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242092 · Beschlussvorlage

Errichtung eines Förderzentrums mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und einer separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am Standort Rölsdorfstraße

Nummer
242092
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
20.11.2024
Letzte Änderung
03.11.2026
  • Limpericher Straße Straße· Beuel-Mitte, Beuel Hauptort
  • Rölsdorfstraße Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • Berliner Platz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Ringstraße Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • Goetheallee Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • Neustraße Straße· Beuel-Mitte, Beuel
  • F Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 27.11.2024 Anhörung
  2. Sitzung des Schulausschusses 26.11.2024 Empfehlung
  3. Sitzung des Rates 12.12.2024 Entscheidung federführend
  4. Sitzung des Betriebsausschusses SGB 27.11.2024 Empfehlung
  5. Sitzung des Sportausschusses 05.12.2024 Empfehlung
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Untergeordnet

  1. 242092-09 BBB-Anfrage: Errichtung eines Förderzentrums mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und einer separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am Standort Rölsdorfstraße Drucksachengruppe 242092
  2. 242092-04 Errichtung eines Förderzentrums mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und einer separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am Standort Rölsdorfstraße - hier: neue Räumlichkeiten für den Verein Rhizom e.V.
  3. 242092-08 AA BBB-Änderungsantrag zur Vorlage 242092-05 "Errichtung eines Förderzentrums mit dem Schwerpunkt `Geistige Entwicklung´ und einer separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am Standort Rölsdorfstraße
  4. 242092-06 AA SPD-Bezirksfraktion: Errichtung eines Förderzentrums mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und einer separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am Standort Rölsdorfstraße Antrag zur Vorlage 242092
  5. 242092-03 Errichtung eines Förderzentrums mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und einer separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am Standort Rölsdorfstraße Hier: Fällung städtischer Bäume für Schulneubau/Vorabmaßnahme
  6. 242092-07 AA BBB-Änderungsantrag zur Vorlage 242092 "Errichtung eines Förderzentrums mit dem Schwerpunkt ´Geistige Entwicklung´und einer separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am Standort Rölsdorfstraße"
  7. 242092-02 AA Änderungsantrag Grüne/Linke/Volt: Errichtung eines Förderzentrums mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und einer separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am Standort Rölsdorfstraße Antrag zur Vorlage 242092
  8. 242092-01 AA BBB-Änderungsantrag: Errichtung eines Förderzentrums mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und einer separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am Standort Rölsdorfstraße
  9. 242092-05 Errichtung eines Förderzentrums mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und einer separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am Standort Rölsdorfstraße; hier: Entwurfsplanung und Kostenberechnung

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Beschlussvorlage
öffentlich
242092
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Dezernat:
SGB
Errichtung eines Förderzentrums mit dem
Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und einer
separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am
Standort Rölsdorfstraße
Beratungsfolge
Schulausschuss 26.11.2024 Empfehlung
Bezirksvertretung Beuel 27.11.2024 Anhörung
Betriebsausschuss SGB 27.11.2024 Empfehlung
Sportausschuss 05.12.2024 Empfehlung
Rat 12.12.2024 Entscheidung
Begründung der Dringlichkeit:
Um der hohen Dringlichkeit der Bedarfe gerecht zu werden, möchte das SGB
noch in diesem Jahr ein VGV Verfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewett-
bewerb starten. Die Bekanntmachung des Verfahrens ist im Dezember vorge-
sehen. Um den Zeitplan einhalten zu können, ist im Vorfeld die Beschlussfas-
sung für die Gesamtmaßnahme notwendig. Eine Beschlussfassung im nächs-
ten Sitzungszyklus verschiebt den Terminplan um mindestens 3 Monate.
Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt
1. die Planung zur Errichtung eines Förderzentrums mit dem Schwerpunkt
„Geistige Entwicklung“ gemäß der Bedarfsplanung (Anlage 1) und einer
separaten Dreifachturnhalle mit Tribünen am Standort Rölsdorfstraße
durchzuführen,
2. die Planung erst nach Leistungsphase 3 wieder vorzulegen,
3. die Gebäude der ehemaligen Realschule Beuel (s. Anlage 3) außer den
sanierten Gebäudetrakt E schon vor Abschluss der Planung niederzule-
gen.
Begründung
Beschlüsse:
Gemäß Ratsbeschluss vom 09.12.2021 mit der DS-Nr. 211942 wurde die Ver-Seite 1 von 28
Seite 2
waltung beauftragt, den Schulstandort Rölsdorfstraße langfristig für eine schuli-
sche Nutzung zu sichern und gemäß Ziffer 1 des Beschlusses auf dem Areal
des abgängigen Gebäudeteils B ein Förderzentrum mit dem Schwerpunkt
„Geistige Entwicklung“ als eigenständigen Schulstandort zu errichten.
Bereits im Jahr 2020 wurde durch die politischen Gremien beschlossen, dass
zur Deckung der Bedarfe des Handballsports in Beuel und als Grundlage für
die Entwicklung von weiteren sportlichen Perspektiven eine neue Dreifach-
sporthalle mit Tribüne für mindestens 500 Zuschauer*innen errichtet werden
soll (DS 201195). Zuletzt wurde in der Mitteilungsvorlage DS 231869 über den
Sachstand berichtet.
Planung:
Um das erforderliche Raumprogramm des Förderzentrums zu ermitteln, wurde
in einem engen Abstimmungsprozess in Form von mehreren Workshops unter
Heranziehung und Mitwirkung der sonderpädagogischen Fachexpertise von
Mitgliedern des Leitungs- und Mitarbeitenden-Kollegiums der Königin-Juliana-
Schule gemeinsam mit dem Schulamt und dem SGB die als Anlage 1 beigefüg-
te Bedarfsplanung erarbeitet. Dieser Prozess wurde durch ein externes Bera-
tungsbüro moderiert und begleitet.
Die geplante Kapazität des Förderzentrums ist auf eine Beschulung von bis zu
170 Schülerinnen und Schülern ausgelegt und entspricht den mittelfristig erwar-
teten Bedarfen. Darüber hinaus wurden folgende schulfachliche, in der Planung
zu berücksichtigende Aspekte festgehalten:
• Sämtliche von den Schülerinnen und Schülern genutzte Räume sind im
Erdgeschoss sowie im 1. Obergeschoss vorzusehen, Verwaltungsräu-
me können in einem 2. Obergeschoss angeordnet werden.
• Eine barrierefreie Erschließung zwischen Erdgeschoss und 1. Oberge-
schoss wird zusätzlich zu den zu errichtenden Aufzugsanlagen durch
eine Rampe sichergestellt
• Sofern außenliegende Fluchttreppen notwendig sind, ist eine Aus-
führung in Massivbauweise vorgesehen, um erhöhte Sicherheitsstan-
dards zu gewährleisten
• Die spezifische bauliche Ausstattung und Einrichtung der Räume wird in
enger Abstimmung mit dem Beratungsteam der Königin-Juliana-Schule
frühzeitig und umfassend definiert.
Auf Grundlage dieser Bedarfsermittlung wurde eine Machbarkeitsstudie beauf-
tragt, in der geprüft wurde, ob neben dem schulischen Bedarf eine separate
Dreifachturnhalle mit Tribünen für ca. 500 Zuschauern auf dem Grundstück
verortet werden kann.
Das Ergebnis zeigt, dass sich beide Nutzungen entsprechend der Bedarfe auf
dem Grundstück abbilden lassen, siehe Anlage 2.
