242046-08 · Beschlussvorlage
Grundsatzbeschluss Stadthaus-Areal; hier: Beratungsvorlage Projektinitiierung, Planerbeauftragung, Abwicklungsmodelle, Projektorganisation, fiskalische Auswirkungen
Kerndaten
- Nummer
- 242046-08
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 24.02.2025
- Letzte Änderung
- 02.11.2026
Orte
- Stadthaus Hauptort
- Markt
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Hauptausschusses Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage öffentlich 242046-08 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn Dezernat: SGB Grundsatzbeschluss Stadthaus-Areal; hier: Beratungsvorlage Projektinitiierung, Planerbeauftragung, Abwicklungsmodelle, Projektorganisation, fiskalische Auswirkungen Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 06.03.2025 Empfehlung Hauptausschuss 13.03.2025 Empfehlung Rat 20.03.2025 Entscheidung Begründung der Eilbedürftigkeit: Aufgrund des kurzfristig herbeizuführenden hohen internen und externen Ab- stimmungsbedarfs konnte die Vorlage nicht fristgerecht eingereicht werden. Mit dieser Vorlage ist eine Nachmeldung der Verwaltung zum Haushaltsplan- entwurf 25/26 verbunden. Da die Sitzung des Finanzausschusses die letzte Sitzung vor Verabschiedung des Haushalts im Rat ist, kann die Vorlage nur in der Sitzung des Finanzaus- schusses am 06.03. beraten werden. Eine spätere Beratung hat zur Folge, dass die benötigten Finanzmittel für die Projektinitiierung des Stadthausprojektes nicht zur Verfügung stehen. Dies be- deutet, dass sich der Projektstart und damit auch die Gesamtprojektlaufzeit verschieben mit der Konsequenz eines höheren Kostenrisikos für das Gesamt- projekt. Beschlussvorschlag Der Rat stimmt der Auslobung eines architektonischen / planerischen Wettbe- werbs mit den in der Vorlage beschriebenen Rahmenbedingungen zu. Zunächst wird ein Generalplanervertrag (GP) „light“ ausgeschrieben und zu einem späteren Zeitpunkt auf einen umfassenden Generalplanervertrag zur Realisierung der Gesamtbaumaßnahme (GP Gesamt) erweitert (Folie 22 der Anlage 1). Der Rat stimmt der Beauftragung von externen Büros für die Projektinitiierung zu.Seite 1 von 53 Seite 2 Der Rat nimmt die Vorlage und die als Anlage beigefügten Analysen und Emp- fehlungen sowie die Projektstruktur zur Kenntnis. Der vom Rat im Dezember beschlossene Arbeitskreis wird als dauerhaftes poli- tisches Begleitgremium fortgeführt. Begründung Der Rat hat in seiner Sitzung am 12.12.2024 unter der BV-Nr. 242046 be- schlossen, dass das Stadthausareal in seiner Hauptnutzung als Verwaltungs- standort mit ergänzenden Nutzungen entwickelt wird (Nutzungsart: Mischnut- zung). Der Beschluss sieht einen Teilabriss mit integriertem Neubau und einer Kernsanierung vor. Mit diesem Beschluss hat der Rat die Verwaltung zudem beauftragt, die Um- setzung vorzubereiten und dem Rat im 1. Quartal 2025 Grundzüge einer Pro- jektstruktur und Umsetzungsvarianten inklusive fortgeschriebenem Zeitplan und einer Konkretisierung zu den fiskalischen Auswirkungen vorzulegen. Die Verwaltung hat dbp dasbauprojekt und Drees & Sommer beauftragt, Analy- sen und Empfehlungen zu den v. g. Aufgabenstellungen zu entwickeln. Diese sind in der Anlage dokumentiert und bilden die Basis des Beschlussvorschlags. Zusammenfassung der Empfehlungen zum weiteren Vorgehen Das Projekt Stadthaus Areal sieht einen Teilabriss mit integriertem Neubau und eine Kernsanierung vor. Es wird empfohlen, den Wettbewerb im Rahmen eines Generalplanervertrags (GP) „light“ auszuschreiben, der später auf einen umfassenden Generalplaner- vertrag (GP Gesamt) erweitert werden soll (Anlage 1). Die Abwicklung (Anlage 1) soll in zwei Paketen erfolgen: Paket 01 für Rückbau, Entsorgung und Teilabriss, und Paket 02 für den Neubau sowie die Freianla- gen. Diese Vorgehensweise gewährleistet eine effiziente und koordinierte Um-Seite 2 von 53 Seite 3 setzung des Projekts, minimiert Risiken und optimiert die Kosten- und Termin- sicherheit. Die Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell ist in Anlage 1 abgebil- det und stellt die Einbindung der externen Partner sicher. Die Projektverantwor- tung für die Realisierung des Investitionsvorhabens Stadthaus-Areal wurde auf das SGB übertragen. Um sicherzustellen, dass die Anforderungen an das Pro- jekt rechtzeitig definiert und umgesetzt werden, wird eine Projektstruktur mit klaren Verantwortlichkeiten auf mehreren Ebenen etabliert. Angesichts der ho- hen Bedeutung des Projekts, das die gesamte Verwaltung betrifft, übernimmt der Verwaltungsvorstand weiter die Funktion eines Lenkungsausschusses. Auch der Personalrat wird bei der Projektdurchführung eng eingebunden und regelmäßig informiert. Darüber hinaus wird der Städtebau- und Gestaltungsbei- rat beteiligt. Das Projekt bedarf aufgrund seiner Komplexität und Bedeutung auch einer poli- tischen Begleitung über die Befassung in Ratsgremien hinaus. Schon im Rah- men des Grundsatzbeschlusses hat der Rat hierzu eine Arbeitsgruppe einge- setzt. Ein Impuls aus dieser Arbeitsgruppe war, dass sie als geeignetes Format zur Beteiligung der Politik angesehen wurde und sie fortgeführt werden sollte. Diesen Impuls greift die Verwaltung auf und schlägt dem Rat nunmehr vor, die- se Arbeitsgruppe dauerhaft als Begleitgremium einzurichten. Jede Fraktion hat dann die Möglichkeit, maximal zwei Vertreterinnen oder Vertreter in diese Ar- beitsgruppe zu entsenden. Mögliche Exits, um den Beschluss zum weiteren Vorgehen optional anzupas- sen, sind die Entscheidung 01 (nach weiterer Sondierung im Bestand) und die Entscheidung 02 (nach Wettbewerb). Die Möglichkeit, das weitere Vorgehen und die getroffenen Entscheidungen bei neuen Erkenntnissen anzupassen, sind als Exit 01 und 02 entsprechend dargestellt. Der Beschluss für die Auslobung des planerischen Wettbewerbs soll spätes- tens im Rat am 04.09.2025 eingeholt werden. Der prognostizierte Mittelabfluss für die Projektinitiierung und den planerischenSeite 3 von 53 Seite 4 Wettbewerb beträgt in 2025 insgesamt rd. 1,1 Mio. € brutto und in 2026 rd. 3,0 Mio. € brutto ( Anlage 1). Fiskalische Auswirkungen Die voraussichtlich anfallenden Kosten für die Projektinitiierung und den plane- rischen Wettbewerb wurden auf der Basis der Kostenschätzung zur Variante N3C ermittelt. Die Kostenschätzung des Grundsatzbeschlusses muss mit fort- schreitender Planung aktualisiert werden, um die Kosten für die Jahre 2027ff veranschlagungsreif zu definieren. Mit dem Ratsbeschluss zur Projektinitiierung und dem in dieser Vorlage be- schriebenen weiteren Vorgehen entsteht Einplanungsreife in 2025 in Höhe von 1.162.684 € brutto und 3.001.367 € brutto in 2026. Der Finanzmittelbedarf für 2025 wird aus dem Wirtschaftsplan des SGB 2025 bereitgestellt. Für den Fi- nanzmittelbedarf in 2026 erfolgt eine Erhöhung des Investitionskostenzuschus- ses im städtischen Haushalt und spiegelbildlich im Wirtschaftsplan des SGB. Der nun vorgeschaltete und noch zu initiierende planerische Wettbewerb dient als Grundlage für die Beauftragung der Planung, was sowohl den Rückbau, den Teilabriss und die Entsorgung umfasst als auch die Sanierung und den Neubau. Dies bedeutet, dass erst auf der Basis der Ergebnisse des planeri- schen Wettbewerbs eine konkretere Bauplanung und eine genauere Kosten- schätzung möglich ist. Aus dem Grund liegt zum jetzigen Stand weder eine konkrete Baukostenpla- nung noch eine belastbare detaillierte Projektzeitplanung ab 2027 vor, die mit dem jetzigen Haushaltsplanentwurf 25/26 eine Ausweisung in der mittelfristigen Finanzplanung 2027-2029 des städtischen Haushalts in der vollen Höhe der bisher geschätzten Herstellungskosten rechtfertigen würde. Wirtschaftsplan des SGB Es wird empfohlen, die