242151 · Mitteilungsvorlage
Bericht über das Kita-Anmeldeverfahren für das Kitajahr 2024/25
Kerndaten
- Nummer
- 242151
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 26.11.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
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Mitteilungsvorlage öffentlich 242151 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 51 Amt für Kinder, Jugend und Familie Dezernat: Dez. V Bericht über das Kita-Anmeldeverfahren für das Kitajahr 2024/25 Beratungsfolge Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 11.12.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: Die Verwaltung berichtet über die Anmeldesituation für Kindertagesstätten und Kindertagespflege im Kitajahr 2024/25. Dieses Jahr haben zum 31.07.2024 2.956 Kinder die Kitas als zukünftige Schulkinder verlassen. Insgesamt wurden 4.255 Verträge für einen Betreuungsstart zwischen dem 01.08.2024 und 31.10.2024 in Kita und Kindertagespflege (KTP) abgeschlos- sen (davon Anteil KTP 823). Darin sind Wechsel von Kindern aus der Kinderta- gespflege, einer anderen Kita und die Nachbelegung von Plätzen, die aus an- deren Gründen als der Schulpflicht frei wurden, enthalten. Im Jahr 2023 waren es im selben Zeitraum 4.281 Neuverträge (Anteil in der KTP 884). Insgesamt befanden sich zum 07.11.2024 12.843 Kinder in Kitas und Kinderta- gespflege in Betreuung (davon Anteil KTP 1.382). Im Vorjahr waren es zur sel- ben Zeit bereits 13.080 Kinder (Anteil KTP 1.435). Mit Abschluss des Kita-Jahres 2023/2024 im Juli 2024 wurden zum Vergleich 13.171 in Kitas und in Kindertagespflege betreut. Eine Differenz entsteht unter anderem, weil drei Einrichtungen seit dem 01.08.2024 geschlossen sind. (Kita Augustinushaus, Kita „Die mobilen Strolche“, Kita St. Augustinus). Außerdem besteht die besondere Situation, dass dieses Jahr aufgrund des Fachkräftemangels nicht alle zur Verfügung stehenden Plätze belegt werden konnten bzw. sich die Belegung erheblich verzögert hat. Dies betrifft auch zahl- reiche städtische Einrichtungen. Die Gründe liegen hierfür im weiterhin ange- spannten Fachkräftemarkt sowie in der Gruppenabsenkung durch Betreuung von Kindern mit Förderbedarf. Auch in den städtischen Kindertageseinrichtungen war das vergangene Kita- Jahr wiederholt geprägt von Notgruppen und gekürzten Betreuungszeiten auf- grund fehlenden Personals. Ein Aufrechterhalten mit weniger Personal, als ge- setzlich vorgeschrieben, ist nicht möglich. Jede Kindertageseinrichtung hat eineSeite 1 von 4 Seite 2 personelle Mindestausstattung an pädagogischen Fachkräften vorzuhalten. Für die Träger leitet sich daraus die Verantwortung ab, die Aufsichtspflicht immer und zu jeder Zeit zu gewährleisten. Inhaltlich macht der Landschaftsverband Rheinland als zuständige Aufsichtsbehörde dazu klare Vorgaben. Um diese Situation und die Arbeitsbelastung der Mitarbeitenden nicht weiter zu verschärfen, wurden zum neuen Kita-Jahr in den städtischen Einrichtungen nur so viele Neuaufnahmen vorgenommen, wie mit der jeweils bestehenden Per- sonalausstattung nach den gesetzlichen Vorgaben möglich ist. Dies bedeutet, dass in den städtischen Kindertageseinrichtungen noch Plätze nicht belegt werden konnten. Erklärtes Ziel ist selbstverständlich die sukzessive Belegung der Plätze auch im bereits laufenden Kita-Jahr, soweit in den jeweiligen Einrich- tungen Personal eingestellt werden kann. Diese Betreuungsverträge werden sukzessiv, soweit die Personalsituation es zulässt, im laufenden Kita-Jahr ab- geschlossen. Durch die verzögerte Belegung von Plätzen soll der Umfang an Einschränkun- gen im Betreuungsangebot und somit ein verlässlicheres Angebot ermöglicht werden, welches insbesondere Eltern für ihre Planungssicherheit benötigen. Mit dem zurückhaltenden Abschluss von Betreuungsverträgen soll es wieder gelin- gen, den Anspruch an die Bildungsarbeit in den städtischen Einrichtungen zu verwirklichen und eine Bildungsbeteiligung sicherzustellen und Mitarbeitenden vor weiteren Belastungen zu schützen, um weitere langfristige Ausfälle zu ver- meiden. Diese Maßnahme schützt nicht davor, dass bei Krankheitsausfällen oder Beschäftigungsverboten es dennoch in den Einrichtungen zu Notgruppen kommen kann. Darüber