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242181 · Mitteilungsvorlage

Hochwasserschutz Godesberg Bach - Arbeitsstand

Nummer
242181
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
08.12.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 27.08.2025 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
242181
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Hochwasserschutz Godesberg Bach
- Arbeitsstand
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 29.01.2025 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Grundlagenermittlung in Form eines Hochwasserschutzkonzeptes für den
Godesberger Bach wurde in 2022 abgeschlossen und in der BV Godesberg im
Herbst 2022 vorgestellt (DS 221713).
Aus den Ergebnissen des Hochwasserschutzkonzeptes war zu entnehmen,
dass für ein 100-jährliches Hochwasserereignis keine ausreichenden
Rückhaltemöglichkeiten im Oberlauf des Godesberger Bachs vorhanden sind.
Ebenso wurden sieben verschiedene Trassen untersucht, über die ein
möglicher Entlastungskanal in den Rhein, analog zu der Hochwasserentlastung
am Mehlemer Bach, führen könnte. D.h. an einem bestimmten Bachabschnitt
wird überschüssiges Wasser bei Bachhochwasser aus dem Godesberger Bach
in einen Kanal abgeleitet, der das Wasser direkt in den Rhein transportiert.
Kritischer Bereich dabei ist die Querung der Deutschen Bahn, des Godesberger
Straßentunnels und des Stadtbahntunnels. Die unterirdischen Bauwerke liegen
dicht beieinander und greifen teilweise ineinander, so dass an den meisten
untersuchten Bereichen kein ausreichender Platz für einen Entlastungkanal
vorhanden und das benötigte Gefälle für einen Wasserablauf nicht herzustellen
war.
Bei weiterführenden Überlegungen zu möglichen
Hochwasserschutzmaßnahmen ergab sich die Alternative, in Querung der o.g.
Infrastruktur einen Entlastungskanal unterhalb der Bürgerstrasse zu erstellen.
Dabei würde das Wasser unterhalb des Moltkeplatzes direkt aus dem dort
unterirdisch verlaufenden Bachkanal in ein Einlassbauwerk geleitet. Durch
einen Entlastungskanal unterhalb der Bürgerstrasse wird die o.g. Infrastruktur
gequert und voraussichtlich in der Trasse der Rheinallee in den Rhein
abgeführt.
Hierzu werden aktuell detaillierte Untersuchungen zu einem möglichen
Entlastungskanal durchgeführt, um einen 100-jährlichen Hochwasserabfluss
sicherstellen zu können.
Der Fokus der Untersuchungen liegt in der Dimensionierung des
Entlastungskanals. Dieser muss einen ausreichend großen QuerschnittSeite 1 von 2
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erreichen, um die überschüssigen Wassermengen bei Hochwasser durchleiten
zu können. Dafür wird ausreichend Platz in der Straße und zwischen den zu
kreuzenden Tunnelbauwerken, ebenso wie ein ausreichender Abstand (mind.
1m) zu bestehenden Bauwerken, benötigt. Des Weiteren liegt ein Augenmerk
auf der Bauweise des Ein- sowie Auslassbauwerks. Die großen
Wassermengen mit ihren hohen Fließgeschwindigkeiten müssen ohne
Verwirbelungen und Aufstau eingeleitet werden können, um das Wasser zügig
durchzuleiten.
Das beauftragte Ingenieurbüro überprüft aktuell verschiedene Bauweisen für
Einlassbauwerke und berechnet deren hydraulische Eigenschaften.
Auftragsgegenstand dabei ist zunächst ausschließlich die
• Machbarkeit der Querung eines für ein 100-jährliches Hochwasser
ausreichend groß dimensionierten Entlastungskanals unter Deutscher
Bahn, Godesberger Straßentunnel und Stadtbahntunnel,
• mögliche Bauweise und Dimensionierung eines Einlassbauwerks
unterhalb des Moltkeplatzes und
• Übergabe des abgeleiteten Wassers an einen Entlastungskanal bis in den
Rhein.
Sollte ein solcher Kanal die hydraulischen Voraussetzungen für die Ableitung
der überschüssigen Wassermengen bei einem 100-jährlichen Hochwasser
erfüllen können und eine realistische sowie wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit
zum Hochwasserschutz darstellen, wird aufbauend auf diesen Ergebnissen der
weitere Hochwasserschutz am Godesberger Bach geplant (siehe auch DS
231145 und 231145-01). D.h. im Anschluss an den aktuellen Auftrag muss zum
einen geplant werden, wie ein 100-jährliches Hochwasser im Godesberger
Bach ab der Brunnenallee bis zur Straße Am Äuelchen geleitet wird, ohne über
die Ufer zu treten. Zum anderen ist der weiterführende Entlastungskanal ab der
Rheinallee bis zu einem Auslassbauwerk in den Rhein zu planen.
Die Untersuchungsergebnisse zum aktuellen Auftrag werden nach
Fertigstellung in der BV Godesberg im Frühjahr 2025 vorgestellt.
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 18:02 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de