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241845 · Große Anfrage

Entwicklung der ehemaligen Stadtgärtnerei

Nummer
241845
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
16.10.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 11.03.2025 Kenntnisnahme
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Untergeordnet

  1. 241845-01 ST Entwicklung der ehemaligen Stadtgärtnerei

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Große Anfrage
öffentlich
241845
Fragesteller/in:
Brigitta Poppe-Reiners
Karin Langer
Frank Herboth
15.10.2024, gez. Reeh-Schall
Entwicklung der ehemaligen Stadtgärtnerei
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 05.11.2024 Kenntnisnahme
Fragestellung
Die Verwaltung wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:
1. Gutachten und Kosten
Die Verwaltung listet alle Gutachten auf, die bis jetzt in Auftrag gegeben
worden sind und beziffert die jeweiligen Kosten.
Welche weiteren Gutachten sind geplant?
Die Verwaltung gibt einen Überblick über alle bisher entstandenen Kosten, z.B.
auch der Auftrag an ein Kölner Planungsbüro. Der bisher geleistete
Arbeitszeiteinsatz des Planungsamtes und anderer städtischer Ämter ist hier
nicht gemeint.
2. Klima
Welche Bedeutung hat die Klimasituation bei der Aufstellung des
Bebauungsplanes, besonders die Kaltluftzufuhr über das Feld in die Stadt, bzw.
die umliegenden Stadtteile?
Welche Höhe der einzelnen Gebäude wird im aufzustellenden Bebauungsplan
anvisiert?
3. Abwassermanagement
Ist der vorhandene Mischwasserkanal auf der Straße „Auf dem Dransdorfer
Berg“ ausreichend dimensioniert, um das Abwasser aufzunehmen, das durch
die Wohnbebauung und die Gebäude der Montag Stiftung anfallen wird?
4. Verkehr
Wie wird die verkehrliche Erschließung des Geländes geplant, ohne in dasSeite 1 von 3
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Landschaftsschutzgebiet einzugreifen?
Wie ist ein „autofreies“ oder „autoarmes“ Quartier definiert und wie kann das
nachhaltig gewährleistet werden?
5. Erbpacht
Gibt es jeweils einzelne Pachtverträge für die Initiative „Neue Stadtgärtnerei“
und für die Montag Stiftung?
In welchem Fall müsste/ könnte der Erbpachtvertrag gekündigt oder rückgängig
gemacht werden?
6. Wohnbebauung/ Initiative „Neue Stadtgärtnerei“
Wann ist mit konkreten Informationen zur Planung der Wohnhäuser zu
rechnen? Können die Fundamente/ Mauern/ Keller der ehemaligen
Gewächshäuser genutzt werden?
Wie viele Häuser und Wohnungen sollen für die anvisierten 130
Bewohner*innen entstehen?
7. Montag Stiftung
Hat die Montag Stiftung für ihr Projekt mit 3000-4000 m² Bruttogeschossfläche
schon konkrete Interessent*innen – außer der Biologischen Station?
Wie hoch wird schätzungsweise der Mietpreis für die Biologische Station und
andere gemeinnützige Organisationen dort sein?
Plant die Montag Stiftung auch an gewerbliche Firmen zu vermieten, falls sie
keine oder nicht genügend gemeinwohlorientierte Vereine findet? Bleibt das
gesamte Projekt – je nach Anteil – dann noch „gemeinwohlorientiert“?
Wann erlischt ggf. die Voraussetzung für den Erlass des Pachtzinses?
Begründung
Bei der interessanten Infoveranstaltung vom 10.10.2024, die von vielen
Bürgern und Bürgerinnen (nicht nur vom „Dransdorfer Berg“) besucht worden
war, blieben einige Fragen offen oder konnten nicht in der Tiefe beantwortet
werden.
Auch im Hinblick auf die Beschlussvorlage 241692 in der kommenden Sitzung
der Bezirksvertretung Bonn zu Eckpunkten zum Qualifizierungsverfahren und
Benennung eines Preisgerichts ist es unabdingbar, dass die gestellten Fragen
beantwortet werden.Seite 2 von 3
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Zu 1. Dass die Stadt auf einen Pachtzins verzichtet ist aufgrund des
gemeinnützigen Ansatzes des Projektes nachvollziehbar und bereits ein
großzügiges Angebot.
Trotzdem ist es auch aus haushalterischen Gründen notwendig, als
Mandatsträger*innen über weitere Kosten informiert zu werden und
mitbestimmen zu können, sowie Transparenz für die Bürger*innen herzustellen.
Zu 2. Die aktuellen Klimagutachten der Stadt Bonn zeigen eindrücklich, wie
auch schon ZURES, dass das Meßdorfer Feld eine große Bedeutung für das
städtische Klima hat. Es gilt als Kaltluftentstehungsgebiet mit Auswirkungen bis
in das Bonner Zentrum hinein.
Die Mitarbeiterin der Stadt Bonn sprach hierbei aber von einer „Abwägungs-
entscheidung“. Das ist unverständlich vor dem Hintergrund, dass mehr für die
Klimaresilienz der Stadt in Zeiten des Klimawandels unternommen werden
muss.
Zu 3. Die Stadt möchte hier ein Pilotprojekt für die „Schwammstadt“ Bonn
realisieren.
Versickerungsbereiche oder der Bau von Zisternen zum Auffangen von
Regenwasser sind entsprechende Maßnahmen. Abwasser muss allerdings im
städtischen Abwasserkanal abgeführt werden. Es hieß in der Veranstaltung,
dass der vorhandene Kanal in der Straße „Auf dem Dransdorfer Berg“ nicht
ausreichend dimensioniert sei.
Zu 4. Die Straße „Auf dem Dransdorfer Berg“ lässt im Bereich der
Hausnummern 64-76 keinen Begegnungsverkehr zu. Die verkehrliche Situation
ist offenbar noch völlig ungelöst. Auch bei einem „autoarmen“ Quartier ist mit
zusätzlichem Verkehr zu rechnen, sowohl durch die neuen Bewohner*innen als
auch durch das von der Montag Stiftung geplante Projekt eines
Bildungszentrums mit Büro- und Seminarräumen, Bereiche für betreutes
Wohnen, ein Café, Gewerbeflächen und Sonderwohnformen.
Zu 6.-8. Begründung ergibt sich aus der jeweiligen Fragestellung
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 22:12 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de