Das neue Förderzentrum soll eine barrierefreie Nutzfläche von ca. 4.000 m²
umfassen und den Schülerinnen und Schülern ein ihren besonderen Bedürfnis-
sen genügendes adäquates Lernumfeld bieten. Die Dreifachturnhalle soll sepa-Seite 2 von 28
Seite 3
rat errichtet und für Sportveranstaltungen, insbesondere für Handballspiele,
ausgelegt werden. Zudem steht die Dreifachturnhalle vormittags dem Schul-
sport zur Verfügung und deckt den Bedarf der umliegenden Schulen ab.
Aufgrund der hohen Komplexität des Projektes ist beabsichtigt die Planungs-
leistungen gebündelt an einen Generalplaner zu vergeben. Es wird angestrebt
das Projekt als Gesamtmaßnahme umzusetzen, wodurch u.a.
Schnittstellenkonflikte in den Bereichen Planung vermieden werden. Es sind
hierdurch zeitliche und wirtschaftliche Synergieeffekte zu erwarten. Die einzel-
nen Planungsleistungen können unter der Steuerung eines Generalplaners
deutlich schneller und mit weniger Koordinierungsaufwand erbracht werden.
Derzeit ist geplant den Generalplaner mit den Leistungsphasen 1 bis 4 zu be-
auftragen und zur Ausnutzung weiterer Synergieeffekte im Anschluss einen
Generalunternehmer auszuschreiben.
Zertifizierung:
Gemäß Beschluss des Betriebsausschusses SGB vom 03.03.2022 (DS.-Nr.
212355) wird für das Projekt eine Zertifizierung gemäß DGNB Gold-Standard
angestrebt.
Das gesamte Gelände wird möglichst klimaresilient und nachhaltig gestaltet.
Zeitschiene:
Nach Fertigstellung der Machbarkeitsstudie haben umfassende interne ämterü-
bergreifende Abstimmungsprozesse stattgefunden und erforderliche Vorberei-
tungen für eine Generalplanervergabe wurden getroffen. Mitte des Jahres 2024
wurde außerdem eine Fachanwaltskanzlei und ein Projektsteuerer begleitend
hinzugezogen und mit ersten Beratungs- und vorbereitenden Leistungen beauf-
tragt.
Die Beauftragung des Generalplaners ist für Mitte 2025 vorgesehen. Die Pla-
nungsphase beginnt direkt im Anschluss und soll Mitte 2026 abgeschlossen
sein.
Es wird beabsichtigt die Planung bis zur Leistungsphase 3 durchzuplanen und
die Ergebnisse erst nach LP3 erneut zum Beschluss vorzulegen.
Die Ausschreibung des Generalunternehmers ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Darauffolgend ist der Start der Ausführungsphase Ende 2026 geplant. Es wird
von einer Fertigstellung in 2029 ausgegangen.
Diese Terminschiene geht aktuell von einem reibungsfreien Verlauf der Maß-
nahme aus. Aufgrund von derzeit nicht beinflussbaren und unvorhersehbaren
äußeren Faktoren wie Genehmigungsabläufen, Vergabeverfahren etc. kann
sich diese jedoch hinauszögern oder verschieben.
Kosten:
Der durch das Projektsteuerungsbüro geschätzte Kostenrahmen beläuft sichSeite 3 von 28
Seite 4
auf mindestens 74.3 Mio Euro brutto. Aufgrund der politischen und allgemein-
wirtschaftlichen Veränderungen (z.B. Konjunkturprogramme, Niedrigzinsen) der
letzten Jahre stellt dieser Kostenrahmen nur eine erste Annäherung dar. Diese
Entwicklungen haben insbesondere in der Bauwirtschaft zu einem anhaltenden
Boom geführt, der als Überhitzung bezeichnet werden kann. Obwohl sich die
Situation entspannt hat und eine rege Beteiligung an den Ausschreibungen zu
verzeichnen ist, bleiben die Angebotspreise auf einem hohen Niveau. Das Pro-
jekt befindet sich derzeit in der Machbarkeitsstudie.
Niederlegung:
Die vorliegenden Untersuchungen der Bestandsgebäude identifizierten eine
Vielzahl gravierender Mängel, darunter erhebliche Defizite beim Brandschutz
sowie der Haustechnik. Hinzu kommt ein den Baujahren geschuldetes, hohes
Schadstoffvorkommen und altersbedingte bauliche Mängel, die eine weitere
Nutzung des Gebäudes ausschließen. Des Weiteren lässt sich das ausgearbei-
tete Raumprogramm nicht im Bestand realisieren. Aus diesen Gründen sind,
mit Ausnahme des Gebäudeteils E sowie des zu einem späteren Zeitpunkt
rückzubauenden Gebäudetraktes H, die Bestandsgebäude niederzulegen.
Die ehemals auf dem Gelände befindliche Kiesgrube wurde in der Vergangen-
heit mit einem Gemenge aus Bauschutt, Müll und gewerblichen Abfällen aufge-
füllt. In den nicht bebauten Bereichen konnten bereits hohe Arsenbelastungen
festgestellt werden. Vor allem unter den Bestandsgebäuden ist das Ausmaß
der Kontaminierung jedoch gänzlich unbekannt, erst nach dem Abriss der Be-
standsgebäude können hier Beprobungen durgeführt und ein Gutachten erstellt
werden. Die Niederlegung der Bestandgebäude stellt somit einen zeit- und kos-
tenkritischen Meilenstein innerhalb des Projektes dar. Damit die vorbereitenden
Untersuchungen und Maßnahmen rechtzeitig vor der Ausschreibung des Gene-
ralunternehmers vorliegen muss die Niederlegung bis Anfang 2026 abge-
schlossen sein.
Der Gebäudeteil E wird derzeit überwiegend als Teilstandort des Robert-
Wetzlar-Berufskollegs genutzt, ein kleinerer Bereich im EG ist dem Bonneum
vorbehalten. Um diese eigenständige Nutzung sicherzustellen, ist eine zusätzli-
che Toilettenanlage notwendig, die vorgezogen errichtet wird.
Als Ersatz für den momentan von der der Paul-Gerhard- Schule genutzten Va-
rielbau (Gebäudeteil H) werden am Hauptstandort der Grundschule in einer
separaten Maßnahme zusätzliche Räume geschaffen. Die Niederlegung des
Gebäudeteil H erfolgt nach Fertigstellung des Ersatzbaus zeitversetzt.
Anlage/n
1 Anlage 1 (öffentlich)
2 Anlage 2 (öffentlich)
3 Anlage 3 (öffentlich)Seite 4 von 28
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Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße
Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 1
Auftraggeber
Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Berliner Platz 2
53111 Bonn
Verfasser
Drees & SommerSeite 5 von 28
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Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße
Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 2
Inhaltsverzeichnis Seite
1 ALLGEMEINE ANGABEN ZUR BEDARFSERMITTLUNNG ................................. 3
1.1 LAGE UND BESCHREIBUNG DES PLANGEBIETES UND DER SITUATION ............ 3
1.2 VORLÄUFIGES KONZEPT DER SCHULE ............................................................ 3
1.3 GRUNDLAGEN ............................................................................................... 4
1.4 WORKSHOPS / PROJEKTBETEILIGTE ............................................................... 5
1.5 DARSTELLUNG DER BEDARFSPLANUNG ......................................................... 6
1.5.1 EINGANGSBEREICH UND MENSA ................................................................... 6
1.5.2 ALLGEMEINER UNTERRICHT .......................................................................... 8
1.5.3 BERUFSPRAXISSTUFE................................................................................... 12
1.5.4 THERAPIEBEREICH ....................................................................................... 16
1.5.5 SPORT ......................................................................................................... 18
1.5.6 VERWALTUNG............................................................................................. 20
1.5.7 AUSSENBEREICH ......................................................................................... 21Seite 6 von 28
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Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße
Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 3
1 ALLGEMEINE ANGABEN ZUR BEDARFSERMITTLUNNG
1.1 LAGE UND BESCHREIBUNG DES PLANGEBIETES UND DER SITUATION
(siehe allgemeine Projektbeschreibung)
1.2 VORLÄUFIGES KONZEPT DER SCHULE
Als Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung wird das Förderzentrum
an der Rölsdorfstraße ein schulisches Bildungsangebot für Schüler:innen anbieten, die
aufgrund ihrer Lernmöglichkeiten und individuellen Entwicklungsfähigkeiten sonderpä-
dagogischer Förderung bedürfen und den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung auf-
weisen. Multifunktionale Räume sollen die Lehrkräfte hier deutlich unterstützen und
die Arbeit erleichtern bzw. überhaupt erst ermöglichen. Neben der Ausstattung und
Größe der Räumlichkeiten muss eine ausreichende Anzahl an Räumen für eine Differen-
zierung des Unterrichtes, Kleingruppenarbeit, Beratungsgespräche, für die Arbeit der
multiprofessionell zusammengesetzten Teams und Lagermöglichkeiten für Materialien
vorhanden sein.
