241783 · Mitteilungsvorlage
VRS Tarifanpassung ab 01.01.2025
Kerndaten
- Nummer
- 241783
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 15.10.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 241783 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-1: Dezernats- und Verwaltungssteue- rung Dezernat: Dez. OB VRS Tarifanpassung ab 01.01.2025 Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 06.11.2024 Kenntnisnahme Rat 12.11.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: 1. Die Verbandsversammlung des Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) hat in ihrer Sitzung am 30. September 2024 beschlossen, die VRS-Tarife zum 1. Januar 2025 um 5,9 % anzuheben, um die erwarteten Kostensteigerungen zu kompensieren. Diese Erhöhung betrifft ausschließlich Tickets, die parallel neben dem Deutschland- Ticket angeboten werden. 2. Davon unabhängig wurde von der Verkehrsministerkonferenz eine Anpassung des Deutschland-Tickets vorgenommen, die ab dem 1. Januar 2025 eine Preiser- höhung um 9 Euro von aktuell 49 Euro auf künftig 58 Euro vorsieht (+18,4%). 3. Der geringe Preis des Deutschland-Tickets ist allerdings nur dann kostendeckend, wenn Bund und Länder ausreichend Zuschüsse hinzugeben (+0%). Die Einnahmen aus diesen drei Säulen haben einen signifikanten Einfluss auf die Jah- resergebnisse der Verkehrsunternehmen, da diese weiterhin steigenden Kosten zur Durchführung des Verkehrsbetriebes ausgesetzt sind. Vor diesem Hintergrund sind die gefassten Preismaßnahmen ggfs. nicht auskömmlich. Gleichzeitig haben die Bundesregierung und die Länder ihre Zuschüsse für das Deutschland-Ticket für das Jahr 2025 gedeckelt: Obwohl bereits im Jahr 2024 ein erheblicher Zuschussbedarf erkennbar war, der nur durch Restmittel aus dem Jahr 2023 gedeckt werden konnte. Die finanziellen Auswirkungen der o.a. Preismaßnahmen auf die Bonner Verkehrsun- ternehmen werden im Zuge der Wirtschaftsplanung des SWB Konzerns für das Jahr 2025 darzustellen sein. Eine steigende finanzielle Belastung für den SWB Konzern ist nicht auszusch- ließen und kann im Ergebnis zu einer weiteren Belastung des städtischen Haus- halts durch eine eventuell erforderliche Anpassung des ÖPNV-Zuschusses führen. Frühzeitige kommunikative Maßnahmen auf Landes- und Bundesebene unter Einbin- dung aller Interessensvertreter sind zentral, um die finanzielle Stabilität der Kommune zu gewährleisten. Es wäre wünschenswert, dass der Verband Deutscher Verkehrsun- ternehmen (VDV) sich mit der gleichen Entschlossenheit wie der Deutsche Städtetag dafür einsetzt, dass der ÖPNV durch angemessene Bundeszuschüsse nachhaltig fi- nanziert wird.Seite 1 von 6 Seite 2 Die Verwaltung wird die weiteren Entwicklungen beobachten und sodann zu gegebener Zeit in den städtischen Gremien hierüber berichten. Anlage/n 1 Reaktion VDV auf Preiserhöhung Deutschland-Ticket (öffentlich) 2 Reaktion Deutscher Städtetag auf Preiserhöhung Deutschland-Ticket (öffentlich)Seite 2 von 6 Pressemitteilung Berlin, den 23. September 2024 Preiserhöhung beim Deutschland-Ticket: „Ein kluger, mutiger und notwendiger Schritt!“ Branchenverband wertet die Entscheidung der Landesverkehrsminister als insgesamt positives Ergebnis für Kunden und Branche VDV-Präsident Ingo Wortmann: „Der heutige Beschluss der Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister der Länder ist aus unserer Sicht ein kluger, mutiger und notwendiger Schritt. Die Erhöhung des Preises des Deutschland-Tickets um neun Euro zum 01. Januar 2025 ist aus wirtschaftlicher Sicht für Verkehrsunternehmen, Verbünde und Kommunen zwingend. Für das nächste Jahr ist das Deutschland-Ticket damit finanziell gesichert. Das Ticket bleibt für die Kundinnen und Kunden auch mit dem neuen Preis hochattraktiv und ermöglicht es uns, dies weiter erfolgreich am Markt zu etablieren. Jetzt muss der Bund die notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen schaffen, um das Deutschland-Ticket dauerhaft zu sichern. Dazu muss er das Regionalisierungsgesetz schnell anpassen und so seine Mitfinanzierung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro jährlich und dynamisiert sowie die Überjährigkeit der Mittel gewährleisten. Vor allem aber bleibt die dauerhafte Finanzierung eines hochwertigen ÖPNV-Angebots die von Bund, Ländern, Kommunen und Branche gemeinsam zu lösende Aufgabe. “ Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) Lars Wagner · Pressesprecher · T 030 399932-14 · wagner@vdv.de Eike Arnold · stv. Pressesprecher · T 030 399932-19 · arnold@vdv.de Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist der Branchenverband des öffentlichen Personen- und Schienengüterverkehrs mit rund 700 Mitgliedsunternehmen. Branche und Branchenverband sorgen für mehr klimaschonende Beförderung und Transport von Menschen und Gütern bei weniger Verkehr: Rund 7,1 Milliarden Fahrgäste in Deutschland nutzten im Corona-Jahr 2020 den Öffentlichen Personennahverkehr der VDV- Mitgliedsunternehmen. Busse und Bahnen ersetzten damit jeden Tag rund 14 Millionen Autofahrten auf deutschen Straßen. 2020 transportierten die VDV-Unternehmen im Schienengüterverkehr 288 Millionen Tonnen und ersetzten so rund 67.000 voll beladene Lkw auf deutschen Straßen.Seite 3 von 6 Wenn diese E-Mail nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier. Sollten Sie keine Presseinformationen mehr von uns wünschen oder sich Ihre Kontaktdaten geändert haben, informieren Sie uns bitte per Mail an presse@vdv.de. Die VDV- Newsletter können Sie hier abbestellen. Das Löschen Ihrer Daten leiten Sie durch eine E-Mail an datenschutz@vdv.de ein. Hinweise zur Datenverarbeitung beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) finden Sie hier. Weitere VDV- Informationen im Impressum.Seite 4 von 6 Hauptgeschäftsstelle Köln Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Hauptgeschäftsstelle Berlin Gereonstraße 18-32 Verantwortlich: Timm Steinborn Hausvogteiplatz 1 50670 Köln Telefon 030 37711-130 10117 Berlin Internet: www.staedtetag.de Telefax 030 37711-139 E-Mail: presse@staedtetag.de Pressemitteilung 26. September 2024 Deutscher Städtetag nach Sitzung des Präsidiums in Straubing Investitionen in den Nahverkehr: Bund muss jetzt Farbe bekennen Die Städte fordern von der Bundesregierung einen Investitionsschub für den öffentlichen Nahverkehr. Ohne zusätzliche Mittel ist ein Ausbau des Bus- und Bahnverkehrs nicht mög- lich. Im Gegenteil: Mit den aktuell zur Verfügung stehenden Mitteln für den ÖPNV ist nicht einmal das derzeitige Niveau zu halten. Manche Städte könnten schon bald gezwungen sein, Fahrpläne auszudünnen. Das wäre mit Blick auf das gerade erst für 2025 gesicherte Deutsch- landticket und die deutschen Klimaschutzziele fatal. Nach der Sitzung des Präsidiums des Deutschen Städtetages in Straubing erklärte der Präsi- dent des Deutschen Städtetages, Oberbürgermeister Markus Lewe aus Münster: „Der Weckruf aus den Städten muss endlich im Bundesverkehrsministerium ankommen. Wenn wir mit dem Deutschlandticket mehr Menschen für den ÖPNV gewinnen wollen und wenn der Nahverkehr wirksam zum Klimaschutz beitragen soll, dann kommen wir mit Stückwerk nicht mehr weiter. Der Bund muss jetzt Farbe bekennen und seinen Teil für einen echten Investitionsschub in den öffentlichen Nahverkehr leisten.