241890 · Anregungen und Beschwerden
Bürgerantrag: Überprüfung und Neuregelung der Parksituation in Küdinghoven (Broichstraße, Dornenkreuzstraße, Kirchstraße, Streffenweg u.a.)
Kerndaten
- Nummer
- 241890
- Art
- Anregungen und Beschwerden
- Veröffentlicht
- 21.10.2024
- Letzte Änderung
- 03.11.2026
Orte
- Königswinterer Straße Hauptort
- Broichstraße
- Dornenkreuzstraße
- Kirchstraße
- Streffenweg
- Erlenweg
- Gerhardsplatz
- Lievelingsweg
- Riegelerstraße
- Perthesanlage
- Angelbisstraße
- Georgstraße
- Kalkuhlstraße
- Auf der Schleide
- Hermannstraße
- Burbankstraße
- Rheinufer
- Am Buschhof
- Alsstraße
- Lindenstraße
- Troschelstraße
- Luisenstraße
- Max-Bruch-Straße
- Küdinghoven
- Nordstadt
- Venusberg
- Oberkassel
- Beuel-Mitte
- Vilich-Müldorf
- Pützchen
- Ramersdorf
- Poppelsdorf
- Endenich
- Beuel
- Bonn
- Bad Godesberg
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Entscheidung federführend
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- BBB-Änderungsantrag zum Bürgerantrag: Überprüfung und Neuregelung der Parksituation in Küdinghoven (Broichstraße, Dornenkreuzstraße, Kirchstraße, Streffenweg u.a.)
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Anregungen und Beschwerden öffentlich 241890 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-1: Dezernats- und Verwaltungssteue- rung Dezernat: Dez. OB 19.10.2024 Bürgerantrag: Überprüfung und Neuregelung der Parksituation in Küdinghoven (Broichstraße, Dornenkreuzstraße, Kirchstraße, Streffenweg u.a.) Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel 27.11.2024 Entscheidung Inhalt der Anregungen und Beschwerden Der Antrag lautet: Die Stadtverwaltung Bonn möge die aktuelle Parksituation in der Broichstraße, Dornenkreuzstraße, Kirchstraße und Streffenweg) in Küdinghoven überprüfen und in Zusammenarbeit mit den Anwohnern eine angemessene Lösung erar- beiten. Die im Oktober wegen "gekipptem Parken" an die Anwohner verteilten Knöllchen werden bis zu einer Neuregelung zurückgezogen. Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag. Anlage/n 1 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich) 2 Bürgerantrag (öffentlich) 3 Anlage (öffentlich)Seite 1 von 38 Betreff Überprüfung und Neuregelung der Parksituation in Küdinghoven (Broichstraße, Dornenkreuzstraße, Kirchstraße, Streffenweg u.a.) Ihr Antrag Die Stadtverwaltung Bonn möge die aktuelle Parksituation in der Broichstraße, Dornenkreuzstraße, Kirchstraße und Streffenweg) in Küdinghoven überprüfen und in Zusammenarbeit mit den Anwohnern eine angemessene Lösung erarbeiten. Die im Oktober wegen "gekipptem Parken" an die Anwohner verteilten Knöllchen werden bis zu einer Neuregelung zurückgezogen. Begründung des Antrags In den vergangenen Tagen kam es zu einer unerwarteten Häufung von Strafzetteln für "gekipptes Parken" in den genannten Straßen. Diese Vorgehensweise hat bei den Anwohnern für erhebliche Verärgerung gesorgt, da: Das "gekippte Parken" in diesen Straßen seit über 25 Jahren geduldet wurde. Die Parksituation aufgrund folgender Faktoren äußerst angespannt ist: - Mangel an privaten Stellflächen - Wegfall von Parkplätzen auf der nahegelegenen Königswinterer Straße - Abgesenkte Bordsteinkanten nach einer Straßensanierung vor etwa drei Jahren, was als stillschweigende Duldung des "gekippten Parkens" interpretiert wurde - Die plötzliche Ahndung ohne vorherige Information oder Dialog mit den Anwohnern erfolgte. Lösungsvorschläge - Aussetzung der Strafzettel: Bis zur Klärung der Situation sollte die Verteilung von Strafzetteln für "gekipptes Parken" in den betroffenen Straßen ausgesetzt werden. - Anwohnerdialog: Es sollte ein Treffen zwischen Vertretern der Stadtverwaltung und den Anwohnern organisiert werden, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten1. - Prüfung alternativer Parkregelungen: Es sollte geprüft werden, ob in den betroffenen Straßen eine Sonderregelung für das Parken eingeführt werden kann, die den örtlichen Gegebenheiten Rechnung trägt. - Verbesserung der Parkplatzsituation: Es sollten Möglichkeiten zur Schaffung zusätzlicher Parkplätze in der Umgebung geprüft werden. - Klare Kommunikation: Zukünftige Änderungen in der Parkordnung sollten rechtzeitig und deutlich kommuniziert werden. Wir bitten um eine zeitnahe Bearbeitung dieses Antrags und stehen für Rückfragen und einen konstruktiven Dialog jederzeit zur Verfügung. Hiermit bestätige ich, dass ich seit mindestens drei Monaten in Bonn wohne. Erstellt mit MACH formsolutions Artikel-Nr.: KFAS_01_002Seite 2 von 38 von1 3 Anwohner empört über Knöllchen-Flut in Beuel-Küdinghoven In der Broichstraße, dem Streffenweg und der Dornenkreuzstraße in Küdinghoven herrscht Aufruhr. In den letzten Tagen wurden zahlreiche Anwohner mehrfach von einer unerwarteten Knöllchen-Welle überrascht. Fast alle geparkten Fahrzeuge erhielten Strafzettel in Höhe von 55 Euro wegen "gekippten Parkens“. Ein Fahrzeug sei sogar abgeschleppt worden. Die Bewohner zeigen sich schockiert über das plötzliche Vorgehen der Stadtverwaltung. "Seit mehr als 25 Jahren wohnen wir hier, und noch nie wurden Knöllchen verteilt", erklärt ein aufgebrachter Anwohner. Die enge Straße, die kaum befahren wird, bot bisher wenig Alternativen zum "gekippten Parken“. Die angespannte Parksituation in der Dornenkreuzstraße und