242057-04 · Beschlussvorlage
N-Vorlage Bürgerantrag: Wiederaufnahme des alten Linienwegs der Buslinie 635 über die Kautexstraße sowie Wiederaufnahme der Bushaltestelle Ennertstraße (Linie 635)
Kerndaten
- Nummer
- 242057-04
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 26.03.2025
- Letzte Änderung
- 02.11.2026
Orte
- Alte Bonner Straße Hauptort
- Kautexstraße
- Ennertstraße
- Hangelarer Straße
- Finkenweg
- Bergmeisterstück
- Pützchen
- Holzlar
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Übergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (13.125 Zeichen)
Beschlussvorlage öffentlich 242057-04 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III N-Vorlage Bürgerantrag: Wiederaufnahme des alten Linienwegs der Buslinie 635 über die Kautexstraße sowie Wiederaufnahme der Bushaltestelle Ennertstraße (Linie 635) Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 06.05.2025 Empfehlung Rat 08.05.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag Dem nachfolgenden Votum des Bürgerausschusses vom 12.02.2025 zur Drucksache 242057 wird nicht gefolgt. Die Verwaltung empfiehlt den Antrag abzulehnen. Begründung Der Bürgerausschuss hat in seiner Sitzung am 12.02.2025 den Bürgerantrag behandelt. Aufgrund der Annahme des Bürgerantrages im Bürgerausschuss trotz ablehnender Stellungnahme der Verwaltung wird die Thematik dem Rat mit dieser N-Vorlage nach Vorberatung im Ausschuss für Beteiligung der Bürger*innen zur Entscheidung vorgelegt. . Der ursprüngliche Bürgerantrag DS-Nr.: 242057 lautete: Inhalt der Anregungen und Beschwerden Der Bürgerantrag ist auf die Wiederaufnahme des alten Linienwegs der Buslinie 635 über die Kautexstraße sowie die Wiederaufnahme der Bushaltestelle Ennertstraße (Linie 635) gerichtet. Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag. Die Stellungnahme 242057-01 als Vertagungsbitte zum Bürgerantrag lautete: Die im Bürgerantrag thematisierte Linie 635 wird als Gemeinschaftskonzession der beiden Verkehrsunternehmen SWBV und RSVG gefahren. Daher ist zur Beantwortung des Bürgerantrages auch eine inhaltliche Abstimmung zwischenSeite 1 von 7 Seite 2 den beiden Aufgabenträgern Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis notwendig. Da diese Abstimmung noch nicht abgeschlossen ist, bittet die Verwaltung um Vertagung in die nächste Sitzung. Die inhaltliche Stellungnahme DS-Nr.: 242057-02 lautete: Die Verwaltung nimmt wie folgt Stellung zu dem Antrag: Die ursprüngliche Linie 635 wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 mit der Linie 529 kombiniert und verkehrt seitdem unter der Liniennummer 529. Diese Änderung wurde vom Rat der Stadt Bonn im Zuge der jährlichen Beschlussvorlage zum Fahrplanwechsel am 20.06.2024 beschlossen. Ein gleichlautender Beschluss erfolgte ebenfalls im Kreistag des Rhein-Sieg- Kreises. Ein Beschluss sowohl in Bonn als auch im Rhein-Sieg-Kreis war notwendig, da es sich bei den beiden Linie 529 und 635 um grenzüberschreitende Linien handelt und somit beide Aufgabenträger den Änderungen zustimmen müssen. Die Änderung hatte folgenden Hintergrund: Aufgrund von Personalengpässen bei der RSVG musste das Angebot auf der Linie 529 im Sommer 2023 eingeschränkt werden, sodass der Linienweg auf der Linie 529 auf Bonner Stadtgebiet vollständig entfiel. Einzig einzelne Fahrten im grenzüberschreitenden Schulverkehr konnten weiterhin angeboten werden. Die umfangreichen Fahrbeziehungen im grenzüberschreitenden Schulverkehr konnten durch diese Fahrten