Ausgehend von den Förderbedarfen der Schülerschaft werden die Psychomotorik und
die unterstützte Kommunikation schulische Schwerpunkte bilden.
Psychomotorik
Bei der architektonischen Planung des Neubaus ist darauf zu achten, optimale Bedin-
gungen für viel psychomotorische Förderung zu ermöglichen. Die Turnhalle erhält eine
fachspezifische Ausstattung, die weiten Flure/Clustermitten sollen Raum für Bewegung
bieten und die Klassenzimmer sollen bewegtes Lernen zulassen.
Motopäd:innen arbeiten in Kleingruppen mit den Schüler:innen. Motopädagogik ist
eine ganzheitlich orientierte Konzeption zur Erfahrung und Verbesserung der Körper-
wahrnehmung, der Bewegungs- und Planungskompetenz. In vielen Unterrichtsfächern
wird das Bewegte Lernen als feste Methode eingesetzt
Unterstützte Kommunikation
Einige Schüler:innen benötigen aufgrund von nicht ausreichend lautsprachlicher Kom-
munikation zusätzliche Mittel und Möglichkeiten, um sich für andere verständlich aus-
zudrücken und ihre Bedürfnisse zu äußern. Angepasst auf den jeweiligen Schüler bzw.
die jeweilige Schülerin werden die individuellen Kommunikationshilfen beantragt und
eingeführt, die für das jeweilige Kind für eine gelingende Kommunikation zuträglich
sind.
Die Sprach- und Kommunikationsförderung findet den gesamten Schultag über sowohl
im Unterricht als auch in Spiel- und Alltagssituationen statt. Da Sprache und Kommuni-
kation das Mittel sind, sich seinem Umfeld mitzuteilen, leistet die unterstützte Kommu-
nikation einen wichtigen Beitrag zur aktiven Auseinandersetzung mit den Mitmenschen.Seite 7 von 28
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Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße
Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 4
1.3 GRUNDLAGEN
Anzahl Schüler:innen (SuS): 90 SuS
Anzahl Schüler:innen (SuS) nach Erweiterung: 120 SuS
Primarstufe – Klasse 1 bis 4
Klassen sind jahrgangsübergreifend; 10-12 SuS (im Alter von 6 bis 10 Jahren) pro Klasse
+ 5-6 Integrationsassistenzen + 2 Lehrkräfte
Mittelstufe / Sekundarstufe I – Klasse 5 bis 7
Klassen sind jahrgangsübergreifend; 11-12 SuS (im Alter von 10 bis 14 Jahren) pro Klasse
+ 5-6 Integrationsassistenzen + 2 Lehrkräfte
Oberstufe / Sekundarstufe I – Klasse 8 bis 10
Klassen sind jahrgangsübergreifend; 11-13 SuS (im Alter von 13 bis 17 Jahren) pro Klasse
+ 5-6 Integrationsassistenzen + 2 Lehrkräfte
Berufspraxisstufe – Klasse 11 bis 12
Etwa 25-30 SuS besuchen die BPS in der Regel in ihren letzten beiden Schulbesuchsjah-
ren. Ein wesentlicher Unterschied zu den vorher besuchten Stufen ist, dass die Unter-
richtsinhalte ausschließlich im Kurssystem angeboten werden.Seite 8 von 28
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Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße
Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 5
1.4 WORKSHOPS / PROJEKTBETEILIGTE
Die Festlegung des projektspezifischen Raumprogramms wurde in einem Arbeitspro-
zess mit dem Städtisches Gebäudemanagement, dem Schulamt und der Nutzervertre-
tung der Stadt Bonn entwickelt und in das darauf abgestimmte Raumprogramm über-
tragen.
Da es sich beim Förderzentrum Rölsdorfstraße um eine Schulneugründung handelt,
wurden als Nutzervertretung die Schulleitung sowie Lehrkräfte der Königin-Juliana
Schule (Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung) hinzugezogen.
Das projektspezifische Raumprogramm bildet die verbindliche Basis für die Weiterbear-
beitung in Hinblick auf die architektonische Vor- und Entwurfsplanung und die bauliche
Umsetzung.
Die Arbeitsprozesse fanden in zwei Workshop Terminen statt.
Anwesenheit und Mitarbeit am 1. Workshoptermin am 19.06.2023
Anwesenheit und Mitarbeit am 2. Workshoptermin am 29.08.2023
Moderation und Durchführung der beiden WorkshoptermineSeite 9 von 28
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Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße
Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 6
1.5 DARSTELLUNG DER BEDARFSPLANUNG
Das Förderzentrum Rölsdorfstraße mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung glie-
dert sich in vier Stufen, die unabhängig von Art und Schwere der Behinderung von jeder
Schülerin und jedem Schüler auf Basis eines individuellen Förderplans durchlaufen wer-
den: Primarstufe, Mittelstufe, Oberstufe und Berufspraxisstufe.
Es ergibt sich für das Förderzentrum Rölsdorfstraße ein Raumbedarf für:
- Drei allgemeine Unterrichtsbereiche: Primarstufe, Mittelstufe und Oberstufe
- Berufspraxisbereich
- Eingangsbereich/Foyer
- Mensa
- Verwaltung
- Sport
- Therapiebereich
- Außenbereich
- Mediathek / Schulbibliothek
- Waschküche für Kinderpflege (zentral gelegen)
- Sanitätsraum (zentral gelegen)
1.5.1 EINGANGSBEREICH UND MENSA
Der überdachte Haupteingang sollte über einen möglichst ruhig gestalteten Vorplatz er-
reichbar sein und dient so dem ruhigen Ankommen.
Der einladend und hell gestaltete Eingangsbereich (Foyer) ist mit Sitzmöglichkeiten in
Aufenthaltsqualität auszustatten und bildet den Empfangs- und Kommunikationsbe-
reich zum informellen Austausch. Die wesentlichen Funktionen, wie das Ankommen,
sich Orientieren und Informieren, Verweilen und sich Unterhalten, sollten durch die
klare Raumgebung und entsprechendes Mobiliar unterstützt werden. Flächen für Aus-
stellungen werden berücksichtigt und der sich anschließende Speiseraum der Mensa ist
transparent angebunden. Vom Foyer aus sind alle Bereiche der Schule erreichbar.Seite 10 von 28
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Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 7
Weitere Funktionsbereiche werden an den Eingangsbereich / Foyer angeschlossen:
- Hausmeisterloge direkt am Eingang
- Hausmeisterlager
- Lager für Tische, Stühle, Bühnenelemente, Stellwände
- Musikraum mit Lagerraum für die Instrumente und die Bühnentechnik
Optional kann der Musikraum als Bühne zum Foyer hin geöffnet werden.
- Speiseraum mit Küche und Anlieferung
- Optional: Verwaltung mit Schulleitung sowie der Bereich der Mitarbeitenden
Zugänge zu den Außenflächen und der Schulhoffläche sind wünschenswert.
