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung vorgestellt.Seite 13 von 116
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2. Infoabend im Digital HUB Bonn am 24. Mai 2024
Abbildung 1: Infoabend im Digital HUB Bonn (am Hauptbahnhof) am 24.05.2024
Am 24. Mai 2024 fand von 16:30 bis 19:30 Uhr ein öffentlicher Info-
abend im Digital Hub Bonn statt. Dort hatten die Bürger*innen die
Möglichkeit, sich an verschiedenen Themeninseln zum Vorhaben zu
informieren und mit Fachleuten der Bundesstadt in den Austausch
zu kommen. Die Veranstaltung wurde öffentlich in der Presse sowie
über die Webseite der Stadt Bonn beworben. Weiterhin wurden ins-
gesamt 1.500 zufällig ausgewählte Personen (1.000 Erwachsene so-
wie 500 Kinder/Jugendliche) postalisch zur Veranstaltung eingela-
den, sowie Briefe an die direkten Anwohnenden des ZOB verteilt.
Ziel der Veranstaltung war die öffentliche Information einer mög-
lichst breiten Öffentlichkeit. Gleichzeitig stellte die Veranstaltung
den Auftakt der Öffentlichkeitsbeteiligung dar.Abbildung 2: Gespräche an den
InformationsplakatenSeite 14 von 116
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Etwa 100 Bonner Bürger*innen nahmen die Möglichkeit wahr und
besuchten den Infoabend, um sich über den aktuellen Planungs-
stand des ZOB-Neubaus zu informieren. Eröffnet wurde der Abend
durch Oberbürgermeisterin Katja Dörner und der SWB Bus und
Bahn-Geschäftsführerin Anja Wenmakers. Beide betonten die
Wichtigkeit des Vorhabens in Bezug auf Nachhaltigkeit und
Attraktivität der Bundesstadt Bonn. Da es sich um ein komplexes
Vorhaben handele, sei es umso wichtiger, heute
zusammenzukommen und sich über die unterschiedlichen Belange
der Nutzer*innengruppen auszutauschen, um diese bestmöglich in
der Planung berücksichtigen zu können. Die Veranstaltung wurde
als Informationsmarkt durchgeführt. Bei diesem dezentralen
Veranstaltungsformat können sich die Besucher*innen
selbstständig an verschiedenen Themeninseln informieren und
beteiligen. Weiterhin standen an den Informationsständen
Fachexpert*innen bereit, um die Fragen der Bürger*innen zu
beantworten. Die Teilnehmenden nutzen die Gelegenheit,
hinterließen Anmerkungen und Ideen an den ausgestellten Plakaten und suchten den intensiven und
konstruktiven Austausch mit den Expert*innen.
Die Themeninseln bestanden aus den Fokusthemen Sicherheit, Mobi-
lität für alle, Aufenthalt, Zugänglichkeit und vernetzte Mobilität. An
den Plakaten zu den Fokusthemen konnten sich die Teilnehmenden
informieren, sich aber auch aktiv beteiligen und ihre Anregungen als
Antworten auf formulierte Leitfragen aufschreiben. Beim Thema Si-
cherheit etwa konnten potenzielle Angstpunkte rund um den ZOB
sowie Vorschläge für weitere Sicherheitsmaßnahmen vermerkt
werden (siehe Abbildung 3). Weiterhin konnten Anregungen und
Ideen zum jeweiligen Thema für den zukünftigen ZOB abgegeben
werden.
Neben den Beteiligungsmöglichkeiten und dem direkten Austausch
mit den Fachleuten gab es fachlichen Input zum aktuellen Planungs-
stand von anwesenden Mitgliedern des Planungsteams. Zusätzlich lag
in der Mitte des Raumes auf einem Tisch eine Karte mit der aktuellen
Planung des neuen ZOB aus. An diesem Kartentisch konnten sich die
Teilnehmenden ansehen, wie die Umgestaltung des ZOB nach
aktuellem Planungsstand aussieht und gleichzeitig ihre Anmerkungen
und Vorschläge zu spezifischen Gegebenheiten des neuen ZOB abgeben (siehe Abbildung 4).
Abbildung 3: Beteiligungsplakat zum Thema
Sicherheit
Abbildung 4: Beteiligung am KartentischSeite 15 von 116
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Alle Rückmeldungen, Hinweise und Ideen wurden gemeinsam mit den textlichen Anmerkungen der Online-
Beteiligung ausgewertet, die Ergebnisse werden in Kapitel 3.2 dargestellt.
3. Online-Befragung der Stadtgesellschaft
Abbildung 5: Startseite der Online-Beteiligung
Im Zeitraum vom 17.05.2024 bis zum 14.06.2024 hatten die Bonner Bürger*innen die Möglichkeit über die
Beteiligungswebseite bonn-macht-mit.de an einer Online-Umfrage zur Umgestaltung des Zentralen Omni-
bus-Bahnhofs teilzunehmen. Der aus insgesamt 20 inhaltlichen Fragen bestehende Fragebogen setzte sich
aus einer Mischung offener und geschlossener Fragen zusammen. Die Teilnehmenden hatten so die Mög-
lichkeit, ihre Hinweise, Anregungen und Ideen zu den Fokusthemen Sicherheit, Mobilität für alle, Aufent-
halt, Zugänglichkeit und vernetzte Mobilität zu äußern. Um Auswertungen nach verschiedenen Personen-
gruppen vornehmen zu können, wurden außerdem persönliche Angaben zu Alter, Geschlecht, Wohnort
oder eingeschränkter Mobilität abgefragt.
Die Online-Befragung wurde von den Bürger*innen gut angenommen. Insgesamt wurden 976 Fragebögen
ausgefüllt. Die Auswertung erfolgte getrennt in einem quantitativen und einem qualitativen Teil. Der
quantitative Teil beinhaltet alle Fragen, bei denen die Bürger*innen eine zählbare Bewertung oder Rück-
meldung abgeben konnten. Die qualitativen Antworten wurden gemeinsam mit den Rückmeldungen des
Infoabends und weitere Beteiligungsbausteine ausgewertet (siehe Kapitel 3.2).Seite 16 von 116
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3.1 Quantitative Auswertung der
Online-Beteiligung
Von den 976 Teilnehmenden war etwa die Hälfte weib-
lich (47,34 %) und männlich (51,47 %). Etwa 57 % der
Befragten sind zwischen 19 und 40 Jahre alt. Dabei
nimmt die Beteiligung an der Umfrage mit steigendem
Alter ab. Dieser Umstand ist mit der höheren Online-Af-
finität junger Generationen zu erklären. Die Gruppe der
unter 18-jährigen ist unterrepräsentiert, mit nur etwa 2
% der Befragten (siehe Abbildung 6).
Etwa zwei Drittel der Befragten halten sich mindestens
ein bis drei Mal pro Woche am ZOB auf, etwa ein Viertel
täglich. Seltener als monatlich halten sich nur etwa 8 %
der Befragten am ZOB auf.
Zu Beginn wurden die Teilnehmen-
den gefragt, welche fünf Themen
die höchste Relevanz am neuen
ZOB haben. Dabei stachen fünf
Themen heraus, die mehr als 50 %
der Befragten auswählten: Sauber-
keit, Wetterschutz, Übersichtlich-
keit, Sicherheit sowie eine verbes-
serte Aufenthaltsqualität (siehe
Abbildung 7). Eine verbesserte Be-
leuchtung oder Stellplätze für
Fahrräder wurden nur von weniger
als einem Viertel der Befragten ausgewählt.
Abbildung 6: Altersstruktur der Befragten
Abbildung 7: Umfrage zu den wichtigsten Themen am ZOBSeite 17 von 116
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Im Thema Sicherheit sehen viele der Be-
fragten noch deutliches Verbesserungs-
potenzial. So gaben etwa 77 % der befrag-
ten Frauen an, sich am ZOB aktuell unsi-
cher oder sehr unsicher zu fühlen. Auch
Männer fühlen sich überwiegend (eher)
unsicher, insgesamt etwa 66 % der Be-
fragten. Sicher fühlen sich am ZOB nur
etwa 20 % der Frauen und etwa 30% der
Männer. Lediglich ca. 2,5 % der Teilneh-
menden gaben an, sich am ZOB sehr si-
cher zu fühlen (siehe Abbildung 8).
Ursächlich für die Unsicher-
heit ist den Befragten zufolge
die Unübersichtlichkeit des
ZOB (50,94 %) sowie persön-
liche Begegnungen (44,97
%). Auch Konflikte mit ande-
ren Verkehrsteilnehmenden
tragen zu Unsicherheit bei
(32,49 %) (siehe Abbildung
9). Etwa die Hälfte der Teil-
nehmenden gab an, dass
Situationen der Unsicher-
heit oft oder sehr oft vorkommen, während nur etwa 3,6 % der Befragten nie Unsicherheit erleben. Auch
hier zeigt sich, dass Frauen etwas häufiger in unsichere Situationen geraten, die Regelmäßigkeit des
Auftretens unsicherer Situationen ist aber geschlechterübergreifend.
Abbildung 9: Umfrage zu Situationen der Unsicherheit
Abbildung 8: Umfrage zur Sicherheit am ZOB nach GeschlechtSeite 18 von 116
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Auch die Aufenthaltsqualität
am ZOB wird von den Befrag-
ten überwiegend als schlecht
bis sehr schlecht einge-
schätzt. Mehr als ein Drittel
bewerten die Aufenthalts-
qualität als sehr schlecht,
weitere 46 % als schlecht.
Weniger als ein Prozent ge-
ben an, die Aufenthaltsquali-
tät sei gut oder sehr gut (siehe
Abbildung 10).
Die Aufenthaltsqualität könnte den Teilnehmenden zufolge insbesondere durch erhöhte Sauberkeit und
mehr Grün gesteigert werden.
Etwa zwei Drittel geben an, sie
würden den ZOB häufiger nut-
zen, wenn der Platz sauberer
wäre. Etwa die Hälfte würde ei-
nen grüneren ZOB häufiger nut-
zen. Im Gegensatz dazu würden
mehr Dienstleistungen bei ei-
nem Großteil der Befragten
nicht zu einer erhöhten Nut-
zung des ZOB beitragen. So ge-
ben nur etwa 22 % an, den ZOB
dann häufiger nutzen zu wollen
(siehe Abbildung 11).