Umgebung verschärft sich zunehmend durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Ein Hauptproblem stellt der eklatante Mangel an privaten Stellflächen dar. Viele Anwohner sind gezwungen, ihre Fahrzeuge im öffentlichen Raum abzustellen, da die Grundstücke keine ausreichenden Parkmöglichkeiten bieten1.Seite 3 von 38 von2 3 Zusätzlich hat der Wegfall von Parkplätzen auf der nahegelegenen Königswinterer Straße die Lage weiter verschärft. Autofahrer weichen nun vermehrt in die umliegenden Wohnstraßen aus, was den Parkdruck in der Broichstraße und der Dornenkreuzstraße erhöht. Paradoxerweise trägt auch eine vor etwa drei Jahren durchgeführte Straßensanierung zur aktuellen Problematik bei. Im Zuge der Baumaßnahmen wurden die Bordsteinkanten komplett abgesenkt - eine Maßnahme, die von vielen Anwohnern als stillschweigende Duldung des "gekippten Parkens" interpretiert wurde. Die Nachbarschaft fordert nun einen konstruktiven Dialog mit der Stadtverwaltung. "Man sollte zunächst mit den Anwohnern der Dornenkreuzstraße und Broichstraße über die Verkehrs- und Parksituation sprechen und gemeinsam Lösungen erarbeiten", schlägt ein Betroffener vor. Der Vorfall wirft Fragen zur Kommunikation zwischen Stadtverwaltung und Bürgern auf. Die Anwohner hoffen auf eine rasche Klärung der Situation und eine für alle Seiten akzeptable Lösung des Parkproblems. Hier einige Beispiele aus dem Nahbereich des betroffenen Gebietes. (in der Reihenfolge der Bilder: Kirchstraße, Königswinterer Str., Erlenweg) Es wird mit Genehmigung durch Schilder gekipptes Parken oder auch Parken auf dem Bürgersteig erlaubt. Platz auf dem Bürgersteig ist da so gut wie nicht vorhanden. Auf den folgenden Bildern (ab Bild 4) sieht man die Situation auf der Dornenkreuzstraßeund auf dem letzten Bild Broichstraße.Seite 4 von 38 von3 3Seite 5 von 38 19.10.24, 09:37Gekipptes Parken für Autos in Bonn: Stadt will Stellflächen retten Seite 1 von 7https://ga.de/bonn/stadt-bonn/gekipptes-parken-fuer-autos-in-bonn-stadt-will-stellflaechen-retten_aid-119367221 Bonn Stadt Bonn Gekipptes Parken für Autos in Bonn Stadt will Stellflächen retten Wegfall in der Nordstadt Stadt will Auto-Stellflächen in Bonner Wohngebiet retten Nordstadt · Fahrbahn und Gehwege sind durch gekipptes Parken am Gerhardsplatz in der Bonner Nordstadt zu eng Eigentlich müssten fast alle Stellflächen wegfallen sagt die Stadt bietet aber jetzt eine alternative Lösung an Uhr · Minuten LesezeitSeite 6 von 38 19.10.24, 09:37Gekipptes Parken für Autos in Bonn: Stadt will Stellflächen retten Seite 2 von 7https://ga.de/bonn/stadt-bonn/gekipptes-parken-fuer-autos-in-bonn-stadt-will-stellflaechen-retten_aid-119367221 Von Christine Ludewig Redakteurin Bonn Die Reihenhäuser um den Gerhardsplatz in der Bonner Nordstadt bilden ein dicht bebautes Wohngebiet mit engen Straßen, eine Einheit, begrenzt durch Lievelingsweg, Riegelerstraße, Perthesanlage und Angelbisstraße. So wundert es nicht, dass eine Anwohnerin die Bürgerinformationsveranstaltung der Stadt an der Tischtennisplatte im Herzen des Gebiets am Mittwochnachmittag als „Nachbarschaftstreffen“ bezeichnet. Die kompakte Einheit ist auch der Grund, warum die Stadt trotz zu geringer Fahrbahn- und Die Siedlung um den Gerhardsplatz hat sehr enge Straßen Foto Benjamin WesthoffSeite 7 von 38 19.10.24, 09:37Gekipptes Parken für Autos in Bonn: Stadt will Stellflächen retten Seite 3 von 7https://ga.de/bonn/stadt-bonn/gekipptes-parken-fuer-autos-in-bonn-stadt-will-stellflaechen-retten_aid-119367221 Gehwegbreiten dort nicht alle Parkplätze streichen will. „Sie haben Angst“, kommentiert ein Anwohner das Aufgebot an Verwaltungsangestellten: Sechs Vertreter von Planungs-, Tiefbau- und Ordnungsamt stehen an diesem Tag bei zwei Terminen jeweils rund 30 Personen Rede und Antwort. Bei der Umsetzung von Parkraumkonzepten wie dem in der Nordstadt arbeiteten die drei Ämter immer zusammen, sagt Verkehrsplaner Frank Jankowiak. In weiten Teilen der Nordstadt wird aktuell eine Bewirtschaftung der Parkflächen eingeführt, von der nur Inhaber von Bewohnerparkausweisen ausgenommen sind. Das Wohngebiet am Gerhardsplatz zählt dazu, ist aber auch ein Sonderfall. Errichtet wurde die sogenannte Rote Siedlung ab 1926. „Damals war der Autoverkehr noch ein anderer, die Fahrzeuge waren weniger breit“, sagt Jankowiak. Den Gerhardsplatz im Zentrum mit Spielplatz und Tischtennisplatte umfasst die gleichnamige Straße Am Gerhardsplatz. „Hier wird scheinbar legal seit Jahrzehnten gekippt geparkt. Auf den ersten Blick kann man daran nichts aussetzen, aber wenn man genauer hinschaut, sieht man, dass dort die Fahrbahnbreite nur 2,50 Meter beträgt“, sagt der Verkehrsplaner. Diese müsste mindestens 3,05 Meter breit sein. Müllabfuhr oder Rettungsdienste müssten dort mit einem Reifen auf den Gehweg fahren, sagt Jankowiak. Ein weiteres Problem seien die schmalen Stichstraßen der Riegeler- und Angelbisstraße, wo die Gehwege durch das gekippte Parken schmaler sind als die durch den beschlossenen Radentscheid verbindlichen 1,50 Meter.Seite 8 von 38 19.10.24, 09:37Gekipptes Parken für Autos in Bonn: Stadt will Stellflächen retten Seite 4 von 7https://ga.de/bonn/stadt-bonn/gekipptes-parken-fuer-autos-in-bonn-stadt-will-stellflaechen-retten_aid-119367221 „Die meisten haben sich damit