Angrenzend an Eingangsbereiche sind Räume für Rollstuhlabstellplätze in entsprechen-
der Anzahl zu planen. Türen sollten nicht zu schwer sein bzw. mit elektronischem Me-
chanismus ausgestattet sein.
Mit dem unmittelbar an das Foyer angegliederten Speiseraum entsteht ein Ort für Ge-
meinschaft, Versammlung und für Veranstaltungen. Durch bewegliche Elemente kann
das Foyer um den Speiseraum großzügig erweitert werden.
Für die Durchführung von Veranstaltungen sind die entsprechende technische Ausstat-
tung sowie optional Verdunkelungsmöglichkeiten vorzusehen. Für die Lagerung der Ver-
anstaltungstechnik, der Bestuhlung und für die Aufbewahrung der Tische ist ausreichen-
der Lagerraum vorzusehen.
Weitere Funktionsbereiche werden an den Speiseraum angeschlossen:
- Küche mit Nebenräumen
- Lehrküche mit Lagerraum (Nutzung hauptsächlich durch Stufe Mittel und Ober-
stufe).Seite 11 von 28
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Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 8
1.5.2 ALLGEMEINER UNTERRICHT
Für jede der drei Lern-Stufen (Primar-, Mittel- und Oberstufe) ist ein eigener Lernbereich
mit vier Klassen notwendig. Die Lernbereiche der einzelnen Stufen sollten jeweils die
gleiche Raumstruktur aufweisen, damit den SuS die Orientierung leichter fällt.
Klassenräume und Flurbereich
Die vier Klassenräume mit jeweils zugehörigem Nebenraum werden in jeder Stufe um
eine „Mitte“ (Flurbereich) angeordnet. Der Flurbereich sollte nach Möglichkeit vielseitig
nutzbar sein, z.B. als Bewegungsfläche und Begegnungsraum für gemeinsame Projekte
(z. B. Lerntheken) oder als Galerie für kreative Ideen. Dabei sind in den verschiedenen
Altersgruppen unterschiedliche Anforderungen zu berücksichtigen. Eine klare Zonie-
rung ist für eine gute Orientierung erforderlich.
Nebenräume
An jeden Klassenraum muss ein separater, gut einsehbarer Nebenraum angegliedert
sein. Er muss Sichtkontakt zum Klassenraum ermöglichen (z. B. durch wandintegrierte
Sitzfenster). Der Sichtkontakt muss vom Klassenraum ausgesteuert werden können. Die
Nebenräume dienen in hohem Maße der Differenzierung, den unterschiedlichen didak-
tischen und methodischen Unterrichtsformen und den Möglichkeiten des Rückzugs ent-
sprechend der individuellen Bedarfe. In diesem Raum wird flexibles Mobiliar (z. B. Drei-
eckstische für Spiele) benötigt. Zusätzlich müssen hier feste verschließbare Schrankflä-
chen zur Unterbringung von Lernmaterial der Klasse vorgesehen werden. Da die teil-
weise Zubereitung von verschiedenen Mahlzeiten auch Teil des Unterrichts darstellt, ist
im Nebenraum eine kleine Kochstelle mit Kühlschrank und Spüle vorzusehen. Im Kühl-
schrank werden teilweise auch Medikamente für die Schüler:innen gelagert.
Garderobe
Für jede Klasse ist ein Garderobenbereich als Nische oder kleiner Vorraum zum Klassen-
zimmer einzuplanen. Hinsichtlich der Größe und Ausstattung sind Rollstühle zu berück-
sichtigen. Beim An- und Auskleiden sind teilweise Unterstützungsleistungen notwendig
(Armfreiheit). Es wird benötigt:
- ausreichend großer Bewegungsraum (Unterstützungsbedarf)
- Sitzmöglichkeiten
- Platz und Unterbringungsmöglichkeit für Regen-, Winterkleidung, Wechselwä-
sche, Sportbekleidung, Schwimmsachen, Gummistiefel und Hausschuhe (bspw.
Regalfächer, Haken)
Differenzierungsraum
An je zwei Klassenräumen schließt ein Differenzierungsraum an, der sowohl von den
Klassenräumen als auch vom Flurbereich zugänglich ist. In den vorzusehenden Differen-
zierungsräumen sind Teamarbeitsplätze vorzusehen.Seite 12 von 28
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<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 9
Bewegungsraum
Der Bewegungsraum bietet für die Entwicklung der Schüler:innen vielfältige Bewe-
gungsanreize. Dabei werden nicht nur Motorik und Muskulatur trainiert, es wird auch
die visuelle und taktile Wahrnehmung stimuliert und das allgemeine Wohlbefinden ver-
bessert. Das gilt auch für körperlich beeinträchtige Schüler:innen. Nicht zuletzt braucht
jedes Kind, das erfolgreich und konzentriert lernen möchte, ausreichend sportlichen
Ausgleich. Bewegung ist damit ein wesentliches Element gerade in der Förderschule.
Im Bewegungsraum sollten jeweils 2 Haken in den Decken vorinstalliert werden, damit
dort Schaukeln o.ä Material aufgehangen bzw. befestigt werden können.
Weitere Funktionsbereiche werden in den Lernbereiche für allgemeinen Unterricht je-
weils vorgesehen:
- Materiallager inkl. iPad-Lager
- Allg. Lagerraum
- Sanitärinsel inkl. Pflegeraum
- Putzmittelraum
1.5.2.1 PRIMARSTUFE
Die Schüler:innen des 1.- 4. Schulbesuchsjahres werden jahrgangsgemischt in vier Pri-
marstufenklassen unterrichtet. Eine Primarstufenklasse setzt sich aus ca. 10-12 Schü-
ler:innen zusammen. In jedem Schuljahr werden etwa zwei bis vier Schüler:innen aus
jeder Primarstufenklasse in die Mittelstufe versetzt, sodass ungefähr zwei bis vier neue
Schüler:innen in jeder Primarstufenklasse eingeschult werden.
Offene Unterrichtsformen (z.B. Freiarbeit, Lerntheke, Stationsverfahren und Projekte),
handlungsorientierte und gegenständliche Unterrichtsmaterialien sowie Maßnahmen
der inneren und äußeren Differenzierung sind kennzeichnende methodische Prinzipien
der Primarstufe.
Die SuS essen in den Klassenräumen. Das Essen wird von den SuS für die ganze Klasse in
der Mensa abgeholt. Die teilweise Zubereitung von verschiedenen Mahlzeiten ist auch
Teil des Unterrichts. Die Klassenräume der Primarstufe erhalten einen direkten Zugang
zu einem der Klasse zugewiesen Außenbereich, welcher für den Unterricht genutzt wer-
den kann.Seite 13 von 28
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1.5.2.2 MITTELSTUFE
Die Mittelstufe besteht aus vier jahrgangsübergreifenden Klassen mit je 11-12 Schü-
ler:innen im Alter von 10-14 Jahren
Das Arbeiten in offenen Unterrichtsformen (Freiarbeit, Lerntheke, Wochenplan, Stati-
onsverfahren, Gruppenarbeit, Vorhaben und Projekte) wird fortgeführt. Weiterhin fin-
den Einzelförderungen, (Klein-) Gruppenarbeit, innere und äußere Differenzierung statt
und es erfolgt die Rhythmisierung von Unterricht (wiedererkennbare Abläufe und Ritu-
ale). Themenschwerpunkte sind anwendungsbezogene Kulturtechniken (z.B. Orientie-
rung in Zeit und Raum) in homogenen sowie heterogenen Lerngruppen. Fachorientierte
Lehrgänge in den Fächern Hauswirtschaft, Sport usw. werden angeboten. In der Mittel-
stufe finden außerdem Bewegungsangebote, Psychomotorikangebote sowie Freizeit-
förderung statt.