Abbildung 11: Umfrage zur Nutzung des ZOB
Abbildung 10: Umfrage zur AufenthaltsqualitätSeite 19 von 116
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Weiterhin wurden die
Gründe abgefragt, die
die Menschen aktuell
von der Nutzung des
ZOB abhalten. Im Ein-
klang mit den vorheri-
gen Ergebnissen wird
auch hier mehrheitlich
(50,72 %) die mangel-
hafte Übersichtlichkeit
für Fahrgäste angege-
ben. Weiterhin werden
die engen Wege (49,59 %),
sowie fehlende Sitzgelegen-
heiten (45,59 %) genannt (siehe Abbildung 12). Befragte Personen mit eingeschränkter Mobilität geben
mehrheitlich (62,82 %) an, dass die nicht barrierefreie Zuwegung die ausschlaggebende Hürde am aktuellen
ZOB ist.
Die vollständige Auswertung der Online-Beteiligung ist im Anhang zu finden.
Abbildung 12: Umfrage zu Hindernissen am ZOBSeite 20 von 116
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3.2 Qualitative Auswertung des Infoabends und der Online-
Beteiligung
Vorgehensweise
Die qualitative Auswertung umfasst alle Antworten, die in Textform eingegangen sind. Da in verschiedenen
Formaten ähnliche Fragen gestellt wurden und sich die Themen überschneiden, wurde eine gesammelte
Auswertung vorgenommen. Dabei wurden die Rückmeldungen des Infoabends, der Online-Beteiligung so-
wie Hinweise, die per E-Mail an das Planungsteam eingereicht wurden, berücksichtigt. Somit gingen insge-
samt über 3.000 singuläre Rückmeldungen ein. Diese wurden verschiedenen Clustern zugeordnet. Der In-
halt wurde dann entsprechend analysiert. Im Folgenden wird eine zusammenfassende Auswertung nach
den fünf Fokusthemen vorgenommen. Eine detailliertere Auswertung nach spezifischen Leitfragen ist im
Anhang zu finden.
Ergebnisse zum Thema Sicherheit
Das am häufigsten genannte Thema im Bereich Sicherheit betrifft den Umgang mit der lokalen „Szene“,
Menschen ohne Obdach und Menschen mit Suchterkrankungen. Eine Vielzahl der Rückmeldungen nennt
dies als Unsicherheitsfaktor vor Ort, da regelmäßig unangenehme Interaktionen vorkommen. Insbesondere
Streitereien innerhalb der Szene, das Anpöbeln und Betteln trägt zum negativen Sicherheitsgefühl bei,
weshalb ein Ausweichplatz für die dort ansässige Szene gefordert wird. Weiterhin sprechen sich viele
Bürger*innen für ein generelles Alkoholverbot am ZOB aus.
Weiterhin trägt auch die Unübersichtlichkeit zur Unsicherheit bei. Dunkle Ecken und unübersichtliche Orte
werden als unsicher empfunden. Gewünscht wird ein sicherer Platz mit ausreichender Beleuchtung und
klaren Wegebeziehungen, sodass sich dort die Stadtgesellschaft sicher aufhalten kann. Zusätzlich fordern
viele der Befragten mehr Sicherheitspersonal direkt vor Ort, Notfallsäulen sowie Überwachungskameras.
Ergebnisse zum Thema Aufenthalt
Die größten Kritikpunkte mit den häufigsten Nennungen zum Thema Aufenthalt sind die mangelnde Sau-
berkeit sowie fehlender Witterungsschutz.
Die Wahrnehmung der Aufenthaltsqualität wird für den größten Teil der Befragten stark durch die man-
gelnde Sauberkeit beeinflusst. Um die Sauberkeit zu erhöhen, wünschen sich die Bürger*innen insgesamt
mehr Mülleimer mit größerem Fassungsvermögen, sowie eine häufigere Reinigung vor Ort. Auch eine sau-
bere, öffentliche WC-Anlage wird gewünscht.
Weiterhin leidet aktuell die Aufenthaltsqualität unter mangelndem Witterungsschutz und Sitzgelegenhei-
ten. Hier wird eine ausreichende Überdachung gefordert, um sich vor Wind, Regen oder Sonne zu schützen.Seite 21 von 116
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Dazu könnte auch ein im Winter beheizter und im Sommer klimatisierter Wartebereich zählen, da Kälte und
Hitze gerade für Kinder und ältere Menschen eine Herausforderung darstellen.
Auch wünschen sich die Befragten mehr Grün als Hitzeschutz im Sommer. Hierzu zählt beispielsweise das
Begrünen von Haltestellendächern, sowie das Pflanzen von Bäumen und Beeten auf der Fläche des ZOB.
Weitere Vorschläge zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität sind:
• Gastronomie (Bäckereien, Cafés etc.) mit ausreichend Sitzgelegenheiten
• Kiosk
• Trinkwasserspender
• Snackautomat
• Schließfächer
• Briefkästen & Packstation
Ergebnisse zum Thema Mobilität für alle
Die aktuelle verkehrliche Situation beeinträchtigt die Barrierefreiheit erheblich, insbesondere für Personen
mit Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühlen, da die Bussteige sehr eng sind und nicht genügend Platz bie-
ten. Fehlende Rampen und unzureichende Zugänge zu den Haltestellen verschärfen die Situation. Breite,
rollstuhlgerechte Wege sowie eine Neugestaltung der Wartebereiche mit mehr Fläche würden die Barrie-
refreiheit und das Sicherheitsgefühl verbessern.
Mehr Aufzüge und Rolltreppen tragen ebenfalls zur Barrierefreiheit bei. Mehrheitlich als wichtiger erachtet
werden dabei Rampen zwischen den Ebenen. Viele Personen weisen darauf hin, dass Rampen mit nicht zu
starker Steigung zwingend als Alternative notwendig sind, um von der von der -1-Ebene auf die Null-Ebene
zu kommen. Aufzüge und Rolltreppen seien Falle eines technischen Defekts nicht nutzbar. Weiterhin kann
es an Aufzügen aufgrund der limitierten Kapazitäten zu langen Wartezeiten kommen.
Ein Leitsystem für blinde Menschen sowie akustische Unterstützung und klare Beschilderung würden die
Orientierung und Nutzung der Bussteige verbessern.
Radwege, die direkt hinter den Haltestellen verlaufen, erhöhen das Unfallrisiko und erschweren die Fort-
bewegung. Insgesamt müssen die Wege zwischen dem Hauptbahnhof und dem ZOB barrierefrei gestaltet
und von Durchgangsverkehr befreit werden, um die Sicherheit und Zugänglichkeit für alle Nutzer*innen zu
gewährleisten. Zusätzlich tragen auch gut sichtbare Beschilderungen und Anzeigetafeln, sowie
ausreichende Beleuchtung zur Übersichtlichkeit und Barrierefreiheit bei.Seite 22 von 116
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Ergebnisse zum Thema Zugänglichkeit
Der am häufigsten genannte Kritikpunkt beim Thema Zugänglichkeit ist die mangelnde Übersichtlichkeit
des ZOB. Viele Menschen nehmen den ZOB als sehr unübersichtlich wahr und nutzen ihn daher nur einge-
schränkt oder seltener als gewünscht. Besser aufbereitete Informationen können die Übersichtlichkeit am
ZOB verbessern, indem klare, gut lesbare, digitale Anzeigetafeln mit Echtzeitinformationen an mehreren
Stellen aufgestellt werden und ein verbessertes Wegeleitsystem angeboten wird. Zusätzlich sollten
Informationspunkte und ein Servicezentrum der SWB zur Verfügung stehen, bei Fragen zu Tickets oder
Umsteigemöglichkeiten. Ein einheitliches System zur Bussteignummerierung wird ebenfalls gewünscht.
Weiterhin wird die Zugänglichkeit am ZOB durch unzureichende Fußgängerüberwege und eine unübersicht-
liche Wegeführung beeinträchtigt. Eine klare Wegeführung mit gut markierten Zebrastreifen (anstelle von
Ampeln) und breiten, rollstuhlgerechten Wegen wird genannt, um sichere Übergänge zu ermöglichen.
Ein vielfach geäußerter Wunsch ist, dass der ZOB von jeglichem Durchgangsverkehr, der nicht direkt für den
ZOB relevant ist, befreit wird. In der Maximilianstraße erleben viele Personen einen Konflikt zwischen Fuß-
und Radverkehr und fordern Maßnahmen, um diesen zu beheben. In diesem Kontext wurde auch mehrfach
der Hinweis abgegeben, die Maximilianstraße böte sich als Fußgängerzone an.
Ergebnisse zum Thema Vernetzte Mobilität
Der häufigste genannte Wunsch, um die Umsteigebeziehungen zu verbessern, sind gut ausgeschilderte Fuß-
und Radwege, die nicht mit dem PKW- und Bus-Verkehr korrelieren. Dies beinhaltet auch den Umstieg zur
Straßenbahn und zum Fern- und Regionalverkehr im Hauptbahnhof. Dieser gestalte sich aktuell schwierig,
daher wünschen sich viele Personen eine bessere Vernetzung. Dazu beitragen würden abgestimmte Ab-
fahrtszeiten der verschiedenen Mobilitätsformen, insbesondere zwischen Bus und Straßenbahn. Auch eine
bauliche Verknüpfung und bessere Wegeführung ohne Ampeln werden gewünscht.
Genannt wird außerdem eine bessere Vernetzung mit Sharing-Angeboten im näheren Umfeld des ZOB,
insbesondere mit Leihfahrrädern. Bei der Thematik E-Scooter wünschen sich viele Bürger*innen eindeutige
Abstellflächen am ZOB, da herumstehende Scooter oft als Hindernis wahrgenommen werden.