jedoch nicht ausreichend bedient werden. Daher gab es einen intensiven Austausch zwischen beiden Aufgabenträgern, wie die Situation verbessert werden könnte, dabei wurden auch Rückmeldungen der betroffenen Schulen mitberücksichtigt. Ergebnis dieser Planungen ist die beschlossene veränderte Linie 529. Durch die neue Linienführung dieser Linie konnte wieder ein zuverlässiges grenzüberschreitenden ÖPNV-Angebot hergestellt werden. Zeitgleich konnten Taktverdichtungen umgesetzt werden, sodass es auf der Linie mittlerweile wochentags einen durchgängigen 30-Minuten-Takt gibt. Dies stellt eine Verbesserung zum Angebot der ehemaligen Linie 635 dar. Des Weiteren sind zwei Schulverstärkerfahrten in der Linie integriert, welche zu den Hauptnachfragezeiten zusätzliche Kapazitäten bereitstellen und andere Linien entlasten. Des Weiteren sind durch die direkte Linienführung nach Sankt Augustin Zentrum neue Fahrziele für die Bevölkerung im Raum Pützchen/Holzlar umsteigefrei erreichbar. Die neue Linie 529 folgt auf Bonner Stadtgebiet größtenteils dem alten Linienweg der Linie 635. Lediglich die Haltestellen „Kautex-Werk“ und „Ennertstraße“ werden nicht mehr durch die Linie bedient. Die Änderung des Linienweges war notwendig um einen sehr stauanfälligen Abschnitt der B56 nicht mehr befahren zu müssen, um dadurch die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Linie erhöhen zu können. Der neue Linienweg wurde während eine Probefahrt mit Vertretern der Stadt Bonn sowie der beiden Verkehrsunternehmen getestet und sowohl von SWBV als auch RSVG als unproblematisch eingeschätzt. Die Haltestelle „Ennertstraße“ wird weiterhin durch die Linie 609 in einem 20- Minuten-Takt bedient. Die neue Linie 529 bedient des Weiteren die Haltestelle „Hangelarer Straße“ welche sich in ca. 150 Metern Entfernung zur Haltestelle „Ennertstraße“ befindet. Während der nachfragestarken morgendlichenSeite 2 von 7 Seite 3 Schulverkehrsspitze gibt es daher für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit die Linie 529, inklusive Schulverstärker, ab der Haltestelle „Hangelarer Straße“ zu nutzen, zusätzlich zum bestehenden Angebot an der Haltestelle „Ennertstraße“. Außerhalb des Schülerverkehrs haben Fahrgastzählungen gezeigt, dass die alte Linie 635 an der Haltestelle „Ennertstraße“ kaum genutzt wurde und die generellen Fahrgastzahlen der Linie sehr niedrig sind. Daher schätzt die Verwaltung die Bedienung der Haltestelle „Ennertstraße“ mit der Linie 609 als ausreichend ein. Durch die Zusammenlegung der Linien 529 und 635 ergeben sich daher viele Vorteile für einen Großteil der Fahrgäste. Mit der neuen Linie können Fahrgäste zuverlässiger und mit einer verbesserten Taktung mehr Ziele umsteigefrei erreichen. Gleichzeitig wird die Kapazität im regulären Linienverkehr durch die neue Schulverstärkerfahrt erhöht. Durch die nahegelegene Haltestelle „Hangelarer Straße“ können auch Schülerinnen und Schüler die bisher die Haltestelle „Ennertstraße“ genutzt haben von diesen Angebotsausweitungen profitieren. Im Gegenzug ist die Angebotsreduktion an der Haltestelle „Ennertstraße“ durch den Wegfall der Linie 635, aufgrund der größtenteils geringen Nachfrage dieser Linie, aus Sicht der Verwaltung unproblematisch. Diese Verwaltungsansicht wird durch nachfolgende Stellungnahme der SWBV unterstützt, welche durch die Verwaltung angefragt wurde: „Zu der Nichtbedienung der Haltestelle Ennertstraße durch die neue Linie 529 ab FPW Dez. 2024 gibt es im Kundendialog keine Beschwerden.