Um den Schüler:innen die Möglichkeit zu geben, auch außerhalb der Klassengemein-
schaft zu agieren, finden regelmäßig stufenübergreifende Angebote statt, wie beispiels-
weise Schwimmen, Interessensgemeinschaften oder die Teilnahme am Vorlesetag.
Die SuS essen in Mensa. Die teilweise Zubereitung von verschiedenen Mahlzeiten ist
auch Teil des Unterrichts.
Ein direkter Zugang zu einem der Klasse zugewiesen Außenbereich, welcher für den Un-
terricht genutzt werden kann, ist für die Mittelstufenklassen optional.Seite 14 von 28
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Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße
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<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 11
1.5.2.3 OBERSTUFE
Die Oberstufe besteht aus vier jahrgangsübergreifenden Klassen mit je 11-13 Schüler:in-
nen im Alter von 13-17 Jahren.
Die Lernziele der vorangegangenen Stufen werden fortgeführt. Die Zielvorgaben orien-
tieren sich an individuellen Förderplänen, welche für jede:n Schüler:in entwickelt, eva-
luiert und fortgeschrieben werden.
Darüber hinaus konzentriert sich die pädagogische Arbeit auf die Vermittlung lebensbe-
deutsamer Kompetenzen, soziale Integration, Verarbeitung persönlicher und sozialer
Auswirkungen von Behinderung, Handlungsplanung, Leistungsbereitschaft, Kulturtech-
niken und personale Identität.
Die stufenspezifischen Themen ergeben sich aus den bereits dargestellten Lernzielen.
Neben der Wahrnehmungsförderung und Förderung der Motorik, Kommunikation und
Sprache ist der Bereich Denken und Lernen von Bedeutung.
Außerdem haben die Bereiche Entwicklung der Persönlichkeit und sozialer Beziehungen
(z.B. Sexualkunde), Kooperation (z.B. Regelakzeptanz) und Selbstversorgung (z.B. Hygi-
ene, lebenspraktische Lerninhalte) Bedeutung für die pädagogische Arbeit.
Methodische Prinzipien der Arbeit in der Oberstufe sind neben der Handlungs- und Pro-
jektorientierung innere und äußere Differenzierung. Wochenplan und Freiarbeit bilden
einen weiteren Schwerpunkt. Innerhalb der Stufe werden wechselnde Projekttage an-
geboten (u.a. Sexualkunde, Mobilitätstraining, sicherer Umgang mit neuen Medien).
Die SuS essen in Mensa. Die teilweise Zubereitung von verschiedenen Mahlzeiten ist
auch Teil des Unterrichts.
Ein direkter Zugang zu einem der Klasse zugewiesen Außenbereich, welcher für den Un-
terricht genutzt werden kann, ist für die Oberstufenklassen optional.Seite 15 von 28
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Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 12
1.5.3 BERUFSPRAXISSTUFE
Etwa 25-30 SuS besuchen die Berufspraxisstufe (BPS) in der Regel in ihren letzten beiden
Schulbesuchsjahren. Ein wesentlicher Unterschied zu den vorher besuchten Stufen ist,
dass die Unterrichtsinhalte ausschließlich im Kurssystem angeboten werden.
Ein wesentlicher Schwerpunkt in der BPS ist die „Vorbereitung auf die Arbeitswelt“. So
finden an zwei Tagen in der Woche vier unterschiedliche Arbeitslehren statt: Nahrungs-
zubereitung, Holz/Technik, Wäsche, Garten. Die Schüler:innen wechseln diese jeweils
nach einem halben Jahr, sodass sie innerhalb der zwei Jahre BPS an allen Arbeitslehren
teilgenommen haben. Das Ziel der Arbeitslehren ist es, die Schüler:innen auf das zu-
künftige Arbeitsleben vorzubereiten. Hierzu gehören z.B. die Verbesserung der Arbeits-
kontinuität, das Anbahnen komplexerer Arbeitsabläufe, die Teamarbeit, die Vermitt-
lung von Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Sorgfalt und Belast-
barkeit.
Der zweite Schwerpunkt in der BPS ist die „Vorbereitung auf das Erwachsenwerden“.
In den Fächern „Lebenspraxis“ und „Freizeitgestaltung“ werden die Schüler:innen auf
ein möglichst selbstständiges und eigenverantwortliches Leben vorbereitet. Beispiele
für Unterrichtsinhalte sind: Wohnen, Haushaltsführung, Mobilität, Einkaufen, Umgang
mit Geld, Umgang mit Medien, Ideen für die Freizeitgestaltung und Selbstbehauptung.
Die Fächer Mathematik, Deutsch und Sport/Schwimmen sind weiterhin im Stundenplan
verankert.
Klassenräume und Flurbereich
Die drei Klassenräume mit jeweils zugehörigem Nebenraum werden um eine „gemein-
same Mitte“ (Flurbereich) angeordnet. Der Flurbereich sollte nach Möglichkeit vielseitig
nutzbar sein, z.B. als Begegnungsraum für gemeinsame Projekte (z. B. Lerntheken) oder
als Galerie für kreative Ideen. Eine klare Zonierung ist für eine gute Orientierung erfor-
derlich. In der gemeinsamen Mitte sollten Freiarbeit im Rahmen von Projekten und
Kleingruppenarbeit, Gruppenaktivitäten und gemeinsame Rituale sowie Phasen der
Freizeitgestaltung möglich sein.Seite 16 von 28
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Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 13
Nebenraum
An jeden Klassenraum muss ein separater, gut einsehbarer Nebenraum angegliedert
sein. Er muss Sichtkontakt zum Klassenraum ermöglichen (z. B. durch wandintegrierte
Sitzfenster). Der Sichtkontakt muss vom Klassenraum ausgesteuert werden können. Die
Nebenräume dienen in hohem Maße der Differenzierung, den unterschiedlichen didak-
tischen und methodischen Unterrichtsformen und den Möglichkeiten des Rückzugs ent-
sprechend der individuellen Bedarfe. In diesem Raum wird flexibles Mobiliar benötigt.
Zusätzlich müssen hier feste verschließbare Schrankflächen zur Unterbringung von Lern-
material der Klasse vorgesehen werden. Da die teilweise Zubereitung von verschiede-
nen Mahlzeiten auch Teil des Unterrichts darstellt, ist im Nebenraum eine kleine Koch-
stelle mit Kühlschrank und Spüle vorzusehen. Im Kühlschrank werden teilweise auch die
Medikamente für die Schüler:innen gelagert.
Garderobe
Jeder Klasseraum verfügt über einen Garderobenbereich als Nische oder kleinen Vor-
raum. Hinsichtlich der Größe und Ausstattung sind Rollstühle zu berücksichtigen. Beim
An- und Auskleiden sind teilweise Unterstützungsleistungen notwendig (Armfreiheit).
Es wird benötigt:
- ausreichend großer Bewegungsraum (Unterstützungsbedarf)
- Sitzmöglichkeiten
- Platz und Unterbringungsmöglichkeit für Regen-, Winterkleidung, Wechselwä-
sche, Sportbekleidung, Schwimmsachen, Gummistiefel und Hausschuhe (bspw.
Regalfächer, Haken)
- Optional Schließfächer für Wertsachen.
An je zwei Klassenräumen schließt ein Differenzierungsraum an, der von den Klassen-
räumen zugänglich ist.
Teamraum
Der Teamraum der BPS (für ca. 10-12 Personen) dient in erster Linie als Arbeits- und
Kommunikationsort für die Lehrkräfte und Mitarbeiter:innen und muss auch für die
ganztägige Anwesenheit gestaltet werden. Die beinhaltet auch das Materiallager inkl.
iPad-Lager.