Zur geplanten Fahrradgarage gab es überwiegend positive Rückmeldungen. Dabei ist den Menschen wich-
tig, dass diese sicher, gut beleuchtet und leicht zugänglich ist. Vorgeschlagen wird auch eine Integration der
Fahrradgarage in den öffentlichen Nahverkehr. So könnten beispielsweise Abfahrtsanzeigen des ÖPNV auch
direkt in der Garage angezeigt werden. Ebenso wird eine Einbindung von Leihfahrrädern vorgeschlagen.Seite 23 von 116
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4. Stakeholder-Interviews mit Ortsbegehung
Die Ortsbegehungen fanden im Zeitraum vom 21.06.2024 bis zum 05.07.2024 statt. Diese wurden mit Ver-
tretungen der Stadtverwaltung, der ifok GmbH sowie unterschiedlichen Stakeholdern, zu den Fokusthemen
Sicherheit, Mobilität für alle, Aufenthalt, Zugänglichkeit und vernetzte Mobilität, durchgeführt. Folgende
Interessensgruppen haben an diesem Format teilgenommen: Behindertenverband, Seniorenvertretung, Ju-
gendhaus, Gleichstellungsbeauftragte, Sozialverband, ADFC, Fuss e.V., Busfahrer*innen, IHK, Anliegende.
Außerdem eingeladen waren das Ordnungsamt, der VCD und Taxifahrer*innen. Mit dem VCD wurde bila-
teral ein Termin mit dem Stadtplanungsamt vereinbart. Der Input vom Ordnungsamt erfolgte virtuell mit
Verweis auf das aktuell fertiggestellte Sicherheitskonzept.
Interview mit Vertreter*in der IHK
Das erste Interview fand am 21.06.2024 mit einer Vertretung der IHK statt. Im Fokus standen die Themen
Vernetzte Mobilität, MIV-Anbindung und Lieferverkehre. Bei der Umgestaltung des ZOB solle aus Sicht der
IHK die Leistungsfähigkeit des ÖPNVs im Mittelpunkt stehen. Dafür müsse eine reibungslose Abwicklung
des Busbetriebs, sowie die Erreichbarkeit für Pendler*innen gewährleistet sein. Dies könne bspw. durch so
viele Haltepunkte wie möglich erreicht werden. Eine Fahrradgarage sei dabei zweitrangig. Für Unterneh-
men sei der Umstieg auf ÖPNV allgemein gut für Nachhaltigkeitsreporte und den Handel mit
Klimaschutzzertifikaten. Zum Thema Erreichbarkeit für den MIV werden von der IHK keine Bedenken
geäußert, es bestehe eher ein Grundproblem mit dem City-Ring, was aber von der Diskussion rund um den
ZOB losgelöst sei. Weiter werden keine notwendigen Änderungen in Bezug auf die bestehende
Verkehrsführung gesehen. Die Lieferverkehre für lokale Betriebe sei bei der aktuellen Planung gegeben und
wird als gut befunden. Der ZOB solle sich in gestalterisch an die aktuelle Bebauung rund um das ehemalige
„Bonner Loch“ anpassen. Es solle drauf geachtet werden, dass sich nicht zu viele Bauvorhaben in Bonn
überschneiden. Aus Sicht der IHK steht die Szenefläche im Widerspruch zur Leistungsfähigkeit. Es sei
fraglich, ob die Fläche von Menschen aus der Drogen- und Obdachlosenszene angenommen würde.
Interview mit Busfahrer*in
Am 28.06.2024 wurde ein Interview mit einem Busfahrer stellvertretend für die SWB Bus und Bahn geführt.
Die Fokusthemen lagen auf Aufenthalt, Sicherheit, Sauberkeit und der verkehrlichen Situation. Als
Hauptgefahrenpunkt wurde hier das willkürliche Überqueren der Straßen von Passant*innen benannt. Der
Mitarbeiter empfiehlt beim Ein- und Ausfahren in und aus dem ZOB Schrittgeschwindigkeit für die Busse
vorzugeben. Dies betreffe insbesondere das Queren vom Kaiserbrunnen zur Mittelinsel und den Eingang an
der Südunterführung. Ein weiterer Vorschlag ist eine Pflanzbarriere im Kurvenbereich am Kaiserbrunnen.
Somit könnten Fußgänger*innen animiert werden, den markierten Weg zu nutzen und nicht kreuz und quer
abzukürzen. Auch wurde angemerkt, dass Barrierefreiheit am ZOB derzeit nicht gegeben sei, was für dieSeite 24 von 116
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zukünftige Planung stärker beachtet werden müsse. Ferner sei die Einführung von digitalen Anzeigetafeln
für eine bessere Orientierung der Fahrgäste zu empfehlen.
Der Befragte wünscht sich für die Pausenzeiten geeignete Pausenräume mit viel Platz, auch um sich ggf.
zurückziehen zu können. Die aktuellen Räumlichkeiten sind sehr beengt und gerade zu Stoßzeiten überfüllt.
Für die Pausenräume seien Sitzgelegenheiten, Ruhebereiche, Kaffee- und Wasserautomat, Klimaanlage,
WCs und helle Beleuchtung essenziell. Zudem braucht es 5 bis 6 Abstellplätze für Busse für den Fall, dass
die Ablöse nicht funktioniere.
In Bezug auf die Szene wurde geäußert, dass teilweise auf das Abstellen der Busse gewartet werde, um in
den Bus einzubrechen und den Wechsler rauszuholen. Zudem habe sich die Zahl der Vorfälle mit der Szene
und betrunkenen Jugendlichen in den letzten Jahren verstärkt. In vielen Fällen gelänge es den
Busfahrer*innen zu schlichten, aber teilweise müsse auch die Polizei mit dazu gezogen werden – bis zum
Eintreffen dauere es meist 3-4 Minuten. In Bezug auf die Bauzeit wurde eine temporäre Öffnung der
Maximilianstraße für Pausenplätze empfohlen, da der Busverkehr so nicht allzu stark eingeschränkt werden
würde.
Interview mit Jugendlichen
Am 28.06. fand ein Interview mit sieben Jugendlichen aus dem Haus der Jugend statt. Dabei legten die
jungen Teilnehmenden den Fokus auf die Themen Sicherheit und die verkehrliche Situation. Es wurde
zurückgemeldet, dass es am ZOB insgesamt sehr dreckig sei. Ein Beispiel sind Glasscherben im
Schienenbereich. Es wurde der Wunsch geäußert, dass häufiger Müll eingesammelt wird und unterirdische
Mülleimer und Glascontainer angebracht werden. Auch könne eine stärke Kontrolle oder das Anbringen
von Schildern, die zu mehr Sauberkeit mahnen, helfen, dass es am ZOB insgesamt sauberer würde. Die
Jugendlichen äußerten, dass sie sich am ZOB unsicher fühlen. Es wurde der Bedarf an Kameras und
Ansprechpersonen vor Ort hervorgehoben. Zudem seien auch betrunkene Jugendliche ein Problem am
ZOB. In Bezug auf die Aufenthaltsqualität wünschten sich die Jugendlichen mehr Dienstleistungen wie
öffentliche Steckdosen, eine Eisdiele auf Rädern, aber auch mehr Cafés und Bäckereien mit
Sitzgelegenheiten. Thematisiert wurde außerdem, dass es am ZOB zu wenig Grün gäbe. Das führe dazu,
dass der Platz sich im Sommer sehr stark aufheize. Daher wurde der Wunsch nach mehr Bäumen und
Sträuchern geäußert. Auch eine Wassersprühanlage zum Abkühlen an warmen Tagen wurde thematisiert.
Kritisiert wurden zudem die Übersichtlichkeit und Wegeführung. Bessere Markierungen und Ampeln
könnten die Situation laut der Jugendlichen am ZOB verbessern.
Interview mit Anliegenden
Am 03.07.2024 fand ein Interview mit zwei Vertretern des SuperBioMarkts statt. Im Fokus des Interviews
standen die Themen Anlieferung, Zuwegung und Belastung durch die Baustelle. Grundsätzlich wird die
Umgestaltung des ZOB für die Belebung und Aufwertung der Bundesstadt Bonn positiv gesehen. DieSeite 25 von 116
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Anliegenden profitieren massiv von der Laufkundschaft am ZOB. Wenn die Wege beispielsweise durch die
Baustelle nicht mehr passierbar wären, würde das zu deutlichen Umsatzeinbußen führen. Deshalb sei eine
gute Wegeführung während der Bauzeit unabdingbar. Es kam der Wunsch auf, dass der Bauablauf
langfristig angekündigt wird. Ebenso wurde Interesse geäußert Bauzäune o. ä. als Werbefläche nutzen zu
wollen. Im Endzustand sollen die Laufwege von Passant*innen für Gewerbe berücksichtigen werden –
beispielweise aus Richtung der DB-Regionalgleise in Richtung Maximilianstraße. Der Laufweg aus der
Unterführung sei bisher nur bis hin zur Mittelinsel vorgesehen; der aktuelle Zugang von der DB-
Unterführung zur Maximilianstraße über die „steile“ Treppe würde nicht genutzt bzw. sei nicht sichtbar.
Hier fehle eine deutliche und markante Beschilderung. Während der Bauzeit wird auch die Zulieferung als
sehr schwierig angesehen, daher sei eine frühzeitige Kommunikation wichtig. In Bezug auf das Thema
Sicherheit wird sich mehr Präsenz durch Sicherheitsbehörden gewünscht. Anliegende Geschäfte haben teil-
weise mit Kriminalität (insbesondere Ladendiebstahl) zu kämpfen. Es kam der Wunsch nach guter
Beleuchtung und Kameraüberwachung, um das Sicherheitsgefühl vor Ort zu steigern.
Interview mit BAGSO und Behindertenverband
Am 03.07.2024 fand ein Interview mit Vertreter*innen der BAGSO und dem Behindertenverband statt. Im
Fokus standen die Themen Barrierefreiheit, verkehrliche Situation, Wegeführung und Information, Über-
sichtlichkeit und Sicherheit. Die Barrierefreiheit sei am ZOB aktuell nicht gegeben. Der neue ZOB müsse
dahingehend stark verbessert werden. Viele Wege seien zu eng, um diese mit Rollstühlen oder Rollatoren
zu passieren. Es gäbe zahlreiche Einschränkungen in Bezug auf Sehen, Hören und Bewegungsfreiheit. Es
wäre wichtig, dass man den Fokus nicht nur auf größere Schriften legt, sondern auch auf eine Audioaus-
gabe, damit sich insbesondere Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung gut am ZOB zurechtfinden können.