zuvor beschriebene Mittelplanung entsprechend in den Wirtschaftsplan 2026 aufzunehmen. Alle in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Gesamtprojekt anfallenden Kosten sind als Investitionen aktivierbar.Seite 4 von 53 Seite 5 Investitionskostenzuschuss Der Investitionskostenzuschuss aus dem städtischen Haushalt an den Wirt- schaftsplan des SGB erhöht sich entsprechend der Erhöhung der Investition im Wirtschaftsplan. Es handelt sich hierbei um eine (nicht aufwandswirksame) Finanzauszahlung. Kapitaldienst Die Finanzierung des Gesamtprojekts erfolgt durch die Aufnahme von Fremd- kapital. Die Tilgungsleistungen werden aus dem städtischen Haushalt bestrit- ten, während die anfallenden Fremdkapitalzinsen sachgerecht über die Wirt- schaftspläne des SGB gedeckt werden. Dazu ist eine Anpassung des Betriebs- kostenzuschusses für das SGB erforderlich. Abschreibungen/Sonderposten Der Investitionskostenzuschuss für die Baumaßnahme wird als Sonderposten auf der Passivseite der Bilanz des SGB ausgewiesen und über die Nutzungs- dauer der Baumaßnahme in Höhe der Abschreibungen schrittweise aufgelöst. Eine Belastung der GuV entsteht dadurch nicht. Laufende Aufwendungen Die laufenden Aufwendungen wie Betriebskosten, Instandhaltung sowie Miet- aufwände für die Interimsstandorte werden aus den Wirtschaftsplänen des SGB finanziert. Die konkreten Aufwände, die sich nach Inbetriebnahme des sanierten Stadt- hauses ergeben werden, können Stand heute nicht beziffert werden. Jedoch kann unterstellt werden, dass die Betriebskosten und die Instandhaltungen in den ersten Jahren nach der Sanierung insbesondere aufgrund des deutlich besseren energetischen Standards geringer sein werden als im Status Quo. Weitere Aufwandsminderungen können durch die Umsetzung des Flächen- und Wirkkonzeptes erreicht werden. Alle in Zusammenhang mit dem Gesamtvorhaben entstehenden Kosten sind als Investition aktivierbar und stellen somit keine Aufwände im haushalterischen Sinne dar (Ausnahme Zinsaufwand, siehe Ausführungen zum Kapitaldienst).Seite 5 von 53 Seite 6 Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 01.01 Innere Verwaltung 01.01.29 Gebäudemanagement Bonn Investive Kosten der Maßnahme (Investitionskosten im Vermögensplan) Auszahlungen Betrag Projektauftrag / Sachkonto Veranschlagt im WPL Davon noch bereitzustellen Deckung Stadthaus 1.100.000 524500 2025 3.000.000 524500 2026 3.000.000 Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich kalkulatorische Kosten (Folgekosten) X Konsumtive Kosten der Maßnahme (Aufwandskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung) X Auszahlungen/Aufwendungen Betrag Projektauftrag / Sachkonto Veranschlagt im WPL Davon noch bereitzustellen Deckung Einzahlungen/Erträge Haushaltsbelastung jährlich [1] Ggfls. weitere Erläuterungen in der nachfolgenden Begründung Anlage/n 1 20250219_STH_Umsetzungsvarianten (öffentlich)Seite 6 von 53 UMSETZUNGS- VARIANTEN ZUKUNFT STADTHAUS AREAL STAND 19.02.2025Seite 7 von 53 VORBEMERKUNGEN – ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS Überblick der wesentlichen Abkürzungen in der Projektinitiierung, für die Projektstruktur und die nächsten Schritte nach dem Grundsatzbeschluss AG Auftraggeber AN Auftragnehmer ARGE Arbeitsgemeinschaft BauGB Baugesetzbuch BIM Building Information Modeling BQA Bau-, Qualitäts- und Ausstattungsbeschreibung CAFM Computer-Aided Facility Management C2C Cradle to Cradle EP Einzelplaner GP Generalplaner GU Generalunternehmer (reine Bauleistungen) HOAI Honorarordnung für Architekten und Ingenieure IKOS Investitionskostenschätzung LCM Lean Construction Management LDM Lean Design Management LPH Leistungsphase bezogen auf die HOAI ÖVergR Öffentliches Vergaberecht PC-Phase Pre-Construction Phase ÖPP/PPP Öffentlich/ Public Private Partnerschaft SektVO Sektorenverordnung TU Totalunternehmer (Planungs- und Bauleistungen) TGA Technische Gebäudeausrüstung VgV Vergabeverordnung VOB A Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen VU Vergabeunterlagen STH// Umsetzungsvarianten2Seite 8 von 53 VORBEMERKUNGEN – KURZERLÄUTERUNG EP/ GP UND GU/ TU Überblick der Akteure in Planung und Ausführung und Definition und Abgrenzung zwischen den denkbaren Konstellationen in Vorbereitung auf die nächsten Schritte nach dem Grundsatzbeschluss EINZELPLANER Die Einzelplaner sind alle notwendigen Planer, Fachplaner, Gutachter und Berater, die jeweils für einen bestimmten Bereich eines Bauprojekts verantwortlich sind. Sie arbeiten unabhängig voneinander in Koordination der Objektplanung und Steuerung durch das Projektmanagement und die Bauherrin. GENERALPLANER Der Generalplaner übernimmt die Gesamtverantwortung für die Planung eines Bauprojekts. Er beauftragt im Subverhältnis alle Planungsleistungen und koordiniert die Arbeit aller Fachplaner und stellt sicher, dass alle Planungsleistungen termingerecht und im Einklang mit den Anforderungen des Bauherrn erbracht werden. EINZELFIRMEN Die Einzelfirmen sind spezialisierte Bauunternehmen, die einzelne Gewerke eines Bauprojekts ausführen. Jede Einzelfirma ist für ihren spezifischen Aufgabenbereich verantwortlich und arbeitet oft parallel mit anderen Einzelfirmen auf der Baustelle. Die Koordination erfolgt durch die Bauleitung seitens der Planer und Fachplaner und Steuerung durch das Projektmanagement und die Bauherrin. GENERALUNTERNEHMER Der Generalunternehmer übernimmt die Verantwortung für die Ausführung eines Bauprojekts. Er beauftragt und koordiniert die verschiedenen Einzelfirmen und stellt sicher, dass das Bauprojekt termingerecht und im Rahmen des Budgets fertiggestellt wird. Der Generalunternehmer ist der Hauptansprechpartner für den Bauherrn während der Bauphase. Die Planer und Fachplaner übernehmen die Bauüberwachung und das Projektmanagement die übergreifende Steuerung. TOTALUNTERNEHMER Der Totalunternehmer übernimmt sowohl die Planung als auch die Ausführung eines Bauprojekts. Er ist für alle Phasen ab Beauftragung im Projekts verantwortlich bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe des Gebäudes. Der Totalunternehmer koordiniert alle Planungs- und Bauleistungen und stellt sicher, dass das Projekt den Anforderungen des Bauherrn entspricht und termingerecht und im Rahmen des Budgets fertiggestellt wird. 3 STH// UmsetzungsvariantenSeite 9 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 10 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 11 von 53 AUFGABENSTELLUNG Am 12. Dezember 2024 wurde durch die Politik ein Grundsatzbeschluss zur Realisierungsform des Stadthauses getroffen. Dieser Beschluss sieht einen Teilabriss mit integriertem Neubau und einer Kernsanierung vor. Das Stadthaus soll eine Nutzungsmischung aus maximal 75% Stadtverwaltung und mindestens 25% ergänzender Mischnutzung aufweisen. Im weiteren Verlauf ist es nun Aufgabe der Verwaltung, die Projektstruktur mit Aufbauorganisation und Organigramm zu erarbeiten. Dies umfasst die Struktur der Verwaltung sowie die Idee zur Einbindung externer Partner. Zudem müssen mögliche und sinnvolle Abwicklungsmodelle zur Bindung der Partner für Planung und Bauen dekliniert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Darstellung der Risiken, Terminschienen und Kosten als fiskalische Auswirkungen. Basierend auf diesen Analysen soll eine Empfehlung zur Wahl des Abwicklungsmodells ausgesprochen werden. Schließlich ist die Art und Weise des planerischen Wettbewerbs zur Findung des neuen Entwurfsverfassers zu definieren, gefolgt von der anschließenden Beauftragung des Planungsteams, sei es als Einzelplaner (EP) oder Generalplaner (GP). 