242148-06 · Mitteilungsvorlage
Methadon-Praxis in der Poppelsdorfer Allee 60
Kerndaten
- Nummer
- 242148-06
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 04.02.2025
- Letzte Änderung
- 02.11.2026
Orte
- Poppelsdorfer Allee Hauptort
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit Kenntnisnahme
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
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Volltext
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Mitteilungsvorlage öffentlich 242148-06 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 53 Gesundheitsamt Dezernat: Dez. II Methadon-Praxis in der Poppelsdorfer Allee 60 Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 20.02.2025 Kenntnisnahme Rat 20.03.2025 Kenntnisnahme Mitteilung: In der Begründung des Antrags der BBB-Fraktion DS 242148 wurde durch die Antragstellenden in Frage gestellt, ob es im Stadtgebiet Bonn angesichts des vorhandenen Substitutionsangebotes zur Sicherstellung der Versorgung Bonner Opioidabhängiger einer Erweiterung der Praxis auf der Poppelsdorfer Allee 60 bedarf. Patientenkontingenterhöhungen würden darüber hinaus laut Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) ohnehin nur für einen befristeten Zeitraum ausgesprochen. Vor dem Hintergrund des o. g. Antrages wurde mit Schreiben vom 09.12.2024 durch das Gesundheitsamt eine Stellungnahme bei der KVNO angefordert. Die Stellungnahme der KVNO liegt zwischenzeitlich vor. Die KVNO äußert sich mit Schreiben vom 06.01.2025 zu den Fragen des Gesundheitsamtes wie folgt: Für wie viele Patienten und seit wann besteht die Genehmigung für die Substitutionspraxis in der Poppelsdorfer Allee 60? Wurde die Genehmigung zwischenzeitlich verändert (erweitert oder reduziert)? Wenn ja: Für welchen Zeitraum? „[… Der Arzt] substituiert bereits seit vielen Jahren in Bonn und trägt auf diesem Wege zur Sicherstellung der Versorgung maßgeblich bei. Er hat bereits seit 2002 eine Genehmigung zur Substitution. Aktuell verfügt [… der Arzt] über eine erweiterte Genehmigung zur Substitutionsbehandlung, d.h. er ist berechtigt mehr als 50 Opioidabhängige zu behandeln. Diese erweiterte Genehmigung wird immer befristet ausgesprochen.“ Wie viele Ärzte substituieren lt. der Genehmigung wie viele Patient*innen? „Nach einer Reform der zugrundeliegenden Rechtsgrundlagen vor einigen Jahren werden zudem die Substitutionspatienten aus Datensparsamkeitsgründen nur noch der Bundesopiumstelle übermittelt. Dies geschieht insbesondere aus dem Grund, eine mögliche Doppelsubstitution zu vermeiden.“ Gibt es einzuhaltende Auflagen? „Die erteilten Genehmigungen erhalten keine Auflagen, die zugrundeliegende Richtlinie sieht keine Auflagenerteilung vor.“Seite 1 von 2 Seite 2 Wie und durch wen erfolgt die Überwachung der Einhaltung dieser Festlegungen, insbesondere der tatsächlich substituierten Patientenzahl? „Die Kassenärztliche Vereinigung hat insbesondere zwei Aufgaben. Wir erteilen die Genehmigung zur Substitution und wir führen die Qualitätssicherung durch.“ Gibt es aus Sicht der KVNO derzeit ein für das Bonner Stadtgebiet ausreichendes Substitutionsangebot? Wenn nein, wie ist der Bedarf? „Grundsätzlich möchten wir Ihnen mitteilen, dass bundesweit ein Sicherstellungsproblem zur Versorgung der Opioidabhängigen vorliegt. Auf der Internetseite des Drogenbeauftragten des Bundes wird dies ausführlich thematisiert. Die Versorgungslage insbesondere in ländlichen Gebieten ist nicht zufriedenstellend. Hinzu kommt, dass immer mehr Substitutionsärzte und - ärztinnen in den Ruhestand gehen, sich aber gleichzeitig viel zu wenige neue Ärztinnen und Ärzte finden, die eine Substitutionsbehandlung anbieten wollen. Um mehr Ärzte und Ärztinnen zu gewinnen, haben wir als Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein ein Förderprogramm ins Leben gerufen. Ärzte und Ärztinnen, die sich einem förderungswürdigen Gebiet niederlassen, bekommen eine finanzielle Unterstützung unsererseits. Anbei der entsprechenden Link zu allen relevanten Informationen: https://arzt-sein-in-nordrhein.de/foerderung/substitutionsbehandlung/ “ Wie viele weitere Substitutionspraxen gibt es in Bonn? „In Bonn gibt es derzeit 13 Ärzte und Arztinnen mit einer Genehmigung zur Substitutionsbehandlung. Jedoch schöpfen nicht alle Genehmigungsinhaber ihren Genehmigungsumfang aus. Dies ist den Genehmigungsinhabern selbst überlassen, inwiefern sie von ihrer Genehmigung Gebrauch machen.“ Wie groß ist der Einzugsbereich der niedergelassenen Ärzte in Bonn? Gibt es im Rhein-Sieg-Kreis auch zugelassene Ärzte? Wenn ja, wo und wie viele Patient*innen werden dort behandelt? „Im gesamten Rhein-Sieg-Kreis gibt es nur acht Praxen, die Substitution anbieten. Diese befinden sich in Troisdorf, Siegburg, Rheinbach und Bad Honnef.“ Zu folgenden Fragen hat die KVNO keine Angaben gemacht: Liegen der KVNO Beschwerden zur Praxis Poppelsdorfer Allee 60 vor? Gibt es weitere/ andere Ärzte, die Interesse angemeldet haben eine Substitution vorzunehmen, so dass hier die Lage entspannt werden könnte? Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:14 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de