Um das Sicherheitsgefühl zu steigern, solle es ausreichend Sicherheitspersonal am ZOB geben, das man
durchgehend ansprechen kann, wenn Unterstützung benötigt wird. Es brauche weniger „dunkle Ecken“,
mehr Notruf Telefone, Kameraüberwachung und eine Anlaufstelle der Wache GABI vor Ort. Weitere
Konfliktpunkte bestünden bspw. bei der Fußgängerunterführung am Kaiserbrunnen – hier kollidieren Fuß-
und Radverkehr. Zudem seien die Bordsteine zu hoch, insbesondere an den Bussteigen. Leitstreifen für
Menschen mit Sehbeeinträchtigung könnten Konflikten mit anderen Fußgänger*innen entgegenwirken,
wenn diese separat zum Fußweg verlaufen. Um Barrierefreiheit zwischen der unter- und der oberirdischen
Ebene zu gewährleisten brauche es auch nicht-technischer Lösungen bspw. Rampen. Damit wäre
sichergestellt, dass sich alle Menschen von A nach B bewegen können, auch wenn der Aufzug oder die
Rolltreppe defekt sind. Cafés mit Sitzgelegenheiten für Menschen mit Behinderung würden die
Aufenthaltsqualität aufwerten. Diskutiert wurden Möglichkeiten für einen barrierefreien Sanitärbereich auf
der Mittelinsel und das Konzept einer „Toilette für alle“.Seite 26 von 116
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Interview mit Gleichstellungsbeauftragter, VFG und Caritas
Ein weiteres Interview fand am 05.07.2024 mit der Gleichstellungsbeauftragten, des Vereins für
Gefährdetenhilfe (VFG) und der Caritas statt. Fokusthemen hier waren Sicherheit, Kontrolle,
Verkehrsführung, Beleuchtung und Aufenthalt. In diesem Interview wurden viele Konfliktpunkte
thematisiert. Der ZOB sei ein Kristallisationspunkt, an dem unterschiedliche Milieus aufeinandertreffen. Das
müsse so organisiert werden, dass es am Ende ein subjektives Sicherheitsgefühl gibt. Darin bestehe die
Chance der Planung. Ebenso zentral seien Konfliktpunkte unter den verschiedenen Verkehrsteil-
nehmenden. Als zentrale Engstellen wurden die Überquerung von den Regionalgleisen der DB in Richtung
Innenstadt und die geplante Verschränkung von Fahrrad- und Fußverkehr auf der Maximilianstraße
benannt. Auch die Unübersichtlichkeit am ZOB wurde als Sicherheitsfaktor gesehen – so seien aktuell die
vielen dunklen Ecken ein enormes Problem in Bezug auf das Sicherheitsgefühl vor Ort. Insgesamt wurde der
aktuelle Entwurf als sehr positiv bewertet. Dies betreffe zukünftig insbesondere die unterirdische
Fahrradgarage, welche so offen und einsehbar wie möglich gestaltet werden sollte. Dies betrifft
insbesondere die Rampensituation der Ein- und Ausfahrt. Diskutiert wurden konkrete Vorschläge für
Aufenthaltsflächen und deren Funktion für die Drogen- und Obdachlosenszene.
Interview mit Fuss e.V. und ADFC
Das Interview mit Vertreter*innen von Fuss e.V. und ADFC fand am 10.07.2024 statt. Im Fokus standen die
Verkehrsführung und die Sicherheit am ZOB. Als zentraler Konflikt wurde die Ampelkreuzung zur
Straßenbahnhaltestelle benannt – generell gäbe es zu viel Fußverkehr in unterschiedliche Richtung bei
gleichzeitig hohem Radaufkommen. Unterschiedliche Querungen gestalten die Verkehrssituation sowohl
für den Fuß- als auch den Radverkehr unsicher. Die Teilnehmenden unterbreiteten konkrete Vorschläge,
wie mit der Situation umgegangen werden könnte. Beispielsweise könne die Überquerung von der
Straßenbahnhaltestelle zur Mittelinsel des ZOBs näher an die Kreuzung gelegt werden oder eine
„Fußgänger-Ampelphase“ geschaltet werden. Zudem wurde der Vorschlag gemacht, den gesamten ZOB als
Fußgängerzone umzuwidmen, um Missverständnisse zwischen Busfahrer*innen und Fußgänger*innen zu
reduzieren. Uneinigkeit besteht bei der Frage, wie die Radwegeführung umgesetzt werden solle. Für die
Radfahrenden ist die aktuelle Lösung über die Maximilianstraße als eine annehmbare Kompromisslösung
zu verstehen. Für die Fußgänger*innen wäre eine südliche Führung der Radwege mit weniger
Konfliktpotenzial verbunden.
Interview mit VCD
Am 01.08.2024 fand das Interview mit einem Vertreter des VCD statt. Der vorliegende Entwurf wurde als
gut gelungen bezeichnet, er stelle eine Verbesserung zum Bestand dar. Positiv hervorgehoben wurde die
große Mittelinsel sowie die ansprechende Gestaltung. Kritisch betrachtet wird die zu hohe
Fahrgeschwindigkeit mancher Busfahrenden, weshalb im Zuge der Planung überlegt werden sollte, den
gesamten Bereich am ZOB künftig als „Langsamfahrzone“ auszuweisen, da dies die Sicherheit allerSeite 27 von 116
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Verkehrsteilnehmenden verbessern würde. Allgemein wurde angemerkt, dass immer weniger
Verkehrsteilnehmende aufeinander Rücksicht nehmen. Insbesondere für Gehweg, Radweg und die
Wartebereiche entlang der jetzigen Maximilianstraße sei eine gegenseitige Rücksichtnahme essenziell.
Zusätzlich sei es sinnvoll Schilder im Bereich der Querungen vom Wartebereich über den Radweg zum
Gehweg anzubringen, um für die Querungen zu sensibilisieren. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung für
Radfahrende solle ebenfalls in Betracht gezogen werden.
In Bezug auf Barrierefreiheit sollten barrierefreie Querungen eingerichtet werden. Die geplanten Aufzüge
werden als gut und wichtig bewertet. Dagegen spricht sich der Teilnehmende gegen eine Rampe aus, da
diese die Mittelinsel zerschneiden würde. Sollten die Aufzüge ausfallen gäbe es vorhandenen Alternativen
im Umfeld, um auf die Null-Ebene zu gelangen.
Die einzelnen Bus-Haltepositionen sollten zukünftig für eine gute Übersichtlichkeit im Sinne der Fahrgäste
beschildert und mit DFI-Anzeigern versehen werden. Auch sollte angezeigt werden, an welchem Bussteig
welcher Bus abfährt.
Eine Zone für Kiss & Ride sei wichtig, damit beispielsweise ältere Menschen oder Personen mit viel Gepäck
zum Hauptbahnhof, aber auch zum ZOB gebracht werden können.
Zur Frage einer Ausweichfläche für Menschen aus der Drogen- und Obdachlosenszene wurden alternative
Standorte vorgeschlagen. Beispielsweise wurde die Fläche vor Gleis 1 genannt (im Besitz der DB) oder im
Bereich zur Poppelsdorfer Allee (zwischen Südunterführung und Fußgängerunter-führung Poppelsdorfer
Allee).
Außerdem sollten die folgenden Aspekte in die weitere Planung integriert werden: Hitzeschutz, bspw. ein
Kühlraum für den Fahrgastaufenthalt, Maßnahmen zur Verschattung und ein Wasserspender. Für die
Sicherheit: Notrufsäulen, Überwachung insbesondere nachts in Form von Personal bzw. Kontrollinstanzen
durch die Wache GABI, ein kontrollierter Warteraum für die Nacht sowie die Verlegung der Wache GABI
zum ZOB. Zur Gestaltung wurde geäußert, dass ein Material für die Fahrbahn verwendet werden sollte, das
nicht zu Schlaglöchern und Unebenheiten neigt. Hinsichtlich einer besseren Anbindung im Bereich des
Hauptbahnhofs wurde der Wunsch geäußert, dass der südliche Tunnel ebenfalls Aufzüge bekommt.Seite 28 von 116
Ergebnisbericht | Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des
Zentralen Omnibus-Bahnhofs Bonn (ZOB)
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5. Kinder- und Jugendbeteiligung
Jugendbeteiligung
Jugendliche wurden im Rahmen des Beteiligungsformats “Stakeholder-Interviews mit Ortsbegehung” in die
Neugestaltung des ZOB einbezogen (vgl. S. 153).
Kinder-Workshop
Am 22. Juli 2024 fand im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des zentralen Omnibus-Bahnhofs
ein Workshop mit 15 Kindern der Marienschule der Jahrgangstufe 4 statt. Ziel des Workshops war es, die
Bedürfnisse, Ängste und Ideen der Kinder zum aktuellen Stand sowie zur Neuplanung zu verstehen und für
die weitere Planung aufzunehmen.
Der Workshop war in drei Teile strukturiert:
(1) eine Ortsbegehung
(2) eine gemeinsame Reflektion über den Ist-Zustand inklusive Problemen und Herausforderungen des
ZOBs und seiner Nutzer:innen
(3) eine Ideenentwicklung und Verortung auf der Karte des zukünftigen ZOBs, um die aktuellen Probleme
und Herausforderungen zu verbessern.
Die von dem Stadtplanungsamt gesetzten Fokusthemen des Workshops waren Sicherheit, Aufenthalt und
Wegeführung.Seite 29 von 116
Ergebnisbericht | Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des
Zentralen Omnibus-Bahnhofs Bonn (ZOB)
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Ortsbegehung
Die Ortsbegehung wurde auf spielerischer Weise anhand einer
Schnitzeljagd für die Kinder umgesetzt. Verschiedene Fragen und
Aufgabenstellungen mussten vor Ort von den Kindern gefunden
und gelöst werden. Dies ermöglichte den Kindern, den Ort unter
verschiedenen Gesichtspunkten kennenzulernen und zu sehen.
Die Kinder beschrieben den ZOB als einen Ort mit geringer Aufent-
haltsqualität aufgrund von Müll, Dreck und wenig bunten
und/oder grünen Flächen. Außerdem wurde die hohe Lärmbelas-
tung bemängelt. Hingegen empfanden die Kinder den Bereich
rund um den Kaiserbrunnen als schön, unter anderem durch die
Sitzgelegenheiten. Der ZOB wurde außerdem als unsicherer Ort
beschrieben, was vor allem durch die schlechte Übersichtlichkeit
sowie betrunkene Menschen vor Ort begründet wurde. Auch die
Wegeführung wurde bemängelt, vor allem aufgrund der
fehlenden Ampeln und Zebrastreifen, sowie die zu schnell
fahrenden Busse, welche teilweise auch auf den vorhandenen
Zebrastreifen halten würden.
