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241878-05 ST · Stellungnahme der Verwaltung

BBB-Anfrage: Fernverkehr der Deutschen Bahn, Anschluss des Bonner Hauptbahnhofs

Nummer
241878-05 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
17.04.2025
Letzte Änderung
01.11.2026
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte Hauptort
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 06.05.2025 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Rates 08.05.2025 Kenntnisnahme
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  1. 241878 BBB-Anfrage: Fernverkehr der Deutschen Bahn, Anschluss des Bonner Hauptbahnhofs

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
241878-05 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
BBB-Anfrage: Fernverkehr der Deutschen Bahn,
Anschluss des Bonner Hauptbahnhofs
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 06.05.2025 Kenntnisnahme
Rat 08.05.2025 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Die in der Großen Anfrage gestellten Fragen werden wie folgt beantwortet:
1.) Wann hat die Oberbürgermeisterin Kenntnis über die Kürzungspläne
der Deutschen Bahn (DB) erhalten?
Über die Fahrplanänderungen der Deutschen Bahn zum Fahrplanwechsel im
Dezember 2024 ist die Stadt Bonn mit einem Schreiben vom
Konzernbevollmächtigten für das Land NRW Herrn Lübberink vom 11.10.2024
informiert worden. Am selben Tag informierte die Deutsche Bahn mit einer
eigenen Pressemitteilung auch die Öffentlichkeit über die Änderungen.
2.) Was hat die Oberbürgermeisterin in den vergangenen Monaten und
Wochen unternommen, um die Kürzungen der Fernverkehrsverbindungen
abzuwenden?
Die Stadt Bonn hat, zum Teil auch gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis, in
verschiedenen Schreiben an die Deutsche Bahn auf die unbefriedigende
Fernverkehrsanbindung des Bonner Hauptbahnhofes hingewiesen, auch
bereits vor dem unter 1) genannten Schreiben der DB, welches über die
aktuellen Angebotsänderungen informierte.
Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass es sich beim Großteil der aktuellen
Angebotsreduzierungen um temporäre, baustellenbedingte Kürzungen handelt.
Auch wenn die aktuell hohe Bautätigkeit in der Region zu Einschränkungen
führt, ist diese jedoch unabdingbar, um eine zukünftige Leistungsfähigkeit des
Schienennetzes sicherzustellen. Daher wird die Stadt Bonn auch in den
nächsten Jahren durch die bereits bekannten Baumaßnahmen temporär von
Angebotskürzungen im Fernverkehr betroffen sein. Die DB verweist jedoch
darauf, dass die Stadt Bonn mit ihrem regulären Fahrplanangebot
überdurchschnittlich gut an den Fernverkehr angebunden ist.
3.) Hat Sie bereits um einen Gesprächstermin beim Vorstand der
Deutschen Bahn in Berlin gebeten?
Die Oberbürgermeisterin steht – eng abgestimmt mit dem Stadtbaurat – inSeite 1 von 2
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regelmäßigem Kontakt mit der DB. Dazu gehören sowohl der
Konzernbevollmächtigte in NRW als auch der Vorstand der Deutschen Bahn.
Dabei werden nicht nur die aktuellen Baumaßnahmen und damit verbundenen
Fahrplanänderungen thematisiert, sondern auch der Ausbau von Bahnstrecken
wie beispielsweise im Zuge der S13. In verschiedenen Schreiben auch
gemeinsam mit dem Landrat des Rhein-Sieg-Kreises wurde seitens der Stadt
Bonn eine zuverlässige und angemessene Bedienung von Bonn und der
Region eingefordert.
4.) Wie schätzt die Fachverwaltung die Auswirkungen für den Wirtschafts-
, Bundes- und UN-Standort ein?
Für die Vielzahl der in Bonn angesiedelten Unternehmen sowie Bundes- und
UN-Institutionen ist eine gute Fernverkehrsanbindung von hoher Bedeutung.
Die Kommunikation von baustellenbedingten Angebotseinschränkungen und
eine Diskussion über mögliche Alternativen ist daher von zentraler Bedeutung.
Auf Initiative von einigen großen Bonner Unternehmen wurde daher ein
Arbeitskreis zum Thema Fernverkehr eingerichtet. Beteiligte an diesem
Arbeitskreis sind neben großen Bonner Unternehmen die Deutsche Bahn sowie
die Stadtverwaltung. Im Rahmen dieses Arbeitskreises fanden bereits erste,
sehr konstruktive Gespräche statt, in denen die DB über die aktuellen und
anstehenden Angebotseinschränkungen informierte. Dieser Arbeitskreis bildet
daher eine erste Grundlage, um in einen transparenten Austausch zu gelangen
und potenzielle Herausforderungen und Alternativen zu diskutieren. Eine
bedeutende Alternative für einen zuverlässigen Zugang zum
Fernverkehrsangebot der DB stellt der Fernverkehrsbahnhof Siegburg/Bonn
dar. Mit der Sanierung der Bahnsteige am Bahnhof Bonn-Beuel im Zuge der
Baumaßnahmen zum Hochleistungskorridor "Rechter Rhein" entsteht eine
zusätzliche Möglichkeit für umgeleitete ICE-Züge in Bonn zu halten.
5.) Mit welchen Folgen ist für Berufspendler, die in Bonn arbeiten oder
von Bonn aus auspendeln, zu rechnen?
Der Großteil der Bahnpendler*innen in Bonn nutzt den Nahverkehr. Wenn es
durch baustellenbedingte Angebotsveränderungen auch zu Einschränkungen
im Nahverkehr kommt, ist es entscheidend, dass attraktive und zuverlässige
Angebote im Schienenersatzverkehr (SEV) bereitgestellt werden. In den
entsprechenden Abstimmungsterminen mit dem verantwortlichen
Aufgabenträger go.Rheinland setzt sich die Verwaltung für die Bereitstellung
eines möglichst leistungsfähigen SEV ein.
Für den Fernverkehr besteht, wie bereits in der Beantwortung zu Frage 4
beschrieben, die Alternative über den Fernverkehrsbahnhof Siegburg/Bonn. Da
dieser an die Schnellfahrstrecke Köln-Frankfurt angebunden ist, sind über
diesen viele Ziele schneller zu erreichen, als mit dem Fernverkehr über Bonn
Hbf.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 03:25 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de