6 STH// UmsetzungsvariantenSeite 12 von 53 ZEITSTRAHL - VORBEMERKUNGEN Differenzierung in Vergabepakete Unabhängig zum Abwicklungsmodell wird eine Differenzierung in zwei Stränge innerhalb der Realisierung notwendig. Die Maßnahmen aus Rückbau, Entsorgung und Teilabriss werden losgelöst von der Realisierung in Neubau und Wiederherstellung erfolgen. Daraus ergeben sich zwei Stränge und Vergabepakete (VP) VP1: Rückbau, Entsorgung und Teilabbruch VP2: Neubau (mit Rohbau, Rohbausanierung, Fassade, Dach, Ausbau, Gebäudetechnik, Freianlagen, weiter nach Bedarf 7 STH// UmsetzungsvariantenSeite 13 von 53 ZEITSTRAHL Planerischer Wettbewerb Beauftragung Planungsteam 8 STH// Umsetzungsvarianten Projekt Set Up und Grundlagen- ermittlung Planung Ausschreibung und Vergabe zur Beauftragung Baupartner Rückbau, Entsorgung und Teilabbruch Ausschreibung und Vergabe zur Beauftragung Baupartner Neubau (mit Rohbau, Rohbausanierung, Fassade, Dach, Ausbau, Gebäudetechnik, Freianlagen, weiter nach Bedarf Planung Entscheidung Einzelplaner oder Generalplaner Entscheidung Abwicklungsmodell VP2 und Art und Weise Beauftragung Baupartner Entscheidung zu Wettbewerb Projektstruktur Organigramm Aufbauorganisation Entscheidung Abwicklungsmodell V1 und Art und Weise Beauftragung Baupartner Start Bauausführung Rückbau und Teilabriss Zug um Zug mit Auszug Stadtverwaltung so früh wie möglich Start Bauausführung Neubau Zug um Zug mit Rückbau und Teilabriss Skizze zum Zeitstrahl differenziert in die VergabepaketeSeite 14 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 15 von 53 ZUSAMMENFASSUNG UND EMPFEHLUNG Das Projekt Stadthaus Areal sieht einen Teilabriss mit integriertem Neubau und einer Kernsanierung vor. Es wird empfohlen, den Wettbewerb im Rahmen eines Generalplanervertrags (GP) „light“ auszuschreiben, der später auf einen umfassenden Generalplanervertrag (GP Gesamt) erweitert werden soll. Die Abwicklung sollte in zwei Paketen erfolgen: Paket 01 für Rückbau, Entsorgung und Teilabriss, und Paket 02 für den Neubau. Diese Vorgehensweise gewährleistet eine effiziente und koordinierte Umsetzung des Projekts, minimiert Risiken und optimiert die Kosten- und Terminsicherheit. Empfohlene nächste Schritte zur Entscheidung Projektinitiierung mit Grundlagenermittlung als Basis für das Projekt Bildung eines Projektteams zur Übernahme von Bauherrenaufgaben und Planungsanteile, welches im Rahmen eines gesetzten Qualitäts- und Terminziels und Budgets eine Budgethoheit erhält Vertiefte und ergänzende Bewertung zum Bestand als Grundlage für ENTSCHEIDUNG 01 Ausschreibung des Wettbewerbs im Rahmen eines Generalplanervertrags (GP) „light“ Konzeptionierung der Abwicklung der Umsetzung in zwei Paketen Umsetzung der Projektphasen gemäß dem vorgeschlagenen Zeitplan 10 STH// UmsetzungsvariantenSeite 16 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 17 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 18 von 53 AUSLOBUNG PLANERISCHER WETTBEWERB Einleitung zum Planungswettbewerb Ein Planungswettbewerb ist ein Verfahren, das darauf abzielt, die besten architektonischen und städtebaulichen Lösungen für ein Bauprojekt zu finden. Durch die Einbeziehung mehrerer Planungsbüros wird eine Vielfalt an Ideen und Konzepten sichergestellt, was zu innovativen und qualitativ hochwertigen Ergebnissen führt. Die Hauptziele eines Planungswettbewerbs sind: Qualitätssicherung: Sicherstellung, dass das beste und passendste Konzept für das Projekt ausgewählt wird Transparenz und Fairness: Gewährleistung eines fairen und transparenten Auswahlverfahrens, bei dem alle Teilnehmer die gleichen Chancen haben Innovation: Förderung kreativer und innovativer Lösungen durch den Wettbewerb der besten Ideen Kostenkontrolle: Sicherstellung, dass die vorgeschlagenen Lösungen wirtschaftlich und im Rahmen des vorgegebenen Budgets realisierbar sind Erwartungen an den Wettbewerb Von einem Planungswettbewerb wird erwartet, dass er: Vielfalt an Entwürfen: Eine breite Palette von Entwürfen und Konzepten liefert, die unterschiedliche Ansätze und Lösungen bieten Hohe Qualität: Hochwertige und durchdachte Entwürfe hervorbringt, die den Anforderungen und Erwartungen des Auftraggebers entsprechen Nachhaltigkeit: Lösungen bietet, die nachhaltig und umweltfreundlich sind Funktionalität: Entwürfe liefert, die funktional und praktisch umsetzbar sind 13 STH// UmsetzungsvariantenSeite 19 von 53 AUSLOBUNG PLANERISCHER WETTBEWERB Erläuterung Planungswettbewerb Stufe 1: Präqualifikation In dieser ersten Phase wird eine Vorauswahl der teilnehmenden Planungsbüros getroffen. Die Bewerber müssen bestimmte Ausschlusskriterien erfüllen, wie z.B. formale Anforderungen und rechtliche Vorgaben. Die Auswahlkriterien umfassen die Leistungsfähigkeit, Eignung und Referenzprojekte der Büros. Die Bewertung erfolgt zu 100 % anhand dieser Kriterien. Ziel ist es, eine Liste von qualifizierten Büros zu erstellen, die zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen werden. Stufe 2: Wettbewerb In dieser Phase wird ein Wettbewerb durchgeführt, bei dem die teilnehmenden Büros Entwürfe/Konzepte für das Projekt einreichen. Die Entwürfe werden anhand von inhaltlichen Anforderungen bewertet, wie z.B. städtebauliche Einbindung, Architektur, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Die Bewertung erfolgt in der Regel zu 50-70 % anhand dieser Kriterien. Die besten Entwürfe werden von einer Jury ausgewählt und zur nächsten Stufe weitergeleitet. Stufe 3: Verhandlung In der letzten Phase werden die ausgewählten Büros zu Verhandlungen eingeladen. Hierbei werden die Projektorganisation, Qualifikation, Erfahrung und das Honorar der Büros bewertet. Die Verhandlungen dienen dazu, den besten Entwurf und das beste Büro für die Umsetzung des Projekts auszuwählen. Die endgültige Entscheidung wird auf Basis der Verhandlungsergebnisse getroffen. 14 STH// UmsetzungsvariantenSeite 20 von 53 AUSLOBUNG PLANERISCHER WETTBEWERB Erläuterung Planungswettbewerb Wesentliche Kriterien und Abläufe Ausschlusskriterien: Formalien, Rechtslage Auswahlkriterien: Leistungsfähigkeit, Eignung, Referenzprojekte Zuschlagskriterien: Projektorganisation, Qualifikation, Erfahrung, Honorar Entwurfskriterien: Städtebauliche Einbindung, Architektur, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit Weitere wichtige Punkte RPW (Richtlinie für Planungswettbewerbe): Diese Richtlinie regelt den Ablauf, Inhalt und die Strukturen von Architekturwettbewerben. Sie umfasst u.a. die Wettbewerbsbeteiligten, verschiedene Arten von Wettbewerben, Ablauf und Durchführung, Preisgerichtsaufgaben und Zusammensetzung, Prämierung von Arbeiten und Preisgelder für Architekten Dokumentation: Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden dokumentiert, einschließlich Protokoll der Preisgerichtssitzung, Prüfung der Verfassererklärungen durch die Architektenkammer und Information der Teilnehmer 15 STH// UmsetzungsvariantenSeite 21 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 22 von 53 KONSTELLATIONEN VON PLANERN UND BERATERN Einzelplaner oder Generalplaner? 