Reflektion des Ist-Zustands
Zurück im Klassenzimmer wurde zuerst in Kleingruppen das Erlebte und Gesehene reflektiert. Die Kinder
bekamen die Möglichkeit, die für sie wichtigsten Punkte zu erläutern und zusammenzufassen. Im Anschluss
teilten die Gruppen im Plenum unter den drei Themen Sicherheit, Aufenthalt und Wegeführung ihre
Beobachtungen und die von ihnen identifizierten Probleme. Gemeinsam wurde abgestimmt und eine
Priorisierung vorgenommen.
Die drei am höchsten eingestuften Punkte unter dem Thema Sicherheit waren der Wunsch nach mehr
Zebrastreifen am ZOB, zu schmale Gehsteige an den Haltestellen, sowie Unebenheiten im Bodenbelag.
Letzteres sei laut den Kindern vor allem für Menschen mit Beeinträchtigung eine Herausforderung. Unter
dem Thema Aufenthalt wurden die fehlende Sauberkeit am gesamten ZOB, zu wenig Bänke und
Sitzgelegenheiten sowie fehlende Grünflächen in Verbindung mit zu vielen versiegelten Flächen bemängelt.
Beim Thema Wegeführung waren die drei am häufigsten genannten Punkte die Unübersichtlichkeit der
Haltepunkte, die zu hohen Bordsteinkanten, welche vor allem für Kinderwägen und Menschen mit
eingeschränkter Beweglichkeit wie Rollstuhlfahrende problematisch seien, sowie fehlende Orientierungs-
hilfen für blinde Menschen und Menschen ohne Deutschkenntnisse. Während des gesamten Kinder-
workshops ist aufgefallen, dass eines der wichtigsten Themen für die Kinder war, dass sich alle Menschen
am Ort wohlfühlen.
Abbildung 13: Teilnehmende Kinder auf
Erkundungstour am ZOBSeite 30 von 116
Ergebnisbericht | Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des
Zentralen Omnibus-Bahnhofs Bonn (ZOB)
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Ideenentwicklung
Basierend auf den vorher identifizierten Problemen und unerfüllten
Bedürfnissen entwickelten die Kinder in Kleingruppen Ideen für die
Neugestaltung des ZOB. Diese Ideen wurden schriftlich oder mit
Zeichnungen auf einer Karte der Neuplanung verortet.
Es kristallisierten sich die folgenden Kernthemen heraus: Grün,
Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und Sicherheit. Zu diesen vier
Themen haben die Kinder zahlreiche Ideen und
Verbesserungsvorschläge zur Berücksichtigung in der Neuplanung
entwickelt.
Grün
Zum Thema Grün wurden Empfehlungen für mehr Blumenbeete,
Bäume, bunte Zebrastreifen und bunte Haltehäuschen formuliert.
Weiterhin wurde eine Begrünung der Dächer und Fassaden vorge-
schlagen, sowie generelle Grünflächen zum Aufenthalt.
Barrierefreiheit
Genannte Empfehlungen für den neuen ZOB waren unter anderem
niedrigere Bordsteine, Rampen mit Geländer und glatter Boden für
Rollstuhlfahrer*innen. Auch ein Blindenleitsystem und
Mehrsprachigkeit an Infotafeln wurde genannt.
Aufenthaltsqualität
Die Empfehlungen der Kinder zum Thema Aufenthaltsqualität
beinhalten unter anderem bessere Verpflegung, beispielsweise
Trinkwasserspender, Snackautomaten oder Geschäfte. Weiterhin
wurden Spiel- und Sportplätze in naher Umgebung empfohlen, etwa
ein Wasserspielplatz am Kaiserbrunnen. Auch fehlen den Kindern
Sitzgelegenheiten mit ausreichendem Wetterschutz. Es wurden mehr
und breitflächig aufgestellte Mülleimer empfohlen.
Abbildung 14: Kinderworkshop zu
Zukunft des neuen ZOB
Abbildung 15: Gestaltung des neuen ZOB
der KinderSeite 31 von 116
Ergebnisbericht | Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des
Zentralen Omnibus-Bahnhofs Bonn (ZOB)
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Sicherheit
Bei den Kindern herrschte ein Bewusstsein dafür, dass die Szene am ZOB dazugehört und sich auch dort
aufhalten darf. Jedoch wünschten sich die Kinder eine Einschränkung, etwa durch klare Trink- und Raucher-
zonen. Auch Überwachung durch Kameras und bessere Beleuchtung würden zum erhöhten Sicherheitsge-
fühl der Kinder beitragen.
Zur Verkehrssicherheit empfehlen die Kinder mehr Ampeln und Zebrastreifen, um die Sicherheit beim Über-
queren von Straßen zu erhöhen. Auch breite, klar gekennzeichnete Wege wurden thematisiert.
Nachdem alle Empfehlungen für den neuen ZOB auf der Karte vermerkt wurden, gab es eine Abschluss-
runde, in der noch einmal die als besonders wichtig empfundenen Empfehlungen hervorgehoben werden
konnten (siehe Abbildung 16).
Abbildung 16: Veränderungswünsche der Kinder
Während des Workshops haben die Kinder viele kreative Ideen gesammelt und in Empfehlungen formuliert.
Auffällig dabei war, dass die Themen, die die Kinder beschäftigen, sich nicht wesentlich von denen Punkten
unterscheiden, die bei der Beteiligung mit Erwachsenen aufkamen.Seite 32 von 116
Ergebnisbericht | Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des
Zentralen Omnibus-Bahnhofs Bonn (ZOB)
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6. Fazit
Die Öffentlichkeitsbeteiligung zum ZOB umfasst über 3.000 textliche Rückmeldungen, fast 1000 Fragebö-
gen, sowie wertvolle Anregungen aus Stakeholder-Interviews und dem Kinderworkshop. Die zentralen
Rückmeldungen der fünf Fokusthemen sind dabei:
Sicherheit: Hauptsorge sind unangenehme Interaktionen mit der lokalen „Szene", Obdachlosen und Men-
schen mit Suchterkrankungen. Ein sicherer Ort mit ausreichender Beleuchtung, klaren Wegebeziehungen,
mehr Sicherheitspersonal und Überwachungskameras wird gewünscht. Auch ein Alkoholverbot am ZOB und
ein Ausweichplatz für die „Szene" wurden vorgeschlagen.
Aufenthaltsqualität: Die mangelnde Sauberkeit beeinträchtigt die Aufenthaltsqualität. Mehr Mülleimer,
häufigere Reinigungen und saubere öffentliche Toiletten werden gefordert. Zudem werden Schutz vor Wit-
terungseinflüssen, mehr Grünflächen, Überdachungen, klimatisierte Wartebereiche sowie Bäckereien, Ca-
fés und Trinkwasserspender gewünscht.
Mobilität für alle: Die Barrierefreiheit ist unzureichend, besonders für Menschen mit eingeschränkter Mo-
bilität. Mehr Rampen und Aufzüge, breitere Wege, bessere Zugänge, ein Leitsystem für Blinde sowie
akustische Unterstützung werden gefordert. Uneinigkeit besteht bei der Frage einer großen Rampe
zwischen den Ebenen der Mittelinsel.
Zugänglichkeit: Die Übersichtlichkeit des ZOB wird bemängelt. Verbesserungen durch klare Beschilderun-
gen, digitale Anzeigetafeln, ein einheitliches Nummerierungssystem, Informationspunkte und ein klares
Leitsystem sind notwendig. Der ZOB soll von nicht relevantem Durchgangsverkehr befreit werden. Der Ver-
kehr in der Maximilianstraße soll neu geordnet werden, um das Unfallrisiko zu verringern.
Vernetzte Mobilität: Verbesserte und vereinfachte Umsteigemöglichkeiten durch gut ausgeschilderte Wege
zu Hauptbahnhof und Straßenbahn sind das zentrale Thema. Weiterhin werden bessere Vernetzung mit
Sharing-Angeboten im ZOB-Bereich gewünscht. Die geplante Fahrradgarage erhielt positive Resonanz und
soll sicher, beleuchtet und leicht zugänglich sein. Klare Abstellflächen für E-Scooter und eine Integration der
Fahrradgarage in den öffentlichen Nahverkehr werden vorgeschlagen.