hinaus verringert die steigende Anzahl an Kindern mit Förderbedarfen in den städtischen Einrichtungen die Anzahl der zu belegenden Plätze. Im Rahmen der Eingliederungshilfe werden für Kinder mit Behinderungen Basis- leistungen I gewährt. Häufig kann in den Einrichtungen lediglich das Modell der Gruppenstärkungsabsenkung gewählt werden, da das Modell der Zusatzkraft, auch aufgrund des Personalmangels häufig nicht umzusetzen ist. Nach dem Modell der Gruppenabsenkung wird die Gruppenstärke pro Kind mit Behinde- rung um einen Platz abgesenkt. Diese Plätze können dann nicht belegt werden und reduzieren das grundsätzlich nach der Betriebserlaubnis vorhandene An- gebot an Betreuungsplätzen zusätzlich. Die Anzahl der Kinder mit Förderbedar- fe ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. ➢ Tabelle 1 der Anlage Neben der Betreuung in den Kindertageseinrichtungen steht den Eltern das Angebot der Kindertagespflege zur Verfügung. Aktuell gibt es in der Kinderta- gespflege noch ca. 70 offene Plätze trotz einer Vielzahl von Vermittlungs- bemühungen. Auch in den Kitas sind noch einzelne Plätze nicht vergeben. Aktuelle Wartelistensituation: ➢ Tabelle 2 der Anlage Hierbei ist zu berücksichtigen, dass nicht alle Familien, die ihr Kind als suchend eintragen haben, tatsächlich einen dringlichen Platzwunsch haben. Einige Fa- milien, gerade von U3-Kindern, versuchen zum frühestmöglichen ZeitpunktSeite 2 von 4 Seite 3 einen Platz in einer Wunschkita/-kindertagespflege zu erhalten, lassen es sich aber noch offen, wie sie weiterverfahren, wenn dann doch kein Platzangebot von dort erfolgt, oder nehmen ein Platzangebot doch nicht an. Um eine bessere Übersicht über den tatsächlich bestehenden Bedarf zu erhal- ten, werden die Wartelisten im KitaPlaner regelmäßig bereinigt. Vorab werden die Eltern gebeten, die Wartelisteneinträge zu aktualisieren, falls der Betreu- ungswunsch weiterhin fortbesteht. Im Familienbüro sind parallel dazu aktuell insgesamt 188 der obigen Kinder ebenfalls als platzsuchend erfasst, weil sich die Eltern hilfesuchend an diese Stelle gewandt haben. Es teilt sich auf 84 U3-Kinder und 104 Ü3-Kinder auf. Das Familienbüro stellt fest, dass obwohl in der Kindertagespflege und auch in einigen Kitas noch freie Plätze zur Verfügung stehen, es sehr unterschiedliche Gründe gibt, dass diese trotz bestehender Wartelisten nicht belegt werden kön- nen. Zum einen passen Angebot und Nachfrage nicht immer zueinander: Die Betreuungszeiten reichen nicht aus oder sind auch in Teilen zu umfänglich. Die Pädagogik ist nicht gewünscht, es sind Informationen im Umlauf, dass die Team- und/oder Betreuungssituation in der Kita bereits angespannt ist. Kitas in kirchlicher Trägerschaft sind nicht bei allen Eltern eine Alternative. Die Wunschkita hat zwar freie Plätze aber in einer unpassenden Altersgruppe für die bestehende Nachfrage. Es erfolgen taktische Anmeldungen, die nicht un- bedingt dem tatsächlichen Wunsch der Eltern entsprechen, wenn dann tatsäch- lich ein Angebot für einen Platz erteilt wird. Angesichts des Fachkräftemangels in den Kitas bestehen dort wenig Ressour- cen, den Bedarfen für Integration und Inklusion von Kindern ausreichend ge- recht zu werden. Kinder mit besonderen Unterstützungsbedarf oder besonders herausfordernden Verhalten werden dann eher nachrangig bei der Aufnahme berücksichtigt oder bleiben unversorgt. Seit Herbst 2023 informiert das Familienbüro gemeinsam mit dem Netzwerk Kinderbetreuung Bonn die Eltern zu Fragen der Kinderbetreuung. Diese Veran- staltung findet in unregelmäßigen Abständen im Rahmen einer Online- Veranstaltung statt. Es soll das Anmeldeverfahren für die Familien transparen- ter machen. Die letzten Veranstaltungen wurden Anfang September und An- fang Oktober 2024 durchgeführt. Anlage/n 1 Tabellen zu DS 242151 (öffentlich)Seite 3 von 4 Anlage zu DS 242151: Tabelle 1: Jahr Anzahl KmB freie Träger Anzahl KmB städt. Gesamt 2018/2019 159 283 442 2019/2020 178 354 532 2020/2021 243 395 638 2021/2022 262 387 649 2022/2023 303 419 722 2023/2024 297 436 733 2024/2025 254 286 540* *hochgerechnet mit Nachmeldungen ist mit 978 Kindern zu rechnen. Tabelle 2:Seite 4 von 4
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