241846 · Beschlussvorlage: Einleitung
Einleitung des Vergabeverfahrens des ersten Moduls zur Einrichtung eines digitalen Grünflächenmanagementsystems
Kerndaten
- Nummer
- 241846
- Art
- Beschlussvorlage: Einleitung
- Veröffentlicht
- 28.10.2024
- Letzte Änderung
- 03.11.2026
Orte
- Bonn Hauptort
- Markt
Beratungsfolge
- Sitzung des Unterausschusses für Digitalisierung und Organisation Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage: Einleitung öffentlich 241846 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Einleitung des Vergabeverfahrens des ersten Moduls zur Einrichtung eines digitalen Grünflächenmanagementsystems Beratungsfolge Unterausschuss für Digitalisierung und Organisation 19.11.2024 Empfehlung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 28.11.2024 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Einleitung des Vergabeverfahrens zur Ausschreibung des ersten Moduls zur Einrichtung eines Digitalen Grünflächenmanagementsystems wird zuge- stimmt. Begründung Die Einrichtung eines Digitalen Grünflächenmanagementsystems (DGFMS) wurde im Lenkungsausschuss für digitale Transformation freigegeben. Die Bonner Grünflächen sind identitätsstiftend und für die Lebensqualität unserer Stadt unerlässlich. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels stellen städtische Grünstrukturen einen wesentlichen Pfeiler der Klimaresilienz und -vorsorge im urbanen Raum dar. Als „effektives Steuerungsinstrument für die Pflege- und Entwicklung“ wird zukünftig ein zielgerichtetes Grünflächenmanagementsystem eingesetzt. Ein DGFMS soll als integriertes Managementsystem verstanden werden, ein Instrument, das der Vielfalt an Anforderungen in unseren Organisationen gerecht wird und alle Aspekte und Aufgaben einzelner Softwarelösungen abdeckt. In dem Vorhaben soll die Grundlage geschaffen werden, KI-Technologien und Robotic-Processed-Automation (RPA) zu integrieren. Das vorhandene Grünflächenmanagementsystem, das im “alten” Geoinformationssystem (GIS) der Stadtverwaltung abgebildet ist, befindet sich im Status “End of Life / End of Service” und soll im Projekt abgelöst werden. Aktuell fehlt daher im Grünflächenmanagement eine funktionsfähigeSeite 1 von 4 Seite 2 Controllingmöglichkeit. Ein digitales Grünflächenmanagementsystem soll das ändern und folgende Vorteile und Synergieeffekte bringen: • medienbruchfreie Datenverarbeitung (im Innen- und Außendienst) • Teilsysteme werden vernetzt, z.B. Inventar, Pflege, Planung • Effizienzsteigerung durch Vermeidung von Doppelarbeiten • Vereinfachung komplexer Prozess- und Organisationsstrukturen • Identifizierung und Optimierung von Schnittstellen • Reduzierung von Verwaltungsaufwand durch gemeinsame Dokumentation der Einzelsysteme • Eindeutige, quantifizierbare Vorgaben können für das Gesamtsystem gegeben werden z.B. Auswirkung von Pflegeintensität messbar gestalten und daraus Pflegevorgaben u.a. in Bezug auf Klimaresilienz ableiten • Einsparung von Kosten und Zeit, auch durch mögliche Automatisierung von Verwaltungsaufgaben • Erhöhung der Akzeptanz bei den Mitarbeitenden durch Transparenz und modernes Arbeitswerkzeug Mit der Einführung eines DGFMS ist es möglich, die Kennzahlen für den gesetzlich verpflichtend zu erstellenden Nachhaltigkeitshaushalt zu erheben und auszuwerten. Auf der Grundlage des DGFMS können Klima- aber auch weitere Ökosystemleistungen des städtischen Grüns automatisch generiert und als Planungs- und Entscheidungsgrundlage sowie zur grafischen Darstellung der lokalen sowie gesamtstädtischen klimatischen Situation z.B. auf dem Klimadashboard dienen. Von einem solchen System profitieren alle städtischen Dienststellen und Entscheidungsträger in den lokalen Gremien, die sich mit der Bewirtschaftung von Flächen befassen, direkt. Darüber hinaus wird in