7. Anhang
• Quantitative Auswertung der Online-Beteiligung
• Qualitative Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung
• Dokumentation des Kinderworkshops
• Rohdaten der qualitativen RückmeldungenSeite 33 von 116
ZOB Bonn
Online-Beteiligung
Auswertung der quantitativen Befragung
Anzahl abgegebener Fragebögen: 976Seite 34 von 116
Informationen zur Umfrage
• Insgesamt liegen 976 Fragebögen vor
• Die Grafiken geben die relativen Antworten in Prozent an
• Die absolute Anzahl der abgegebenen Antworten ist neben der jeweiligen Grafik vermerkt (N=X)
• Die unterschiedliche Anzahl an Antworten ergibt sich durch
• Die Möglichkeit einzelne Fragen zu überspringen
• Den Abbruch der Umfrage einiger Teilnehmender vor der letzten Frage
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 2Seite 35 von 116
17,32%
23,67%
30,02%
32,58%
32,89%
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57,99%
58,40%
58,40%
59,43%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70%
Verbesserte Beleuchtung
Stellplätze für Räder
Bessere Vernetzung der Verkehrsträger
Bessere Nutzungsmöglichkeiten für Fußgänger*innen und Radfahrende
Barrierefreiheit
Informationen zu Abfahrten und Mobilitätsangeboten
Bessere Aufenthaltsqualität
Sicherheit
Bessere Übersichtlichkeit und einfacherer Umstieg
Wetterschutz
Sauberkeit
Was wünsche ich mir für den neuen ZOB am meisten? Das sind für mich
die 5 wichtigsten Themen:
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 3
N=976Seite 36 von 116
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 4
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24,50%
25,17%
28,19%
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57,38%
58,05%
58,05%
58,39%
62,75%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70%
Verbesserte Beleuchtung
Bessere Vernetzung der Verkehrsträger
Stellplätze für Räder
Barrierefreiheit
Bessere Nutzungsmöglichkeiten für Fußgänger*innen und Radfahrende
Informationen zu Abfahrten und Mobilitätsangeboten
Sicherheit
Bessere Übersichtlichkeit und einfacherer Umstieg
Wetterschutz
Bessere Aufenthaltsqualität
Sauberkeit
Was wünsche ich mir für den neuen ZOB am meisten? Das sind für mich
die 5 wichtigsten Themen: [Altersklasse: bis 30 Jahre]
N=298Seite 37 von 116
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 5
15,41%
24,22%
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33,21%
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55,60%
56,70%
57,80%
57,98%
60,37%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70%
Verbesserte Beleuchtung
Stellplätze für Räder
Bessere Vernetzung der Verkehrsträger
Bessere Nutzungsmöglichkeiten für Fußgänger*innen und Radfahrende
Barrierefreiheit
Informationen zu Abfahrten und Mobilitätsangeboten
Bessere Aufenthaltsqualität
Sicherheit
Sauberkeit
Wetterschutz
Bessere Übersichtlichkeit und einfacherer Umstieg
Was wünsche ich mir für den neuen ZOB am meisten? Das sind für mich
die 5 wichtigsten Themen: [Altersklasse: 31 - 60 Jahre]
N=545Seite 38 von 116
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 6
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38,20%
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56,18%
62,92%
62,92%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70%
Verbesserte Beleuchtung
Stellplätze für Räder
Bessere Nutzungsmöglichkeiten für Fußgänger*innen und Radfahrende
Bessere Vernetzung der Verkehrsträger
Barrierefreiheit
Informationen zu Abfahrten und Mobilitätsangeboten
Bessere Übersichtlichkeit und einfacherer Umstieg
Sauberkeit
Bessere Aufenthaltsqualität
Sicherheit
Wetterschutz
Was wünsche ich mir für den neuen ZOB am meisten? Das sind für mich
die 5 wichtigsten Themen: [Alterskasse: 60+ Jahre]
N=98Seite 39 von 116
19,83%
51,82%
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2,49%
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60%
Unsicher eher unsicher sicher sehr sicher
Wie sicher fühle ich mich aktuell am ZOB?
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 7
N=963Seite 40 von 116
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 8
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Unsicher eher unsicher sicher sehr sicher
Wie sicher fühle ich mich aktuell am ZOB? [nach Geschlecht]
weiblich männlich
N(m)=469
N(w)=428Seite 41 von 116
6,92%
20,55%
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0% 10% 20% 30% 40% 50% 60%
Ich fühle mich in keiner Situation unsicher
Weitere
In Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmenden
Aufgrund der baulichen Verhältnisse
In persönlichen Begegnungen
Aufgrund von Unübersichtlichkeit
In welchen Situationen fühle ich mich unsicher?
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 9
N=954Seite 42 von 116
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 10
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56,88%
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0% 10% 20% 30% 40% 50% 60%
Ich fühle mich in keiner Situation unsicher
Weitere
In Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmenden
Aufgrund der baulichen Verhältnisse
In persönlichen Begegnungen
Aufgrund von Unübersichtlichkeit
In welchen Situationen fühle ich mich unsicher? [nach Geschlecht]
männlich weiblich
N(m)=469
N(w)=436Seite 43 von 116
3,63%
11,97%
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Nie Selten Manchmal Oft Sehr oft
Wie häufig erlebe ich diese Situationen?
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 11
N=936Seite 44 von 116
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 12
2,60%
8,51%
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14,66%
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Nie Selten Manchmal Oft Sehr oft
Wie häufig erlebe ich diese Situationen? [nach Geschlecht]
weiblich männlich
N(m)=450
N(w)=423Seite 45 von 116
22,69%
44,15%
25,18%
7,67%
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Täglich 1-3 mal pro Woche 1-3 mal pro Monat Seltener als monatlich Nie
Wie oft halte ich mich am ZOB auf?
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 13
N=965Seite 46 von 116
34,33%
46,19%
18,56%
0,82% 0,10%
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Sehr schlecht Schlecht Akzeptabel Gut Sehr gut
Wie bewerte ich die Aufenthaltsqualität am ZOB
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 14
N=970Seite 47 von 116
22,33%
35,41%
43,71%
50,39%
66,74%
36,89% 40,02%
35,96%
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12,00% 10,22% 7,37%
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80%
es mehr Dienstleistungen
geben würde.
der Platz interessanter
gestaltet wäre.
es mehr
Sitzgelegenheiten/Mobiliar
geben würde.
es mehr Grün geben würde. der Platz sauberer wäre.
Ich würde öfter den ZOB nutzen wenn...:
Ja Eher Ja Eher Nein Nein
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 15Seite 48 von 116
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 16
26,64%
37,17%
45,79%
53,87%
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36,48%
40,15%
33,70%
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es mehr Dienstleistungen
geben würde.
der Platz interessanter gestaltet
wäre.
es mehr
Sitzgelegenheiten/Mobiliar
geben würde.
es mehr Grün geben würde. der Platz sauberer wäre.
Ich würde öfter den ZOB nutzen wenn...: [Altersklasse bis 30]
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16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 17
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40,17%
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31,88%
25,91%
22,00%
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es mehr Dienstleistungen
geben würde.
der Platz interessanter gestaltet
wäre.
es mehr
Sitzgelegenheiten/Mobiliar
geben würde.
es mehr Grün geben würde. der Platz sauberer wäre.
Ich würde öfter den ZOB nutzen wenn...: [Altersklasse 31-60]
Ja Eher Ja Eher Nein NeinSeite 50 von 116
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 18
23,61%
42,11%
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13,58%13,89%
6,58% 4,88%
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es mehr Dienstleistungen
geben würde.
der Platz interessanter gestaltet
wäre.
es mehr
Sitzgelegenheiten/Mobiliar
geben würde.
es mehr Grün geben würde. der Platz sauberer wäre.
Ich würde öfter den ZOB nutzen wenn...: [Altersklasse 60+]
Ja Eher Ja Eher Nein NeinSeite 51 von 116
So häufig nutze ich am ZOB die folgenden Fortbewegungsmittel/Mobilitätsformen:
1,47%
12,15%
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38,12%
19,69%
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Nie seltener als
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1-3 mal pro
Monat
1-2 mal pro
Woche
täglich
Bus
3,14%
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36,04%
29,11%
11,90%
0%
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Nie seltener als
monatlich
1-3 mal pro
Monat
1-2 mal pro
Woche
täglich
Bahn
4,43%
17,39%
32,94% 31,21%
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0%
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20%
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30%
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Nie seltener als
monatlich
1-3 mal pro
Monat
1-2 mal pro
Woche
täglich
Straßenbahn 37,81%
15,69% 19,64% 18,28%
8,58%
0%
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Nie seltener als
monatlich
1-3 mal pro
Monat
1-2 mal pro
Woche
täglich
Fahrrad
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 19
N=939
N=962
N=905
N=931Seite 52 von 116
So häufig nutze ich am ZOB die folgenden Fortbewegungsmittel/Mobilitätsformen:
66,09%
30,92%
2,53% 0,23% 0,23%
0%
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20%
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40%
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70%
Nie seltener als
monatlich
1-3 mal pro
Monat
1-2 mal pro
Woche
täglich
Taxi
2,50%
9,58%
26,66%
35,69%
25,57%
0%
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25%
30%
35%
40%
Nie seltener als
monatlich
1-3 mal pro
Monat
1-2 mal pro
Woche
täglich
zu Fuß
82,15%
12,13% 3,55% 1,37% 0,80%
0%
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60%
80%
100%
Nie seltener als
monatlich
1-3 mal pro
Monat
1-2 mal pro
Woche
täglich
E-Scooter
86,26%
9,66% 2,68% 0,70% 0,70%
0%
20%
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60%
80%
100%
Nie seltener als
monatlich
1-3 mal pro
Monat
1-2 mal pro
Woche
täglich
Sharing-Angebote
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 20
N=885
N=932
N=887
N=890Seite 53 von 116
Wie bewerte ich die am neuen ZOB geplanten Maßnahmen?
(5 Sterne = volle Zustimmung, 1 Stern = Ablehnung)
Fahrradgarage: 3,77
Neue Radführung: 3,85
Anbindung Fußverkehr: 4,24
Wartebereich für Fahrgäste: 4,23
Öffentliche Toilettenanlage: 4,22
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 21
N=871
N=845
N=874
N=883
N=881Seite 54 von 116
6,86%
11,07%
12,91%
16,29%
19,98%
30,12%
32,17%
32,99%
38,01%
38,11%
45,59%
49,59%
50,72%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60%
Fehlende/nicht genügend Aufzüge
Weitere
Zuwegung ist nicht barrierefrei
Ich fühle mich unsicher aufgrund des unebenen Bodens
Nichts, ich nutze den ZOB ohne Einschränkungen
Die Wege sind nicht gut ausgeschildert
Es gibt viele Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmenden
Es gibt keine öffentlichen Toiletten
Straßenquerungen sind unzureichend (bspw. Ampelschaltung)
Nicht genügend Informationen an den Anzeigetafeln
Ich kann mich nicht hinsetzen, wenn ich warten muss
Es gibt zu wenig Platz auf den Wegen
Unübersichtlichkeit für die Fahrgäste
Was hindert mich persönlich am meisten daran, aktuell am ZOB ein- und
auszusteigen?