17 STH// Umsetzungsvarianten Quelle: Hans Sommer, Projektmanagement im Hochbau Einzelplaner Architekt Fachplaner, Firmenplaner Bauleitung, Fachbauleitung Berater Teilpakete Architekt Generalfachplaner General-Bauleitung Berater Generalplaner Architekt Fachplaner Bauleitung, Fachbauleitung BeraterSeite 23 von 53 KONSTELLATIONEN VON PLANERN UND BERATERN Einzelplaner Ablauf und Zeit: Einzelvergaben können zeitaufwendig sein, da jede Planungsleistung separat ausgeschrieben und vergeben werden muss. Dies kann zu Verzögerungen führen, wenn nicht alle Planer gleichzeitig verfügbar sind Steuerungsaufwand: Der Steuerungsaufwand ist hoch, da der Bauherr die Steuerung zwischen den verschiedenen Planern und Gutachtern übernehmen, oder diese an einen externen Partner übergeben muss Kosten: Die Kosten können variieren, da jede Leistung einzeln verhandelt wird. Es besteht jedoch die Möglichkeit, durch Wettbewerb günstigere Angebote zu erhalten Risiken: Höhere Risiken in Bezug auf Schnittstellenprobleme und Koordinationsfehler zwischen den verschiedenen Planern Qualitäten: Die Qualität kann hoch sein, da spezialisierte Planer für jede Leistung beauftragt werden Mitentscheidung: Der Bauherr hat eine hohe Mitentscheidungskompetenz, da er jeden Planer individuell auswählt und direkten Zugriff und Entscheidungsverfügung hat Planungswettbewerb nach RPW: Einzelvergaben können gut mit einem Planungswettbewerb nach RPW kombiniert werden, um die besten Planer für jede Leistung zu findeninzelplaner Archite t achplaner irmenplaner auleitung achbauleitung erater 18 STH// UmsetzungsvariantenSeite 24 von 53 KONSTELLATIONEN VON PLANERN UND BERATERN Teilweise Paketierung Ablauf und Zeit: Paketvergaben können den Ablauf beschleunigen, da mehrere Leistungen in einem Paket vergeben werden. Dies reduziert die Anzahl der Ausschreibungen und Vergaben Steuerungsaufwand: Der Steuerungsaufwand ist moderat, da der Bauherr weniger Schnittstellen koordinieren muss als bei Einzelvergaben Kosten: Die Kosten können durch Bündelung von Leistungen reduziert werden, da größere Aufträge oft zu besseren Konditionen vergeben werden können. Risikozuschläge aufgrund von Haftungsübernahmen können Kosten erzeugen Risiken: Die Risiken sind geringer als bei Einzelvergaben, da weniger Schnittstellenprobleme auftreten Qualitäten: Die Qualität kann variieren, je nachdem, wie gut die Leistungen im Paket aufeinander abgestimmt sind Mitentscheidung: Der Bauherr hat weniger Mitentscheidungskompetenz als bei Einzelvergaben, da er nur die Pakete und nicht die einzelnen Planer auswählt und nur indirekt Zugriff auf die Einzelleistungen und Entscheidungen hat Planungswettbewerb nach RPW: Paketvergaben können ebenfalls mit einem Planungswettbewerb nach RPW kombiniert werden, um die besten Planer für die Pakete zu findeneilpa ete Archite t General achplaner General auleitung erater 19 STH// UmsetzungsvariantenSeite 25 von 53 KONSTELLATIONEN VON PLANERN UND BERATERN Generalplaner Ablauf und Zeit: Die Generalplanervergabe kann den Ablauf erheblich beschleunigen, da nur ein Vertragspartner für alle Planungsleistungen gefunden und beauftragt werden muss und dieser verantwortlich ist Steuerungsaufwand: Der Steuerungsaufwand ist gering, da der Generalplaner die Steuerung und Koordination übernimmt Kosten: Die Kosten können höher sein, da der Generalplaner ein höheres Honorar für die Übernahme der Gesamtverantwortung verlangen kann. Die Kosten der Projektsteuerung reduzieren sich im Gegenzug aufgrund der kumulativen Leistungsträger Risiken: Die Risiken sind geringer, da der Generalplaner für alle Schnittstellen verantwortlich ist und diese koordiniert Qualitäten: Die Qualität kann hoch sein, wenn der Generalplaner über umfassende Erfahrung und Kompetenz verfügt Mitentscheidung: Der Bauherr hat weniger Mitentscheidungskompetenz, da er nur den Generalplaner auswählt und nicht die einzelnen Planer Planungswettbewerb nach RPW: Die Generalplanervergabe kann ebenfalls mit einem Planungswettbewerb nach RPW kombiniert werden, um den besten Generalplaner zu findenGeneralplaner Archite t achplaner auleitung achbauleitung erater 20 STH// UmsetzungsvariantenSeite 26 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 27 von 53 EMPFEHLUNG PLANERBEAUFTRAGUNG Es wird vorgeschlagen, den Wettbewerb im Rahmen eines Generalplanervertrags (GP) „light“ auszuschreiben, der die Fachbereiche Architektur (ARC), Verkehr, Tragwerksplanung (TWP), Brandschutz und Freianlagen umfasst. Nach Abschluss des Wettbewerbs soll der GP „light“ au einen umfassenden Generalplanervertrag (GP Gesamt) erweitert werden, der zusätzlich die Fachbereiche Technische Gebäudeausrüstung (TGA), Lichtplanung, Sicherheitsplanung, Bauphysik und weitere einschließt. Der Generalplaner erbringt Leistungen bis zum Abschluss der Leistungsphase 4 gemäß HOAI in VP1 bzw. die Leistungsphasen bis zum Abschluss LPH4 und ergänzende Leitdetails in LPH5 in VP2, unterstützt bei der Erstellung der funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB) und übernimmt die künstlerische Oberleitung während der Ausführungsphase. Das Beauftragungsmodell muss entsprechende Stufenabrufe vorsehen, um eine flexible und bedarfsgerechte Beauftragung zu gewährleisten. 22 STH// UmsetzungsvariantenSeite 28 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 29 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 30 von 53 1.2 KONVENTIONELLE VERGABE mit Gewerkepaketen STH// Umsetzungsvarianten25 1.1 Konventionell mit Einzellosvergabe Planen Konventionell Bauen Konventionell Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung Planen Konventionell Bauen Konventionell/GU Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 1.2 Konventionell mit Gewerkepaketen Planen Konventionell Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 2 Konventionell mit Generalunternehmer (GU) Planen Architekt des Totalunternehmers Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen oder Fremd Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 3.1 Kombiniertes Verfahren Totalunternehmer (TU) Planen Architekt des Totalunternehmers Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen oder Fremd Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 3.2 Partneringverfahren Totalunternehmer (TU) Planen Investor Bauen Investor Finanzierung Investor Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 4 Investorenmodelle (z. B. Anmietung) Planen Architekt des ÖPP-Partner Bauen Generalunternehmer Finanzierung Finanzierung über ÖPP-Partner Betreiben (FM) Betrieb über ÖPP-Partner Betrieb Veranstaltung 5 ÖPP/PPP Hochbau Anzahl Marktteilnehmer nimmt ab Hinweis: der Unterschied 3.1 und 3.2 liegt im Verfahren (kombiniert vs. Partnering)Seite 31 von 53 ALTERNATIVE ABWICKLUNGSMODELLE – ALLES AUF EINEN BLICK – ERSTEINSCHÄTZUNG 26 STH// Umsetzungsvarianten Modell Vorteile/Chancen Nachteile/ Herausforderungen 1.1 Konventionelle Vergabe mit Einzelgewerken • Hohe Beeinflussbarkeit während der gesamten Planungs- und Bauzeit • Sehr großer Bieterkreis • Fördermittelbezug uneingeschränkt möglich • Sehr hoher Personal- und Koordinationsaufwand • Hoher Aufwand Termin-, Planungs- und Kostenkontrolle • Vergleichsweise späte Termin- und Kostensicherheit 1.2 Konventionelle Vergabe mit Gewerkepaketen • Hohe Beeinflussbarkeit während der Gesamten Planungs- und Bauzeit • Bieterkreis abhängig von Bündelung • Gewerkausschreibung kann ggf. vor Planungsfertigstellung ausgeschrieben werden • Vereinfachter Gremienlauf möglich • Sehr hoher Personal- und Koordinationsaufwand • Hoher Aufwand Termin-, Planungs- und Kostenkontrolle • Mäßig bis Hoher Koordinationsaufwand der Baustelleneinrichtung • Tendenziell teurer (additive GU-Aufschläge) • Schnittstellenkoordination 2 Konventionelle Planung (ggf. Generalplaner) mit Generalunternehmen • Hohe Termin- und Kostensicherheit ab Zuschlagserteilung GU • Risikoübernahme durch GU • Reduzierter Personal- und Koordinationsaufwand (weniger Schnittstellen) • Vorteile bei der Koordination der Baustelleneinrichtung • GU-Vergabe: Geringere Resonanz je später der Einstieg in der Planungsphase • Je tiefer die Planungsvorgaben desto geringer kann GU sein Know- How einbringen • Stark eingeschränkte Beeinflussbarkeit nach der Vergabe (bedingt durch die GU-Vergabe) • Je später GU involviert wird, desto weniger Synergieeffekte KG 700 (-> tendenziell teurer in Bezug auf die Zuschläge) • ÖH: Vergaberechtlich zu prüfen (Vergabevermerk)! 