242149-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Anzahl Schulabbrecher in den vergangenen 4 Schuljahren
Kerndaten
- Nummer
- 242149-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 05.12.2024
- Letzte Änderung
- 03.11.2026
Orte
- LVR-Klinik Hauptort
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 242149-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 40 Schulamt Dezernat: Dez. V Anzahl Schulabbrecher in den vergangenen 4 Schuljahren Beratungsfolge Rat 12.12.2024 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Folgende Fragen wurden der Verwaltung im Rahmen der Großen Anfrage ge- stellt: 1. Wie hoch war die Anzahl junger Menschen in Bonn, die die Schule je- weils im Jahre 2021, 2022, 2023 und 2024 ohne Abschluss verlassen haben, in absoluten Zahlen und prozentual im Vergleich zu allen Bonner Schulabgängern in besagten Jahren? 2. Auf welche Höhe beläuft sich jeweils der prozentuale Anteil auf die Ge- schlechter an den in Ziffer 1 nachgefragten absoluten Zahlen von Schulabgängern ohne Schulabschluss jeweils für die Jahre 2021, 2022, 2023, 2024? 3. Wie hoch liegt die prozentuale Quote Schülerinnen und Schüler, - mit deutscher Staatsangehörigkeit ohne Migrationshintergrund - mit deutscher Staatsbürgerschaft mit Zuwanderungsgeschichte - ausländischer Staatsbürgerschaft, an der in Ziffer 1 nachgefragten Anzahl der Schulabbrecher in den Jah- ren 2021, 2022, 2023 und 2024? Diese Zahlen liegen der Verwaltung nicht vor. Daher werden die Fragen zur Beantwortung an die Bezirksregierung Köln weitergeleitet. 4. Welche Maßnahmen können seitens der Fachverwaltung und Schulen genutzt werden, um proaktiv Schulabgänge ohne Schulabschluss zu verringern bzw. zu vermeiden und – sofern es Instrumente gibt – welche wurden in den Jahren 2021, 2022, 2023 und 2024 in wie vielen Bonner Fällen mit welchem Ergebnis ergriffen? Es gibt seitens der Verwaltung mehrere Maßnahmen, um präventiv Schulab- gänge ohne Abschluss zu vermeiden: - Das Landesförderprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) stellt sicher, dass Jugendliche frühzeitig bei der beruflichen Orientie- rung, bei der Berufswahl und beim Eintritt in Ausbildung oder Studium Unterstützung erhalten. Damit wird allen Schülerinnen und SchülernSeite 1 von 2 Seite 2 nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufs- ausbildung oder Studium eröffnet. Bis zum Ende der Schulzeit wird mit allen Schülerinnen und Schülern eine individuelle Anschlussperspektive erarbeitet und in einer konkreten Anschlussvereinbarung dokumentiert. Im Rahmen von KAoA gibt es mit der „Verantwortungskette“ einen struk- turierten Prozess der Übergangsgestaltung ab dem 2. Schulhalbjahr un- ter Beteiligung der Kommunalen Koordinierung, von Agentur für Arbeit, Jobcenter, Jugendhilfe und weiteren Partnern mit einem besonderen Fokus auf die Gruppe der Jugendlichen ohne Anschlussperspektiven. Darüber hinaus führen das Regionale Bildungsbüro des Schulamtes und die Beratungsstelle für Jugendberufshilfe des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Bonn das Programm "Förderung der Ausbildungsreife" durch. Durch intensivere Abstimmung der individuellen Förderung sollen die Schüler*innen möglichst zum Ende der Sekundarstufe I die Ausbildungsrei- fe erlangt haben, damit der direkte Übergang in Ausbildung gelingen kann. - Die städtische Sozialarbeit an Schulen stärkt Schülerinnen und Schüler auf ihrem Lebensweg und fördert ihre individuelle, soziale, schulische und berufliche Entwicklung. Dazu gehören auch vielfältige und ganzheit- liche Präventionsangebote, die Schulabgänge ohne Abschluss verhin- dern und eine berufliche Zukunftsperspektive aufzeigen sollen. - Der Arbeitskreis Schulabsentismus hat sich bereits 2015 vor dem Hin- tergrund der deutlich steigenden Zahl von Schülerinnen und Schülern, die wiederholt dem Schulbesuch fern blieben, gegründet. Aufgrund der gravierenden persönlichen und gesellschaftlichen Folgen ist es wichtig, Schulabsentismus vorzubeugen und bei ersten Anzeichen rechtzeitig entgegen zu wirken, damit Schulabbrüche vermieden werden können. Der Arbeitskreis besteht im Kern aus Vertreter*innen der Schulauf- sichtsbehörde, des Schulamtes, des Jugendamtes, des Gesundheits- amtes, der Schulpsychologie, der Schulsozialarbeit sowie der Familien- und Erziehungsberatung der Stadt Bonn. Zum erweiterten Kreis gehören die Vertreter*innen der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LVR- Klinik Bonn, Vertreter*innen von freien Trägern sowie die Schulleitungs- vertreter*innen der einzelnen Schulformen. Der Arbeitskreis Schulabsentismus Bonn wird im April 2025 einen Fach- tag zum Thema Schulabsentismus veranstalten. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:35 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de