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 22
N=954Seite 55 von 116
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 23
5,13%
7,69%
32,05%
37,18%
37,18%
39,74%
42,31%
50,00%
52,56%
58,97%
58,97%
60,26%
62,82%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70%
Weitere
Nichts, ich nutze den ZOB ohne Einschränkungen
Fehlende/nicht genügend Aufzüge
Es gibt viele Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmenden
Die Wege sind nicht gut ausgeschildert
Straßenquerungen sind unzureichend (bspw. Ampelschaltung)
Nicht genügend Informationen an den Anzeigetafeln
Ich fühle mich unsicher aufgrund des unebenen Bodens
Es gibt zu wenig Platz auf den Wegen
Ich kann mich nicht hinsetzen, wenn ich warten muss
Es gibt keine öffentlichen Toiletten
Unübersichtlichkeit für die Fahrgäste
Zuwegung ist nicht barrierefrei
Was hindert mich persönlich am meisten daran, aktuell am ZOB ein- und
auszusteigen? [Eingeschränkte Mobilität: Ja]
N=78Seite 56 von 116
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 24
8,26%
12,61%
14,22%
14,45%
16,51% 30,96%
30,96%
34,63%
35,09%
40,60%
51,83%
53,90%
54,59%
4,85%
8,86%
9,70%
15,40%
24,68%
30,59%
27,43%
30,80%
38,82%
34,18%
38,40%
44,30%
45,36%
0,00% 10,00% 20,00% 30,00% 40,00% 50,00% 60,00%
Fehlende/nicht genügend Aufzüge
Weitere
Zuwegung ist nicht barrierefrei
Ich fühle mich unsicher aufgrund des unebenen Bodens
Nichts, ich nutze den ZOB ohne Einschränkungen
Es gibt viele Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmenden
Die Wege sind nicht gut ausgeschildert
Es gibt keine öffentlichen Toiletten
Nicht genügend Informationen an den Anzeigetafeln
Straßenquerungen sind unzureichend (bspw. Ampelschaltung)
Ich kann mich nicht hinsetzen, wenn ich warten muss
Es gibt zu wenig Platz auf den Wegen
Unübersichtlichkeit für die Fahrgäste
Was hindert mich persönlich am meisten daran, aktuell am ZOB ein- und
auszusteigen? [nach Geschlecht]
männlich weiblich
N(m)=474
N(w)=436Seite 57 von 116
Stadtbezirk
Bonn; 53,55%
Bad Godesberg;
11,35%
Beuel;
13,15%
Hardtberg;
11,35%
Sonstiger
Wohnort;
10,60%
Mein Wohnort
Stadtbezirk
Bonn; 80,87%
Bad Godesberg;
5,33%
Beuel; 6,96%
Hardtberg;
4,24% außerhalb von
Bonn; 2,61%
Wo bewege ich mich am meisten in
Bonn und Umgebung?
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 25
N=943
N=920Seite 58 von 116
2,15%
29,83%
27,04%
16,74%
14,70%
7,19%
2,15%
0,21%
0%
5%
10%
15%
20%
25%
30%
35%
Unter 18 19-30
Jahre
31-40
Jahre
41-50
Jahre
51-60
Jahre
61-70
Jahre
71-80
Jahre
Über 80
Jahre
Mein Alter
Weiblich;
47,34%
Männlich;
51,47%
Divers; 1,19%
Mein Geschlecht
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 26
N=932 N=921Seite 59 von 116
Ja; 8,51%
Nein; 91,49%
Ich bin in meiner Mobilität
eingeschränkt (z.B. durch eine
Behinderung):
24,34%
38,70%
17,10%
14,36%
4,24%
1,25%
0%
5%
10%
15%
20%
25%
30%
35%
40%
45%
1 2 3 4 5 6
Wie viele Menschen leben in
meinem Haushalt? (Mich
eingerechnet)
16.07.2024 ZOB Bonn - Online-Beteiligung 27
N=917 N=801Seite 60 von 116
Öffentlichkeitsbeteiligung
ZOB Bonn: Qualitative
AuswertungSeite 61 von 116
Vorgehensweise
Im Folgenden werden häufig genannte Anregungen und Ideen, die über die verschiedenen Formate der
Öffentlichkeitsbeteiligung gesammelt wurden aufgeführt. Die Einträge stammen aus der öffentlichen
Informationsveranstaltung, der Online-Befragung, sowie Rückmeldungen von Bürger*innen per E-
Mail.
Dabei werden die Rückmeldungen als eigens formulierte Kernaussagen als Antworten auf Leitfragen
dargestellt.
Insgesamt gingen mehr als 3000 textliche Rückmeldungen ein. Diese wurden anhand von
Schlagworten Clustern zugeordnet. Zur Beantwortung der Leitfragen wird nach den jeweiligen Clustern
gefiltert, woraus schließlich die hier aufgeführten Antworten entstanden.
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 2Seite 62 von 116
Sicherheit: Wie fühlen sich die Menschen im Umgang mit der örtlichen
„Szene“?
Ergebnisse:
Insbesondere Streitereien innerhalb der Szene, das Anpöbeln und Betteln
trägt zum negativen Sicherheitsgefühl bei. Daher macht der Aufenthalt
der Szene den ZOB zu einem unsicheren Ort. Negative Interaktionen mit
alkoholisierten Menschen, sowie Personen mit Suchterkrankungen
werden häufig als Faktor für Unsicherheit am ZOB genannt.
Aus diesem Grund wird sich mehr Sicherheitspersonal direkt vor Ort
gewünscht, mehr Notfallsäulen und Kameras. Zusätzlich eine Verlagerung
der Szene abseits des ZOB, sowie ein allgemeines Alkohol- und
Drogenverbot, was stark kontrolliert wird.
Als Konsequenz sollte der ZOB mehr auf die Bedürfnisse der Reisenden
zugeschnitten sein, daher sei eine Verlagerung der Szene weg vom ZOB
notwendig. Auch schade die starke Präsenz der Szene dem Tourismus in
Bonn.
Angewendete Filter:
• Szene
• Negative Interaktionen
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 3Seite 63 von 116
Sicherheit: Was soll für die örtliche „Szene“ getan werden?
Ergebnisse:
Eine Umsiedlung der Szene abweichend vom ZOB, um das Sicherheitsgefühl
und die Aufenthaltsqualität vor Ort zu steigern.
Als Ausweichfläche sollte ein sicherer Ort für die Szene in der Nähe des ZOB
als Alternative geschaffen werden, mit WC-Anlagen und geschütztem
Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten. Fachliche Betreuung für
Obdachlose und Menschen mit Suchterkrankungen könnten bei der
Bewältigung der Probleme vor Ort helfen.
Angewendete Filter:
• Szene
• Kontrolle
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 4Seite 64 von 116
Sicherheit: Wo soll die Szene verortet werden?
Ergebnisse:
Die Szene sollte weg vom ZOB, aber sich nicht in Richtung Kaiserplatz und
Südunterführung (zur Poppelsdorfer Allee) verlagern, sondern an einen
weniger prominenten Platz.
Weitere Vorschläge beinhalten die Räumlichkeiten des VFG in der
Quantiusstraße sowie das Prälat-Schleich-Haus in der Thomastraße. Andere
Ideen sind eine Sozialfläche für Obdachlose bei Primark oder in der Nähe
des Prälat-Schleich-Hauses.
Angewendete Filter:
• Szene
• Orte
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 5Seite 65 von 116
Sicherheit/Aufenthalt: Welche Aussagen gibt es über die Szene hinaus
zum Thema Alkoholkonsum am ZOB?
Ergebnisse:
Unabhängig von der lokalen Szene stören sich viele Menschen am
Alkoholkonsum am ZOB und wünschen sich daher die Einführung eines
generellen Alkoholverbots am ZOB. Dies umfasst neben dem Konsum auch
den Verkauf von Alkohol, zumindest in den Abendstunden.
Weiterhin trägt der hohe Alkoholkonsum zu mangelnder Sauberkeit bei,
durch herumliegende Flaschen und Scherben. Hier werden sich zusätzliche
Mülleimer mit Pfandringen gewünscht, um dem Wegwerfen der vielen
Flaschen entgegenzuwirken
Angewendete Filter:
• Alkohol
• NICHT Szene
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 6Seite 66 von 116
Sicherheit: Welche negativen Interaktionen außerhalb der Konflikte mit
der Szene werden gemeldet?
Ergebnisse:
Allgemein herrscht am ZOB ein negatives Sicherheitsgefühl, was
insbesondere durch dunkle Ecken, schlechte Beleuchtung und viele
Personen ohne Reisegrund am ZOB bestärkt wird.
Berichtet werden auch zunehmende Konflikte durch alkoholisierte
Jugendliche.
Angewendete Filter:
• Negative Interaktion
• NICHT Szene
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 7Seite 67 von 116
Sicherheit: Welche Maßnahmen können zusätzlich zur Sicherheit
beitragen?
Ergebnisse:
Die Teilung des ZOBs wird als sehr unübersichtlich empfunden ebenso wie die
Dunkelheit. Daher wird sich mehr Licht am ZOB sowie eine bessere
Wegeführung gewünscht, um so das Sicherheitsempfinden zu steigern.
Dazu zählt auch die bessere Wegeführung der Busse. Besonders hervorgehoben
werden zudem die vielen dunklen Ecken, weshalb sich eine offene und helle
Bauweise gewünscht wird.
Am ZOB wird sich eine höhere Polizeipräsenz gewünscht, bspw. durch eine
Polizeiwache direkt vor Ort oder auch Hilfeteams, die rund um die Uhr bei
Unsicherheiten angesprochen werden können.
Für ein stärkeres Sicherheitsgefühl wünschen sich einige Menschen ein
Kamerasystem am ZOB, allerdings wird das Thema Kameraüberwachung
kontrovers gesehen und einige wünschen sich mehr Patrouillen am ZOB und
Hilfeknöpfe mit direkter Verbindung zum Ordnungsamt oder zur Polizei.
Angewendete Filter:
• Kontrolle
• NICHT Szene
• Übersichtlichkeit
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 8Seite 68 von 116
Aufenthalt: Wie wird die Sauberkeit am ZOB empfunden und welche
Vorschläge gibt es, um diese zu verbessern?
Ergebnisse:
Die mangelnde Sauberkeit am ZOB ist ein zentrales Thema, welches über
alle Nutzer*innengruppen übergreifend angesprochen wird und trägt dazu
bei, dass sich die Menschen am ZOB unwohl fühlen.
Ein sehr häufig geäußerter Wunsch der Befragten ist eine häufigere
Reinigung und stärkere Kontrollen am ZOB.
Gefordert werden mehr Mülleimer (auch unterirdisch) mit Pfandringen,
sowie größere Mülleimer mit mehr Fassungsvermögen.
Angewendete Filter:
• Sauberkeit
• NICHT Szene
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 9Seite 69 von 116
Barrierefreiheit: Welche Maßnahmen wurden im Hinblick auf die
Barrierefreiheit genannt?
Ergebnisse:
Die aktuelle verkehrliche Situation beeinträchtigt die Barrierefreiheit
erheblich, insbesondere für Personen mit Kinderwagen, Rollatoren und
Rollstühlen, da die Bussteige sehr eng sind und nicht genügend Platz
bieten. Die aktuelle Situation in der Maximilianstraße, wo Radwege direkt
hinter den Haltestellen verlaufen, erhöht das Unfallrisiko und erschweren
das Ausweichen.