Kunstraum
Es wird ein Kunstraum für das künstlerische Gestalten mit 13 Arbeitsplätze (mit höhen-
verstellbaren Tischen) und ausreichend Platz für Zeichenformate (mind. A3) und das Ab-
stellen von Farben, Malutensilien und eventuellen Vorlagen benötigt. Der Kunstraum
wird auch von Klassen der Mittel- und Oberstufe genutzt.
Es wird benötigt:
- Ein direkter Zugang nach außen mit der Möglichkeit, Arbeiten dort ausführen
zu können
- Ein Waschbereich mit Ausgussbecken (Tonabscheider, Farbe, ...).Seite 17 von 28
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Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 14
Holzwerkstatt mit Maschinenraum
Dieser Raum für praktische Tätigkeiten muss für das Arbeiten mit Holz geeignet sein.
Die Holzwerkstatt wird gelegentlich auch von Klassen der Mittel- und Oberstufe genutzt.
Es wird benötigt:
- Ein Werkraum mit bis zu 13 Arbeitsplätzen mit Werkbänken und abschließbaren
Schrankflächen (Werkzeuge und Kleinmaterial)
- Ein direkter Zugang nach außen mit der Möglichkeit, Arbeiten dort ausführen
zu können
- Ein Maschinenraum mit direktem Zugang und Sichtmöglichkeit (mind. 40 m² für
Maschinen, Aufbewahrung von Groß-Werkzeugen)
- Ein Lagerraum für Verbrauchsmaterial und angefangene Werkstücke, wenn
möglich mit direkten Zugängen zum Maschinenraum und zum Werkraum, eine
direkte Anlieferung von außen ist wünschenswert.
Themenraum Arbeitslehre Garten mit Schulgarten
In der Arbeitslehre Garten lernen die Schüler:innen strukturiert und praxisnah Berufe
des Gartenbaus kennen und erleben den zyklischen Jahreslauf und dessen Wirkung auf
den menschlichen Rhythmus. Im theoretischen Unterricht befassen sie sich mit der
Pflanzenkunde rund um den Garten: Obst, Gemüse und Blumen. Wesen des Gartenbau-
Unterrichtes ist nicht nur die möglichst selbstständige Einzelarbeit, sondern wichtig ist
ebenfalls die Arbeitsorganisation im Team. Dazu gehören auch das Anlegen der Arbeits-
kleidung und das eigenständige Erledigen von leichten handwerklichen Tätigkeiten wie
z.B. der Umgang mit dem Akkuschrauber bei Reparaturarbeiten im Gemüsegarten.
Der praktische Unterricht findet sowohl im Themenraum Garten als auch im angrenzen-
den Schulgarten statt. Durch die räumliche Nähe lassen sich Theorie, Vorbereitung und
Arbeit im Garten leicht miteinander verbinden.
Lehrküche
Die Lehrküche ist mit vier Kocheinheiten und jeweils einer an den Herd anschließenden
Arbeitsfläche ausgestattet. Bei einer Kocheinheit handelt es sich um ein abgesenktes
Kochfeld mit entsprechender Arbeitsfläche. Unterhalb dieser Einheit befinden sich, im
Gegensatz zu den übrigen drei Einheiten, keine Küchenschränke, so dass dort ein roll-
stuhlgerechtes Arbeiten ermöglicht wird.
Die Kochgerätschaften sind sowohl in der Handhabe als auch in der Anzahl auf die
Kocheinheiten ausgerichtet. Weiterhin stehen verschiedene Elektrogeräte und zwei
Spülbecken mit Ablagefläche für eine ausreichende Möglichkeit zum Abwaschen zur
Verfügung.
In der Lehrküche besteht mit einer Tischreihe und Stühlen sowie einer Tafel und Pinn-
wand die Möglichkeit, das gemeinsame Vorgehen, die Rezepte und die einzelnen Ar-
beitsschritte gemeinsam zu erarbeiten und zu besprechen. Darüber hinaus steht so eine
weitere Arbeitsfläche zur Verfügung und abschließend können diese Gegebenheiten für
das gemeinsame Mittagessen genutzt werden.Seite 18 von 28
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<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 15
Hauswirtschaft / Wäsche
Der Lernbereich Hauswirtschaft dient zur möglichst weitgehenden Selbstständigkeit im
Bereich der Selbstversorgung. Ein besonderer Schwerpunkt des Lernbereichs liegt auch
in der Ausbildung von hauspflegerischen Arbeiten und damit in der Entwicklung der Ge-
wohnheiten zur Ordnung und Sauberkeit. Im Hauswirtschaftsraum befinden sich hierzu
eine Waschmaschine, Trockner, Bügeleisen, eine Wäscherolle und Ausgussbecken.
Weitere Funktionsbereiche im Berufspraxisstufenbereich sind:
- Allg. Lagerraum
- Sanitärinsel inkl. Pflegeraum in der Nähe der Stufeneingangsbereiches
- Putzmittelraum
- Optional ein Bewegungsraum (siehe Beschreibung allg. Unterricht)Seite 19 von 28
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Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 16
1.5.4 THERAPIEBEREICH
Die SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Geistiger Entwicklung, ins-
besondere mit zusätzlichen Förderschwerpunkten, benötigen ein hohes Maß an indivi-
duellen zusätzlichen Angeboten im Bereich der Sprachförderung, Therapie und Förder-
pflege. Oft sind Einzelfördermaßnahmen durch externe Fachkräfte notwendig, damit
Lernfortschritte erhalten, ermöglicht oder erleichtert werden können. Dies wiederum
bedingt einen auf diese Bedürfnisse und Erfordernisse abgestimmten Therapiebereich,
der von allen SuS genutzt werden kann und nicht in die Lernbereiche integriert ist. Der
Therapie Bereich sollte ich in einer Ruhigen Lage des Gebäudes befinden.
Logopädie
In den zwei Logopädie-Räumen können Schüler:innen mit Sprachentwicklungsstörun-
gen oder Lernschwierigkeiten in ruhiger Atmosphäre gezielt gefördert werden. Um den
Kindern die Konzentration zu erleichtern, sollte der Raum klar strukturiert sein und Platz
für Bewegung und Entspannung bieten
Physiotherapie
Bei der Gestaltung des Raums für Physiotherapie sollten einige Grundsätze beachtet
werden. So sollte der Raum einen Wechsel von reizarmen, entspannten Situationen und
von Momenten motorischer Aktion zulassen. Er sollte Schüler:innen die Möglichkeit bie-
ten, verschiedene Ebenen zu erleben und über eine größere Auswahl an Therapiemate-
rialien verfügen. Ziel der Physiotherapie ist, dass das Kind seine Möglichkeiten für Akti-
onen und Interaktionen ausbaut und so mehr Selbstständigkeit im Alltag erlangt.
Bällebad-Raum
Das Bällebad ist ein Raum zur sensomotorischen Förderung. Der Therapieraum ermög-
licht eine differenzierte Förderarbeit, die in offenen Bewegungs- und Spielsituationen
oder aber in gezielten Übungsformen umgesetzt werden kann. Das Bällebad verfügt
über einen hohen Aufforderungscharakter, so dass die Schüler:innen sich schnell auf
das Bewegungsangebot einlassen können. Sie spüren bewusst ihren eigenen Körper und
machen auf spielerische Weise motorische Erfahrungen. Das trägt zu einem positivenSeite 20 von 28
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Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 17
Körperbewusstsein bei. Schwerpunkte liegen in der Förderung der kinästhetischen
Wahrnehmung, der taktilen Wahrnehmung und der Körperschemaerfahrung. Gemein-
sames Spielen im Bällebad erleichtert zudem die Kontaktaufnahme zu Spielpartner:in-
nen und fördert so die Entwicklung von Sozial - und Sprachkompetenz.