arrangiert“, sagt der Verkehrsplaner. Aber die Verwaltung müsse sich an rechtliche Vorgaben und politische Beschlüsse halten. Deshalb müssten die meisten Parkplätze im Gebiet eigentlich wegfallen, aber es sei auch eine Abwägungssache: „Wir sind seit Monaten bemüht, zu schauen, was wir hier machen, damit nicht alles entfällt“, sagt Jankowiak. Der Plan der Stadt sehe vor, dass Am Gerhardsplatz nicht mehr geparkt werden darf, in den Stichstraßen schon. Dafür will die Stadt laut Jankowiak zunächst provisorisch Stellplätze so markieren, dass genug Fahrbahnbreite übrig bleibt. Die Fahrbahnbreite ist laut der Stadt in den Stichstraßen zum Gerhardsplatz zu schmal Foto Benjamin WesthoffSeite 9 von 38 19.10.24, 09:37Gekipptes Parken für Autos in Bonn: Stadt will Stellflächen retten Seite 5 von 7https://ga.de/bonn/stadt-bonn/gekipptes-parken-fuer-autos-in-bonn-stadt-will-stellflaechen-retten_aid-119367221 Verkehrsberuhigter Bereich mit Parkplätzen Mittelfristig soll dort ein verkehrsberuhigter Bereich mit Stellflächen entstehen, ohne bauliche Trennung von Gehweg und Fahrbahn. Wie viele Parkplätze das sein werden, sei noch unklar, sagt Jankowiak. Die Planungen sollen nun starten und nach dem politischen Beschluss voraussichtlich 2025 oder 2026 umgesetzt werden. Ob die Anwohner für einen solchen Ausbau zahlen müssten, will ein Mann wissen. „Nach dem, was wir wissen, nein, aber das ist alles unter Vorbehalt“, sagt Jankowiak. Wenn solche Beiträge fällig wären, würde man die Anwohner aber vor Beschluss beteiligen. Die neue Parkraumbewirtschaftung für Besucher, zum Beispiel die eigenen Georgstraße in Bonn Solarpanel eines Parkautomaten ragt in eine Baumkrone Parkraumkonzept in Bonn Stadt beginnt mit Markierungsarbeiten von Parkplätzen in der Nordstadt Parkvergehen in Beuel Städtische Abteilungsleiter erklären die plötzliche Knöllchen- Welle Kommentar zu Wegfall von Parkplätzen Es ist nicht immer die „Brechstange“Seite 10 von 38 19.10.24, 09:37Gekipptes Parken für Autos in Bonn: Stadt will Stellflächen retten Seite 6 von 7https://ga.de/bonn/stadt-bonn/gekipptes-parken-fuer-autos-in-bonn-stadt-will-stellflaechen-retten_aid-119367221 Kinder, sieht Iris Bauer skeptisch: „Das mag für die Stadt Bonn lukrativ sein, aber mir ist das peinlich.“ Ein Tagesticket wird dort zwölf Euro kosten und eine Stunde Parken zwei Euro. Wo eine Bewirtschaftung eingeführt wurde, wie auf dem Venusberg, habe sich die Parksituation für die Bewohner mit Parkausweis verbessert, betont Carsten Sperling, Leiter der Ordnungs- und Straßenverkehrsbehörde. Die neue Regelung werde nach einer Schonfrist mit „Null-Euro-Knöllchen“ eng kontrolliert. Bis zur Ausstellung könne man auch den Antrag auf den Bewohnerparkausweis ins Auto legen. Positives Feedback zum Austausch Das ist das Gebiet des Parkraumbewirtschaftungskonzepts für die Nordstadt Foto Grafik Sabrina StampSeite 11 von 38 19.10.24, 09:37Gekipptes Parken für Autos in Bonn: Stadt will Stellflächen retten Seite 7 von 7https://ga.de/bonn/stadt-bonn/gekipptes-parken-fuer-autos-in-bonn-stadt-will-stellflaechen-retten_aid-119367221 „Mal gucken“, sagen viele Anwohner nach der Bürgerinformation. „Das war eine sehr offene Aussprache“, sagt Iris Bauer. Mit Blick auf die engen Straßen und vielen Autos – ein Großteil auch von Auswärtigen – können sie und ihre Nachbarinnen Christa Stein und Claudia Cantador verstehen, dass sich etwas verändern muss. Bauers Mann sieht die Pläne skeptisch: „Ich finde die Information gut, aber mit dem Konzept kann ich mich nicht anfreunden. Es wird ganz viel weggenommen, was wir vorher hatten.“ Dass all diese Regelungen genau jetzt umgesetzt würden, findet er kritisch. „Es gibt hier auch Personen, denen die Gehwegbreite wichtig ist“, betont hingegen Anwohnerin Charlotte Siegerstetter, die eine kleine Tochter hat. „Wir freuen uns, wenn es weniger Parkplätze und mehr Sicherheit für die Kinder gibt.“Seite 12 von 38 19.10.24, 09:38Knöllchen-Welle in Bonn: Abteilungsleiter erklären die Ursachen Seite 1 von 8https://ga.de/bonn/stadt-bonn/knoellchen-welle-in-bonn-abteilungsleiter-erklaeren-die-ursachen_aid-114825269 Bonn Stadt Bonn KnöllchenWelle in Bonn Abteilungsleiter erklären die Ursachen Parkvergehen in Beuel Städtische Abteilungsleiter erklären die plötzliche Knöllchen-Welle Beuel · Plötzlich wurden in Beuel massiv Knöllchen verteilt Wer wo ebenfalls Euro zahlen musste und warum scheinbare Parkflächen auf Gehwegen eigentlich keine sind erklären zwei Abteilungsleiter der Stadt Bonn Uhr · Minuten LesezeitSeite 13 von 38 19.10.24, 09:38Knöllchen-Welle in Bonn: Abteilungsleiter erklären die Ursachen Seite 2 von 8https://ga.de/bonn/stadt-bonn/knoellchen-welle-in-bonn-abteilungsleiter-erklaeren-die-ursachen_aid-114825269 Von Sascha Stienen Redakteur Bonn Der Bericht über die Knöllchen-Welle in Oberkassel hat eine Menge Reaktionen unter den GA-Lesern ausgelöst. Zahlreiche Menschen meldeten sich, die im gesamten Beueler Stadtbezirk ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie die Menschen an der Kalkuhlstraße. Zum Beispiel Simon Tiede, der an der Straße Auf der Schleide in Beuel-Mitte wohnt. Er berichtete, dass er nun 55 Euro fürs Parken auf dem Gehweg zahlen soll – obwohl er an der gleichen Stelle vorher nie verwarnt worden sei. Nicht erlaubt Carsten Sperling und