der UDP ein verlässlicher Datensatz geschaffen, der von der Verwaltung und auch anderen Institutionen, wie Hochschulen, genutzt werden kann. Das System soll aufgrund von aufeinander aufbauenden Anwendungsfällen (Use-Cases) agil entwickelt und als Open-Source-Komponente in die Urban Data Platform (UDP) integriert werden. Dies ermöglicht es, dass auch andere Kommunen das System erweitern und vervollständigen können. So können bundesweit Städte und Kommunen durch Nachnutzung profitieren und partizipieren. Der Start eines solchen Projekts besitzt daher eine große Strahlwirkung.Seite 2 von 4 Seite 3 Ebenfalls können am Markt verfügbare Lizenzprodukte über Schnittstellenprogrammierung, z.B. zur Kennzahlen-/Arbeitszeiterfassung integriert werden. Hierbei sind im Vorfeld die Lizenzkosten ins Verhältnis zu den Kosten einer Open-Source-Entwicklung zu setzen. Eine Marktanalyse hat ergeben, dass die verfügbaren Produkte in der Regel aus dem Bereich des Immobilienmanagements kommen. Während für den Bereich Bäume und Spielplätze einige sehr gut nutzbare Produkte vorhanden sind, müssten für den Bereich der gesamten Grünflächen unterschiedliche Produkte beschafft werden, um die vielen Handlungsfelder abzudecken. Hierbei werden die Kosten für die Lizenzen sowie der Datenaustausch und der ständige Wechsel zwischen verschiedenen Systemen während einer Aufgabe als kritisch angesehen. Hauptziele: • Entwicklung unterteilt in agilen Use-Cases • modularer Aufbau der Lösung: ermöglicht flexibles Reagieren sowie ein ressourcenorientiertes Arbeiten in sich abgeschlossener und funktionierender Anwendungen • Daten- und Prozessmodellierung nach bundesweiten Standards o Leitfaden für die Erstellung von GFMS der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) o Objektkatalog Freianlagen der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (OK-Frei von FLL) Nebenziele: • Ermöglichung der interkommunalen Weiterentwicklung und Pflege auf Open-Source-Basis • Integration von Schnittstellen zu Lizenzprogrammen (SAP, Zeiterfassung, etc.) ermöglichen • Grundlage für KI-Technologien und Robotic-Processed- Automation (RPA) schaffen Datengrundlage für andere Bereiche schaffen, indem nutzbare Daten im UDM erzeugt werden (z.B. für das Klimadashboard oder den Nachhaltigkeitsbericht) à seitens UADO geforderte Mehrfachnutzung Die Einrichtung des DGFMS ist in vier Modulen vorgesehen, welche in sich abgeschlossene und bereits nutzbare EDV-Lösungen darstellen: Modul 1: Grünflächendatei Modul 2: Integration/Schnittstelle Baumkataster und KISPIKO (das neue, digitale Baumkataster sowie das Spielplatzkataster befinden sich zudem aktuell in der Entwicklung)Seite 3 von 4 Seite 4 Modul 3: Kennzahlenerfassung über Endgeräte und Datenmigration ins DGFMS Modul 4: Pflegepläne und Aufgabenzuteilung über Endgeräte Das Projekt ist mit einem Gesamtbudget von 500.000,- € veranschlagt. Die Gelder sind im Haushalt 2023-2026 vorhanden/angemeldet. Im ersten Schritt soll das erste Modul 1 realisiert werden. Die Kosten werden brutto auf 160.000,- € geschätzt. Vergabeart X öffentlich offen (EU) aufgeforderte Firmen beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb Freihändig bzw. Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der vorgeschriebenen Vergabeart Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto VOB X UVgO VgV Dez 2024 – Dez 2025 160.000 EUR X Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto (konsumtiv) / Finanzposition (investiv) CO-Kontierung (konsumtiv) / Finanzstelle (investiv) 1.13.01 Öffentliches Grün 521110 680010 Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von Haushaltsresten Mittel X ja nein ja X nein freigegeben X vorgesehen Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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