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242149-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Anzahl Schulabbrecher in den vergangenen 4 Schuljahren

Nummer
242149-02 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
28.01.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Sitzung des Rates 13.02.2025 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 242149 BBB-Anfrage: Anzahl Schulabbrecher in den vergangenen 4 Schuljahren

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
242149-02 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
40 Schulamt
Dezernat:
Dez. V
Anzahl Schulabbrecher in den vergangenen 4
Schuljahren
Beratungsfolge
Rat 13.02.2025 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Ergänzende Stellungnahme:
Zu Fragen 1 bis 3:
Die Verwaltung hatte die Große Anfrage der Bezirksregierung mit der Bitte um
Beantwortung zugeleitet. Die Bezirksregierung Köln hat die in der Großen
Anfrage gestellten Fragen zwischenzeitlich wie folgt beantwortet:
„Bezüglich der Fragen 1-3 der Großen Anfrage können nur die beigefügten
Daten zur Verfügung gestellt werden. Konkretere bzw. differenziertere
Angaben lassen sich mit Hilfe der den Bezirksregierungen zur Verfügung
stehenden Dateninstrumenten nicht generieren: “
Siehe Anlage 1 – Tabelle der Bezirksregierung
Die Verwaltung weist darauf hin, dass in der Tabelle der Bezirksregierung
(Anlage 1) sich die Angaben bei den Schulformen Gesamtschule und
Gymnasium lt. Bezirksregierung nur auf Schulabschlüsse ohne Abitur
beziehen. Der Grund für die gewählte Darstellungsweise ist nicht bekannt. Im
Schuljahr 2020/2021 haben 2030 Schüler*innen die beiden Schulformen mit
dem Abitur abgeschlossen, im Schuljahr 2021/2022 waren es 1975
Schüler*innen sowie 2081 Schüler*innen im Schuljahr 2022/2023. Für
2023/2024 liegen diese Datensätze noch nicht vor.
Die Verwaltung hat – aufbauend auf den o.g. Zahlen der Bezirksregierung Köln
– zumindest für 3 Schuljahre über die Landesdatenbank IT NRW weitere
Aussagen zur Verteilung nach Geschlecht und Nationalität ermittelt (sh.
Anlagen 2 und 3). Für das Schuljahr 2023/2024 liegen diese differenzierten
Datensätze noch nicht vor.
Die gewünschte Darstellung mit/ohne „Migrationshintergrund“ ist nicht möglich,
da in der Schulstatistik zwar das Merkmal „Nationalität“, nicht aber das Merkmal
„Migrationshintergrund“ erfasst wird.Seite 1 von 6
Seite 2
Bezogen auf die Anzahl aller Schulabschlüsse im jeweiligen Abschlussjahr liegt
der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss in Bonn in den
Jahren 2021 bis 2023 zwischen 1,38 % und 1,85 %. Der NRW-
Landesdurchschnitt lag im Jahr 2021 bei 2,3 % (Vgl. Pressemitteilung IT NRW
v. Montag, 25. April 2022 „NRW: 4 055 Schulabgänger/-innen verließen die
Schule Ende 2021 ohne Abschluss“).
Zu Frage 4:
Die Bezirksregierung hat zu Frage 4 folgende Ausführungen gemacht:
„Welche Maßnahmen können seitens der Fachverwaltung und Schulen
genutzt werden, um proaktiv Schulabgänge ohne Schulabschluss zu
verringern bzw. zu vermeiden und – sofern es Instrumente gibt – welche
wurden in den Jahren 2021, 2022, 2023 und 2024 in wie vielen Bonner Fällen
mit welchem Ergebnis ergriffen?“ ergänze ich aus schulfachlicher Sicht wie
folgt:
Individuelle Schülerlaufbahnen wurden in den Jahren 2020 ff. mitunter in
besonderer Weise durch die Auswirkungen der Coronapandemie
beeinträchtigt. Lehrkräfte aller Schulformen haben sich daher in den Zeiten
der Pandemie und im Anschluss der Herausforderung gestellt, Schülerinnen
und Schüler in dieser Krisenzeit zu begleiten und zu unterstützen.
Alle Schulen in NRW sind zur „Individuellen Förderung“ aller Schülerinnen
und Schüler“ verpflichtet. Ein gesundes und positives Schulumfeld fördert
nicht nur das akademische Lernen, sondern unterstützt auch die persönliche
Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen der individuellen
Förderung spielt u.a. das Schaffen einer positiven Lernumgebung eine
entscheidende Rolle. Das Personal der Schulen ist mittlerweile
multiprofessionell zusammengesetzt, so dass die individuelle Förderung
hierdurch ergänzt und erweitert wird (neben Lehrkräften zunehmend
Fachkräfte für Schulsozialarbeit, sozialpädagogische Fachkräfte,