Sascha Hessenbruch von der Stadt Bonn betrachten einen Wagen der an der Straße Auf der Schleide auf dem Gehweg parkt Foto Benjamin WesthoffSeite 14 von 38 19.10.24, 09:38Knöllchen-Welle in Bonn: Abteilungsleiter erklären die Ursachen Seite 3 von 8https://ga.de/bonn/stadt-bonn/knoellchen-welle-in-bonn-abteilungsleiter-erklaeren-die-ursachen_aid-114825269 „Es wurde nur in der Parkbucht geparkt und natürlich nicht auf dem Gehweg“, erläuterte unser Leser in einer E-Mail und schickte auch gleich zwei Beweisfotos mit, die mehrere Autos zeigen, die auf den Teilstücken des Gehweges parken, die jeweils zwischen zwei Baumbeeten mit Schutzbügeln liegen. Der Gehweg zwischen diesen Einbuchtungen und den Grundstücken ist dagegen frei passierbar. Warum Autofahrer auf Gehwegen nicht parken dürfen „Warum dürfen die Autohalter dort nicht mehr parken?“, fragt der Leser. Treff an der Straße Auf der Schleide zu einem Ortstermin mit dem Leiter des städtischen Ordnungsdienstes, Sascha Hessenbruch, und dem Abteilungsleiter des Straßenverkehrsamtes, Carsten Sperling. „Es mag sein, dass wir hier in der Vergangenheit keine Verstöße geahndet haben“, sagt Hessenbruch. „Diese Aussagen höre ich öfter, wage aber, sie zu bezweifeln, zumal uns kein Datenmaterial über die Vergangenheit vorliegt.“ Carsten Sperling stellt nochmals klar, dass man grundsätzlich nicht auf Gehwegen parken dürfe, die durch einen Bordstein deutlich von der Fahrbahn getrennt seien. „Wenn da kein Schild steht, dass Parken auf dem Gehweg erlaubt, darf man nicht auf dem Gehweg parken, sondern nur am Fahrbahnrand.“ GehwegParken in Oberkassel „Über Nacht hatte plötzlich jeder sein 55-Euro-Knöllchen“ KnöllchenÄrger an der Hermannstraße Wenn das Parken plötzlich nicht mehr erlaubt istSeite 15 von 38 19.10.24, 09:38Knöllchen-Welle in Bonn: Abteilungsleiter erklären die Ursachen Seite 4 von 8https://ga.de/bonn/stadt-bonn/knoellchen-welle-in-bonn-abteilungsleiter-erklaeren-die-ursachen_aid-114825269 Parken dann nur am Fahrbahnrand Dabei darf es dann aber auch nicht zu eng werden, erläutert Sperling weiter. „Man darf auf beiden Seiten am Fahrbahnrand parken, wenn mindestens 3,05 Meter Fahrbahnbreite bleiben.“ Die Gehwegbreite betrage idealerweise 2,50 Meter, im Bestand könne es mit 1,50 Metern aber auch weniger sein. Der schmale Gehweg zwischen Grundstücken und beparkten Flächen zwischen den Beeten sei aber Auf der Schleide weniger als 1,50 Meter breit. Zu wenig, um einen reibungslosen Begegnungsverkehr auf dem Gehweg zu ermöglichen, wozu dann die jetzt als Parktaschen genutzten Gehwegflächen genutzt werden könnten. „Übrigens auch, um von dort sicher auf die andere Straßenseite zu gelangen“, so Sperling weiter. Parkplätze entfallen werden bewirtschaftet Wo Anwohner zukünftig in der Nordstadt parken dürfen /Seite 16 von 38 19.10.24, 09:38Knöllchen-Welle in Bonn: Abteilungsleiter erklären die Ursachen Seite 5 von 8https://ga.de/bonn/stadt-bonn/knoellchen-welle-in-bonn-abteilungsleiter-erklaeren-die-ursachen_aid-114825269 Verwarnungen auch in der Burbankstraße Bettina und Hagen Lesch wohnen seit 30 Jahren in der Burbankstraße in Vilich-Müldorf. „Dort wurde der sehr breite Gehweg von vielen Anwohnern zum Parken genutzt“, berichten sie. „Der Bürgersteig ist an dieser Stelle im Minimum 3,50 Meter breit und bietet eigentlich genügend Platz für parkende Autos und Fußgänger gleichermaßen.“ Doch nun sei das Ordnungsamt dort auch tätig geworden, wodurch sechs Parkplätze entfallen seien. Zuletzt aktualisiert / Der Benz PatentMotorwagen aus dem Jahr revolutionierte die Art wie Menschen sich fortbewegen Seitdem hat sich auf dem Fahrzeugmarkt viel getan Manche Modelle wurden einigen Jahren wieder eingestellt während sich andere über die Jahrzehnte zur Legende wurden Die kultigsten Autos der vergangenen Jahrzehnte in der Übersicht Foto Franziska KraufmannSeite 17 von 38 19.10.24, 09:38Knöllchen-Welle in Bonn: Abteilungsleiter erklären die Ursachen Seite 6 von 8https://ga.de/bonn/stadt-bonn/knoellchen-welle-in-bonn-abteilungsleiter-erklaeren-die-ursachen_aid-114825269 Was sagen die städtischen Fachleute zu dem Fall auf der Burbankstraße? Carsten Sperling sagt, dass es dort genau wie in der Straße Auf der Schleide darauf ankommen werde, die Mindestbreiten zu erfüllen. „Wir werden uns ansehen, ob es dort künftig anders geregelt werden kann“, kündigt er an. Fakt sei aber, dass auch dort nur auf dem Gehweg geparkt werden dürfe mit einer entsprechenden Beschilderung. Keine Vorwarnung vor der Verwarnung Andreas Balkenhol wohnt in der Kalkuhlstraße in Oberkassel, wo die Stadt wie berichtet das Gehwegparken mit einer Flut von Knöllchen geahndet hatte. Aufgrund seiner Tätigkeit als Sozialarbeiter komme er Freier Gehweg an der Burbankstraße Dort haben bis vor Kurzem auch Autos geparkt Foto LeschSeite 18 von 38 19.10.24, 09:38Knöllchen-Welle in Bonn: Abteilungsleiter erklären die Ursachen Seite 7 von 8https://ga.de/bonn/stadt-bonn/knoellchen-welle-in-bonn-abteilungsleiter-erklaeren-die-ursachen_aid-114825269 viel in der Stadt Bonn herum. Seine Beobachtung: „Die Stadt Bonn belegt seit geraumer Zeit scheinbar falsch parkenden Autos mit horrenden Strafen auch in den Außenbezirken.