Unterstützende Kommunikation
Bei fehlenden oder eingeschränkten lautsprachlichen Fähigkeiten bietet die Unterstüt-
zende Kommunikation verschiedene Möglichkeiten, die sprachliche Entwicklung ergän-
zend zu unterstützen sowie das Lernen und die Verständigung mit der Umwelt zu er-
leichtern. Dies umfasst unter anderem Mimik, Gestik, Gebärden, Bilder, Symbolkarten
bis hin zum Einsatz elektronischer Hilfsmittel wie Taster, Talker oder speziell entwickel-
ter Apps. In diesen Raum erlernen die Schüler:innen in einer angepassten Umgebung
u.a. den Umgang mit den unterschiedlichen Hilfsmitteln.
Psychomotorik-Raum
Der Psychomotorik-Raum verfügt über Matten verschiedener Formen, Farben und Grö-
ßen, die als Bauelemente genutzt werden können. Diese können durch Alltagsmateria-
lien ergänzt werden.
Weitere mögliche Ausstattungsgegenstände sind Therapie-Spiegel oder eine Kletter-
wand. Der Raum sollte mit einer Deckenheizung ausgestattet sein. An der Decke des
Raumes sind ebenfalls Verankerungsmöglichkeiten angebracht, sodass Schaukeln, Hän-
gematten und Kletternetze im ganzen Psychomotorik-Raum aufgehängt werden kön-
nen. Im angrenzenden Vorraum und Materiallager sind alle nötigen Materialien wie Käs-
ten, Matten, Bälle, Seile und Schaukeln untergebracht.
Senso-Raum mit Vorraum
Der Senso-Raum ist ein themenbezogener Schutzraum, in dem gezielt Reize ohne die
Ablenkung des alltäglichen Rahmens angeboten werden können. Hier können die Sin-
neswahrnehmungen Sehen, Hören, Fühlen, Gleichgewichtssinn und Tiefensensibilität in
einer ganz eigenen Atmosphäre angeregt werden. Bei meditativer Musik ist es möglich,
Tiefenentspannung zu erfahren und Körper, Geist und Psyche zur Ruhe kommen zu las-
sen.Seite 21 von 28
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1.5.5 SPORT
Es werden eine 1-Feld Sporthalle, ein Therapie- und Lehrschwimmbecken benötigt. Die
Akustik, atmosphärische Gestaltung und klare Strukturierung sowie ausreichend Tages-
licht spielen auch in diesem Bereich eine besondere Rolle.
Sporthalle
Die Sporthalle ist ein Bewegungsraum, in dem die Inhaltsbereiche (den Körper wahr-
nehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen; das Spiel entdecken und Spielräume
nutzen; Laufen, Springen, Werfen, Turnen, Gestalten, Tanzen, Darstellen, Gymnas-
tik/Tanz, Bewegungskünste; Spielen in und mit Regelstrukturen; Sportspiele; Gleiten,
Fahren, Rollen) des Sports unterrichtet werden und eine ganzheitliche motorische, so-
ziale und emotionale Förderung stattfindet. Dieser ist auch ein Bereich, in dem ein sehr
großes Potenzial für Kooperation und Inklusion liegt. Besonders häufig werden Bewe-
gungslandschaften aufgebaut, die für mehrere Tage aufgebaut bleiben, wodurch eine
Fremdnutzung z.B. durch Vereine am Abend ausgeschlossen wird. Das Lager für den
Sportunterricht muss unmittelbar an die Halle angeschlossen sein.
Therapie- und Lehrschwimmbecken
Das Therapie- und Lehrschwimmbecken muss als Variobecken ausgeführt werden. Der
höhenverstellbare Hubboden, dient dazu, das Beckens variabel zu nutzen. Hierdurch
kann die Wassertiefe den Bedürfnissen der Nutzer:innen angepasst werden. Um das
Becken herum muss sich ein Bewegungsstreifen von mindestens 3m befinden. Aufgrund
der Bewegungsfreiheit mit Rollstühlen ist ein vergrößerter Randbereich erforderlich.
Die Beckenwassertemperatur muss zwischen 24°C und 28°C liegen.
An das Schwimmbad angrenzend muss sich ein Materiallager befinden. Das nasse Ma-
terial muss zum Abtropfen in Gitterschränken aus Nässe- und Säure-beständigem Edel-
stahl gelagert werden. Ein Abfluss für das abtropfende Wasser ist zu berücksichtigen.Seite 22 von 28
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<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 19
Matschraum
Der Matschraum dient zur Förderung der visuellen und akustischen Wahrnehmung, so-
wie der Körperwahrnehmung. Außerdem können in Kleingruppen die sozialen Kompe-
tenzen gefördert werden.
Der Matschraum bietet (als vollgekachelter Raum mit Wasserzugängen, Dusche, unter-
fahrbarem Matschtisch und großer bruchsicherer Spiegelwand) die räumlichen Voraus-
setzungen zur Förderung aller Schüler:innen, die elementare Grunderfahrungen brau-
chen.
Dies sind insbesondere jüngere Kinder, Menschen mit komplexer Behinderung, mit au-
tistischen Zügen oder mit psychischen Auffälligkeiten. Die Förderschwerpunkte und In-
halte umfassen ganzkörperliche Anregung und Aktivierung, umfassende Wahrneh-
mungsförderung, Aggressionsabbau, Verbesserung von Körpererfahrung und Körper-
schema. Die Methoden richten sich nach dem individuellen Förderbedarf des:r jeweili-
gen Schüler:in oder Schülergruppe. Folgende Medien könne zum Einsatz kommen: Was-
ser (u.U. gefärbt), Kleister, Fingerfarben, Schaum, Wasserfarben, Knetseife, unter-
schiedlichste Gefäße, Schläuche, Pinsel, Bürsten, Schwämme, Sprinkler, Folien, Spiegel,
Wasserspielbahn, Wasserspielzeug, unterfahrbarer Matschtisch, Bodenwanne, weiche
Matten und vieles mehr. Damit dort auch mit allen Materialien gearbeitet werden kann,
gibt es in der Mitte des Raumes einen Spezialabfluss.
Erfahrungsduschen
Die Erfahrungsduschen bieten mindestens vier verschiedene Arten von Duschbrausen,
um eine Gewöhnung an das Duschen und verschiedene Erfahrungen mit Wasser zu er-
möglichen.
Weitere Funktionsbereiche im Sportbereich sind:
- Lagerraum für Sporthalle
- Lagerraum für Schwimmbecken
- Umkleideräume für Schüler:innen und Lehrer:innen inkl. WC und Duschen so-
wie inkl. Pflegebad
- PutzmittelraumSeite 23 von 28
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1.5.6 VERWALTUNG
Die Verwaltung und insbesondere das Sekretariat sollten vom Eingangsbereich aus gut
auffindbar und leicht erreichbar sein. Das Schulsekretariat verfügt über eine Anmelde-
und Informationstheke, einen Arbeitsbereich sowie ausreichend Ablage- und Archivre-
galschränke. Das Büro der Schulleitung und der stellvertretenden Schulleitung sind un-
tereinander und mit dem Sekretariat verbunden. In der Nähe zum Sekretariat und dem
Lehrerzimmer ist ein separater Kopierraum vorzusehen.
In Sichtverbindung zum Sekretariat wird der Trainingsraum angeordnet.
Im Verwaltungsbereich liegt ein zentraler Mitarbeiterraum für pädagogisches Personal
und Lehrkollegium mit den Funktionen Klassenpostfächer, Personalfächer, Besprechun-
gen und Treffpunkt.
Neben dem Mitarbeitendenraum sollte eine kleine Küche für Kaffee/Tee mit Kühl-
schrank und Spülbecken ausgestattet werden, von der es eine direkte Verbindung in
den Mitarbeitendenraum und in den Sozialraum für die Schulbegleitung gibt.