3.1 Totalunternehmer "Planen und Bauen" • Zu einem frühen Zeitpunkt hohe bis sehr hohe Termin- und Kostensicherheit (>95%) • Tendenziell reduzierter Personalaufwand auf AG-Seite • Starke Resonanz bei Bauvolumen bis 50 - 80 Mio. netto • Beeinflussbarkeit der Beschaffung nach Vergabe ist stark eingeschränkt • Aufwand zur Erstellung der FLB (-> AG ist stark eingebunden) • Aufwand für QS hoch • Unter Umständen Stark reduzierter Bieterkreis (ggf. Markterkundung notwendig)Seite 32 von 53 ALTERNATIVE ABWICKLUNGSMODELLE – ALLES AUF EINEN BLICK – ERSTEINSCHÄTZUNG Modell Vorteile/Chancen Nachteile/ Herausforderungen 3.2 Partneringverfahren • Garantierter Maximalpreis (GMP) möglich • Partnerschaftliche Projektabwicklung • Im Verhältnis schlankes Vergabeverfahren • Geeignet für Projekte bis 100 - 120 Mio. netto • Stark reduzierter Bieterkreis mit schwacher Resonanz vom Markt • Termin- und Kostensicherheit erst mit Planungsabschluss (PC Phase) • GMP mit Risikozuschlag (abhängig von Planungstiefe) 4 Investorenmodell • Sehr hohe Kostensicherheit für den AG (Mietvertrag) • Hohe Terminsicherheit, wenn vertraglich verankert • Ggf. attraktiv - Bonität der ÖH tendenziell gut • Qualitätsvorgaben sorgfältig fixieren! • Einfluss auf Projekt sehr eingeschränkt (Mietmodell) • Bieterkreis eingeschränkt • Drittverwendbarkeit der Immobilie ist elementar wichtig • Wirtschaftlichkeit muss nachgewiesen werden 5 ÖPP/PPP • Kosten- und Terminsicherheit (in der Regel 90 bis 95 %) mit Zuschlagserteilung • Planungs- und Ausführungsqualität müssen ausführlich (FLB) beschrieben werden • Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb wird frühzeitig gesichert bzw. eingebunden • Gesamter Lebenszyklus der Immobilie in der FLB verankert • Beeinflussbarkeit der Beschaffung nach Vergabe für den gesamten Lebenszyklus ist stark eingeschränkt • Stark reduzierter Bieterkreis • Volatile Marktbedingungen (Finanzierungskonditionen/ Risikoprofil): Erstellen einer WU unbedingt erforderlich! 27 STH// UmsetzungsvariantenSeite 33 von 53 ALTERNATIVE ABWICKLUNGSMODELLE – ALLES AUF EINEN BLICK – ERSTEINSCHÄTZUNG 28 STH// Umsetzungsvarianten Modell Vorteile/Chancen Nachteile/ Herausforderungen 1 Konventionelle Vergabe mit Einzelgewerken • Hohe Beeinflussbarkeit während der gesamten Planungs- und Bauzeit • Sehr großer Bieterkreis • Fördermittelbezug uneingeschränkt möglich • Sehr hoher Personal- und Koordinationsaufwand • Hoher Aufwand Termin-, Planungs- und Kostenkontrolle • Vergleichsweise späte Termin- und Kostensicherheit 1.2 Konventionelle Vergabe mit Gewerkepaketen • Hohe Beeinflussbarkeit während der Gesamten Planungs- und Bauzeit • Bieterkreis abhängig von Bündelung • Gewerkausschreibung kann ggf. vor Planungsfertigstellung ausgeschrieben werden • Vereinfachter Gremienlauf möglich • Sehr hoher Personal- und Koordinationsaufwand • Hoher Aufwand Termin-, Planungs- und Kostenkontrolle • Mäßig bis Hoher Koordinationsaufwand der Baustelleneinrichtung • Tendenziell teurer (additive GU-Aufschläge) • Schnittstellenkoordination 2 Konventionelle Planung (ggf. Generalplaner) mit Generalunternehmen • Hohe Termin- und Kostensicherheit ab Zuschlagserteilung GU • Risikoübernahme durch GU • Reduzierter Personal- und Koordinationsaufwand (weniger Schnittstellen) • Vorteile bei der Koordination der Baustelleneinrichtung • GU-Vergabe: Geringere Resonanz je später der Einstieg in der Planungsphase • Je tiefer die Planungsvorgaben desto geringer kann GU sein Know- How einbringen • Stark eingeschränkte Beeinflussbarkeit nach der Vergabe (bedingt durch die GU-Vergabe) • Je später GU involviert wird, desto weniger Synergieeffekte KG 700 (-> tendenziell teurer in Bezug auf die Zuschläge) • ÖH: Vergaberechtlich zu prüfen (Vergabevermerk)! 3.1 Totalunternehmer "Planen und Bauen" • Zu einem frühen Zeitpunkt hohe bis sehr hohe Termin- und Kostensicherheit (>95%) • Tendenziell reduzierter Personalaufwand auf AG-Seite • Starke Resonanz bei Bauvolumen bis 50 - 80 Mio. netto • Beeinflussbarkeit der Beschaffung nach Vergabe ist stark eingeschränkt • Aufwand zur Erstellung der FLB (-> AG ist stark eingebunden) • Aufwand für QS hoch • Unter Umständen Stark reduzierter Bieterkreis (ggf. Markterkundung notwendig) Sehr hoher Personal- und Koordinationsaufwand Hoher Aufwand Termin-, Planungs- und Kostenkontrolle Vergleichsweise späte Termin- und Kostensicherheit Hohe Beeinflussbarkeit während der Gesamten Planungs- und Bauzeit Bieterkreis abhängig von Bündelung Gewerkausschreibung kann ggf. vor Planungsfertigstellung ausgeschrieben werden Vereinfachter Gremienlauf möglich Hohe Termin- und Kostensicherheit ab Zuschlagserteilung GU Risikoübernahme durch GU Reduzierter Personal- und Koordinationsaufwand (weniger Schnittstellen) Vorteile bei der Koordination der Baustelleneinrichtung Zu einem frühen Zeitpunkt hohe bis sehr hohe Termin- und Kostensicherheit (>95%) Tendenziell reduzierter Personalaufwand auf AG-Seite Starke Resonanz bei Bauvolumen bis 50 - 80 Mio. nettoSeite 34 von 53 ALTERNATIVE ABWICKLUNGSMODELLE – ALLES AUF EINEN BLICK – ERSTEINSCHÄTZUNG Modell Vorteile/Chancen Nachteile/ Herausforderungen 3.2 Partneringverfahren • Garantierter Maximalpreis (GMP) möglich • Partnerschaftliche Projektabwicklung • Im Verhältnis schlankes Vergabeverfahren • Geeignet für Projekte bis 100 - 120 Mio. netto • Stark reduzierter Bieterkreis mit schwacher Resonanz vom Markt • Termin- und Kostensicherheit erst mit Planungsabschluss (PC Phase) • GMP mit Risikozuschlag (abhängig von Planungstiefe) 4 Investorenmodell • Sehr hohe Kostensicherheit für den AG (Mietvertrag) • Hohe Terminsicherheit, wenn vertraglich verankert • Ggf. attraktiv - Bonität der ÖH tendenziell gut • Qualitätsvorgaben sorgfältig fixieren! • Einfluss auf Projekt sehr eingeschränkt (Mietmodell) • Bieterkreis eingeschränkt • Drittverwendbarkeit der Immobilie ist elementar wichtig • Wirtschaftlichkeit muss nachgewiesen werden 5 ÖPP/PPP • Kosten- und Terminsicherheit (in der Regel 90 bis 95 %) mit Zuschlagserteilung • Planungs- und Ausführungsqualität müssen ausführlich (FLB) beschrieben werden • Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb wird frühzeitig gesichert bzw. eingebunden • Gesamter Lebenszyklus der Immobilie in der FLB verankert • Beeinflussbarkeit der Beschaffung nach Vergabe für den gesamten Lebenszyklus ist stark eingeschränkt • Stark reduzierter Bieterkreis • Volatile Marktbedingungen (Finanzierungskonditionen/ Risikoprofil): Erstellen einer WU unbedingt erforderlich! 29 STH// Umsetzungsvarianten Stark reduzierter Bieterkreis mit schwacher Resonanz vom Markt Termin- und Kostensicherheit erst mit Planungsabschluss (PC Phase) GMP mit Risikozuschlag (abhängig von Planungstiefe) Immobilie befindet sich im Eigentum der Stadt, daher hinfällig Beeinflussbarkeit der Beschaffung nach Vergabe für den gesamten Lebenszyklus ist stark eingeschränkt Stark reduzierter Bieterkreis und Volatile Marktbedingungen Geringer Einfluss bei Änderungen (im Hinblick auf Nutzung)Seite 35 von 53 ABWICKLUNGSMODELLE Bandbreite der Vergabestrategien für öffentliche Auftraggeber STH// Umsetzungsvarianten30 1.1 Konventionell mit Einzellosvergabe Planen Konventionell Bauen Konventionell Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung Planen Konventionell Bauen Konventionell/GU Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 1.2 Konventionell mit Gewerkepaketen Planen Konventionell Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 2 Konventionell mit Generalunternehmer (GU) Planen Architekt des Totalunternehmers Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen oder Fremd Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 3.1 Kombiniertes Verfahren