“ Was dabei verwunderlich sei, dass nun Verwarnungsgelder erhoben werden, obwohl die Autofahrer dort schon seit Jahren, zum Teil seit Jahrzehnten, unbehelligt an diesen Stellen parkten. Fußgänger seien in keinster Form beeinträchtigt. „Dies geschieht scheinbar in viele Bezirken von Bonn – zum Beispiel in Oberkassel, Pützchen, aber auch auf der anderen Rheinseite. „Es gibt keine Vorwarnung ob der sofortigen Nichtduldung.“ Sofort werde ein Verwarnungsgeld erhoben. Warum Euro vergleichsweise wenig sind Sascha Hessenbruch versteht diese Argumentation nicht, weil Verkehrsteilnehmer eigentlich wissen sollten, dass Gehwegparken nur dann erlaubt ist, wenn eine entsprechende Beschilderung darauf hinweist. Unwissenheit schütze vor Strafe nicht. Und die sei mit einem Verwarnungsgeld von 55 Euro noch vergleichsweise gering, wenn man weiß, dass der Bußgeldkatalog sogar 70 Euro und einen Punkt in Flensburg vorsieht, wenn man länger als eine Stunde auf einem Gehweg parkt, und 100 Euro und einen Punkt, wenn man dabei jemanden behindert oder gefährdet. Andreas Balkenhol akzeptiert die Rechtslage, kritisiert aber den Umgang mit den Verkehrsteilnehmern: „Trotz genügend Platz auf den Gehwegen und bisheriger Duldung von jetzt auf gleich VerwarngelderSeite 19 von 38 19.10.24, 09:38Knöllchen-Welle in Bonn: Abteilungsleiter erklären die Ursachen Seite 8 von 8https://ga.de/bonn/stadt-bonn/knoellchen-welle-in-bonn-abteilungsleiter-erklaeren-die-ursachen_aid-114825269 auszusprechen, steht in keinem Verhältnis.“ Der Sozialarbeiter ist im Übrigen selbst meist mit dem Rad oder dem Roller unterwegs, hat also selber keine Probleme, einen Parkplatz zu finden.Seite 20 von 38 19.10.24, 09:40Bonn: Knöllchen für Gehweg-Parken Seite 1 von 8https://ga.de/bonn/beuel/bonn-knoellchen-fuer-gehweg-parken-v3_aid-114404751 Bonn Beuel Bonn Knöllchen für GehwegParken GehwegParken in Oberkassel „Über Nacht hatte plötzlich jeder sein 55-Euro-Knöllchen“ Oberkassel · Anwohner der Kalkuhlstraße und der Straße Am Buschhof haben in den vergangenen Tagen immer wieder Euro Strafen fürs Falschparken kassiert Vorher hat das keinen interessiert Warum jetzt? Uhr · Minuten LesezeitSeite 21 von 38 19.10.24, 09:40Bonn: Knöllchen für Gehweg-Parken Seite 2 von 8https://ga.de/bonn/beuel/bonn-knoellchen-fuer-gehweg-parken-v3_aid-114404751 Von Sascha Stienen Redakteur Bonn Nach den unerwarteten Bußgeldbescheiden in der Hermannstraße hat der städtische Ordnungsdienst nun auch in der Kalkuhlstraße in Oberkassel vermehrt Verwarnungen ausgesprochen. „Über Nacht hatte plötzlich jeder sein 55-Euro-Knöllchen“, berichtet Miriam Mackowiak, die an der Straße wohnt, aber keinen eigenen Stellplatz hat. „Es ist völlig unverständlich, dass Autos nun dort verwarnt werden, wo sie seit Jahrzehnten unbehelligt geparkt haben.“ Immer wieder gibt es EuroKnöllchen fürs Falschparken Foto Benjamin WesthoffSeite 22 von 38 19.10.24, 09:40Bonn: Knöllchen für Gehweg-Parken Seite 3 von 8https://ga.de/bonn/beuel/bonn-knoellchen-fuer-gehweg-parken-v3_aid-114404751 Wie bei einer Ortsbesichtigung deutlich wird, parken auf der Straße eine ganze Reihe von Autos auf dem breiten Gehweg, was offenbar jahrelang nicht geahndet wurde. Die übrigen Autos stehen an der Straße. Wenn die Autos auf beiden Seiten auf der Straße parken würden, käme keiner mehr hindurch, erläutert Miriam Mackowiak. Plötzlich fehlen Parkplätze Wie sich zeigt, stehen die Autos dicht gedrängt bis zum Rheinufer, zumal sich weiter unten auch noch die Bahnhaltestelle Bonn- Oberkassel und das Restaurant Il Borgo befinden. Tagsüber ist es voll, sogar am DB-Gleis hat ein Wagen geparkt. Wenn die Gehwege jetzt freibleiben sollen, herrscht erhöhter Parkdruck: „Plötzlich fehlen rund 25 Parkplätze“, rechnet Mackowiak vor. Die Anwohnerin versteht nicht, warum die Stadt vorher nicht ankündigt, dass sie das Gehweg-Parken nun nicht mehr duldet, sondern mit 55 Euro je Vergehen bestraft. „Warum verteilt die Stadt nicht zuerst mal Null-Euro-Knöllchen?“, fragt Mackowiak, die beobachtet hat, dass ihre Nachbarn immer mal wieder Ausschau halten, ob wieder Mitarbeitende des Ordnungsdienstes anrücken. „Wir liegen wie die Schießhunde in den Fenstern und warnen uns gegenseitig, damit bloß niemand ein Knöllchen kassiert.“Seite 23 von 38 19.10.24, 09:40Bonn: Knöllchen für Gehweg-Parken Seite 4 von 8https://ga.de/bonn/beuel/bonn-knoellchen-fuer-gehweg-parken-v3_aid-114404751 Anwohner bitten Stadtverordnete um Hilfe Anwohner der Straße Am Buschhof und der Kalkuhlstraße haben sich vor Kurzem auch mit der Oberkasseler Stadtverordneten Fenja Wittneven-Welter (SPD) getroffen, die zuvor über vergleichbare Situationen in der Alsstraße und auch auf der Lindenstraße in Ramersdorf informiert wurde, wo ebenfalls Knöllchen verteilt wurden. Auch das gehe es vor allem um Gehweg-Parken, berichtet die Kommunalpolitikerin: „Die jahrzehntelange Praxis war noch nie rechtens, nur wird es jetzt geahndet.“ Wittneven-Welter habe sich dazu auch mit dem Leiter des städtischen Ordnungsdienstes, Sascha Hessenbruch, ausgetauscht. „Die Ordnungsdienste müssen das ahnden und haben auch keinen Ermessensspielraum“, berichtet sie. „Die Gehwegbreiten werden nicht eingehalten, und gekipptes Parken ist eben nur erlaubt, wenn es ausgeschildert ist.