Fehlende Rampen und unzureichende Zugänge zu den Haltestellen
verschärfen die Situation, indem sie die Erreichbarkeit einschränken. Die
aktuellen Wartebereiche weisen viele Hindernisse auf, daher würde eine
Neugestaltung mit mehr Fläche die Barrierefreiheit und das
Sicherheitsgefühl verbessern.
Angewendete Filter:
• Barrierefreiheit
• Verkehrliche Situation
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 10Seite 70 von 116
Barrierefreiheit: Welche Kommentare zu Barrierefreiheit beziehen sich
konkret auf die Wegeführung?
Ergebnisse:
Die Barrierefreiheit am ZOB wird durch unzureichende Fußgängerüberwege und fehlende
Bordsteinabsenkungen stark beeinträchtigt, was den Zugang zu den Bussteigen
erschwert. Eine klare Wegeführung mit gut markierten Zebrastreifen und breiten,
rollstuhlgerechten Wegen wird gewünscht, um sichere Übergänge zu ermöglichen.
Mehr Aufzüge und Rolltreppen tragen ebenfalls zur Barrierefreiheit bei. Mehrheitlich als
wichtiger erachtet werden dabei Rampen. Viele Personen weisen darauf hin, dass
Rampen mit nicht zu starker Steigung zwingend als Alternative notwendig sind, da
Aufzüge und Rolltreppen im Falle eines technischen Defekts nicht nutzbar sind.
Weiterhin kann es an Aufzügen aufgrund der limitierten Kapazitäten zu langen
Wartezeiten kommen.
Ein sinnvolles Leitsystem für blinde Menschen sowie akustische Unterstützung und klare
Beschilderung würden die Orientierung und Nutzung der Bussteige verbessern.
Insgesamt müssen die Wege zwischen dem Hauptbahnhof und dem ZOB barrierefrei
gestaltet und von Durchgangsverkehr, der nicht für den ZOB relevant ist, befreit werden,
um die Sicherheit und Zugänglichkeit für alle Nutzer zu gewährleisten.
Angewendete Filter:
• Barrierefreiheit
• Wegeführung
• NICHT Verkehrliche
Situation
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 11Seite 71 von 116
Welche Maßnahmen werden im Hinblick auf Barrierefreiheit &
Übersichtlichkeit genannt?
Ergebnisse:
Der ZOB in Bonn kann barrierefrei und übersichtlich gestaltet werden durch
die Einführung von Rampen, Aufzügen und Rollbändern/Rolltreppen, klar
gekennzeichneten und breiten Fußgängerwegen sowie einer gut sichtbaren
Beschilderung und Anzeigetafeln. Ausreichende Beleuchtung erhöht die
Übersichtlichkeit ebenfalls.
Ein weiterer Punkt ist bessere Wegeführungen, die auch alle oberirdisch zu
erreichen sind sowie eine klare Beschilderung zum Busverkehr. Insgesamt
stellen die vielen Kreuzungen mit anderen Verkehrsteilnehmern (PKW-,
Bus- und Fahrradverkehr) ein Hindernis dar.
Angewendete Filter:
• Barrierefreiheit
• Übersichtlichkeit
• NICHT Verkehrliche
Situation
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 12Seite 72 von 116
Verkehrliche Situation: Was gibt es für Hinweise zur Interaktion Fuß- und
Busverkehr?
Ergebnisse:
Fußgänger empfinden die Übergänge als unübersichtlich, da viele Busse
gleichzeitig abfahren und Haltepunkte nicht klar gekennzeichnet sind. Dies
führt zu gefährlichen Situationen, wenn Fußgänger Straßen zwischen
fahrenden Bussen überqueren müssen.
Daher besteht der Wunsch nach direkten, sicheren Wegen und klaren
Fußgängerführungen, um Konflikte zu minimieren. Weiterhin wird eine
direkte Wegeführung zwischen Bussteigen und Straßenbahnhaltestellen
gewünscht.
Angewendete Filter:
• Fußverkehr
• Bus
• NICHT Barrierefreiheit
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 13Seite 73 von 116
Verkehrliche Situation: Was gibt es für Hinweise zur Interaktion Fuß- und
Radverkehr?
Ergebnisse:
Gewünscht wird eine klare, übersichtliche Trennung von Fuß- und
Radverkehr, um Konflikte zu minimieren. Dabei werden Maßnahmen wie
Zebrastreifen und bauliche Trennungen gewünscht. Die gemeinsame
Nutzung von Flächen führt zu Unsicherheit bei allen
Verkehrsteilnehmenden.
Derzeit kommt es häufig zu Konflikten durch unübersichtliche
Wegeführung, weshalb auch der Wunsch geäußert wird, den ZOB komplett
als Fußgängerzone zu gestalten.
Angewendete Filter:
• Verkehrliche Situation
• Fußverkehr
• Fahrrad
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 14Seite 74 von 116
Verkehrliche Situation: Was gibt es für Hinweise zur Interaktion Rad- und
Busverkehr?
Ergebnisse:
Konflikte zwischen Radverkehr und Busverkehr entstehen aktuell
insbesondere durch fehlende Radwege und gemeinsame Verkehrswege.
Daher werden getrennte Verkehrsführungen und weniger Kreuzungspunkte
zwischen Rad- und Busverkehr als Lösungsmöglichkeiten genannt.
Angewendete Filter:
• Verkehrliche Situation
• Fahrrad
• Bus
• NICHT Barrierefreiheit
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 15Seite 75 von 116
Wegeführung: Welche Anmerkungen gibt es zur Radwegeführung?
Ergebnisse:
Sinnvolle Radwegführung, die es ermöglicht, den ZOB konfliktfrei zu
queren. Auch Umgehungsmöglichkeiten für Pendler schaffen. Angewendete Filter:
• Wegeführung
• Fahrrad
• NICHT Barrierefreiheit
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 16Seite 76 von 116
Was wird zum Thema Fahrradgarage und deren Zuwegung benannt?
Ergebnisse:
Die geplante Fahrradgarage erhält überwiegend positive Rückmeldungen. Dabei
ist den Menschen wichtig, dass diese sicher, gut beleuchtet und leicht zugänglich
ist.
Vorgeschlagen wird etwa eine Integration in den öffentlichen Nahverkehr, sodass
Abfahrtsanzeigen des ÖPNV auch direkt in der Garage angezeigt werden. Auch
eine Einbindung von Leihfahrrädern wird vorgeschlagen, ebenso wie eine in die
Garage integrierte Abstellfläche für E-Scooter. Weiterhin wäre auch eine
Kombination von ÖPNV-Tickets mit Tickets für die Fahrradgarage möglich.
Bei der Zuwegung werden offene, breite, gut einsehbare Wege gefordert, um
Angsträume zu vermeiden.
Angewendete Filter:
• Fahrradgarage
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 17Seite 77 von 116
Wegeführung: Welche Anmerkungen gibt es zur Fußwegführung
innerhalb des ZOB?
Ergebnisse:
Fußverkehr den Vorrang gegenüber anderen Mobilitätsformen gewähren.
Ein wichtiger Aspekt sind sichere Querungsmöglichkeiten. Diese sollten
weniger mit Ampeln, aber mit mehr Zebrastreifen erbracht werden. Auch
eine vollständige Umwidmung des ZOB in eine Fußgängerzone ohne Rad-
und Autoverkehr wird gewünscht.
Angewendete Filter:
• Wegeführung
• Fußverkehr
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 18Seite 78 von 116
Wegeführung: Welche Anmerkungen gibt es zur Fußwegführung
(Anbindung) zum ZOB (Straßenbahn, Bahnhof)?
Ergebnisse:
Eine Priorisierung des Fußverkehrs wird gewünscht. Sichere
Übergangsmöglichkeiten zu Straßenbahn und Hauptbahnhof. Lange
Wartezeiten an Fußgängerampeln sollten reduziert werden und eine
sinnvolle Straßenquerung an der Südunterführung geschaffen werden, um
vom Hauptbahnhof zum ZOB zu gelangen.
Angewendete Filter:
• Wegeführung
• Fußverkehr
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 19Seite 79 von 116
Informationen: Welche Angebote können geschaffen werden, um die
Information und Übersichtlichkeit für die Fahrgäste zu verbessern?
Ergebnisse:
Mehr Informationen können die Übersichtlichkeit am ZOB verbessern, indem
klare, gut lesbare Anzeigetafeln und eindeutige Wegweiser an mehreren Stellen
aufgestellt werden. Zusätzlich sollten Informationspunkte und Servicezentren
zur Verfügung stehen. Ein einheitliches System zur Bussteignummerierung trägt
ebenfalls zur Verbesserung bei.
Mehr digitale Echtzeitanzeigetafeln an den Haltestellen und Umgebung, die von
mehreren Seiten sichtbar sind und richtige Informationen geben, wo welcher
Bus abfährt inkl. Umsteigemöglichkeiten. Wichtig ist hierbei, dass die Tafeln auch
bei den verschiedenen Lichtverhältnissen gut lesbar sind.
Eine Infostelle von der SWB für Touristen und bei Fragen zu Tickets oder
Umsteigemöglichkeiten.
Angewendete Filter:
• Information
• Übersichtlichkeit
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 20Seite 80 von 116
Aufenthalt: Welche Angebote können geschaffen werden, um die
Aufenthaltsqualität für die Fahrgäste zu verbessern?
Ergebnisse:
Viele der Befragten wünschen sich ein mehr gastronomisches Angebot, etwa
Bäckereien und Cafés mit ausreichend Sitzgelegenheiten, einen Kiosk mit
nicht-alkoholischen Getränken oder einen Trinkwasserspender am ZOB.
Auch nicht-kommerzielle Sitzgelegenheiten erhöhen die Aufenthaltsqualität.
Angewendete Filter:
• NICHT Alkohol
• NICHT Szene
• Übersichtlichkeit
• Aufenthalt
• NICHT Negative
Interaktion
• NICHT Sauberkeit
30.08.2024 BETEILIGUNG ZOB BONN: QUALITATIVE AUSWERTUNG 21Seite 81 von 116
Welche Vorschläge werden zur Gestaltung (z.B. Boden

Gekürzt — den vollständigen Text enthält das PDF.

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Datenstand: 02.11.2026, 18:06 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de