“ Konkret fordern die Städte von der Bundesregierung: den im Koalitionsvertrag angekündigten Ausbau- und Modernisierungspakt für den ÖPNV endlich aufzulegen eine langfristig abgesicherte Finanzierung des Deutschlandtickets eine Anhebung der Mittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz von heute 1 auf 3 Milliarden Euro jährlich ab 2027 eine Anschubfinanzierung für mehr klimaneutrale Antriebe im ÖPNV mehr Regionalisierungsmittel für den öffentlichen Nahverkehr Bei den Regionalisierungsmitteln geht der Weg allerdings in die andere Richtung. Statt für den nötigen Schub zu sorgen, nutzt der Bund 350 Millionen aus den Regionalisierungsmitteln zur Haushaltskonsolidierung. Jetzt handeln, um Klimaschutzziele 2030 zu erreichen „Wir müssen für die Menschen den Umstieg vom eigenen Auto auf den öffentlichen Nah- verkehr so attraktiv wie möglich machen“, sagte Lewe. Die Städte wollen in moderne Busse und Bahnen, kürzere Taktzeiten, attraktive Netze und emissionsfreie Flotten investieren. Es braucht bessere Verbindungen, auch ins Umland und zwischen den Städten. ZusätzlicheSeite 5 von 6 - 2 - Angebote wie Rufverkehre für Randzeiten werden in Zukunft zum ÖPNV-Mix dazugehören. „Das alles ist nötig, um die Klimaziele bis 2030 zu erfüllen und die Fahrgastzahlen zu ver- doppeln. Diese Ziele haben sich Bund, Länder und Kommunen gemeinsam gesetzt“, so Lewe. Die Kosten dafür liegen zwischen 40 und 60 Milliarden Euro, schätzen verschiedene Gutachten. „Aber der Bund schweigt sich weiter darüber aus, wie das finanziert werden soll und welchen Beitrag er leistet. Das ist ein echtes Problem. Wir können nicht erst nach der nächsten Bundestagswahl weiterreden über den ÖPNV-Ausbau. Denn Investitionsent- scheidungen, die wir jetzt für den Nahverkehr treffen, werden erst Jahre später wirksam – neue Busse und Bahnen müssen angeschafft, neue Strecken jetzt geplant und zügig gebaut werden. Es bleibt jetzt schon kaum noch Zeit, die Ziele für 2030 konsequent anzugehen“, so der Städtetagspräsident. Bund und Länder müssen sich langfristig zum Deutschlandticket bekennen Die Landesverkehrsminister haben in dieser Woche beschlossen, den Preis für das Deutsch- landticket ab 2025 um 9 Euro auf 58 Euro anzuheben. Damit gibt es jetzt zumindest Klarheit über die Finanzierung ab dem kommenden Jahr. Aus Sicht der Städte werden die zusätzli- chen neun Euro pro Ticket vorerst ausreichen, um die Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen durch das Deutschlandticket abzudecken. „Langfristige Sicherheit für unsere Verkehrsunternehmen sieht aber anders aus. Wir hangeln uns seit dem Start des Deutschlandtickets von Halbjahr zu Halbjahr und warten immer wieder aufs Neue auf Fi- nanzzusagen von Bund und Ländern“, kritisierte Lewe. Stand jetzt hat sich der Bund ab 2026 komplett aus der Finanzierung des Tickets verabschie- det. Derzeit wird das Defizit der Verkehrsunternehmen durch das Deutschlandticket noch mit 3 Milliarden Euro von Bund und Ländern ausgeglichen, je 1,5 Milliarden vom Bund und 1,5 Milliarden von den Ländern. Schon 2024 liegt der Zuschussbedarf aber bei rund 4 Milliar- den Euro. Das ist mit Restmitteln aus dem Jahr 2023 noch abgedeckt. 2025 deckelt der Bund seinen Anteil aber weiter auf 1,5 Milliarden, obwohl die tatsächlichen Einnahmeausfälle durch das Deutschlandticket voraussichtlich 4,2 Milliarden Euro betragen werden. Da die Länder ihren Anteil auch nicht erhöhen, müssen die Einnahmeausfälle der Verkehrsunter- nehmen nach der Absage des Bundes an eine hälftige Finanzierung der Mehrkosten deshalb für 2025 über einen höheren Ticketpreis gedeckt werden. Die Fortsetzung des Deutschland- tickets ab 2026 ist noch nicht gesichert. „Das Deutschlandticket ist ein bundesweites Ticket, von der Bundesregierung gewollt und gestartet. Da kann sich der Bund nicht im Nachhinein einen schlanken Fuß bei der Finan- zierung machen, er muss wieder einsteigen und das Ticket weiter mitfinanzieren. Das Deutschlandticket ist ein Erfolgsprojekt. Deshalb sollten sich Bund und Länder endlich auf ein langfristiges Finanzierungskonzept für die nächsten Jahre einigen“, forderte der Städte- tagspräsident.Seite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:39 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de