“ KnöllchenÄrger an der Hermannstraße Wenn das Parken plötzlich nicht mehr erlaubt ist Mehrere Autos abgeschleppt Anwohner kritisieren Vorgehen des Ordnungsdiensts in KessenichSeite 24 von 38 19.10.24, 09:40Bonn: Knöllchen für Gehweg-Parken Seite 5 von 8https://ga.de/bonn/beuel/bonn-knoellchen-fuer-gehweg-parken-v3_aid-114404751 Wie die Ratspolitikerin weiter mitteilt, haben die Anwohner Am Buschhof sich vorerst auf die Fahrbahn auf einer Straßenseite gestellt. „Ein Problem tritt aber dann auf, wenn auf der anderen Straßenseite von Fremdparkern dann doch gekippt geparkt wird.“ Dann kämen zum Beispiel die Müllwagen von Bonn Orange nicht mehr durch. Bürger entwickeln Lösungsvorschläge Für die Kalkuhlstraße hat sich im Gespräch mit den Bürgern vor Ort bereits ein Lösungsvorschlag ergeben, sagt Wittneven-Welter: „Hier könnte man auf einer Straßenseite auf der Fahrbahn parken und auf der anderen Seite ganz auf dem Gehweg, wenn dort markiert würde.“ Was lange geduldet wurde wird nun häufiger geahndet Gehwegparker auf der Kalkuhlstraße in Oberkassel Foto Benjamin WesthoffSeite 25 von 38 19.10.24, 09:40Bonn: Knöllchen für Gehweg-Parken Seite 6 von 8https://ga.de/bonn/beuel/bonn-knoellchen-fuer-gehweg-parken-v3_aid-114404751 Der Gehweg sei breit genug und nicht begrünt. Die 20 Bürger, mit denen sie sich getroffen hat, wollen nun einen entsprechenden Bürgerantrag aufsetzen. Die Parksituation war nach Ansicht von Wittneven-Welter vor der neuen Knöllchen-Flut schon schwierig. So könne durch eine Beschilderung Am Buschhof für einseitiges Parken und das Markieren von Parkbuchten auf dem Gehweg in der Kalkuhlstraße etwas Parkdruck herausgenommen werden. Außerdem solle die Stadt an die Deutsche Bahn appellieren, mehr Parkplätze für den Bahnhof zu schaffen. „Die Bürgerinnen und Bürger waren sehr konstruktiv und versuchen, die Situation zu verbessern“, meint sie. Die Ratspolitikerin erläuterte den Anwohnern auch, dass es sich bei den plötzlichen Knöllchen nicht um die Auswirkung einer politischen Entscheidung handele und dass es auch keine Warnungen oder Null- Euro-Knöllchen geben könne. „Das geht nur, wenn die Regelung sich ändert. Hat sie aber nicht, sie wurde nur nie geahndet.“ Das Ordnungsamt habe angegeben, dass es Beschwerden über Falschparker gab und die Mitarbeitenden daraufhin tätig wurden. Ordnungsamt wird auf Grund von Beschwerden tätig Das Presseamt bestätigt auf GA-Anfrage, dass das Ordnungsamt aufgrund von Beschwerden über Falschparker tätig wird. Konkrete Zahlen könne die Verwaltung zwar nicht nennen, aber es meldeten sich tendenziell immer mehr Menschen, die solche Parkvergehen anzeigen. Dann müsse das Ordnungsamt tätig werden. Die SteigerungSeite 26 von 38 19.10.24, 09:40Bonn: Knöllchen für Gehweg-Parken Seite 7 von 8https://ga.de/bonn/beuel/bonn-knoellchen-fuer-gehweg-parken-v3_aid-114404751 bei den Verwarnungen liege nach Angaben des Presseamtes auch daran, dass mittlerweile mehr Personal für die Verkehrsüberwachung zur Verfügung stehe und man deshalb auch schneller auf Anzeigen reagieren könne. Die Rechtslage habe sich indes nicht geändert, so das Presseamt: „Das Parken auf Gehwegen ist ohne ein entsprechendes Schild grundsätzlich nicht erlaubt.“ Urteil Bundesverwaltungsgericht zum Gehwegparken Zum Thema Gehweg-Parken“ gibt es auch ein aktuelles Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig. So können Anwohner demnach künftig unter bestimmten Umständen bei Straßenverkehrsbehörden gegen Autos vorgehen, die Gehwege zuparken. Voraussetzung ist nach Ansicht der Richter aber, dass die Gehwegnutzung erheblich eingeschränkt ist. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sagte dazu, das Urteil schaffe Rechtssicherheit für Straßenbehörden, kommunale Ordnungsämter, Bewohnerinnen und Bewohner und nicht zuletzt für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Der Verband fordert nun einen anderen Rechtsrahmen für die Kommunen, um die Aufteilung und Nutzung des öffentlichen Raums anzugehen. „Natürlich müssen Parkplätze für jene vorhanden sein, die auf ihr Auto angewiesen sind“, hieß es in der Stellungnahme. Es müssten aber auch Alternativen zum Auto gestärkt werden, also Radfahrer und Fußgänger sowie der öffentliche Personennahverkehr. „Die dringend notwendige Novellierung des Straßenverkehrsgesetzes würde den Kommunen mehr Handlungsspielraum geben.“Seite 27 von 38 19.10.24, 09:40Bonn: Knöllchen für Gehweg-Parken Seite 8 von 8https://ga.de/bonn/beuel/bonn-knoellchen-fuer-gehweg-parken-v3_aid-114404751 Geklagt hatten fünf Eigentümer aus Bremen gegen die Stadt. Über das sogenannte aufgesetzte Parken mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig wurde dort seit Jahren gestritten. Ohne ausdrückliche Erlaubnis ist es verboten, doch in vielen deutschen Kommunen wie Bremen ist das aufgesetzte Parken dennoch verbreitet – und die Behörden dulden es. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte nun das Urteil des Bremer Oberverwaltungsgerichts, dass die Kläger ein Einschreiten der Straßenverkehrsbehörde verlangen können und diese nicht tatenlos bleiben dürfe. dpaSeite 28 von 38 19.10.24, 09:42Falschparker anzeigen: Bonn im Ranking vorn dabei Seite 1 von 4https://ga.de/bonn/stadt-bonn/falschparker-anzeigen-bonn-im-ranking-vorn-dabei_aid-110327203 Bonn Stadt Bonn Falschparker anzeigen Bonn im Ranking vorn dabei Anzeigen auf Plattform für Falschparker Bonn bei „Denunzianten“ unter den Top Ten Meinung | Bonn · Bonn spielt in der ersten Liga – zumindest bei den Denunzianten Was anonyme Anzeigen für Parksünder angeht mischen einige Bewohner an der Bundesspitze mit und machen Jagd mit dem Handy Eine Glosse Von Sylvia Binner Head of Editorial Development Uhr · Minuten LesezeitSeite 29 von 38 19.10.24, 09:42Falschparker anzeigen: Bonn im Ranking vorn dabei Seite 2 von 4https://ga.de/bonn/stadt-bonn/falschparker-anzeigen-bonn-im-ranking-vorn-dabei_aid-110327203 In den Top Ten der Städte, in denen 2023 die meisten Anzeigen pro 10.000 Einwohner gegen Falschparker auf der Petzen-Plattform weg.li eingegangen sind, rangiert die Bundesstadt mit 12.997 Anzeigen auf Rang 8. Damit kommen 386 Anzeigen auf 10.000 Einwohner. Das wirkt nicht gerade rheinisch tolerant. Die Liste führen Frankfurt mit 1.225, Hamburg mit 696 und Dresden mit 534 Anzeigen pro 10.000 Anwohner an. Nur 17 waren es beispielsweise in Chemnitz. Immer mehr Privatleute machen mit dem Handy Jagd auf Falschparker und zeigen sie an Foto dpa/Oliver Berg Meldestellen Die neue Kultur des Anschwärzens schadet der DemokratieSeite 30 von 38 19.10.24, 09:42Falschparker anzeigen: Bonn im Ranking vorn dabei Seite 3 von 4https://ga.de/bonn/stadt-bonn/falschparker-anzeigen-bonn-im-ranking-vorn-dabei_aid-110327203 Denunzianten oder Weltverbesserer? Die Antwort liegt wie so oft im Auge des (autofahrenden) Betrachters. Leute, die aus persönlichen Beweggründen andere Personen anzeigen, hält er wohl definitionsgemäß für Denunzianten. Der prominenteste unter ihnen nennt sich „Anzeigenhauptmeister“ und geht an wechselnden Orten mit dem Fahrrad auf die Pirsch. Niklas M. erntet dafür Beachtung und Beschimpfungen, sei es im Straßenverkehr, in Medienberichten oder auf seinem Internet-Profil. Seine Waffe: das Internet mit weg.li, wo sich Fotos von Parksündern hochladen und niedrigschwellig bei den Ordnungsbehörden melden lassen. Knapp 60.000 „Wegehelden“ sind dort registriert, knapp 30.000 davon „aktive Melder“. Mehr als 4000 der mehr als 800.000 Anzeigen gehen angeblich auf das Konto des 18-jährigen Anzeigenhauptmeisters aus Sachsen-Anhalt. Herr S der ParkplatzSheriff Euro für Parken ohne Parkscheibe Autofahrer wehren sich in Bad Godesberg gegen Parkplatz- „Abzocke“ Interview mit dem Kreisbauer und WinzerChef im Ahrkreis "Es gibt eine Denunzianten-Hotline"Seite 31 von 38 19.10.24, 09:42Falschparker anzeigen: Bonn im Ranking vorn dabei Seite 4 von 4https://ga.de/bonn/stadt-bonn/falschparker-anzeigen-bonn-im-ranking-vorn-dabei_aid-110327203 Nicht im Netz, sondern am direkten Draht zum Ordnungsamt machte sich ein Mann aus der Poppelsdorfer Nachbarschaft um Ordnung auf Straßen und Bürgersteigen verdient. Seinen Namen kannten viele. Allerdings nicht von freundlichen Gesprächen über den Gartenzaun. Herr S. tauchte als Zeuge in Knöllchen derer auf, die es angesichts der Parkplatznot mit den Verboten nicht so genau nahmen. Immerhin trug er nicht dazu bei, dass Bonn bei der Zahl der anonymen Aktiv- Melder auf Platz 12 landet. Übrigens direkt hinter Berlin. Auf dem Treppchen: Frankfurt vor Hamburg und Düsseldorf.Seite 32 von 38 19.10.24, 09:43Bonn: Bußgelder für Falschparker in Poppelsdorf Seite 1 von 6https://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonn-bussgelder-fuer-falschparker-in-poppelsdorf_aid-105886875 Bonn Stadt Bonn Bonn Bußgelder für Falschparker in Poppelsdorf Jahrelang geduldet Plötzlich gibt es wieder Bußgelder für Falschparker in Poppelsdorf Poppelsdorf · Zu später Stunde hat das Ordnungsamt in der Troschelstraße Knöllchen wegen Falschparkens geschrieben Dort ist das Schrägparken zwar nicht gestattet aber seit Jahrzehnten Praxis die nie geahndet wurde Anwohner ärgern sich über das Vorgehen der Stadt Uhr · Minuten LesezeitSeite 33 von 38 19.10.24, 09:43Bonn: Bußgelder für Falschparker in Poppelsdorf Seite 2 von 6https://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonn-bussgelder-fuer-falschparker-in-poppelsdorf_aid-105886875 Von Philipp Königs Redakteur Bonn Die Troschelstraße ist eine kurze Anwohnerstraße in Poppelsdorf, etwa hundert Meter lang. Sie liegt zwischen Blücher- und Luisenstraße. Als Durchgangsstraße hat sie keine nennenswerte Bedeutung. Anwohner parken hier ihre Autos schräg auf dem Gehweg, so wie es in den benachbarten Straßen durch ein Schild erlaubt ist. In der Troschelstraße gibt es aber kein solches Schild. Jahrzehntelang, so schildern es zwei langjährige Anlieger, war das Burkhard von Hofe ist verärgert Jahrzehntelang blieb das Parken auf der Troschelstraße ungeahndet Am Mittwoch und Donnerstag hagelte es Knöllchen Foto Meike BöschemeyerSeite 34 von 38 19.10.24, 09:43Bonn: Bußgelder für Falschparker in Poppelsdorf Seite 3 von 6https://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonn-bussgelder-fuer-falschparker-in-poppelsdorf_aid-105886875 sogenannte Gehwegparken geübte Praxis: Weder Burkhard von Hofe noch Jürgen Theisen können sich daran erinnern, dass das Ordnungsamt jemals Knöllchen verteilt hat. Doch am Mittwochabend zu später Stunde kamen vier Mitarbeiter des Ordnungsdienstes und bedachten jeden falsch abgestellten Wagen – etwa 25 Stück – beziehungsweise deren Besitzer mit einem 55-Euro-Knöllchen. Am Donnerstagabend kamen die Ordnungshüter der Stadt erneut: mit dem selben Ergebnis. Ärger über das Vorgehen Die Verärgerung über diesen Einsatz ist beim Mediziner von Hofe groß: „Ich finde dieses Vorgehen unverschämt. Als Bürger warte ich Monate auf einen Termin im Bürgeramt, und die Stadt nimmt sich heraus, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Knöllchen in einer Straße zu verteilen, in der das Schrägparken jahrzehntelang geduldet wurde.