Darüber hinaus beherbergt der Verwaltungsbereich das Büro für die Koordination der
Schulbegleitung.
Weitere Funktionsbereiche im Verwaltungsbereich sind:
- Materialraum
- Lager für Büromaterial und Archiv
- Raum mit Rechercheplätze für Personal
- Besprechungsraum z.B. für Elterngespräche
- WC für Personal und SchulbegleitungSeite 24 von 28
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Ergebnisbericht
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1.5.7 AUSSENBEREICH
Die Verbindung zwischen Innen und Außen wird immer wichtiger. Bewegen, Toben und
Spielen sowie Entspannung sollen möglich werden, ohne dass sich die unterschiedlichen
Bedürfnisse gegenseitig behindern, weshalb eine entsprechende Zonierung in „laute“
und „leise“ Abschnitte sinnvoll ist. Die Gliederung der Bereiche auf der gemeinsam ge-
nutzten Fläche sollte durch Angebotsfelder strukturiert werden und nach Ruheberei-
chen mit Sitzgelegenheiten, Spielbereich (Kleinspielfeld, Trampolin, Schaukel), Naturbe-
reich (Hügellandschaft, Bäume, Wasserspielplatz) und Kreativbereich (z.B. Sandkasten)
erfolgen. Insbesondere der stark frequentierte Fahrzeugbereich (z.B. Kettcars) mit zwei
angrenzenden Garagen zur Lagerung der Fahrzeuge benötigt eine eindeutig abge-
grenzte Fläche, die eben und versiegelt ist. In diesem Zusammenhang kann die sichere
Nutzung der Busshuttlefläche evtl. in an- und abreisefreien Zeiten mit einbezogen (z.B.
für Übungen zur allgemeinen Verkehrserziehung) werden. Darüber hinaus wird ein
überdachter Bereich für Schlechtwetterpausen benötigt. Im Außenbereich befindet sich
ebenfalls ein „Grünes Klassenzimmer“ in der Nähe des Schulgartens, welcher sich im
Bereich der BPS befindet. Das Lager für Gartengeräte des Hausmeisters sollte gut vom
Schulgarten aus erreichbar sein, um ggf. Gartengeräte durch die BPS mitnutzen zu kön-
nen.
Die Schüler:innen reisen hauptsächlich in Kleinbussen mit je 9-15 SuS an und ab. Hierfür
ist in der Nähe des Eingangsbereichs eine entsprechende Busshuttlefläche vorzusehen.
Der Außenbereich soll sich in folgende Bereiche teilen:
- Spiel- und Kreativzone
- Sport und Bewegung
- Fahrzeugzone
- Ruhe- und Rückzugszone
- Aufenthaltszone für BPS
- Fahrradparkplätze für Personal (auch E-Bikes)
- Busshuttleplätze
- PersonalparkplätzeSeite 25 von 28
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Ergebnisbericht
<Ergebnisbericht Bedarfsplanung Förderzentrum Rölsdorfstraße >20.11.2023/mlö Seite 22
Auf dem Außengelände des Förderzentrums befindet sich zudem die Schul-Abfallsta-
tion, die anfahrbar, überdacht und abschließbar sein muss und über einen Sichtschutz
verfügen sollte.
Aachen, 20.11.2023
Drees & SommerSeite 26 von 28
Rölsdorfstraße
Ringstraße
Limpericher Straße
Goetheallee
Neustraße
Hallenbad
Bonn-Beul
ca. 1.935m²
Aktion Regenbogen
e.V. Kindergarten
ca. 705m²
Kita Windrad
ca. 685m²
Mathe-
zentrum
ca. 805m²
Sporthalle
ca. 1.285m²
Schule
am Rheingarten
ca. 1.075m²
TSV Bonn
Clubhaus
ca. 60m²
Tennisplatz
Spielplatz
Spielplatz
Spielplatz
Spielplatz
ca. 120m²
Gebäude F
ca. 353m²
Gebäude A
ca. 425m²
Gebäude C ca. 350m²
Gebäude D
ca. 270m²
RWB Bonn, Gebäude E
ca. 670m²
Gebäude H, Paul-Gerhardt-Schule
ca. 365m²
Gebäude G
ca. 527m²
Gebäude B
ca. 580m²
63.8518.0041.80
123.65
20.70 48.45 29.90
99.05
57.24
40.6023.25
32.9530.90
Außenfläche
Maschienenraum 100m²
Außenfläche
Schulgarten 100m²
Außenfläche
Kunstraum 100m²
Gehweg
Außenfläche
Schule 115m²
Eingang
54,50m üNHN
Eingangplatz für Schule und Sporthalle,
nur zu befahren durch Bringverkehr und Feuerwehr
54,50m üNHN
Parkplatz 50 PKW
Zaun
Zaun
Zaun Zaun
Außenfläche
Schule 75m²
nur Ausfahrt
nur Einfahrt
8 Fahrräder 8 FahrräderZaun
Spielplatzfläche/ Grünflächen
580m²
Fahrradabstellfläche
für Sporthalle 125m²
75 Stpl. x 1,5m²
Außenfläche
Primarstufe 365m²
Schulhoffläche
1.300m²
54,50m üNHN
Außenfläche
Primarstufe 180m²
Spielplatzfläche/ Grünflächen
630m²
Kleinspielfeld/Basketballplatz
Feuerwehrzufahrt für Förderschule und RWB Bonn
III II
II
Dreifachsporthalle
Grundfläche 2.390m²
Förderschule
Grundfläche 3.370m²
Legende
- Abstandfläche
- Abbruch
- Baugrenze
- Baufläche
- Grundstück gesamt
- Baugrundstück
BezeichnungProjekt
MS-FÖS Rölsdorfstraße Datum
M 1:500
Maßstab
DIN A0
Blattformart
26.06.2024Lageplan EntwurfSeite 27 von 28
Rölsdorfstraße
Ringstraße
Limpericher Straße
Goetheallee
Neustraße
Hallenbad
Bonn-Beul
ca. 1.935m²
Aktion Regenbogen
e.V. Kindergarten
ca. 705m²
Kita Windrad
ca. 685m²
Mathe-
zentrum
ca. 805m²
Sporthalle
ca. 1.285m²
Schule
am Rheingarten
ca. 1.075m²
TSV Bonn
Clubhaus
ca. 60m²
Tennisplatz
Spielplatz
Spielplatz
Spielplatz
Spielplatz
ca. 120m²
Gebäude F
ca. 353m²
Gebäude A
ca. 425m²
Gebäude C ca. 350m²
Gebäude D
ca. 270m²
RWB Bonn, Gebäude E
ca. 670m²
Gebäude H, Paul-Gerhardt-Schule
ca. 365m²
Gebäude G
ca. 527m²
Gebäude B
ca. 580m²
3.60
3.60
3.60
3.60
DB
A
F
G
H
C
E
ungefährer Grenzverlauf der Altablagerungen
ungefährer Grenzverlauf der Altablagerungen
ungefährer Grenzverlauf der Altablagerungen
ungefährer Grenzverlauf des Altstandortes (Ziegelei)
ungefährer Grenzverlauf des Altstandortes (Ziegelei)
ungefährer Grenzverlauf des Altstandortes (Ziegelei)
ungefährer Grenzverlauf des Altstandortes (Ziegelei)
Legende
- Abstandfläche
- Abbruch
- Baugrenze
- Baufläche
- Grundstück gesamt
- Baugrundstück
BezeichnungProjekt
MS-FÖS Rölsdorfstraße Datum
M 1:500
Maßstab
DIN A0
Blattformart
Analyse Altlasten+Abstandsflächen 27.06.2024
2.6
2.4
2.5Seite 28 von 28

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

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Datenstand: 03.11.2026, 10:44 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de