← Vorlagen

242205 · Antrag

Gemeinsam für einen starken Integrationsrat - Resolution des Integrationsrats zur Bedeutung der Kommunalwahl 2025 und der Wahl des Integrationsrats

Nummer
242205
Art
Antrag
Veröffentlicht
10.12.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 10.12.2024
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 28.01.2025

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Integrationsrates 28.01.2025 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 64,4 KB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (4.622 Zeichen)
Antrag
öffentlich
242205
Antragsteller/in:
Gerrit Reininghaus (SPD-Liste), Tunc Karamanli (SPD-Liste)
09.12.2024
Gemeinsam für einen starken Integrationsrat -
Resolution des Integrationsrats zur Bedeutung der
Kommunalwahl 2025 und der Wahl des
Integrationsrats
Beratungsfolge
Integrationsrat 28.01.2025 Entscheidung
Inhalt des Antrags
Der Integrationsrat möge die folgende Resolution beschließen. Sie unterstreicht
die Bedeutung der Kommunalwahl am 14. September 2025 und insbesondere
die Rolle des Integrationsrats für ein friedliches und respektvolles Leben der
Menschen miteinander in Bonn. Sie ruft Menschen mit Migrationsgeschichten in
ihrer Biografie dazu auf, sich kommunalpolitisch zu engagieren, sich zur Wahl
zu stellen und wählen zu gehen.
Resolution:
In 2025 stehen Kommunalwahlen bei uns in Bonn an. Die demokratischen Par-
teien in Bonn stehen im Wettstreit um gute Ideen. Unsere lebendige und inspi-
rierende Zivilgesellschaft, die unzähligen Vereine und Initiativen, Bürgerinnen
und Bürger, die füreinander da sind, zeigen, dass es sich lohnt, sich für Bonn
zu engagieren.
Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt kamen und kommen
nach Bonn, als Gäste, als Freunde, oder um hier ihre Träume zu verwirklichen.
Sie schätzen Bonn und seine Menschen für ihre offene und freundliche Art, für
zwei Jahrtausende des sich immer Neu-Erfindens, des Kommen und Gehen
und Bleiben können.
Dass wir in Bonn friedlich und respektvoll zusammenleben, ist aber keine
Selbstverständlichkeit. Bonn hat auch schon andere Zeiten erlebt, wie etwa die
finstere Zeit der Nazi-Herrschaft, als für Viele die Werte, die uns verbinden,
nicht mehr zählten und Menschen, die als anders gebrandmarkt wurden, ver-
jagt, vertrieben und umgebracht wurden.
Heute sehen wir wieder starke Warnzeichen, dass solche Zeiten zurückkehren
könnten. Dass Menschlichkeit und Menschenwürde zu verhandelbaren Argu-
menten werden, dass Hass und Hetze als Instrument in der Auseinanderset-
zung genutzt werden und sich in unsere Herzen eingraben. Bonn ist noch weit
davon entfernt. Die Bedrohung durch rechtsextreme Menschenfeinde aberSeite 1 von 2
Seite 2
kommt näher.
Als Integrationsrat von Bonn sind wir Vertreterinnen und Vertreter der Men-
schen mit Migrationsgeschichte in Bonn. Das sind ganz viele Menschen mit
Perspektiven auf Bonn, die für diese Stadt wertvoller nicht sein könnten. Men-
schen, die hart arbeiten, um ihre Vision von einem erfüllten Leben für sich und
ihre Familie zu verwirklichen. Das sind Menschen, die von Diktatur und Unter-
drückung erzählen können. Das sind Menschen, die hier groß geworden sind,
und die sich fragen, warum ihr Deutsch-Sein neuerdings infrage gestellt wird
oder warum sie sich erklären müssen.
Als Integrationsrat stehen wir für diese Menschen. Der Integrationsrat hat keine
großen Entscheidungsbefugnisse. Aber er repräsentiert Menschen, die sonst
oft weiterhin unterrepräsentiert sind in der Politik. Wir machen aufmerksam auf
Fehleinstellungen, auf übersehene Chancen und unbedachte Konsequenzen.
Als Integrationsrat diskutieren wir leidenschaftlich, aber mit allem Respekt un-
tereinander, mit dem Stadtrat, mit der Stadtverwaltung und mit Akteuren der
Zivilgesellschaft, was Menschen mit Migrationsgeschichte bewegt.
Dabei sind die Menschen, die wir vertreten, kein einheitlicher Block, sondern so
vielfältig in ihren politischen Ideen, ihren Lebensvorstellungen und ihre Lebens-
situation wie die Welt, die sie in sich tragen. Und so streiten auch wir um die
richtigen Lösungen, um die Mehrheiten, die Platz und Respekt für die Minder-
heit beinhalten. Daher ist es nicht egal, wer die Menschen im Integrationsrat
vertritt. Wir haben unterschiedliche politische Überzeugungen und Konzepte
und darauf sind wir stolz.
Wir wollen, dass der Integrationsrat aus dieser Kommunalwahl gestärkt hervor-
geht. Dafür brauchen wir eine hohe Wahlbeteiligung, die dafür Sorge trägt,
dass wir mit starker Stimme sprechen können. Dafür brauchen wir einen Wahl-
kampf - der im gegenseitigen Respekt – uns für die eigenen Ideen werben
lässt. Das geht nur mit Unterstützung der demokratischen Parteien im Stadtrat,
die den Integrationsrat in ihren Wahlkampf einbinden müssen. Das braucht
Menschen mit unterschiedlichsten Kompetenzen, die bereit sind, sich wählen
zu lassen für den Integrationsrat und die dabei unterstützt und ermutigt werden
müssen. Hier sehen wir uns als erfahrene Mitglieder im Integrationsrat in der
Verantwortung.
Denn für die Herausforderungen, der unsere Demokratie ausgesetzt ist,
braucht Bonn einen starken Integrationsrat.
Begründung
erfolgt mündlich
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 23:59 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de