“ Die Troschelstraße sei eine reine Anwohnerstraße. „Warum sollen die Anlieger hier nicht parken dürfen?“ Der Wegfall von Parkplätzen, für den es aus seiner Sicht kein alternatives Angebot gibt, ist das eine. Zum anderen kritisiert von Hofe, dass die Stadt sofort zur Kasse bittet, statt zunächst zu Nach Ärger um neue Regelung Stadt hebt Halteverbot in der Max-Bruch-Straße wieder auf Fahrradstraßen in Bonn 150 Autoparkplätze bleiben erhalten – vorerstSeite 35 von 38 19.10.24, 09:43Bonn: Bußgelder für Falschparker in Poppelsdorf Seite 4 von 6https://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonn-bussgelder-fuer-falschparker-in-poppelsdorf_aid-105886875 informieren. Er habe die Grünen zwar gewählt, werde das aber sicherlich nicht ein weiteres Mal tun: „Die Durchsetzung der Verkehrswendeprojekte in dieser Form halte ich nicht für bürgernah.“ Sein Nachbar Theisen betont: „Wir sind keine Wutbürger und keine Menschen, die sich gegen eine lebenswerte Stadt mit Vorrang für Fußgänger und Radfahrer wenden. Wir akzeptieren für dieses Ziel auch ,unbequeme’ Entscheidungen und Konsequenzen.“ Der „Überfall des Ordnungsamtes“ sei aber nicht akzeptabel. Seit 34 Jahre wohne er in der Troschelstraße. Nie habe es Beanstandungen vonseiten der Behörde gegeben. Und weiter: „Das heißt, wir vertrauen auf die Rechtmäßigkeit des Verwaltungshandelns, dieses nicht durch ein entsprechendes Verkehrszeichen gekennzeichnetes Parken zu tolerieren. Das Stichwort heißt Vertrauen.“ Vernünftig, deeskalierend, angemessen und bürgernah wäre es gewesen, die Anwohner auf die künftige Vorgehensweise hinzuweisen. „Das kostet nicht mehr als etwas gedanklichen Aufwand.“ Möglich wäre schließlich – wie in den umliegenden Straßen auch – das Aufstellen eines Schildes, nach dem das Schrägparken gestattet ist. Stadt erreichten Beschwerden Wie Ralf Bockshecker, Amtsleiter der Bürgerdienste, dem GA auf Nachfrage sagte, seien der Kontrolle durch den Ordnungsdienst konkrete Beschwerden von Bürger vorangegangen, in der Troschelstraße würden nicht die erforderlichen Gehwegbreiten eingehalten. „Als Ordnungsbehörde müssen wir darauf reagieren. DasSeite 36 von 38 19.10.24, 09:43Bonn: Bußgelder für Falschparker in Poppelsdorf Seite 5 von 6https://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonn-bussgelder-fuer-falschparker-in-poppelsdorf_aid-105886875 ist ein Fall, der jeden Tag so auch in anderen Straßen passieren kann“, sagt Bockshecker. Es sei in solchen Fällen üblich, die Kontrolle am Folgetag zu wiederholen. Der Stadtordnungsdienst könne nicht flächendeckend das gesamte Stadtgebiet im Auge behalten. „Wenn aber auffällt oder über Beschwerden bekannt wird, dass in einer Straße regelmäßig falsch geparkt wird, wird kontrolliert, weil falsches Parken immer auch zu Lasten der Verkehrssicherheit geht.“ Parken zu tolerieren, das nach der Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt ist, könne nicht der Maßstab sein, den die Stadt anzulegen hat. Auf ein Gewohnheitsrecht könne sich niemand berufen. In der Max-Bruch-Straße in Endenich erzürnte die Stadt im vergangenen Jahr Anwohner, indem sie dort auf einer Straßenseite ein Halteverbot einrichtete, wo zuvor schräg geparkt wurde. Nach Entscheidung der Bonner Bezirksvertretung wurde das Halteverbot wieder aufgehoben. Der Wegfall von rund 150 Parkplätzen am Rheinufer sorgte unter den Anwohnern zwar auch nicht für Heiterkeit. Damals aber schrieben die Ordnungsdienstler in den ersten Tagen sogenannte Null-Euro- Tickets. Ein Verfahren, das von Hofe und Theisen in der Troschelstraße ebenfalls für angemessen gehalten hätten. Diese Form von Warnknöllchen sind aus Sicht von Amtsleiter Bockshecker ein Mittel, wenn sich Regeln ändern wie am Rheinufer nach Abbau eines Schräg-Parken-erlaubt-Schildes. In solchen Fällen dauere es üblicherweise, bis die Bürger sich an die neue SituationSeite 37 von 38 19.10.24, 09:43Bonn: Bußgelder für Falschparker in Poppelsdorf Seite 6 von 6https://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonn-bussgelder-fuer-falschparker-in-poppelsdorf_aid-105886875 gewöhnt hätten. Bei der ab dem Frühjahr geplanten Einführung zusätzlicher Fahrradstraßen und breiterer Gehwege, die mit dem Wegfall öffentlicher Parkplätze verbunden ist, würden die Bürger vorab informiert, vermutlich mit einem Bürgerbrief. Aus Sicht von Markus Ogorek, Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre an der Uni Köln, ist das Handeln des Ordnungsdienstes vermutlich rechtskonform. Auch wenn das unerlaubte Schrägparken über Jahrzehnte nicht geahndet wurde, bleibe es eine Verkehrsordnungswidrigkeit. „Es kann sich aber als sinnvoll erweisen, zunächst einen Warnschuss abzugeben.“ In Siegburg habe die Stadt in einem ähnlich gelagerten Fall zunächst „gelbe Karten“ verteilt. Bürgernäher sei das in jedem Fall.Seite 38 von 38
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 06:54 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de