Totalunternehmer (TU) Planen Architekt des Totalunternehmers Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen oder Fremd Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 3.2 Partneringverfahren Totalunternehmer (TU) Planen Investor Bauen Investor Finanzierung Investor Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 4 Investorenmodelle (z. B. Anmietung) Planen Architekt des ÖPP-Partner Bauen Generalunternehmer Finanzierung Finanzierung über ÖPP-Partner Betreiben (FM) Betrieb über ÖPP-Partner Betrieb Veranstaltung 5 ÖPP/PPP Hochbau Anzahl Marktteilnehmer nimmt ab Hinweis: der Unterschied 3.1 und 3.2 liegt im Verfahren (kombiniert vs. Partnering)Seite 36 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 37 von 53 ABWICKLUNGSMODELLE Bandbreite der Vergabestrategien für öffentliche Auftraggeber STH// Umsetzungsvarianten32 1.1 Konventionell mit Einzellosvergabe Planen Konventionell Bauen Konventionell Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung Planen Konventionell Bauen Konventionell/GU Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 1.2 Konventionell mit Gewerkepaketen Planen Konventionell Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 2 Konventionell mit Generalunternehmer (GU) Planen Architekt des Totalunternehmers Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen oder Fremd Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 3.1 Kombiniertes Verfahren Totalunternehmer (TU) Planen Architekt des Totalunternehmers Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen oder Fremd Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 3.2 Partneringverfahren Totalunternehmer (TU) Planen Investor Bauen Investor Finanzierung Investor Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 4 Investorenmodelle (z. B. Anmietung) Planen Architekt des ÖPP-Partner Bauen Generalunternehmer Finanzierung Finanzierung über ÖPP-Partner Betreiben (FM) Betrieb über ÖPP-Partner Betrieb Veranstaltung 5 ÖPP/PPP Hochbau Anzahl Marktteilnehmer nimmt ab Hinweis: der Unterschied 3.1 und 3.2 liegt im Verfahren (kombiniert vs. Partnering)Seite 38 von 53 1.2 KONVENTIONELLE VERGABE mit Gewerkepaketen KURZBESCHREIBUNG Der Bauherr vergibt einzelne Planungs- und Bauleistungen je nach Wirtschaftlichkeit und Marktlage zu Gewerkepaketen/Leistungspaketen zusammengefasst, welche dann von jeweils einer Firma (Teil-GU oder Teil-GP) angeboten und ausgeführt werden. Vorteil: Gewerkepakete bündeln geschickt die Vorlagen für Gremienbeschlüsse. Die gewünschten Vorgaben an die Planung (LPH 2 bis LPH 5) sowie den Bau werden im Zuge der einzelnen Leistungsphasen nach HOAI Schritt für Schritt maximal in Paketen mit dem Bauherrn erarbeitet, wobei mit Fortschreiten der Leistungsphasen eine stufenweise Detaillierung der Planung erfolgt. Der Bauherr hat bei dieser Abwicklung über die komplette Projektlaufzeit einen verteilten Eigenaufwand in den Bereich Entscheidungen sowie Ausschreibung und Vergabe. Der Bauherr hat mäßige Steuerungs- und Beeinflussungsmöglichkeiten. VORAUSSETZUNGEN BAUHERR Der Bauherr möchte auf den Projektverlauf und die Gestaltung auch während der Projektbearbeitung einwirken und koordiniert verschiedene Ansprechpartner. Die Anzahl der Ansprechpartner ist gegenüber der Einzelvergabe reduziert. Der Bauherr stellt Personalkapazitäten für Projektbetreuung, -Abwicklung und Steuerung zur Verfügung oder beauftragt diese extern. Die Bauleistungen sind früher gebunden. Der Bauherr trägt die Risiken hinsichtlich Einsprüchen in Vergabeverfahren und Firmeninsolvenzen sowie aus der Baugenehmigung, Schnittstellen und Finanzierungs- und Betreiberthemen. ALLGEMEINE VORAUSSETZUNGEN Die Projektparameter sind geklärt. Die Budgetvorgaben liegen in der Regel als gegliederte Investitionskostenschätzung vor. DAUER Abhängig von Projektgröße und Projektverlauf Grundlagen, Budget Planer- Auswahl- verfahren Objektplanung Z Gewerke- paket xx Z Planer- Auswahlverfahren Fachplanung, Gutachter Vor-/Entwurfs- /Ausführungsplanung Gewerke- paket 2 Z Gewerke- paket 1 Z Z = Zuschlagserteilung Ausschreibung + Vergabe + Ausführung je Gewerkepaket STH// Umsetzungsvarianten33Seite 39 von 53 1.2 KONVENTIONELLE VERGABE mit Gewerkepaketen VERGABERECHT ▪ Die Vergabe unterliegt den allgemein gültigen Vergaberechtsordnungen ▪ Gemäß Vergabevorschriften sind möglichst kleine Vergabeeinheiten zu definieren, um somit einen größeren Teilnehmerkreis anzusprechen ▪ Vergabeeinsprüche sind möglich. Die Einbindung externer Juristen ist im Allgemeinen für die Prüfung der vergaberechtlichen Zulässigkeit (ÖVergR) notwendig, da in der Regel unzulässig FÖRDERMITTEL ▪ Zulässigkeit der Verfahren ist im Rahmen der Vergabevorschriften in Bezug auf Fördermittel zu prüfen AUFTRAGNEHMER ▪ Insolvenzrisiko der einzelnen Subplaner und Firmen vorhanden (muss vertraglich abgesichert werden) ▪ Einbindung regionaler kleiner und mittlerer Unternehmen sehr gut möglich KOSTEN/TERMINE/QUALITÄTEN ▪ Kosten- und Terminsicherheit wachsen linear zum Projektfortschritt ▪ Einflussnahme auf Planung, Gestaltung, Qualität und Ausführung reduziert sich je nach Paketgestaltung – mittlere Flexibilität im gesamten Planungs- und Ausführungsprozess ▪ Beeinflussbarkeit der Beschaffung ist möglich. Firmen (Einzelgewerke) werden nach Preis (ggf. mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb bei besonderem Anspruch an Qualität und Leistungsfähigkeit) ausgewählt. ▪ In der Regel volle HOAI Leistung bei trotzdem vorhandenen GU Zuschlägen (Wirtschaftlichkeit abwägen) AKTUELLE MARKTSITUATION ▪ Gegebenenfalls eingeschränkter Bieterkreis in Abhängigkeit der Paketgröße ▪ Zusammensetzung der Pakete kann auf Marktsituation flexibel reagieren ▪ Baukapazitäten werden nur schrittweise gesichert – Projekt unterliegt den Marktschwankungen während des Projektverlaufs ▪ Neuausschreibung von Gewerken möglich (geringer/ kein Rücklauf) ▪ Sinnvoll bei mittleren Projektgrößen – weniger bei Klein- und Großprojekten ▪ Gute Marktresonanz möglich – es wird eine Marktanfrage empfohlen (Vergaberecht beachten) EINBINDUNG DER MEGATRENDS/INNOVATIONEN ▪ Einbindung BIM mit wachsender Projektgröße (Komplexität) sinnvoll, aber hier aufwändig zu koordinieren (Planer verfolgen aktuell noch verschiedene Ansätze einer BIM-Planung) ▪ Einbindung LEAN-Gedanken für Planung und Ausführung sinnvoll (bei Bedarf zu vertiefen) ▪ Green Building Zertifizierung unter Umständen sehr sinnvoll (z. B. Vermarktung, Asset Management) ▪ Einbindung Cradle to Cradle (C2C) sowie Bauproduktekatalog möglich (abhängig von Projektzielen – nachhaltiges Bauen) STH// Umsetzungsvarianten34Seite 40 von 53 ABWICKLUNGSMODELLE Bandbreite der Vergabestrategien für öffentliche Auftraggeber STH// Umsetzungsvarianten35 1.1 Konventionell mit Einzellosvergabe Planen Konventionell Bauen Konventionell Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung Planen Konventionell Bauen Konventionell/GU Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 1.2 Konventionell mit Gewerkepaketen Planen Konventionell Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 2 Konventionell mit Generalunternehmer (GU) Planen Architekt des Totalunternehmers Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen oder Fremd Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 3.1 Kombiniertes Verfahren Totalunternehmer (TU) Planen Architekt des Totalunternehmers Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen oder Fremd Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 3.2 Partneringverfahren Totalunternehmer (TU) Planen Investor Bauen Investor Finanzierung Investor Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 4 Investorenmodelle (z. B. Anmietung) Planen Architekt des ÖPP-Partner Bauen