“ Die Stadt Bonn informierte die Öffentlichkeit erstmals mit einer Pressemitteilung am 13.05.2024 über die geplanten Änderungen zum Fahrplanwechsel. Nach Beschluss durch den Rat im Juni gab es auch Berichte in den lokalen Medien, die die Änderungen thematisierten und beschrieben. Es gab daher für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich frühzeitig über die anstehenden Änderungen zu informieren. Die Stellungnahme ist zwischen den beiden Aufgabenträgern Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis abgestimmt. Beschlussvorschlag für Bürgerausschuss: Die Verwaltung empfiehlt, den Antrag abzulehnen. Mit diesem Votum ist das in § 24 GO NRW für die formelle Beratung von Anregungen und Beschwerden der Einwohnerinnen und Einwohner vorgesehene Verfahren abgeschlossen. Mit der DS-Nr.: 242057-03 wurden ergänzende Bilder zum Bürgerantrag in das Bonner Rats und Informationssystem eingestellt. Die Verwaltung begründet den Vorschlag zur Ablehnung des Beschlusses des Bürgerausschusses wie folgt: Durch die Zusammenlegung der Linien 529 und 635 ergeben sich viele Vorteile für einen Großteil der Fahrgäste. Mit der neuen Linie können Fahrgäste zuverlässiger und mit einer verbesserten Taktung mehr Ziele umsteigefrei erreichen. Die Verwaltungsansicht wird von den SWBV unterstützt.Seite 3 von 7 Seite 4 Anlage/n 1 Bürgerantrag (öffentlich) 2 Bürgerantrag komplett (nichtöffentlich)Seite 4 von 7 1 Achtung: Absender von außerhalb der Stadtverwaltung Bonn! Bürgerantrag für die Linie 635 hiermit beantragen wir, dass die Linie 635 ab sofort die Haltestelle Ennertstraße wieder anfährt und den alten Linienweg über die Kautexstraße aufnimmt. Wir als Bürger:innen von Holzlar können es nicht nachvollziehen, wie man die Busse 529/635 zusammenlegen konnte, ebenso wenig, dass ein Teil von Holzlar mit vier Bussen und morgens mit vier E Bussen bedient wird und der untere Teil mit einer Linie die 609. Dass die Haltestelle Ennertstraße mit der 635 wegfällt, ist eine Katastrophe. Die 609 fährt weiter, das ergibt aber keinen Sinn, da sie nach Gielgen fährt und nicht in die Mitte von Holzlar. Dies ist keine bürgergerechte Entscheidung. Die Stadt Bonn kann nicht davon ausgehen, dass wir nur Radfahrende haben. Wir haben ältere Menschen, kleine Kinder, Grundschulkinder und mobilitätseingeschränkte Menschen. Gerade jetzt zur kalten Jahreszeit schwenken die Menschen auf den ÖPNV um. Das nicht entsorgte nasse Laub ist eine Gefahr für die Radfahrenden. Das gilt besondere auch auf dem Schulweg. Mobilitätseingeschränkte Menschen, denen selbst der Weg zur Bushaltestelle Finkenweg zu weit ist, werden nicht berücksichtigt. Ältere Menschen, die z.B. zu Ärzten und Zahnärzten fahren, wurden nicht berücksichtigt. Ist das Inklusion? Nein, das ist es nicht! Genauso betrifft dies die Menschen, die zu den Ärzten nach Hangelar fahren. Dass diese Haltestelle wegfällt, verschlechtert den ÖPNV im unteren Teil von Holzlar um 50%. Die neue Haltestelle bzw. die neuen Linien sind überhaupt nicht durchdacht. Die Hangelarer Straße/Kohlkauler Straße ist viel zu eng und seitlich zugeparkt, deshalb wurde der frühere Busverkehr dort eingestellt. Selbst wir haben Probleme, diese Strecke mit dem Auto zurückzulegen. Der Begründung der Verspätung der 635 an der B56 stimmen wir nicht zu. Da gibt es auch Möglichkeiten, dies zu minimieren, z.B. durch eine andere Ampelschaltung. Die neue Linie wird genauso ihre Probleme haben. Die Ampelschaltung von der B56 