pädagogisches Personal, Handwerksmeister).
Gesundheit und Wohlbefinden der Schülerinnen Schüler ermöglicht es ihnen,
sich besser auf den Lernprozess zu konzentrieren und ihre Leistung zu
verbessern. Daher haben alle Schulen Maßnahmen und Programme zur
Gesundheitsförderung etabliert (z.B. Landesprogramm „Bildung und
Gesundheit“)
Lernmotivation und Engagement: Schülerinnen und Schüler, die sich in ihrem
Lernumfeld wohlfühlen, sind motivierter und engagierter. Sie zeigen mehr
Interesse am Lernen und sind bereit, sich neuen Herausforderungen zu
stellen. Daher haben alle Schulen Maßnahmen zur aktiven Gestaltung eines
positiven Schulklimas im Schulprogramm verankert.
Positive soziale Beziehungen zwischen den Schülerinnen und Schülern
sowie zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften tragen zu einem
harmonischen Schulklima bei. Dies unterstützt das Lernen im sozialen
Kontext (Soziale Interaktion und Beziehungen).Seite 2 von 6
Seite 3
Durch die Stärkung von Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeit der
Schülerinnen und Schüler entwickeln diese ein größeres Vertrauen in ihre
eigenen Fähigkeiten und sind bereit, sich neuen Herausforderungen zu
stellen.
Ein ganzheitlicher Ansatz zur Förderung der Schülerinnen und Schüler kann
auch dazu beitragen, Probleme wie Stress, Angstzustände oder
Verhaltensauffälligkeiten zu verhindern oder zu reduzieren. Durch
frühzeitiges Eingreifen können negative Auswirkungen auf das Lernen und
die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler minimiert werden (Prävention
von Problemen).
Alle Schulen (auch die Bonner Schulen) berücksichtigen je nach
Standortbedingungen und Bedarf die o.g. Aspekte in Ihren Schulprogrammen
sowie den Vereinbarungen zur Schulentwicklung.
Darüber hinaus stellt das landesweite Übergangssystem „Kein Abschluss
ohne Anschluss“ (KAoA) sicher, dass Jugendliche frühzeitig bei der
beruflichen Orientierung, bei der Berufswahl und beim Eintritt in Ausbildung
oder Studium Unterstützung erhalten. Ziel ist es hierbei, allen jungen
Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für
Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und durch eine effektive
Koordinierung unnötige Warteschleifen zu vermeiden. Jugendliche und ihre
Eltern werden dabei auf dem Weg in die Berufswelt nachhaltig unterstützt.
Seit diesem Schuljahr wird zusätzlich die vom Schulträger bestätigte
Teilnahme der vom MSB (Ministerium für Schule und Bildung NRW)
benannten Schulen am Startchancen-Programm, perspektivisch den Schulen
weitere Möglichkeiten eröffnen, die Zahl der Abgehenden ohne Abschluss zu
verringern.“
Anlage/n
1 242149-02 Anlage 1 (öffentlich)
2 242149-02 Anlage 2 (öffentlich)
3 242149-02 Anlage 3 (öffentlich)Seite 3 von 6
242149-02 ST Anlage 1
Bonn SuS ohne Abschluss – Tabelle der BezirksregierungSeite 4 von 6
242149-02 ST Anlage 2
Tabelle 2: Schulabgänger im Stadtgebiet Bonn ohne Abschluss der Schulformen Hauptschule, Realschule, Gymnasium,
Gesamtschule und Förderschulen, nach Schuljahr, Nationalität und Geschlecht (Quelle: Bezirksregierung NRW i.V.m. Schulstatistik
der Landesdatenbank IT.NRW).
Schuljahr alle Schulabgänge ohne Abschluss (GY, RS, HA, GE,
FÖS, ohne BK, WBK)
Gesamt weibl. männl. insges. % (ges) weibl. männl. ausl.
2020/2021 3665 1789 1876 67 1,83% 29 38 37
2021/2022 3678 1821 1857 68 1,85% 34 34 22
2022/2023 3904 1852 2052 54 1,38% 19 35 26Seite 5 von 6
242149-02 ST Anlage 3
Tabelle 3: Schulabgänger im Stadtgebiet Bonn ohne Abschluss nach Schulform.
Datenmerkmale analog Tabelle 2 (Quelle: Schulstatistik der Landesdatenbank IT.NRW).
Schuljahr o. Abschl. Hauptschule o. Abschl. Realschule o. Abschl. Gymnasium
insges. weibl. männl. ausländ. insges. weibl. männl. ausländ. insges. weibl. männl. ausländ.
2020/2021 33 17 16 16 3 2 1 0 23 10 13 21
2021/2022 32 18 14 13 7 5 2 3 9 1 8 3
2022/2023 7 3 4 5 13 4 9 8 11 6 5 6
Schuljahr o. Abschl. Gesamtschule o. Abschl. Förderschulen
insges. weibl. männl. ausländ. insges. weibl. männl. ausländ.
2020/2021 1 0 1 0 7 0 7 0
2021/2022 8 6 2 1 12 4 8 1
2022/2023 11 7 4 6 12 0 12 1Seite 6 von 6

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Datenstand: 03.11.2026, 07:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de