Generalunternehmer Finanzierung Finanzierung über ÖPP-Partner Betreiben (FM) Betrieb über ÖPP-Partner Betrieb Veranstaltung 5 ÖPP/PPP Hochbau Anzahl Marktteilnehmer nimmt ab Hinweis: der Unterschied 3.1 und 3.2 liegt im Verfahren (kombiniert vs. Partnering)Seite 41 von 53 2 KONVENTIONELLE VERGABE mit Generalunternehmer (Verhandlungsverfahren) KURZBESCHREIBUNG Die Planung erfolgt durch den AG bis LPH 2 oder 3 (bzw. bis LPH 4). Dies kann in Form eines architektonischen Wettbewerbs erfolgen. Die Fertigstellung der Planung sowie die schlüsselfertige Bauleistung wird an einen Generalunternehmer vergeben. Der GU bietet eine omplette Bauleistung aller Gewer e „aus einer Hand“ bzw. „schlüssel ertig“ an und ann durch die Übernahme der Planung Synergieeffekte für den gesamten Projektablauf erzielen. Die gewünschten Vorgaben an die Planung des GU sowie an den Bau, werden als Bau-, Qualitäts- und Ausstattungsbeschreibung (BQA) in enger Abstimmung mit dem Bauherrn funktional beschrieben und vergeben. Da das Vergaberecht die Fachlosvergabe grundsätzlich vorzieht, ist die GU-Vergabe eher nachprüfungsriskant. Hier sollte zum Entscheid eine Abstimmung mit dem Vergabeamt erfolgen. VORAUSSETZUNGEN BAUHERR ▪ Bauherr stellt Personalkapazitäten und ausreichende Zeit für die Planungs- und Vorbereitungsphase zur GU-Vergabe zur Verfügung ▪ Änderungen im Projekt sind nach Abschluss GU-Vertrag kaum noch möglich bzw. finden nur in klar umrissenen Bereichen statt und sollen Regeln unterliegen ▪ Ein Ansprechpartner während der Ausführung (Reduktion von Schnittstellen) ▪ Nicht zu empfehlen bei komplexen Großprojekten mit Matrixorganisation ALLGEMEINE VORAUSSETZUNGEN ▪ Die Projektparameter sind geklärt. Die Budgetvorgaben liegen vor ▪ Objekt- und Fachplanung des AG muss vollständig erbracht worden und geprüft sein, Schnittstellen sind geklärt. Die (Objekt-) Planung muss AG seitig aber so erbracht sein, dass diese durch den GU übernommen werden kann! ▪ Erforderliche Gutachten, Vorabstimmung mit Behörden bzw. die Baugenehmigung müssen vollständig vorliegen DAUER Abhängig von Projektgröße und Projektverlauf Grundlagen, Budget Vorbereitung/ Durchführung Planerauswahl- verfahren Z Planung Vorbereitung/ Durchführung GU-Ausschreibung Indikative Angebote Bieter Prüfung/ Wertung I Verhandlungs- runden/ Optimierung Prüfung/ Wertung II Finale Verhandlung Z Z = Zuschlagserteilung STH// Umsetzungsvarianten36Seite 42 von 53 2 KONVENTIONELLE VERGABE mit Generalunternehmer (Verhandlungsverfahren) VERGABERECHT ▪ Zulässigkeit einer solchen Vergabe ist im Einzelfall sehr sorgfältig (!) zu prüfen bzw. ist vergaberechtlich zu begründen (umso mehr, je mehr Planungsleistungen im Vorfeld AG-seitig bereits erbracht wurden) ▪ Einbindung von Vergaberechtsexperten zwingend notwendig! FÖRDERMITTEL ▪ Zulässigkeit des Verfahrens in Bezug auf Fördermittel muss mit Geberstelle besprochen werden. AUFTRAGNEHMER ▪ Insolvenzrisiko vorhanden (muss vertraglich abgesichert werden) ▪ Verpflichtung zur Einbindung regionaler kleiner und mittlerer Unternehmen gut möglich, jedoch besonders begründungsbedürftig KOSTEN/TERMINE/QUALITÄTEN ▪ Mäßige Kostensicherheit (in der Regel 90 %) mit Zuschlagserteilung zu erwarten (sorgfältige Budgetermittlung vorausgesetzt!) ▪ Terminsicherheit ab GU-Vergabe gegeben ▪ Beeinflussbarkeit der Beschaffung ist stark eingeschränkt ▪ Flexibilität und Zugriff auf die Planung bis zur LPH 4 AG-seitig möglich ▪ Sicherung Ausführungsqualität ist wichtig (muss sorgfältig im Vorfeld in LPH 2 bis LPH 4 geregelt werden) AKTUELLE MARKTSITUATION ▪ Reduzierter Bieterkreis (je mehr je größer das Gesamtvolumen) ▪ Baukapazitäten (zumindest Erdbau, Rohbau, TGA und Gebäudehülle) werden frühzeitig durch Partner gesichert ▪ Geringe bis mäßige Marktresonanz zu erwarten (nur geringer Know-How-Transfer mit diesem Modell) – es wird eine Marktanfrage empfohlen ▪ Unternehmen machen sich Planung des AG zunehmend weniger „zu eigen“ -> kein Übertrag der Planungsverantwortung. ▪ Gefahr von Wiederholungsleistungen bei der Planung EINBINDUNG DER MEGATRENDS/INNOVATIONEN ▪ Einbindung BIM mit wachsender Projektgröße (Komplexität) sinnvoll. BIM-Modell im Vorfeld (LPH 2 bis LPH 4) strukturiert und marktgängig aufsetzen mit Ziel einer Übernahme durch den Partner – dennoch besteht Gefahr einer doppelten Modell- Erstellung durch den GU (siehe auch oben) ▪ Einbindung LEAN-Gedanken für Planung und Ausführung sinnvoll (bei Bedarf zu vertiefen) ▪ Green Building Zertifizierung unter Umständen sehr sinnvoll (z. B. Vermarktung, Asset Management) ▪ Einbindung Cradle to Cradle (C2C) sowie Bauproduktekatalog möglich (abhängig von Projektzielen – nachhaltiges Bauen) STH// Umsetzungsvarianten37Seite 43 von 53 ABWICKLUNGSMODELLE Bandbreite der Vergabestrategien für öffentliche Auftraggeber STH// Umsetzungsvarianten38 1.1 Konventionell mit Einzellosvergabe Planen Konventionell Bauen Konventionell Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung Planen Konventionell Bauen Konventionell/GU Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 1.2 Konventionell mit Gewerkepaketen Planen Konventionell Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 2 Konventionell mit Generalunternehmer (GU) Planen Architekt des Totalunternehmers Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen oder Fremd Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 3.1 Kombiniertes Verfahren Totalunternehmer (TU) Planen Architekt des Totalunternehmers Bauen Generalunternehmer Finanzierung Eigen oder Fremd Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 3.2 Partneringverfahren Totalunternehmer (TU) Planen Investor Bauen Investor Finanzierung Investor Betreiben (FM) Eigen Betrieb Veranstaltung 4 Investorenmodelle (z. B. Anmietung) Planen Architekt des ÖPP-Partner Bauen Generalunternehmer Finanzierung Finanzierung über ÖPP-Partner Betreiben (FM) Betrieb über ÖPP-Partner Betrieb Veranstaltung 5 ÖPP/PPP Hochbau Anzahl Marktteilnehmer nimmt ab Hinweis: der Unterschied 3.1 und 3.2 liegt im Verfahren (kombiniert vs. Partnering)Seite 44 von 53 3.1 KOMBINIERTES VERFAHREN Totalunternehmer „Planen und auen“ KURZBESCHREIBUNG Planungs- und Bauleistungen werden kombiniert ausgeschrieben. Damit entscheidet sich der Bauherr dafür, dass Planen und Bauen an einen Partner – üblicherweise ein projektspezifischer Zusammenschluss spezialisierter Unternehmen – zu vergeben. Die gewünschten Vorgaben an die Planung sowie den Bau werden mit dem Bauherren als Bau-, Qualitäts- und Ausstattungsbeschreibung (BQA) funktional beschrieben. Es werden demnach nicht die Arbeitsprozesse beschrieben, sondern deren qualitativen und quantitativen Endergebnisse (Zielvorgaben). Wie das Realisierungsteam (Konsortium) dorthin gelangt, bleibt ihm überlassen – „Bieter Know-How“ wird maximal a tiviert. VORAUSSETZUNGEN BAUHERR ▪ Planungs- und auleistungen stehen rühzeitig est „Bauherr weiß was er möchte“ ▪ Änderungen im Projekt sind kaum noch zu erwarten bzw. finden nur in klar umrissenen Bereichen statt und sollen Regeln unterliegen ▪ Wunsch nach einem Ansprechpartner (Reduktion von Schnittstellen) ▪ Ein Mindestaufwand zur Projektbetreuung ist zu beachten (insbesondere in der Ausschreibungsphase) ▪ Erforderliche Entscheidungsprozesse/Freigaben in allen Bereichen während der Ausschreibungsphase ist essentiell – Bauherr ist entscheidungsfreudig! ALLGEMEINE VORAUSSETZUNGEN ▪ Grundstück muss im Besitz der Ausloberin sein (zumindest bis zur Bekanntmachung) ▪ Die Projektparameter sind geklärt. Die Budgetvorgaben liegen in der Regel als gegliederte Investitionskostenschätzung vor DAUER 10 bis 14 Monate (je nach Projektgröße) Grundlagen, Budget Vorbereitung/Durchführung „Teilnahmewettbewerb“ Z