in die Adenauer Straße ist viel zu kurz, ebenso von der B 56 in die Kautextstraße. Der obere Knick der Hangelarer Straße / Ecke Alte Bonner Straße ist jetzt schon gefährlich für Spaziergänger und Schüler, da man die Straße dort nicht einsehen kann. Wir Bürger:innen werden noch eine Unterschriftenliste gegen diese Maßnahmen nachreichen. Die morgendliche Auslastung der Linien 609 und der des E-Busses wird verstärkt werden bzw. noch höher sein, als sie jetzt schon ist. Wann wollte die Stadt das diese Änderung den Anwohner:innen von Holzlar und Hangelar mitteilen?Seite 5 von 7 2 Darum muss die 635 wieder aufgenommen und ihren alten Weg fahren. - kurze Schulwege - sicheres Ein- und Aussteigen - keine Überfüllung - ältere Menschen, die zum Penny oder ins Zentrum von Holzlar wollen. - mobileingeschränkte Zahnärzte, Ärzte - Verbindung nach Hangelar (Ärzte, Fußpflege, Physiotherapeut und Einkaufen). Kürzere Zeit zum Umsteigen in die Straßenbahnlinie 66. Dafür muss man nicht erst nach Sankt Augustin fahren, um umzusteigen, was Zeit kostet. - Schüler von Hangelar zum SAG - Schüler der KGS Holzlar - Schüler der Marktschule Die Aussage der Stadt Bonn, die 635 sei nicht ausgelastet, stimmt nur zum Teil. Dies betrifft nur einen bestimmten Stundenbereich am Tag. Gegen 11uhr ist die 609 auch leer. Die neue Linie verbessere die Infrastruktur in Holzlar. Nein, da der Linienweg im oberen Teil von Holzlar gleich mit der 635 ist. Ebenfalls entlaste die neue Linie die 609 und den E Bus. Falsch, bis auf Ennertstraße ändert sich die Führung in Holzlar nicht. Der größte Teil ist Finkenweg und Pappelhain. Es wird keine Entlastung geben. Die Probefahrten durch die Kohlkauler Straße und Hangelarer Straße wurden nicht zu den Stoßzeiten gemacht. Wenn wir gegen 11 Uhr durchfahre, haben wir keine Probleme. Die Haltestelle Hangelarer Straße stelle keine Gefahr für Schüler beim Aussteigen und Überqueren dar. Falsch: Kinder warten nicht, bis der Bus weiterfährt. Sie laufen über die Straße, um schneller nach Hause zu kommen, das kann man noch so oft üben. Es bleiben Kinder! Die Straße sei nicht viel befahren. Zu Stoßzeiten ja. Frühmorgens und nachmittags ist die Auslastung groß. Es seien nur 200 Meter mehr von der Ennertstraße bis zur Hangelarer Straße.Seite 6 von 7 3 Das ist korrekt. Für Grundschüler, besonders die kleinen, die in einer 50er Zone mit Parkbuchten und Großbaustelle durchlaufen, ist besonders in der dunklen Jahreszeit kein sicherer Schulweg, um diesen selbstständig zu üben. Wir reden nicht von Erwachsenen, wir reden von Kindern! Dass wenige um Umkreis wohnen würden, trifft ebenfalls nicht zu. Liebe Politiker, die Ennertstraße, ebenso Bergmeisterstück wird von sehr vielen Menschen bewohnt. Schon allein das Hochhaus besitzt hunderte Wohnungen. Wenn man die 635 früher fahren lässt, z.B. um 7:25 anstatt 7:37, umgeht man das Verkehrschaos der B56 und Verspätungen. Das sind alles wichtige Punkte zum Erhalt der 635, auf die auch von behinderte Menschen angewiesen sind, die zur Werkstatt wollen. Was sind die negativen Punkte? Kosten. Sollten wir aber nicht in den ÖPNV investieren, um die Bürger vom Auto weg zubringen? Sollten wir nicht in den sicheren Schulweg investieren, um Elterntaxis zu vermeiden? Hier muss sofort gehandelt werden und nein, es reicht nicht zum nächsten Fahrplanwechsel! Mit freundlichen GrüßenSeite 7 von 7
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 03:04 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de