Indikative Angebote Bieter Z = Zuschlagserteilung Erstellung BQA und Vergabeunterlagen Prüfung/ Wertung I Verhandlungsrunden/ Optimierung Prüfung/ Wertung II Finale Verhandlung STH// Umsetzungsvarianten39Seite 45 von 53 3.1 KOMBINIERTES VERFAHREN Totalunternehmer „Planen und auen“ VERGABERECHT ▪ Die Vergabe unterliegt der EU VOB/A (bzw. SektVO) ▪ In Relation geringe Wahrscheinlichkeit von Vergabeeinsprüchen (Bauleistung wird nur einmalig öffentlich beschafft) ▪ Einbindung externer Juristen notwendig, Vergabevermerk im Vorfeld wichtig! FÖRDERMITTEL ▪ Zulässigkeit des Verfahrens in Bezug auf Fördermittel muss mit Geberstelle vorbesprochen werden AUFTRAGNEHMER ▪ Insolvenzrisiko vorhanden (muss vertraglich abgesichert werden) ▪ Verpflichtung zur Einbindung regionaler kleiner und mittlerer Unternehmen möglich, jedoch besonders begründungsbedürftig KOSTEN/TERMINE/QUALITÄTEN ▪ Gute bis sehr gute Kostensicherheit der „planbaren Kosten“ (in der Regel 95 %) mit Zuschlagserteilung zu erwarten (sorgfältige Budgetermittlung vorausgesetzt!) ▪ Eine Aufwandsentschädigung für die Vergabephase wird sehr empfohlen ▪ Terminsicherheit frühzeitig gegeben ▪ Beeinflussbarkeit der Beschaffung nach Vergabe ist stark eingeschränkt ▪ Aufwand Planungssicherheit hoch (gewünschte Ergebnisse müssen sorgfältig beschrieben werden) ▪ Sicherung Ausführungsqualität ist wichtig (muss sorgfältig im Vorfeld geregelt werden) ▪ Reduktion von Schnittstellenrisiken AKTUELLE MARKTSITUATION ▪ Stark reduzierter Bieterkreis (in der Regel 2 bis 3 Bewerber) - zugleich hohe Gewinnchance für Bewerber ▪ Bewerber prüfen Teilnahme im Vorfeld sehr kritisch und intensiv ▪ Verfahren muss attraktiv gestaltet werden (Aufwandsentschädigung, Zeitdauer) ▪ Frühe Bindung an Planungs- und Baukapazitäten (Schlüsselgewerke) ▪ Regelungen zu Preisgleitungen und Terminpuffer sind notwendig ▪ AN kann Personalressourcen vorausschauend eintakten ▪ Gute Marktresonanz bei Bauvolumen von ca. 5 Mio. Euro bis ca. 50 Mio. Euro netto zu erwarten EINBINDUNG DER MEGATRENDS/INNOVATIONEN ▪ Einbindung BIM sehr sinnvoll bzw. wird durch Partner ab ca. 30 Mio. Euro Projektvolumen zunehmend aus Eigeninteresse selbst erstellt ▪ Datenbankbasierte Ausschreibung möglich – Verknüpfung Raumliste mit BIM- Modell bereits ab LPH 2 (Raumtypenbuch) ▪ Einbindung LEAN-Gedanken für Planung und Ausführung sinnvoll (bei Bedarf zu vertiefen) ▪ Green Building Zertifizierung unter Umständen sehr sinnvoll (z. B. Vermarktung, Asset Management) ▪ Einbindung Cradle to Cradle (C2C) sowie Bauproduktekatalog möglich (abhängig von Projektzielen – nachhaltiges Bauen) STH// Umsetzungsvarianten40Seite 46 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 47 von 53 EMPFEHLUNG ABWICKLUNGSMODELL Es wird vorgeschlagen, die zwei Paketen wie folgt zu konzeptionieren: Paket 01: Die Abwicklung erfolgt mit einem Totalunternehmer (TU) nach Leistungsphase 4 (die Abrissgenehmigung muss vom Planerteam eingeholt werden), sowie den Leistungsphasen 6 und 7, die über eine funktionale Leistungsbeschreibung (FLB) ausgeschrieben werden. Dies umfasst Rückbau, Entsorgung und Teilabriss. Der TU übernimmt die Leistungsphasen 5, 8 und 9. Paket 02: Die Abwicklung erfolgt mit einem Generalunternehmer (GU) nach einer reduzierten Leistungsphase 5 (Leitdetails und Baubarkeit), sowie den Leistungsphasen 6 und 7, die ebenfalls über eine FLB ausgeschrieben werden, wobei die zeitliche Komponente maßgebend ist. Dies umfasst den Neubau (einschließlich Rohbau, Rohbausanierung, Fassade, Dach, Ausbau, Gebäudetechnik, Freianlagen und weitere nach Bedarf). Der GU übernimmt die Finalisierung der Leistungsphase 5 sowie die Leistungsphasen 8 und 9. Die Art und Weise der Ausgestaltung der FLB in der Leistungsphase 3 ist zu beachten. 42 STH// UmsetzungsvariantenSeite 48 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 49 von 53 PROJEKTSTRUKTUR IM EMPFOHLENEN ABWICKLUNGSMODELL Projektleitung SGB Projektmanagement Projektleitung und Projektsteuerung für Organisation, Kosten, Termine und Qualitäten, Verträge Generalplaner Architektur, Technische Ausrüstung, TWP, Brandschutz, Bauphysik, Sicherheitsplanung, Lichtplanung, Freianlagenplanung, Inbetriebnahme, Gebäudebetrieb TU VP1 Rückbau, Entsorgung und Teilabriss GU VP2 Neubau (einschließlich Rohbau, Rohbausanierung, Fassade, Dach, Ausbau, Gebäudetechnik, Freianlagen und weitere nach Bedarf) 44 STH// Umsetzungsvarianten DRITTE Nutzer mit Arbeitswelten und Change Bauplanung und Bauordnung Bauaufsicht Sachverständige ÖFFENTLICHKEIT Stadtintern PressearbeitSeite 50 von 53 Überblick und Aufgabenstellung Überblick und Aufgabenstellung 01 01 Zusammenfassung und Empfehlung Zusammenfassung und Empfehlung 02 02 Planungsleistungen Planungsleistungen 03 03 Auslobung planerischer Wettbewerb Auslobung planerischer Wettbewerb 03.1 03.1 Einzelplaner oder Generalplaner? Einzelplaner oder Generalplaner? 03.2 03.2 Empfehlung Planerbeauftragung Empfehlung Planerbeauftragung 03.3 03.3Abwicklungsmodelle Realisierung Abwicklungsmodelle Realisierung 04 04 Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle Übersicht der verschiedenen Abwicklungsmodelle 04.1 04.1 Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle Projektspezifische Bewertung der Vorzugsmodelle 04.2 04.2 Empfehlung Abwicklungsmodell Empfehlung Abwicklungsmodell 04.3 04.3Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell Projektstruktur im empfohlenen Abwicklungsmodell 05 05 Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell Zeitplan, Ausstiegsszenarien, Kostenrahmen und Mittelabfluss im empfohlenen Abwicklungsmodell 06 06 AGENDASeite 51 von 53 ZEITPLAN, AUSSTIEGSSZENARIEN IM EMPFOHLENEN ABWICKLUNGSMODELL 46 STH// Umsetzungsvarianten Nutzung der Zeit bis zum Auszug mit Wettbewerb, Planung und Vergabe Durch die zwei Vergabepakete kann direkt nach dem Auszug der Rückbau beginnen Weitere Planung und Vergabe Vergabepaket 2 während Umsetzung Vergabepaket 1 Ein mögliches Ausstiegsszenario ist der Exit 01, der Folge neuer Erkenntnisse zum Bestand – vor allem dem Rohbau - im Jahr 2025 sein könnte Ein weiteres Ausstiegsszenario, Exit 02, wird durch den Wettbewerb definiert – sofern sich kein Entwurf nach den städtischen Wünschen ergibt, dies wäre im Jahr 2026 Der Abschluss des Wettbewerbs definiert den Start der Entwurfsplanungsplanung, der bereits jetzt feststehende Zeitbedarf für den Wettbewerb verschiebt den Start hierfür in das Jahr 2026 – Bedingung für den Wettbewerb: Fokus auf die stadtplanerischen Aspekte und Beschluss der Auslobung im Rat am 04.09.2025, gerne 08.07.2025; ein Wiedereinzug ist dann für 2032 /2033 darstellbarSeite 52 von 53 KOSTENRAHMEN, MITTELABFLUSSPLANUNG IM EMPFOHLENEN ABWICKLUNGSMODELL, FÜR KOSTENSCHÄTZUNG VARIANTE N3C 47 STH// Umsetzungsvarianten 1.162.684 € brutto kumulierte Kosten bis Entscheidung 01 mit Schwerpunkt im Mittelabfluss 2025, Überhang in 2026 3.208.716 € brutto kumulierte Kosten bis Entscheidung 02 mit Schwerpunkt im Mittelabfluss in 2026, Rest von 207.348 € in 2027 ür die Variante N3c des Grundsatzbeschlusses wurden 465 Mio.€ brutto au osten geschätzt wobei sowohl die Gesamtfläche als auch die Nutzungen und die Qualitäten noch nicht definiert sind Die Kostenschätzung des Grundsatzbeschlusses muss mit fortschreitender Planung aktualisiert werden, um die Kosten für die Jahre 2027ff veranschlagungsreif zu definieren. Zur weiteren Klärung dessen wird prognostiziert, wenn kein Ausstieg erfolgt, dass in den Jahren 2025 und 2026 insgesamt investive Kosten von 4 371 Mio.€ brutto entstehen wobei davon 4 164 Mio.€ auch in diesen Jahren abfließen – 207 T€ würden sich in 2027 verschiebenSeite 53 von 53
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